Quellen der Menschheit

Glossar

Mahābhārata · 1053 Begriffe

Ādiparva
Das erste der 18 Bücher (Parvas) des Mahābhārata; enthält Vorgeschichte, Rahmenerzählung und die Jugend der Pāṇḍavas und Kauravas.
Adhyāya
Kapitel; die Unterteilungseinheit innerhalb eines Parva.
Bhārata
Alter Titel des Werks („die Geschichte der Nachkommen des Bharata“); Kurzform für Mahābhārata.
brahmarṣi
Ein Brahmane von der Rangstufe eines großen Sehers (ṛṣi); ein brahmanischer Weiser.
dharma
Rechte Ordnung, Pflicht, Sittengesetz; eines der vier klassischen Lebensziele (puruṣārtha).
artha
Materieller Nutzen, Besitz, Staatskunst; eines der vier klassischen Lebensziele.
itihāsa
„So ist es gewesen“ – traditionelle Bezeichnung für historisch-legendäre Erzählwerke wie Mahābhārata und Rāmāyaṇa.
Janamejaya
Urenkel Arjunas, Sohn des Parikṣit; König, an dessen Schlangenopfer (sarpasattra) das Mahābhārata durch Vaiśampāyana vorgetragen wurde. In Adh.89 tragen zudem zwei weitere, viel frühere Vorfahren in der Paurava-Genealogie (ein Sohn Kurus sowie ein Sohn des jüngeren Parikṣit) ebenfalls den Namen Janamejaya – Namensvetter, nicht identisch mit dem Rahmenerzählung-König.
Kaurava
Die hundert Söhne des Dhṛtarāṣṭra unter Führung Duryodhanas; Gegenspieler der Pāṇḍavas.
Kṛṣṇa Dvaipāyana
Auch Vyāsa genannt; der traditionelle Verfasser des Mahābhārata. Sohn Parāśaras und der jungen Fährfrau Satyavatī (damals ‚Kālī' genannt), auf einer Insel (dvīpa) im Fluss Yamunā gezeugt und geboren, während Satyavatī äußerlich Jungfrau blieb; erhielt später von Satyavatī den Auftrag, per Niyoga Söhne für den verstorbenen Vicitravīrya zu zeugen (Adh.99).
Kurukṣetra
Die Ebene nördlich von Delhi, Schauplatz der achtzehntägigen Schlacht zwischen Pāṇḍavas und Kauravas.
Lomaharṣaṇa
Vater des Ugraśravas (Sūta); auch „Romaharṣaṇa“ geschrieben.
Naimiṣāraṇya
Der „Naimiṣa-Wald“, traditioneller Schauplatz zahlreicher Rahmenerzählungen der Sanskrit-Literatur, u. a. hier des zwölfjährigen Opfers Śaunakas.
Nārāyaṇa
Beiname Viṣṇus; im Eröffnungsvers zusammen mit Nara, Sarasvatī und Vyāsa verehrt.
Pāṇḍava
Die fünf Söhne des Pāṇḍu (Yudhiṣṭhira, Bhīma, Arjuna, Nakula, Sahadeva); Helden des Mahābhārata.
Parikṣit
Enkel Arjunas, Vater Janamejayas. In Adh.89 trägt zudem ein viel früherer Vorfahre (Enkel Kurus über Abhiṣvat) ebenfalls den Namen Parikṣit – ein Namensvetter, nicht identisch mit dem Vater Janamejayas.
Parva
Buch; eines der 18 Hauptteile des Mahābhārata.
sarpasattra
Das „Schlangenopfer“ des Königs Janamejaya, bei dem Vaiśampāyana das Mahābhārata erstmals öffentlich vortrug.
sattra
Eine mehrtägige bis mehrjährige vedische Opfersitzung; hier das zwölfjährige Opfer Śaunakas im Naimiṣa-Wald.
Sarasvatī
Göttin der Rede, des Wissens und der Gelehrsamkeit; im Eröffnungsvers angerufen.
Śaunaka
Sippenoberhaupt (kulapati), in dessen zwölfjährigem Opfer im Naimiṣa-Wald Ugraśravas das Mahābhārata vorträgt.
Sūta
Wagenlenker und berufsmäßiger Erzähler von Geschichte und Genealogie; Ugraśravas trägt diesen Titel.
Ugraśravas
Sohn des Lomaharṣaṇa, der Sūta, der im Naimiṣa-Wald die Rahmenerzählung des Mahābhārata vorträgt.
Vaiśampāyana
Schüler Vyāsas; trug das Mahābhārata beim Schlangenopfer des Janamejaya vor.
Vyāsa
Siehe Kṛṣṇa Dvaipāyana. Erscheint den fliehenden Pāṇḍavas in Adh.144, tröstet sie, weist ihnen Ekacakrā als verborgenes Quartier zu und verheißt Yudhiṣṭhira prophetisch künftige Weltherrschaft.
śatasāhasrī saṃhitā
„Die Sammlung der Hunderttausend[-Verse]“ – traditioneller Beiname des Mahābhārata.
Bhāratavaṃśa / Bharata
Urahn der Bharata-Dynastie, nach dem das Mahābhārata („die große Erzählung der Bharatas“) benannt ist.
Brahmā
Der Schöpfergott, „Großvater“ (pitāmaha) der Wesen; hier in der kosmogonischen Genealogie als Erstgeborener aus dem Welt-Ei genannt.
Dakṣa
Ein Prajāpati (Schöpfungsherr), Sohn des Pracetas, Vater vieler Wesen in der vedischen Genealogie.
Hari
Beiname Viṣṇus.
Himavat / Himālaya
Das Himālaya-Gebirge; traditioneller Ort von Vyāsas Askese und der Komposition des Mahābhārata.
Hṛṣīkeśa
„Herr der Sinne“ – Beiname Viṣṇus/Kṛṣṇas.
Ikṣvāku
Urahn der Ikṣvāku-Dynastie (u. a. Rāmas Geschlecht im Rāmāyaṇa).
Manu
Der Stammvater der Menschheit im jeweiligen Weltzeitalter; hier als Sohn des Sonnengottes Vivasvat genannt.
Prajāpati
„Herr der Geschöpfe“ – Bezeichnung für Brahmā und für eine Gruppe von Schöpfungsgottheiten.
Puruṣa
Das kosmische Urwesen/die Urseele in vedisch-upaniṣadischem Denken.
ṛta
Die kosmische Wahrheit/Ordnung; vedischer Vorläuferbegriff zu dharma.
Satyavatīsuta
„Der Sohn der Satyavatī“ – Beiname des Vyāsa.
Vivasvat
Der Sonnengott, Vater des Manu.
Yadu
Urahn der Yadu-Dynastie, der auch Kṛṣṇa angehört.
Yayāti
Ein früher König der Mondlinie (Candravaṃśa), Urahn mehrerer Dynastien, darunter der Kurus.
Āraṇyaparva
Das dritte Parva des Mahābhārata: die zwölf Waldjahre der Pāṇḍavas.
Āśvamedhaparva
Das vierzehnte Parva: Yudhiṣṭhiras Pferdeopfer nach dem Krieg.
Bhīṣma / Gāṅgeya
Sohn der Gaṅgā und des Śāntanu, Großonkel der Pāṇḍavas und Kauravas; „Gāṅgeya“ („Sohn der Gaṅgā“) ist einer seiner Beinamen.
Dhārtarāṣṭra
Patronymikon für die Söhne des Dhṛtarāṣṭra, allen voran Duryodhana; Sammelbezeichnung für die Kaurava-Partei.
Dhṛtarāṣṭra
Blinder König der Kurus, Vater der hundert Kauravas, Sohn des Vyāsa mit der Witwe des Vicitravīrya. Daneben auch Name eines der vornehmsten Nāgas in Sūtas Namenskatalog (Adhyāya 31) – nicht identisch mit dem Kuru-König. Nach Adhyāya 61 (Aṃśāvataraṇa) die Wiedergeburt des Gandharva-Herrn Haṃsa, Sohn der Ariṣṭā. In Adh.89 trägt zudem ein ferner Vorfahre in der Paurava-Genealogie (Sohn eines früheren Janamejaya) ebenfalls den Namen Dhṛtarāṣṭra – ein Namensvetter, nicht identisch mit dem blinden Kuru-König.
Droṇaparva
Das siebte Parva: die Schlacht unter Droṇas Oberbefehl.
Gāndhārī
Gemahlin des Dhṛtarāṣṭra, Mutter der hundert Kauravas. In Adhyāya 61 (Aṃśāvataraṇa) als 'Mati, Tochter Subalas' bezeichnet.
kāvya
„Dichtwerk“, kunstvolle Komposition; Bezeichnung, die Vyāsa selbst für das Mahābhārata verwendet.
Kuntī
Mutter der drei älteren Pāṇḍavas (Yudhiṣṭhira, Bhīma, Arjuna). Nach Adhyāya 61 die Wiedergeburt der Göttin Siddhi (Aṃśāvataraṇa). Gebiert mittels des Durvāsas-Mantras nacheinander Yudhiṣṭhira (Dharma), Bhīma (Vāyu) und Arjuna (Indra); weist Pāṇḍus Wunsch nach einem vierten Sohn unter Berufung auf die dharmaśāstrische Drei-Empfängnisse-Grenze zurück (Adh.114). Bleibt nach Pāṇḍus Tod und Mādrīs Feuertod als alleinige Mutter aller fünf Pāṇḍavas zurück (Adh.116). Wird in Adh.125 bei Arjunas gerüstetem Auftritt vor der Menge zu Tränen gerührt; Dhṛtarāṣṭra nennt die drei älteren Pāṇḍavas bildhaft die ‚aus Pṛthās Zündholz entsprungenen Feuer'. Fällt in Adh.126 in Ohnmacht, als sie ihre beiden Söhne Karṇa und Arjuna, deren wahre Verwandtschaft nur sie kennt, zum Zweikampf gerüstet gegenüberstehen sieht; von Vidura wieder zu sich gebracht. Tritt am Ende von Adh.147, den rechten Zeitpunkt erkennend, zu der verzweifelten Brahmanenfamilie hinzu, um ihre Hilfe anzubieten. Rechtfertigt in Adh.150 gegenüber dem besorgten Yudhiṣṭhira ihren Entschluss, Bhīma gegen Baka zu schicken, mit Verweis auf dessen außergewöhnliche Kraft und eine frühere Lehre des Vyāsa über den Lohn kṣatriyischen Beistands.
Mausalaparva
Das sechzehnte Parva: der Untergang der Vṛṣṇis und Yādavas.
Parāśara
Vater des Vyāsa (Kṛṣṇa Dvaipāyana). In Adh.167: als noch ungeborenes Kind bereits zwölf Jahre im Mutterleib der Veden kundig, was Vasiṣṭha vom Selbstmord abhält. In Adh.169 ausführlich: hält Vasiṣṭha zunächst für seinen Vater, erfährt von Adṛśyantī die Wahrheit und fasst daraufhin den Entschluss zur Weltvernichtung, den Vasiṣṭha mit der Aurva-Erzählung besänftigt.
Parvasaṃgraha
Das „Baum-Gleichnis“ und die Inhaltsübersicht aller 18 Parvas innerhalb des Adhyāya 1.
Pāṇḍu
Vater der fünf Pāṇḍavas, Sohn des Vyāsa mit der Witwe des Vicitravīrya. In Adh.89 trägt zudem ein ferner Vorfahre in der Paurava-Genealogie (Bruder des dortigen Dhṛtarāṣṭra) ebenfalls den Namen Pāṇḍu – ein Namensvetter, nicht identisch mit dem Vater der Pāṇḍavas. Auf der Jagd erschießt er versehentlich den in Hirschgestalt liebenden Muni Kiṃdama, der ihn mit dem Tod im Augenblick der nächsten ehelichen Vereinigung verflucht (Adh.109). Entsagt daraufhin dem Königtum, verteilt seinen Schmuck an Brahmanen und zieht mit Kuntī und Mādrī als Asket in den Himālaya, wo er sich am Berg Śataśṛṅga niederlässt (Adh.110). Da Kiṃdamas Fluch ihn zeugungsunfähig macht, bittet er Kuntī in Adh.111, unter Berufung auf die Śāradaṇḍāyanī-Geschichte, durch Niyoga mit einem überlegenen Brahmanen Nachkommen zu erzeugen. Erlangt durch Kuntīs Niyoga mit Dharma, Vāyu und (nach eigener einjähriger Askese) Indra die drei Söhne Yudhiṣṭhira, Bhīma und Arjuna (Adh.114). Stirbt in Adh.116, als sich der Kiṃdama-Fluch erfüllt: Von Begierde überwältigt, vereinigt er sich mit Mādrī und verscheidet im selben Augenblick.
Sabhāparva
Das zweite Parva: Rājasūya-Opfer, Würfelspiel und Verbannung der Pāṇḍavas.
Śalyaparva
Das neunte Parva: die letzte Phase der Schlacht.
Śāntiparva
Das zwölfte Parva: Bhīṣmas Lehren über Dharma und Herrschaft.
Strīparva
Das elfte Parva: die Totenklage der Frauen.
Vāsudeva
Beiname Kṛṣṇas (nach seinem Vater Vasudeva). Nach Adhyāya 61 der irdische Anteil des ewigen Gottes Nārāyaṇa (Aṃśāvataraṇa).
Vicitravīrya
König der Kurus, Halbbruder des Vyāsa; seine kinderlos verwitweten Frauen wurden von Vyāsa Mütter des Dhṛtarāṣṭra und Pāṇḍu.
Vidura
Sohn des Vyāsa mit einer Dienerin (anstelle der ängstlichen Ambikā), Halbbruder von Dhṛtarāṣṭra und Pāṇḍu, weiser Ratgeber (Kṣattṛ) am Kuru-Hof. Laut Adh.100 Inkarnation des Gottes Dharma, verflucht durch den Weisen Māṇḍavya; nach Adhyāya 61 (Aṃśāvataraṇa) dagegen ein Sohn/Anteil des Ṛṣi Atri – zwei nicht harmonisierte Herkunftstraditionen im Text. Warnt Yudhiṣṭhira in Adh.133 beim Abschied in verschlüsselten Rätselworten vor Gift und Feuer und deutet einen unterirdischen Fluchtweg an, ohne die Pāṇḍavas offen vor dem Lākṣāgṛha-Plan zu warnen. Sendet in Adh.135 heimlich einen vertrauenswürdigen Grabarbeiter zu den Pāṇḍavas, der ihnen einen Fluchttunnel aus dem Lākṣāgṛha gräbt. Zeigt in Adh.137, im Unterschied zu allen anderen trauernden Kauravas, nur geringe Trauer über den vermeintlichen Tod der Pāṇḍavas, da er als Einziger die Wahrheit kennt.
Virāṭaparva
Das vierte Parva: das dreizehnte, verdeckte Exiljahr.
Udyogaparva
Das fünfte Parva: die Kriegsvorbereitungen.
Draupadī / Kṛṣṇā
Tochter des Königs Drupada, gemeinsame Gattin der fünf Pāṇḍavas, gewonnen von Arjuna beim Svayaṃvara.
Duḥśāsana
Zweiter Sohn des Dhṛtarāṣṭra, Bruder Duryodhanas. Nach Adhyāya 61 einer der Paulastyas (Rākṣasa-Nachkommen des Pulastya), die als die hundert Kaurava-Brüder wiedergeboren wurden (Aṃśāvataraṇa).
Duryodhana
Ältester Sohn des Dhṛtarāṣṭra (der Geburtsreihenfolge der 101 Krug-Kinder nach – Yudhiṣṭhira wurde jedoch zuerst geboren), Anführer der Kauravas, Hauptgegenspieler der Pāṇḍavas. Seiner Geburt gehen furchterregende Vorzeichen voraus; Vidura und die Brahmanen raten vergeblich zu seiner Aussetzung, um das Geschlecht zu retten (Adh.107). Nach Adhyāya 61 aus einem Anteil des Kali (Zeitalter der Zwietracht) entstanden (Aṃśāvataraṇa). Von Neid auf Bhīmas überragende Kraft und Gier nach der Herrschaft getrieben, unternimmt er in Adh.119 drei erfolglose Mordanschläge auf Bhīma (Ertränken, Schlangen, Gift). Tritt in Adh.124 zum Abschluss der Waffenschau mit Bhīma zum Keulenzweikampf an. Schließt in Adh.126 durch die spontane Königsweihe Karṇas zum Herrscher von Aṅga eine lebenslange Freundschaft mit diesem. Verteidigt Karṇa in Adh.127 mit einer Rede über die rätselhafte Herkunft wahrer Helden gegen Bhīmas Spott. Trägt in Adh.129, von der Volksstimmung für Yudhiṣṭhira aufgewühlt, Dhṛtarāṣṭra erstmals offen seine Sorge um die Kaurava-Thronfolge vor – Beginn der Intrigen, die zum Lākṣāgṛha-Anschlag führen. Schlägt in Adh.130 die Verbannung der Pāṇḍavas nach Vāraṇāvata vor und überzeugt den zögernden Dhṛtarāṣṭra mit einer Analyse der Machtverhältnisse am Hof. Weiht in Adh.132 seinen Minister Purocana in den Plan ein, die Pāṇḍavas in einem eigens errichteten brennbaren Haus (Lākṣāgṛha) in Vāraṇāvata zu ermorden.
Gaṇeśa
Der elefantenköpfige Gott; schreibt der Überlieferung nach das von Vyāsa diktierte Mahābhārata nieder.
Jarāsandha
Mächtiger König von Magadha, von Bhīma im Zweikampf getötet. Nach Adhyāya 61 die irdische Wiedergeburt des Dānava-Fürsten Vipracitti (Aṃśāvataraṇa).
Karṇa
Sohn der jungfräulichen Kuntī (Pṛthā) und des Sonnengottes Sūrya, mit angeborener Rüstung und Ohrringen geboren, von Kuntī ausgesetzt und vom Wagenlenker Adhiratha und dessen Frau Rādhā als Vasuṣeṇa aufgezogen. Schenkt Indra, als Brahmane verkleidet, seine Rüstung und Ohrringe und erhält dafür einen unfehlbaren Einmal-Speer; seither auch ‚Vaikartana Karṇa' genannt (Adh.104). Kämpft später auf Seiten der Kauravas. Nach Adhyāya 61 ein unübertrefflicher Anteil des Sonnengottes Sūrya/Divākara (Aṃśāvataraṇa). Auch Rādheya (‚Sohn der Rādhā') oder Sūtaputra genannt. Wird in Adh.122 Droṇas Schüler, wetteifert von Anfang an mit Arjuna und schließt sich aus Verachtung für die Pāṇḍavas Duryodhana an. Ausführlicher Auftritt in Adh.126: wiederholt Arjunas Waffenschau, fordert ihn zum Zweikampf, wird von Kṛpa nach seiner Herkunft gefragt und beschämt zum Schweigen gebracht; Duryodhana weiht ihn daraufhin zum König von Aṅga (auch Vṛṣa genannt) und schließt mit ihm lebenslange Freundschaft. Wird in Adh.127 von Bhīma wegen seiner Sūta-Herkunft verhöhnt, von Duryodhana jedoch entschieden verteidigt; erntet am Ende von Yudhiṣṭhira selbst die Anerkennung als unübertroffener Bogenschütze. Wird in Adh.143 als künftiger Gegner benannt, dessen Śakti-Speer laut Vorausdeutung nicht Arjuna, sondern Ghaṭotkaca töten wird.
Kṛpa
Sohn des Śaradvat, Waffenlehrer am Kuru-Hof. Nach Adhyāya 61 aus der Schar der Rudras entstanden (Aṃśāvataraṇa). Ausführliche Geburtsgeschichte in Adh.120: aus dem bei Anblick einer von Indra gesandten Apsaras unwillkürlich vergossenen Samen des Ṛṣi Śaradvat Gautama, gefallen auf ein Schilfbüschel (Śarastamba); von König Śaṃtanu gefunden und aus Mitleid (Kṛpā) aufgezogen, daher der Name. Später von seinem leiblichen Vater in den vollständigen Dhanurveda samt allen Waffen eingeweiht; wird Lehrmeister der Kaurava- und Pāṇḍava-Prinzen.
Mādrī
Zweite Gattin des Pāṇḍu, Mutter der Zwillinge Nakula und Sahadeva. Nach Adhyāya 61 die Wiedergeburt der Göttin Dhṛti (Aṃśāvataraṇa). Bittet Kuntī um Anteil an der Nachkommenschaft und gebiert von den Aśvins die Zwillinge Nakula und Sahadeva (Adh.115); mit ihnen sind alle fünf Pāṇḍavas geboren. Besteigt nach Pāṇḍus Tod dessen Scheiterhaufen (Adh.116) und übergibt ihre Söhne Nakula und Sahadeva Kuntīs Obhut.
Maya
Ein Dānava-Baumeister, der den Pāṇḍavas ihre Wunder-Versammlungshalle (Sabhā) errichtete.
Nakula / Sahadeva
Die Zwillingssöhne der Mādrī, jüngste der fünf Pāṇḍavas.
Rājasūya
Das große Königsweihe-Opfer, mit dem ein König seine Oberherrschaft beansprucht; von Yudhiṣṭhira vollzogen.
Śakuni
König von Gāndhāra, Bruder der Gāndhārī, Anstifter des betrügerischen Würfelspiels. Nach Adhyāya 61 die Verkörperung des Zeitalters Dvāpara (Aṃśāvataraṇa).
Śuka
Sohn des Vyāsa, dem dieser das Mahābhārata als Erstem lehrte.
Yudhiṣṭhira
Ältester der fünf Pāṇḍavas, Sohn der Kuntī und des Gottes Dharma; späterer König. Nach Adhyāya 61 ein Anteil des Gottes Dharma (Aṃśāvataraṇa). Stimmt in Adh.131, Dhṛtarāṣṭras wahre Absicht ahnend, aber mangels Verbündeter machtlos, der Verbannung nach Vāraṇāvata zu und erbittet vor der Abreise den Segen der Ältesten. Versteht in Adh.133 Viduras verschlüsselte Warnung vollständig, hält aber selbst gegenüber Kuntī den genauen Inhalt zunächst zurück. Erkennt in Adh.134 sofort am Geruch die Brandfalle und entscheidet, unauffällig zu bleiben und heimlich einen Fluchttunnel graben zu lassen, statt sofort zu fliehen.
Arjuna
Dritter der fünf Pāṇḍu-Söhne, Sohn Indras, Meisterbogenschütze (Beiname u.a. Dhanañjaya, Pārtha, Kirīṭin, Savyasācin), enger Gefährte Kṛṣṇas. Nach Adhyāya 61 ein Anteil des Götterkönigs Indra (Aṃśāvataraṇa). Verspricht Droṇa in Adh.122 als einziger der Prinzen vorbehaltlos die spätere Erfüllung eines noch ungenannten Anliegens (Gurudakṣiṇā) und wird dafür von Droṇa unter Tränen der Freude bevorzugt. Übt in Adh.123 heimlich nachts und übertrifft alle Mitschüler; besteht als Einziger die Geier-Zielscheiben-Prüfung Droṇas, rettet diesen vor einem Krokodil und erhält dafür die Brahmaśiras-Waffe samt Rückholformel. Zeigt in Adh.125 bei der öffentlichen Waffenschau eine spektakuläre Astra-Demonstration (Feuer, Wasser, Wind, Regen, Erde, Berg, Unsichtbarkeit) und meisterhafte Zielschüsse. Besiegt in Adh.158 den Gandharva Aṅgāraparṇa mit der Agni-Waffe, schließt Freundschaft mit ihm und erlangt die Cakṣuṣī-Sehkraft-Wissenschaft sowie Gandharva-Rosse.
Bhīma / Bhīmasena
Zweiter der fünf Pāṇḍu-Söhne, Sohn des Windgottes Vāyu, von gewaltiger Körperkraft; tötet im Krieg u.a. Duḥśāsana und Duryodhana.
Droṇa
Waffenlehrer der Kaurava- und Pāṇḍu-Prinzen, Sohn des Bharadvāja, später Heerführer der Kauravas; fällt im Krieg. Nach Adhyāya 61 ein Anteil (aṃśa) des Götter-Ṛṣi Bṛhaspati (Aṃśāvataraṇa). Ausführliche Geburtsgeschichte in Adh.121: aus dem Samen Bharadvājas, den dieser beim Anblick der badenden Apsaras Ghṛtācī vergießt und in einem Gefäß (Droṇa) auffängt – daher der Name. Wächst mit Drupada auf, heiratet später Kṛpī, erhält von Rāma Jāmadagnya (Paraśurāma) alle Waffen samt Dhanurveda. Prüft in Adh.123 seine Schüler mit der Geier-Zielscheibe und übergibt Arjuna, der ihn nach einem Krokodilangriff in der Gaṅgā rettet, die Brahmaśiras-Waffe. Verlangt in Adh.128 als Gurudakṣiṇā die Gefangennahme Drupadas, verschont ihn, nimmt aber die Hälfte seines Reiches (Ahicchatra) und wird so selbst zum Herrscher. Seine Geburts- und Jugendgeschichte samt Gurudakṣiṇā-Episode wird in Adh.154 im Rahmen der Draupadī-Vorgeschichte erneut, knapper, erzählt.
Indra / Śakra
Götterkönig, Herrscher des Himmels (Svarga); Vater Arjunas.
Agni
Feuergott; wird von Arjuna und Kṛṣṇa im Khāṇḍava-Wald gesättigt.
Subhadrā
Schwester Kṛṣṇas und Balarāmas, von Arjuna zur Frau genommen, Mutter Abhimanyus.
Abhimanyu
Sohn Arjunas und Subhadrās, Ehemann Uttarās; fällt jung im Krieg, von mehreren Kriegern gemeinsam umzingelt und getötet. Nach Adhyāya 61 die Wiedergeburt des Suvarcas, Sohn des Mondgottes Soma (Aṃśāvataraṇa).
Jayadratha
König des Sindhu-Landes, Schwager Duryodhanas; von Arjuna wegen seiner Beteiligung an Abhimanyus Tod getötet.
Kīcaka
Heerführer am Hof Virāṭas, belästigt die verkleidete Draupadī und wird von Bhīma getötet.
Ghaṭotkaca
Sohn Bhīmas und der Rākṣasī Hiḍimbā; fällt im Krieg durch Karṇas göttlichen Speer.
Śikhaṇḍin
Kämpfer auf Seiten der Pāṇḍavas, vor dem Bhīṣma die Waffen nicht erhebt; ermöglicht dadurch Bhīṣmas Fall. Nach Adhyāya 61 ein Rākṣasa von weiblich-männlicher Doppelnatur (Aṃśāvataraṇa).
Dhṛṣṭadyumna
Sohn des Drupada, Bruder Draupadīs, Heerführer der Pāṇḍavas; tötet Droṇa. Nach Adhyāya 61 ein Anteil des Feuergottes Agni (Aṃśāvataraṇa). In Adh.155 detailliert erzählt: entsteht bewaffnet aus dem von Yāja und Upayāja für Drupada vollzogenen Opferfeuer, eigens zur künftigen Tötung Droṇas bestimmt; wird dennoch von Droṇa selbst als Waffenschüler aufgenommen.
Aśvatthāman
Sohn Droṇas, Krieger auf Kaurava-Seite; verübt nach Kriegsende das nächtliche Massaker an den schlafenden Pāñcālas und Draupadīs Söhnen. Nach Adhyāya 61 aus der zu Einheit gelangten Kraft von Mahādeva, Antaka (Yama), Kāma und Krodha entstanden (Aṃśāvataraṇa). Geburt in Adh.121: Sohn Droṇas und Kṛpīs; erhält seinen Namen, weil sein Geburtsschrei wie das Wiehern des Pferdes Uccaiḥśravas klang und dessen Kraft sich über die Himmelsrichtungen verbreitete.
Śalya
König der Madras, Bruder Mādrīs; kämpft auf Kaurava-Seite und wird von Yudhiṣṭhira getötet. Nach Adhyāya 61 die irdische Wiedergeburt des Daitya Saṃhrāda, jüngeren Bruders Prahrādas (Aṃśāvataraṇa).
Sātyaki / Yuyudhāna
Vṛṣṇi-Krieger, enger Verbündeter der Pāṇḍavas und Kṛṣṇas.
Vaiśravaṇa / Kubera
Gott des Reichtums, Herrscher der Yakṣas, Wächter der nördlichen Himmelsrichtung.
Virāṭa
König der Matsyas, an dessen Hof die Pāṇḍavas ihr letztes Exiljahr verkleidet verbringen; Vater Uttarās. Nach Adhyāya 61 aus der Schar der Maruts geboren (Aṃśāvataraṇa).
Uttarā
Tochter König Virāṭas, wird mit Abhimanyu vermählt, Mutter Parikṣits.
Nara-Nārāyaṇa
Paar uralter Ṛṣis/göttlicher Gestalten, mit denen Kṛṣṇa und Arjuna nach der Überlieferung Nāradas identisch sind.
Kālakeyas / Paulomas
Zwei Asura-Geschlechter, von den Göttern unbesiegbar, aber von Arjuna während seines Aufenthalts im Himmel bezwungen.
Kṛtavarman
Vṛṣṇi-Krieger auf Kaurava-Seite, beteiligt am nächtlichen Massaker unter Aśvatthāmans Führung. Nach Adhyāya 61 ebenfalls aus der Schar der Maruts geboren (Aṃśāvataraṇa).
Nala
König der Niṣadhas, Held der berühmten Nala-Damayantī-Erzählung im Āraṇyakaparva; verliert durch ein Würfelspiel sein Reich.
Damayantī
Prinzessin von Vidarbha, Gattin Nalas, Inbegriff der treuen, standhaften Ehefrau.
Agastya
Großer vedischer Ṛṣi, verzehrt in einer Erzählung den Dämon Vātāpi und gewinnt Lopāmudrā zur Frau.
Aśvins / Nāsatyau
Göttliches Zwillingspaar, Ärzte der Götter; erneuern in der Cyavana-Erzählung dessen Jugend.
Hanumān
Affengestaltiger Sohn des Windgottes Vāyu, von gewaltiger Kraft; begegnet Bhīma im Āraṇyakaparva.
Aṣṭāvakra
Brahmanen-Ṛṣi mit acht Körperkrümmungen, besiegt den Logiker Bandin im Streitgespräch bei König Janakas Opfer und rettet dadurch seinen Vater.
Mārkaṇḍeya
Langlebiger Ṛṣi, Erzähler zahlreicher Nebenerzählungen (u.a. Pṛthu, Indradyumna) im Āraṇyakaparva.
Satyabhāmā
Gattin Kṛṣṇas, führt im Āraṇyakaparva ein Gespräch mit Draupadī über die Pflichten einer Ehefrau.
Vṛkodara
Beiname Bhīmas ('Wolfsbauch'), wegen seines gewaltigen Appetits und seiner Kraft. Trägt in Adh.136 beim Fluchttunnel-Ausbruch aus dem brennenden Lākṣāgṛha die erschöpfte Mutter Kuntī auf der Schulter, die Zwillinge auf der Hüfte und führt Yudhiṣṭhira und Arjuna an den Händen. Hält in Adh.138 nach dem Tragen der erschöpften Familie durch den Wald eine bewegende Klage über ihre Notlage und wacht allein über den Schlaf der anderen. Weist in Adh.139 die Werbung von Hiḍimbas Schwester zurück, solange seine schlafende Familie in Gefahr ist, und fordert Hiḍimba zum Kampf heraus. Tötet in Adh.142 den Rākṣasa Hiḍimba im Zweikampf, indem er ihn zermalmt und entzweibricht. Wird in Adh.143 mit Hiḍimbā verheiratet (mit der Auflage, nachts zu den Brüdern zurückzukehren) und zeugt mit ihr den Sohn Ghaṭotkaca.
Rāma (Daśarathi)
Held des Rāmāyaṇa, Königssohn von Ayodhyā, Avatāra Viṣṇus; erschlug den Dämonenkönig Rāvaṇa. Nicht zu verwechseln mit Balarāma (Rāma Halāyudha), dem älteren Bruder Kṛṣṇas.
Rāvaṇa
Dämonenkönig von Laṅkā, Antagonist des Rāmāyaṇa, von Rāma getötet.
Sāvitrī
Vorbildhafte Gattin, die durch ihre Klugheit und Hingabe ihren Gemahl Satyavat dem Tod (Yama) wieder abrang; Titelfigur einer bekannten Nebenerzählung im Āraṇyakaparva.
Dambhodbhava
Ein hochmütiger König in einer Nebenerzählung des Āraṇyakaparva, der von zwei asketischen Brüdern in seinem Stolz zurechtgewiesen wird.
Mātali
Wagenlenker Indras; Gegenstand einer Nebenerzählung über seine Brautwerbung für seine Tochter.
Gālava
Ein großer Ṛṣi, Schüler Viśvāmitras; Held einer bekannten Nebenerzählung im Āraṇyakaparva über eine schwierige Lehrergabe.
Vidulā
Eine Königin, deren eindringliche Ermahnung an ihren mutlosen Sohn als berühmte Lehrrede im Āraṇyakaparva überliefert ist.
Bhagadatta
König der Prāgjyotiṣa, Verbündeter der Kauravas, kämpft im Bhīṣmaparva auf seinem Elefanten Supratīka gegen Arjuna. Nach Adhyāya 61 die irdische Wiedergeburt des Daitya Bāṣkala (Aṃśāvataraṇa).
Drupada
König der Pāñcālas, Vater Draupadīs und Dhṛṣṭadyumnas; fällt im Droṇaparva. Nach Adhyāya 61 aus der Schar der Maruts geboren (Aṃśāvataraṇa), wie auch Sātyaki, Kṛtavarman und Virāṭa. Wächst laut Adh.121 als Sohn des Pṛṣata gemeinsam mit Droṇa an Bharadvājas Einsiedelei auf, bevor er nach dem Tod seines Vaters König der nördlichen Pāñcālas wird. Auch Yajñasena genannt. Weist in Adh.122 seinen einstigen Studienfreund Droṇa schroff zurück, als dieser sich auf ihre alte Freundschaft beruft – Ursprung von Droṇas späterer Rache. Wird in Adh.128 von Droṇas Schülern als Gurudakṣiṇā gefangen genommen, gedemütigt und muss die Hälfte seines Reiches an Droṇa abtreten; fasst daraufhin den Rachewunsch nach einem Sohn.
Sanatsujāta
Ein Weiser, der Dhṛtarāṣṭra vor Kriegsbeginn eine tiefe Lehre über das Selbst (adhyātma) vorträgt (Sanatsujātīya).
Nārada
Himmlischer Weiser (Devarṣi), reist zwischen den Welten und überbringt wichtige Botschaften und Erzählungen; tritt im Mahābhārata wiederholt als Erzähler und Bote auf.
Balarāma / Halāyudha
Älterer Bruder Kṛṣṇas, Sohn Vasudevas und Rohiṇīs, Avatāra Śeṣas/Anantas; nicht zu verwechseln mit Rāma (Daśarathi), dem Helden des Rāmāyaṇa.
Babhruvāhana
Sohn Arjunas und der Königin Citrāṅgadā von Maṇipūra; liefert sich im Aśvamedhaparva einen lebensgefährlichen Kampf mit seinem eigenen Vater.
Citrāṅgadā
Königin von Maṇipūra, eine der Gattinnen Arjunas, Mutter Babhruvāhanas.
Marutta
Ein legendärer König, dessen Opfer und Goldschatz-Erwerb in einer Nebenerzählung des Āśvamedhikaparva behandelt werden.
Samantapañcaka
Das „Fünf-Seen-Gebiet“ bei Kurukṣetra, benannt nach den fünf Blutseen, die Rāma Jāmadagnya dort einst schuf; später der Schauplatz der großen Bhārata-Schlacht.
Akṣauhiṇī
Die größte Heereseinheit im Mahābhārata: 21.870 Wagen, 21.870 Elefanten, 65.610 Pferde und 109.350 Fußsoldaten, aufgebaut aus den Einheiten Patti, Senāmukha, Gulma, Gaṇa, Vāhinī, Pṛtanā, Camū und Anīkinī.
Uttaṅka
Schüler, dessen Erhabenheit im Pauṣya-Parva geschildert wird; berühmt für seine Ohrringjagd.
Vātāpi
Ein von Agastya verschlungener Dämon aus der Agastya-Erzählung im Āraṇyaka-Parva.
Lopāmudrā
Gattin des Weisen Agastya, mit dem sie um der Nachkommenschaft willen zusammenkam.
Ṛśyaśṛṅga
Von Kindheit an keuscher Asket, dessen Lebensgeschichte im Āraṇyaka-Parva erzählt wird.
Cyavana
Weiser aus dem Bhṛgu-Geschlecht, der Sukanyā heiratete und durch die Aśvins zur Jugend zurückgeführt wurde.
Somaka
König, der seinen Sohn Jantu opferte, um hundert Söhne zu erlangen.
Nivātakavaca
Dämonisches Volk in Hiraṇyapura, das Arjuna im Auftrag Indras bekämpfte.
Uddālaka
Weiser, dessen Erzählung im Āraṇyaka-Parva berichtet wird.
Kirmīra
Ein von Bhīma getöteter Rākṣasa, Bruder Bakas.
Maṇimat
Anführer der Yakṣas im Kampf am Gandhamādana.
Supratīka
Kampfelefant des Bhagadatta. Daneben auch Name eines Weisen, der von seinem Bruder Vibhāvasu zum Elefanten verflucht wurde (Adhyāya 25) – möglicherweise mit dem gleichnamigen Elefanten Bhagadattas identisch bzw. dessen mythischer Ursprung.
Ulūka
Bote, den Duryodhana vor der Schlacht zu den Pāṇḍavas sandte. Daneben auch Name eines der neun namentlich genannten Amṛta-Wächter, die Garuḍa im Kampf besiegt (Adhyāya 28) – nicht identisch mit dem gleichnamigen Boten.
Saṃvarta
Weiser aus der Erzählung von Saṃvarta und Marutta im Aśvamedhika-Parva.
Saramā
Göttliche Hündin, deren Sohn von Janamejayas Brüdern geschlagen wurde; ihr Fluch über ein „unvorhergesehenes Unheil“ treibt Janamejaya zur Suche nach einem Hauspriester.
Dhaumya
Weiser (Āyoda), Lehrer der drei Schüler Upamanyu, Āruṇi und Veda; prüft sie durch harte Aufgaben.
Upamanyu
Schüler Dhaumyas, der durch Gehorsam gegenüber seinem Lehrer (auch nach Erblindung) von den Aśvins geheilt wird.
Āruṇi
Schüler Dhaumyas (Pāñcālya), der einen Deichbruch mit dem eigenen Körper verschließt und dafür den Namen Uddālaka erhält; siehe [[Uddālaka]].
Pauṣya
Kṣatriya-König, dessen Ohrringe Uttaṅka für seine Lehrerin erbittet; wechselseitiger Fluch (Blindheit/Kinderlosigkeit) mit Uttaṅka.
Takṣaka
Schlangenkönig (Sohn der Kadrū), der Uttaṅkas Ohrringe raubt und später König Parikṣit tötet; Ziel von Janamejayas Schlangenopfer.
Airāvata
Schlangenkönig, Ältester der Nāgas, nach dem ein Elefant Indras später benannt ist; von Uttaṅka gepriesen.
Aśvasena
Schlange, Gefährte Takṣakas, wohnhaft bei Kurukṣetra am Fluss Ikṣumatī.
Dhātṛ / Vidhātṛ
Die beiden webenden Frauen aus Uttaṅkas Vision in der Schlangenwelt, gedeutet als Schöpfer-/Ordner-Gottheiten, deren schwarze und weiße Fäden Nacht und Tag sind.
Bhṛgu
Einer der großen Ṛṣis (Brahmarṣis), Stammvater des Bhārgava-Geschlechts; Gemahl Pulomās, Vater Cyavanas.
Pramati
Sohn Cyavanas, Vater Rurus (Bhārgava-Geschlecht).
Ruru
Sohn Pramatis und der Ghṛtācī, Vater Śunakas, Urahn Śaunakas.
Pramadvarā
Gattin Rurus, Mutter Śunakas.
Śunaka
Sohn Rurus und der Pramadvarā, Urahn (Vorfahr) Śaunakas, des Zuhörers der Rahmenerzählung.
Pulomā
Bhṛgus geliebte Gattin, schwanger mit Cyavana; wird vom gleichnamigen Rakṣas Puloma begehrt, der sie für seine frühere Verlobte hält.
Puloma
Ein Rakṣas (Dämon), der Bhṛgus Gattin Pulomā für seine eigene, ihm einst versprochene Braut hält und Agni nach der Wahrheit befragt; im Deutschen von seiner gleichnamigen Namensvetterin Pulomā (Bhṛgus Gattin) durch die grammatische Form unterschieden.
Ghṛtācī
Eine Apsaras, Mutter Rurus von Pramati. [Anm.: In Adh.121 zudem mit Droṇas Empfängnis verbunden – der Same Bharadvājas, den ihr Anblick auslöst, wird in einem Gefäß aufgefangen; ein häufiger Apsaras-Name in mehreren Ursprungserzählungen.]
Jātavedas
Epitheton Agnis, des Feuergottes, wörtlich etwa „der alles Geschaffene Kennende“; hier als Zeuge der Wahrheit befragt.
Vadhusarā
Fluss, der der Erzählung nach aus den Tränen Pulomās entstand, als sie um den entführten/gefährdeten Cyavana weinte; von Brahmā benannt.
Āditya
Bezeichnung für die Sonnengötter (Söhne der Aditi) bzw. adjektivisch „sonnengleich“; hier als Vergleich für den Glanz des neugeborenen Cyavana.
Svāhā
Rituelle Opferformel/-ruf, mit dem eine Gabe den Göttern übergeben wird (Feueropfer); personifiziert auch als Göttin (Gattin Agnis).
Svadhā
Rituelle Opferformel/-ruf für Gaben an die Ahnen (Pitṛs), Gegenstück zu Svāhā für die Götter.
Agnihotra
Das tägliche (morgens/abends) dargebrachte Feueropfer, eine der grundlegenden vedisch-brahmanischen Ritualpflichten.
Sukanyā
Gattin Cyavanas, Mutter Pramatis; ihre eigene Geschichte (Cyavanas Verjüngung durch die Aśvins) wird im Vana-parva ausführlich erzählt.
Sthūlakeśa
Weiser, der die ausgesetzte Pramadvarā findet, aufzieht und benennt.
Menakā
Apsaras, Mutter Pramadvarās (mit dem Gandharven Viśvāvasu); setzt das Kind aus.
Viśvāvasu
Gandharva-König, Vater Pramadvarās (mit der Apsaras Menakā).
Dharmarāja
Epitheton Yamas, des Totengottes und Herrn des Rechts (dharma); entscheidet hier über die Wiederbelebung Pramadvarās.
Ḍuṇḍubha
Eine harmlose, ungiftige Wasserschlangenart; ein alter Ḍuṇḍubha wird von Ruru fälschlich angegriffen und hält ihm eine Lehre über Gewaltlosigkeit vor (Adhyāya 9–10).
Sahasrapād
Weiser, der durch den Fluch eines Brahmanen in einen Ḍuṇḍubha (harmlose Schlangenart) verwandelt wurde; belehrt Ruru über Gewaltlosigkeit.
Khagama
Brahmane, Jugendfreund Sahasrapāds; verflucht diesen (zum Ḍuṇḍubha) für einen Kindheitsscherz mit einem falschen Schlangenseil.
Āstīka
Brahmane, Sohn der Nāga-Prinzessin Jaratkāru und des gleichnamigen Weisen Jaratkāru; rettet die Schlangen vor Janamejayas Schlangenopfer (Sarpasatra) — Hauptfigur der noch folgenden Āstīka-parva-Erzählung.
Jaratkāru
Asket (männlich); erblickt seine Ahnen kopfüber in einer Grube hängend und heiratet aus Pflichtgefühl die gleichnamige Schlangen-Prinzessin Jaratkārū; Vater Āstīkas.
Jaratkārū
Schwester des Nāga-Königs Vāsuki, dem Weisen Jaratkāru zur Frau gegeben; Mutter Āstīkas. Namensgleich mit ihrem Gatten.
Vāsuki
König der Nāgas (Schlangen), Bruder der Jaratkārū, Onkel mütterlicherseits Āstīkas; einer der Hauptbetroffenen von Janamejayas Schlangenopfer.
Yāyāvara
Bezeichnung einer Klasse wandernder Asketen (Jaratkārus Vorväter gehören dieser Gruppe an).
Kaśyapa
Großer Weiser (Prajāpati-artig), Gemahl von Kadrū und Vinatā (und vieler weiterer Gattinnen in der Tradition); Vater der Nāgas und Garuḍas.
Kadrū
Tochter Dakṣas, Gattin Kaśyapas, Mutter der tausend Nāgas (Schlangen); gewinnt die Wette um Uccaiḥśravas' Farbe und versklavt dadurch zeitweise ihre Schwester Vinatā.
Vinatā
Tochter Dakṣas, Gattin Kaśyapas, Mutter Aruṇas und Garuḍas; wird durch eine verlorene Wette zeitweise Kadrūs Dienerin.
Aruṇa
Vinatās erster, unvollständig geborener Sohn; verflucht seine Mutter zur Dienstbarkeit und wird zum Wagenlenker der Sonne / Verkörperung der Morgenröte.
Garuḍa
Vinatās zweiter Sohn, mächtiger Vogel und „Vernichter der Schlangen“ (pannagasūdana); späterer Reittier Viṣṇus, befreit seine Mutter aus der Dienstbarkeit.
Uccaiḥśravas
Wunderbares weißes Pferd, beim Quirlen des Milchozeans (Samudra-Manthana) entstanden; Gegenstand der Wette zwischen Kadrū und Vinatā um die Farbe seines Schweifs.
Meru
Mythischer Weltenberg, goldglänzend, Schauplatz der Götterberatung vor dem Quirlen des Milchozeans.
Amṛta
Der Unsterblichkeitstrank, den die Götter (und Asuras) durch das Quirlen des Milchozeans (Samudra-Manthana) zu gewinnen suchen.
Viṣṇu
Einer der Hauptgötter (identifiziert mit Nārāyaṇa); trägt beim Samudra-Manthana zusammen mit Brahmā die entscheidende Rolle, verleiht den Göttern Kraft und nimmt die Gestalt der Mohinī an.
Mandara
Berg, der von Ananta ausgerissen und als Quirlstab beim Samudra-Manthana verwendet wird.
Ananta
Die kosmische Weltschlange (auch Śeṣa genannt), reißt den Berg Mandara aus; im Epos von Vāsuki als eigenständige Gestalt unterschieden.
Akūpāra
Der Schildkröten-König, der beim Samudra-Manthana als Grundlage/Unterlage für den Berg Mandara dient.
Varuṇa
Herr der Gewässer/des Ozeans (apāṃpati); stimmt dem Quirlen seines Reiches zu und erhält dafür einen Anteil.
Indra
König der Götter; drückt beim Samudra-Manthana die Bergspitze nieder und löscht später das entstandene Feuer mit Wolkenregen. Auch unter dem Namen Śakra bekannt. Auch unter dem Namen Puraṃdara bekannt.
Soma
Der Mond; entsteht beim Quirlen des Milchozeans aus dem Ozean.
Śrī
Glücks- und Schönheitsgöttin (später mit Lakṣmī identifiziert); entsteht beim Samudra-Manthana aus dem Ghee.
Surā
Weingöttin; entsteht beim Quirlen des Milchozeans.
Kaustubha
Göttlicher, aus dem Amṛta entstandener Juwel, der auf Nārāyaṇas Brust gelangt.
Dhanvantari
Arztgott; erhebt sich beim Samudra-Manthana mit dem Gefäß des Amṛta in der Hand.
Mohinī
Von Nārāyaṇa angenommene, betörende Frauengestalt, mit der er den Dānavas das Amṛta abnimmt.
Rāhu
Dānava, der sich als Gott ausgibt und vom Amṛta trinkt; von Viṣṇus Diskus enthauptet, verschlingt seither periodisch Sonne und Mond (Ursprungsmythos der Finsternisse).
Nara
Mit Nārāyaṇa verbundene Gottheit/Doppelfigur; greift mit göttlichem Bogen in die Götter-Asura-Schlacht ein.
Sudarśana
Viṣṇus Diskus-Waffe (cakra), erscheint auf bloßen Gedanken hin und entscheidet die Schlacht gegen die Asuras.
Ditī
Mutter der Daityas (im Gegensatz zu Aditi, Mutter der Ādityas/Götter); „ditidanuja“ = Söhne Ditis, Bezeichnung für die Daityas.
Govinda
Epitheton Viṣṇus („Finder der Erde/Kuh“), hier volksetymologisch mit seiner Rettung der Erde als Varāha (Eber-Avatar) verknüpft.
Varāha
Der Eber-Avatar Viṣṇus, der die im Ozean versunkene Erde rettet.
Atri
Brahmarṣi, übte hundert Jahre Askese, ohne den Grund des Ozeans (Pātāla) zu erreichen.
Pāñcajanya
Muschelhorn, das dem Ozean entstammt; wird im späteren Epos zu Kṛṣṇas berühmtem Kriegshorn.
Pātāla
Die Unterwelt bzw. der unergründliche Grund des Ozeans; Wohnsitz der Asuras und Nāgas.
Vibhāvasu
Epitheton Agnis („der Glanzreiche“). Daneben auch Name eines jähzornigen Weisen, der von seinem Bruder Supratīka zur Schildkröte verflucht wurde (Adhyāya 25) – nicht zu verwechseln mit dem Agni-Epitheton. In Adhyāya 43 (V.23) wird der Name zudem auch als Bezeichnung der Sonne (im Anschluss an „sūryaḥ“, V.19) verwendet.
Suparṇa
Epitheton Garuḍas („Schönbeflügelter“).
Purandara
Epitheton Indras („Festungsbrecher“).
Balāhaka
Gewitterwolke, hier als Epitheton Indras gebraucht.
Namuci
Ein von Indra erschlagener Dānava/Asura.
Śacī
Gemahlin Indras; auch Paulomī genannt (nach ihrem Vater Puloman, Adh.105).
Gandharva
Klasse himmlischer Wesen, oft als Musiker und Sänger der Götter; auch Ehemänner/Begleiter der Apsaras.
Apsaras
Klasse himmlischer Nymphen/Tänzerinnen.
Malaya
Ein Gebirge (im Süden Indiens), berühmt für seine Sandelholzbäume; sprichwörtlich für duftende Bäume.
Niṣāda
Ein am Rande der brahmanischen Ordnung stehendes Volk von Fischern/Jägern; hier Nahrung Garuḍas.
Alambatīrtha
Eine Furt/heiliger Badeplatz, den Garuḍa auf seinem Flug erreicht.
Rohiṇa
Name eines gewaltigen (Wunsch-)Baumes, der Garuḍa einen Ast anbietet.
Vaiḍūrya
Ein Edelstein, meist mit dem Katzenauge oder Beryll identifiziert.
Yojana
Ein traditionelles altindisches Wegmaß.
Vālakhilya
Daumengroße Weise, die traditionell kopfüber hängend Askese üben und von Mondstrahlen leben; von Garuḍa vor der Vernichtung durch einen brechenden Ast gerettet.
Gandhamādana
Ein Berg, Wohnsitz Kaśyapas in Askese.
Tārkṣya
Ein weiteres Epitheton Garuḍas.
Brahmadaṇḍa
„Brahma-Stab“; bildlicher Ausdruck für die unwiderstehliche Fluchmacht eines Brahmanen.
Kṛtānta
Epitheton Yamas, des Todesgottes („der das Ende macht“).
Śatakratu
Epitheton Indras („der Hundert-Opfer-Vollbringer“).
Bṛhaspati
Guru und Hauspriester der Götter.
Vajrin
Epitheton Indras („Keulen-/Donnerkeilträger“).
Vasu
Eine Klasse vedischer Gottheiten.
Rudra
Eine Klasse vedischer Gottheiten, mit Śiva assoziiert.
Sādhya
Eine Klasse vedischer Gottheiten.
Marut
Eine Klasse vedischer Sturmgottheiten, Gefolge Indras.
Parigha
Eine schwere, eisenbeschlagene Streitkeule bzw. Torstange.
Dākṣāyaṇī
„Tochter Dakṣas“; hier Beiname Vinatās.
Puṃsavana
Ein Ritual zur Erzeugung eines männlichen Kindes.
Mārīca
„Sohn des Marīci“; Beiname Kaśyapas.
Triviṣṭapa
Bezeichnung für den Himmel bzw. die Götterwelt.
Garutmān
Ein weiteres Epitheton Garuḍas.
Bhauvana
Ein Soma-Wächter von unermesslicher Kraft, von Garuḍa im Kampf getötet; Identität sonst unklar.
Paṭṭiśa
Eine Speer-/Lanzenart.
Vāsava
Ein weiteres Epitheton Indras.
Nāsatya
Bezeichnung der Aśvin-Zwillinge, der göttlichen Ärzte.
Pinākin
„Träger des Bogens Pināka“; Epitheton Śivas.
Aśvakrandana
Einer von neun namentlich genannten Amṛta-Wächtern, von Garuḍa im Kampf besiegt.
Reṇuka (Vogel)
Einer von neun namentlich genannten Amṛta-Wächtern, von Garuḍa im Kampf besiegt.
Krathana
Einer von neun namentlich genannten Amṛta-Wächtern, von Garuḍa im Kampf besiegt.
Tapana (Wächter)
Einer von neun namentlich genannten Amṛta-Wächtern, von Garuḍa im Kampf besiegt.
Śvasana
Einer von neun namentlich genannten Amṛta-Wächtern, von Garuḍa im Kampf besiegt.
Nimeṣa
Einer von neun namentlich genannten Amṛta-Wächtern, von Garuḍa im Kampf besiegt.
Praruja
Einer von neun namentlich genannten Amṛta-Wächtern, von Garuḍa im Kampf besiegt.
Praliha
Einer von neun namentlich genannten Amṛta-Wächtern, von Garuḍa im Kampf besiegt.
Jāmbūnada
Bezeichnung für Gold, benannt nach dem mythischen Fluss Jambū.
Dadhīci
Ein Weiser, aus dessen Gebeinen der Sage nach Indras Donnerkeil gefertigt wurde. In Adh.127 als Beispiel für die verborgene, überirdische Herkunft von Helden genannt (Ursprung des Vajra).
Kuśa
Eine im Ritual als heilig geltende Grasart; erlangt der Sage nach durch Berührung mit dem Amṛta ihre Heiligkeit.
Śeṣa
Der tausendköpfige Weltenschlangen-Nāga, auf dem Viṣṇu ruht; ältester Sohn Kadrūs.
Badarī
Ein bekannter Wallfahrtsort im Himālaya.
Gokarṇa
Ein bekannter Wallfahrtsort.
Puṣkara
Ein bekannter Wallfahrtsort/heiliger See.
Balabhid
Epitheton Indras („Bala-Bezwinger“).
Elāpatra
Einer der vornehmsten Nāgas, der als Einziger den Grund für Brahmās Nicht-Verhinderung des Mutter-Fluchs kennt und Vāsuki von der künftigen Rettung durch Āstīka berichtet.
Śṛṅgin
Junger, jähzorniger Sohn eines schweigenden Muni; wird von einem Gefährten wegen der Demütigung seines Vaters (dem eine tote Schlange auf die Schulter gelegt wurde) verspottet und verflucht daraufhin König Parikṣit – Auftakt zur Vorgeschichte von Parikṣits Tod und Janamejayas Sarpasatra.
Yama
Gott des Todes und Herrscher der Verstorbenen (auch Vaivasvata, „Sohn des Vivasvat“, genannt); in seine Behausung soll gemäß Śṛṅgins Fluch Takṣaka den König Parikṣit führen.
Gajāhvaya
Beiname der Stadt Hastināpura („die zum Elefanten Gerufene“), der Hauptstadt der Kuru-Könige.
Śamīka
Rechtschaffener, schweigender Seher; ihm legte König Parikṣit im Zorn eine tote Schlange auf die Schulter, was seinen Sohn Śṛṅgin zu dem Fluch veranlasste, der Parikṣit den Tod durch Takṣaka bestimmt.
Gauramukha
Wohlgesitteter Schüler Śamīkas, den dieser sendet, um König Parikṣit vor dem Fluch und der bevorstehenden Todesgefahr durch Takṣaka zu warnen.
Kāśyapa
Heilkundiger Brahmane (Patronymikon: „Nachkomme des Kaśyapa“), der König Parikṣit vor Takṣakas tödlichem Biss retten will, unterwegs aber von Takṣaka in Gestalt eines alten Brahmanen abgefangen wird. Nicht zu verwechseln mit dem großen Weisen Kaśyapa, dem Stammvater der Nāgas und Garuḍas. In Adhyāya 64 wird auch der Weise Kaṇva mit diesem Patronymikon bezeichnet.
Bharata
Urahn der Kuru-Dynastie; „Bharata“ dient im Epos zugleich als Ehrentitel für Angehörige dieses Geschlechts (etwa „Bharatasattama“, Bester der Bharatas). Trug als Kind zunächst den Namen Sarvadamana (Adhyāya 68).
Kuru
Königsgeschlecht, dem sowohl die Kauravas als auch die Pāṇḍavas entstammen; benannt nach dem Ahnherrn Kuru. Parikṣit, Janamejaya und die Hauptfiguren des Rahmengeschehens sind Kuru-Nachkommen.
Vapuṣṭamā
Tochter des Kāśi-Herrschers Suvarṇavarman; wird mit König Janamejaya vermählt.
Suvarṇavarman
Herrscher von Kāśi, Vater Vapuṣṭamās, die er nach Prüfung dem Kuru-König Janamejaya zur Frau gibt.
Kāśi
Königreich (Hauptstadt später als Vārāṇasī/Benares bekannt); Herrschaftsgebiet Suvarṇavarmans, des Vaters von Janamejayas Gemahlin Vapuṣṭamā.
Purūravas
Legendärer König, Geliebter der Apsaras Urvaśī; wird hier beiläufig als Vergleichsbild für Janamejayas Liebesglück angeführt. Laut Adhyāya 70 Sohn der Ilā (die zugleich seine Mutter und sein Vater war); geriet später wegen seines Hochmuts gegenüber Brahmanen in Konflikt und wurde von Weisen verflucht.
Urvaśī
Apsaras (Himmelsnymphe), Geliebte des Königs Purūravas; wird hier beiläufig als Vergleichsbild angeführt.
Pitṛ (Pitaraḥ)
Die „Väter“ bzw. verstorbenen Ahnen, ein eigener Kreis von Wesen im Ahnenkult, auf die Nachkommen durch Opfergaben (śrāddha) angewiesen sind; in Adh.41 erscheinen die Ahnen Jaratkārus in einer eindrucksvollen Vision, kopfunter in einer Grube hängend.
Śiva
Großer Gott, „Herr der Götter“ (deveśa), Dreizackträger (śūlapāṇi); wird in Adh.44 als Vergleichsbild für den heranwachsenden Āstīka herangezogen. Unter dem Namen Śaṃkara erklärt er in Adh.157, warum Draupadī fünf Gatten haben wird: eine frühere, glücklose Ṛṣi-Tochter (Draupadīs Vorleben) hatte ihn fünfmal wiederholt um einen Gatten gebeten.
Caṇḍabhārgava
Brahmane aus der Nachkommenschaft Cyavanas, Hotṛ-Priester (Rezitationspriester) beim Sarpasatra Janamejayas.
Kautsārya Jaimini
Alter, gelehrter Brahmane, Udgātṛ-Priester (Gesangspriester) beim Sarpasatra.
Śārṅgarava
Brahmā-Priester (Aufsichtspriester) beim Sarpasatra Janamejayas.
Bodhapiṅgala
Adhvaryu-Priester (Ausführungspriester) beim Sarpasatra Janamejayas.
Śamaṭhaka
Brahmane, Beisitzer (sadasya) beim Sarpasatra Janamejayas.
Śvetaketu
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas; in der Tradition bekannter Sohn Uddālakas.
Asita
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Devala
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Parvata
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas, oft zusammen mit Nārada genannt.
Ātreya
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Kuṇḍajaṭhara
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Kuṭighaṭa
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Vātsya
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Śrutaśravas
Alter Brahmane, Askese und vedischem Studium ergeben, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Kahoḍa
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Devaśarman
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Maudgalya
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Śamasaubhara
Brahmane, Beisitzer beim Sarpasatra Janamejayas.
Prayāga
Heiliger Zusammenfluss (Sangam) von Gaṅgā und Yamunā (heute Allahabad); Ort legendärer Opfer, u.a. von Soma, Varuṇa und Prajāpati.
Harimedhas
Legendärer Opferkönig, dessen Opfer als Vergleichsbild für Janamejayas Sarpasatra angeführt wird.
Rantideva
Legendärer, für Freigebigkeit berühmter König, dessen Opfer als Vergleichsbild angeführt wird.
Gaya
Legendärer Opferkönig, dessen Opfer als Vergleichsbild angeführt wird.
Śaśabindu
Legendärer König, dessen Opfer als Vergleichsbild angeführt wird.
Vaiśravaṇa (Kubera)
Gott des Reichtums, Herr der Yakṣas; sein Opfer wird als Vergleichsbild angeführt, später auch als Wohnstatt der Glücksgüter beschworen.
Nṛga
Legendärer Opferkönig, dessen Opfer als Vergleichsbild angeführt wird.
Ajamīḍha
Legendärer Ahnherr, nach dem ein Zweig des Kuru-Geschlechts benannt ist; Epitheton auch für Yudhiṣṭhira („Ājamīḍha“).
Daśaratha
Legendärer König von Ayodhyā, Vater Rāmas; dessen Sohnes Opfer wird als Vergleichsbild angeführt.
Khaṭvāṅga
Legendärer König der Sonnendynastie, Vergleichsbild für Janamejaya.
Nābhāga
Legendärer König der Sonnendynastie, Vergleichsbild für Janamejaya.
Dilīpa
Legendärer König der Sonnendynastie, Vorfahre Rāmas, Vergleichsbild für Janamejaya.
Māndhātṛ
Legendärer, für seine Macht berühmter König, Vergleichsbild für Janamejaya.
Bhīṣma
Geburtsname Devavrata, Sohn Śaṃtanus und der Gaṅgā (der überlebende achte Vasu). Verzichtet auf den Thron und gelobt lebenslange Ehelosigkeit, damit sein Vater Satyavatī, die Fischertochter, heiraten kann – daher sein Name ‚Bhīṣma' (‚der Furchtbare', Adh.94) und der Segen des selbstbestimmten Todeszeitpunkts (svacchandamaraṇa). Großvateronkel der Pāṇḍavas und Kauravas, für sein strenges Gelübde berühmt.
Vālmīki
Legendärer Seher und Dichter des Rāmāyaṇa; hier als Vergleichsbild für Janamejayas verborgene Standhaftigkeit angeführt.
Vasiṣṭha
Einer der großen vedischen Seher, für gezügelten Zorn bekannt; hier als Vergleichsbild angeführt.
Rāma (Dāśarathi)
Held des Rāmāyaṇa, Sohn des Daśaratha; hier als Vergleichsbild für Waffenkunde angeführt.
Aurva
Legendärer Weiser, aus dessen Zorn der Unterwasser-Feuer-Mythos (vāḍavāgni) entspringt; hier als Vergleichsbild für Glanz angeführt. Ausführliche Erzählung in Adh.169-171: schenkelgeborener Sohn einer überlebenden Bhṛgu-Frau, raubt den mordenden Kṣatriyas durch seinen Zorn das Augenlicht, gibt es auf Bitten zurück, will dann aber aus Rache alle Welten vernichten, bis ihn die erschienenen Ahnen (Pitṛs) besänftigen.
Trita
Vedische Gottheit/Weiser (Trita Āptya); hier zusammen mit Aurva als Vergleichsbild für Glanz angeführt.
Bhagīratha
Legendärer König, der durch Askese die Gaṅgā auf die Erde herabführte; hier als Vergleichsbild angeführt.
Lohitākṣa
Purāṇakundiger Sūta, der die Überlieferung von Indras Schutzzusage für Takṣaka kannte und weitergab.
Vidyādhara
Klasse halbgöttlicher, luftwandelnder Wesen; begleiten Indra bei seiner Ankunft am Opferplatz.
Kauravya
Ein Nāga-Stammvater; Sohn bzw. Ahnherr eines eigenen Schlangengeschlechts im Namenskatalog von Adhyāya 52 – nicht zu verwechseln mit den Kauravas, den Nachkommen Kurus.
Ārtimant
Fromme Gestalt, zusammen mit Asita und Sunītha genannt als Schutz gegen Schlangenfurcht, wenn man sich ihrer erinnert (Adhyāya 53); nicht weiter im Text erläutert.
Sunītha
Fromme Gestalt, zusammen mit Asita und Ārtimant genannt als Schutz gegen Schlangenfurcht, wenn man sich ihrer erinnert (Adhyāya 53); nicht weiter im Text erläutert.
Vājimedha
Anderer Name für das Aśvamedha, das Roßopfer; von Janamejaya als künftiges großes Opferfest angekündigt, zu dem Āstīka als Sadasya geladen wird.
Avabhṛtha
Das abschließende rituelle Reinigungsbad am Ende eines großen Opfers, hier des Schlangenopfers Janamejayas.
Satyavatī
Auch Kālī genannt; Mutter des Vyāsa (Kṛṣṇa Dvaipāyana) von Parāśara, später Gemahlin Śaṃtanus und Mutter/Großmutter der Kuru-Linie.
Śakti
Vater des Parāśara, Großvater des Vyāsa (Kṛṣṇa Dvaipāyana) – nur als Genealogie-Angabe genannt. In Adh.166 als ältester der hundert Söhne Vasiṣṭhas: verflucht König Kalmāṣapāda zum Menschenfresser und wird von diesem, unter dem Einfluss eines von Viśvāmitra gesandten Rākṣasa, getötet und verzehrt.
Bhīmasena
Zweiter der fünf Pāṇḍavas, Sohn der Kuntī und des Windgottes Vāyu, von gewaltiger Kraft; auch Vṛkodara ('Wolfsbauch') genannt. Nach Adhyāya 61 ein Anteil des Windgottes Vāta/Vāyu (Aṃśāvataraṇa). Trägt in Adh.136 beim Fluchttunnel-Ausbruch aus dem brennenden Lākṣāgṛha die erschöpfte Mutter Kuntī auf der Schulter, die Zwillinge auf der Hüfte und führt Yudhiṣṭhira und Arjuna an den Händen. Hält in Adh.138 nach dem Tragen der erschöpften Familie durch den Wald eine bewegende Klage über ihre Notlage und wacht allein über den Schlaf der anderen. Weist in Adh.139 die Werbung von Hiḍimbas Schwester zurück, solange seine schlafende Familie in Gefahr ist, und fordert Hiḍimba zum Kampf heraus. Tötet in Adh.142 den Rākṣasa Hiḍimba im Zweikampf, indem er ihn zermalmt und entzweibricht. Wird in Adh.143 mit Hiḍimbā verheiratet (mit der Auflage, nachts zu den Brüdern zurückzukehren) und zeugt mit ihr den Sohn Ghaṭotkaca. Erklärt sich in Adh.149, von Kuntī vorgeschlagen, bereit, anstelle der Brahmanenfamilie den Tribut zum Rākṣasa Baka zu bringen und diesen zu bekämpfen. Bezwingt in Adh.151 den Rākṣasa Baka in einem Baum- und anschließendem Ringkampf.
Nakula
Vierter der fünf Pāṇḍavas, Zwillingssohn (mit Sahadeva) der Mādrī und der Aśvin-Zwillinge; unterwirft im Weltunterwerfungszug die westliche Richtung. Nach Adhyāya 61 ein Anteil eines der beiden Aśvins (Aṃśāvataraṇa).
Sahadeva
Fünfter der fünf Pāṇḍavas, Zwillingssohn (mit Nakula) der Mādrī und der Aśvin-Zwillinge; unterwirft im Weltunterwerfungszug die südliche Richtung. Nach Adhyāya 61 ein Anteil eines der beiden Aśvins (Aṃśāvataraṇa).
Draupadī
Tochter des Königs Drupada von Pāñcāla, gemeinsame Gemahlin der fünf Pāṇḍavas; aus dem Feuer geboren. Nach Adhyāya 61 der Anteil der Glücksgöttin Śrī, dort mit ausführlicher Schönheitsbeschreibung eingeführt (Aṃśāvataraṇa). In Adh.155 detailliert erzählt: entsteht zugleich mit Dhṛṣṭadyumna aus der Mitte von Drupadas Opferaltar, von göttlicher Schönheit; eine körperlose Stimme prophezeit ihre künftige Rolle beim Untergang der Kṣatriyas. Laut Vyāsas Erzählung in Adh.157 die Wiedergeburt einer Ṛṣi-Tochter, die durch fünffach wiederholte Bitte an Śiva die künftige Ehe mit fünf Gatten (den Pāṇḍavas) erwirkte.
Pāñcāla
Königreich, dessen Herrscher Drupada und dessen Hauptstadt Kāmpilya bzw. Kampf-/Wettbewerbsschauplatz von Draupadīs Svayaṃvara ist.
Hiḍimba
Ein Rākṣasa, von Bhīmasena in einem großen Wald erschlagen; Bruder der Hiḍimbā, die später Bhīmas Gattin und Mutter Ghaṭotkacas wird. Gerät in Adh.140 in Zorn, als er seine Schwester Hiḍimbā in menschlicher Gestalt und offenbar in Bhīma verliebt vorfindet, und will beide töten. Wird in Adh.142 von Bhīma im Zweikampf zermalmt, mit den Armen erdrosselt und entzweigebrochen.
Baka
Ein überaus starker Rākṣasa bei Ekacakrā, der ein Dorf mit Menschenopfern terrorisierte, bis Bhīmasena ihn tötete. Ab Adh.148 namentlich als der menschenfressende Rākṣasa identifiziert, der Ekacakrā und sein Umland beherrscht und im Austausch für Schutz einen reihum von den Haushalten zu liefernden Speise- und Menschentribut fordert. Wird in Adh.151 von Bhīma in einem Baum- und Ringkampf bezwungen und schwer verwundet. Stirbt in Adh.152 durch Bhīma; sein Gefolge wird von Bhīma zu einem Abkommen bewogen, nie mehr Menschen zu schädigen.
Ekacakrā
Stadt, in der die als Brahmanen verkleideten Pāṇḍavas mit ihrer Mutter Kuntī nach der Flucht aus dem Lackhaus wohnten, bevor sie zu den Pāñcālas weiterzogen.
Khāṇḍavaprastha
Von Dhṛtarāṣṭra und Bhīṣma den Pāṇḍavas als Wohnsitz zugewiesenes Gebiet; ihre erste eigene Hauptstadt, später zu Indraprastha ausgebaut.
Khāṇḍava
Großer Wald bei Khāṇḍavaprastha, den Arjuna zusammen mit Kṛṣṇa dem Feuergott Agni zum Fraß überließ (Khāṇḍavadahana); Agni schenkte Arjuna dafür den Bogen Gāṇḍīva.
Gāṇḍīva
Arjunas berühmter, von Agni geschenkter Bogen, samt zwei unerschöpflichen Köchern und einem Streitwagen.
Dvāravatī
Auch Dvārakā; Kṛṣṇas Hauptstadt, die Arjuna während seines Waldexils besuchte und wo er Subhadrā gewann.
Pṛthā
Anderer Name der Kuntī, Mutter der drei älteren Pāṇḍavas.
Śāṃtanu
König der Kurus, Vater Bhīṣmas (mit Gaṅgā) und Vicitravīryas (mit Satyavatī); Urahn sowohl der Kauravas als auch der Pāṇḍavas.
Jaya
„Sieg“ – der älteste überlieferte Titel des Mahābhārata, aus dem sich das Werk der Überlieferung nach zum größeren 'Bhārata' und schließlich 'Mahābhārata' erweitert haben soll.
Svastyayana
Ein großes Segens-/Wohlergehensritual; das Mahābhārata wird in Adhyāya 56 mit einem solchen Ritual verglichen.
Uparicara
Auch Vasu genannt; König von Cedi, durch Indras Gnade mit Luftwagen und Kranz beschenkt, Stifter des Indra-Festes; Vater von Bṛhadratha, Matsya (dem Fischkönig) u.a., sowie durch den verirrten Samen Urgroßvater Satyavatīs.
Cedi
Königreich Uparicara Vasus, später u.a. mit Śiśupāla verbunden.
Bṛhadratha
Ältester Sohn Uparicara Vasus, berühmter König von Magadha.
Kolāhala
Ein Berg, der den Fluss Śuktimatī aus Begehren zurückhielt, bis Vasu ihn mit dem Fuß aufstieß; zeugte darin ein Zwillingspaar (darunter Girikā).
Girikā
Aus dem Fluss Śuktimatī und dem Berg Kolāhala geborene Gemahlin Uparicara Vasus; Mutter des Fischkönigs Matsya und, über den verirrten Samen und Adrikā, auch Satyavatīs.
Adrikā
Eine Apsaras, durch einen Brahmanenfluch in Fischgestalt verwandelt; verschluckte Vasus im Falkenkampf verlorenen Samen und gebar daraus Matsya und Satyavatī, bevor sie vom Fluch erlöst wurde.
Matsya
Aus dem Fischleib der Adrikā geborener Sohn, von Uparicara Vasu als eigener Sohn angenommen, Gründer eines gleichnamigen Königreichs; Zwillingsbruder Satyavatīs.
Aṇīmāṇḍavya
Ein uralter Ṛṣi, fälschlich als Dieb auf einen Pfahl gespießt; belegt aus Empörung über diese unverhältnismäßige Strafe den Gott Dharma mit dem Fluch, in einem Śūdra-Schoß geboren zu werden – Ursprung von Viduras Geburt.
Saṃjaya
Sūta, Sohn des Gavalgaṇa; späterer Wagenlenker und Berichterstatter Dhṛtarāṣṭras während des großen Krieges.
Gavalgaṇa
Vater Saṃjayas.
Devakī
Gemahlin Vasudevas, Mutter Kṛṣṇas (Viṣṇus Inkarnation).
Vasudeva
Vater Kṛṣṇas (mit Devakī) und Subhadrās; aus dem Vṛṣṇi-/Yadu-Geschlecht.
Sātyaki
Sohn des Satyaka, Enkel des Hṛdika; waffenkundiger Vṛṣṇi-Krieger, Kṛṣṇa (Nārāyaṇa) ergeben, auf Seiten der Pāṇḍavas. Nach Adhyāya 61 aus der Schar der Maruts geboren (Aṃśāvataraṇa).
Hṛdika
Vater des Kṛtavarman.
Bharadvāja
Großer Ṛṣi von strenger Askese, Vater Droṇas (dessen Same in einem Gefäß, einer Droṇī, heranwuchs – Namensquelle Droṇas). Ausführlich in Adh.121: erblickt die badende Apsaras Ghṛtācī, sein Same fällt in ein Gefäß (Droṇa), woraus sein Sohn Droṇa entsteht; unterweist Agniveśya in der Feuerwaffe; Freund des Königs Pṛṣata.
Kṛpī
Zwillingsschwester Kṛpas, aus einem Schilfrohrbüschel geboren; Gemahlin Droṇas, Mutter Aśvatthāmans. Ausführliche Geburtsgeschichte (gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Kṛpa) in Adh.120.
Śaradvat
Auch Gautama genannt; Vater des Zwillingspaares Kṛpa und Kṛpī, die aus einem Schilfrohrbüschel geboren wurden. Nach Adh.120: Sohn des Maharṣi Gautama, der Bogenkunde (Dhanurveda) und Askese so hingegeben, dass Indra ihn durch eine Apsaras stören lässt; sein dabei vergossener Same fällt auf ein Schilfbüschel und wird zu Kṛpa und Kṛpī. Kehrt später zurück, offenbart die Herkunft der Kinder und lehrt Kṛpa den vollständigen Dhanurveda.
Nagnajit
Schüler Prahrādas, in Verbindung mit Subala genannt; Verbindung zu Śakunis Abstammung, im Text nicht ganz eindeutig.
Subala
König von Gāndhāra, Vater Śakunis und Gāndhārīs.
Prativindhya
Sohn Yudhiṣṭhiras und Draupadīs, einer der fünf Upapāṇḍavas.
Sutasoma
Sohn Bhīmas und Draupadīs, einer der fünf Upapāṇḍavas.
Śrutakīrti
Sohn Arjunas und Draupadīs, einer der fünf Upapāṇḍavas.
Śatānīka
Sohn Nakulas und Draupadīs, einer der fünf Upapāṇḍavas; nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen späteren König, Sohn Parikṣits II. (Janamejayas Sohn).
Śrutasena
Sohn Sahadevas und Draupadīs, einer der fünf Upapāṇḍavas.
Hiḍimbā
Rākṣasī, Schwester des von Bhīma erschlagenen Hiḍimba; wird Bhīmas Gattin und Mutter Ghaṭotkacas. Bleibt nach dem Tod ihres Bruders Hiḍimba (Adh.142) bei den Pāṇḍavas und zieht mit ihnen weiter. Heiratet Bhīma mit Yudhiṣṭhiras Erlaubnis (tags bei ihr, nachts bei den Pāṇḍavas), gebiert Ghaṭotkaca und kehrt nach Ablauf der vereinbarten Zeit in ihr eigenes Reich zurück (Adh.143).
Sthūṇa
Ein Yakṣa, der aus Wohlwollen Drupadas Tochter (die spätere Śikhaṇḍin) in einen Mann verwandelte.
Paraśurāma
Auch Jāmadagnya oder Bhārgava genannt; Sohn des Jamadagni, Viṣṇu-Avatāra; rottete der Überlieferung nach 21-mal die gesamte Kṣatriya-Kaste aus und büßte danach auf dem Berg Mahendra. Verschenkt in Adh.121 auf Droṇas Bitte, nachdem er bereits allen Besitz und die ganze Erde weggegeben hat, sämtliche Waffen samt den geheimen Rückholformeln und dem vollständigen Dhanurveda.
Mahendra (Berg)
Ein Berg (Ostghats), auf dem Paraśurāma nach der Vernichtung der Kṣatriyas Askese übte; nicht zu verwechseln mit 'Mahendra' als Indra-Beiname.
Diti
Mutter der Daityas, einer Klasse von Asuras/Dämonen.
Danu
Mutter der Dānavas, einer Klasse von Asuras/Dämonen.
Vaikuṇṭha
Die himmlische Wohnstatt Nārāyaṇas/Viṣṇus, wo die Götter ihn um seine Herabkunft (Avatāra) bitten.
Kṛtayuga
Das erste und vollkommenste der vier Weltzeitalter (Yugas), geprägt von Dharma, Langlebigkeit und Wohlstand, wie in Adhyāya 58 idealisierend beschrieben.
Aditi
Tochter Dakṣas, Gattin Kaśyapas, Mutter der zwölf Ādityas (darunter Indra/Śakra und Viṣṇu).
Marīci
Einer der sechs geistgeborenen Söhne Brahmās, Vater Kaśyapas.
Aṅgiras
Einer der sechs geistgeborenen Söhne Brahmās.
Pulastya
Einer der sechs geistgeborenen Söhne Brahmās; in anderen Traditionen Großvater Rāvaṇas.
Pulaha
Einer der sechs geistgeborenen Söhne Brahmās.
Kratu
Einer der sechs geistgeborenen Söhne Brahmās.
Hiraṇyakaśipu
Einziger überlieferter Sohn der Diti; Vater Prahrādas und dessen Brüder.
Prahrāda
Sohn Hiraṇyakaśipus, Vater Virocanas, Kumbhas und Nikumbhas; berühmter frommer Asura (in anderen Traditionen: Prahlāda).
Virocana
Sohn Prahrādas, Vater Balis.
Bali
Sohn Virocanas, Vater Bāṇas; berühmter Dānava-König.
Bāṇa
Sohn Balis, großer Asura.
Vipracitti
Erstgeborener der vierzig Söhne Danus, König der Dānavas.
Śukra
Auch Uśanas genannt; Sohn eines Ṛṣis (Bhṛgu), Hauslehrer (Purohita) der Asuras; Vater von vier Söhnen, die als Asura-Opferpriester wirken.
Viśvakarman
Der göttliche Baumeister und Kunsthandwerker-Herr, Schöpfer der himmlischen Luftwagen und Schmuckstücke der Götter.
Dharma (Gottheit)
Aus Brahmās rechter Brust geborener personifizierter Dharma; Vater Yudhiṣṭhiras; Vater von Śama, Kāma und Harṣa mit den zehn Dakṣa-Töchtern als Gattinnen.
Kāma
Gott der Liebe/des Begehrens, Sohn des Dharma, Gemahl der Rati.
Rati
Gattin des Liebesgottes Kāma.
Jamadagni
Sohn Ṛcīkas, Enkel Aurvas, Vater Paraśurāmas (Rāma) und dreier weiterer Söhne.
Lakṣmī
Glücks- und Schönheitsgöttin, Schwester Dhātās und Vidhātās, im Lotos wohnend; entsteht auch beim Samudra-Manthana.
Nirṛti
Gattin des personifizierten Adharma, Mutter der Rākṣasas und dreier Söhne (Bhaya, Mahābhaya, Mṛtyu).
Mṛtyu
Der personifizierte Tod, Sohn des Adharma und der Nirṛti.
Sampāti
Sohn Aruṇas und der Śyenī, Bruder des Jaṭāyus; aus dem Rāmāyaṇa bekannter Geier.
Jaṭāyus
Sohn Aruṇas und der Śyenī, Bruder des Sampāti; aus dem Rāmāyaṇa als Sītās Beschützer bekannter Geierkönig.
Surabhi
Die Wunschkuh, Mutter der Rohiṇī (Ahnfrau der Kühe) und der Gandharvī (Ahnfrau der Pferde).
Kārttikeya
Auch Skanda oder Kumāra genannt; Sohn des Agni, im Schilfrohrdickicht geboren, nach den Kṛttikās (Plejaden) benannt, die ihn aufzogen.
Śiśupāla
König der Cedis, Wiedergeburt des Hiraṇyakaśipu; später von Kṛṣṇa enthauptet (Sabhāparva).
Dhṛṣṭaketu
König, Wiedergeburt des Daitya Anuhrāda.
Druma
Herrscher, Wiedergeburt des Daitya Śibi.
Rukmin
König, Wiedergeburt eines Krodhavaśa-Dämons; Bruder Rukmiṇīs (Kṛṣṇas späterer Gemahlin).
Ekalavya
Niṣāda-Prinz, Wiedergeburt eines Krodhavaśa-Dämons; berühmt für seine Bogenkunst und die Daumen-Opfergabe an Droṇa in späteren Erzählungen. Ausführliche Erzählung in Adh.123: als Niṣāda-Sohn von Droṇa als Schüler abgewiesen, erlernt er heimlich vor einem selbstgeformten Lehmbild Droṇas die Bogenkunst bis zur Meisterschaft (demonstriert am nach dem Bellen zielenden Hund) und opfert auf Droṇas Verlangen als Lehrgeld seinen rechten Daumen, wonach seine frühere Schnelligkeit verloren geht.
Baladeva
Auch Balarāma genannt; Bruder Kṛṣṇas, Wiedergeburt (Anteil) der Weltschlange Śeṣa.
Pradyumna
Sohn Kṛṣṇas, Wiedergeburt des Sanatkumāra.
Devaka
Name mehrerer Figuren: (1) ein Gandharva-Herrscher, der als Menschenkönig wiedergeboren wird (vgl. Aṃśāvataraṇa); (2) ein König, dessen Pāraśavī-Tochter Bhīṣma in Adh.106 für Vidura zur Frau erwirbt. Ob es sich um dieselbe Figur handelt, bleibt im Text offen.
Duḥṣanta
Auch Duṣyanta; Geschlechtsbegründer der Pauravas, idealer Herrscher (Adhyāya 62), später (in der Tradition, u.a. bei Kālidāsa) Gemahl der Śakuntalā und Vater Bharatas, nach dem die Bhāratas benannt sind.
Pauravas
Das Geschlecht der Nachkommen des Pūru (Sohn Yayātis, s. Adhyāya 70), das eigentliche Stammgeschlecht der Bhāratas; König Duḥṣanta (Adhyāya 62) gilt als späterer, die Linie fortführender „vaṃśakara“ dieses Geschlechts. Vorfahren der Kuru-Dynastie.
Nandana
Der paradiesische Lustgarten des Gottes Indra; wird oft als Vergleichsbild für besonders schöne Wälder oder Gärten herangezogen.
Kaṇva
Weiser, Haupt der Einsiedelei am Fluss Mālinī, wird auch mit dem Patronymikon »Kāśyapa« bezeichnet; Pflegevater der Śakuntalā. Duḥṣanta sucht ihn in Adhyāya 64 auf.
Mālinī
Heiliger Fluss bei Kaṇvas Einsiedelei, mit Inseln und lieblichen Ufern, Aufenthaltsort von Nara und Nārāyaṇa.
Caitraratha
Der paradiesische Lustgarten des Gottes Kubera; dient hier als Vergleichsbild für Kaṇvas Wald.
Śakuntalā
Tochter Viśvāmitras und der Apsaras Menakā, von Kaṇva aufgezogen; trifft in Adhyāya 65 auf König Duḥṣanta und erzählt ihm die Geschichte ihrer Herkunft.
Viśvāmitra
Großer Weiser und einstiger Kṣatriya-König, der durch gewaltige Askese den Brahmanenstand erlangte; seine Buße lässt Indra fürchten, von seinem Thron gestürzt zu werden, weshalb dieser die Apsaras Menakā zu seiner Verführung entsendet - daraus entsteht Śakuntalā.
Kauśikī
Heiliger Fluss, von Viśvāmitra zur eigenen Reinigung geschaffen; nach ihm wird Viśvāmitra auch »Kauśika« genannt.
Mataṅga
Rechtschaffener Königsweiser, dessen Gattin Viśvāmitra einst in einer Notzeit beschützte und für den er später ein Opfer vollzog; Episode nur knapp angedeutet.
Himavat
Der Himalaya-Gebirgszug, personifiziert als Berggott gedacht; Schauplatz zahlreicher Askese- und Götterepisoden, hier Geburtsort Śakuntalās.
Vāyu
Der Windgott, auch unter dem Namen Sadāgati (»der immer Wehende«) bekannt; überbringt in Adhyāya 66 Menakā zu Viśvāmitras Einsiedelei und entführt ihr Gewand.
Cakravartin
Der ideale Weltenherrscher, »dessen (Streitwagen-)Rad rollt«; sein Rad soll bis an die Grenzen der Erde ungehindert vordringen. Bharata, Śakuntalās und Duḥṣantas Sohn, wird als solcher geweissagt.
Sarvadamana
»Allbezwinger«; Kindheitsname des Sohnes von Duḥṣanta und Śakuntalā, der in Kaṇvas Einsiedelei schon als Knabe wilde Tiere bändigt; später unter dem Namen Bharata bekannt.
Pūrvacitti
Eine der sechs vorzüglichsten Apsaras (Adhyāya 68), neben Urvaśī, Sahajanyā, Menakā, Viśvācī und Ghṛtācī.
Sahajanyā
Eine der sechs vorzüglichsten Apsaras (Adhyāya 68), neben Urvaśī, Pūrvacitti, Menakā, Viśvācī und Ghṛtācī.
Viśvācī
Eine der sechs vorzüglichsten Apsaras (Adhyāya 68), neben Urvaśī, Pūrvacitti, Sahajanyā, Menakā und Ghṛtācī.
Kubera
Gott des Reichtums, Herrscher der Yakṣas, Wächter der Nordrichtung; sein Palast wird in Adhyāya 69 als Ziel von Śakuntalās luftigen Wanderungen genannt.
Ilā
Tochter (in manchen Überlieferungen zugleich Sohn) Manus, Mutter UND Vater des Purūravas laut Adhyāya 70 (Anspielung auf einen Geschlechtswandel-Mythos).
Nahuṣa
Sohn des Āyu, mächtiger König, der zeitweise selbst Indras Amt übernahm; später wegen Hochmuts (Missbrauch der Ṛṣis als Sänftenträger) verflucht. Vater Yayātis und seiner Brüder.
Sanatkumāra
Ewig jugendlicher Weiser, einer der geistgeborenen Söhne Brahmās; steigt in Adhyāya 70 vom Brahmaloka herab, um Purūravas zu belehren.
Devayānī
Tochter des Asura-Priesters Śukra (Uśanas), eine der beiden Gattinnen Yayātis; Mutter von Yadu und Turvasu.
Śarmiṣṭhā
Tochter des Dānava-Königs Vṛṣaparvan, Dienerin und später zweite Gattin Yayātis; Mutter von Druhyu, Anu und Pūru.
Turvasu
Sohn Yayātis und der Devayānī, Bruder Yadus; lehnt es ab, dem Vater seine Jugend zu leihen.
Druhyu
Sohn Yayātis und der Śarmiṣṭhā; lehnt es ab, dem Vater seine Jugend zu leihen.
Anu
Sohn Yayātis und der Śarmiṣṭhā; lehnt es ab, dem Vater seine Jugend zu leihen.
Pūru
Jüngster Sohn Yayātis und der Śarmiṣṭhā; einzig er willigt ein, das Alter des Vaters auf sich zu nehmen, und wird dafür zum Königserben und Namensgeber des Paurava-Geschlechts.
Kaca
Ältester Sohn Bṛhaspatis, wird von den Göttern zu Śukra gesandt, um die Wiederbelebungskunst (Saṃjīvanī) zu erlernen; von den Dānavas dreimal getötet, zuletzt aus Śukras Leib heraus wiederbelebt und selbst zum Träger des Wissens gemacht. Weist später Devayānīs Liebeswerbung zurück (spätere Adhyāyas).
Vṛṣaparvan
König der Dānavas/Asuras, bei dem sich Śukra als Hauspriester aufhält; Vater bzw. Herr der Dienerin Śarmiṣṭhā.
Saṃjīvanī
Die von Śukra (Uśanas) beherrschte, Bṛhaspati unbekannte Wiederbelebungskunst, mit der im Kampf gefallene Asuras (und später Kaca) ins Leben zurückgerufen werden.
Ghūrṇikā
Dienerin/Vertraute der Devayānī, die ihren Vater Śukra über den vermeintlichen Tod seiner Tochter im Brunnenvorfall benachrichtigt.
Yādavas
Nachkommen des Yadu, ältesten Sohnes von Yayāti und Devayānī; später die Sippe, der auch Kṛṣṇa entstammt.
Yavanas
Nachkommen des Turvasu, Sohnes von Yayāti und Devayānī; der Name wird im späteren Sanskrit auch allgemein für griechisch-/westlichstämmige Fremdvölker gebraucht.
Bhojas
Nachkommen des Druhyu, Sohnes von Yayāti und Śarmiṣṭhā, laut Adh.79-80 ohne eigenes Königtum, an Gewässern mit Floß-/Bootsübersetzung ansässig.
Mlecchas
Nachkommen des Anu, Sohnes von Yayāti und Śarmiṣṭhā; der Begriff wird im späteren Sanskrit allgemein für nicht-arische, außerhalb der vedischen Ordnung stehende Völker gebraucht.
Vasumat
König, der Yayāti in der Zwischenluft begegnet, nachdem dieser aus dem Himmel gestürzt wurde (Adh.81). Auch 'Vasumanas' genannt (Adh.87).
Aṣṭaka
König, Sohn des Viśvāmitra laut späterer Tradition; begegnet Yayāti in der Zwischenluft und spielt eine zentrale Rolle in der folgenden Erzählung von Yayātis Rückkehr in den Himmel.
Pratardana
König, der Yayāti in der Zwischenluft begegnet, nachdem dieser aus dem Himmel gestürzt wurde (Adh.81).
Śibi
Berühmter für seine Freigebigkeit bekannter König, der Yayāti in der Zwischenluft begegnet, nachdem dieser aus dem Himmel gestürzt wurde (Adh.81).
Gaṅgā
Der Ganges, heiligster Fluss Indiens; hier als Grenze des Yayāti/Pūru zugewiesenen Kernlandes genannt, spielt später als Mutter Bhīṣmas eine zentrale Rolle im Epos. Schauplatz des Krokodilangriffs auf Droṇa und Arjunas Rettungstat in Adh.123.
Yamunā
Der Yamunā-Fluss, neben der Gaṅgā Grenzmarke des Pūru zugewiesenen Kernlandes (Adh.82).
Sādhyas
Eine Klasse himmlischer Wesen, oft zusammen mit den Vasus, Rudras, Ādityas u.a. als Verehrer im Götterhimmel genannt.
Maruts
Die Sturmgötter, Gefolge Indras; werden regelmäßig zusammen mit anderen Göttergruppen als Verehrer/Begleiter genannt.
Brahmacārin
Schüler in der ersten Lebensstufe (āśrama), der beim Lehrer lebt, studiert und Enthaltsamkeit übt.
Gṛhastha
Der Hausvater, die zweite Lebensstufe (āśrama): Ehe, Gastfreundschaft und rechtmäßiger Erwerb bestimmen sein Leben.
Vānaprastha
Der Waldeinsiedler, die dritte Lebensstufe (āśrama): Rückzug in den Wald nach Erfüllung der häuslichen Pflichten.
Bhikṣu
Der besitzlose, wandernde Bettelmönch, die vierte Lebensstufe (āśrama): völlige Entsagung von Heim und Besitz.
Muni
Der schweigende Weise oder Asket; in Adh. 86 insbesondere der radikal entsagende Waldbewohner, der durch Schweigegelübde (mauna) und äußerste Bedürfnislosigkeit die Vollendung sucht.
Pravīra
Ältester der drei Söhne Pūrus; Begründer der weiteren Paurava-Linie (Adh.89).
Manasyu
Sohn Pravīras, Nachkomme Pūrus, Hüter der 'viergrenzigen' Erde (Adh.89).
Raudrāśva
Sohn Pūrus, Vater von zehn Söhnen (u.a. Ṛcepu, Kakṣepu), auch Anādhṛṣṭi genannt (Adh.89).
Matinara
Nachkomme Raudrāśvas in der Paurava-Genealogie, Vater des Taṃsu (Adh.89).
Taṃsu
Sohn Matinaras, eroberte die Erde, Vater des Ilina (Adh.89).
Ilina
Sohn des Taṃsu, Vater Duḥṣantas und seiner vier Brüder (Adh.89).
Bhumanyu
Von Bharata durch Bharadvāja erhaltener Sohn und Nachfolger, nachdem Bharata mit seinen neun leiblichen Söhnen unzufrieden war; auch Vitatha genannt (Adh.89).
Vitatha
Beiname bzw. Sohn Bhumanyus in der Paurava-Genealogie (Adh.89); siehe [[Bhumanyu]].
Suhotra
Sohn Bhumanyus, mächtiger Herrscher der ganzen Erde, Vater Ajamīḍhas, Sumīḍhas und Purumīḍhas (Adh.89).
Jahnu
Sohn Ajamīḍhas (über Keśinī), Ahnherr der Kuśikas; später u.a. mit der Gaṅgā-Erzählung verbunden (Adh.89).
Kuśikas
Nachkommen des Jahnu, eines Sohnes Ajamīḍhas (Adh.89).
Pāñcālas
Nachkommen von Duḥṣanta und Parameṣṭhin, Söhnen Ajamīḍhas (Adh.89); späteres Königreich der Pāñcāla, u.a. Herkunftsland Draupadīs.
Ṛkṣa
Sohn Ajamīḍhas (über Dhūminī), Vater Saṃvaraṇas (Adh.89).
Saṃvaraṇa
Sohn Ṛkṣas; sein Reich wurde durch Hungersnot, Seuchen und die Angriffe des Pāñcālya-Fürsten fast vernichtet; floh mit den Bhāratas an den Sindhu, kehrte mit Hilfe des Sehers Vasiṣṭha zurück und heiratete Tapatī, die Tochter der Sonne, Mutter Kurus (Adh.89). Seine Werbung um Tapatī wird ab Adh.160 ausführlich erzählt: ein frommer, sonnenverehrender Kuru-König, der sich nach einer Begegnung auf der Jagd unsterblich in die verschwindende Tapatī verliebt.
Tapatī
Tochter des Sonnengottes (Sūrya), Gemahlin Saṃvaraṇas, Mutter Kurus (Adh.89). Ab Adh.160 ausführlich erzählt: die makellos schöne Sonnentochter, um deren Gunst König Saṃvaraṇa wirbt, nachdem er ihr auf der Jagd begegnet ist; Ahnfrau der Kuru-Linie, worauf der Beiname ‚Tāpatya' für die Pāṇḍavas zurückgeht.
Kurujāṅgala
Landstrich, benannt nach König Kuru, in dessen Nachbarschaft Kurukṣetra liegt (Adh.89).
Pratīpa
Nachkomme Bharatas in der Kuru-Genealogie, Vater Devāpis, Śaṃtanus und Bāhlīkas (Adh.89).
Devāpi
Ältester Sohn Pratīpas; zog aus Verlangen nach Dharma in die Verbannung, anstatt die Herrschaft zu übernehmen (Adh.89).
Śaṃtanu
Sohn Pratīpas, erlangte die Herrschaft über die Erde, nachdem sein älterer Bruder Devāpi in die Verbannung gezogen war; späterer Vater Bhīṣmas (Adh.89).
Bāhlīka
Sohn Pratīpas, großer Wagenkämpfer, Bruder Devāpis und Śaṃtanus (Adh.89).
Vivasvant
Sonnengott, Sohn der Aditi, Vater des Manu (Adh.90).
Āyu
Sohn des Purūravas und der Urvaśī, Vater des Nahuṣa (Adh.90).
Kausalyā
Gattin Pūrus in der Prosa-Genealogie, Mutter des (frühen) Janamejaya (Adh.90) – nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Mutter Ambikās und Ambālikās (V.54) oder Rāmas Mutter in anderer Tradition.
Prācinvān
Sohn Janamejayas (Pūrus Enkel), eroberte die östliche Himmelsrichtung, daher sein Name (Adh.90).
Saṃyāti
Nachkomme Prācinvāns in der Paurava-Genealogie (Adh.90).
Sārvabhauma
Nachkomme in der Paurava-Genealogie, eroberte eine Kaikeyī-Prinzessin (Adh.90).
Hastin
Sohn Suhotras, Gründer der Stadt Hāstinapura, nach ihm benannt (Adh.90).
Hāstinapura
Hauptstadt der Kuru-Dynastie, gegründet von König Hastin (Adh.90). Auch Nāgasāhvaya oder Gajasāhvaya genannt (‚die nach dem Elefanten Benannte', Adh.122).
Viḍūratha
Sohn Kurus in der Paurava-Genealogie (Adh.90).
Devavrata
Geburtsname Bhīṣmas, Sohn Śaṃtanus und der Gaṅgā (Adh.90); siehe [[Bhīṣma]].
Gandhakālī
Beiname Satyavatīs (vor Parāśaras Gnadengabe des Wohlgeruchs auch Matsyagandhā/Kālī genannt), Mutter des Vyāsa und Gemahlin Śaṃtanus (Adh.90).
Ambikā
Ältere Tochter des Königs von Kāśī, Gattin Vicitravīryas, durch Vyāsa Mutter Dhṛtarāṣṭras (Adh.90).
Ambālikā
Jüngere Tochter des Königs von Kāśī, Gattin Vicitravīryas, durch Vyāsa Mutter Pāṇḍus (Adh.90).
Citrāṅgada
Älterer Sohn Śaṃtanus und Satyavatīs, von einem Gandharva vor Erreichen der Jugendreife getötet (Adh.90).
Vikarṇa
Einer der vier vornehmsten Söhne Dhṛtarāṣṭras (Adh.90).
Śrutakarman
Sohn Sahadevas und Draupadīs (Adh.90).
Yaudheya
Sohn Yudhiṣṭhiras und der Śibi-Prinzessin Devikā (Adh.90).
Sarvaga
Sohn Bhīmasenas und der Kāśī-Prinzessin Baladharā (Adh.90).
Niramitra
Sohn Nakulas und der Cedi-Prinzessin Kareṇuvatī (Adh.90).
Śaṅku
Sohn Janamejayas, Bruder des Śatānīka (Adh.90).
Aśvamedhadatta
Sohn des Śatānīka, Enkel Janamejayas – letztes genanntes Glied der Genealogie (Adh.90).
Mahābhiṣa
Ikṣvāku-König, der durch tausend Aśvamedha-Opfer den Himmel erlangte, aber von Brahmā zur Wiedergeburt als Sterblicher verurteilt wurde, weil er beim Anblick der Gaṅgā nicht wie die anderen Götter den Blick abwandte; wählt Pratīpa als künftigen Vater – frühere Existenz Śaṃtanus (Adh.91).
Vasus
Gruppe von acht Gottheiten, von Vasiṣṭha wegen des Diebstahls seiner Wunschkuh Nandinī verflucht, als Sterbliche geboren zu werden; vereinbaren mit Gaṅgā, als ihre Söhne geboren und sogleich ins Wasser zurückgeworfen zu werden – bis auf den achten, der am Leben bleibt (spätere Identität: Bhīṣma) (Adh.91).
Āpava
Beiname des Sehers Vasiṣṭha (Adh.92).
Gaṅgādatta
‚Von Gaṅgā gegeben' – Geburtsname des achten, überlebenden Sohnes Gaṅgās und Śaṃtanus; später als Devavrata bzw. Bhīṣma bekannt (Adh.92); siehe [[Bhīṣma]].
Dyaus
Der jüngste der acht Vasu-Götter; raubt auf Bitten seiner Gattin die Wunschkuh Vasiṣṭhas und wird deshalb von diesem zu einem langen, kinderlosen Menschenleben verflucht – der spätere Devavrata/Bhīṣma (Adh.93).
Jinavatī
Tochter des Königs Uśīnara, menschliche Freundin der Gattin des Vasu Dyaus; um ihretwillen wird Vasiṣṭhas Kuh geraubt (Adh.93).
Uśīnara
Königlicher Weise, Vater der Jinavatī (Adh.93) und, in anderer Überlieferung, auch Vater König Śibis.
Pṛthu
Einer der acht Vasu-Götter, Anführer beim Raub von Vasiṣṭhas Kuh (Adh.93).
Hiraṇvatī
Fluss, an dessen Ufer bei Kurukṣetra die dreijährige Schlacht zwischen Citrāṅgada und dem namensgleichen Gandharva-König stattfand (Adh.95).
Ambā
Älteste Tochter des Königs von Kāśī, von Bhīṣma bei der Brautwahl für Vicitravīrya geraubt; offenbart ihre insgeheime Wahl König Śālvas und wird von Bhīṣma freigegeben (Adh.96). Ihre Zurückweisung erhält im weiteren Verlauf des Epos große Bedeutung.
Śālva
König von Saubha, von Ambā insgeheim zum Gatten erwählt; kämpft gegen Bhīṣma bei der Brautwahl in Kāśī, wird besiegt, aber am Leben gelassen (Adh.96).
Saubha
Reich (bzw. fliegende Stadt) des Königs Śālva.
Vārāṇasī
Hauptstadt des Königreichs Kāśī, Schauplatz der Brautwahl, bei der Bhīṣma die drei Kāśī-Prinzessinnen für Vicitravīrya raubte (Adh.96).
Piṇḍa
Reiskloß-Opfergabe für die verstorbenen Vorfahren; ihre fortlaufende Darbringung durch männliche Nachkommen sichert deren Wohl im Jenseits (Adh.97). In Adh.147 zentrales Argument im Streit der Brahmanenfamilie: das Fortbestehen der Totenspende hängt am Überleben von Vater und Sohn.
Āpaddharma
‚Notlage-Pflicht': eine vom gewöhnlichen Dharma abweichende, in Ausnahmesituationen zulässige Handlungsweise; Satyavatī beruft sich darauf, um Bhīṣma trotz seines Gelübdes zur Zeugung von Nachkommen zu bewegen (Adh.97).
Dīrghatamas
‚Langdunkel'; Seher, im Mutterleib der Mamatā von Bṛhaspati wegen einer Zurechtweisung zur Geburt in Blindheit verflucht; wird großer Weiser, von eigenen Söhnen ausgesetzt, von König Bali gerettet, zeugt per Niyoga u.a. Kākṣīvat und Aṅga (Adh.98).
Utathya
Weiser Seher, Gatte Mamatās, älterer Bruder Bṛhaspatis; gilt als Vater des im Mutterleib gezeugten Dīrghatamas (Adh.98).
Mamatā
Gattin Utathyas; von Bṛhaspati während ihrer Schwangerschaft bedrängt, was zum Fluch über ihren ungeborenen Sohn Dīrghatamas führt (Adh.98).
Kākṣīvat
Ältester der elf Söhne, die Dīrghatamas mit einer Śūdra-Dienerin (anstelle der Königin Sudeṣṇā) zeugte (Adh.98).
Aṅga
Königlicher Seher (rājarṣi), von Dīrghatamas mit Königin Sudeṣṇā gezeugt; Stammvater eines gleichnamigen Königreichs (Adh.98). Karṇa wird in Adh.126 von Duryodhana zum König von Aṅga geweiht.
Haihaya
Kriegerisches Volk unter dem tausendarmigen König Kārtavīryārjuna, von Paraśurāma zur Rache für dessen Vater Jamadagni vernichtet (Adh.98).
Kālī
Älterer Name Satyavatīs (‚die Dunkle'), aus der Zeit vor Parāśaras Duft-Segen; bezieht sich auf ihre ursprüngliche Hautfarbe/den Fischgeruch, nicht auf die Göttin Kālī (Adh.99).
Niyoga
Die Sitte, einen Sohn für einen verstorbenen, kinderlosen oder untauglichen Ehemann durch einen von der Witwe oder ihrer Familie beauftragten anderen Mann zeugen zu lassen; der so gezeugte Sohn gilt rechtlich als Sohn des Ehemannes (vgl. Adh.98-99).
Māṇḍavya
Auch Aṇī-Māṇḍavya (‚Māṇḍavya mit dem Splitter') genannt; schweigender Asket, der fälschlich mit Räubern gepfählt wird, die Pfählung durch seine Askese übersteht und den Gott Dharma zur Rede stellt, weil dieser ihn für eine geringfügige Kindheitstat derart hart bestraft hatte. Verflucht Dharma daraufhin zur Geburt als Vidura und legt die Vierzehn-Jahre-Grenze für karmische Haftung fest (Adh.101).
Dharma
Gott der Weltordnung und Rechtschaffenheit (oft mit Yama gleichgesetzt); von Māṇḍavya wegen unverhältnismäßiger Bestrafung verflucht, als Mensch geboren zu werden – daraus entsteht Vidura (Adh.100-101).
Gajasāhvaya
‚Die Elefantenstadt' – alter Beiname Hāstinapuras, der Kuru-Hauptstadt (Adh.102).
Uttarakuru
Mythisches nördliches Kuru-Land, Sinnbild eines paradiesischen Gegenstücks zum irdischen Kuru-Reich (Adh.102).
Siddha
Klasse halbgöttlicher, durch Askese vollkommener Wesen, oft zusammen mit Ṛṣis und Cāraṇas genannt.
Cāraṇa
Klasse himmlischer Wandersänger/Barden, oft zusammen mit Siddhas und Gandharvas genannt.
Gāndhāra
Königreich im Nordwesten (Raum des heutigen Kandahar/Peschawar), Heimat Gāndhārīs und Śakunis, regiert von König Subala (Adh.103).
Madra
Königreich, dessen Herrscher (madreśvara) eine für die Kurus in Betracht gezogene Tochter hatte (Adh.103); später Heimat Mādrīs, der zweiten Gattin Pāṇḍus.
Śūra
Haupt der Yadus, Vater Vasudevas und Pṛthās (Kuntīs); verspricht sein erstgeborenes Kind seinem kinderlosen Vetter Kuntibhoja (Adh.104).
Kuntibhoja
Vetter Śūras, adoptiert dessen Tochter Pṛthā als eigene Tochter; sie wird als seine Tochter ‚Kuntī' bekannt (Adh.104).
Durvāsas
Für seinen Jähzorn berüchtigter Weiser; von der jungen Kuntī vorbildlich bedient, schenkt er ihr den Mantra zur Götteranrufung, der zu Karṇas Geburt führt (Adh.104). In Adh.113 wird enthüllt, dass Kuntī ihn schon als junges Mädchen im Haus ihres Vaters bediente; zufrieden schenkte er ihr ein Mantra, mit dem sie jeden beliebigen Gott herbeirufen kann – dasselbe Mantra, mit dem sie später Sūrya (Karṇas Vater, Adh.104) und, mit Pāṇḍus Erlaubnis, die Götter Dharma, Vāyu und Indra anruft.
Sūrya
Sonnengott (auch Arka, Bhāskara, Tapana, Divākara); von Kuntī mit Durvāsas' Mantra herbeigerufen, zeugt er mit ihr Karṇa, ohne ihre Jungfräulichkeit zu nehmen (Adh.104).
Rādhā
Gattin des Wagenlenkers (Sūta) Adhiratha; zieht den ausgesetzten Karṇa als eigenen Sohn Vasuṣeṇa groß (Adh.104).
Adhiratha
Wagenlenker (Sūta), Gatte Rādhās, Adoptivvater Karṇas/Vasuṣeṇas (Adh.104). Betritt in Adh.127 den Turnierplatz und wird von Karṇa ehrfürchtig als Vater begrüßt, wodurch dessen Sūta-Herkunft öffentlich sichtbar wird.
Daśārṇa
Königreich, dessen frühere Verfehlung gegen die Kurus Pāṇḍu als ersten Feldzug rächt (Adh.105).
Magadha
Königreich im Osten (spätere Hauptregion um Rājagṛha), dessen Herrscher Dārva von Pāṇḍu erschlagen wird (Adh.105).
Dārva
Herrscher von Magadha, von Pāṇḍu in Rājagṛha erschlagen (Adh.105).
Videha
Königreich mit der Hauptstadt Mithilā, von Pāṇḍu im Kampf besiegt (Adh.105).
Mithilā
Hauptstadt des Königreichs Videha (Adh.105).
Suhma
Volk/Königreich im Osten, von Pāṇḍu unterworfen (Adh.105).
Puṇḍra
Volk/Königreich im Osten, von Pāṇḍu unterworfen (Adh.105).
Nāgapura
Alternativer Name Hāstinapuras/Gajasāhvayas, der Kuru-Hauptstadt (Adh.105).
Yuyutsu
Auch Karaṇa genannt; Sohn Dhṛtarāṣṭras von einer Vaiśya-Dienerin, Halbbruder der hundert Kauravas (Adh.107). Warnt die Pāṇḍavas heimlich vor Duryodhanas Giftanschlag auf Bhīma, aus Wohlwollen (Adh.119).
Duḥśalā
Einzige Tochter Dhṛtarāṣṭras und Gāndhārīs, aus demselben Fleischklumpen wie die hundert Kaurava-Söhne hervorgegangen (Adh.107).
Kaurava-Brüder
Die hundert Söhne Dhṛtarāṣṭras (angeführt von Duryodhana, Yuyutsu als Halbbruder nicht mitgezählt) und ihre Schwester Duḥśalā, in Adh.108 der Geburtsfolge nach mit Namen aufgezählt: Duryodhana, Duḥśāsana, Duḥsaha, Duḥśala, Jalasaṃdha, Sama, Saha, Vinda, Anuvinda, Durdharṣa, Subāhu, Duṣpradharṣaṇa, Durmarṣaṇa, Durmukha, Duṣkarṇa, Karṇa, Viviṃśati, Vikarṇa, Sulocana, Citra, Upacitra, Citrākṣa, Cārucitra, Śarāsana, Durmada, Duṣpragāha, Vivitsu, Vikaṭa, Ūrṇanābha, Sunābha, Nanda, Upananda, Senāpati, Suṣeṇa, Kuṇḍodara, Mahodara, Citrabāṇa, Citravarman, Suvarman, Durvimocana, Ayobāhu, Mahābāhu, Citrāṅga, Citrakuṇḍala, Bhīmavega, Bhīmabala, Balākī, Balavardhana, Ugrāyudha, Bhīmakarman, Kanakāyu, Dṛḍhāyudha, Dṛḍhavarman, Dṛḍhakṣatra, Somakīrti, Anūdara, Dṛḍhasaṃdha, Jarāsaṃdha, Satyasaṃdha, Sadaḥsuvāc, Ugraśravas, Aśvasena, Senānī, Duṣparājaya, Aparājita, Paṇḍitaka, Viśālākṣa, Durāvara, Dṛḍhahasta, Suhasta, Vātavega, Suvarcas, Ādityaketu, Bahvāśin, Nāgadanta, Ugrayāyin, Kavacin, Niṣaṅgin, Pāśin, Daṇḍadhāra, Dhanurgraha, Ugra, Bhīmaratha, Vīra, Vīrabāhu, Alolupa, Abhaya, Raudrakarman, Dṛḍharatha (dreifach genannt), Anādhṛṣya, Kuṇḍabhedin, Virāvin, Dīrghalocana, Dīrghabāhu, Vyūḍhoru, Kanakadhvaja, Kuṇḍāśin, Virajas, und Duḥśalā (Tochter). Einzelne Namen der berühmteren unter ihnen (etwa der hier auftretende Karṇa oder Jarāsaṃdha) sind Homonyme prominenter Figuren anderswo im Epos und mit diesen NICHT identisch.
Kiṃdama
Ein Muni von unvergleichlicher Askese, der sich aus Scham vor Menschen in Hirschgestalt mit seiner Gattin paart; von Pāṇḍu auf der Jagd irrtümlich erschossen. Sterbend verflucht er Pāṇḍu: Dieser werde im Moment der nächsten ehelichen Vereinigung sterben (Adh.109) – der Grund für Pāṇḍus spätere Askese und für die göttliche Zeugung seiner Söhne durch Niyoga-Mantra statt durch ihn selbst.
Śataśṛṅga
‚Der Hundertgipfel'; Berg im Himālaya, wo sich Pāṇḍu mit Kuntī und Mādrī als Asket niederlässt (Adh.110).
Nāgasabha
Berg, den Pāṇḍu mit seinen Gattinnen auf dem Weg in die Waldverbannung erreicht (Adh.110).
Indradyumnasaras
See im Himālaya-Gebiet auf Pāṇḍus Weg zum Śataśṛṅga (Adh.110).
Haṃsakūṭa
Bergspitze im Himālaya, von Pāṇḍu auf dem Weg zum Śataśṛṅga überschritten (Adh.110).
Mātariśvan
Vedischer Beiname des Windgottes Vāyu; in Adh.110 als Vergleich für Pāṇḍus asketische Ungebundenheit verwendet.
Śāradaṇḍāyanī
Gattin eines Helden, die auf Geheiß der Familienältesten durch Niyoga mit einem Brahmanen drei Söhne (angeführt von Durjaya) zeugte; von Pāṇḍu in Adh.111 als Präzedenzfall gegenüber Kuntī angeführt.
Durjaya
Ältester der drei Söhne der Śāradaṇḍāyanī aus ihrer Niyoga-Verbindung (Adh.111).
Vierfache Schuld (Ṛṇa)
Dharmaśāstrisches Konzept: Jeder Mensch wird mit vier Schulden geboren – gegenüber den Ahnen (durch Söhne und Totenopfer zu tilgen), den Göttern (durch Opfer), den Ṛṣis (durch Vedastudium und Askese) und den Menschen (durch Güte). Pāṇḍu beruft sich in Adh.111 auf die noch offene Ahnenschuld, um Kuntī zum Niyoga zu bewegen.
Putra-Typen (Zwölf Sohnesarten)
Klassische dharmaśāstrische Typologie der Söhne (Adh.111 V28f.), von denen sechs als Erben der Verwandtschaft gelten und sechs nicht: der leibliche, der durch Niyoga hervorgebrachte, der erkaufte, der Sohn der wiederverheirateten Witwe, der vor der Ehe geborene, der von einer freizügigen Frau geborene, der geschenkte, der ein zweites Mal gekaufte, der adoptierte, der sich selbst anschließende, der von einer bereits schwangeren Braut mitgebrachte, und der trotz niedriger Herkunft aufgezogene Sohn.
Vyuṣitāśva
Ein höchst rechtschaffener, dem Pūru-Geschlecht entstammender König, der ein großes Aśvamedha-Opfer vollbringt und jung an Schwindsucht (Yakṣma) stirbt. Auf die Bitte seiner untröstlichen Gattin Bhadrā erzeugt eine körperlose Stimme aus seinem Leichnam mit ihr sieben Söhne; von Kuntī in Adh.112 als Präzedenzfall für die Zeugungskraft der Askese gegenüber Pāṇḍu angeführt.
Bhadrā (Kākṣīvatī)
Tochter des Kākṣīvat, Gattin des Königs Vyuṣitāśva; nach dessen Tod erzeugt eine körperlose Stimme aus seinem Leichnam mit ihr sieben Söhne (drei Śālva-, vier Madra-Stammväter) (Adh.112).
Saudāsa (Kalmāṣapāda)
König, Gatte der Madayantī, die auf sein Geheiß von Vasiṣṭha den Sohn Aśmaka empfängt (Adh.113).
Madayantī
Gattin des Königs Saudāsa/Kalmāṣapāda; empfängt durch Niyoga mit Vasiṣṭha den Sohn Aśmaka, von Pāṇḍu als Präzedenzfall angeführt (Adh.113).
Aśmaka
Sohn der Madayantī und des Ṛṣi Vasiṣṭha, geboren im Auftrag ihres Gatten Saudāsa (Adh.113). In Adh.168 ausführlich erzählt: geboren erst im zwölften Schwangerschaftsjahr, nachdem die Mutter ihren eigenen Leib mit einem Stein durchbrach – daher der Name (,Stein-Sohn').
Bhīma (Bhīmasena, Vṛkodara)
Zweiter der fünf Pāṇḍavas, Sohn Kuntīs und des Windgottes Vāyu; zermalmt bereits als Säugling einen Felsen mit seinen Gliedern (Adh.114). Beiname ‚Vṛkodara' (‚Wolfsbauch') wegen seines gewaltigen Appetits. Tritt in Adh.124 zum Abschluss der Waffenschau mit Duryodhana zum Keulenzweikampf an.
Arjuna (Bībhatsu)
Dritter der fünf Pāṇḍavas, Sohn Kuntīs und des Götterkönigs Indra, nach einem Jahr strenger Askese Pāṇḍus gezeugt; seine Geburt wird von einer Prophezeiung großer künftiger Taten begleitet, u. a. der Bezwingung zahlreicher Königreiche und der Beteiligung am Khāṇḍava-Waldbrand (Adh.114).
Khāṇḍava(vana)
Waldgebiet, in dem Agni später, mit Arjunas Hilfe, durch das Fett aller Wesen gesättigt werden wird (Vorausdeutung auf den späteren Khāṇḍavadāha, Adh.114 V32).
Tumburu
Gandharva-Musiker, der bei Arjunas Geburt zusammen mit anderen Gandharvas voransingt (Adh.114).
Kārtavīrya
Legendärer, tausendarmiger König (Arjuna Kārtavīrya); in Adh.114 als Vergleichsmaßstab für die Kraft des neugeborenen Arjuna genannt.
Gandharven bei Arjunas Geburt
Die bei Arjunas Geburt singenden Gandharvas (Adh.114 V44-48): Bhīmasena, Ugrasena, Ūrṇāyu, Anagha, Gopati, Dhṛtarāṣṭra (Gandharva, nicht der blinde König), Sūryavarcas, Yugapa, Tṛṇapa, Kārṣṇi, Nandi, Citraratha, Śāliśiras, Parjanya, Kali, Nārada, Sat/Bṛhad, Bṛhaka, Karāla, Brahmacārin, Bahuguṇa, Suparṇa, Viśvāvasu, Bhumanyu, Sucandra, Hāhā und Hūhū, angeführt von Tumburu.
Apsaras bei Arjunas Geburt
Die bei Arjunas Geburt tanzenden Apsaras (Adh.114 V50-54): Anūnā, Anavadyā, Priyamukhī, Guṇāvarā, Adrikā, Sācī (nicht Indras Gattin), Miśrakeśī, Alambusā, Marīci, Śicukā, Vidyutparṇā, Tilottamā, Agnikā, Lakṣaṇā, Kṣemā, Rambhā, Manoramā, Asitā, Subāhu, Supriyā, Suvapus, Puṇḍarīkā, Sugandhā, Surathā, Pramāthinī, Kāmyā, Śāradvatī, Menakā, Sahajanyā, Parṇikā, Puñjikasthalā, Kratusthalā, Ghṛtācī, Viśvācī, Pūrvacitti, Umlocā, Pramlocā und Urvaśī.
Guhyaka
Klasse halbgöttlicher Wesen (Diener Kuberas), die zusammen mit den Cāraṇas Pāṇḍus Familie nach Hāstinapura geleiten (Adh.117).
Somadatta
Kuru-Ältester, der bei der Ankunft der Pāṇḍava-Familie in Hāstinapura zugegen ist (Adh.117).
Bāhlika
Kuru-Ältester (verwandt mit dem Bāhlīka-Herrscherhaus), bei der Ankunft der Pāṇḍava-Familie in Hāstinapura zugegen (Adh.117).
Kālakūṭa
Mythisches, hochgiftiges Gift; von Duryodhana Bhīmasena verabreicht, doch von diesem folgenlos verdaut (Adh.119). In anderen Traditionen mit dem beim Milchozean-Quirlen entstandenen Gift verbunden, das Śiva trinkt.
Pramāṇakoṭi
Uferplatz an einem Gewässer nahe Hāstinapura, Schauplatz von Duryodhanas erstem Mordanschlag auf Bhīma (Adh.119).
Kāka-Nilīyana
‚Krähenverstecken', ein Kinderspiel, bei dem Bhīma in Adh.119 aus Übermut mit den Kaurava-Knaben rau umgeht.
Śarastamba
Schilf- bzw. Rohrbüschel, auf das der Same des Ṛṣi Śaradvat Gautama fällt und sich zum Zwillingspaar Kṛpa und Kṛpī teilt (Adh.120).
Agniveśya
Schüler Bharadvājas, der ihn in der Feuerwaffe (Āgneya) unterweist; lehrt seinerseits Droṇa diese Waffe (Adh.121).
Pṛṣata
König, Jugendfreund Bharadvājas; Vater Drupadas, den er zusammen mit Droṇa an Bharadvājas Einsiedelei aufwachsen lässt (Adh.121).
Iṣīkā
Grashalm bzw. Schilfhalm; Droṇa demonstriert in Adh.122 seine Waffenkunst, indem er mit einem astra-verzauberten Iṣīkā-Halm einen in einen Brunnen gefallenen Ball durch eine Kette weiterer Halme heraufholt.
Hiraṇyadhanus
Niṣāda-König, Vater Ekalavyas (Adh.123).
Brahmaśiras
Überaus mächtige, von Droṇa an Arjuna übergebene Waffe samt Anwendungs- und Rückholformel; niemals gegen Menschen einzusetzen, da sie die ganze Welt verbrennen könnte (Adh.123).
Grāha
Krokodil bzw. großes Wasserungeheuer; ergreift Droṇa beim Bad in der Gaṅgā am Bein, wird von Arjuna getötet (Adh.123).
Astra-Pradarśana
Die öffentliche Waffenschau der von Droṇa ausgebildeten Kuru- und Pāṇḍu-Prinzen vor dem versammelten Hof und Volk Hāstinapuras (ab Adh.124), bei der auch Karṇa auftritt.
Astras der Waffenvorführung Arjunas
Astra-Katalog aus Adh.125: Āgneya (Feuer), Vāruṇa (Wasser), Vāyavya (Wind), Pārjanya (Regen/Wolken), Bhauma (Erde/Versinken), Pārvata (Berg), Antardhāna (Unsichtbarkeit) – von Arjuna bei der öffentlichen Waffenschau demonstriert.
Guha
Auch Skanda genannt; Kriegsgott, Sohn Rudras/Śivas und (nach einer Tradition) der Gaṅgā bzw. der Kṛttikās; von Duryodhana in Adh.127 als Beispiel rätselhafter göttlicher Herkunft angeführt.
Kṛttikās
Die sechs (bzw. sieben) Plejaden-Sternfrauen, denen in mancher Tradition die Aufzucht des Gottes Guha/Skanda zugeschrieben wird (Adh.127).
Mākandī
Stadt am Ganges-Ufer, die Drupada nach seiner Niederlage gegen Droṇa als Teil seines verbleibenden Reiches bewohnt (Adh.128).
Kāmpilya
Vorzüglichste Stadt der südlichen Pāñcālas, Teil von Drupadas verbleibendem Reich nach der Niederlage gegen Droṇa (Adh.128). In Adh.176 auch ,Śiśumārapura' genannt.
Carmaṇvatī
Fluss, der die Südgrenze von Drupadas verbleibendem Pāñcāla-Reich markiert (Adh.128; der heutige Chambal).
Ahicchatra
Land bzw. Stadt, die Droṇa als seinen Anteil des eroberten Pāñcāla-Reiches erhält (Adh.128).
Vāraṇāvata
Stadt, in die Duryodhana die Pāṇḍavas unter dem Vorwand eines Festes verbannen lässt, um dort den Lākṣāgṛha-Mordanschlag gegen sie vorzubereiten (ab Adh.130).
Purocana
Vertrauter Minister Duryodhanas, der in Vāraṇāvata das brennbare Haus (Lākṣāgṛha) errichten und die Pāṇḍavas darin verbrennen soll (ab Adh.132). Empfängt die Pāṇḍavas in Vāraṇāvata und weist ihnen in Adh.134 das Lākṣāgṛha als Unterkunft zu. Kommt in Adh.136 selbst im von den Pāṇḍavas entzündeten Feuer um, das er ihnen zugedacht hatte.
Lākṣāgṛha
Das ‚Lackhaus' – das von Purocana in Vāraṇāvata aus Hanf, Harz, Ghee und Lack errichtete, leicht entflammbare Gebäude, in dem die Pāṇḍavas ermordet werden sollen (ab Adh.132).
Kṣattā
Ehrentitel Viduras (‚Wagenlenker'/Amtstitel des königlichen Rates), mit dem Kuntī ihn in Adh.133 bezeichnet.
Ajātaśatru
‚Der keinen Feind hat' – Beiname Yudhiṣṭhiras, verwendet u.a. in Adh.133.
Rohiṇī
Mondhaus (Nakṣatra), unter dem die Pāṇḍavas laut Adh.133 nach Vāraṇāvata aufbrechen.
Phālguna
Name eines Monats im indischen Kalender (Februar/März), in dem die Pāṇḍavas laut Adh.133 nach Vāraṇāvata aufbrechen.
Kailāsa
Der Berg Kailāsa, mythischer Wohnsitz Śivas und Kuveras; in Adh.134 als Vergleich für den Eintritt ins Lākṣāgṛha herangezogen.
Suyodhana
‚Der gut Kämpfende' – von Gegnern ironisch gebrauchter Beiname Duryodhanas (‚der schlecht Kämpfende'), ab Adh.134 mehrfach verwendet.
Khanaka
Unbenannter, von Vidura gesandter, geschickter Grabarbeiter/Tunnelbauer, der ab Adh.135 den Pāṇḍavas beim Lākṣāgṛha-Fluchttunnel hilft.
Mleccha-Sprache
Eine von Vidura in Adh.133 verwendete Geheim- oder Fremdsprache, mit der er Yudhiṣṭhira verschlüsselt vor dem Anschlag warnte; dient in Adh.135 dem Grabarbeiter als Vertrauensbeweis.
Gavyūti
Ein altes indisches Wegmaß (etwa 4-5 km), in Adh.138 zur Entfernungsangabe verwendet.
Caitya-Baum
Ein einzeln stehender, als heilig verehrter Kultbaum, in Adh.138 als Gleichnis für den Wert von Verwandtschaft/Gemeinschaft herangezogen.
Rākṣasa
Klasse menschenfressender, gestaltwandelnder Dämonen der Sanskrit-Epik; ab Adh.139 verkörpert durch Hiḍimba und seine Schwester.
Piśāca
Eine Klasse dämonischer Wesen, verwandt mit den Rākṣasas, in Adh.143 als Vergleichsgröße für Ghaṭotkacas Schrecklichkeit genannt.
Mānasa-See
Ein sagenhafter, oft mit dem Himalaya assoziierter See, in Adh.143 unter den paradiesischen Orten genannt, die Bhīma und Hiḍimbā besuchen.
Śakti (Waffe)
Ein Speer-artiges Wurfgeschoss; Karṇas Śakti-Waffe, eigentlich für Arjuna bestimmt, wird laut Vorausdeutung in Adh.143 dereinst stattdessen Ghaṭotkaca töten.
Trigarta
Ein Königreich/Volk, durch dessen Gebiet die Pāṇḍavas in Adh.144 auf ihrer Wanderung ziehen.
Kīcaka (Volk)
Ein in Adh.144 genanntes Volk/Gebiet auf dem Wanderweg der Pāṇḍavas; nicht zu verwechseln mit der späteren Einzelfigur Kīcaka im Virāṭaparva.
Āpad-Dharma
Das ‚Notrecht' – die Lehre, dass in existenzieller Notlage von den sonst geltenden Dharma-Regeln abgewichen werden darf, um Leben zu retten; zentrales Argument in Adh.145-146 und mehrfach im Mahābhārata.
Vetrakīya
In Adh.148 als Sitz des als schwach kritisierten Königs genannt; die genaue Bedeutung des Namens ist unsicher [?].
Brahmamaha
Ein in Adh.152 erwähntes Fest zu Ehren der Brahmanen bzw. des Brahman, veranstaltet nach der Rettung Ekacakrās vor dem Rākṣasa Baka; genaue Form unsicher [?].
Yājñasenī
Beiname Draupadīs als Tochter Drupadas (,Yajñasena'); wird ab Adh.153 verwendet.
Kṛṣṇā
Beiname Draupadīs (weibliche Form von ,Kṛṣṇa', ,die Dunkle'); nicht zu verwechseln mit dem Gott Kṛṣṇa. Wird ab Adh.153 verwendet. In Adh.155 detailliert erzählt: entsteht zugleich mit Dhṛṣṭadyumna aus der Mitte von Drupadas Opferaltar, von göttlicher Schönheit; eine körperlose Stimme prophezeit ihre künftige Rolle beim Untergang der Kṣatriyas. Laut Vyāsas Erzählung in Adh.157 die Wiedergeburt einer Ṛṣi-Tochter, die durch fünffach wiederholte Bitte an Śiva die künftige Ehe mit fünf Gatten (den Pāṇḍavas) erwirkte.
Svayaṃvara
Eine Brautwahl-Zeremonie, bei der eine Königstochter unter versammelten Bewerbern selbst ihren Gatten wählt; das Svayaṃvara Draupadīs wird ab Adh.153 angekündigt.
Gaṅgādvāra
Ein Ort am Oberlauf der Gaṅgā (,Gaṅgā-Tor'), wo laut Adh.154 der Ṛṣi Bharadvāja lebte; oft mit dem heutigen Haridwar identifiziert.
Nāgasāhvaya
Beiname der Stadt Hastināpura (,die nach dem Elefanten Benannte'); in Adh.154 als Ziel Droṇas genannt.
Bhāgīrathī
Beiname des Flusses Gaṅgā; in Adh.154 als Grenze der zwischen Droṇa und Drupada geteilten Herrschaft genannt.
Yāja
Ein Brahmanen-Ṛṣi vom Geschlecht der Kāśyapas, der in Adh.155 auf Drupadas Bitte das Opfer vollzieht, aus dem Dhṛṣṭadyumna und Draupadī entstehen.
Upayāja
Der jüngere Bruder Yājas, ein Brahmanen-Ṛṣi; verweist Drupada in Adh.155 zunächst an seinen älteren Bruder, bevor er selbst am Opferritual mitwirkt.
Krośa
Ein altindisches Wegmaß von etwa 3-4 km; in Adh.155 zur Beschreibung der Reichweite von Draupadīs Duft verwendet.
Aṅgāraparṇa (Citraratha)
König der Gandharvas, auch Citraratha genannt; wird in Adh.158 von Arjuna im Kampf besiegt, erhält danach den Spottnamen Dagdharatha (,Verbrannter Wagen') und schließt Freundschaft mit ihm.
Kumbhīnasī
Die Gattin Aṅgāraparṇas; erbittet in Adh.158 von Yudhiṣṭhira die Verschonung ihres besiegten Gatten.
Somaśravāyaṇa
Eine an der Gaṅgā gelegene Pilgerstätte (Tīrtha), die die Pāṇḍavas in Adh.158 auf dem Weg nach Pāñcāla erreichen.
Alakanandā
Name der Gaṅgā, wenn sie unter den Göttern (im Himmel) fließt; in Adh.158 genannt.
Vaitaraṇī
Name der Gaṅgā (oder eines mit ihr identifizierten Flusses) in ihrer Funktion als für Übeltäter unüberquerbarer Fluss der Ahnenwelt; in Adh.158 genannt.
Vṛtra
Ein von Indra mit dem Vajra-Blitz erschlagener Dämon; in Adh.158 im Zusammenhang mit dem Ursprung des Vajra erwähnt.
Bībhatsu
Ein Beiname Arjunas; wird ab Adh.158 verwendet.
Cakṣuṣī-Vidyā
Eine geheime, von Manu über Soma und Viśvāvasu überlieferte Sehkraft-Wissenschaft, die es erlaubt, alles Gewünschte in den drei Welten zu sehen; wird Arjuna in Adh.158 vom Gandharva Aṅgāraparṇa gelehrt.
Purohita
Der Hauspriester eines Königs; in Adh.159 ausführlich als unverzichtbar für dauerhaften Erfolg und Herrschaft gepriesen.
Śakra
Ein Beiname Indras; in Adh.159 als einer der sechs göttlichen Ahnväter der Pāṇḍavas genannt (Bezug auf Arjunas göttlichen Vater Indra).
Aśvins
Die göttlichen Zwillingsärzte, Väter von Nakula und Sahadeva; in Adh.159 unter den sechs göttlichen Ahnvätern der Pāṇḍavas genannt.
Manmatha
Ein Beiname des Liebesgottes Kāma; in Adh.160 im Zusammenhang mit König Saṃvaraṇas Liebesqual erwähnt.
Kiṃnara
Halbgöttliche, für ihren Gesang bekannte Fabelwesen; in Adh.161 als Vergleich für Tapatīs Stimme erwähnt.
Tāpatya
‚Nachkomme der Tapatī' – Beiname Arjunas (und der Kuru-Dynastie), hergeleitet von der Sonnentochter Tapatī, Urahnin durch ihren Sohn Kuru.
Kuśika
Königslinie, aus der Viśvāmitra stammt; in Adh.164 im Zusammenhang mit dem Konflikt Vasiṣṭha-Viśvāmitra erwähnt.
Gādhi
König von Kānyakubja, Vater Viśvāmitras.
Kānyakubja
Königreich/Stadt (heute Kannauj), Herrschaftssitz Gādhis und Viśvāmitras.
Kauśika
Patronymikon Viśvāmitras (,Nachkomme des Kuśika').
Nandinī
Wunscherfüllende Kuh (auch Śabalā genannt) im Besitz Vasiṣṭhas; Ursache des Streits mit Viśvāmitra, erschafft im Zorn ganze Völkerscharen.
Mleccha
Sammelbegriff für nicht-vedische/,fremde' Völker; in Adh.165 mythisch aus Nandinīs Zorn hervorgegangen (Pahlava, Śaka, Yavana, Puṇḍra, Kirāta, Draviḍa, Siṃhala, Barbara, Darada u.a.).
Kalmāṣapāda
Ikṣvāku-König (auch Mitrasaha genannt); wird von Śakti, Vasiṣṭhas Sohn, zum Menschenfresser verflucht, nachdem er ihn geschlagen hatte; tötet unter Rākṣasa-Besessenheit Śakti und dessen 99 Brüder.
Kiṃkara
Rākṣasa, den Viśvāmitra durch Śaktis Fluch in König Kalmāṣapāda fahren lässt.
Vipāśā
Fluss (,die Entfesselte'); Ätiologie: benannt, weil er Vasiṣṭha aus seinen Stricken befreite, als dieser sich ertränken wollte (Adh.167). Entspricht wohl dem heutigen Beas.
Śatadru
Fluss (,der Hundertströmige'); Ätiologie: teilte sich aus Ehrfurcht vor Vasiṣṭha in hundert Arme, um ihn vor dem Ertrinken zu bewahren (Adh.167). Entspricht wohl dem heutigen Sutlej.
Adṛśyantī
Gattin Śaktis (Vasiṣṭhas ältestem Sohn), Mutter des ungeborenen Parāśara; begleitet Vasiṣṭha nach dem Tod ihres Mannes.
Saudāsa
Eigenname/Patronymikon König Kalmāṣapādas (,Sohn des Sudāsa').
Ayodhyā
Hauptstadt der Ikṣvāku-Könige, u.a. Saudāsa-Kalmāṣapādas.
Potana
Von Aśmaka, Sohn der Madayantī und Vasiṣṭhas, gegründete Stadt.
Kṛtavīrya
König, Opferherr (Yajamāna) der Bhṛgus; nach seinem Tod erschlagen seine bedürftigen Nachkommen die reichen Bhṛgus (Adh.169, Aurva-Erzählung).
Bhārgava
Angehöriger des Bhṛgu-Geschlechts; Synonym zu Bhṛgu in Adh.169.
Pitṛloka
Welt der Ahnen (Pitṛs); von dort erscheinen die verstorbenen Bhṛgus in Adh.170, um Aurva zu besänftigen.
Hayaśiras
Das ,Pferdehaupt'-Feuer (auch Vāḍavāgni/Vāḍavāmukha) – Aurvas Zornesfeuer, das ins Meer entlassen wurde und dort seither die Wasser verzehrt (Adh.171).
Utkocaka
Tīrtha (Pilgerstätte) mit Dhaumyas Einsiedlerhain, wo die Pāṇḍavas ihn zum Hauspriester wählen (Adh.174).
Aguru
Kostbares, stark duftendes Adlerholz (Agarwood), zum Räuchern und Parfümieren verwendet.
Halāyudha
‚Pflugbewaffneter' – Beiname Balarāmas (Balabhadra), Kṛṣṇas älterem Bruder.
Keśava
Beiname Kṛṣṇa-Vāsudevas.
Janārdana
‚Menschenbedränger'/,Menschenerlöser' – weiterer Beiname Kṛṣṇa-Vāsudevas.
Umā
Gemahlin Śivas (Pārvatī), Tochter des Bergkönigs Himavat; in Adh.178 als Vergleichsbild für Draupadī unter den Königen angeführt.
Dāmodara
Beiname Kṛṣṇa-Vāsudevas.
Saṃkarṣaṇa
Beiname Balarāmas (Halāyudha), Kṛṣṇas älterem Bruder.
Vaikartana
‚Sohn des Vikartana (der Sonne)' – Beiname Karṇas.
Rādheya
‚Sohn der Rādhā' – Beiname Karṇas nach seiner Pflegemutter.
Phalguna
Beiname Arjunas.
Pauraṃdara
Die von Indra (Puraṃdara) stammende Waffe, die Arjuna beherrscht.
Dvaipāyana
‚Der auf einer Insel Geborene' – Beiname des Weisen Vyāsa.
Pāñcālī
‚Die aus Pāñcāla' – Beiname Draupadīs nach ihrem Heimatland.
Rauhiṇeya
‚Sohn der Rohiṇī' – Beiname Balarāmas.
Antaka
‚Der Beender' – Beiname des Todesgottes Yama.
Darbha
Heiliges Gras (Synonym zu Kuśa), das als Sitz-/Lagerunterlage bei Ritualen und im Wald verwendet wird.
Bhuśuṇḍi
Eine Wurf- oder Schleuderwaffe, im Kriegsgerät-Katalog von Adh.186 genannt.
Yajñasena
Beiname König Drupadas.
Pāñcālya
‚Der aus Pāñcāla' – Beiname König Drupadas.
Jaṭilā
Eine Gautamī (Angehörige des Gautama-Geschlechts) aus der alten Überlieferung, die laut Adh.188 sieben Ṛṣis zugleich als Gattin diente – Präzedenzfall für Draupadīs Vielehe.
Pārṣata
‚Sohn des Pṛṣata' – Beiname Drupadas bzw. Dhṛṣṭadyumnas.
Naimiṣa
Heiliger Wald (Naimiṣāraṇya), traditioneller Ort vedischer Opferrituale und Rahmenschauplatz vieler Erzählungen.
Savyasācin
Der auch mit der linken Hand Schießende - Beiname Arjunas.
Maghavan
Beiname Indras.
Śaṃkara
Beiname Śivas.
Girīśa
Berg-Herr - Beiname Śivas.
Vaivasvata
Sohn des Vivasvant (der Sonne) - Beiname Yamas, des Totengottes.
Puṣya
Ein Mondhaus (Nakṣatra), als besonders günstig für Hochzeiten und andere wichtige Unternehmungen geltend.
Indrāṇī
Die Gattin des Gottes Indra.
Vaiśravaṇa
Beiname des Gottes Kubera, des Herrn der Reichtümer, als Sohn des Viśravas.
Bhadrā
Die Gattin des Gottes Kubera (Vaiśravaṇa).
Arundhatī
Die Gattin des Weisen Vasiṣṭha, als Vorbild ehelicher Treue verehrt.
Mādhava
Beiname Kṛṣṇas.
Madhusūdana
Beiname Kṛṣṇas, wörtlich Vernichter des Dämons Madhu.
Kṣattṛ
Titel/Beiname Viduras, wörtlich etwa Verwalter; Bezeichnung seines Amtes am Hof von Hāstinapura.
Vaicitravīrya
Sohn des Vicitravīrya - Beiname Dhṛtarāṣṭras (und Pāṇḍus).
Dhanaṃjaya
Beiname Arjunas, wörtlich Reichtumsgewinner.
Kaunteya
Beiname der Söhne Kuntīs (Yudhiṣṭhira, Bhīma, Arjuna).
Pākaśāsana
Beiname Indras, wörtlich Bezwinger des Dämons Pāka.
Vārṣṇeya
Beiname Kṛṣṇas als Spross des Vṛṣṇi-Stammes.
Yādava
Angehöriger des Stammes der Yadus, dem auch Kṛṣṇa entstammt.
Vajrabhṛt
Beiname Indras, wörtlich Träger des Donnerkeils (Vajra).
Ambuvīca
Ein sagenhafter König der Māgadha in Rājagṛha, dessen Minister Mahākarṇi ihm die Macht zu entreißen suchte, in Karṇas Erzählung in Adh.196.
Māgadha
Bewohner bzw. Volk des Landes Magadha im östlichen Indien.
Rājagṛha
Die Hauptstadt des Königreichs Magadha.
Mahākarṇi
Der machtgierige Minister des Māgadha-Königs Ambuvīca in Karṇas warnender Erzählung.
Śāṃtanava
Beiname Bhīṣmas als Sohn des Königs Śāṃtanu.
Rāma
Name mehrerer Gestalten: meist Rāmacandra, der Sohn des Daśaratha und Held des Rāmāyaṇa, gelegentlich auch Balarāma, der Bruder Kṛṣṇas, je nach Kontext.
Dāśārha
Beiname der Angehörigen des Vṛṣṇi-Yādava-Stammes, zu dem auch Kṛṣṇa zählt.
Bhāradvāja
Beiname Droṇas als Sohn des Weisen Bharadvāja.
Indraprastha
Die von den Pāṇḍavas im Waldgebiet Khāṇḍavaprastha gegründete Hauptstadt ihres Reichshälfte.
Bhogavatī
Die sagenhafte Hauptstadt der Schlangenwesen (Nāgas) in der Unterwelt.
Citrasena
Ein Sohn Dhṛtarāṣṭras, der die zurückkehrenden Pāṇḍavas mit empfangen hilft.
Gautama
Beiname des Weisen Śaradvat bzw. Bezeichnung seines Sohnes Kṛpa als Nachkomme des Gautama-Geschlechts.
Sunda
Ein Dämon (Asura), Bruder Upasundas, der mit ihm gemeinsam ein Reich beherrschte, bis beide sich wegen Tilottamā gegenseitig erschlugen.
Upasunda
Ein Dämon (Asura), Bruder Sundas, mit dem er sich wegen der Apsaras Tilottamā im Streit gegenseitig tötete.
Tilottamā
Eine von den Göttern kunstvoll erschaffene Apsaras, um deren willen die Dämonenbrüder Sunda und Upasunda sich gegenseitig erschlugen.
Nikumbha
Ein Dämonenfürst aus dem Geschlecht Hiraṇyakaśipus, Vater von Sunda und Upasunda.
Vindhya
Ein Gebirge in Mittelindien, Schauplatz der Askese Sundas und Upasundas.
Pitāmaha
Wörtlich Großvater - gebräuchlicher Beiname des Gottes Brahmā als Urahn aller Wesen.
Daitya
Bezeichnung der Dämonen (Asuras) als Nachkommen der Diti.
Yakṣa
Klasse halbgöttlicher Naturwesen, oft im Gefolge Kuberas.
Nāga
Schlangenwesen, die in einer eigenen Unterweltregion wohnen.
Vainateya
Beiname Garuḍas als Sohn der Vinatā.
Kāla
Die personifizierte Zeit, oft als Gestalt des Todes bzw. der alles vernichtenden Macht aufgefasst.
Maghā
Ein Mondhaus (Nakṣatra).
Mahādeva
Der große Gott - Beiname Śivas.
Sthāṇu
Wörtlich der Feststehende - Beiname Śivas.
Maheśvara
Der große Herr - Beiname Śivas.
Mahendra
Der große Indra - Beiname Indras.
Parameṣṭhin
Der Höchste - Beiname Brahmās.
Budha
Der Gott des Planeten Merkur, Sohn des Mondgottes Soma.
Vaikhānasa
Eine Klasse weltentsagender Waldasketen bzw. Seher.
Marīcipa
Eine Klasse von Sehern bzw. Ahnen, die sich von Lichtstrahlen nähren.
Aja
Eine Klasse ungeborener bzw. urzeitlicher Seher im Gefolge Brahmās.
Guḍākeśa
Beiname Arjunas, wörtlich etwa Herr über den Schlaf, wegen seiner Selbstbeherrschung.
Ulūpī
Tochter des Schlangenkönigs (Nāga) Kauravya, die Arjuna während seines Waldaufenthalts in ihren Unterwasserpalast entführt und um seine Liebe bittet.
Kandarpa
Beiname des Liebesgottes Kāma.
Anaṅga
Beiname des Liebesgottes Kāma, wörtlich der Körperlose.
Bhṛgutuṅga
Eine heilige Bergstätte, die Arjuna auf seiner Pilgerreise besucht.
Hiraṇyabindu
Eine heilige Pilgerstätte (Tīrtha), die Arjuna besucht.
Nandā
Ein heiliger Fluss, den Arjuna auf seiner Pilgerreise besucht.
Aparanandā
Ein heiliger Fluss neben der Nandā, den Arjuna besucht.
Mahānadī
Ein heiliger Fluss, den Arjuna auf seiner Pilgerreise besucht.
Gayā
Eine berühmte heilige Pilgerstätte in Ostindien.
Vaṅga
Ein Land im östlichen Indien, Teil von Arjunas Pilgerreise.
Kaliṅga
Ein Land an der Ostküste Indiens, Teil von Arjunas Pilgerreise.
Maṇalūra
Das Reich Citravāhanas an der Ostküste, in dem Arjuna Citrāṅgadā begegnet - in anderen Rezensionen auch Maṇipūra genannt.
Citravāhana
König von Maṇalūra, Vater Citrāṅgadās.
Prabhaṃkara
Ein Vorfahre Citravāhanas, durch dessen Askese Śiva festlegte, dass in diesem Königsgeschlecht stets nur ein Kind geboren wird.
Vargā
Eine Apsaras, die von einem zornigen Büßer in ein Krokodil verwandelt wurde und von Arjuna erlöst wird.
Saurabheyī
Eine der fünf Apsaras, die mit Vargā zusammen in Krokodile verwandelt wurden.
Samīcī
Eine der fünf Apsaras, die mit Vargā zusammen in Krokodile verwandelt wurden.
Budbudā
Eine der fünf Apsaras, die mit Vargā zusammen in Krokodile verwandelt wurden.
Latā
Eine der fünf Apsaras, die mit Vargā zusammen in Krokodile verwandelt wurden.
Lokapāla
Bezeichnung der Weltenhüter, der Götter, die über die Himmelsrichtungen wachen (u.a. Kubera als Hüter des Nordens).
Prabhāsa
Eine heilige Pilgerstätte am Westmeer, wo Arjuna und Kṛṣṇa sich wiedertreffen.
Raivataka
Ein Berg nahe Dvārakā, wo Arjuna und Kṛṣṇa gemeinsam verweilen.
Sātvata
Beiname Kṛṣṇas als Angehöriger des Sātvata-Zweigs der Yadus.
Dvārakā
Die von Kṛṣṇa gegründete Hauptstadt der Yādavas an der Westküste.
Bhoja
Ein mit den Vṛṣṇis verwandter Zweig des Yadu-Stammes.
Vṛṣṇi
Der Zweig des Yadu-Stammes, dem Kṛṣṇa entstammt.
Andhaka
Ein mit den Vṛṣṇis verwandter Zweig des Yadu-Stammes.
Revatī
Die Gattin Balarāmas (Haladharas).
Ugrasena
König der Vṛṣṇis, Vater Kaṃsas und Großvater bzw. Oberhaupt der Yādava-Sippe.
Rukmiṇī
Die Hauptgemahlin Kṛṣṇas, Mutter Pradyumnas.
Sāmba
Ein Sohn Kṛṣṇas.
Akrūra
Ein angesehener Ältester der Vṛṣṇis.
Sāraṇa
Ein Bruder Kṛṣṇas und Subhadrās.
Satyaka
Ein Vṛṣṇi-Held, Vater Sātyakis.
Puṣkarākṣa
Beiname Kṛṣṇas, wörtlich der Lotosäugige.
Haladhara
Beiname Balarāmas, wörtlich der Pflugträger.
Sudharmā
Die Versammlungshalle der Vṛṣṇis und Andhakas in Dvārakā.
Sabhāpāla
Titel des Hüters bzw. Aufsehers der Versammlungshalle Sudharmā.
Anādhṛṣṭi
Ein Vṛṣṇi-Held, der zur Hochzeit nach Indraprastha kommt.
Uddhava
Ein weiser, ruhmreicher Vṛṣṇi und unmittelbarer Schüler Bṛhaspatis.
Puraṃdara
Beiname Indras, wörtlich der Festungsbrecher.
Śakraprastha
Ein weiterer Name für Indraprastha (Śakra = Indra).
Aśvin
Die beiden göttlichen Zwillingsärzte, Söhne des Sonnengottes Sūrya, oft als Sinnbild inniger Vertrautheit genannt.
Pāvaka
Beiname Agnis, des Feuergottes, wörtlich der Reinigende.
Kaumodakī
Der Name der Keule Kṛṣṇas, ein Geschenk Varuṇas.
Dhātā
Einer der zwölf Āditya-Götter, Ordner des kosmischen Rechts.
Tvaṣṭṛ
Einer der zwölf Ādityas, der göttliche Schmied und Gestalter.
Aṃśa
Einer der zwölf Āditya-Götter.
Aryaman
Einer der zwölf Āditya-Götter, Hüter der Gastfreundschaft und der Verträge.
Mitra
Einer der zwölf Āditya-Götter, Hüter der Verträge und Freundschaft.
Pūṣan
Einer der zwölf Āditya-Götter, Beschützer der Reisenden und Herden.
Bhaga
Einer der zwölf Āditya-Götter, Gott des Anteils und Glücks.
Savitṛ
Einer der zwölf Āditya-Götter, Gott der anregenden Sonnenkraft.
Viśvedeva
Eine Gruppe von Göttern, den Allgöttern, oft zusammen mit den Sādhyas genannt.
Śārṅgaka
Bezeichnung für vier kleine Vögel, die den Khāṇḍava-Brand überlebten; ihre nähere Geschichte wird an dieser Stelle noch nicht erzählt.
Mandapāla
Ein kinderloser Weiser, der sich in einen Śārṅgaka-Vogel verwandelt, um Nachkommenschaft zu zeugen; Vater der vier Śārṅgaka-Vögel.
Jaritā
Eine Śārṅgikā-Vogelhenne, von Mandapāla verlassene Mutter der vier Śārṅgaka-Söhne, die sie allein im Khāṇḍava-Wald aufzieht.
Lapitā
Eine weitere Vogelfrau, zu der Mandapāla nach Jaritā geht.
Anila
Beiname bzw. ein weiterer Name des Windgottes Vāyu.
Jaritāri
Der älteste der vier Śārṅgaka-Söhne Mandapālas und Jaritās.
Sārisṛkva
Einer der vier Śārṅgaka-Söhne Mandapālas und Jaritās.
Stambamitra
Einer der vier Śārṅgaka-Söhne Mandapālas und Jaritās.
Kiṣku
Ein altes Längenmaß, ungefähr eine Elle bzw. Unterarmlänge; wird u.a. zur Vermessung der Sabhā (Versammlungshalle) verwendet.
Sainya
Eines der vier Pferde Kṛṣṇas (zusammen mit Sugrīva u.a.); wird in einigen Handschriftenlesarten auch als Śaibya bezeichnet.
Sugrīva
Eines der vier Pferde Kṛṣṇas; nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Affenkönig aus dem Rāmāyaṇa.
Dāruka
Kṛṣṇas Wagenlenker (Sūta).
Śārṅga
Der Bogen Kṛṣṇas (Viṣṇus).
Bindusaras
Ein heiliger See nördlich des Kailāsa beim Berg Maināka, wo laut Erzählung Bhagīratha lange weilte und zahlreiche Götter-Opfer stattfanden.
Maināka
Ein Berg im äußersten Norden, nahe dem Kailāsa und dem See Bindusaras.
Yauvanāśva
Ein früherer König, der nach einem Sieg über seine Feinde eine gewaltige Keule beim Bindusaras hinterlegte, die später an Bhīma kommt.
Devadatta
Die dröhnende Muschel Arjunas, ursprünglich Varuṇa gehörig, von Maya überreicht.
Cekitāna
Ein Vṛṣṇi-Krieger, der später auf Seiten der Pāṇḍavas im großen Krieg kämpft.
Gada
Ein Bruder Kṛṣṇas, Prinz der Vṛṣṇis.
Āhuka
Ein Prinz der Vṛṣṇis (auch Beiname von Ugrasena).
Jaimini
Ein Schüler des Vyāsa, Begründer der Mīmāṃsā-Schule und einer Sāmaveda-Rezension.
Yājñavalkya
Ein berühmter vedischer Seher und Philosoph, zentrale Lehrgestalt der Bṛhadāraṇyaka-Upaniṣad.
Vājapeya
Ein großes vedisches Soma-Opfer, das u.a. mit einem Wagenrennen verbunden ist.
Puṇḍarīka
Ein großes vedisches Soma-Opfer (Puṇḍarīka-Yajña).
Saptarṣi
Die 'sieben Seher' - eine Gruppe uralter, hochheiliger Weiser (die Zusammensetzung variiert je nach Textstelle), oft mit den sieben Sternen des Großen Wagens assoziiert.
Sagara
Berühmter König der Sonnendynastie, Vorfahr Rāmas; bekannt für seine 60.000 Söhne, die durch den Fluch des Weisen Kapila verbrannten, und den späteren Abstieg der Gaṅgā zu ihrer Erlösung.
Vena
Gottloser König, Vater des Pṛthu (Vainya); von den Weisen wegen seiner schlechten Herrschaft getötet, woraufhin sie Pṛthu aus seinem Körper erschufen.
Janaka
König von Mithilā, bekannt für seine Weisheit und seinen selbstlosen Rājadharma; Vater der Sītā im Rāmāyaṇa.
Naraka
Dämonischer Erdgeborener König (Narakāsura), berühmt aus späteren Erzählungen durch seine Bezwingung durch Kṛṣṇa; hier unter den Daitya-Fürsten in Varuṇas Halle genannt.
Rambhā
Berühmte Apsara am Hof Kuberas, in späteren Erzählungen (u.a. um Arjunas Fluch durch Urvaśī) bedeutsam.
Nalakūbara
Sohn Kuberas; wird an anderer Stelle des Mahābhārata mit Arjuna in Verbindung gebracht.
Alakā
Kuberas himmlische Hauptstadt bzw. der Lotusteich in seiner Halle, am Berg Kailāsa gelegen.
Hariścandra
Berühmter Königsseher der Sonnendynastie, durch sein glanzvolles Rājasūya-Opfer beständiger Gefährte Indras in dessen Halle; später (im Vanaparva) Held der Legende von seiner unbedingten Wahrheitstreue.
Kaṃsa
Böser König von Mathurā, Onkel Kṛṣṇas mütterlicherseits; Schwiegersohn Jarāsandhas durch Heirat mit dessen Töchtern Asti und Prāpti; von Kṛṣṇa und Balarāma getötet.
Girivraja
Von Bergen umgebene Hauptstadt Jarāsandhas im Reich Magadha; dort hält Jarāsandha zahlreiche besiegte Könige gefangen.
Kuśasthalī
Alte Bezeichnung der Stadt am Berg Raivata, die die Yādavas nach ihrer Flucht vor Jarāsandha neu befestigten und die später als Dvārakā bekannt wird.
Haṃsa und Ḍibhaka
Zwei mit Jarāsandha verbündete, überaus starke Krieger; ihr vermeintlicher gegenseitiger Tod (jeder ertränkt sich, als er vom - falschen - Tod des anderen hört) zwang Jarāsandha zum vorübergehenden Rückzug.
Pauṇḍraka
König der Vaṅgas, Puṇḍras und Kirātas, der sich fälschlich selbst als 'Vāsudeva' ausgibt.
Bhīṣmaka
König der Bhojas, mit Jarāsandha verbündet; Vater der Rukmiṇī, die später Kṛṣṇas Gattin wird.
Jarā
Menschenfressende Rākṣasī, die die beiden ausgesetzten, unvollständigen Körperhälften des neugeborenen Jarāsandha zufällig zu einem lebenden Kind zusammenfügte und ihm dadurch seinen Namen ('von Jarā zusammengefügt') gab.
Caṇḍakauśika
Weiser Asket, der dem kinderlosen König Bṛhadratha von Magadha eine wundertätige Mangofrucht schenkte, aus deren Genuss durch seine beiden Gattinnen Jarāsandha entstand.
Prāgjyotiṣa
Ostliches Königreich (Gegend des heutigen Assam), regiert von König Bhagadatta; bekannt für Kirāta- und Cīna-Krieger und Ozeanvölker.
Kirāta
Bergbewohnendes Volk im Osten/Nordosten, oft an der Seite Prāgjyotiṣas und in enger Verbindung mit Śiva-Mythen genannt.
Kāśmīra
Bergregion im Nordwesten (heutiges Kaschmir), von Arjuna während seines Nordfeldzugs unterworfen.
Kāmboja
Nordwestliches Volk und Reich, berühmt für seine Pferde; wird im weiteren Epos wiederholt genannt.
Vibhīṣaṇa
Jüngerer Bruder Rāvaṇas aus dem Rāmāyaṇa; nach Rāvaṇas Fall König von Laṅkā, dem der Überlieferung nach außergewöhnlich langes Leben beschieden war - erscheint hier als tributpflichtiger Herrscher zur Zeit der Pāṇḍavas.
Māhiṣmatī
Stadt am Fluss Narmadā, Sitz König Nīlas; Schauplatz einer Episode um den Gott Agni, der die Stadt vor Eroberern beschützt.
Pāṇḍya
Bedeutendes Königreich im äußersten Süden Indiens.
Paila
Schüler des Vyāsa (bzw. "Sohn des Vasu" genannt), einer der Priester beim Rājasūya-Opfer; überliefert als einer der ersten Rezitatoren des Ṛgveda.
Bhūriśravas
Sohn Somadattas aus dem Kuru-Geschlecht von Bāhlika, bedeutender Wagenkämpfer, der später im Kurukṣetra-Krieg fällt.
Aniruddha
Enkel Kṛṣṇas, Sohn des Pradyumna, Vṛṣṇi-Held.
Siṃhala
Die Insel Laṅkā (Ceylon/Sri Lanka) und ihre Bewohner, bekannt für Perlen, Beryll und andere Meereskostbarkeiten.
Viviṃśati
Einer der hundert Söhne Dhṛtarāṣṭras; erscheint als Mitspieler beim Würfelspiel und später als Kämpfer im Kurukṣetra-Krieg.
Jiṣṇu
'Der Siegreiche' - ein häufiger Beiname Arjunas.
Prahlāda
Frommer Daitya-König, Sohn des Hiraṇyakaśipu, berühmt für seine unerschütterliche Hingabe an Viṣṇu; hier Vater des Virocana in einem Lehrgleichnis über die Pflicht zur Wahrheit.
Skanda
Kāmyaka
Sañjaya
Maitreya
Vālin
Dvaitavana
Jāmbavatī
Lakṣmaṇa
Halbbruder Rāmas im Rāmāyaṇa, der ihn treu ins Waldexil begleitete.
Alarka
Legendärer, wahrhaft gelobter König von Kāśi und Karūṣa, der Reich und Schätze aufgab, als Beispiel dharmagemäßer Selbstbeherrschung angeführt.
Baka Dālbhya
Ein Seher (zu unterscheiden vom gleichnamigen Rākṣasa „Baka“ bei Ekacakrā), der Yudhiṣṭhira in Dvaitavana über die notwendige Verbindung von Brahman und Kṣatra belehrt.
Śāntanu
König der Kurus, Vater Bhīṣmas (daher „Śāṃtanava“ = Sohn des Śāntanu als Beiname Bhīṣmas).
Dhātṛ
„Der Schöpfer/Verfüger“, einer der Namen des kosmischen Ordners/Schöpfergottes, oft zusammen mit dem gleichbedeutenden „Vidhātṛ“ genannt; in Draupadīs Klage (Vana 31) die zentrale Instanz absoluter göttlicher Macht über das Schicksal aller Wesen.
Lomaśa
Ein großer Seher, der später die Pāṇḍavas auf ihrer Wallfahrt zu den heiligen Furten (Tīrthayātrā) begleiten wird.
Sṛñjaya
Kaikeya
Pratismṛti
Indrakīla
Mūka
Pāśupata
Tāraka
Māndhātā
Amarāvatī
Kapila
Snātaka
Yavana
Śaka
Cīna
Draviḍa
Cola
Bṛhadaśva
Niṣadha
Vīrasena
Vidarbha
Damana
Naiṣadha
Kali
Dvāpara
Bṛhatsenā
Indrasenā
Indrasena
Ṛtuparṇa
Kosala
Maṇibhadra
Subāhu
Sunandā
Karkoṭaka
Bāhuka
Jīvala
Sudeva
Sudāman
Vīrabāhu
Parṇāda
Śālihotra
Keśinī
Narmadā
Sindhu
Reṇukā
Dadhīca
Dṛṣadvatī
Ahalyā
Kārtavīryārjuna
Kanyakubja
Lomapāda
Vasumanas
Mucukunda
Puru
Ilvala
Śrutarvan
Vadhryaśva
Trasadasyu
Purukutsa
Dṛḍhasyu
Kāleya
Vaidarbhī
Śaibyā
Aṃśumant
Asamañjas
Vibhāṇḍaka
Śāntā
Akṛtavraṇa
Ṛcīka
Balarāma
Śūrpāraka
Godāvarī
Payoṣṇī
Śaryāti
Mada
Yuvanāśva
Jantu
Ambarīṣa
Sujātā
Bandin
Raibhya
Yavakrī
Arvāvasu
Parāvasu
Bṛhaddyumna
Māṇibhadra
Kuṇinda
Sītā
Kesarin
Ṛśyamūka
Daṇḍaka
Laṅkā
Uśanas
Jaṭāsura
Mālyavant
Ārṣṭiṣeṇa
Śveta (Berg)
Maṇimān
Puṣpaka
Saṃyamana
Nivātakavacāḥ
Hiraṇyapura
Kālakā
Naubandhana
Śrīvatsa
Kalki
Saṃbhala
Vāmadeva
Suśobhanā
Indradyumna
Dhundhu
Kuvalāśva
Madhu und Kaiṭabha
Kumbhakarṇa
Saṃvartaka
Vyādha-Gītā
Guṇa (Rajas, Sattva, Tamas)
Die fünf Prāṇas (Lebensatem-Ströme)
Kṣetrajña
Sinīvālī
Kuhū
Vāsiṣṭha
Vaiśvānara
Atharvan
Devasenā
Keśin
Viśākha
Ṣaṣṭhī
Pūtanā
Graha (Ergreifer)
Mahiṣa
Vaiśaṃpāyana
Kṛṣṇa
Ghoṣayātrā
Vinda und Anuvinda
Śabdavedhya
Kṛtyā
Rasātala
Saṃśaptaka
Vaiṣṇava-Yajña
Mudgala
Ṛbhu
Nirvāṇa
Sauvīra
Kekaya
Śatrughna
Kaikeyī
Sumitrā
Viśravas
Jaṭāyu
Khara
Śūrpaṇakhā
Daśagrīva
Mantharā
Citrakūṭa
Nandigrāma
Daṇḍakāraṇya
Janasthāna
Dūṣaṇa
Saṃpāti
Kabandha
Tārā
Hanumant
Trijaṭā
Avindhya
Mandodarī
Aṅgada
Nala (Affe)
Indrajit
Prahasta
Dhūmrākṣa
Viśalyā
Aśvamedha
Aśvapati
Satyavant
Dyumatsena
Kavaca und Kuṇḍala
Śakti (Indras Speer-Waffe)
Vasuṣeṇa
Campā
Yakṣapraśna
Kaṅka
Ballava
Bṛhannaḍā
Śamī
Ein dorniger Baum (Prosopis cineraria), in dessen dichtem Geäst die Pāṇḍavas beim Betreten von Virāṭas Reich ihre Waffen verstecken; der Ort spielt später eine wichtige Rolle, wenn die Waffen am Ende des Exiljahres wieder hervorgeholt werden.
Kālindī
Ein anderer Name des Flusses Yamunā.
Sudeṣṇā
Gemahlin König Virāṭas, eine Fürstin aus dem Volk der Kekayas; nimmt die als Sairandhrī verkleidete Draupadī an ihrem Hof auf.
Mālinī
Draupadīs Deckname als Sairandhrī am Hof Virāṭas (zu unterscheiden vom gleichnamigen Fluss bei Kaṇvas Einsiedelei).
Tantipāla
Sahadevas Deckname als Viehzähler am Hof Virāṭas (auch Ariṣṭanemi genannt).
Granthika
Nakulas Deckname als Pferdeknecht am Hof Virāṭas.
Jīmūta
Weltberühmter Ringkämpfer am Hof Virāṭas, von Bhīma (als Ballava) im Wettkampf getötet - ein erster Vorgeschmack auf Bhīmas spätere Bezwingung Kīcakas.
Prātikāmin
Herold/Diener Duryodhanas, der Draupadī während des Würfelspiels (Sabhāparva) gewaltsam in die Versammlungshalle führte.
Upakīcaka
Sammelbezeichnung für die (hundertfünf) jüngeren Brüder bzw. Verwandten Kīcakas, die nach dessen Tod Rache an Draupadī nehmen wollen und von Bhīma erschlagen werden.
Madirāśva
Ein jüngerer Bruder Virāṭas, Königs der Matsyas.
Sūryadatta
Ein Krieger im Heer Virāṭas.
Śaṅkha
Ältester Sohn Virāṭas, Königs der Matsyas.
Bhūmiṃjaya
Sohn Virāṭas und der Sudeṣṇā, andernorts auch Uttara genannt; wird von Virāṭa zum Hüter der Stadt bestimmt, während dieser gegen die Trigartas zieht.
Saṃgrāmajit
Ein Sohn Dhṛtarāṣṭras; im Go-haraṇaparva einer der Kaurava-Krieger, die Karṇa zu Hilfe eilen wollen.
Śatrusaha
Ein Sohn Dhṛtarāṣṭras; im Go-haraṇaparva einer der Kaurava-Krieger, die Karṇa zu Hilfe eilen wollen.
Śatruṃtapa
Ein Kaurava-Krieger, der Arjuna im Go-haraṇaparva angreift und von ihm getötet wird.
Balākṣa
Legendärer König, hier unter den himmlischen Zuschauern der Schlacht zwischen Bhīṣma und Arjuna genannt.
Supratardana
Legendärer König, hier unter den himmlischen Zuschauern der Schlacht zwischen Bhīṣma und Arjuna genannt.
Kṣupa
Legendärer König, hier unter den himmlischen Zuschauern der Schlacht zwischen Bhīṣma und Arjuna genannt.
Raghu
Berühmter König der Sonnendynastie, Vorfahr Rāmas; hier unter den himmlischen Zuschauern der Schlacht zwischen Bhīṣma und Arjuna genannt.
Bhānu
Legendärer König, hier unter den himmlischen Zuschauern der Schlacht zwischen Bhīṣma und Arjuna genannt.
Kṛśāśva
Legendärer König bzw. Weiser, hier unter den himmlischen Zuschauern der Schlacht zwischen Bhīṣma und Arjuna genannt.
Śala
Legendärer König, hier unter den himmlischen Zuschauern der Schlacht zwischen Bhīṣma und Arjuna genannt.
Alambusa
Ein Gandharva, der mit anderen himmlischen Wesen in seinem Himmelswagen zur Schlacht zwischen Bhīṣma und Arjuna herbeikommt.
Kiṃśuka
Ein Baum mit auffällig roten Blüten (Butea frondosa/monosperma); im Epos häufiges Vergleichsbild für blutbedeckte Krieger.
Paulomas
Eine Gruppe von Dānavas (Nachkommen der Pulomā), die laut Tradition von Arjuna im Auftrag Indras im Kampf besiegt wurden.
Kālakhañjas
Eine Gruppe von Dānavas, selbst von den Göttern nur schwer zu bezwingen, laut Tradition von Arjuna im Kampf niedergestreckt (vgl. Kap.44).
Sairandhrī
Upaplavya
Stadt im Reich Virāṭas, in der sich die Pāṇḍavas und ihre Verbündeten nach Ablauf des dreizehnten Exiljahres versammeln; wichtiger Schauplatz zu Beginn des Udyogaparva.