Quellen der Menschheit

Veda-Saṃhitās – deutsche Übersetzungen

Die älteste Schicht: die Liedersammlungen und Opfersprüche selbst.

8 Werke · 57.866 übersetzte Abschnitte

Die Saṃhitās sind die ältesten Texte Indiens und die Grundlage der gesamten späteren Überlieferung. „Saṃhitā“ heißt Sammlung: gesammelt sind hier die Hymnen, Melodien und Opfersprüche, die beim vedischen Ritual gesprochen und gesungen wurden. Sie entstanden im zweiten vorchristlichen Jahrtausend und wurden über Jahrhunderte mündlich weitergegeben, mit einer Genauigkeit, die bis heute ihresgleichen sucht.

Vier Vedas werden unterschieden. Der Ṛgveda versammelt 1.028 Hymnen an Agni, Indra, die Aśvins, Uṣas und die übrigen Götter, darunter das Rätsellied 1.164 und die großen kosmologischen Dichtungen des zehnten Maṇḍala wie das Puruṣa-Sūkta und das Nāsadīya-Sūkta über den Ursprung der Welt. Der Sāmaveda nimmt fast ausschließlich Ṛgveda-Verse auf, ordnet sie aber nach ihrer Singweise – er ist das Liederbuch des Udgātṛ-Priesters. Der Yajurveda enthält die Opferformeln des Adhvaryu und liegt in zwei Fassungen vor: dem „weißen“ Yajurveda, der die Formeln rein sammelt, und dem „schwarzen“, der sie mit erklärender Prosa durchsetzt. Der Atharvaveda schließlich steht den übrigen dreien gegenüber: Heilsprüche, Schutzzauber, Liebeszauber, Flüche und daneben tiefe kosmologische Spekulation.

Jeder Veda wurde in verschiedenen Schulen (śākhās) überliefert, die sich in Textbestand und Betonung unterscheiden. Diese Bibliothek enthält den Ṛgveda in der Śākala-Rezension, den Sāmaveda der Kauthuma-Schule, vom weißen Yajurveda die Vājasaneyi-Saṃhitā in der Mādhyandina-Fassung, vom schwarzen Yajurveda gleich drei Schulen – Taittirīya, Maitrāyaṇī und Kāṭhaka – und den Atharvaveda in beiden erhaltenen Rezensionen, der Śaunaka- und der Paippalāda-Fassung.

Alle Texte stehen zweisprachig: der Sanskrit-Wortlaut in wissenschaftlicher Umschrift (IAST) neben einer eigenständigen deutschen Übersetzung, die Vers für Vers direkt aus dem Original erarbeitet wurde. Beim Ṛgveda kommt zu jedem Vers eine ausklappbare Wort-für-Wort-Analyse hinzu, die zeigt, wie die Übersetzung zustande kommt – mit Kasus, Numerus und Wurzelangabe für jede Form.

Die Werke dieses Regals

  • Atharvaveda-SaṃhitāDie vierte vedische Saṃhitā (Śaunaka-Rezension): Heil- und Schutzsprüche, kosmologische Spekulation und magische Formeln in zwanzig Kāṇḍas.5.650 Mantras
  • Kāṭhaka-SaṃhitāKṛṣṇa-Yajurveda, Kaṭha-Schule: 40 Sthānakas und der Aśvamedha-Abschnitt.26.315 Pādas
  • Maitrāyaṇī-SaṃhitāKṛṣṇa-Yajurveda, Maitrāyaṇī-Schule.3.172 Anuvākas
  • Paippalāda-SaṃhitāAtharvaveda in der Paippalāda-Rezension.7.674 Verse
  • SāmavedaZweisprachige Leseausgabe der Sāmaveda-Saṃhitā (Kauthuma-Śākhā): Sanskrit (IAST) und deutsche Übersetzung, Mantra für Mantra, alle 1875 Mantras.1.875 Verse
  • Taittirīya-Saṃhitā (Kṛṣṇa-Yajurveda)Der "schwarze" Yajurveda: Opferformeln und brāhmaṇaartige Erläuterung ineinander verwoben, mit Aśvamedha, Agnicayana und der Rudra-Litanei Śatarudriya650 Anuvākas
  • Vājasaneyi-Saṃhitā (Śukla-Yajurveda)Der "weiße" Yajurveda (Mādhyandina-Rezension): die Opferformeln des Adhvaryu-Priesters für Soma-Opfer, Aśvamedha und Agnicayana, beschlossen von der Ī1.973 Kaṇḍikās
  • ṚgvedaZweisprachige Leseausgabe des Ṛgveda: Sanskrit (IAST) und deutsche Übersetzung, Vers für Vers mit Wort-für-Wort-Analyse aus dem Padapāṭha. Eigenständi10.557 Verse