Sāmaveda
Zweisprachige Leseausgabe der Sāmaveda-Saṃhitā (Kauthuma-Śākhā): Sanskrit (IAST) und deutsche Übersetzung, Mantra für Mantra, alle 1875 Mantras.
Veda-Saṃhitās · 468 Kapitel · 1.875 Verse
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Vorwort
Diese Ausgabe enthält die vollständige Sāmaveda-Saṃhitā in der Kauthuma-Rezension: alle 1875 Mantras, geordnet nach der überlieferten Gliederung in Pūrvārcika, Āraṇya-Ārcika, Mahānāmnī-Ārcika und Uttarārcika. Sie steht als eigenständiges Werk neben den übrigen Büchern von „Quellen der Menschheit“.
Die Übersetzung ist durchgehend deutsch und entstand Vers für Vers aus dem Sanskrit, ohne vorhandene Übersetzungen oder Kommentare als Ausgangspunkt. Bei mehrdeutigen Wörtern wurde zuerst der ganze Bedeutungsbereich angesetzt, unmögliche Lesarten wurden verworfen, dann Metonymie, technischer Gebrauch und ältere Bedeutungen geprüft; bevorzugt ist die Lesart mit den wenigsten Zusatzannahmen. Rituelle Begriffe stehen wörtlich (etwa „Weihehandlung“ für yajña, „Rufer“ für hotṛ).
Unsichere Stellen sind mit [?] markiert, Alternativlesarten und Besonderheiten stehen als [Anm.: …] im Text. Es sind bewusst viele Stellen markiert: 969 [?] auf 1875 Mantras. Die Übersetzung ist eine maschinell erarbeitete Arbeitsfassung und ersetzt keine philologische Prüfung durch Fachleute.
Textgrundlage ist die GRETIL-Datei „Samaveda-Samhita“ (Eingabe von Anshuman Pandey, 1998). Sie gibt den Text ohne Akzente und ohne Wortgrenzen-Trennung wieder; der antike Wortlaut ist gemeinfrei. Die Quelle enthält kleine Eingabefehler bei der Mantra-Nummerierung (etwa doppelt vergebene Nummern 121 und 1181, fehlende 1179 und 1211). Hier sind die Mantras deshalb fortlaufend 1 bis 1875 in Quellenreihenfolge gezählt. Ein „3“ im Wort (etwa nyā3triṇam) ist ein Dehnungszeichen (Pluti) der Quelle.
Einführung
Der Sāmaveda ist der Veda der Gesänge (sāman). Seine Saṃhitā ist kein eigener Dichtungsschatz, sondern eine Auswahl von Versen, fast alle aus dem Ṛgveda (besonders aus den Büchern 8 und 9), die für den gesungenen Vortrag beim Somaopfer geordnet sind. Die Melodien (gāna) sind in eigenen Liederbüchern überliefert und nicht Teil dieses Textes.
Das Werk hat zwei Hauptteile. Das Pūrvārcika („erstes Verspaket“) ordnet Einzelverse nach Gottheiten: Agni (Āgneya), Indra (Aindra), Soma Pavamāna (Pāvamāna); dazu kommen der Āraṇya-Teil und die Mahānāmnī-Verse. Das Uttarārcika („zweites Verspaket“) fasst Verse zu Tṛcas, Dreiversgruppen, zusammen, die der Reihenfolge der Somapressungen und Lieder folgen.
Lesehilfe: Jeder Mantra steht zuerst im Sanskrit (Pādas untereinander), dann in deutscher Übersetzung. Im Inhaltsverzeichnis sind die Gruppen (Daśati, Tṛca, Abschnitt) nach Divisionen geordnet. Über das Feld „Springen“ kommt man mit der Mantra-Nummer (1 bis 1875) direkt an die Stelle.
Inhalt
- Āgneya-Kāṇḍa12 von 12 übersetzt
- Aindra-Kāṇḍa37 von 37 übersetzt
- Pāvamāna-Kāṇḍa11 von 11 übersetzt
- Āraṇya-Ārcika5 von 5 übersetzt
- Mahānāmnī-Ārcika1 von 1 übersetzt
- Uttarārcika402 von 402 übersetzt