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Glossar

Ṛgveda · 20 Begriffe

Ṛgveda
„Wissen der Preisverse“ (ṛc, „Preisvers“ + veda, „Wissen“): älteste Sammlung vedischer Hymnen, 10 Maṇḍalas, 1028 Sūktas, rund 10.500 Verse.
maṇḍala
„Kreis, Buch“: eines der zehn Bücher des Ṛgveda. Die Maṇḍalas 2–7 sind Familienbücher, 9 ist das Soma-Buch.
sūkta
„gut Gesprochenes“: ein Lied (Hymnus) aus mehreren Versen. Zitiert als RV Maṇḍala.Sūkta.Vers.
ṛc
Preisvers des Ṛgveda, Strophe in gebundener Sprache; der Veda heißt nach ihm.
pāda
Verszeile („Fuß“). Die meisten Strophen haben drei oder vier Pādas, hier durch Zeilenumbruch getrennt.
Padapāṭha
Wort-für-Wort-Fassung des Ṛgveda ohne Sandhi, mit aufgelösten Komposita. Grundlage der Wortanalyse in dieser Ausgabe.
Saṃhitā-Text
Der zusammenhängende Text mit Lautverschmelzung (Sandhi), wie er rezitiert wird.
yajña
Von √yaj „verehren, weihen“. Wird hier je nach Kontext als Verehrung, Weihehandlung oder Darbringung wiedergegeben, nicht automatisch als „Opfer“.
hotṛ
„Rufer, Anrufer“ (√hu), Priester, der die Götter herbeiruft.
deva
„himmlisch, leuchtend“, als Nomen Gott oder göttliche Macht.
ṛta
Ordnung, Wahrheit, rechter Lauf der Dinge (Welt, Ritual und Rede).
soma
Gepresster Saft einer Pflanze und zugleich der Gott Soma, im 9. Maṇḍala besungen.
ṛṣi
„Seher, Dichter“, Verfasser der Lieder.
Agni
Feuer, Gott des Feuers, Bote zwischen Menschen und Göttern; der erste Vers des Ṛgveda ruft ihn an.
Indra
Kriegerischer Hauptgott des Ṛgveda, Töter des Vṛtra.
Marut
Sturmgötter, Begleiter Indras.
Uṣas
Göttin der Morgenröte.
Vālakhilya
Die elf Sūktas 8.49–59, die in der Überlieferung als Anhang des 8. Maṇḍala gelten.
[?]
Kennzeichnet eine unsichere Wiedergabe.
[Anm.: …]
Eingebettete Anmerkung zu Alternativlesarten oder Wortwahl.