Den Allbezwinger, den Überwindenden, den Siegreichen, den Stärkeren, den Bezwingenden, den durch Kraft Siegenden, den Sieger des Himmelslichts, den Sieger der Rinder, den Sieger der Kampfbeute - mit seinem preiswürdigen Namen rufe ich Indra an: möge ich langlebig werden!
Wort für Wort
viṣāsahiṃ
vi 'ganz, gänzlich' + sāsahiṃ (Reduplikationsbildung von sah 'überwinden') → der Allbezwinger (Akk., Indra-Epitheton)
sahamānaṃ
den Überwindenden (Akk. Part.Präs.)
sāsahānaṃ
den Siegreichen (Akk. Perf.Part.)
sahīyāṃsam
den Stärkeren (Akk. Komparativ)
sahamānaṃ
den Bezwingenden (Akk. Part.)
sahojitaṃ
saha 'mit Kraft, Gewalt' + jitaṃ 'siegend, Sieger' → der durch Kraft Siegende (Akk.)
svarjitaṃ
svar 'Himmelslicht' + jitaṃ 'Sieger' → der Sieger des Himmelslichts (Akk.)
gojitaṃ
go 'Rind' + jitaṃ 'Sieger' → der Sieger der Rinder (Akk.)
saṃdhanājitam
saṃdhana 'Kampfbeute' (sam 'zusammen' + dhana 'Gut') + jitam 'Sieger' → der Sieger der Kampfbeute (Akk.)
īḍyaṃ
preiswürdig (Akk.)
nāma
mit Namen (Akk.)
hva
ich rufe an (1.Sg.Präs.Med., Kontraktion von huve)
Den Allbezwinger, den Überwindenden, den Siegreichen, den Stärkeren, den Bezwingenden, den durch Kraft Siegenden, den Sieger des Himmelslichts, den Sieger der Rinder, den Sieger der Kampfbeute - mit seinem preiswürdigen Namen rufe ich Indra an: möge ich den Göttern lieb sein!
Wort für Wort
viṣāsahiṃ
vi 'ganz, gänzlich' + sāsahiṃ (Reduplikationsbildung von sah 'überwinden') → der Allbezwinger (Akk., Indra-Epitheton)
sahamānaṃ
den Überwindenden (Akk. Part.Präs.)
sāsahānaṃ
den Siegreichen (Akk. Perf.Part.)
sahīyāṃsam
den Stärkeren (Akk. Komparativ)
sahamānaṃ
den Bezwingenden (Akk. Part.)
sahojitaṃ
saha 'mit Kraft, Gewalt' + jitaṃ 'siegend, Sieger' → der durch Kraft Siegende (Akk.)
svarjitaṃ
svar 'Himmelslicht' + jitaṃ 'Sieger' → der Sieger des Himmelslichts (Akk.)
gojitaṃ
go 'Rind' + jitaṃ 'Sieger' → der Sieger der Rinder (Akk.)
saṃdhanājitam
saṃdhana 'Kampfbeute' (sam 'zusammen' + dhana 'Gut') + jitam 'Sieger' → der Sieger der Kampfbeute (Akk.)
īḍyaṃ
preiswürdig (Akk.)
nāma
mit Namen (Akk.)
hva
ich rufe an (1.Sg.Präs.Med., Kontraktion von huve)
Den Allbezwinger, den Überwindenden, den Siegreichen, den Stärkeren, den Bezwingenden, den durch Kraft Siegenden, den Sieger des Himmelslichts, den Sieger der Rinder, den Sieger der Kampfbeute - mit seinem preiswürdigen Namen rufe ich Indra an: möge ich den Geschöpfen lieb sein!
Wort für Wort
viṣāsahiṃ
vi 'ganz, gänzlich' + sāsahiṃ (Reduplikationsbildung von sah 'überwinden') → der Allbezwinger (Akk., Indra-Epitheton)
sahamānaṃ
den Überwindenden (Akk. Part.Präs.)
sāsahānaṃ
den Siegreichen (Akk. Perf.Part.)
sahīyāṃsam
den Stärkeren (Akk. Komparativ)
sahamānaṃ
den Bezwingenden (Akk. Part.)
sahojitaṃ
saha 'mit Kraft, Gewalt' + jitaṃ 'siegend, Sieger' → der durch Kraft Siegende (Akk.)
svarjitaṃ
svar 'Himmelslicht' + jitaṃ 'Sieger' → der Sieger des Himmelslichts (Akk.)
gojitaṃ
go 'Rind' + jitaṃ 'Sieger' → der Sieger der Rinder (Akk.)
saṃdhanājitam
saṃdhana 'Kampfbeute' (sam 'zusammen' + dhana 'Gut') + jitam 'Sieger' → der Sieger der Kampfbeute (Akk.)
īḍyaṃ
preiswürdig (Akk.)
nāma
mit Namen (Akk.)
hva
ich rufe an (1.Sg.Präs.Med., Kontraktion von huve)
Den Allbezwinger, den Überwindenden, den Siegreichen, den Stärkeren, den Bezwingenden, den durch Kraft Siegenden, den Sieger des Himmelslichts, den Sieger der Rinder, den Sieger der Kampfbeute - mit seinem preiswürdigen Namen rufe ich Indra an: möge ich dem Vieh lieb sein!
Wort für Wort
viṣāsahiṃ
vi 'ganz, gänzlich' + sāsahiṃ (Reduplikationsbildung von sah 'überwinden') → der Allbezwinger (Akk., Indra-Epitheton)
sahamānaṃ
den Überwindenden (Akk. Part.Präs.)
sāsahānaṃ
den Siegreichen (Akk. Perf.Part.)
sahīyāṃsam
den Stärkeren (Akk. Komparativ)
sahamānaṃ
den Bezwingenden (Akk. Part.)
sahojitaṃ
saha 'mit Kraft, Gewalt' + jitaṃ 'siegend, Sieger' → der durch Kraft Siegende (Akk.)
svarjitaṃ
svar 'Himmelslicht' + jitaṃ 'Sieger' → der Sieger des Himmelslichts (Akk.)
gojitaṃ
go 'Rind' + jitaṃ 'Sieger' → der Sieger der Rinder (Akk.)
saṃdhanājitam
saṃdhana 'Kampfbeute' (sam 'zusammen' + dhana 'Gut') + jitam 'Sieger' → der Sieger der Kampfbeute (Akk.)
īḍyaṃ
preiswürdig (Akk.)
nāma
mit Namen (Akk.)
hva
ich rufe an (1.Sg.Präs.Med., Kontraktion von huve)
Den Allbezwinger, den Überwindenden, den Siegreichen, den Stärkeren, den Bezwingenden, den durch Kraft Siegenden, den Sieger des Himmelslichts, den Sieger der Rinder, den Sieger der Kampfbeute - mit seinem preiswürdigen Namen rufe ich Indra an: möge ich den Gefährten lieb sein!
Wort für Wort
viṣāsahiṃ
vi 'ganz, gänzlich' + sāsahiṃ (Reduplikationsbildung von sah 'überwinden') → der Allbezwinger (Akk., Indra-Epitheton)
sahamānaṃ
den Überwindenden (Akk. Part.Präs.)
sāsahānaṃ
den Siegreichen (Akk. Perf.Part.)
sahīyāṃsam
den Stärkeren (Akk. Komparativ)
sahamānaṃ
den Bezwingenden (Akk. Part.)
sahojitaṃ
saha 'mit Kraft, Gewalt' + jitaṃ 'siegend, Sieger' → der durch Kraft Siegende (Akk.)
svarjitaṃ
svar 'Himmelslicht' + jitaṃ 'Sieger' → der Sieger des Himmelslichts (Akk.)
gojitaṃ
go 'Rind' + jitaṃ 'Sieger' → der Sieger der Rinder (Akk.)
saṃdhanājitam
saṃdhana 'Kampfbeute' (sam 'zusammen' + dhana 'Gut') + jitam 'Sieger' → der Sieger der Kampfbeute (Akk.)
īḍyaṃ
preiswürdig (Akk.)
nāma
mit Namen (Akk.)
hva
ich rufe an (1.Sg.Präs.Med., Kontraktion von huve)
ud ihy ud ihi sūrya varcasā mābhyudihi dviṣaṃś ca mahyaṃ radhyatu mā cāhaṃ dviṣate radhaṃ taved viṣṇo bahūdhā vīryāni tvaṃ naḥ pṛṇīhi paśubhir viśvarūpaiḥ sudhāyāṃ mā dhehi parame vyoman
Geh auf, geh auf, o Sonne, geh mit Glanz zu mir auf! Der Feind soll mir unterliegen, ich aber soll dem Feind nicht unterliegen. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
ud
auf (Präverb)
ihy
geh! (Imperativ 2.Sg.)
ud
auf (Präverb)
ihi
geh! (Imperativ 2.Sg.)
sūrya
o Sonne (Vok.)
varcasā
mit Glanz (Instr.)
mābhyudihi
mā 'zu mir, mich' (Akk.) + abhi 'zu, gegen' + udihi 'geh auf!' (Imp. 2.Sg., ud+i) → geh mit Glanz zu mir auf!
dviṣaṃś
der Feind (Nom.)
ca
und
mahyaṃ
mir (Dat.)
radhyatu
soll unterliegen (Imperativ 3.Sg.)
mā
nicht (Prohibitiv)
cāhaṃ
und ich (ca+aham)
dviṣate
dem Feind (Dat.)
radhaṃ
(soll) unterliegen (1.Sg.)
taved
tava 'dein' (Gen.) + id 'wahrlich, ja' (Partikel) → dein fürwahr, wahrlich dein
ud ihy ud ihi sūrya varcasā mābhyudihi āṃś ca paśyāmi yāṃś ca na teṣu mā sumatiṃ kṛdhi taved viṣṇo bahūdhā vīryāni tvaṃ naḥ pṛṇīhi paśubhir viśvarūpaiḥ sudhāyāṃ mā dhehi parame vyoman
Geh auf, geh auf, o Sonne, geh mit Glanz zu mir auf! Schaffe mir gutes Wohlwollen bei denen, die ich sehe, und bei denen, die ich nicht sehe. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
ud
auf (Präverb)
ihy
geh! (Imperativ 2.Sg.)
ud
auf (Präverb)
ihi
geh! (Imperativ 2.Sg.)
sūrya
o Sonne (Vok.)
varcasā
mit Glanz (Instr.)
mābhyudihi
mā 'zu mir, mich' (Akk.) + abhi 'zu, gegen' + udihi 'geh auf!' (Imp. 2.Sg., ud+i) → geh mit Glanz zu mir auf!
āṃś
die (Akk.Pl., Rel., verkürzt aus yān)
ca
und
paśyāmi
ich sehe (1.Sg.Präs.)
yāṃś
die (Akk.Pl., Rel.)
ca
und
na
nicht
teṣu
bei ihnen (Lok.Pl.)
mā
mir (Dat.)
sumatiṃ
Wohlwollen (Akk.)
kṛdhi
mache! (Imperativ 2.Sg.)
taved
tava 'dein' (Gen.) + id 'wahrlich, ja' (Partikel) → dein fürwahr, wahrlich dein
mā tvā dabhant salile apsv antar ye pāśina upatiṣṭhanty atra hitvāśastiṃ divam ārukṣa etāṃ sa no mṛḍa sumatau te syāma taved viṣṇo bahūdhā vīryāni tvaṃ naḥ pṛṇīhi paśubhir viśvarūpaiḥ sudhāyāṃ mā dhehi parame vyoman
Nicht sollen dich die täuschen, die mit Schlingen im Wasser, in den Fluten hier lauern. Nachdem du die Verwünschung zurückgelassen hast, bist du zu diesem Himmel aufgestiegen. Sei uns gnädig, lass uns in deinem Wohlwollen sein. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
mā
nicht (Prohibitiv)
tvā
dich (Akk.)
dabhant
sollen täuschen (3.Pl.Inj.)
salile
im Wasser (Lok.)
apsv
in den Fluten (Lok.Pl.)
antar
darin (Adv.)
ye
die (Nom.Pl., Rel.)
pāśina
mit Schlingen (Instr.)
upatiṣṭhanty
lauern (3.Pl.Präs.)
atra
hier (Adv.)
hitvāśastiṃ
hitvā 'nachdem (du) zurückgelassen hast' (Absolutiv) + aśastim 'die Verwünschung, böse Rede' (Akk.) → nachdem du die Verwünschung zurückgelassen hast
divam
zum Himmel (Akk.)
ārukṣa
du bist aufgestiegen (Perf./Aor. 2.Sg.)
etāṃ
diesem (Akk.fem.)
sa
er (Nom.) / (emphat. Partikel in der formelhaften Wendung 'sa no mṛḍa' 'sei uns gnädig')
no
uns (Akk.)
mṛḍa
sei gnädig! (Imperativ 2.Sg.)
sumatau
im Wohlwollen (Lok.)
te
dein (Gen. enkl.)
syāma
mögen wir sein (Optativ 1.Pl.)
taved
tava 'dein' (Gen.) + id 'wahrlich, ja' (Partikel) → dein fürwahr, wahrlich dein
Du, Indra, beschütze uns ringsum zu großem Glück mit deinen untrüglichen nächtlichen Wachen. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
tvaṃ
du (Nom.)
na
uns (Akk.)
indra
o Indra (Vok.)
mahate
zu großem (Dat.)
saubhagāyādabdhebhiḥ
saubhagāya 'zu großem Glück' (Dat.) + adabdhebhiḥ 'mit den untrüglichen' (Instr.Pl.) → zu großem Glück, mit den untrüglichen (Wachen)
pari
ringsum (Präverb)
pāhy
beschütze! (Imperativ 2.Sg.)
aktubhis
mit den nächtlichen Wachen (Instr.Pl.)
taved
tava 'dein' (Gen.) + id 'wahrlich, ja' (Partikel) → dein fürwahr, wahrlich dein
Sei du uns, Indra, mit deinen heilsamen Hilfen der Beste; steige empor zum höchsten Himmel, gepriesen zum Somatrunk, mit deiner geliebten Wohnstatt, zum Heil. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
tvaṃ
du (Nom.)
na
uns (Akk.)
indrotibhiḥ
indra 'Indra' (Vok.) + ūtibhiḥ 'mit den Hilfen' (Instr.Pl.) → o Indra, mit den (heilsamen) Hilfen
śivābhiḥ
mit den heilsamen (Instr.Pl.)
śaṃtamo
śam 'Heil, Wohl' + -tamaḥ (Superlativsuffix) → der Heilsamste, der Beste (Nom.)
Du, Indra, bist der Allbesieger, der Allwisser, der Vielgerufene. Du, Indra, du, Indra, lass dieses wohltönende Loblied erschallen. Sei uns gnädig, lass uns in deinem Wohlwollen sein. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
tvam
du (Nom.)
indrāsi
indra 'Indra' (Nom.) + asi 'du bist' (2.Sg.Präs.) → du bist Indra
viśvajit
viśva 'all-' + jit 'Sieger' → der Allbesieger (Nom.)
sarvavit
sarva 'all-' + vit 'Wisser, Kenner' → der Allwisser (Nom.)
puruhūtas
puru 'viel' + hūtaḥ 'gerufen' → der Vielgerufene (Nom.)
tvam
du (Nom.)
indra
o Indra (Vok.)
tvam
du (Nom.)
indremaṃ
indra 'o Indra' (Vok.) + imam 'dieses' (Akk.) → o Indra, dieses (Loblied)
adabdho divi pṛthivyām utāsi na ta āpur mahimānam antarikṣe adabdhena brahmaṇā vāvṛdhānaḥ sa tvaṃ na indra divi saṃ charma yacha taved viṣṇo bahūdhā vīryāṇi tvaṃ naḥ pṛṇīhi paśubhir viśvarūpaiḥ sudhāyāṃ mā dhehi parame vyoman
Unversehrt bist du im Himmel und auf der Erde; deine Größe erreichten sie nicht im Luftraum. Gestärkt durch untrügliches heiliges Wort - so gewähre du uns, Indra, im Himmel Schutz. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Welcher Leib von dir, Indra, im Wasser ist, welcher auf der Erde, welcher im Feuer, welcher in dir im läuternden, himmelslichtfindenden Soma - mit welchem Leib du, Indra, den Luftraum durchdrungen hast, mit diesem Leib gewähre uns Schutz. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Dich, Indra, mit heiligem Wort stärkend, setzten sich die Seher flehend zur Opfersitzung nieder. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
tvām
dich (Akk.)
indra
o Indra (Vok.)
brahmaṇā
mit heiligem Wort (Instr.)
vardhayantaḥ
stärkend (Part.Präs.Akt. Nom.Pl.)
sattraṃ
zur Opfersitzung (Akk.)
ni
nieder (Präverb)
ṣedur
setzten sich (3.Pl.Perf.)
ṛṣayo
die Seher (Nom.Pl.)
nādhamānās
flehend (Part.Präs.Med. Nom.Pl.)
taved
tava 'dein' (Gen.) + id 'wahrlich, ja' (Partikel) → dein fürwahr, wahrlich dein
Du umschreitest Trita, du umschreitest die tausendströmige Quelle, die weisheitsvolle, lichtfindende Opferstätte. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Du beschützt die vier Himmelsrichtungen, du erstrahlst mit deiner Glut durch die beiden Lufträume, du durchdringst alle diese Welten, wissend gehst du den Pfad der Wahrheit. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
tvaṃ
du (Nom.)
rakṣase
du beschützt (2.Sg.Präs.Med.)
pradiśaś
pra 'vor, voran' + diśaḥ 'Richtungen' → die (vier) Himmelsrichtungen (Akk.Pl.fem.)
catasras
vier (Akk.fem.)
tvaṃ
du (Nom.)
śociṣā
mit Glut (Instr.)
nabhasī
die beiden Lufträume (Akk.Du.)
vi
durch- (Präverb)
bhāsi
du erstrahlst (2.Sg.Präs.)
tvam
du (Nom.)
imā
diese (Akk.Pl.n.)
viśvā
alle (Akk.Pl.n.)
bhuvanānu
bhuvanā 'die Welten' (Akk.Pl.) + anu 'entlang, durch' (Präverb zu tiṣṭhasi) → durch alle diese Welten (hindurch)
tiṣṭhasa
du durchschreitest (2.Sg.Präs.)
ṛtasya
der Wahrheit (Gen.)
panthām
den Pfad (Akk.)
anv
entlang (Präverb)
eṣi
du gehst (2.Sg.Präs.)
vidvāṃs
wissend (Part.Perf. Nom.)
taved
tava 'dein' (Gen.) + id 'wahrlich, ja' (Partikel) → dein fürwahr, wahrlich dein
Mit fünfen glühst du hinweg, mit einem kommst du herwärts, die böse Rede vertreibend, an hellem Tag. [Anm.: Der Bezug der Zahlen 'fünf' und 'eins' ist unklar - womöglich auf Sonnenstrahlen oder Jahreszeiten bezogen.] Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
pañcabhiḥ
mit fünfen (Instr.Pl.) [?]
parāṅ
hinweg (Adv.)
tapasy
du glühst (2.Sg.Präs.)
ekayārvāṅ
ekayā 'mit einer' (Instr.fem.) + arvāṅ 'herwärts gewandt' (Nom.) → mit einer (Glut?) herwärts gewandt [?]
aśastim
die böse Rede (Akk.)
eṣi
du gehst (2.Sg.Präs.)
sudine
su 'gut, hell' + dine 'am Tag' (Lok.) → an hellem Tag (Lok.)
bādhamānas
vertreibend (Part.Präs.Med. Nom.)
taved
tava 'dein' (Gen.) + id 'wahrlich, ja' (Partikel) → dein fürwahr, wahrlich dein
Du bist Indra, du bist Mahendra, du bist die Welt, du bist Prajāpati. Dir wird das Opfer dargebracht, dir opfern die Opfernden. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
tvam
du (Nom.)
indras
Indra (Nom.)
tvam
du (Nom.)
mahendras
mahā- 'groß' + indraḥ 'Indra' → Mahendra, der große Indra (Nom.)
tvaṃ
du (Nom.)
lokas
die Welt (Nom.)
tvaṃ
du (Nom.)
prajāpatiḥ
Prajāpati (Nom.)
tubhyaṃ
dir (Dat.)
yajño
das Opfer (Nom.)
vi
aus- (Präverb)
tāyate
wird dargebracht (3.Sg.Präs.Pass.)
tubhyaṃ
dir (Dat.)
juhvati
sie opfern (3.Pl.Präs.)
juhvatas
die Opfernden (Nom.Pl.)
taved
tava 'dein' (Gen.) + id 'wahrlich, ja' (Partikel) → dein fürwahr, wahrlich dein
asati sat pratiṣṭhitaṃ sati bhūtaṃ pratiṣṭhitam bhūtam ha bhavya āhitaṃ bhavyaṃ bhūte pratiṣṭhitaṃ taved viṣṇo bahūdhā vīryāṇi tvaṃ naḥ pṛṇīhi paśubhir viśvarūpaiḥ sudhāyāṃ mā dhehi parame vyoman
Im Nichtseienden ist das Seiende gegründet, im Seienden ist das Gewordene gegründet; das Gewordene ist wahrlich im Künftigen niedergelegt, das Künftige ist im Gewordenen gegründet. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
asati
im Nichtseienden (Lok.)
sat
das Seiende (Nom.)
pratiṣṭhitaṃ
prati 'gegen, fest' + sthitaṃ 'gestellt, stehend' → gegründet (Nom.)
sati
im Seienden (Lok.)
bhūtaṃ
das Gewordene (Nom.)
pratiṣṭhitam
prati 'gegen, fest' + sthitam 'gestellt, stehend' → gegründet (Nom.)
udyate nama udāyate nama uditāya namaḥ virāje namaḥ svarāje namaḥ samrāje namaḥ
Dem Aufgehenden Verehrung, dem sich Erhebenden Verehrung, dem Aufgegangenen Verehrung; der Weitherrschenden Verehrung, der Selbstherrschenden Verehrung, der Allherrschenden Verehrung.
Wort für Wort
udyate
dem Aufgehenden (Dat., Part.Präs.)
nama
Verehrung (Nom./Akk.)
udāyate
dem sich Erhebenden (Dat., Part.Präs.)
nama
Verehrung
uditāya
dem Aufgegangenen (Dat., Part.Perf.)
namaḥ
Verehrung
virāje
vi 'weit, auseinander' + rāje 'der Herrschenden' (Dat.) → der Weitherrschenden (Dat.)
namaḥ
Verehrung
svarāje
sva 'selbst' + rāje 'der Herrschenden' (Dat.) → der Selbstherrschenden (Dat.)
namaḥ
Verehrung
samrāje
sam 'zusammen, ganz' + rāje 'der Herrschenden' (Dat.) → der Allherrschenden (Dat.)
astaṃyate namo 'stameṣyate namo 'stamitāya namaḥ virāje namaḥ svarāje namaḥ samrāje namaḥ
Dem Untergehenden Verehrung, dem im Begriff Unterzugehen Verehrung, dem Untergegangenen Verehrung; der Weitherrschenden Verehrung, der Selbstherrschenden Verehrung, der Allherrschenden Verehrung.
Wort für Wort
astaṃyate
dem Untergehenden (Dat., Part.Präs.)
namo
Verehrung
'stameṣyate
dem im Begriff Unterzugehen (Dat., Part.Fut.)
namo
Verehrung
'stamitāya
dem Untergegangenen (Dat., Part.Perf.)
namaḥ
Verehrung
virāje
vi 'weit, auseinander' + rāje 'der Herrschenden' (Dat.) → der Weitherrschenden (Dat.)
namaḥ
Verehrung
svarāje
sva 'selbst' + rāje 'der Herrschenden' (Dat.) → der Selbstherrschenden (Dat.)
namaḥ
Verehrung
samrāje
sam 'zusammen, ganz' + rāje 'der Herrschenden' (Dat.) → der Allherrschenden (Dat.)
Aufgegangen ist dieser Āditya mit all seiner Glut, meine Widersacher mir unterwerfend; und ich will dem Feind nicht unterliegen. Dein, o Viṣṇu, sind die vielfältigen Heldenkräfte; erfülle uns mit Vieh von jeder Gestalt, setze mich in Wohlergehen ein, im höchsten Himmelsraum.
Wort für Wort
ud
auf (Präverb)
agād
ist gegangen (3.Sg.Aor.)
ayam
dieser (Nom.)
ādityo
Āditya (Nom., Sonnengott)
viśvena
mit all (Instr.)
tapasā
seiner Glut (Instr.)
saha
mit (Postposition)
sapatnān
die Widersacher (Akk.Pl.)
mahyaṃ
mir (Dat.)
randhayan
unterwerfend (Part.Präs.Kaus. Nom.)
mā
nicht
cāhaṃ
und ich (ca+aham)
dviṣate
dem Feind (Dat.)
radhaṃ
(soll) unterliegen (1.Sg.)
taved
tava 'dein' (Gen.) + id 'wahrlich, ja' (Partikel) → dein fürwahr, wahrlich dein
Umhüllt von Prajāpatis heiliger Macht als Rüstung, mit Kaśyapas Licht und Glanz, möchte ich, bis ins hohe Alter sehend, tatkräftig, stattlich, mit tausend Lebensjahren, als Rechtschaffener wandeln.
Wort für Wort
prajāpater
Prajāpatis (Gen.)
āvṛto
umhüllt (Nom.)
brahmaṇā
mit heiliger Macht (Instr.)
varmaṇāhaṃ
varmaṇā 'als Rüstung' (Instr.) + ahaṃ 'ich' (Nom.) → ich, als Rüstung (umhüllt von der heiligen Macht)
kaśyapasya
Kaśyapas (Gen., Weiser)
jyotiṣā
mit Licht (Instr.)
varcasā
mit Glanz (Instr.)
ca
und
jaradaṣṭiḥ
jarat 'hohes Alter' + dṛṣṭiḥ 'Sehkraft, Blick' → bis ins hohe Alter sehend (Nom.)
kṛtavīryo
kṛta 'vollbracht' + vīryaḥ 'Heldenkraft, Tatkraft' → tatkräftig, der Heldentaten vollbracht hat (Nom.)
Umhüllt von der heiligen Macht als Rüstung, ich, und von Kaśyapas Licht und Glanz - mich sollen weder die göttlichen Pfeile treffen, noch die menschlichen, die zum Töten abgeschossen wurden.
ṛtena gupta ṛtubhiś ca sarvair bhūtena gupto bhavyena cāham mā mā prāpat pāpmā mota mṛtyur antar dadhe 'haṃ salilena vācaḥ
Geschützt durch die Wahrheit und durch alle Jahreszeiten, geschützt durch das Gewordene und das Künftige - mich soll weder Übel noch Tod erreichen; ich verberge mich mit dem Wasser der Rede. [Anm.: Die letzte Zeile ist bildlich sehr knapp und ihre genaue Deutung unsicher - möglicherweise ist ein schützender 'Wortstrom' gemeint.]
Wort für Wort
ṛtena
durch die Wahrheit (Instr.)
gupta
geschützt (Nom., Part.Perf.Pass.)
ṛtubhiś
durch die Jahreszeiten (Instr.Pl.)
ca
und
sarvair
durch alle (Instr.Pl.)
bhūtena
durch das Gewordene (Instr.)
gupto
geschützt (Nom.)
bhavyena
durch das Künftige (Instr.)
cāham
und ich (ca+aham)
mā
mich (Akk.)
mā
nicht
prāpat
soll erreichen (3.Sg.Inj.Aor.)
pāpmā
Übel (Nom.)
mota
mā 'nicht' (Prohibitiv) + uta 'auch, oder' → und auch nicht
mṛtyur
der Tod (Nom.)
antar
darin, hinein (Adv.)
dadhe
ich setze/verberge mich (1.Sg.Perf.Med.)
'haṃ
ich (Nom., elidiert)
salilena
mit dem Wasser (Instr.) [Bild unsicher, vgl. Anm.] [?]
Agni, der Hüter, beschütze mich von allen Seiten. Die aufgehende Sonne vertreibe die Fesseln des Todes; die aufleuchtenden Morgenröten, die festen Berge, tausend Lebensatem mögen sich in mir vereinen.
Wort für Wort
agnir
Agni (Nom.)
mā
mich (Akk.)
goptā
der Hüter (Nom.)
pari
ringsum (Präverb)
pātu
beschütze! (Imperativ 3.Sg.)
viśvataḥ
von allen Seiten (Adv.)
udyant
aufgehend (Part.Präs. Nom.)
sūryo
die Sonne (Nom.)
nudatāṃ
möge vertreiben (Imperativ 3.Sg.)
mṛtyupāśān
mṛtyu 'Tod' + pāśān 'die Fesseln' (Akk.Pl.) → die Fesseln des Todes (Akk.Pl.)