Quellen der Menschheit

Suśruta-Saṃhitā · Kalpasthana

Adhyāya 5: sarpadaṣṭaviṣacikitsitaṃ Die Behandlung des Schlangenbisses

Das fünfte Kapitel liefert die praktische Behandlung des Schlangenbisses und beginnt mit der Erstversorgung: Abbindung (*ariṣṭā*) oberhalb der Wunde, Aussaugen, Einschneiden und – außer bei den hitzigen *maṇḍalin*-Giften – Ausbrennen, flankiert von rituellen Mantras, deren Wirksamkeit an die reine Lebensführung des Sprechers gebunden ist. Für jede der drei Schlangengruppen wird die Behandlung entlang der sieben *vega* durchdekliniert, von Aderlass über Brech- und Abführmittel bis zu Nasenmitteln und Augensalben, mit genauen Dosierungsangaben auch für Tiere wie Elefant, Rind und Vogel. Den größten Raum nimmt eine Sammlung kunstvoll komponierter, honig- und ghee-gebundener Gegengift-Rezepturen (*agada*) ein, die unter klingenden Namen wie Mahāgada, Ajita, Tārkṣya, Saṃjīvana oder Ṛṣabha überliefert sind und teils dutzende Zutaten wie Viḍaṅga, Triphalā oder Candana enthalten; einige davon sollen, auf Trommeln und Feldzeichen aufgetragen, schon durch Klang oder Anblick vom Gift befreien.

Benannte Gegengift-Rezepturen (agada) (Vers 62–75)
NameWirkung laut Text
Mahāgada„Vernichter der Giftwellen“, von unwiderstehlicher Kraft
Ajita„der Unbesiegte“ – Bezwinger der Gifte beweglicher und unbeweglicher Wesen
Tārkṣyavernichtet selbst das Gift des Schlangenfürsten Takṣaka
Ṛṣabha„der Stier“ – hält Schlangen und Insekten fern; auf Trommeln und Fahnen aufgetragen giftvernichtend
Saṃjīvana„der Wiederbeleber“ – erweckt dem Tode nahe Menschen wieder zum Leben
Jedes Mittel wird im Text mit einer eigenen, teils mehr als ein Dutzend Zutaten umfassenden Rezeptur beschrieben (Vers 62–75).

athātaḥ sarpadaṣṭaviṣacikitsitaṃ kalpaṃ vyākhyāsyāmaḥ

Nun wollen wir das Kapitel über die Behandlung des durch Schlangenbiss verursachten *viṣa* (Gifts) darlegen.

yathovāca bhagavān dhanvantariḥ

So, wie es der erhabene Dhanvantari verkündet hat.

sarvai revāditaḥ sarpaiḥ śākhādaṣṭasya dehinaḥ daṃśasyopari badhnīyādariṣṭāścaturaṅgule

Ist ein Lebewesen von irgendeiner Schlange an einer Gliedmaße gebissen worden, so soll man sogleich oberhalb der Bisswunde, vier Fingerbreiten davon entfernt, eine *ariṣṭā* (Schutzbinde) anlegen.

plotacarmāntavalkānāṃ mṛdunā'nyatamena vai na gacchati viṣaṃ dehamariṣṭābhirnivāritam

Sie werde aus einem weichen Stoff gefertigt – aus Leinen, aus dem Saum von Leder oder aus Baumbast –, denn durch solche Schutzbinden gehindert, dringt das Gift nicht in den übrigen Körper vor.

daheddaṃśamathotkṛtya yatra bandho na jāyate ācūṣaṇacchedadāhāḥ sarvatraiva tu pūjitāḥ

Wo eine Abbindung nicht möglich ist, soll man die Bisswunde ausschneiden und ausbrennen; Aussaugen, Einschneiden und Ausbrennen gelten überall als bewährte Maßnahmen.

pratipūrya mukhaṃ vastrairhitamācūṣaṇaṃ bhavet sa daṣṭavyo'thavā sarpo loṣṭo vā'pi hi tatkṣaṇam

Man polstere zunächst den eigenen Mund mit Tüchern aus, dann ist das Aussaugen heilsam; es sauge sogleich entweder der Gebissene selbst, oder ein anderer wie bei einer Schlange, oder man bediene sich dazu einer Erdscholle.

atha maṇḍalinā daṣṭaṃ na kathaṃcana dāhayet sa pittabāhulyaviṣāddaṃśo dāhādvisarpate

Wurde jemand hingegen von einer *maṇḍalin* (Ringelschlange, einer Vipernart) gebissen, so darf man die Wunde keinesfalls ausbrennen, denn deren Gift ist reich an *pitta* (dem Hitze-Doṣa), und der Biss breitet sich durch Brennen nur weiter aus.

ariṣṭāmapi mantraiśca badhnīyānmantrakovidaḥ sā tu rajjvādibhirbaddhā viṣapratikarī matā

Auch die Schutzbinde soll ein der *mantra* (Zaubersprüche) kundiger Kenner mit Beschwörungen versehen anlegen; wird sie mit einem Strick oder Ähnlichem befestigt, gilt sie als wirksames Gegenmittel gegen das Gift.

devabrahmarṣibhiḥ proktā mantrāḥ satyatapomayāḥ bhavanti nānyathā kṣipraṃ viṣaṃ hanyuḥ sudustaram

Die von Göttern und brahmanischen Sehern verkündeten Mantras, erfüllt von Wahrheit und Askesekraft, wirken untrüglich; sie vernichten rasch selbst schwer zu bezwingendes Gift.

viṣaṃ tejomayairmantraiḥ satyabrahmatapomayaiḥ yathā nivāryate kṣipraṃ prayuktairna tathauṣadhaiḥ

So wie das Gift durch kraftvolle, von Wahrheit, heiligem Wort und Askese durchdrungene Mantras, richtig angewandt, rasch gebannt wird, so vermögen es Heilkräuter allein nicht.

mantrāṇāṃ grahaṇaṃ kāryaṃ strīmāṃsamadhuvarjinā mitāhāreṇa śucinā kuśāstaraṇaśāyinā

Das Erlernen der Mantras obliegt dem, der sich des Umgangs mit Frauen, des Fleischgenusses und des Weins enthält, der maßvoll isst, rein lebt und auf einem Kuśagras-Lager schläft.

gandhamālyopahāraiśca balibhiścāpi devatāḥ pūjayenmantrasirddhythaṃ japahomaiśca yatnataḥ

Mit Wohlgerüchen, Blumengirlanden, Gaben und Opfern soll er die Gottheiten verehren und sich eifrig um Rezitation und Feueropfer bemühen, damit die Mantras ihre Wirkkraft entfalten.

mantrāstvavidhinā proktā hīnā vā svaravarṇataḥ yasmānna siddhimāyānti tasmādyojyo'gadakramaḥ

Da Mantras, die vorschriftswidrig oder mit falscher Betonung und falschen Lauten gesprochen werden, ihre Wirkkraft nicht entfalten, soll man deshalb zusätzlich die Reihenfolge der *agada* (Gegengifte) anwenden.

samantataḥ sirā daṃśādvidhyettu kuśalo bhiṣak śākhāgre vā lalāṭe vā vyadhyāstā visṛte viṣe

Ein erfahrener Arzt soll die den Biss umgebenden *sirā* (Adern) ringsum anstechen, oder, wenn sich das Gift bereits ausgebreitet hat, jene an der Spitze der Gliedmaße oder an der Stirn.

rakte nirhriyamāṇe tu kṛtsnaṃ nirhriyate viṣam tasmādvisrāvayedra ktaṃ sā hyasya paramā kriyā

Wird nämlich Blut abgelassen, so wird damit auch das Gift zur Gänze mit ausgeschieden; deshalb soll man Blut ablassen, denn dies ist die wirksamste Behandlung dafür.

samantādagadairdaṃśaṃ pracchayitvā pralepayet candanośīrayuktena vāriṇā pariṣecayet

Man ritze die Bisswunde ringsum ein, bestreiche sie mit Gegengiften und übergieße sie mit Wasser, das mit Sandelholz und Uśīra-Wurzel versetzt ist.

pāyayetāgadāṃstāṃstān kṣīrakṣaudra ghṛtādibhiḥ tadalābhe hitā vā syāt kṛṣṇā valmīkamṛttikā

Man gebe die entsprechenden Gegengifte mit Milch, Honig, Ghee und Ähnlichem zu trinken; ist dies nicht erhältlich, so ist ersatzweise schwarze Erde von einem Termitenhügel heilsam.

kovidāraśirīṣārkakaṭabhīrvā'pi bhakṣayet na pibettailakaulatthamadyasauvīrakāṇi ca

Man kann auch die Rinde von Kovidāra, Śirīṣa, Arka oder Kaṭabhī zu sich nehmen; Öl, Kulattha-Bohnen-Sud, berauschende Getränke und Sauergetränke sind hingegen zu meiden.

dra vamanyattu yatkiñcit pītvā pītvā tadudvamet prāyo hi vamanenaiva sukhaṃ nirhriyate viṣam

Was auch immer man sonst an flüssigen Mitteln trinkt, soll man immer wieder erbrechen, denn meist wird gerade durch Erbrechen das Gift am leichtesten ausgetrieben.

phaṇināṃ viṣavege tu prathame śoṇitaṃ hareta dvitīye madhusarpirbhyāṃ pāyayetāgadaṃ bhiṣak

Beim Gift der *phaṇin* (Hutschlangen, Kobra-Art) soll man in der ersten Angriffswelle Blut ablassen; in der zweiten gebe der Arzt ein Gegengift mit Honig und Ghee zu trinken.

nasyakarmāñjane yuñjyāttṛtīye viṣanāśane vāntaṃ caturthe pūrvoktāṃ yavāgūmatha dāpayet

In der dritten Welle wende man *nasya* (Nasenmittel) und giftvernichtende *añjana* (Augensalben) an, in der vierten löse man Erbrechen aus und gebe danach den zuvor genannten *yavāgū* (Reisschleim).

śītopacāraṃ kṛtvā'dau bhiṣak pañcamaṣaṣṭhayoḥ pāyayecchodhanaṃ tīkṣṇaṃ yavāgūṃ cāpi kīrtitām

In der fünften und sechsten Welle wende der Arzt zunächst kühlende Maßnahmen an und gebe dann ein scharfes reinigendes Mittel sowie den erwähnten Reisschleim zu trinken.

saptame tvavapīḍena śirastīkṣṇena śodhayet tīkṣṇamevāñjanaṃ dadyāt tīkṣṇaśastreṇa mūrdhni ca

In der siebten Welle reinige man den Kopf mit einem scharfen *avapīḍa* (Nasenpfropfen), gebe eine scharfe Augensalbe und behandle den Scheitel mit einem scharfen Instrument.

kṛtvā kākapadaṃ carma sāsṛgvā piśitaṃ kṣipet pūrve maṇḍalināṃ vege darvīkaravadācaret

Man schneide dabei einen krähenfußförmigen Einschnitt in die Haut oder entferne blutiges Fleisch; in der ersten Welle des *maṇḍalin*-Giftes verfahre man wie beim *darvīkara* (der Hutschlange).

agadaṃ madhusarpirbhyāṃ dvitīye pāyayeta ca vāmayitvā yavāgūṃ ca pūrvoktāmatha dāpayet

In der zweiten Welle gebe man das Gegengift mit Honig und Ghee zu trinken, löse Erbrechen aus und reiche danach den zuvor genannten Reisschleim.

tṛtīye śodhitaṃ tīkṣṇairyavāgūṃ pāyayeddhitām caturthe pañcame cāpi darvīkaravadācaret

In der dritten Welle gebe man einen mit scharfen Mitteln gereinigten, heilsamen Reisschleim; in der vierten und fünften verfahre man wiederum wie beim Darvīkara-Gift.

kākolyādirhitaḥ ṣaṣṭhe peyaśca madhuro'gadaḥ hito'vapīḍe tvagadaḥ saptame viṣanāśanaḥ

In der sechsten Welle ist ein Trank mit Kākolī und ähnlichen süßen Mitteln als Gegengift heilsam; in der siebten hilft ein giftvernichtendes Gegengift als Nasenpfropfen.

pūrve rājimatāṃ vege'lābubhiḥ śoṇitaṃ haret agadaṃ madhusarpirbhyāṃ saṃyuktaṃ pāyayeta ca

In der ersten Welle des Giftes der *rājimant* (gestreiften Schlangen) lasse man mit Flaschenkürbis-Schröpfköpfen Blut ab und gebe zugleich ein Gegengift mit Honig und Ghee zu trinken.

vāntaṃ dvitīye tvagadaṃ pāyayedviṣanāśanam tṛtīyādiṣu triṣvevaṃ vidhirdārvīkaro hitaḥ

In der zweiten Welle löse man Erbrechen aus und gebe ein giftvernichtendes Gegengift; für die drei folgenden Wellen gilt dasselbe Vorgehen wie beim Darvīkara-Gift.

ṣaṣṭhe'ñjanaṃ tīkṣṇatamamavapīḍaśca saptame garbhiṇībālavṛddhānāṃ sirāvyadhanavarjitam

In der sechsten Welle wende man eine besonders scharfe Augensalbe an, in der siebten einen Nasenpfropfen; bei Schwangeren, Kindern und Greisen unterlasse man jedoch den Aderlass.

viṣārtānāṃ yathoddiṣṭaṃ vidhānaṃ śasyate mṛdu raktāvasekāñjanāni naratulyānyajāvike

Für diese Vergifteten gilt das genannte Vorgehen jeweils in milderer Form; Blutentzug, Übergießungen und Augensalben werden bei Ziegen und Schafen in derselben Menge wie beim Menschen angewandt.

triguṇaṃ mahiṣe soṣṭre gavāśve dviguṇaṃ tu tat caturguṇaṃ tu nāgānāṃ kevalaṃ sarvapakṣiṇām

Beim Büffel und beim Kamel in dreifacher Menge, bei Rind und Pferd in doppelter Menge, bei Elefanten in vierfacher Menge, bei allen Vögeln hingegen nur in einfacher Menge.

pariṣekān pradehāṃśca suśītānavacārayet māṣakaṃ tvañjanasyeṣṭaṃ dviguṇaṃ nasyato hitam pāne caturguṇaṃ pathyaṃ vamane'ṣṭaguṇaṃ punaḥ

Übergießungen und Umschläge wende man gut gekühlt an. Als Menge für die Augensalbe gilt ein *māṣaka* (ein Gewichtsmaß), für das Nasenmittel das Doppelte davon, für den Trank das Vierfache und für das Brechmittel wiederum das Achtfache.

deśaprakṛtisātmyartuviṣavegabalābalam pradhārya nipuṇaṃ buddhyā tataḥ karma samācaret

Nachdem man Ort, Konstitution, Gewöhnung, Jahreszeit, Giftstärke sowie Kraft oder Schwäche des Patienten sorgfältig mit dem Verstand erwogen hat, soll man danach die Behandlung ausführen.

vegānupūrvyā karmoktamidaṃ viṣavināśanam karmāvasthāviśeṣeṇa viṣayorubhayoḥ śṛṇu

So wurde die giftvernichtende Behandlung entsprechend der Reihenfolge der Wellen dargelegt; höre nun, wie sich die Maßnahmen je nach dem besonderen Zustand bei beiderlei Gift unterscheiden.

vivarṇe kaṭhine śūne saruje'ṅge viṣānvite tūrṇaṃ visravaṇaṃ kāryamuktena vidhinā tataḥ

Ist das vom Gift befallene Glied verfärbt, verhärtet, geschwollen und schmerzhaft, so soll man rasch einen Aderlass nach dem genannten Verfahren vornehmen.

kṣudhārtamanilaprāyaṃ tadviṣārtaṃ samāhitaḥ pāyayeta rasaṃ sarpiḥ śuktaṃ kṣaudraṃ tathā dadhi

Ist der Vergiftete von Hunger geplagt und überwiegend vom *vāta* (Wind-Doṣa) betroffen, so gebe man ihm besonnen Fleischbrühe, Ghee, sauren Reisschleim, Honig und Joghurt zu trinken.

tṛḍdāhagharmasaṃmohe paittaṃ paittaviṣāturam śītaiḥ saṃvāhanasnānapradehaiḥ samupācaret

Bei Durst, Brennen, Hitzegefühl und Bewusstseinstrübung, wenn also *pitta* überwiegt, behandle man den Pitta-Vergifteten mit kühlenden Massagen, Bädern und Umschlägen.

śīte śītaprasekārtaṃ ślaiṣmikaṃ kaphakṛdviṣam vāmayedvamanaistīkṣṇaistathā mūrcchāmadānvitam

Ist der Patient von Kälte und kaltem Speichelfluss geplagt, also von *kapha* (dem Schleim-Doṣa) erzeugtem Gift betroffen, so löse man mit scharfen Brechmitteln Erbrechen aus, ebenso bei Bewusstlosigkeit und Rauschzuständen.

koṣṭhadāharujādhmānamūtrasaṅgaruganvitam virecayecchakṛdvāyusaṅgapittāturaṃ naram

Leidet der Mann unter brennenden Schmerzen im Bauchraum, Blähungen und schmerzhaftem Harnverhalt, also unter Stuhl- und Windverhaltung bei Pitta-Störung, so führe man ein Abführmittel durch.

śūnākṣikūṭaṃ nidrā rtaṃ vivarṇāvilalocanam vivarṇaṃ cāpi paśyantamañjanaiḥ samupācaret

Wer geschwollene Augenhöhlen hat, von Schläfrigkeit geplagt ist, trübe, verfärbte Augen besitzt oder Dinge verfärbt sieht, den behandle man mit Augensalben.

śiroruggauravālasyahanustambhagalagrahe śiro virecayet kṣipraṃ manyāstambhe ca dāruṇe

Bei Kopfschmerz, Schweregefühl, Mattigkeit, Kieferstarre und Halskrampf reinige man rasch den Kopf; ebenso bei heftiger Nackensteife.

naṣṭasaṃjñaṃ vivṛttākṣaṃ bhagnagrīvaṃ virecanaiḥ cūrṇaiḥ pradhamanaistīkṣṇairviṣārtaṃ samupācaret

Wer das Bewusstsein verloren hat, verdrehte Augen zeigt oder dessen Nacken wie gebrochen erscheint, den behandle man mit Abführmitteln und scharfen, einzublasenden Pulvern.

tāḍayecca sirāḥ kṣipraṃ tasya śākhālalāṭajāḥ tāsvaprasicyamānāsu mūrdhni śastreṇa śastravit

Man schlage rasch auf seine an den Gliedmaßen und an der Stirn hervortretenden Adern; fließt aus diesen kein Blut, so eröffne der Instrumentenkundige den Scheitel mit dem Instrument.

kuryāt kākapadākāraṃ vraṇamevaṃ sravanti tāḥ saraktaṃ carma māṃsaṃ vā nikṣipeccāsya mūrdhani

Man setze einen krähenfußförmigen Einschnitt, einen *vraṇa* (Wunde), so dass jene Adern bluten; man lege ihm auf den Scheitel blutige Haut oder Fleisch auf.

carmavṛkṣakaṣāyaṃ vā kalkaṃ vā kuśalo bhiṣak vādayeccāgadairliptvā dundubhīṃstasya pārśvayoḥ

Oder der erfahrene Arzt lege einen Sud oder eine Paste aus der Rinde des Carmavṛkṣa auf; und er lasse, nachdem sie mit Gegengiften bestrichen wurden, Trommeln an beiden Seiten des Patienten schlagen.

labdhasaṃjñaṃ punaścainamūrdhvaṃ cādhaśca śodhayet niḥśeṣaṃ nirhareccaivaṃ viṣaṃ paramadurjayam

Hat er das Bewusstsein wiedererlangt, so reinige man ihn erneut nach oben und unten hin und treibe so das überaus schwer zu bezwingende Gift restlos aus.

alpamapyavaśiṣṭaṃ hi bhūyo vegāya kalpate kuryādvā sādavaivarṇyajvarakāsaśirorujaḥ

Denn selbst ein geringer Rest des Giftes kann zu einer erneuten Welle führen; er kann auch Mattigkeit, Verfärbung, Fieber, Husten und Kopfschmerz verursachen,

śophaśoṣapratiśyāyatimirārucipīnasān teṣu cāpi yathādoṣaṃ pratikarma prayojayet

sowie Schwellung, Auszehrung, Schnupfen, Trübsichtigkeit, Appetitlosigkeit und verstopfte Nase. Auch bei diesen Beschwerden wende man je nach dem beteiligten *doṣa* (Körpersaft) die entsprechende Gegenbehandlung an.

viṣārtopadra vāṃścāpi yathāsvaṃ samupācaret athāriṣṭāṃ vimucyāśu pracchayitvā'ṅkitaṃ tayā

Ebenso behandle man die Begleiterscheinungen der Vergiftung entsprechend ihrer jeweiligen Ursache. Danach löse man rasch die Schutzbinde und ritze die Stelle ein, die von ihr markiert war.

dahyāttatra viṣaṃ skannaṃ bhūyo vegāya kalpate evamauṣadhibhirmantraiḥ kriyāyogaiśca yatnataḥ

Man brenne dort das erstarrte Gift aus, denn sonst kann es zu einer erneuten Welle führen. So soll man mit Heilkräutern, Mantras und therapeutischen Maßnahmen eifrig vorgehen.

viṣe hṛtaguṇe dehādyadā doṣaḥ prakupyati tadā pavanamudvṛttaṃ snehādyaiḥ samupācaret

Wenn nach der Entfernung der Giftwirkung aus dem Körper ein Doṣa in Erregung gerät, so behandle man den erregten Wind-Doṣa mit Ölanwendungen und Ähnlichem.

tailamatsyakulatthāmlavarjyairviṣaharāyutaiḥ pittajvaraharaiḥ pittaṃ kaṣāyasnehabastibhiḥ

Man verwende dazu Öl unter Vermeidung von Fisch, Kulattha-Bohnen und Sauerem, verbunden mit giftvertreibenden Mitteln; das erregte Pitta behandle man mit fiebersenkenden Absuden, Ölen und *basti* (Klistieren).

kaphamāragvadhādyena sakṣaudre ṇa gaṇena tu śleṣmaghnairagadaiścaiva tiktai rūkṣaiśca bhojanaiḥ

Das erregte Kapha behandle man mit der Āragvadha-Gruppe zusammen mit Honig, mit kapha-vertreibenden Gegengiften sowie mit bitteren, trocknenden Speisen.

vṛkṣaprapātaviṣamapatitaṃ mṛtamambhasi udbaddhaṃ ca mṛtaṃ sadyaścikitsennaṣṭasaṃjñavat

Wer nach einem Sturz von einem giftbefallenen Baum verunglückt, im Wasser scheinbar ertrunken oder in einer Schlinge scheinbar erhängt liegt und tot erscheint, den behandle man unverzüglich wie einen Bewusstlosen.

gāḍhaṃ baddhe'riṣṭayā pracchite vā tīkṣṇairlepaistadvidhairvā'vaśiṣṭaiḥ śūne gātre klinnamatyarthapūti jñeyaṃ māṃsaṃ tadviṣāt pūti kaṣṭam

Ist das Glied fest mit einer Schutzbinde abgebunden oder eingeritzt und wurde es mit scharfen Salben oder ähnlichen verbleibenden Mitteln behandelt und ist es dennoch geschwollen, feucht und übermäßig faulig, so erkenne man: Dieses vom Gift befallene, faulende Fleisch bedeutet einen schwerwiegenden Zustand.

sadyo viddhaṃ nisravet kṛṣṇaraktaṃ pākaṃ yāyāddahyate cāpyabhīkṣṇam kṛṣṇībhūtaṃ klinnamatyarthapūti śīrṇaṃ māṃsaṃ yātyajasraṃ kṣatācca

Frisch eingeritzt, sondert es schwarzes Blut ab, eitert und brennt unablässig; das Fleisch wird schwarz, feucht, übermäßig faulig, zerfällt und stirbt vom Rand der Wunde her unaufhörlich weiter ab.

tṛṣṇā mūrcchā bhrāntidāhau jvaraśca yasya syustaṃ digdhaviddhaṃ vyavasyet pūrvoddiṣṭaṃ lakṣaṇaṃ sarvametajjuṣṭaṃ yasyālaṃ viṣeṇa vraṇāḥ syuḥ

Wer Durst, Bewusstlosigkeit, Verwirrung, Brennen und Fieber zeigt, den erkenne man als von einem vergifteten Geschoss getroffen; all diese zuvor genannten Merkmale treten bei dem auf, dessen Wunden reichlich von Gift durchdrungen sind.

lūtādaṣṭā digdhaviddhā viṣairvā juṣṭā prāyaste vraṇāḥ pūtimāṃsāḥ teṣāṃ yuktyā pūtimāṃsānyapohya vāryokobhiḥ śoṇitaṃ cāpahṛtya

Von Spinnen gebissene, mit vergifteten Waffen verletzte oder sonst von Gift befallene Wunden weisen meist faulendes Fleisch auf; bei ihnen entferne man methodisch das faulige Fleisch, spüle mit geeigneten Wassern nach und lasse das vergiftete Blut ab.

hṛtvā doṣān kṣipramūrdhvaṃ tvadhaśca samyak siñcet kṣīriṇāṃ tvakkaṣāyaiḥ antarvastraṃ dāpayecca pradehān śītairdra vyairājyayuktairviṣaghnaiḥ

Nachdem man die Doṣas rasch entfernt hat, übergieße man die Wunde von oben und unten gründlich mit Rindenabsuden milchsafthaltiger Bäume; man lege ein inneres Verbandtuch an und trage kühlende, mit Ghee versetzte, giftvertreibende Umschläge auf.

bhinne tvansthā duṣṭajātena kāryaḥ pūrvo mārgaḥ paittike yo viṣe ca trivṛdviśalye madhukaṃ haridre raktā narendro lavaṇaśca vargaḥ

Ist selbst der Knochen von der verderblichen Wirkung befallen, so ist dasselbe Vorgehen anzuwenden wie beim Pitta-artigen Gift. Man nehme Trivṛt, Viśalyā, Süßholz, beide Haridrā, roten Narendra und die Gruppe der Salze,

kaṭutrikaṃ caiva sucūrṇitāni śṛṅge nidadhyānmadhusaṃyutāni eṣo'gado hanti viṣaṃ prayuktaḥ pānāñjanābhyañjananasyayogaiḥ

sowie den *trikaṭu* (die drei Scharfstoffe) – all dies fein pulverisiert und mit Honig vermengt bewahre man in einem Horn auf. Dieses Gegengift vernichtet, richtig angewendet als Trank, Augensalbe, Einreibung oder Nasenmittel, das Gift.

avāryavīryo viṣavegahantā mahāgado nāma mahāprabhāvaḥ viḍaṅgapāṭhātriphalājamodāhiṅūni vakraṃ trikaṭūni caiva

Von unwiderstehlicher Kraft, ein Vernichter der Giftwellen, trägt es den Namen Mahāgada, das Große Gegengift, und besitzt gewaltige Wirkkraft. Man nehme Viḍaṅga, Pāṭhā, Triphalā, Ajamodā, Hiṅgu, Vakra und die drei Scharfstoffe,

sarvaśca vargo lavaṇaḥ susūkṣmaḥ sacitrakaḥ kṣaudra yuto nidheyaḥ śṛṅge gavāṃ śṛṅgamayena caiva pracchāditaḥ pakṣamupekṣitaśca

dazu die gesamte Gruppe der Salze und Citraka – all dies sehr fein pulverisiert und mit Honig vermengt bewahre man in einem Rinderhorn auf, das mit einem hornernen Deckel verschlossen ist, und lasse es zwei Wochen lang ruhen.

eṣo'gadaḥ sthāvarajaṅgamānāṃ jetā viṣāṇāmajito hi nāmnā prapauṇḍarīkaṃ suradāru mustā kālānusāryā kaṭurohiṇī ca

Dieses Gegengift, dem Namen nach Ajita, der Unbesiegte, ist ein Bezwinger der Gifte unbeweglicher und beweglicher Wesen. Man nehme Prapauṇḍarīka, Suradāru, Mustā, Kālānusārī und Kaṭurohiṇī,

sthauṇeyakadhyāmakaguggulūni punnāgatālīśasuvarcikāśca kuṭannaṭailāsitasindhuvārāḥ śaileyakuṣṭhe tagaraṃ priyaṅguḥ

Sthauṇeyaka, Dhyāmaka, Guggulu, Punnāga, Tālīśa, Suvarcikā, Kuṭannaṭa, Elā, Sitasindhuvāra, Śaileya, Kuṣṭha, Tagara und Priyaṅgu,

rodhraṃ jalaṃ kāñcanagairikaṃ ca samāgadhaṃ candanasaindhavaṃ ca sūkṣmāṇi cūrṇāni samāni kṛtvā śṛṅge nidadhyānmadhusaṃyutāni

Rodhra, Jala, Kāñcanagairika, Māgadhī, Candana und Saindhava-Salz – all dies zu feinem Pulver zu gleichen Teilen verarbeitet und mit Honig vermengt, bewahre man in einem Horn auf.

eṣo'gadastārkṣya iti pradiṣṭo viṣaṃ nihanyādapi takṣakasya māṃsīhareṇutriphalāmuraṅgīraktālatāyaṣṭikapadmakāni

Dieses Gegengift, Tārkṣya genannt, vernichtet selbst das Gift des Takṣaka. Man nehme Māṃsī, Hareṇu, Triphalā, Uraṅgī, Raktalatā, Yaṣṭī und Padmaka,

viḍaṅgatālīśasugandhikailātvakkuṣṭhapatrāṇi sacandanāni bhārgī paṭolaṃ kiṇihī sapāṭhā mṛgādanī karkaṭikā puraśca

Viḍaṅga, Tālīśa, Sugandhikā, Elā, Zimtrinde, Kuṣṭha, Tejapatra, dazu Candana, Bhārgī, Paṭola, Kiṇihī, Pāṭhā, Mṛgādanī, Karkaṭikā und Pura,

pālindyaśokau kramukaṃ surasyāḥ prasūnamāruṣkarajaṃ ca puṣpam sūkṣmāni cūrṇāni samāni śṛṅge nyaset sapittāni samākṣikāṇi

Pālindī, Aśoka, Kramuka, die Blüte der Surasā und die Blüte des Āruṣkara – all dies zu feinem, gleichteiligem Pulver verarbeitet, vermenge man mit Rindergalle und Honig und bewahre es in einem Horn auf.

varāhagodhāśikhiśallakīnāṃ mārjārajaṃ pārṣatanākule ca yasyāgado'ya sukṛto gṛhe syānnāmnarṣabho nāma nararṣabhasya

Fügt man Fett von Wildschwein, Waran, Pfau und Stachelschwein sowie von Katze, Hirsch und Mungo hinzu, so trägt dieses meisterhaft bereitete Gegengift den Namen Ṛṣabha, der Stier, und macht denjenigen, in dessen Haus es aufbewahrt wird, zu einem Stier unter den Männern.

na tatra sarpāḥ kuta eva kīṭāstyajanti vīryāṇi viṣāṇi caiva eṃtena bheryaḥ paṭahāśca digdhā nānadyamānā viṣamāśu hanyuḥ

Dort halten sich keine Schlangen auf, geschweige denn Insekten; ihre Kräfte und Gifte verlieren dort ihre Wirkung. Bestreicht man damit Kriegstrommeln und Pauken, so vernichten diese, wenn man sie erschallen lässt, das Gift augenblicklich.

digdhāḥ patākāśca nirīkṣya sadyo viṣābhibhūtā hyaviṣā bhavanti lākṣā hareṇurnaladaṃ priyaṅguḥ śigrudvayaṃ yaṣṭikapṛthvikāśca

Auch mit diesem Mittel bestrichene Fahnen befreien Vergiftete, sobald sie sie erblicken, augenblicklich vom Gift. Man nehme Lākṣā, Hareṇu, Naladā, Priyaṅgu, beide Śigru-Arten, Yaṣṭī und Pṛthvikā,

cūrṇīkṛto'ya rajanīvimiśro sarpirmadhubhyāṃ sahito nidheyaḥ śṛṅge gavāṃ pūrvavadāpidhānastataḥ prayojyo'ñjananasyapānaiḥ

dies zu Pulver verarbeitet und mit Haridrā vermischt, verbunden mit Ghee und Honig, bewahre man wie zuvor beschrieben in einem verschlossenen Rinderhorn auf und wende es dann als Augensalbe, Nasenmittel oder Trank an.

saṃjīvano nāma gatāsukalpāneṣo'gado jīvayatīha martyān śleṣmātakīkaṭphalamātuluṅgyaḥ śvetā girihvā kiṇihī sitā ca

Dieses Gegengift, Saṃjīvana, der Wiederbeleber, genannt, erweckt hier Sterbliche, die dem Tode nahe sind, wieder zum Leben. Man nehme Śleṣmātakī, Kaṭphala, Mātuluṅgī, weiße Girihvā, Kiṇihī und weiße Sitā-Wurzel,

sataṇḍulīyo'gada eṣa mukhyo viṣeṣu darvīkararājilānām drā kṣā sugandhā nagavṛttikā ca śvetā samaṅgā samabhāgayuktā

dazu Taṇḍulīya – dieses Gegengift ist das vorzüglichste gegen die Gifte der Darvīkara- und *rājila* (gestreiften) Schlangen. Man nehme Drākṣā, Sugandhā, Nagavṛttikā und weiße Samaṅgā, alle zu gleichen Teilen,

deyo dvibhāgaḥ surasācchadasya kapitthabilvādapi dāḍimācca tathā'dhabhāgaḥ sitasindhuvārādaṅkoṭhamūlādapi gairikācca

man gebe zwei Teile Surasā-Blätter, ebenso von Kapittha, Bilva und Dāḍima, dazu einen halben Teil von Sitasindhuvāra, von Aṅkoṭha-Wurzel und von Gairika.

eṣo'gadaḥ kṣaudra yuto nihanti viśeṣato maṇḍalināṃ viṣāṇi vaṃśatvagārdrā'malakaṃ kapitthaṃ kaṭutrikaṃ haimavatī sakuṣṭhā

Mit Honig vermengt, vernichtet dieses Gegengift vor allem die Gifte der Maṇḍalin-Schlangen. Man nehme Bambusrinde, frisches Āmalaka, Kapittha, den Trikaṭu, Haimavatī und Kuṣṭha,

karañjabījaṃ tagaraṃ śirīṣapuṣpaṃ ca gopittayutaṃ nihanti viṣāṇi lūtondurapannagānāṃ kaiṭaṃ ca lepāñjananasyapānaiḥ

dazu Karañja-Samen, Tagara und Śirīṣa-Blüte, mit Rindergalle vermengt; dies vernichtet, als Umschlag, Augensalbe oder Trank angewandt, die Gifte von Spinnen, Ratten, Schlangen und des Kaiṭa-Insekts.

purīṣamūtrānilagarbhasaṅgānnihanti vartyañjananābhilepaiḥ kācārmakothān paṭalāṃśca ghorān puṣpaṃ ca hantyañjananasyayogaiḥ

Als Stäbchen, Augensalbe oder Umschlag vernichtet es Stau von Stuhl, Harn, Wind und Fruchtwasser sowie grässliche Kāca-Erkrankung, Armakotha und Hornhauttrübungen; als Augensalbe oder Nasenmittel vernichtet es auch den Blütenstar der Augen.

samūlapuṣpāṅkuravalkabījāt kvāthaḥ śirīṣāt trikaṭupragāḍhaḥ salāvaṇaḥ kṣaudra yuto'tha pīto viśeṣataḥ kīṭaviṣaṃ nihanti

Ein aus Wurzel, Blüte, Spross, Rinde und Samen des Śirīṣa bereiteter, mit den drei Scharfstoffen kräftig versetzter, gesalzener und mit Honig vermengter Sud vernichtet, getrunken, insbesondere das Gift von Insekten.

kuṣṭhaṃ trikaṭukaṃ dārvī madhukaṃ lavaṇadvayam mālatī nāgapuṣpaṃ ca sarvāṇi madhurāṇi ca

Kuṣṭha, die drei Scharfstoffe, Dārvī, Süßholz, zwei Salzsorten, Mālatī-Blüte, Nāgapuṣpa und alle süßen Substanzen –

kapittharasapiṣṭo'ya śarkarākṣaudra saṃyutaḥ viṣaṃ hantyagadaḥ sarvaṃ mūṣikāṇāṃ viśeṣataḥ

all dies mit Kapittha-Saft zerrieben und mit Zucker und Honig vermengt, vernichtet dieses Gegengift jegliches Gift, vor allem das der Mäuse und giftigen Spitzmäuse.

somarājīphalaṃ puṣpaṃ kaṭabhī sindhuvārakaḥ corako varuṇaḥ kuṣṭhaṃ sarpagandhā sasaptalā

Somarājī-Frucht und -Blüte, Kaṭabhī, Sindhuvāraka, Coraka, Varuṇa, Kuṣṭha, Sarpagandhā und Saptalā,

punarnavā śirīṣasya puṣpamāragvadhārkajam śyāmā'mbaṣṭhā viḍaṅgāni tathā'mrāśmantakāni ca

Punarnavā, die Blüte des Śirīṣa, des Āragvadha und des Arka, Śyāmā, Ambaṣṭhā, Viḍaṅga sowie Āmra- und Aśmantaka-Rinde,

bhūmī kurabakaścaiva gaṇa ekasaraḥ smṛtaḥ ekaśo dvitriśovā'pi prayoktavyo viṣāpahaḥ

dazu Bhūmī und Kurabaka – diese Gruppe gilt als Ekasara und ist, giftvertreibend, einzeln oder zu zweit oder zu dritt kombiniert anzuwenden.

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