ud asya ketavo divi śukrā bhrājanta īrate ādityasya nṛcakṣaso mahivratasya mīḍhuṣaḥ
Empor steigen seine hellen, leuchtenden Lichtzeichen am Himmel – die des Āditya, der auf die Menschen herabblickt, des in gewaltiger Ordnung Waltenden, des Freigebigen.
Wort für Wort
ud
empor
asya
seine (Gen.)
ketavo
Lichtzeichen (N.Pl.)
divi
am Himmel (Lok.)
śukrā
helle (N.Pl.)
bhrājanta
leuchtende (N.Pl.Part.)
īrate
steigen empor (3.Pl.Med.)
ādityasya
des Āditya (Gen.)
nṛcakṣaso
nṛ 'Menschen' + cakṣas 'blickend' → der auf die Menschen herabblickt (Gen.)
mahivratasya
mahi 'gewaltig' + vrata 'Ordnung/Gelübde' → des in gewaltiger Ordnung Waltenden (Gen.)
Lasst uns Sūrya preisen, der die Himmelsrichtungen kundtut, der mit seinem Strahlenglanz ertönt, den schönbeschwingten, den raschen, der über die Flut dahinfliegt, den Hüter der Welt, der mit seinen Strahlen alle Richtungen erhellt.
Wort für Wort
diśāṃ
der Himmelsrichtungen (Gen.Pl.)
prajñānāṃ
Kenntnis/Kunde (Gen.Pl., zu diśāṃ prajñānāṃ svarayantam: 'der die Kunde der Richtungen verkündet') / attributiv: 'der Richtungenkundige'
svarayantam
ertönen lassend (Akk.Part.)
arciṣā
mit Strahlenglanz (Instr.)
supakṣam
su 'schön' + pakṣa 'Flügel' → den schönbeschwingten (Akk.)
āśuṃ
den raschen (Akk.)
patayantam
dahinfliegend (Akk.Part.)
arṇave
über der Flut (Lok.)
stavāma
lasst uns preisen (1.Pl.)
sūryaṃ
Sūrya (Akk.)
bhuvanasya
der Welt (Gen.)
gopāṃ
go 'Welt/Rinder' + pā 'von pā: hüten' → den Hüter (Akk.)
yat prāṅ pratyaṅ svadhayā yāsi śībhaṃ nānārūpe ahanī karṣi māyayā tad āditya mahi tat te mahi śravo yad eko viśvaṃ pari bhūma jāyase
Dass du, Āditya, aus eigener Kraft bald vorwärts, bald rückwärts eilig ziehst, dass du durch deine Zaubermacht Tag und Nacht in wechselnder Gestalt hervorbringst – das ist deine Größe; das ist dein gewaltiger Ruhm, dass du, der Eine, das All umkreisend, immer wieder geboren wirst.
Dich, den Weisen, den Überwinder, den Strahlenden, den die sieben zahlreichen falben Stuten ziehen, den Attri einst aus der Bahn zum Himmel emporgeführt hat – dich sehen sie, wie du die Rennbahn umkreisend durchläufst.
Wort für Wort
vipaścitaṃ
vipas 'Weisheit/Einsicht' + cit 'kennend' → den Weisen (Akk.)
mā tvā dabhan pariyāntam ājiṃ svasti durgāṃ ati yāhi śībham divaṃ ca sūrya pṛthivīṃ ca devīm ahorātre vimimāno yad eṣi
Nicht sollen sie dich täuschen, wenn du die Rennbahn umkreist. Durchquere glücklich und rasch die schwer passierbare Strecke, Sūrya, sowohl den Himmel als auch die göttliche Erde, indem du, Tag und Nacht abmessend, deinen Weg gehst.
Wort für Wort
mā
nicht
tvā
dich (Akk.)
dabhan
sollen täuschen (3.Pl.)
pariyāntam
umkreisenden (Akk.Part.)
ājiṃ
die Rennbahn (Akk.)
svasti
glücklich (Adv.)
durgāṃ
die schwer passierbare (Akk.)
ati
hindurch (Präverb)
yāhi
durchquere! (Imp.)
śībham
rasch (Adv.)
divaṃ
den Himmel (Akk.)
ca
und
sūrya
o Sūrya (Vok.)
pṛthivīṃ
die Erde (Akk.)
ca
und
devīm
die göttliche (Akk.)
ahorātre
ahar 'Tag' + rātri 'Nacht' → Tag und Nacht (Akk.Dual)
svasti te sūrya carase rathāya yenobhāv antau pariyāsi sadyaḥ yaṃ te vahanti harito vahiṣṭhāḥ śatam aśvā yadi vā sapta bahvīḥ
Heil sei dir, Sūrya, für deine Fahrt, für deinen Wagen, mit dem du binnen eines Tages beide Enden der Welt umkreist, den dir die bestziehenden falben Stuten ziehen – seien es hundert Rosse oder die sieben zahlreichen.
Besteige, Sūrya, den leichtgehenden, strahlenreichen, bequemen, gut ziehenden, kraftvollen Wagen, den dir die bestziehenden falben Stuten ziehen – seien es hundert Rosse oder die sieben zahlreichen.
sapta sūryo harito yātave rathe hiraṇyatvacaso bṛhatīr ayukta amoci śukro rajasaḥ parastād vidhūya devas tamo divam āruhat
Sūrya hat sich für die Fahrt sieben goldhäutige, hochgewachsene falbe Stuten an den Wagen gespannt. Der Leuchtende ist jenseits des Dunstkreises losgelassen worden; nachdem er die Finsternis verscheucht hat, ist der Gott zum Himmel emporgestiegen.
ut ketunā bṛhatā deva āgann apāvṛk tamo 'bhi jyotir aśrait divyaḥ suparṇaḥ sa vīro vy akhyad aditeḥ putro bhuvanāni viśvā
Mit gewaltigem Lichtzeichen ist der Gott heraufgekommen; er hat die Finsternis abgewehrt und sich dem Licht zugewandt. Der himmlische Adler, dieser Held, der Sohn der Aditi, hat alle Welten überschaut.
Beim Aufgehen breitest du deine Strahlen aus, alle Gestalten lässt du gedeihen; beide Meere durchleuchtest du kraft deiner Einsicht; alle Welten überstrahlst du, sie umfassend, leuchtend.
Vorwärts und rückwärts wandern diese beiden durch Zaubermacht, wie zwei spielende Kinder, die die Flut umkreisen; der eine überschaut alle Welten, den anderen tragen die goldgeschmückten falben Stuten. [Anm.: gemeint sind wohl Sonne und Mond]
divi tvāttrir adhārayat sūryā māsāya kartave sa eṣi sudhṛtas tapan viśvā bhūtāvacākaśat
Am Himmel hat dich Attri festgehalten, o Sūrya, damit du den Monat schaffest; wohlgehalten gehst du deinen Weg, brennend, und hast alle Wesen überschaut.
Beide Enden der Welt durchläufst du wie ein Kalb, das zu zwei Müttern gehört. Fürwahr, dieses geheime Wort kannten schon vordem jene Götter. [Anm.: Bezug von „zu zwei Müttern gehörig“ unklar, evtl. Anspielung auf Tag und Nacht oder Himmel und Erde]
Wort für Wort
ubhāv
beide (Akk.Dual)
antau
Enden (Akk.Dual)
sam
(Präverb zu arṣasi)
arṣasi
du durchläufst
vatsaḥ
ein Kalb (N.)
saṃmātarāv
sam 'zusammen' + mātar 'Mutter' → zu zwei Müttern gehörig (N.Dual)
taṃ sam āpnoti jūtibhis tato nāpa cikitsati tenāmṛtasya bhakṣaṃ devānāṃ nāva rundhate
Ihn erreicht er mit seinen Antrieben; von da an weiß er sich nicht mehr zu helfen; dadurch verwehren ihm die Götter nicht den Genuss der Unsterblichkeit. [Anm.: Sinn der Verse unsicher, Bezüge unklar]
rohito divam āruhat tapasā tapasvī sa yonim aiti sa u jāyate punaḥ sa devānām adhipatir babhūva
Rohita ist durch Glut zum Himmel emporgestiegen, der Glühende; er geht in den Mutterschoß ein und wird wieder geboren; er ist zum Oberherrn der Götter geworden.
yo viśvacarṣaṇir uta viśvatomukho yo viśvataspāṇir uta viśvataspṛthaḥ saṃ bāhubhyāṃ bharati saṃ patatrair dyāvāpṛthivī janayan deva ekaḥ
Der alle Völker überschaut und allseits Antlitz hat, der allseits Hände hat und allseits Weite, er vereint mit seinen Armen, mit seinen Schwingen Himmel und Erde, sie erzeugend, der Gott, allein.
Wort für Wort
yo
der (N.)
viśvacarṣaṇir
viśva 'alle' + carṣaṇi 'Völker' → der alle Völker überschauende (N.)
ekapād dvipado bhūyo vi cakrame dvipāt tripādam abhy eti paścāt dvipād dha ṣaṭpado bhūyo vi cakrame ta ekapadas tanvaṃ sam āsate
Der Einfüßige ist über den Zweifüßigen weit hinausgeschritten; der Zweifüßige tritt hinter den Dreifüßigen; vom Zweifüßigen ist er über den Sechsfüßigen weit hinausgeschritten; diese vereinen sich als der Einfüßige zu einem Leib. [Anm.: rätselhafter Vers, wohl auf Versmaße mit unterschiedlicher Silbenzahl bezogen]
Wort für Wort
ekapād
der Einfüßige (N.)
dvipado
dvi 'zwei' + pada 'Fuß, -füßig' → über den Zweifüßigen (Akk.)
bhūyo
weit (Adv.)
vi
(Präverb zu cakrame)
cakrame
ist geschritten (Perf.)
dvipāt
vom Zweifüßigen (Abl.)
tripādam
dem Dreifüßigen (Akk.)
abhy
hin zu (abhi)
eti
tritt
paścāt
hinter
dvipād
vom Zweifüßigen (Abl.)
dha
ja (Partikel)
ṣaṭpado
ṣaṣ 'sechs' + pada 'Fuß, -füßig' → über den Sechsfüßigen (Akk.)
bhūyo
weit
vi
(Präverb)
cakrame
ist geschritten
ta
diese (N.Pl.)
ekapadas
eka 'ein' + pada 'Fuß, -füßig' → als der Einfüßige (N.Pl.)
atandro yāsyan harito yad āsthād dve rūpe kṛṇute rocamānaḥ ketumān udyant sahamāno rajāṃsi viśvā āditya pravato vi bhāsi
Unermüdlich, im Begriff zu fahren, wenn er die Falbinnen bestiegen hat, nimmt er, der Leuchtende, zwei Gestalten an; mit Lichtzeichen versehen, aufgehend, alle Räume überwindend, erstrahlst du, Āditya, über die Bahnen.
Du leuchtest am Himmel, du leuchtest im Luftraum, o Vogel, auf der Erde leuchtest du, du leuchtest inmitten der Wasser; beide Meere hast du mit deinem Glanz durchdrungen; Gott bist du, ein Gott, der Gewaltige, der Himmelsgewinner.
Von jenseits herwärts ausgestreckt, auf weitem Weg, der rasche, der weise, fliegend als Vogel – Viṣṇu, der Weitsichtige, mit Kraft den Raum beherrschend, überwindet er mit seinem Lichtzeichen alles, was sich regt.
Das Wunderbare erkennend, der Gewaltige, der Adler, indem er Himmel und Erde und den Luftraum erleuchtet, während Tag und Nacht sich um Sūrya wie ein Gewand legen, übertrifft er alle Heldentaten.
Wort für Wort
citrāś
das Wunderbare (Akk.Pl.)
cikitvān
erkennend (N.Part.Perf.)
mahiṣaḥ
der Gewaltige (N.)
suparṇa
der Adler (N.)
ārocayan
erleuchtend (Part.)
rodasī
Himmel und Erde (Akk.Dual)
antarikṣam
den Luftraum (Akk.)
ahorātre
ahar 'Tag' + rātri 'Nacht' → Tag und Nacht (N.Dual)
Scharf, hell erstrahlend, seinen Leib schärfend, rasch ankommend, sich der Bahnen freuend, lichtvoll, geflügelt, der Gewaltige, der Lebenskraft spendet, hat er alle Himmelsrichtungen eingenommen, sie ordnend.
Das wunderbare Lichtzeichen der Götter, ihr Antlitz, lichtreich erhellt die Himmelsrichtungen – Sūrya, aufgehend, der Tagesschöpfer, hat mit seinem Glanz die Finsternisse, hat alle Gefahren überwunden, der Leuchtende.
citraṃ devānām ud agād anīkaṃ cakṣur mitrasya varuṇasyāgneḥ āprād dyāvāpṛthivī antarikṣaṃ sūrya ātmā jagatas tasthuṣaś ca
Das wunderbare Antlitz der Götter ist aufgegangen, das Auge des Mitra, des Varuṇa, des Agni; er hat Himmel und Erde und den Luftraum erfüllt – Sūrya, die Seele des Beweglichen und des Unbeweglichen.
Wort für Wort
citraṃ
das wunderbare (N.)
devānām
der Götter (Gen.Pl.)
ud
empor
agād
ist aufgegangen (Aor.)
anīkaṃ
Antlitz (N.)
cakṣur
Auge (N.)
mitrasya
des Mitra (Gen.)
varuṇasyāgneḥ
des Varuṇa, des Agni (Gen.)
āprād
hat erfüllt (Aor.)
dyāvāpṛthivī
dyāvā 'Himmel' + pṛthivī 'Erde' → Himmel und Erde (Akk.Dual)
uccā patantam aruṇaṃ suparṇaṃ madhye divas taraṇiṃ bhrājamānam paśyama tvā savitāraṃ yam āhur ajasraṃ jyotir yad avindad attriḥ
Hoch fliegend, den rötlichen Adler, inmitten des Himmels, den Überwinder, den Strahlenden – dich mögen wir sehen, Savitṛ, den man das unaufhörliche Licht nennt, das Attri einst fand.
divas pṛṣṭhe dhāvamānaṃ suparṇam adityāḥ putraṃ nāthakāma upa yāmi bhītaḥ sa naḥ sūrya pra tira dīrgham āyur mā riṣāma sumatau te syāma
Zu dem auf dem Rücken des Himmels laufenden Adler, dem Sohn der Aditi, trete ich, hilfesuchend, aus Furcht heran: Verlängere du uns, Sūrya, ein langes Leben; wir wollen nicht zu Schaden kommen; in deiner Gunst wollen wir sein.
sahasrāhṇyaṃ viyatāv asya pakṣau harer haṃsasya patataḥ svargam sa devānt sarvān urasy upadadya saṃpaśyan yāti bhuvanāni viśvā
Tausend Tage weit auseinandergespannt sind seine Flügel, des goldfarbenen Schwans, der zum Himmel fliegt; alle Götter an seine Brust nehmend, überschaut er im Fahren alle Welten.
Wort für Wort
sahasrāhṇyaṃ
sahasra 'tausend' + ahna 'von ahar: Tag' → tausend Tage weit (Adv.)
Rohita ist die Zeit geworden; Rohita war am Anfang der Herr der Geschöpfe; Rohita ist der Anfang der Opfer; Rohita hat das Himmelslicht herbeigebracht.
Wort für Wort
rohitaḥ
Rohita (N.)
kālo
die Zeit (N.)
abhavad
ist geworden (Impf.)
rohito
Rohita
'gre
am Anfang (Lok.)
prajāpatiḥ
prajā 'Geschöpfe' + pati 'Herr' → der Herr der Geschöpfe (N.)
ārohan chukro bṛhatīr atandro dve rūpe kṛṇute rocamānaḥ citraś cikitvān mahiṣo vātamāyā yāvato lokān abhi yad vibhāti
Emporsteigend, der Leuchtende, zu den hochgewachsenen Stuten, unermüdlich, nimmt er, der Strahlende, zwei Gestalten an; der wunderbare, kenntnisreiche Gewaltige, windgleich an Zaubermacht, erstrahlt über so viele Welten, wie er erleuchtet.
Wort für Wort
ārohan
emporsteigend (Part.)
chukro
der Leuchtende (N.)
bṛhatīr
zu den hochgewachsenen (Akk.Pl.)
atandro
unermüdlich (N.)
dve
zwei (Akk.Dual)
rūpe
Gestalten (Akk.Dual)
kṛṇute
nimmt an
rocamānaḥ
der Strahlende (N.)
citraś
der wunderbare (N.)
cikitvān
der kenntnisreiche (N.Part.Perf.)
mahiṣo
der Gewaltige (N.)
vātamāyā
vāta 'Wind' + māyā 'Zaubermacht' → windgleich an Zaubermacht (N.)
abhy anyad eti pary anyad asyate 'horātrābhyāṃ mahiṣaḥ kalpamānaḥ sūryaṃ vayaṃ rajasi kṣiyantaṃ gātuvidaṃ havāmahe nādhamānāḥ
Auf das eine Ende geht er zu, das andere lässt er los, indem sich der Gewaltige mit Tag und Nacht ordnet; wir rufen Sūrya an, der im Luftraum wohnt, den Wegfinder, Hilfe suchend.
Wort für Wort
abhy
hin zu (abhi)
anyad
das eine (Akk.)
eti
geht
pary
los (pari)
anyad
das andere (Akk.)
asyate
lässt er los (Med.)
'horātrābhyāṃ
mit Tag und Nacht (Instr.Dual)
mahiṣaḥ
der Gewaltige (N.)
kalpamānaḥ
sich ordnend (N.Part.)
sūryaṃ
Sūrya (Akk.)
vayaṃ
wir (N.)
rajasi
im Luftraum (Lok.)
kṣiyantaṃ
wohnend (Akk.Part.)
gātuvidaṃ
gātu 'Weg' + vid 'von vid: finden' → den Wegfinder (Akk.)
pṛthivīpro mahiṣo nādhamānasya gātur adabdhacakṣuḥ pari viśvaṃ babhūva viśvaṃ saṃpaśyant suvidatro yajatra idaṃ śṛṇotu yad ahaṃ bravīmi
Der die Erde erfüllende Gewaltige, der Wegweiser des Hilfesuchenden, der mit untrügbarem Auge, hat das All umfasst; der alles überschaut, der Gütige, der Verehrungswürdige – er höre dies, was ich spreche!
Wort für Wort
pṛthivīpro
pṛthivī 'Erde' + pra 'von prā: erfüllen' → der die Erde erfüllende (N.)
mahiṣo
der Gewaltige (N.)
nādhamānasya
des Hilfesuchenden (Gen.)
gātur
Wegweiser (N.)
adabdhacakṣuḥ
adabdha 'untrüglich' + cakṣus 'Auge' → mit untrügbarem Auge (N.)
pary asya mahimā pṛthivīṃ samudraṃ jyotiṣā vibhrājan pari dyām antarikṣam sarvaṃ saṃpaśyant suvidatro yajatra idaṃ śṛṇotu yad ahaṃ bravīmi
Seine Größe umfasst die Erde und das Meer, mit ihrem Licht erstrahlend, umfasst sie den Himmel und den Luftraum; der alles überschaut, der Gütige, der Verehrungswürdige – er höre dies, was ich spreche!
abodhy agniḥ samidhā janānāṃ prati dhenum ivāyatīm uṣasam yahvā iva pra vayām ujjihānāḥ pra bhānavaḥ sisrate nākam acha ||46|| {11}
Erwacht ist Agni durch das Brennholz der Menschen, ihr entgegen wie einer nahenden Kuh, der Uṣas; wie kräftige junge Vögel, die Zweige emporstreckend, strömen die Lichtstrahlen hin zum Firmament.