athātaḥ pūrvarūpīyamindriyaṃ vyākhyāsyāmaḥ
Nun also werden wir das Kapitel über die Vorzeichen (pūrvarūpa) im Indriyasthāna erklären.
Caraka-Saṃhitā · Indriyasthana
Das fünfte Kapitel des Indriyasthāna, „Pūrvarūpīya“ (über die Vorzeichen), widmet sich den charakteristischen Vorboten unheilbarer Krankheiten und verknüpft somatische Symptome mit einer bemerkenswerten Traumsemiotik: Wer im Traum von Hunden oder Kamelen nach Süden getragen wird, dem droht die tödliche Auszehrung (śoṣa); rote, blutgetränkte Traumbilder kündigen das Blutungsleiden (raktapitta) an, dornige Ranken im Herzen die Bauchgeschwulst (gulma). Nacheinander werden so Fieber, Schwindsucht, Hautkrankheit (kuṣṭha), Wassersucht und weitere schwere Leiden mit ihren körperlichen und onirischen Vorzeichen versehen – ein System, das Traumdeutung als ernstzunehmendes diagnostisches Instrument in die Heilkunde integriert, ohne den Anspruch auf empirische Beobachtung aufzugeben. Als eines der umfangreichsten Kapitel des Indriyasthāna liefert es einen Katalog krankheitsspezifischer Todeszeichen, der die eher allgemeinen, sinnesbezogenen Kapitel zuvor ergänzt und konkretisiert. Botanische Heilmittel werden nicht behandelt.
| Krankheit | Körperliches Vorzeichen | Traum-Vorzeichen |
|---|---|---|
| śoṣa (Auszehrung) | Schwindende Kraft, zunehmender Schnupfen bei geschlechtlicher Ausschweifung | Von Hunden, Kamelen oder Eseln nach Süden getragen werden |
| schweres Fieber (jvara) | – | Mit Verstorbenen (pretas) Wein trinken oder von einem Hund gezogen werden |
| raktapitta (Blutungsleiden) | Der Himmel erscheint wie blutrot gefärbtes Tuch | Rot gekleidet, mit roter Girlande, lachend von einer Frau fortgeführt werden |
| gulma (Bauchgeschwulst) | Stechende Schmerzen, Aufgetriebenheit, Darmgrollen, Verfärbung der Nägel | Eine dornige Ranke wächst im Herzen |
| kuṣṭha (Hautkrankheit) | Der Körper reisst schon bei leichter Berührung auf, Wunden heilen nicht | Nackt, mit Ghee übergossen, ein flammenloses Feuer opfern; lotusblütenartige Male auf der Brust |
| prameha (Harnleiden) | Fliegen umschwärmen den Kranken gierig, selbst gebadet und gesalbt | Vielerlei Öl zusammen mit Caṇḍälas trinken |
| unmäda (Wahnsinn) | Grübeln, Erschöpfung, grundlose Angst und Unruhe, Speiseabscheu, plötzliches Lachen und Ohnmacht | Tanzend, mit Räkṣasa-Scharen, im Wasser versinken |
| apasmära (Fallsucht) | Sehen und Hören nicht vorhandener Dinge im Wachzustand | Berauscht tanzend von einem Preta ergriffen und fortgerissen werden |
| äyäma (Krampfstarre) | Kiefer, Nacken und Augen versteifen sich beim Erwachen | – |
athātaḥ pūrvarūpīyamindriyaṃ vyākhyāsyāmaḥ
Nun also werden wir das Kapitel über die Vorzeichen (pūrvarūpa) im Indriyasthāna erklären.
iti ha smāha bhagavānātreyaḥ
So sprach der erhabene Ātreya:
pūrvarūpāṇyasādhyānāṃ vikārāṇāṃ pṛthak pṛthak| bhinnābhinnāni vakṣyāmo bhiṣajāṃ jñānavṛddhaye
„Wir werden die Vorzeichen der unheilbaren Erkrankungen, jede für sich, sowohl gesondert als auch im Zusammenhang, darlegen, zur Mehrung des Wissens der Ärzte.
pūrvarūpāṇi sarvāṇi jvaroktānyatimātrayā| yaṃ viśanti viśatyenaṃ mṛtyurjvarapuraḥsaraḥ
Wenn alle beim Fieber genannten Vorzeichen einen Menschen übermäßig stark befallen, dann dringt in ihn der Tod ein, dem das Fieber vorausgeht.
anyasyāpi ca rogasya pūrvarūpāṇi yaṃ naram| viśantyanena kalpena tasyāpi maraṇaṃ dhruvam
Auch wenn die Vorzeichen einer anderen Krankheit auf dieselbe Weise in einen Menschen eindringen, ist auch für ihn der Tod gewiss.
pūrvarūpaikadeśāṃstu vakṣyāmo'nyān sudāruṇān| ye rogānanubadhnanti mṛtyuryairanubadhyate [1]
Wir werden nun weitere, überaus schreckliche einzelne Vorzeichen darlegen, die sich an Krankheiten heften und durch die sich der Tod ankündigt.
balaṃ ca hīyate yasya pratiśyāyaśca vardhate| tasya nārīprasaktasya śoṣo'ntāyopajāyate
Wessen Kraft schwindet und dessen Schnupfen (pratiśyāya) zunimmt, bei dem entsteht, wenn er zudem den Frauen zugetan ist, die Auszehrung (śoṣa) zum Tode.
śvabhiruṣṭraiḥ kharairvā'pi yāti yo dakṣiṇāṃ diśam| svapne yakṣmāṇamāsādya jīvitaṃ sa vimuñcati
Wer im Traum, von Hunden, Kamelen oder Eseln getragen, nach Süden zieht, der gibt, von der Schwindsucht (yakṣman) befallen, sein Leben auf.
pretaiḥ saha pibenmadyaṃ svapne yaḥ kṛṣyate śunā| sughoraṃ jvaramāsādya jīvitaṃ sa vimuñcati
Wer im Traum mit Verstorbenen (pretas) Wein trinkt oder von einem Hund gezogen wird, der gibt, von einem überaus schrecklichen Fieber befallen, sein Leben auf.
lākṣāraktāmbarābhaṃ yaḥ paśyatyambaramantikāt| sa raktapittamāsādya tenaivāntāya nīyate
Wer den Himmel aus der Nähe wie mit Lack gefärbtes, blutrotes Tuch erblickt, der wird, von raktapitta (Blutungsleiden, einer Störung von Blut und pitta) befallen, eben dadurch zum Tode geführt.
raktasragraktasarvāṅgo raktavāsā muhurhasan| yaḥ svapne hriyate nāryā sa raktaṃ prāpya sīdati
Wer im Traum, mit roter Blumengirlande, am ganzen Körper rot, in rote Gewänder gekleidet, immer wieder lachend, von einer Frau fortgeführt wird, der sinkt dahin, vom Blutleiden ereilt.
śūlāṭopāntrakūjāśca daurbalyaṃ cātimātrayā| nakhādiṣu ca vaivarṇyaṃ gulmenāntakaro grahaḥ
Stechende Schmerzen (śūla), Aufgetriebenheit (āṭopa) und Darmgrollen, übermäßige Schwäche sowie Verfärbung an Nägeln und dergleichen — das ist das Ergriffensein durch gulma (Bauchgeschwulst), das den Tod bringt.
latā kaṇṭakinī yasya dāruṇā hṛdi jāyate| svapne gulmastamantāya krūro viśati mānavam
Wem im Traum im Herzen eine schreckliche, dornige Ranke entsteht, in den dringt der gulma grausam ein, ihm zum Tode.
kāye'lpamapi saṃspṛṣṭaṃ subhṛśaṃ yasya dīryate| kṣatāni ca na rohanti kuṣṭhairmṛtyurhinasti tam
Wessen Körper, auch nur leicht berührt, sogleich heftig aufreißt, und dessen Wunden nicht verheilen — den vernichtet der Tod durch kuṣṭha (Hautkrankheit).
nagnasyājyāvasiktasya juhvato'gnimanarciṣam| padmānyurasi jāyante svapne kuṣṭhairmariṣyataḥ
Wer, nackt, mit Ghee übergossen, ein flammenloses Feuer opfert, dem entstehen im Traum lotusblütenartige Male auf der Brust — er wird an kuṣṭha sterben.
snātānuliptagātre'pi yasmin gṛdhnanti makṣikāḥ| sa prameheṇa saṃsparśaṃ prāpya tenaiva hanyate
Wen, obwohl er gebadet und gesalbt ist, die Fliegen gierig umschwärmen, der gerät in Berührung mit prameha (Harnleiden) und wird eben dadurch getötet.
snehaṃ bahuvidhaṃ svapne caṇḍālaiḥ saha yaḥ pibet| badhyate sa prameheṇa spṛśyate'ntāya mānavaḥ
Wer im Traum vielerlei Öl zusammen mit Caṇḍālas (Angehörigen einer als unrein geltenden Gruppe) trinkt, der wird von prameha gebunden, dem Menschen wird zum Tode gegriffen.
dhyānāyāsau tathodvegau mohaścāsthānasambhavaḥ| aratirbalahāniśca mṛtyurunmādapūrvakaḥ
Grübeln und Erschöpfung, ebenso Angst und Verwirrung ohne erkennbaren Grund, Unruhe (arati) und Kraftverlust — das ist der Tod, dem unmāda (Wahnsinn) vorausgeht.
āhāradveṣiṇaṃ paśyan luptacittamudarditam| vidyāddhīro mumūrṣuṃ tamunmādenātipātinā
Wer weise ist, erkennt an dem, der Speiseabscheu zeigt, dessen Geist zerrüttet und dessen Inneres verstört ist, dass dieser durch tödlich verlaufenden unmāda dem Sterben nahe ist.
krodhanaṃ trāsabahulaṃ sakṛtprahasitānanam| mūrcchāpipāsābahulaṃ hantyunmādaḥ śarīriṇam
Den, der zornig ist, voller Angst, dessen Gesicht sich plötzlich zu einem Lachen verzieht, der ohnmächtig wird und ständig Durst hat — den tötet der unmāda, den Verkörperten.
nṛtyan rakṣogaṇaiḥ sākaṃ yaḥ svapne'mbhasi sīdati | sa prāpya bhṛśamunmādaṃ yāti lokamataḥ param
Wer im Traum tanzend, zusammen mit Scharen von Rākṣasas (dämonischen Wesen), im Wasser versinkt, der verfällt heftigem unmāda und geht von hier fort in die andere Welt.
asattamaḥ paśyati yaḥ śṛṇotyapyasataḥ svanān| bahūn bahuvidhān jāgrat so'pasmāreṇa badhyate
Wer im Wachzustand nicht Vorhandenes sieht und nicht vorhandene Laute hört, viele und vielerlei, der wird von apasmāra (Fallsucht) gebunden.
mattaṃ nṛtyantamāvidhya preto harati yaṃ naram| svapne harati taṃ mṛtyurapasmārapuraḥsaraḥ
Den Menschen, der im Traum, während er berauscht tanzt, von einem Preta ergriffen und fortgerissen wird — den reißt der Tod fort, dem apasmāra vorausgeht.
stabhyete pratibuddhasya hanū manye tathā'kṣiṇī| yasya taṃ bahirāyāmo gṛhītvā hantyasaṃśayam
Wessen Kiefer, Nacken und Augen sich beim Erwachen versteifen, den tötet, von āyāma (Krampfstarre) ergriffen, ohne Zweifel.
śaṣkulīrvā'pyapūpān vā svapne khādati yo naraḥ| sa cettādṛk chardayati pratibuddho na jīvati
Wer im Traum Gebäck oder Kuchen isst und dies beim Erwachen erbricht, der überlebt nicht.
etāni pūrvarūpāṇi yaḥ samyagavabudhyate| sa eṣāmanubandhaṃ ca phalaṃ ca jñātumarhati
Wer diese Vorzeichen richtig erkennt, der vermag auch ihren weiteren Verlauf und ihr Ergebnis zu erkennen.
imāṃścāpyaparān svapnān dāruṇānupalakṣayet| vyādhitānāṃ vināśāya kleśāya mahate'pi vā
Man soll auch diese und andere schreckliche Träume beachten, die bei Kranken auf Vernichtung oder auch auf großes Leiden hindeuten:
yasyottamāṅge jāyante vaṃśagulmalatādayaḥ| vayāṃsi ca vilīyante svapne mauṇḍyamiyācca yaḥ
Wem auf dem Kopf Bambus, Gebüsch, Ranken und dergleichen wachsen, wessen Glieder im Traum dahinschwinden, und wer im Traum kahlgeschoren wird —
gṛdhrolūkaśvakākādyaiḥ svapne yaḥ parivāryate| rakṣaḥpretapiśācastrīcaṇḍāladraviḍāndhrakaiḥ
wer im Traum von Geiern, Eulen, Hunden, Krähen und dergleichen umringt wird, von Rākṣasas, Pretas (Verstorbenengeistern), Piśācas (dämonischen Wesen), fremdartigen Frauen, Caṇḍālas, Draviḍas und Āndhrakas,
vaṃśavetralatāpāśatṛṇakaṇṭakasaṅkaṭe| saṃsajjati hi yaḥ svapne yo gacchan prapatatyapi
wer sich im Traum in einem Dickicht aus Bambus, Rohr, Ranken, Schlingen, Gras und Dornen verfängt, oder wer im Gehen zu Fall kommt,
bhūmau pāṃśūpadhānāyāṃ valmīke vā'tha bhasmani| śmaśānāyatane śvabhre svapne yaḥ prapatatyapi
wer im Traum auf staubbedeckten Boden fällt, auf einen Ameisenhügel, in Asche, an eine Verbrennungsstätte oder in eine Grube,
kaluṣe'mbhasi paṅke vā kūpe vā tamasā''vṛte| svapne majjati śīghreṇa srotasā hriyate ca yaḥ
wer im Traum in trübem Wasser oder Schlamm oder in einem von Dunkelheit umgebenen Brunnen versinkt, oder von einer reißenden Strömung fortgerissen wird,
snehapānaṃ tathā'bhyaṅgaḥ pracchardanavirecane| hiraṇyalābhaḥ kalahaḥ svapne bandhaparājayau
Ölgenuss ebenso wie Einölung, Erbrechen und Abführen, das Erlangen von Gold, Streit, im Traum Gefangennahme und Niederlage,
upānadyuganāśaśca prapātaḥ pādacarmaṇoḥ| harṣaḥ svapne prakupitaiḥ pitṛbhiścāvabhartsanam
der Verlust eines Sandalenpaares, das Abschälen der Fußsohlenhaut, Freude im Traum in Gegenwart erzürnter Vorfahren (pitṛ) und deren Schelten und Drohen,
dantacandrārkanakṣatradevatādīpacakṣuṣām | patanaṃ vā vināśo vā svapne bhedo nagasya vā
das Herabfallen oder die Zerstörung von Zähnen, Mond, Sonne, Sternen, Götterbildern, Lampe oder Augen im Traum, oder das Zerbersten eines Berges,
raktapuṣpaṃ vanaṃ bhūmiṃ pāpakarmālayaṃ citām| guhāndhakārasambādhaṃ svapne yaḥ praviśatyapi
wer im Traum einen Wald mit roten Blüten betritt, ödes Land, die Wohnstätte eines Übeltäters, einen Scheiterhaufen oder eine dunkle, enge Höhle,
raktamālī hasannuccairdigvāsā dakṣiṇāṃ diśam| dāruṇāmaṭavīṃ svapne kapiyuktena yāti vā
oder wer, mit roter Girlande geschmückt, laut lachend, nur von den Himmelsrichtungen bekleidet (nackt), im Traum auf einem von einem Affen gezogenen Gefährt in einen schrecklichen Wald nach Süden fährt —
kāṣāyiṇāmasaumyānāṃ nagnānāṃ daṇḍadhāriṇām| kṛṣṇānāṃ raktanetrāṇāṃ svapne necchanti darśanam
den Anblick von in ockerfarbene Gewänder gekleideten, unheilvoll wirkenden, nackten, stockbewehrten, schwarzen, rotäugigen Gestalten wünscht man sich im Traum nicht.
kṛṣṇā pāpā nirācārā dīrghakeśanakhastanī| virāgamālyavasanā svapne kālaniśā matā
Eine schwarze, böse, sittenlose Frau mit langen Haaren, langen Nägeln und langen Brüsten, mit verfärbter Girlande und verfärbtem Gewand — sie gilt im Traum als die ‚dunkle Nacht' (kālaniśā, die personifizierte Todesnacht).
ityete dāruṇāḥ svapnā rogī yairyāti pañcatām| arogaḥ saṃśayaṃ gatvā kaścideva pramucyate
Dies also sind die schrecklichen Träume, durch die der Kranke den Tod (pañcatva, wörtlich „die Fünfheit“, die Auflösung in die fünf Elemente) erleidet; ein Gesunder gerät dadurch nur in eine ungewisse Lage, und nur mancher wird davon gänzlich verschont.
manovahānāṃ pūrṇatvāddoṣairatibalaistribhiḥ| srotasāṃ dāruṇān svapnān kāle paśyati dāruṇe
Weil die geistführenden Kanäle (srotas) von den drei doṣas (vāta, pitta, kapha) übermäßig stark erfüllt sind, sieht man zur schrecklichen Zeit schreckliche Träume.
nātiprasuptaḥ puruṣaḥ saphalānaphalāṃstathā| indriyeśena manasā svapnān paśyatyanekadhā
Ein Mensch, der nicht zu tief schläft, sieht mit dem Geist (manas), dem Herrn der Sinne, auf vielerlei Weise Träume, die von Bedeutung sind oder auch bedeutungslos.
dṛṣṭaṃ śrutānubhūtaṃ ca prārthitaṃ kalpitaṃ tathā| bhāvikaṃ doṣajaṃ caiva svapnaṃ saptavidhaṃ viduḥ
Man kennt sieben Arten von Träumen: den Gesehenen, den Gehörten, den Erlebten, den Erwünschten, den Erdachten, den Zukunftsweisenden und den doṣa-bedingten.
tatra pañcavidhaṃ pūrvamaphalaṃ bhiṣagādiśet| divāsvapnamatihrasvamatidīrghaṃ ca buddhimān
Von diesen soll der kluge Arzt die ersten fünf von vornherein als bedeutungslos erklären, ebenso den Tagtraum sowie den allzu kurzen und den allzu langen Traum.
dṛṣṭaḥ prathamarātre yaḥ svapnaḥ so'lpaphalo bhavet| na svapedyaṃ punardṛṣṭvā sa sadyaḥ syānmahāphalaḥ
Ein Traum, der in der ersten Nachtwache gesehen wird, hat nur geringe Bedeutung; der Traum aber, nach dessen Erscheinen man nicht wieder einschläft, hat sogleich große Bedeutung.
akalyāṇamapi svapnaṃ dṛṣṭvā tatraiva yaḥ punaḥ| paśyet saumyaṃ śubhākāraṃ tasya vidyācchubhaṃ phalam
Auch wenn jemand einen unheilvollen Traum gesehen hat und danach, in derselben Nacht, noch einmal einen milden, glückverheißenden Traum sieht, so soll man wissen: dessen Ergebnis ist günstig.
tatra ślokaḥ- pūrvarūpāṇyatha svapnān ya imān vetti dāruṇān| na sa mohādasādhyeṣu karmāṇyārabhate bhiṣak
Dazu der Vers: Wer diese Vorzeichen und diese schrecklichen Träume kennt, der Arzt beginnt bei unheilbaren Fällen nicht aus Unwissenheit eine Behandlung.'