Adhyāya 6: ṣaṣṭho 'dhyāyaḥ – suṣumnopāsanā-cintā-nirodha-nirūpaṇam
Sechster Adhyāya: Die Verehrung der Suṣumnā, die inneren Wallfahrtsorte und die Zügelung des Denkens (79 Verse)
Der sechste Adhyāya beantwortet Hiraṇyagarbhas Frage nach der Art der Verehrung (upāsanā). Nach einer Anrufung der Śakti als Suṣumnā, Kuṇḍalinī, Nektar und Manonmanī zitiert der Text den Vers der Kaṭha- und Chāndogya-Upaniṣad von den hundertundeins Kanälen des Herzens und erklärt die Suṣumnā zum Brahma-Kanal, in dem Sonne, Mond, Feuer, alle Welten, Veden und Wissenschaften enthalten sind (Verse 3–14). Die Kuṇḍalinī wird als „Grundlage“ (ādhāra) und als Sarasvatī gepriesen; das Anhalten des Windes im Ādhāra-Cakra lässt den Körper beben, den Yogin tanzen und die Welt im eigenen Leib sichtbar werden (Verse 22–34). Eine Litanei mit der Anapher „wenn in der Suṣumnā …“ und die Verinnerlichung der heiligen Geographie – Gaṅgā, Maṇikarṇikā, Śrīśaila, Vārāṇasī, Kedāra, Pferdeopfer wiegen nicht den sechzehnten Teil der Suṣumnā-Meditation auf – gehören zu den eindrücklichsten Partien des Textes (Verse 35–46). Es folgen die Ortsbestimmung der Śaktis in der Stirn, die aus der Yogacūḍāmaṇi bekannten Verse über die von Prāṇa und Apāna hin- und hergeworfene Seele und das Haṃsa-Mantra, die Deutung des Oṃ mit seinen drei Moren und eine Lehre vom Denken (citta) als Ursache der Welt, das dort weilt, wo der Wind ist, und das durch Betrachtung des Denkorgans mit dem Denkorgan zur Unmanī aufsteigt (Verse 47–72). Die Schlussverse fassen den Yoga in dem Bild vom Feuer im Holz und der Lampe im Krug zusammen: Erst wenn das Wort des Lehrers den Krug des Leibes zerbricht, leuchtet die Erkenntnis des Brahman auf, und mit dem Lehrer als Steuermann überquert man das Meer des Werdens.
[Hiraṇyagarbha sprach:] Nenne mir, o höchster Herr, die Art der Verehrung (upāsanā), durch deren bloßes Erkennen man vom Daseinskreislauf befreit wird.
Der Suṣumnā, der Kuṇḍalinī, dem Nektar aus der Mondscheibe, der Manonmanī, der großen Kraft, deren Wesen Bewusstsein ist – dir sei Verehrung!
Wort für Wort
suṣumnāyai
der Suṣumnā (Dat.Sg.)
kuṇḍalinyai
der Kuṇḍalinī (Dat.Sg.)
sudhāyai
dem Nektar (Dat.Sg.)
candra-maṇḍalāt
aus der Mondscheibe (Abl.Sg.)
manonmanyai
der Manonmanī (Dat.Sg.)
namaḥ tubhyam
Verehrung dir (Dat.)
mahā-śaktyai
der großen Śakti (Dat.Sg.)
cit-ātmane
deren Wesen Bewusstsein ist (Dat.Sg.)
Vorlage: kuṇḍalīnyai; zu kuṇḍalinyai berichtigt. Der Anrufungsvers gilt der Śakti in ihren Erscheinungsformen; manonmanī („der Geist über dem Geist“) ist der Zustand jenseits des Denkens.
śataṃ caikā ca hṛdayasya nāḍyas tāsāṃ mūrdhānam abhiniḥsṛtaikā | tayordhvam āyann amṛtatvam eti viṣvaṅṅ anyā utkramaṇe bhavanti ||4||
Hundertundeins sind die Kanäle des Herzens; einer von ihnen führt zum Scheitel hinaus. Wer durch ihn nach oben geht, gelangt zur Unsterblichkeit; die anderen dienen beim Verlassen [des Leibes] nach allen Richtungen.
Wort für Wort
śatam ca ekā ca
hundert und eine (Nom.)
hṛdayasya nāḍyaḥ
die Kanäle des Herzens (Nom.Pl.)
tāsām
von ihnen (Gen.Pl.)
mūrdhānam abhiniḥsṛtā ekā
einer zum Scheitel hinausführend (Nom.Sg.f.)
tayā ūrdhvam āyan
durch ihn nach oben gehend (Instr.Sg.; Part.Präs.)
ekottaraṃ nāḍi-śataṃ tāsāṃ madhye parā smṛtā | suṣumnā tu pare līnā virajā brahma-rūpiṇī ||5||
Hundertundeins Kanäle [sind es]; unter ihnen gilt die Suṣumnā als die höchste – sie ist im Höchsten aufgegangen, staublos, von der Gestalt des Brahman.
In diesem Bereich hinter dem After [beginnt] der Lautenstab (das Rückgrat), der den Leib trägt; er reicht als langer Knochen bis zum Ende des Leibes und wird „Brahma-Kanal“ genannt.
Wort für Wort
gudasya pṛṣṭha-bhāge asmin
in diesem Bereich hinter dem After (Lok.Sg.)
vīṇā-daṇḍaḥ
der Lautenstab (Nom.Sg.)
saḥ deha-bhṛt
der den Leib trägt (Nom.Sg.)
dīrgha-asthi-deha-paryantam
als langer Knochen bis zum Ende des Leibes (Akk.Sg., adv.)
An seinem Ende ist eine feine Höhlung; [auch diese] wird von den Weisen „Brahma-Kanal“ genannt. Zwischen Iḍā und Piṅgalā liegt die Suṣumnā in Sonnengestalt;
die Welten der Wesen, die Himmelsrichtungen, die Länder, Meere, Berge und Felsen, die Inseln und Flüsse, die Veden, Lehrschriften, Wissenschaften, Künste und Laute,
die Töne, Mantras und Purāṇas, und all diese Eigenschaften (guṇa) insgesamt; der Same, der aus dem Samen bestehende Feldkenner (kṣetra-jña) [als Same] von ihnen, die Lebenswinde –
Mit der Wurzel oben und den Zweigen unten [ist dieses Geflecht] auf dem Weg des Windes alldurchdringend; zweiundsiebzigtausend Kanäle sind es, in denen der Wind sich bewegt.
Wort für Wort
ūrdhva-mūlam
mit der Wurzel oben (Nom.Sg.n.)
adhaḥ-śākham
mit den Zweigen unten (Nom.Sg.n.)
vāyu-mārgeṇa
auf dem Weg des Windes (Instr.Sg.)
sarva-gam
alldurchdringend (Nom.Sg.n.)
dvi-saptati-sahasrāṇi
zweiundsiebzigtausend (Nom.Pl.)
nāḍyaḥ syuḥ
Kanäle sind (3.Pl.Opt.)
vāyu-gocarāḥ
Bereich des Windes (Nom.Pl.)
„Wurzel oben, Zweige unten“: das Bild des umgekehrten Feigenbaums (Kaṭha-Upaniṣad 6,1; Bhagavadgītā 15,1), hier auf das Nāḍī-Geflecht bezogen.
Auf jedem Weg sind sie hohl, quer verlaufend, ihrem Wesen nach Hohlräume [Anm.: suṣirātmatāḥ der Vorlage ist sprachlich unregelmäßig]. Durch das Verschließen aller Tore der Kuṇḍalī unten und oben
Wort für Wort
sarva-mārgeṇa
auf jedem Weg (Instr.Sg.)
suṣirāḥ
hohl (Nom.Pl.)
tiryañcaḥ
quer verlaufend (Nom.Pl.)
suṣira-ātmatāḥ [?]
ihrem Wesen nach hohl (Nom.Pl., unregelmäßig)
adhaḥ ca ūrdhvam ca
unten und oben
kuṇḍalyāḥ
der Kuṇḍalī (Gen.Sg.)
sarva-dvāra-nirodhanāt
durch das Verschließen aller Tore (Abl.Sg.)
suṣirātmatāḥ (statt suṣirātmakāḥ) ist grammatisch auffällig; als Beiwort zu den Nāḍīs verstanden.
vāyunā saha jīvordhva-jñānān mokṣam avāpnuyāt | jñātvā suṣumnāṃ tad-bhedaṃ kṛtvā pāyuṃ ca madhya-gam ||16||
erlangt man durch das Wissen vom Aufstieg der Seele zusammen mit dem Wind die Erlösung. Man erkenne die Suṣumnā, durchbreche sie, ziehe den After in die Mitte,
Wort für Wort
vāyunā saha
zusammen mit dem Wind (Instr.Sg.)
jīva-ūrdhva-jñānāt
durch das Wissen vom Aufstieg des Jīva (Abl.Sg.)
mokṣam avāpnuyāt
erlangt Erlösung (3.Sg.Opt.)
jñātvā suṣumnām
die Suṣumnā erkannt habend (Absol.)
tat-bhedam kṛtvā
deren Durchbrechung vollzogen habend (Absol.)
pāyum ca madhya-gam
und den After in die Mitte gehend [gemacht] (Akk.Sg.)
kṛtvā tu caindava-sthāne ghrāṇa-randhre nirodhayet | dvi-saptati-sahasrāṇi nāḍī-dvārāṇi pañjare ||17||
und halte [den Wind], nachdem man ihn an den Ort des Mondes gebracht hat, im Nasenloch an. Zweiundsiebzigtausend Kanalöffnungen sind in diesem Käfig [dem Leib];
die Suṣumnā ist die Kraft Śambhus (śāmbhavī śakti), alle übrigen aber sind ohne Belang. Wenn die Hṛllekhā, die höchste Seligkeit, an der Gaumenwurzel festgestellt ist,
Wort für Wort
suṣumnā
die Suṣumnā (Nom.Sg.)
śāmbhavī śaktiḥ
die Śakti Śambhus (Nom.Sg.)
śeṣāḥ tu anye
die übrigen aber (Nom.Pl.)
nirarthakāḥ
ohne Belang (Nom.Pl.)
hṛt-lekhe
bei der Hṛllekhā (Lok.Sg.)
parama-ānande
der höchsten Seligkeit (Lok.Sg.)
tālu-mūle vyavasthite
an der Gaumenwurzel festgestellt (Lok.abs.)
hṛllekhā („Herzensritzung“) ist in der tantrischen Terminologie die Keimsilbe hrīṃ bzw. die Herzensregung der Śakti.
ata ūrdhvaṃ nirodhe tu madhyamaṃ madhya-madhyamam | uccārayet parāṃ śaktiṃ brahma-randhra-nivāsinīm | yadi bhramara-sṛṣṭiḥ syāt saṃsāra-bhramaṇaṃ tyajet ||19||
soll man darüber, beim Anhalten, das Mittlere, die Mitte der Mitte, [durchschreiten und] die höchste Kraft, die in der Brahma-Öffnung wohnt, emporführen. Entsteht dabei das Summen einer Biene, so lässt man das Umherirren im Daseinskreislauf hinter sich.
Wort für Wort
ataḥ ūrdhvam
darüber, von da an aufwärts
nirodhe tu
beim Anhalten (Lok.Sg.)
madhyamam
das Mittlere (Akk.Sg.)
madhya-madhyamam
die Mitte der Mitte (Akk.Sg.)
uccārayet
soll emporführen, aussprechen (3.Sg.Opt.Kaus.)
parām śaktim
die höchste Kraft (Akk.Sg.)
brahma-randhra-nivāsinīm
die in der Brahma-Öffnung wohnt (Akk.Sg.f.)
yadi bhramara-sṛṣṭiḥ syāt
wenn ein Bienen-Summen entstünde (3.Sg.Opt.)
saṃsāra-bhramaṇam tyajet
lässt man das Umherirren im Saṃsāra (3.Sg.Opt.)
Dreizeiliger Vers. bhramara-sṛṣṭi: der bienengleiche innere Klang (vgl. Bhrāmarī-Kumbhaka, Haṭhapradīpikā 2,68, und die Nāda-Stufen 4,84–87).
Ihn, der im Gehen und Kommen [des Atems] weilt und doch frei von Gehen und dergleichen ist, die Leuchte in Gestalt des Bewusstseins, die die Blindheit der Finsternis zerstört – ihn, der im Innern aller Menschen weilt, schaue ich; ich verneige mich vor dem Haṃsa, der Gestalt des höchsten Selbst.
Wort für Wort
gama-āgama-stham
im Gehen und Kommen weilend (Akk.Sg.)
gamana-ādi-śūnyam
frei von Gehen usw. (Akk.Sg.)
cit-rūpa-dīpam
die Leuchte in Bewusstseinsgestalt (Akk.Sg.)
timira-andha-nāśam
die Blindheit der Finsternis zerstörend (Akk.Sg.)
paśyāmi tam
ich schaue ihn (1.Sg.Präs.)
sarva-jana-antara-stham
im Innern aller Menschen weilend (Akk.Sg.)
namāmi haṃsam
ich verneige mich vor dem Haṃsa (1.Sg.Präs.)
parama-ātma-rūpam
in Gestalt des höchsten Selbst (Akk.Sg.)
Upajāti-Metrum. Der Haṃsa ist der Atem als Träger des Selbst (vgl. 6,54 und Yogacūḍāmaṇi-Upaniṣad 31–33).
anāhatasya śabdasya tasya śabdasya yo dhvaniḥ | dhvaner antar-gataṃ jyotir jyotiṣo 'ntar-gataṃ manaḥ | tan mano vilayaṃ yāti tad viṣṇoḥ paramaṃ padam ||21||
Der Ton (dhvani) des unangeschlagenen Klanges (anāhata śabda) – im Innern dieses Tones ist das Licht, im Innern des Lichtes das Denkorgan. Wo dieses Denkorgan in die Auflösung eingeht, das ist die höchste Stätte Viṣṇus.
Manche nennen [die Suṣumnā] auch „Ādhāra“ (Grundlage), und die Suṣumnā [heißt auch] Sarasvatī. Aus der Grundlage entsteht das All, und in ihr eben löst sich das All wieder auf.
Darum nehme man mit aller Anstrengung Zuflucht zu den Füßen des Lehrers. Solange die Grundkraft (ādhāra-śakti) schläft, ist das All [nur] durch den Schlaf;
Wort für Wort
tasmāt
darum
sarva-prayatnena
mit aller Anstrengung (Instr.Sg.)
guru-pādam samāśrayet
nehme Zuflucht zu den Füßen des Lehrers (3.Sg.Opt.)
Durch den Glanz des Grund-Cakras (ādhāra-cakra) [entsteht] ein Leuchten wie von einer Masse von Blitzen. Dann ist die Befreiung ohne Zweifel – wenn der Lehrer selbst zufrieden ist.
Durch das Anhalten des Windes im Grund[-Cakra] wird das All eben dort geschaut. Die Schöpfung [hat] die Grundlage, die Grundlage [zur Stütze]; in der Grundlage sind alle Gottheiten, in der Grundlage alle Veden – darum nehme man Zuflucht zur Grundlage.
Wort für Wort
ādhāra-vāta-rodhena
durch das Anhalten des Windes im Ādhāra (Instr.Sg.)
viśvam tatra eva dṛśyate
das All wird eben dort geschaut (3.Sg.Pass.)
sṛṣṭim
die Schöpfung (Akk.Sg.)
ādhāram ādhāram
die Grundlage, die Grundlage (Akk.Sg.)
ādhāre sarva-devatāḥ
in der Grundlage alle Gottheiten (Lok.Sg.; Nom.Pl.)
ādhāre sarva-vedāḥ ca
und in der Grundlage alle Veden (Nom.Pl.)
tasmāt ādhāram āśrayet
darum nehme man Zuflucht zur Grundlage (3.Sg.Opt.)
Dreizeiliger Vers; die Wendung sṛṣṭim ādhāram ādhāram ist elliptisch (etwa: sṛṣṭir ādhāram [āśritā]).
ādhāre paścime bhāge tri-veṇī-saṅgamo bhavet | tatra snātvā ca pītvā ca naraḥ pāpāt pramucyate ||30||
Im hinteren Teil der Grundlage ist der Zusammenfluss der drei Ströme (triveṇī); wer dort badet und trinkt, wird von der Sünde befreit.
Wort für Wort
ādhāre paścime bhāge
im hinteren Teil der Grundlage (Lok.Sg.)
tri-veṇī-saṅgamaḥ bhavet
ist der Zusammenfluss der drei Ströme (3.Sg.Opt.)
tatra snātvā ca pītvā ca
dort gebadet und getrunken habend (Absol.)
naraḥ pāpāt pramucyate
der Mensch wird von der Sünde befreit (3.Sg.Pass.)
Triveṇī: der Zusammenfluss von Gaṅgā, Yamunā und Sarasvatī bei Prayāga, im Körper die Vereinigung von Iḍā, Piṅgalā und Suṣumnā (vgl. Vers 41–46 zur Verinnerlichung der Wallfahrtsorte).
Im hinteren Teil der Grundlage steht die [göttliche] Gestalt, mit [ihrem] Namen benannt. [Die Yogins,] deren [Wind], nachdem er die sechs Cakras durchbrochen hat, aus der Brahma-Öffnung hinausgegangen ist,
halten [den Wind] links und rechts an, treten durch die Suṣumnā ein, und wenn sie innen in die Brahma-Öffnung eingegangen sind, gelangen sie zum höchsten Ziel.
wenn bei den Einsichtigen der Lebensatem in der Suṣumnā still wird, wenn durch das Eintreten in die Suṣumnā Mond und Sonne in die Auflösung eingegangen sind –
tadā samarasaṃ bhāvaṃ yo jānāti sa yoga-vit | suṣumnāyāṃ yadā yasya mriyate manaso rayaḥ ||37||
wer dann den Zustand der Gleichgestimmtheit (samarasa) kennt, der ist ein Kenner des Yoga. Wenn bei einem in der Suṣumnā der Ansturm des Denkorgans erstirbt,
In der Gaṅgā und im Meer zu baden und sich vor der Maṇikarṇikā zu verneigen – [das alles] wiegt nicht den sechzehnten Teil der Erforschung des mittleren Kanals (madhya-nāḍī) auf.
Wort für Wort
gaṅgāyām sāgare snātvā
in der Gaṅgā und im Meer gebadet habend (Lok.Sg.; Absol.)
natvā ca maṇikarṇikām
und sich vor der Maṇikarṇikā verneigt habend (Absol.)
madhya-nāḍī-vicārasya
der Erforschung des mittleren Kanals (Gen.Sg.)
kalām na arhanti ṣoḍaśīm
wiegen nicht den sechzehnten Teil auf (3.Pl.Präs.)
Maṇikarṇikā: der berühmte Ghāṭ und Teich in Vārāṇasī. Die Verse 41–46 setzen die Verinnerlichung der Wallfahrt fort: Die Suṣumnā ist das eigentliche Tīrtha.
śrī-śaila-darśanān muktir vārāṇasyāṃ mṛtasya ca | kedārodaka-pānena madhya-nāḍī-pradarśanāt ||42||
Die Befreiung, [die man erhofft] vom Anblick des Śrīśaila, vom Sterben in Vārāṇasī, vom Trinken des Wassers von Kedāra – [sie kommt] vom Schauen des mittleren Kanals.
Wort für Wort
śrī-śaila-darśanāt
vom Anblick des Śrīśaila (Abl.Sg.)
muktiḥ
Befreiung (Nom.Sg.)
vārāṇasyām mṛtasya ca
und des in Vārāṇasī Gestorbenen (Lok.Sg.; Gen.Sg.)
Welcher Mensch auch immer beständig in der Suṣumnā verweilt (wörtlich: Umgang pflegt), der ist von allen Sünden befreit und erlangt das höchste Heil (niḥśreyasa).
Die Suṣumnā allein ist der höchste Wallfahrtsort (tīrtha), die Suṣumnā allein das höchste Murmelgebet (japa), die Suṣumnā allein die höchste Meditation, die Suṣumnā allein das höchste Ziel.
In der Brahma-Öffnung, dem großen Ort, weilt beständig die Heilvolle (śivā), die Bewusstseinskraft (cic-chakti), die höchste Göttin, fest gegründet in der Mitte.
Die Kraft der Täuschung (māyā-śakti) [weilt] im vorderen Teil der Stirn, ebenso im Lotos des Raumes; die höchste Kraft in Klanggestalt aber im mittleren
Teil; die Kraft, die aus dem Bindu besteht, im hinteren Abschnitt der Stirn. Und inmitten des Bindu weilt die Einzelseele (jīvātman) in feiner Gestalt,
prāṇāpāna-vaśo jīvo hy adhaś cordhvaṃ ca dhāvati | vāma-dakṣiṇa-mārgeṇa cañcalatvān na dṛśyate ||51||
Unter der Gewalt von Prāṇa und Apāna läuft die Seele nach unten und nach oben, auf dem linken und dem rechten Weg; wegen ihrer Unruhe wird sie nicht gesehen.
Wort für Wort
prāṇa-apāna-vaśaḥ jīvaḥ
die von Prāṇa und Apāna beherrschte Seele (Nom.Sg.)
hi adhaḥ ca ūrdhvam ca dhāvati
läuft nach unten und nach oben (3.Sg.Präs.)
vāma-dakṣiṇa-mārgeṇa
auf dem linken und rechten Weg (Instr.Sg.)
cañcalatvāt
wegen der Unruhe (Abl.Sg.)
na dṛśyate
wird nicht gesehen (3.Sg.Pass.)
Verse 51–54 entsprechen Yogacūḍāmaṇi-Upaniṣad 27–32 und Gorakṣaśataka 38–42.
kandordhve kuṇḍalī-śaktir mukti-rūpā hi yoginām | bandhanāya ca mūḍhānāṃ yas tāṃ vetti sa yoga-vit ||55||
Oberhalb der Knolle (kanda) liegt die Kuṇḍalī-Śakti; für die Yogins ist sie Gestalt der Befreiung, für die Toren aber Fessel. Wer sie kennt, ist ein Kenner des Yoga.
Wort für Wort
kanda-ūrdhve
oberhalb der Knolle (Lok.Sg.)
kuṇḍalī-śaktiḥ
die Kuṇḍalī-Śakti (Nom.Sg.)
mukti-rūpā hi yoginām
für die Yogins Gestalt der Befreiung (Nom.Sg.f.; Gen.Pl.)
bandhanāya ca mūḍhānām
für die Toren aber zur Fesselung (Dat.Sg.; Gen.Pl.)
yaḥ tām vetti
wer sie kennt (3.Sg.Präs.)
saḥ yoga-vit
der ist Yoga-Kenner (Nom.Sg.)
Haṭhapradīpikā 3,107; Yogacūḍāmaṇi-Upaniṣad 36–37 (Sitz der Kuṇḍalinī über der Knolle).
bhūr bhuvaḥ svar ime lokāś candra-sūryāgni-devatāḥ | yāsu mātrāsu tiṣṭhanti tat paraṃ jyotir om iti ||56||
Die Welten Bhūr, Bhuvaḥ und Svar, die Gottheiten Mond, Sonne und Feuer – in welchen Moren (mātrā) sie enthalten sind, das ist das höchste Licht: Oṃ.
Wort für Wort
bhūḥ bhuvaḥ svaḥ
Bhūr, Bhuvaḥ, Svar (Nom.)
ime lokāḥ
diese Welten (Nom.Pl.)
candra-sūrya-agni-devatāḥ
die Gottheiten Mond, Sonne, Feuer (Nom.Pl.)
yāsu mātrāsu tiṣṭhanti
in welchen Moren sie enthalten sind (Lok.Pl.; 3.Pl.Präs.)
tat param jyotiḥ
das ist das höchste Licht (Nom.Sg.)
om iti
Oṃ – so
Vorlage: candrasūryā'gni-; als candra-sūryāgni- gelesen. Die drei Moren a, u, m des Oṃ; vgl. Yogacūḍāmaṇi-Upaniṣad 73–77 und Dhyānabindu-Upaniṣad 9–12.
Bewegt sich das Denken, so ist Daseinskreislauf; das Unbewegte wird Erlösung genannt. Darum mache man das Denken durch höchste Einsicht (prajñā) still, o Vidhi.
Das Denken ist die Ursache der Dinge; solange es besteht, [besteht] die Dreiwelt. Ist es geschwunden, ist die Welt geschwunden. Darum ist es mit Anstrengung zu behandeln [wie eine Krankheit].
Wort für Wort
cittam kāraṇam arthānām
das Denken ist Ursache der Dinge (Nom.Sg.; Gen.Pl.)
tasmin sati
solange es besteht (Lok.abs.)
jagat-trayam
die Dreiwelt (Nom.Sg.)
tasmin kṣīṇe
wenn es geschwunden ist (Lok.abs.)
jagat kṣīṇam
die Welt geschwunden (Nom.Sg.n.)
tat cikitsyam
das ist zu behandeln (Gerundiv)
prayatnataḥ
mit Anstrengung (Abl.)
Vgl. Haṭhapradīpikā 4,58–59 und Yogavāsiṣṭha (das Denken als Ursache der Welt).
mano 'haṃ gaganākāraṃ mano 'haṃ sarvato-mukham | mano 'haṃ sarvam ātmā ca na manaḥ kevalaḥ paraḥ ||60||
„Ich bin das Denkorgan, das die Gestalt des Raumes hat; ich bin das Denkorgan, das nach allen Seiten gewandt ist; ich bin das Denkorgan, das alles ist, und das Selbst“ – [doch] das Höchste, das Alleinige, ist nicht das Denkorgan.
Wort für Wort
manaḥ aham
ich bin das Denkorgan (Nom.Sg.)
gagana-ākāram
raumgestaltig (Nom.Sg.n.)
sarvataḥ-mukham
nach allen Seiten gewandt (Nom.Sg.n.)
sarvam ātmā ca
alles und das Selbst (Nom.Sg.)
na manaḥ
nicht das Denkorgan (Nom.Sg.)
kevalaḥ paraḥ
das Alleinige, Höchste (Nom.Sg.)
Der Vers stellt die Selbstidentifikation des Yogin mit dem all-umfassenden Geist der Aussage gegenüber, dass das absolute Höchste jenseits des Denkorgans liegt.
manaḥ karmāṇi jāyante mano lipyati pātakaiḥ | manaś ced unmanī-bhūyān na puṇyaṃ na ca pātakam ||61||
Aus dem Denkorgan entstehen die Taten; das Denkorgan wird von Sünden befleckt. Wird das Denkorgan aber zum Über-Denken (unmanī), dann gibt es weder Verdienst noch Sünde.
Wort für Wort
manaḥ
[aus dem] Denkorgan (Nom. für Abl.)
karmāṇi jāyante
die Taten entstehen (3.Pl.Präs.Med.)
manaḥ lipyati pātakaiḥ
das Denkorgan wird von Sünden befleckt (3.Sg.Präs.)
manaḥ cet
wenn das Denkorgan
unmanī-bhūyāt
zur Unmanī würde (3.Sg.Opt.)
na puṇyam na ca pātakam
weder Verdienst noch Sünde (Nom.Sg.)
manaḥ (Nom.) steht für manasaḥ (Abl.); lipyati für lipyate. Vgl. Haṭhapradīpikā 4,29–30.
manasā mana ālokya vṛtti-śūnyaṃ yadā bhavet | tataḥ paraṃ para-brahma dṛśyate ca sudurlabham ||62||
Wenn das Denkorgan, mit dem Denkorgan betrachtet, frei von Regungen (vṛtti) wird, dann wird das höchste Brahman geschaut, das so schwer zu erlangen ist.
Wort für Wort
manasā manaḥ ālokya
das Denkorgan mit dem Denkorgan betrachtend (Instr.Sg.; Absol.)
vṛtti-śūnyam
frei von Regungen (Nom.Sg.n.)
yadā bhavet
wenn es wird (3.Sg.Opt.)
tataḥ param
danach
para-brahma dṛśyate ca
und das höchste Brahman wird geschaut (3.Sg.Pass.)
manasā mana ālokya mukto bhavati yoga-vit | manasā mana ālokya unmany-antaṃ sadā smaret ||63||
Das Denkorgan mit dem Denkorgan betrachtend, wird der Yoga-Kenner befreit. Das Denkorgan mit dem Denkorgan betrachtend, gedenke man beständig des Endes im Über-Denken (unmanī).
Wort für Wort
manasā manaḥ ālokya
das Denkorgan mit dem Denkorgan betrachtend (Absol.)
manasā mana ālokya yoga-niṣṭhaḥ sadā bhavet | manasā mana ālokya dṛśyante pratyayā daśa ||64||
Das Denkorgan mit dem Denkorgan betrachtend, sei man stets im Yoga gegründet. Betrachtet man das Denkorgan mit dem Denkorgan, werden die zehn Vorzeichen (pratyaya) sichtbar;
Wort für Wort
manasā manaḥ ālokya
das Denkorgan mit dem Denkorgan betrachtend (Absol.)
yoga-niṣṭhaḥ
im Yoga gegründet (Nom.Sg.)
sadā bhavet
sei man stets (3.Sg.Opt.)
dṛśyante
werden gesehen (3.Pl.Pass.)
pratyayāḥ daśa
die zehn Vorzeichen (Nom.Pl.)
Die zehn Vorzeichen: wohl die zehn Stufen des inneren Klangs (Nāda) nach Haṃsa-Upaniṣad 16 (Cini, Ciñcinī, Glocke, Muschel, Laute, Zimbel, Flöte, Trommel, Pauke, Donner).
[Das Denken] lacht, jauchzt vor Freude, spielt, frohlockt; es entfaltet das Leben mittels des Intellekts, es fürchtet sich aus Angst nach allen Seiten,
Wort für Wort
hasati
lacht (3.Sg.Präs.)
ullasati prītyā
jauchzt vor Freude (3.Sg.Präs.; Instr.Sg.)
krīḍate modate
spielt, frohlockt (3.Sg.Präs.Med.)
tadā
dann
tanoti jīvanam
entfaltet das Leben (3.Sg.Präs.)
buddhyā
mittels des Intellekts (Instr.Sg.)
bibheti
fürchtet sich (3.Sg.Präs.)
sarvataḥ bhayāt
nach allen Seiten aus Angst (Abl.Sg.)
Die Verse 67–69 schildern die Regungen des Denkens (citta), um dann zu lehren, dass es sich stets dort aufhält, wo der Wind ist.
rodhyate budhyate śoke muhyate na ca sampadā | kampate śatru-kāryeṣu kāmena ramate hasan ||68||
es wird gehemmt, erwacht, wird im Kummer verwirrt – nicht aber durch Glück; es zittert bei den Machenschaften von Feinden, ergötzt sich lachend an der Begierde.
Wort für Wort
rodhyate
wird gehemmt (3.Sg.Pass.)
budhyate
erwacht (3.Sg.Präs.Med.)
śoke muhyate
wird im Kummer verwirrt (Lok.Sg.; 3.Sg.Präs.Med.)
na ca sampadā
nicht aber durch Glück (Instr.Sg.)
kampate
zittert (3.Sg.Präs.Med.)
śatru-kāryeṣu
bei den Machenschaften von Feinden (Lok.Pl.)
kāmena ramate hasan
ergötzt sich lachend an der Begierde (3.Sg.Präs.Med.; Part.Präs.)
Wenn man sich dessen erinnert, erkenne man das der Begierde hingegebene Denken im Leib: An welchem Ort der Wind weilt, dort weilt gewiss auch das Denken.
Das Denkorgan wird als der Mond bezeichnet, der Wind als die Sonne, der Blick als das Feuer. Bindu, Nāda und Kalā, o Brahman, haben Viṣṇu, Brahmā und Īśa als Gottheiten.
Wort für Wort
manaḥ candraḥ
das Denkorgan der Mond (Nom.Sg.)
raviḥ vāyuḥ
die Sonne der Wind (Nom.Sg.)
dṛṣṭiḥ agniḥ
der Blick das Feuer (Nom.Sg.)
udāhṛtaḥ
bezeichnet (Nom.Sg.)
bindu-nāda-kalāḥ
Bindu, Nāda und Kalā (Nom.Pl.)
brahman
o Brahman (Vok.)
viṣṇu-brahma-īśa-devatāḥ
mit Viṣṇu, Brahmā und Īśa als Gottheiten (Nom.Pl.)
Durch beständiges Nachforschen nach dem Klang (nāda) schwinden die Prägungen (vāsanā); Wind und Denkorgan lösen sich im Fleckenlosen auf, o Lotosgeborener.
mana eva hi binduś ca utpatti-sthiti-kāraṇam | manasotpadyate bindur yathā kṣīraṃ ghṛtātmakam ||73||
Das Denkorgan allein ist auch der Bindu, die Ursache von Entstehen und Bestehen. Aus dem Denkorgan entsteht der Bindu, wie die Milch [in sich] die Butter enthält.
Wort für Wort
manaḥ eva hi
das Denkorgan allein (Nom.Sg.)
binduḥ ca
auch der Bindu (Nom.Sg.)
utpatti-sthiti-kāraṇam
Ursache von Entstehen und Bestehen (Nom.Sg.)
manasā utpadyate binduḥ
aus dem Denkorgan entsteht der Bindu (Instr.Sg.; 3.Sg.Präs.Med.)
Hat man die sechs Cakras erkannt, trete man in den Kreis der Seligkeit ein; man ziehe den Wind ein, trete [mit ihm] ein und lenke ihn ebenso nach oben.
Wind, Bindu, ebenso Cakra und Denken übe man [zusammen]; durch die Versenkung (samādhi) mit dem Einen gelangen die Yogins gleichermaßen zur Unsterblichkeit.
Wort für Wort
vāyum bindum
Wind, Bindu (Akk.Sg.)
tathā cakram cittam ca eva
ebenso Cakra und Denken (Akk.Sg.)
samabhyaset
übe man (3.Sg.Opt.)
samādhim ekena
die Versenkung mit dem Einen (Akk.Sg.; Instr.Sg.)
samam
gleichermaßen, zugleich
amṛtam yānti yoginaḥ
die Yogins gelangen zur Unsterblichkeit (3.Pl.Präs.)
so heißt der eigene Leib „Krug“, und die Seele ist gleichsam jene [Lampen-]Stätte. Ist [der Krug] durch das Wort des Lehrers zerbrochen, leuchtet die Erkenntnis des Brahman auf.
Wort für Wort
sva-kāyam
der eigene Leib (Akk./Nom.Sg.)
ghaṭam iti uktam
wird „Krug“ genannt (Nom.Sg.n.)
yathā jīvaḥ hi tat-padam
wie die Seele jene Stätte [ist] (Nom.Sg.)
guru-vākya-samābhinne
wenn [er] durch das Wort des Lehrers zerbrochen ist (Lok.abs.)
brahma-jñānam prakāśate
die Brahman-Erkenntnis leuchtet auf (3.Sg.Präs.Med.)
Wer den Lehrer als Steuermann gewonnen hat und dessen Wort als festes Floß, der überquert kraft der Prägung durch Übung das Meer des Werdens. – So [lautet] die Upaniṣad.
Wort für Wort
karṇa-dhāram gurum prāpya
den Lehrer als Steuermann gewonnen habend (Absol.)
oṃ saha nāv avatu | saha nau bhunaktu | saha vīryaṃ karavāvahai | tejasvi nāv adhītam astu | mā vidviṣāvahai || oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ || oṃ tat sat || iti yogaśikhopaniṣadi ṣaṣṭho 'dhyāyaḥ ||6|| iti yogaśikhopaniṣat samāptā ||
Oṃ. Er möge uns beide behüten. Er möge uns beide nähren. Gemeinsam wollen wir Kraft wirken. Kraftvoll sei, was wir beide gelernt haben. Nicht wollen wir einander hassen. Oṃ, Friede, Friede, Friede. Oṃ, das ist das Wahre. – So [endet] in der Yogaśikhā-Upaniṣad der sechste Adhyāya. So ist die Yogaśikhā-Upaniṣad vollendet.
Wort für Wort
saha nau avatu
er möge uns beide behüten (3.Sg.Imp.)
saha nau bhunaktu
er möge uns beide nähren (3.Sg.Imp.)
saha vīryam karavāvahai
gemeinsam wollen wir Kraft wirken (1.Du.Imp.Med.)
tejasvi nau adhītam astu
kraftvoll sei unser Gelerntes (3.Sg.Imp.)
mā vidviṣāvahai
nicht wollen wir einander hassen (1.Du.Inj.Med.)
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
Oṃ, Friede, Friede, Friede
oṃ tat sat
Oṃ, das [ist] das Wahre
iti yogaśikhā-upaniṣadi
so in der Yogaśikhā-Upaniṣad (Lok.Sg.)
ṣaṣṭhaḥ adhyāyaḥ
der sechste Adhyāya (Nom.Sg.)
iti yogaśikhā-upaniṣat samāptā
so ist die Yogaśikhā-Upaniṣad vollendet (Nom.Sg.f.)
Vorlage: tejasvinavadhītamastu; zu tejasvi nāv adhītam astu berichtigt. Die Reihenfolge von Friedensformel und Kapitelkolophon ist in der Vorlage vertauscht (Kolophon nach der Schlussformel); hier in der Reihenfolge der Vorlage belassen.