mayi varco atho yaśo 'tho yajñasya yatpayaḥ parameṣṭhī prajāpatirdivi dyāmiva dṛṃhatu
In mir sei Glanz und Ruhm und was die Milch [Anm.: Kraft] der Weihehandlung ist; Parameṣṭhin Prajāpati möge es festigen, wie den Himmel im Himmel [?].
Sāmaveda · Āraṇya-Ārcika
Vermischte Verse; teils Gebete um Glanz und Ruhm, teils Parallelen zum Ṛgveda.
mayi varco atho yaśo 'tho yajñasya yatpayaḥ parameṣṭhī prajāpatirdivi dyāmiva dṛṃhatu
In mir sei Glanz und Ruhm und was die Milch [Anm.: Kraft] der Weihehandlung ist; Parameṣṭhin Prajāpati möge es festigen, wie den Himmel im Himmel [?].
saṃ te payāṃsi samu yantu vājāḥ saṃ vṛṣṇyānyabhimātiṣāhaḥ āpyāyamāno amṛtāya soma divi śravāṃsyuttamāni dhiṣva
Zu dir sollen die Milchsäfte zusammenströmen, zusammen die Stärken, die Mannheiten, Bezwinger der Feinde; anschwellend zur Unsterblichkeit, Soma, setze im Himmel die höchsten Ruhmestaten fest.
tvamimā oṣadhīḥ soma viśvāstvamapo ajanayastvaṃ gāḥ tvamātanorurvā3ntarikṣaṃ tvaṃ jyotiṣā vi tamo vavartha
Du, Soma, hast alle diese Pflanzen, du die Wasser, du die Kühe gezeugt; du hast den weiten Luftraum ausgespannt, du hast mit Licht das Dunkel vertrieben.
agnimīḍe purohitaṃ yajñasya devamṛtvijam hotāraṃ ratnadhātamam
Agni rufe ich an, den Hauspriester [Anm.: wörtlich „den Vorangestellten“], den Gott, den Priester der Weihehandlung zur rechten Zeit, den Rufer, den besten Schatzbringer.
te manvata prathamaṃ nāma gonāṃ triḥ sapta paramaṃ nāma janān tā jānatīrabhyanūṣata kṣā āvirbhuvannaruṇīryaśasā gāvaḥ
Sie erkannten den ersten Namen der Kühe, dreimal sieben den höchsten Namen der Geschlechter [?]; diese, wissend, jubelten sie an; die Erden [?] ... es erschienen die rötlichen Kühe mit Herrlichkeit. [Anm.: Textzustand fraglich.]
samanyā yantyupayantyanyāḥ samānamūrvaṃ nadyaspṛṇanti tamū śuciṃ śucayo dīdivāṃsamapānnapātamupa yantyāpaḥ
Die einen fließen zusammen, die anderen hinzu; dieselbe Flut füllen die Flüsse; ihn, den Reinen, Strahlenden, den Sohn der Wasser, suchen die reinen Wasser auf.
ā prāgādbhadrā yuvatirahnaḥ ketūntsamīrtsati abhūdbhadrā niveśanī viśvasya jagato rātrī
Die glückliche junge Frau [Anm.: die Nacht] ist herangekommen; sie will die Zeichen des Tages in Bewegung setzen [?]. Glücklich wurde sie zur Ruhestätte, die Nacht der ganzen Welt.
prakṣasya vṛṣṇo aruṣasya nū mahaḥ pra no vaco vidathā jātavedase vaiśvānarāya matirnavyase śuciḥ soma iva pavate cāruragnaye
Für den mächtigen, stierhaften, rötlichen Prakṣa [?] bringen wir nun unser Wort hervor, in Weisheiten, für Jātavedas; für den neuen Vaiśvānara ist das Gedicht; rein wie Soma läutert sich der Anmutige für Agni.
viśve devā mama śṛṇvantu yajñamubhe rodasī apāṃ napācca manma mā vo vacāṃsi paricakṣyāṇi vocaṃ sumneṣvidvo antamā madema
Alle Götter sollen meine Weihehandlung hören, beide Welten und der Sohn der Wasser mein Gebet; nicht möge ich euch Worte sprechen, die verwerflich wären; in eurer Gunst, ihr Nächsten, mögen wir uns erfreuen.
yaśo mā dyāvāpṛthivī yaśo mendrabṛhaspatī yaśo bhagasya vindatu yaśo mā pratimucyatām yaśasvyā3syāḥ saṃ sado 'haṃ pravaditā syām
Ruhm möge mich finden bei Himmel und Erde, Ruhm bei Indra und Bṛhaspati, Ruhm bei Bhaga; Ruhm möge mir angelegt werden [?]. Ruhmreich möge ich in dieser Versammlung Sprecher sein.
indrasya nu vīryāṇi pravocaṃ yāni cakāra prathamāni vajrī ahannahimanvapastatarda pra vakṣaṇā abhinatparvatānām
Indras Heldentaten will ich nun verkünden, die als erste der Keulenträger vollbrachte: Er erschlug die Schlange, durchbohrte die Wasser [Anm.: Wasserläufe], brach die Rinnen der Berge auf.
agnirasmi janmanā jātavedā ghṛtaṃ me cakṣuramṛtaṃ ma āsan tridhāturarko rajaso vimāno 'jasraṃ jyotirhavirasmi sarvam
Agni bin ich von Geburt, Jātavedas; Schmelzbutter ist mein Auge, Unsterbliches ist in meinem Mund; dreifach ist der Strahl, Ausmesser des Raumes, unaufhörliches Licht; die Opfergabe bin ich, alles.
pātyagnirvipo agraṃ padaṃ veḥ pāti yahvaścaraṇaṃ sūryasya pāti nābhā saptaśīrṣāṇamagniḥ
Es behütet Agni, der Weise, den Anfang, den Standort des Vogels [?]; es behütet der Junge den Gang der Sonne; am Nabel behütet Agni den Siebenköpfigen [?]. [Anm.: Textzustand fraglich.]