Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Āraṇya-Ārcika

Kapitel 1 Āraṇya: Indra-, Varuṇa- und Soma-Verse, Ich-Rede der Speise

Gemischte Verse des Āraṇyakāṇḍa; Vers 594 ist eine Ich-Rede der Speise.

indra jyeṣṭhaṃ na ā bhara ojiṣṭhaṃ pupuri śravaḥ yaddidhṛkṣema vajrahasta rodasī obhe suśipra paprāḥ

Indra, bring uns das Beste, Kraftvollste, füll uns mit Hörens-/Ruhmwertem, damit wir Halt gewinnen, Keulenhand; beide Welten, Schönlippiger, hast du erfüllt.

indro rājā jagataścarṣaṇīnāmadhikṣamā viśvarūpaṃ yadasya tato dadāti dāśuṣe vasūni codadrādha upastutaṃ cidarvāk

Indra ist König der Welt und der Völker, auf Erden herrschend, dessen Gestalt vielförmig ist; daher gibt er dem Verehrer Güter; und der Gunst antreibt, [komme] hierher, auch zu dem Gepriesenen [?]. [Anm.: Textzustand fraglich.]

yasyedamā rajoyujastuje jane vanaṃ svaḥ indrasya rantyaṃ bṛhat

Wessen dies [?] ... den Raum-Anschirrer [?], dem Menschen zur Kraft, Wald, Licht: Indras Erfreuliches ist groß. [Anm.: Textzustand fraglich, Konstruktion unklar.]

uduttamaṃ varuṇa pāśamasmadavādhamaṃ vi madhyamaṃ śrathāya athāditya vrate vayaṃ tavānāgaso aditaye syāma

Die oberste Schlinge, Varuṇa, löse von uns, die unterste schneide ab, die mittlere entwinde; dann, Āditya, mögen wir in deinem Gebot schuldlos vor Aditi sein.

tvayā vayaṃ pavamānena soma bhare kṛtaṃ vi cinuyāma śaśvat tanno mitro varuṇo māmahantāmaditiḥ sindhuḥ pṛthivī uta dyauḥ

Mit dir, dem sich läuternden, Soma, mögen wir in der Schlacht das Gewonnene stets [?] aussondern; das gewähren uns Mitra, Varuṇa, Aditi, Sindhu, Erde und Himmel.

imaṃ vṛṣaṇaṃ kṛṇutaikaminmām

Macht diesen zum Stier, mich zum Einzigen [?]. [Anm.: ekam in mām; Wortgrenzen unsicher.]

sa na indrāya yajyave varuṇāya marudbhyaḥ varivovitparisrava

Er ströme für uns, für den verehrungswürdigen Indra, für Varuṇa, für die Marut, weiten Raum findend, ringsum.

enā viśvānyarya ā dyumnāni mānuṣāṇām siṣāsanto vanāmahe

Hiermit, Herr, mögen wir alle Glanzgaben der Menschen, sie zu gewinnen wünschend, erwerben.

ahamasmi prathamajā ṛtasya pūrvaṃ devebhyo amṛtasya nāma yo mā dadāti sa idevamāvadahamannamannamadantamadmi

Ich bin der Erstgeborene des Ṛta, älter als die Götter, Wesen [Anm.: nāma, „Name“] des Unsterblichen; wer mich gibt, der hilft mir fürwahr; ich, die Speise, esse den, der Speise isst.

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