agna āyūṃṣi pavasa āsuvorjamiṣaṃ ca naḥ āre bādhasva ducchunām
Agni, du läuterst Leben, und Kraft und Labung für uns; treibe fern weg das Unheil.
Sāmaveda · Āraṇya-Ārcika
Vers 629 entspricht RV 1.115.1; Verse 633-640 sind Sonnenverse (RV 1.50).
agna āyūṃṣi pavasa āsuvorjamiṣaṃ ca naḥ āre bādhasva ducchunām
Agni, du läuterst Leben, und Kraft und Labung für uns; treibe fern weg das Unheil.
vibhrāṅbṛhatpibatu somyaṃ madhvāyurdadhadyajñapatāvavihrutam vātajūto yo abhirakṣati tmanā prajāḥ piparti bahudhā vi rājati
Der Strahlende, Große soll den Soma trinken, den honigsüßen, Leben schenkend dem Herrn der Weihehandlung, unversehrt; der, vom Wind getrieben, selbst die Geschöpfe schützt, sie nährt und vielfach leuchtet. [Anm.: Subjekt nicht genannt.]
citraṃ devānāmudagādanīkaṃ cakṣurmitrasya varuṇasyāgneḥ āprā dyāvāpṛthivī antarikṣaṃ sūrya ātmā jagatastasthuṣaśca
Das bunte Antlitz [Anm.: Banner] der Götter ist aufgegangen, das Auge von Mitra, Varuṇa und Agni; es hat Himmel und Erde und den Luftraum erfüllt: Sūrya ist das Selbst des Beweglichen und des Stehenden.
āyaṃ gauḥ pṛśnirakramīdasadanmātaraṃ puraḥ pitaraṃ ca prayantsvaḥ
Diese scheckige Kuh ist gekommen; sie hat sich vor der Mutter niedergelassen und geht zum Vater hin, zum Licht.
antaścarati rocanāsya prāṇādapānatī vyakhyanmahiṣo divam
Innen bewegt sich sein Leuchten, ausatmend nach dem Einatmen; der Büffel hat den Himmel überschaut.
triṃṣaddhāma vi rājati vākpataṅgāya dhīyate prati vastoraha dyubhiḥ
Dreißig Stätten leuchtet er; die Rede wird dem Vogel gegeben [?]; dem Morgen entgegen, mit den Tagen.
apa tye tāyavo yathā nakṣatrā yantyaktubhiḥ sūrāya viśvacakṣase
Weg gehen jene Sterne wie Diebe mit den Nächten, der allschauenden Sonne wegen.
adṛśrannasya ketavo vi raśmayo janāṃ anu bhrājanto agnayo yathā
Sichtbar wurden seine Zeichen, die Strahlen, bei den Menschen entlang, leuchtend wie Feuer.
taraṇirviśvadarśato jyotiṣkṛdasi sūrya viśvamābhāsi rocanam
Rasch, allschaubar, Lichtmacher bist du, Sūrya; du erleuchtest den ganzen Lichtraum.
pratyaṅ devānāṃ viśaḥ pratyaṅṅudeṣi mānuṣān pratyaṅ viśvaṃ svardṛśe
Den Scharen der Götter gegenüber gehst du auf, den Menschen gegenüber, dem All gegenüber, damit man das Licht sehe.
yenā pāvaka cakṣasā bhuraṇyantaṃ janāṃ anu tvaṃ varuṇa paśyasi
Mit dem Blick, o Läuterer, mit dem du auf den Regsamen, die Menschen entlang, schaust, du, Varuṇa.
uddyāmeṣi rajaḥ pṛthvahā mimāno aktubhiḥ paśyañjanmāni sūrya
Du gehst auf in den Himmel, den weiten Raum, die Tage mit den Nächten messend, die Geburten [Anm.: Wesen] schauend, Sūrya.
ayukta sapta śundhyuvaḥ sūro rathasya naptryaḥ tābhiryāti svayuktibhiḥ
Sieben Stuten hat der Sūrya angeschirrt, die reinigenden [?], die Töchter [?] des Wagens; mit ihnen fährt er, den selbst Angeschirrten.
sapta tvā harito rathe vahanti deva sūrya śociṣkeśaṃ vicakṣaṇa
Sieben Falben ziehen dich am Wagen, Gott Sūrya, du Flammenhaariger, Weitschauender.