Quellen der Menschheit

Taittirīya-Saṃhitā (Kṛṣṇa-Yajurveda) · Kāṇḍa 5

Prapāṭhaka 2

viṣṇumukhā vai devāśchandobhirimā3ṃllokānanapa jayyamabhyajayan yadviṣṇukramānkramate viṣṇureva bhūtvā yajamānaśchandobhirimā3ṃllokānanapajayyamabhi jayati viṣṇoḥ kramo'syabhimātihetyāha gāyatrī vai pṛthivī traiṣṭubhamantarikṣaṃ jāgatī dyaurānuṣṭubhīrdiśaśchandobhirevemā3ṃllokān, yathāpūrvamabhi jayati prajāpatiragnimasṛjata so'smāthsṛṣṭaḥ parāṅaittametayānvaidakrandaditi tayā vai so'gneḥ priyaṃ dhāmāvāruṃdha yadetāmanvāhāgnerevaitayā priyaṃ dhāmāva ruṃdha īśvaro vā eṣa parāṅpradagho yo viṣṇukramānkramate catasṛbhirā vartate catvāri chandāṃsi chandāṃsi khalu vā agneḥ priyā tanūḥ priyāmevāsya tanuvamabhi paryāvartate dakṣiṇā paryāvartate svameva vīryamanu paryāvartate tasmāddakṣiṇo'rdha ātmano vīryāvattaro'tho ādityasyaivāvṛtamanu paryāvartate śunaḥśepamājīgartiṃ varuṇo'gṛhṇāthsa etāṃ vāruṇīmapaśyattayā vai sa ātmānaṃ varuṇapāśādamuñcadvaruṇo vā etaṃ gṛhṇāti ya ukhāṃ pratimuñcata uduttamaṃ varuṇapāśamasmadityāhātmānamevaitayā varuṇapāśānmuñcatyā tvāhārṣamityāhāhyenaṃ harati dhruvastiṣṭhāvicācalirityāha pratiṣṭhityai viśastvā sarvāvāñchantvityāha viśaivainaṃ samardhayatyasminrāṣṭramadhi śrayetyāha rāṣṭramevāsmindhruvamakaryaṃ kāmayeta rāṣṭra2ṃ syāditi taṃ manasā dhyāyedrāṣṭrameva bhava tyagre bṛhannuṣasāmūrdhvo asthādityāhāgramevainaṃ samānānāṃ karoti nirjagmivāntamasa ityāha tama evāsmādapa hanti jyotiṣāgādityāha jyotirevāsmindadhāti catasṛbhiḥ sādayati catvāri chandāṃsi chandobhirevāticchaṃdasottamayā varṣma vā eṣā chaṃdasāṃ yadaticchandā varṣmaivainaṃ samānānāṃ karoti sadvatī bhavati sattvamevainaṃ gamayati vāthsapreṇopa tiṣṭhata etena vai vathsaprīrbhālandano'gneḥ priyaṃ dhāmāvāruṃdhāgnerevaitena priyaṃ dhāmāva ruṃdha ekādaśaṃ bhavatyekadhaiva yajamāne vīryaṃ dadhāti stomena vai devā asmi3ṃlloka ārdhnuvañchandobhiramuṣminthstomasyeva khalu vā etadrūpaṃ yadvāthsapraṃ yadvāthsapreṇopa tiṣṭhata imameva tena lokamabhi jayati yadviṣṇukramānkramate'mumeva tairlokamabhi jayati pūrvedyuḥ pra krāmatyuttaredyurupa tiṣṭhate tasmādyoge'nyāsāṃ prajānāṃ manaḥ, kṣeme'nyāsāṃ tasmādyāyāvaraḥ, kṣemyasyeśe tasmādyāyāvaraḥ, kṣemyamadhyavasyati muṣṭī karoti vācaṃ yacchati yajñasya dhṛtyai sṛṣṭo1bhyetayā bhavati sadvatyupa tiṣṭhate dvicatvāriṃśacca

Die Götter, mit Viṣṇu an der Spitze, eroberten mit den Metren diese Welten, sodass sie unbesiegbar wurden. Wenn der Opferherr die Viṣṇu-Schritte schreitet, erobert er, selbst zu Viṣṇu geworden, mit den Metren diese Welten uneinnehmbar. „Der Schritt des Viṣṇu bist du, gegen die feindliche Absicht gerichtet“ – so spricht er. Gāyatrī ist die Erde, Triṣṭubh die Luftregion, Jagatī der Himmel, Anuṣṭubh die Himmelsrichtungen – mit den Metren erobert er eben diese Welten, wie zuvor. Prajāpati erschuf Agni; dieser, von ihm erschaffen, ging fort. „Diesem folgte er, rufend“ – so lautet der Spruch; damit gewann jener sich die liebe Stätte des Agni; weil er diesen Spruch danach spricht, gewinnt er sich eben damit die liebe Stätte des Agni. Er ist ja mächtig, fortgehend versengend [?]; wer die Viṣṇu-Schritte schreitet, kehrt mit vier Versen um, den vier Metren; die vier Metren sind ja der liebe Leib des Agni; um eben seinen lieben Leib wendet er sich beim Umschreiten. Rechtsherum wendet er sich; er wendet sich eben der eigenen Kraft gemäß; deshalb ist die rechte Körperhälfte kraftvoller; auch wendet er sich eben dem Umlauf der Sonne gemäß. Varuṇa hatte Śunaḥśepa, den Sohn des Ajīgarta, ergriffen; dieser erblickte diesen zu Varuṇa gehörigen Vers; damit befreite er sich selbst von der Fessel Varuṇas. Varuṇa ergreift ja den, der sich den Feuertopf um den Hals bindet. „Löse den obersten Strick der Varuṇa-Fessel von uns“ – so spricht er; damit löst er eben sich selbst von der Varuṇa-Fessel. „Dich habe ich dir weggenommen“ – so spricht er, denn er trägt ihn ja fort. „Bleib fest, unerschütterlich“ – so spricht er, zur Festigung. „Der Stamm soll dich ganz begehren“ – so spricht er; durch den Stamm eben lässt er ihn gedeihen. „Auf diesen möge sich das Reich stützen“ – so spricht er; damit macht er das Reich eben auf ihm fest begründet. Wer sich wünschen mag: „Ich möchte ein Reich haben“, der soll ihn im Geiste bedenken: „Werde eben zum Reich.“ „Zuvor erhob sie sich hoch, an der Spitze der Morgenröten“ – so spricht er; damit macht er ihn eben zur Spitze seinesgleichen. „Fortgegangen aus der Finsternis“ – so spricht er; eben damit vertreibt er von ihm die Finsternis. „Mit Licht ist er gekommen“ – so spricht er; eben damit legt er Licht in ihn. Mit vier Versen lässt er ihn niedersetzen, den vier Metren; mit den Metren eben, mittels des Aticchandas als des höchsten – das Übermetrum ist ja der Gipfel der Metren; weil es das Übermetrum ist, macht er ihn eben zum Gipfel seinesgleichen. Er wird reich an Habe; er lässt ihn eben zur Habe gelangen. Mit dem Vātsapra-Vers tritt man heran; mit diesem gewann Vātsaprī Bhālandana sich die liebe Stätte des Agni; eben damit gewinnt man sich die liebe Stätte des Agni. Er wird elffach; damit legt er dem Opferherrn auf einmal Kraft bei. Durch das Preislied gelangten die Götter ja zu dieser Welt hier; mit den Metren gelangten sie zu jener Welt; das ist eben die Gestalt des Preisliedes: die des Vātsapra-Verses. Womit man den Vātsapra-Vers verehrt, damit erobert man eben diese Welt hier; wenn er die Viṣṇu-Schritte schreitet, erobert er eben mit ihnen jene Welt dort. Am Vortag schreitet er vor, am folgenden Tag tritt er heran; deshalb ist bei der einen Art anderer Geschöpfe der Sinn auf Erwerb gerichtet, bei der anderen auf Besitz und Ruhe; deshalb ist die eine Art wandernd, und sie herrscht über die sesshafte; deshalb hält sich der Wandernde beim Sesshaften nieder. Er ballt die Fäuste, hält die Rede zurück, zur Festigung des Opfers; „entlassen“ – mit diesem Wort tritt er heran; er wird dadurch Besitzer von Habe. Und zweiundvierzig Wörter.

Wort für Wort
viṣṇumukhā
mit Viṣṇu an der Spitze
vai
ja
devāśchandobhirimā3ṃllokānanapa
die Götter, mit den Metren, diese Welten, un(besiegbar)-
jayyamabhyajayan
-zu erobernde; sie eroberten
yadviṣṇukramānkramate
wenn er die Viṣṇu-Schritte schreitet
viṣṇureva
selbst zu Viṣṇu
bhūtvā
geworden
yajamānaśchandobhirimā3ṃllokānanapajayyamabhi
der Opferherr, mit den Metren, diese unbesiegbaren Welten, hin-
jayati
-erobert er
viṣṇoḥ
des Viṣṇu
kramo'syabhimātihetyāha
'der Schritt bist du, den Feind abwehrend' - so spricht er
gāyatrī
Gāyatrī
vai
ja
pṛthivī
[ist] die Erde
traiṣṭubhamantarikṣaṃ
Triṣṭubh [ist] die Luftregion
jāgatī
Jagatī
dyaurānuṣṭubhīrdiśaśchandobhirevemā3ṃllokān,
[ist] der Himmel; Anuṣṭubh [sind] die Himmelsrichtungen; mit den Metren eben diese Welten,
yathāpūrvamabhi
wie zuvor, hin-
jayati
-erobert er
prajāpatiragnimasṛjata
Prajāpati erschuf Agni
so'smāthsṛṣṭaḥ
dieser, von ihm erschaffen,
parāṅaittametayānvaidakrandaditi
ging fort; 'diesem folgte er mit diesem, rufend' - so [der Spruch]
tayā
mit diesem [Spruch]
vai
ja
so'gneḥ
er, des Agni
priyaṃ
liebe
dhāmāvāruṃdha
Stätte gewann er
yadetāmanvāhāgnerevaitayā
weil er diesen [Spruch] danach spricht, des Agni eben mit diesem
priyaṃ
liebe
dhāmāva
Stätte
ruṃdha
gewinnt er
īśvaro
mächtig [ist]
vā
ja
eṣa
dieser
parāṅpradagho
fortgehend versengend [?]
yo
wer
viṣṇukramānkramate
die Viṣṇu-Schritte schreitet
catasṛbhirā
mit vier [Versen] um-
vartate
-wendet er sich
catvāri
vier
chandāṃsi
Metren
chandāṃsi
die Metren
khalu
fürwahr
vā
ja
agneḥ
des Agni
priyā
liebe
tanūḥ
[sind der] Leib
priyāmevāsya
eben seinen lieben
tanuvamabhi
Leib hin-
paryāvartate
-wendet er sich um
dakṣiṇā
rechtsherum
paryāvartate
wendet er sich um
svameva
der eigenen
vīryamanu
Kraft gemäß
paryāvartate
wendet er sich um
tasmāddakṣiṇo'rdha
deshalb [ist] die rechte Hälfte
ātmano
des Körpers
vīryāvattaro'tho
kraftvoller; auch
ādityasyaivāvṛtamanu
der Sonne eben dem Umlauf gemäß
paryāvartate
wendet er sich um
śunaḥśepamājīgartiṃ
Śunaḥśepa, den Sohn des Ajīgarta,
varuṇo'gṛhṇāthsa
hatte Varuṇa ergriffen; dieser
etāṃ
diesen [Vers]
vāruṇīmapaśyattayā
zu Varuṇa gehörigen erblickte; mit diesem
vai
ja
sa
er
ātmānaṃ
sich selbst
varuṇapāśādamuñcadvaruṇo
von der Varuṇa-Fessel befreite; Varuṇa
vā
ja
etaṃ
diesen
gṛhṇāti
ergreift
ya
wer
ukhāṃ
den Feuertopf
pratimuñcata
sich umbindet
uduttamaṃ
den obersten [Strick] los
varuṇapāśamasmadityāhātmānamevaitayā
'der Varuṇa-Fessel von uns' - so spricht er; sich selbst eben mit diesem
varuṇapāśānmuñcatyā
von der Varuṇa-Fessel löst; mit diesem
tvāhārṣamityāhāhyenaṃ
'dich habe ich dir weggenommen' - so spricht er, denn ihn
harati
trägt er fort
dhruvastiṣṭhāvicācalirityāha
'bleib fest, unerschütterlich' - so spricht er
pratiṣṭhityai
zur Festigung
viśastvā
der Stamm dich
sarvāvāñchantvityāha
'ganz möge begehren' - so spricht er
viśaivainaṃ
durch den Stamm eben ihn
samardhayatyasminrāṣṭramadhi
lässt er gedeihen; 'auf diesen das Reich sich stützen'-
śrayetyāha
-'möge' - so spricht er
rāṣṭramevāsmindhruvamakaryaṃ
das Reich eben auf ihm fest macht er; wer
kāmayeta
begehren mag
rāṣṭra2ṃ
'ein Reich'
syāditi
'möge es sein' - [so denkt er]
taṃ
den [Wunsch]
manasā
mit dem Geist
dhyāyedrāṣṭrameva
soll er bedenken: 'zum Reich eben
bhava
werde!'
tyagre
so [heißt es]; 'an der Spitze,
bṛhannuṣasāmūrdhvo
hoch, der Morgenröten, aufgerichtet
asthādityāhāgramevainaṃ
stand sie auf' - so spricht er; zur Spitze eben ihn
samānānāṃ
seinesgleichen
karoti
macht er
nirjagmivāntamasa
'fortgegangen aus der Finsternis'
ityāha
so spricht er
tama
die Finsternis
evāsmādapa
eben von ihm weg
hanti
vertreibt er
jyotiṣāgādityāha
'mit Licht ist er gekommen' - so spricht er
jyotirevāsmindadhāti
Licht eben in ihn legt er
catasṛbhiḥ
mit vier [Versen]
sādayati
lässt er niedersetzen
catvāri
vier
chandāṃsi
Metren
chandobhirevāticchaṃdasottamayā
mit den Metren eben, mittels des Aticchandas als des höchsten
varṣma
[ist] Gipfel
vā
ja
eṣā
dies
chaṃdasāṃ
der Metren
yadaticchandā
weil es das Übermetrum [ist]
varṣmaivainaṃ
zum Gipfel eben ihn
samānānāṃ
seinesgleichen
karoti
macht er
sadvatī
reich an Habe
bhavati
wird er
sattvamevainaṃ
zur Habe eben ihn
gamayati
lässt er gelangen
vāthsapreṇopa
mit dem Vātsapra-Vers heran-
tiṣṭhata
-tritt man
etena
mit diesem
vai
ja
vathsaprīrbhālandano'gneḥ
Vātsaprī Bhālandana, des Agni,
priyaṃ
liebe
dhāmāvāruṃdhāgnerevaitena
Stätte gewann; des Agni eben mit diesem
priyaṃ
liebe
dhāmāva
Stätte
ruṃdha
gewinnt man
ekādaśaṃ
elffach
bhavatyekadhaiva
wird er; auf einmal eben
yajamāne
dem Opferherrn
vīryaṃ
Kraft
dadhāti
legt er bei
stomena
durch das Preislied
vai
ja
devā
die Götter
asmi3ṃlloka
zu dieser Welt
ārdhnuvañchandobhiramuṣminthstomasyeva
gelangten; mit den Metren zu jener; des Preisliedes eben
khalu
fürwahr
vā
ja
etadrūpaṃ
[ist] diese Gestalt
yadvāthsapraṃ
nämlich die des Vātsapra
yadvāthsapreṇopa
womit man mit dem Vātsapra-Vers heran-
tiṣṭhata
-tritt
imameva
eben diese
tena
damit
lokamabhi
Welt hin-
jayati
-erobert er
yadviṣṇukramānkramate'mumeva
wenn er die Viṣṇu-Schritte schreitet, eben jene
tairlokamabhi
mit ihnen die Welt hin-
jayati
-erobert er
pūrvedyuḥ
am Vortag
pra
vor-
krāmatyuttaredyurupa
-schreitet er; am folgenden Tag heran-
tiṣṭhate
-tritt er
tasmādyoge'nyāsāṃ
deshalb ist bei der einen Art anderer,
prajānāṃ
Geschöpfe,
manaḥ,
der Sinn auf Erwerb [gerichtet],
kṣeme'nyāsāṃ
bei der anderen auf Besitz,
tasmādyāyāvaraḥ,
deshalb [ist die eine] wandernd,
kṣemyasyeśe
über den Sesshaften herrscht sie
tasmādyāyāvaraḥ,
deshalb der Wandernde
kṣemyamadhyavasyati
hält sich beim Sesshaften nieder
muṣṭī
die Fäuste
karoti
ballt er
vācaṃ
die Rede
yacchati
hält er zurück
yajñasya
des Opfers
dhṛtyai
zur Festigung
sṛṣṭo1bhyetayā
'entlassen' - [damit] tritt er heran
bhavati
wird er
sadvatyupa
Besitzer der Habe; heran-
tiṣṭhate
-tritt er
dvicatvāriṃśacca
und zweiundvierzig [Wörter]

annapate'nnasya no dehītyāhāgnirvā annapatiḥ sa evāsmā annaṃ prayacchatyanamīvasya śuṣmiṇa ityāhāyakṣmasyeti vāvaitadāha pra pradātāraṃ tāriṣa ūrjaṃ no dhehi dvipade catuṣpada ityāhāśiṣamevaitāmā śāsta udu tvā viśve devā ityāha prāṇā vai viśve devāḥ prāṇairevainamudyacchate'gne bharantu cittibhirityāha yasmā evainaṃ cittāyodyacchate tenaivainaṃ samardhayati catasṛbhirā sādayati catvāri chandāṃsi chandobhirevāticchaṃdasottamayā varṣma vā eṣā chaṃdasāṃ yadaticchandā varṣmaivainaṃ samānānāṃ karoti sadvatī bhavati sattvamevainaṃ gamayati predagne jyotiṣmān yāhītyāha jyotirevāsmindadhāti tanuvā vā eṣa hinasti yaṃ hinasti mā hiṃsīstanuvā prajā ityāha prajābhya evainaṃ śamayati rakṣāṃsi vā etadyajñaṃ sacante yadana uthsarjatyakrandadityanvāha rakṣasāmapahatyā anasā vahantyapacitimevāsmindadhāti tasmādanasvī ca rathī cātithīnāmapacitatamā vapacitimānbhavati ya evaṃ veda samidhāgniṃ duvasyateti ghṛtānuṣiktāmavasite samidhamā dadhāti yathātithaya āgatāya sarpiṣvadātithyaṃ kriyate tādṛgeva tadgāyatriyā brāhmaṇasya gāyatro hi brāhmaṇastriṣṭubhā rājanyasya traiṣṭubho hi rājanyo'psu bhasma pra veśayatyapsuyonirvā agniḥ svāmevainaṃ yoniṃ gamayati tisṛbhiḥ pra veśayati trivṛdvā agniryāvānevāgnistaṃ pratiṣṭhāṃ gamayati parā vā eṣo'gniṃ vapati yo'psu bhasma praveśayati jyotiṣmatībhyāmava dadhāti jyotirevāsmindadhāti dvābhyāṃ pratiṣṭhityai parā vā eṣa prajāṃ paśūn, vapati yo'psu bhasma praveśayati punarūrjā saha rayyeti punarudaiti prajāmeva paśūnātmandhatte punastvādityā rudrā vasavaḥ samindhatāmityāhaitā vā etaṃ devatā agre samaindhata tābhirevainaṃ samindhe bodhā sa bodhītyupa tiṣṭhate bodhayatyevainaṃ tasmāthsuptvā prajāḥ pra budhyante yathāsthānamupa tiṣṭhate tasmādyathāsthānaṃ paśavaḥ punaretyopa tiṣṭhante vai viśve devā jyotiṣmānapacitatamau trivṛdvā ādityā dvicatvāriṃśacca

„Herr der Speise, gib uns Speise“ – so spricht er. Agni ist ja der Herr der Speise; er selbst reicht ihm dann die Speise dar. „Des Kranklosen, des Kraftvollen“ – so spricht er; „nicht des Siechtums“, das meint er damit eigentlich. „Vorwärts, o Retter, geleite uns, gib uns Nahrungskraft, dem Zweifüßler und dem Vierfüßler“ – so spricht er; eben damit erbittet er diesen Segenswunsch. „Empor mögen dich alle Götter heben“ – so spricht er; die Lebensatmen sind ja die Allgötter; mit den Lebensatmen eben hebt er ihn empor. „O Agni, sie mögen dich tragen mit ihren Gedanken“ – so spricht er; wem er ihn mit Bedacht darreicht, dem lässt er ihn eben gedeihen. Mit vier Versen lässt er ihn niedersetzen, den vier Metren; mit den Metren eben, mittels des Aticchandas als des höchsten – das Übermetrum ist ja der Gipfel der Metren; weil es das Übermetrum ist, macht er ihn eben zum Gipfel seinesgleichen. Er wird reich an Habe; er lässt ihn eben zur Habe gelangen. „Vorwärts, o Agni, geh, lichtvoll“ – so spricht er; eben damit legt er Licht in ihn. Er verletzt ja mit dem Leib, wen er verletzt; „mit dem Leib verletze nicht die Nachkommenschaft“ – so spricht er; eben damit stellt er ihn für die Nachkommenschaft gnädig. Die Unholde begleiten ja das Opfer; wenn man den Karrenwagen entlässt, so spricht er dazu „er hat gerufen“; damit tötet er die Unholde ab. Sie fahren mit dem Karren; damit erweist er ihm Ehrerbietung; deshalb ist, wer einen Karren und einen Wagen besitzt, unter den Gästen der am meisten Geehrte – wer dies so weiß, wird der am meisten Geehrte. „Mit einem Brennscheit erweise Agni Ehre“ – so heißt es; er legt das mit geschmolzener Butter besprengte Brennscheit auf das Zerlegte; so wie einem ankommenden Gast Gastfreundschaft mit Butter erwiesen wird, ebenso geschieht es hier. Mit dem Gāyatrī-Vers geschieht es für den Brahmanen, denn zum Gāyatrī gehört ja der Brahmane; mit dem Triṣṭubh-Vers für den Adligen, denn zum Triṣṭubh gehört ja der Adlige. Er lässt Asche ins Wasser gehen; Agni hat ja im Wasser seinen Ursprung; damit lässt er ihn eben zu seinem eigenen Ursprung gelangen. Mit drei Versen lässt er sie hineingehen; dreifach ist ja Agni; so weit Agni reicht, so weit lässt er ihn zum festen Stand gelangen. Wer Asche ins Wasser gehen lässt, der streut Agni gleichsam fort; mit zwei lichtvollen Versen setzt er nieder; eben damit legt er Licht in ihn; mit zweien, zur Festigung. Wer Asche ins Wasser gehen lässt, der streut ja die Nachkommenschaft und das Vieh fort; „wieder mit Nahrungskraft, mit Reichtum“ – so spricht er; er kommt wieder herauf; eben damit setzt er sich selbst wieder Nachkommenschaft und Vieh in sich ein. „Wieder sollen dich die Ādityas, die Rudras, die Vasus entzünden“ – so spricht er; diese Gottheiten haben ihn ja zuvor entzündet; eben mit ihnen entzündet er ihn. „Erwache, dass du erwachst“ – damit tritt er heran; damit lässt er ihn eben erwachen; deshalb erwachen die Geschöpfe, nachdem sie geschlafen haben. Er tritt gemäß seiner rechten Stellung heran; deshalb kommen die Tiere gemäß ihrer rechten Stellung wieder zurück, wenn sie herantreten. Die Allgötter, der Lichtvolle, der am meisten Geehrte – zweifach; dreifach die Ādityas. Und zweiundvierzig Wörter.

Wort für Wort
annapate'nnasya
o Herr der Speise! Der Speise
no
uns
dehītyāhāgnirvā
gib! - so spricht er; Agni [ist] ja
annapatiḥ
der Herr der Speise
sa
er
evāsmā
eben ihm
annaṃ
die Speise
prayacchatyanamīvasya
reicht dar; 'des Kranklosen,
śuṣmiṇa
des Kraftvollen'
ityāhāyakṣmasyeti
so spricht er; 'nicht des Siechtums' - so [meint er eigentlich]
vāvaitadāha
eben das sagt er damit
pra
vorwärts,
pradātāraṃ
o Retter,
tāriṣa
geleite [uns]
ūrjaṃ
Nahrungskraft
no
uns
dhehi
gib
dvipade
dem Zweifüßler
catuṣpada
und dem Vierfüßler
ityāhāśiṣamevaitāmā
so spricht er; eben diesen Segenswunsch
śāsta
erbittet er
udu
empor
tvā
dich
viśve
alle
devā
Götter [mögen heben]
ityāha
so spricht er
prāṇā
die Lebensatmen
vai
ja
viśve
sind alle
devāḥ
Götter
prāṇairevainamudyacchate'gne
mit den Lebensatmen eben hebt er ihn empor; 'o Agni,
bharantu
sie mögen tragen'
cittibhirityāha
mit ihren Gedanken' - so spricht er
yasmā
wem
evainaṃ
eben ihn
cittāyodyacchate
mit Bedacht darreicht
tenaivainaṃ
dem eben ihn
samardhayati
lässt er gedeihen
catasṛbhirā
mit vier [Versen] um-
sādayati
-lässt er niedersetzen
catvāri
vier
chandāṃsi
Metren
chandobhirevāticchaṃdasottamayā
mit den Metren eben, mittels des Aticchandas als des höchsten
varṣma
[ist] Gipfel
vā
ja
eṣā
dies
chaṃdasāṃ
der Metren
yadaticchandā
weil es das Übermetrum [ist]
varṣmaivainaṃ
zum Gipfel eben ihn
samānānāṃ
seinesgleichen
karoti
macht er
sadvatī
reich an Habe
bhavati
wird er
sattvamevainaṃ
zur Habe eben ihn
gamayati
lässt er gelangen
predagne
vorwärts, o Agni,
jyotiṣmān
lichtvoll
yāhītyāha
geh! - so spricht er
jyotirevāsmindadhāti
Licht eben in ihn legt er
tanuvā
mit dem Leib
vā
ja
eṣa
er
hinasti
verletzt
yaṃ
wen
hinasti
er verletzt
mā
nicht
hiṃsīstanuvā
verletze! Mit dem Leib
prajā
die Nachkommenschaft
ityāha
so spricht er
prajābhya
für die Nachkommenschaft
evainaṃ
eben ihn
śamayati
stellt er gnädig
rakṣāṃsi
die Unholde
vā
ja
etadyajñaṃ
dieses Opfer
sacante
begleiten
yadana
wenn den Karrenwagen
uthsarjatyakrandadityanvāha
man entlässt, spricht er dazu: 'er hat gerufen'
rakṣasāmapahatyā
zur Abwehr der Unholde
anasā
mit dem Karren
vahantyapacitimevāsmindadhāti
fahren sie; Ehrerbietung eben ihm erweist er
tasmādanasvī
deshalb, wer einen Karren besitzt
ca
und
rathī
einen Wagen [besitzt]
cātithīnāmapacitatamā
und unter den Gästen am meisten geehrt [ist]
vapacitimānbhavati
wird der am meisten Geehrte
ya
wer
evaṃ
so
veda
weiß
samidhāgniṃ
mit einem Brennscheit Agni
duvasyateti
erweise Ehre! - so heißt es
ghṛtānuṣiktāmavasite
das mit geschmolzener Butter besprengte [Brennscheit] auf das Zerlegte
samidhamā
das Brennscheit
dadhāti
legt er
yathātithaya
wie einem Gast
āgatāya
einem angekommenen
sarpiṣvadātithyaṃ
mit Butter Gastfreundschaft
kriyate
erwiesen wird
tādṛgeva
ebenso geschieht
tadgāyatriyā
es hier; mit dem Gāyatrī-Vers
brāhmaṇasya
für den Brahmanen
gāyatro
zum Gāyatrī gehört
hi
denn
brāhmaṇastriṣṭubhā
der Brahmane; mit dem Triṣṭubh-Vers
rājanyasya
für den Adligen
traiṣṭubho
zum Triṣṭubh gehört
hi
denn
rājanyo'psu
der Adlige; ins Wasser
bhasma
die Asche
pra
hinein-
veśayatyapsuyonirvā
-lässt er gehen; im Wasser hat ja seinen Ursprung
agniḥ
Agni
svāmevainaṃ
zu seinem eigenen eben ihn
yoniṃ
Ursprung
gamayati
lässt er gelangen
tisṛbhiḥ
mit drei [Versen]
pra
hinein-
veśayati
-lässt er sie gehen
trivṛdvā
dreifach [ist] ja
agniryāvānevāgnistaṃ
Agni; so weit eben Agni [reicht], so weit
pratiṣṭhāṃ
zum festen Stand
gamayati
lässt er gelangen
parā
fort
vā
ja
eṣo'gniṃ
streut er Agni
vapati
gleichsam,
yo'psu
wer ins Wasser
bhasma
Asche
praveśayati
gehen lässt
jyotiṣmatībhyāmava
mit zwei lichtvollen [Versen] nieder-
dadhāti
-setzt er
jyotirevāsmindadhāti
Licht eben in ihn legt er
dvābhyāṃ
mit zweien
pratiṣṭhityai
zur Festigung
parā
fort
vā
ja
eṣa
er streut
prajāṃ
die Nachkommenschaft
paśūn,
und das Vieh,
vapati
wer
yo'psu
ins Wasser
bhasma
Asche
praveśayati
gehen lässt
punarūrjā
'wieder mit Nahrungskraft,
saha
zusammen
rayyeti
mit Reichtum' - so spricht er
punarudaiti
er kommt wieder herauf
prajāmeva
Nachkommenschaft eben
paśūnātmandhatte
und Vieh setzt er in sich selbst ein
punastvādityā
'wieder dich die Ādityas,
rudrā
die Rudras,
vasavaḥ
die Vasus
samindhatāmityāhaitā
sollen entzünden' - so spricht er; diese
vā
ja
etaṃ
ihn
devatā
Gottheiten
agre
zuvor
samaindhata
hatten entzündet
tābhirevainaṃ
mit ihnen eben ihn
samindhe
entzündet er
bodhā
'erwache,
sa
dass
bodhītyupa
du erwachst' - damit tritt er heran-
tiṣṭhate
-heran
bodhayatyevainaṃ
lässt er erwachen eben ihn
tasmāthsuptvā
deshalb, nachdem sie geschlafen haben,
prajāḥ
die Geschöpfe
pra
auf-
budhyante
-erwachen
yathāsthānamupa
gemäß seiner Stellung heran-
tiṣṭhate
-tritt er
tasmādyathāsthānaṃ
deshalb gemäß ihrer Stellung
paśavaḥ
die Tiere
punaretyopa
wieder kommen zurück; wenn sie heran-
tiṣṭhante
-treten
vai
[dies sind] ja
viśve
die Allgötter,
devā
[und der Lichtvolle usw.]
jyotiṣmānapacitatamau
der Lichtvolle, der am meisten Geehrte - [als] Paar
trivṛdvā
dreifach aber
ādityā
[bei] den Ādityas
dvicatvāriṃśacca
und zweiundvierzig [Wörter]

yāvatī vai pṛthivī tasyai yama ādhipatyaṃ parīyāya yo vai yamaṃ devayajanamasyā aniryācyāgniṃ cinute yamāyainaṃ sa cinute'petetyadhyavasāyayati yamameva devayajanamasyai niryācyātmane'gniṃ cinuta iṣvagreṇa vā asyā anāmṛtamicchanto nāvindante devā etadyajurapaśyannapeteti yadetenādhyavasāyayatya nāmṛta evāgniṃ cinuta uddhanti yadevāsyā amedhyaṃ tadapa hantyapo'vokṣati śāntyai sikatāni vapatyetadvā agnervaiśvānarasya rūpaṃ rūpeṇaiva vaiśvānaramava ruṃdha ūṣānni vapati puṣṭirvā eṣā prajananaṃ yadūṣāḥ puṣṭyāmeva prajanane'gniṃ cinute'tho saṃjñāna eva saṃjñānagg hyetat paśūnāṃ yadūṣā dyāvāpṛthivī sahāstāṃ te viyatī abrūtāmastveva nau saha yajñiyamiti yadamuṣyā yajñiyamāsīttadasyāmadadhātta ūṣā abhavan yadasyā yajñiyamāsīttadamuṣyāmadadhāttadadaścandramasi kṛṣṇamūṣānnivapannado dhyāyeddyāvāpṛthivyoreva yajñiye'gniṃ cinute'yaṃ so agniriti viśvāmitrasya sūktaṃ bhavatyetena vai viśvāmitro'gneḥ priyaṃ dhāmāvāruṃdhāgnerevaitena priyaṃ dhāmāva ruṃdhe chandobhirvai devāḥ suvarga3ṃlokamāyañcatasraḥ prācīrupa dadhāti catvāri chandāṃsi chandobhireva tadyajamānaḥ suvarga3ṃlokameti teṣāṃ suvarga3ṃlokaṃ yatāṃ diśaḥ samavlīyanta te dve purastāthsamīcī upādadhata dve paścāthsamīcī tābhirvai te diśo'dṛṃhan yaddve purastāthsamīcī upadadhāti dve paścāthsamīcī diśāṃ vidhṛtyā atho paśavo vai chandāṃsi paśūnevāsmai samīco dadhātyaṣṭāvupa dadhātyaṣṭākṣarā gāyatrī gāyatro'gniryāvānevāgnistaṃ cinute'ṣṭāvupa dadhātyaṣṭākṣarā gāyatrī gāyatrī suvarga3ṃlokamañjasā veda suvargasya lokasya prajñātyai trayodaśa lokaṃ pṛṇā upa dadhātyekaviṃśatiḥ saṃ padyante pratiṣṭhā vā ekaviṃśaḥ pratiṣṭhā gārhapatya ekaviṃśasyaiva pratiṣṭhāṃ gārhapatyamanu prati tiṣṭhati pratyagniṃ cikyānastiṣṭhati ya evaṃ veda pañca citīkaṃ cinvīta prathamaṃ cinvānaḥ pāṅkto yajñaḥ pāṅktāḥ paśavo yajñameva paśūnava ruṃdhe tri citīkaṃ cinvīta dvitīyaṃ cinvānastraya ime lokā eṣveva lokeṣu prati tiṣṭhatyeka citīkaṃ cinvīta tṛtīyaṃ cinvāna ekadhā vai suvargo loka ekavṛtaiva suvarga3ṃlokameti purīṣeṇābhyūhati tasmānmāṃsenāsthi channaṃ na duścarmā bhavati ya evaṃ veda pañca citayo bhavanti pañcabhiḥ purīṣairabhyūhati daśa saṃ padyante daśākṣarā virāḍannaṃ virāḍvirājyevānnādye prati tiṣṭhati adhyavasāyayati hyetadviśvāmitrasyādadhata dve lokasya lokeṣu saptacatvāriṃśacca

So groß die Erde ist, über sie erlangte Yama die Oberherrschaft. Wer nun, ohne den Opferplatz von ihr losgebeten zu haben, Agni aufschichtet, der schichtet ihn für Yama auf. „Geh fort“ – damit lässt er sie zustimmen; eben indem er den Opferplatz von ihr losbittet, schichtet er sich Agni für sich selbst auf. Am äußersten Ende [?] suchten die Götter, das Unsterbliche begehrend, und fanden es nicht; sie erblickten diesen Opferspruch: „geh fort“ – indem sie damit die Erde zustimmen ließen, schichteten sie eben Agni unsterblich auf; sie schlagen dabei hinaus, was an ihr unrein ist. Er besprengt sie mit Wasser, zur Beruhigung; er streut Kies aus – das ist ja die Gestalt Agni Vaiśvānaras; durch die Gestalt eben gewinnt er sich den Vaiśvānara. Er streut salzige Erde aus; die salzige Erde ist ja Gedeihen, nämlich Erzeugung; im Gedeihen, in der Erzeugung, schichtet er eben Agni auf. Auch ist das eben Einverständnis; Einverständnis nämlich ist die salzige Erde für das Vieh. Himmel und Erde waren beisammen; als sie sich trennten, sprachen die beiden: „uns beiden gemeinsam soll das Opferwürdige gehören.“ Was von jenem, dem Himmel, opferwürdig war, das legte sie, die Erde, in sich; daraus entstand die salzige Erde. Was von dieser, der Erde, opferwürdig war, das legte jener in sich; daraus entstand jener schwarze Fleck im Mond. Indem man die salzige Erde ausstreut, denke man an jenen Fleck; im Opferwürdigen von Himmel und Erde eben schichtet er Agni auf. „Dieser also ist Agni“ – das ist der Sūkta-Spruch des Viśvāmitra; mit diesem gewann sich Viśvāmitra die liebe Stätte des Agni; eben mit diesem gewinnt man sich die liebe Stätte des Agni. Durch die Metren gelangten die Götter ja zur Himmelswelt; er legt vier nach Osten gerichtete hin, die vier Metren; eben durch die Metren gelangt der Opferherr dann zur Himmelswelt. Als sie, während sie zur Himmelswelt gingen, sich versammelten, die Himmelsrichtungen, da legten sie zwei nach Osten zusammengehörige und zwei nach Westen zusammengehörige hin; mit diesen eben festigten sie die Himmelsrichtungen; dass man zwei nach Osten zusammengehörige und zwei nach Westen zusammengehörige hinlegt, das dient zur Stützung der Himmelsrichtungen. Auch das Vieh ist ja die Metren; eben das zusammengehörige Vieh legt er ihm damit hin. Er legt acht hin, denn achtsilbig ist Gāyatrī, und zum Gāyatrī-Metrum gehört Agni; so weit Agni reicht, so weit schichtet er ihn auf. Er legt acht hin, denn achtsilbig ist Gāyatrī; Gāyatrī kennt die Himmelswelt unmittelbar – zur Erkenntnis der Himmelswelt. Dreizehn legt er hin, die die Welt füllen; einundzwanzig kommen insgesamt zusammen; feste Stütze ist ja die einundzwanzigste; der Gārhapatya-Herd ist die feste Stütze; gemäß der festen Stütze des Einundzwanzigsten, dem Gārhapatya, findet er festen Stand; er steht dem Agni gegenüber fest, den er aufgeschichtet hat, wer dies so weiß. Fünf Schichten soll aufschichten, wer als Erster schichtet: fünfteilig ist das Opfer, fünfteilig das Vieh; das Opfer eben, samt dem Vieh, sichert er sich damit. Drei Schichten soll aufschichten, wer als Zweiter schichtet: drei sind diese Welten; eben in diesen Welten findet er festen Stand. Eine Schicht soll aufschichten, wer als Dritter schichtet: einheitlich ist ja die Himmelswelt; auf einem einzigen Umlauf eben gelangt man zur Himmelswelt. Mit Füllerde überschüttet er sie; deshalb hat, wer dies so weiß, Knochen, die mit Fleisch bedeckt sind, und keine schlechte Haut. Fünf Schichten sind es; mit fünf Portionen Füllerde überschüttet er. Zehn kommen zusammen; zehnsilbig ist Virāj, und Virāj ist Speise; durch Virāj eben findet er in der Speise festen Stand. Er lässt zustimmen; denn dies hat Viśvāmitra hinzugefügt: zwei der Welt, in den Welten. Und siebenundvierzig Wörter.

Wort für Wort
yāvatī
so groß wie
vai
ja
pṛthivī
die Erde [ist]
tasyai
über sie
yama
Yama
ādhipatyaṃ
die Oberherrschaft
parīyāya
erlangte
yo
wer
vai
nun
yamaṃ
für Yama
devayajanamasyā
den Opferplatz von ihr
aniryācyāgniṃ
ohne losgebeten zu haben, Agni
cinute
aufschichtet
yamāyainaṃ
für Yama ihn
sa
der
cinute'petetyadhyavasāyayati
schichtet auf; 'geh fort' - damit lässt er sie zustimmen
yamameva
für Yama eben
devayajanamasyai
den Opferplatz von ihr
niryācyātmane'gniṃ
losbittend, für sich selbst Agni
cinuta
schichtet er auf
iṣvagreṇa
am äußersten Ende [?]
vā
ja
asyā
an ihr
anāmṛtamicchanto
das Unsterbliche begehrend
nāvindante
fanden es nicht
devā
die Götter
etadyajurapaśyannapeteti
erblickten diesen Opferspruch: 'geh fort'
yadetenādhyavasāyayatya
indem sie damit [die Erde] zustimmen ließen
nāmṛta
unsterblich
evāgniṃ
eben Agni
cinuta
schichteten sie auf
uddhanti
sie schlagen hinaus
yadevāsyā
was eben an ihr
amedhyaṃ
unrein [ist]
tadapa
das hinaus-
hantyapo'vokṣati
-schlagen sie; er besprengt sie mit Wasser
śāntyai
zur Beruhigung
sikatāni
Kies
vapatyetadvā
streut er aus; das ist ja
agnervaiśvānarasya
Agni Vaiśvānaras
rūpaṃ
Gestalt
rūpeṇaiva
durch die Gestalt eben
vaiśvānaramava
den Vaiśvānara
ruṃdha
gewinnt er sich
ūṣānni
salzige Erde
vapati
streut er aus
puṣṭirvā
Gedeihen [ist] ja
eṣā
diese
prajananaṃ
Erzeugung
yadūṣāḥ
nämlich die salzige Erde
puṣṭyāmeva
im Gedeihen eben
prajanane'gniṃ
in der Erzeugung Agni
cinute'tho
schichtet er auf; auch
saṃjñāna
Einverständnis
eva
eben
saṃjñānagg
Einverständnis
hyetat
ist ja das
paśūnāṃ
für das Vieh
yadūṣā
nämlich die salzige Erde
dyāvāpṛthivī
Himmel und Erde
sahāstāṃ
waren beisammen
te
die beiden
viyatī
sich trennend
abrūtāmastveva
sprachen: 'soll doch eben'
nau
uns beiden
saha
gemeinsam
yajñiyamiti
das Opferwürdige [gehören]' - so [sprachen sie]
yadamuṣyā
was von jenem [dem Himmel]
yajñiyamāsīttadasyāmadadhātta
opferwürdig war, das legte sie [die Erde] in sich; daraus
ūṣā
die salzige Erde
abhavan
entstand
yadasyā
was von dieser [der Erde]
yajñiyamāsīttadamuṣyāmadadhāttadadaścandramasi
opferwürdig war, das legte jener [Himmel] in sich; daraus jener [Fleck] im Mond
kṛṣṇamūṣānnivapannado
der schwarze [Fleck]; wenn man salzige Erde ausstreut, an jenen
dhyāyeddyāvāpṛthivyoreva
denke man; im Opferwürdigen von Himmel und Erde eben
yajñiye'gniṃ
Agni
cinute'yaṃ
schichtet er auf; 'dieser
so
also
agniriti
ist Agni' - so [heißt es]
viśvāmitrasya
des Viśvāmitra
sūktaṃ
[ist] der Sūkta-Spruch
bhavatyetena
das ist; mit diesem
vai
ja
viśvāmitro'gneḥ
gewann Viśvāmitra des Agni
priyaṃ
liebe
dhāmāvāruṃdhāgnerevaitena
Stätte; des Agni eben mit diesem
priyaṃ
liebe
dhāmāva
Stätte
ruṃdhe
gewinnt man
chandobhirvai
durch die Metren ja
devāḥ
die Götter
suvarga3ṃlokamāyañcatasraḥ
zur Himmelswelt gelangten; vier
prācīrupa
nach Osten gerichtete hin-
dadhāti
-legt er
catvāri
die vier
chandāṃsi
Metren
chandobhireva
durch die Metren eben
tadyajamānaḥ
dann der Opferherr
suvarga3ṃlokameti
zur Himmelswelt gelangt
teṣāṃ
als sie
suvarga3ṃlokaṃ
zur Himmelswelt
yatāṃ
gingen
diśaḥ
die Himmelsrichtungen
samavlīyanta
sich versammelten
te
sie
dve
zwei
purastāthsamīcī
nach Osten zusammengehörige
upādadhata
legten hin
dve
zwei
paścāthsamīcī
nach Westen zusammengehörige
tābhirvai
mit diesen ja
te
sie
diśo'dṛṃhan
die Himmelsrichtungen festigten
yaddve
dass zwei
purastāthsamīcī
nach Osten zusammengehörige
upadadhāti
man hinlegt
dve
zwei
paścāthsamīcī
nach Westen zusammengehörige
diśāṃ
der Himmelsrichtungen
vidhṛtyā
zur Stützung
atho
auch
paśavo
das Vieh
vai
ja
chandāṃsi
[sind] die Metren
paśūnevāsmai
das Vieh eben ihm
samīco
zusammengehörige
dadhātyaṣṭāvupa
legt er hin; acht hin-
dadhātyaṣṭākṣarā
-legt er; achtsilbig [ist]
gāyatrī
Gāyatrī
gāyatro'gniryāvānevāgnistaṃ
zum Gāyatrī gehört Agni; so weit eben Agni [reicht], so weit
cinute'ṣṭāvupa
schichtet er ihn auf; acht hin-
dadhātyaṣṭākṣarā
-legt er; achtsilbig [ist]
gāyatrī
Gāyatrī
gāyatrī
Gāyatrī
suvarga3ṃlokamañjasā
die Himmelswelt unmittelbar
veda
kennt
suvargasya
der Himmelswelt
lokasya
der Welt
prajñātyai
zur Erkenntnis
trayodaśa
dreizehn
lokaṃ
die Welt
pṛṇā
füllende
upa
hin-
dadhātyekaviṃśatiḥ
-legt er; einundzwanzig
saṃ
zusammen-
padyante
-kommen
pratiṣṭhā
feste Stütze [ist]
vā
ja
ekaviṃśaḥ
die einundzwanzigste
pratiṣṭhā
feste Stütze [ist]
gārhapatya
der Gārhapatya-Herd
ekaviṃśasyaiva
des Einundzwanzigsten eben
pratiṣṭhāṃ
der festen Stütze
gārhapatyamanu
dem Gārhapatya gemäß
prati
fest-
tiṣṭhati
-steht er
pratyagniṃ
dem Agni gegenüber
cikyānastiṣṭhati
den er aufgeschichtet hat, steht er fest
ya
wer
evaṃ
so
veda
weiß
pañca
fünf
citīkaṃ
Schichten
cinvīta
soll aufschichten
prathamaṃ
als Erster
cinvānaḥ
wer schichtet
pāṅkto
fünfteilig [ist]
yajñaḥ
das Opfer
pāṅktāḥ
fünfteilig [ist]
paśavo
das Vieh
yajñameva
das Opfer eben
paśūnava
samt dem Vieh
ruṃdhe
sichert er sich
tri
drei
citīkaṃ
Schichten
cinvīta
soll aufschichten
dvitīyaṃ
als Zweiter
cinvānastraya
wer schichtet; drei
ime
diese
lokā
Welten [sind es]
eṣveva
eben in diesen
lokeṣu
Welten
prati
fest-
tiṣṭhatyeka
-findet er Stand; eine
citīkaṃ
Schicht
cinvīta
soll aufschichten
tṛtīyaṃ
als Dritter
cinvāna
wer schichtet
ekadhā
einheitlich [ist]
vai
ja
suvargo
die Himmels-
loka
welt
ekavṛtaiva
auf einem einzigen Umlauf eben
suvarga3ṃlokameti
gelangt man zur Himmelswelt
purīṣeṇābhyūhati
mit Füllerde überschüttet er
tasmānmāṃsenāsthi
deshalb [ist], dessen Knochen mit Fleisch
channaṃ
bedeckt [sind]
na
nicht
duścarmā
eine schlechte Haut [hat]
bhavati
wird [wer dies weiß]
ya
wer
evaṃ
so
veda
weiß
pañca
fünf
citayo
Schichten
bhavanti
sind es
pañcabhiḥ
mit fünf
purīṣairabhyūhati
Portionen Füllerde überschüttet er
daśa
zehn
saṃ
zusammen-
padyante
-kommen
daśākṣarā
zehnsilbig [ist]
virāḍannaṃ
Virāj; Speise [ist]
virāḍvirājyevānnādye
Virāj; durch Virāj eben in der Speise
prati
fest-
tiṣṭhati
-steht er
adhyavasāyayati
er lässt zustimmen
hyetadviśvāmitrasyādadhata
denn dies hat Viśvāmitra hinzugefügt
dve
zwei
lokasya
der Welt
lokeṣu
in den Welten
saptacatvāriṃśacca
und siebenundvierzig [Wörter]

vi vā etau dviṣāte yaśca purāgniryaścokhāyāṃ samitamiti catasṛbhiḥ saṃ ni vapati catvāri chandāṃsi chandāṃsi khalu vā agneḥ priyā tanūḥ priyayaivainau tanuvā saṃ śāsti samitamityāha tasmādbrahmaṇā kṣatraṃ sameti yathsaṃ nyupya vi harati tasmādbrahmaṇā kṣatraṃ vyetyṛtubhi rvā etaṃ dīkṣayanti sa ṛtubhireva vimucyo māteva putraṃ pṛthivī purīṣyamityāhartubhirevainaṃ dīkṣayitvartubhirvi muñcati vaiśvānaryā śikyamā datte svadayatyevainannairṛtīḥ kṛṣṇāstisrastuṣapakvā bhavanti nirṛtyai vā etadbhāgadheyaṃ yattuṣā nirṛtyai rūpaṃ kṛṣṇaṃ rūpeṇaiva nirṛtiṃ niravadayata imāṃ diśaṃ yantyeṣā vai nirṛtyai diksvāyāmeva diśi nirṛtiṃ niravadayate svakṛta iriṇa upa dadhāti pradare vaitadvai nirṛtyā āyatanagg sva evāyatane nirṛtiṃ niravadayate śikyamabhyupa dadhāti nairṛto vai pāśaḥ sākṣādevainaṃ nirṛtipāśānmuñcati tisra upa dadhāti tredhāvihito vai puruṣo yāvāneva puruṣastasmānnirṛtimava yajate parācīrupa dadhāti parācīmevāsmānnirṛtiṃ pra ṇudate'pratīkṣamā yanti nirṛtyā antarhityai mārjayitvopa tiṣṭhante medhyatvāya gārhapatyamupa tiṣṭhante nirṛtiloka eva caritvā pūtā devalokamupāvartanta ekayopa tiṣṭhanta ekadhaiva yajamāne vīryaṃ dadhati niveśanaḥ saṅgamano vasūnāmityāha prajā vai paśavo vasu prajayaivainaṃ paśubhiḥ samardhayanti ṛtubhireṣā parācīrupāṣṭā catvāriṃśacca

Diese beiden sind einander feindlich: der, der zuvor im alten Herd war, und der, der jetzt im Feuertopf ist. „Vereinigt“ – so spricht er, während er mit vier Handvoll die vier Metren zusammenhäuft; die vier Metren sind ja der liebe Leib des Agni – mit dem lieben Leib eben bringt er die beiden in Einklang. „Vereinigt“ – so spricht er; deshalb kommt die Kriegerkaste mit der Priesterkaste zusammen. Sowie er sie zusammengehäuft hat, trennt er sie wieder; deshalb trennt sich die Kriegerkaste wieder von der Priesterkaste. Durch die Jahreszeiten weihen sie ihn, und durch die Jahreszeiten wird er wieder entlassen. „Wie eine Mutter den Sohn, so [trage dich] die Erde, reich an Füllerde“ – so spricht er; nachdem er ihn durch die Jahreszeiten geweiht hat, entlässt er ihn durch die Jahreszeiten wieder. Er nimmt den Tragriemen Vaiśvānaras und begütigt ihn damit. Es gibt drei schwarze, mit Spreu gekochte Kuchen; die Spreu ist ja der Anteil der Nirṛti, der Unheilsgöttin, und die schwarze Farbe ihre Gestalt – durch diese Gestalt eben scheidet er die Nirṛti aus. Man geht in diese Himmelsrichtung, den Südwesten, denn das ist die Richtung der Nirṛti – in ihrer eigenen Richtung eben scheidet er sie aus. Man legt sie auf selbstentstandenes, eingesunkenes Ödland, die Wohnstätte der Nirṛti – an ihrer eigenen Wohnstätte eben scheidet er sie aus. Er legt den Tragriemen dazu; der Riemen der Nirṛti ist ja eine Fessel, und damit löst er ihn geradewegs aus deren Fesseln. Er legt drei hin, denn dreifach geteilt ist der Mensch, so weit er reicht; deshalb opfert er der Nirṛti nach unten hin ab. Er legt sie rückwärtsgewandt hin und stößt damit die Nirṛti rückwärtsgewandt von sich fort; ohne zurückzuschauen gehen sie fort, um sich vor der Nirṛti zu verbergen. Nachdem sie sich gereinigt haben, treten sie heran; zur Reinheit treten sie an den Gārhapatya-Herd heran. Nachdem sie nur in der Welt der Nirṛti gewandelt sind, kehren sie geläutert zur Welt der Götter zurück. Mit einer einzigen Handlung treten sie heran; damit legen sie dem Opferherrn auf einmal Kraft bei. „Der Ansiedler, der Zusammenbringer der guten Dinge“ – so spricht er; die Nachkommenschaft und das Vieh sind ja die guten Dinge, und durch die Nachkommenschaft eben lassen sie ihn mit dem Vieh gedeihen. Durch die Jahreszeiten, rückwärtsgewandt hingelegt. Und achtundvierzig [Wörter].

Wort für Wort
vi
einander
vā
ja
etau
diese beiden
dviṣāte
sind feindlich
yaśca
der, welcher, und
purāgniryaścokhāyāṃ
zuvor Agni [war], und welcher im Feuertopf [ist]
samitamiti
'vereinigt' - so [spricht er]
catasṛbhiḥ
mit vier [Handvoll]
saṃ
zusammen-
ni
-nieder-
vapati
-häuft er
catvāri
die vier
chandāṃsi
Metren
chandāṃsi
die Metren
khalu
ja
vā
nämlich
agneḥ
des Agni
priyā
der liebe
tanūḥ
Leib [sind sie]
priyayaivainau
mit dem lieben [Leib] eben diese beiden
tanuvā
[durch den] Leib
saṃ
zusammen-
śāsti
-bringt er in Einklang
samitamityāha
'vereinigt' - so spricht er
tasmādbrahmaṇā
deshalb mit der Priesterkaste
kṣatraṃ
die Kriegerkaste
sameti
kommt zusammen
yathsaṃ
sowie er zusammen-
nyupya
-gehäuft hat
vi
aus-
harati
-einander trennt er sie
tasmādbrahmaṇā
deshalb von der Priesterkaste
kṣatraṃ
die Kriegerkaste
vyetyṛtubhi
trennt sich wieder; durch die Jahreszeiten
rvā
eben
etaṃ
ihn
dīkṣayanti
weihen sie
sa
er
ṛtubhireva
durch die Jahreszeiten eben
vimucyo
wird entlassen
māteva
wie eine Mutter
putraṃ
den Sohn
pṛthivī
die Erde
purīṣyamityāhartubhirevainaṃ
'reich an Füllerde' - so spricht er; durch die Jahreszeiten eben ihn
dīkṣayitvartubhirvi
nachdem er geweiht hat, durch die Jahreszeiten wieder
muñcati
entlässt er
vaiśvānaryā
Vaiśvānaras
śikyamā
den Tragriemen
datte
nimmt er
svadayatyevainannairṛtīḥ
damit begütigt er ihn eben; die Nirṛti-[Kuchen]
kṛṣṇāstisrastuṣapakvā
schwarze, drei, mit Spreu gekochte
bhavanti
gibt es
nirṛtyai
der Nirṛti
vā
ja
etadbhāgadheyaṃ
das ist der Anteil
yattuṣā
nämlich die Spreu
nirṛtyai
der Nirṛti
rūpaṃ
die Gestalt
kṛṣṇaṃ
[ist] die schwarze [Farbe]
rūpeṇaiva
durch die Gestalt eben
nirṛtiṃ
die Nirṛti
niravadayata
scheidet er aus
imāṃ
in diese
diśaṃ
Himmelsrichtung
yantyeṣā
gehen sie; diese [ist]
vai
ja
nirṛtyai
der Nirṛti
diksvāyāmeva
Richtung; in der eigenen eben
diśi
Richtung
nirṛtiṃ
die Nirṛti
niravadayate
scheidet er aus
svakṛta
selbstentstandenes
iriṇa
Ödland
upa
hin-
dadhāti
-legt er [sie]
pradare
eingesunkenes
vaitadvai
ja, dies ja
nirṛtyā
der Nirṛti
āyatanagg
die Wohnstätte
sva
an der eigenen
evāyatane
eben Wohnstätte
nirṛtiṃ
die Nirṛti
niravadayate
scheidet er aus
śikyamabhyupa
den Tragriemen dazu
dadhāti
legt er
nairṛto
der Nirṛti-gehörige
vai
ja
pāśaḥ
Riemen [ist] eine Fessel
sākṣādevainaṃ
geradewegs eben ihn
nirṛtipāśānmuñcati
aus der Fessel der Nirṛti löst er
tisra
drei
upa
hin-
dadhāti
-legt er
tredhāvihito
dreifach geteilt [ist]
vai
ja
puruṣo
der Mensch
yāvāneva
so weit eben
puruṣastasmānnirṛtimava
der Mensch [reicht]; deshalb der Nirṛti ab-
yajate
-opfert er
parācīrupa
rückwärtsgewandt hin-
dadhāti
-legt er
parācīmevāsmānnirṛtiṃ
rückwärtsgewandt eben von sich die Nirṛti
pra
fort-
ṇudate'pratīkṣamā
-stößt er; ohne zurückzuschauen
yanti
gehen sie
nirṛtyā
vor der Nirṛti
antarhityai
zur Verbergung
mārjayitvopa
nachdem sie sich gereinigt haben, heran-
tiṣṭhante
-treten sie
medhyatvāya
zur Reinheit
gārhapatyamupa
an den Gārhapatya-Herd heran-
tiṣṭhante
-treten sie
nirṛtiloka
in der Welt der Nirṛti
eva
nur
caritvā
nachdem sie gewandelt sind
pūtā
geläutert
devalokamupāvartanta
zur Welt der Götter kehren sie zurück
ekayopa
mit einer [Handlung] heran-
tiṣṭhanta
-treten sie
ekadhaiva
auf einmal eben
yajamāne
dem Opferherrn
vīryaṃ
Kraft
dadhati
legen sie bei
niveśanaḥ
'der Ansiedler'
saṅgamano
'der Zusammenbringer'
vasūnāmityāha
der guten Dinge - so spricht er
prajā
die Nachkommenschaft
vai
ja
paśavo
[und] das Vieh
vasu
[sind] die guten Dinge
prajayaivainaṃ
durch die Nachkommenschaft eben ihn
paśubhiḥ
mit dem Vieh
samardhayanti
lassen sie gedeihen
ṛtubhireṣā
durch die Jahreszeiten; diese
parācīrupāṣṭā
rückwärtsgewandt hingelegt. Acht-
catvāriṃśacca
-undvierzig, und [Wörter]

puruṣamātreṇa vi mimīte yajñena vai puruṣaḥ saṃmito yajñaparuṣaivainaṃ vi mimīte yāvānpuruṣa ūrdhvabāhustāvānbhavatyetāvadvai puruṣe vīryaṃ vīryeṇaivainaṃ vi mimīte pakṣī bhavati na hyapakṣaḥ patitumarhatyaratninā pakṣau drāghīyāṃsau bhavatastasmātpakṣapravayāṃsi vayāṃsi vyāmamātrau pakṣau ca pucchaṃ ca bhavatyetāvadvai puruṣe vīryaṃ vīryasaṃmito veṇunā vi mimīta āgneyo vai veṇuḥ sayonitvāya yajuṣā yunakti yajuṣā kṛṣati vyāvṛttyai ṣaḍgavena kṛṣati ṣaḍvā ṛtava ṛtubhirevainaṃ kṛṣati yaddvādaśa gavena saṃvathsareṇaiveyaṃ vā agnerati dāhādabibhethsaitad dviguṇamapaśyat kṛṣṭaṃ cākṛṣṭaṃ ca tato vā imāṃ nātyadahadyatkṛṣṭaṃ cākṛṣṭaṃ ca bhavatyasyā anatidāhāya dviguṇaṃ tvā agnimudyantumarhatītyāhuryatkṛṣṭaṃ cākṛṣṭaṃ ca bhavatyagnerudyatyā etāvanto vai paśavo dvipādaśca catuṣpādaśca tān, yatprāca uthsṛjedrudrāyāpi dadhyādyaddakṣiṇā pitṛbhyo ni dhuvedyatpratīco rakṣāṃsi hanyurudīca uthsṛjatyeṣā vai devamanuṣyāṇāṃ śāntā dik tāmevainānanūthsṛjatyatho khalvimāṃ diśamuthsṛjatyasau vā ādityaḥ prāṇaḥ prāṇamevainānanūthsṛjati dakṣiṇā paryāvartante svameva vīryamanu paryāvartante tasmāddakṣiṇo'rdha ātmano vīryāvattaro'tho ādityasyaivāvṛtamanu paryāvartante tasmātparāñcaḥ paśavo vi tiṣṭhante pratyañca ā vartante tisrastisraḥ sītāḥ kṛṣati trivṛtameva yajñamukhe vi yātayatyoṣadhīrvapati brahmaṇānnamava ruṃdhe'rke'rkaścīyate caturdaśabhirvapati sapta grāmyā oṣadhayaḥ saptāraṇyā ubhayīṣāmavaruddhyā annasyānnasya vapatyannasyānnasyāvaruddhyai kṛṣṭe vapati kṛṣṭe hyoṣadhayaḥ prati tiṣṭhantyanu sītaṃ vapati prajātyai dvādaśasu sītāsu vapati dvādaśa māsāḥ saṃvathsaraḥ saṃvathsareṇaivāsmā annaṃ pacati yadagnici danavaruddhasyāśnīyādavaruddhena vyṛdhyeta ye vanaspatīnāṃ phalagrahayastānidhme'pi prokṣedanavaruddhasyāvaruddhyai digbhyo loṣṭānthsamasyati diśāmeva vīryamavarudhya diśāṃ vīrye'gniṃ cinute yaṃ dviṣyādyatra sa syāttasyai diśo loṣṭamā harediṣamūrjamahamita ā dada itīṣamevorjaṃ tasyai diśo'va ruṃdhe kṣodhuko bhavati yastasyāṃ diśi bhavatyuttaravedimupa vapatyuttaravedyāg hyagniścīyate'tho paśavo vā uttaravediḥ paśūnevāva ruṃdhe'tho yajñaparuṣo'nantarityai ca bhavatyetāvadvai puruṣe vīryaṃ yatkṛṣṭaṃ cākṛṣṭaṃ ca dikhsītā agni cidava paṃca viṃśatiśca

Er misst den Herd mit dem Maß des Menschen ab; durch das Opfer nämlich ist der Mensch bemessen, und mit diesem Maß des Opfers eben misst er ihn ab. So weit der Mensch mit erhobenen Armen reicht, so weit reicht er; so viel Kraft ist im Menschen, und mit dieser Kraft eben misst er ihn ab. Er wird ein Vogel, denn ein flügelloser Vogel vermag ja nicht zu fliegen. Die beiden Flügel sind je eine Elle lang; deshalb sind die geflügelten Vögel, wie sie sind. Flügel und Schwanz sind je eine Klafter groß; so viel Kraft ist im Menschen, und nach dem Maß dieser Kraft misst er ihn ab. Mit einem Rohrstab misst er ab, denn Agni-zugehörig ist der Rohrstab, zur Wesensgleichheit mit Agni. Mit dem Opferspruch spannt er an, mit dem Opferspruch pflügt er, zur Umkehr. Mit sechs Rindern pflügt er, denn sechs sind die Jahreszeiten, und mit den Jahreszeiten eben pflügt er ihn. Dass es zwölf Rinder sind, entspricht eben dem Jahr. Diese Erde fürchtete, von Agni übermäßig verbrannt zu werden; da erblickte sie dieses Doppelte: Gepflügtes und Ungepflügtes. Dadurch eben verbrannte er sie nicht übermäßig, dass es Gepflügtes und Ungepflügtes gibt. „Zur Nicht-Übermäßig-Verbrennung von ihr bist du würdig, Agni, doppelt aufgeschichtet zu werden“ – so sagen sie; weil es Gepflügtes und Ungepflügtes gibt, geschieht dies beim Aufschichten des Agni. So viele Tiere gibt es, zweifüßige und vierfüßige: wirft man sie nach Osten, soll man sie dem Rudra weihen; nach Süden, den Vätern niederlegen; nach Westen, sollen sie die Unholde erschlagen; wirft man sie nach Norden – das ist ja die friedliche Richtung von Göttern und Menschen – eben in diese Richtung wirft man sie hinterher. Auch wirft man ja in diese Richtung, denn jener Āditya ist der Atem, und eben den Atem wirft man ihnen hinterher. Rechtsherum wenden sie sich; sie wenden sich eben der eigenen Kraft gemäß, deshalb ist die rechte Körperhälfte kraftvoller; auch wenden sie sich eben dem Umlauf der Sonne gemäß. Deshalb verteilen sich die wilden Tiere nach vorwärts, die zahmen kehren rückwärts um. Je drei Furchen pflügt er; das Dreifache eben lässt er im Antlitz des Opfers walten. Er sät Kräuter aus; damit sichert er sich die Speise der Priesterschaft. In der Feuerstätte Arka wird der Herd aufgeschichtet; mit vierzehn Handvoll sät er aus, sieben Kulturpflanzen und sieben Wildpflanzen, zur Sicherung von beiderlei Speise; von jeglicher Speise sät er aus, zur Sicherung jeglicher Speise. Auf Gepflügtes sät er, denn auf Gepflügtem stehen die Pflanzen fest. Der Furche entlang sät er, zur Fortpflanzung. In zwölf Furchen sät er, denn zwölf Monate sind das Jahr, und durch das Jahr eben reift ihm die Speise. Würde man vom Nicht-Gesicherten essen, während man den Herd aufschichtet, würde man durch das Nicht-Gesicherte Schaden nehmen; die Fruchtträger unter den Bäumen soll man auch beim Feueranzünden besprengen, zur Sicherung des Nicht-Gesicherten. Er wirft von den Himmelsrichtungen her Erdklumpen zusammen; damit sichert er sich eben die Kraft der Himmelsrichtungen, und in dieser Kraft der Himmelsrichtungen schichtet er Agni auf. Wen er hassen mag, wo der auch sei – von dessen Richtung soll er einen Erdklumpen herbeiholen: „Labung, Nahrungskraft nehme ich von hier“ – so spricht er; eben die Labung, die Nahrungskraft, sichert er sich damit von jener Richtung; hungrig wird, wer in jener Richtung ist. Er sät auf den Uttaravedi-Altar, denn auf dem Uttaravedi wird ja Agni aufgeschichtet; auch ist der Uttaravedi das Vieh, und eben das Vieh sichert er sich damit. Auch dient dies der Ununterbrochenheit des Opferrumpfes. So viel Kraft ist im Menschen, nämlich das, was Gepflügtes und Ungepflügtes ist. Die Furchen von den Richtungen her, den Agni aufschichtend. Und fünfundzwanzig [Wörter].

Wort für Wort
puruṣamātreṇa
mit dem Maß des Menschen
vi
ab-
mimīte
-misst er [den Herd]
yajñena
durch das Opfer
vai
nämlich
puruṣaḥ
der Mensch
saṃmito
[ist] bemessen
yajñaparuṣaivainaṃ
mit dem Maß des Opfers eben ihn
vi
ab-
mimīte
-misst er
yāvānpuruṣa
so weit der Mensch
ūrdhvabāhustāvānbhavatyetāvadvai
mit erhobenen Armen [reicht], so weit reicht er; so viel ja
puruṣe
im Menschen
vīryaṃ
[ist] Kraft
vīryeṇaivainaṃ
mit dieser Kraft eben ihn
vi
ab-
mimīte
-misst er
pakṣī
ein Vogel
bhavati
wird er
na
nicht
hyapakṣaḥ
denn ein flügelloser
patitumarhatyaratninā
vermag zu fliegen; mit einer Elle
pakṣau
die beiden Flügel
drāghīyāṃsau
sind lang
bhavatastasmātpakṣapravayāṃsi
sie sind; deshalb die geflügelten Vögel
vayāṃsi
die Vögel
vyāmamātrau
je eine Klafter groß
pakṣau
Flügel
ca
und
pucchaṃ
Schwanz
ca
und
bhavatyetāvadvai
sind; so viel ja
puruṣe
im Menschen
vīryaṃ
[ist] Kraft
vīryasaṃmito
nach dem Maß der Kraft
veṇunā
mit einem Rohrstab
vi
ab-
mimīta
-misst er
āgneyo
Agni-zugehörig [ist]
vai
ja
veṇuḥ
der Rohrstab
sayonitvāya
zur Wesensgleichheit [mit Agni]
yajuṣā
mit dem Opferspruch
yunakti
spannt er an
yajuṣā
mit dem Opferspruch
kṛṣati
pflügt er
vyāvṛttyai
zur Umkehr
ṣaḍgavena
mit sechs Rindern
kṛṣati
pflügt er
ṣaḍvā
sechs ja
ṛtava
[sind] die Jahreszeiten
ṛtubhirevainaṃ
mit den Jahreszeiten eben ihn
kṛṣati
pflügt er
yaddvādaśa
dass zwölf
gavena
[an] Rindern
saṃvathsareṇaiveyaṃ
durch das Jahr eben, diese [Erde]
vā
ja
agnerati
vor Agni übermäßig
dāhādabibhethsaitad
vor dem Verbrennen fürchtete sie; sie [erblickte] dies
dviguṇamapaśyat
das Doppelte erblickte sie
kṛṣṭaṃ
Gepflügtes
cākṛṣṭaṃ
und Ungepflügtes
ca
und
tato
dadurch
vā
eben
imāṃ
diese
nātyadahadyatkṛṣṭaṃ
verbrannte er nicht übermäßig, dass Gepflügtes
cākṛṣṭaṃ
und Ungepflügtes
ca
und
bhavatyasyā
es gibt; von ihr
anatidāhāya
zur Nicht-Übermäßig-Verbrennung
dviguṇaṃ
doppelt
tvā
du
agnimudyantumarhatītyāhuryatkṛṣṭaṃ
Agni, aufgeschichtet zu werden, bist würdig - so sagen sie; dass Gepflügtes
cākṛṣṭaṃ
und Ungepflügtes
ca
und
bhavatyagnerudyatyā
es gibt, geschieht beim Aufschichten des Agni
etāvanto
so viele
vai
ja
paśavo
Tiere gibt es
dvipādaśca
zweifüßige und
catuṣpādaśca
vierfüßige und
tān,
diese
yatprāca
wenn nach Osten
uthsṛjedrudrāyāpi
man wirft, dem Rudra auch
dadhyādyaddakṣiṇā
soll man weihen; wenn nach Süden
pitṛbhyo
den Vätern
ni
nieder-
dhuvedyatpratīco
-legen soll man; wenn nach Westen
rakṣāṃsi
die Unholde
hanyurudīca
sollen sie erschlagen; wenn nach Norden
uthsṛjatyeṣā
geworfen wird - das ist [ja]
vai
ja
devamanuṣyāṇāṃ
der Götter und Menschen
śāntā
die friedliche
dik
Richtung
tāmevainānanūthsṛjatyatho
eben in diese wirft man sie hinterher; auch
khalvimāṃ
ja in diese
diśamuthsṛjatyasau
Richtung wirft man; jener
vā
ja
ādityaḥ
Āditya
prāṇaḥ
[ist] der Atem
prāṇamevainānanūthsṛjati
eben den Atem wirft man ihnen hinterher
dakṣiṇā
rechtsherum
paryāvartante
wenden sie sich
svameva
eben der eigenen
vīryamanu
Kraft gemäß
paryāvartante
wenden sie sich
tasmāddakṣiṇo'rdha
deshalb die rechte Hälfte
ātmano
des Körpers
vīryāvattaro'tho
kraftvoller [ist]; auch
ādityasyaivāvṛtamanu
eben dem Umlauf der Sonne gemäß
paryāvartante
wenden sie sich
tasmātparāñcaḥ
deshalb die wilden [Tiere]
paśavo
Tiere
vi
ver-
tiṣṭhante
-teilen sich nach vorwärts
pratyañca
die zahmen
ā
zurück-
vartante
-kehren sie
tisrastisraḥ
je drei
sītāḥ
Furchen
kṛṣati
pflügt er
trivṛtameva
das Dreifache eben
yajñamukhe
im Antlitz des Opfers
vi
walten
yātayatyoṣadhīrvapati
lässt er; Kräuter sät er aus
brahmaṇānnamava
die Speise der Priesterschaft
ruṃdhe'rke'rkaścīyate
sichert er sich; in der Feuerstätte Arka wird der Herd aufgeschichtet
caturdaśabhirvapati
mit vierzehn [Handvoll] sät er aus
sapta
sieben
grāmyā
Kulturpflanzen
oṣadhayaḥ
[und] Pflanzen
saptāraṇyā
sieben Wildpflanzen
ubhayīṣāmavaruddhyā
beiderlei, zur Sicherung
annasyānnasya
von jeglicher Speise
vapatyannasyānnasyāvaruddhyai
sät er aus; jeglicher Speise, zur Sicherung
kṛṣṭe
auf Gepflügtes
vapati
sät er
kṛṣṭe
auf Gepflügtem
hyoṣadhayaḥ
denn die Pflanzen
prati
fest-
tiṣṭhantyanu
-stehen sie; entlang
sītaṃ
der Furche
vapati
sät er
prajātyai
zur Fortpflanzung
dvādaśasu
in zwölf
sītāsu
Furchen
vapati
sät er
dvādaśa
zwölf
māsāḥ
Monate
saṃvathsaraḥ
[sind] das Jahr
saṃvathsareṇaivāsmā
durch das Jahr eben ihm
annaṃ
die Speise
pacati
reift
yadagnici
wenn der Herdschichter
danavaruddhasyāśnīyādavaruddhena
vom Nicht-Gesicherten essen würde, durch das Nicht-Gesicherte
vyṛdhyeta
würde er Schaden nehmen
ye
welche
vanaspatīnāṃ
der Bäume
phalagrahayastānidhme'pi
die Fruchtträger [sind], die auch beim Feueranzünden
prokṣedanavaruddhasyāvaruddhyai
soll man besprengen, zur Sicherung des Nicht-Gesicherten
digbhyo
von den Himmelsrichtungen her
loṣṭānthsamasyati
Erdklumpen wirft er zusammen
diśāmeva
eben der Himmelsrichtungen
vīryamavarudhya
die Kraft, nachdem er sie sich gesichert hat
diśāṃ
der Himmelsrichtungen
vīrye'gniṃ
in der Kraft, Agni
cinute
schichtet er auf
yaṃ
wen
dviṣyādyatra
er hassen mag, wo
sa
er
syāttasyai
auch sei; von dessen
diśo
Richtung
loṣṭamā
einen Erdklumpen
harediṣamūrjamahamita
soll er herbeiholen; 'Labung, Nahrungskraft, ich, von hier
ā
her-
dada
-nehme ich'
itīṣamevorjaṃ
so [spricht er]; eben die Labung, die Nahrungskraft
tasyai
von jener
diśo'va
Richtung ab-
ruṃdhe
-sichert er sich
kṣodhuko
hungrig
bhavati
wird
yastasyāṃ
wer in jener
diśi
Richtung [ist]
bhavatyuttaravedimupa
wird; auf den Uttaravedi hin-
vapatyuttaravedyāg
-sät er aus; auf dem Uttaravedi
hyagniścīyate'tho
denn Agni wird aufgeschichtet; auch
paśavo
das Vieh
vā
ja
uttaravediḥ
[ist] der Uttaravedi
paśūnevāva
eben das Vieh ab-
ruṃdhe'tho
-sichert er sich damit; auch
yajñaparuṣo'nantarityai
dient dies der Ununterbrochenheit des Opferrumpfes
ca
und
bhavatyetāvadvai
so viel ist ja
puruṣe
im Menschen
vīryaṃ
Kraft
yatkṛṣṭaṃ
nämlich das, was Gepflügtes
cākṛṣṭaṃ
und Ungepflügtes
ca
und
dikhsītā
die Richtungen, die Furchen
agni
Agni
cidava
aufschichtend, ab-
paṃca
fünf
viṃśatiśca
und zwanzig [Wörter]

agne tava śravo vaya iti sikatā ni vapatyetadvā agnervaiśvānarasya sūktaṃ sūktenaiva vaiśvānaramava ruṃdhe ṣaḍbhirni vapati ṣaḍvā ṛtavaḥ saṃvathsaraḥ saṃvathsaro'gnirvaiśvānaraḥ sākṣādeva vaiśvānaramava ruṃdhe samudraṃ vai nāmaitacchaṃdaḥ samudramanu prajāḥ pra jāyante yadetena sikatāni vapati prajānāṃ prajananāyendro vṛtrāya vajraṃ prāharathsa tredhā vyabhavat sphyastṛtīyaṃ rathastṛtīyaṃ yūpastṛtīyaṃ ye'ntaḥ śarā aśīryanta tāḥ śarkarā abhavantaccharkarāṇāṃ śarkaratvaṃ vajro vai śarkarāḥ paśuragniryaccharkarābhiragniṃ pari minoti vajreṇaivāsmai paśūnpari gṛhṇāti tasmādvajreṇa paśavaḥ pari gṛhītāstasmāt stheyānastheyaso nopa harate tri saptābhiḥ paśukāmasya pari minuyāthsapta vai śīrṣaṇyāḥ prāṇāḥ prāṇāḥ paśavaḥ prāṇairevāsmai paśūnava ruṃdhe triṇavābhirbhrātṛvyavatastrivṛtameva vajraṃ saṃbhṛtya bhrātṛvyāya pra harati stṛtyā aparimitābhiḥ pari minuyādaparimitasyāvaruddhyai yaṃ kāmayetāpaśuḥ syādityaparimitya tasya śarkarāḥ sikatā vyūhedaparigṛhīta evāsya viṣūcīnaṃ retaḥ parā siñcatyapaśureva bhavati yaṃ kāmayeta paśumānthsyāditi parimitya tasya śarkarāḥ sikatā vyūhetparigṛhīta evāsmai samīcīnaṃ retaḥ siñcati paśumāneva bhavati saumyā vyūhati somo vai retodhā reta eva taddadhāti gāyatriyā brāhmaṇasya gāyatro hi brāhmaṇastriṣṭubhā rājanyasya traiṣṭubho hi rājanyaḥ śaṃyuṃ bārhaspatyaṃ medho nopānamathso'gniṃ prāviśa thso'gneḥ kṛṣṇo rūpaṃ kṛtvodāyata so'śvaṃ prāviśat so'śvasyāvāntaraśapho'bhavadyadaśvamākramayati ya eva medho'śvaṃ prāviśattamevāva ruṃdhe prajāpatināgniścetavya ityāhuḥ prājāpatyo'śvo yadaśvamākramayati prajāpatinaivāgniṃ cinute puṣkaraparṇamupa dadhāti yonirvā agneḥ puṣkaraparṇaṃ sayonimevāgniṃ cinute'pāṃ pṛṣṭhamasītyupa dadhātyapāṃ vā etatpṛṣṭhaṃ yatpuṣkaraparṇaṃ rūpeṇaivainadupa dadhāti iṃdraḥ paśukāmasya bhavatyaviśathsayoniṃ viṃśatiśca

„O Agni, dein Ruhm ist Kraft“ – so spricht er, während er Kies ausstreut; das ist ja der Sūkta-Spruch Agni Vaiśvānaras, und mit diesem Spruch eben sichert er sich den Vaiśvānara. Mit sechs Handvoll streut er aus, denn sechs sind die Jahreszeiten und zusammen das Jahr; das Jahr ist Agni Vaiśvānara, und unmittelbar eben sichert er sich den Vaiśvānara. „Meer“ ist der Name dieses Metrums; dem Meer entsprechend werden die Geschöpfe geboren, und indem man damit den Kies ausstreut, geschieht dies zur Erzeugung der Geschöpfe. Indra schleuderte den Vajra gegen Vṛtra; dieser zerteilte sich dreifach: ein Drittel wurde der Opferlöffelstiel, ein Drittel der Wagen, ein Drittel der Opferpfahl. Welche Teile innen als Splitter zersplitterten, die wurden zu Kieselsteinen – das ist die Kieselstein-Natur der Kieselsteine. Die Kieselsteine sind ja der Vajra, das Vieh ist Agni; dass man mit Kieselsteinen Agni umgrenzt, damit umfasst man ihm eben mit dem Vajra das Vieh, und deshalb sind durch den Vajra die Tiere umfasst; deshalb entzieht der Standhafte dem nicht Standhaften nichts [?]. Mit dreimal sieben soll er für den, der Vieh begehrt, den Herd umgrenzen, denn sieben sind die im Kopf befindlichen Lebensatmen, und die Lebensatmen sind das Vieh; durch die Lebensatmen eben sichert er sich das Vieh. Mit dreimal neun, für den, der einen Rivalen hat: das Dreifache eben ist der Vajra; nachdem er ihn zusammengetragen hat, schleudert er ihn gegen den Rivalen. Mit unbegrenzt vielen soll er umgrenzen, zur Sicherung des Unbegrenzten. Wen er sich wünschen mag: „er möge viehlos werden“ – für den soll er, nachdem er unbegrenzt ausgelegt hat, die Kieselsteine und den Kies auseinanderstreuen; unumfasst gießt er ihm dann den nach verschiedenen Seiten zerstreuten Samen aus; viehlos eben wird, wen man sich so wünscht. Wen er sich wünschen mag: „er möge Vieh besitzen“ – für den soll er, nachdem er begrenzt ausgelegt hat, die Kieselsteine und den Kies zusammenlegen; umfasst gießt er ihm dann den zusammengehörigen Samen aus; viehbesitzend eben wird, wen man sich so wünscht. Er legt sie mit Soma-Bezug zusammen, denn Soma ist der Samenspender; eben den Samen legt er damit hin. Mit dem Gāyatrī-Vers für den Brahmanen, denn zum Gāyatrī gehört der Brahmane; mit dem Triṣṭubh-Vers für den Adligen, denn zum Triṣṭubh gehört der Adlige. Die Opferkraft (medha) [?] wich von Śaṃyu, dem Sohn des Bṛhaspati; sie ging in Agni ein, nahm dessen schwarze Farbe an und erhob sich wieder; sie ging in das Pferd ein und wurde zum inneren Huf des Pferdes. Deshalb sichert man sich, wenn man das Pferd auftreten lässt, eben diese Opferkraft, die in das Pferd eingegangen war. „Durch Prajāpati soll Agni aufgeschichtet werden“ – so sagen sie; zu Prajāpati gehörig ist das Pferd, und wenn man das Pferd auftreten lässt, schichtet man eben durch Prajāpati Agni auf. Er legt ein Lotusblatt dazu, denn der Ursprung Agnis ist das Lotusblatt; dem eigenen Ursprung gemäß eben schichtet er Agni auf. „Du bist der Rücken der Wasser“ – so spricht er dazu, denn der Rücken der Wasser ist eben dies, das Lotusblatt; durch diese Gestalt eben legt er es dazu. Indra wird Beistand dessen, der Vieh begehrt. Nicht in den Stamm eingehend, dem Ursprung gemäß. Und zwanzig [Wörter].

Wort für Wort
agne
'O Agni'
tava
dein
śravo
Ruhm
vaya
[ist] Kraft
iti
so [spricht er]
sikatā
Kies
ni
aus-
vapatyetadvā
-streut er; das ist ja
agnervaiśvānarasya
des Agni Vaiśvānara
sūktaṃ
der Sūkta-Spruch
sūktenaiva
mit dem Sūkta-Spruch eben
vaiśvānaramava
den Vaiśvānara
ruṃdhe
sichert er sich
ṣaḍbhirni
mit sechs [Handvoll] aus-
vapati
-streut er
ṣaḍvā
sechs ja
ṛtavaḥ
[sind] die Jahreszeiten
saṃvathsaraḥ
zusammen das Jahr
saṃvathsaro'gnirvaiśvānaraḥ
das Jahr [ist] Agni Vaiśvānara
sākṣādeva
unmittelbar eben
vaiśvānaramava
den Vaiśvānara
ruṃdhe
sichert er sich
samudraṃ
'Meer'
vai
ja
nāmaitacchaṃdaḥ
[ist] der Name dieses Metrums
samudramanu
dem Meer entsprechend
prajāḥ
die Geschöpfe
pra
ge-
jāyante
-boren werden
yadetena
indem man damit
sikatāni
den Kies
vapati
ausstreut
prajānāṃ
der Geschöpfe
prajananāyendro
zur Erzeugung; Indra
vṛtrāya
gegen Vṛtra
vajraṃ
den Vajra
prāharathsa
schleuderte; dieser
tredhā
dreifach
vyabhavat
zerteilte sich
sphyastṛtīyaṃ
der Opferlöffelstiel [wurde] ein Drittel
rathastṛtīyaṃ
der Wagen ein Drittel
yūpastṛtīyaṃ
der Opferpfahl ein Drittel
ye'ntaḥ
welche innen
śarā
als Splitter
aśīryanta
zersplitterten
tāḥ
die
śarkarā
wurden zu Kieselsteinen
abhavantaccharkarāṇāṃ
sie wurden; das ist der Kieselsteine
śarkaratvaṃ
Kieselstein-Natur
vajro
der Vajra
vai
ja
śarkarāḥ
[sind] die Kieselsteine
paśuragniryaccharkarābhiragniṃ
das Vieh [ist] Agni; dass man mit Kieselsteinen Agni
pari
um-
minoti
-grenzt
vajreṇaivāsmai
mit dem Vajra eben ihm
paśūnpari
das Vieh um-
gṛhṇāti
-fasst man
tasmādvajreṇa
deshalb durch den Vajra
paśavaḥ
die Tiere
pari
um-
gṛhītāstasmāt
-fasst; deshalb
stheyānastheyaso
der Standhafte dem nicht Standhaften
nopa
nicht
harate
entzieht [etwas] [?]
tri
dreimal
saptābhiḥ
mit sieben
paśukāmasya
für den, der Vieh begehrt
pari
um-
minuyāthsapta
-grenzen soll er; sieben
vai
ja
śīrṣaṇyāḥ
die im Kopf befindlichen
prāṇāḥ
Lebensatmen
prāṇāḥ
die Lebensatmen
paśavaḥ
[sind] das Vieh
prāṇairevāsmai
durch die Lebensatmen eben ihm
paśūnava
das Vieh
ruṃdhe
sichert er sich
triṇavābhirbhrātṛvyavatastrivṛtameva
mit dreimal neun, für den, der einen Rivalen hat; das Dreifache eben
vajraṃ
[ist] der Vajra
saṃbhṛtya
nachdem er zusammengetragen hat
bhrātṛvyāya
gegen den Rivalen
pra
ent-
harati
-sendet er [ihn]
stṛtyā
mit unbegrenzt [vielen]
aparimitābhiḥ
unbegrenzten
pari
um-
minuyādaparimitasyāvaruddhyai
-grenzen soll er, zur Sicherung des Unbegrenzten
yaṃ
wen
kāmayetāpaśuḥ
er sich wünschen mag: 'viehlos'
syādityaparimitya
möge er sein - so; nachdem er unbegrenzt ausgelegt hat
tasya
für den
śarkarāḥ
die Kieselsteine
sikatā
und den Kies
vyūhedaparigṛhīta
soll er auseinanderstreuen; unumfasst
evāsya
eben ihm
viṣūcīnaṃ
den nach verschiedenen Seiten zerstreuten
retaḥ
Samen
parā
aus-
siñcatyapaśureva
-gießt er; viehlos eben
bhavati
wird
yaṃ
wen
kāmayeta
er sich wünschen mag
paśumānthsyāditi
'Vieh besitzend möge er sein' - so
parimitya
nachdem er begrenzt ausgelegt hat
tasya
für den
śarkarāḥ
die Kieselsteine
sikatā
und den Kies
vyūhetparigṛhīta
soll er zusammenlegen; umfasst
evāsmai
eben ihm
samīcīnaṃ
den zusammengehörigen
retaḥ
Samen
siñcati
gießt er aus
paśumāneva
viehbesitzend eben
bhavati
wird
saumyā
mit Soma-Bezug
vyūhati
legt er zusammen
somo
Soma
vai
ja
retodhā
[ist] der Samenspender
reta
den Samen
eva
eben
taddadhāti
legt er damit hin
gāyatriyā
mit dem Gāyatrī-Vers
brāhmaṇasya
für den Brahmanen
gāyatro
zum Gāyatrī gehört
hi
denn
brāhmaṇastriṣṭubhā
der Brahmane; mit dem Triṣṭubh-Vers
rājanyasya
für den Adligen
traiṣṭubho
zum Triṣṭubh gehört
hi
denn
rājanyaḥ
der Adlige
śaṃyuṃ
Śaṃyu
bārhaspatyaṃ
den Sohn des Bṛhaspati
medho
die Opferkraft (medha) [?]
nopānamathso'gniṃ
wich [von ihm]; sie, in Agni
prāviśa
ging ein
thso'gneḥ
sie; des Agni
kṛṣṇo
die schwarze
rūpaṃ
Farbe
kṛtvodāyata
nachdem sie angenommen hatte, erhob sie sich wieder
so'śvaṃ
sie; in das Pferd
prāviśat
ging ein
so'śvasyāvāntaraśapho'bhavadyadaśvamākramayati
sie wurde zum inneren Huf des Pferdes; wenn man das Pferd auftreten lässt
ya
die, welche
eva
eben
medho'śvaṃ
als Opferkraft in das Pferd
prāviśattamevāva
eingegangen war; eben diese ab-
ruṃdhe
-sichert man sich
prajāpatināgniścetavya
'durch Prajāpati soll Agni aufgeschichtet werden'
ityāhuḥ
so sagen sie
prājāpatyo'śvo
zu Prajāpati gehörig [ist] das Pferd
yadaśvamākramayati
wenn man das Pferd auftreten lässt
prajāpatinaivāgniṃ
durch Prajāpati eben Agni
cinute
schichtet man auf
puṣkaraparṇamupa
ein Lotusblatt dazu
dadhāti
legt er
yonirvā
der Ursprung ja
agneḥ
des Agni
puṣkaraparṇaṃ
[ist] das Lotusblatt
sayonimevāgniṃ
dem eigenen Ursprung gemäß eben Agni
cinute'pāṃ
schichtet er auf; der Wasser
pṛṣṭhamasītyupa
'der Rücken bist du' - so dazu
dadhātyapāṃ
legt er; der Wasser
vā
ja
etatpṛṣṭhaṃ
das ist der Rücken
yatpuṣkaraparṇaṃ
nämlich das Lotusblatt
rūpeṇaivainadupa
durch die Gestalt eben es dazu
dadhāti
legt er
iṃdraḥ
Indra
paśukāmasya
dessen, der Vieh begehrt
bhavatyaviśathsayoniṃ
wird [Beistand]; nicht eingehend in den Stamm, dem Ursprung gemäß
viṃśatiśca
und zwanzig [Wörter]

brahma jajñānamiti rukmamupa dadhāti brahmamukhā vai prajāpatiḥ prajā asṛjata brahmamukhā eva tatprajā yajamānaḥ sṛjate brahma jajñānamityāha tasmādbrāhmaṇo mukhyo mukhyo bhavati ya evaṃ veda brahmavādino vadanti na pṛthivyāṃ nāṃtarikṣe na divyagniścetavya iti yatpṛthivyāṃ cinvīta pṛthivīṃ śucārpayennauṣadhayo na vanaspatayaḥ pra jāyeran yadantarikṣe cinvītāntarikṣaṃ śucārpayenna vayāṃsi pra jāyeran yaddivi cinvīta divaṃ śucārpayenna parjanyo varṣedrukmamupa dadhātyamṛtaṃ vai hiraṇyamamṛta evāgniṃ cinute prajātyai hiraṇmayaṃ puruṣamupa dadhāti yajamānalokasya vidhṛtyai yadiṣṭakāyā ātṛṇṇamanūpadadhyātpaśūnāṃ ca yajamānasya ca prāṇamapi dadhyāddakṣiṇataḥ prāñcamupa dadhāti dādhāra yajamānalokaṃ na paśūnāṃ ca yajamānasya ca prāṇamapi dadhātyatho khalviṣṭakāyā ātṛṇṇamanūpa dadhāti prāṇānāmuthsṛṣṭyai drapsaścaskandetyabhi mṛśati hotrāsvevainaṃ pratiṣṭhāpayati srucāvupa dadhātyājyasya pūrṇāṃ kārṣmaryamayīṃ dadhnaḥ pūrṇāmauduṃbarīmiyaṃ vai kārṣmaryamayyasāvauduṃbarīme evopa dhatte tūṣṇīmupa dadhāti na hī me yajuṣāptumarhati dakṣiṇāṃ kārṣmaryamayīmuttarāmauduṃbarīṃ tasmādasyā asāvuttarājyasya pūrṇāṃ kārṣmaryamayīṃ vajro vā ājyaṃ vajraḥ kārṣmaRyo vajreṇaiva yajñasya dakṣiṇato rakṣāgsyapa hanti dadhnaḥ pūrṇāmauduṃbarīṃ paśavo vai dadhyūrguduṃbaraḥ paśuṣvevorjaṃ dadhāti pūrṇe upa dadhāti pūrṇe evaina mamuṣmi3ṃlloka upa tiṣṭhete virājyagniścetavya ityāhuḥ srugvai virāḍyathsrucāvupa dadhāti virājyevāgniṃ cinute yajñamukhe yajñamukhe vai kriyamāṇe yajñaṃ rakṣāṃsi jighāṃsanti yajñamukhaṃ rukmo yadrukmaṃ vyāghārayati yajñamukhādeva rakṣāgsyapa hanti pañcabhirvyāghārayati pāṅkto yajño yāvāneva yajñastasmādrakṣāgsyapa hantyakṣṇayā vyāghārayati tasmādakṣṇayā paśavo'ṅgāni pra haranti pratiṣṭhityai vanaspatayo dakṣiṇato dhatta enaṃ tasmādakṣṇayā paṃca ca

„Das Brahman, das geborene“ – so spricht er, während er die Goldscheibe hinlegt. Prajāpati erschuf ja die Geschöpfe mit dem Brahman als Antlitz voran; mit dem Brahman als Antlitz eben erschafft der Opferherr dann Geschöpfe. „Das Brahman, das geborene“ – so spricht er; deshalb wird, wer dies so weiß, der Erste, der Vorderste unter seinesgleichen. Die Kenner der heiligen Lehre sagen: „Weder auf der Erde, noch in der Luftregion, noch im Himmel soll Agni aufgeschichtet werden.“ Würde man ihn auf der Erde aufschichten, würde man die Erde mit Glut durchdringen, und die Pflanzen und Bäume würden nicht mehr wachsen. Würde man ihn in der Luftregion aufschichten, würde man die Luftregion mit Glut durchdringen, und die Vögel würden nicht mehr geboren werden. Würde man ihn im Himmel aufschichten, würde man den Himmel mit Glut durchdringen, und Parjanya würde nicht mehr regnen. Er legt die Goldscheibe hin, denn unsterblich ist das Gold; im Unsterblichen eben schichtet er Agni auf. Er legt die goldene Menschengestalt hin, zur Stützung der Welt des Opferherrn. Würde man das, was vom Ziegel abgebrochen ist, nachträglich hinzufügen, würde man dem Vieh und dem Opferherrn zugleich den Atem hinzufügen. Er legt sie nach rechts gewandt hin: sie hat die Welt des Opferherrn getragen, ohne dem Vieh und dem Opferherrn zugleich den Atem zu verleihen. Auch legt man das, was vom Ziegel abgebrochen ist, nachträglich hinzu, zur Freisetzung der Lebensatmen. „Der Tropfen ist herabgesprungen“ – so berührt er den Herd; dadurch stellt er ihn eben unter den Opferrufen fest. Er legt zwei Opferlöffel hin: den mit geschmolzener Butter gefüllten, aus Kārṣmarya-Holz, und den mit saurer Milch gefüllten, aus Uduṃbara-Holz. Dieser hier ist der aus Kārṣmarya, jener der aus Uduṃbara; eben diese legt er schweigend hin, denn sie verdienen es nicht, mit dem Opferspruch bedacht zu werden. Den aus Kārṣmarya-Holz nach Süden, den aus Uduṃbara-Holz nach Norden [?]; der Vajra ist ja die geschmolzene Butter, der Vajra ist das Kārṣmarya-Holz – mit dem Vajra eben schlägt er im Süden des Opfers die Unholde ab. Der mit saurer Milch gefüllte, aus Uduṃbara: das Vieh ist ja die saure Milch, Uduṃbara ist Nahrungskraft; in das Vieh eben legt er die Nahrungskraft. Er legt sie gefüllt hin; gefüllt eben stehen sie ihm in jener Welt bei. „Durch Virāj soll Agni aufgeschichtet werden“ – so sagen sie; der Opferlöffel ist ja Virāj, und sowie er die beiden Löffel hinlegt, schichtet er eben durch Virāj Agni auf. Am Antlitz des Opfers – wenn das Opfer am Antlitz des Opfers vollzogen wird, wollen die Unholde es erschlagen; das Antlitz des Opfers ist die Goldscheibe, und wenn er die Goldscheibe beträufeln lässt, schlägt er eben vom Antlitz des Opfers die Unholde ab. Mit fünf Teilen lässt er beträufeln, denn fünfteilig ist das Opfer, so weit es reicht; deshalb schlägt er die Unholde ab. Kreuzweise lässt er beträufeln; deshalb tragen die Tiere kreuzweise ihre Glieder heraus, zur Festigung. Die Bäume halten ihn im Süden; deshalb kreuzweise. Und fünf [Wörter].

Wort für Wort
brahma
'Das Brahman'
jajñānamiti
'das geborene' - so [spricht er]
rukmamupa
die Goldscheibe dazu
dadhāti
legt er hin
brahmamukhā
mit dem Brahman als Antlitz voran
vai
ja
prajāpatiḥ
Prajāpati
prajā
die Geschöpfe
asṛjata
erschuf
brahmamukhā
mit dem Brahman als Antlitz voran
eva
eben
tatprajā
dann Geschöpfe
yajamānaḥ
der Opferherr
sṛjate
erschafft
brahma
'Das Brahman'
jajñānamityāha
'das geborene' - so spricht er
tasmādbrāhmaṇo
deshalb der Brahmane
mukhyo
der Erste
mukhyo
der Vorderste
bhavati
wird
ya
wer
evaṃ
so
veda
weiß
brahmavādino
die Kenner der heiligen Lehre
vadanti
sagen
na
nicht
pṛthivyāṃ
auf der Erde
nāṃtarikṣe
noch in der Luftregion
na
noch nicht
divyagniścetavya
im Himmel soll Agni aufgeschichtet werden
iti
so [heißt es]
yatpṛthivyāṃ
würde man auf der Erde
cinvīta
aufschichten
pṛthivīṃ
die Erde
śucārpayennauṣadhayo
würde man mit Glut durchdringen; die Pflanzen
na
nicht
vanaspatayaḥ
[und] Bäume
pra
ge-
jāyeran
-boren würden
yadantarikṣe
würde man in der Luftregion
cinvītāntarikṣaṃ
aufschichten; die Luftregion
śucārpayenna
würde man mit Glut durchdringen; nicht
vayāṃsi
die Vögel
pra
ge-
jāyeran
-boren würden
yaddivi
würde man im Himmel
cinvīta
aufschichten
divaṃ
den Himmel
śucārpayenna
würde man mit Glut durchdringen; nicht
parjanyo
Parjanya
varṣedrukmamupa
würde regnen; die Goldscheibe hin-
dadhātyamṛtaṃ
-legt er; unsterblich [ist]
vai
ja
hiraṇyamamṛta
das Gold; im Unsterblichen
evāgniṃ
eben Agni
cinute
schichtet er auf
prajātyai
zur Fortpflanzung
hiraṇmayaṃ
die goldene
puruṣamupa
Menschengestalt hin-
dadhāti
-legt er
yajamānalokasya
der Welt des Opferherrn
vidhṛtyai
zur Stützung
yadiṣṭakāyā
würde man vom Ziegel
ātṛṇṇamanūpadadhyātpaśūnāṃ
das Abgebrochene nachträglich hinzufügen; dem Vieh
ca
und
yajamānasya
dem Opferherrn
ca
und
prāṇamapi
den Atem auch
dadhyāddakṣiṇataḥ
würde man hinzufügen; nach rechts
prāñcamupa
gewandt hin-
dadhāti
-legt er
dādhāra
sie hat getragen
yajamānalokaṃ
die Welt des Opferherrn
na
nicht
paśūnāṃ
dem Vieh
ca
und
yajamānasya
dem Opferherrn
ca
und
prāṇamapi
den Atem auch
dadhātyatho
verliehen; auch
khalviṣṭakāyā
ja vom Ziegel
ātṛṇṇamanūpa
das Abgebrochene nachträglich
dadhāti
legt man hinzu
prāṇānāmuthsṛṣṭyai
zur Freisetzung der Lebensatmen
drapsaścaskandetyabhi
'der Tropfen ist herabgesprungen' - so, hin-
mṛśati
-berührt er [den Herd]
hotrāsvevainaṃ
unter den Opferrufen eben ihn
pratiṣṭhāpayati
stellt er fest
srucāvupa
die zwei Opferlöffel hin-
dadhātyājyasya
-legt er; der geschmolzenen Butter
pūrṇāṃ
die volle
kārṣmaryamayīṃ
aus Kārṣmarya-Holz
dadhnaḥ
der sauren Milch
pūrṇāmauduṃbarīmiyaṃ
die volle, aus Uduṃbara-Holz; dieser hier
vai
ja
kārṣmaryamayyasāvauduṃbarīme
[ist] die aus Kārṣmarya, jener die aus Uduṃbara; eben diese
evopa
eben hin-
dhatte
-legt er
tūṣṇīmupa
schweigend hin-
dadhāti
-legt er sie
na
nicht
hī
denn
me
ihnen
yajuṣāptumarhati
verdient es, mit dem Opferspruch bedacht zu werden
dakṣiṇāṃ
die nach Süden
kārṣmaryamayīmuttarāmauduṃbarīṃ
die aus Kārṣmarya, die nach Norden, die aus Uduṃbara [?]
tasmādasyā
deshalb von dieser
asāvuttarājyasya
jene, die nördliche, der geschmolzenen Butter
pūrṇāṃ
die volle
kārṣmaryamayīṃ
aus Kārṣmarya-Holz
vajro
der Vajra
vā
ja
ājyaṃ
[ist] die geschmolzene Butter
vajraḥ
der Vajra
kārṣmaRyo
[ist] das Kārṣmarya-Holz
vajreṇaiva
mit dem Vajra eben
yajñasya
des Opfers
dakṣiṇato
im Süden
rakṣāgsyapa
die Unholde ab-
hanti
-schlägt er
dadhnaḥ
der sauren Milch
pūrṇāmauduṃbarīṃ
der volle, aus Uduṃbara
paśavo
das Vieh
vai
ja
dadhyūrguduṃbaraḥ
[ist] die saure Milch; Nahrungskraft [ist] Uduṃbara
paśuṣvevorjaṃ
in das Vieh eben die Nahrungskraft
dadhāti
legt er
pūrṇe
gefüllt
upa
hin-
dadhāti
-legt er sie
pūrṇe
gefüllt
evaina
eben ihm
mamuṣmi3ṃlloka
in jener Welt
upa
bei-
tiṣṭhete
-stehen sie
virājyagniścetavya
'durch Virāj soll Agni aufgeschichtet werden'
ityāhuḥ
so sagen sie
srugvai
der Opferlöffel ja
virāḍyathsrucāvupa
[ist] Virāj; sowie die beiden Löffel hin-
dadhāti
-legt er
virājyevāgniṃ
durch Virāj eben Agni
cinute
schichtet er auf
yajñamukhe
am Antlitz des Opfers
yajñamukhe
am Antlitz des Opfers
vai
ja
kriyamāṇe
wenn es vollzogen wird
yajñaṃ
das Opfer
rakṣāṃsi
die Unholde
jighāṃsanti
wollen erschlagen
yajñamukhaṃ
das Antlitz des Opfers
rukmo
[ist] die Goldscheibe
yadrukmaṃ
wenn er die Goldscheibe
vyāghārayati
beträufeln lässt
yajñamukhādeva
vom Antlitz des Opfers eben
rakṣāgsyapa
die Unholde ab-
hanti
-schlägt er
pañcabhirvyāghārayati
mit fünf [Teilen] lässt er beträufeln
pāṅkto
fünfteilig [ist]
yajño
das Opfer
yāvāneva
so weit eben
yajñastasmādrakṣāgsyapa
das Opfer [reicht]; deshalb die Unholde ab-
hantyakṣṇayā
-schlägt er; kreuzweise
vyāghārayati
lässt er beträufeln
tasmādakṣṇayā
deshalb kreuzweise
paśavo'ṅgāni
die Tiere die Glieder
pra
heraus-
haranti
-tragen sie
pratiṣṭhityai
zur Festigung
vanaspatayo
die Bäume
dakṣiṇato
im Süden
dhatta
halten
enaṃ
ihn
tasmādakṣṇayā
deshalb kreuzweise
paṃca
fünf
ca
und [Wörter]

svayamātṛṇṇāmupa dadhātīyaṃ vai svayamātṛṇṇemāmevopa dhatte'śvamupa ghrāpayati prāṇamevāsyāṃ dadhātyatho prājāpatyo vā aśvaḥ prajāpatinaivāgniṃ cinute prathameṣṭakopadhīyamānā paśūnāṃ ca yajamānasya ca prāṇamapi dadhāti svayamātṛṇṇā bhavati prāṇānāmuthsṛṣṭyā atho suvargasya lokasyānukhyātyā agnāvagniścetavya ityāhureṣa vā agnirvaiśvānaro yadbrāhmaṇastasmai prathamāmiṣṭakāṃ yajuṣkṛtāṃ pra yacchettāṃ brāhmaṇaścopa dadhyātāmagnāveva tadagniṃ cinuta īśvaro vā eṣa ārtimārtoRyo'vidvāniṣṭakāmupa dadhāti trīn, varāndadyāttrayo vai prāṇāḥ prāṇānāg stṛtyai dvāveva deyau dvau hi prāṇāveka eva deya eko hi prāṇaḥ paśu rvā eṣa yadagnirna khalu vai paśava āyavase ramante dūrveṣṭakāmupa dadhāti paśūnāṃ dhṛtyai dvābhyāṃ pratiṣṭhityai kāṇḍātkāṇḍātprarohantītyāha kāṇḍena kāṇḍena hyeṣā pratitiṣṭhatyevā no dūrve pratanu sahasreṇa śatena cetyāha sāhasraḥ prajāpatiḥ prajāpaterāptyai devalakṣmaṃ vai tryālikhitā tāmuttaralakṣmāṇaṃ devā upādadhatādharalakṣmāṇamasurā yaṃ kāmayeta vasīyānthsyādityuttaralakṣmāṇaṃ tasyopa dadhyādvasīyāneva bhavati yaṃ kāmayeta pāpīyānthsyādityadharalakṣmāṇaṃ tasyopa dadhyādasurayonimevainamanu parā bhāvayati pāpīyānbhavati tryālikhitā bhavatīme vai lokāstryālikhitaibhya eva lokebhyo bhrātṛvyamantaretyaṃgirasaḥ suvarga3ṃlokaṃ yataḥ puroḍāśaḥ kūrmo bhūtvānu prāsarpa dyatkūrmamupadadhāti yathā kṣetravidañjasā nayatyevamevainaṃ kūrmaḥ suvargaṃ lokamañjasā nayati medho vā eṣa paśūnāṃ yatkūrmo yatkūrmamupadadhāti svameva medhaṃ paśyantaḥ paśava upa tiṣṭhante śmaśānaṃ vā etatkriyate yanmṛtānāṃ paśūnāṃ śīrṣāṇyupadhīyante yajjīvantaṃ kūrmamupadadhāti tenāśmaśānacidvāstavyo vā eṣa yat kūrmo madhu vātā ṛtāyata iti dadhnāmadhumiśreṇābhyanakti svadayatyevainaṃ grāmyaṃ vā etadannaṃ yaddadhyāraṇyaṃ madhu yaddadhnā madhumiśreṇābhyanaktyubhayasyāvaruddhyai mahī dyauḥ pṛthivī ca na ityāhābhyāmevainamubhayataḥ pari gṛhṇāti prāñcamupa dadhāti suvargasya lokasya samaṣṭyai purastātpratyañcamupa dadhāti tasmāt purastātpratyañcaḥ paśavo medhamupa tiṣṭhante yo vā apanābhimagniṃ cinute yajamānasya nābhimanu pra viśati sa enamīśvaro hiṃsitorulūkhalamupa dadhātyeṣā vā agnernābhiḥ sanābhimevāgniṃ cinute hiṃsāyā auduṃbaraṃ bhavatyūrgvā uduṃbara ūrjamevāva ruṃdhe madhyata upa dadhāti madhyata evāsmā ūrjaṃ dadhāti tasmānmadhyata ūrjā bhuñjata iyadbhavati prajāpatinā yajñamukhena saṃmitamava hantyannamevākarvaiṣṇavyarcopa dadhāti viṣṇurvai yajño vaiṣṇavā vanaspatayo yajña eva yajñaṃ pratiṣṭhāpayati eṣa vai paśuryamasarpadeṣa yattasmāttasmāthsaptaviṃśatiśca

Er legt die selbstentstandene Ziegel hin; diese Erde hier ist ja die selbstentstandene, eben diese Erde legt er hin. Er lässt ein Pferd daran riechen und legt ihr damit eben Atem bei. Auch ist das Pferd ja zu Prajāpati gehörig; eben durch Prajāpati schichtet er so Agni auf. Als erster Ziegel hingelegt, verleiht sie zugleich dem Vieh und dem Opferherrn Atem; sie wird dadurch zur selbstentstandenen, zur Freisetzung der Lebensatmen; auch dient dies der Erkenntnis der Himmelswelt. „Auf Agni soll Agni aufgeschichtet werden“ – so sagen sie; dieser Agni ist ja Vaiśvānara, nämlich der Brahmane. Diesem soll man den ersten, mit dem Opferspruch bereiteten Ziegel darreichen, und der Brahmane soll ihn hinlegen – eben auf Agni schichtet man dann Agni auf. Dieser Agni ist ja mächtig, Not zu bereiten; wer, ohne es zu wissen, den Ziegel hinlegt, gerät in Not. Er soll drei Segensgaben geben, denn drei sind die Lebensatmen, zur Zusammenraffung der Lebensatmen. Nur zwei soll er geben, denn zwei sind die Lebensatmen. Nur eine soll er geben, denn einer ist der Lebensatem. Dieser Agni ist ja das Vieh; die Tiere weiden ja nicht nur auf trockenem Weideland. Er legt den Grasziegel hin, zum Halt des Viehs, zu zweifacher Festigung. „Von Knoten zu Knoten sprossen sie hervor“ – so spricht er, denn dieses Gras steht ja von Knoten zu Knoten fest; „so sollst du uns, o Dūrvā-Gras, mit tausend, mit hundert Trieben wachsen“ – so spricht er; mit Tausend verbunden ist Prajāpati, zur Erlangung des Prajāpati. Dreifach eingeritzt ist ja das Zeichen der Götter; das obere Zeichen legten die Götter hin, das untere die Asuras. Wen er sich wünschen mag: „er möge reicher werden“ – für den soll man das obere Zeichen hinlegen; reicher eben wird, wen man sich so wünscht. Wen er sich wünschen mag: „er möge ärmer werden“ – für den soll man das untere Zeichen hinlegen; eben in den Ursprungsort der Asuras lässt man ihn hinab geraten, und ärmer wird er. Dreifach eingeritzt sind die Ziegel; diese Welten hier sind ja dreifach eingeritzt, und aus diesen Welten heraus spricht man: „halte den Rivalen fern“ – das taten die Aṅgiras, als sie zur Himmelswelt gingen. Der Reiskuchen, zur Schildkröte geworden, kroch hinterher. Wenn man die Schildkröte hinlegt, geschieht dies so: wie ein Feldkundiger geradewegs führt, ebenso führt die Schildkröte ihn geradewegs zur Himmelswelt. Diese Schildkröte ist ja der Opferanteil des Viehs; wenn man sie hinlegt, treten die Tiere heran, ihren eigenen Opferanteil erblickend. Das ist ja gleichsam ein Leichenfeld, das man bereitet, wenn man die Köpfe der toten Tiere hinlegt; dass man die lebende Schildkröte hinlegt, unterscheidet dieses Aufschichten vom Leichenfeld. Diese Schildkröte ist ja wohnhaft [?]. „Honig wehen die Winde dem Wahrheitsgemäßen“ – so spricht er, während er sie mit honiggemischter saurer Milch bestreicht; damit versüßt er sie eben. Diese Speise hier ist ja die des Dorfes, die des Waldes ist Honig; dass er sie mit honiggemischter saurer Milch bestreicht, dient zur Sicherung von beiderlei Speise. „Groß ist der Himmel, groß die Erde für uns“ – so spricht er; damit umfasst er sie eben von beiden Seiten. Er legt sie nach vorn gewandt hin, zur Vollständigkeit der Himmelswelt. Im Osten legt er sie rückwärts gewandt hin; deshalb kehren im Osten die Tiere mit rückwärts gewandtem Kopf zu ihrem Opferanteil zurück. Wer nun Agni ohne Nabelbezug aufschichtet, dessen Agni dringt nicht in den Nabel des Opferherrn ein; dieser, mächtig, würde ihn schädigen. Er legt einen Mörser hin, denn dieser ist ja der Nabel Agnis; mit Nabelbezug eben schichtet er Agni auf, zur Nicht-Schädigung. Er wird aus Uduṃbara-Holz sein, denn Uduṃbara ist ja Nahrungskraft, und eben die Nahrungskraft sichert er sich. Er legt ihn in der Mitte hin; in der Mitte eben legt er ihm die Nahrungskraft bei, deshalb genießt man in der Mitte die Nahrungskraft. So groß, wie er ist, wird er mit Prajāpati, dem Antlitz des Opfers, gleichgemessen; damit schlägt er die Speise nicht ab, sondern gewinnt sie eben. Er legt einen Viṣṇu-Vers dazu, denn Viṣṇu ist ja das Opfer, und dem Viṣṇu gehören die Bäume; das Opfer eben lässt das Opfer festen Stand fassen. Dieses Vieh hier ist es, das zu Yama kroch – dies ist es, weshalb dies alles geschieht. Und siebenundzwanzig [Wörter].

Wort für Wort
svayamātṛṇṇāmupa
die selbstentstandene [Ziegel] hin-
dadhātīyaṃ
-legt er; diese hier
vai
ja
svayamātṛṇṇemāmevopa
[ist] die selbstentstandene; eben diese Erde hin-
dhatte'śvamupa
-legt er; ein Pferd dazu
ghrāpayati
lässt er riechen
prāṇamevāsyāṃ
den Atem eben ihr
dadhātyatho
legt er bei; auch
prājāpatyo
[ist] zu Prajāpati gehörig
vā
ja
aśvaḥ
das Pferd
prajāpatinaivāgniṃ
durch Prajāpati eben Agni
cinute
schichtet er auf
prathameṣṭakopadhīyamānā
als erster Ziegel hingelegt
paśūnāṃ
dem Vieh
ca
und
yajamānasya
dem Opferherrn
ca
und
prāṇamapi
den Atem auch
dadhāti
verleiht sie
svayamātṛṇṇā
zur selbstentstandenen
bhavati
wird sie
prāṇānāmuthsṛṣṭyā
zur Freisetzung der Lebensatmen
atho
auch
suvargasya
der Himmelswelt
lokasyānukhyātyā
zur Erkenntnis
agnāvagniścetavya
'auf Agni soll Agni aufgeschichtet werden'
ityāhureṣa
so sagen sie; dieser
vā
ja
agnirvaiśvānaro
Agni [ist] Vaiśvānara
yadbrāhmaṇastasmai
nämlich der Brahmane; diesem
prathamāmiṣṭakāṃ
den ersten Ziegel
yajuṣkṛtāṃ
mit dem Opferspruch bereiteten
pra
dar-
yacchettāṃ
soll man reichen; ihn
brāhmaṇaścopa
und der Brahmane soll hin-
dadhyātāmagnāveva
-legen; ihn eben auf Agni
tadagniṃ
diesen Agni
cinuta
schichtet man auf
īśvaro
mächtig [ist]
vā
ja
eṣa
dieser
ārtimārtoRyo'vidvāniṣṭakāmupa
Not zu bereiten; wer, ohne zu wissen, den Ziegel hin-
dadhāti
-legt
trīn,
drei
varāndadyāttrayo
Segensgaben soll er geben; drei
vai
ja
prāṇāḥ
[sind] die Lebensatmen
prāṇānāg
der Lebensatmen
stṛtyai
zur Zusammenraffung
dvāveva
nur zwei
deyau
soll er geben
dvau
zwei
hi
denn
prāṇāveka
[sind] die Lebensatmen; eine
eva
nur
deya
soll er geben
eko
einer
hi
denn
prāṇaḥ
[ist] der Lebensatem
paśu
[ist] das Vieh
rvā
ja
eṣa
dieser
yadagnirna
Agni; nicht nur
khalu
ja
vai
ja
paśava
die Tiere
āyavase
auf trockenem Weideland
ramante
weiden
dūrveṣṭakāmupa
den Grasziegel hin-
dadhāti
-legt er
paśūnāṃ
des Viehs
dhṛtyai
zum Halt
dvābhyāṃ
zu zweifacher
pratiṣṭhityai
Festigung
kāṇḍātkāṇḍātprarohantītyāha
'von Knoten zu Knoten sprossen sie hervor' - so spricht er
kāṇḍena
von Knoten
kāṇḍena
zu Knoten
hyeṣā
denn dieses [Gras]
pratitiṣṭhatyevā
steht fest eben
no
uns
dūrve
o Dūrvā-Gras
pratanu
wachse
sahasreṇa
mit tausend
śatena
mit hundert
cetyāha
und - so spricht er
sāhasraḥ
mit Tausend verbunden [ist]
prajāpatiḥ
Prajāpati
prajāpaterāptyai
zur Erlangung des Prajāpati
devalakṣmaṃ
das Zeichen der Götter
vai
ja
tryālikhitā
[ist] dreifach eingeritzt
tāmuttaralakṣmāṇaṃ
dieses, das obere Zeichen
devā
die Götter
upādadhatādharalakṣmāṇamasurā
legten hin; das untere Zeichen die Asuras
yaṃ
wen
kāmayeta
er sich wünschen mag
vasīyānthsyādityuttaralakṣmāṇaṃ
'reicher möge er sein' - so; das obere Zeichen
tasyopa
für den hin-
dadhyādvasīyāneva
-legen soll man; reicher eben
bhavati
wird er
yaṃ
wen
kāmayeta
er sich wünschen mag
pāpīyānthsyādityadharalakṣmāṇaṃ
'ärmer möge er sein' - so; das untere Zeichen
tasyopa
für den hin-
dadhyādasurayonimevainamanu
-legen soll man; in den Ursprungsort der Asuras eben ihn
parā
hinab
bhāvayati
lässt man geraten
pāpīyānbhavati
ärmer wird er
tryālikhitā
dreifach eingeritzt
bhavatīme
sind; diese
vai
ja
lokāstryālikhitaibhya
Welten [sind] dreifach eingeritzt; aus diesen
eva
eben
lokebhyo
Welten
bhrātṛvyamantaretyaṃgirasaḥ
'halte den Rivalen fern' - so [spricht man]; die Aṅgiras
suvarga3ṃlokaṃ
zur Himmelswelt
yataḥ
gingen
puroḍāśaḥ
der Reiskuchen
kūrmo
zur Schildkröte
bhūtvānu
geworden, hinterher
prāsarpa
kroch
dyatkūrmamupadadhāti
wenn man die Schildkröte hinlegt
yathā
wie
kṣetravidañjasā
ein Feldkundiger geradewegs
nayatyevamevainaṃ
führt, ebenso eben ihn
kūrmaḥ
die Schildkröte
suvargaṃ
zur Himmelswelt
lokamañjasā
geradewegs
nayati
führt
medho
der Opferanteil
vā
ja
eṣa
dieser
paśūnāṃ
des Viehs
yatkūrmo
nämlich die Schildkröte
yatkūrmamupadadhāti
wenn man die Schildkröte hinlegt
svameva
ihren eigenen
medhaṃ
Opferanteil
paśyantaḥ
erblickend
paśava
die Tiere
upa
heran-
tiṣṭhante
-treten sie
śmaśānaṃ
ein Leichenfeld
vā
ja
etatkriyate
das wird bereitet
yanmṛtānāṃ
wenn der toten
paśūnāṃ
Tiere
śīrṣāṇyupadhīyante
die Köpfe hingelegt werden
yajjīvantaṃ
dass man die lebende
kūrmamupadadhāti
Schildkröte hinlegt
tenāśmaśānacidvāstavyo
dadurch unterscheidet sich dieses Aufschichten mit dem Leichenfeld; wohnhaft [?] [ist]
vā
ja
eṣa
diese
yat
nämlich
kūrmo
Schildkröte
madhu
Honig
vātā
die Winde
ṛtāyata
wehen dem Wahrheitsgemäßen
iti
so [spricht er]
dadhnāmadhumiśreṇābhyanakti
mit honiggemischter saurer Milch bestreicht er sie
svadayatyevainaṃ
damit versüßt er sie eben
grāmyaṃ
die des Dorfes
vā
ja
etadannaṃ
diese Speise hier [ist]
yaddadhyāraṇyaṃ
die des Waldes
madhu
[ist] Honig
yaddadhnā
dass er mit saurer Milch
madhumiśreṇābhyanaktyubhayasyāvaruddhyai
honiggemischt bestreicht, zur Sicherung von beiderlei
mahī
'groß'
dyauḥ
der Himmel
pṛthivī
die Erde
ca
und
na
für uns
ityāhābhyāmevainamubhayataḥ
so spricht er; damit eben ihn von beiden Seiten
pari
um-
gṛhṇāti
-fasst er
prāñcamupa
nach vorn gewandt hin-
dadhāti
-legt er sie
suvargasya
der Himmelswelt
lokasya
der Welt
samaṣṭyai
zur Vollständigkeit
purastātpratyañcamupa
im Osten rückwärts gewandt hin-
dadhāti
-legt er sie
tasmāt
deshalb
purastātpratyañcaḥ
im Osten mit rückwärts gewandtem [Kopf]
paśavo
die Tiere
medhamupa
zu ihrem Opferanteil heran-
tiṣṭhante
-treten sie
yo
wer
vā
nun
apanābhimagniṃ
Agni ohne Nabelbezug
cinute
aufschichtet
yajamānasya
des Opferherrn
nābhimanu
in den Nabel
pra
hinein
viśati
dringt [sein Agni] nicht ein
sa
dieser
enamīśvaro
mächtig, ihn
hiṃsitorulūkhalamupa
würde schädigen; einen Mörser hin-
dadhātyeṣā
legt er; dieser
vā
ja
agnernābhiḥ
[ist] der Nabel Agnis
sanābhimevāgniṃ
mit Nabelbezug eben Agni
cinute
schichtet er auf
hiṃsāyā
zur Nicht-Schädigung
auduṃbaraṃ
aus Uduṃbara-Holz
bhavatyūrgvā
wird er sein; Nahrungskraft ja
uduṃbara
[ist] Uduṃbara
ūrjamevāva
die Nahrungskraft eben
ruṃdhe
sichert er sich
madhyata
in der Mitte
upa
hin-
dadhāti
-legt er ihn
madhyata
in der Mitte
evāsmā
eben ihm
ūrjaṃ
die Nahrungskraft
dadhāti
legt er bei
tasmānmadhyata
deshalb in der Mitte
ūrjā
die Nahrungskraft
bhuñjata
genießt man
iyadbhavati
so groß wird er
prajāpatinā
mit Prajāpati
yajñamukhena
dem Antlitz des Opfers
saṃmitamava
gleichgemessen; ab-
hantyannamevākarvaiṣṇavyarcopa
-schlägt er nicht die Speise; sondern gewinnt sie eben; einen Viṣṇu-Vers dazu
dadhāti
legt er
viṣṇurvai
Viṣṇu ja
yajño
[ist] das Opfer
vaiṣṇavā
dem Viṣṇu [gehören]
vanaspatayo
die Bäume
yajña
das Opfer
eva
eben
yajñaṃ
das Opfer
pratiṣṭhāpayati
lässt festen Stand fassen
eṣa
dieses
vai
ja
paśuryamasarpadeṣa
Vieh [ist es], das zu Yama kroch; dies
yattasmāttasmāthsaptaviṃśatiśca
ist es, weshalb dies [alles geschieht]. Und siebenundzwanzig [Wörter]

eṣāṃ vā etallokānāṃ jyotiḥ saṃbhṛtaṃ yadukhā yadukhāmupadadhātyebhya eva lokebhyo jyotirava ruṃdhe madhyata upa dadhāti madhyata evāsmai jyotirdadhāti tasmānmadhyato jyotirupāsmahe sikatābhiḥ pūrayatyetadvā agnervaiśvānarasya rūpaṃ rūpeṇaiva vaiśvānaramava ruṃdhe yaṃ kāmayeta kṣodhukaḥ syādityūnāṃ tasyopa dadhyātkṣodhuka eva bhavati yaṃ kāmayetānupadasyadannamadyāditi pūrṇāṃ tasyopa dadhyādanupadasyadevānnamatti sahasraṃ vai prati puruṣaḥ paśūnāṃ yacchati sahasramanye paśavo madhye puruṣaśīrṣamupa dadhāti savīryatvāyokhāyāmapi dadhāti pratiṣṭhāmevainadgamayati vyṛddhaṃ vā etatprāṇairamedhyaṃ yatpuruṣaśīrṣamamṛtaṃ khalu vai prāṇā amṛtaṃ hiraṇyaṃ prāṇeṣu hiraṇyaśalkānpratyasyati pratiṣṭhāmevainadgamayitvā prāṇaiḥ samardhayati dadhnā madhumiśreṇa pūrayati madhavyo'sānīti śṛtātaṅkyena medhyatvāya grāmyaṃ vā etadannaṃ yaddadhyāraṇyaṃ madhu yaddadhnā madhumiśreṇa pūrayatyubhayasyāvaruddhyai paśuśīrṣāṇyupa dadhāti paśavo vai paśuśīrṣāṇi paśūnevāva ruṃdhe yaṃ kāmayetāpaśuḥ syāditi viṣūcīnāni tasyopa dadhyādviṣūca evāsmātpaśūndadhātyapaśureva bhavati yaṃ kāmayeta paśumānthsyāditi samīcīnāni tasyopa dadhyāthsamīca evāsmai paśūndadhāti paśumāneva bhavati purastātpratīcīnamaśvasyopa dadhāti paścātprācīnamṛṣabhasyāpaśavo vā anye go aśvebhyaḥ paśavo go aśvānevāsmai samīco dadhātyetāvanto vai paśavo dvipādaśca catuṣpādaśca tān, vā etadagnau pra dadhāti yatpaśuśīrṣāṇyupadadhātyamumāraṇyamanu te diśāmītyāha grāmyebhya eva paśubhya āraṇyānpaśūñchucamanūthsṛjati tasmāthsamāvatpaśūnāṃ prajāyamānānāmāraṇyāḥ paśavaḥ kanīyāṃsaḥ śucā hyṛtāḥ sarpaśīrṣamupa dadhāti yaiva sarpe tviṣistāmevāva ruṃdhe yathsamīcīnaṃ paśuśīrṣairupa dadhyādgrāmyānpaśūndaṃśukāḥ syuryadviṣūcīnamāraṇyān, yajureva vadedava tāntviṣiṃ ruṃdhe yā sarpe na grāmyānpaśūn hinasti nāraṇyānatho khalūpadheyameva yadupadadhāti tena tāṃ tviṣimava ruṃdhe yā sarpe yadyajurvadati tena śāntam ūnāntasyopa prāṇāḥ syāditi vai paśavo ruṃdhe catuścatvāriṃśacca

Das Licht dieser Welten hier ist ja zusammengetragen, nämlich der Feuertopf; wenn man den Feuertopf hinlegt, sichert man sich eben von diesen Welten das Licht. Er legt ihn in der Mitte hin; in der Mitte eben legt er ihm das Licht bei, deshalb verehren wir das Licht von der Mitte her. Er füllt ihn mit Kies, denn das ist ja die Gestalt Agni Vaiśvānaras; durch diese Gestalt eben sichert er sich den Vaiśvānara. Wen er sich wünschen mag: „er möge hungrig werden“ – für den soll er ihn ungefüllt hinlegen; hungrig eben wird er dann. Wen er sich wünschen mag: „er möge, ohne zu ermatten, Speise essen“ – für den soll er ihn gefüllt hinlegen; ohne zu ermatten isst er dann Speise. Tausend gibt der Mensch anteilig für das Vieh, tausend gilt als anderes Vieh; in der Mitte legt er einen Menschenschädel hin, zur Krafttüchtigkeit. Auch in den Feuertopf legt er ihn; damit lässt er ihn eben zum festen Stand gelangen. Verdorben durch die Lebensatmen, unrein ist ja dieser Menschenschädel; unsterblich sind die Lebensatmen, unsterblich das Gold – unter die Lebensatmen wirft er Goldplättchen; nachdem er ihn zum festen Stand hat gelangen lassen, lässt er ihn durch die Lebensatmen gedeihen. Er füllt ihn mit honiggemischter saurer Milch: „ich möchte honigreich sein“ – so spricht er, mit der gekochten Milch Śṛtātaṅkyā, zur Reinheit. Diese Speise ist ja die des Dorfes, die des Waldes ist Honig; dass er ihn mit honiggemischter saurer Milch füllt, dient zur Sicherung von beiderlei. Er legt Viehschädel hin, denn die Tiere sind ja die Viehschädel; eben das Vieh sichert er sich. Wen er sich wünschen mag: „er möge viehlos werden“ – für den soll er sie nach verschiedenen Seiten gewandt hinlegen; nach verschiedenen Seiten hin legt er ihm dann das Vieh; viehlos eben wird, wen man sich so wünscht. Wen er sich wünschen mag: „er möge Vieh besitzen“ – für den soll er sie zusammengehörig hinlegen; zusammengehörig eben legt er ihm dann das Vieh; viehbesitzend eben wird, wen man sich so wünscht. Im Osten legt er den Schädel des Pferdes nach Westen gewandt hin, im Westen den des Zuchtstieres nach Osten gewandt; anderes Vieh gibt es ja, nämlich Rind und Pferd, und Rind und Pferd eben legt er ihm zusammengehörig hin. So viele Tiere gibt es, zweifüßige und vierfüßige – die legt man in Agni hinein, wenn man Viehschädel hinlegt. „Jenem Wald folgend, gehen sie zu deiner Himmelsrichtung“ – so spricht er; von den Dorftieren aus schickt er den Wildtieren eben die Reinheit hinterher, deshalb sind unter den in gleicher Weise geborenen Tieren die Wildtiere kleiner, denn sie sind durch Reinheit nur in geringerem Maß erlangt [?]. Er legt einen Schlangenkopf hin; die Glut, die in der Schlange ist, sichert er sich damit. Würde man ihn zusammengehörig mit den Viehschädeln hinlegen, würden die Dorftiere gebissen werden; wenn man ihn für die Wildtiere nach verschiedenen Seiten gewandt legt, soll man eben den Opferspruch dazu sprechen; damit sichert man sich jene Glut, die in der Schlange ist, ohne Schaden zu tun – er schädigt weder die Dorftiere noch die Wildtiere. Auch ist ja eben das, was man hinzulegt, das Entscheidende; damit sichert man sich jene Glut, die in der Schlange ist. Weil man den Opferspruch spricht, wird dadurch besänftigt. „Dem Mangelnden sollen wieder Lebensatmen zuteilwerden“ – so heißt es; das Vieh sichert man sich damit. Und vierundvierzig [Wörter].

Wort für Wort
eṣāṃ
dieser
vā
ja
etallokānāṃ
dieser Welten hier
jyotiḥ
das Licht
saṃbhṛtaṃ
[ist] zusammengetragen
yadukhā
nämlich der Feuertopf
yadukhāmupadadhātyebhya
wenn man den Feuertopf hinlegt; von diesen
eva
eben
lokebhyo
Welten
jyotirava
das Licht ab-
ruṃdhe
-sichert man sich
madhyata
in der Mitte
upa
hin-
dadhāti
-legt er ihn
madhyata
in der Mitte
evāsmai
eben ihm
jyotirdadhāti
das Licht legt er bei
tasmānmadhyato
deshalb von der Mitte her
jyotirupāsmahe
das Licht verehren wir
sikatābhiḥ
mit Kies
pūrayatyetadvā
füllt er ihn; das ist ja
agnervaiśvānarasya
des Agni Vaiśvānara
rūpaṃ
die Gestalt
rūpeṇaiva
durch die Gestalt eben
vaiśvānaramava
den Vaiśvānara
ruṃdhe
sichert er sich
yaṃ
wen
kāmayeta
er sich wünschen mag
kṣodhukaḥ
hungrig
syādityūnāṃ
möge er sein - so; ungefüllt
tasyopa
für den hin-
dadhyātkṣodhuka
-legen soll er; hungrig
eva
eben
bhavati
wird er
yaṃ
wen
kāmayetānupadasyadannamadyāditi
er sich wünschen mag: 'ohne zu ermatten möge er Speise essen' - so
pūrṇāṃ
gefüllt
tasyopa
für den hin-
dadhyādanupadasyadevānnamatti
-legen soll er; ohne zu ermatten isst er dann Speise
sahasraṃ
tausend
vai
ja
prati
anteilig
puruṣaḥ
der Mensch
paśūnāṃ
für das Vieh
yacchati
gibt
sahasramanye
tausend gilt als anderes
paśavo
Vieh
madhye
in der Mitte
puruṣaśīrṣamupa
einen Menschenschädel hin-
dadhāti
-legt er
savīryatvāyokhāyāmapi
zur Krafttüchtigkeit; auch in den Feuertopf
dadhāti
legt er ihn
pratiṣṭhāmevainadgamayati
zum festen Stand lässt er ihn eben gelangen
vyṛddhaṃ
verdorben
vā
ja
etatprāṇairamedhyaṃ
durch die Lebensatmen; unrein [ist] dieser
yatpuruṣaśīrṣamamṛtaṃ
Menschenschädel; unsterblich [sind]
khalu
ja
vai
ja
prāṇā
die Lebensatmen
amṛtaṃ
unsterblich
hiraṇyaṃ
[ist] das Gold
prāṇeṣu
unter die Lebensatmen
hiraṇyaśalkānpratyasyati
wirft er Goldplättchen
pratiṣṭhāmevainadgamayitvā
nachdem er ihn zum festen Stand hat gelangen lassen
prāṇaiḥ
durch die Lebensatmen
samardhayati
lässt er ihn gedeihen
dadhnā
mit saurer Milch
madhumiśreṇa
honiggemischt
pūrayati
füllt er ihn
madhavyo'sānīti
'ich möchte honigreich sein' - so [spricht er]
śṛtātaṅkyena
mit der gekochten Milch Śṛtātaṅkyā
medhyatvāya
zur Reinheit
grāmyaṃ
die des Dorfes
vā
ja
etadannaṃ
diese Speise [ist]
yaddadhyāraṇyaṃ
die des Waldes
madhu
[ist] Honig
yaddadhnā
dass er mit saurer Milch
madhumiśreṇa
honiggemischt
pūrayatyubhayasyāvaruddhyai
füllt, zur Sicherung von beiderlei
paśuśīrṣāṇyupa
Viehschädel hin-
dadhāti
-legt er
paśavo
die Tiere
vai
ja
paśuśīrṣāṇi
[sind] die Viehschädel
paśūnevāva
das Vieh eben
ruṃdhe
sichert er sich
yaṃ
wen
kāmayetāpaśuḥ
er sich wünschen mag: 'viehlos'
syāditi
möge er sein - so
viṣūcīnāni
nach verschiedenen Seiten gewandt
tasyopa
für den hin-
dadhyādviṣūca
-legen soll er sie; nach verschiedenen Seiten
evāsmātpaśūndadhātyapaśureva
eben dann das Vieh legt er ihm hin; viehlos eben
bhavati
wird
yaṃ
wen
kāmayeta
er sich wünschen mag
paśumānthsyāditi
'Vieh besitzend möge er sein' - so
samīcīnāni
zusammengehörig
tasyopa
für den hin-
dadhyāthsamīca
-legen soll er sie; zusammengehörig
evāsmai
eben ihm
paśūndadhāti
das Vieh legt er
paśumāneva
viehbesitzend eben
bhavati
wird
purastātpratīcīnamaśvasyopa
im Osten den nach Westen gewandten [Schädel] des Pferdes hin-
dadhāti
-legt er
paścātprācīnamṛṣabhasyāpaśavo
im Westen den nach Osten gewandten des Zuchtstieres; anderes Vieh
vā
ja
anye
andere
go
Rind
aśvebhyaḥ
und Pferd [gibt es]
paśavo
Vieh
go
Rind
aśvānevāsmai
und Pferd eben ihm
samīco
zusammengehörig
dadhātyetāvanto
legt er hin; so viele
vai
ja
paśavo
Tiere gibt es
dvipādaśca
zweifüßige und
catuṣpādaśca
vierfüßige und
tān,
diese
vā
ja
etadagnau
in Agni
pra
hin-
dadhāti
-ein legt man
yatpaśuśīrṣāṇyupadadhātyamumāraṇyamanu
wenn man Viehschädel hinlegt; 'jenem Wald folgend'
te
gehen sie
diśāmītyāha
zu deiner Himmelsrichtung - so spricht er
grāmyebhya
von den Dorftieren
eva
eben
paśubhya
aus
āraṇyānpaśūñchucamanūthsṛjati
schickt er den Wildtieren die Reinheit hinterher
tasmāthsamāvatpaśūnāṃ
deshalb sind unter den in gleicher Weise geborenen Tieren
prajāyamānānāmāraṇyāḥ
die geborenen; die Wildtiere
paśavaḥ
die Tiere
kanīyāṃsaḥ
kleiner
śucā
durch die Reinheit
hyṛtāḥ
denn erlangt [sind sie] [?]
sarpaśīrṣamupa
einen Schlangenkopf hin-
dadhāti
-legt er
yaiva
die eben
sarpe
in der Schlange
tviṣistāmevāva
die Glut, sie eben ab-
ruṃdhe
-sichert er sich
yathsamīcīnaṃ
würde man ihn zusammengehörig
paśuśīrṣairupa
mit den Viehschädeln hin-
dadhyādgrāmyānpaśūndaṃśukāḥ
-legen; die Dorftiere gebissene [würden]
syuryadviṣūcīnamāraṇyān,
werden; würde man ihn für die Wildtiere nach verschiedenen Seiten gewandt
yajureva
den Opferspruch eben
vadedava
soll man sprechen; ab-
tāntviṣiṃ
jene Glut
ruṃdhe
-sichert man sich
yā
die
sarpe
in der Schlange [ist]
na
ohne
grāmyānpaśūn
die Dorftiere
hinasti
zu schädigen
nāraṇyānatho
noch die Wildtiere; auch
khalūpadheyameva
ja das Hinzulegende eben
yadupadadhāti
das, was man hinzulegt
tena
damit
tāṃ
jene
tviṣimava
Glut ab-
ruṃdhe
-sichert man sich
yā
die
sarpe
in der Schlange [ist]
yadyajurvadati
weil man den Opferspruch spricht
tena
dadurch
śāntam
wird besänftigt
ūnāntasyopa
'dem Mangelnden zu'
prāṇāḥ
Lebensatmen
syāditi
sollen zuteilwerden - so
vai
ja
paśavo
das Vieh
ruṃdhe
sichert man sich
catuścatvāriṃśacca
und vierundvierzig [Wörter]

paśurvā eṣa yadagniRyoniḥ khalu vā eṣā paśorvi kriyate yatprācīnamaiṣṭakādyajuḥ kriyate reto'pasyā apasyā upa dadhāti yonāveva reto dadhāti pañcopa dadhāti pāṅktāḥ paśavaḥ paśūnevāsmai pra janayati pañca dakṣiṇato vajro vā apasyā vajreṇaiva yajñasya dakṣiṇato rakṣāgsyapa hanti pañca paścāt prācīrupa dadhāti paścādvai prācīnaṃ reto dhīyate paścādevāsmai prācīnaṃ reto dadhāti pañca purastātpratīcīrupa dadhāti pañca paścātprācīstasmātprācīnaṃ reto dhīyate pratīcīḥ prajā jāyante pañcottarataśchaṃdasyāḥ paśavo vai chaṃdasyāḥ paśūneva prajātānthsvamāyatanamabhi paryūhata iyaṃ vā agneratidāhādabibhethsaitā apasyā apaśyattā upādhatta tato vā imāṃ nātyadahadyadapasyā upadadhātyasyā anatidāhāyovāca heyamadadithsa brahmaṇānnaṃ yasyaitā upadhīyāntai ya u cainā evaṃ vedaditi prāṇabhṛta upa dadhāti retasyeva prāṇāndadhāti tasmādvadan prāṇan paśyañchṛṇvan paśurjāyate'yaṃ puro bhuva iti purastādupa dadhāti prāṇamevaitābhirdādhārāyaṃ dakṣiṇā viśvakarmeti dakṣiṇato mana evaitābhirdādhārāyaṃ paścādviśvavyacā iti paścāccakṣurevaitābhirdādhāredamuttarāth suvarityuttarataḥ śrotramevaitābhirdādhāreyamupari matirityupariṣṭādvācamevaitābhirdādhāra daśa daśopa dadhāti savīryatvāyākṣṇayo'pa dadhāti tasmādakṣṇayā paśavo'ṅgāni pra haranti pratiṣṭhityai yāḥ prācīstābhirvasiṣṭha ārdhnodyā dakṣiṇā tābhirbharadvājo yāḥ pratīcīstābhirviśvāmitro yā udīcīstābhirjamadagniryā ūrdhvāstābhirviśvakarmā ya evametāsāmṛddhiṃ vedardhnotyeva ya āsāmevaṃ bandhutāṃ veda bandhumānbhavati ya āsāmevaṃ klṛptaṃ veda kalpate'smai ya āsāmevamāyatanaṃ vedāyatanavānbhavati ya āsāmevaṃ pratiṣṭhāṃ veda pratyeva tiṣṭhati prāṇabhṛta upadhāya saṃyata upa dadhāti prāṇānevāsmindhitvā saṃyadbhiḥ saṃ yacchati tathsaṃyatāṃ saṃyattvamatho prāṇa evāpānaṃ dadhāti tasmātprāṇāpānau saṃ carato viṣūcīrupa dadhāti tasmādviṣvañcau prāṇāpānau yadvā agnerasaṃyata masuvargyamasya tathsuvargyo'gniryathsaṃyata upa dadhāti samevainaṃ yacchati suvargyamevākastryavirvayaḥ kṛtamayānāmityāha vayobhirevāyānava ruṃdhe'yairvayāṃsi sarvato vāyumatīrbhavanti tasmādayaṃ sarvataḥ pavate paścādetāḥ puro'kṣṇayā kalpate'saṃyataṃ paṃca triṃśacca

Dieser Agni ist ja das Vieh; ihr Ursprung wird eben bereitet, wenn man vor dem Ziegel den Opferspruch für den Samen vollzieht. Der Same der Apasyā-Ziegel: er legt die Apasyā hin, und in den Ursprung eben legt er den Samen. Er legt fünf hin, denn fünfteilig ist das Vieh, und das Vieh eben lässt er ihm damit entstehen. Fünf im Süden – die Apasyā sind ja der Vajra, und mit dem Vajra eben schlägt er im Süden des Opfers die Unholde ab. Fünf legt er hinten nach Osten gewandt hin, denn hinten wird ja der nach Osten gerichtete Same gelegt; hinten eben legt er ihm den nach Osten gerichteten Samen. Fünf legt er vorn nach Westen gewandt hin, fünf hinten nach Osten gerichtet; deshalb wird der nach Osten gerichtete Same gelegt, und daraus werden die nach Westen gewandten Geschöpfe geboren. Fünf im Norden, die metrisch-passenden – die metrisch-passenden sind ja das Vieh; eben das geborene, zerstreute Vieh holt er ganz zu seiner eigenen Wohnstätte zurück. Diese Erde hier fürchtete das übermäßige Verbrennen durch Agni; da erblickte sie diese Apasyā-Ziegel und legte sie hin, und dadurch verbrannte er sie nicht übermäßig. Dass man die Apasyā hinlegt, dient zur Nicht-Übermäßig-Verbrennung von ihr. Er sprach: „diese hast du hinterlassen; das ist die Speise des Brahmanen, für wen sie hingelegt werden und wer dies so weiß“ – so heißt es. Er legt die Lebensatem-Tragenden hin; er legt gleichsam mit dem Samen die Lebensatmen hin, deshalb wird, redend, atmend, sehend, hörend, das Vieh geboren. „Dieser ist zuvor entstanden“ – so spricht er, während er sie im Osten hinlegt; damit eben verleiht er ihm mit diesen den Atem. „Dieser ist im Süden Viśvakarman“ – so spricht er; damit eben verleiht er ihm mit diesen den Geist. „Dieser ist im Westen weiträumig“ – so spricht er; damit eben verleiht er ihm mit diesen das Sehvermögen. „Dieser hier ist im Norden gut“ – so spricht er; damit eben verleiht er ihm mit diesen das Gehör. „Dieser ist oben Gesinnung“ – so spricht er; damit eben verleiht er ihm mit diesen die Rede. Zehn und zehn legt er hin, zur Krafttüchtigkeit. Kreuzweise legt er hin; deshalb tragen die Tiere kreuzweise ihre Glieder heraus, zur Festigung. Diejenigen Ziegel, die nach Osten gerichtet sind – mit ihnen gedieh Vasiṣṭha; die nach Süden gerichteten, mit ihnen Bharadvāja; die nach Westen gerichteten, mit ihnen Viśvāmitra; die nach Norden gerichteten, mit ihnen Jamadagni; die nach oben gerichteten, mit ihnen Viśvakarman. Wer eben so das Gedeihen dieser Ziegel kennt, gedeiht; wer so ihre Verwandtschaft kennt, wird verwandtenreich; wer so ihre Ordnung kennt, dem fügt es sich; wer so ihre Wohnstätte kennt, wird eine Wohnstätte besitzen; wer so ihren festen Stand kennt, findet festen Stand. Nachdem er die Lebensatem-Tragenden hingelegt hat, legt er die Zusammenhaltenden hin; nachdem er ihm eben die Lebensatmen darin eingesetzt hat, hält er sie mit den Zusammenhaltenden zusammen – das ist das Zusammengehalten-Sein der Zusammenhaltenden. Auch legt er damit den Ausatem zum Einatem, deshalb bewegen sich Ein- und Ausatem zusammen. Er legt sie nach verschiedenen Seiten gewandt hin; deshalb gehen Ein- und Ausatem nach verschiedenen Seiten. Wäre nun Agni nicht zusammengehalten, wäre er nicht himmlisch; himmlisch ist Agni, sowie man die Zusammenhaltenden hinlegt – damit hält er ihn eben zusammen, eben himmlisch macht er ihn dadurch. „Ein Schaf, aus den Federn der Vögel gemacht“ – so spricht er; mit den Vögeln eben sichert er sich die Vögel, denn durch die Vögel werden alle Kräfte windbegabt; deshalb weht der Wind überallhin. Nach diesen, hinten, vorn, kreuzweise wird es geordnet, das Nicht-Zusammengehaltene. Und fünfunddreißig [Wörter].

Wort für Wort
paśurvā
das Vieh ja
eṣa
[ist] dieser [Agni]
yadagniRyoniḥ
nämlich Agni; der Ursprung
khalu
eben
vā
ja
eṣā
wird [dieser]
paśorvi
des Viehs [wird] ver-
kriyate
-fertigt/bereitet
yatprācīnamaiṣṭakādyajuḥ
wenn vor dem Ziegel der Opferspruch
kriyate
vollzogen wird
reto'pasyā
der Same; die Apasyā-Ziegel
apasyā
die Apasyā
upa
hin-
dadhāti
-legt er
yonāveva
in den Ursprung eben
reto
den Samen
dadhāti
legt er
pañcopa
fünf hin-
dadhāti
-legt er
pāṅktāḥ
fünfteilig [ist]
paśavaḥ
das Vieh
paśūnevāsmai
das Vieh eben ihm damit
pra
ent-
janayati
-stehen lässt er
pañca
fünf
dakṣiṇato
im Süden
vajro
der Vajra
vā
ja
apasyā
[sind] die Apasyā
vajreṇaiva
mit dem Vajra eben
yajñasya
des Opfers
dakṣiṇato
im Süden
rakṣāgsyapa
die Unholde ab-
hanti
-schlägt er
pañca
fünf
paścāt
hinten
prācīrupa
nach Osten gewandt hin-
dadhāti
-legt er
paścādvai
hinten ja
prācīnaṃ
der nach Osten gerichtete
reto
Same
dhīyate
wird gelegt
paścādevāsmai
hinten eben ihm
prācīnaṃ
den nach Osten gerichteten
reto
Samen
dadhāti
legt er
pañca
fünf
purastātpratīcīrupa
vorn nach Westen gewandt hin-
dadhāti
-legt er
pañca
fünf
paścātprācīstasmātprācīnaṃ
hinten nach Osten gerichtete; deshalb der nach Osten gerichtete
reto
Same
dhīyate
wird gelegt
pratīcīḥ
die nach Westen gewandten
prajā
Geschöpfe
jāyante
werden geboren
pañcottarataśchaṃdasyāḥ
fünf im Norden, die metrisch-passenden
paśavo
[sind] das Vieh
vai
ja
chaṃdasyāḥ
die metrisch-passenden
paśūneva
das Vieh eben
prajātānthsvamāyatanamabhi
das geborene, zu seiner eigenen Wohnstätte hin
paryūhata
holt er zurück
iyaṃ
diese
vā
ja
agneratidāhādabibhethsaitā
vor dem übermäßigen Verbrennen durch Agni fürchtete sich; sie [erblickte] diese
apasyā
Apasyā-Ziegel
apaśyattā
erblickte sie; die
upādhatta
legte sie hin
tato
dadurch
vā
eben
imāṃ
sie
nātyadahadyadapasyā
verbrannte er nicht übermäßig; dass die Apasyā
upadadhātyasyā
man hinlegt; von ihr
anatidāhāyovāca
zur Nicht-Übermäßig-Verbrennung; er sprach
heyamadadithsa
'diese hast du hinterlassen'; er [sprach weiter]
brahmaṇānnaṃ
die Speise des Brahmanen
yasyaitā
für wen diese
upadhīyāntai
hingelegt werden
ya
und wer
u
auch
cainā
und dies
evaṃ
so
vedaditi
weiß - so [heißt es]
prāṇabhṛta
die Lebensatem-Tragenden
upa
hin-
dadhāti
-legt er
retasyeva
gleichsam mit dem Samen
prāṇāndadhāti
die Lebensatmen legt er hin
tasmādvadan
deshalb, redend
prāṇan
atmend
paśyañchṛṇvan
sehend, hörend
paśurjāyate'yaṃ
wird das Vieh geboren; 'dieser'
puro
'zuvor'
bhuva
'entstanden'
iti
so [spricht er]
purastādupa
im Osten hin-
dadhāti
-legt er
prāṇamevaitābhirdādhārāyaṃ
den Atem eben mit diesen verleiht er ihm; 'dieser'
dakṣiṇā
'im Süden'
viśvakarmeti
'Viśvakarman' - so [spricht er]
dakṣiṇato
im Süden
mana
den Geist
evaitābhirdādhārāyaṃ
eben mit diesen verleiht er ihm; 'dieser'
paścādviśvavyacā
'im Westen weiträumig'
iti
so [spricht er]
paścāccakṣurevaitābhirdādhāredamuttarāth
im Westen das Sehvermögen eben mit diesen verleiht er ihm; 'dieser hier im Norden'
suvarityuttarataḥ
'gut' - so; im Norden
śrotramevaitābhirdādhāreyamupari
das Gehör eben mit diesen verleiht er ihm; 'dieser oben'
matirityupariṣṭādvācamevaitābhirdādhāra
'Gesinnung' - so; oben die Rede eben mit diesen verleiht er ihm
daśa
zehn
daśopa
und zehn hin-
dadhāti
-legt er
savīryatvāyākṣṇayo'pa
zur Krafttüchtigkeit; kreuzweise hin-
dadhāti
-legt er
tasmādakṣṇayā
deshalb kreuzweise
paśavo'ṅgāni
die Tiere die Glieder
pra
heraus-
haranti
-tragen sie
pratiṣṭhityai
zur Festigung
yāḥ
die [Ziegel]
prācīstābhirvasiṣṭha
nach Osten gerichteten; mit ihnen Vasiṣṭha
ārdhnodyā
gedieh; die
dakṣiṇā
nach Süden gerichteten
tābhirbharadvājo
mit ihnen Bharadvāja
yāḥ
die
pratīcīstābhirviśvāmitro
nach Westen gerichteten; mit ihnen Viśvāmitra
yā
die
udīcīstābhirjamadagniryā
nach Norden gerichteten; mit ihnen Jamadagni; die
ūrdhvāstābhirviśvakarmā
nach oben gerichteten; mit ihnen Viśvakarman
ya
wer
evametāsāmṛddhiṃ
so eben deren Gedeihen
vedardhnotyeva
kennt, gedeiht eben
ya
wer
āsāmevaṃ
deren so
bandhutāṃ
Verwandtschaft
veda
kennt
bandhumānbhavati
wird verwandtenreich
ya
wer
āsāmevaṃ
deren so
klṛptaṃ
Ordnung
veda
kennt
kalpate'smai
dem fügt es sich ihm
ya
wer
āsāmevamāyatanaṃ
deren so die Wohnstätte
vedāyatanavānbhavati
kennt, wird eine Wohnstätte besitzen
ya
wer
āsāmevaṃ
deren so
pratiṣṭhāṃ
den festen Stand
veda
kennt
pratyeva
fest eben
tiṣṭhati
findet er Stand
prāṇabhṛta
die Lebensatem-Tragenden
upadhāya
nachdem er hingelegt hat
saṃyata
die Zusammenhaltenden
upa
hin-
dadhāti
-legt er
prāṇānevāsmindhitvā
die Lebensatmen eben in ihn eingesetzt habend
saṃyadbhiḥ
mit den Zusammenhaltenden
saṃ
zusammen-
yacchati
-hält er
tathsaṃyatāṃ
das ist der Zusammenhaltenden
saṃyattvamatho
Zusammengehalten-Sein; auch
prāṇa
den Einatem
evāpānaṃ
eben den Ausatem
dadhāti
legt er dazu
tasmātprāṇāpānau
deshalb Ein- und Ausatem
saṃ
zusammen
carato
bewegen sich
viṣūcīrupa
nach verschiedenen Seiten gewandt hin-
dadhāti
-legt er sie
tasmādviṣvañcau
deshalb nach verschiedenen Seiten
prāṇāpānau
Ein- und Ausatem
yadvā
wäre nun
agnerasaṃyata
Agni nicht zusammengehalten
masuvargyamasya
wäre er nicht himmlisch; dessen
tathsuvargyo'gniryathsaṃyata
das ist himmlisch; Agni, sowie man die Zusammenhaltenden
upa
hin-
dadhāti
-legt
samevainaṃ
zusammen eben ihn
yacchati
hält er
suvargyamevākastryavirvayaḥ
himmlisch eben macht er ihn; 'ein Schaf'
kṛtamayānāmityāha
'aus den Federn der Vögel gemacht' - so spricht er
vayobhirevāyānava
mit den Vögeln eben die Vögel ab-
ruṃdhe'yairvayāṃsi
-sichert er sich; durch die Vögel [werden] die Kräfte
sarvato
alle
vāyumatīrbhavanti
windbegabt
tasmādayaṃ
deshalb der [Wind]
sarvataḥ
überallhin
pavate
weht
paścādetāḥ
nach diesen, hinten
puro'kṣṇayā
vorn, kreuzweise
kalpate'saṃyataṃ
wird geordnet; das Nicht-Zusammengehaltene
paṃca
fünf
triṃśacca
und dreißig [Wörter]

gāyatrī triṣṭubjagatyanuṣṭukpaṅktyā saha | bṛhatyuṣṇihā kakuthsūcībhiḥ śimyantu tvā || dvipadā yā catuṣpadā tripadā yā ca ṣaṭpadā | sachandā yā ca vicchandāḥ sūcībhiḥ śimyantu tvā || mahānāmnī revatayo viśvā āśāḥ prasūvarīḥ | meghyā vidyuto vācaḥ sūcībhiḥ śimyantu tvā || rajatā hariṇīḥ sīsā yujo yujyante karmabhiḥ | aśvasya vājinastvaci sūcībhiḥ śimyantu tvā || nārī ste patnayo loma vi cinvantu manīṣayā | devānāṃ patnīrdiśaḥ sūcībhiḥ śimyantu tvā nārīstriṃśacca

Gāyatrī, Triṣṭubh, Jagatī, Anuṣṭubh zusammen mit Paṅkti, Bṛhatī, Uṣṇih und Kakubh – mit Nadeln sollen sie dich zurichten. Die zweifüßige, die vierfüßige, die dreifüßige und die sechsfüßige, die metrisch-gleiche und die metrisch-verschiedene – mit Nadeln sollen sie dich zurichten. Die Großnamigen, die Reichen, alle Himmelsrichtungen, die Erzeugerinnen, die wolkenhaften Blitze und Stimmen – mit Nadeln sollen sie dich zurichten. Die silbernen, die goldgelben, die bleiernen [?], die Verbundenen, die durch die Werke verbunden werden, die in der Haut des siegreichen Pferdes – mit Nadeln sollen sie dich zurichten. Die weiblichen Gattinnen sollen dir mit Bedacht das Haar scheiteln; die Gattinnen der Götter, die Himmelsrichtungen – mit Nadeln sollen sie dich zurichten, ihr Frauen. Und dreißig [Wörter].

Wort für Wort
gāyatrī
Gāyatrī
triṣṭubjagatyanuṣṭukpaṅktyā
Triṣṭubh, Jagatī, Anuṣṭubh, mit Paṅkti
saha
zusammen
|
|
bṛhatyuṣṇihā
Bṛhatī, Uṣṇih
kakuthsūcībhiḥ
Kakubh; mit Nadeln
śimyantu
sollen sie zurichten
tvā
dich
||
||
dvipadā
die zweifüßige
yā
die
catuṣpadā
vierfüßige
tripadā
die dreifüßige
yā
die
ca
und
ṣaṭpadā
sechsfüßige
|
|
sachandā
die metrisch-gleiche
yā
die
ca
und
vicchandāḥ
die metrisch-verschiedene
sūcībhiḥ
mit Nadeln
śimyantu
sollen sie zurichten
tvā
dich
||
||
mahānāmnī
die Großnamigen
revatayo
die Reichen
viśvā
alle
āśāḥ
Himmelsrichtungen
prasūvarīḥ
die Erzeugerinnen
|
|
meghyā
die wolkenhaften
vidyuto
Blitze
vācaḥ
und Stimmen
sūcībhiḥ
mit Nadeln
śimyantu
sollen sie zurichten
tvā
dich
||
||
rajatā
die silbernen
hariṇīḥ
die goldgelben
sīsā
die bleiernen [?]
yujo
die Verbundenen
yujyante
die verbunden werden
karmabhiḥ
mit den Werken
|
|
aśvasya
des Pferdes
vājinastvaci
des siegreichen, in der Haut
sūcībhiḥ
mit Nadeln
śimyantu
sollen sie zurichten
tvā
dich
||
||
nārī
die weiblichen
ste
dir, die
patnayo
Gattinnen
loma
das Haar
vi
auseinander-
cinvantu
-sollen sie scheiden
manīṣayā
mit Bedacht
|
|
devānāṃ
der Götter
patnīrdiśaḥ
die Gattinnen; die Himmelsrichtungen
sūcībhiḥ
mit Nadeln
śimyantu
sollen sie zurichten
tvā
dich
nārīstriṃśacca
o Frauen; und dreißig [Wörter]

kastvā chyati kastvā vi śāsti kaste gātrāṇi śimyati | ka u te śamitā kaviḥ || ṛtavasta ṛtudhā paruḥ śamitāro vi śāsatu | saṃvathsarasya dhāyasā śimībhiḥ śimyantu tvā || daivyā adhvaryavastvā chyantu vi ca śāsatu | gātrāṇi parvaśaste śimāḥ kṛṇvantu śimyantaḥ || ardhamāsāḥ parūṃṣi te māsāśchyantu śimyantaḥ | ahorātrāṇi maruto viliṣṭaṃ sūdayantu te || pṛthivī te'ntarikṣeṇa vāyuśchidraṃ bhiṣajyatu | dyauste nakṣatraiḥ saha rūpaṃ kṛṇotu sādhuyā viliṣṭaṃ triṃśacca

Wer zerschneidet dich, wer zerlegt dich, wer richtet deine Glieder zu? Wer ist dein weiser Zurichter? Die Jahreszeiten sollen deine Glieder, Glied für Glied, jahreszeitlich gliedernd zurichten; durch die Kraft des Jahres sollen sie dich mit den Zurichtungen zurichten. Die göttlichen Adhvaryu-Priester sollen dich zerschneiden und zerlegen; deine Glieder, Gelenk für Gelenk, sollen die Zurichtenden zu Zurichtungen machen. Die Halbmonate sollen deine Gliederabschnitte, die Monate sollen dich zurichtend zerschneiden; Tag und Nacht, die Maruts, sollen dein Zerfallenes heilen. Die Erde soll zusammen mit der Luftregion, Vāyu soll die Wunde heilen; der Himmel möge zusammen mit den Sternen die Gestalt wohlgetan machen: das Zerfallene. Und dreißig [Wörter].

Wort für Wort
kastvā
wer dich
chyati
zerschneidet
kastvā
wer dich
vi
zer-
śāsti
-legt
kaste
wer deine
gātrāṇi
Glieder
śimyati
zurichtet
|
|
ka
wer
u
denn
te
dein
śamitā
Zurichter
kaviḥ
weiser [ist]
||
||
ṛtavasta
die Jahreszeiten deine
ṛtudhā
jahreszeitlich gliedernd
paruḥ
Glied für Glied
śamitāro
die Zurichter
vi
zu-
śāsatu
-richten sollen
|
|
saṃvathsarasya
des Jahres
dhāyasā
durch die Kraft
śimībhiḥ
mit den Zurichtungen
śimyantu
sollen sie zurichten
tvā
dich
||
||
daivyā
die göttlichen
adhvaryavastvā
Adhvaryu-Priester dich
chyantu
sollen zerschneiden
vi
zer-
ca
und
śāsatu
-legen sollen
|
|
gātrāṇi
die Glieder
parvaśaste
Gelenk für Gelenk, deine
śimāḥ
zu Zurichtungen
kṛṇvantu
sollen sie machen
śimyantaḥ
die Zurichtenden
||
||
ardhamāsāḥ
die Halbmonate
parūṃṣi
die Gliederabschnitte
te
deine
māsāśchyantu
die Monate sollen zerschneiden
śimyantaḥ
zurichtend
|
|
ahorātrāṇi
Tag und Nacht
maruto
die Maruts
viliṣṭaṃ
das Zerfallene
sūdayantu
sollen heilen
te
dein
||
||
pṛthivī
die Erde
te'ntarikṣeṇa
deine, mit der Luftregion
vāyuśchidraṃ
Vāyu die Wunde
bhiṣajyatu
soll heilen
|
|
dyauste
der Himmel deine
nakṣatraiḥ
mit den Sternen
saha
zusammen
rūpaṃ
die Gestalt
kṛṇotu
möge machen
sādhuyā
wohlgetan
viliṣṭaṃ
[dein] Zerfallenes
triṃśacca
und dreißig [Wörter]

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