Wer den Agni ohne die zugehörige Gottheit schichtet, wird von den Gottheiten abgeschnitten und schlechter gestellt. Wer ihn der zugehörigen Gottheit gemäß schichtet, wird nicht von den Gottheiten abgeschnitten und besser gestellt. Er soll die erste Schichtung mit dem Agni zugehörigen Gayatri-Vers berühren, die zweite mit der Trishtubh, die dritte mit der Jagati, die vierte mit dem Anushtubh, die fünfte mit dem Pankti - so schichtet er den Agni eben der zugehörigen Gottheit gemäß; er wird nicht von den Gottheiten abgeschnitten und wird besser gestellt.
Dies ist ja der Anteil der Ida: Vieh ist die Ida, mit Vieh schichtet er ihn. Wer den Agni schichtet, nachdem er ihn dem Prajapati zugesagt hat, nimmt keinen Schaden. Zwei Pferde sollen zu beiden Seiten stehen, das schwarze im Norden, das weiße im Süden; diese beiden soll er ergreifen und damit die Ziegel hinlegen. Dies ist ja die Gestalt Prajapatis, das Prajapati zugehörige Pferd; er schichtet den Agni unmittelbar, dem Prajapati zugesagt, und nimmt keinen Schaden.
Dies ist ja die Gestalt des Tages: das weiße Pferd; der Nacht gehört das schwarze. Dies ist auch die Gestalt des Tages: der Ziegel; der Nacht gehört die Streu des Ziegels. Will er den Ziegel hinlegen, soll er das weiße Pferd berühren, will er die Streu hinlegen, das schwarze - mit Tag und Nacht eben schichtet er ihn.
Er gibt ein goldenes, mit Honigtrank gefülltes Gefäß, mit den Worten: 'Honighaft möge ich sein.' Der sonnenhaften, bunten Kuh blickt er entgegen - so wird er selbst bunt glänzend. Zur Mittagszeit lässt er das Pferd daran riechen: Jene Sonne ist ja Indra, dieser hier ist Prajapati, das Prajapati zugehörige Pferd; damit bringt er diesen Agni unmittelbar zum Gedeihen. Dies ist die Gestalt des Tages. Achtundvierzig Wörter.
Wort für Wort
yo
wer
vā
ja
ayathādevatamagniṃ
ohne die richtige Gottheit; den Agni
cinuta
schichtet
ā
ab-
devatābhyo
von den Gottheiten
vṛścyate
-wird geschnitten
pāpīyānbhavati
schlechter gestellt; wird
yo
wer
yathādevataṃ
gemäß der richtigen Gottheit
na
nicht
devatābhya
von den Gottheiten
ā
ab-
vṛścyate
-wird geschnitten
vasīyānbhavatyāgneyyā
besser gestellt; wird; mit der Agni zugehörigen
gāyatriyā
Gayatri
prathamāṃ
die erste
citimabhi
Schichtung; gegen-
mṛśettriṣṭubhā
-soll er berühren; mit der Trishtubh
dvitīyāṃ
die zweite
jagatyā
mit der Jagati
tṛtīyāmanuṣṭubhā
die dritte; mit dem Anushtubh
caturthīṃ
die vierte
paṅktyā
mit dem Pankti
pañcamīṃ
die fünfte
yathādevatamevāgniṃ
gemäß der richtigen Gottheit; eben; den Agni
cinute
schichtet er
na
nicht
devatābhya
von den Gottheiten
ā
ab-
vṛścyate
-wird geschnitten
vasīyānbhavatīḍāyai
besser gestellt; wird; der Ida
vā
ja
eṣā
dies ist
vibhaktiḥ
der Anteil
paśava
Vieh
iḍā
ist die Ida
paśubhirenaṃ
mit Vieh; ihn
cinute
schichtet er
yo
wer
vai
ja
prajāpataye
dem Prajapati
pratiprocyāgniṃ
zugesagt habend; den Agni
cinoti
schichtet
nārtimārcchatyaśvāvabhitastiṣṭhetāṃ
nicht; Schaden; nimmt; zwei Pferde; zu beiden Seiten; sollen stehen
kṛṣṇa
das schwarze
uttarataḥ
im Norden
śveto
das weiße
dakṣiṇastāvālabhyeṣṭakā
im Süden; diese beiden; ergriffen habend; die Ziegel
'Dich, Agni, den kraftvollen, wohlbewussten Stier, wieder verjüngt hervorbringend, bin ich herangetreten; die Herdstätten mögen unerschütterlich sein; schärfe uns zusammen mit scharfem Zauberwort.'
Diese Tiere sind gemeint, wenn man bei jeder Schichtung von Ziegeln einen Stier hinlegt: man vollzieht damit eben ein Paarungswerk beim Opfer, zur Fortpflanzung; deshalb ist in jeder Herde ein Stier.
'Als Abbild des Jahres, als die Nacht, die man als Ekashtaka verehrt - nachdem sie gute Nachkommenschaft geschaffen hat, möge sie das volle Lebensalter erlangen.' Diese Ziegel legt er als Prajapati-gehörig hin: Dies ist ja eben die Ekashtaka; was an Nahrung durch die Ekashtaka geschaffen wird, das eben gewinnt er sich durch sie - sie ist ja die Wunscherfüllerin Prajapatis, eben durch sie melkt sich der Opferherr den Agni in jener Welt.
'Durch das, wodurch die Götter mit Licht nach oben emporstiegen, durch das die Adityas, die Vasus, durch das die Rudras, durch das die Angiras zur Größe gelangten - dadurch möge der Opferherr zum Heil gelangen.'
Zur himmlischen Welt wird Agni geschichtet; 'durch das, wodurch die Götter mit Licht nach oben emporstiegen' - so spricht er, während er das Hauptfeuer entzündet; diese Ziegel, die baumartigen, hölzernen, legt er hin - zur Erlangung der himmlischen Welt.
'Dem mit hundert Waffen, dem mit hundert Kräften, dem mit hundertfacher Hilfe gegen feindliche Anschläge - hundert Herbste möge Indra uns ungefährdet gewähren, er möge uns vorbei an allen Nöten führen.
Die vier Wege, die götterwärts führen, die zwischen Himmel und Erde auseinandergehen - wer von diesen Ungunst und Gefahr herbeibringt, dem mögen ihn alle Götter hier ausliefern.
Sommer, Winter und Frühling, Herbst und Regenzeit - Wohlergehen sei uns; in diesen Jahreszeiten, den hundertherbstigen, mögen wir im windgeschützten Bereich ohne Furcht sein.
Dem Halbjahr, dem Jahresumlauf, dem Jahr erweist tiefe Verehrung; in ihrer Gunst, der Opferwürdigen, mögen wir lange ungefährdet und unversehrt sein.
Gutes, Besseres haben uns die Götter zugewiesen; mit deiner Gunst möchten wir dich erlangen; du, Wohltäter, Vater, tritt bei uns ein; Heil sei dem Kind und dem Leib, wohltuend.'
Der Prajapati-zugehörigen Welt sollen die Götter, der Vater, das Erstlingsopfer darbringen. Fünfundzwanzig Wörter.
Wort für Wort
tvāmagne
dich; Agni
vṛṣabhaṃ
den Stier
cekitānaṃ
den wohlbewussten
punaryuvānaṃ
wieder; verjüngt
janayannupāgām
hervorbringend; hin-; bin ich getreten
|
|
asthūriṇo
unerschütterlich
gārhapatyāni
die Herdstätten
santu
mögen sein
tigmena
mit scharfem
no
uns
brahmaṇā
Zauberwort
saṃ
zusammen-
śiśādhi
-schärfe
||
||
paśavo
Tiere
vā
ja
ete
diese
yadiṣṭakāścityāṃ
wenn; Ziegel; in der Schichtung
cityāmṛṣabhamupa
in der Schichtung; einen Stier; hin-
dadhāti
-legt man
mithunamevāsya
ein Paarungswerk; eben; dieses
tadyajñe
das; beim Opfer
karoti
vollzieht man
prajananāya
zur Fortpflanzung
tasmādyūtheyūtha
deshalb; in jeder Herde
ṛṣabhaḥ
ist ein Stier
||
||
saṃvathsarasya
des Jahres
pratimāṃ
als Abbild
yāṃ
die
tvā
dich (als Nacht)
rātryupāsate
als Nacht; man verehrt
|
|
prajāṃ
Nachkommenschaft
suvīrāṃ
gute
kṛtvā
geschaffen habend
viśvamāyurvyaśnavat
das volle; Lebensalter; möge erlangen
||
||
prājāpatyā
als Prajapati-gehörig
metāmupa
diese; hin-
dadhātīyaṃ
-legt er; dies
vāvaiṣaikāṣṭakā
eben; dies ist; die Ekashtaka
yadevaikāṣṭakāyāmannaṃ
was; eben; durch die Ekashtaka; Nahrung
kriyate
geschaffen wird
tadevaitayāva
das; eben; durch sie; herab-
ruṃdha
-gewinnt er sich
eṣā
sie
vai
ja
prajāpateḥ
des Prajapati
kāmadughā
die Wunscherfüllerin
tayaiva
durch sie; eben
yajamāno'muṣmi3ṃlloke'gniṃ
der Opferherr; in jener; Welt; den Agni
duhe
melkt er sich
yena
durch das
devā
die Götter
jyotiṣordhvā
mit Licht; nach oben
udāyan
emporstiegen
yenādityā
durch das; die Adityas
vasavo
die Vasus
yena
durch das
rudrāḥ
die Rudras
|
|
yenāṃgiraso
durch das; die Angiras
mahimānamānaśustenaitu
zur Größe; gelangten; dadurch; möge gelangen
yajamānaḥ
der Opferherr
svasti
zum Heil
||
||
suvargāya
zur himmlischen
vā
ja
eṣa
dieser
lokāya
Welt
cīyate
wird geschichtet
yadagniryena
nämlich; Agni; durch das
devā
die Götter
jyotiṣordhvā
mit Licht; nach oben
udāyannityukhyaṃ
emporstiegen; so; das Hauptfeuer
saminddha
entzündet er
iṣṭakā
die Ziegel
evaitā
eben; diese
upa
hin-
dhatte
-legt er
vānaspatyāḥ
die baumartigen (hölzernen)
suvargasya
der himmlischen
lokasya
Welt
samaṣṭyai
zur Erlangung
śatāyudhāya
dem mit hundert Waffen
śatavīryāya
dem mit hundert Kräften
śatotaye'bhimātiṣāhe
mit hundertfacher Hilfe; gegen feindliche Anschläge
'Du bist der Blitz Indras, der Vritra-Töter, unser Leibwächter, unser Wächter; wer uns von vorn, von rechts, von hinten oder von links böswillig bedrängt - den treffe eben dieser Stein!'
Einst standen Götter und Asuras im Kampf gegeneinander; die Asuras bedrängten die Götter von den Himmelsrichtungen her, doch diese stießen sie mit Pfeil und Blitz zurück. Wenn der Priester die Blitz-Ziegel hinlegt, stößt der Opferherr damit ebenso seine Rivalen mit Pfeil und Blitz zurück. Er legt sie in den Himmelsrichtungen nieder und umgibt sich so gleichsam mit Götterburgen als Leibwächtern.
'Agni und Vishnu, einträchtig, mögen diese Lobgesänge euch beiden gedeihen; kommt mit Glanz und Siegeskraft herbei!' - So treten sie zur Trankspende heran. Sechsundvierzig Wörter.
Wort für Wort
indrasya
des Indra
vajro'si
der Blitz; bist du
vārtraghnastanūpā
der Vritra-tötende; der Leibwächter
naḥ
unser
pratispaśaḥ
der Beobachter
|
|
yo
wer
naḥ
uns
purastāddakṣiṇataḥ
von vorn; von rechts
paścāduttarato'ghāyurabhidāsatyetaṃ
von hinten; von links; böswillig; bedrängt; diesen
'Erkenntnis opfere ich mit Sinn und mit Ghee' - so spricht er, denn durch Unbezwingbarkeit trägt sie ihren Namen; dieser Opferguss gehört Viśvakarman. Wer ihn so geschichtet hat, dem kann der Nebenbuhler nichts anhaben; zugleich gewinnt er sich dadurch die Gottheiten. 'Agni, ihn heute' - so spricht er beim Opfern mit dem Pāṅkti-Vers; mit dem Pāṅkti-Opferguss berührt er den Mund des Opfers.
'Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen' - so spricht er: eben damit gewinnt er sich die Anrufungen. Agni war einst von den Göttern fortgegangen, weil er nach seinem Anteil verlangte; da gaben sie ihm diesen Anteil - das ist Agnis Agnihotra. Erst wenn er ganz geschichtet ist, wird er eigentlich geboren; dem so Geborenen legt man sogleich Nahrung bei; zufrieden erfreut dieser ihn dann, und er kommt zu besserem Stand.
Die Lehrer des Brahman fragen: Wenn dieser Altar als Gārhapatya-Feuer geschichtet wird, wo ist dann sein Āhavanīya-Feuer? Man soll antworten: 'Jene Sonne dort' - denn in sie opfern sie allen Gottheiten zugleich; wer dies weiß und den Agni schichtet, bringt unmittelbar die Gottheiten selbst zum Gedeihen.
'Agni, du Ruhmreicher, verleih diesem Ruhm; bring hierher die mit Indra verbundene Verehrung. Dieses Opfer sei das Haupt, der Höchste, der Glanzvollste unter seinesgleichen, sein Ruf der oberste.
Gutes erblickend saßen einst die Ṛṣis, die Himmelsfinder, in Askese und Weihe; daraus entstand die Herrschermacht, Kraft und Stärke - ihm mögen die Götter sich zuneigen.
Der Ordner, der Verteiler, der Höchste ist dein Anblick, Prajāpati, du Höchststehender, du Herrschermacht; die Lobgesänge, die Versmaße, die Einladungssprüche haben mir dies verkündet; diesem Reich wollen wir uns zuneigen.
Wendet euch hierher, kommt gemeinsam heran; dieser Gebieter sei euer Herrscher; folgt seiner Erkenntnis und haltet fest zusammen; ihm nachlebend möget ihr alle weiterleben.'
Sie opfern den Anteil; er verleiht höchste Herrschaft. Sieben (Wörter).
Wort für Wort
cittiṃ
Erkenntnis (Akk.)
juhomi
opfere ich
manasā
mit Sinn
ghṛtenetyāhādābhyā
mit Ghee-so-spricht er-durch Unbezwingbarkeit
vai
ja
nāmaiṣāhutirvaiśvakarmaṇī
Name-dieser-Opferguss-Viśvakarman-gehörig
nainaṃ
nicht-ihn
cikyānaṃ
den Geschichtet-Habenden
bhrātṛvyo
der Nebenbuhler
dabhnotyatho
schädigt-auch
devatā
die Gottheiten (Akk.)
evāva
eben dadurch
ruṃdhe'gne
gewinnt er sich-Agni
tamadyeti
ihn-heute-so
paṅktyā
mit dem Pāṅkti-Vers
juhoti
opfert er
paṅktyāhutyā
mit dem Pāṅkti-Opferguss
yajñamukhamā
den Opfer-Mund-hin
rabhate
fasst er an
sapta
sieben
te
deine
agne
Agni (Vok.)
samidhaḥ
Brennhölzer
sapta
sieben
jihvā
Zungen
ityāha
so-spricht er
hotrā
die Anrufungen
evāva
eben dadurch
ruṃdhe'gnirdevebhyo'pākrāmadbhāgadheya
gewinnt er sich-Agni-von den Göttern-entwich-nach dem Anteil
micchamānastasmā
verlangend-ihm
etadbhāgadheyaṃ
diesen Anteil
prāyacchannetadvā
gaben sie-dies-ja
agneragnihotrametarhi
Agnis-Agnihotra-jetzt
khalu
eben
vā
wahrlich
eṣa
dieser
jāto
geboren
yarhi
wenn
sarvaścito
ganz-geschichtet
jātāyaivāsmā
dem Geborenen-eben-ihm
annamapi
Nahrung-auch
dadhāti
legt man bei
sa
dieser
enaṃ
ihn
prītaḥ
zufrieden
prīṇāti
erfreut
vasīyānbhavati
besser gestellt-wird er
brahmavādino
die Lehrer des Brahman
vadanti
sagen sie
yadeṣa
wenn-dieser
gārhapatyaścīyate'tha
als Gārhapatya-Feuer-geschichtet wird-dann
kvāsyāhavanīya
wo-sein-Āhavanīya-Feuer
ityasāvāditya
so-jene-Sonne
iti
[soll man sagen]
brūyādetasmin
soll man sagen-in diese
hi
denn
sarvābhyo
allen
devatābhyo
Gottheiten
juhvati
opfern sie
ya
wer
evaṃ
so
vidvānagniṃ
weiß-den Agni
cinute
schichtet
sākṣādeva
unmittelbar-eben
devatā
die Gottheiten (Akk.)
ṛdhnotyagne
bringt zum Gedeihen-Agni
yaśasvin
du Ruhmreicher (Vok.)
yaśasemamarpayendrāvatīmapacitīmihā
mit Ruhm-diesem-verleihe-die Indra-verbundene-Verehrung-hierher-bring
Wie ein geborener Sohn stirbt, so stirbt eben, wessen Feuer im Feuertopf verdampft. Was man dann an Feuerreibholz noch brauchen würde, soll er zerschneiden und damit einem Nebenbuhler die Zeugung ermöglichen - das ist dann jener, der wieder umhergeht[?]; aus seinem eigenen Ursprung eben lässt er ihn entstehen, ohne ihm selbst einen Nebenbuhler zu erzeugen.
Finsternis ergreift, wessen Feuer im Feuertopf verdampft; Tod ist Finsternis. Ein schwarzes Gewand, eine schwarze Kuh als Priestergabe gibt er: mit Finsternis eben schlägt er die Finsternis, den Tod, zurück. Gold gibt er, denn Licht ist Gold; mit Licht eben schlägt er die Finsternis zurück; und Gold ist ja auch Glanzkraft - Glanzkraft legt er sich damit ins eigene Selbst.
'Suvarṇa ist die Glut, Svāhā! Suvarṇa ist der Lichtglanz, Svāhā! Suvarṇa ist das Helle, Svāhā! Suvarṇa ist das Licht, Svāhā! Suvarṇa ist die Sonne, Svāhā!' Lichtglanz ist ja dieser Agni; jene Sonne ist das Roßopfer; indem er diese Opfergüsse darbringt, vereinigt er die Lichter von Lichtglanz und Roßopfer; dich, den Lichtglanz-und-Roßopfer-Träger, bringt er dar, für den, für den dies am Feuer vollzogen wird.
Wasser war dies am Anfang, eine Flut. Prajāpati erblickte diese erste Schichtung; er legte sie hin, und daraus entstand diese Erde. Viśvakarman sprach zu ihm: 'Zu dir will ich kommen.' - 'Hier ist kein Platz', sprach er. Da erblickte er diese zweite Schichtung; er legte sie hin, und daraus entstand der Luftraum. Das Opfer sprach zu Prajāpati: 'Zu dir will ich kommen.' - 'Hier ist kein Platz', sprach er. Da sprach er zu Viśvakarman: 'Zu dir will ich kommen.' - 'Womit willst du zu mir kommen?' - 'Mit den Richtungs-Versen', sprach er. Damit kam er zu ihm; er legte sie hin, und daraus wurden die Himmelsrichtungen. Der Höchststehende sprach zu Prajāpati: 'Zu dir will ich kommen.' - 'Hier ist kein Platz', sprach er. Da sprach er zu Viśvakarman und zum Opfer: 'Zu euch beiden will ich kommen.' - 'Hier ist kein Platz', sprachen die beiden.
Da erblickte er diese dritte Schichtung; er legte sie hin, und daraus entstand jene Sonne. Die Sonne sprach zu Prajāpati: 'Zu dir will ich kommen.' - 'Hier ist kein Platz', sprach er. Da sprach er zu Viśvakarman und zum Opfer: 'Zu euch beiden will ich kommen.' - 'Hier ist kein Platz', sprachen die beiden. Da sprach er zum Höchststehenden: 'Zu dir will ich kommen.' - 'Womit willst du zu mir kommen?' - 'Erfülle die Welt', sprach er. Er erfüllte die Welt und kam so zu ihm; deshalb ist der, der die Welt erfüllt, nicht 'ausgedient' - denn 'ausgedient' ist ja jene Sonne.
Zu ihm sprachen die Ṛṣis: 'Wir wollen zu dir kommen.' - 'Womit wollt ihr zu mir kommen?' - 'Mit Fülle', sprachen sie. Mit zwei Schichtungen kamen sie zu ihm, und so wurde er fünfschichtig. Wer dies weiß und so den Agni schichtet, wird zahlreicher und gewinnt diese Welten; die Götter kennen ihn, und er gelangt in Gemeinschaft mit eben diesen Gottheiten.
'Ohne Finsternis ist die Sonne' - das bezieht sich darauf, dass die Sonne von den Himmelsrichtungen her zu Prajāpati sprach: 'Zu dir, jener...' Fünfundvierzig (Wörter).
'Ein Vogel ist Agni. Würde der Feueraltar-Schichter etwas von Vögeln essen, äße er eben Agni selbst und nähme Schaden; ein Jahr lang müsste er dann ein Gelübde einhalten - denn ein Jahr lang dauert das Gelübde, nicht länger.
Auch ein Opfertier ist dieser Agni: er schädigt das Tier, das ihn von vorn, ihm entgegen, umschreitet; deshalb soll man ihn von hinten nach vorn umschreiten - zur Unversehrtheit des eigenen Selbst. 'Glutkraft bist du; gib mir Glutkraft, gib der Erde Glutkraft, schütze mich vor der Erde. Licht bist du; gib mir Licht, gib dem Luftraum Licht, schütze mich vor dem Luftraum. Himmelsglanz bist du; gib mir Himmelsglanz, gib dem Himmel Himmelsglanz, schütze mich vor dem Himmel' - so spricht er: durch diese Ziegel sind ja diese Welten gestützt; legt er sie hin, geschieht dies zur Stützung dieser Welten.
Nachdem man den Svayamātṛṇṇā-Ziegel hingelegt hat, legt man goldene Ziegel hin: diese Welten sind ja der Svayamātṛṇṇā, und Licht ist Gold; indem man nach dem Svayamātṛṇṇā die goldenen Ziegel hinlegt, macht man eben diese Welten damit lichthaft; auch leuchten durch diese Ziegel diese Welten hervor.
'Die Glanzlichter, Agni, die du an der Sonne hast, aufgehend den Himmel mit Strahlen durchspannend - mit all diesen Glanzlichtern verleih uns, dem Volk, Glanz.
Die Glanzlichter, die ihr Götter an der Sonne, in den Rindern und in den Pferden habt - Indra-und-Agni, mit all diesen Glanzlichtern verleiht uns Glanz, Bṛhaspati.
Verleih uns Glanz unter den Brahmanen, gib uns Glanz unter den Königen; Glanz unter den Gemeinfreien, den Śūdras; in mir lege Glanz an Glanz.'
'Gib der Erde Glanz' - so spricht er, nachdem er den Svayamātṛṇṇā hingelegt hat: mit diesem Vers schichtet er Agni. Drei (Wörter).
Wort für Wort
vayo
ein Vogel
vā
ja
agniryadagnicit
Agni-wenn-der Feueraltar-Schichter
pakṣiṇo'śnīyāt
von Vögeln-würde essen
tamevāgnimadyādārtimārcchethsaṃvathsaraṃ
den-eben-Agni-würde essen-Schaden-nähme-ein Jahr lang
yadākūtāthsamasusroddhṛdo vā manaso vā saṃbhṛtaṃ cakṣuṣo vā | tamanu prehi sukṛtasya lokaṃ yatrarṣayaḥ prathamajā ye purāṇāḥ || etaṃ sadhastha pari te dadāmi yamāvahācchevadhiṃ jātavedāḥ | anvāgantā yajñapatirvo atra ta2ṃ sma jānīta parame vyoman || jānītādenaṃ parame vyomandevāḥ sadhasthā vida rūpamasya | yadāgacchāt pathibhirdevayānairiṣṭāpūrte kṛṇutādāvirasmai || saṃ pra cyavadhvamanu saṃ pra yātāgne patho devayānān kṛṇudhvam | asminthsadhasthe adhyuttarasminviśve devā yajamānaśca sīdata || prastareṇa paridhinā srucā vedyā ca barhiṣā | ṛcemaṃ yajñaṃ no vaha suvardeveṣu gantave || yadiṣṭaṃ yatparādānaṃ yaddattaṃ yā ca dakṣiṇā | ta dagnirvaiśvakarmaṇaḥ suvardeveṣu no dadhat || yenā sahasraṃ vahasi yenāgne sarvavedasam | tenemaṃ yajñaṃ no vaha suvardeveṣu gantave || yenāgne dakṣiṇā yuktā yajñaṃ vahantyṛtvijaḥ | tenemaṃ yajñaṃ no vaha suvardeveṣu gantave || yenāgne sukṛtaḥ pathā madhordhārā vyānaśuḥ | tenemaṃ yajñaṃ no vaha suvardeveṣu gantave āgacchāttadvyānaśustenemaṃ yajñaṃ no vaha suvardeveṣu gantave caturdaśa ca
'Was aus deinem Vorsatz hervorfloss, aus Herz oder Sinn gesammelt, oder aus dem Auge - dem geh nach, zur Welt der Wohlgetanen, wo die Ṛṣis weilen, die erstgeborenen, uralten.
Diesen Schatz übergebe ich dir an dieser Stätte, den der Allwisser herbeigebracht hat; der Opferherr wird euch hier nachfolgen - erkennt ihn im höchsten Himmelsraum.
Erkennt ihn im höchsten Himmelsraum, ihr Götter an der gemeinsamen Stätte, kennt seine Gestalt; kommt er auf den götterwärts führenden Wegen bei Opfer und frommem Werk an, so macht ihn ihm offenbar.
Setzt euch gemeinsam in Bewegung, zieht miteinander fort; Agni, bahne die götterwärts führenden Wege; setzt euch an dieser oberen Stätte, all ihr Götter, und der Opferherr.
Mit dem Prastara-Bündel, mit der Einfassung, mit Löffel, Altar und Opferstreu - bring uns mit diesem Vers das Opfer zum Himmelslicht, damit wir zu den Göttern gelangen.
Was geopfert, was fortgegeben, was gegeben wurde und was als Priestergabe gereicht wurde - das möge Agni, der Sohn Viśvakarmans, uns zum Himmelslicht, zu den Göttern hin niederlegen.
Womit du Tausendfaches trägst, Agni, womit den ganzen Besitz - damit bring uns dieses Opfer zum Himmelslicht, damit wir zu den Göttern gelangen.
Womit, Agni, die Priester die angespannte Priestergabe zum Opfer tragen - damit bring uns dieses Opfer zum Himmelslicht, damit wir zu den Göttern gelangen.
Womit, Agni, die Wohlgetanen auf ihrem Pfad den Strom des Honigs erreicht haben - damit bring uns dieses Opfer zum Himmelslicht, damit wir zu den Göttern gelangen.'
'Er kam an - das erreichten sie' - damit bring uns dieses Opfer zum Himmelslicht, damit wir zu den Göttern gelangen. Vierzehn (Wörter).
Wort für Wort
yadākūtāthsamasusroddhṛdo
was-aus dem Vorsatz-hervorfloss-aus dem Herzen
vā
oder
manaso
aus dem Sinn
vā
oder
saṃbhṛtaṃ
gesammelt
cakṣuṣo
aus dem Auge
vā
oder
|
(Versmarke)
tamanu
dem-nach
prehi
geh
sukṛtasya
der Wohlgetanen
lokaṃ
zur Welt
yatrarṣayaḥ
wo-die Ṛṣis
prathamajā
die erstgeborenen
ye
die
purāṇāḥ
uralten
||
(Versendemarke)
etaṃ
diesen
sadhastha
an der Stätte
pari
über- (Verbalpräfix)
te
dir
dadāmi
übergebe ich
yamāvahācchevadhiṃ
den-herbeigebracht hat-Schatz
jātavedāḥ
der Allwisser (Jātavedas)
|
(Versmarke)
anvāgantā
wird nachfolgen
yajñapatirvo
der Opferherr-euch
atra
hier
ta2ṃ
ihn
sma
[Betonungspartikel]
jānīta
erkennt
parame
im höchsten
vyoman
Himmelsraum
||
(Versendemarke)
jānītādenaṃ
erkennt-ihn
parame
im höchsten
vyomandevāḥ
Himmelsraum-ihr Götter
sadhasthā
an der gemeinsamen Stätte
vida
kennt
rūpamasya
seine Gestalt
|
(Versmarke)
yadāgacchāt
wenn er ankommt
pathibhirdevayānairiṣṭāpūrte
auf den Wegen-götterwärts führenden-bei Opfer und frommem Werk
yāste agne samidho yāni dhāma yā jihvā jātavedo yo arciḥ | ye te agne meḍayo ya indavastebhirātmānaṃ cinuhi prajānan || uthsannayajño vā eṣa yadagniḥ kiṃ vāhaitasya kriyate kiṃ vā na yadvā adhvaryuragneścinvannantaretyātmano vai tadantareti yāste agne samidho yāni dhāmetyāhaiṣā vā agneḥ svayaṃ citiragnireva tadagniṃ cinoti nādhvaryurātmano'ntareti catasra āśāḥ pra carantvagnaya imaṃ no yajñaṃ nayatu prajānan | ghṛtaṃ pinvannajaraṃ suvīraṃ brahma samidbhavatyāhutīnām yānyagnaya ityāheṣṭakānāṃ ṣoḍaśa ca
'Deine Brennhölzer, Agni, deine Stätten, deine Zunge, Jātavedas, und dein Flammenschein - deine Fettropfen[?], Agni, deine Tropfen - mit ihnen schichte dich selbst, weise erkennend.'
Ein zusammengestürztes[?] Opfer ist dieser Agni ja; geschieht dabei etwas oder nicht? Wenn der Adhvaryu, während er Agni schichtet, die Schichten besteigt, betritt er damit das Innere seines eigenen Selbst. 'Deine Brennhölzer, Agni, deine Stätten' - so spricht er: das ist die Selbstschichtung Agnis; Agni selbst schichtet dabei Agni, und der Adhvaryu betritt nicht das Innere seines eigenen Selbst.
'Die vier Weltgegenden mögen heilbringend vorangehen; die Feuer mögen uns dieses Opfer führen, weise erkennend; Ghee ausströmend, alterlos, gute Söhne verleihend, wird das Brahman zum Brennstoff der Opfergüsse.'
'Welche, Agni' - so spricht er zu den Ziegeln. Sechzehn (Wörter).
Wort für Wort
yāste
die-deine
agne
Agni (Vok.)
samidho
Brennhölzer
yāni
die
dhāma
Stätten
yā
die
jihvā
Zunge
jātavedo
Jātavedas (Vok.)
yo
der
arciḥ
Flammenschein
|
(Versmarke)
ye
die
te
deine
agne
Agni (Vok.)
meḍayo
Fettropfen [?]
ya
die
indavastebhirātmānaṃ
Tropfen-mit ihnen-dich selbst
cinuhi
schichte
prajānan
weise erkennend
||
(Versendemarke)
uthsannayajño
ein zusammengestürztes [?] Opfer
vā
ja
eṣa
dieser
yadagniḥ
nämlich Agni
kiṃ
was/ob
vāhaitasya
oder-davon
kriyate
wird getan
kiṃ
was
vā
oder
na
nicht
yadvā
oder wenn
adhvaryuragneścinvannantaretyātmano
der Adhvaryu-Agni-schichtend-das Innere betritt-so-des Selbst
mayi gṛhṇāmyagre agniṃ rāyaspoṣāya suprajāstvāya suvīryāya | mayi prajāṃ mayi varco dadhāmyariṣṭāḥ syāma tanuvā suvīrāḥ || yo no agniḥ pitaro hṛthsvantaramartyo martyāṃ ā viveśa | tamātmanpari gṛhṇīmahe vayaṃ mā so asmāṃ avahāya parā gāt api saṃyauti vaiśvānaro yadeṣa vai pañcaviṃśatiśca
'In mir ergreife ich zuerst den Agni, zum Gedeihen des Reichtums, zu guter Nachkommenschaft, zu guter Heldenschaft; in mir lege ich Nachkommenschaft nieder, in mir Glanz; unversehrt an Leib mögen wir sein, mit guten Söhnen.
Der Agni, der uns - unsterblich, ihr Väter[?] - in den Herzen wohnt, der in die Sterblichen eingegangen ist: ihn ergreifen wir in unser Selbst; nicht möge er uns verlassen und fortgehen.'
Er vereinigt sich mit uns, wenn dieser Vaiśvānara in uns eingeht. Fünfundzwanzig (Wörter).
Prajāpati erschuf den Agni; von ihm erschaffen, lief dieser nach vorn (Osten) davon. Da hielt er ihm ein Pferd entgegen. Er wandte sich nach rechts (Süden). Da hielt er ihm einen Bullen entgegen. Er wandte sich nach hinten (Westen). Da hielt er ihm einen Stier entgegen. Er wandte sich nach oben[?] (Norden). Da hielt er ihm einen Ziegenbock entgegen. Er lief nach oben davon. Da hielt er ihm einen Menschen entgegen.
Legt man Tierköpfe hin, so umschließt und schichtet man ihn damit von allen Seiten. Diese Tierköpfe sind ja atembegabte, augenbegabte Ziegel. Indem man sie hinlegt, atmet der Opferherr eben durch sie in jener Welt; auch leuchten eben durch sie diese Welten hervor.
Man legt sie, mit Lehm beschmiert, zur Reinheit hin. Ein Tier ist dieser Agni ja, und Nahrung sind die Tiere; dieser Agni ist wahrhaftig dasselbe wie die Tierköpfe.
Wünscht man für jemanden 'seine Nahrung möge gering sein', so soll man ihm die Tierköpfe eng zusammengedrängt hinlegen - dann wird eben seine Nahrung gering. Wünscht man 'seine Nahrung möge mäßig sein', so soll man sie in der Mitte hinlegen - dann wird seine Nahrung mäßig. Wünscht man 'seine Nahrung möge reichlicher werden', so soll man sie an den Rändern auseinandergerückt hinlegen - von den Rändern her gewinnt man ihm dann Nahrung, und seine Nahrung wird reichlicher. So wird seine Nahrung, seine Nahrung reichlicher.
Die Diebe[?] entsprechen den Eckzähnen, die Frösche den Backenzähnen, das Wasser[?] dem Kauen[?], die Kraft dem Verschlingen[?], der Wald dem Jambīla[?]-Zahn, der Lehm den Backenzähnen[?], der Kies dem Avaka-Wasserkraut[?], der Kies auch dem Hervorbrechen[?], die Zunge dem Wehklagen[?], entsprechend der Gaumen, und die Sarasvatī der Zungenspitze. [Schlussvermerk:] 'die Diebe' - zweiundzwanzig (Wörter).
Die Speisekraft entspricht den Kiefern, das Wasser dem Mund, die Ādityas dem Bart, das Ergreifen[?] der Unterlippe, der Sitz der Oberlippe, das innere Erscheinungsbild[?] dem sichtbar Äußeren, das Äußere dem Donner[?], das Zurückdrängen[?] entsprechend, Sonne-und-Agni den beiden Augen, die beiden Blitze den Augenwinkeln[?], der Blitzschlag dem Gehirn, die Kraft dem Knochenmark. [Schlussvermerk:] 'die Speisekraft' - fünfundzwanzig (Wörter).
Wort für Wort
vājaṃ
die Speisekraft
hanūbhyāmapa
den Kiefern-das Wasser
āsyenādityāṃ
dem Mund-die Ādityas
chmaśrubhirupayāmamadhareṇoṣṭhena
dem Bart-das Ergreifen [?]-der Unterlippe
saduttareṇāntareṇānūkāśaṃ
der Sitz-der Oberlippe-das innere Erscheinungsbild [?]
Die Schildkröten entsprechen den Hufen[?], dazu die Acchalā[?]; die Rebhühner dem Sāman-Gesang durch die Kuṣṭhikā[?]; die Schnelligkeit den Unterschenkeln; die Gesundheit[?] den Knien; die Kraft den Hüften[?]; die Furcht den Schenkelbeugen[?]; das Verborgene den Achselhöhlen[?]; die beiden Aśvin den Schultern; die Aditi dem Kopf; die Nirṛti dem kahlen[?] Kopf. [Schlussvermerk:] 'die Schildkröten' - dreiundzwanzig (Wörter).
Wort für Wort
kūrmāñchaphairacchalābhiḥ
die Schildkröten-den Hufen [?]-die Acchalā [?]
kapiñjalānthsāma
die Rebhühner-dem Sāman-Gesang
kuṣṭhikābhirjavaṃ
durch die Kuṣṭhikā [?]-die Schnelligkeit
jaṅghābhiragadaṃ
den Unterschenkeln-die Gesundheit [?]
jānubhyāṃ
den Knien
vīryaṃ
die Kraft
kuhābhyāṃ
den Hüften [?]
bhayaṃ
die Furcht
pracālābhyāṃ
den Schenkelbeugen [?]
guhopapakṣābhyāmaśvināvaṃsābhyāmaditiṃ
das Verborgene-den Achselhöhlen [?]-die beiden Aśvin-den Schultern-die Aditi
Der Zügel[?] entspricht den Geiern, das Joch dem Gebeugten[?], das Bewusstsein[?] dem Nacken, die Rufe[?] den Atemzügen, die sichtbare Erscheinung der Haut, das innere Weite[?] den Mücken[?] und den Haaren, Indra dem wohlwirkenden Fahren, Bṛhaspati dem Vogelsitz[?], der Wagen den Uṣṇih-Versen[?]. [Schlussvermerk:] 'der Zügel' - einundzwanzig (Wörter).
Mitra-und-Varuṇa entsprechen den Hüften, Indra-und-Agni den Haarbüscheln[?], Indra-und-Bṛhaspati den Schenkeln, Indra-und-Viṣṇu den Kniekehlen[?], Savitṛ dem Schwanz, die Gandharven dem Glied, die Apsaras den Hoden, der Pavamāna - der sich reinigende Soma - dem After, das Reinigungsmittel den Reinigungsorganen[?], der Vorwärtsschritt den Schienbeinen[?], der Rückwärtsschritt den Waden[?].
Der Bug[?] Indras entspricht der Diti[?]; die Vorderbrust den Himmelsrichtungen; die Schlüsselbeine[?] den Wolken, durch die Herzumhüllung[?]; der Luftraum der Rippenumhüllung[?]; der Nebel dem Bauch; die Indrāṇī der Milz; die Ameisenhügel der Lunge; die Berge den Rippen[?]; das Meer dem Bauch; der Vaiśvānara der Asche; Mitra-und-Varuṇa gehören zu Indra. [Schlussvermerk:] 'Indras' - je zweiundzwanzig (Wörter).
Wort für Wort
indrasya
Indras
kroḍodityai
der Bug [?]-der Diti [?]
pājasyaṃ
die Vorderbrust
diśāṃ
den Himmelsrichtungen
jatravo
die Schlüsselbeine [?]
jīmūtānhṛdayaupaśābhyāmantarikṣaṃ
den Wolken-durch die Herzumhüllung [?]-der Luftraum
Dem Pūṣan entspricht der Mastdarm[?]; der blinden Schlange die dicken Gedärme; den Schlangen die Gedärme; den Jahreszeiten die Rückenwirbel[?]; dem Himmel der Rücken; den Vasus der erste Rückenwirbel[?], den Rudras der zweite, den Ādityas der dritte, den Aṅgiras der vierte, den Sādhyas der fünfte, allen Göttern der sechste. [Schlussvermerk:] 'des Pūṣan' - vierundzwanzig (Wörter).
Wort für Wort
pūṣṇo
dem Pūṣan
vaniṣṭhurandhāhessthūragudā
der Mastdarm [?]-der blinden Schlange-die dicken Gedärme
Die Kraft entspricht den Nackenwirbeln[?]; die Nirṛti den Knochen; Indra dem wohlwirkenden Fahren. Der bewegliche Schulterwirbel[?] gehört dem Rudra; der zweite Tag-und-Nacht; der dritte den Halbmonaten; der vierte den Monaten; der fünfte den Jahreszeiten; der sechste dem Jahr. [Schlussvermerk:] 'die Kraft' - zwanzig (Wörter).
Wort für Wort
ojo
die Kraft
grīvābhirnirṛtimasthabhirindragg
den Nackenwirbeln [?]-die Nirṛti-den Knochen-Indra
Die Wonne entspricht der Freude[?]; das Verlangen den Kiefer-Anlehnungen[?]; die Furcht der Śitīma[?]; die Weisung den Anweisungsorganen[?]; Sonne-und-Mond der Vṛkyā[?]; die beiden Dunkel-und-Bunten - Śyāma und Śabala - den Nieren[?]; das Tagesanbrechen der Gestalt; der Sonnenuntergang der Gestaltlosigkeit. [Schlussvermerk:] 'die Wonne' - sechzehn (Wörter).
Der Tag entspricht dem Fleisch; die Nacht dem Fett; die Gewässer der Brühe; das Ghee dem Saft; die Śyā[?] dem Mark[?]; die Dūṣīkā[?] den Tränen[?], der Hrāduni[?] den Tränen; die Pṛṣvā[?] entsprechend; der Himmel der Gestalt; die Sternbilder dem Abbild; die Erde der Haut; die Hautfarbe der Beschaffenheit der Haut. Dem Zubereiteten Svāhā! Dem Ergriffenen Svāhā! Dem Geopferten Svāhā! [Schlussvermerk:] 'der Tag' - achtundzwanzig (Wörter).
Wort für Wort
aharmāṃsena
der Tag-dem Fleisch
rātriṃ
die Nacht
pīvasāpo
dem Fett-die Gewässer
yūṣeṇa
der Brühe
ghṛtaṃ
das Ghee
rasena
dem Saft
śyāṃ
die Śyā [?]
vasayā
dem Mark [?]
dūṣīkābhirhrādunimaśrubhiḥ
die Dūṣīkā [?]-den Tränen [?]-der Hrāduni [?]-den Tränen
Dem Agni entspricht die eine Rippenseite; der Sarasvatī die andere; dem Soma die dritte; den Gewässern die vierte; den Kräutern die fünfte; dem Jahr die sechste; den Marut die siebte; dem Bṛhaspati die achte; dem Mitra die neunte; dem Varuṇa die zehnte; dem Indra die elfte; allen Göttern die zwölfte Rippe. Dem Paar Himmel-und-Erde die Flanke; dem Yama der Pāṭūra[?] - der Rippenknorpel[?]. [Schlussvermerk:] 'des Agni' - neunundzwanzig weniger eins (Wörter).
Dem Vāyu entspricht die eine Rippenseite; dem Sarasvant die andere; dem Mond die dritte; den Sternbildern die vierte; dem Savitṛ die fünfte; dem Rudra die sechste; den Schlangen die siebte; dem Aryaman die achte; dem Tvaṣṭṛ die neunte; dem Dhātṛ die zehnte; der Indrāṇī die elfte; der Aditi die zwölfte Rippe. Dem Paar Himmel-und-Erde die Flanke; der Yamī der Pāṭūra[?]. [Schlussvermerk:] 'des Vāyu' - achtundzwanzig (Wörter).
Der Weg entspricht den Anūvṛj[?] - den Begleitern[?]; die Fortsetzung den Sehnen; die Papageien der Galle; die Gelbsucht der Leber; die Halīkṣṇa[?]-Vögel dem Krankheitswind[?]; die Kūśma[?] den Śakabhi[?]; die Śavarta[?] dem Ūvadhya[?]; die Hunde der Schlachtung; die Schlangen dem Blutgeruch; die Vögel dem Reifegeruch[?]; die Ameisen dem Bodensatz[?]. [Schlussvermerk:] 'der Weg' - zweiundzwanzig (Wörter).
kramairatyakramīdvājī viśvairdevairyajñiyaiḥ saṃvidānaḥ | sa no naya sukṛtasya lokaṃ tasya te vaya2ṃ svadhayā madema kramairaṣṭādaśa
'Mit Schritten überschritt das rossartige Opferross die Welten, einig mit allen opferwürdigen Göttern; führe uns zur Welt der Wohlgetanen; an deiner Labung wollen wir uns erfreuen.' [Schlussvermerk:] 'Mit Schritten' - achtzehn (Wörter).
Wort für Wort
kramairatyakramīdvājī
mit Schritten-überschritt-das rossartige (Opferross)
Der Himmel ist dein Rücken, die Erde die gemeinsame Stätte, der Luftraum dein Selbst, der Ozean dein Schoß, die Sonne dein Auge, der Wind dein Atem, der Mond dein Gehör, die Monate und Halbmonate deine Gelenke, die Jahreszeiten deine Glieder, das Jahr deine Größe. [Schlussvermerk:] 'der Himmel' - fünfundzwanzig (Wörter).
agniḥ paśurāsīttenāyajanta sa etaṃ lokamajayadyasminnagniḥ sa te lokastaṃ jeṣyasyathāva jighra vāyuḥ paśurāsīttenāyajanta sa etaṃ lokamajayadyasminvāyuḥ sa te lokastasmāttvāntareṣyāmi yadi nāvajighrasyādityaḥ paśurāsīttenāyajanta sa etaṃ lokamajayadyasminnādityaḥ sa te lokastaṃ jeṣyasi yadyavajighrasi yasminnaṣṭau ca
Agni war das Opfertier; damit opferten sie; er gewann jene Welt, in der Agni ist; das ist deine Welt, du wirst sie gewinnen. Beriech es also. Vāyu war das Opfertier; damit opferten sie; er gewann jene Welt, in der Vāyu ist; das ist deine Welt; deshalb werde ich in dich eingehen, wenn du es nicht beriechst. Āditya war das Opfertier; damit opferten sie; er gewann jene Welt, in der Āditya ist; das ist deine Welt, du wirst sie gewinnen, wenn du es beriechst. [Schlussvermerk:] 'in der' - acht (Wörter).