Er opfert die Sāvitra-Sprüche zur Anregung. Mit vierfach Ergriffenem (Ghee, viermal aufgenommen) opfert er. Vierfüßig sind die Tiere - so gewinnt er sich eben das Vieh. Vier sind die Himmelsrichtungen - so findet er eben in den Himmelsrichtungen festen Halt. Die Versmaße wichen von den Göttern; 'wir werden euch, die ihr keinen Anteil habt, dennoch die Opfergabe darbringen', so sprachen die Götter; für sie hielten sie dieses Vierfach-Ergriffene bereit. Was er als Vierfach-Ergriffenes für die Puronuvākyā-Formel, für die Yājyā-Formel, für die Gottheit, für den Vaṣaṭ-Ruf opfert - damit erfreut er eben die Versmaße. Diese, ihm zufriedengestellt, tragen die Opfergabe zu den Göttern. Wen man sich wünschen möchte, dass er schlechter werde, für den soll man die Formeln einzeln nacheinander opfern; mit einzelnen Opfergüssen entzieht man ihm eben seinen Anteil; er wird schlechter. Wen man sich wünschen möchte, dass er besser werde, für den soll man alle Formeln rasch hintereinander opfern; mit einem einzigen Opferguss lässt man ihn eben fortschreiten; er wird besser. Und dies ist eben das Fortschreiten des Opfers; denn dieser Opferer gelangt vom Anfang des Opfers her zum Gedeihen, der zur Gottheit Agni im Opfer gelangt. Acht sind diese Sāvitra-Sprüche; achtsilbig ist die Gāyatrī, gāyatrisch im Versmaß ist Agni; damit eben gelangt er vom Anfang des Opfers her zum Gedeihen für die Gottheit Agni. So sind es acht Sāvitra-Sprüche; der neunte ist der Opferguss; eben das Dreifache setzt er so am Anfang des Opfers in Kraft. Wenn er wünschen sollte: 'Möge ich die Versmaße mit dem Opferruhm ausstatten', so soll er die Reihe mit einem Ṛc-Vers enden lassen; damit stattet er eben die Versmaße mit dem Opferruhm aus. Wenn er wünschen sollte: 'Möge ich den Opferherrn mit dem Opferruhm ausstatten', so soll er die Reihe mit einem Yajus-Spruch enden lassen; damit stattet er eben den Opferherrn mit dem Opferruhm aus. 'Mit dem Ṛc-Vers mögest du den Lobpreis zum Gedeihen bringen' - so spricht er; das dient dem Gedeihen. Mit vier Sprüchen nimmt er den Spaten (abhri) auf; das sind eben die vier Versmaße - mit den Versmaßen eben tut er es. 'Auf Antrieb des Gottes Savitṛ nehme ich dich' - so spricht er, zur Anregung. Agni verbarg sich vor den Göttern; er ging in das Schilfrohr ein; er richtete sich nach diesem Schutzmittel [?]. Dass das Schilfrohr hohl ist - deshalb wird der Spaten hohl, zur Gleichursprünglichkeit mit Agni. Wo immer er sich aufhielt, das wurde schwarz; deshalb wird das Rohr gescheckt, zur Vervollkommnung der Gestalt. Es wird an beiden Enden geschärft, von hier und von dort, zur Erlangung des Sonnenglanzes. Es hat die Länge einer Armspanne; so groß nämlich ist die Manneskraft im Menschen; so ist es an Manneskraft bemessen; dennoch wird es unermesslich, zur Erlangung des Unermesslichen. Was unter den Bäumen am besten Frucht hervorbringt, das ist unter ihnen das kraftvolle Fruchttragende; das Schilfrohr wird aus solchem Gewächs gemacht, zur Erlangung der Kraft. [Rezitations-Zählmarke: er möge wünschen, der Gāyatrī... - und siebenundzwanzig.]
Wort für Wort
sāvitrāṇi
die Sāvitra-Sprüche
juhoti
opfert er
prasūtyai
zur Anregung
caturgṛhītena
mit Vierfach-Ergriffenem
juhoti
opfert er
catuṣpādaḥ
vierfüßig
paśavaḥ
die Tiere
paśūnevāva
das Vieh eben; sich
ruṃdhe
gewinnt er
catasro
vier
diśo
die Himmelsrichtungen
dikṣveva
eben in den Himmelsrichtungen
prati
Halt
tiṣṭhati
findet er
chandāṃsi
die Versmaße
devebhyo'pākrāmanna
wichen von den Göttern; [sprachen:] 'wir
vo'bhāgāni
euch, die keinen Anteil habt
havyaṃ
die Opfergabe
vakṣyāma
werden darbringen
iti
so [sprachen sie]
tebhya
für sie
etaccaturgṛhītamadhārayan
dieses Vierfach-Ergriffene hielten sie bereit
puro'nuvākyāyai
für die Puronuvākyā-Formel
yājyāyai
für die Yājyā-Formel
devatāyai
für die Gottheit
vaṣaṭkārāya
für den Vaṣaṭ-Ruf
yaccaturgṛhītaṃ
was als Vierfach-Ergriffenes
juhoti
er opfert
chandāgsyeva
eben die Versmaße
tatprīṇāti
damit erfreut er
tānyasya
diese, ihm
prītāni
zufriedengestellt
devebhyo
zu den Göttern
havyaṃ
die Opfergabe
vahanti
tragen sie
yaṃ
wen
kāmayeta
man sich wünschen möchte
pāpīyānthsyādityekaikaṃ
dass er schlechter werde; einzeln
tasya
für den
juhuyādāhutībhirevainamapa
soll man opfern; mit Opfergüssen eben ihm
gṛhṇāti
entzieht man
pāpīyānbhavati
er wird schlechter
yaṃ
wen
kāmayeta
man sich wünschen möchte
vasīyānthsyāditi
dass er besser werde
sarvāṇi
alle Formeln
tasyānudrutya
für den rasch hintereinander
juhuyādāhutyaivainamabhi
soll man opfern; mit einem Opferguss eben ihn
kramayati
lässt man fortschreiten
vasīyānbhavatyatho
er wird besser; und
yajñasyaivaiṣābhikrāntireti
dies ist eben das Fortschreiten des Opfers
vā
wohl
eṣa
dieser Opferer
yajñamukhādṛddhyā
vom Anfang des Opfers zum Gedeihen
yo'gnerdevatāyā
der zur Gottheit Agni
etyaṣṭāvetāni
gelangt; acht sind diese
sāvitrāṇi
Sāvitra-Sprüche
bhavantyaṣṭākṣarā
sind; achtsilbig
gāyatrī
die Gāyatrī
gāyatro'gnistenaiva
gāyatrisch ist Agni; damit eben
yajñamukhādṛddhyā
vom Anfang des Opfers zum Gedeihen
agnerdevatāyai
für die Gottheit Agni
naityaṣṭau
so sind es acht
sāvitrāṇi
Sāvitra-Sprüche
bhavantyāhutirnavamī
sie sind; der Opferguss der neunte
trivṛtameva
eben das Dreifache
yajñamukhe
am Anfang des Opfers
vi
(verstärkend)
yātayati
setzt er in Kraft
yadi
wenn
kāmayeta
er wünschen sollte
chandāṃsi
die Versmaße
yajñayaśasenārpayeyamityṛcamantamāṃ
mit dem Opferruhm möge ich ausstatten; mit einem Ṛc-Vers am Ende
kuryācchandāgsyeva
er soll machen; eben die Versmaße
yajñayaśasenārpayati
stattet er mit dem Opferruhm aus
yadi
wenn
kāmayeta
er wünschen sollte
yajamānaṃ
den Opferherrn
yajñayaśasenārpayeyamiti
mit dem Opferruhm möge ich ausstatten
yajurantamaṃ
mit einem Yajus-Spruch am Ende
kuryādyajamānameva
er soll machen; eben den Opferherrn
yajñayaśasenārpayatyṛcā
stattet er mit dem Opferruhm aus; mit dem Ṛc-Vers
stomaṃ
den Lobpreis
samardhayetyāha
mögest du zum Gedeihen bringen [so spricht er] spricht er
samṛddhyai
das dient dem Gedeihen
caturbhirabhrimā
mit vier Sprüchen; den Spaten
datte
nimmt er auf
catvāri
vier
chandāṃsi
Versmaße
chandobhireva
eben mit den Versmaßen
devasya
des Gottes
tvā
dich
savituḥ
Savitṛ
prasava
auf Antrieb
ityāha
so spricht er
prasūtyā
zur Anregung
agnirdevebhyo
Agni; vor den Göttern
nilāyata
verbarg sich
sa
er
veṇuṃ
in das Schilfrohr
prāviśathsa
ging er ein; er
etāmūtimanu
richtete sich nach diesem Schutzmittel [?]
samacaradyadveṇoḥ
folgte; dass des Schilfrohrs
suṣiraṃ
hohl ist
suṣirābhrirbhavati
hohl wird der Spaten
sayonitvāya
zur Gleichursprünglichkeit
sa
er
yatrayatrāvasattatkṛṣṇamabhavatkalmāṣī
wo immer er sich aufhielt, das wurde schwarz; gescheckt
bhavati
wird das Rohr
rūpasamṛddhyā
zur Vervollkommnung der Gestalt
ubhayataḥ,
an beiden Enden
kṣṇūrbhavatītaścāmutaścārkasyāvaruddhyai
es wird geschärft; von hier und von dort; zur Erlangung des Glanzes
vyāmamātrī
von der Länge einer Armspanne
bhavatyetāvadvai
ist es; soviel nämlich
puruṣe
im Menschen
vīryaṃ
die Manneskraft
vīryasaṃmitāparimitā
an Manneskraft bemessen, unermesslich
bhavatyaparimitasyāvaruddhyai
wird es; zur Erlangung des Unermesslichen
yo
was
vanaspatīnāṃ
unter den Bäumen
phalagrahiḥ
am besten Frucht hervorbringt
sa
das
eṣāṃ
von diesen
vīryāvānphalagrahirveṇurvaiṇavī
das kraftvolle Fruchttragende; das Schilfrohr; daraus gemacht
Fehlerhaft wird das Opfer, wenn es ohne begleitenden Yajus-Spruch vollzogen wird. 'Diesen Zügel der Opferwahrheit habe ich ergriffen' - so spricht er und nimmt den Halfter des Rosses auf, zur Erfüllung des Yajus-Spruchs, zum Gedeihen des Opfers. 'Renne eilends, du Kampfrenner' - so spricht er und legt die Hand auf das Ross; damit beschreibt er eben dessen Gestalt und Größe. 'Spannt ihr beide den Esel an' - so spricht er und stellt, obwohl gar kein Esel da ist, gleichwohl einen Esel hin. Deshalb ist der Esel minderwertiger als das Ross. 'Bei jedem Anspannen sei du der Stärkere' - so spricht er; bei jedem Anspannen eben spannt man ihn damit an. 'Bei jedem Kampf rufen wir dich' - so spricht er; Speise nämlich ist der Kampfpreis; so gewinnt er sich eben Speise. 'Ihr Freunde, ruft Indra zum Beistand' - so spricht er; damit gewinnt er sich eben die indrische Kraft. Agni verbarg sich vor den Göttern; ihn fand Prajāpati wieder; von Prajāpati stammt das Ross; mit dem Ross sammelt er das Feuer wieder ein, zum Wiederfinden, zur Reinigung vom Schlechten. Denn dies geschieht: dass sie mit dem Besseren und dem Schlechteren dieselbe Handlung vollziehen; denn schlechter als das Ross ist der Esel; sie führen den Esel vor dem Ross her, zur Abwendung des Schlechten. Deshalb folgt der Schlechtere dem Besseren nach hinten. Zahlreich nämlich wird sein Rivale; gleichsam bedrängt wird ja der, der das Feuer schichtet. 'Als Vajraträger, als Ross, siegreich vordringend, herabschreitend, verzehrend' - so spricht er; mit dem Vajra eben schreitet er über das Übel, den Rivalen, hinweg. 'Von Rudras Scharherrschaft' - so spricht er; denn Rudra gehören die Tiere; von Rudra eben erbittet er die Tiere und vollzieht für sich das Werk. 'Mit Pūṣan als Gefährten, zusammen' - so spricht er; denn Pūṣan ist der Führer der Wege, zur Zusammenfassung aller Wege. Denn dieser Feueraltar hat als Standort das Purīṣa, die Erdschicht; das ist Agni; die Aṅgiras haben ihn zuerst unter den Göttern zusammengetragen. 'Vom Sitz der Erde her, das im Purīṣa wohnende Feuer, wie einst die Aṅgiras, komm her!' - so spricht er; damit sammelt er ihn eben, mitsamt seinem Standort, mit den Gottheiten. 'Möchten wir das im Purīṣa wohnende Feuer, wie die Aṅgiras, herbeikommen' - so spricht er; womit er zusammenkommt, davon nimmt er dem Rivalen eben die Kampfkraft. 'Dem Prajāpati sei es angesagt: das Feuer ist zusammengetragen' - so sagen sie; denn diese Erde ist Prajāpati; dies ist ihr Ohr, nämlich der Ameisenhügel. 'Wir werden das im Purīṣa wohnende Feuer, wie die Aṅgiras, tragen' - so sprechend tritt er zu der Erdscholle vom Ameisenhügel hinzu; damit trägt er, unmittelbar dem Prajāpati angesagt, das Feuer zusammen. 'Lasst uns das im Purīṣa wohnende Feuer, wie die Aṅgiras, tragen' - so spricht er; womit er zusammenkommt, davon nimmt er ihm eben die Kampfkraft. 'Dem Agni folgend, an der Spitze der Morgenröten, erschien er kämpfend' - so spricht er, nach dem Erblicken herbeigekommen; 'als Kampfrenner, auf dem Weg herangeschritten, o Kampfrenner, betritt die Erde' - so spricht er; damit erlangt er ihn eben. Mit dem ersten Spruch findet er ihn, mit dem zweiten lässt er ihn herantreten - mit beiden zur Festigung, den entsprechenden Sprüchen; deshalb werden die Tiere ihm entsprechend geboren. 'Der Himmel ist dein Rücken, die Erde deine Wohnstatt' - so spricht er; denn aus diesen Welten hat Prajāpati ihn hervorgebracht; damit beschreibt er eben dessen Gestalt und Größe. Denn das Ross ist der Vajra-Träger: mit den Zähnen tritt es gegen die Zahnlosen, mit den Haaren gegen beide noch mehr entgegen; wen man hassen sollte, den denke man sich unter seinen Fuß gelegt; mit dem Vajra eben streckt man ihn nieder. [Rezitations-Zählmarke: er spricht, schlechter als Rudra, wodurch das Erste, Vajraträger - und siebzehn.]
Wort für Wort
vyṛddhaṃ
fehlerhaft
vā
wird
etadyajñasya
dieses; des Opfers
yadayajuṣkeṇa
wenn ohne begleitenden Yajus-Spruch
kriyata
es vollzogen wird
imāmagṛbhṇan
diesen habe ich ergriffen
raśanāmṛtasyetyaśvābhi
den Zügel der Opferwahrheit [so spricht er]; auf das Ross
dhānīmā
den Halfter
datte
nimmt er auf
yajuṣkṛtyai
zur Erfüllung des Yajus-Spruchs
yajñasya
des Opfers
samṛddhyai
zum Gedeihen
pratūrtaṃ
eilends
vājinnā
du Kampfrenner
dravetyaśvamabhi
renne [so spricht er]; auf das Ross
dadhāti
legt er die Hand
rūpamevāsyaitanmahimānaṃ
dessen Gestalt eben; und diese Größe
vyācaṣṭe
beschreibt er
yuñjāthāṃ
spannt ihr beide an
rāsabhaṃ
den Esel
yuvamiti
ihr beide [so spricht er]
gardabhamasatyeva
den Esel, obwohl gar nicht da
gardabhaṃ
einen Esel
prati
hin
ṣṭhāpayati
stellt er
tasmādaśvādgardabho'sattaro
deshalb ist der Esel minderwertiger als das Ross
yogeyoge
bei jedem Anspannen
tavastaramityāha
sei du der Stärkere [so spricht er]
yogeyoga
bei jedem Anspannen
evainaṃ
eben ihn
yuṅkte
spannt man an
vājevāje
bei jedem Kampf
havāmaha
rufen wir dich
ityāhānnaṃ
so spricht er; Speise
vai
nämlich
vājo'nnamevāva
der Kampfpreis; Speise eben; sich
ruṃdhe
gewinnt er
sakhāya
ihr Freunde
indramūtaya
Indra zum Beistand
ityāhendriyamevāva
so spricht er; die indrische Kraft eben; sich
ruṃdhe'gnirdevebhyo
gewinnt er; Agni; vor den Göttern
nilāyata
verbarg sich
taṃ
ihn
prajāpatiranvavindatprājāpatyo'śvo'śvena
Prajāpati fand wieder; von Prajāpati stammt das Ross; mit dem Ross
utkrāmodakramīditi dvābhyāmutkramayati pratiṣṭhityā anurūpābhyāṃ tasmādanurūpāḥ paśavaḥ pra jāyante'pa upa sṛjati yatra vā āpa upa gacchanti tadoṣadhayaḥ prati tiṣṭhantyoṣadhīḥ prati tiṣṭhantīḥ paśavo'nu prati tiṣṭhanti paśūn, yajño yajñaṃ yajamāno yajamānaṃ prajāstasmādapa upa sṛjati pratiṣṭhityai yadadhvaryuranagnāvāhutiṃ juhuyādandho'dhvaryuḥ syādrakṣāṃsi yajñaṃ hanyurhiraṇyamupāsya juhotyagnivatyeva juhoti nāndho'dhvaryurbhavati na yajñaṃ rakṣāṃsi ghnanti jigharmyagniṃ manasā ghṛtenetyāha manasā hi puruṣo yajñamabhi gacchati pratikṣyantaṃ bhuvanāni viśvetyāha sarvagg hyeṣa pratyaṅkṣeti pṛthuṃ tiraścā vayasā bṛhantamityāhālpo hyeṣa jāto mahān bhavati vyaciṣṭhamannaṃ rabhasaṃ vidānamityāhānnamevāsmai svadayati sarvamasmai svadate ya evaṃ vedātvā jigharmi vacasā ghṛtenetyāha tasmādyatpuruṣo manasābhi gacchati tadvācā vadatyarakṣasetyāha rakṣasāmapahatyai maryaśrīḥ spṛhayadvarṇo agnirityāhāpa citimevāsmin dadhātyapa citimānbhavati ya evaṃ veda manasā tvai tāmāptumarhati yāmadhvaryuranagnā vāhutiṃ juhoti manasvatībhyāṃ juhotyāhutyorāptyai dvābhyāṃ pratiṣṭhityai yajñamukhe yajñamukhe vai kriyamāṇe yajñaṃ rakṣāṃsi jighāṃsantyetarhi khalu vā etadyajñamukhaṃ yarhyenadāhutiraśnute pari likhati rakṣasāmapahatyai tisṛbhiḥ pari likhati trivṛdvā agniryāvānevāgnistasmādrakṣāgsyapa hanti gāyatriyā pari likhati tejo vai gāyatrī tejasaivainaṃ pari gṛhṇāti triṣṭubhā pari likhatīṃdriyaṃ vai triṣṭugindriyeṇaivainaṃ pari gṛhṇātyanuṣṭubhā pari likhatyanuṣṭupsarvāṇi chandāṃsi paribhūḥ paryāptyai madhyato'nuṣṭubhā vāgvā anuṣṭuptasmānmadhyato vācā vadāmo gāyatriyā prathamayā pari likhatyathānuṣṭubhātha triṣṭubhā tejo vai gāyatrī yajño'nuṣṭugiṃdriyaṃ triṣṭuptejasā caivendriyeṇa cobhayato yajñaṃ pari gṛhṇāti andho'dhvaryurmahānbhavati ya evaṃ hanti triṣṭubhā tejo vai gāyatrī trayodaśa ca
'Tritt auf, tritt herab' - mit diesen beiden Sprüchen lässt er das Ross auftreten, zur Festigung, mit den ihm entsprechenden Sprüchen; deshalb werden die Tiere ihm entsprechend geboren. Er lässt Wasser hinabgleiten. Denn wo das Wasser hingeht, dort finden die Kräuter Halt; den Kräutern, die so Halt finden, folgen die Tiere im Halt-Finden nach; dem Opfer folgt das Opfer, dem Opferherrn der Opferherr, den Nachkommen die Nachkommenschaft; deshalb lässt er Wasser hinabgleiten, zur Festigung. Wenn der Adhvaryu eine Opfergabe nicht ins Feuer opfern würde, wäre der Adhvaryu blind; die bösen Geister würden das Opfer schädigen. Er setzt sich zum Gold und opfert; damit opfert er eben wie ins Feuer; der Adhvaryu wird nicht blind, die bösen Geister schädigen das Opfer nicht. 'Ich entzünde das Feuer mit dem Geist, mit Ghee' - so spricht er; denn mit dem Geist geht der Mensch zum Opfer hin. 'Den, dem entgegen alle Wesen blicken' - so spricht er; denn dieser ist allem zugewandt. 'Den Weiten, quer wachsenden, an Lebenskraft Großen' - so spricht er; denn dieser ist klein geboren und wird groß. 'Den weitreichendsten, ungestüm Speise Findenden' - so spricht er; damit macht er ihm die Speise schmackhaft; alles wird ihm schmackhaft, der dies so weiß. 'Ich entzünde dich mit Rede, mit Ghee' - so spricht er; denn was der Mensch mit dem Geist erreicht, das spricht er mit der Rede aus. 'Ohne böse Geister' - so spricht er, zur Vertreibung der bösen Geister. 'Mit Männerglanz, begehrenswerter Farbe ist Agni' - so spricht er; damit legt er eben Ansehen in ihn; ansehensreich wird, wer dies so weiß. Mit dem Geist eben verdient er es, jene Opfergabe zu erlangen, die der Adhvaryu ohne Feuer opfert; mit den beiden 'geistvollen' Sprüchen opfert er, zur Erlangung der beiden Opfergüsse, mit diesen beiden, zur Festigung. Am Anfang des Opfers - denn wenn der Opferanfang vollzogen wird, trachten die bösen Geister danach, das Opfer zu töten; genau dann nämlich ist dieser Opferanfang, wenn die Opfergabe ihn erreicht. Er zieht eine Linie ringsherum, zur Vertreibung der bösen Geister. Mit drei Sprüchen zieht er die Linie ringsherum; denn dreifach ist Agni, ganz soviel wie Agni ist; deshalb schlägt er die bösen Geister zurück. Mit der Gāyatrī zieht er die Linie ringsherum; denn Glanz ist die Gāyatrī; mit Glanz eben umfasst er ihn ringsum. Mit der Triṣṭubh zieht er die Linie ringsherum; denn die indrische Kraft ist die Triṣṭubh; mit der indrischen Kraft eben umfasst er ihn ringsum. Mit der Anuṣṭubh zieht er die Linie ringsherum; denn die Anuṣṭubh umfasst alle Versmaße; zur vollständigen Erlangung. In der Mitte mit der Anuṣṭubh; denn Rede ist die Anuṣṭubh; deshalb sprechen wir aus der Mitte mit der Rede. Mit der Gāyatrī als erster zieht er die Linie ringsherum, dann mit der Anuṣṭubh, dann mit der Triṣṭubh; denn Glanz ist die Gāyatrī, das Opfer die Anuṣṭubh, die indrische Kraft die Triṣṭubh; mit Glanz und mit der indrischen Kraft umfasst er so von beiden Seiten das Opfer ringsum. Blind wird der Adhvaryu, und schlimm wird es, wer die Reihenfolge so falsch mit der Triṣṭubh vollzieht. [Rezitations-Zählmarke: Glanz ist die Gāyatrī - und dreizehn.]
Wort für Wort
utkrāmodakramīditi
tritt auf, tritt herab [so spricht er]
dvābhyāmutkramayati
mit diesen beiden lässt er auftreten
pratiṣṭhityā
zur Festigung
anurūpābhyāṃ
mit den entsprechenden Sprüchen
tasmādanurūpāḥ
deshalb entsprechend
paśavaḥ
die Tiere
pra
ihm
jāyante'pa
werden geboren; er lässt Wasser
upa
hinab
sṛjati
gleiten
yatra
wo
vā
denn
āpa
das Wasser
upa
hin
gacchanti
geht
tadoṣadhayaḥ
dort die Kräuter
prati
Halt
tiṣṭhantyoṣadhīḥ
finden; den Kräutern
prati
im Halt-Finden
tiṣṭhantīḥ
die Halt finden
paśavo'nu
die Tiere folgen
prati
Halt
tiṣṭhanti
finden
paśūn,
den Tieren
yajño
das Opfer
yajñaṃ
dem Opfer
yajamāno
der Opferherr
yajamānaṃ
dem Opferherrn
prajāstasmādapa
die Nachkommenschaft; deshalb Wasser
upa
hinab
sṛjati
lässt er gleiten
pratiṣṭhityai
zur Festigung
yadadhvaryuranagnāvāhutiṃ
wenn der Adhvaryu ohne Feuer eine Opfergabe
juhuyādandho'dhvaryuḥ
opfern würde, blind der Adhvaryu
syādrakṣāṃsi
wäre; die bösen Geister
yajñaṃ
das Opfer
hanyurhiraṇyamupāsya
würden schädigen; zum Gold sich setzend
juhotyagnivatyeva
opfert er; wie ins Feuer eben
juhoti
opfert er
nāndho'dhvaryurbhavati
nicht wird der Adhvaryu blind
na
nicht
yajñaṃ
das Opfer
rakṣāṃsi
die bösen Geister
ghnanti
schädigen
jigharmyagniṃ
ich entzünde das Feuer
manasā
mit dem Geist
ghṛtenetyāha
mit Ghee [so spricht er]
manasā
mit dem Geist
hi
denn
puruṣo
der Mensch
yajñamabhi
zum Opfer hin
gacchati
geht
pratikṣyantaṃ
dem entgegen blicken
bhuvanāni
alle Wesen
viśvetyāha
alle [so spricht er]
sarvagg
allem
hyeṣa
denn dieser
pratyaṅkṣeti
ist zugewandt [so spricht er]
pṛthuṃ
den Weiten
tiraścā
quer wachsenden
vayasā
an Lebenskraft
bṛhantamityāhālpo
großen [so spricht er]; klein
hyeṣa
denn dieser
jāto
geboren
mahān
groß
bhavati
wird
vyaciṣṭhamannaṃ
den weitreichendsten; Speise
rabhasaṃ
ungestüm
vidānamityāhānnamevāsmai
findend [so spricht er]; die Speise eben ihm
svadayati
macht er schmackhaft
sarvamasmai
alles ihm
svadate
wird schmackhaft
ya
der
evaṃ
so
vedātvā
weiß; dich
jigharmi
entzünde ich
vacasā
mit der Rede
ghṛtenetyāha
mit Ghee [so spricht er]
tasmādyatpuruṣo
deshalb, was der Mensch
manasābhi
mit dem Geist erreicht
gacchati
erreicht
tadvācā
das mit der Rede
vadatyarakṣasetyāha
spricht er aus; ohne böse Geister [so spricht er]
rakṣasāmapahatyai
zur Vertreibung der bösen Geister
maryaśrīḥ
Männerglanz
spṛhayadvarṇo
begehrenswerte Farbe
agnirityāhāpa
ist Agni [so spricht er]; Ansehen
citimevāsmin
legt er eben in ihn
dadhātyapa
legt er hinein; Ansehen
citimānbhavati
ansehensreich wird
ya
wer
evaṃ
so
veda
weiß
manasā
mit dem Geist
tvai
eben
tāmāptumarhati
jene zu erlangen verdient er
yāmadhvaryuranagnā
die der Adhvaryu ohne Feuer
vāhutiṃ
Opfergabe
juhoti
opfert
manasvatībhyāṃ
mit den beiden geistvollen Sprüchen
juhotyāhutyorāptyai
opfert er; zur Erlangung der beiden Opfergüsse
dvābhyāṃ
mit diesen beiden
pratiṣṭhityai
zur Festigung
yajñamukhe
am Anfang des Opfers
yajñamukhe
wenn der Opferanfang
vai
nämlich
kriyamāṇe
vollzogen wird
yajñaṃ
das Opfer
rakṣāṃsi
die bösen Geister
jighāṃsantyetarhi
trachten zu töten; genau dann
khalu
nämlich
vā
wohl
etadyajñamukhaṃ
dieser Opferanfang
yarhyenadāhutiraśnute
wenn die Opfergabe ihn erreicht
pari
ringsherum
likhati
zieht er eine Linie
rakṣasāmapahatyai
zur Vertreibung der bösen Geister
tisṛbhiḥ
mit drei Sprüchen
pari
ringsherum
likhati
zieht er die Linie
trivṛdvā
denn dreifach ist
agniryāvānevāgnistasmādrakṣāgsyapa
Agni; soviel wie Agni ist; deshalb die bösen Geister zurück
hanti
schlägt er
gāyatriyā
mit der Gāyatrī
pari
ringsherum
likhati
zieht er die Linie
tejo
Glanz
vai
nämlich
gāyatrī
ist die Gāyatrī
tejasaivainaṃ
mit Glanz eben ihn
pari
ringsum
gṛhṇāti
umfasst er
triṣṭubhā
mit der Triṣṭubh
pari
ringsherum
likhatīṃdriyaṃ
zieht er die Linie; die indrische Kraft
vai
nämlich
triṣṭugindriyeṇaivainaṃ
ist die Triṣṭubh; mit der indrischen Kraft eben ihn
'Auf Antrieb des Gottes Savitṛ gräbst du dich' - so gräbt er, zur Anregung. Und damit erzeugt er eben Rauch. 'Dich, Agni, den Lichtreichen, mit schönem Anblick' - so spricht er; damit erzeugt er eben Licht. Dieser Agni, geboren, hat die Geschöpfe mit seiner Glut versehrt; ihn besänftigten die Götter mit einem Halbvers: 'den Geschöpfen gütig, nicht schädigend' - so spricht er; damit besänftigt er ihn eben für die Geschöpfe. Mit zwei Sprüchen gräbt er, zur Festigung. 'Du bist der Rücken der Wasser' - so sprechend bringt er das Lotusblatt herbei. Denn dies, das Lotusblatt, ist der Rücken der Wasser; der äußeren Erscheinung nach eben bringt er es herbei. Mit dem Lotusblatt sammelt er das Feuer; denn das Lotusblatt ist der Schoß des Agni; so sammelt er Agni eben mitsamt seinem Ursprungsschoß. Mit dem schwarzen Antilopenfell sammelt er; denn das schwarze Fell ist das Opfer; mit dem Opfer eben sammelt er das Opfer. Wenn er mit der Haut eines dörflichen Haustieres sammeln würde, würde er die dörflichen Tiere der Glut aussetzen. Mit dem schwarzen Fell sammelt er; so setzt er eben nur die wilden Tiere der Glut aus. Deshalb sind, wenn Haustiere geboren werden, die wilden Tiere weniger zahlreich. Denn mit dem, was durch die Glut geordnet ist, sammelt er nach dem Haar; deshalb breitet er dessen Opferwürdiges, das schwarze Fell und das Lotusblatt, zusammen aus. Diese Erde nämlich ist das schwarze Fell, jener Himmel das Lotusblatt; mit diesen beiden eben umfasst er ihn von beiden Seiten ringsum. Agni verbarg sich vor den Göttern; ihn erblickte Atharvan. 'Atharvan hat dich zuerst herausgerieben, Agni' - so spricht er; mit demselben, der ihn erblickte, sammelt er ihn eben. 'Dich, Agni, holte man aus dem Lotus' - so spricht er; denn im Lotusblatt fand man ihn, dorthin geflüchtet. 'Dich wiederum fand der Ṛṣi Dadhyañc' - so spricht er; denn Dadhyañc, der Sohn des Atharvan, war glanzvoll; damit legt er eben Glanz in ihn. 'Dich, o Stier, fand wiederum Pāthya' - so spricht er; das zuvor Gesagte bekräftigt er mit dem Folgenden. Mit vier Sprüchen sammelt er; vier sind die Versmaße; mit den Versmaßen eben tut er es. Mit Gāyatrī-Versen sammelt er das Feuer des Priesters; denn gāyatrisch ist der Priester; mit Triṣṭubh-Versen das Feuer des Adligen; denn triṣṭubhisch ist der Adlige. Für wen man wünschen sollte, dass er wohlhabender werde, für dessen Feuer soll man mit beiden Versmaßarten zugleich sammeln; damit legt er ihm sowohl Glanz als auch indrische Kraft vereint hinein. Mit acht Sprüchen sammelt er; achtsilbig ist die Gāyatrī, gāyatrisch ist Agni; soviel wie Agni ist, das sammelt er. 'Setz dich, Hotṛ' - so spricht er; damit lässt er ihm eben die Gottheit sich niedersetzen. 'Setz dich nieder, Hotṛ, unter die Menschen; setz dich, o Lebenskraft; erzeuge dich, denn du bist der Edle an der Spitze der Tage' - so spricht er; damit erzeugt er ihm eben die zusammen sich Niedersetzenden, Götter und Menschen. Ebenso bekräftigt er es auch für die Tiere, indem er 'Hotṛ' sagt. [Rezitations-Zählmarke - und siebenundzwanzig.]
Wort für Wort
devasya
des Gottes
tvā
dich
savituḥ
Savitṛ
prasava
auf Antrieb
iti
so [spricht er]
khanati
gräbt er
prasūtyā
zur Anregung
atho
und
dhūmamevaitena
Rauch eben damit
janayati
erzeugt er
jyotiṣmantaṃ
den Lichtreichen
tvāgne
dich, Agni
supratīkamityāha
mit schönem Anblick [so spricht er]
jyotirevaitena
Licht eben damit
janayati
erzeugt er
so'gnirjātaḥ
dieser Agni, geboren
prajāḥ
die Geschöpfe
śucārpayattaṃ
hat mit seiner Glut versehrt; ihn
devā
die Götter
ardharcenāśamayañchivaṃ
besänftigten mit einem Halbvers; gütig
prajābhyo'hiṃsantamityāha
den Geschöpfen, nicht schädigend [so spricht er]
prajābhya
für die Geschöpfe
evainaṃ
eben ihn
śamayati
besänftigt er
dvābhyāṃ
mit zwei Sprüchen
khanati
gräbt er
pratiṣṭhityā
zur Festigung
apāṃ
der Wasser
pṛṣṭhamasīti
der Rücken bist du [so spricht er]
puṣkaraparṇamā
das Lotusblatt
haratyapāṃ
bringt er herbei; der Wasser
vā
denn
etatpṛṣṭhaṃ
dies der Rücken
yatpuṣkaraparṇaṃ
das Lotusblatt
rūpeṇaivainadā
der äußeren Erscheinung nach eben es
harati
bringt er herbei
puṣkaraparṇena
mit dem Lotusblatt
saṃbharati
sammelt er
yonirvā
denn der Schoß
agneḥ
des Agni
puṣkaraparṇaṃ
das Lotusblatt
sayonimevāgniṃ
mitsamt seinem Ursprungsschoß eben Agni
saṃbharati
sammelt er
kṛṣṇājinena
mit dem schwarzen Antilopenfell
saṃbharati
sammelt er
yajño
das Opfer
vai
nämlich
kṛṣṇājinaṃ
ist das schwarze Fell
yajñenaiva
mit dem Opfer eben
yajñaṃ
das Opfer
saṃbharati
sammelt er
yadgrāmyāṇāṃ
wenn mit der Haut dörflicher
paśūnāṃ
Haustiere
carmaṇā
mit der Haut
saṃbhared
sammeln würde
grāmyān
die dörflichen
paśūñchucārpayetkṛṣṇājinena
Tiere würde er der Glut aussetzen; mit dem schwarzen Fell
saṃbharatyāraṇyāneva
sammelt er; nur die wilden Tiere
paśūn
Tiere
chucārpayati
setzt er der Glut aus
tasmāthsamāvatpaśūnāṃ
deshalb, wenn gleichmäßig der Tiere
prajāyamānānāmāraṇyāḥ
der geborenen, sind die wilden
paśavaḥ
Tiere
kanīyāṃsaḥ
weniger zahlreich
śucā
mit der Glut
hyṛtā
denn geordnet
lomataḥ
nach dem Haar
saṃbharatyato
sammelt er; deshalb
hyasya
denn dessen
medhyaṃ
Opferwürdiges
kṛṣṇājinaṃ
das schwarze Fell
ca
und
puṣkaraparṇaṃ
das Lotusblatt
ca
und
sa2ṃ
zusammen
stṛṇātīyaṃ
breitet er aus; diese
vai
nämlich
kṛṣṇājinamasau
ist das schwarze Fell; jener
puṣkaraparṇamābhyāmevainamubhayataḥ
das Lotusblatt; mit diesen beiden eben ihn von beiden Seiten
pari
ringsum
gṛhṇātyagnirdevebhyo
umfasst er; Agni; vor den Göttern
nilāyata
verbarg sich
tamatharvānvapaśyadatharvā
ihn erblickte Atharvan; Atharvan
tvā
dich
prathamo
zuerst
niramanthadagna
herausgerieben, Agni
ityāha
so [spricht er] er
ya
der
evainamanvapaśyattenaivainaṃ
eben ihn erblickte; mit demselben eben ihn
saṃbharati
sammelt er
tvāmagne
dich, Agni
puṣkarādadhītyāha
aus dem Lotus [so spricht er]
puṣkaraparṇe
im Lotusblatt
hyenamupaśritamavindattamu
denn ihn geflüchtet fand man; ihn wiederum
tvā
dich
dadhyaṅṅṛṣirityāha
der Ṛṣi Dadhyañc [so spricht er]
dadhyaṅ
Dadhyañc
vā
denn
ātharvaṇastejasvyāsīt
der Sohn des Atharvan war glanzvoll
teja
Glanz
evāsmindadhāti
eben legt er in ihn
tamu
ihn wiederum
tvā
dich
pāthyo
Pāthya
vṛṣetyāha
o Stier [so spricht er]
pūrvamevoditamuttareṇābhi
das zuvor Gesagte eben mit dem Folgenden
gṛṇāti
bekräftigt er
catasṛbhiḥ
mit vier Sprüchen
saṃbharati
sammelt er
catvāri
vier
chandāṃsi
sind die Versmaße
chandobhireva
mit den Versmaßen eben
gāyatrībhirbrāhmaṇasya
mit Gāyatrī-Versen das Feuer des Priesters
gāyatro
gāyatrisch
hi
denn
brāhmaṇastriṣṭugbhī
ist der Priester; mit Triṣṭubh-Versen
rājanyasya
des Adligen
traiṣṭubho
triṣṭubhisch
hi
denn
rājanyo
ist der Adlige
yaṃ
für wen
kāmayeta
man wünschen sollte
vasīyānthsyādityubhayībhistasya
dass er wohlhabender werde; mit beiden für dessen Feuer
Etwas wie Grausames tut er ihr, der Erde, gewissermaßen an, wenn er gräbt. Er lässt Wasser hinabgleiten; denn die Wasser sind beruhigend; mit den beruhigenden Wassern eben besänftigt er ihr die Glut. 'Vāyu, der Mātariśvan, verbinde dir Atem' - so spricht er; denn Vāyu ist der Atem; mit dem Atem eben verbindet er ihr den Atem. 'Vāyu, verbinde dir' - so spricht er; deshalb kommt, von Vāyu bewegt, der Regen vom Himmel. 'Und für ihn, o Göttin, sei Vaṣaṭ; dir gilt es' - so spricht er; denn sechs sind die Jahreszeiten; auf die Jahreszeiten eben legt er den Regen; deshalb regnet es zu allen Jahreszeiten. Würde er zur Unzeit Vaṣaṭ rufen, wäre sein Vaṣaṭ-Ruf kraftlos; würde er gar kein Vaṣaṭ rufen, würden die bösen Geister das Opfer schädigen. 'Vaṭ' spricht er; damit ruft er das Vaṣaṭ gleichsam verhüllt; sein Vaṣaṭ-Ruf wird nicht kraftlos, die bösen Geister schädigen das Opfer nicht. 'Wohlgeboren, mit Licht zusammen' - mit der Anuṣṭubh bindet er zusammen; denn die Anuṣṭubh umfasst alle Versmaße. Die Versmaße nämlich sind Agnis lieber Körper; mit seinem lieben Körper eben umhüllt er ihn ringsum. Ein rechtes Gewand des Wissens erlangt, wer dies so weiß. Varuṇisch gebunden ist Agni, eingehüllt; 'Steh auf, du Wohlopfernder, aufrecht, für den Beistand eilend, zum Beistand' - so steht er auf mit den beiden Sāvitrī-Sprüchen. Auf Antrieb Savitṛs eben löst er dessen aufrechte Varuṇa-Fessel; mit den beiden Sprüchen, zur Festigung. 'Du bist, geboren, der Keim der beiden Welthälften' - so spricht er; denn diese beiden sind die Welthälften; dieser Agni ist ihr Keim; deshalb spricht er so. 'Agni, du Schöner, unter den Kräutern verteilt' - so spricht er; denn wenn man ihn so verbreitet trägt, wird er schöner. 'Von den Müttern her, laut brüllend, zu den Kühen hervorkommend' - so spricht er; denn die Kräuter sind seine Mütter; von diesen eben lässt er ihn hervortreten. 'Sei fest, du Starkgliedriger' - so sprechend setzt er ihn auf den Esel; er bindet ihn damit fest zusammen; zur Festigkeit sammelt er ihn eben mit dem Esel. Deshalb ist der Esel unter den Tieren der lastfähigste Träger. Mit dem Esel sammelt er; deshalb wird der Esel, selbst bei kargem Futter, dennoch fetter als die anderen Tiere; denn mit ihm sammelt man die Sonnenglut. Mit dem Esel sammelt er; deshalb ist der Esel doppelt zeugungskräftig; aber als das jüngste unter den Tieren wird seine Nachkommenschaft geboren, denn Agni verbrennt seinen Schoß. Denn dieser Agni ist jetzt unter die Geschöpfe gestiegen; er ist Herr; 'verbrenne nicht die Geschöpfe mit deiner Glut, sei den Geschöpfen gütig' - so spricht er; damit besänftigt er ihn eben für die Geschöpfe. 'Für die menschlichen Geschöpfe, du Aṅgiras' - so spricht er; denn menschlich sind die Geschöpfe. 'Verbrenne nicht Himmel und Erde, nicht den Luftraum, nicht die Bäume' - so spricht er; damit besänftigt er ihn eben für diese Welten. 'Der Kampfrenner möge vorangehen, laut wiehernd' - so spricht er; denn dieser Agni ist der laut wiehernde Kampfrenner. 'Der Esel möge fliegen' - so spricht er; denn 'Rāsabha', Esel, nannten ihn die Ṛṣis. 'Das im Purīṣa wohnende Feuer tragend' - so spricht er; denn dieser Esel trägt eben Agni. 'Verkürze nicht das Maß seiner Lebenszeit' - so spricht er; damit legt er eben Lebenskraft in ihn; deshalb erreicht der Esel seine ganze Lebenszeit. Deshalb fürchtet man sich, wenn ein Esel vor Ablauf seiner Lebenszeit stirbt. 'Den Stierhaften, Agni, den Bullen tragend' - so spricht er; denn dieser ist ein Stier. 'Der stierhafte Agni, der Keim der Wasser, der ozeanische' - so spricht er; denn dieser Agni ist der Keim der Wasser. 'Agni, komm her, zum Genuss' - denn diese beiden Welten hatten sich getrennt; 'Agni, komm her, zum Genuss' - wenn er das spricht, dient es der Vereinigung dieser beiden Welten. Denn dieser Agni ist aus seinem Standort vertrieben, ohne festen Halt gelangt; er denkt jetzt an den Adhvaryu und den Opferherrn. 'Wahrheitsordnung, Wahrheit' - so spricht er; denn diese Erde ist die Wahrheitsordnung, jener Himmel die Wahrheit; auf diesen beiden eben lässt er ihn festen Halt finden. Nicht gerät der Adhvaryu ins Unheil, nicht der Opferherr; denn dieser ist Varuṇa, und er nähert sich dem Opferherrn. 'Die Kräuter mögen diesen Agni, der eingehüllt war, empfangen' - so spricht er, zur Besänftigung. 'Zerstreuend alle Übellaunigkeiten, Missgunst' - so spricht er, zur Vertreibung der bösen Geister. 'Sich niedersetzend, möge er den üblen Sinn wegschlagen' - so spricht er, zur Festigung. 'Ihr Kräuter, freut euch an diesem Agni' - so spricht er; denn die Kräuter sind Agnis Anteil; mit ihnen eben bringt er ihn zum Gedeihen. 'Blütenreich, mit guten Früchten' - so spricht er; deshalb tragen die Kräuter Frucht. 'Dieser euer zeitgerechter Keim hat sich an der alten Wohnstatt niedergelassen' - so spricht er; in denselben Kräutern, aus denen er ihn hervorgehen lässt, in denselben lässt er ihn eben festen Halt finden. Mit zwei Sprüchen bringt er ihn herab, zur Festigung. 'Es sei Anuṣṭubh' - so sprechend setzt er ihn nieder; 'Bestiegen möge er fliegen' - so spricht er; 'freut euch, ihr Kräuter, an diesem Keim'. [Rezitations-Zählmarke - und zweiundvierzig.]
Varuṇisch gebunden ist Agni. 'Entfalte dich in deiner Macht' - so sprechend löst er ihn. Auf Antrieb Savitṛs eben löst er dessen nach beiden Seiten gehende Varuṇa-Fessel. Er lässt Wasser hinabgleiten; denn die Wasser sind beruhigend; mit den beruhigenden Wassern eben besänftigt er dessen Glut. Mit drei Sprüchen lässt er Wasser hinabgleiten; denn dreifach ist Agni, ganz soviel wie Agni ist; damit besänftigt er dessen Glut. 'Mitra, die Erde vereinigend' - so spricht er; denn Mitra ist der Götter Gütiger; mit eben diesem vereinigt er ihn, zur Besänftigung. Würde er mit Scherben dörflicher Gefäße vereinigen, würde er die dörflichen Gefäße der Glut aussetzen; er vereinigt mit Scherben verlassener (zerbrochener) Gefäße [?]; denn diese sind nicht mehr zum Gebrauch geeignet; nur diese setzt er der Glut aus. Mit Kies [?] vereinigt er, zur Festigkeit. Und zum Wohlergehen vereinigt er mit Ziegenhaaren; denn dies, die Ziege, ist Agnis lieber Körper; mit seinem lieben Körper eben vereinigt er ihn. Und zum Glanz vereinigt er mit den Haaren des schwarzen Antilopenfells; denn das Opfer ist das schwarze Fell; mit dem Opfer eben vereinigt er das Opfer. 'Die Rudras, die Erde zusammentragend' - so spricht er; denn diese Gottheiten haben ihn zuerst zusammengetragen; mit eben diesen sammelt er ihn. 'Du bist das Haupt des Makha, des Kampf-Opfers' - so spricht er; denn das Opfer ist Makha; dies, die Ukhā, der Feuertopf, ist dessen Haupt; deshalb spricht er so. 'Ihr seid die Füße des Opfers' - so spricht er; denn diese sind die Füße des Opfers; und zur Festigung. Mit den einen Formeln reicht er vorwärts, mit den anderen spricht er die Formel dazu - zur Paarung [?]. Er macht eine dreifache Erhöhung am Topfrand; drei sind diese Welten; zur Erlangung dieser Welten. Mit den Versmaßen macht er es; denn die Versmaße sind Manneskraft; mit Manneskraft eben macht er sie. Mit dem Yajus-Spruch macht er die Öffnung, zur Trennung vom Bösen. So groß macht er sie, mit Prajāpati, mit dem Anfang des Opfers gleichgemessen. Zweizitzig macht er sie, zum Melken von Himmel und Erde. Vierzitzig macht er sie, zum Melken der Tiere. Achtzitzig macht er sie, zum Melken der Versmaße. Neunkantig soll er sie machen, gegen den, der Zauberei gegen ihn übt; nachdem er den dreifachen Vajra zusammengetragen hat, schleudert er ihn gegen den Rivalen, zum Niederstrecken, nachdem er ihn dazu gemacht hat. 'Sie ist die große Mündung' - so sprechend legt er den Topf nieder; damit lässt er ihn eben in den Gottheiten festen Halt finden. Eben damit, mit den Haaren vereint, wehrt er den ab, der Zauberei gegen ihn übt. [Rezitations-Zählmarke - und einundzwanzig.]
Wort für Wort
vāruṇo
varuṇisch gebunden
vā
ist
agnirupanaddho
Agni, eingehüllt
vi
entfalte
pājaseti
in deiner Macht [so spricht er]
vi
löst
sraṃsayati
er ihn
savitṛprasūta
auf Antrieb Savitṛs
evāsya
eben dessen
viṣūcīṃ
nach beiden Seiten gehende
varuṇameniṃ
Varuṇa-Fessel
vi
löst
sṛjatyapa
er; Wasser
upa
hinab
sṛjatyāpo
lässt er gleiten; Wasser
vai
nämlich
śāntāḥ
sind beruhigend
śāntābhirevāsya
mit den beruhigenden eben dessen
śucaṃ
Glut
śamayati
besänftigt er
tisṛbhirupa
mit drei Sprüchen
sṛjati
lässt er gleiten
trivṛdvā
denn dreifach ist
agniryāvānevāgnistasya
Agni; soviel wie Agni ist; dessen
śucaṃ
Glut
śamayati
besänftigt er
mitraḥ
Mitra
saṃsṛjya
vereinigend
pṛthivīmityāha
die Erde [so spricht er]
mitro
Mitra
vai
nämlich
śivo
der Gütige
devānāṃ
der Götter
tenaivai
mit eben diesem
naṃ
ihn
saṃ
ver-
sṛjati
vereinigt er
śāntyai
zur Besänftigung
yadgrāmyāṇāṃ
wenn dörflicher
pātrāṇāṃ
Gefäße
kapālaiḥ
mit Scherben
saṃsṛjedgrāmyāṇi
er vereinigen würde; die dörflichen
pātrāṇi
Gefäße
śucārpayedarmakapālaiḥ
würde er der Glut aussetzen; mit Scherben verlassener (zerbrochener) Gefäße [?]
saṃ
ver-
sṛjatyetāni
vereinigt er; diese
vā
denn
anupajīvanīyāni
nicht mehr zum Gebrauch geeignet
tānyeva
nur diese
śucārpayati
setzt er der Glut aus
śarkarābhiḥ
mit Kies [?]
saṃ
ver-
sṛjati
vereinigt er
dhṛtyā
zur Festigkeit
atho
und
śantvāyājalomaiḥ
zum Wohlergehen; mit Ziegenhaaren
saṃ
ver-
sṛjatyeṣā
vereinigt er; dies
vā
denn
agneḥ
Agnis
priyā
lieber
tanūryadajā
Körper; das ist die Ziege
priyayaivainaṃ
mit dem lieben eben ihn
tanuvā
Körper
saṃ
ver-
sṛjatyatho
vereinigt er; und
tejasā
zum Glanz
kṛṣṇājinasya
des schwarzen Antilopenfells
lomabhiḥ
mit den Haaren
saṃ
ver-
sṛjati
vereinigt er
yajño
das Opfer
vai
nämlich
kṛṣṇājinaṃ
ist das schwarze Fell
yajñenaiva
mit dem Opfer eben
yajñaṃ
das Opfer
saṃ
ver-
sṛjati
vereinigt er
rudrāḥ
die Rudras
saṃbhṛtya
zusammentragend
pṛthivīmityāhaitā
die Erde [so spricht er]; diese
vā
denn
etaṃ
ihn
devatā
Gottheiten
agre
zuerst
samabharantābhirevainaṃ
haben zusammengetragen; mit eben diesen ihn
saṃ
zusammen
bharati
sammelt er
makhasya
des Makha
śiro'sītyāha
das Haupt bist du [so spricht er]
yajño
das Opfer
vai
nämlich
makhastasyaitacchiro
ist Makha; dessen dies das Haupt
yadukhā
das ist die Ukhā
tasmādevamāha
deshalb spricht er so
yajñasya
des Opfers
pade
die Füße
stha
seid ihr
ityāha
so spricht er
yajñasya
des Opfers
hyete
denn diese
pade
Füße
atho
und
pratiṣṭhityai
zur Festigung
prānyābhiryacchatyanvanyairmantrayate
mit den einen reicht er vorwärts, mit den anderen spricht er die Formel dazu
Mit sieben Sprüchen beräuchert er die Ukhā; denn sieben sind die im Kopf befindlichen Lebensatem-Kräfte; dieses, die Ukhā, ist das Haupt des Opfers; im Haupt eben legt er die Lebensatem-Kräfte des Opfers hinein; deshalb sind es sieben im Kopf befindliche Lebensatem-Kräfte. Er beräuchert das Ross mit Mist [?]; denn das Ross gehört Prajāpati, zur Gleichursprünglichkeit. 'Du bist Aditi' - so spricht er; denn diese Erde ist Aditi; eben in der Aditi gräbt er die Grube; zur Nichtverletzung dieser Erde, denn das Eigene verletzt nicht das Eigene. 'Der Götter Gattinnen bist du' - so spricht er; denn diese haben zuerst der Götter Gattinnen bereitet; mit eben diesen legt er sie zusammen. 'Die Dhiṣaṇās bist du' - so spricht er; denn Wissen ist Dhiṣaṇā; mit Wissen eben entzündet er sie. 'Die Gnās bist du' - so spricht er; denn die Versmaße sind Gnās; mit den Versmaßen eben lässt er sie im Feuer härten. 'Die Varūtrīs, die Beschützerinnen, bist du' - so spricht er; denn die Hotṛ-Priesterschaften sind Varūtrīs; mit den Hotṛ-Priesterschaften eben brennt er sie. 'Die Janayās bist du' - so spricht er; denn die Janayās sind der Götter Gattinnen; mit eben diesen brennt er sie. Mit sechs Sprüchen brennt er sie; denn sechs sind die Jahreszeiten; mit den Jahreszeiten eben brennt er sie. 'Zweimal sollen sie brennen' - so spricht er; deshalb reift die Feldfrucht des Jahres zweimal. Vom Vāruṇa-Topf entzündet, geht er zum Maitra-Topf über, zur Besänftigung. 'Der Gott Savitṛ möge dich ausstreuen' - so spricht er; auf Antrieb Savitṛs eben schüttet er sie mit der heiligen Kraft und den Gottheiten aus. 'Herabfallend fülle ich der Erde Himmelsrichtungen, die Richtungen' - so spricht er; deshalb leuchtet Agni allen Himmelsrichtungen entlang hervor. 'Steh auf, sei hoch, steh aufrecht, sei fest, du' - so spricht er, zur Festigung. Das asurische, ungebrannte Gefäß macht er brüchig [?]; mit Ziegenmilch macht er es brüchig, zur Verortung bei den Göttern; denn dies, die Ziegenmilch, ist die höchste Milch; mit der höchsten Milch eben macht er es brüchig. Mit dem Yajus-Spruch macht er es brüchig, zur Trennung vom Bösen; mit den Versmaßen macht er es brüchig; denn diese Ukhā wird eben mit den Versmaßen zusammen gemacht; mit den Versmaßen eben macht er sie mit den Versmaßen brüchig. Er spricht: 'der Götter Gattinnen seid ihr, füllt sie'. [Rezitations-Zählmarke - und sechs.]
Wort für Wort
saptabhirdhūpayati
mit sieben Sprüchen beräuchert er
sapta
sieben
vai
nämlich
śīrṣaṇyāḥ
im Kopf befindliche
prāṇāḥ
Lebensatem-Kräfte
śira
das Haupt
etadyajñasya
dieses; des Opfers
yadukhā
das ist die Ukhā
śīrṣanneva
im Haupt eben
yajñasya
des Opfers
prāṇāndadhāti
die Lebensatem-Kräfte legt er hinein
tasmāthsapta
deshalb sind es sieben
śīrṣanprāṇā
im Kopf befindliche Lebensatem-Kräfte
aśva
das Ross
śakena
mit Mist [?]
dhūpayati
beräuchert er
prājāpatyo
gehört Prajāpati
vā
denn
aśvaḥ
das Ross
sayonitvāyāditistvetyāheyaṃ
zur Gleichursprünglichkeit; du bist Aditi [so spricht er]; diese
vā
denn
aditiradityaivādityāṃ
ist Aditi; eben in der Aditi
khanatyasyā
gräbt er; dieser
akrūraṅkārāya
zur Nichtverletzung
na
nicht
hi
denn
svaḥ
das Eigene
svaṃ
das Eigene
hinasti
verletzt
devānāṃ
der Götter
tvā
du bist
patnīrityāha
Gattinnen [so spricht er]
devānāṃ
der Götter
vā
denn
etāṃ
diese
patnayo'gre'kurvantābhirevaināṃ
Gattinnen haben zuerst bereitet; mit eben diesen sie
ekaviṃśatyā māṣaiḥ puruṣaśīrṣamacchaityamedhyā vai māṣā amedhyaṃ puruṣaśīrṣamamedhyairevāsyāmedhyaṃ niravadāya medhyaṃ kṛtvāharatyekaviṃśatirbhavantyekaviṃśo vai puruṣaḥ puruṣasyāptyai vyṛddhaṃ vā etatprāṇairamedhyaṃ yatpuruṣaśīrṣaṃ saptadhā vitṛṇṇāṃ valmīkavapāṃ prati ni dadhāti sapta vai śīrṣaṇyāḥ prāṇāḥ prāṇairevainathsamardhayati medhyatvāya yāvanto vai mṛtyubandhavasteṣāṃ yama ādhipatyaṃ parīyāya yamagāthābhiḥ pari gāyati yamādevainadvṛṅkte tisṛbhiḥ pari gāyati traya ime lokā ebhya evainallokebhyo vṛṅkte tasmādgāyate na deyaṃ gāthā hi tadvṛṅkte'gnibhyaḥ paśūnā labhate kāmā vā agnayaḥ kāmānevāva ruṃdhe yat paśūnnālabhetānavaruddhā asya paśavaḥ syuryat paryagnikṛtānuthsṛjedyajñaveśasaṃ kuryādyathsagg sthāpayedyātayāmāni śīrṣāṇi syuryatpaśūnālabhate tenaiva paśūnava ruṃdhe yatparyagnikṛtānuthsṛjati śīrṣṇāmayātayāmatvāya prājāpatyena sa2ṃ sthāpayati yajño vai prajāpatiryajña eva yajñaṃ prati ṣṭhāpayati prajāpatiḥ prajā asṛjata sa riricāno'manyata sa etā āprīrapaśyattābhirvai sa mukhata ātmānamāprīṇīta yadetā āpriyo bhavanti yajño vai prajāpatiryajñamevaitābhirmukhata ā prīṇātyaparimitachaṃdaso bhavantyaparimitaḥ prajāpatiḥ prajāpaterāptyā ūnātiriktā mithunāḥ prajātyai lomaśaṃ vai nāmaitacchaṃdaḥ prajāpateḥ paśavo lomaśāḥ paśūnevāva ruṃdhe sarvāṇi vā etā rūpāṇi sarvāṇi rūpāṇyagnau citye kriyante tasmādetā agneścityasya bhavantyekaviṃśatiṃ sāmidhenīranvāha rugvā ekaviṃśo rucameva gacchatyatho pratiṣṭhāmeva pratiṣṭhā hyekaviṃśaścaturviṃśatimanvāha caturviṃśatirardhamāsāḥ saṃvathsaraḥ saṃvathsaro'gnirvaiśvānaraḥ sākṣādeva vaiśvānaramava ruṃdhe parācīranvāha parāṅiva hi suvargo lokaḥ samāstvāgna ṛtavo vardhayantvityāha samābhirevāgniṃ vardhaya tyṛtubhiḥ saṃvathsaraṃ viśvā ā bhāhi pradiśaḥ pṛthivyā ityāha tasmādagniḥ sarvā diśo'nu vi bhāti pratyauhatāmaśvinā mṛtyumasmādityāha mṛtyumevāsmāda panudatyudvayaṃ tamasasparītyāha pāpmā vai tamaḥ pāpmānamevāsmādapa hantyaganma jyotiruttamamityāhāsau vā ādityo jyotiruttamamādityasyaiva sāyujyaṃ gacchati na saṃvathsarastiṣṭhati nāsya śrīstiṣṭhati yasyaitāḥ kriyante jyotiṣmatīmuttamāmanvāha jyotirevāsmā upariṣṭāddadhāti suvargasya lokasyānukhyātyai yāvantosya mukhataścityasya vardhayatyādityoṣṭāviṃśatiśca
Mit einundzwanzig Bohnen reibt er das tönerne Menschenhaupt ab; rein sind die Bohnen, unrein das Menschenhaupt; mit den reinen Bohnen eben nimmt er ihm das Unreine weg; nachdem er es rein gemacht hat, trägt er es herbei. Es werden einundzwanzig Bohnen; denn einundzwanzigfach ist der Mensch; zur Erlangung des Menschen. Fehlerhaft nämlich, den Lebensatem-Kräften nach, ist dieses unreine Menschenhaupt; siebenfach zerteilt legt er es dem Erdklumpen des Ameisenhügels entsprechend nieder; denn sieben sind die im Kopf befindlichen Lebensatem-Kräfte; mit den Lebensatem-Kräften eben lässt er es gedeihen, zur Reinheit. Soviele Todverwandte es gibt, über die hat Yama Herrschaft erlangt; mit den Yama-Liedern singt er ringsherum; von Yama eben löst er es damit ab. Mit drei Liedern singt er ringsherum; drei sind diese Welten; von diesen Welten eben löst er es. Deshalb wird gesungen - ein solches Lied soll man nicht einfach weggeben; denn ein Lied löst das ab. Von den Feuern erhält er die Opfertiere; denn die Feuer sind Wunsch; den Wunsch eben gewinnt er sich damit. Würde er keine Tiere darbringen, wären seine Tiere nicht gewonnen. Wenn er die um das Feuer geführten Tiere freilässt, dann tut er es; wenn er sie zur Opferung aufstellte, wären die Häupter der Opfertiere unbekömmlich [?]; wenn er Tiere darbringt, gewinnt er sich eben damit die Tiere; wenn er die um das Feuer geführten Tiere freilässt, geschieht dies zur Unverdorbenheit der Häupter; mit dem Prajāpati-Spruch setzt er sie fest. Das Opfer ist Prajāpati; das Opfer eben lässt das Opfer festen Halt finden. Prajāpati schuf die Geschöpfe; er, dabei übrig bleibend, dachte nach; er sah diese Āprī-Verse; mit ihnen befriedigte er sich selbst von Angesicht her; dass diese 'Āprīs' heißen, kommt daher. Das Opfer ist Prajāpati; das Opfer eben befriedigt er mit diesen von Angesicht her. Unbegrenzt an Versmaß sind sie; unbegrenzt ist Prajāpati; zur Erlangung Prajāpatis. Sie sind an Silben zu wenig oder zu viel, gepaart, zur Fortpflanzung. 'Lomaśa', haarig, heißt ja dieses Versmaß; Prajāpatis Tiere sind haarig; die Tiere eben gewinnt er sich damit. Alle diese Gestalten nämlich - alle Gestalten werden bei der Errichtung des Feueraltars vollzogen; deshalb gehören diese Āprī-Verse zur Errichtung des Feueraltars. Er spricht einundzwanzig Anfeuerungsverse; Glanz ist die Einundzwanzig; zum Glanz eben gelangt er, und auch zur Festigung, denn die Einundzwanzig ist Festigung. Er spricht vierundzwanzig; vierundzwanzig sind die Halbmonate; das Jahr ist es; das Jahr ist Agni Vaiśvānara; unmittelbar eben gewinnt er sich Vaiśvānara. Er spricht die 'abgewandten' Verse; denn abgewandt gleichsam ist die himmlische Welt. 'Die Jahreszeiten mögen dich, Agni, gleichmäßig stärken' - so spricht er; mit den gleichmäßigen Jahreszeiten eben stärkt er Agni, das Jahr hindurch. 'Leuchte allen Himmelsrichtungen der Erde entlang hervor' - so spricht er; deshalb leuchtet Agni allen Himmelsrichtungen entlang hervor. 'Die Aśvins mögen den Tod von uns forttreiben' - so spricht er; damit vertreibt er eben den Tod von ihm. 'Wir sind aus der Finsternis herausgekommen' - so spricht er; denn Übel ist die Finsternis; das Übel eben schlägt er damit von ihm fort. 'Wir sind zum höchsten Licht gelangt' - so spricht er; denn jener, die Sonne, ist das höchste Licht; er gelangt eben zur Vereinigung mit der Sonne. Nicht bleibt das Jahr stehen, nicht bleibt dessen Glanz stehen bei dem, für den dies vollzogen wird [?]. Er spricht den Vers von der Lichtreichen, der Höchsten; damit legt er ihm eben von oben her Licht hinein, zum Erblicken der himmlischen Welt. Soviel wie ihm von Angesicht des Feueraltars her zukommt, das lässt er wachsen, durch die Sonne. [Rezitations-Zählmarke - und achtundzwanzig.]
Wort für Wort
ekaviṃśatyā
mit einundzwanzig
māṣaiḥ
Bohnen
puruṣaśīrṣamacchaityamedhyā
reibt er das Menschenhaupt ab; rein
vai
nämlich
māṣā
sind die Bohnen
amedhyaṃ
unrein
puruṣaśīrṣamamedhyairevāsyāmedhyaṃ
das Menschenhaupt; mit den reinen eben ihm das Unreine
niravadāya
nachdem er weggenommen hat
medhyaṃ
rein
kṛtvāharatyekaviṃśatirbhavantyekaviṃśo
gemacht, trägt er es herbei; es werden einundzwanzig; einundzwanzigfach
vai
nämlich
puruṣaḥ
ist der Mensch
puruṣasyāptyai
zur Erlangung des Menschen
vyṛddhaṃ
fehlerhaft
vā
nämlich
etatprāṇairamedhyaṃ
dieses, den Lebensatem-Kräften nach, unreine
yatpuruṣaśīrṣaṃ
das Menschenhaupt
saptadhā
siebenfach
vitṛṇṇāṃ
zerteilt
valmīkavapāṃ
dem Erdklumpen des Ameisenhügels
prati
entsprechend
ni
nieder
dadhāti
legt er es
sapta
sieben
vai
nämlich
śīrṣaṇyāḥ
im Kopf befindliche
prāṇāḥ
Lebensatem-Kräfte
prāṇairevainathsamardhayati
mit den Lebensatem-Kräften eben lässt er es gedeihen
medhyatvāya
zur Reinheit
yāvanto
soviele
vai
nämlich
mṛtyubandhavasteṣāṃ
Todverwandte es gibt; über die
yama
Yama
ādhipatyaṃ
Herrschaft
parīyāya
hat erlangt
yamagāthābhiḥ
mit den Yama-Liedern
pari
ringsherum
gāyati
singt er
yamādevainadvṛṅkte
von Yama eben löst er es ab
tisṛbhiḥ
mit drei Liedern
pari
ringsherum
gāyati
singt er
traya
drei
ime
diese
lokā
Welten
ebhya
von diesen
evainallokebhyo
eben Welten
vṛṅkte
löst er es
tasmādgāyate
deshalb wird gesungen
na
nicht
deyaṃ
soll man weggeben
gāthā
ein Lied
hi
denn
tadvṛṅkte'gnibhyaḥ
löst das ab; von den Feuern
paśūnā
die Opfertiere
labhate
erhält er
kāmā
Wunsch
vā
denn
agnayaḥ
sind die Feuer
kāmānevāva
den Wunsch eben; sich
ruṃdhe
gewinnt er
yat
würde
paśūnnālabhetānavaruddhā
keine Tiere darbringen; nicht gewonnen
asya
seine
paśavaḥ
Tiere
syuryat
wären; wenn
paryagnikṛtānuthsṛjedyajñaveśasaṃ
die um das Feuer geführten er freilässt; das Opfergewand [?]
kuryādyathsagg
er machte; wenn so
sthāpayedyātayāmāni
aufstellte; unbekömmlich wären
śīrṣāṇi
die Häupter
syuryatpaśūnālabhate
wären; wenn er Tiere darbringt
tenaiva
damit eben
paśūnava
die Tiere; sich
ruṃdhe
gewinnt er
yatparyagnikṛtānuthsṛjati
wenn er die um das Feuer geführten freilässt
śīrṣṇāmayātayāmatvāya
zur Unverdorbenheit der Häupter
prājāpatyena
mit dem Prajāpati-Spruch
sa2ṃ
fest
sthāpayati
setzt er sie
yajño
das Opfer
vai
nämlich
prajāpatiryajña
ist Prajāpati; das Opfer
eva
eben
yajñaṃ
das Opfer
prati
Halt
ṣṭhāpayati
lässt finden
prajāpatiḥ
Prajāpati
prajā
die Geschöpfe
asṛjata
schuf
sa
er
riricāno'manyata
übrig bleibend dachte nach
sa
er
etā
diese
āprīrapaśyattābhirvai
Āprī-Verse sah er; mit ihnen nämlich
sa
er
mukhata
von Angesicht her
ātmānamāprīṇīta
befriedigte er sich selbst
yadetā
dass diese
āpriyo
'Āprīs'
bhavanti
heißen
yajño
das Opfer
vai
nämlich
prajāpatiryajñamevaitābhirmukhata
ist Prajāpati; das Opfer eben mit diesen von Angesicht her
ā
hin
prīṇātyaparimitachaṃdaso
befriedigt er; unbegrenzt an Versmaß
bhavantyaparimitaḥ
sind sie; unbegrenzt ist
prajāpatiḥ
Prajāpati
prajāpaterāptyā
zur Erlangung Prajāpatis
ūnātiriktā
zu wenig oder zu viel
mithunāḥ
gepaart
prajātyai
zur Fortpflanzung
lomaśaṃ
'Lomaśa' [haarig]
vai
ja
nāmaitacchaṃdaḥ
heißt dieses Versmaß
prajāpateḥ
Prajāpatis
paśavo
Tiere
lomaśāḥ
sind haarig
paśūnevāva
die Tiere eben; sich
ruṃdhe
gewinnt er
sarvāṇi
alle
vā
nämlich
etā
diese
rūpāṇi
Gestalten
sarvāṇi
alle
rūpāṇyagnau
Gestalten; beim Feueraltar
citye
bei der Errichtung
kriyante
werden vollzogen
tasmādetā
deshalb gehören diese
agneścityasya
zur Errichtung des Feueraltars
bhavantyekaviṃśatiṃ
[dazu]; einundzwanzig
sāmidhenīranvāha
Anfeuerungsverse spricht er
rugvā
Glanz nämlich
ekaviṃśo
ist die Einundzwanzig
rucameva
zum Glanz eben
gacchatyatho
gelangt er; und auch
pratiṣṭhāmeva
zur Festigung eben
pratiṣṭhā
Festigung
hyekaviṃśaścaturviṃśatimanvāha
denn die Einundzwanzig; vierundzwanzig spricht er
caturviṃśatirardhamāsāḥ
vierundzwanzig sind die Halbmonate
saṃvathsaraḥ
das Jahr
saṃvathsaro'gnirvaiśvānaraḥ
das Jahr ist Agni Vaiśvānara
sākṣādeva
unmittelbar eben
vaiśvānaramava
Vaiśvānara; sich
ruṃdhe
gewinnt er
parācīranvāha
die 'abgewandten' Verse spricht er
parāṅiva
abgewandt gleichsam
hi
denn
suvargo
die himmlische
lokaḥ
Welt ist
samāstvāgna
die Jahreszeiten dich, Agni
ṛtavo
die Jahreszeiten
vardhayantvityāha
mögen stärken [so spricht er]
samābhirevāgniṃ
mit den gleichmäßigen eben Agni
vardhaya
stärkt er
tyṛtubhiḥ
mit den Jahreszeiten
saṃvathsaraṃ
das Jahr hindurch
viśvā
allen
ā
hin
bhāhi
leuchte hervor
pradiśaḥ
den Himmelsrichtungen
pṛthivyā
der Erde
ityāha
so spricht er
tasmādagniḥ
deshalb Agni
sarvā
allen
diśo'nu
Himmelsrichtungen entlang
vi
hervor
bhāti
leuchtet
pratyauhatāmaśvinā
mögen forttreiben; die Aśvin
mṛtyumasmādityāha
den Tod von uns [so spricht er]
mṛtyumevāsmāda
den Tod eben von ihm
panudatyudvayaṃ
vertreibt er; wir sind heraus
tamasasparītyāha
aus der Finsternis [so spricht er]
pāpmā
Übel
vai
nämlich
tamaḥ
ist die Finsternis
pāpmānamevāsmādapa
das Übel eben von ihm hinweg
hantyaganma
schlägt er; wir sind gelangt
jyotiruttamamityāhāsau
zum höchsten Licht [so spricht er]; jener
vā
denn
ādityo
die Sonne
jyotiruttamamādityasyaiva
ist das höchste Licht; eben mit der Sonne
sāyujyaṃ
zur Vereinigung
gacchati
gelangt er
na
nicht
saṃvathsarastiṣṭhati
bleibt das Jahr stehen
nāsya
nicht dessen
śrīstiṣṭhati
Glanz bleibt stehen
yasyaitāḥ
bei dem dies
kriyante
vollzogen wird
jyotiṣmatīmuttamāmanvāha
von der Lichtreichen, der Höchsten spricht er
jyotirevāsmā
Licht eben ihm
upariṣṭāddadhāti
von oben her legt er hinein
suvargasya
der himmlischen
lokasyānukhyātyai
Welt zum Erblicken
yāvantosya
soviel wie ihm
mukhataścityasya
von Angesicht des Feueraltars her
vardhayatyādityoṣṭāviṃśatiśca
lässt er wachsen; durch die Sonne; achtundzwanzig und
Mit sechs Sprüchen weiht er die Ukhā; denn sechs sind die Jahreszeiten; mit den Jahreszeiten eben weiht er sie. Mit sieben Sprüchen weiht er sie; sieben sind die Versmaße; mit den Versmaßen eben weiht er sie. 'Alle Wesen des Gottes Lenkers' - mit der 'höchsten' Anuṣṭubh opfert er; denn Rede ist die Anuṣṭubh; deshalb ist von den Lebensatem-Kräften die Rede die höchste. Aus einer einzigen Silbe besteht das erste, unerlangte Wort; deshalb, was an der Rede unerlangt bleibt, davon leben die Menschen. Mit dem 'vollen' Spruch opfert er; denn voll gleichsam ist Prajāpati; zur Erlangung Prajāpatis. Mit dem 'unvollständigen' Spruch opfert er; denn aus dem Unvollständigen hat Prajāpati die Geschöpfe geschaffen; zur Erschaffung der Geschöpfe. Würde er den Spruch bei der Flamme abtrennen, gewönne er sich nur das Vergangene; würde er ihn bei der Glut abtrennen, trennt er beim Künftigen ab; das Künftige eben gewinnt er sich, denn das Künftige ist mehr als das Vergangene. Mit zwei Sprüchen trennt er ab; zweifüßig ist der Opferherr; zur Festigung. Denn diese, die Ukhā, ist mit heiliger Kraft, mit dem Yajus-Spruch zusammengetragen; würde sie zerbrechen, geriete der Adhvaryu ins Unheil, oder der Opferherr würde geschädigt, oder dessen Opfer vernichtet. 'Mitra, verbrenne diesen Topf' - so spricht er; denn heilige Kraft ist Mitra; mit der heiligen Kraft eben lässt er ihn festen Halt finden; so gerät der Adhvaryu nicht ins Unheil, der Opferherr wird nicht geschädigt, sein Opfer nicht vernichtet. Sollte sie zerbrechen, soll man sie mit eben diesen Scherben wieder zusammenfügen; dies eben ist dann die Sühnehandlung dafür. Wer an Glück eingebüßt hätte, dem soll man den Topf, zerrieben, wieder auflegen; denn dieser zerbrochene, zum Erdklumpen gewordene Topf geht in seine eigene Gottheit ein. Wer nach Gedeihen verlangen sollte, für den soll man erneuern, was zur Ukhā gehört; ihm eben würde das gehören; deshalb entsteht dies eben; dies heißt eben 'der Selbstentstandene'. Wen man sich als Rivalen für diesen Opferherrn wünschen sollte, dass er ihm geboren werde, für den soll man Erde von anderswoher herbeigebracht auf den Topf auflegen; damit erzeugt man ihm unmittelbar einen Rivalen. Wer nach Speise verlangen sollte, für den soll man Material vom Ambarīṣa-Kochtopf auflegen; denn im Ambarīṣa wird Speise verwahrt; mit gleichem Ursprung eben gewinnt er sich die Speise. Er legt Schilfrohrfasern auf; Kraft ist ja das Schilfrohr; Kraft eben legt er ihm damit hinein. Agni verbarg sich vor den Göttern; er ging in den Krumuka-Baum [?] ein; er legt Krumuka-Holz auf; eben das, was von ihm dort verborgen war, das gewinnt er sich eben damit. Er verbindet den Topf mit Ghee; denn dies, das Ghee, ist Agnis liebe Wohnstätte; mit der lieben Wohnstätte eben lässt er ihn gedeihen. Und zum Glanz legt er Vaikaṅkata-Holz auf; Glanz eben gewinnt er sich damit. Er legt Śamī-Holz auf, zur Besänftigung. 'Setz dich, du, in den Schoß dieser deiner Mutter' - mit drei Sprüchen tritt er zum Geborenen hin; drei sind diese Welten; eben in diesen Welten gelangt er zu diesem Feuer; und er legt sich damit eben die Lebensatem-Kräfte in sich selbst. Prajāpati möge zu seinem Eigenen gelangen, nämlich zu seiner eigenen Speise, durch den Glanz. [Rezitations-Zählmarke - und vierunddreißig.]
Wort für Wort
ṣaḍbhirdīkṣayati
mit sechs Sprüchen weiht er
ṣaḍvā
sechs nämlich
ṛtava
sind die Jahreszeiten
ṛtubhirevainaṃ
mit den Jahreszeiten eben sie
dīkṣayati
weiht er
saptabhirdīkṣayati
mit sieben Sprüchen weiht er
sapta
sieben
chandāṃsi
sind die Versmaße
chandobhirevainaṃ
mit den Versmaßen eben sie
dīkṣayati
weiht er
viśve
alle Wesen
devasya
des Gottes
neturityanuṣṭubhottamayā
Lenkers [so]; mit der höchsten Anuṣṭubh
juhoti
opfert er
vāgvā
Rede nämlich
anuṣṭuptasmātprāṇānāṃ
ist die Anuṣṭubh; deshalb von den Lebensatem-Kräften
vāguttamaikasmādakṣarādanāptaṃ
die Rede die höchste; aus einer einzigen Silbe unerlangte
prathamaṃ
das erste
padaṃ
Wort
tasmādyadvāco'nāptaṃ
deshalb, was an der Rede unerlangt
tanmanuṣyā
das die Menschen
upa
davon
jīvanti
leben
pūrṇayā
mit dem vollen Spruch
juhoti
opfert er
pūrṇa
voll
iva
gleichsam
hi
denn
prajāpatiḥ
ist Prajāpati
prajāpaterāptyai
zur Erlangung Prajāpatis
nyūnayā
mit dem unvollständigen Spruch
juhoti
opfert er
nyūnāddhi
aus dem Unvollständigen denn
prajāpatiḥ
Prajāpati
prajā
die Geschöpfe
asṛjata
hat geschaffen
prajānāṃ
der Geschöpfe
sṛṣṭyai
zur Erschaffung
yadarciṣi
würde er bei der Flamme
pravṛñjyādbhūtamava
abtrennen, das Vergangene sich
ruṃdhīta
gewönne er
yadaṅgāreṣu
würde er bei der Glut
bhaviṣyadaṅgāreṣu
beim Künftigen; bei der Glut
pra
ab
vṛṇakti
trennt er
bhaviṣyadevāva
das Künftige eben; sich
ruṃdhe
gewinnt er
bhaviṣyaddhi
denn das Künftige
bhūyo
mehr
bhūtāddvābhyāṃ
als das Vergangene; mit zwei Sprüchen
pra
ab
vṛṇakti
trennt er
dvipādyajamānaḥ
zweifüßig ist der Opferherr
pratiṣṭhityai
zur Festigung
brahmaṇā
mit heiliger Kraft
vā
denn
eṣā
diese Ukhā
yajuṣā
mit dem Yajus-Spruch
saṃbhṛtā
zusammengetragen
yadukhā
das ist die Ukhā
sā
sie
yadbhidyetārtimārcche
würde sie zerbrechen, geriete ins Unheil
dyajamāno
oder der Opferherr
hanyetāsya
würde geschädigt; dessen
yajño
Opfer
mitraitāmukhāṃ
Mitra, diesen Topf
tapetyāha
verbrenne [so spricht er]
brahma
heilige Kraft
vai
nämlich
mitro
ist Mitra
brahmannevaināṃ
mit der heiligen Kraft eben ihn
pratiṣṭhāpayati
lässt er festen Halt finden
nārtimārcchati
nicht gerät ins Unheil
yajamāno
der Opferherr
nāsya
nicht dessen
yajño
Opfer
hanyate
wird geschädigt
yadi
wenn
bhidyeta
sie zerbrechen sollte
taireva
mit eben diesen
kapālaiḥ
Scherben
saṃsṛjethsaiva
soll man zusammenfügen; dies eben
tataḥ
dann
prāyaścittiRyo
die Sühnehandlung; wer
gataśrīḥ
an Glück eingebüßt
syānmathitvā
hätte; zerrieben
tasyāva
dem soll man
dadhyādbhūto
auflegen; denn dieser zerbrochene
vā
denn
eṣa
dieser
sa
er
svāṃ
seine eigene
devatāmupaiti
Gottheit geht ein
yo
wer
bhūtikāmaḥ
nach Gedeihen verlangen sollte
syādya
wäre; für den
ukhāyai
was zur Ukhā gehört
saṃbhavethsa
soll man erneuern; ihm
eva
eben
tasya
dessen
syādato
würde das gehören; deshalb
hyeṣa
denn dies
saṃbhavatyeṣa
entsteht; dies
vai
eben
svayaṃbhūrnāma
'der Selbstentstandene' heißt
bhavatyeva
wird eben
yaṃ
wen
kāmayeta
man sich wünschen sollte
bhrātṛvyamasmai
als Rivalen für diesen
janayeyamityanyatastasyāhṛtyāva
dass er geboren werde [so]; von anderswoher für den herbeigebracht
dadhyāthsākṣādevāsmai
soll man auflegen; unmittelbar eben ihm
bhrātṛvyaṃ
einen Rivalen
janayatyaṃbarīṣādannakāmasyāva
erzeugt man; vom Ambarīṣa für den, der nach Speise verlangt
na ha sma vai purāgniraparaśuvṛkṇaṃ dahati tadasmai prayoga evarṣirasvadayadyadagne yāni kāni ceti samidhamā dadhātyaparaśuvṛkṇamevāsmai svadayati sarvamasmai svadate ya evaṃ vedauduṃbarīmā dadhātyūrgvā uduṃbara ūrjamevāsmā api dadhāti prajāpatiragnimasṛjata taṃ sṛṣṭaṃ rakṣāgsya jighāṃsanthsa etadrākṣoghnamapaśyattena vai sa rakṣāgsyapāhata yadrākṣoghnaṃ bhavatyagnereva tena jātādrakṣāgsyapa hantyāśvatthīmā dadhātyaśvattho vai vanaspatīnāṃ sapatnasāho vijityai vaikaṅkatīmā dadhāti bhā evāva ruṃdhe śamīmayīmā dadhāti śāntyai saṃśitaṃ me brahmodeṣāṃ bāhū atiramityuttame auduṃbarī vācayati brahmaṇaiva kṣatraṃ sa2ṃ śyati kṣatreṇa brahma tasmādbrāhmaṇo rājanyavānatyanyaṃ brāhmaṇaṃ tasmādrājanyo brāhmaṇavānatyanyaṃ rājanyaṃ mṛtyurvā eṣa yadagniramṛtaṃ hiraṇyaṃ rukmamantaraṃ prati muñcate'mṛtameva mṛtyorantardhatta ekaviṃśatinirbādho bhavatyekaviṃśatirvai devalokā dvādaśa māsāḥ pañcartavastraya ime lokā asāvāditya ekaviṃśa etāvanto vai devalokāstebhya eva bhrātṛvyamantareti nirbādhairvai devā asurānnirbādhe'kurvata tannirbādhānāṃ nirbādhatvaṃ nirbādhī bhavati bhrātṛvyāneva nirbādhe kurute sāvitriyā prati muñcate prasūtyai naktoṣāsetyuttarayāhorātrābhyāmevainamudyacchate devā agniṃ dhārayandraviṇodā ityāha prāṇā vai devā draviṇodā ahorātrābhyāmevainamudyatya prāṇairdādhārāsīnaḥ prati muñcate tasmādāsīnāḥ prajāḥ pra jāyante kṛṣṇājinamuttaraṃ tejo vai hiraṇyaṃ brahma kṛṣṇājinaṃ tejasā caivainaṃ brahmaṇā cobhayataḥ pari gṛhṇāti ṣaḍudyāmaṃ śikyaṃ bhavati ṣaḍvā ṛtava ṛtubhirevainamudyacchate yaddvādaśodyāmaṃ saṃvathsareṇaiva mauñjaṃ bhavatyūrgvai muñjā ūrjaivainaṃ samardhayati suparṇo'si garutmānityavekṣate rūpamevāsyaitanmahimānaṃ vyācaṣṭe divaṃ gaccha suvaḥ patetyāha suvargamevainaṃ lokaṃ gamayati rakṣāgsyauduṃbarī āditya udyatya saṃ caturviṃśatiśca
Vordem verbrannte Agni das mit dem Beil Gefällte nicht ohne Weiteres; dies machte ihm einst der Ṛṣi Prayoga [?] schmackhaft, indem er den Spruch 'Agni, was auch immer es sei' sprach - so sprechend legt er das Brennholz auf; damit macht er ihm eben das mit dem Beil Gefällte schmackhaft; alles wird ihm schmackhaft, der dies so weiß. Er legt Uḍumbara-Holz auf; denn Kraft ist der Uḍumbara-Baum; Kraft eben legt er ihm damit hinein. Prajāpati erschuf Agni; diesen erschaffenen wollten die bösen Geister töten; da sah er dieses 'Dämonentötende', rākṣoghna; damit eben schlug er die bösen Geister zurück. Dass es 'Dämonentötend' heißt, kommt daher, dass man damit eben die von Agni geborenen bösen Geister zurückschlägt. Er legt Aśvattha-Holz auf; denn der Aśvattha ist unter den Bäumen der Rivalenbezwinger; zum Sieg. Er legt Vaikaṅkata-Holz auf; Glanz eben gewinnt er sich damit. Er legt Śamī-Holz auf, zur Besänftigung. 'Geschärft ist mir die heilige Kraft; verlängert habe ich dieser Waffen Arme' - mit dem 'höchsten' Spruchteil lässt er das Uḍumbara-Holz sprechen [?]; mit der heiligen Kraft eben schärft er die Kriegermacht, mit der Kriegermacht die heilige Kraft; deshalb übertrifft der Priester, mit einem Adligen versehen, einen anderen Priester ohne solchen, und deshalb übertrifft der Adlige, mit einem Priester versehen, einen anderen Adligen ohne solchen. Denn dieser, Agni, ist der Tod; das Unsterbliche, das Gold, den Rukma-Schmuck legt er sich dazwischen um; eben das Unsterbliche legt er sich zwischen sich und den Tod. Er wird durch die Einundzwanzig unangreifbar; denn einundzwanzig sind die Götterwelten: zwölf Monate, fünf Jahreszeiten, diese drei Welten, jene Sonne als die einundzwanzigste - soviele sind eben die Götterwelten; von diesen eben hält er den Rivalen fern. Mit den unangreifbar machenden Sprüchen machten die Götter die Asuras unangreifbar; dass es zur 'Unangreifbarkeit' der Unangreifbar-Machenden kommt - unangreifbar wird der Opferer; die Rivalen eben hält er damit fern. Mit dem Sāvitrī-Spruch legt er den Schmuck um, zur Anregung. 'Nacht und Morgenröte' - mit dem zweiten Spruch hebt er ihn mit Tag und Nacht empor. 'Die Götter hielten Agni, den Reichtumgeber' - so spricht er; denn die Lebensatem-Kräfte sind die reichtumgebenden Götter; mit Tag und Nacht eben hebt er ihn empor und hält ihn mit den Lebensatem-Kräften; sitzend legt er ihn um; deshalb werden die Geschöpfe sitzend geboren. Das schwarze Antilopenfell darüber; denn Glanz ist das Gold, heilige Kraft das schwarze Fell; mit Glanz und mit heiliger Kraft eben umfasst er ihn von beiden Seiten. Sechsfach gehoben wird die Tragschlinge; denn sechs sind die Jahreszeiten; mit den Jahreszeiten eben hebt er ihn damit. Dass sie zwölffach gehoben wird - mit dem Jahr eben entspricht das. Aus Schilfrohr besteht sie; Kraft ist das Schilfrohr; mit Kraft eben lässt er ihn damit gedeihen. 'Du bist der Schönbeflügelte, Garutmant' - so betrachtet er ihn; damit beschreibt er eben dessen Gestalt und Größe. 'Geh zum Himmel, fliege zum Sonnenlicht' - so spricht er; damit lässt er ihn eben zur himmlischen Welt gelangen. Die bösen Geister werden zurückgeschlagen mit dem Uḍumbara-Holz; mit der Sonne emporgehoben. [Rezitations-Zählmarke - und vierundzwanzig.]
Wort für Wort
na
nicht
ha
wahrlich
sma
vordem
vai
nämlich
purāgniraparaśuvṛkṇaṃ
vordem Agni das mit dem Beil Gefällte
dahati
verbrannte
tadasmai
dies ihm
prayoga
Prayoga
evarṣirasvadayadyadagne
einst der Ṛṣi machte schmackhaft; als 'Agni'
yāni
was auch
kāni
immer
ceti
und so [spricht er]
samidhamā
das Brennholz
dadhātyaparaśuvṛkṇamevāsmai
legt er auf; das mit dem Beil Gefällte eben ihm
svadayati
macht er schmackhaft
sarvamasmai
alles ihm
svadate
wird schmackhaft
ya
der
evaṃ
so
vedauduṃbarīmā
weiß; Uḍumbara-Holz
dadhātyūrgvā
legt er auf; Kraft nämlich
uduṃbara
ist der Uḍumbara-Baum
ūrjamevāsmā
Kraft eben ihm
api
hinein
dadhāti
legt er
prajāpatiragnimasṛjata
Prajāpati erschuf Agni
taṃ
diesen
sṛṣṭaṃ
erschaffenen
rakṣāgsya
die bösen Geister
jighāṃsanthsa
wollten töten; er
etadrākṣoghnamapaśyattena
sah dieses Dämonentötende; damit
vai
eben
sa
er
rakṣāgsyapāhata
schlug die bösen Geister zurück
yadrākṣoghnaṃ
dass Dämonentötend
bhavatyagnereva
heißt; von Agni eben
tena
damit
jātādrakṣāgsyapa
die geborenen bösen Geister zurück
hantyāśvatthīmā
schlägt man; Aśvattha-Holz
dadhātyaśvattho
legt er auf; der Aśvattha
vai
nämlich
vanaspatīnāṃ
unter den Bäumen
sapatnasāho
der Rivalenbezwinger
vijityai
zum Sieg
vaikaṅkatīmā
Vaikaṅkata-Holz
dadhāti
legt er auf
bhā
Glanz
evāva
eben; sich
ruṃdhe
gewinnt er
śamīmayīmā
Śamī-Holz
dadhāti
legt er auf
śāntyai
zur Besänftigung
saṃśitaṃ
geschärft
me
mir
brahmodeṣāṃ
die heilige Kraft; verlängert habe ich dieser
bāhū
Arme
atiramityuttame
[so spricht er]; mit dem höchsten Spruchteil
auduṃbarī
das Uḍumbara-Holz
vācayati
lässt er sprechen
brahmaṇaiva
mit der heiligen Kraft eben
kṣatraṃ
die Kriegermacht
sa2ṃ
ver-
śyati
schärft er
kṣatreṇa
mit der Kriegermacht
brahma
die heilige Kraft
tasmādbrāhmaṇo
deshalb der Priester
rājanyavānatyanyaṃ
mit einem Adligen versehen übertrifft einen anderen
brāhmaṇaṃ
Priester
tasmādrājanyo
deshalb der Adlige
brāhmaṇavānatyanyaṃ
mit einem Priester versehen übertrifft einen anderen
rājanyaṃ
Adligen
mṛtyurvā
der Tod nämlich
eṣa
ist dieser
yadagniramṛtaṃ
das ist Agni; das Unsterbliche
hiraṇyaṃ
das Gold
rukmamantaraṃ
den Rukma-Schmuck dazwischen
prati
um
muñcate'mṛtameva
legt er sich; das Unsterbliche eben
mṛtyorantardhatta
zwischen sich und den Tod legt er
ekaviṃśatinirbādho
durch die Einundzwanzig unangreifbar
bhavatyekaviṃśatirvai
wird er; einundzwanzig nämlich
devalokā
sind die Götterwelten
dvādaśa
zwölf
māsāḥ
Monate
pañcartavastraya
fünf Jahreszeiten, drei
ime
diese
lokā
Welten
asāvāditya
jene Sonne
ekaviṃśa
als die einundzwanzigste
etāvanto
soviele
vai
nämlich
devalokāstebhya
sind die Götterwelten; von diesen
eva
eben
bhrātṛvyamantareti
hält er den Rivalen fern
nirbādhairvai
mit den unangreifbar machenden Sprüchen nämlich
devā
die Götter
asurānnirbādhe'kurvata
machten die Asuras unangreifbar
tannirbādhānāṃ
dass diese der Unangreifbar-Machenden
nirbādhatvaṃ
zur Unangreifbarkeit kommt
nirbādhī
unangreifbar
bhavati
wird er
bhrātṛvyāneva
die Rivalen eben
nirbādhe
fern
kurute
hält er
sāvitriyā
mit dem Sāvitrī-Spruch
prati
um
muñcate
legt er sich
prasūtyai
zur Anregung
naktoṣāsetyuttarayāhorātrābhyāmevainamudyacchate
'Nacht und Morgenröte' [so]; mit dem zweiten Spruch; mit Tag und Nacht eben hebt er ihn empor
Entzündet, dich salbend, den Dichtungen genehm wirkend [?], das Ghee, Agni, honigreich anschwellen lassend - als Kampfrenner den Kampfrenner, das Opferross, fahrend, Jātavedas, bring die Götter zu ihrer lieben Versammlungsstätte. || Mit Ghee salbend, die gottgängigen Wege kennend, kundig, möge das kampfstarke Opferross zu den Göttern gelangen; dir, o Renner, mögen die sieben Himmelsrichtungen folgen; gib diesem Opferherrn die Eigenkraft. || Anzurufen bist du und zu preisen, o Kampfrenner, schnell bist du und opferwürdig, du Renner; Agni, mit dir einträchtig, zusammen mit den Vasu-Göttern, möge, erfreut, dich, den Wagenträger, führen, Jātavedas. || Die ausgebreitete Opferstreu, die gutgebreitete, gern annehmend, weit und breit sich zuerst ausdehnend auf der Erde - mit den Göttern verbunden, möge Aditi, einträchtig, sie behaglich machend, uns auf gutem Wege halten. || Diese eure holdseligen, allgestaltigen Opfertüren, sich mit ihren Flügeln nach oben ausbreitend, hochragende, wahrhaftige, sich mit ihren Torflügeln schmückende - die göttlichen Türen mögen gut zugänglich sein. || Zwischen euch beiden, Mitra und Varuṇa, wandelnd, dem Antlitz der Opfer zugewandt, einig - euch beide, Nacht und Morgenröte, ihr goldschönen, kunstvoll geschmückten, setze ich hier im Schoß der Wahrheitsordnung nieder. || Die ersten, mit euch auf gleichem Wagen fahrend, schönfarbig, ihr beide Götter, alle Welten überschauend - euch, die Antreiber, bemessend, ihr beiden Hotṛ-Priester, das Licht in die rechte Richtung weisend. || Mit den Ādityas möge Bhāratī unser Opfer begehren; Sarasvatī, zusammen mit den Rudras, möge uns beistehen; Iḍā, herbeigerufen, einträchtig mit den Vasus - ihr Göttinnen, legt unser Opfer unter die Unsterblichen. || Tvaṣṭṛ erzeugte den gottbegierigen Helden; von Tvaṣṭṛ wird der Renner geboren, das schnelle Ross; Tvaṣṭṛ erzeugte diese ganze Welt; verehre hier, Hotṛ, den Schöpfer der Fülle [?]. || Das Ross, mit Ghee an seinem eigenen Leib gesalbt, möge zu den Göttern, jahreszeitgemäß, auf dem rechten Pfad gelangen; der Baumherr, das Opferholz, die Götterwelt kennend, möge mit Agni die schmackhaft gemachten Opfergaben hintragen. [Rezitations-Zählmarke: Agni dich, beide, das Ross - und zweiundvierzig.]