Dieser Agni hier ist ja ein aufgehobenes Opfer; was wird denn dafür getan, oder was nicht? Denn wenn das Opfer, während es vollzogen wird, [einen Mangel erleidet], verfault es gleichsam. Er legt die Aśvinī-Ziegel hin, denn die Aśvin sind ja die Ärzte der Götter, und mit ihnen eben bereitet er ihm ein Heilmittel. Er legt fünf hin, denn fünfteilig ist das Opfer, so weit es reicht; dafür bereitet er das Heilmittel.
Er legt die Jahreszeiten-Ziegel hin, zur Gestaltung der Jahreszeiten. Er legt fünf hin, denn fünf sind die Jahreszeiten, so viele es gibt, und die gestaltet er. Sie haben gleichen Anfang, gleiches Ende, deshalb sind die Jahreszeiten gleichartig; nur durch ein einziges Merkmal unterscheiden sie sich, deshalb unterscheiden sich die Jahreszeiten voneinander.
Er legt die Lebensatem-Tragenden hin; eben in die Jahreszeiten legt er die Lebensatmen, deshalb altern die Jahreszeiten, obwohl gleichartig, nicht, sondern erzeugen sich immer wieder neu. Dieser Ziegel ist ja Vāyu, nämlich der, der Lebensatem heißt; weil man, nachdem man die Jahreszeiten-Ziegel hingelegt hat, die Lebensatem-Tragenden hinlegt, deshalb umkreist Vāyu alle Jahreszeiten hindurch.
Er legt die Regen-gewinnenden hin; damit sichert er sich eben den Regen. Würde man sie einheitlich hinlegen, würde nur eine Jahreszeit regnen; er lässt sie ohne Wiederholung sich niedersetzen, deshalb regnet es in allen Jahreszeiten. Dass man, nachdem man die Lebensatem-Tragenden hingelegt hat, die Regen-gewinnenden hinlegt, deshalb entweicht der von Vāyu bewegte Regen des Himmels.
Das Vieh ist ja „gleichaltrig“ [vayasya], von verschiedenem Sinn; verschiedene Gewohnheiten hat ja das Vieh, und nur durch das Wasser sind sie gleichgesinnt. Wen er sich wünschen mag: „er möge viehlos werden“ – für den soll er, nachdem er die Vayasyā-Ziegel hingelegt hat, die Apasyā hinlegen; Uneinigkeit eben bereitet er ihm dadurch mit dem Vieh, und viehlos eben wird, wen man sich so wünscht. Wen er sich wünschen mag: „er möge Vieh besitzen“ – für den soll er, nachdem er die Apasyā hingelegt hat, die Vayasyā hinlegen; Einigkeit eben bereitet er ihm dadurch mit dem Vieh, und viehbesitzend eben wird, wen man sich so wünscht.
Vier legt er im Osten hin; deshalb gibt es vier Gestalten des Auges: zwei weiße, zwei schwarze. Sie haben Köpfe, deshalb ist im Osten der Kopf. Fünf legt er auf die rechte Hüfte, fünf auf die linke; deshalb ist hinten größer, vorn geneigt das Tier.
„Der Ziegenbock ist meine Kraft“ – so spricht er, während er ihn auf die rechte Schulter legt. „Der Widder ist meine Kraft“ – so spricht er; auf die linke Schulter setzt er beide entsprechend dagegen. „Der Tiger ist meine Kraft“ – so spricht er, während er ihn auf den rechten Flügel legt. „Der Löwe ist meine Kraft“ – so spricht er, auf den linken Flügel; eben beiden Flügeln legt er damit Kraft bei. „Der Mensch ist meine Kraft“ – so spricht er, in die Mitte; deshalb ist der Mensch der Oberherr des Viehs.
Nachdem er nach der Gestaltung die Lebensatem-Tragenden, die Gleichgesinnten, hingelegt hat: „auf dem Schwarzen ist der Mensch meine Kraft“. Und fünf [Wörter].
Wort für Wort
uthsannayajño
ein aufgehobenes Opfer [ist]
vā
ja
eṣa
dieser
yadagniḥ
nämlich Agni
kiṃ
was
vāhaitasya
wird denn dafür
kriyate
getan
kiṃ
was
vā
oder
na
nicht
yadvai
denn wenn
yajñasya
des Opfers
kriyamāṇasyāntaryanti
während es vollzogen wird, [einen Mangel erleidet]
pūyati
verfault
vā
gleichsam
asya
es
tadāśvinīrupa
die Aśvinī-Ziegel dazu
dadhātyaśvinau
legt er hin; die Aśvin
vai
ja
devānāṃ
der Götter
bhiṣajau
[sind] die Ärzte
tābhyāmevāsmai
mit ihnen eben ihm
bheṣajaṃ
ein Heilmittel
karoti
bereitet er
pañcopa
fünf hin-
dadhāti
-legt er
pāṅkto
fünfteilig [ist]
yajño
das Opfer
yāvāneva
so weit eben
yajñastasmai
das Opfer [reicht]; dafür
bheṣajaṃ
das Heilmittel
karotyṛtavyā
bereitet er; die Jahreszeiten-Ziegel
upa
hin-
dadhātyṛtūnāṃ
-legt er; der Jahreszeiten
klṛptyai
zur Gestaltung
pañcopa
fünf hin-
dadhāti
-legt er
pañca
fünf
vā
ja
ṛtavo
[sind] die Jahreszeiten
yāvanta
so viele
evartavastānkalpayati
Jahreszeiten es eben gibt, die gestaltet er
samānaprabhṛtayo
gleichen Anfang
bhavanti
haben sie
samānodarkāstasmāthsamānā
gleiches Ende; deshalb gleichartig
ṛtava
[sind] die Jahreszeiten
ekena
durch ein einziges
padena
Merkmal
vyāvartante
unterscheiden sie sich
tasmādṛtavo
deshalb die Jahreszeiten
vyāvartante
unterscheiden sich voneinander
prāṇabhṛta
die Lebensatem-Tragenden
upa
hin-
dadhātyṛtuṣveva
-legt er; in die Jahreszeiten eben
prāṇāndadhāti
die Lebensatmen legt er
tasmāthsamānāḥ
deshalb gleichartig
santa
obwohl seiend
ṛtavo
die Jahreszeiten
na
nicht
jīryantyatho
altern sie; auch
pra
immer wieder neu
janayatyevaināneṣa
erzeugen sie sich eben; dieser
vai
ja
vāyuryatprāṇo
[ist] Vāyu, nämlich der Lebensatem
yadṛtavyā
weil die Jahreszeiten-Ziegel
upadhāya
nachdem man hingelegt hat
prāṇabhṛta
die Lebensatem-Tragenden
upadadhāti
hinlegt
tasmāthsarvānṛtūnanu
deshalb alle Jahreszeiten hindurch
vāyurā
Vāyu
varīvarti
umkreist
vṛṣṭisanīrupa
die Regen-gewinnenden hin-
dadhāti
-legt er
vṛṣṭimevāva
den Regen eben ab-
ruṃdhe
-sichert er sich
yadekadhopadadhyādekamṛtuṃ
würde man sie einheitlich hinlegen; eine Jahreszeit
varṣedanuparihāraṃ
würde regnen; ohne Wiederholung
sādayati
lässt er sich niedersetzen
tasmāthsarvānṛtūn,
deshalb in allen Jahreszeiten
varṣati
regnet es
yatprāṇabhṛta
dass die Lebensatem-Tragenden
upadhāya
nachdem man hingelegt hat
vṛṣṭisanīrupadadhāti
die Regen-gewinnenden hinlegt
tasmādvāyupracyutā
deshalb der von Vāyu bewegte
divo
des Himmels
vṛṣṭirīrte
Regen entweicht
paśavo
das Vieh
vai
ja
vayasyā
[ist] 'gleichaltrig'
nānāmanasaḥ
von verschiedenem Sinn
khalu
ja
vai
ja
paśavo
das Vieh
nānā
verschiedene
vratāste'pa
Gewohnheiten hat es; nur durch das Wasser
evābhi
eben
samanaso
gleichgesinnt [sind sie]
yaṃ
wen
kāmayetāpaśuḥ
er sich wünschen mag: 'viehlos'
syāditi
möge er sein - so
vayasyāstasyopadhāyāpasyā
die Vayasyā-Ziegel; für den, nachdem er hingelegt hat, die Apasyā
upa
hin-
dadhyādasaṃjñānamevāsmai
-legen soll er; Uneinigkeit eben ihm
paśubhiḥ
mit dem Vieh
karotyapaśureva
bereitet er; viehlos eben
bhavati
wird
yaṃ
wen
kāmayeta
er sich wünschen mag
paśumānthsyādityapasyāstasyopadhāya
'Vieh besitzend möge er sein' - so; die Apasyā; für den, nachdem er hingelegt hat
„Indra-Agni, die beiden Unerschütterlichen“ – so spricht er, während er die selbstentstandene Ziegel hinlegt. Durch Indra und Agni nämlich sind diese beiden Welten gestützt, zur Stützung dieser beiden Welten. Ungestützt gleichsam ist ja diese mittlere Schicht; wie die Luftregion gleichsam ist eben dieses „Indra-Agni“, was er dazu spricht. Indra und Agni sind ja die Kraftträger der Götter, und mit Kraft eben schichtet er sie in der Luftregion auf, zur Stützung.
Er legt die selbstentstandene hin, denn die Luftregion ist ja die selbstentstandene, eben diese legt er hin. Er lässt ein Pferd daran riechen und legt ihr damit eben Atem bei. Auch ist das Pferd ja zu Prajāpati gehörig; eben durch Prajāpati schichtet er so Agni auf. Sie wird zur selbstentstandenen, zur Freisetzung der Lebensatmen; auch zur Erkenntnis der Himmelswelt.
Als die Himmelsrichtungen sich versammelten, während die Götter zur Himmelswelt gingen, da erblickten sie diese Diśya-Ziegel und legten sie hin; damit eben festigten sie die Himmelsrichtungen. Dass man die Diśya hinlegt, dient zur Stützung der Himmelsrichtungen.
Zehn Lebensatem-Tragende legt er im Osten hin, denn neun sind im Menschen die Lebensatmen, der Nabel der zehnte; eben die Lebensatmen legt er im Osten hin, deshalb sind im Osten die Lebensatmen. Die mit Licht versehene, die höchste, legt er hin; deshalb ist unter den Lebensatmen die Rede das höchste Licht.
Zehn legt er hin, denn zehnsilbig ist Virāj, und Virāj ist das Licht der Metren; eben das Licht legt er im Osten hin, deshalb verehren wir im Osten das Licht.
Die Metren wetteiferten beim Vieh; unter ihnen siegte Bṛhatī, deshalb heißt das Vieh „zu Bṛhatī gehörig“. „Nicht uns das Metrum“ – so spricht er, während er im Süden hinlegt; deshalb sind die Monate im Süden umschlossen. „Die Erde ist das Metrum“ – so heißt es hinten, zur Festigung. „Agni ist die Gottheit“ – so spricht er im Norden; Kraft ist ja Agni, und eben Kraft legt er im Norden hin, deshalb siegt, wer nach Norden vorrückt.
Sechsunddreißig kommen zusammen, denn sechsunddreißigsilbig ist Bṛhatī, und zu Bṛhatī gehört das Vieh; mit Bṛhatī eben sichert er sich das Vieh. Bṛhatī erlangte unter den Metren die Selbstherrschaft; für wen diese Ziegel hingelegt werden, der gelangt zur Selbstherrschaft.
Sieben Vālakhilya-Ziegel legt er im Osten hin, sieben im Westen, denn sieben sind die im Kopf befindlichen Lebensatmen, zwei die abwärts gerichteten; zur Krafttüchtigkeit der Lebensatmen. „Du bist das Haupt, o Herrscherin“ – so spricht er im Osten. „Die Lenkerin, o Herrscherin“ – so spricht er im Westen; damit eben verleiht er ihm die Lebensatmen zusammengehörig.
Zum Pferd hin, im Osten, bei den Bṛhatī-zugehörigen. Und vierunddreißig [Wörter].
Wort für Wort
indrāgnī
'Indra-Agni'
avyathamānāmiti
'die beiden Unerschütterlichen' - so [spricht er]
svayamātṛṇṇāmupa
die selbstentstandene [Ziegel] hin-
dadhātīndrāgnibhyāṃ
-legt er; durch Indra und Agni
vā
nämlich
imau
diese
lokau
beiden Welten
vidhṛtāvanayorlokayorvidhṛtyā
sind gestützt; zur Stützung dieser beiden Welten
adhṛteva
ungestützt gleichsam
vā
ja
eṣā
diese
yanmadhyamā
nämlich die mittlere
citirantarikṣamiva
Schicht [ist]; wie die Luftregion gleichsam
vā
ja
eṣendrāgnī
[ist] dieses 'Indra-Agni'
ityāhendrāgnī
was er spricht; Indra und Agni
vai
ja
devānāmojobhṛtāvojasaivaināmantarikṣe
[sind] die Kraftträger der Götter; mit Kraft eben sie in der Luftregion
cinute
schichtet er auf
dhṛtyai
zur Stützung
svayamātṛṇṇāmupa
die selbstentstandene hin-
dadhātyantarikṣaṃ
-legt er; die Luftregion
vai
ja
svayamātṛṇṇāntarikṣamevopa
[ist] die selbstentstandene; eben die Luftregion hin-
dhatte'śvamupa
-legt er; ein Pferd dazu
ghrāpayati
lässt er riechen
prāṇamevāsyāṃ
den Atem eben ihr
dadhātyatho
legt er bei; auch
prājāpatyo
[ist] zu Prajāpati gehörig
vā
ja
aśvaḥ
das Pferd
prajāpatinaivāgniṃ
durch Prajāpati eben Agni
cinute
schichtet er auf
svayamātṛṇṇā
zur selbstentstandenen
bhavati
wird sie
prāṇānāmuthsṛṣṭyā
zur Freisetzung der Lebensatmen
atho
auch
suvargasya
der Himmelswelt
lokasyānukhyātyai
zur Erkenntnis
devānāṃ
der Götter
vai
ja
suvargaṃ
zur Himmelswelt
lokaṃ
Welt
yatāṃ
während sie gingen
diśaḥ
die Himmelsrichtungen
samavlīyanta
versammelten sich
ta
sie
etā
diese
diśyā
Diśya-Ziegel
apaśyantā
erblickten sie; die
upādadhata
legten sie hin
tābhirvai
damit ja
te
sie
diśo'dṛṃhan
die Himmelsrichtungen festigten sie
yaddiśyā
dass man die Diśya
upadadhāti
hinlegt
diśāṃ
der Himmelsrichtungen
vidhṛtyai
dient zur Stützung
daśa
zehn
prāṇabhṛtaḥ
Lebensatem-Tragende
purastādupa
im Osten hin-
dadhāti
-legt er
nava
neun
vai
ja
puruṣe
im Menschen
prāṇā
[sind] die Lebensatmen
nābhirdaśamī
der Nabel der zehnte
prāṇāneva
die Lebensatmen eben
purastāddhatte
im Osten legt er
tasmātpurastātprāṇā
deshalb im Osten die Lebensatmen
jyotiṣmatīmuttamāmupa
die mit Licht versehene, die höchste, hin-
dadhāti
-legt er
tasmātprāṇānāṃ
deshalb unter den Lebensatmen
vāgjyotiruttamā
die Rede [ist] das höchste Licht
daśopa
zehn hin-
dadhāti
-legt er
daśākṣarā
zehnsilbig [ist]
virāḍvirāṭchaṃdasāṃ
Virāj; Virāj [ist] der Metren
jyotirjyotireva
das Licht; das Licht eben
purastāddhatte
im Osten legt er
tasmātpurastājjyotirupāsmahe
deshalb im Osten verehren wir das Licht
chandāṃsi
die Metren
paśuṣvājimayustān
wetteiferten beim Vieh; unter ihnen
bṛhatyudajayat
siegte Bṛhatī
tasmādbārhatāḥ
deshalb 'zu Bṛhatī gehörig'
paśava
das Vieh
ucyante
heißt
mā
'nicht uns'
chaṃda
'das Metrum'
iti
so [spricht er]
dakṣiṇata
im Süden
upa
hin-
dadhāti
-legt er
tasmāddakṣiṇāvṛto
deshalb im Süden umschlossen
māsāḥ
die Monate
pṛthivī
'die Erde'
chaṃda
'[ist] das Metrum'
iti
so [heißt es]
paścātpratiṣṭhityā
hinten, zur Festigung
agnirdevatetyuttarata
'Agni [ist] die Gottheit' - so [spricht er]; im Norden
devā vai yadyajñe'kurvata tadasurā akurvata te devā etā akṣṇayāstomīyā apaśyantā anyathānūcyānyathopādadhata tadasurā nānvavāyantato devā abhavanparāsurā yadakṣṇayāstomīyā anyathānūcyānyathopadadhāti bhrātṛvyābhibhūtyai bhavatyātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavatyāśustrivṛditi purastādupa dadhāti yajñamukhaṃ vai trivṛ dyajñamukhameva purastādvi yātayati vyoma saptadaśa iti dakṣiṇato'nnaṃ vai vyomānnaṃ saptadaśo'nnameva dakṣiṇato dhatte tasmāddakṣiṇenānnamadyate dharuṇa ekaviṃśa iti paścātpratiṣṭhā vā ekaviṃśaḥ pratiṣṭhityai bhāntaḥ pañcadaśa ityuttarata ojo vai bhānta ojaḥ pañcadaśa oja evottarato dhatte tasmāduttarato'bhiprayāyī jayati pratūrtiraṣṭādaśa iti purastā dupa dadhāti dvau trivṛtāvabhipūrvaṃ yajñamukhe vi yātayatyabhivartaḥ saviṃśa iti dakṣiṇato'nnaṃ vā abhivarto'nnaṃ saviṃśo'nnameva dakṣiṇato dhatte tasmāddakṣiṇenānnamadyate varco dvāviṃśa iti paścādyadviṃśatirdve tena virājau yaddve pratiṣṭhā tena virājorevābhipūrvamannādye prati tiṣṭhati tapo navadaśa ityuttaratastasmāthsavyo hastayostapasvitaro yoniścaturviṃśa iti purastādupa dadhāti caturviṃśatyakṣarā gāyatrī gāyatrī yajñamukhaṃ yajñamukhameva purastādvi yātayati garbhāḥ pañcaviṃśa iti dakṣiṇato'nnaṃ vai garbhā annaṃ pañcaviṃśonnameva dakṣiṇato dhatte tasmāddakṣiṇenānnamadyata ojastriṇava iti paścādime vai lokāstriṇava eṣveva lokeṣu prati tiṣṭhati saṃ bharaṇastrayoviṃśa i tyuttaratastasmāthsavyo hastayoḥ saṃ bhāryataraḥ kraturekatriṃśa iti purastādupa dadhāti vāgvai kraturyajñamukhaṃ vāgyajñamukhameva purastādvi yātayati bradhnasya viṣṭapaṃ catustriṃśa iti dakṣiṇato'sau vā ādityo bradhnasya viṣṭapaṃ brahmavarcasameva dakṣiṇato dhatte tasmāddakṣiṇo'rdho brahmavarcasitaraḥ pratiṣṭhā trayastriṃśa iti paścātpratiṣṭhityai nākaḥ ṣaṭtriṃśa ityuttarataḥ suvargo vai loko nākaḥ suvargasya lokasya samaṣṭyai vai trivṛditi purastāthsavyastrayoviṃśa iti suvargo vai paṃca ca
Was die Götter beim Opfer taten, das taten auch die Asuras. Da erblickten die Götter diese Akṣṇayā-stomīya-Ziegel; sie sprachen sie auf eine Weise, legten sie auf eine andere Weise hin, und das machten die Asuras nicht nach. Da wurden die Götter obenauf, die Asuras unterlagen. Dass man die Akṣṇayā-stomīya anders spricht und anders hinlegt, dient zur Überwältigung des Rivalen; von selbst wird sein Rivale zunichte.
„Der Schnelle ist das Dreifache“ – so spricht er, während er im Osten hinlegt; das Antlitz des Opfers ist ja das Dreifache, und eben das Antlitz des Opfers lässt er im Osten walten.
„Der Weltraum ist das Siebzehnfache“ – so spricht er im Süden; Speise ist ja der Weltraum, und Speise das Siebzehnfache; eben Speise legt er im Süden hin, deshalb wird im Süden Speise gegessen.
„Der Träger ist das Einundzwanzigfache“ – so spricht er im Westen; feste Stütze ist ja das Einundzwanzigfache, zur Festigung.
„Die Leuchtenden sind das Fünfzehnfache“ – so spricht er im Norden; Kraft ist ja das Leuchtende, und Kraft das Fünfzehnfache; eben Kraft legt er im Norden hin, deshalb siegt, wer nach Norden vorrückt.
„Der Vordringliche ist das Achtzehnfache“ – so spricht er, während er im Osten hinlegt; zweimal das Dreifache lässt er, eins dem anderen vorausgehend, im Antlitz des Opfers walten.
„Der Überwältiger ist das Zwanzigfache“ – so spricht er im Süden; Speise ist ja der Überwältiger, und Speise das Zwanzigfache; eben Speise legt er im Süden hin, deshalb wird im Süden Speise gegessen.
„Der Glanz ist das Zweiundzwanzigfache“ – so spricht er im Westen: dass es zweimal zehn und zwei gibt, damit sind es zwei Virāj; dass es zwei gibt, ist feste Stütze; durch die beiden Virāj eben, eins dem anderen vorausgehend, findet er in der Speise festen Stand.
„Die Askese ist das Neunzehnfache“ – so spricht er im Norden; deshalb ist die linke Hand von den beiden Händen die askesereichere.
„Der Ursprung ist das Vierundzwanzigfache“ – so spricht er, während er im Osten hinlegt; vierundzwanzigsilbig ist Gāyatrī, und Gāyatrī ist das Antlitz des Opfers; eben das Antlitz des Opfers lässt er im Osten walten.
„Die Keime sind das Fünfundzwanzigfache“ – so spricht er im Süden; Speise sind ja die Keime, und Speise das Fünfundzwanzigfache; eben Speise legt er im Süden hin, deshalb wird im Süden Speise gegessen.
„Die Kraft ist das Dreimalneunfache“ – so spricht er im Westen; diese Welten hier sind ja das Dreimalneunfache; eben in diesen Welten findet er festen Stand.
„Das Zusammentragen ist das Dreiundzwanzigfache“ – so spricht er im Norden; deshalb ist die linke Hand von den beiden Händen die tragfähigere.
„Der Wille ist das Einunddreißigfache“ – so spricht er, während er im Osten hinlegt; Rede ist ja der Wille, und Rede das Antlitz des Opfers; eben die Rede, das Antlitz des Opfers, lässt er im Osten walten.
„Die Stätte des Bradhna ist das Vierunddreißigfache“ – so spricht er im Süden; jener Āditya ist ja die Stätte des Bradhna, und priesterlicher Glanz; eben priesterlichen Glanz legt er im Süden hin, deshalb ist die südliche Körperhälfte glanzreicher.
„Die feste Stütze ist das Dreiunddreißigfache“ – so spricht er im Westen, zur Festigung.
„Das Firmament ist das Sechsunddreißigfache“ – so spricht er im Norden; die Himmelswelt ist ja das Firmament; zur Vollständigkeit der Himmelswelt.
„Das Dreifache“ – so spricht er im Osten, links; „das Dreiundzwanzigfache“ – so spricht er; eben die Himmelswelt. Und fünf [Wörter].
Wort für Wort
devā
die Götter
vai
ja
yadyajñe'kurvata
was sie beim Opfer taten
tadasurā
das die Asuras
akurvata
taten
te
diese
devā
Götter
etā
diese
akṣṇayāstomīyā
Akṣṇayā-stomīya-Ziegel
apaśyantā
erblickten sie; die
anyathānūcyānyathopādadhata
auf eine Weise sprachen sie, auf eine andere Weise legten sie hin
tadasurā
das die Asuras
nānvavāyantato
machten nicht nach; da
devā
die Götter
abhavanparāsurā
wurden obenauf; die Asuras unterlagen
yadakṣṇayāstomīyā
dass man die Akṣṇayā-stomīya
anyathānūcyānyathopadadhāti
auf eine Weise spricht und auf eine andere hinlegt
bhrātṛvyābhibhūtyai
dient zur Überwältigung des Rivalen
bhavatyātmanā
geschieht das; von selbst
parāsya
wird sein
bhrātṛvyo
Rivale
bhavatyāśustrivṛditi
zunichte; 'der Schnelle [ist] das Dreifache' - so [spricht er]
purastādupa
im Osten hin-
dadhāti
-legt er
yajñamukhaṃ
das Antlitz des Opfers
vai
ja
trivṛ
[ist] das Dreifache
dyajñamukhameva
eben das Antlitz des Opfers
purastādvi
im Osten
yātayati
lässt er walten
vyoma
'der Weltraum'
saptadaśa
[ist] das Siebzehnfache
iti
so [spricht er]
dakṣiṇato'nnaṃ
im Süden; Speise
vai
ja
vyomānnaṃ
[ist] der Weltraum; Speise
saptadaśo'nnameva
[ist] das Siebzehnfache; eben Speise
dakṣiṇato
im Süden
dhatte
legt er hin
tasmāddakṣiṇenānnamadyate
deshalb wird im Süden Speise gegessen
dharuṇa
'der Träger'
ekaviṃśa
[ist] das Einundzwanzigfache
iti
so [spricht er]
paścātpratiṣṭhā
im Westen; feste Stütze
vā
ja
ekaviṃśaḥ
[ist] das Einundzwanzigfache
pratiṣṭhityai
zur Festigung
bhāntaḥ
'die Leuchtenden'
pañcadaśa
[sind] das Fünfzehnfache
ityuttarata
so [spricht er]; im Norden
ojo
Kraft
vai
ja
bhānta
[ist] das Leuchtende
ojaḥ
Kraft
pañcadaśa
[ist] das Fünfzehnfache
oja
Kraft
evottarato
eben im Norden
dhatte
legt er hin
tasmāduttarato'bhiprayāyī
deshalb, wer nach Norden vorrückt,
jayati
siegt
pratūrtiraṣṭādaśa
'der Vordringliche [ist] das Achtzehnfache'
iti
so [spricht er]
purastā
im Osten
dupa
hin-
dadhāti
-legt er
dvau
zweimal
trivṛtāvabhipūrvaṃ
das Dreifache, eins dem anderen vorausgehend
yajñamukhe
im Antlitz des Opfers
vi
walten
yātayatyabhivartaḥ
lässt er; 'der Überwältiger'
saviṃśa
[ist] das Zwanzigfache
iti
so [spricht er]
dakṣiṇato'nnaṃ
im Süden; Speise
vā
ja
abhivarto'nnaṃ
[ist] der Überwältiger; Speise
saviṃśo'nnameva
[ist] das Zwanzigfache; eben Speise
dakṣiṇato
im Süden
dhatte
legt er hin
tasmāddakṣiṇenānnamadyate
deshalb wird im Süden Speise gegessen
varco
'der Glanz'
dvāviṃśa
[ist] das Zweiundzwanzigfache
iti
so [spricht er]
paścādyadviṃśatirdve
im Westen: dass es zweimal zehn und zwei gibt
tena
damit
virājau
[sind es] zwei Virāj
yaddve
dass es zwei gibt
pratiṣṭhā
[ist] feste Stütze
tena
damit
virājorevābhipūrvamannādye
durch die beiden Virāj eben, eins dem anderen vorausgehend, in der Speise
prati
fest-
tiṣṭhati
-en Stand findet er
tapo
'die Askese'
navadaśa
[ist] das Neunzehnfache
ityuttaratastasmāthsavyo
so [spricht er]; im Norden; deshalb die linke
hastayostapasvitaro
von den beiden Händen die askesereichere
yoniścaturviṃśa
'der Ursprung [ist] das Vierundzwanzigfache'
iti
so [spricht er]
purastādupa
im Osten hin-
dadhāti
-legt er
caturviṃśatyakṣarā
vierundzwanzigsilbig [ist]
gāyatrī
Gāyatrī
gāyatrī
Gāyatrī [ist]
yajñamukhaṃ
das Antlitz des Opfers
yajñamukhameva
eben das Antlitz des Opfers
purastādvi
im Osten
yātayati
lässt er walten
garbhāḥ
'die Keime'
pañcaviṃśa
[sind] das Fünfundzwanzigfache
iti
so [spricht er]
dakṣiṇato'nnaṃ
im Süden; Speise
vai
ja
garbhā
[sind] die Keime
annaṃ
Speise
pañcaviṃśonnameva
[ist] das Fünfundzwanzigfache; eben Speise
dakṣiṇato
im Süden
dhatte
legt er hin
tasmāddakṣiṇenānnamadyata
deshalb wird im Süden Speise gegessen
ojastriṇava
'die Kraft [ist] das Dreimalneunfache'
iti
so [spricht er]
paścādime
im Westen; diese
vai
ja
lokāstriṇava
Welten [sind] das Dreimalneunfache
eṣveva
eben in diesen
lokeṣu
Welten
prati
fest-
tiṣṭhati
-en Stand findet er
saṃ
'das Zusammentragen'
bharaṇastrayoviṃśa
[ist] das Dreiundzwanzigfache
i
so
tyuttaratastasmāthsavyo
[spricht er]; im Norden; deshalb die linke
hastayoḥ
von den beiden Händen
saṃ
die
bhāryataraḥ
tragfähigere
kraturekatriṃśa
'der Wille [ist] das Einunddreißigfache'
iti
so [spricht er]
purastādupa
im Osten hin-
dadhāti
-legt er
vāgvai
Rede ja
kraturyajñamukhaṃ
[ist] der Wille; [und] Rede [ist] das Antlitz des Opfers
āśurvyoma dharuṇo bhāntaḥ pratūrtirabhivarto varcastapo yonirgarbhā ojassaṃbharaṇaḥ kraturbradhnasya pratiṣṭhā nākaṣṣoḍaśa vai janitraṃ paṃcadaśodityai bhāgo vai dhartraḥ samāvadvīryau vidhā tato vā idaṃ caturdaśa ca
Der Schnelle, der Weltraum, der Träger, die Leuchtenden, der Vordringliche, der Überwältiger, der Glanz, die Askese, der Ursprung, die Keime, die Kraft, das Zusammentragen, der Wille, die Stätte des Bradhna, die feste Stütze und das Firmament – das sind die Sechzehn, die den Geburtsort [?] bilden, während fünfzehn davon zu seiner Erkenntnis [?] dienen. Der Anteil ist der Träger; gleich sind die beiden Kraft-Paare [?] und die Zuteilung – daher eben dies. Und vierzehn [Wörter].
Der Geburtsort Agnis, der Menschen-Erblickenden, des Mitra, des Indra, der Vasus, der Ādityas, der Aditi, des Gottes Savitṛ, die Savitṛ-zugehörige, der Träger, der Yāvan [?] und der Ṛbhus – die Umkehr legt er als das Vierzehnfache im Norden hin; deshalb werden diese [Ziegel] hingelegt. Die Ṛṣis erschuf er damit. Und dreiundvierzig [Wörter].
„Strahl“ – damit erschuf er den Āditya. „Fortgehend“ – damit den Dharma. „Anugehend“ – damit den Himmel. „Verbindung“ – damit die Luftregion. „Gegenstütze“ – damit die Erde. „Stütze“ – damit den Regen. „Vorwärtsgehend am Tag“ und „nachfolgend in der Nacht“ – damit die Nacht. „Begehrend“ – damit die Vasus. „Vorausschauend“ – damit die Rudras. „Gut hervorgehend“ – damit die Ādityas. „Kraft“ – damit die Väter. „Faden“ – damit die Geschöpfe. „Kampfüberwinderin“ – damit das Vieh. „Reichlich gebend“ – damit die Pflanzen. „Erobernd bist du, beim angespannten Pressstein, für Indra – entfache den Indra“ – so sprechend trug er im Süden den Vajra herum, zur Eroberung.
Diese Geschöpfe erschuf er zunächst ohne Lebensatem. „In ihnen bin ich der Oberherr“ – so sprechend verlieh er ihnen den Einatem; „gehet“ – damit den Ausatem; „krieche zusammen“ – damit das Sehvermögen; „kraftverleihend“ – damit das Gehör. Diese Geschöpfe atmeten, atmeten aus, sahen und hörten nun, waren aber noch nicht paarungsfähig. „Du bist das Dreifache“ – so verlieh er ihnen eben die Paarungsfähigkeit. Diese Geschöpfe, nun paarungsfähig geworden, pflanzten sich dennoch nicht fort.
„Du bist das Aufwachsen, das Herabwachsen“ – so ließ er sie sich fortpflanzen. Diese Geschöpfe, nun fortgepflanzt, fanden dennoch keinen festen Stand. „Du bist der Ansiedler, du bist die Zuflucht der Bewohner, du bist die Festigkeit der Habe“ – so ließ er sie in diesen Welten festen Stand fassen. Dass er dies spricht, bedeutet: eben die fortgepflanzten Geschöpfe lässt er damit in diesen Welten festen Stand fassen.
Er selbst wächst dabei in die Luftregion hinein; mit Lebensatem findet er in jener Welt festen Stand und wird nicht mangelhaft an Ein- und Ausatem – wer dies so weiß. Der angespannte Pressstein, die paarungsfähigen Geschöpfe, die Luftregion. Und zwölf [Wörter].
Wort für Wort
raśmirityevādityamasṛjata
'Strahl' - so eben; den Āditya erschuf er
pretiriti
'fortgehend' - so [der Spruch]
dharmamanvitiriti
den Dharma; 'anugehend' - so
divaṃ
den Himmel
sandhirityantarikṣaṃ
'Verbindung' - so; die Luftregion
pratidhiriti
'Gegenstütze' - so
pṛthivīṃ
die Erde
viṣṭaṃbha
'Stütze'
iti
so
vṛṣṭiṃ
den Regen
pravetyaharanuveti
'vorwärtsgehend' - so, am Tag; 'nachfolgend' - so
rātrimuśigiti
in der Nacht; 'begehrend' - so
vasūnpraketa
die Vasus; 'vorausschauend'
iti
so
rudrānthsudītirityādityānoja
die Rudras; 'gut hervorgehend' - so; die Ādityas; 'Kraft'
iti
so
pitṝg
die Väter
stanturiti
'Faden' - so
prajāḥ
die Geschöpfe
pṛtanāṣāḍiti
'Kampfüberwinderin' - so
paśūnrevadityoṣadhīrabhijidasi
das Vieh; 'reichlich gebend' - so; die Pflanzen; 'erobernd bist du'
yuktagrāve
beim angespannten Pressstein
ndrāya
für Indra
tvendraṃ
dich; den Indra
jinvetyeva
'entfache' - so eben
dakṣiṇato
im Süden
vajraṃ
den Vajra
paryauhadabhijityai
trug er herum, zur Eroberung
tāḥ
diese
prajā
Geschöpfe
apaprāṇā
ohne Lebensatem
asṛjata
erschuf er
tāsvadhipatirasītyeva
'in ihnen bin ich der Oberherr' - so eben
prāṇamadadhādyantetyapānaṃ
verlieh er den Einatem; 'gehet' - so; den Ausatem
saṃ
zusammen
sarpa
krieche
iti
so
cakṣurvayodhā
das Sehvermögen; 'kraftverleihend'
iti
so
śrotraṃ
das Gehör
tāḥ
diese
prajāḥ
Geschöpfe
prāṇatīrapānatīḥ
atmend, ausatmend
paśyantīḥ
sehend
śṛṇvatīrna
hörend; nicht
mithunī
paarungsfähig
abhavantāsu
wurden sie; in ihnen
trivṛdasītyeva
'du bist das Dreifache' - so eben
mithunamadadhāttāḥ
verlieh er die Paarung; diese
prajā
Geschöpfe
mithunī
paarungsfähig
bhavantīrna
geworden; nicht
prājāyanta
zeugten sie sich fort
tāḥ
diese
saṃ
auf-
roho'si
-wuchs bist du
nī
herab-
roho'sītyeva
-wuchs bist du - so eben
prājanayattāḥ
ließ er sie sich fortpflanzen; diese
prajāḥ
Geschöpfe
prajātā
fortgepflanzt
na
nicht
pratyatiṣṭhantā
fanden festen Stand
vasuko'si
'du bist der Ansiedler'
veṣaśrirasi
'du bist die Zuflucht der Bewohner'
vasyaṣṭirasītyevaiṣu
'du bist die Festigkeit der Habe' - so eben, in diesen
Durch die Firmament-Bewohner gelangten die Götter zur Himmelswelt; das Firmament-Bewohner-Sein dieser Ziegel besteht eben darin, dass man die Nākasad-Ziegel hinlegt. Ebenso gelangt auch der Opferherr durch sie zur Himmelswelt, denn die Himmelswelt ist ja das Firmament: Wem diese Ziegel hingelegt werden, dem widerfährt kein Übel.
Die Nākasad-Ziegel sind die Wohnstätte des Opferherrn; indem man sie hinlegt, verschafft sich der Opferherr eben damit eine Wohnstätte. Sie sind zugleich der aufgesammelte Glanz der Rückenteile; wer sie hinlegt, sichert sich also diesen Glanz.
Er legt fünf Coḍā-Ziegel [?] hin; das sind die Apsaras, Wesen, die in jener Welt liegen, zugleich die Leibwächterinnen des Opferherrn. Wen er hassen mag, an den soll er beim Hinlegen denken; damit trennt er ihn eben von diesen Gottheiten ab, und jener gerät in die Not des Ajīgarta [?].
Höher als die Nākasad-Ziegel legt er sie hin, so wie man eine heimgeführte Braut im Haus ansiedelt. Hinten legt er die nach Osten gerichtete als oberste hin; deshalb sitzt auch die nach Osten gewandte Gattin hinten.
Die selbstentstandene und die Vikarṇī-Ziegel legt er als oberste hin: Atem ist die selbstentstandene, Lebensdauer die Vikarṇī; eben Atem und Lebensdauer legt er so als die obersten der Lebensatmen hin, weshalb Atem und Lebensdauer die obersten der Lebensatmen sind. Keinen weiteren Ziegel darf man darüber hinaus höher legen; würde man es doch tun, gäbe man Vieh und Opferherrn zugleich Atem und Lebensdauer darüber hinweg – deshalb soll kein Ziegel darüber hinausgehend hingelegt werden.
Er legt die selbstentstandene hin: Jene Erde dort ist die selbstentstandene, eben jene legt er hin. Er lässt ein Pferd daran riechen und legt ihr damit Atem bei. Auch das Pferd gehört zu Prajāpati; eben durch Prajāpati schichtet er so Agni auf. Sie wird so zur selbstentstandenen, zur Freisetzung der Lebensatmen und zur Erkenntnis der Himmelswelt.
Das ist der Schritt der Götter, nämlich die Vikarṇī; legt man sie hin, schreitet man eben diesem Schritt der Götter gemäß voran.
Nach oben hin legt er sie; deshalb liegt dort der Ort des Herantretens, und Agni wird windbegabt, zur Entzündung. Der aufgesammelte Glanz der Rückenteile, das sind die Nākasad-Ziegel – das ist der Glanz des Viehs. Und zweiundzwanzig [Wörter].
Wort für Wort
nākasadbhirvai
durch die Nākasad-Ziegel, ja
devāḥ
die Götter
suvargaṃ
zur Himmelswelt
lokamāyantannākasadāṃ
gelangten zur Welt; das der Nākasad-Ziegel
nākasattvaṃ
Firmament-Bewohner-Sein
yannākasada
dass man die Nākasad-Ziegel
upadadhāti
hinlegt
nākasadbhireva
eben durch die Nākasad-Ziegel
tadyajamānaḥ
dann der Opferherr
suvargaṃ
zur Himmelswelt
lokameti
zur Welt gelangt
suvargo
die Himmelswelt
vai
ja
loko
[ist] die Welt
nāko
das Firmament
yasyaitā
für wen diese
upadhīyante
hingelegt werden
nāsmā
dem nicht
akaṃ
Übel
bhavati
widerfährt
yajamānāyatanaṃ
die Wohnstätte des Opferherrn
vai
ja
nākasado
[sind] die Nākasad-Ziegel
yannākasada
dass man die Nākasad-Ziegel
upadadhātyāyatanameva
hinlegt, eben eine Wohnstätte
tadyajamānaḥ
das der Opferherr
kurute
bereitet
pṛṣṭhānāṃ
der Rückenteile
vā
ja
etattejaḥ
das [ist] der Glanz
saṃbhṛtaṃ
zusammengetragene
yannākasado
nämlich die Nākasad-Ziegel
yannākasada
dass man die Nākasad-Ziegel
upadadhāti
hinlegt
pṛṣṭhānāmeva
eben der Rückenteile
tejo'va
den Glanz
ruṃdhe
sichert er sich
pañcacoḍā
fünf Coḍā-Ziegel [?]
upa
hin-
dadhātyapsarasa
legt hin; die Apsaras
evainametā
eben diese ihn
bhūtā
als Wesen
amuṣmi3ṃlloka
in jener Welt
upa
bei-
śere'tho
liegen bei; auch
tanūpānīrevaitā
die Leibwächterinnen eben diese
yajamānasya
des Opferherrn
yaṃ
wen
dviṣyāttamupadadhaddhyāyedetābhya
hassen mag, den soll er beim Hinlegen denken, von diesen
evainaṃ
eben ihn
devatābhya
von den Gottheiten
ā
ab-
vṛścati
schneidet ab
tājagārtimārcchatyuttarā
gerät in die Ajīgarta-Not [?]; die höheren
nākasadbhya
als die Nākasad-Ziegel
upa
hin-
dadhāti
legt
yathā
wie
jāyāmānīya
eine heimgeführte Braut
gṛheṣu
im Haus
niṣādayati
ansiedelt
tādṛgeva
ebenso eben
tat
dies
paścātprācīmuttamāmupa
hinten die nach Osten gerichtete als oberste hin-
dadhāti
legt
tasmātpaścātprācī
deshalb hinten die nach Osten gewandte
patnyanvāste
Gattin sitzt bei
svayamātṛṇṇāṃ
die selbstentstandene
ca
und
vikarṇīṃ
die Vikarṇī
cottame
und als die obersten
upa
hin-
dadhāti
legt
prāṇo
Atem
vai
ja
svayamātṛṇṇāyurvikarṇī
die selbstentstandene; Lebensdauer die Vikarṇī
prāṇaṃ
Atem
caivāyuśca
und eben Lebensdauer und
prāṇānāmuttamau
als die obersten der Lebensatmen
dhatte
legt
tasmātprāṇaścāyuśca
deshalb Atem und Lebensdauer
prāṇānāmuttamau
die obersten der Lebensatmen
nānyāmuttarāmiṣṭakāmupa
keinen anderen höheren Ziegel hin-
dadhyādyadanyāmuttarāmiṣṭakāmupadadhyātpaśūnāṃ
soll man legen; würde man einen anderen höheren Ziegel hinlegen, dem Vieh
ca
und
yajamānasya
des Opferherrn
ca
und
prāṇaṃ
Atem
cāyuścāpi
und Lebensdauer und auch
dadhyāttasmānnānyottareṣṭakopadheyā
verleihen würde; deshalb ist kein anderer, darüber hinausgehender Ziegel hinzulegen
svayamātṛṇṇāmupa
die selbstentstandene hin-
dadhātyasau
legt; jene
vai
ja
svayamātṛṇṇāmūmevopa
die selbstentstandene, eben jene hin-
dhatte'śvamupa
legt; ein Pferd daran-
ghrāpayati
lässt riechen
prāṇamevāsyāṃ
eben Atem ihr
dadhātyatho
legt bei; auch
prājāpatyo
zu Prajāpati gehörig
vā
ja
aśvaḥ
das Pferd
prajāpatinaivāgniṃ
eben durch Prajāpati Agni
cinute
schichtet auf
svayamātṛṇṇā
zur selbstentstandenen
bhavati
wird
prāṇānāmuthsṛṣṭyā
zur Freisetzung der Lebensatmen
atho
auch
suvargasya
der Himmelswelt
lokasyānukhyātyā
zur Erkenntnis der Welt
eṣā
das
vai
ja
devānāṃ
der Götter
vikrāntiryadvikarṇī
[ist] der Schritt, nämlich die Vikarṇī
yadvikarṇīmupadadhāti
wenn man die Vikarṇī hinlegt
devānāmeva
eben der Götter
vikrāntimanu
dem Schritt gemäß
vi
voran-
kramata
schreitet man
uttarata
nach oben
upa
hin-
dadhāti
legt
tasmāduttarata
deshalb nach oben
upacāro'gnirvāyumatī
[ist] der Ort des Herantretens; Agni wird windbegabt
chandāgsyupa dadhāti paśavo vai chandāṃsi paśūnevāva ruṃdhe chandāṃsi vai devānāṃ vāmaṃ paśavo vāmameva paśūnava ruṃdha etāṃ ha vai yajñasenaścaitriyāyaṇaścitiṃ vidāṃ cakāra tayā vai sa paśūnavāruṃdha yadetāmupadadhāti paśūnevāva ruṃdhe gāyatrīḥ purastādupa dadhāti tejo vai gāyatrī teja eva mukhato dhatte mūrdhanvatīrbhavanti mūrdhānamevainaṃ samānānāṃ karoti triṣṭubha upa dadhātīṃdriyaṃ vai triṣṭugindriyameva madhyato dhatte jagatīrupa dadhāti jāgatā vai paśavaḥ paśūnevāva ruṃdhe'nuṣṭubha upa dadhāti prāṇā vā anuṣṭupprāṇānāmuthsṛṣṭyai bṛhatīruṣṇihāḥ paṃktīrakṣarapaṃktīriti viṣurūpāṇi chandāgsyupa dadhāti viṣurūpā vai paśavaḥ paśava śchandāṃsi viṣurūpāneva paśūnava ruṃdhe viṣurūpamasya gṛhe dṛśyate yasyaitā upadhīyante ya u cainā evaṃ vedāticchaṃdasamupa dadhātyaticchandā vai sarvāṇi chandāṃsi sarvebhirevainaṃ chandobhiścinute varṣma vā eṣā chaṃdasāṃ yadaticchandā yadaticchaṃdasamupadadhāti varṣmaivainaṃ samānānāṃ karoti dvipadā upa dadhāti dvipādyajamānaḥ pratiṣṭhityai teja eva paśavaḥ paśavo yajamāna ekaṃ ca
Er legt die Metren-Ziegel hin; die Metren sind das Vieh, und eben das Vieh sichert er sich damit. Die Metren sind zugleich das Kostbare der Götter, das Vieh eben das ihre; eben dieses Kostbare, das Vieh, sichert er sich also.
Diese Schichtung kannte einst Yajñasena Caitriyāyaṇa; mit ihr sicherte er sich das Vieh. Wenn man sie hinlegt, sichert man sich ebenso das Vieh.
Er legt die Gāyatrī-Verse im Osten hin; Gāyatrī ist Glanz, und eben Glanz legt er so am Antlitz hin. Sie werden mit Köpfen versehen und machen ihn damit zum Haupt seinesgleichen.
Er legt die Triṣṭubh hin; Triṣṭubh ist Sinneskraft, und eben Sinneskraft legt er in der Mitte hin.
Er legt die Jagatī hin; zur Jagatī gehört das Vieh, und eben das Vieh sichert er sich damit.
Er legt die Anuṣṭubh hin; Anuṣṭubh ist Lebensatem, zur Freisetzung der Lebensatmen.
Er legt die Bṛhatī, die Uṣṇih, die Paṅkti und die Silbenreihe hin – die verschiedengestaltigen Metren; verschiedengestaltig ist das Vieh, und verschiedengestaltig sind die Metren, so dass er sich damit verschiedengestaltiges Vieh sichert. Verschiedengestaltiges Vieh zeigt sich im Haus dessen, für den diese Ziegel hingelegt werden und der dies so weiß.
Er legt das Aticchandas hin; das Übermetrum ist der Gipfel aller Metren, und mit allen Metren zugleich schichtet er ihn damit auf. Es ist eben der Gipfel der Metren; indem man das Übermetrum hinlegt, macht man ihn zum Gipfel seinesgleichen.
Er legt die Zweifüßigen hin; zweifüßig ist der Opferherr, zur Festigung. Glanz ist das Vieh, das Vieh der Opferherr. Und eins [Wort].
sarvābhyo vai devatābhyo'gniścīyate yathsayujo nopadadhyāddevatā asyāgniṃ vṛñjīran yathsayuja upadadhātyātmanaivainaṃ sayujaṃ cinute nāgninā vyṛdhyate'tho yathā puruṣaḥ snāvabhiḥ santata evamevaitābhiragniḥ santato'gninā vai devāḥ suvargaṃ lokamāyantā amūḥ kṛttikā abhavan yasyaitā upadhīyante suvargameva lokameti gacchati prakāśaṃ citrameva bhavati maṇḍaleṣṭakā upa dadhātīme vai lokā maṇḍaleṣṭakā ime khalu vai lokā devapurā devapurā eva pra viśati nārtimārcchatyagniṃ cikyāno viśvajyotiṣa upa dadhātīmānevaitābhirlokāñjyotiṣmataḥ kurute'tho prāṇānevaitā yajamānasya dādhratyetā vai devatāḥ suvargyāstā evānvārabhya suvargaṃ lokameti suvargameva tā eva catvāri ca
Für alle Gottheiten wird Agni aufgeschichtet. Würde man die Zugehörigen-Ziegel nicht hinlegen, würden ihm die Gottheiten den Agni entziehen; legt man sie hin, schichtet er ihn eben durch sich selbst, wesensverbunden, auf und nimmt durch Agni keinen Schaden.
So wie ein Mensch von Sehnen durchzogen ist, so ist Agni von diesen Ziegeln durchzogen. Durch Agni gelangten die Götter zur Himmelswelt; jene Sterne, die Kṛttikā, wurden daraus. Für wen diese Ziegel hingelegt werden, der gelangt eben zur Himmelswelt und wird glänzend und leuchtend.
Er legt die runden Ziegel hin; diese Welten hier sind die runden Ziegel, und diese Welten sind Götterburgen; eben in die Götterburgen tritt er damit ein und gerät nicht in Not.
Wer Agni aufgeschichtet hat, legt die Allleuchtenden hin; damit macht er diese Welten hier lichtvoll und stützt zugleich die Lebensatmen des Opferherrn.
Diese Gottheiten sind himmlisch; eben indem man sich an sie hält, gelangt man zur Himmelswelt, denn himmlisch sind sie eben. Und vier [Wörter].
Er legt die Regen-gewinnenden hin und sichert sich damit den Regen. Würde man sie einheitlich hinlegen, würde nur eine Jahreszeit regnen; er lässt sie deshalb ohne Wiederholung sich niedersetzen, damit es in allen Jahreszeiten regnet.
„Vorwind – der Gewinn bist du“ – so spricht er; das ist die Gestalt des Regens, und durch diese Gestalt eben sichert er sich den Regen.
Durch die Zusammenziehenden gelangten die Götter durch diese Welten hindurch; das Zusammenziehend-Sein der Zusammenziehenden besteht eben darin, dass man sie hinlegt. Wie ein Schiff im Wasser dahinzieht, so zieht der Opferherr mit diesen Ziegeln durch die Welten hindurch.
Sowie man die Zusammenziehenden hinlegt, wird dieser Agni zu einem Floß; eben als Floß legt man ihn den Feuern hin. Auch trägt das Wasser für den, dem diese Ziegel hingelegt sind, den Agni sicher fort – Agni geht ihm dann nicht verloren.
Er legt die Āditya-Ziegel hin; die Ādityas stoßen den, der zwar zum Gedeihen taugt, aber kein wirkliches Gedeihen erlangt, gewaltsam von sich; eben die Ādityas lassen ihn dann zum Gedeihen gelangen.
Jener Āditya nimmt dem, der nach dem Aufschichten von Agni nicht selbst glänzt, den Glanz; legt man die Āditya-Ziegel hin, so legt eben jener Āditya Glanz in ihn. Wie jener den Göttern leuchtet, so leuchtet dieser dann den Menschen.
Er legt die Ghee-Ziegel hin; das Ghee ist die liebe Stätte des Agni, und mit dieser lieben Stätte lässt er ihn gedeihen. Auch lässt er ihn durch Glanz ohne Wiederholung sich niedersetzen; ohne Auslassung legt er ihm damit Glanz bei.
Prajāpati schichtete Agni auf und kam dabei an Ansehen zu kurz. Da erblickte er die Yaśodā-Ziegel und legte sie hin; mit ihnen setzte er sich Ansehen in sich selbst ein. Legt man die Yaśodā hin, setzt sich der Opferherr damit ebenso Ansehen in sich selbst ein.
Er legt fünf hin; fünfteilig ist der Mensch, so weit er reicht, und in diesem Bereich legt er Ansehen – so erlangt er es. Damit lässt er auch die Ādityas gedeihen. Und neunundvierzig [Wörter].
Wort für Wort
vṛṣṭisanīrupa
die Regen-gewinnenden hin-
dadhāti
legt
vṛṣṭimevāva
eben den Regen
ruṃdhe
sichert er sich
yadekadhopadadhyādekamṛtuṃ
würde man einheitlich hinlegen, [würde] eine Jahreszeit
varṣedanuparihāraṃ
regnen; ohne Wiederholung
sādayati
lässt sich niedersetzen
tasmāthsarvānṛtūn
deshalb in allen Jahreszeiten
varṣati
regnet es
purovāta
Vorwind –
sanirasītyāhaitadvai
der Gewinn bist du – so spricht er; das ja
vṛṣṭyai
des Regens
rūpaṃ
[ist] die Gestalt
rūpeṇaiva
durch die Gestalt eben
vṛṣṭimava
den Regen
ruṃdhe
sichert er sich
saṃyānībhirvai
durch die Zusammenziehenden ja
devā
die Götter
imā3ṃllokānthsamayustathsaṃyānīnāṃ
durch diese Welten zogen; das [ist] der Zusammenziehenden
saṃyānitvaṃ
Zusammenziehend-Sein
yathsaṃyānīrupa
dass man die Zusammenziehenden hin-
dadhāti
legt
yathāpsu
wie im Wasser
nāvā
ein Schiff
saṃyātyeva
eben dahinzieht
mevaitābhiryajamāna
eben mit diesen der Opferherr
imā3ṃllokānthsaṃ
durch diese Welten
yāti
zieht
plavo
ein Floß
vā
ja
eṣo'gneryathsaṃyānīryathsaṃyānīrupa
[ist] dieser Agni, sowie man die Zusammenziehenden hin-
dadhāti
legt
plavamevaitamagnaya
eben als Floß ihn den Feuern
upa
hin-
dadhātyuta
legt man; auch
yasyaitāsūpahitāsvāpo'gniṃ
für wen diese hingelegt sind, das Wasser den Agni
harantyahṛta
trägt fort; nicht verloren
evāsyāgnirādityeṣṭakā
eben ihm ist der Agni; die Āditya-Ziegel
upa
hin-
dadhātyādityā
legt; die Ādityas
vā
ja
etaṃ
den
bhūtyai
zum Gedeihen taugenden
prati
gewaltsam
nudante
stoßen von sich
yo'laṃ
der genug
bhūtyai
zum Gedeihen
sanbhūtiṃ
wirkliches Gedeihen
na
nicht
prāpnotyādityā
erlangt; die Ādityas
evainaṃ
eben ihn
bhūtiṃ
zum Gedeihen
gamayantyasau
lassen gelangen; jener
vā
ja
etasyādityo
diesem der Āditya
rucamā
den Glanz
datte
nimmt
yo'gniṃ
der Agni
citvā
aufgeschichtet hat
na
nicht
rocate
glänzt
yadādityeṣṭakā
wenn man die Āditya-Ziegel
upadadhātyasāvevāsminnādityo
hinlegt, eben jener Āditya in ihn
rucaṃ
Glanz
dadhāti
legt
yathāsau
wie jener
devānāṃ
den Göttern
rocata
leuchtet
evamevaiṣa
ebenso eben dieser
manuṣyāṇāṃ
den Menschen
rocate
leuchtet
ghṛteṣṭakā
die Ghee-Ziegel
upa
hin-
dadhātyetadvā
legt; das ja
agneḥ
des Agni
priyaṃ
liebe
dhāma
Stätte [ist]
yadghṛtaṃ
nämlich das Ghee
priyeṇaivainaṃ
mit der lieben eben ihn
dhāmnā
Stätte
samardhaya
lässt gedeihen
tyatho
; auch
tejasānuparihāraṃ
durch Glanz ohne Wiederholung
sādayatyaparivargamevāsmintejo
lässt sich niedersetzen; ohne Auslassung eben ihm Glanz
Die Götter und Asuras lagen im Streit; die Götter waren in der Unterzahl, die Asuras in der Überzahl. Da erblickten die Götter diese Ziegel und legten sie hin. „Mehr-machend bist du“ – so sprechend wurden sie zahlreicher. „Durch die Bäume, durch die Pflanzen, Freiraum-schaffend bist du“ – so sprechend eroberten sie diese Erde. „Vorwärts, nach Osten gerichtet bist du“ – so sprechend eroberten sie die östliche Himmelsrichtung. „Aufwärts bist du“ – so sprechend eroberten sie jene obere Welt. „In der Luftregion sitzend bist du, in der Luftregion sollst du sitzen“ – so sprechend eroberten sie die Luftregion. Da gewannen die Götter die Oberhand, und die Asuras unterlagen.
Für wen diese Ziegel hingelegt werden, der wird eben zahlreicher und erobert diese Welten; sein Rivale wird von selbst zunichte.
„Im Wasser sitzend bist du, im Falkensitz sitzend“ – so spricht er; das ist eine Gestalt Agnis, und durch diese Gestalt eben sichert er sich Agni.
„Dich setze ich in den Reichtum der Erde“ – so spricht er; damit macht er diese Welten hier reichtumsreich.
Er legt die Lebensdauer-verleihenden hin; damit legt er ihm eben Lebensdauer bei.
„O Agni, was dein höchster Name des Herzens ist“ – so spricht er; das ist die liebe Stätte Agnis, und eben diese seine liebe Stätte erlangt er damit.
„Komm doch her, lasst uns beide uns zusammen fassen“ – so spricht er; damit umfasst er ihn eben ringsum.
„Zu den fünf Völkern hin sei entzündet [?], o Agni“ – so spricht er; dieser Agni ist der Fünf-Völker-Agni, nämlich der Fünfschichtige, deshalb spricht er so.
Er legt die Herbeizubringenden hin; das ist die liebe Stätte der Jahreszeiten, nämlich die Ṛtavyā, und eben diese liebe Stätte der Jahreszeiten sichert er sich.
„Gut vereint [?] bist du“ – so spricht er; das Jahr ist ja „gut vereint“, und eben diese liebe Stätte des Jahres erlangt er damit.
Sie wurden zahlreicher. Die Lebensdauer eben, durch die Ṛtavyā. Und sechsundzwanzig [Wörter].
Wort für Wort
devāsurāḥ
die Götter und Asuras
saṃyattā
waren im Streit
āsankanīyāṃso
waren; weniger zahlreich
devā
die Götter
āsanbhūyāṃso'surāste
waren; mehr zahlreich die Asuras; diese
devā
Götter
etā
diese
iṣṭakā
Ziegel
apaśyantā
erblickten; die
upādadhata
legten hin
bhūyaskṛdasītyeva
„Mehr-machend bist du“ – so eben
bhūyāṃso'
zahlreicher
bhavanvanaspatibhi
wurden sie; durch die Bäume
roṣadhībhirvariva
durch die Pflanzen, Freiraum-
skṛdasītīmāmajayan
schaffend bist du – so eroberten sie diese Erde
prācyasīti
„vorwärts, östlich bist du“ – so
prācīṃ
die östliche
diśamajayannūrdhvāsītya
Himmelsrichtung eroberten sie; „aufwärts bist du“ – so
mūmajayannantarikṣa
eroberten sie jene [Welt]; in der Luftregion
sadasyantarikṣe
sitzend bist du, in der Luftregion
sīdetyantarikṣamajayantato
sollst du sitzen – so eroberten sie die Luftregion; da
devā
die Götter
abhavan
wurden
parāsurā
obenauf; die Asuras unterlagen
yasyaitā
für wen diese
upadhīyante
hingelegt werden
bhūyāneva
eben zahlreicher
bhavatyabhīmā3ṃllokāñjayati
wird; er erobert diese Welten
bhavatyātmanā
wird; von selbst
parāsya
sein
bhrātṛvyo
Rivale
bhavatyapsuṣadasi
wird zunichte; „im Wasser sitzend bist du
śyenasadasītyāhaitadvā
im Falkensitz sitzend“ – so spricht er; das ja
agne
Agnis
rūpaṃ
[ist] eine Gestalt
rūpeṇaivāgnimava
durch die Gestalt eben Agni
ruṃdhe
sichert er sich
pṛthivyāstvā
der Erde dich
draviṇe
in den Reichtum
sādayāmītyāhemānevaitābhirlokān
setze ich – so spricht er; eben damit diese Welten
draviṇāvataḥ
reichtumsreich
kuruta
macht
āyuṣyā
die Lebensdauer-verleihenden
upa
hin-
dadhātyāyurevāsmindadhātyagne
legt; eben Lebensdauer ihm legt bei; „o Agni
yatte
was dein
paraṃ
höchster
hṛnnāmetyāhaitadvā
Name des Herzens ist“ – so spricht er; das ja
agneḥ
Agnis
priyaṃ
liebe
dhāma
Stätte [ist]
priyamevāsya
eben seine liebe
dhāmopāpnoti
Stätte erlangt er
tāvehi
„komm doch her
saṃ
zusammen
rabhāvahā
lasst uns beide fassen“
ityāha
so spricht er
vyevainena
damit eben ihn
pari
ringsum
dhatte
umfasst er
pāñcajanyeṣvapyedhyagna
„zu den fünf Völkern hin sei entzündet [?], o Agni“
ityāhaiṣa
so spricht er; dieser
vā
ja
agniḥ
Agni [ist]
pāñcajanyo
der Fünf-Völker-Agni
yaḥ
der
pañcacitīkastasmādevamāhartavyā
der Fünfschichtige [ist]; deshalb spricht er so; die Herbeizubringenden
prajāpaterakṣyaśvayat tat parāpatat tadaśvo'bhavadyadaśvayat tadaśvasyāśvatvaṃ taddevā aśvamedhenaiva pratyadadhureṣa vai prajāpatiṃ sarvaṃ karoti yo'śvamedhena yajate sarva eva bhavati sarvasya vā eṣā prāyaścittiḥ sarvasya bheṣajaṃ sarvaṃ vā etena pāpmānaṃ devā atarannapi vā etena brahmahatyāmataranthsarvaṃ pāpmānaṃ tarati tarati brahmahatyāṃ yo'śvamedhena yajate ya u cainamevaṃ vedottaraṃ vai tat prajāpaterakṣyaśvayat tasmādaśvasyottarato'va dyanti dakṣiṇato'nyeṣāṃ paśūnāṃ vaitasaḥ kaṭo bhavatyapsuyonirvā aśvo'psujo vetasaḥ sva evainaṃ yonau pratiṣṭhāpayati catuṣṭomaḥ stomo bhavati saraḍḍha vā aśvasya sakthyāvṛhattaddevāścatuṣṭomenaiva pratyadadhuryaccatuṣṭomaḥ stomo bhavatyaśvasya sarvatvāya sarvaṃ pāpmānamavṛhaddvādaśa ca
Das Auge des Prajāpati begehrte nach dem Pferd; es fiel von ihm herab und wurde zum Pferd. Dass es begehrte, das ist die Pferd-Natur des Pferdes; die Götter ersetzten dies eben durch das Pferdeopfer.
Wer mit dem Pferdeopfer opfert, macht Prajāpati vollständig und wird eben dadurch selbst vollständig. Das ist die Sühnehandlung für alles, das Heilmittel für alles; alle Sünde überwanden die Götter dadurch, ja sogar die Brahmanentötung überwanden sie damit. Wer mit dem Pferdeopfer opfert und wer dies so weiß, überwindet alle Sünde, überwindet die Brahmanentötung.
Das obere Auge war es, das Prajāpatis Begehren erregte; deshalb rasiert man oberhalb am Pferd, unterhalb dagegen bei den anderen Tieren.
Eine Matte aus Rohr wird gelegt; im Wasser hat das Pferd seinen Ursprung, und im Wasser ist auch das Rohr entstanden; im eigenen Ursprung eben lässt er es festen Stand fassen.
Ein Vierfach-Preislied wird zum Preislied; denn der Schenkel des Pferdes war geborsten, und das ersetzten die Götter eben durch das Vierfach-Preislied. Dass das Preislied vierfach wird, dient der Vollständigkeit des Pferdes; damit entfernte er alle Sünde. Und zwölf [Wörter].
Wort für Wort
prajāpaterakṣyaśvayat
das Auge des Prajāpati begehrte nach dem Pferd
tat
das
parāpatat
fiel herab
tadaśvo'bhavadyadaśvayat
das wurde zum Pferd; dass es begehrte
tadaśvasyāśvatvaṃ
das [ist] die Pferd-Natur des Pferdes
taddevā
das die Götter
aśvamedhenaiva
eben durch das Pferdeopfer
pratyadadhureṣa
ersetzten; dieser
vai
ja
prajāpatiṃ
Prajāpati
sarvaṃ
vollständig
karoti
macht
yo'śvamedhena
wer mit dem Pferdeopfer
yajate
opfert
sarva
vollständig
eva
eben
bhavati
wird er selbst
sarvasya
für alles
vā
ja
eṣā
das [ist]
prāyaścittiḥ
die Sühnehandlung
sarvasya
für alles
bheṣajaṃ
das Heilmittel
sarvaṃ
alle
vā
ja
etena
dadurch
pāpmānaṃ
Sünde
devā
die Götter
atarannapi
überwanden; auch
vā
ja
etena
damit
brahmahatyāmataranthsarvaṃ
die Brahmanentötung überwanden sie; alle
pāpmānaṃ
Sünde
tarati
überwindet
tarati
überwindet
brahmahatyāṃ
die Brahmanentötung
yo'śvamedhena
wer mit dem Pferdeopfer
yajate
opfert
ya
wer
u
und
cainamevaṃ
und dies so
vedottaraṃ
weiß; das obere [Auge]
vai
ja
tat
das
prajāpaterakṣyaśvayat
des Prajāpati Auge begehrte nach dem Pferd
tasmādaśvasyottarato'va
deshalb oberhalb des Pferdes ab-
dyanti
rasiert man
dakṣiṇato'nyeṣāṃ
unterhalb bei den anderen
paśūnāṃ
Tieren
vaitasaḥ
aus Rohr
kaṭo
eine Matte
bhavatyapsuyonirvā
wird gelegt; im Wasser hat ja seinen Ursprung
aśvo'psujo
das Pferd; im Wasser entstanden
vetasaḥ
[ist] das Rohr
sva
im eigenen
evainaṃ
eben es
yonau
Ursprung
pratiṣṭhāpayati
lässt festen Stand fassen
catuṣṭomaḥ
ein Vierfach-Preislied
stomo
das Preislied
bhavati
wird
saraḍḍha
geborsten war
vā
ja
aśvasya
des Pferdes
sakthyāvṛhattaddevāścatuṣṭomenaiva
der Schenkel; das die Götter eben durch das Vierfach-Preislied