Quellen der Menschheit

Taittirīya-Saṃhitā (Kṛṣṇa-Yajurveda) · Kāṇḍa 6

Prapāṭhaka 1

prācīnavaṃśaṃ karoti devamanuṣyā diśo vyabhajanta prācīṃ devā dakṣiṇā pitaraḥ pratīcīṃ manuṣyā udīcīṃ rudrā yatprācīnavaṃ śaṃ karoti devalokameva tadyajamāna upāvartate pari śrayatyantarhito hi devaloko manuṣyalokānnāsmāllokāthsvetavyamivetyāhuḥ ko hi tadveda yadyamuṣmi3ṃlloke'sti vā na veti dikṣvatīkāśānkaro tyubhayorlokayorabhijityai keśaśmaśru vapate nakhāni ni kṛntate mṛtā vā eṣā tvagamedhyā yatkeśaśmaśru mṛtāmeva tvacamamedhyāmapahatya yajñiyo bhūtvā medhamupaityaṃgirasaḥ suvargaṃ lokaṃ yanto'psu dīkṣātapasī prāveśayannapsu snāti sākṣādeva dīkṣātapasī ava ruṃdhe tīrthe snāti tīrthe hi te tāṃ prāveśayantīrthe snāti tīrthameva samānānāṃ bhavatyapo'śnātyantarata eva medhyo bhavati vāsasā dīkṣayati saumyaṃ vai kṣaumaṃ devatayā somameṣa devatāmupaiti yo dīkṣate somasya tanūrasi tanuvaṃ me pāhītyāha svāmeva devatāmupaityatho āśiṣamevaitāmā śāste'gnestūṣādhānaṃ vāyorvātapānaṃ pitṛṇāṃ nīviroṣadhīnāṃ praghāta ādityānāṃ prācīnatāno viśveṣāṃ devānāmoturnakṣatrāṇāmatīkāśāstadvā etathsarvadevatyaṃ yadvāso yadvāsasā dīkṣayati sarvābhirevainaṃ devatābhirdīkṣayati bahiḥprāṇo vai manuṣyastasyāśanaṃ prāṇo'śnāti saprāṇa eva dīkṣata āśito bhavati yāvānevāsya prāṇastena saha medhamupaiti ghṛtaṃ devānāṃ mastu pitṛṇāṃ niṣpakvaṃ manuṣyāṇāṃ tadvā etathsarvadevatyaṃ yannavanītaṃ yannavanītenābhyaṅkte sarvā eva devatāḥ prīṇāti pracyuto vā eṣo'smāllokādagato devalokaṃ yo dīkṣito'ntareva navanītaṃ tasmānnavanītenābhyaṅkte'nulomaṃ yajuṣā vyāvṛttyā indro vṛtramahantasya kanīnikā parāpatattadāñjanamabhavadyadāṅkte cakṣureva bhrātṛvyasya vṛṅkte dakṣiṇaṃ pūrvamāṅkte savyaṃ hi pūrvaṃ manuṣyā āñjate na ni dhāvate nīva hi manuṣyā dhāvante pañca kṛtva āṅkte pañcākṣarā paṅktiḥ pāṅkto yajño yajñamevāva ruṃdhe parimitamāṅkte'parimitaṃ hi manuṣyā āñjate satūlayāṅkte'patūlayā hi manuṣyā āñjate vyāvṛttyai yadapatūlayāṃjīta vajra iva syāthsatūlayāṅkte mitratvāye ndro vṛtramahanthso'2po'2bhyamriyata tāsāṃ yanmedhyaṃ yajñiyaṃ sadevamāsīttadapodakrāmatte darbhā abhavan yaddarbha puṃjīlaiḥ pavayati yā eva medhyā yajñiyāḥ sadevā āpastābhirevainaṃ pavayati dvābhyāṃ pavayatyahorātrābhyāmevainaṃ pavayati tribhiḥ pavayati traya ime lokā ebhirevainaṃ lokaiḥ pavayati pañcabhiḥ pavayati pañcākṣarā paṅktiḥ pāṅkto yajño yajñāyaivainaṃ pavayati ṣaḍbhiḥ pavayati ṣaḍvā ṛtava ṛtubhirevainaṃ pavayati saptabhiḥ pavayati sapta chandāṃsi chandobhirevainaṃ pavayati navabhiḥ pavayati nava vai puruṣe prāṇāḥ saprāṇamevainaṃ pavayatyekaviṃśatyā pavayati daśa hastyā aṅgulayo daśa padyā ātmaikaviṃśo yāvāneva puruṣastamaparivargaṃ pavayati citpatistvā punātvityāha mano vai citpatirmanasaivainaṃ pavayati vākpatistvā punātvityāha vācaivainaṃ pavayati devastvā savitā punātvityāha savitṛprasūta evainaṃ pavayati tasya te pavitrapate pavitreṇa yasmai kaṃ pune tacchakeyamityāhāśiṣamevaitāmā śāste atīkāśān karotyaveśayantīrthe snāti praghāto manuṣyāṇāṃ tadvā āṅkte mitratvāya paṃcabhiraparivargamaṣṭā catvāriṃśacca

Er errichtet den Prācīnavaṃśa, den nach Osten geneigten Pfostenbau [?]. Götter und Menschen hatten einst die Himmelsrichtungen unter sich aufgeteilt: den Osten erhielten die Götter, den Süden die Väter, den Westen die Menschen, den Norden die Rudras. Wenn man den Prācīnavaṃśa errichtet, wendet sich der Opferherr eben der Götterwelt zu und schließt sich ihr an; denn die Götterwelt ist der Menschenwelt entrückt. 'Man soll nicht von dieser Welt aus gleichsam hinüberwandern wollen', sagen die Lehrer dazu [?]; denn wer weiß schon, ob er in jener Welt ist oder nicht. Er macht den Bau in den Himmelsrichtungen sichtbar, um beide Welten zu erobern. Er lässt sich Haar und Bart scheren und schneidet sich die Nägel, denn diese Haut ist tot und unrein. Indem er Haar und Bart – die tote, unreine Haut – entfernt, wird er opferwürdig und tritt in die Opferweihe ein. Als die Aṅgiras zur Himmelswelt zogen, ließen sie Weihe und Askese in die Gewässer eingehen. Er badet im Wasser und gewinnt damit Weihe und Askese unmittelbar. Er badet an einer Furt, denn an einer Furt ließen jene sie eingehen. Er badet an einer Furt, so wird ihm die Furt zu etwas, das er mit den Weihegenossen gemeinsam hat [?]. Er trinkt Wasser und wird dadurch auch innerlich rein. Er lässt ihn durch ein Gewand die Weihe empfangen. Das leinene Gewand gehört seiner Gottheit nach Soma; wer sich weiht, geht eben zu Soma als seiner Gottheit ein. 'Du bist Somas Leib, schütze meinen Leib', spricht er; so geht er zu seiner eigenen Gottheit ein und erbittet sich zugleich diesen Segenswunsch: Das Gewebe [?] gehört Agni, die Luftöffnung Vāyu, das Untergewand den Vätern, das Ausgeworfene [?] den Pflanzen, der nach Osten gespannte Faden den Ādityas, der Einschlagfaden [?] den Viśve Devas, das Hervortretende den Sternen. Das Gewand gehört also allen Gottheiten zugleich; indem er ihn mit dem Gewand weiht, weiht er ihn eben mit allen Gottheiten. Der Mensch atmet auch nach außen, und seine Speise isst der Atem mit; er weiht sich also zugleich mit dem Atem und wird gesättigt, soviel eben sein Atem braucht – damit zusammen tritt er in die Opferweihe ein. Geschmolzene Butter ist den Göttern wie Molke, den Vätern das Gargekochte [?], den Menschen die rohe Kost. Das Butterschmalz gehört also allen Gottheiten zugleich; indem er sich damit einsalbt, erfreut er eben alle Gottheiten. Der Geweihte ist gleichsam aus dieser Welt fortgerückt und zur Götterwelt gegangen, das Butterschmalz aber ist gleichsam noch mit dieser Welt verbunden [?]; deshalb salbt er sich mit Butterschmalz ein. In der vorgeschriebenen Reihenfolge, mit der Umwendungsformel: 'Als Indra Vṛtra erschlug, fiel dessen Augenwinkel herab und wurde zur Augenschminke'; wenn er sich schminkt, entreißt er damit dem Rivalen sein Auge. Er schminkt zuerst das rechte Auge, denn die Menschen schminken zuerst das linke. Er lässt die Schminke nicht herablaufen, denn die Menschen lassen sie herablaufen. Er schminkt sich fünfmal; die Paṅkti hat fünf Silben, und das Opfer gehört zur Paṅkti – so gewinnt er eben das Opfer. Er schminkt sich mit abgemessener Menge, denn die Menschen tun es mit unabgemessener. Er schminkt sich mit gewogener Schminke, denn die Menschen nehmen ungewogene – zur Unterscheidung. Würde er sich mit ungewogener schminken, wäre es, als würde er zum Vajra [?]; darum schminkt er sich mit gewogener, zur Freundschaft. Als Indra Vṛtra erschlug, starben dessen Gewässer dahin; was an ihnen rein, opferwürdig und gottgemäß war, floss als Wasser fort, der Rest wurde zu Darbha-Gras. Dass man mit einem Büschel Darbha-Gras läutert, heißt: Man läutert mit eben jenen Gewässern, die rein, opferwürdig und gottgemäß waren. Er läutert mit zwei Halmen – damit läutert er mit Tag und Nacht. Er läutert mit drei – drei sind diese Welten, mit ihnen läutert er. Er läutert mit fünf – die Paṅkti hat fünf Silben, das Opfer gehört zur Paṅkti, für das Opfer läutert er. Er läutert mit sechs – sechs sind die Jahreszeiten, mit ihnen läutert er. Er läutert mit sieben – sieben sind die Versmaße, mit ihnen läutert er. Er läutert mit neun – neun sind die Atemkräfte im Menschen, mit dem Atem läutert er. Er läutert mit einundzwanzig – zehn sind die Finger der Hände, zehn die der Füße, einundzwanzigstes das Selbst; soviel eben der Mensch ist, mit diesem vollen Umfang läutert er ihn. 'Der Herr des Denkens läutere dich', spricht er; das Denken ist der Citpati, mit dem Denken läutert er ihn. 'Der Herr der Rede läutere dich', spricht er; mit der Rede läutert er ihn. 'Der Gott Savitṛ läutere dich', spricht er; von Savitṛ angetrieben läutert er ihn. 'Für dich, o Herr der Läuterung, mit der Läuterung – wem auch immer ich dies zu läutern vermöchte' [?], spricht er; damit erbittet er sich diesen Segenswunsch. Er macht dies in den Himmelsrichtungen sichtbar. Er ließ Weihe und Askese eingehen. Er badet an der Furt: Das entspricht dem Auswerfen der Menschen [?]. Damit schminkt er sich zur Freundschaft. Mit fünf Handlungen vollzieht er den vollen Umfang.

Wort für Wort
prācīnavaṃśaṃ
den Prācīnavaṃśa (Pfostenbau)
karoti
errichtet er
devamanuṣyā
Götter-und-Menschen
diśo
die Richtungen
vyabhajanta
teilten sich auf
prācīṃ
den Osten
devā
die Götter
dakṣiṇā
den Süden
pitaraḥ
die Väter
pratīcīṃ
den Westen
manuṣyā
die Menschen
udīcīṃ
den Norden
rudrā
die Rudras
yatprācīnavaṃ
wenn den Prācīnavaṃśa [?]
śaṃ
-śa (Wortrest) [?]
karoti
er errichtet
devalokameva
eben die Götterwelt
tadyajamāna
da der Opferherr
upāvartate
wendet sich zu
pari
an- (Präfix)
śrayatyantarhito
lehnt sich an; entrückt
hi
denn
devaloko
die Götterwelt
manuṣyalokānnāsmāllokāthsvetavyamivetyāhuḥ
von-der-Menschenwelt(entrückt); 'nicht-von-dieser-Welt-hinüberwollen'-sagen-sie [?]
ko
wer
hi
denn
tadveda
weiß das
yadyamuṣmi3ṃlloke'sti
ob er in jener Welt ist
vā
oder
na
nicht
veti
oder-nicht (Redeschluss)
dikṣvatīkāśānkaro
in-den-Richtungen sichtbar macht(-
tyubhayorlokayorabhijityai
-t); zur Eroberung beider Welten
keśaśmaśru
Haar-und-Bart
vapate
lässt sich scheren
nakhāni
die Nägel
ni
ab- (Präfix)
kṛntate
schneidet sich
mṛtā
tot
vā
ja
eṣā
diese
tvagamedhyā
Haut ist unrein
yatkeśaśmaśru
da Haar-und-Bart
mṛtāmeva
die tote eben
tvacamamedhyāmapahatya
die unreine Haut wegschaffend
yajñiyo
opferwürdig
bhūtvā
geworden
medhamupaityaṃgirasaḥ
tritt-in-die-Weihe-ein; die Aṅgiras
suvargaṃ
zur himmlischen
lokaṃ
Welt
yanto'psu
gehend; ins Wasser
dīkṣātapasī
Weihe-und-Askese
prāveśayannapsu
eingehen ließen; im Wasser
snāti
badet er
sākṣādeva
unmittelbar eben
dīkṣātapasī
Weihe-und-Askese
ava
für-sich- (Präfix)
ruṃdhe
gewinnt er
tīrthe
an einer Furt
snāti
badet er
tīrthe
an einer Furt
hi
denn
te
sie (die Aṅgiras)
tāṃ
sie (Weihe/Askese)
prāveśayantīrthe
ließen-eingehen; an der Furt
snāti
badet er
tīrthameva
eben die Furt
samānānāṃ
der Weihegenossen
bhavatyapo'śnātyantarata
wird (gemeinsam); Wasser trinkt er; von innen
eva
eben
medhyo
rein
bhavati
wird er
vāsasā
durch ein Gewand
dīkṣayati
lässt weihen
saumyaṃ
somahaft
vai
ja
kṣaumaṃ
das Leinengewand
devatayā
der Gottheit nach
somameṣa
zu Soma; dieser
devatāmupaiti
geht zur Gottheit ein
yo
wer
dīkṣate
sich weiht
somasya
des Soma
tanūrasi
du bist der Leib
tanuvaṃ
den Leib
me
meinen
pāhītyāha
'schütze' spricht er
svāmeva
eben zur eigenen
devatāmupaityatho
Gottheit geht ein; und
āśiṣamevaitāmā
eben diesen Segenswunsch
śāste'gnestūṣādhānaṃ
erbittet er sich; Agnis das Gewebe [?]
vāyorvātapānaṃ
Vāyus die Luftöffnung
pitṛṇāṃ
der Väter
nīviroṣadhīnāṃ
das Untergewand; der Pflanzen
praghāta
das Ausgeworfene [?]
ādityānāṃ
der Ādityas
prācīnatāno
der ostwärts gespannte Faden
viśveṣāṃ
der Viśve(-Devās)
devānāmoturnakṣatrāṇāmatīkāśāstadvā
der Götter Einschlagfaden [?]; der Sterne Hervortretendes; das eben
etathsarvadevatyaṃ
das ist allen Gottheiten gehörig
yadvāso
weil das Gewand
yadvāsasā
dass mit dem Gewand
dīkṣayati
er weiht
sarvābhirevainaṃ
mit allen eben ihn
devatābhirdīkṣayati
mit den Gottheiten weiht er
bahiḥprāṇo
der Atem nach außen
vai
ja
manuṣyastasyāśanaṃ
der Mensch; dessen Speise
prāṇo'śnāti
der Atem isst mit
saprāṇa
mit dem Atem zugleich
eva
eben
dīkṣata
weiht sich
āśito
gesättigt
bhavati
wird er
yāvānevāsya
soviel eben wie sein
prāṇastena
Atem (braucht); damit
saha
zusammen
medhamupaiti
tritt in die Weihe ein
ghṛtaṃ
das Ghee
devānāṃ
der Götter
mastu
(ist) Molke
pitṛṇāṃ
der Väter
niṣpakvaṃ
das Gargekochte [?]
manuṣyāṇāṃ
der Menschen
tadvā
das eben
etathsarvadevatyaṃ
das ist allen Gottheiten gehörig
yannavanītaṃ
das Butterschmalz
yannavanītenābhyaṅkte
dass er sich mit Butterschmalz einsalbt
sarvā
alle
eva
eben
devatāḥ
Gottheiten
prīṇāti
erfreut er
pracyuto
fortgerückt
vā
gleichsam
eṣo'smāllokādagato
dieser von dieser Welt gegangen
devalokaṃ
zur Götterwelt
yo
der (Geweihte)
dīkṣito'ntareva
der Geweihte; innen gleichsam
navanītaṃ
das Butterschmalz
tasmānnavanītenābhyaṅkte'nulomaṃ
deshalb salbt er sich mit Butterschmalz; in der Reihenfolge
yajuṣā
mit dem Opferspruch
vyāvṛttyā
mit der Umwendungsformel
indro
Indra
vṛtramahantasya
als er Vṛtra erschlug; dessen
kanīnikā
der Augenwinkel
parāpatattadāñjanamabhavadyadāṅkte
fiel herab; wurde zur Augenschminke; wenn er sich schminkt
cakṣureva
eben das Auge
bhrātṛvyasya
des Rivalen
vṛṅkte
entreißt er
dakṣiṇaṃ
das rechte (Auge)
pūrvamāṅkte
zuerst schminkt er
savyaṃ
das linke
hi
denn
pūrvaṃ
zuerst
manuṣyā
die Menschen
āñjate
schminken sich
na
nicht
ni
herab- (Präfix)
dhāvate
lässt er laufen
nīva
herab, gleichsam [?]
hi
denn
manuṣyā
die Menschen
dhāvante
lassen laufen
pañca
fünf
kṛtva
-mal
āṅkte
schminkt er sich
pañcākṣarā
fünfsilbig
paṅktiḥ
(ist) die Paṅkti
pāṅkto
zur Paṅkti gehörig
yajño
(ist) das Opfer
yajñamevāva
eben das Opfer
ruṃdhe
gewinnt er
parimitamāṅkte'parimitaṃ
mit abgemessener schminkt er sich; mit unabgemessener
hi
denn
manuṣyā
die Menschen
āñjate
schminken sich
satūlayāṅkte'patūlayā
mit gewogener schminkt er sich; mit ungewogener
hi
denn
manuṣyā
die Menschen
āñjate
schminken sich
vyāvṛttyai
zur Unterscheidung
yadapatūlayāṃjīta
würde er mit ungewogener sich schminken
vajra
zum Vajra [?]
iva
gleichsam
syāthsatūlayāṅkte
würde es sein; mit gewogener schminkt er sich
mitratvāye
zur Freundschaft
ndro
Indra (Wortrest) [?]
vṛtramahanthso'2po'2bhyamriyata
als er Vṛtra erschlug; dessen Gewässer starben dahin
tāsāṃ
von ihnen (den Gewässern)
yanmedhyaṃ
was rein
yajñiyaṃ
opferwürdig
sadevamāsīttadapodakrāmatte
gottgemäß war; das ging als Wasser fort; die
darbhā
Darbha-Gräser
abhavan
wurden (daraus)
yaddarbha
dass mit Darbha-
puṃjīlaiḥ
-Büscheln
pavayati
läutert man
yā
die
eva
eben
medhyā
reinen
yajñiyāḥ
opferwürdigen
sadevā
gottgemäßen
āpastābhirevainaṃ
Gewässer; mit diesen eben ihn
pavayati
läutert man
dvābhyāṃ
mit zweien
pavayatyahorātrābhyāmevainaṃ
läutert man; mit Tag-und-Nacht eben ihn
pavayati
läutert man
tribhiḥ
mit dreien
pavayati
läutert man
traya
drei
ime
diese
lokā
Welten
ebhirevainaṃ
mit diesen eben ihn
lokaiḥ
Welten
pavayati
läutert man
pañcabhiḥ
mit fünfen
pavayati
läutert man
pañcākṣarā
fünfsilbig
paṅktiḥ
(ist) die Paṅkti
pāṅkto
zur Paṅkti gehörig
yajño
(ist) das Opfer
yajñāyaivainaṃ
für das Opfer eben ihn
pavayati
läutert man
ṣaḍbhiḥ
mit sechsen
pavayati
läutert man
ṣaḍvā
sechs ja
ṛtava
(sind) die Jahreszeiten
ṛtubhirevainaṃ
mit den Jahreszeiten eben ihn
pavayati
läutert man
saptabhiḥ
mit sieben
pavayati
läutert man
sapta
sieben
chandāṃsi
(sind) die Versmaße
chandobhirevainaṃ
mit den Versmaßen eben ihn
pavayati
läutert man
navabhiḥ
mit neun
pavayati
läutert man
nava
neun
vai
ja
puruṣe
im Menschen
prāṇāḥ
(sind) die Atemkräfte
saprāṇamevainaṃ
mit dem Atem eben ihn
pavayatyekaviṃśatyā
läutert man; mit einundzwanzig
pavayati
läutert man
daśa
zehn
hastyā
der Hand(-Finger)
aṅgulayo
Finger
daśa
zehn
padyā
der Fuß(-Finger)
ātmaikaviṃśo
das Selbst als einundzwanzigstes
yāvāneva
soviel eben
puruṣastamaparivargaṃ
(ist) der Mensch; mit diesem vollen Umfang
pavayati
läutert man
citpatistvā
'der Citpati dich
punātvityāha
läutere' spricht er
mano
das Denken
vai
ja
citpatirmanasaivainaṃ
(ist) Citpati; mit dem Denken eben ihn
pavayati
läutert man
vākpatistvā
'der Vākpati dich
punātvityāha
läutere' spricht er
vācaivainaṃ
mit der Rede eben ihn
pavayati
läutert man
devastvā
'der Gott dich
savitā
Savitṛ
punātvityāha
läutere' spricht er
savitṛprasūta
von Savitṛ angetrieben
evainaṃ
eben ihn
pavayati
läutert man
tasya
'für dich
te
dein
pavitrapate
o Herr der Läuterung
pavitreṇa
mit der Läuterung
yasmai
wem auch immer
kaṃ
dies [?]
pune
zu läutern
tacchakeyamityāhāśiṣamevaitāmā
vermöchte ich das' spricht er; eben diesen Segenswunsch
śāste
erbittet er sich
atīkāśān
sichtbar (macht er)
karotyaveśayantīrthe
er macht; ließ eingehen; an der Furt
snāti
badet er
praghāto
(das ist) das Auswerfen
manuṣyāṇāṃ
der Menschen [?]
tadvā
damit eben
āṅkte
schminkt er sich
mitratvāya
zur Freundschaft
paṃcabhiraparivargamaṣṭā
mit fünf (Handlungen) den vollen Umfang; acht-
catvāriṃśacca
und-vierzig [Wortzahl: 48]

yāvanto vai devā yajñāyāpunata ta evābhavan ya evaṃ vidvān, yajñāya punīte bhavatyeva bahiḥ pavayitvāntaḥ pra pādayati manuṣyaloka evainaṃ pavayitvā pūtaṃ devalokaṃ praṇayatyadīkṣita ekayāhutyetyāhuḥ sruveṇa catasro juhoti dīkṣitatvāya srucā pañcamīṃ pañcākṣarā paṅktiḥ pāṅkto yajño yajñamevāva ruṃdha ākūtyai prayuje'gnaye svāhetyāhākūtyā hi puruṣo yajñamabhi prayuṅkte yajeyeti medhāyai manase'gnaye svāhetyāha medhayā hi manasā puruṣo yajñamabhigacchati sarasvatyai pūṣṇe'gnaye svāhetyāha vāgvai sarasvatī pṛthivī pūṣā vācaiva pṛthivyā yajñaṃ pra yuṅkta āpo devīrbṛhatīrviśvaśaṃbhuva ityāha yā vai varṣyāstā āpo devīrbṛhatīrviśvaśaṃbhuvo yadetadyajurna brūyāddivyā āpo'śāntā imaṃ lokamā gaccheyurāpo devīrbṛhatīrviśvaśaṃbhuva ityāhāsmā evainā lokāya śamayati tasmācchāntā imaṃ lokamā gacchanti dyāvāpṛthivī ityāha dyāvāpṛthivyorhi yajña urvantarikṣamityāhāntarikṣe hi yajño bṛhaspatirno haviṣā vṛdhā tvityāha brahma vai devānāṃ bṛhaspatirbrahmaṇaivāsmai yajñamava ruṃdhe yadbrūyādvidheriti yajñasthāṇumṛcchedvṛdhātvityāha yajñasthāṇumeva pari vṛṇakti prajāpatiryajñamasṛjata so'smāthsṛṣṭaḥ parāṅaithsa pra yajuravlīnātpra sāma tamṛgudayacchadyadṛgudayacchat tadaud grahaṇasyaud grahaṇatvamṛcā juhoti yajñasyodyatyā anuṣṭupchaṃdasāmudayacchadityāhustasmādanuṣṭubhā juhoti yajñasyodyatyai dvādaśa vāthsabandhānyudayacchannityāhustasmāddvādaśabhirvāthsabandhavido dīkṣayanti sā vā eṣarganuṣṭugvāganuṣṭugyadetayarcā dīkṣayati vācaivainaṃ sarvayā dīkṣayati viśve devasya neturityāha sāvitryetena marto vṛṇīta sakhya mityāha pitṛdevatyaitena viśve rāya iṣudhyasītyāha vaiśvadevyetena dyumnaṃ vṛṇīta puṣyasa ityāha pauṣṇyetena sā vā eṣarksarvadevatyā yadetayarcā dīkṣayati sarvābhirevainaṃ devatābhirdīkṣayati saptākṣaraṃ prathamaṃ padamaṣṭākṣarāṇi trīṇi yāni trīṇi tānyaṣṭāvupayanti yāni catvāri tānyaṣṭau yadaṣṭākṣarā tena gāyatrī yadekādaśākṣarā tena triṣṭugyaddvādaśākṣarā tena jagatī sā vā eṣarksarvāṇi chandāṃsi yadetayarcā dīkṣayati sarvebhirevainaṃ chandobhirdīkṣayati saptākṣaraṃ prathamaṃ padaṃ saptapadā śakvarī paśavaḥ śakvarī paśūnevāva ruṃdha ekasmādakṣarādanāptaṃ prathamaṃ padaṃ tasmādyadvāco'nāptaṃ tanmanuṣyā upa jīvanti pūrṇayā juhoti pūrṇa iva hi prajāpatiḥ prajāpaterāptyai nyūnayā juhoti nyūnāddhi prajāpatiḥ prajā asṛjata prajānāṃ sṛṣṭyai agnaye tā vṛdhātvṛcā sakhyantena juhoti pañcadaśa ca

So viele Götter für das Opfer geläutert wurden, ebendiese wurden eben dieses Opfer; wer das weiß, wird ebenso für das Opfer geläutert. Er läutert außen am Feuer und lässt das Geläuterte drinnen einfließen – nur in der Menschenwelt läutert er, den Geläuterten aber führt er zur Götterwelt hin. 'Der Ungeweihte opfert mit einem einzigen Opferguss', sagen sie. Mit dem Sruva-Löffel gießt er viermal, zur Weihe; mit dem Sruc-Löffel den fünften Guss – die Paṅkti hat fünf Silben, und das Opfer gehört zur Paṅkti, so gewinnt er eben das Opfer. 'Für die Absicht, für den, der das Opfer betreibt, für Agni, Svāhā', spricht er; denn durch die Absicht betreibt der Mensch das Opfer, mit dem Gedanken 'ich will opfern'. 'Für die Opferweisheit, für das Denken, für Agni, Svāhā', spricht er; denn durch Opferweisheit und Denken geht der Mensch zum Opfer. 'Für Sarasvatī, für Pūṣan, für Agni, Svāhā', spricht er; Sarasvatī ist die Rede, Pūṣan die Erde – mit der Rede betreibt er eben mittels der Erde das Opfer. 'Die göttlichen Wasser, die großen, allen wohltuenden', spricht er – das sind die Regenwasser, die göttlichen, großen, allen wohltuenden. Spräche er diesen Opferspruch nicht, kämen die himmlischen, ungestillten Wasser in diese Welt herab; 'die göttlichen Wasser, die großen, allen wohltuenden', spricht er – damit besänftigt er sie eben für diese Welt, deshalb kommen sie besänftigt hierher herab. 'Für Himmel und Erde', spricht er, denn Himmel und Erde gehört das Opfer. 'Für den weiten Luftraum', spricht er, denn im Luftraum ist das Opfer. 'Bṛhaspati, stärke uns durch die Opfergabe', spricht er; Bṛhaspati ist das heilige Wort der Götter, mit dem heiligen Wort gewinnt er ihm eben das Opfer. Würde er 'gemäß der Vorschrift' sagen, träfe er den Opferpfahl unheilvoll; er sagt stattdessen 'stärke' – so umgeht er eben den Opferpfahl. Prajāpati schuf das Opfer; von ihm geschaffen, entwich es ihm. Der Yajus-Spruch löste sich davon, der Sāman-Gesang löste sich davon, der Ṛc-Vers hielt es zurück. Dass der Ṛc-Vers es zurückhielt, das ist das 'Zurückhalten' (audgrahaṇa), daher der Name Udgrahaṇa. Man opfert mit einem Ṛc-Vers, um das Opfer zurückzuhalten. 'Die Anuṣṭubh hielt es unter den Versmaßen zurück', sagen sie, deshalb opfert man mit der Anuṣṭubh, zum Zurückhalten des Opfers. 'Zwölf oder so viele Verbündete [?] hielten es zurück', sagen sie, deshalb weihen die, die um diese Verbündeten [?] wissen, mit zwölf Versen oder entsprechend. Jener Vers ist nämlich die Anuṣṭubh, und die Rede ist die Anuṣṭubh; indem er mit diesem Vers weiht, weiht er ihn eben mit der ganzen Rede. 'Des Viśvadeva Lenker', spricht er – damit gehört der Vers der Sāvitrī; 'damit wähle der Sterbliche Freundschaft', spricht er – damit den Vätern als Gottheit; 'alle mögen nach Reichtum verlangen [?]', spricht er – damit den Viśve Devās; 'du mögest Glanz gewinnen', spricht er – damit dem Pūṣan. Jener Vers gehört also allen Gottheiten zugleich; indem er mit diesem Vers weiht, weiht er ihn eben mit allen Gottheiten. Sieben Silben hat die erste Pāda, acht Silben je die drei folgenden – welche drei bis acht heranreichen [?], welche vier bis acht. Weil der Vers acht Silben hat, gehört er dadurch der Gāyatrī, weil elf, der Triṣṭubh, weil zwölf, der Jagatī. Jener Vers vereint also alle Versmaße; indem er mit ihm weiht, weiht er eben mit allen Versmaßen. Sieben Silben hat die erste Pāda; die Śakvarī hat sieben Pādas – Vieh ist die Śakvarī, damit gewinnt er eben Vieh. Von der einen Silbe an ist die erste Pāda unvollständig; deshalb leben die Menschen von dem, was an der Rede unvollständig ist [?]. Er opfert mit dem vollen Löffel, denn Prajāpati war gleichsam voll – zur Erlangung des Prajāpati. Er opfert mit dem unvollen Löffel, denn aus dem Unvollen heraus schuf Prajāpati die Geschöpfe – zur Schöpfung der Geschöpfe. 'Für Agni, diese Kräfte mögen ihn stärken' – mit diesem Vers 'Freundschaft' opfert er.

Wort für Wort
yāvanto
so viele
vai
ja
devā
Götter
yajñāyāpunata
für das Opfer wurden geläutert
ta
diese
evābhavan
eben wurden (dies)
ya
wer
evaṃ
so
vidvān,
weiß (Wissender)
yajñāya
für das Opfer
punīte
wird geläutert
bhavatyeva
wird eben
bahiḥ
außen
pavayitvāntaḥ
geläutert habend; innen
pra
hinein- (Präfix)
pādayati
lässt einfließen
manuṣyaloka
in der Menschenwelt
evainaṃ
eben ihn
pavayitvā
geläutert habend
pūtaṃ
den Geläuterten
devalokaṃ
zur Götterwelt
praṇayatyadīkṣita
führt er hin; der Ungeweihte
ekayāhutyetyāhuḥ
'mit einem einzigen Opferguss' sagen sie
sruveṇa
mit dem Sruva-Löffel
catasro
viermal
juhoti
gießt er
dīkṣitatvāya
zur Weihe
srucā
mit dem Sruc-Löffel
pañcamīṃ
den fünften (Guss)
pañcākṣarā
fünfsilbig
paṅktiḥ
(ist) die Paṅkti
pāṅkto
zur Paṅkti gehörig
yajño
(ist) das Opfer
yajñamevāva
eben das Opfer
ruṃdha
gewinnt er
ākūtyai
für die Absicht
prayuje'gnaye
für den, der (es) betreibt; für Agni
svāhetyāhākūtyā
'Svāhā' spricht er; durch die Absicht
hi
denn
puruṣo
der Mensch
yajñamabhi
das Opfer -hin
prayuṅkte
betreibt er
yajeyeti
'ich will opfern' (denkt er)
medhāyai
für die Opferweisheit
manase'gnaye
für das Denken; für Agni
svāhetyāha
'Svāhā' spricht er
medhayā
durch Opferweisheit
hi
denn
manasā
und Denken
puruṣo
der Mensch
yajñamabhigacchati
geht zum Opfer
sarasvatyai
für Sarasvatī
pūṣṇe'gnaye
für Pūṣan; für Agni
svāhetyāha
'Svāhā' spricht er
vāgvai
die Rede ja
sarasvatī
(ist) Sarasvatī
pṛthivī
die Erde
pūṣā
(ist) Pūṣan
vācaiva
eben mit der Rede
pṛthivyā
mittels der Erde
yajñaṃ
das Opfer
pra
hin- (Präfix)
yuṅkta
betreibt er
āpo
'die Wasser
devīrbṛhatīrviśvaśaṃbhuva
die göttlichen, die großen, die allen-wohltuenden
ityāha
so spricht er
yā
die
vai
ja
varṣyāstā
Regenwasser (sind) diese
āpo
Wasser
devīrbṛhatīrviśvaśaṃbhuvo
die göttlichen, großen, allen-wohltuenden
yadetadyajurna
würde diesen Opferspruch nicht
brūyāddivyā
er sprechen; die himmlischen
āpo'śāntā
Wasser, ungestillt
imaṃ
in diese
lokamā
Welt herab-
gaccheyurāpo
-kämen; 'die Wasser
devīrbṛhatīrviśvaśaṃbhuva
die göttlichen, großen, allen-wohltuenden
ityāhāsmā
spricht er; für diese
evainā
eben sie
lokāya
der Welt
śamayati
besänftigt er
tasmācchāntā
deshalb besänftigt
imaṃ
in diese
lokamā
Welt herab-
gacchanti
-kommen sie
dyāvāpṛthivī
'Himmel-und-Erde'
ityāha
spricht er
dyāvāpṛthivyorhi
denn Himmel-und-Erde
yajña
(gehört) das Opfer
urvantarikṣamityāhāntarikṣe
'den weiten Luftraum' spricht er; im Luftraum
hi
denn
yajño
(ist) das Opfer
bṛhaspatirno
'Bṛhaspati uns
haviṣā
durch die Opfergabe
vṛdhā
stärke
tvityāha
doch' spricht er
brahma
das heilige Wort
vai
ja
devānāṃ
der Götter
bṛhaspatirbrahmaṇaivāsmai
(ist) Bṛhaspati; mit dem heiligen Wort eben ihm
yajñamava
das Opfer
ruṃdhe
gewinnt er
yadbrūyādvidheriti
würde er sagen 'gemäß der Vorschrift'
yajñasthāṇumṛcchedvṛdhātvityāha
träfe er den Opferpfahl; 'stärke doch' spricht er
yajñasthāṇumeva
eben den Opferpfahl
pari
um-
vṛṇakti
-geht er
prajāpatiryajñamasṛjata
Prajāpati schuf das Opfer
so'smāthsṛṣṭaḥ
es, von ihm geschaffen
parāṅaithsa
entwich weiter; es
pra
los- (Präfix)
yajuravlīnātpra
der Yajus-Spruch löste sich; los-
sāma
der Sāman-Gesang
tamṛgudayacchadyadṛgudayacchat
den hielt der Ṛc-Vers zurück; dass der Ṛc-Vers zurückhielt
tadaud
das (ist) 'Aud-
grahaṇasyaud
-grahaṇa'; 'Aud-
grahaṇatvamṛcā
-grahaṇa'-Name; mit dem Ṛc-Vers
juhoti
opfert man
yajñasyodyatyā
zum Zurückhalten des Opfers
anuṣṭupchaṃdasāmudayacchadityāhustasmādanuṣṭubhā
'die Anuṣṭubh hielt es unter den Versmaßen zurück' sagen sie; deshalb mit der Anuṣṭubh
juhoti
opfert man
yajñasyodyatyai
zum Zurückhalten des Opfers
dvādaśa
zwölf
vāthsabandhānyudayacchannityāhustasmāddvādaśabhirvāthsabandhavido
'oder so-viele Verbündete[?] hielten es zurück' sagen sie; deshalb die Kenner der Verbündeten[?] mit zwölf oder entsprechend
dīkṣayanti
weihen sie
sā
jener (Vers)
vā
ja
eṣarganuṣṭugvāganuṣṭugyadetayarcā
(ist) die Anuṣṭubh, die Rede (ist) die Anuṣṭubh; dass mit diesem Vers
dīkṣayati
er weiht
vācaivainaṃ
mit der Rede eben ihn
sarvayā
ganzen
dīkṣayati
weiht er
viśve
'des Viśvadeva[Viśve]
devasya
Gottes
neturityāha
Lenker' spricht er
sāvitryetena
der Sāvitrī gehört (der Vers) damit
marto
'der Sterbliche
vṛṇīta
wähle
sakhya
Freundschaft
mityāha
' spricht er
pitṛdevatyaitena
den Vätern-als-Gottheit (gehört er) damit
viśve
'alle
rāya
nach Reichtum
iṣudhyasītyāha
mögen verlangen [?]' spricht er
vaiśvadevyetena
den Viśve-Devās (gehört er) damit
dyumnaṃ
'Glanz
vṛṇīta
mögest du gewinnen
puṣyasa
gedeihen [?]
ityāha
' spricht er
pauṣṇyetena
dem Pūṣan (gehört er) damit
sā
jener (Vers)
vā
ja
eṣarksarvadevatyā
(ist) allen-Gottheiten-gehörig
yadetayarcā
dass mit diesem Vers
dīkṣayati
er weiht
sarvābhirevainaṃ
mit allen eben ihn
devatābhirdīkṣayati
mit den Gottheiten weiht er
saptākṣaraṃ
sieben Silben (hat)
prathamaṃ
die erste
padamaṣṭākṣarāṇi
Pāda; acht Silben (haben)
trīṇi
die drei (folgenden)
yāni
die
trīṇi
drei
tānyaṣṭāvupayanti
diese reichen bis acht heran
yāni
die
catvāri
vier
tānyaṣṭau
diese (reichen) bis acht
yadaṣṭākṣarā
weil achtsilbig
tena
damit
gāyatrī
(gehört er) der Gāyatrī
yadekādaśākṣarā
weil elfsilbig
tena
damit
triṣṭugyaddvādaśākṣarā
(gehört er) der Triṣṭubh; weil zwölfsilbig
tena
damit
jagatī
(gehört er) der Jagatī
sā
jener (Vers)
vā
ja
eṣarksarvāṇi
(vereint) alle
chandāṃsi
Versmaße
yadetayarcā
dass mit diesem Vers
dīkṣayati
er weiht
sarvebhirevainaṃ
mit allen eben ihn
chandobhirdīkṣayati
mit den Versmaßen weiht er
saptākṣaraṃ
sieben Silben (hat)
prathamaṃ
die erste
padaṃ
Pāda
saptapadā
siebenfüßig (ist)
śakvarī
die Śakvarī
paśavaḥ
(ist) Vieh
śakvarī
die Śakvarī
paśūnevāva
eben Vieh
ruṃdha
gewinnt er
ekasmādakṣarādanāptaṃ
von der einen Silbe an unvollständig
prathamaṃ
(ist) die erste
padaṃ
Pāda
tasmādyadvāco'nāptaṃ
deshalb was an der Rede unvollständig ist
tanmanuṣyā
davon die Menschen
upa
-
jīvanti
leben
pūrṇayā
mit dem vollen (Löffel)
juhoti
opfert er
pūrṇa
voll
iva
gleichsam
hi
denn
prajāpatiḥ
war Prajāpati
prajāpaterāptyai
zur Erlangung des Prajāpati
nyūnayā
mit dem unvollen (Löffel)
juhoti
opfert er
nyūnāddhi
denn aus dem Unvollen
prajāpatiḥ
Prajāpati
prajā
die Geschöpfe
asṛjata
schuf
prajānāṃ
der Geschöpfe
sṛṣṭyai
zur Schöpfung
agnaye
'für Agni
tā
diese (Kräfte)
vṛdhātvṛcā
mögen stärken'; mit diesem Vers
sakhyantena
'Freundschaft'; damit
juhoti
opfert er
pañcadaśa
fünfzehn
ca
und [Anuvāka-Zahl: 15]

ṛksāme vai devebhyo yajñāyātiṣṭhamāne kṛṣṇo rūpaṃ kṛtvāpakramyātiṣṭhatāṃ te'manyanta yaṃ vā ime upāvarthsyataḥ sa idaṃ bhaviṣyatīti te upāmantrayanta te ahorātrayormahimānamapanidhāya devānupāvartetāmeṣa vā ṛco varṇo yacchuklaṃ kṛṣṇājinasyaiṣa sāmno yatkṛṣṇamṛksāmayoḥ śilpe stha ityāharksāme evāva ruṃdha eṣa vā ahno varṇo yacchuklaṃ kṛṣṇājinasyaiṣa rātriyā yatkṛṣṇaṃ yadevainayostatra nyaktaṃ tadevāva ruṃdhe kṛṣṇājinena dīkṣayati brahmaṇo vā etadrūpaṃ yatkṛṣṇājinaṃ brahmaṇaivainaṃ dīkṣayatīmāṃ dhiyaṃ śikṣamāṇasya devetyāha yathāyajurevaitadgarbho vā eṣa yaddīkṣita ulbaṃ vāsaḥ prorṇute tasmād garbhāḥ prāvṛtā jāyante na purā somasya krayādaporṇvīta yatpurā somasya krayādaporṇvīta garbhāḥ prajānāṃ parāpātukāḥ syuḥ krīte some'porṇute jāyata eva tadatho yathā vasīyāṃ saṃ pratyaporṇute tādṛgeva tadaṃgirasaḥ suvargaṃ lokaṃ yanta ūrjaṃ vyabhajanta tato yadatyaśiṣyata te śarā abhavannūrgvai śarā yaccharamayī mekhalā bhavatyūrjamevāva ruṃdhe madhyataḥ saṃ nahyati madhyata evāsmā ūrjaṃ dadhāti tasmānmadhyata ūrjā bhuñjata ūrdhvaṃ vai puruṣasya nābhyai medhyamavācīnamamedhyaṃ yanmadhyataḥ saṃnahyati medhyaṃ caivāsyāmedhyaṃ ca vyāvartayatīndro vṛtrāya vajraṃ prāharathsa tredhā vyabhavathsphyastṛtīyaṃ rathastṛtīyaṃ yūpastṛtīyaṃ ye'ntaḥśarā aśīryanta te śarā abhavantaccharāṇāṃ śaratvaṃ vajro vai śarāḥ, kṣutkhalu vai manuṣyasya bhrātṛvyo yaccharamayī mekhalā bhavati vajreṇaiva sākṣātkṣudhaṃ bhrātṛvyaṃ madhyato'pa hate trivṛdbhavati trivṛdvai prāṇastrivṛtameva prāṇaṃ madhyato yajamāne dadhāti pṛthvī bhavati rajjūnāṃ vyāvṛttyai mekhalayā yajamānaṃ dīkṣayati yoktreṇa patnīṃ mithunatvāya yajño dakṣiṇāmabhyadhyāyattāṃ samabhavattadindro'cāyathso'manyata yo vā ito janiṣyate sa idaṃ bhaviṣyatīti tāṃ prāviśattasyā indra evājāyata so'manyata yo vai madito'paro janiṣyate sa idaṃ bhaviṣyatīti tasyā anumṛśya yonimācchinathsā sūtavaśābhavattathsūtavaśāyai janma tāṃ haste nyaveṣṭayata tāṃ mṛgeṣu nyadadhāthsā kṛṣṇaviṣāṇābhavadindrasya yonirasi mā mā hiṃsīriti kṛṣṇaviṣāṇāṃ pra yacchati sayonimeva yajñaṃ karoti sayoniṃ dakṣiṇāṃ sayonimindraṃ sayonitvāya kṛṣyai tvā susasyāyā ityāha tasmādakṛṣṭapacyā oṣadhayaḥ pacyante supippalābhyastvauṣadhībhya ityāha tasmādoṣadhayaḥ phalaṃ gṛhṇanti yaddhastena kaṇḍūyeta pāmanaṃ bhāvukāḥ prajāḥ syuryathsmayeta nagnaṃ bhāvukāḥ kṛṣṇaviṣāṇayā kaṇḍūyate'pigṛhya smayate prajānāṃ gopīthāya na purā dakṣiṇābhyo netoḥ kṛṣṇaviṣāṇāmava cṛtedyatpurā dakṣiṇābhyo netoḥ kṛṣṇaviṣāṇāmavacṛtedyoniḥ prajānāṃ parāpātukā syānnītāsu dakṣiṇāsu cātvāle kṛṣṇaviṣāṇāṃ prāsyati yonirvai yajñasya cātvālaṃ yoniḥ kṛṣṇaviṣāṇā yonāveva yoniṃ dadhāti yajñasya sayonitvāya rundha eṣa tasmāccharamayī yūpastṛtīyaṃ mithunatvāya janma hastenāṣṭā catvāriṃśacca

Als Ṛc-Vers und Sāman-Gesang für die Götter zum Opfer bestellt waren, nahmen sie schwarze Gestalt an, zogen sich zurück und blieben stehen. Da dachten die Götter: 'Wen von uns die beiden bei sich aufnehmen, der wird der Erste sein' – so redeten sie sie an. Da legten Ṛc und Sāman die Erhabenheit von Tag und Nacht ab und kehrten zu den Göttern zurück. Dies ist die Farbe des Ṛc, das Weiße an der schwarzen Antilopenhaut, und dies die des Sāman, das Schwarze daran. 'Ihr seid im Kunstwerk von Ṛc und Sāman', spricht er – damit gewinnt er eben Ṛc und Sāman. Dies ist die Farbe des Tages, das Weiße an der schwarzen Antilopenhaut, und dies die der Nacht, das Schwarze daran; was von beiden darin vereint ist, das gewinnt er eben. Er weiht ihn mit der schwarzen Antilopenhaut; diese Gestalt gehört dem heiligen Wort, mit dem heiligen Wort weiht er ihn eben. 'Diese Andacht, o Gott, dem, der sie sich aneignet' [?], spricht er – das entspricht eben dem Spruchwortlaut. Der Geweihte ist gleichsam ein Embryo; er hüllt sich in das Gewand wie in die Fruchthülle, deshalb werden Embryonen umhüllt geboren. Nicht früher, vor dem Somakauf, soll er sich enthüllen; würde er sich vorher enthüllen, wären die Embryonen der Geschöpfe fehlgeburtsgefährdet. Ist der Soma gekauft, enthüllt er sich – eben dann wird er gleichsam geboren. Auch dass er sich vorher in bessere Kleidung hüllt, entspricht demselben Bild. Als die Aṅgiras zur Himmelswelt gingen, teilten sie die Kraft unter sich auf; was dabei übrigblieb, wurde zu den Halmen. Kraft sind ja die Halme; dass der Gürtel aus Halmen besteht, damit gewinnt er eben die Kraft. Er bindet ihn in der Mitte um; genau dort legt er ihm die Kraft an, deshalb genießen die Menschen die Kraft von der Mitte her. Oberhalb des Nabels ist der Mensch rein, unterhalb unrein; dass er in der Mitte umbindet, trennt eben Reines und Unreines an ihm. Indra schleuderte den Vajra gegen Vṛtra; der zerteilte sich dreifach – ein Drittel wurde das Opferschwert (sphya), ein Drittel der Wagen, ein Drittel der Opferpfahl; was innen zersplitterte, wurde zu den Halmen. Daher tragen die Halme diesen Namen: Vajra sind ja die Halme. Der Hunger ist der Rivale des Menschen; dass der Gürtel aus Halmen besteht, damit schlägt er unmittelbar mit dem Vajra den Hunger, den Rivalen, in der Mitte nieder. Er wird dreifach gewunden – dreifach ist der Atem, den dreifachen Atem legt er dem Opferherrn damit in der Mitte an. Er wird breit gemacht, damit er nicht zu einem bloßen Strick wird. Mit dem Gürtel weiht er den Opferherrn, mit dem Riemen die Gattin, zur Paarung. Das Opfer begehrte die Opfergabe und vereinigte sich mit ihr; das bemerkte Indra. Er dachte: 'Wer von hier geboren wird, der wird der Erste sein', und drang in sie ein; aus ihr wurde eben Indra geboren. Er dachte: 'Wer nach mir noch geboren wird, der wird der Erste sein'; da betastete er ihre Scham und schnitt hinein. Sie wurde zur Sūtavaśā – daher der Name Sūtavaśā, wegen dieser Geburt. Er wickelte das Herausgeschnittene um die Hand, legte es dann unter die Wildtiere; es wurde zum schwarzen Horn. 'Du bist Indras Scham, verletze mich nicht', spricht er und reicht das schwarze Horn dar; damit macht er das Opfer, die Opfergabe und Indra ursprungsgleich, zur Vereinigung des Ursprungs. 'Für dich zum Pflügen, für gute Aussaat', spricht er, deshalb reifen die Pflanzen, ohne gepflügt zu werden. 'Für euch, Pflanzen mit guten Früchten', spricht er, deshalb tragen die Pflanzen Frucht. Würde er sich mit der Hand kratzen, wären die Nachkommen anfällig für Ausschlag; würde er mit offenem Mund lächeln, wären sie zur Blöße geneigt [?]. Er kratzt sich also mit dem schwarzen Horn und lächelt mit bedecktem Mund – zum Schutz der Nachkommenschaft. Nicht früher, ehe die Opfergaben verteilt sind, soll er das schwarze Horn wegwerfen; würde er es vorher wegwerfen, wäre der Ursprung der Nachkommen fehlgeburtsgefährdet. Sind die Opfergaben gebracht, wirft er das schwarze Horn in die Opfergrube; der Ursprung des Opfers ist die Opfergrube, und Ursprung ist auch das schwarze Horn – so legt er Ursprung in Ursprung, zur Vereinigung des Opfers mit seinem eigenen Ursprung. Deshalb ist der aus Halmen bestehende Teil das dritte Drittel des Opferpfahls; die Paarung geschieht durch den Gürtel, die Geburt durch die Hand.

Wort für Wort
ṛksāme
Ṛc-und-Sāman
vai
ja
devebhyo
für die Götter
yajñāyātiṣṭhamāne
zum Opfer bestellt (Dual)
kṛṣṇo
schwarz
rūpaṃ
die Gestalt
kṛtvāpakramyātiṣṭhatāṃ
gemacht habend, zurückgezogen, blieben stehen
te'manyanta
sie (die Götter) dachten
yaṃ
wen
vā
von uns
ime
diese beiden
upāvarthsyataḥ
aufnehmen werden
sa
der
idaṃ
dies (der Erste)
bhaviṣyatīti
wird sein (dachten sie)
te
sie
upāmantrayanta
redeten sie an
te
sie (Ṛc und Sāman)
ahorātrayormahimānamapanidhāya
von Tag-und-Nacht die Erhabenheit ablegend
devānupāvartetāmeṣa
zu den Göttern kehrten sie zurück; dies (ist)
vā
ja
ṛco
des Ṛc
varṇo
die Farbe
yacchuklaṃ
das Weiße
kṛṣṇājinasyaiṣa
an-der-schwarzen-Antilopenhaut; dies
sāmno
des Sāman
yatkṛṣṇamṛksāmayoḥ
das Schwarze; 'ihr beide, Ṛc-und-Sāman
śilpe
im Kunstwerk
stha
seid
ityāharksāme
' spricht er; Ṛc-und-Sāman
evāva
eben
ruṃdha
gewinnt er
eṣa
dies (ist)
vā
ja
ahno
des Tages
varṇo
die Farbe
yacchuklaṃ
das Weiße
kṛṣṇājinasyaiṣa
an-der-schwarzen-Antilopenhaut; dies
rātriyā
der Nacht
yatkṛṣṇaṃ
das Schwarze
yadevainayostatra
was eben von beiden dort
nyaktaṃ
vereint ist
tadevāva
eben das
ruṃdhe
gewinnt er
kṛṣṇājinena
mit der schwarzen Antilopenhaut
dīkṣayati
weiht er
brahmaṇo
des heiligen Wortes
vā
ja
etadrūpaṃ
diese Gestalt (ist)
yatkṛṣṇājinaṃ
die schwarze Antilopenhaut
brahmaṇaivainaṃ
mit dem heiligen Wort eben ihn
dīkṣayatīmāṃ
weiht er; diese
dhiyaṃ
Andacht
śikṣamāṇasya
dem, der sie sich aneignet [?]
devetyāha
'o Gott' spricht er
yathāyajurevaitadgarbho
wie der Spruchwortlaut eben; ein Embryo
vā
gleichsam
eṣa
(ist) dieser (Geweihte)
yaddīkṣita
als Geweihter
ulbaṃ
in die Fruchthülle
vāsaḥ
das Gewand
prorṇute
hüllt er sich
tasmād
deshalb
garbhāḥ
die Embryonen
prāvṛtā
umhüllt
jāyante
werden geboren
na
nicht
purā
vorher
somasya
des Soma
krayādaporṇvīta
vor dem Kauf soll er sich enthüllen
yatpurā
würde er vorher
somasya
des Soma
krayādaporṇvīta
vor dem Kauf sich enthüllen
garbhāḥ
die Embryonen
prajānāṃ
der Geschöpfe
parāpātukāḥ
fehlgeburtsgefährdet
syuḥ
wären
krīte
ist gekauft
some'porṇute
der Soma, enthüllt er sich
jāyata
wird geboren
eva
eben
tadatho
dann; auch
yathā
wie
vasīyāṃ
in bessere (Kleidung)
saṃ
sich
pratyaporṇute
hüllt er vorher
tādṛgeva
genau ebendem entspricht
tadaṃgirasaḥ
das (Bild); die Aṅgiras
suvargaṃ
zur himmlischen
lokaṃ
Welt
yanta
gehend
ūrjaṃ
die Kraft
vyabhajanta
teilten sie unter sich auf
tato
davon
yadatyaśiṣyata
was übrigblieb
te
das
śarā
die Halme
abhavannūrgvai
wurden; Kraft ja
śarā
(sind) die Halme
yaccharamayī
dass aus Halmen bestehend
mekhalā
der Gürtel
bhavatyūrjamevāva
ist; die Kraft eben
ruṃdhe
gewinnt er
madhyataḥ
in der Mitte
saṃ
um-
nahyati
bindet er
madhyata
genau in der Mitte
evāsmā
eben ihm
ūrjaṃ
die Kraft
dadhāti
legt er an
tasmānmadhyata
deshalb von der Mitte her
ūrjā
die Kraft
bhuñjata
genießen (die Menschen)
ūrdhvaṃ
oberhalb
vai
ja
puruṣasya
des Menschen
nābhyai
des Nabels
medhyamavācīnamamedhyaṃ
(ist er) rein; unterhalb unrein
yanmadhyataḥ
dass er in der Mitte
saṃnahyati
umbindet
medhyaṃ
das Reine
caivāsyāmedhyaṃ
und eben sein Unreines
ca
und
vyāvartayatīndro
trennt er; Indra
vṛtrāya
gegen Vṛtra
vajraṃ
den Vajra
prāharathsa
schleuderte; der (Vajra)
tredhā
dreifach
vyabhavathsphyastṛtīyaṃ
zerteilte sich; das Opferschwert (sphya) ein Drittel
rathastṛtīyaṃ
der Wagen ein Drittel
yūpastṛtīyaṃ
der Opferpfahl ein Drittel
ye'ntaḥśarā
was innen (als Splitter)
aśīryanta
zersplitterte
te
das
śarā
(wurde) zu Halmen
abhavantaccharāṇāṃ
wurde; das ist der Halme
śaratvaṃ
'Halm'-Name
vajro
Vajra
vai
ja
śarāḥ,
(sind) die Halme
kṣutkhalu
der Hunger fürwahr
vai
ja
manuṣyasya
des Menschen
bhrātṛvyo
(ist) der Rivale
yaccharamayī
dass aus Halmen bestehend
mekhalā
der Gürtel
bhavati
ist
vajreṇaiva
mit dem Vajra eben
sākṣātkṣudhaṃ
unmittelbar den Hunger
bhrātṛvyaṃ
den Rivalen
madhyato'pa
in der Mitte nieder-
hate
schlägt er
trivṛdbhavati
dreifach gewunden wird er
trivṛdvai
dreifach ja
prāṇastrivṛtameva
(ist) der Atem; den dreifachen eben
prāṇaṃ
Atem
madhyato
in der Mitte
yajamāne
dem Opferherrn
dadhāti
legt er an
pṛthvī
breit
bhavati
wird er gemacht
rajjūnāṃ
der bloßen Stricke
vyāvṛttyai
zur Vermeidung
mekhalayā
mit dem Gürtel
yajamānaṃ
den Opferherrn
dīkṣayati
weiht er
yoktreṇa
mit dem Riemen
patnīṃ
die Gattin
mithunatvāya
zur Paarung
yajño
das Opfer
dakṣiṇāmabhyadhyāyattāṃ
begehrte die Opfergabe; mit ihr
samabhavattadindro'cāyathso'manyata
vereinigte sich; das bemerkte Indra; er dachte
yo
wer
vā
ja
ito
von hier
janiṣyate
geboren wird
sa
der
idaṃ
dies (der Erste)
bhaviṣyatīti
wird sein (dachte er)
tāṃ
in sie
prāviśattasyā
drang er ein; aus ihr
indra
Indra
evājāyata
eben wurde geboren
so'manyata
er dachte
yo
wer
vai
ja
madito'paro
nach mir noch
janiṣyate
geboren wird
sa
der
idaṃ
dies (der Erste)
bhaviṣyatīti
wird sein (dachte er)
tasyā
ihre
anumṛśya
betastend
yonimācchinathsā
die Scham schnitt er hinein; sie
sūtavaśābhavattathsūtavaśāyai
wurde zur Sūtavaśā; das der Sūtavaśā
janma
(ist) die Geburt
tāṃ
sie (das Herausgeschnittene)
haste
um die Hand
nyaveṣṭayata
wickelte er
tāṃ
sie
mṛgeṣu
unter die Wildtiere
nyadadhāthsā
legte er; sie
kṛṣṇaviṣāṇābhavadindrasya
wurde zum schwarzen Horn; 'Indras
yonirasi
Scham bist du
mā
mich nicht
mā
mich nicht
hiṃsīriti
verletze' (so spricht er)
kṛṣṇaviṣāṇāṃ
das schwarze Horn
pra
dar-
yacchati
reicht er
sayonimeva
ursprungsgleich eben
yajñaṃ
das Opfer
karoti
macht er
sayoniṃ
ursprungsgleich
dakṣiṇāṃ
die Opfergabe
sayonimindraṃ
ursprungsgleich; Indra
sayonitvāya
zur Vereinigung des Ursprungs
kṛṣyai
'zum Pflügen
tvā
dich
susasyāyā
für gute Aussaat
ityāha
' spricht er
tasmādakṛṣṭapacyā
deshalb ungepflügt-reifend
oṣadhayaḥ
die Pflanzen
pacyante
reifen
supippalābhyastvauṣadhībhya
'für euch, gutfrüchtige Pflanzen
ityāha
' spricht er
tasmādoṣadhayaḥ
deshalb die Pflanzen
phalaṃ
Frucht
gṛhṇanti
tragen
yaddhastena
würde er mit der Hand
kaṇḍūyeta
sich kratzen
pāmanaṃ
anfällig für Ausschlag
bhāvukāḥ
geneigt (dazu)
prajāḥ
die Nachkommen
syuryathsmayeta
wären; würde er lächeln
nagnaṃ
bloß (offenen Mundes)
bhāvukāḥ
geneigt zur Blöße [?]
kṛṣṇaviṣāṇayā
mit dem schwarzen Horn
kaṇḍūyate'pigṛhya
kratzt er sich; bedeckt haltend
smayate
lächelt er
prajānāṃ
der Nachkommenschaft
gopīthāya
zum Schutz
na
nicht
purā
vorher
dakṣiṇābhyo
ehe die Opfergaben
netoḥ
(verteilt) sind
kṛṣṇaviṣāṇāmava
das schwarze Horn weg-
cṛtedyatpurā
-werfe er; würde er vorher
dakṣiṇābhyo
vor den Opfergaben
netoḥ
(verteilt sind)
kṛṣṇaviṣāṇāmavacṛtedyoniḥ
das schwarze Horn wegwerfen; der Ursprung
prajānāṃ
der Nachkommen
parāpātukā
fehlgeburtsgefährdet
syānnītāsu
wäre; sind gebracht
dakṣiṇāsu
die Opfergaben
cātvāle
in die Opfergrube
kṛṣṇaviṣāṇāṃ
das schwarze Horn
prāsyati
wirft er
yonirvai
der Ursprung ja
yajñasya
des Opfers
cātvālaṃ
(ist) die Opfergrube
yoniḥ
Ursprung
kṛṣṇaviṣāṇā
(ist) das schwarze Horn
yonāveva
in Ursprung eben
yoniṃ
Ursprung
dadhāti
legt er
yajñasya
des Opfers
sayonitvāya
zur Ursprungsvereinigung
rundha
erreicht er
eṣa
dies (damit)
tasmāccharamayī
deshalb der aus Halmen bestehende (Teil)
yūpastṛtīyaṃ
des Opferpfahls das dritte
mithunatvāya
zur Paarung
janma
die Geburt
hastenāṣṭā
durch die Hand; acht-
catvāriṃśacca
und-vierzig [Wortzahl 48]

vāgvai devebhyo'pākrāmadyajñāyātiṣṭhamānā sā vanaspatīnprāviśathsaiṣā vāgvanaspatiṣu vadati yā dundubhau yā tūṇave yā vīṇāyāṃ yaddīkṣitadaṇḍaṃ prayacchati vācamevāva ruṃdha auduṃbaro bhavatyūrgvā uduṃbara ūrjamevāva ruṃdhe mukhena saṃ mito bhavati mukhata evāsmā ūrjaṃ dadhāti tasmānmukhata ūrjā bhuñjate krīte some maitrāvaruṇāya daṇḍaṃ pra yacchati maitrāvaruṇo hi purastādṛtvigbhyo vācaṃ vibhajati tāmṛtvijo yajamāne prati ṣṭhāpayanti svāhā yajñaṃ manasetyāha manasā hi puruṣo yajñamabhigacchati svāhā dyāvāpṛthivībhyāmityāha dyāvāpṛthivyorhi yajñaḥ svāhororantarikṣādityāhāntarikṣe hi yajñaḥ svāhā yajñaṃ vātādārabha ityāhāyaṃ vāva yaḥ pavate sa yajñastameva sākṣādā rabhate muṣṭī karoti vācaṃ yacchati yajñasya dhṛtyā adīkṣiṣṭāyaṃ brāhmaṇa iti trirupāgśvāha devebhya evainaṃ prāha triruccairubhayebhya evainaṃ devamanuṣyebhyaḥ prāha na purā nakṣatrebhyo vācaṃ vi sṛjedyatpurā nakṣatrebhyo vācaṃ visṛjedyajñaṃ vicchindyā duditeṣu nakṣatreṣu vrataṃ kṛṇuteti vācaṃ vi sṛjati yajñavrato vai dīkṣito yajñamevābhi vācaṃ vi sṛjati yadi visṛjedvaiṣṇavīmṛcamanu brūyādyajño vai viṣṇuryajñenaiva yajñaṃ saṃ tanoti daivīṃ dhiyaṃ manāmaha ityāha yajñameva tanmradayati supārā no asadvaśa ityāha vyuṣṭimevāva ruṃdhe brahmavādino vadanti hotavyaṃ dīkṣitasya gṛhā3 ina hotavyā3miti havirvai dīkṣito yajjuhuyādyajamānasyāvadāya juhuyādyanna juhuyādyajñaparurantariyādye devā manojātā manoyuja ityāha prāṇā vai devā manojātā manoyujasteṣveva paro'kṣaṃ juhoti tanneva hutaṃ nevāhutagg svapantaṃ vai dīkṣitaṃ rakṣāṃsi jighāṃsantyagniḥ khalu vai rakṣohāgne tvaṃ su jāgṛhi vayaṃ su mandiṣīmahītyāhāgnimevādhipāṃ kṛtvā svapiti rakṣasāmapahatyā avratyamiva vā eṣa karoti yo dīkṣitaḥ svapiti tvamagne vratapā asītyāhāgnirvai devānāṃ vratapatiḥ sa evainaṃ vratamā laṃbhayati deva ā martyeṣvetyāha devo hyeṣa sanmartyeṣu tvaṃ yajñeṣvīḍya ityāhaitaṃ hi yajñeṣvīḍate'pa vai dīkṣitāthsuṣupuṣa iṃdriyaṃ devatāḥ krāmanti viśve devā abhi māmāvavṛtrannityāhendriyeṇaivainaṃ devatābhiḥ saṃ nayati yadetadyajurna brūyādyāvata eva paśūnabhi dīkṣeta tāvanto'sya paśavaḥ syū rāsveyath somā bhūyo bharetyāhāparimitāneva paśūnava ruṃdhe candramasi mama bhogāya bhavetyāha yathādevatamevaināḥ prati gṛhṇāti vāyave tvā varuṇāya tveti yadevametā nānudiśedayathādevataṃ dakṣiṇā gamayedā devatābhyo vṛścyeta yadevametā anudiśati yathādevatameva dakṣiṇā gamayati na devatābhya ā vṛścyate devīrāpo apāṃ napādityāha yadvo medhyaṃ yajñiyaṃ sadevaṃ tadvo māva kramiṣamiti vāvaitadāhācchinnaṃ tantuṃ pṛthivyā anu geṣamityāha setumeva kṛtvātyeti bhuñjate'yaṃ chindyādruṃdhe'gnirāha deva iyaddevatābhya ā trayastriṃśacca

Die Rede entwich den Göttern, als sie zum Opfer bestellt war, und ging in die Bäume ein. Deshalb ist es diese Rede, die in den Bäumen spricht – die in der Kesselpauke, die in der Flöte, die in der Vīṇā. Dass man dem Geweihten einen Stab reicht, damit gewinnt man eben die Rede. Er besteht aus Uḍumbara-Holz; Kraft ist der Uḍumbara, damit gewinnt man eben Kraft. Er wird auf Mundhöhe abgemessen; genau auf Mundhöhe verleiht man ihm damit Kraft, deshalb genießen die Menschen die Kraft vom Munde her. Ist der Soma gekauft, reicht man dem Maitrāvaruṇa-Priester den Stab; denn der Maitrāvaruṇa verteilt zuerst unter den Priestern das Wort, und dieses Wort stellen die Priester beim Opferherrn wieder her. 'Svāhā dem Opfer mit dem Denken', spricht er, denn mit dem Denken geht der Mensch zum Opfer. 'Svāhā für Himmel und Erde', spricht er, denn Himmel und Erde gehört das Opfer. 'Svāhā für den weiten Luftraum', spricht er, denn im Luftraum ist das Opfer. 'Svāhā, ergreife das Opfer vom Wind her', spricht er; was da weht, ist eben das Opfer, das ergreift er damit unmittelbar. Er ballt die Fäuste und hält die Stimme zurück, zur Festigung des Opfers. 'Dieser Brahmane hat sich geweiht' – dreimal spricht er es leise, damit verkündet er es eben den Göttern; dreimal spricht er es laut, damit verkündet er es eben beiden, Göttern und Menschen. Nicht früher, vor dem Aufgang der Sterne, soll er die Stimme loslassen; würde er sie vorher loslassen, würde er das Opfer zerreißen. 'Wenn die Sterne aufgegangen sind, halte das Gelübde' – damit lässt er die Stimme los; der Geweihte hat ja das Opfergelübde zu befolgen, so lässt er die Stimme eben zum Opfer hin los. Sollte er sie dennoch vorher loslassen, so möge er den Vers für Viṣṇu hersagen; das Opfer ist ja Viṣṇu, mit dem Opfer verbindet er eben das Opfer wieder. 'Wir denken an die göttliche Einsicht', spricht er; damit besänftigt er eben das Opfer. 'Gut mögen wir zu dir gelangen, du Herrschender' [?], spricht er; damit gewinnt er eben das gute Aufleuchten. Die Kenner des heiligen Wortes sagen: 'Für den Geweihten soll geopfert werden, nicht für ihn zu Hause' [?]. Der Geweihte ist ja selbst eine Opfergabe; wollte er opfern, sollte er nach Abschneiden eines Anteils für den Opferherrn opfern; er soll nicht alles opfern, sonst würde er zum Opferverderber und störend dazwischengehen. 'Die Götter, aus dem Denken geboren, mit dem Denken vereint', spricht er; die Götter sind ja die Atemkräfte, aus dem Denken geboren, mit dem Denken vereint – ihnen eben opfert er unsichtbar, und das ist weder wirklich geopfert noch ungeopfert. Dem schlafenden Geweihten trachten die Unholde nach dem Leben; Agni ist ja der Unholdtöter. 'Agni, wache du gut, wir wollen recht fröhlich sein', spricht er; damit macht er Agni zum Hüter und schläft, zur Abwehr der Unholde. Wer als Geweihter schläft, verletzt gleichsam das Gelübde; 'du, Agni, seist Hüter des Gelübdes', spricht er; Agni ist ja der Gelübdeherr der Götter, er lässt ihn eben das Gelübde erlangen. 'Gott bist du unter den Sterblichen', spricht er; er ist ja Gott und ist doch zugleich unter den Sterblichen. 'Du bist unter den Opfern anzurufen', spricht er; ihn ruft man ja unter den Opfern an. Die Geweihten sind gleichsam eingeschlafen; dann treten die Gottheiten in die Sinneskraft ein. 'Alle Götter mögen sich zu mir wenden', spricht er; damit vereinigt er ihn eben mit den Gottheiten durch die Sinneskraft. Würde er diesen Opferspruch nicht sprechen, so würde er sich nur so viel Vieh weihen, wie er hätte; 'gebt, dass Soma noch mehr bringe', spricht er, damit gewinnt er eben unbegrenztes Vieh. 'Möge es zu meinem Genuss im Mond sein', spricht er; damit nimmt er die Opfergaben je nach ihrer Gottheit entgegen. 'Für Vāyu dich, für Varuṇa dich' und so weiter – würde er diese nicht den Gottheiten zuweisen, gelangte die Opfergabe nicht gemäß ihrer Gottheit, und er würde von den Gottheiten abgeschnitten; da er sie zuweist, gelangt die Opfergabe eben gemäß ihrer Gottheit, und er wird nicht von den Gottheiten abgeschnitten. 'Die göttlichen Gewässer, der Sohn der Gewässer', spricht er; 'was an euch rein, opferwürdig, gottgemäß ist, davon möge ich nichts übertreten' – eben das sagt er damit. 'Ich will dem an der Erde entlang unzerrissenen Faden folgen', spricht er; damit macht er sich gleichsam einen Damm und gelangt sicher hindurch. Sie genießen ihren Anteil; wer diesen Faden zerschneiden wollte, den hindert er daran – Agni spricht: 'Gott, so groß bin ich' [?].

Wort für Wort
vāgvai
die Rede ja
devebhyo'pākrāmadyajñāyātiṣṭhamānā
entwich den Göttern; als sie zum Opfer bestellt war
sā
sie
vanaspatīnprāviśathsaiṣā
ging in die Bäume ein; diese ist
vāgvanaspatiṣu
die Rede; in den Bäumen
vadati
spricht
yā
die
dundubhau
in der Kesselpauke
yā
die
tūṇave
in der Flöte
yā
die
vīṇāyāṃ
in der Vīṇā
yaddīkṣitadaṇḍaṃ
dass dem Geweihten einen Stab
prayacchati
er reicht
vācamevāva
eben die Rede
ruṃdha
gewinnt er
auduṃbaro
aus Uḍumbara-Holz (ist er)
bhavatyūrgvā
ist; Kraft ja
uduṃbara
(ist) der Uḍumbara
ūrjamevāva
eben Kraft
ruṃdhe
gewinnt er
mukhena
auf Mundhöhe
saṃ
ab-
mito
gemessen
bhavati
wird er
mukhata
genau vom Mund her
evāsmā
eben ihm
ūrjaṃ
Kraft
dadhāti
verleiht er
tasmānmukhata
deshalb vom Mund her
ūrjā
die Kraft
bhuñjate
genießen (die Menschen)
krīte
ist gekauft
some
der Soma
maitrāvaruṇāya
dem Maitrāvaruṇa
daṇḍaṃ
den Stab
pra
dar-
yacchati
reicht er
maitrāvaruṇo
der Maitrāvaruṇa
hi
denn
purastādṛtvigbhyo
zuerst unter den Priestern
vācaṃ
das Wort
vibhajati
verteilt er
tāmṛtvijo
dieses die Priester
yajamāne
beim Opferherrn
prati
wieder-
ṣṭhāpayanti
stellen sie her
svāhā
'Svāhā
yajñaṃ
dem Opfer
manasetyāha
mit dem Denken' spricht er
manasā
mit dem Denken
hi
denn
puruṣo
der Mensch
yajñamabhigacchati
geht zum Opfer
svāhā
'Svāhā
dyāvāpṛthivībhyāmityāha
für Himmel-und-Erde' spricht er
dyāvāpṛthivyorhi
denn Himmel-und-Erde
yajñaḥ
(gehört) das Opfer
svāhororantarikṣādityāhāntarikṣe
'Svāhā für den weiten Luftraum' spricht er; im Luftraum
hi
denn
yajñaḥ
(ist) das Opfer
svāhā
'Svāhā
yajñaṃ
das Opfer
vātādārabha
vom Wind her ergreife
ityāhāyaṃ
' spricht er; dies
vāva
eben
yaḥ
was
pavate
da weht
sa
das (ist)
yajñastameva
das Opfer; das eben
sākṣādā
unmittelbar
rabhate
ergreift er
muṣṭī
die Fäuste
karoti
ballt er
vācaṃ
die Stimme
yacchati
hält er zurück
yajñasya
des Opfers
dhṛtyā
zur Festigung
adīkṣiṣṭāyaṃ
hat sich geweiht; dieser
brāhmaṇa
Brahmane
iti
(so)
trirupāgśvāha
dreimal spricht er leise
devebhya
den Göttern
evainaṃ
eben es
prāha
verkündet er
triruccairubhayebhya
dreimal laut, beiden
evainaṃ
eben es
devamanuṣyebhyaḥ
Göttern und Menschen
prāha
verkündet er
na
nicht
purā
vorher
nakṣatrebhyo
vor den Sternen
vācaṃ
die Stimme
vi
los-
sṛjedyatpurā
soll er lassen; würde er vorher
nakṣatrebhyo
vor den Sternen
vācaṃ
die Stimme
visṛjedyajñaṃ
loslassen; das Opfer
vicchindyā
würde er zerreißen
duditeṣu
aufgegangen sind
nakṣatreṣu
wenn die Sterne
vrataṃ
das Gelübde
kṛṇuteti
'halte' - (damit)
vācaṃ
die Stimme
vi
los-
sṛjati
lässt er
yajñavrato
das Opfergelübde (hat)
vai
ja
dīkṣito
der Geweihte
yajñamevābhi
zum Opfer eben hin
vācaṃ
die Stimme
vi
los-
sṛjati
lässt er
yadi
wenn
visṛjedvaiṣṇavīmṛcamanu
er losließe; den Viṣṇu-Vers her-
brūyādyajño
sollte er sprechen; das Opfer
vai
ja
viṣṇuryajñenaiva
(ist) Viṣṇu; mit dem Opfer eben
yajñaṃ
das Opfer
saṃ
ver-
tanoti
-bindet er
daivīṃ
'die göttliche
dhiyaṃ
Einsicht
manāmaha
wir denken (an)
ityāha
' spricht er
yajñameva
eben das Opfer
tanmradayati
das besänftigt er
supārā
'gut mögen wir gelangen
no
wir
asadvaśa
mögen sein, du Herrschender [?]
ityāha
' spricht er
vyuṣṭimevāva
das gute Aufleuchten eben
ruṃdhe
gewinnt er
brahmavādino
die Kenner des heiligen Wortes
vadanti
sagen
hotavyaṃ
'geopfert werden soll
dīkṣitasya
des Geweihten
gṛhā3
(nicht) im Haus
ina
-
hotavyā3miti
geopfert werden soll [?]' - (so)
havirvai
eine Opfergabe ja
dīkṣito
(ist) der Geweihte
yajjuhuyādyajamānasyāvadāya
würde er opfern; für den Opferherrn abschneidend
juhuyādyanna
solle er opfern; dass er nicht
juhuyādyajñaparurantariyādye
(alles) opfere; zum Opferverderber würde und dazwischenginge; die
devā
Götter
manojātā
aus dem Denken geboren
manoyuja
mit dem Denken vereint
ityāha
' spricht er
prāṇā
die Atemkräfte
vai
ja
devā
(sind) die Götter
manojātā
aus dem Denken geboren
manoyujasteṣveva
mit dem Denken vereint; ihnen eben
paro'kṣaṃ
unsichtbar
juhoti
opfert er
tanneva
das ist weder
hutaṃ
geopfert
nevāhutagg
noch ungeopfert
svapantaṃ
dem schlafenden
vai
ja
dīkṣitaṃ
Geweihten
rakṣāṃsi
die Unholde
jighāṃsantyagniḥ
trachten nach dem Leben; Agni
khalu
fürwahr
vai
ja
rakṣohāgne
(ist) der Unholdtöter; 'Agni
tvaṃ
du
su
gut
jāgṛhi
wache
vayaṃ
wir
su
recht
mandiṣīmahītyāhāgnimevādhipāṃ
wollen fröhlich sein' spricht er; eben Agni zum Hüter
kṛtvā
machend
svapiti
schläft er
rakṣasāmapahatyā
zur Abwehr der Unholde
avratyamiva
gleichsam das Gelübde-Verletzen
vā
gleichsam
eṣa
dieser
karoti
tut
yo
wer
dīkṣitaḥ
als Geweihter
svapiti
schläft
tvamagne
'du, Agni,
vratapā
Hüter des Gelübdes
asītyāhāgnirvai
seist' spricht er; Agni ja
devānāṃ
der Götter
vratapatiḥ
(ist) der Gelübdeherr
sa
er
evainaṃ
eben ihn
vratamā
das Gelübde
laṃbhayati
lässt erlangen
deva
'Gott
ā
unter
martyeṣvetyāha
den Sterblichen' spricht er
devo
Gott (ist er)
hyeṣa
denn er
sanmartyeṣu
seiend, unter den Sterblichen (auch)
tvaṃ
'du
yajñeṣvīḍya
unter den Opfern anzurufen
ityāhaitaṃ
' spricht er; ihn
hi
denn
yajñeṣvīḍate'pa
ruft man unter den Opfern an; ein-
vai
ja
dīkṣitāthsuṣupuṣa
die Geweihten, eingeschlafen
iṃdriyaṃ
in die Sinneskraft
devatāḥ
die Gottheiten
krāmanti
treten sie ein
viśve
'alle
devā
Götter
abhi
zu mir
māmāvavṛtrannityāhendriyeṇaivainaṃ
mögen sich wenden' spricht er; mit der Sinneskraft eben ihn
devatābhiḥ
mit den Gottheiten
saṃ
ver-
nayati
-eint er
yadetadyajurna
würde er diesen Opferspruch nicht
brūyādyāvata
sprechen; so viel wie
eva
eben
paśūnabhi
Vieh
dīkṣeta
würde er sich weihen
tāvanto'sya
so viel sein
paśavaḥ
Vieh
syū
wären
rāsveyath
'gebt
somā
dass Soma
bhūyo
mehr
bharetyāhāparimitāneva
bringe' spricht er; unbegrenztes eben
paśūnava
Vieh
ruṃdhe
gewinnt er
candramasi
'im Mond
mama
meinem
bhogāya
zum Genuss
bhavetyāha
möge es sein' spricht er
yathādevatamevaināḥ
je nach ihrer Gottheit eben sie
prati
ent-
gṛhṇāti
-gegennimmt er
vāyave
'für Vāyu
tvā
dich
varuṇāya
für Varuṇa
tveti
dich' - (usw.)
yadevametā
würde er diese
nānudiśedayathādevataṃ
nicht zuweisen; nicht gemäß ihrer Gottheit
dakṣiṇā
die Opfergabe
gamayedā
gelangte; von den
devatābhyo
Gottheiten
vṛścyeta
würde er abgeschnitten
yadevametā
da er diese
anudiśati
zuweist
yathādevatameva
gemäß ihrer Gottheit eben
dakṣiṇā
die Opfergabe
gamayati
gelangt
na
nicht
devatābhya
von den Gottheiten
ā
ab-
vṛścyate
wird er geschnitten
devīrāpo
'die göttlichen Gewässer
apāṃ
der Gewässer
napādityāha
Sohn' spricht er
yadvo
'was an euch
medhyaṃ
rein
yajñiyaṃ
opferwürdig
sadevaṃ
gottgemäß
tadvo
davon
māva
möge ich nicht
kramiṣamiti
übertreten' - (so)
vāvaitadāhācchinnaṃ
eben das sagt er; unzerrissenen
tantuṃ
dem Faden
pṛthivyā
an der Erde entlang
anu
her-
geṣamityāha
will ich folgen' spricht er
setumeva
einen Damm eben
kṛtvātyeti
machend geht er hindurch
bhuñjate'yaṃ
sie genießen (ihren Anteil); wer
chindyādruṃdhe'gnirāha
zerschneiden wollte; hindert er ihn; Agni spricht
deva
'Gott
iyaddevatābhya
so groß [?]; von den Gottheiten
ā
ganz
trayastriṃśacca
und dreiunddreißig [Anuvāka-Zahl: 33]

devā vai devayajanamadhyavasāya diśo na prājānante2'nyo'nyamupādhāvantvayā pra jānāma tvayeti te'dityāṃ samadhriyanta tvayā pra jānāmeti sābravīdvaraṃ vṛṇai matprāyaṇā eva vo yajñā madudayanā asanniti tasmādādityaḥ prāyaṇīyo yajñānāmāditya udayanīyaḥ pañca devatā yajati pañca diśo diśāṃ prajñātyā atho pañcākṣarā paṅktiḥ pāṅkto yajño yajñamevāva ruṃdhe pathyāg svastimayajanprācīmeva tayā diśaṃ prājānannagninā dakṣiṇā somena pratīcīṃ savitrodīcīmadityordhvāṃ pathyāg svastiṃ yajati prācīmeva tayā diśaṃ prajānāti pathyāg svastimiṣṭvāgnīṣomau yajati cakṣuṣī vā ete yajñasya yadagnīṣomau tābhyāmevānu paśya tyagnīṣomāviṣṭvā savitāraṃ yajati savitṛprasūta evānu paśyati savitāramiṣṭvāditiṃ yajatīyaṃ vā aditirasyāmeva pratiṣṭhāyānu paśyatyaditimiṣṭvā mārutīmṛcamanvāha maruto vai devānāṃ viśo devaviśaṃ khalu vai kalpamānaṃ manuṣyaviśamanu kalpate yanmārutīmṛcamanvāha viśāṃ klṛptyai brahmavādino vadanti prayājavadananūyājaṃ prāyaṇīyaṃ kāryamanūyājava daprayājamudayanīyamitīme vai prayājā amī anūyājāḥ saiva sā yajñasya santatistattathā na kāryamātmā vai prayājāḥ prajānūyājā yatprayājānantariyādātmānamantariyādyadanūyājānantariyātprajāmantariyādyataḥ khalu vai yajñasya vitatasya na kriyate tadanu yajñaḥ parā bhavati yajñaṃ parābhavantaṃ yajamāno'nu parā bhavati prayājavadevānūyājavatprāyaṇīyaṃ kāryaṃ prayājavadanūyājavadudayanīyaṃ nātmānamantareti na prajāṃ na yajñaḥ parābhavati na yajamānaḥ prāyaṇīyasya niṣkāsa udayanīyamabhi nirvapati saiva sā yajñasya santatiryāḥ prāyaṇīyasya yājyā yattā udayanīyasya yājyāḥ kuryātparāṅamuṃ lokamā rohetpramāyukaḥ syādyāḥ prāyaṇīyasya puro'nuvākyāstā udayanīyasya yājyāḥ karotyasminneva loke prati tiṣṭhati prajñātyai paśyatyanūyājavadyajamāno'nu puronuvākyāstā aṣṭau ca

Als die Götter sich zur Opferstätte niederließen, kannten sie die Himmelsrichtungen nicht; sie liefen einander an: 'Durch dich erkennen wir, durch dich!' Da wandten sie sich vertrauensvoll an Aditi: 'Durch dich erkennen wir!' Sie sprach: 'Ich wähle mir diese Gabe: mein sei das Hinführen eurer Opfer, mein das Emporführen!' Deshalb ist Āditya der Prāyaṇīya, der Hinführende der Opfer, und Āditya der Udayanīya, der Emporführende. Er opfert fünf Gottheiten, zur Erkenntnis der fünf Himmelsrichtungen; auch hat die Paṅkti fünf Silben, und das Opfer gehört zur Paṅkti – so gewinnt er eben das Opfer. Er opferte mit 'Pathyā Svasti' und erkannte damit eben die östliche Richtung; mit Agni die südliche, mit Soma die westliche, mit Savitṛ die nördliche, mit Aditi die obere. Er opfert 'Pathyā Svasti' und erkennt damit die östliche Richtung. Nachdem er 'Pathyā Svasti' geopfert hat, opfert er Agni und Soma; diese beiden sind die Augen des Opfers, mit ihnen schaut er danach hin. Nachdem er Agni und Soma geopfert hat, opfert er Savitṛ; von Savitṛ angetrieben schaut er hin. Nachdem er Savitṛ geopfert hat, opfert er Aditi; sie ist diese Erde, auf ihr fest stehend schaut er hin. Nachdem er Aditi geopfert hat, spricht er den Marut-Vers her; die Maruts sind das Volk der Götter, und wie sich das Volk der Götter ordnet, danach ordnet sich auch das Volk der Menschen; dass er den Marut-Vers hersagt, dient zur Ordnung der Völker. Die Kenner des heiligen Wortes sagen: 'Der Prāyaṇīya-Akt ist mit den Vorgüssen, aber ohne die Nachgüsse auszuführen, der Udayanīya mit den Nachgüssen, aber ohne die Vorgüsse.' Denn jene ersten sind die Prayājas, diese letzten die Anūyājas; eben das ist die Fortsetzung des Opfers, deshalb soll man es nicht beides zugleich ausführen. Die Prayājas sind nämlich das Selbst, die Anūyājas die Nachkommenschaft; ließe man die Prayājas aus, ließe man das Selbst aus, ließe man die Anūyājas aus, ließe man die Nachkommenschaft aus. Wenn nun etwas am ausgespannten Opfer nicht ausgeführt wird, geht danach das Opfer verloren, und mit dem verlorengehenden Opfer geht auch der Opferherr verloren. Deshalb soll der Prāyaṇīya-Akt mit den Vorgüssen, aber ohne die Nachgüsse ausgeführt werden, der Udayanīya mit den Nachgüssen, aber ohne die Vorgüsse – so lässt man weder das Selbst noch die Nachkommenschaft aus, und weder Opfer noch Opferherr gehen verloren. Aus dem Auslauf des Prāyaṇīya heraus opfert man zum Udayanīya hin; eben das ist die Fortsetzung des Opfers. Machte man die eigentlichen Opferverse des Prāyaṇīya zu Opferversen des Udayanīya, so stiege man rückwärts zu jener Vorwelt auf und wäre dem Tode verfallen. Man macht also die Opferverse des Prāyaṇīya auch zu Opferversen des Udayanīya und steht so fest in eben dieser Welt – zur Erkenntnis, man sieht voraus. Ebenso wie bei den Nachgüssen verfährt der Opferherr mit den Voranrufungsversen.

Wort für Wort
devā
die Götter
vai
ja
devayajanamadhyavasāya
sich zur Opferstätte niederlassend
diśo
die Richtungen
na
nicht
prājānante2'nyo'nyamupādhāvantvayā
kannten sie; einer den anderen liefen sie an; 'durch dich
pra
er-
jānāma
-kennen wir
tvayeti
durch dich' - (so)
te'dityāṃ
sie zu Aditi
samadhriyanta
wandten sich vertrauensvoll
tvayā
'durch dich
pra
er-
jānāmeti
-kennen wir' - (so)
sābravīdvaraṃ
sie sprach; eine Gabe
vṛṇai
wähle ich mir
matprāyaṇā
mein sei das Hinführen
eva
eben
vo
eurer
yajñā
Opfer
madudayanā
mein das Emporführen
asanniti
sollen sein' - (so)
tasmādādityaḥ
deshalb Āditya
prāyaṇīyo
(ist) der Prāyaṇīya
yajñānāmāditya
der Opfer; Āditya
udayanīyaḥ
(ist) der Udayanīya
pañca
fünf
devatā
Gottheiten
yajati
opfert er
pañca
der fünf
diśo
Richtungen
diśāṃ
der Richtungen
prajñātyā
zur Erkenntnis
atho
auch
pañcākṣarā
fünfsilbig
paṅktiḥ
(ist) die Paṅkti
pāṅkto
zur Paṅkti gehörig
yajño
(ist) das Opfer
yajñamevāva
eben das Opfer
ruṃdhe
gewinnt er
pathyāg
mit 'Pathyā
svastimayajanprācīmeva
Svasti' opferte er; eben die östliche
tayā
damit
diśaṃ
Richtung
prājānannagninā
erkannte er; mit Agni
dakṣiṇā
zur südlichen
somena
mit Soma
pratīcīṃ
zur westlichen
savitrodīcīmadityordhvāṃ
mit Savitṛ zur nördlichen; mit Aditi zur oberen
pathyāg
'Pathyā
svastiṃ
Svasti'
yajati
opfert er
prācīmeva
eben die östliche
tayā
damit
diśaṃ
Richtung
prajānāti
erkennt er
pathyāg
'Pathyā
svastimiṣṭvāgnīṣomau
Svasti' geopfert habend; Agni-und-Soma
yajati
opfert er
cakṣuṣī
die Augen
vā
ja
ete
diese beiden
yajñasya
des Opfers
yadagnīṣomau
Agni-und-Soma
tābhyāmevānu
mit ihnen eben danach
paśya
schaut er hin
tyagnīṣomāviṣṭvā
Agni-und-Soma geopfert habend
savitāraṃ
Savitṛ
yajati
opfert er
savitṛprasūta
von Savitṛ angetrieben
evānu
eben hin-
paśyati
schaut er
savitāramiṣṭvāditiṃ
Savitṛ geopfert habend; Aditi
yajatīyaṃ
opfert er; sie ist diese (Erde)
vā
ja
aditirasyāmeva
Aditi; auf ihr eben
pratiṣṭhāyānu
feststehend hin-
paśyatyaditimiṣṭvā
schaut er; Aditi geopfert habend
mārutīmṛcamanvāha
den Marut-Vers spricht er her
maruto
die Maruts
vai
ja
devānāṃ
der Götter
viśo
(sind) das Volk
devaviśaṃ
das Götter-Volk
khalu
fürwahr
vai
ja
kalpamānaṃ
sich ordnend
manuṣyaviśamanu
das Menschen-Volk danach
kalpate
ordnet sich
yanmārutīmṛcamanvāha
dass er den Marut-Vers hersagt
viśāṃ
der Völker
klṛptyai
zur Ordnung
brahmavādino
die Kenner des heiligen Wortes
vadanti
sagen
prayājavadananūyājaṃ
mit-Vorgüssen, ohne-Nachgüsse
prāyaṇīyaṃ
(ist) der Prāyaṇīya-(Akt)
kāryamanūyājava
auszuführen; mit-Nachgüssen
daprayājamudayanīyamitīme
aber ohne-Vorgüsse (ist) der Udayanīya' - (so); diese
vai
ja
prayājā
(sind) die Prayājas
amī
jene
anūyājāḥ
(sind) die Anūyājas
saiva
eben das
sā
ist die
yajñasya
des Opfers
santatistattathā
Fortsetzung; das so
na
nicht
kāryamātmā
auszuführen; das Selbst
vai
ja
prayājāḥ
(sind) die Prayājas
prajānūyājā
die Nachkommenschaft die Anūyājas
yatprayājānantariyādātmānamantariyādyadanūyājānantariyātprajāmantariyādyataḥ
würde er die Prayājas auslassen, ließe er das Selbst aus; würde er die Anūyājas auslassen, ließe er die Nachkommenschaft aus; deshalb
khalu
fürwahr
vai
ja
yajñasya
des Opfers
vitatasya
des ausgespannten
na
nicht
kriyate
wird ausgeführt (etwas)
tadanu
danach das
yajñaḥ
Opfer
parā
ver-
bhavati
-loren geht
yajñaṃ
mit dem Opfer
parābhavantaṃ
verlorengehenden
yajamāno'nu
der Opferherr danach
parā
ver-
bhavati
-loren geht
prayājavadevānūyājavatprāyaṇīyaṃ
mit-Vorgüssen, ohne-Nachgüsse soll der Prāyaṇīya-(Akt)
kāryaṃ
ausgeführt werden
prayājavadanūyājavadudayanīyaṃ
mit-Nachgüssen, ohne-Vorgüsse der Udayanīya
nātmānamantareti
so weder das Selbst auslassend
na
noch
prajāṃ
die Nachkommenschaft
na
nicht
yajñaḥ
das Opfer
parābhavati
geht verloren
na
nicht
yajamānaḥ
der Opferherr
prāyaṇīyasya
des Prāyaṇīya
niṣkāsa
aus dem Auslauf
udayanīyamabhi
zum Udayanīya hin
nirvapati
opfert er
saiva
eben das
sā
ist die
yajñasya
des Opfers
santatiryāḥ
Fortsetzung; die
prāyaṇīyasya
des Prāyaṇīya
yājyā
Opferverse
yattā
würde er diese
udayanīyasya
des Udayanīya
yājyāḥ
zu Opferversen
kuryātparāṅamuṃ
machen; rückwärts zu jener
lokamā
Welt hinauf-
rohetpramāyukaḥ
-stiege er; dem Tode verfallen
syādyāḥ
wäre er; die
prāyaṇīyasya
des Prāyaṇīya
puro'nuvākyāstā
(eigentlich) Opferverse (sind); diese
udayanīyasya
des Udayanīya
yājyāḥ
zu Opferversen
karotyasminneva
macht er; genau in dieser
loke
Welt
prati
fest-
tiṣṭhati
steht er
prajñātyai
zur Erkenntnis
paśyatyanūyājavadyajamāno'nu
er sieht (voraus); wie bei den Nachgüssen macht der Opferherr es
puronuvākyāstā
mit den Voranrufungsversen
aṣṭau
acht
ca
und [Anuvāka-Zahl: 8]

kadrūśca vai suparṇī cātmarūpayoraspardhetāṃ sā kadrūḥ suparṇīmajayathsābravīttṛtīyasyāmito divi somastamāhara tenātmānaṃ niṣkrīṇīṣvetīyaṃ vai kadrūrasau suparṇī chandāṃsi sauparṇeyāḥ sābravīdasmai vai pitarau putrānbibhṛtastṛtīyasyāmito divi somastamāhara tenātmānaṃ niṣkrīṇīṣve ti mā kadrūravocaditi jagatyudapataccaturdaśākṣarā satī sāprāpya nyavartata tasyai dve akṣare amīyetāṃ sā paśubhiśca dīkṣayā cāgacchattasmājjagatī chaṃdasāṃ paśavyatamā tasmātpaśumantaṃ dīkṣopa namati triṣṭugudapatattrayodaśākṣarā satī sāprāpya nyavartata tasyai dve akṣare amīyetāṃ sā dakṣiṇābhiśca tapasā cāgacchattasmāttriṣṭubho loke mādhyandine savane dakṣiṇā nīyanta etatkhalu vāva tapa ityāhuryaḥ svaṃ dadātīti gāyatryudapataccaturakṣarā satyajayā jyotiṣā tamasyā ajābhyaruṃdha tadajāyā ajatvaṃ sā somaṃ cāharaccatvāri cākṣarāṇi sāṣṭākṣarā samapadyata brahmavādino vadanti kasmāthsatyādgāyatrī kaniṣṭhā chaṃdasāṃ satī yajñamukhaṃ parīyāyeti yadevādaḥ somamāharattasmādyajñamukhaṃ paryaittasmāttejasvinītamā padbhyāṃ dve savane samagṛhṇānmukhenaikaṃ yanmukhena samagṛhṇāttadadhayattasmād dve savane śukravatī prātaḥsavanaṃ ca mādhyandinaṃ ca tasmāttṛtīyasavana ṛjīṣamabhi ṣuṇvanti dhītamiva hi manyanta āśiramava nayati saśukratvāyātho saṃ bharatyevainattaṃ somamāhriyamāṇaṃ gandharvo viśvāvasuḥ paryamuṣṇāthsa tisro rātrīḥ parimuṣito'vasattasmāttisro rātrīḥ krītaḥ somo vasati te devā abruvanstrīkāmā vai gandharvāḥ striyā niṣkrīṇāmeti te vācagg striyamekahāyanīṃ kṛtvā tayā nirakrīṇanthsā rohidrūpaṃ kṛtvā gandharvebhyo'pakramyātiṣṭhattadrohito janma te devā abruvannapa yuṣmadakramīnnāsmānupāvartate vi hvayāmahā iti brahma gandharvā avadannagāyandevāḥ sā devāngāyata upāvartata tasmādgāyantagg striyaḥ kāmayante kāmukā enagg striyo bhavanti ya evaṃ vedātho ya evaṃ vidvānapi janyeṣu bhavati tebhya eva dadatyuta yadbahutayā bhavantyekahāyanyā krīṇāti vācaivainaṃ sarvayā krīṇāti tasmādekahāyanā manuṣyā vācaṃ vadantyakūṭayā 'karṇayā 'kāṇayāśloṇayā 'saptaśaphayā krīṇāti sarvayaivainaṃ krīṇāti yachvetayā krīṇīyādduścarmā yajamānaḥ syādyatkṛṣṇayānustaraṇī syātpramāyuko yajamānaḥ syādyaddvirūpayā vārtraghnī syāthsa vānyaṃ jinīyāttaṃ vānyo jinīyādaruṇayā piṅgākṣyā krīṇātyetadvai somasya rūpagg svayaivainaṃ devatayā krīṇāti niṣkrīṇīṣva dakṣiṇābhiśca vadanti manyante gandharvebhyo bahutayāḥ piṃgākṣyā daśa ca

Kadrū und Suparṇī stritten miteinander um den Vorrang [?]. Kadrū besiegte Suparṇī. Da sprach Suparṇī: 'Dort, jenseits des dritten Himmels, ist Soma; hole ihn und löse dich damit los.' Diese Erde ist Kadrū, jene ist Suparṇī, und die Versmaße sind die Söhne der Suparṇī. Sie sprach zu ihnen: 'Euch beiden Eltern obliegt es, die Söhne zu ernähren [?]; dort, jenseits des dritten Himmels, ist Soma – holt ihn und löst euch damit los, wie Kadrū zu mir gesagt hat.' Da flog die Jagatī los, vierzehn Silben stark; sie erreichte das Ziel nicht und kehrte um. Ihr gingen zwei Silben verloren; sie kam zurück mit Vieh und mit der Weihe. Deshalb ist die Jagatī unter den Versmaßen das viehreichste, deshalb neigt sich die Weihe dem Viehbesitzenden zu. Da flog die Triṣṭubh los, dreizehn Silben stark; sie erreichte das Ziel nicht und kehrte um. Ihr gingen zwei Silben verloren; sie kam zurück mit den Opfergaben und mit der Askese. Deshalb werden in dieser Welt beim Mittags-Preßtermin, der Triṣṭubh gemäß, die Opfergaben überreicht; eben das nennt man Askese – wer das Seine hingibt [?]. Da flog die Gāyatrī los, vier Silben stark; durch siegreiche Glanzkraft entriss sie es den beiden Ajas [?] ab – daher der Name 'Aja' der Ajā, der Ziege. Sie brachte den Soma und dazu noch vier Silben, so wurde sie achtsilbig. Die Kenner des heiligen Wortes fragen: 'Warum trat die Gāyatrī, obwohl die kleinste unter den Versmaßen, an die Spitze des Opfers?' Weil sie eben jenen Soma brachte, deshalb trat sie an die Spitze des Opfers, deshalb ist sie die glanzvollste. Mit den Füßen ergriff sie die zwei ersten Preßtermine, mit dem Mund den einen; was sie mit dem Mund ergriff, das trank sie [?]; deshalb haben die beiden ersten Preßtermine, der Morgen- und der Mittags-Preßtermin, noch den hellen Soma; deshalb pressen sie beim dritten Preßtermin nur mehr den Rückstand – sie halten ihn gleichsam für gedacht [?] und mischen Milch hinein, zur Wiederherstellung der Helligkeit; so sammelt man ihn wieder an. Als jener Soma herbeigebracht wurde, entwendete ihn der Gandharva Viśvāvasu. Drei Nächte lang war er entwendet und blieb dort; deshalb bleibt der gekaufte Soma drei Nächte unberührt liegen. Da sprachen die Götter: 'Die Gandharvas begehren ja Frauen; wir wollen ihn mit einer Frau loskaufen.' Sie machten mit der Rede eine einjährige Frau und lösten mit ihr den Soma aus. Sie nahm die Gestalt einer rötlichen Stute an, entfernte sich von den Gandharvas und blieb stehen – das ist die Geburt der Rohit-Stute. Da sprachen die Götter: 'Sie ist von euch fortgegangen, kommt nicht zu uns zurück – wir wollen sie herbeirufen.' Die Gandharvas sprachen das heilige Wort, die Götter sangen; da kehrte sie, den Göttern zusingend, zurück. Deshalb begehren Frauen den, der singt; liebeslüstern werden ihm gegenüber die Frauen – wer dies weiß. Auch wer dies weiß, findet Beliebtheit unter Fremden, und man gibt sich ihm hin. Und dass die Kaufsumme reichlich ist: Man kauft mit einer Einjährigen, damit kauft man ihn mit der ganzen Rede. Deshalb sprechen Einjährige unter den Menschen noch die unentwickelte Sprache. Man kauft nicht mit einer verstümmelten, nicht mit einer ohrlosen, nicht mit einer einäugigen, nicht mit einer lahmen [?], nicht mit einer siebenhufigen [?] – man kauft mit einer vollständigen, damit kauft man ihn vollständig. Würde man mit einer weißen kaufen, bekäme der Opferherr schlechte Haut; würde man mit einer schwarzen kaufen, würde sie zur Unterlage taugen [?] und der Opferherr dem Tode verfallen; würde man mit einer zweifarbigen kaufen, würde sie 'Vṛtra-tötend' sein, und er würde entweder einen anderen besiegen oder von einem anderen besiegt werden. Man kauft mit einer rötlichbraunen, gelbäugigen Kuh – das ist ja die Farbe des Soma, mit seiner eigenen Gottheitsfarbe kauft man ihn eben. 'Löse dich los, auch mit Opfergaben', sagen sie – man meint damit: reichlich soll die Kaufsumme für die Gandharvas sein, die gelbäugige Kuh.

Wort für Wort
kadrūśca
Kadrū und
vai
ja
suparṇī
Suparṇī
cātmarūpayoraspardhetāṃ
und um ihren eigenen Vorrang stritten sie beide [?]
sā
sie
kadrūḥ
Kadrū
suparṇīmajayathsābravīttṛtīyasyāmito
besiegte Suparṇī; sie sprach; jenseits des dritten
divi
(Himmels) im Himmel
somastamāhara
(ist) Soma; ihn hole
tenātmānaṃ
damit dich selbst
niṣkrīṇīṣvetīyaṃ
löse los' - (so); diese (Erde)
vai
ja
kadrūrasau
(ist) Kadrū; jene
suparṇī
(ist) Suparṇī
chandāṃsi
die Versmaße
sauparṇeyāḥ
(sind) die Söhne der Suparṇī
sābravīdasmai
sie sprach; zu ihnen
vai
ja
pitarau
euch beiden Eltern
putrānbibhṛtastṛtīyasyāmito
obliegt es, die Söhne zu ernähren; jenseits des dritten
divi
im Himmel
somastamāhara
(ist) Soma; ihn holt
tenātmānaṃ
damit euch selbst
niṣkrīṇīṣve
löst los
ti
(Redepartikel)
mā
wie mir
kadrūravocaditi
Kadrū gesagt hat' - (so)
jagatyudapataccaturdaśākṣarā
die Jagatī flog los; vierzehnsilbig
satī
seiend
sāprāpya
sie, ohne (das Ziel) zu erreichen
nyavartata
kehrte um
tasyai
ihr
dve
zwei
akṣare
Silben
amīyetāṃ
gingen verloren
sā
sie
paśubhiśca
mit Vieh und
dīkṣayā
mit der Weihe
cāgacchattasmājjagatī
kam zurück; deshalb die Jagatī
chaṃdasāṃ
unter den Versmaßen
paśavyatamā
die viehreichste
tasmātpaśumantaṃ
deshalb dem Viehbesitzenden
dīkṣopa
die Weihe
namati
neigt sich zu
triṣṭugudapatattrayodaśākṣarā
die Triṣṭubh flog los; dreizehnsilbig
satī
seiend
sāprāpya
sie, ohne zu erreichen
nyavartata
kehrte um
tasyai
ihr
dve
zwei
akṣare
Silben
amīyetāṃ
gingen verloren
sā
sie
dakṣiṇābhiśca
mit Opfergaben und
tapasā
mit Askese
cāgacchattasmāttriṣṭubho
kam zurück; deshalb der Triṣṭubh gemäß
loke
in dieser Welt
mādhyandine
beim Mittags-
savane
-Preßtermin
dakṣiṇā
die Opfergaben
nīyanta
werden überreicht
etatkhalu
eben das
vāva
fürwahr
tapa
(nennen sie) Askese
ityāhuryaḥ
- (so) sagen sie; wer
svaṃ
das Seine
dadātīti
hingibt' - (so)
gāyatryudapataccaturakṣarā
die Gāyatrī flog los; viersilbig
satyajayā
seiend; durch siegreiche
jyotiṣā
Glanzkraft
tamasyā
der beiden Ajas [?]
ajābhyaruṃdha
den Ajas entriss sie es ab
tadajāyā
daher der Ajā
ajatvaṃ
'Aja'-Name
sā
sie
somaṃ
den Soma
cāharaccatvāri
und brachte; vier
cākṣarāṇi
und Silben (dazu)
sāṣṭākṣarā
sie, achtsilbig
samapadyata
wurde
brahmavādino
die Kenner des heiligen Wortes
vadanti
sagen
kasmāthsatyādgāyatrī
warum, obwohl wahrhaftig [?]; die Gāyatrī
kaniṣṭhā
die kleinste
chaṃdasāṃ
unter den Versmaßen
satī
seiend
yajñamukhaṃ
an die Spitze des Opfers
parīyāyeti
trat' - (so)
yadevādaḥ
weil eben jenen
somamāharattasmādyajñamukhaṃ
Soma brachte; deshalb an die Spitze des Opfers
paryaittasmāttejasvinītamā
trat sie; deshalb die glanzvollste
padbhyāṃ
mit den Füßen
dve
die zwei
savane
Preßtermine
samagṛhṇānmukhenaikaṃ
ergriff sie; mit dem Mund den einen
yanmukhena
was mit dem Mund
samagṛhṇāttadadhayattasmād
sie ergriff; das trank sie; deshalb
dve
die zwei
savane
Preßtermine
śukravatī
(haben) den hellen (Soma)
prātaḥsavanaṃ
der Morgen-Preßtermin
ca
und
mādhyandinaṃ
der Mittags-Preßtermin
ca
und
tasmāttṛtīyasavana
deshalb beim dritten Preßtermin
ṛjīṣamabhi
den Rückstand
ṣuṇvanti
pressen sie
dhītamiva
gleichsam für gedacht [?]
hi
denn
manyanta
halten sie ihn
āśiramava
Milch hinein-
nayati
mischen sie
saśukratvāyātho
zur Wiederherstellung der Helligkeit; so
saṃ
an-
bharatyevainattaṃ
sammelt man ihn eben; jenen
somamāhriyamāṇaṃ
Soma, als er herbeigebracht wurde
gandharvo
der Gandharva
viśvāvasuḥ
Viśvāvasu
paryamuṣṇāthsa
entwendete ihn; er
tisro
drei
rātrīḥ
Nächte lang
parimuṣito'vasattasmāttisro
entwendet, blieb er; deshalb drei
rātrīḥ
Nächte
krītaḥ
der gekaufte
somo
Soma
vasati
bleibt (unberührt)
te
sie
devā
die Götter
abruvanstrīkāmā
sprachen; frauenbegehrend
vai
ja
gandharvāḥ
(sind) die Gandharvas
striyā
mit einer Frau
niṣkrīṇāmeti
wir wollen loskaufen' - (so)
te
sie
vācagg
mit der Rede
striyamekahāyanīṃ
eine einjährige Frau
kṛtvā
machend
tayā
mit ihr
nirakrīṇanthsā
lösten sie aus; sie
rohidrūpaṃ
die Gestalt einer rötlichen Stute
kṛtvā
annehmend
gandharvebhyo'pakramyātiṣṭhattadrohito
von den Gandharvas sich entfernend blieb sie stehen; das ist der Rohit-Stute
janma
Geburt
te
sie
devā
die Götter
abruvannapa
sprachen; fort
yuṣmadakramīnnāsmānupāvartate
ist sie von euch gegangen; sie kehrt nicht zu uns zurück
vi
her-
hvayāmahā
wir wollen rufen
iti
- (so)
brahma
das heilige Wort
gandharvā
die Gandharvas
avadannagāyandevāḥ
sprachen; sangen die Götter
sā
sie
devāngāyata
den Göttern zusingend
upāvartata
kehrte zurück
tasmādgāyantagg
deshalb den, der singt
striyaḥ
die Frauen
kāmayante
begehren
kāmukā
liebeslüstern
enagg
ihm gegenüber
striyo
die Frauen
bhavanti
werden
ya
wer
evaṃ
so
vedātho
weiß; auch
ya
wer
evaṃ
so
vidvānapi
wissend, auch
janyeṣu
unter Fremden
bhavati
findet Beliebtheit
tebhya
ihm
eva
eben
dadatyuta
geben sie sich hin; und
yadbahutayā
dass reichlich
bhavantyekahāyanyā
(die Kaufsumme) ist; mit einer Einjährigen
krīṇāti
kauft er
vācaivainaṃ
mit der Rede eben ihn
sarvayā
der ganzen
krīṇāti
kauft er
tasmādekahāyanā
deshalb Einjährige
manuṣyā
unter den Menschen
vācaṃ
die Sprache
vadantyakūṭayā
sprechen (unentwickelt); nicht mit einer verstümmelten
'karṇayā
nicht mit einer ohrlosen
'kāṇayāśloṇayā
nicht mit einer einäugigen nicht mit einer lahmen [?]
'saptaśaphayā
nicht mit einer siebenhufigen [?]
krīṇāti
kauft er
sarvayaivainaṃ
mit der vollständigen eben ihn
krīṇāti
kauft er
yachvetayā
würde er mit einer weißen
krīṇīyādduścarmā
kaufen; schlechte Haut (bekäme)
yajamānaḥ
der Opferherr
syādyatkṛṣṇayānustaraṇī
wäre; würde er mit einer schwarzen zur Unterlage taugend
syātpramāyuko
wäre sie; dem Tode verfallen
yajamānaḥ
der Opferherr
syādyaddvirūpayā
wäre; würde er mit einer zweifarbigen
vārtraghnī
'Vṛtra-tötend'
syāthsa
wäre sie; er
vānyaṃ
entweder einen anderen
jinīyāttaṃ
besiegen; ihn
vānyo
oder ein anderer
jinīyādaruṇayā
besiegen; mit einer rötlichbraunen
piṅgākṣyā
gelbäugigen
krīṇātyetadvai
kauft er; das ja
somasya
des Soma
rūpagg
(ist) die Farbe
svayaivainaṃ
mit seiner eigenen eben ihn
devatayā
Gottheitsfarbe
krīṇāti
kauft er
niṣkrīṇīṣva
'löse dich los
dakṣiṇābhiśca
auch mit Opfergaben
vadanti
' - (so) sagen sie
manyante
meinen sie damit
gandharvebhyo
für die Gandharvas
bahutayāḥ
reichlich soll (die Kaufsumme) sein
piṃgākṣyā
die gelbäugige (Kuh)
daśa
zehn
ca
und [Anuvāka-Zahl: 10]

taddhiraṇyamabhavattasmādadbhyo hiraṇyaṃ punanti brahmavādino vadanti kasmāthsatyādanasthikena prajāḥ pravīyante'sthanvatīrjāyanta iti yaddhiraṇyaṃ ghṛte'vadhāya juhoti tasmādanasthikena prajāḥ pra vīyante'sthanvatīrjāyanta etadvā agneḥ priyaṃ dhāma yadghṛtaṃ tejo hiraṇyamiyaṃ te śukra tanūridaṃ varca ityāha satejasamevainaṃ satanuṃ karotyatho saṃ bharatyevainaṃ yadabaddhamavadadhyādgarbhāḥ prajānāṃ parāpātukāḥ syurbaddhamava dadhāti garbhāṇāṃ dhṛtyai niṣṭarkyaṃ badhnāti prajānāṃ prajananāya vāgvā eṣā yathsomakrayaṇī jūrasītyāha yaddhi manasā javate tadvācā vadati dhṛtā manasetyāha manasā hi vāgdhṛtā juṣṭā viṣṇava ityāha yajño vai viṣṇuryajñāyaivaināṃ juṣṭāṃ karoti tasyāste satyasavasaḥ prasava ityāha savitṛprasūtāmeva vācamava ruṃdhe kāṇḍekāṇḍe vai kriyamāṇe yajñaṃ rakṣāṃsi jighāṃsantyeṣa khalu vā arakṣohataḥ panthā yo'gneśca sūryasya ca sūryasya cakṣurāruhamagnerakṣṇaḥ kanīnikāmityāha ya evārakṣohataḥ panthāstaṃ samārohati vāgvā eṣā yathsomakrayaṇī cidasi manāsītyāha śāstyevaināmetattasmācchiṣṭāḥ prajā jāyante cidasītyāha yaddhi manasā cetayate tadvācā vadati manāsītyāha yaddhi manasābhigacchati tatkaroti dhīrasītyāha yaddhi manasā dhyāyati tadvācā vadati dakṣiṇāsītyāha dakṣiṇā hyeṣā yajñiyāsītyāha yajñiyāmevaināṃ karoti kṣatriyāsītyāha kṣatriyā hyeṣāditirasyubhayataḥ śīrṣṇītyāha yadevādityaḥ prāyaṇīyo yajñānāmāditya udayanīyastasmādevamāha yadabaddhā syādayatā syādyatpadibaddhānustaraṇī syātpramāyuko yajamānaḥ syād yatkarṇagṛhītā vārtraghnī syāthsa vānyaṃ jinīyāttaṃ vānyo jinīyānmitrastvā padi badhnātvityāha mitro vai śivo devānāṃ tenaivaināṃ padi badhnāti pūṣādhvanaḥ pātvityāheyaṃ vai pūṣemāmevāsyā adhipāmakaḥ samaṣṭyā indrāyādhyakṣāyetyāhendramevāsyā adhyakṣaṃ karo tyanu tvā mātā manyatāmanu pitetyāhānumatayaivainayā krīṇāti sā devi devamacchehītyāha devī hyeṣā devaḥ soma indrāya somamityāhendrāya hi soma āhriyate yadetadyajurna brūyātparācyeva somakrayaṇīyādrudrastvā vartayatvityāha rudro vai krūro devānāṃ tamevāsyai parastāddadhātyāvṛttyai krūramiva vā etatkaroti yadrudrasya kīrtayati mitrasya pathetyāha śāntyai vācā vā eṣa vi krīṇīte yaḥ somakrayaṇyā svasti somasakhā punarehi saha rayyetyāha vācaiva vikrīya punarātmanvācaṃ dhatte'nupadāsukāsya vāgbhavati ya evaṃ veda satanuṃ viṣṇava ityāha samārohati dhyāyati tadvācā yajamānaḥ syātkaroti krūro veda

Das wurde zu Gold. Deshalb reinigt man das Gold mit Wasser. Die Kenner des heiligen Wortes fragen: 'Warum ist es wahr, dass die Nachkommen ohne Knochen ausgestoßen, aber mit Knochen geboren werden?' Weil man das Gold, in Ghee gelegt, opfert, deshalb werden die Nachkommen ohne Knochen ausgestoßen und werden mit Knochen geboren. Das Ghee ist ja Agnis liebster Aufenthalt, und Glanz ist das Gold. 'Dies ist dein heller Leib, dies dein Glanz', spricht er; damit macht er ihn eben glänzend und leibhaft und sammelt ihn zugleich in sich an. Würde man die Kuh ungebunden hinstellen, wären die Embryonen der Nachkommen fehlgeburtsgefährdet; man stellt sie gebunden hin, zum Festhalten der Embryonen. Man bindet sie am Fußgelenk [?] fest, zur Zeugung der Nachkommen. Diese Soma-Kaufkuh ist die Rede; 'du bist eilig', spricht er, denn was mit dem Denken schnell geht, das spricht man mit der Rede aus. 'Vom Denken zurückgehalten', spricht er, denn die Rede wird vom Denken zurückgehalten. 'Beliebt' spricht er, 'für Viṣṇu' spricht er – das Opfer ist Viṣṇu, für das Opfer macht er sie beliebt. 'Deren Antrieb der wahre Antrieb ist', spricht er; damit gewinnt er die von Savitṛ angetriebene Rede. Bei jedem einzelnen Schritt der Handlung trachten die Unholde nach dem Opfer; das ist eben der Weg, den die Unholde nicht angreifen, der Weg zwischen Agni und Sūrya. 'Der Aufstieg zum Auge der Sonne, der Augenwinkel des Agni', spricht er; damit besteigt er eben den Weg, den die Unholde nicht angreifen können. Diese Soma-Kaufkuh ist die Rede; 'du bist Bewusstheit', spricht er, 'denkend bist du', spricht er – damit ermahnt er sie eben, deshalb werden wohlgeratene [?] Nachkommen geboren. 'Du bist Bewusstheit', spricht er, denn was man mit dem Denken erkennt, das spricht man mit der Rede aus. 'Denkend', spricht er, denn was man mit dem Denken erreicht, das tut man. 'Nachsinnend', spricht er, denn was man mit dem Denken erwägt, das spricht man mit der Rede aus. 'Rechtsgewandt', spricht er, denn sie ist rechtsgewandt. 'Opferwürdig', spricht er – damit macht er sie eben opferwürdig. 'Kṣatriyisch', spricht er, denn sie ist kṣatriyisch. 'Aditi, an beiden Enden mit einem Kopf', spricht er – weil eben Āditya der Prāyaṇīya und Āditya der Udayanīya der Opfer ist, deshalb spricht er so. Wäre sie ungebunden, wäre sie ohne Zügel; wäre sie am Fuß gebunden, würde sie zur Lagerunterlage taugen und der Opferherr dem Tode verfallen; wäre sie am Ohr gepackt, würde sie 'Vṛtra-tötend' sein, und er würde entweder einen anderen besiegen oder von einem anderen besiegt werden. 'Mitra binde dich am Fuß', spricht er; Mitra ist der Freundliche der Götter, mit ihm eben bindet er sie am Fuß. 'Pūṣan möge den Weg behüten', spricht er; diese Erde ist Pūṣan, ihn eben macht er zu ihrem Hüter. 'Für Indra als Aufseher', spricht er mit dem vollständigen Vers [?]; damit macht er Indra eben zu ihrem Aufseher. 'Möge mich die Mutter, mich der Vater gutheißen', spricht er – mit der Zustimmung eben kauft er mit ihr. 'Du Göttin, geh zum Gott hin', spricht er – sie ist eine Göttin, er, der Soma, ist ein Gott. 'Soma für Indra', spricht er, denn für Indra wird der Soma herbeigebracht. Würde er diesen Opferspruch nicht sprechen, so ginge die Soma-Kaufkuh rückwärts davon. 'Rudra lenke dich', spricht er; Rudra ist der Grausame der Götter, ihn eben setzt er hinter sie, zur Umkehrung; er tut damit gleichsam etwas Grausames, wenn er Rudra nennt – 'auf dem Pfad des Mitra', spricht er, zur Besänftigung. Mit der Rede kauft ihn los, wer spricht: 'Heil, Somagefährtin, kehre mit Reichtum zurück!' – durch die Rede gibt er sie symbolisch im Tausch hin und nimmt sich die Rede zugleich wieder ins eigene Selbst zurück; wessen Rede ihm auf Schritt und Tritt gehorsam wird, wer dies weiß. 'Leibhaft für Viṣṇu', spricht er, besteigt den Weg, sinnt nach; damit wird er durch die Rede zum rechtmäßigen Opferherrn – so handelt, wer den Grausamen, Rudra, kennt.

Wort für Wort
taddhiraṇyamabhavattasmādadbhyo
das wurde zu Gold; deshalb mit Wasser
hiraṇyaṃ
das Gold
punanti
reinigt man
brahmavādino
die Kenner des heiligen Wortes
vadanti
sagen
kasmāthsatyādanasthikena
warum ist es wahr; ohne Knochen
prajāḥ
die Nachkommen
pravīyante'sthanvatīrjāyanta
werden ausgestoßen; mit Knochen werden geboren
iti
- (so fragen sie)
yaddhiraṇyaṃ
dass das Gold
ghṛte'vadhāya
in Ghee gelegt
juhoti
er opfert
tasmādanasthikena
deshalb ohne Knochen
prajāḥ
die Nachkommen
pra
aus-
vīyante'sthanvatīrjāyanta
werden gestoßen; mit Knochen werden geboren
etadvā
das ja (ist)
agneḥ
Agnis
priyaṃ
liebster
dhāma
Aufenthalt
yadghṛtaṃ
das Ghee
tejo
Glanz
hiraṇyamiyaṃ
(ist) das Gold; 'dies
te
dein
śukra
heller
tanūridaṃ
Leib; dies
varca
(dein) Glanz
ityāha
' spricht er
satejasamevainaṃ
glänzend eben ihn
satanuṃ
leibhaft
karotyatho
macht er; und
saṃ
an-
bharatyevainaṃ
sammelt er ihn eben
yadabaddhamavadadhyādgarbhāḥ
würde er ungebunden hinstellen; die Embryonen
prajānāṃ
der Nachkommen
parāpātukāḥ
fehlgeburtsgefährdet
syurbaddhamava
wären; gebunden
dadhāti
stellt er hin
garbhāṇāṃ
der Embryonen
dhṛtyai
zum Festhalten
niṣṭarkyaṃ
am Fußgelenk [?]
badhnāti
bindet er fest
prajānāṃ
der Nachkommen
prajananāya
zur Zeugung
vāgvā
die Rede ja
eṣā
(ist) diese
yathsomakrayaṇī
die Soma-Kaufkuh
jūrasītyāha
'eilig bist du' spricht er
yaddhi
denn was
manasā
mit dem Denken
javate
schnell geht
tadvācā
das mit der Rede
vadati
spricht man aus
dhṛtā
'zurückgehalten
manasetyāha
vom Denken' spricht er
manasā
vom Denken
hi
denn
vāgdhṛtā
die Rede wird zurückgehalten
juṣṭā
'beliebt'
viṣṇava
'für Viṣṇu'
ityāha
spricht er
yajño
das Opfer
vai
ja
viṣṇuryajñāyaivaināṃ
(ist) Viṣṇu; für das Opfer eben sie
juṣṭāṃ
beliebt
karoti
macht er
tasyāste
'deren
satyasavasaḥ
der wahre Antrieb (ist)
prasava
Antrieb
ityāha
' spricht er
savitṛprasūtāmeva
eben die von Savitṛ angetriebene
vācamava
Rede
ruṃdhe
gewinnt er
kāṇḍekāṇḍe
bei jedem einzelnen Schritt
vai
ja
kriyamāṇe
der Handlung
yajñaṃ
dem Opfer
rakṣāṃsi
die Unholde
jighāṃsantyeṣa
trachten nach; dies
khalu
fürwahr
vā
ja
arakṣohataḥ
(ist) der von-Unholden-nicht-angegriffene
panthā
Weg
yo'gneśca
der zwischen Agni und
sūryasya
Sūrya
ca
und
sūryasya
der Sonne
cakṣurāruhamagnerakṣṇaḥ
das Auge, der Aufstieg; Agnis des Auges
kanīnikāmityāha
Winkel' spricht er
ya
was
evārakṣohataḥ
eben der unholdunangreifbare
panthāstaṃ
Weg (ist); den
samārohati
besteigt er
vāgvā
die Rede ja
eṣā
(ist) diese
yathsomakrayaṇī
Soma-Kaufkuh
cidasi
'Bewusstheit bist du
manāsītyāha
denkend bist du' spricht er
śāstyevaināmetattasmācchiṣṭāḥ
ermahnt er sie eben; deshalb wohlgeratene [?]
prajā
Nachkommen
jāyante
werden geboren
cidasītyāha
'Bewusstheit bist du' spricht er
yaddhi
denn was
manasā
mit dem Denken
cetayate
man erkennt
tadvācā
das mit der Rede
vadati
spricht man aus
manāsītyāha
'Denkend' spricht er
yaddhi
denn was
manasābhigacchati
man mit dem Denken erreicht
tatkaroti
das tut man
dhīrasītyāha
'Nachsinnend' spricht er
yaddhi
denn was
manasā
mit dem Denken
dhyāyati
man erwägt
tadvācā
das mit der Rede
vadati
spricht man aus
dakṣiṇāsītyāha
'Rechtsgewandt bist du' spricht er
dakṣiṇā
rechtsgewandt
hyeṣā
denn sie ist
yajñiyāsītyāha
'Opferwürdig bist du' spricht er
yajñiyāmevaināṃ
opferwürdig eben sie
karoti
macht er
kṣatriyāsītyāha
'Kṣatriyisch bist du' spricht er
kṣatriyā
kṣatriyisch
hyeṣāditirasyubhayataḥ
denn sie ist 'Aditi bist du; an beiden Enden
śīrṣṇītyāha
mit einem Kopf' spricht er
yadevādityaḥ
weil eben Āditya
prāyaṇīyo
der Prāyaṇīya
yajñānāmāditya
der Opfer; Āditya
udayanīyastasmādevamāha
(ist) der Udayanīya; deshalb spricht er so
yadabaddhā
wäre sie ungebunden
syādayatā
wäre sie; ohne Zügel
syādyatpadibaddhānustaraṇī
wäre sie; wäre sie am Fuß gebunden, zur Lagerunterlage taugend
syātpramāyuko
wäre; dem Tode verfallen
yajamānaḥ
der Opferherr
syād
wäre
yatkarṇagṛhītā
wäre sie am Ohr gepackt
vārtraghnī
'Vṛtra-tötend'
syāthsa
wäre sie; er
vānyaṃ
entweder einen anderen
jinīyāttaṃ
besiegen; ihn
vānyo
oder ein anderer
jinīyānmitrastvā
besiegen; 'Mitra dich
padi
am Fuß
badhnātvityāha
binde' spricht er
mitro
Mitra
vai
ja
śivo
(ist) der Freundliche
devānāṃ
der Götter
tenaivaināṃ
mit ihm eben sie
padi
am Fuß
badhnāti
bindet er
pūṣādhvanaḥ
'Pūṣan den Weg
pātvityāheyaṃ
möge behüten' spricht er; diese (Erde)
vai
ja
pūṣemāmevāsyā
(ist) Pūṣan; sie eben ihren
adhipāmakaḥ
zum Hüter
samaṣṭyā
mit dem vollständigen (Vers) [?]
indrāyādhyakṣāyetyāhendramevāsyā
'für Indra als Aufseher' spricht er; Indra eben ihren
adhyakṣaṃ
zum Aufseher
karo
macht er
tyanu
'mich
tvā
dich [?]
mātā
die Mutter
manyatāmanu
möge gutheißen; auch
pitetyāhānumatayaivainayā
der Vater' spricht er; mit der Zustimmung eben mit ihr
krīṇāti
kauft er
sā
'du
devi
Göttin
devamacchehītyāha
zum Gott geh hin' spricht er
devī
eine Göttin
hyeṣā
(ist) sie ja
devaḥ
ein Gott
soma
(ist) Soma
indrāya
'für Indra
somamityāhendrāya
Soma' spricht er; für Indra
hi
denn
soma
der Soma
āhriyate
wird herbeigebracht
yadetadyajurna
würde er diesen Opferspruch nicht
brūyātparācyeva
sprechen, rückwärts eben (entfernte sich die Kuh)
somakrayaṇīyādrudrastvā
ginge die Soma-Kaufkuh fort; 'Rudra dich
vartayatvityāha
lenke' spricht er
rudro
Rudra
vai
ja
krūro
(ist) der Grausame
devānāṃ
der Götter
tamevāsyai
ihn eben ihr
parastāddadhātyāvṛttyai
setzt er dahinter; zur Umkehrung
krūramiva
gleichsam Grausames
vā
gleichsam
etatkaroti
tut er damit
yadrudrasya
wenn Rudras (Namen)
kīrtayati
er nennt
mitrasya
'des Mitra
pathetyāha
auf dem Pfad' spricht er
śāntyai
zur Besänftigung
vācā
mit der Rede
vā
ja
eṣa
dieser
vi
los-
krīṇīte
kauft ihn
yaḥ
wer
somakrayaṇyā
'o Soma-Kaufkuh
svasti
Heil
somasakhā
Somagefährtin
punarehi
kehre zurück
saha
mit
rayyetyāha
Reichtum' spricht er
vācaiva
durch die Rede eben
vikrīya
im Tausch hingebend
punarātmanvācaṃ
wieder ins eigene Selbst die Rede
dhatte'nupadāsukāsya
nimmt er zurück; auf-Schritt-und-Tritt-gehorsam wird ihm
vāgbhavati
die Rede
ya
wer
evaṃ
so
veda
weiß
satanuṃ
'leibhaft
viṣṇava
für Viṣṇu'
ityāha
spricht er
samārohati
besteigt er (den Weg)
dhyāyati
sinnt er nach
tadvācā
damit durch die Rede
yajamānaḥ
zum Opferherrn
syātkaroti
wird er; er handelt (so)
krūro
den Grausamen (Rudra)
veda
wer kennt

ṣaṭpadānyanu ni krāmati ṣaḍahaṃ vāṅnāti vadatyuta saṃvathsarasyāyane yāvatyeva vāktāmava ruṃdhe saptame pade juhoti saptapadā śakvarī paśavaḥ śakvarī paśūnevāva ruṃdhe sapta grāmyāḥ paśavaḥ saptāraṇyāḥ sapta chandāgsyubhayasyāvaruddhyai vasvyasi rudrāsītyāha rūpamevāsyā etanmahimānaṃ vyācaṣṭe bṛhaspatistvā sumne raṇvatvityāha brahma vai devānāṃ bṛhaspatirbrahmaṇaivāsmai paśūnava ruṃdhe rudro vasubhirā ciketvityāhāvṛttyai pṛthivyāstvā mūrdhannā jigharmi devayajana ityāha pṛthivyā hyeṣa mūrdhā yaddevayajanamiḍāyāḥ pada ityāheḍāyai hyetatpadaṃ yathsomakrayaṇyai ghṛtavati svāhe tyāha yadevāsyai padādghṛtamapīḍyata tasmādevamāha yadadhvaryuranagnāvāhutiṃ juhuyādandho'dhvaryuḥ syādrakṣāṃsi yajñaṃ hanyurhiraṇyamupāsya juhotyagnivatyeva juhoti nāndho'dhvaryurbhavati na yajñaṃ rakṣāṃsi ghnanti kāṇḍekāṇḍe vai kriyamāṇe yajñaṃ rakṣāṃsi jighāṃsanti parilikhitaṃ rakṣaḥ parilikhitā arātaya ityāha rakṣasāmapahatyā idamahaṃ rakṣaso grīvā api kṛntāmi yo'smāndveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣma ityāha dvau vāva puruṣau yaṃ caiva dveṣṭi yaścainaṃ dveṣṭi tayorevānantarāyaṃ grīvāḥ kṛntati paśavo vai somakrayaṇyai padaṃ yāvattmūtaṃ saṃ vapati paśūnevāva ruṃdhe'sme rāya iti saṃ vapatyātmānamevādhvaryuḥ paśubhyo nāntareti tve rāya iti yajamānāya pra yacchati yajamāna eva rayiṃ dadhāti tote rāya iti patniyā ardho vā eṣa ātmano yatpatnī yathā gṛheṣu nidhatte tādṛgeva tattvaṣṭīmatī te sapeyetyāha tvaṣṭā vai paśūnāṃ mithunānāṃ rūpakṛdrūpameva paśuṣu dadhātyasmai vai lokāya gārhapatya ā dhīyate'muṣmā āhavanīyo yadgārhapatya upavapedasmi3ṃlloke paśumānthsyādyadāhavanīye'muṣmi3ṃ lloke paśumānthsyādubhayorupa vapatyubhayorevainaṃ lokayoḥ paśumantaṃ karoti mahimānagg svāhāpahatyā adhvaryurdhīyate caturviṃśatiśca

Er schreitet ihr sechs Schritte nach. 'Sechs Tage lang [?] redet meine Rede noch nicht', und auch im Lauf des Jahres gewinnt er eben so viel, wie seine Rede reicht. Beim siebten Schritt opfert er; die Śakvarī hat sieben Pādas – Vieh ist die Śakvarī, damit gewinnt er eben Vieh: sieben Arten Dorftiere, sieben Arten Waldtiere, sieben Versmaße – zur Gewinnung von beidem. 'Du bist Vasu-artig, du bist Rudra-artig', spricht er – damit erklärt er eben ihre Gestalt, ihre Größe. 'Bṛhaspati möge dich zur Wonne erfreuen', spricht er; Bṛhaspati ist das heilige Wort der Götter, mit dem heiligen Wort gewinnt er ihm eben Vieh. 'Rudra möge dich mit den Vasus erkennen', spricht er, zur Rückführung. 'Auf das Haupt der Erde besprenge ich dich, an der Opferstätte', spricht er; die Opferstätte ist ja das Haupt der Erde. 'An der Stätte der Iḍā', spricht er; das ist ja die Stätte der Iḍā, ebenso wie 'für die Soma-Kaufkuh, mit Ghee, Svāhā', spricht er; weil eben aus ihrer Stätte Ghee herausgedrückt wurde, deshalb spricht er so. Würde der Adhvaryu einen Opferguss nicht in ein brennendes Feuer gießen, wäre der Adhvaryu gleichsam blind, und die Unholde würden das Opfer schlagen; er opfert, nachdem er sich dem Gold zugewandt hat, und opfert so, als wäre es ein Feuer – so wird der Adhvaryu nicht blind, und die Unholde schlagen das Opfer nicht. Bei jedem einzelnen Schritt der Handlung trachten die Unholde nach dem Opfer. 'Umrandet ist der Unhold, umrandet die Missgunst', spricht er, zur Abwehr der Unholde. 'Hiermit schneide ich dem Unhold den Nacken ab, wer uns hasst und wen wir hassen', spricht er – es gibt ja zwei Menschen: den, den man hasst, und den, der einen selbst hasst; genau zwischen diesen beiden schneidet er die Nacken durch. Vieh ist ja die Fußspur der Soma-Kaufkuh; soweit sie durchfeuchtet ist [?], sät er Streu darüber, damit gewinnt er eben Vieh. 'Für uns Reichtum' – so streut er; der Adhvaryu selbst wird damit nicht von den Herden getrennt. 'Für dich Reichtum' – damit reicht er ihn dem Opferherrn dar, und der Opferherr legt sich eben Reichtum bei. 'Und für sie Reichtum' – für die Gattin; die Gattin ist ja die Hälfte des eigenen Selbst, wie man Reichtum im Haus niederlegt, ebenso geschieht es hier. 'Von Tvaṣṭṛ begleitet mögest du mit ihr verkehren', spricht er; Tvaṣṭṛ ist der Gestaltbildner der gepaarten Tiere, er verleiht damit eben den Haustieren Gestalt. Für diese Welt wird das Gārhapatya-Feuer gesetzt, für jene das Āhavanīya. Würde er nur am Gārhapatya Streu aussäen, wäre er nur in dieser Welt viehreich; würde er nur am Āhavanīya aussäen, wäre er nur in jener Welt viehreich; er sät bei beiden aus, so macht er ihn eben in beiden Welten viehreich. 'Die Größe, Svāhā' – zur Abwehr der Unholde wird der Adhvaryu damit hingesetzt.

Wort für Wort
ṣaṭpadānyanu
sechs Schritte
ni
nach-
krāmati
schreitet er ihr
ṣaḍahaṃ
sechs Tage lang [?]
vāṅnāti
'meine Rede nicht
vadatyuta
redet noch' - und
saṃvathsarasyāyane
im Lauf des Jahres
yāvatyeva
soviel eben
vāktāmava
seine Rede reicht
ruṃdhe
gewinnt er
saptame
beim siebten
pade
Schritt
juhoti
opfert er
saptapadā
siebenfüßig (ist)
śakvarī
die Śakvarī
paśavaḥ
(ist) Vieh
śakvarī
die Śakvarī
paśūnevāva
eben Vieh
ruṃdhe
gewinnt er
sapta
sieben
grāmyāḥ
Arten Dorf-
paśavaḥ
tiere
saptāraṇyāḥ
sieben Arten Wald-(tiere)
sapta
sieben
chandāgsyubhayasyāvaruddhyai
Versmaße; zur Gewinnung von beidem
vasvyasi
'Vasu-artig bist du
rudrāsītyāha
Rudra-artig bist du' spricht er
rūpamevāsyā
die Gestalt eben ihre
etanmahimānaṃ
das; die Größe
vyācaṣṭe
erklärt er
bṛhaspatistvā
'Bṛhaspati dich
sumne
zur Wonne
raṇvatvityāha
erfreue' spricht er
brahma
das heilige Wort
vai
ja
devānāṃ
der Götter
bṛhaspatirbrahmaṇaivāsmai
(ist) Bṛhaspati; mit dem heiligen Wort eben ihm
paśūnava
Vieh
ruṃdhe
gewinnt er
rudro
'Rudra
vasubhirā
mit den Vasus
ciketvityāhāvṛttyai
erkenne' spricht er; zur Rückführung
pṛthivyāstvā
'der Erde dich
mūrdhannā
auf das Haupt
jigharmi
besprenge ich
devayajana
an der Opferstätte
ityāha
' spricht er
pṛthivyā
der Erde
hyeṣa
denn die (Opferstätte ist) dies
mūrdhā
das Haupt
yaddevayajanamiḍāyāḥ
die Opferstätte; der Iḍā
pada
Stätte
ityāheḍāyai
' spricht er; für die Iḍā
hyetatpadaṃ
denn das ist die Stätte
yathsomakrayaṇyai
wie für die Soma-Kaufkuh
ghṛtavati
mit Ghee
svāhe
Svāhā
tyāha
' spricht er
yadevāsyai
weil eben aus ihrer
padādghṛtamapīḍyata
Stätte Ghee herausgedrückt wurde
tasmādevamāha
deshalb spricht er so
yadadhvaryuranagnāvāhutiṃ
würde der Adhvaryu nicht in ein (brennendes) Feuer den Opferguss
juhuyādandho'dhvaryuḥ
gießen; blind (wäre) der Adhvaryu
syādrakṣāṃsi
wäre gleichsam; die Unholde
yajñaṃ
das Opfer
hanyurhiraṇyamupāsya
würden schlagen; dem Gold zugewandt habend
juhotyagnivatyeva
opfert er; wie in ein Feuer eben
juhoti
opfert er
nāndho'dhvaryurbhavati
nicht blind wird der Adhvaryu
na
nicht
yajñaṃ
das Opfer
rakṣāṃsi
die Unholde
ghnanti
schlagen
kāṇḍekāṇḍe
bei jedem einzelnen Schritt
vai
ja
kriyamāṇe
der Handlung
yajñaṃ
dem Opfer
rakṣāṃsi
die Unholde
jighāṃsanti
trachten nach
parilikhitaṃ
'umrandet
rakṣaḥ
ist der Unhold
parilikhitā
umrandet
arātaya
die Missgunst
ityāha
' spricht er
rakṣasāmapahatyā
zur Abwehr der Unholde
idamahaṃ
'hiermit ich
rakṣaso
dem Unhold
grīvā
den Nacken
api
ab-
kṛntāmi
schneide
yo'smāndveṣṭi
wer uns hasst
yaṃ
und wen
ca
und
vayaṃ
wir
dviṣma
hassen
ityāha
' spricht er
dvau
zwei
vāva
eben
puruṣau
Menschen (gibt es)
yaṃ
den
caiva
und eben
dveṣṭi
man hasst
yaścainaṃ
und der ihn
dveṣṭi
hasst
tayorevānantarāyaṃ
genau zwischen diesen beiden
grīvāḥ
die Nacken
kṛntati
schneidet er durch
paśavo
Vieh
vai
ja
somakrayaṇyai
der Soma-Kaufkuh
padaṃ
(die) Fußspur
yāvattmūtaṃ
soweit durchfeuchtet [?]
saṃ
über-
vapati
sät er (Streu)
paśūnevāva
eben Vieh
ruṃdhe'sme
gewinnt er; 'für uns
rāya
Reichtum
iti
' - (so)
saṃ
über-
vapatyātmānamevādhvaryuḥ
streut er; sich selbst eben der Adhvaryu
paśubhyo
von den Herden
nāntareti
wird nicht getrennt
tve
'für dich
rāya
Reichtum
iti
' - (so)
yajamānāya
dem Opferherrn
pra
dar-
yacchati
reicht er
yajamāna
der Opferherr
eva
eben
rayiṃ
Reichtum
dadhāti
legt sich bei
tote
'und für sie
rāya
Reichtum
iti
' - (so)
patniyā
für die Gattin
ardho
die Hälfte
vā
ja
eṣa
diese (ist)
ātmano
des eigenen Selbst
yatpatnī
die Gattin
yathā
wie
gṛheṣu
im Haus
nidhatte
man niederlegt
tādṛgeva
ebenso
tattvaṣṭīmatī
das; 'von Tvaṣṭṛ begleitet
te
mögest du
sapeyetyāha
verkehren' spricht er
tvaṣṭā
Tvaṣṭṛ
vai
ja
paśūnāṃ
der Tiere
mithunānāṃ
der gepaarten
rūpakṛdrūpameva
(ist) der Gestaltbildner; Gestalt eben
paśuṣu
den Haustieren
dadhātyasmai
verleiht er; für diese
vai
ja
lokāya
Welt
gārhapatya
das Gārhapatya-(Feuer)
ā
ge-
dhīyate'muṣmā
-setzt wird; für jene
āhavanīyo
das Āhavanīya
yadgārhapatya
würde er nur am Gārhapatya
upavapedasmi3ṃlloke
aussäen; in dieser Welt
paśumānthsyādyadāhavanīye'muṣmi3ṃ
wäre er viehreich; würde er am Āhavanīya in jener
lloke
Welt
paśumānthsyādubhayorupa
wäre er viehreich; bei beiden
vapatyubhayorevainaṃ
sät er aus; in beiden eben ihn
lokayoḥ
Welten
paśumantaṃ
viehreich
karoti
macht er
mahimānagg
'die Größe
svāhāpahatyā
Svāhā' zur Abwehr
adhvaryurdhīyate
der Adhvaryu wird hingesetzt
caturviṃśatiśca
und vierundzwanzig [Anuvāka-Zahl: 24]

brahmavādino vadanti vicityaḥ somā3 na vicityā3 iti somo vā oṣadhīnāṃ rājā tasmin, yadāpannaṃ grasitamevāsya tadyadvicinuyādyathāsyād grasitaṃ niṣkhidati tādṛgeva tadyanna vicinuyādyathākṣannāpannaṃ vidhāvati tādṛgeva tatkṣodhuko'dhvaryuḥ syātkṣodhuko yajamānaḥ somavikrayinthsomaṃ śodhayetyeva brūyādyadītaraṃ yadītaramubhayenaiva somavikrayiṇamarpayati tasmāthsomavikrayī kṣodhuko'ruṇo ha smāhaupaveśiḥ somakrayaṇa evāhaṃ tṛtīyasavanamava ruṃdha iti paśūnāṃ carmanmimīte paśūnevāva ruṃdhe paśavo hi tṛtīyaṃ savanaṃ yaṃ kāmayetāpaśuḥ syādityṛkṣatastasya mimītarkṣaṃ vā apaśavyamapaśureva bhavati yaṃ kāmayeta paśumānthsyā diti lomatastasya mimītaitadvai paśūnāṃ rūpaṃ rūpeṇaivāsmai paśūnava ruṃdhe paśumāneva bhavatyapāmante krīṇāti sarasamevainaṃ krīṇātyamātyo'sītyāhāmaivainaṃ kurute śukraste graha ityāha śukro hyasya graho'nasāccha yāti mahimānamevāsyāccha yātyanasāccha yāti tasmādanovāhyaṃ same jīvanaṃ yatra khalu vā etaṃ śīrṣṇā haranti tasmācchīrṣahāryaṃ girau jīvanamabhityaṃ devaṃ savitāramityaticchaṃdasarcā mimīte'ticchandā vai sarvāṇi chandāṃsi sarvebhirevainaṃ chandobhirmimīte varṣma vā eṣā chaṃdasāṃ yadaticchandā yadaticchaṃdasarcā mimīte varṣmaivainaṃ samānānāṃ karotyakayaikayothsargaṃ mimīte'yātayāmniyāyātayāmniyaivainaṃ mimīte tasmānnānāvīryā aṅgulayaḥ sarvāsvaṅguṣṭhamupa ni gṛhṇāti tasmāthsamāvadvīRyo'nyābhiraṅgulibhistasmāthsarvā anu saṃ carati yathsaha sarvābhirmimīta sa2ṃśliṣṭā aṅgulayo jāyerannekayaikayothsargaṃ mimīte tasmādvibhaktā jāyante pañca kṛtvo yajuṣā mimīte pañcākṣarā paṅktiḥ pāṅkto yajño yajñamevāva ruṃdhe pañca kṛtvastūṣṇīṃ daśa saṃ padyante daśākṣarā virāḍannaṃ virāḍvirājaivānnādyamava ruṃdhe yadyajuṣā mimīte bhūtamevāva ruṃdhe yattūṣṇīṃ bhaviṣyadyadvai tāvāneva somaḥ syādyāvantaṃ mimīte yajamānasyaiva syānnāpi sadasyānāṃ prajābhyastvetyupa samūhati sadasyānevānvābhajati vāsasopa nahyati sarvadevatyaṃ vai vāsaḥ sarvābhirevainaṃ devatābhiḥ samardhayati paśavo vai somaḥ prāṇāya tvetyupa nahyati prāṇameva paśuṣu dadhāti vyānāya tvetyanu śṛnthati vyānameva paśuṣu dadhāti tasmāthsvapantaṃ prāṇā na jahati itaraṃ paśumānthsyādyātyanasothsargaṃ tūṣṇīṃ sarvadevatyaṃ vai trayastriṃśacca

Die Kenner des heiligen Wortes sagen: 'Man soll den Soma sichten, nicht ungesichtet lassen.' Soma ist ja der König der Pflanzen; was an ihm verdorben ist, das ist gleichsam schon verzehrt. Würde man ihn sichten, wäre es, als würde man Verzehrtes noch weiter ausquetschen; würde man ihn nicht sichten, wäre es, als würde man Verdorbenes mit Gegessenem vermischen [?]. Sonst wäre der Adhvaryu hungrig, der Opferherr hungrig; er soll zum Soma-Verkäufer nur sagen: 'Reinige den Soma!' – was er aussortiert, gibt er dem Soma-Verkäufer zurück; deshalb ist der Soma-Verkäufer hungrig. Aruṇa, der Sohn des Upaveśa, pflegte zu sagen: 'Schon beim Somakauf gewinne ich den dritten Preßtermin.' Er misst den Soma nach der Haut der Tiere; damit gewinnt er eben Vieh, denn Vieh gehört ja dem dritten Preßtermin. Wen man wünscht, dass er viehlos werde, dessen Soma misst man mit einer Ähre [?]; die Ähre ist ja viehfeindlich, so wird er eben viehlos. Wen man wünscht, dass er viehreich werde, dessen Soma misst man mit Wolle oder Haaren; das ist ja die Gestalt der Haustiere, mit dieser Gestalt gewinnt er ihm eben Vieh – er wird viehreich. Er kauft den Rest am Ende der Wasserzeremonie; damit kauft er ihn eben mitsamt seiner Essenz. 'Du bist ein Gefährte', spricht er – damit macht er ihn eben zu einem Gefährten. 'Dein heller Anteil', spricht er – der helle Anteil ist ja seiner; er geht auf einem Wagen davon, geht damit eben seiner Größe entgegen. Auf einem Wagen geht er davon, deshalb muss man ihn mit dem Wagen holen, wenn der Weg auf ebenem Grund liegt; wo man ihn aber auf dem Kopf trägt, heißt es 'auf dem Kopf zu tragen', wenn der Weg im Gebirge liegt. 'Diesen Gott Savitṛ' – damit misst er ab, mit dem Aticchandas-Vers; das Aticchandas sind ja alle Versmaße, mit allen Versmaßen misst er eben ab. Der Gipfel der Versmaße ist das Aticchandas; dass er mit dem Aticchandas-Vers misst, macht ihn eben zum Gipfel seinesgleichen. Er misst mit je einer Hand einzeln ab; mit der unverbrauchten Kraft misst er ihn eben ab. Deshalb sind die Finger von unterschiedlicher Kraft; er hält mit allen den Daumen fest, deshalb hat der Daumen gleiche Kraft wie die anderen Finger zusammen, deshalb bewegt er sich mit allen zusammen. Dass er mit allen Fingern zusammen misst, geschieht, damit die Finger nicht etwa zusammengewachsen geboren würden; er misst mit je einem einzeln ab, deshalb werden sie getrennt geboren. Er misst fünfmal ab, mit dem Opferspruch; die Paṅkti hat fünf Silben, das Opfer gehört zur Paṅkti – so gewinnt er eben das Opfer. Fünfmal schweigend – zehn Male kommen zusammen; die Virāj hat zehn Silben, die Virāj ist Speise, mit der Virāj gewinnt er eben die Speise. Dass er mit dem Opferspruch misst, gewinnt er eben das Vergangene; was er schweigend misst, das Zukünftige. Wäre der Soma nur so viel, wie er für sich misst, wäre er nur des Opferherrn, nicht auch der Opferteilnehmer. 'Für die Geschöpfe, dich' – so häuft er ihn zusammen; damit gibt er den Opferteilnehmern eben ihren Anteil. Er umwickelt ihn mit einem Gewand; das Gewand ist allen Gottheiten zugehörig, mit allen Gottheiten stärkt er ihn eben. Vieh ist der Soma; 'für den Einatem, dich' – so umwickelt er ihn, damit legt er eben den Einatem in das Vieh. 'Für den Ausatem, dich' – so bindet er weiter, damit legt er eben den Ausatem in das Vieh; deshalb verlässt den Schlafenden der Atem nicht. Der andere würde viehreich sein – wer den Soma auf dem Wagen davonträgt [?], schweigend. Allen Gottheiten gehört dies.

Wort für Wort
brahmavādino
die Kenner des heiligen Wortes
vadanti
sagen
vicityaḥ
'gesichtet
somā3
(soll) der Soma (sein)
na
nicht
vicityā3
ungesichtet
iti
' - (so)
somo
Soma
vā
ja
oṣadhīnāṃ
der Pflanzen
rājā
(ist) der König
tasmin,
an ihm
yadāpannaṃ
was verdorben ist
grasitamevāsya
verzehrt eben das
tadyadvicinuyādyathāsyād
das; würde man sichten; wäre es, wie wenn
grasitaṃ
Verzehrtes
niṣkhidati
man ausquetscht
tādṛgeva
genau so
tadyanna
das; würde man nicht
vicinuyādyathākṣannāpannaṃ
sichten; wie wenn man Gegessenes; mit Verdorbenem
vidhāvati
vermischt [?]
tādṛgeva
genau so
tatkṣodhuko'dhvaryuḥ
das; hungrig (wäre) der Adhvaryu
syātkṣodhuko
wäre; hungrig
yajamānaḥ
der Opferherr
somavikrayinthsomaṃ
zum Soma-Verkäufer; den Soma
śodhayetyeva
'reinige' nur
brūyādyadītaraṃ
solle er sagen; was Übrige
yadītaramubhayenaiva
was übrig ist; mit beidem eben
somavikrayiṇamarpayati
gibt er dem Soma-Verkäufer zurück
tasmāthsomavikrayī
deshalb der Soma-Verkäufer
kṣodhuko'ruṇo
(ist) hungrig; Aruṇa
ha
fürwahr
smāhaupaveśiḥ
pflegte zu sagen; der Sohn des Upaveśa
somakrayaṇa
beim Somakauf
evāhaṃ
schon; ich
tṛtīyasavanamava
den dritten Preßtermin
ruṃdha
gewinne
iti
' - (so)
paśūnāṃ
der Tiere
carmanmimīte
nach der Haut misst er
paśūnevāva
eben Vieh
ruṃdhe
gewinnt er
paśavo
Vieh
hi
denn
tṛtīyaṃ
dem dritten
savanaṃ
Preßtermin (gehört)
yaṃ
wen
kāmayetāpaśuḥ
man wünscht; viehlos
syādityṛkṣatastasya
werde solle - (so); mit einer Ähre; dessen
mimītarkṣaṃ
misst man; die Ähre
vā
ja
apaśavyamapaśureva
(ist) viehfeindlich; viehlos eben
bhavati
wird er
yaṃ
wen
kāmayeta
man wünscht
paśumānthsyā
viehreich werde
diti
- (so)
lomatastasya
mit Wolle/Haaren; dessen
mimītaitadvai
misst man; das ja
paśūnāṃ
der Tiere
rūpaṃ
(ist) Gestalt
rūpeṇaivāsmai
mit dieser Gestalt eben ihm
paśūnava
Vieh
ruṃdhe
gewinnt er
paśumāneva
viehreich eben
bhavatyapāmante
wird er; am Ende der Wasserzeremonie
krīṇāti
kauft er
sarasamevainaṃ
mitsamt der Essenz eben ihn
krīṇātyamātyo'sītyāhāmaivainaṃ
kauft er; 'ein Gefährte bist du' spricht er; zum Gefährten eben ihn
kurute
macht er
śukraste
'dein heller
graha
Anteil
ityāha
' spricht er
śukro
der helle (Anteil)
hyasya
ist ja seiner
graho'nasāccha
der Anteil; auf einem Wagen davon
yāti
geht er
mahimānamevāsyāccha
seiner Größe eben entgegen
yātyanasāccha
geht er; auf einem Wagen davon
yāti
geht er
tasmādanovāhyaṃ
deshalb mit dem Wagen zu holen
same
auf ebenem
jīvanaṃ
Grund (der Weg)
yatra
wo
khalu
fürwahr
vā
ja
etaṃ
ihn
śīrṣṇā
auf dem Kopf
haranti
man trägt
tasmācchīrṣahāryaṃ
deshalb 'auf dem Kopf zu tragen'
girau
im Gebirge
jīvanamabhityaṃ
der Weg; auf diesen
devaṃ
'diesen Gott
savitāramityaticchaṃdasarcā
Savitṛ' - (so); mit dem Aticchandas-Vers
mimīte'ticchandā
misst er ab; das Aticchandas (sind)
vai
ja
sarvāṇi
alle
chandāṃsi
Versmaße
sarvebhirevainaṃ
mit allen eben ihn
chandobhirmimīte
mit den Versmaßen misst er ab
varṣma
der Gipfel
vā
ja
eṣā
dies (ist)
chaṃdasāṃ
der Versmaße
yadaticchandā
das Aticchandas
yadaticchaṃdasarcā
dass er mit dem Aticchandas-Vers
mimīte
misst
varṣmaivainaṃ
zum Gipfel eben ihn
samānānāṃ
seinesgleichen
karotyakayaikayothsargaṃ
macht er; mit je einer Hand einzeln
mimīte'yātayāmniyāyātayāmniyaivainaṃ
misst er ab; mit der unverbrauchten; mit der unverbrauchten eben ihn
mimīte
misst er ab
tasmānnānāvīryā
deshalb von unterschiedlicher Kraft
aṅgulayaḥ
die Finger
sarvāsvaṅguṣṭhamupa
mit allen den Daumen
ni
fest-
gṛhṇāti
hält er
tasmāthsamāvadvīRyo'nyābhiraṅgulibhistasmāthsarvā
deshalb gleicher-Kraft mit den anderen Fingern; deshalb mit allen
anu
zusammen
saṃ
mit-
carati
bewegt er sich
yathsaha
dass mit
sarvābhirmimīta
allen er messe
sa2ṃśliṣṭā
zusammengewachsen
aṅgulayo
die Finger
jāyerannekayaikayothsargaṃ
würden geboren; mit je einer einzeln
mimīte
misst er ab
tasmādvibhaktā
deshalb getrennt
jāyante
werden sie geboren
pañca
fünf
kṛtvo
-mal
yajuṣā
mit dem Opferspruch
mimīte
misst er ab
pañcākṣarā
fünfsilbig
paṅktiḥ
(ist) die Paṅkti
pāṅkto
zur Paṅkti gehörig
yajño
(ist) das Opfer
yajñamevāva
eben das Opfer
ruṃdhe
gewinnt er
pañca
fünf
kṛtvastūṣṇīṃ
-mal schweigend
daśa
zehn
saṃ
zusammen
padyante
kommen
daśākṣarā
zehnsilbig
virāḍannaṃ
(ist) die Virāj; Speise
virāḍvirājaivānnādyamava
(ist) die Virāj; mit der Virāj eben die Speise
ruṃdhe
gewinnt er
yadyajuṣā
dass er mit dem Opferspruch
mimīte
misst
bhūtamevāva
das Vergangene eben
ruṃdhe
gewinnt er
yattūṣṇīṃ
was schweigend
bhaviṣyadyadvai
(ist) das Zukünftige; wäre ja
tāvāneva
nur so viel
somaḥ
der Soma
syādyāvantaṃ
wäre; wie viel
mimīte
er misst
yajamānasyaiva
nur des Opferherrn
syānnāpi
wäre er; nicht auch
sadasyānāṃ
der Opferteilnehmer
prajābhyastvetyupa
'für die Geschöpfe dich' -
samūhati
so häuft er zusammen
sadasyānevānvābhajati
den Opferteilnehmern eben gibt er (ihren) Anteil
vāsasopa
mit einem Gewand
nahyati
umwickelt er
sarvadevatyaṃ
allen Gottheiten gehörig
vai
ja
vāsaḥ
(ist) das Gewand
sarvābhirevainaṃ
mit allen eben ihn
devatābhiḥ
Gottheiten
samardhayati
stärkt er
paśavo
Vieh
vai
ja
somaḥ
(ist) der Soma
prāṇāya
'für den Einatem
tvetyupa
dich' -
nahyati
so umwickelt er
prāṇameva
den Einatem eben
paśuṣu
in das Vieh
dadhāti
legt er
vyānāya
'für den Ausatem
tvetyanu
dich' -
śṛnthati
so bindet er weiter
vyānameva
den Ausatem eben
paśuṣu
in das Vieh
dadhāti
legt er
tasmāthsvapantaṃ
deshalb den Schlafenden
prāṇā
der Atem
na
nicht
jahati
verlässt
itaraṃ
der andere
paśumānthsyādyātyanasothsargaṃ
wäre viehreich; wer auf dem Wagen davonträgt [?]
tūṣṇīṃ
schweigend
sarvadevatyaṃ
allen Gottheiten (gehört)
vai
ja
trayastriṃśacca
und dreiunddreißig [Anuvāka-Zahl: 33]

yatkalayā te śaphena te krīṇānīti paṇetāgo arghaṃ somaṃ kuryādago arghaṃ yajamānamago arghamadhvaryuṃ gostu mahimānaṃ nāva tiredgavā te krīṇānītyeva brūyādgo arghameva somaṃ karoti go arghaṃ yajamānaṃ go arghamadhvaryuṃ na gormahimānamava tiratyajayā krīṇāti satapasamevainaṃ krīṇāti hiraṇyena krīṇāti saśukramevai naṃ krīṇāti dhenvā krīṇāti sāśiramevainaṃ krīṇātyṛṣabheṇa krīṇāti sendramevainaṃ krīṇātyanaḍuhā krīṇāti vahnirvā anaḍvān, vahninaiva vahni yajñasya krīṇāti mithunābhyāṃ krīṇāti mithunasyāvaruddhyai vāsasā krīṇāti sarvadevatyaṃ vai vāsaḥ sarvābhya evainaṃ devatābhyaḥ krīṇāti daśa saṃ padyante daśākṣarā virāḍannaṃ virāḍvirājaivānnādyamava ruṃdhe tapasastanūrasi prajāpatervarṇa ityāha paśubhya eva tadadhvaryurnihnuta ātmano'nāvraskāya gacchati śriyaṃ pra paśūnāpnoti ya evaṃ veda śukraṃ te śukreṇa krīṇāmītyāha yathāyajurevaitaddevā vai yena hiraṇyena somamakrīṇantadabhīṣahā punarādadata ko hi tejasā vi kreṣyata iti yena hiraṇyena somaṃ krīṇīyāttadabhīṣahā punarā dadīta teja evātmandhatte'sme jyotiḥ somavikrayiṇi tama ityāha jyotireva yajamāne dadhāti tamasā somavikrayiṇamarpayati yadanupagrathya hanyāddandaśūkāstāṃ samāṃ sarpāḥ syuridamahaṃ sarpāṇāṃ dandaśūkānāṃ grīvā upa grathnāmītyāhādandaśūkāstāṃ samāṃ sarpā bhavanti tamasā somavikrayiṇaṃ vidhyati svāna bhrājetyāhaite vā amuṣmi3ṃlloke somamarakṣantebhyo'dhi somamāharan yadetebhyaḥ somakrayaṇānnānudiśedakrīto'sya somaḥ syānnāsyaite'muṣmi3ṃlloke somaṃ rakṣeyuryadetebhyaḥ somakrayaṇānanudiśati krīto'sya somo bhavatyete'syāmuṣmi3ṃlloke somaṃ rakṣanti saśukrameva ruṃdha iti yena hiraṇyena svāna catuścatvāriṃśacca

'Um wieviel, mit welchem Huf kaufe ich dich?' – so soll man nicht handeln. Er würde den Soma zum Preis einer Kuh machen, den Opferherrn zum Preis einer Kuh, den Adhvaryu zum Preis einer Kuh, und die Größe der Kuh nicht übertreffen [?]. 'Mit einer Kuh kaufe ich dich' – so soll man vielmehr sagen; damit macht er den Soma zum Preis einer Kuh, den Opferherrn zum Preis einer Kuh, den Adhvaryu zum Preis einer Kuh, übertrifft aber nicht die Größe der Kuh [?]. Er kauft mit einer Ziege; damit kauft er ihn eben mitsamt der Askese. Er kauft mit Gold; damit kauft er ihn eben mitsamt dem hellen Glanz. Er kauft mit einer milchgebenden Kuh; damit kauft er ihn eben mitsamt der Milchmischung. Er kauft mit einem Stier; damit kauft er ihn eben mitsamt Indra. Er kauft mit einem Zugochsen; der Zugochse ist der Träger, mit dem Träger kauft er eben den Träger des Opfers. Er kauft mit einem Paar, zur Gewinnung der Paarung. Er kauft mit einem Gewand; das Gewand ist allen Gottheiten zugehörig, mit allen Gottheiten eben kauft er ihn. Zehn Kaufmittel kommen zusammen; die Virāj hat zehn Silben, die Virāj ist Speise, mit der Virāj gewinnt er eben die Speise. 'Du bist der Leib der Askese, die Farbe des Prajāpati', spricht er; damit entzieht der Adhvaryu ihn eben dem Vieh, er geht dann ohne Schaden an eigenem Vieh hindurch, erlangt Glanz, gewinnt Vieh – wer dies weiß. 'Den hellen Soma kaufe ich dir mit dem hellen', spricht er; das entspricht eben dem Wortlaut des Opferspruchs. Die Götter nahmen das Gold, mit dem sie den Soma kauften, gewaltsam wieder zurück; denn wer würde freiwillig den Glanz hergeben? Wer mit Gold den Soma kauft, soll es gewaltsam wieder zurücknehmen; er legt sich damit eben den Glanz ins eigene Selbst. 'Für uns Licht, für den Soma-Verkäufer Finsternis', spricht er; damit legt er dem Opferherrn eben Licht bei, den Soma-Verkäufer überantwortet er der Finsternis. Würde man die Schlangen töten, ohne sie zusammenzubinden, würden die bissigen Schlangen sich weiter fortpflanzen [?]. 'Hiermit binde ich die Nacken der Schlangen, der bissigen', spricht er; damit werden die bissigen Schlangen unschädlich gemacht [?]. Mit Finsternis durchbohrt er den Soma-Verkäufer. 'Möge er heulend erglänzen' [?], spricht er. Diese Gandharvas waren es ja, die in jener Welt den Soma bewachten und den Göttern vorenthielten; würde er ihnen von diesen Kaufmitteln nichts zuweisen, wäre sein Soma ungekauft, und sie würden ihm auch in jener Welt den Soma vorenthalten; da er ihnen davon zuweist, ist sein Soma gekauft, und sie bewachen ihm den Soma fortan in jener Welt. 'Damit gewinne ich den hellen Soma' – mit dem Gold, mit dem Ruf 'Heulend' [?].

Wort für Wort
yatkalayā
'um wieviel, mit welchem Teil
te
dich
śaphena
mit welchem Huf
te
dich
krīṇānīti
kaufe ich' - (so)
paṇetāgo
soll man handeln (nicht); Kuh-
arghaṃ
-preis
somaṃ
den Soma
kuryādago
würde er machen; Kuh-
arghaṃ
-preis
yajamānamago
den Opferherrn; Kuh-
arghamadhvaryuṃ
-preis; den Adhvaryu
gostu
der Kuh aber
mahimānaṃ
die Größe
nāva
nicht
tiredgavā
übertreffen; 'mit einer Kuh
te
dich
krīṇānītyeva
kaufe ich' vielmehr
brūyādgo
solle man sagen; Kuh-
arghameva
-preis eben
somaṃ
den Soma
karoti
macht er
go
Kuh-
arghaṃ
-preis
yajamānaṃ
den Opferherrn
go
Kuh-
arghamadhvaryuṃ
-preis den Adhvaryu
na
nicht
gormahimānamava
der Kuh Größe
tiratyajayā
übertrifft er; mit einer Ziege
krīṇāti
kauft er
satapasamevainaṃ
mitsamt der Askese eben ihn
krīṇāti
kauft er
hiraṇyena
mit Gold
krīṇāti
kauft er
saśukramevai
mitsamt dem hellen Glanz eben
naṃ
ihn
krīṇāti
kauft er
dhenvā
mit einer milchgebenden Kuh
krīṇāti
kauft er
sāśiramevainaṃ
mitsamt der Milchmischung eben ihn
krīṇātyṛṣabheṇa
kauft er; mit einem Stier
krīṇāti
kauft er
sendramevainaṃ
mitsamt Indra eben ihn
krīṇātyanaḍuhā
kauft er; mit einem Zugochsen
krīṇāti
kauft er
vahnirvā
der Träger ja
anaḍvān,
(ist) der Zugochse
vahninaiva
mit dem Träger eben
vahni
den Träger
yajñasya
des Opfers
krīṇāti
kauft er
mithunābhyāṃ
mit einem Paar
krīṇāti
kauft er
mithunasyāvaruddhyai
zur Gewinnung der Paarung
vāsasā
mit einem Gewand
krīṇāti
kauft er
sarvadevatyaṃ
allen Gottheiten zugehörig
vai
ja
vāsaḥ
(ist) das Gewand
sarvābhya
mit allen
evainaṃ
eben ihn
devatābhyaḥ
Gottheiten
krīṇāti
kauft er
daśa
zehn
saṃ
zusammen
padyante
kommen
daśākṣarā
zehnsilbig
virāḍannaṃ
(ist) die Virāj; Speise
virāḍvirājaivānnādyamava
(ist) die Virāj; mit der Virāj eben die Speise
ruṃdhe
gewinnt er
tapasastanūrasi
'der Askese Leib bist du
prajāpatervarṇa
des Prajāpati die Farbe
ityāha
' spricht er
paśubhya
dem Vieh
eva
eben
tadadhvaryurnihnuta
das; entzieht der Adhvaryu ihn
ātmano'nāvraskāya
ohne Schaden am eigenen (Vieh)
gacchati
geht er hindurch
śriyaṃ
Glanz
pra
er-
paśūnāpnoti
-langt; Vieh gewinnt er
ya
wer
evaṃ
so
veda
weiß
śukraṃ
'den hellen (Soma)
te
dir
śukreṇa
mit dem hellen
krīṇāmītyāha
kaufe ich' spricht er
yathāyajurevaitaddevā
wie der Spruchwortlaut eben das; die Götter
vai
ja
yena
mit dem
hiraṇyena
Gold
somamakrīṇantadabhīṣahā
sie den Soma kauften; das gewaltsam
punarādadata
nahmen sie wieder zurück
ko
wer
hi
denn
tejasā
vom Glanz
vi
her-
kreṣyata
würde sich trennen
iti
- (so)
yena
mit dem
hiraṇyena
Gold
somaṃ
den Soma
krīṇīyāttadabhīṣahā
kauft; das gewaltsam
punarā
wieder
dadīta
solle er zurücknehmen
teja
den Glanz
evātmandhatte'sme
eben ins eigene Selbst legt er sich; 'uns
jyotiḥ
Licht
somavikrayiṇi
dem Soma-Verkäufer
tama
Finsternis
ityāha
' spricht er
jyotireva
Licht eben
yajamāne
dem Opferherrn
dadhāti
legt er bei
tamasā
der Finsternis
somavikrayiṇamarpayati
überantwortet er den Soma-Verkäufer
yadanupagrathya
würde man ohne zusammenzubinden
hanyāddandaśūkāstāṃ
töten; die bissigen (Schlangen); diese
samāṃ
Art
sarpāḥ
(die) Schlangen
syuridamahaṃ
würden sein (fortpflanzen [?]); 'hiermit ich
sarpāṇāṃ
der Schlangen
dandaśūkānāṃ
der bissigen
grīvā
die Nacken
upa
zusammen-
grathnāmītyāhādandaśūkāstāṃ
binde ich' spricht er; unbissig; diese
samāṃ
Art
sarpā
Schlangen
bhavanti
werden
tamasā
mit Finsternis
somavikrayiṇaṃ
den Soma-Verkäufer
vidhyati
durchbohrt er
svāna
'heulend
bhrājetyāhaite
möge er erglänzen' spricht er; diese
vā
ja
amuṣmi3ṃlloke
in jener Welt
somamarakṣantebhyo'dhi
bewachten den Soma; von diesen weiterhin
somamāharan
und den Göttern vorenthielten
yadetebhyaḥ
würde er diesen
somakrayaṇānnānudiśedakrīto'sya
Kaufmitteln nichts zuweisen; ungekauft wäre sein
somaḥ
Soma
syānnāsyaite'muṣmi3ṃlloke
wäre; ihm würden diese in jener Welt
somaṃ
den Soma
rakṣeyuryadetebhyaḥ
vorenthalten; da er ihnen
somakrayaṇānanudiśati
von den Kaufmitteln zuweist
krīto'sya
gekauft (ist) sein
somo
Soma
bhavatyete'syāmuṣmi3ṃlloke
wird; diese ihm in jener Welt
somaṃ
den Soma
rakṣanti
bewachen
saśukrameva
mitsamt dem hellen eben
ruṃdha
gewinnt er
iti
- (so)
yena
mit dem
hiraṇyena
Gold
svāna
mit dem Ruf 'Heulend'
catuścatvāriṃśacca
und vierundvierzig [Anuvāka-Zahl: 44]

vāruṇo vai krītaḥ soma upanaddho mitro na ehi sumitradhā ityāha śāntyā indrasyorumā viśa dakṣiṇamityāha devā vai yaṃ somamakrīṇantamindrasyorau dakṣiṇa āsādayanneṣa khalu vā etarhīndro yo yajate tasmādevamāhodāyuṣā svāyuṣetyāha devatā evānvārabhyot tiṣṭhatyurvantarikṣamanvihītyāhāntarikṣadevatyo 2 hyetarhi somo'dityāḥ sado'syadityāḥ sada ā sīdetyāha yathāyajurevaitadvi vā enametadardhayati yadvāruṇaṃ santaṃ maitraṃ karoti vāruṇyarcā sādayati svayaivainaṃ devatayā samardhayati vāsasā paryānahyati sarvadevatyaṃ vai vāsaḥ sarvābhirevai naṃ devatābhiḥ samardhayatyatho rakṣasāmapahatyai vaneṣu vyantarikṣaṃ tatānetyāha vaneṣu hi vyantarikṣaṃ tatāna vājamarvathsvityāha vājagg hyarvathsu payo aghniyāsvityāha payo hyaghniyāsu hṛthsu kratumityāha hṛthsu hi kratuṃ varuṇo vikṣvagnimityāha varuṇo hi vikṣvagniṃ divi sūrya mityāha divi hi sūryaṃ somamadrāvityāha grāvāṇo vā adrayasteṣu vā eṣa somaṃ dadhāti yo yajate tasmādevamāhodutyaṃ jātavedasamiti sauryarcā kṛṣṇājinaṃ pratyānahyati rakṣasāmapahatyā usrāvetaṃ dhūrṣāhāvityāha yathāyajurevaitatpra cyavasva bhuvaspata ityāha bhūtānāg hye ṣa patirviśvānyabhi dhāmānītyāha viśvāni hye 2 ṣo'bhi dhāmāni pracyavate mā tvā pariparī vidadityāha yadevādaḥ somamāhriyamāṇaṃ gandharvo viśvāvasuḥ paryamuṣṇāttasmādevamāhāparimoṣāya yajamānasya svastyayanyasītyāha yajamānasyaivaiṣa yajñasyānvāraṃbho'navacchittyai varuṇo vā eṣa yajamānamabhyaiti yat krītaḥ soma upanaddho namo mitrasya varuṇasya cakṣasa ityāha śāntyā ā somaṃ vahantyagninā prati tiṣṭhate tau saṃbhavantau yajamānamabhi saṃbhavataḥ purā khalu vāvaiṣa medhāyātmānamārabhya carati yo dīkṣito yadagnīṣomīyaṃ paśumālabhata ātmaniṣkrayaṇa evāsya sa tasmāttasya nāśyaṃ puruṣa niṣkrayaṇa iva hyatho khalvāhuragnīṣomābhyāṃ vā indro vṛtramahanniti yadagnīṣomīyaṃ paśumālabhate vārtraghna evāsya sa tasmādvāśyaṃ vāruṇyarcā pari carati svayaivainaṃ devatayā pari carati anvārabhyothsarvābhireva sūryaṃ bhūtānāg hyeti yadāhuḥ saptaviṃśatiśca

Der gekaufte Soma ist an Varuṇa fesselgebunden. 'Wie ein Freund komm her, gute Freundschaft stiftend', spricht er, zur Besänftigung. 'Tritt ein in Indras rechten Schenkel', spricht er; die Götter setzten ja den gekauften Soma auf Indras rechten Schenkel, und wer heutzutage opfert, ist eben dieser Indra – deshalb spricht er so. 'Mit deinem Leben, mit deinem eigenen Leben', spricht er – so berührt er ihn, an die Gottheit angeschlossen, und steht dabei auf; 'geh weiter in den weiten Luftraum', spricht er – der Soma gehört jetzt dem Luftraum als Gottheit. 'An Aditis Sitz, an ihren Sitz setze dich', spricht er; das entspricht dem Spruchwortlaut. Es würde ihn zerreißen, wenn man den vāruṇischen Soma zum mitrischen machte; mit dem vāruṇischen Vers setzt er ihn dennoch fest, mit seiner eigenen Gottheit stärkt er ihn eben. Er umhüllt ihn mit einem Gewand; das Gewand ist allen Gottheiten zugehörig, mit allen Gottheiten stärkt er ihn eben, auch zur Abwehr der Unholde. 'In den Wäldern hat er den Luftraum ausgespannt', spricht er, denn in den Wäldern hat er den Luftraum ausgespannt. 'Kraft in den Rennpferden', spricht er – Kraft ist in den Rennpferden. 'Milch in den milchgebenden Kühen', spricht er – Milch ist in den milchgebenden Kühen. 'Willenskraft in den Herzen', spricht er – in den Herzen ist die Willenskraft. 'Varuṇa in den Stämmen', spricht er – Varuṇa ist in den Stämmen. 'Agni', spricht er – Agni ist in den Stämmen. 'Am Himmel die Sonne', spricht er – am Himmel ist die Sonne. 'Soma in den Preßsteinen', spricht er – die Preßsteine sind ja Steine, in ihnen legt eben der, der opfert, den Soma nieder – deshalb spricht er so. 'Den aufgehenden Jātavedas' – mit dem Sonnenvers umhüllt er die schwarze Antilopenhaut wieder, zur Abwehr der Unholde. 'Du, Sonnenstrahl, überwinde das Joch' [?], spricht er; das entspricht dem Spruchwortlaut. 'Rege dich, Herr der Wesen', spricht er – er ist ja der Herr aller Wesen; 'auf zu allen Formen', spricht er – zu allen Formen bewegt er sich hin. 'Kein Umherstreifender möge dich finden', spricht er – weil eben jenen herbeigebrachten Soma der Gandharva Viśvāvasu entwendet hatte, spricht er so, zur Verhütung erneuten Diebstahls. 'Zum Heil des Opferherrn', spricht er – eben das ist die Verknüpfung des Opferherrn mit dem Opfer, zu ihrer Unzertrennlichkeit. Varuṇa nähert sich ja dem Opferherrn, wenn der gekaufte Soma fesselgebunden ist. 'Verehrung dem Blick von Mitra und Varuṇa', spricht er, zur Besänftigung; sie bringen den Soma herbei, mit Agni, der ihm entgegensteht; diese beiden, sich vereinigend, vereinigen sich auch mit dem Opferherrn. Schon vorher geht ja dieser Geweihte, sich mit der Opferweihe selbst berührend, umher; wenn er das Agnīṣomīya-Opfertier ergreift, ist das eben sein Selbst-Loskauf, deshalb soll dieses Tier nicht verlorengehen, gleichsam wie ein Menschen-Loskauf. Auch sagen sie: 'Mit Agni und Soma erschlug Indra Vṛtra' – wenn er das Agnīṣomīya-Opfertier ergreift, ist es eben sein Vṛtra-tötendes Mittel, deshalb soll es nicht schreien. Mit dem vāruṇischen Vers umschreitet er das Opfer; mit dessen eigener Gottheit umschreitet er es eben. Berührend, mit allen Versen, zur Sonne hin – denn er ist der Herr aller Wesen, wie sie sagen.

Wort für Wort
vāruṇo
der vāruṇische (Soma)
vai
ja
krītaḥ
der gekaufte
soma
Soma
upanaddho
(ist) fesselgebunden
mitro
'wie Mitra
na
(gleichsam)
ehi
komm her
sumitradhā
gute Freundschaft stiftend
ityāha
' spricht er
śāntyā
zur Besänftigung
indrasyorumā
'in Indras Schenkel
viśa
tritt ein
dakṣiṇamityāha
in den rechten' spricht er
devā
die Götter
vai
ja
yaṃ
den
somamakrīṇantamindrasyorau
Soma sie kauften; den auf Indras Schenkel
dakṣiṇa
rechten
āsādayanneṣa
setzten sie; dieser
khalu
fürwahr
vā
ja
etarhīndro
heutzutage (ist) Indra
yo
wer
yajate
opfert
tasmādevamāhodāyuṣā
deshalb spricht er so; 'mit Leben
svāyuṣetyāha
mit eigenem Leben' spricht er
devatā
an die Gottheit
evānvārabhyot
eben berührend, auf-
tiṣṭhatyurvantarikṣamanvihītyāhāntarikṣadevatyo
steht er auf; 'geh weiter in den weiten Luftraum' spricht er; dem Luftraum als Gottheit (gehörend)
2
(Zahl-Marker)
hyetarhi
denn jetzt
somo'dityāḥ
der Soma; 'an Aditis
sado'syadityāḥ
Sitz; an ihren; Aditis
sada
Sitz
ā
-
sīdetyāha
setze dich' spricht er
yathāyajurevaitadvi
wie der Spruchwortlaut eben das; zer-
vā
ja
enametadardhayati
ihn das würde zerreißen
yadvāruṇaṃ
wenn man den vāruṇischen
santaṃ
seienden
maitraṃ
zum mitrischen
karoti
machte
vāruṇyarcā
mit dem vāruṇischen Vers
sādayati
setzt er ihn fest
svayaivainaṃ
mit seiner eigenen eben ihn
devatayā
Gottheit
samardhayati
stärkt er
vāsasā
mit einem Gewand
paryānahyati
umhüllt er
sarvadevatyaṃ
allen Gottheiten zugehörig
vai
ja
vāsaḥ
(ist) das Gewand
sarvābhirevai
mit allen eben
naṃ
ihn
devatābhiḥ
Gottheiten
samardhayatyatho
stärkt er; auch
rakṣasāmapahatyai
zur Abwehr der Unholde
vaneṣu
'in den Wäldern
vyantarikṣaṃ
den Luftraum
tatānetyāha
hat er ausgespannt' spricht er
vaneṣu
in den Wäldern
hi
denn
vyantarikṣaṃ
den Luftraum
tatāna
hat er ausgespannt
vājamarvathsvityāha
'Kraft in den Rennpferden' spricht er
vājagg
Kraft
hyarvathsu
ist ja in den Rennpferden
payo
'Milch
aghniyāsvityāha
in den milchgebenden Kühen' spricht er
payo
Milch
hyaghniyāsu
ist ja in den milchgebenden Kühen
hṛthsu
'in den Herzen
kratumityāha
Willenskraft' spricht er
hṛthsu
in den Herzen
hi
ist ja
kratuṃ
die Willenskraft
varuṇo
'Varuṇa
vikṣvagnimityāha
in den Stämmen, Agni' spricht er
varuṇo
Varuṇa
hi
ist ja
vikṣvagniṃ
in den Stämmen, Agni
divi
'am Himmel
sūrya
die Sonne
mityāha
' spricht er
divi
am Himmel
hi
ist ja
sūryaṃ
die Sonne
somamadrāvityāha
'Soma im Preßstein' spricht er
grāvāṇo
die Preßsteine
vā
ja
adrayasteṣu
(sind) Steine; in ihnen
vā
ja
eṣa
dieser (der opfert)
somaṃ
den Soma
dadhāti
legt nieder
yo
wer
yajate
opfert
tasmādevamāhodutyaṃ
deshalb spricht er so; 'den aufgehenden
jātavedasamiti
Jātavedas' - (so)
sauryarcā
mit dem Sonnenvers
kṛṣṇājinaṃ
die schwarze Antilopenhaut
pratyānahyati
umhüllt er wieder
rakṣasāmapahatyā
zur Abwehr der Unholde
usrāvetaṃ
'du, Sonnenstrahl, diesen
dhūrṣāhāvityāha
das Joch überwinde' spricht er
yathāyajurevaitatpra
wie der Spruchwortlaut eben das; reg-
cyavasva
-e dich
bhuvaspata
'Herr der Wesen
ityāha
' spricht er
bhūtānāg
der Wesen
hye
denn
ṣa
er (ist)
patirviśvānyabhi
der Herr (aller); auf zu allen
dhāmānītyāha
Formen' spricht er
viśvāni
zu allen
hye
denn
2
(Zahl-Marker)
ṣo'bhi
er zu
dhāmāni
allen Formen
pracyavate
bewegt sich hin
mā
'nicht mich
tvā
dich
pariparī
ein Umherstreifender
vidadityāha
möge finden' spricht er
yadevādaḥ
weil eben jenen
somamāhriyamāṇaṃ
Soma, herbeigebracht
gandharvo
der Gandharva
viśvāvasuḥ
Viśvāvasu
paryamuṣṇāttasmādevamāhāparimoṣāya
entwendet hatte; deshalb spricht er so; zur Verhütung erneuten Diebstahls
yajamānasya
'des Opferherrn
svastyayanyasītyāha
zum Heil bist du' spricht er
yajamānasyaivaiṣa
des Opferherrn eben dies (ist)
yajñasyānvāraṃbho'navacchittyai
die Verknüpfung mit dem Opfer; zur Unzertrennlichkeit
varuṇo
Varuṇa
vā
ja
eṣa
dieser
yajamānamabhyaiti
nähert sich dem Opferherrn
yat
wenn
krītaḥ
der gekaufte
soma
Soma
upanaddho
fesselgebunden ist
namo
'Verehrung
mitrasya
des Mitra
varuṇasya
und Varuṇa
cakṣasa
dem Blick
ityāha
' spricht er
śāntyā
zur Besänftigung
ā
her-
somaṃ
den Soma
vahantyagninā
bringen sie; mit Agni
prati
entgegen-
tiṣṭhate
stehend
tau
diese beiden
saṃbhavantau
sich vereinigend
yajamānamabhi
mit dem Opferherrn
saṃbhavataḥ
vereinigen sich
purā
schon vorher
khalu
fürwahr
vāvaiṣa
eben dieser (Geweihte)
medhāyātmānamārabhya
sich mit der Opferweihe selbst berührend
carati
geht umher
yo
wer
dīkṣito
als Geweihter
yadagnīṣomīyaṃ
wenn das Agnīṣomīya-
paśumālabhata
-Opfertier er ergreift
ātmaniṣkrayaṇa
sein Selbst-Loskauf
evāsya
eben das (ist) sein
sa
das (Tier)
tasmāttasya
deshalb dessen
nāśyaṃ
soll nicht verlorengehen
puruṣa
wie ein Menschen-
niṣkrayaṇa
-Loskauf
iva
gleichsam
hyatho
auch
khalvāhuragnīṣomābhyāṃ
fürwahr sagen sie; mit Agni-und-Soma
vā
ja
indro
Indra
vṛtramahanniti
Vṛtra erschlug' - (so)
yadagnīṣomīyaṃ
wenn das Agnīṣomīya-
paśumālabhate
-Opfertier er ergreift
vārtraghna
(ist) sein Vṛtra-tötendes (Mittel)
evāsya
eben das (ist) sein
sa
es
tasmādvāśyaṃ
deshalb soll nicht schreien
vāruṇyarcā
mit dem vāruṇischen Vers
pari
um-
carati
schreitet er
svayaivainaṃ
mit dessen eigener eben es
devatayā
Gottheit
pari
um-
carati
schreitet er
anvārabhyothsarvābhireva
berührend; mit allen (Versen) eben
sūryaṃ
zur Sonne hin
bhūtānāg
der Wesen
hyeti
denn er ist (der Herr); geht er
yadāhuḥ
wie sie sagen
saptaviṃśatiśca
und siebenundzwanzig [Anuvāka-Zahl: 27]

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