Quellen der Menschheit

Taittirīya-Saṃhitā (Kṛṣṇa-Yajurveda) · Kāṇḍa 7

Prapāṭhaka 4

bṛhaspatirakāmayata śranme devā dadhīrangaccheyaṃ purodhāmiti sa etaṃ caturviṃśatirātramapaśyattamāharattenāyajata tato vai tasmai śraddevā adadhatāgacchatpurodhāṃ ya evaṃ vidvāṃsaścaturviṃśatirātramāsate śradebhyo manuṣyā dadhate gacchanti purodhāṃ jyotirgaurāyuriti tryahā bhavantīyaṃ vāva jyotirantarikṣaṃ gaurasāvāyu rimāneva lokānabhyārohantyabhipūrvaṃ tryahā bhavantyabhipūrvameva suvargaṃ lokamabhyārohantyasattraṃ vā etadyadacchandomaṃ yacchandomā bhavanti tena sattraṃ devatā eva pṛṣṭhairava ruṃdhate paśūñchandomairojo vai vīryaṃ pṛṣṭhāni paśavaśchandomā ojasyeva vīrye paśuṣu prati tiṣṭhanti bṛhadrathaṃtarābhyāṃ yantīyaṃ vāva rathaṃtaramasau bṛhadābhyāmeva yantyatho anayoreva prati tiṣṭhantyetevai yajñasyāñjasāyanī srutī tābhyāmeva suvargaṃ lokaṃ yanti caturviṃśatirātro bhavati caturviṃśatirardhamāsāḥ saṃvathsaraḥ saṃvathsaraḥ suvargo lokaḥ saṃvathsara eva suvarge loke prati tiṣṭhantyatho caturviṃśatyakṣarā gāyatrī gāyatrī brahmavarcasaṃ gāyatriyaiva brahmavarcasamava ruṃdhate'tirātrāvabhito bhavato brahmavarcasasya parigṛhītyai asāvāyurābhyāmeva paṃca catvāriṃśacca

Bṛhaspati wünschte sich: „Die Götter sollen mir Glauben schenken, ich möchte zum Vorrang gelangen.“ Da erblickte er dieses Vierundzwanzig-Nächte-Opfer, holte es herbei und opferte damit. Daraufhin schenkten ihm die Götter Glauben, und er gelangte zum Vorrang. Wer dies im Bewusstsein feiert und das Vierundzwanzig-Nächte-Opfer vollzieht, dem schenken die Menschen Glauben, und sie gelangen zum Vorrang. „Licht, Kuh, Leben“ – so entstehen die Dreitagesabschnitte: Diese Erde ist eben das Licht, der Luftraum die Kuh, jene Sonne das Leben – eben diese Welten besteigen sie damit. Der Reihe nach entstehen die Dreitagesabschnitte, und der Reihe nach besteigen sie die Himmelswelt. Dies wäre eigentlich kein Sattra, da es ohne Chandoma-Tage ist; erst dadurch, dass es Chandoma-Tage gibt, wird es zu einem Sattra. Eben mittels der Pṛṣṭha-Gesänge sichern sich die Gottheiten das Vieh mittels der Chandomas. Kraft und Stärke sind die Pṛṣṭhas, das Vieh sind die Chandomas – eben in Kraft und Stärke stehen sie durch das Vieh fest. Mit Bṛhat und Rathaṃtara gehen sie: Diese Erde ist eben das Rathaṃtara, jene Sonne das Bṛhat – eben mit diesen beiden gehen sie, und eben auf diesen beiden stehen sie fest. Dies sind ja die beiden geraden Bahnen des Opfers – eben mit ihnen gehen sie zur Himmelswelt. Es ist ein Vierundzwanzig-Nächte-Ritus: Vierundzwanzig Halbmonate ergeben ein Jahr, das Jahr ist die Himmelswelt – eben im Jahr stehen sie fest in der Himmelswelt. Zudem hat die Gāyatrī vierundzwanzig Silben, und die Gāyatrī ist die Weisheitsglut – eben mittels der Gāyatrī sichern sie sich die Weisheitsglut. Zwei Atirātra-Tage stehen an beiden Enden, um die Weisheitsglut vollständig zu ergreifen. Jene Sonne ist das Leben – mit diesen beiden ergibt sich die Zahl fünfundvierzig.

Wort für Wort
bṛhaspatirakāmayata
Bṛhaspati wünschte
śranme
Glauben mir
devā
die Götter
dadhīrangaccheyaṃ
sollen verleihen; ich möchte gelangen
purodhāmiti
zum Vorrang; so
sa
er
etaṃ
dieses
caturviṃśatirātramapaśyattamāharattenāyajata
Vierundzwanzig-Nächte-Opfer sah, holte es, opferte damit
tato
daraufhin
vai
ja
tasmai
ihm
śraddevā
Glauben die Götter
adadhatāgacchatpurodhāṃ
verliehen; er gelangte zum Vorrang
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsaścaturviṃśatirātramāsate
wissend das Vierundzwanzig-Nächte-Opfer feiert
śradebhyo
Glauben ihnen
manuṣyā
die Menschen
dadhate
verleihen
gacchanti
sie gelangen
purodhāṃ
zum Vorrang
jyotirgaurāyuriti
Licht, Kuh, Leben - so
tryahā
Dreitagesabschnitte
bhavantīyaṃ
gibt es; diese (Erde)
vāva
eben
jyotirantarikṣaṃ
[ist] das Licht; der Luftraum
gaurasāvāyu
[ist] die Kuh; jene (Sonne)
rimāneva
eben diese
lokānabhyārohantyabhipūrvaṃ
Welten besteigen sie, der Reihe nach
tryahā
Dreitagesabschnitte
bhavantyabhipūrvameva
gibt es; eben der Reihe nach
suvargaṃ
die Himmels-
lokamabhyārohantyasattraṃ
-welt besteigen sie; ein Nicht-Sattra
vā
wäre
etadyadacchandomaṃ
dies, insofern es ohne Chandoma ist
yacchandomā
dass es Chandomas gibt
bhavanti
vorhanden sind
tena
dadurch
sattraṃ
[wird es] zum Sattra
devatā
die Gottheiten
eva
eben
pṛṣṭhairava
mittels der Pṛṣṭhas
ruṃdhate
sichern sie sich
paśūñchandomairojo
das Vieh mittels der Chandomas; Kraft
vai
ja
vīryaṃ
und Stärke
pṛṣṭhāni
die Pṛṣṭhas [sind]
paśavaśchandomā
das Vieh die Chandomas
ojasyeva
eben in Kraft
vīrye
und Stärke
paśuṣu
mittels des Viehs
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
bṛhadrathaṃtarābhyāṃ
mit Bṛhat und Rathaṃtara
yantīyaṃ
gehen sie; diese (Erde)
vāva
eben
rathaṃtaramasau
[ist] Rathaṃtara; jene (Sonne)
bṛhadābhyāmeva
[ist] Bṛhat; eben mit diesen beiden
yantyatho
gehen sie; ferner
anayoreva
eben auf diesen beiden
prati
fest
tiṣṭhantyetevai
stehen sie; dies sind ja
yajñasyāñjasāyanī
des Opfers geraden
srutī
Bahnen
tābhyāmeva
eben mit diesen beiden
suvargaṃ
die Himmels-
lokaṃ
-welt
yanti
gehen sie
caturviṃśatirātro
[es ist] ein Vierundzwanzig-Nächte-Ritus
bhavati
[es] ist
caturviṃśatirardhamāsāḥ
vierundzwanzig Halbmonate
saṃvathsaraḥ
[sind] ein Jahr
saṃvathsaraḥ
das Jahr [ist]
suvargo
die Himmels-
lokaḥ
-welt
saṃvathsara
im Jahr
eva
eben
suvarge
in der Himmels-
loke
-welt
prati
fest
tiṣṭhantyatho
stehen sie; ferner
caturviṃśatyakṣarā
vierundzwanzig-silbig [ist]
gāyatrī
die Gāyatrī
gāyatrī
die Gāyatrī [ist]
brahmavarcasaṃ
die Weisheitsglut
gāyatriyaiva
eben mittels der Gāyatrī
brahmavarcasamava
die Weisheitsglut
ruṃdhate'tirātrāvabhito
sichern sie sich; zwei Atirātra-Tage an beiden Enden
bhavato
stehen
brahmavarcasasya
der Weisheitsglut
parigṛhītyai
zum vollständigen Ergreifen
asāvāyurābhyāmeva
jene (Sonne) [ist] das Leben; eben mit diesen beiden
paṃca
fünf
catvāriṃśacca
und vierzig

yathā vai manuṣyā evaṃ devā agra āsante'kāmayantāvartiṃ pāpmānaṃ mṛtyumapahatya daivīṃ saṃsadaṃ gacchemeti ta etaṃ caturviṃśatirātramapaśyantamāharantenāyajanta tato vai te'vartiṃ pāpmānaṃ mṛtyumapahatya daivīṃ saṃ sadamagacchan, ya evaṃ vidvāṃsaścaturviṃśati rātramāsate'vartimeva pāpmānamapahatya śriyaṃ gacchanti śrīrhi manuṣyasya daivī saṃsajjyotiratirātro bhavati suvargasya lokasyānukhyātyai pṛṣṭhyaḥ ṣaḍaho bhavati ṣaḍvā ṛtavaḥ saṃvathsarastaṃ māsā ardhamāsā ṛtavaḥ praviśya daivīṃ saṃsadamagacchan ya evaṃ vidvāṃsaścaturviṃśatirātramāsate saṃvathsarameva praviśya vasyasīṃ saṃsadaṃ gacchanti trayastrayastriṃśā avastādbhavanti trayastrayastriṃśāḥ parastāttrayastriṃśairevobhayato'vartiṃ pāpmānamapahatya daivīṃ saṃsadaṃ madhyato gacchanti pṛṣṭhāni hi daivī saṃsajjāmi vā etatkurvanti yattrayastrayastriṃśā anvañco madhye'nirukto bhavati tenājāmyūrdhvāni pṛṣṭhāni bhavantyūrdhvāśchandomā ubhābhyāṃ rūpābhyāṃ suvargaṃ lokaṃ yantyasattraṃ vā etadyadacchandomaṃ yacchandomā bhavanti tena sattraṃ devatā eva pṛṣṭhairava ruṃdhate paśūñchandomairojo vai vīryaṃ pṛṣṭhāni paśava śchandomā ojasyeva vīrye paśuṣu prati tiṣṭhanti trayastrayastriṃśā avastādbhavanti trayastrayastriṃśāḥ parastānmadhye pṛṣṭhānyuro vai trayastriṃśā ātmā pṛṣṭhānyātmana eva tadyajamānāḥ śarma nahyante'nārtyai bṛhadrathaṃtarābhyāṃ yantīyaṃ vāva rathaṃtaramasau bṛhadābhyāmeva yantyatho anayoreva prati tiṣṭhantyete vai yajñasyāñjasāyanī srutī tābhyāmeva suvargaṃ lokaṃ yanti parāñco vā ete suvargaṃ lokamabhyārohanti ye parācīnāni pṛṣṭhānyupayanti pratyaṅkhṣaḍaho bhavati pratyavarūḍhyā atho pratiṣṭhityā ubhayorlokayor ṛddhvottiṣṭhanti trivṛto'dhi trivṛtamupa yanti stomānāṃ saṃ pattyai prabhavāya jyotiragniṣṭomo bhavatyayaṃ vāva sa kṣayo'smādeva tena kṣayānna yanti caturviṃśatirātro bhavati caturviṃśatirardhamāsāḥ saṃvathsaraḥ saṃvathsaraḥ suvargo lokaḥ saṃvathsara eva suvarge loke prati tiṣṭhantyatho catuviṃśatyakṣarā gāyatrī gāyatrī brahmavarcasaṃ gāyatriyaiva brahmavarcasamava ruṃdhate'ti rātrāvabhito bhavato brahmavarcasasya parigṛhītyai manuṣyasya madhyataḥ paśavastābhyāmeva saṃvathsaraścaturviṃśatiśca

Wie einst die Menschen, so saßen auch die Götter am Anfang beisammen. Sie wünschten sich: „Nachdem wir Not, Übel und Tod abgeschüttelt haben, wollen wir zur göttlichen Versammlung gelangen.“ Da erblickten sie dieses Vierundzwanzig-Nächte-Opfer, holten es herbei und opferten damit. Daraufhin schüttelten sie Not, Übel und Tod ab und gelangten zur göttlichen Versammlung. Wer dies im Bewusstsein feiert und das Vierundzwanzig-Nächte-Opfer vollzieht, schüttelt ebenso Not und Übel ab und gelangt zum Glanz – denn Glanz ist für den Menschen das Göttliche. Es gibt einen Atirātra als Licht, damit man die Himmelswelt erschaut. Es gibt einen Pṛṣṭhya-Sechstagesabschnitt: Sechs sind ja die Jahreszeiten und das Jahr; indem Monate und Halbmonate als Jahreszeiten in das Jahr eingehen, gelangten sie zur göttlichen Versammlung. Wer dies im Bewusstsein das Vierundzwanzig-Nächte-Opfer feiert, gelangt ebenso, indem er in das Jahr eingeht, zu einer besseren Versammlung. Es gibt Dreiunddreißig-fach-Dreiunddreißig unten und Dreiunddreißig-fach-Dreiunddreißig oben – eben mittels der Dreiunddreißig auf beiden Seiten schütteln sie Not und Übel ab und gelangen in der Mitte zur göttlichen Versammlung, denn die Pṛṣṭhas sind ja die göttliche Versammlung. Es besteht eine Gleichförmigkeit (jāmi) [?] darin, dass die Dreiunddreißig-fach-Dreiunddreißig hintereinanderfolgen, während die mittlere unbestimmt ist – ein Bruch dieser Gleichförmigkeit (ajāmi) [?], wodurch die oberen Pṛṣṭhas aufwärtsgerichtet sind, aufwärtsgerichtet auch die Chandomas; mit beiden Erscheinungsformen gehen sie zur Himmelswelt. Dies wäre eigentlich kein Sattra, da es ohne Chandoma ist; erst dadurch, dass es Chandoma gibt, wird es zum Sattra. Eben mittels der Pṛṣṭhas sichern sich die Gottheiten das Vieh mittels der Chandomas. Kraft und Stärke sind die Pṛṣṭhas, das Vieh die Chandomas – eben in Kraft und Stärke stehen sie durch das Vieh fest. Es gibt Dreiunddreißig-fach-Dreiunddreißig unten, Dreiunddreißig-fach-Dreiunddreißig oben, in der Mitte – die Brust ist ja die Dreiunddreißig, der Rumpf. Die Pṛṣṭhas gehören eben zum Rumpf – dadurch werden die Opferherren mit einer schützenden Hülle umgeben, damit sie keine Not leiden. Mit Bṛhat und Rathaṃtara gehen sie: Diese Erde ist eben das Rathaṃtara, jene Sonne das Bṛhat – eben mit diesen beiden gehen sie, und eben auf diesen beiden stehen sie fest. Dies sind ja die beiden geraden Bahnen des Opfers – eben mit ihnen gehen sie zur Himmelswelt. Rückwärtsgewandt besteigen jene die Himmelswelt, die die rückwärtsgewandten Pṛṣṭhas verwenden; vorwärtsgewandt gibt es einen Sechstagesabschnitt, zum Wiederabsteigen und zur Festigung – durch beide Welten hindurch erheben sie sich gefestigt. Auf das Trivṛt-Stoma folgend gehen sie zum Trivṛt hinauf, damit die Stomas zusammenkommen und hervortreten. „Licht“ – so heißt das Agniṣṭoma; eben dies ist die Wohnstatt, von hier eben – deshalb gehen sie nicht von der Wohnstatt fort. Es ist ein Vierundzwanzig-Nächte-Ritus: Vierundzwanzig Halbmonate ergeben ein Jahr, das Jahr ist die Himmelswelt – eben im Jahr stehen sie fest in der Himmelswelt. Zudem hat die Gāyatrī vierundzwanzig Silben, und die Gāyatrī ist die Weisheitsglut – eben mittels der Gāyatrī sichern sie sich die Weisheitsglut. Zwei Atirātra-Nächte stehen an beiden Enden, um die Weisheitsglut vollständig zu ergreifen. Vom Menschen her steht in der Mitte das Vieh – mit diesen beiden ergibt sich eben Jahr und Vierundzwanzig.

Wort für Wort
yathā
wie
vai
ja
manuṣyā
die Menschen
evaṃ
so
devā
die Götter
agra
am Anfang
āsante'kāmayantāvartiṃ
saßen sie beisammen; sie wünschten: Not
pāpmānaṃ
Übel
mṛtyumapahatya
und Tod, abgeschüttelt habend
daivīṃ
zur göttlichen
saṃsadaṃ
Versammlung
gacchemeti
wollen wir gelangen; so
ta
sie
etaṃ
dieses
caturviṃśatirātramapaśyantamāharantenāyajanta
Vierundzwanzig-Nächte-Opfer sahen, holten es, opferten damit
tato
daraufhin
vai
ja
te'vartiṃ
sie; Not
pāpmānaṃ
Übel
mṛtyumapahatya
und Tod, abgeschüttelt habend
daivīṃ
zur göttlichen
saṃ
Ver-
sadamagacchan,
-sammlung gelangten sie
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsaścaturviṃśati
wissend, vierundzwanzig
rātramāsate'vartimeva
-Nächte-Opfer feiert; eben die Not
pāpmānamapahatya
und das Übel, abgeschüttelt habend
śriyaṃ
zum Glanz
gacchanti
gelangt er
śrīrhi
Glanz ist ja
manuṣyasya
für den Menschen
daivī
das Göttliche
saṃsajjyotiratirātro
[ist] die Versammlung. Licht [ist] der Atirātra
bhavati
es gibt
suvargasya
der Himmelswelt
lokasyānukhyātyai
zum Erschauen
pṛṣṭhyaḥ
der Pṛṣṭhya-
ṣaḍaho
Sechstagesabschnitt
bhavati
es gibt
ṣaḍvā
sechs ja
ṛtavaḥ
sind die Jahreszeiten
saṃvathsarastaṃ
das Jahr; das
māsā
die Monate
ardhamāsā
die Halbmonate
ṛtavaḥ
die Jahreszeiten
praviśya
eingehend
daivīṃ
zur göttlichen
saṃsadamagacchan
Versammlung gelangten sie
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsaścaturviṃśatirātramāsate
wissend das Vierundzwanzig-Nächte-Opfer feiert
saṃvathsarameva
eben in das Jahr
praviśya
eingehend
vasyasīṃ
zu einer besseren
saṃsadaṃ
Versammlung
gacchanti
gelangt er
trayastrayastriṃśā
Dreiunddreißig-fach-Dreiunddreißig
avastādbhavanti
gibt es unten
trayastrayastriṃśāḥ
Dreiunddreißig-fach-Dreiunddreißig
parastāttrayastriṃśairevobhayato'vartiṃ
oben; eben mittels der Dreiunddreißig auf beiden Seiten die Not
pāpmānamapahatya
und das Übel, abgeschüttelt habend
daivīṃ
zur göttlichen
saṃsadaṃ
Versammlung
madhyato
in der Mitte
gacchanti
gelangen sie
pṛṣṭhāni
die Pṛṣṭhas
hi
denn
daivī
[sind] die göttliche
saṃsajjāmi
Versammlung; [dies ist] Gleichförmigkeit (jāmi) [?]
vā
wohl
etatkurvanti
dies vollbringen sie
yattrayastrayastriṃśā
dass die Dreiunddreißig-fach-Dreiunddreißig
anvañco
hintereinanderfolgend
madhye'nirukto
in der Mitte unbestimmt
bhavati
sind
tenājāmyūrdhvāni
dadurch ein Bruch der Gleichförmigkeit (ajāmi) [?]; aufwärtsgerichtet
pṛṣṭhāni
[sind] die Pṛṣṭhas
bhavantyūrdhvāśchandomā
sind; aufwärtsgerichtet die Chandomas
ubhābhyāṃ
mit beiden
rūpābhyāṃ
Erscheinungsformen
suvargaṃ
zur Himmels-
lokaṃ
-welt
yantyasattraṃ
gehen sie; ein Nicht-Sattra
vā
wäre
etadyadacchandomaṃ
dies, insofern es ohne Chandoma ist
yacchandomā
dass es Chandoma gibt
bhavanti
vorhanden ist
tena
dadurch
sattraṃ
[wird es] zum Sattra
devatā
die Gottheiten
eva
eben
pṛṣṭhairava
mittels der Pṛṣṭhas
ruṃdhate
sichern sie sich
paśūñchandomairojo
das Vieh mittels der Chandomas; Kraft
vai
ja
vīryaṃ
und Stärke
pṛṣṭhāni
die Pṛṣṭhas [sind]
paśava
das Vieh
śchandomā
die Chandomas [sind]
ojasyeva
eben in Kraft
vīrye
und Stärke
paśuṣu
mittels des Viehs
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
trayastrayastriṃśā
Dreiunddreißig-fach-Dreiunddreißig
avastādbhavanti
gibt es unten
trayastrayastriṃśāḥ
Dreiunddreißig-fach-Dreiunddreißig
parastānmadhye
oben, in der Mitte
pṛṣṭhānyuro
die Pṛṣṭhas; die Brust
vai
ja
trayastriṃśā
[ist] die Dreiunddreißig
ātmā
der Rumpf
pṛṣṭhānyātmana
die Pṛṣṭhas [sind] des Rumpfes
eva
eben
tadyajamānāḥ
dadurch die Opferherren
śarma
mit einer schützenden Hülle
nahyante'nārtyai
werden umgeben, damit sie nicht Not leiden
bṛhadrathaṃtarābhyāṃ
mit Bṛhat und Rathaṃtara
yantīyaṃ
gehen sie; diese (Erde)
vāva
eben
rathaṃtaramasau
[ist] Rathaṃtara; jene (Sonne)
bṛhadābhyāmeva
[ist] Bṛhat; eben mit diesen beiden
yantyatho
gehen sie; ferner
anayoreva
eben auf diesen beiden
prati
fest
tiṣṭhantyete
stehen sie; diese
vai
ja
yajñasyāñjasāyanī
des Opfers geraden
srutī
Bahnen
tābhyāmeva
eben mit diesen beiden
suvargaṃ
die Himmels-
lokaṃ
-welt
yanti
gehen sie
parāñco
rückwärtsgewandt
vā
wohl
ete
diese
suvargaṃ
die Himmels-
lokamabhyārohanti
-welt besteigen sie
ye
die
parācīnāni
rückwärtsgewandten
pṛṣṭhānyupayanti
Pṛṣṭhas verwenden
pratyaṅkhṣaḍaho
vorwärtsgewandt [gibt es] ein Sechstagesabschnitt
bhavati
es gibt
pratyavarūḍhyā
zum Wiederabsteigen
atho
ferner
pratiṣṭhityā
zur Festigung
ubhayorlokayor
durch beide Welten
ṛddhvottiṣṭhanti
gefestigt erheben sie sich
trivṛto'dhi
auf das Trivṛt-Stoma folgend
trivṛtamupa
zum Trivṛt hinauf
yanti
gehen sie
stomānāṃ
der Stomas
saṃ
zum Zusammen-
pattyai
-kommen
prabhavāya
und Hervortreten
jyotiragniṣṭomo
„Licht“ - [heißt] das Agniṣṭoma
bhavatyayaṃ
so heißt es; dies
vāva
eben
sa
[ist] die
kṣayo'smādeva
Wohnstatt, von hier eben
tena
deshalb
kṣayānna
von der Wohnstatt nicht
yanti
gehen sie [fort]
caturviṃśatirātro
[es ist] ein Vierundzwanzig-Nächte-Ritus
bhavati
[es] ist
caturviṃśatirardhamāsāḥ
vierundzwanzig Halbmonate
saṃvathsaraḥ
[sind] ein Jahr
saṃvathsaraḥ
das Jahr [ist]
suvargo
die Himmels-
lokaḥ
-welt
saṃvathsara
im Jahr
eva
eben
suvarge
in der Himmels-
loke
-welt
prati
fest
tiṣṭhantyatho
stehen sie; ferner
catuviṃśatyakṣarā
vierundzwanzig-silbig [ist]
gāyatrī
die Gāyatrī
gāyatrī
die Gāyatrī [ist]
brahmavarcasaṃ
die Weisheitsglut
gāyatriyaiva
eben mittels der Gāyatrī
brahmavarcasamava
die Weisheitsglut
ruṃdhate'ti
sichern sie sich; so
rātrāvabhito
zwei [Atirātra-]Nächte an beiden Enden
bhavato
stehen
brahmavarcasasya
der Weisheitsglut
parigṛhītyai
zum vollständigen Ergreifen
manuṣyasya
vom Menschen her
madhyataḥ
in der Mitte
paśavastābhyāmeva
das Vieh; mit diesen beiden eben
saṃvathsaraścaturviṃśatiśca
[ergibt sich] Jahr und Vierundzwanzig

ṛkṣā vā iyamalomakāsīthsākāmayatauṣadhībhirvanaspatibhiḥ pra jāyeyeti saitāstriṃśataṃ rātrīrapaśyattato vā iyamoṣadhībhirvanaspatibhiḥ prājāyata ye prajākāmāḥ paśukāmāḥ syusta etā āsīranpraiva jāyante prajayā paśubhiriyaṃ vā akṣudhyathsaitāṃ virājamapaśyat tāmātmandhitvānnādyamavāruṃdhauṣadhī rvanaspatīnprajāṃ paśūntenāvardhata sā jemānaṃ mahimānamagacchadya evaṃ vidvāṃsa etā āsate virājamevātmandhitvānnādyamava ruṃdhate vardhante prajayā paśubhirjemānaṃ mahimānaṃ gacchanti jyotiratirātro bhavati suvargasya lokasyānukhyātyai pṛṣṭhyaḥ ṣaḍaho bhavati ṣaḍvā ṛtavaḥ ṣaṭpṛṣṭhāni pṛṣṭhairevartūnanvārohantyṛtubhiḥ saṃvathsaraṃ te saṃvathsara eva prati tiṣṭhanti trayastriṃśāttrayastriṃśamupa yanti yajñasya saṃtatyā atho prajāpatirvai trayastriṃśaḥ prajāpatimevārabhante pratiṣṭhityai triṇavo bhavati vijityā ekaviṃśo bhavati pratiṣṭhityā atho rucamevātmandadhate trivṛdagniṣṭudbhavati pāpmānameva tena nirdahante'tho tejo vai trivṛtteja evātmandadhate pañcadaśa indrastomo bhavatīndriyamevāva ruṃdhate saptadaśo bhavatyannādyasyāvaruddhyā atho praiva tena jāyanta ekaviṃśo bhavati pratiṣṭhityā atho rucamevātmandadhate caturviṃśo bhavati caturviṃśatirardhamāsāḥ saṃvathsaraḥ saṃvathsaraḥ suvargo lokaḥ saṃvathsara eva suvarge loke prati tiṣṭhantyatho eṣa vai viṣūvān, viṣūvanto bhavanti ya evaṃ vidvāṃsa etā āsate caturviṃśātpṛṣṭhānyupa yanti saṃvathsara eva pratiṣṭhāya devatā abhyārohanti trayastriṃśāttrayastriṃśamupa yanti trayastriṃśadvai devatā devatāsveva prati tiṣṭhanti triṇavo bhavatīme vai lokāstriṇava eṣveva lokeṣu prati tiṣṭhanti dvāvekaviṃśau bhavataḥ pratiṣṭhityā atho rucamevātmandadhate bahavaḥ ṣoḍaśino bhavanti tasmādbahavaḥ prajāsu vṛṣāṇo yadete stomā vyatiṣaktā bhavanti tasmādiyamoṣadhībhirvanaspatibhirvyatiṣaktā vyatiṣajyante prajayā paśubhirya evaṃ vidvāṃsa etā āsate'klṛptā vā ete suvargaṃ lokaṃ yantyuccāvacān hi stomānupayanti yadeta ūrdhvāḥ klṛptāḥ stomā bhavanti klṛptā eva suvargaṃ lokaṃ yantyubhayorebhyo lokayoḥ kalpate triṃśadetāstriṃśadakṣarā virāḍannaṃ virāḍvirājaivānnādyamava ruṃdhate'tirātrāvabhito bhavato'nnādyasya parigṛhītyai oṣadhīḥ saṃvathsara evāva pratiṣṭhāya vyatiṣaktaikānna paṃcāśacca

Diese Erde war rau und haarlos. Sie wünschte sich: „Durch Pflanzen und Bäume möchte ich mich fortpflanzen.“ Da erblickte sie diese Dreißig Nächte. Daraufhin brachte diese Erde durch Pflanzen und Bäume Nachkommenschaft hervor. Wer sich Nachkommenschaft und Vieh wünscht, soll diese Nächte feiern – so pflanzt er sich mit Nachkommenschaft und Vieh fort. Diese Erde war hungrig [?]; sie erblickte diese Virāj. Indem sie diese in sich selbst als Speise aufnahm, sicherte sie sich Pflanzen und Bäume, Nachkommenschaft und Vieh, und wuchs dadurch. Sie gelangte zu vollständiger, siegreicher [?] Größe. Wer dies im Bewusstsein diese Nächte feiert, sichert sich ebenso die Virāj, indem er sie in sich selbst als Speise aufnimmt; er wächst mit Nachkommenschaft und Vieh und gelangt zu vollständiger Größe. Es gibt einen Atirātra als Licht, damit man die Himmelswelt erschaut. Es gibt einen Pṛṣṭhya-Sechstagesabschnitt: Sechs sind ja die Jahreszeiten, sechs auch die Pṛṣṭhas – eben mittels der Pṛṣṭhas besteigen sie der Reihe nach die Jahreszeiten, mittels der Jahreszeiten das Jahr; im Jahr eben stehen sie fest. Sie gehen von Dreiunddreißig zu Dreiunddreißig, zur Fortsetzung des Opfers. Ferner ist Prajāpati ja die Dreiunddreißig – eben an Prajāpati halten sie sich, zur Festigung. Es gibt ein Triṇava-Stoma, zum Sieg; es gibt ein Einundzwanzig-Stoma, zur Festigung; und dadurch nehmen sie eben ihren Glanz in sich auf. Es gibt ein Trivṛt-Agniṣṭud, wodurch sie das Übel verbrennen. Ferner ist das Trivṛt-Stoma ja Glut – eben diese Glut nehmen sie in sich auf. Es gibt ein Fünfzehn-Stoma als Indrastoma – so sichern sie sich die indrische Kraft. Es gibt ein Siebzehn-Stoma, zur Sicherung der Speise; und dadurch werden sie geboren. Es gibt ein Einundzwanzig-Stoma, zur Festigung; und dadurch nehmen sie eben ihren Glanz in sich auf. Es gibt ein Vierundzwanzig-Stoma – vierundzwanzig Halbmonate ergeben ein Jahr, das Jahr ist die Himmelswelt – eben im Jahr stehen sie fest in der Himmelswelt. Dies ist ja die Tag-und-Nacht-Gleiche: Zu Besitzern der Tag-und-Nacht-Gleiche werden, die dies im Bewusstsein diese Nächte feiern. Sie gehen zu vierundzwanzig Pṛṣṭhas hinauf – eben im Jahr, nachdem sie sich gefestigt haben, besteigen sie die Gottheiten. Sie gehen von Dreiunddreißig zu Dreiunddreißig – dreiunddreißig sind ja die Gottheiten, eben in den Gottheiten stehen sie fest. Es gibt ein Triṇava-Stoma – dies sind ja die Welten, eben in diesen Welten stehen sie fest. Es gibt zwei Einundzwanzig-Stomas, zur Festigung; und dadurch nehmen sie eben ihren Glanz in sich auf. Es gibt viele Ṣoḍaśin-Stomas – deshalb gibt es viele Stiere unter den Nachkommen. Dass diese Stomas untereinander verwoben sind, deshalb ist diese Erde mit Pflanzen und Bäumen verwoben, und wer dies im Bewusstsein diese Nächte feiert, verwebt sich mit Nachkommenschaft und Vieh. Ungeordnet gehen jene zur Himmelswelt, denn sie verwenden unterschiedlich hohe Stomas; dass aber diese aufwärtsgerichtete, geordnete Stomas sind, dadurch gehen sie geordnet zur Himmelswelt – für beide Welten eignet sich dies. Diese Dreißig – dreißig Silben hat die Virāj, die Virāj ist die Speise – eben mittels der Virāj sichern sie sich die Speise. Zwei Atirātras stehen an beiden Enden, um die Speise vollständig zu ergreifen. Die Pflanzen, im Jahr eben gefestigt, verwoben – neunundvierzig.

Wort für Wort
ṛkṣā
rau, uneben [war sie]
vā
aber
iyamalomakāsīthsākāmayatauṣadhībhirvanaspatibhiḥ
diese (Erde) war haarlos; sie wünschte: durch Pflanzen und Bäume
pra
fort-
jāyeyeti
möchte ich mich fortpflanzen; so
saitāstriṃśataṃ
sie diese Dreißig
rātrīrapaśyattato
Nächte sah sie; daraufhin
vā
ja
iyamoṣadhībhirvanaspatibhiḥ
diese (Erde) durch Pflanzen und Bäume
prājāyata
brachte Nachkommenschaft hervor
ye
die welche
prajākāmāḥ
Nachkommenschaft wünschen
paśukāmāḥ
und Vieh wünschen
syusta
mögen sein; sie
etā
diese (Nächte)
āsīranpraiva
sollen feiern; fort eben
jāyante
pflanzen sie sich fort
prajayā
mit Nachkommenschaft
paśubhiriyaṃ
und Vieh; diese (Erde)
vā
aber
akṣudhyathsaitāṃ
war hungrig [?]; sie diese
virājamapaśyat
Virāj sah sie
tāmātmandhitvānnādyamavāruṃdhauṣadhī
diese in sich aufnehmend, als Speise sicherte sie sich die Pflanzen
rvanaspatīnprajāṃ
und die Bäume, die Nachkommenschaft
paśūntenāvardhata
und das Vieh; damit wuchs sie
sā
sie
jemānaṃ
zur vollständigen, siegreichen [?]
mahimānamagacchadya
Größe gelangte sie; wer
evaṃ
so
vidvāṃsa
wissend
etā
diese
āsate
feiert
virājamevātmandhitvānnādyamava
eben die Virāj in sich aufnehmend, als Speise
ruṃdhate
sichert er sich
vardhante
sie wachsen
prajayā
mit Nachkommenschaft
paśubhirjemānaṃ
und Vieh; zur vollständigen
mahimānaṃ
Größe
gacchanti
gelangen sie
jyotiratirātro
[als] Licht [gibt es] den Atirātra
bhavati
es gibt
suvargasya
der Himmelswelt
lokasyānukhyātyai
zum Erschauen
pṛṣṭhyaḥ
der Pṛṣṭhya-
ṣaḍaho
Sechstagesabschnitt
bhavati
es gibt
ṣaḍvā
sechs ja
ṛtavaḥ
sind die Jahreszeiten
ṣaṭpṛṣṭhāni
sechs die Pṛṣṭhas
pṛṣṭhairevartūnanvārohantyṛtubhiḥ
eben mittels der Pṛṣṭhas besteigen sie der Reihe nach die Jahreszeiten, mittels der Jahreszeiten
saṃvathsaraṃ
das Jahr
te
sie
saṃvathsara
im Jahr
eva
eben
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
trayastriṃśāttrayastriṃśamupa
von Dreiunddreißig zu Dreiunddreißig
yanti
gehen sie
yajñasya
des Opfers
saṃtatyā
zur Fortsetzung
atho
ferner
prajāpatirvai
Prajāpati ist ja
trayastriṃśaḥ
die Dreiunddreißig
prajāpatimevārabhante
eben an Prajāpati halten sie sich
pratiṣṭhityai
zur Festigung
triṇavo
das Triṇava-Stoma
bhavati
gibt es
vijityā
zum Sieg
ekaviṃśo
das Einundzwanzig-Stoma
bhavati
gibt es
pratiṣṭhityā
zur Festigung
atho
ferner
rucamevātmandadhate
eben den Glanz nehmen sie in sich auf
trivṛdagniṣṭudbhavati
es gibt ein Trivṛt-Agniṣṭud
pāpmānameva
eben das Übel
tena
dadurch
nirdahante'tho
verbrennen sie; ferner
tejo
[ist] Glut
vai
ja
trivṛtteja
das Trivṛt; die Glut
evātmandadhate
eben nehmen sie in sich auf
pañcadaśa
das Fünfzehn-Stoma
indrastomo
[ist] Indrastoma
bhavatīndriyamevāva
es gibt; eben die indrische Kraft
ruṃdhate
sichern sie sich
saptadaśo
das Siebzehn-Stoma
bhavatyannādyasyāvaruddhyā
gibt es, zur Sicherung der Speise
atho
ferner
praiva
eben dadurch
tena
dadurch
jāyanta
werden sie geboren
ekaviṃśo
das Einundzwanzig-Stoma
bhavati
gibt es
pratiṣṭhityā
zur Festigung
atho
ferner
rucamevātmandadhate
eben den Glanz nehmen sie in sich auf
caturviṃśo
das Vierundzwanzig-Stoma
bhavati
gibt es
caturviṃśatirardhamāsāḥ
vierundzwanzig Halbmonate
saṃvathsaraḥ
[sind] ein Jahr
saṃvathsaraḥ
das Jahr [ist]
suvargo
die Himmels-
lokaḥ
-welt
saṃvathsara
im Jahr
eva
eben
suvarge
in der Himmels-
loke
-welt
prati
fest
tiṣṭhantyatho
stehen sie; ferner
eṣa
dies ist
vai
ja
viṣūvān,
die Tag-und-Nacht-Gleiche
viṣūvanto
zu Besitzern der Tag-und-Nacht-Gleiche
bhavanti
werden sie
ya
die
evaṃ
so
vidvāṃsa
wissend
etā
diese (Nächte)
āsate
feiern
caturviṃśātpṛṣṭhānyupa
zu vierundzwanzig Pṛṣṭhas hinauf
yanti
gehen sie
saṃvathsara
im Jahr
eva
eben
pratiṣṭhāya
nachdem sie sich gefestigt haben
devatā
die Gottheiten
abhyārohanti
besteigen sie
trayastriṃśāttrayastriṃśamupa
von Dreiunddreißig zu Dreiunddreißig
yanti
gehen sie
trayastriṃśadvai
dreiunddreißig sind ja
devatā
die Gottheiten
devatāsveva
eben in den Gottheiten
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
triṇavo
das Triṇava-Stoma
bhavatīme
gibt es; diese
vai
ja
lokāstriṇava
[sind] die Welten; im Triṇava
eṣveva
eben in diesen
lokeṣu
Welten
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
dvāvekaviṃśau
zwei Einundzwanzig-Stomas
bhavataḥ
gibt es
pratiṣṭhityā
zur Festigung
atho
ferner
rucamevātmandadhate
eben den Glanz nehmen sie in sich auf
bahavaḥ
viele
ṣoḍaśino
Ṣoḍaśin-Stomas
bhavanti
gibt es
tasmādbahavaḥ
deshalb viele
prajāsu
unter den Nachkommen
vṛṣāṇo
Stiere
yadete
dass diese
stomā
Stomas
vyatiṣaktā
untereinander verwoben
bhavanti
sind
tasmādiyamoṣadhībhirvanaspatibhirvyatiṣaktā
deshalb ist diese (Erde) mit Pflanzen und Bäumen verwoben
vyatiṣajyante
sie verweben sich
prajayā
mit Nachkommenschaft
paśubhirya
und Vieh; wer
evaṃ
so
vidvāṃsa
wissend
etā
diese
āsate'klṛptā
feiert; ungeordnet
vā
wohl
ete
diese
suvargaṃ
zur Himmels-
lokaṃ
-welt
yantyuccāvacān
gehen sie; unterschiedlich hohe
hi
denn
stomānupayanti
Stomas verwenden sie
yadeta
dass diese
ūrdhvāḥ
aufwärtsgerichtete
klṛptāḥ
geordnete
stomā
Stomas
bhavanti
sind
klṛptā
geordnet
eva
eben
suvargaṃ
zur Himmels-
lokaṃ
-welt
yantyubhayorebhyo
gehen sie; für beide diese
lokayoḥ
Welten
kalpate
eignet sich dies
triṃśadetāstriṃśadakṣarā
dreißig [sind] diese; dreißigsilbig
virāḍannaṃ
[ist] die Virāj; die Speise
virāḍvirājaivānnādyamava
die Virāj; eben mittels der Virāj die Speise
ruṃdhate'tirātrāvabhito
sichern sie sich; zwei Atirātras an beiden Enden
bhavato'nnādyasya
stehen; der Speise
parigṛhītyai
zum vollständigen Ergreifen
oṣadhīḥ
die Pflanzen
saṃvathsara
im Jahr
evāva
eben ge-
pratiṣṭhāya
-festigt
vyatiṣaktaikānna
verwoben; eins weniger als
paṃcāśacca
fünfzig [= neunundvierzig], und

prajāpatiḥ suvargaṃ lokamaittaṃ devā yena yena chaṃdasānu prāyuñjata tena nāpnuvanta etā dvātriṃśataṃ rātrīrapaśyandvātriṃśadakṣarānuṣṭugānuṣṭubhaḥ prajāpatiḥ svenaiva chaṃdasā prajāpatimāptvābhyāruhya suvargaṃ lokamāyan ya evaṃ vidvāṃsa etā āsate dvātriṃśadetā dvātriṃśadakṣarānuṣṭugānuṣṭubhaḥ prajāpatiḥ svenaiva chaṃdasā prajāpatimāptvā śriyaṃ gacchanti śrīrhi manuṣyasya suvargo loko dvātriṃśadetā dvātriṃśadakṣarānuṣṭugvāganuṣṭupsarvāmeva vācamāpnuvanti sarve vāco vaditāro bhavanti sarve hi śriyaṃ gacchanti jyotirgaurāyuriti tryahā bhavantīyaṃ vāva jyotirantarikṣaṃ gaurasāvāyurimāneva lokānabhyārohantyabhipūrvaṃ tryahā bhavantyabhipūrvameva suvargaṃ lokamabhyārohanti bṛhadrathaṃtarābhyāṃ yantī yaṃ vāva rathaṃtaramasau bṛhadābhyāmeva yantyatho anayoreva prati tiṣṭhantyete vai yajñasyāñjasāyanī srutī tābhyāmeva suvargaṃ lokaṃ yanti parāñco vā ete suvargaṃ lokamabhyārohanti ye parācastryahānupayanti pratyaṅtryaho bhavati pratyavarūḍhyā atho pratiṣṭhityā ubhayorlokayor ṛddhvottiṣṭhanti dvātriṃśadetāstāsāṃ yāstriṃśattriṃśadakṣarā virāḍannaṃ virāḍvirājaivānnādyamava ruṃdhate ye dve ahorātre eva te ubhābhyāṃ rūpābhyāṃ suvargaṃ lokaṃ yantyatirātrāvabhito bhavataḥ parigṛhītyai gacchanti yanti triṃśadakṣarā dvāviṃśatiśca

Prajāpati ging zur Himmelswelt. Mit welchem Versmaß auch immer die Götter sich um ihn bemühten, damit erreichten sie ihn nicht. Da erblickten sie diese Zweiunddreißig Nächte: Zweiunddreißig Silben hat die Anuṣṭubh, und Anuṣṭubh-artig ist Prajāpati – eben mit seinem eigenen Versmaß gingen sie zur Himmelswelt, nachdem sie Prajāpati erreicht und bestiegen hatten. Wer dies im Bewusstsein diese Zweiunddreißig feiert – zweiunddreißig Silben hat die Anuṣṭubh, und Anuṣṭubh-artig ist Prajāpati –, gelangt ebenso, nachdem er mit seinem eigenen Versmaß Prajāpati erreicht hat, zum Glanz, denn Glanz ist für den Menschen die Himmelswelt. Diese Zweiunddreißig – zweiunddreißig Silben hat die Anuṣṭubh-Rede – mit der Anuṣṭubh erlangen sie die gesamte Rede; alle werden zu Rednern der Rede, denn alle gelangen zum Glanz. „Licht, Kuh, Leben“ – so entstehen die Dreitagesabschnitte: Diese Erde ist eben das Licht, der Luftraum die Kuh, jene Sonne das Leben – eben diese Welten besteigen sie damit. Der Reihe nach entstehen die Dreitagesabschnitte, und der Reihe nach besteigen sie die Himmelswelt. Mit Bṛhat und Rathaṃtara gehen sie: Diese Erde ist eben das Rathaṃtara, jene Sonne das Bṛhat – eben mit diesen beiden gehen sie, und eben auf diesen beiden stehen sie fest. Dies sind ja die beiden geraden Bahnen des Opfers – eben mit ihnen gehen sie zur Himmelswelt. Rückwärtsgewandt besteigen jene die Himmelswelt, die die rückwärtigen Dreitagesabschnitte verwenden; vorwärtsgewandt gibt es einen Dreitagesabschnitt, zum Wiederabsteigen und zur Festigung – durch beide Welten hindurch erheben sie sich gefestigt. Diese Zweiunddreißig, von denen je Dreißig dreißig Silben zählen wie die Virāj als Speise – mit der Virāj eben sichern sie sich die Speise. Die beiden, die Tag und Nacht sind, gehen eben mit diesen beiden Erscheinungsformen zur Himmelswelt; Atirātras stehen an beiden Enden, um vollständig zu ergreifen; so gehen und gelangen sie zu dreißig Silben und zweiundzwanzig.

Wort für Wort
prajāpatiḥ
Prajāpati
suvargaṃ
zur Himmels-
lokamaittaṃ
-welt ging er; ihn
devā
die Götter
yena
mit welchem
yena
auch immer
chaṃdasānu
Versmaß bemühend
prāyuñjata
bemühten sie sich
tena
damit
nāpnuvanta
erreichten sie ihn nicht
etā
diese
dvātriṃśataṃ
Zweiunddreißig
rātrīrapaśyandvātriṃśadakṣarānuṣṭugānuṣṭubhaḥ
Nächte sahen sie: zweiunddreißigsilbig [ist] die Anuṣṭubh, Anuṣṭubh-artig [ist Prajāpati]
prajāpatiḥ
Prajāpati
svenaiva
eben mit seinem eigenen
chaṃdasā
Versmaß
prajāpatimāptvābhyāruhya
Prajāpati erreicht und bestiegen habend
suvargaṃ
zur Himmels-
lokamāyan
-welt gingen sie
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsa
wissend
etā
diese
āsate
feiert
dvātriṃśadetā
diese Zweiunddreißig
dvātriṃśadakṣarānuṣṭugānuṣṭubhaḥ
zweiunddreißigsilbig [ist] die Anuṣṭubh, Anuṣṭubh-artig [ist Prajāpati]
prajāpatiḥ
Prajāpati
svenaiva
eben mit seinem eigenen
chaṃdasā
Versmaß
prajāpatimāptvā
Prajāpati erreicht habend
śriyaṃ
zum Glanz
gacchanti
gelangen sie
śrīrhi
Glanz ist ja
manuṣyasya
für den Menschen
suvargo
die Himmels-
loko
-welt
dvātriṃśadetā
diese Zweiunddreißig
dvātriṃśadakṣarānuṣṭugvāganuṣṭupsarvāmeva
zweiunddreißigsilbig [ist] die Anuṣṭubh-Rede; mit der Anuṣṭubh eben die gesamte
vācamāpnuvanti
Rede erlangen sie
sarve
alle
vāco
der Rede
vaditāro
Redner
bhavanti
werden sie
sarve
alle
hi
denn
śriyaṃ
zum Glanz
gacchanti
gelangen sie
jyotirgaurāyuriti
Licht, Kuh, Leben - so
tryahā
Dreitagesabschnitte
bhavantīyaṃ
gibt es; diese (Erde)
vāva
eben
jyotirantarikṣaṃ
[ist] das Licht; der Luftraum
gaurasāvāyurimāneva
[ist] die Kuh; jene das Leben; eben diese
lokānabhyārohantyabhipūrvaṃ
Welten besteigen sie, der Reihe nach
tryahā
Dreitagesabschnitte
bhavantyabhipūrvameva
gibt es; eben der Reihe nach
suvargaṃ
die Himmels-
lokamabhyārohanti
-welt besteigen sie
bṛhadrathaṃtarābhyāṃ
mit Bṛhat und Rathaṃtara
yantī
gehen sie
yaṃ
diese (Erde)
vāva
eben
rathaṃtaramasau
[ist] Rathaṃtara; jene (Sonne)
bṛhadābhyāmeva
[ist] Bṛhat; eben mit diesen beiden
yantyatho
gehen sie; ferner
anayoreva
eben auf diesen beiden
prati
fest
tiṣṭhantyete
stehen sie; diese
vai
ja
yajñasyāñjasāyanī
des Opfers geraden
srutī
Bahnen
tābhyāmeva
eben mit diesen beiden
suvargaṃ
die Himmels-
lokaṃ
-welt
yanti
gehen sie
parāñco
rückwärtsgewandt
vā
wohl
ete
diese
suvargaṃ
die Himmels-
lokamabhyārohanti
-welt besteigen sie
ye
die
parācastryahānupayanti
rückwärtigen Dreitagesabschnitte verwenden
pratyaṅtryaho
vorwärtsgewandt [gibt es] ein Dreitagesabschnitt
bhavati
es gibt
pratyavarūḍhyā
zum Wiederabsteigen
atho
ferner
pratiṣṭhityā
zur Festigung
ubhayorlokayor
durch beide Welten
ṛddhvottiṣṭhanti
gefestigt erheben sie sich
dvātriṃśadetāstāsāṃ
diese Zweiunddreißig, von denen
yāstriṃśattriṃśadakṣarā
je Dreißig dreißig Silben [zählen]
virāḍannaṃ
[wie] die Virāj als Speise
virāḍvirājaivānnādyamava
die Virāj; eben mittels der Virāj die Speise
ruṃdhate
sichern sie sich
ye
die
dve
beiden
ahorātre
Tag-und-Nacht
eva
eben
te
sie [sind]
ubhābhyāṃ
mit beiden
rūpābhyāṃ
Erscheinungsformen
suvargaṃ
zur Himmels-
lokaṃ
-welt
yantyatirātrāvabhito
gehen sie; Atirātras an beiden Enden
bhavataḥ
stehen
parigṛhītyai
zum vollständigen Ergreifen
gacchanti
sie gehen
yanti
und gelangen
triṃśadakṣarā
zu dreißig Silben
dvāviṃśatiśca
und zweiundzwanzig

dve vāva devasattre dvādaśāhaścaiva trayastriṃśadahaśca ya evaṃ vidvāṃsastrayastriṃśadahamāsate sākṣādeva devatā abhyārohanti yathā khalu vai śreyānabhyārūḍhaḥ kāmayate tathā karoti yadyavavidhyati pāpīyānbhavati yadi nāvavidhyati sadṛṅya evaṃ vidvāṃsastrayastriṃśadahamāsate vi pāpmanā bhrātṛvyeṇā vartante'harbhājo vā etā devā agra āhara nnahareko'bhajatāharekastābhirvai te prabāhugārdhnuvan ya evaṃ vidvāṃsastrayastriṃśadahamāsate sarva eva prabāhugṛdhnuvanti sarve grāmaṇīyaṃ prāpnuvanti pañcāhā bhavanti pañca vā ṛtavaḥ saṃvathsara ṛtuṣveva saṃvathsare prati tiṣṭhantyatho pañcākṣarā paṅktiḥ pāṅkto yajño yajñamevāva ruṃdhate trīṇyāśvināni bhavanti traya ime lokā e ṣveva lokeṣu prati tiṣṭhantyatho trīṇi vai yajñasyendriyāṇi tānyevāva ruṃdhate viśvajidbhavatyannādyasyāvaruddhyai sarvapṛṣṭho bhavati sarvasyābhijityai vāgvai dvādaśāho yatpurastāddvādaśāhamupeyuranāptāṃ vācamupeyurupadāsukaiṣāṃ vāksyādupariṣṭāddvādaśāhamupa yantyāptāmeva vācamupa yanti tasmādupariṣṭādvācā vadāmo'vāntaraṃ vai daśarātreṇa prajāpatiḥ prajā asṛjata yaddaśarātro bhavati prajā eva tadyajamānāḥ sṛjanta etāṃ ha vā udaṅkaḥ śaulbāyanaḥ sattrasyarddhimuvāca yaddaśarātro yaddaśarātro bhavati sattrasyarddhyā atho yadeva pūrveṣvahassu viloma kriyate tasyaivaiṣā śāntirdvyanīkā vā etā rātrayo yajamānā viśvajithsahātirātreṇa pūrvāḥ ṣoḍaśa sahātirātreṇottarāḥ ṣoḍaśa ya evaṃ vidvāṃsastrayastriṃśadahamāsata aiṣāṃ dvyanīkā prajā jāyate'tirātrāvabhito bhavataḥ parigṛhītyai aharanneṣvavāntaraṃ ṣoḍaśa saha saptadaśa ca

Es gibt zwei Götter-Sattras: das Zwölftagesopfer und das Dreiunddreißig-Tage-Opfer. Wer dies im Bewusstsein das Dreiunddreißig-Tage-Opfer feiert, besteigt geradewegs die Gottheiten. So wie ein Höherstehender, der etwas bestiegen hat, es begehrt, so handelt er: Wenn er danebenschießt, wird er schlechter; wenn er nicht danebenschießt, bleibt er sich gleich. Wer dies im Bewusstsein das Dreiunddreißig-Tage-Opfer feiert, entfernt sich von Übel und Rivalen. Die Götter waren einst Tagesanteil-Nehmer: Der eine nahm seinen Anteil nicht, der andere nahm ihn – durch diese Tage wetteiferten sie um den Vorrang [?]. Wer dies im Bewusstsein das Dreiunddreißig-Tage-Opfer feiert, wetteifert ebenso um den Vorrang [?]; alle erlangen den Rang des Dorfältesten. Es gibt Fünftagesabschnitte – fünf sind ja die Jahreszeiten; im Jahr, eben in den Jahreszeiten, stehen sie fest. Zudem hat die Paṅkti fünf Silben, und das Opfer ist paṅkti-artig – eben damit sichern sie sich das Opfer. Es gibt drei Aśvina-Abschnitte [?] – drei sind diese Welten, eben in diesen Welten stehen sie fest. Zudem gibt es drei indrische Kräfte des Opfers – eben diese sichern sie sich. Es gibt ein Viśvajit, zur Sicherung der Speise; es gibt ein Sarvapṛṣṭha, zum Gewinn von allem. Rede ist ja das Zwölftagesopfer: Gingen sie früher vor dem Zwölftagesopfer, gingen sie zu einer nicht erreichten Rede – das wäre ein Nachteil [?] für sie; gehen sie danach zum Zwölftagesopfer, gehen sie zu einer erreichten Rede – deshalb sprechen wir erst danach mit vollgültiger Rede. Im nahegelegenen Zehn-Nächte-Opfer schuf Prajāpati die Geschöpfe – dass es ein Zehn-Nächte-Ritus ist, dadurch erschaffen die Opferherren eben die Geschöpfe. Dies verkündete fürwahr Udaṅka Śaulbāyana als das Gedeihen des Sattras: „Dass es ein Zehn-Nächte-Ritus ist, dass es ein Zehn-Nächte-Ritus ist, dient dem Gedeihen des Sattras.“ Zudem: Was auch immer an den vorhergehenden Tagen verkehrt getan wird, dafür ist eben dies die Beruhigung. Zweigesichtig sind ja diese Nächte, das Viśvajit der Opferherren: zusammen mit dem Atirātra die ersten Sechzehn, zusammen mit dem Atirātra die letzten Sechzehn. Wer dies im Bewusstsein das Dreiunddreißig-Tage-Opfer feiert, dem wird eine zweigesichtige Nachkommenschaft geboren; Atirātras stehen an beiden Enden, um vollständig zu ergreifen. An diesen Tagen dazwischen sind es sechzehn, zusammen siebzehn.

Wort für Wort
dve
zwei
vāva
eben
devasattre
Götter-Sattras
dvādaśāhaścaiva
das Zwölftagesopfer und
trayastriṃśadahaśca
das Dreiunddreißig-Tage-Opfer, und
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsastrayastriṃśadahamāsate
wissend das Dreiunddreißig-Tage-Opfer feiert
sākṣādeva
geradewegs eben
devatā
die Gottheiten
abhyārohanti
besteigt er
yathā
wie
khalu
fürwahr
vai
ja
śreyānabhyārūḍhaḥ
ein Höherstehender, der bestiegen hat
kāmayate
begehrt
tathā
so
karoti
handelt er
yadyavavidhyati
wenn er danebenschießt
pāpīyānbhavati
wird er schlechter
yadi
wenn
nāvavidhyati
er nicht danebenschießt
sadṛṅya
[bleibt er] gleich; wer
evaṃ
so
vidvāṃsastrayastriṃśadahamāsate
wissend das Dreiunddreißig-Tage-Opfer feiert
vi
weg-
pāpmanā
von Übel
bhrātṛvyeṇā
und Rivalen
vartante'harbhājo
entfernt sich; Tagesanteil-Nehmer
vā
wohl
etā
waren die
devā
Götter
agra
am Anfang
āhara
einer nahm
nnahareko'bhajatāharekastābhirvai
nicht nahm; einer nahm seinen Anteil; einer nahm; durch diese ja
te
sie
prabāhugārdhnuvan
wetteiferten um den Vorrang [?]
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsastrayastriṃśadahamāsate
wissend das Dreiunddreißig-Tage-Opfer feiert
sarva
alle
eva
eben
prabāhugṛdhnuvanti
wetteifern um den Vorrang [?]
sarve
alle
grāmaṇīyaṃ
den Rang des Dorfältesten
prāpnuvanti
erlangen sie
pañcāhā
Fünftagesabschnitte
bhavanti
gibt es
pañca
fünf
vā
ja
ṛtavaḥ
sind die Jahreszeiten
saṃvathsara
im Jahr
ṛtuṣveva
eben in den Jahreszeiten
saṃvathsare
im Jahr
prati
fest
tiṣṭhantyatho
stehen sie; ferner
pañcākṣarā
fünfsilbig [ist]
paṅktiḥ
die Paṅkti
pāṅkto
paṅkti-artig [ist]
yajño
das Opfer
yajñamevāva
eben das Opfer
ruṃdhate
sichern sie sich
trīṇyāśvināni
drei Aśvina-Abschnitte [?]
bhavanti
gibt es
traya
drei
ime
sind diese
lokā
Welten
e
eben
ṣveva
in diesen eben
lokeṣu
Welten
prati
fest
tiṣṭhantyatho
stehen sie; ferner
trīṇi
drei
vai
ja
yajñasyendriyāṇi
des Opfers indrische Kräfte
tānyevāva
eben diese
ruṃdhate
sichern sie sich
viśvajidbhavatyannādyasyāvaruddhyai
es gibt ein Viśvajit, zur Sicherung der Speise
sarvapṛṣṭho
ein Sarvapṛṣṭha
bhavati
es gibt
sarvasyābhijityai
zum Gewinn von allem
vāgvai
Rede ist ja
dvādaśāho
das Zwölftagesopfer
yatpurastāddvādaśāhamupeyuranāptāṃ
wenn sie vorher zum Zwölftagesopfer gingen, zu einer nicht erreichten
vācamupeyurupadāsukaiṣāṃ
Rede gingen sie; ein Nachteil [?] wäre ihre
vāksyādupariṣṭāddvādaśāhamupa
Rede; gehen sie nachher zum Zwölftagesopfer
yantyāptāmeva
hinauf; zu einer erreichten eben
vācamupa
Rede
yanti
gehen sie
tasmādupariṣṭādvācā
deshalb nachher mit Rede
vadāmo'vāntaraṃ
sprechen wir; im nahegelegenen
vai
ja
daśarātreṇa
Zehn-Nächte-Opfer
prajāpatiḥ
Prajāpati
prajā
die Geschöpfe
asṛjata
schuf
yaddaśarātro
dass es ein Zehn-Nächte-Ritus ist
bhavati
ist
prajā
die Geschöpfe
eva
eben
tadyajamānāḥ
dadurch die Opferherren
sṛjanta
erschaffen
etāṃ
dies
ha
fürwahr
vā
ja
udaṅkaḥ
Udaṅka
śaulbāyanaḥ
Śaulbāyana
sattrasyarddhimuvāca
als das Gedeihen des Sattras verkündete
yaddaśarātro
dass es ein Zehn-Nächte-Ritus ist
yaddaśarātro
dass es ein Zehn-Nächte-Ritus ist
bhavati
ist
sattrasyarddhyā
dient dem Gedeihen des Sattras
atho
ferner
yadeva
was auch immer
pūrveṣvahassu
an den vorhergehenden Tagen
viloma
verkehrt
kriyate
getan wird
tasyaivaiṣā
davon eben ist dies
śāntirdvyanīkā
die Beruhigung. Zweigesichtig [sind]
vā
ja
etā
diese
rātrayo
Nächte
yajamānā
der Opferherren
viśvajithsahātirātreṇa
[nämlich] das Viśvajit, zusammen mit dem Atirātra
pūrvāḥ
die ersten
ṣoḍaśa
Sechzehn
sahātirātreṇottarāḥ
zusammen mit dem Atirātra die letzten
ṣoḍaśa
Sechzehn
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsastrayastriṃśadahamāsata
wissend das Dreiunddreißig-Tage-Opfer feiert
aiṣāṃ
dem
dvyanīkā
eine zweigesichtige
prajā
Nachkommenschaft
jāyate'tirātrāvabhito
wird geboren; Atirātras an beiden Enden
bhavataḥ
stehen
parigṛhītyai
zum vollständigen Ergreifen
aharanneṣvavāntaraṃ
an diesen Tagen dazwischen
ṣoḍaśa
sechzehn
saha
zusammen
saptadaśa
siebzehn
ca
und

ādityā akāmayanta suvargaṃ lokamiyāmeti te suvargaṃ lokaṃ na prājānanna suvargaṃ lokamāyanta etaṃ ṣaṭtriṃśadrātramapaśyantamāharantenāyajanta tato vai te suvargaṃ lokaṃ prājānanthsuvargaṃ lokamāyan, ya evaṃ vidvāṃsaḥ ṣaṭtriṃśadrātramāsate suvargameva lokaṃ pra jānanti suvargaṃ lokaṃ yanti jyotiratirātro bhavati jyotireva purastāddadhate suvargasya lokasyānukhyātyai ṣaḍahā bhavanti ṣaḍvā ṛtava ṛtuṣveva prati tiṣṭhanti catvāro bhavanti catasro diśo dikṣveva prati tiṣṭhantyasattraṃ vā etadyadachandomaṃ yacchandomā bhavanti tena sattraṃ devatā eva pṛṣṭhairava ruṃdhate paśūñchandomairojo vai vīryaṃ pṛṣṭhāni paśavaśchandomā ojasyeva vīrye paśuṣu prati tiṣṭhanti ṣaṭtriṃśadrātro bhavati ṣaṭtriṃśadakṣarā bṛhatī bārhatāḥ paśavo bṛhatyaiva paśūnava ruṃdhate bṛhatī chaṃdasāg svārājyamāśnutāśnuvate svārājyaṃ ya evaṃ vidvāṃsaḥ ṣaṭtriṃśadrātramāsate suvargameva lokaṃ yantyatirātrāvabhito bhavataḥ suvargasya lokasya parigṛhītyai atirātra ojasyeva ṣaṭ triṃśacca

Die Ādityas wünschten sich: „Wir wollen zur Himmelswelt gehen.“ Sie kannten die Himmelswelt aber nicht und gelangten nicht zu ihr. Da erblickten sie dieses Sechsunddreißig-Nächte-Opfer, holten es herbei und opferten damit. Daraufhin kannten sie die Himmelswelt und gelangten zu ihr. Wer dies im Bewusstsein das Sechsunddreißig-Nächte-Opfer feiert, kennt ebenso die Himmelswelt und gelangt zu ihr. Es gibt einen Atirātra als Licht – sie setzen eben das Licht voran, damit man die Himmelswelt erschaut. Es gibt Sechstagesabschnitte – sechs sind ja die Jahreszeiten; eben in den Jahreszeiten stehen sie fest. Es gibt vier Abschnitte – vier sind die Himmelsrichtungen; eben in den Himmelsrichtungen stehen sie fest. Dies wäre eigentlich kein Sattra, da es ohne Chandoma ist; dass es Chandoma gibt, dadurch wird es zu einem Sattra – eben mittels der Pṛṣṭhas sichern sich die Gottheiten das Vieh mittels der Chandomas. Kraft und Stärke sind die Pṛṣṭhas, das Vieh die Chandomas – eben in Kraft und Stärke stehen sie durch das Vieh fest. Es ist ein Sechsunddreißig-Nächte-Ritus – sechsunddreißig Silben hat die Bṛhatī, und die Bṛhatī-Angehörigen sind das Vieh – eben mit der Bṛhatī sichern sie sich das Vieh. Mit dem Bṛhatī-Versmaß erlangten und erreichen sie die Eigenherrschaft. Wer dies im Bewusstsein das Sechsunddreißig-Nächte-Opfer feiert, gelangt ebenso zur Himmelswelt; Atirātras stehen an beiden Enden, um die Himmelswelt vollständig zu ergreifen – der Atirātra, gleichsam kraftvoll [?], sechsunddreißig.

Wort für Wort
ādityā
die Ādityas
akāmayanta
wünschten sich
suvargaṃ
zur Himmels-
lokamiyāmeti
-welt wollen wir gehen; so
te
sie
suvargaṃ
die Himmels-
lokaṃ
-welt
na
nicht
prājānanna
kannten sie; nicht
suvargaṃ
zur Himmels-
lokamāyanta
-welt gelangten sie
etaṃ
dieses
ṣaṭtriṃśadrātramapaśyantamāharantenāyajanta
Sechsunddreißig-Nächte-Opfer sahen sie, holten es, opferten damit
tato
daraufhin
vai
ja
te
sie
suvargaṃ
die Himmels-
lokaṃ
-welt
prājānanthsuvargaṃ
kannten sie; zur Himmels-
lokamāyan,
-welt gelangten sie
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsaḥ
wissend
ṣaṭtriṃśadrātramāsate
das Sechsunddreißig-Nächte-Opfer feiert
suvargameva
eben die Himmels-
lokaṃ
-welt
pra
er-
jānanti
kennt er
suvargaṃ
zur Himmels-
lokaṃ
-welt
yanti
gelangt er
jyotiratirātro
[als] Licht [gibt es] den Atirātra
bhavati
es gibt
jyotireva
eben das Licht
purastāddadhate
setzen sie voran
suvargasya
der Himmelswelt
lokasyānukhyātyai
zum Erschauen
ṣaḍahā
Sechstagesabschnitte
bhavanti
gibt es
ṣaḍvā
sechs ja
ṛtava
sind die Jahreszeiten
ṛtuṣveva
eben in den Jahreszeiten
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
catvāro
vier
bhavanti
gibt es
catasro
vier sind
diśo
die Himmelsrichtungen
dikṣveva
eben in den Himmelsrichtungen
prati
fest
tiṣṭhantyasattraṃ
stehen sie; ein Nicht-Sattra
vā
wäre
etadyadachandomaṃ
dies, insofern es ohne Chandoma ist
yacchandomā
dass es Chandoma gibt
bhavanti
vorhanden ist
tena
dadurch
sattraṃ
[ist es] ein Sattra
devatā
die Gottheiten
eva
eben
pṛṣṭhairava
mittels der Pṛṣṭhas
ruṃdhate
sichern sie sich
paśūñchandomairojo
das Vieh mittels der Chandomas; Kraft
vai
ja
vīryaṃ
und Stärke
pṛṣṭhāni
die Pṛṣṭhas [sind]
paśavaśchandomā
das Vieh die Chandomas
ojasyeva
eben in Kraft
vīrye
und Stärke
paśuṣu
mittels des Viehs
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
ṣaṭtriṃśadrātro
[es ist] ein Sechsunddreißig-Nächte-Ritus
bhavati
[es] ist
ṣaṭtriṃśadakṣarā
sechsunddreißigsilbig [ist]
bṛhatī
die Bṛhatī
bārhatāḥ
die Bṛhatī-Angehörigen
paśavo
[sind] das Vieh
bṛhatyaiva
eben mit der Bṛhatī
paśūnava
das Vieh
ruṃdhate
sichern sie sich
bṛhatī
mit dem Bṛhatī-
chaṃdasāg
Versmaß
svārājyamāśnutāśnuvate
die Eigenherrschaft erlangten sie; sie erreichen
svārājyaṃ
die Eigenherrschaft
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsaḥ
wissend
ṣaṭtriṃśadrātramāsate
das Sechsunddreißig-Nächte-Opfer feiert
suvargameva
eben zur Himmels-
lokaṃ
-welt
yantyatirātrāvabhito
geht er; Atirātras an beiden Enden
bhavataḥ
stehen
suvargasya
der Himmels-
lokasya
-welt
parigṛhītyai
zum vollständigen Ergreifen
atirātra
der Atirātra
ojasyeva
gleichsam kraftvoll [?]
ṣaṭ
sechs
triṃśacca
und dreißig

vasiṣṭho hataputro'kāmayata vindeya prajāmabhi saudāsānbhaveyamiti sa etamekasmānna pañcāśamapaśyattamāharattenāyajata tato vai so'vindata prajāmabhi saudāsānabhavadya evaṃ vidvāṃsa ekasmānna pañcāśamāsate vindante prajāmabhi bhrātṛvyānbhavanti trayastrivṛto'gniṣṭomā bhavanti vajrasyaiva mukhaṃ sa2ṃ śyanti daśa pañcadaśā bhavanti pañcadaśo vajro vajrameva bhrātṛvyebhyaḥ pra haranti ṣoḍaśimaddaśamamaharbhavati vajra eva vīryaṃ dadhati dvādaśa saptadaśā bhavantyannādyasyāvaruddhyā atho praiva tairjāyante pṛṣṭhyaḥ ṣaḍaho bhavati ṣaḍvā ṛtavaḥ ṣaṭpṛṣṭhāni pṛṣṭhairevartūnanvārohantyṛtubhiḥ saṃvathsaraṃ te saṃvathsara eva prati tiṣṭhanti dvādaśaikaviṃśā bhavanti pratiṣṭhityā atho rucamevātma ndadhate bahavaḥ ṣoḍaśino bhavanti vijityai ṣaḍāśvināni bhavanti ṣaḍvā ṛtava ṛtuṣveva prati tiṣṭhantyūnātiriktā vā etā rātraya ūnāstadyadekasyai na pañcāśadatiriktāstadyadbhūyasīraṣṭā catvāriṃśata ūnācca khalu vā atiriktācca prajāpatiḥ prājāyata ye prajākāmāḥ paśukāmāḥ syusta etā āsīranpraiva jāyante prajayā paśubhirvairājo vā eṣa yajño yadekasmānnapañcāśo ya evaṃ vidvāṃsa ekasmānnapañcāśamāsate virājameva gacchantyannādā bhavantyatirātrāvabhito bhavato'nnādyasya parigṛhītyai vajra ātmanprajayā dvāviṃśatiśca

Vasiṣṭha, dessen Sohn getötet worden war, wünschte sich: „Ich möchte Nachkommenschaft finden und den Saudāsas überlegen sein.“ Da erblickte er dieses Eins-weniger-als-fünfzig-Nächte-Opfer (achtundvierzig Nächte), holte es herbei und opferte damit. Daraufhin fand er Nachkommenschaft und war den Saudāsas überlegen. Wer dies im Bewusstsein das Eins-weniger-als-fünfzig-Nächte-Opfer feiert, findet Nachkommenschaft und ist seinen Rivalen überlegen. Es gibt dreiunddreißig Trivṛt-Agniṣṭomas – damit schärfen [?] sie eben die Schneide des Vajra (Donnerkeils). Es gibt zehn Fünfzehn-Stomas – fünfzehn ist der Vajra –, damit schleudern sie eben den Vajra gegen die Rivalen. Am zehnten Tag gibt es einen Ṣoḍaśin – damit legen sie eben die Kraft des Vajra hinein. Es gibt zwölf Siebzehn-Stomas, zur Sicherung der Speise; und dadurch werden sie geboren. Es gibt einen Pṛṣṭhya-Sechstagesabschnitt: Sechs sind ja die Jahreszeiten, sechs auch die Pṛṣṭhas – eben mittels der Pṛṣṭhas besteigen sie der Reihe nach die Jahreszeiten, mittels der Jahreszeiten das Jahr; im Jahr eben stehen sie fest. Es gibt zwölf Einundzwanzig-Stomas, zur Festigung; und dadurch nehmen sie eben ihren Glanz in sich auf. Es gibt viele Ṣoḍaśin-Stomas, zum Sieg. Es gibt sechs Aśvina-Abschnitte – sechs sind ja die Jahreszeiten; eben in den Jahreszeiten stehen sie fest. Zu wenig und zu viel sind ja diese Nächte: Dass es „eins-weniger-als-fünfzig“ heißt, das ist das Zuwenig; dass es mehr, nämlich achtundvierzig, sind, das ist das Zuviel – aus dem Zuwenig und aus dem Zuviel fürwahr entstand Prajāpati. Wer sich Nachkommenschaft und Vieh wünscht, soll diese feiern – so pflanzt er sich mit Nachkommenschaft und Vieh fort. Dieses Opfer ist ja virāj-artig, nämlich das Eins-weniger-als-fünfzig; wer dies im Bewusstsein das Eins-weniger-als-fünfzig-Nächte-Opfer feiert, gelangt ebenso zur Virāj und wird zum Speisenden; Atirātras stehen an beiden Enden, um die Speise vollständig zu ergreifen – der Vajra im Selbst, mit Nachkommenschaft, zweiundzwanzig.

Wort für Wort
vasiṣṭho
Vasiṣṭha
hataputro'kāmayata
dessen Sohn getötet war, wünschte
vindeya
ich möchte finden
prajāmabhi
Nachkommenschaft; überlegen [sein]
saudāsānbhaveyamiti
den Saudāsas; ich möchte sein; so
sa
er
etamekasmānna
dieses; eins-weniger-als
pañcāśamapaśyattamāharattenāyajata
Fünfzig-Opfer sah, holte es, opferte damit
tato
daraufhin
vai
ja
so'vindata
er fand
prajāmabhi
Nachkommenschaft; überlegen
saudāsānabhavadya
den Saudāsas war er; wer
evaṃ
so
vidvāṃsa
wissend
ekasmānna
eins-weniger-als
pañcāśamāsate
Fünfzig-Opfer feiert
vindante
findet er
prajāmabhi
Nachkommenschaft; überlegen
bhrātṛvyānbhavanti
den Rivalen ist er
trayastrivṛto'gniṣṭomā
dreiunddreißig Trivṛt-Agniṣṭomas
bhavanti
gibt es
vajrasyaiva
eben des Vajra
mukhaṃ
die Schneide
sa2ṃ
zusammen-
śyanti
schärfen sie [?]
daśa
zehn
pañcadaśā
Fünfzehn-Stomas
bhavanti
gibt es
pañcadaśo
fünfzehn [ist]
vajro
der Vajra
vajrameva
eben den Vajra
bhrātṛvyebhyaḥ
gegen die Rivalen
pra
fort-
haranti
schleudern sie
ṣoḍaśimaddaśamamaharbhavati
einen Ṣoḍaśin gibt es als zehnten Tag
vajra
des Vajra
eva
eben
vīryaṃ
die Kraft
dadhati
legen sie hinein
dvādaśa
zwölf
saptadaśā
Siebzehn-Stomas
bhavantyannādyasyāvaruddhyā
gibt es, zur Sicherung der Speise
atho
ferner
praiva
eben dadurch
tairjāyante
werden sie geboren
pṛṣṭhyaḥ
der Pṛṣṭhya-
ṣaḍaho
Sechstagesabschnitt
bhavati
es gibt
ṣaḍvā
sechs ja
ṛtavaḥ
sind die Jahreszeiten
ṣaṭpṛṣṭhāni
sechs die Pṛṣṭhas
pṛṣṭhairevartūnanvārohantyṛtubhiḥ
eben mittels der Pṛṣṭhas besteigen sie der Reihe nach die Jahreszeiten, mittels der Jahreszeiten
saṃvathsaraṃ
das Jahr
te
sie
saṃvathsara
im Jahr
eva
eben
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
dvādaśaikaviṃśā
zwölf Einundzwanzig-Stomas
bhavanti
gibt es
pratiṣṭhityā
zur Festigung
atho
ferner
rucamevātma
eben den Glanz in sich
ndadhate
nehmen sie auf
bahavaḥ
viele
ṣoḍaśino
Ṣoḍaśin-Stomas
bhavanti
gibt es
vijityai
zum Sieg
ṣaḍāśvināni
sechs Aśvina-Abschnitte
bhavanti
gibt es
ṣaḍvā
sechs ja
ṛtava
sind die Jahreszeiten
ṛtuṣveva
eben in den Jahreszeiten
prati
fest
tiṣṭhantyūnātiriktā
stehen sie; zu wenig und zu viel [sind]
vā
ja
etā
diese
rātraya
Nächte
ūnāstadyadekasyai
das Zuwenig; dass es „eins“
na
nicht
pañcāśadatiriktāstadyadbhūyasīraṣṭā
-weniger-als-fünfzig heißt; das Zuviel; dass es mehr, acht[undvierzig]
catvāriṃśata
und vierzig sind
ūnācca
aus dem Zuwenig, und
khalu
fürwahr
vā
ja
atiriktācca
und aus dem Zuviel
prajāpatiḥ
Prajāpati
prājāyata
entstand
ye
die welche
prajākāmāḥ
Nachkommenschaft wünschen
paśukāmāḥ
und Vieh wünschen
syusta
mögen sein; sie
etā
diese
āsīranpraiva
sollen feiern; fort eben
jāyante
pflanzen sie sich fort
prajayā
mit Nachkommenschaft
paśubhirvairājo
und Vieh; virāj-artig [ist]
vā
ja
eṣa
dieses
yajño
Opfer
yadekasmānnapañcāśo
nämlich das Eins-weniger-als-fünfzig
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsa
wissend
ekasmānnapañcāśamāsate
das Eins-weniger-als-Fünfzig-Opfer feiert
virājameva
eben zur Virāj
gacchantyannādā
gelangt er; zum Speisenden
bhavantyatirātrāvabhito
wird er; Atirātras an beiden Enden
bhavato'nnādyasya
stehen; der Speise
parigṛhītyai
zum vollständigen Ergreifen
vajra
der Vajra
ātmanprajayā
im Selbst, mit Nachkommenschaft
dvāviṃśatiśca
und zweiundzwanzig

saṃvathsarāya dīkṣiṣyamāṇā ekāṣṭakāyāṃ dīkṣeranneṣā vai saṃvathsarasya patnī yadekāṣṭakaitasyāṃ vā eṣa etāṃ rātriṃ vasati sākṣādeva saṃvathsaramārabhya dīkṣanta ārtaṃ vā ete saṃvathsarasyābhi dīkṣante ya ekāṣṭakāyāṃ dīkṣante'ntanāmānāvṛtū bhavato vyastaṃ vā ete saṃvathsarasyābhi dīkṣante ya ekāṣṭakāyāṃ dīkṣante'ntanāmānāvṛtū bhavataḥ phalgunīpūrṇamāse dīkṣeranmukhaṃ vā etath saṃvathsarasya yatphalgunīpūrṇamāso mukhata eva saṃvathsaramārabhya dīkṣante tasyaikaiva niryā yathsāṃ meghye viṣūvānthsaṃ padyate citrāpūrṇamāse dīkṣeranmukhaṃ vā etathsaṃvathsarasya yaccitrāpūrṇamāso mukhata eva saṃvathsaramārabhya dīkṣante tasya na kācana niryā bhavati caturahe purastātpaurṇamāsyai dīkṣeranteṣāmekāṣṭakāyāṃ krayaḥ saṃ padyate tenaikāṣṭakāṃ na chaṃbaṭkurvanti teṣāṃ pūrvapakṣe sutyā saṃ padyate pūrvapakṣaṃ māsā abhi saṃ padyante te pūrvapakṣa uttiṣṭhanti tānuttiṣṭhata oṣadhayo vanaspatayo'nūttiṣṭhanti tānkalyāṇī kīrtiranūttiṣṭhatyarāthsurime yajamānā iti tadanu sarve rādhnuvanti etacchaṃbaṭkurvanti teṣāṃ catustriṃśacca

Wer sich für das Jahr-Sattra weihen will, soll sich an der Ekāṣṭakā weihen; denn diese Nacht ist ja die Gattin des Jahres, nämlich die Ekāṣṭakā – in dieser Nacht nämlich wohnt das Jahr. Geradewegs, indem sie beim Jahr selbst beginnen, weihen sie sich. Leidvoll aber beginnen diese das Jahr, die sich an der Ekāṣṭakā weihen: Die beiden Randmonate [?] werden dabei nur unvollkommen zu Jahreszeiten. Zerstückelt beginnen diese das Jahr, die sich an der Ekāṣṭakā weihen: Auch hier werden die beiden Randmonate nur unvollkommen zu Jahreszeiten. Sie sollen sich am Vollmond der Phalgunī weihen: Dies ist ja der Mund (Anfang) des Jahres, nämlich der Phalgunī-Vollmond; geradewegs vom Mund an, indem sie beim Jahr beginnen, weihen sie sich – dessen Weg hat nur einen einzigen Ausgang [?], der in der Regenzeit mit der Tag-und-Nacht-Gleiche zusammenfällt. Sie sollen sich am Vollmond der Citrā weihen: Dies ist ja der Mund des Jahres, nämlich der Citrā-Vollmond; geradewegs vom Mund an, indem sie beim Jahr beginnen, weihen sie sich – dessen Weg hat gar keinen Ausgang. Am vierten Tag vor dem Vollmond sollen sie sich weihen; für sie fällt dann der Soma-Kauf mit der Ekāṣṭakā zusammen – dadurch bringen sie die Ekāṣṭakā nicht in einen [ungünstigen] Zusammenfall [?]. Für sie fällt die Somapressung mit der ersten Monatshälfte zusammen; die Monate treffen mit der ersten Monatshälfte zusammen; sie erheben sich in der ersten Monatshälfte – und ihnen, die sich erheben, erheben sich Pflanzen und Bäume nach; ihnen erhebt sich der schöne Ruhm nach: „Diese Opferherren sind gedeihend [?]“ – danach gedeihen alle. Dies bringen sie für diese in einen [günstigen] Zusammenfall [?] – vierunddreißig.

Wort für Wort
saṃvathsarāya
für das Jahr(-Sattra)
dīkṣiṣyamāṇā
die sich weihen wollen
ekāṣṭakāyāṃ
an der Ekāṣṭakā
dīkṣeranneṣā
sollen sich weihen; diese
vai
ja
saṃvathsarasya
des Jahres
patnī
[ist] die Gattin
yadekāṣṭakaitasyāṃ
nämlich die Ekāṣṭakā; in dieser
vā
ja
eṣa
es (das Jahr)
etāṃ
diese
rātriṃ
Nacht
vasati
wohnt
sākṣādeva
geradewegs eben
saṃvathsaramārabhya
beim Jahr beginnend
dīkṣanta
weihen sie sich
ārtaṃ
leidvoll
vā
aber
ete
diese
saṃvathsarasyābhi
das Jahr
dīkṣante
beginnen, die sich weihen
ya
die welche
ekāṣṭakāyāṃ
an der Ekāṣṭakā
dīkṣante'ntanāmānāvṛtū
sich weihen: die beiden Randmonate [?] zu Jahreszeiten
bhavato
werden [nur unvollkommen]
vyastaṃ
zerstückelt
vā
aber
ete
diese
saṃvathsarasyābhi
das Jahr
dīkṣante
beginnen, die sich weihen
ya
die welche
ekāṣṭakāyāṃ
an der Ekāṣṭakā
dīkṣante'ntanāmānāvṛtū
sich weihen: die beiden Randmonate zu Jahreszeiten
bhavataḥ
werden
phalgunīpūrṇamāse
am Vollmond der Phalgunī
dīkṣeranmukhaṃ
sollen sie sich weihen; der Mund
vā
ja
etath
dies ist
saṃvathsarasya
des Jahres
yatphalgunīpūrṇamāso
nämlich der Phalgunī-Vollmond
mukhata
vom Mund an
eva
eben
saṃvathsaramārabhya
beim Jahr beginnend
dīkṣante
weihen sie sich
tasyaikaiva
dessen [Weg hat] nur einen einzigen
niryā
Ausgang [?]
yathsāṃ
der zusammen-
meghye
in der Regenzeit
viṣūvānthsaṃ
mit der Tag-und-Nacht-Gleiche zusammen-
padyate
-fällt
citrāpūrṇamāse
am Vollmond der Citrā
dīkṣeranmukhaṃ
sollen sie sich weihen; der Mund
vā
ja
etathsaṃvathsarasya
dies ist des Jahres
yaccitrāpūrṇamāso
nämlich der Citrā-Vollmond
mukhata
vom Mund an
eva
eben
saṃvathsaramārabhya
beim Jahr beginnend
dīkṣante
weihen sie sich
tasya
dessen [Weg]
na
keinen
kācana
irgendeinen
niryā
Ausgang
bhavati
hat
caturahe
am vierten Tag
purastātpaurṇamāsyai
vor dem Vollmond
dīkṣeranteṣāmekāṣṭakāyāṃ
sollen sie sich weihen; für diese mit der Ekāṣṭakā
krayaḥ
der Kauf
saṃ
zusammen-
padyate
-fällt
tenaikāṣṭakāṃ
dadurch die Ekāṣṭakā
na
nicht
chaṃbaṭkurvanti
bringen sie in einen [ungünstigen] Zusammenfall [?]
teṣāṃ
für diese
pūrvapakṣe
mit der ersten Monatshälfte
sutyā
die Somapressung
saṃ
zusammen-
padyate
-fällt
pūrvapakṣaṃ
die erste Monatshälfte
māsā
die Monate
abhi
auf
saṃ
zusammen-
padyante
-treffen
te
sie
pūrvapakṣa
in der ersten Monatshälfte
uttiṣṭhanti
erheben sie sich
tānuttiṣṭhata
ihnen, die sich erheben
oṣadhayo
die Pflanzen
vanaspatayo'nūttiṣṭhanti
und die Bäume erheben sich nach
tānkalyāṇī
ihnen; der schöne
kīrtiranūttiṣṭhatyarāthsurime
Ruhm erhebt sich nach: gedeihend [?] [sind] diese
yajamānā
Opferherren
iti
so
tadanu
danach
sarve
alle
rādhnuvanti
gedeihen sie
etacchaṃbaṭkurvanti
dies bringen sie in einen [günstigen] Zusammenfall [?]
teṣāṃ
für diese
catustriṃśacca
und vierunddreißig

suvargaṃ vā ete lokaṃ yanti ye sattramupayantyabhīndhata eva dīkṣābhirātmānagg śrapayanta upasadbhirdvābhyāṃ lomāva dyanti dvābhyāṃ tvacaṃ dvābhyāmasṛddvābhyāṃ māṃsaṃ dvābhyāmasthi dvābhyāṃ majjānamātmadakṣiṇaṃ vai sattramātmānameva dakṣiṇāṃ nītvā suvargaṃ lokaṃ yanti śikhāmanu pra vapanta ṛddhyā atho raghīyāṃsaḥ suvargaṃ lokamayāmeti suvargaṃ paṃcāśat

Zur Himmelswelt fürwahr gehen jene, die sich zum Sattra begeben; sie erhitzen [?] sich selbst durch die Weihungen, sie durchglühen sich durch die Vorbereitungstage. Mit zweien scheren sie das Haar ab, mit zweien die Haut, mit zweien das Blut, mit zweien das Fleisch, mit zweien die Knochen, mit zweien das Mark – denn das Sattra hat das eigene Selbst als Opferlohn; indem sie das eigene Selbst als Opferlohn dargebracht haben, gehen sie zur Himmelswelt. Sie scheren sich dem Haarschopf entlang ab, zum Gedeihen; für die weniger streng Verpflichteten aber gilt: „Ich möchte zur Himmelswelt gehen“ – die Himmelswelt: fünfzig.

Wort für Wort
suvargaṃ
zur Himmels-
vā
fürwahr
ete
diese
lokaṃ
-welt
yanti
gehen sie
ye
die welche
sattramupayantyabhīndhata
sich zum Sattra begeben; sie durchglühen sich
eva
eben
dīkṣābhirātmānagg
durch die Weihungen sich selbst
śrapayanta
erhitzen sie [?]
upasadbhirdvābhyāṃ
durch die Vorbereitungstage; mit zweien
lomāva
das Haar ab
dyanti
scheren sie
dvābhyāṃ
mit zweien
tvacaṃ
die Haut
dvābhyāmasṛddvābhyāṃ
mit zweien das Blut, mit zweien
māṃsaṃ
das Fleisch
dvābhyāmasthi
mit zweien die Knochen
dvābhyāṃ
mit zweien
majjānamātmadakṣiṇaṃ
das Mark – [denn] das Selbst-als-Opferlohn
vai
ist ja
sattramātmānameva
das Sattra; eben das eigene Selbst
dakṣiṇāṃ
als Opferlohn
nītvā
dargebracht habend
suvargaṃ
zur Himmels-
lokaṃ
-welt
yanti
gehen sie
śikhāmanu
dem Haarschopf entlang
pra
ab-
vapanta
scheren sie sich
ṛddhyā
zum Gedeihen
atho
ferner
raghīyāṃsaḥ
[gilt] für die weniger streng Verpflichteten
suvargaṃ
zur Himmels-
lokamayāmeti
-welt wollen wir gehen; so
suvargaṃ
die Himmelswelt
paṃcāśat
[ist] fünfzig

brahmavādino vadantyatirātraḥ paramo yajñakratūnāṃ kasmāttaṃ prathamamupa yantītyetadvā agniṣṭomaṃ prathamamupa yantyathokthyamatha ṣoḍaśinamathātirātramanupūrvamevaitadyajña kratūnupetya tānālabhya parigṛhya somamevaitatpibanta āsate jyotiṣṭomaṃ prathamamupa yanti jyotiṣṭomo vai stomānāṃ mukhaṃ mukhata eva stomān pra yuñjate te sa2ṃstutā virājamabhi saṃ padyante dve carcāvati ricyete ekayā gauratirikta ekayāyurūnaḥ suvargo vai loko jyotirūrgvirāṭthsuvargameva tena lokaṃ yanti rathaṃtaraṃ divā bhavati rathaṃtaraṃ naktamityāhurbrahmavādinaḥ kena tadajāmīti saubharaṃ tṛtīyasavane brahmasāmaṃ bṛhattanmadhyato dadhati vidhṛtyai tenājāmi ta ekānna paṃcāśacca

Die Kenner des heiligen Wortes sagen: „Der Atirātra ist der höchste der Opferriten – warum geht man ihn erst zuletzt an?“ Dazu: Sie gehen ja zuerst das Agniṣṭoma an, dann das Ukthya, dann das Ṣoḍaśin, dann den Atirātra – der Reihe nach eben; nachdem sie diese Opferriten nacheinander angegangen, die Opfertiere berührt und ergriffen haben, sitzen sie dabei Soma trinkend. Sie gehen zuerst das Jyotiṣṭoma an – das Jyotiṣṭoma ist ja der Mund der Stomas; vom Mund aus eben setzen sie die Stomas ein. Diese, zusammen besungen, stimmen mit der Virāj überein; in zwei Silbenzahlen (carcāvati [?]) weichen sie ab: Mit der einen übertrifft es die Kuh, mit der anderen ist das Leben zu wenig. Die Himmelswelt ist ja Licht, Kraft, Virāj – eben damit gehen sie zur Himmelswelt. „Rathaṃtara ist bei Tag, Rathaṃtara ist bei Nacht“, so sagen die Kenner des heiligen Wortes – wodurch wird dies unterschieden (unverwandt)? Das Saubhara-Lied als Brahmasāman, nämlich das Bṛhat, im dritten Somatrank – dieses legen sie in die Mitte, zur Unterscheidung; dadurch wird es unverwandt. Zusammen neunundvierzig-minus-eins.

Wort für Wort
brahmavādino
die Kenner des heiligen Wortes
vadantyatirātraḥ
sagen: der Atirātra
paramo
[ist] der höchste
yajñakratūnāṃ
der Opferriten
kasmāttaṃ
warum geht man ihn
prathamamupa
zuerst
yantītyetadvā
an? So [fragen sie]; dies aber
agniṣṭomaṃ
das Agniṣṭoma
prathamamupa
zuerst
yantyathokthyamatha
gehen sie an; dann das Ukthya; dann
ṣoḍaśinamathātirātramanupūrvamevaitadyajña
das Ṣoḍaśin; dann den Atirātra – der Reihe nach eben dieses Opfer-
kratūnupetya
-riten angegangen habend
tānālabhya
diese berührt habend
parigṛhya
und ergriffen habend
somamevaitatpibanta
eben dabei Soma trinkend
āsate
sitzen sie
jyotiṣṭomaṃ
das Jyotiṣṭoma
prathamamupa
zuerst
yanti
gehen sie an
jyotiṣṭomo
das Jyotiṣṭoma [ist]
vai
ja
stomānāṃ
der Stomas
mukhaṃ
der Mund
mukhata
vom Mund aus
eva
eben
stomān
die Stomas
pra
ein-
yuñjate
setzen sie
te
diese
sa2ṃstutā
[zusammen] besungen
virājamabhi
mit der Virāj
saṃ
über-
padyante
-einstimmen
dve
von zwei [Silbenzahlen]
carcāvati
bei der Wiederholung [?]
ricyete
weichen sie ab
ekayā
mit der einen
gauratirikta
übertrifft [es] die Kuh
ekayāyurūnaḥ
mit der anderen ist das Leben zu wenig
suvargo
die Himmels-
vai
ist ja
loko
-welt
jyotirūrgvirāṭthsuvargameva
Licht, Kraft, Virāj – eben zur Himmelswelt
tena
damit
lokaṃ
-welt
yanti
gehen sie
rathaṃtaraṃ
Rathaṃtara [ist]
divā
bei Tag
bhavati
es ist
rathaṃtaraṃ
Rathaṃtara [ist]
naktamityāhurbrahmavādinaḥ
bei Nacht - so sagen die Kenner des heiligen Wortes
kena
wodurch
tadajāmīti
wird dies unverwandt (ajāmi)? [so fragen sie]
saubharaṃ
das Saubhara-Lied
tṛtīyasavane
im dritten Somatrank
brahmasāmaṃ
[als] Brahmasāman
bṛhattanmadhyato
[nämlich] das Bṛhat; dieses in die Mitte
dadhati
legen sie
vidhṛtyai
zur Unterscheidung (Trennung)
tenājāmi
dadurch unverwandt (ajāmi)
ta
sie [zählen]
ekānna
eins-weniger-als
paṃcāśacca
fünfzig, und

jyotiṣṭomaṃ prathamamupa yantyasminneva tena loke prati tiṣṭhanti goṣṭomaṃ dvitīyamupa yantyantarikṣa eva tena prati tiṣṭhantyāyuṣṭomaṃ tṛtīyamupa yantyamuṣminneva tena loke prati tiṣṭhantīyaṃ vāva jyotirantarikṣaṃ gaurasāvāyuryadetānthstomānupayantyeṣveva tallokeṣu sattriṇaḥ pratitiṣṭhanto yanti te sa2ṃstutā virāja mabhi saṃ padyante dve carcāvati ricyete ekayā gauratirikta ekayāyurūnaḥ suvargo vai loko jyotirūrgvirāḍūrjamevāva ruṃdhate te na kṣudhārtimārcchantyakṣodhukā bhavanti kṣuthsaṃbādhā iva hi sattriṇo'gniṣṭomāvabhitaḥ pradhītāvukthyā madhye nabhyaṃ tattadetatpariyaddevacakraṃ yadetena ṣaḍahena yanti devacakrameva samārohantyariṣṭyai te svasti samaśnuvate ṣaḍahena yanti ṣaḍvā ṛtava ṛtuṣveva prati tiṣṭhantyubhayato jyotiṣā yantyubhayata eva suvarge loke pratitiṣṭhanto yanti dvau ṣaḍahau bhavatastāni dvādaśāhāni saṃ padyante dvādaśo vai puruṣo dve sakthyau dvau bāhū ātmā ca śiraśca catvāryaṅgāni stanau dvādaśau tatpuruṣamanu paryāvartante trayaḥ ṣaḍahā bhavanti tānyaṣṭādaśāhāni saṃ padyante navānyāni navānyāni nava vai puruṣe prāṇāstatprāṇānanu paryāvartante catvāraḥ ṣaḍahā bhavanti tāni caturviṃśatirahāni saṃ padyante caturviṃśatirardhamāsāḥ saṃvathsarastathsaṃvathsaramanu paryāvartante'pratiṣṭhitaḥ saṃvathsara iti khalu vā āhurvarṣīyānpratiṣṭhāyā ityetāvadvai saṃvathsarasya brāhmaṇaṃ yāvanmāso māsimāsyeva pratitiṣṭhanto yanti virājametena dvādaśāvetāvadvā aṣṭau ca

Sie gehen zuerst das Jyotiṣṭoma an – eben in dieser Erd-Welt stehen sie damit fest. Sie gehen als zweites das Goṣṭoma an – eben im Luftraum stehen sie damit fest. Sie gehen als drittes das Āyuṣṭoma an – eben in jener Himmelswelt stehen sie damit fest. Diese Erde ist ja das Licht, der Luftraum die Kuh, jene Sonne das Leben; indem sie diese Stomas angehen, gehen die Sattra-Teilnehmer eben fest stehend in eben diesen Welten. Diese, zusammen besungen, stimmen mit der Virāj überein; in zwei Zahlen (carcāvati [?]) weichen sie ab: Mit der einen übertrifft es die Kuh, mit der anderen ist das Leben zu wenig. Die Himmelswelt ist Licht, Kraft, Virāj – eben die Kraft sichern sie sich damit. Sie geraten nicht in Hungerleid, sie werden nicht hungerbedürftig – wie von Hunger Bedrängte [?]: Die Agniṣṭomas stehen ringsum, die Pradhīti- und Ukthya-Tage in der Mitte wie der Nabel – all dies bildet rundum das Götterrad; dass sie mit diesem Sechstagesabschnitt gehen, besteigen sie eben das Götterrad, zur Unversehrtheit; sie erlangen Wohlergehen. Sie gehen mit einem Sechstagesabschnitt – sechs sind ja die Jahreszeiten; eben in den Jahreszeiten stehen sie fest. Auf beiden Seiten gehen sie mit Licht; auf beiden Seiten eben stehen sie fest stehend in der Himmelswelt. Es gibt zwei Sechstagesabschnitte, die zwölf Tage ausmachen – zwölfgliedrig ist ja der Mensch: zwei Schenkel, zwei Arme, Rumpf und Kopf – das sind vier Glieder –, und die beiden Brüste ergeben zwölf; nach diesem Menschenmaß kehren sie um. Es gibt drei Sechstagesabschnitte, die achtzehn Tage ausmachen, je neun und neun – neun sind ja im Menschen die Lebenshauche; nach diesen Hauchen kehren sie um. Es gibt vier Sechstagesabschnitte, die vierundzwanzig Tage ausmachen – vierundzwanzig Halbmonate sind ein Jahr; nach diesem Jahr kehren sie um. „Unbefestigt ist das Jahr“, so sagen sie fürwahr, „größer ist es als die Festigung“ – so groß eben ist die Lehrerklärung des Jahres, wie groß der Monat ist; Monat für Monat gehen sie eben fest stehend mit diesem Ritus zwölffach zur Virāj – so groß, nämlich achtundzwanzig.

Wort für Wort
jyotiṣṭomaṃ
das Jyotiṣṭoma
prathamamupa
zuerst
yantyasminneva
gehen sie an; eben in dieser
tena
damit
loke
Welt
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
goṣṭomaṃ
das Goṣṭoma
dvitīyamupa
als zweites
yantyantarikṣa
gehen sie an; im Luftraum
eva
eben
tena
damit
prati
fest
tiṣṭhantyāyuṣṭomaṃ
stehen sie; das Āyuṣṭoma
tṛtīyamupa
als drittes
yantyamuṣminneva
gehen sie an; eben in jener
tena
damit
loke
Welt
prati
fest
tiṣṭhantīyaṃ
stehen sie; diese (Erde)
vāva
eben
jyotirantarikṣaṃ
[ist] das Licht; der Luftraum
gaurasāvāyuryadetānthstomānupayantyeṣveva
[ist] die Kuh; jene das Leben; indem sie diese Stomas angehen, eben in diesen
tallokeṣu
diesen Welten
sattriṇaḥ
die Sattra-Teilnehmer
pratitiṣṭhanto
fest stehend
yanti
gehen sie
te
diese
sa2ṃstutā
[zusammen] besungen
virāja
mit der Virāj
mabhi
auf
saṃ
über-
padyante
-einstimmen
dve
von zwei [Zahlen]
carcāvati
bei der Wiederholung [?]
ricyete
weichen sie ab
ekayā
mit der einen
gauratirikta
übertrifft [es] die Kuh
ekayāyurūnaḥ
mit der anderen ist das Leben zu wenig
suvargo
die Himmels-
vai
ist ja
loko
-welt
jyotirūrgvirāḍūrjamevāva
Licht, Kraft, Virāj – eben die Kraft
ruṃdhate
sichern sie sich
te
sie
na
nicht
kṣudhārtimārcchantyakṣodhukā
geraten in Hungerleid; werden nicht hungerbedürftig
bhavanti
sie
kṣuthsaṃbādhā
von Hunger Bedrängte [?]
iva
wie
hi
nämlich
sattriṇo'gniṣṭomāvabhitaḥ
der Sattra-Teilnehmer; die Agniṣṭomas ringsum
pradhītāvukthyā
die Pradhīti- und Ukthya-Tage
madhye
in der Mitte
nabhyaṃ
[wie] der Nabel
tattadetatpariyaddevacakraṃ
dies alles rundum bildet das Götterrad
yadetena
dass mit diesem
ṣaḍahena
Sechstagesabschnitt
yanti
sie gehen
devacakrameva
eben das Götterrad
samārohantyariṣṭyai
besteigen sie; zur Unversehrtheit
te
sie
svasti
Wohlergehen
samaśnuvate
erlangen sie
ṣaḍahena
mit einem Sechstagesabschnitt
yanti
gehen sie
ṣaḍvā
sechs ja
ṛtava
sind die Jahreszeiten
ṛtuṣveva
eben in den Jahreszeiten
prati
fest
tiṣṭhantyubhayato
stehen sie; auf beiden Seiten
jyotiṣā
mit Licht
yantyubhayata
gehen sie; auf beiden Seiten
eva
eben
suvarge
in der Himmels-
loke
-welt
pratitiṣṭhanto
fest stehend
yanti
gehen sie
dvau
zwei
ṣaḍahau
Sechstagesabschnitte
bhavatastāni
gibt es; diese
dvādaśāhāni
zwölf Tage
saṃ
aus-
padyante
-machen
dvādaśo
zwölfgliedrig [ist]
vai
ja
puruṣo
der Mensch
dve
zwei
sakthyau
Schenkel
dvau
zwei
bāhū
Arme
ātmā
der Rumpf
ca
und
śiraśca
und der Kopf
catvāryaṅgāni
[das sind] vier Glieder
stanau
die beiden Brüste
dvādaśau
[ergeben] zwölf
tatpuruṣamanu
nach diesem Menschen[-Maß]
paryāvartante
kehren sie um
trayaḥ
drei
ṣaḍahā
Sechstagesabschnitte
bhavanti
gibt es
tānyaṣṭādaśāhāni
diese achtzehn Tage
saṃ
aus-
padyante
-machen
navānyāni
je neun
navānyāni
und neun
nava
neun
vai
sind ja
puruṣe
im Menschen
prāṇāstatprāṇānanu
die Lebenshauche; nach diesen Hauchen
paryāvartante
kehren sie um
catvāraḥ
vier
ṣaḍahā
Sechstagesabschnitte
bhavanti
gibt es
tāni
diese
caturviṃśatirahāni
vierundzwanzig Tage
saṃ
aus-
padyante
-machen
caturviṃśatirardhamāsāḥ
vierundzwanzig Halbmonate
saṃvathsarastathsaṃvathsaramanu
sind ein Jahr; nach diesem Jahr
paryāvartante'pratiṣṭhitaḥ
kehren sie um. „Unbefestigt“
saṃvathsara
[ist] das Jahr
iti
so
khalu
fürwahr
vā
ja
āhurvarṣīyānpratiṣṭhāyā
sagen sie; größer als die Festigung
ityetāvadvai
so – so groß eben
saṃvathsarasya
des Jahres
brāhmaṇaṃ
[ist] die Lehrerklärung
yāvanmāso
wie groß der Monat [ist]
māsimāsyeva
eben Monat für Monat
pratitiṣṭhanto
fest stehend
yanti
gehen sie
virājametena
zur Virāj mit diesem [Ritus]
dvādaśāvetāvadvā
zwölffach; so groß aber
aṣṭau
acht
ca
und [zwanzig]

meṣastvā pacatairavatu lohitagrīvaśchāgaiḥ śalmalirvṛddhyā parṇo brahmaṇā plakṣo medhena nyagrodhaścamasairuduṃbara ūrjā gāyatrī chandobhistrivṛthstomairavantīḥ sthāvantīstvāvantu priyaṃ tvā priyāṇāṃ varṣiṣṭhamāpyānāṃ nidhīnāṃ tvā nidhipatiṃ havāmahe vaso mama meṣaḥ ṣaṭ triṃśat

Der Widder soll dich mit den gekochten Opfergaben [?] schützen, der Rotnackige mit den Ziegenböcken, der Śalmali-Baum mit dem Wachstum, der Parṇa-Baum mit dem heiligen Wort, der Plakṣa-Baum mit der Opferkraft, der Nyagrodha-Baum mit den Trinkschalen, der Uḍumbara-Baum mit der Kraft, die Gāyatrī mit den Versmaßen, das Trivṛt-Stoma mit den Stomas. Die Helfenden, die Standhaften sollen dich unterstützen. Wir rufen dich, den Liebsten der Lieben, den Höchsten der Verwandten, den Schätze-Herrn der Schätze, o Gütiger. Mein Widder – sechsunddreißig.

Wort für Wort
meṣastvā
der Widder dich
pacatairavatu
mit den gekochten Opfergaben [?] soll schützen
lohitagrīvaśchāgaiḥ
der Rotnackige mit den Ziegenböcken
śalmalirvṛddhyā
der Śalmali-Baum mit dem Wachstum
parṇo
der Parṇa-Baum
brahmaṇā
mit dem heiligen Wort
plakṣo
der Plakṣa-Baum
medhena
mit der Opferkraft
nyagrodhaścamasairuduṃbara
der Nyagrodha-Baum mit den Trinkschalen; der Uḍumbara-Baum
ūrjā
mit der Kraft
gāyatrī
die Gāyatrī
chandobhistrivṛthstomairavantīḥ
mit den Versmaßen; das Trivṛt-Stoma mit den Stomas; die Helfenden
sthāvantīstvāvantu
die Standhaften dich sollen unterstützen
priyaṃ
den Liebsten
tvā
dich
priyāṇāṃ
der Lieben
varṣiṣṭhamāpyānāṃ
den Höchsten der Verwandten
nidhīnāṃ
der Schätze
tvā
dich
nidhipatiṃ
den Schätze-Herrn
havāmahe
rufen wir
vaso
o Gütiger
mama
mein
meṣaḥ
Widder
ṣaṭ
sechs
triṃśat
und dreißig

kūpyābhyaḥ svāhā kūlyābhyaḥ svāhā vikaryābhyaḥ svāhāvaṭyābhyaḥ svāhā khanyābhyaḥ svāhā hradyābhyaḥ svāhā sūdyābhyaḥ svāhā sarasyābhyaḥ svāhā vaiśantībhyaḥ svāhā palvalyābhyaḥ svāhā varṣyābhyaḥ svāhāvarṣyābhyaḥ svāhā hrādunībhyaḥ svāhā pṛṣvābhyaḥ svāhā syandamānābhyaḥ svāhā sthāvarābhyaḥ svāhā nādeyībhyaḥ svāhā saindhavībhyaḥ svāhā samudriyābhyaḥ svāhā sarvābhyaḥ svāhā kūpyābhyaścatvāriṃśat

Den Brunnenwassern svāhā! Den Kanalwassern svāhā! Den Kluftwassern [?] svāhā! Den Grubenwassern [?] svāhā! Den Grabungswassern svāhā! Den Teichwassern svāhā! Den Sumpfwassern [?] svāhā! Den Seewassern svāhā! Den Beckenwassern [?] svāhā! Den Tümpelwassern svāhā! Den Regenwassern svāhā! Den regenlosen Wassern svāhā! Den Hagelwassern [?] svāhā! Den Reifwassern [?] svāhā! Den Fließenden svāhā! Den Stehenden svāhā! Den Flusswassern svāhā! Den Indus-/Stromwassern [?] svāhā! Den Ozeanwassern svāhā! Allen svāhā! Den Brunnenwassern – vierzig.

Wort für Wort
kūpyābhyaḥ
den Brunnenwassern
svāhā
svāhā!
kūlyābhyaḥ
den Kanalwassern
svāhā
svāhā!
vikaryābhyaḥ
den Kluftwassern [?]
svāhāvaṭyābhyaḥ
svāhā! den Grubenwassern [?]
svāhā
svāhā!
khanyābhyaḥ
den Grabungswassern
svāhā
svāhā!
hradyābhyaḥ
den Teichwassern
svāhā
svāhā!
sūdyābhyaḥ
den Sumpfwassern [?]
svāhā
svāhā!
sarasyābhyaḥ
den Seewassern
svāhā
svāhā!
vaiśantībhyaḥ
den Beckenwassern [?]
svāhā
svāhā!
palvalyābhyaḥ
den Tümpelwassern
svāhā
svāhā!
varṣyābhyaḥ
den Regenwassern
svāhāvarṣyābhyaḥ
svāhā! den regenlosen Wassern
svāhā
svāhā!
hrādunībhyaḥ
den Hagelwassern [?]
svāhā
svāhā!
pṛṣvābhyaḥ
den Reifwassern [?]
svāhā
svāhā!
syandamānābhyaḥ
den Fließenden
svāhā
svāhā!
sthāvarābhyaḥ
den Stehenden
svāhā
svāhā!
nādeyībhyaḥ
den Flusswassern
svāhā
svāhā!
saindhavībhyaḥ
den Indus-/Stromwassern [?]
svāhā
svāhā!
samudriyābhyaḥ
den Ozeanwassern
svāhā
svāhā!
sarvābhyaḥ
allen
svāhā
svāhā!
kūpyābhyaścatvāriṃśat
den Brunnenwassern; vierzig

adbhyaḥ svāhā vahantībhyaḥ svāhā parivahantībhyaḥ svāhā samantaṃ vahantībhyaḥ svāhā śīghraṃ vahantībhyaḥ svāhā śībhaṃ vahantībhyaḥ svāhograṃ vahantībhyaḥ svāhā bhīmaṃ vahantībhyaḥ svāhāṃbhobhyaḥ svāhā nabhobhyaḥ svāhā mahobhyaḥ svāhā sarvasmai svāhā adbhya ekānna triṃśat

Den Wassern svāhā! Den Fließenden svāhā! Den Herumfließenden svāhā! Den Ringsherum-Fließenden svāhā! Den Schnellfließenden svāhā! Den Rasch-Fließenden [?] svāhā! Den Heftig-Fließenden svāhā! Den Furchtbar-Fließenden svāhā! Den Wasserfluten svāhā! Den Wolken svāhā! Den Großen svāhā! Allem svāhā! Den Wassern – neunundzwanzig-minus-eins (achtundzwanzig).

Wort für Wort
adbhyaḥ
den Wassern
svāhā
svāhā!
vahantībhyaḥ
den Fließenden
svāhā
svāhā!
parivahantībhyaḥ
den Herumfließenden
svāhā
svāhā!
samantaṃ
ringsherum
vahantībhyaḥ
den Fließenden
svāhā
svāhā!
śīghraṃ
schnell
vahantībhyaḥ
den Fließenden
svāhā
svāhā!
śībhaṃ
rasch [?]
vahantībhyaḥ
den Fließenden
svāhograṃ
svāhā! heftig
vahantībhyaḥ
den Fließenden
svāhā
svāhā!
bhīmaṃ
furchtbar
vahantībhyaḥ
den Fließenden
svāhāṃbhobhyaḥ
svāhā! den Wasserfluten
svāhā
svāhā!
nabhobhyaḥ
den Wolken
svāhā
svāhā!
mahobhyaḥ
den Großen
svāhā
svāhā!
sarvasmai
allem
svāhā
svāhā!
adbhya
den Wassern
ekānna
eins-weniger-als
triṃśat
dreißig

yo arvantaṃ jighāṃsati tamabhyamīti varuṇaḥ | paro martaḥ paraḥ śvā || ahaṃ ca tvaṃ ca vṛtrahanthsaṃ babhūva sanibhya ā | arātīvā cidadrivo'nu nau śūra maṃsatai bhadrā indrasya rātayaḥ vivida dve ca

Wer den Renner zu töten trachtet, dem tritt Varuṇa entgegen: Fern sei der Sterbliche, fern der Hund. Ich und du, o Vṛtra-Töter, sind aus Gewinnen zusammengekommen. Auch wenn ein Missgünstiger da wäre, o Herr der Preßsteine – uns sollen, o Held, Indras gute Gaben gefallen [?]. Gefunden – auch zwei Verse.

Wort für Wort
yo
wer
arvantaṃ
das Rennpferd
jighāṃsati
zu töten trachtet
tamabhyamīti
dem tritt entgegen
varuṇaḥ
Varuṇa
|
[Versmarke]
paro
fern [sei]
martaḥ
der Sterbliche
paraḥ
fern
śvā
der Hund
||
[Versende]
ahaṃ
ich
ca
und
tvaṃ
du
ca
und
vṛtrahanthsaṃ
o Vṛtra-Töter, zusammen-
babhūva
-gekommen sind wir
sanibhya
aus Gewinnen
ā
her
|
[Versmarke]
arātīvā
auch wenn ein Missgünstiger [da wäre]
cidadrivo'nu
o Herr der Preßsteine; uns nach
nau
uns
śūra
o Held
maṃsatai
gefallen [?]
bhadrā
die guten
indrasya
Indras
rātayaḥ
Gaben
vivida
gefunden [wurden]
dve
zwei
ca
auch

namo rājñe namo varuṇāya namo'śvāya namaḥ prajāpataye namo'dhipataye'dhipatirasyadhipatiṃ mā kurvadhipatirahaṃ prajānāṃ bhūyāsaṃ māṃ dhehi mayi dhehyupākṛtāya svāhālabdhāya svāhā hutāya svāhā nama ekānna triṃśat

Verehrung dem König! Verehrung dem Varuṇa! Verehrung dem Pferd! Verehrung dem Prajāpati! Verehrung dem Oberherrn! Du bist der Oberherr – mache mich zum Oberherrn; ich möchte der Oberherr der Geschöpfe sein. Verleih mir dies, verleih es mir! Dem Herbeigebrachten svāhā! Dem Ergriffenen svāhā! Dem Geopferten svāhā! Verehrung – neunundzwanzig-minus-eins (achtundzwanzig).

Wort für Wort
namo
Verehrung
rājñe
dem König
namo
Verehrung
varuṇāya
dem Varuṇa
namo'śvāya
Verehrung dem Pferd
namaḥ
Verehrung
prajāpataye
dem Prajāpati
namo'dhipataye'dhipatirasyadhipatiṃ
Verehrung dem Oberherrn. Du bist der Oberherr; zum Oberherrn
mā
mich
kurvadhipatirahaṃ
mache; der Oberherr [möchte] ich
prajānāṃ
der Geschöpfe
bhūyāsaṃ
sein
māṃ
mich
dhehi
verleih
mayi
mir
dhehyupākṛtāya
verleih; dem Herbeigebrachten
svāhālabdhāya
svāhā! Dem Ergriffenen
svāhā
svāhā!
hutāya
dem Geopferten
svāhā
svāhā!
nama
Verehrung
ekānna
eins-weniger-als
triṃśat
dreißig

mayobhūrvāto abhi vātūsrā ūrjasvatīroṣadhīrā riśantām | pīvasvatīrjīvadhanyāḥ pibantvavasāya padvate rudra mṛḍa || yāḥ sarūpā virūpā ekarūpā yāsāmagniriṣṭyā nāmāni veda | yā aṃgirasastapaseha cakrustābhyaḥ parjanya mahi śarma yaccha || yā deveṣu tanuvamairayanta yāsāṃ somo viśvā rūpāṇi veda | tā asmabhyaṃ payasā pinvamānāḥ prajāvatīrindra goṣṭhe rirīhi || prajāpatirmahyametā rarāṇo viśvairdevaiḥ pitṛbhiḥ saṃvidānaḥ | śivāḥ satīrupa no goṣṭhamākastāsāṃ vayaṃ prajayā saṃ sadema indrāṣṭā triṃśacca

Wohltuend wehe der Wind über die kraftvollen Kühe, die Pflanzen sollen sie erreichen; die fetten, lebenspendenden sollen trinken – sei gnädig, o Rudra, dem, der zu Fuß geht. Die Kühe, die gleichgestaltig, verschiedengestaltig, einzelgestaltig sind, deren Namen Agni durch Verehrung kennt; die die Aṅgiras hier durch Askese erschufen – diesen gewähre, o Parjanya, großen Schutz. Die Kühe, die unter den Göttern ihren Leib in Bewegung setzten, deren Formen Soma alle kennt – diese, anschwellend von Milch, lass, o Indra, mit Nachkommenschaft versehen im Kuhstall gedeihen. Prajāpati, der sie mir gibt, mit allen Göttern und den Vätern übereinstimmend, hat die heilsamen Kühe zu unserem Kuhstall herangebracht; mit deren Nachkommenschaft mögen wir uns vereinigen. Zusammen: Indra, achtunddreißig.

Wort für Wort
mayobhūrvāto
wohltuend [wehe] der Wind
abhi
über
vātūsrā
soll wehen; die Kühe
ūrjasvatīroṣadhīrā
die kraftvollen; die Pflanzen her-
riśantām
sollen sie erreichen
|
[Versmarke]
pīvasvatīrjīvadhanyāḥ
die fetten, lebenspendenden
pibantvavasāya
sollen trinken, zur Gunst
padvate
dessen, der zu Fuß geht
rudra
o Rudra
mṛḍa
sei gnädig
||
[Versende]
yāḥ
die [Kühe], die
sarūpā
gleichgestaltig
virūpā
verschiedengestaltig
ekarūpā
einzelgestaltig [sind]
yāsāmagniriṣṭyā
deren Agni durch Verehrung
nāmāni
die Namen
veda
kennt
|
[Versmarke]
yā
die [Kühe], die
aṃgirasastapaseha
die Aṅgiras durch Askese hier
cakrustābhyaḥ
erschufen; diesen
parjanya
o Parjanya
mahi
großen
śarma
Schutz
yaccha
gewähre
||
[Versende]
yā
die [Kühe], die
deveṣu
unter den Göttern
tanuvamairayanta
ihren Leib in Bewegung setzten
yāsāṃ
deren
somo
Soma
viśvā
alle
rūpāṇi
Formen
veda
kennt
|
[Versmarke]
tā
diese
asmabhyaṃ
uns
payasā
mit Milch
pinvamānāḥ
anschwellend
prajāvatīrindra
mit Nachkommenschaft versehen, o Indra
goṣṭhe
im Kuhstall
rirīhi
lass gedeihen
||
[Versende]
prajāpatirmahyametā
Prajāpati, mir diese
rarāṇo
gebend
viśvairdevaiḥ
mit allen Göttern
pitṛbhiḥ
und den Vätern
saṃvidānaḥ
übereinstimmend
|
[Versmarke]
śivāḥ
heilsame
satīrupa
seiende, heran-
no
unserem
goṣṭhamākastāsāṃ
-zum Kuhstall hat er gebracht; deren
vayaṃ
wir
prajayā
mit Nachkommenschaft
saṃ
ver-
sadema
-einigen mögen wir uns
indrāṣṭā
[Zusammen] Indra, acht
triṃśacca
und dreißig

ki2ṃ svidāsītpūrvacittiḥ ki2ṃ svidāsīdbṛhadvayaḥ | ki2ṃ svidāsītpiśaṃgilā ki2ṃ svidāsītpilippilā || dyaurāsītpūrvacittiraśva āsīdbṛhadvayaḥ | rātrirāsītpiśaṃgilāvirāsītpilippilā || kaḥ svidekākī carati ka u svijjāyate punaḥ | ki2ṃ sviddhimasya bheṣajaṃ ki2ṃ svidāvapanaṃ mahat || sūrya ekākī carati candramā jāyate punaḥ | agnirhimasya bheṣajaṃ bhūmirāvapanaṃ mahat || pṛcchāmi tvā paramantaṃ pṛthivyāḥ pṛcchāmi tvā bhuvanasya nābhim | pṛcchāmi tvā vṛṣṇo aśvasya retaḥ pṛcchāmi vācaḥ paramaṃ vyoma sūrya ekākī carati ṣaṭ catvāriṃśacca

Was war wohl die Vorbedacht? Was war wohl „groß an Kraft“? Was war wohl die Rötlich-Gesprenkelte? Was war wohl die Piliṃpilā [?]? Der Himmel war die Vorbedacht, das Pferd war „groß an Kraft“; die Nacht war die Rötlich-Gesprenkelte, der Vogel [?] war die Piliṃpilā. Wer wandert wohl allein? Wer wird wiederum geboren? Was ist wohl das Heilmittel der Kälte? Was ist wohl das große Saatfeld? Die Sonne wandert allein, der Mond wird wiederum geboren; Agni ist das Heilmittel der Kälte, die Erde ist das große Saatfeld. Ich frage dich nach dem äußersten Ende der Erde, ich frage dich nach dem Nabel der Welt, ich frage dich nach dem Samen des männlichen Pferdes, ich frage nach dem höchsten Himmelsraum der Rede. Die Sonne wandert allein – sechsundvierzig.

Wort für Wort
ki2ṃ
was
svidāsītpūrvacittiḥ
wohl war die Vorbedacht
ki2ṃ
was
svidāsīdbṛhadvayaḥ
wohl war „groß an Kraft“
|
[Versmarke]
ki2ṃ
was
svidāsītpiśaṃgilā
wohl war die Rötlich-Gesprenkelte
ki2ṃ
was
svidāsītpilippilā
wohl war die Piliṃpilā [?]
||
[Versende]
dyaurāsītpūrvacittiraśva
der Himmel war die Vorbedacht; das Pferd
āsīdbṛhadvayaḥ
war „groß an Kraft“
|
[Versmarke]
rātrirāsītpiśaṃgilāvirāsītpilippilā
die Nacht war die Rötlich-Gesprenkelte; der Vogel [?] war die Piliṃpilā
||
[Versende]
kaḥ
wer
svidekākī
wohl allein
carati
wandert
ka
wer
u
aber
svijjāyate
wohl wird geboren
punaḥ
wiederum
|
[Versmarke]
ki2ṃ
was
sviddhimasya
wohl der Kälte
bheṣajaṃ
[ist] das Heilmittel
ki2ṃ
was
svidāvapanaṃ
wohl [ist] das Saatfeld
mahat
das große
||
[Versende]
sūrya
die Sonne
ekākī
allein
carati
wandert
candramā
der Mond
jāyate
wird geboren
punaḥ
wiederum
|
[Versmarke]
agnirhimasya
Agni [ist] der Kälte
bheṣajaṃ
das Heilmittel
bhūmirāvapanaṃ
die Erde [ist] das Saatfeld
mahat
das große
||
[Versende]
pṛcchāmi
ich frage
tvā
dich
paramantaṃ
nach dem äußersten Ende
pṛthivyāḥ
der Erde
pṛcchāmi
ich frage
tvā
dich
bhuvanasya
der Welt
nābhim
nach dem Nabel
|
[Versmarke]
pṛcchāmi
ich frage
tvā
dich
vṛṣṇo
des männlichen
aśvasya
Pferdes
retaḥ
nach dem Samen
pṛcchāmi
ich frage
vācaḥ
der Rede
paramaṃ
nach dem höchsten
vyoma
Himmelsraum
sūrya
die Sonne
ekākī
allein
carati
wandert
ṣaṭ
sechs
catvāriṃśacca
und vierzig

ambe aṃbālyaṃbike na mā nayati kaścana | sa sastyaśvakaḥ || subhage kāṃpīlavāsini suvarge loke saṃ prorṇvāthām | āhamajāni garbhadhamā tvamajāsi garbhadham | tau saha caturaḥ padaḥ saṃ pra sārayāvahai | vṛṣā vāṃ retodhā reto dadhātūthsakthyorgṛdaṃ dhehyaṃjimudaṃjimanvaja | yaḥ strīṇāṃ jīvabhojano ya āsāṃ biladhāvanaḥ | priyaḥ strīṇāmapīcyaḥ | ya āsāṃ kṛṣṇe lakṣmaṇi sardigṛdiṃ parāvadhīt || ambe aṃbālyaṃbike na mā yabhati kaścana | sasastyaśvakaḥ || ūrdhvāmenāmucchrayatādveṇubhāraṃ girāviva | athāsyā madhyamedhatāṃ śīte vāte punanniva || ambe aṃbālyaṃbike na mā yabhati kaścana | sasastyaśvakaḥ || yaddhariṇī yavamatti na puṣṭaṃ paśu manyate | śūdrā yadaryajārā na poṣāya dhanāyati || ambe aṃbālyaṃbike na mā yabhati kaścana | sasastyaśvakaḥ || iyaṃ yakā śakuntikāhalamiti sarpati | āhataṃ gabhe paso ni jalgulīti dhāṇikā || ambe aṃbālyaṃbike na mā yabhati kaścana | sasastyaśvakaḥ || mātā ca te pitā ca te'graṃ vṛkṣasya rohataḥ | pra sulāmīti te pitā gabhe muṣṭimataṃsayat || dadhikrāvṇṇo akāriṣaṃ jiṣṇoraśvasya vājinaḥ | surabhi no mukhā karatpraṇa āyūṃṣi tāriṣat || āpo hiṣṭhā mayobhuvastā na ūrje dadhātana | mahe raṇāya cakṣase || yo vaḥ śivatamo rasastasya bhājayateha naḥ | uśatīriva mātaraḥ āsāmatti na rohato jinvatha catvāri ca

O Ambā, Ambālī, Ambike, niemand führt mich fort – das Rösslein liegt schlafend. O Glückliche, die du in Kāmpīla wohnst, in der Himmelswelt möget ihr beide euch zusammen bedecken. Ich bin geboren als Empfängnis-Ort [?], du bist geboren als Empfängnis-Bewirkender [?]; wir beide wollen zusammen die vier Füße ausstrecken. Der Stier, der Samen setzt, soll euch beiden Samen einsetzen; lege ihn in die Höhle [?] der Schenkel, trage die Salbe auf, führe die aufgetragene Salbe fort [?]. Der, der der Frauen Lebensgenuss ist, der ihrer Höhle Durchläufer [?] ist, der Liebe, der den Frauen Verborgene – der bei ihrem schwarzen Zeichen den [?] fortgeschlagen hat. O Ambā, Ambālī, Ambike, niemand begattet mich – das Rösslein liegt schlafend. Richtet sie aufwärts empor wie eine Bambuslast am Berg; dann soll sich ihre Mitte weiten [?], wie Korn, das im kalten Wind gereinigt wird. O Ambā, Ambālī, Ambike, niemand begattet mich – das Rösslein liegt schlafend. Wenn die Hirschkuh Gerste frisst, gilt sie nicht als gemästetes Vieh; wenn eine Śūdra-Frau die Geliebte eines Ārya ist, strebt sie nicht nach Wohlstand, damit das Haus gedeihe. O Ambā, Ambālī, Ambike, niemand begattet mich – das Rösslein liegt schlafend. Diese Vogelhenne [?] kriecht mit dem Laut „āhalam“; ihr Geschlecht, geschlagen — des Gliedes [?] —, verschlingt [?] mit dem Ruf „jalguli“ die Dhāṇikā [?]. O Ambā, Ambālī, Ambike, niemand begattet mich – das Rösslein liegt schlafend. Deine Mutter und dein Vater besteigen den Wipfel des Baumes; „ich schäle ab“, so sprechend, hat dein Vater die Faust in ihr Geschlecht gesteckt [?]. Ich habe den Dadhikrāvan gepriesen, den siegreichen, preisgekrönten Renner; er möge unsere Münder wohlriechend machen, er möge unsere Lebenszeiten verlängern. O Wasser, ihr seid wohltuend; verleiht uns Kraft zur Stärkung, zu großer Freude, zum Schauen. Der Saft, der unter euch der heilsamste ist, an dem lasst uns hier teilhaben, wie liebende Mütter. Belebt [?], was von diesen Wassern nicht mehr isst oder wächst – vier Verse.

Wort für Wort
ambe
o Ambā
aṃbālyaṃbike
Ambālī, Ambike
na
nicht
mā
mich
nayati
führt fort
kaścana
niemand
|
[Versmarke]
sa
es
sastyaśvakaḥ
liegt schlafend, das Rösslein
||
[Versende]
subhage
o Glückliche
kāṃpīlavāsini
in Kāmpīla Wohnende
suvarge
in der Himmels-
loke
-welt
saṃ
zusammen-
prorṇvāthām
möget ihr beide euch -bedecken
|
[Versmarke]
āhamajāni
ich bin geboren
garbhadhamā
als Empfängnis-Ort [?]
tvamajāsi
du bist geboren
garbhadham
als Empfängnis-Bewirkender [?]
|
[Versmarke]
tau
wir beide
saha
zusammen
caturaḥ
die vier
padaḥ
Füße
saṃ
aus-
pra
vor-
sārayāvahai
wollen wir strecken
|
[Versmarke]
vṛṣā
der Stier
vāṃ
euch beiden
retodhā
der Samen setzt
reto
Samen
dadhātūthsakthyorgṛdaṃ
soll einsetzen; in die Höhle [?] der Schenkel
dhehyaṃjimudaṃjimanvaja
lege die Salbe, die aufgetragene Salbe, fort [?]
|
[Versmarke]
yaḥ
der, der
strīṇāṃ
der Frauen
jīvabhojano
Lebensgenuss [ist]
ya
der, der
āsāṃ
ihrer
biladhāvanaḥ
Höhle Durchläufer [?] [ist]
|
[Versmarke]
priyaḥ
der Liebe
strīṇāmapīcyaḥ
den Frauen der Verborgene
|
[Versmarke]
ya
der, der
āsāṃ
ihrem
kṛṣṇe
schwarzen
lakṣmaṇi
Zeichen
sardigṛdiṃ
den [?]
parāvadhīt
fortgeschlagen hat
||
[Versende]
ambe
o Ambā
aṃbālyaṃbike
Ambālī, Ambike
na
nicht
mā
mich
yabhati
begattet
kaścana
niemand
|
[Versmarke]
sasastyaśvakaḥ
es liegt schlafend, das Rösslein
||
[Versende]
ūrdhvāmenāmucchrayatādveṇubhāraṃ
aufwärts richtet sie empor, wie eine Bambuslast
girāviva
am Berg, wie
|
[Versmarke]
athāsyā
dann ihre
madhyamedhatāṃ
Mitte soll sich weiten [?]
śīte
im kalten
vāte
Wind
punanniva
wie [Korn], das gereinigt wird
||
[Versende]
ambe
o Ambā
aṃbālyaṃbike
Ambālī, Ambike
na
nicht
mā
mich
yabhati
begattet
kaścana
niemand
|
[Versmarke]
sasastyaśvakaḥ
es liegt schlafend, das Rösslein
||
[Versende]
yaddhariṇī
wenn die Hirschkuh
yavamatti
Gerste frisst
na
nicht
puṣṭaṃ
als gemästetes
paśu
Vieh
manyate
gilt sie
|
[Versmarke]
śūdrā
die Śūdra-Frau
yadaryajārā
wenn [sie] die Geliebte eines Ārya [ist]
na
nicht
poṣāya
nach Wohlstand
dhanāyati
strebt sie
||
[Versende]
ambe
o Ambā
aṃbālyaṃbike
Ambālī, Ambike
na
nicht
mā
mich
yabhati
begattet
kaścana
niemand
|
[Versmarke]
sasastyaśvakaḥ
es liegt schlafend, das Rösslein
||
[Versende]
iyaṃ
diese
yakā
Vogelhenne [?]
śakuntikāhalamiti
die Vogelhenne, mit „āhalam“, so
sarpati
kriecht
|
[Versmarke]
āhataṃ
geschlagen
gabhe
das Geschlecht
paso
des Gliedes [?]
ni
hinab-
jalgulīti
verschlingt [?], mit „jalguli“
dhāṇikā
die Dhāṇikā [?] (ein Vogel)
||
[Versende]
ambe
o Ambā
aṃbālyaṃbike
Ambālī, Ambike
na
nicht
mā
mich
yabhati
begattet
kaścana
niemand
|
[Versmarke]
sasastyaśvakaḥ
es liegt schlafend, das Rösslein
||
[Versende]
mātā
die Mutter
ca
und
te
dein
pitā
der Vater
ca
und
te'graṃ
dein; den Wipfel
vṛkṣasya
des Baumes
rohataḥ
besteigen sie
|
[Versmarke]
pra
ab-
sulāmīti
ich schäle, [sprechend]
te
dein
pitā
Vater
gabhe
in [ihr] Geschlecht
muṣṭimataṃsayat
die Faust hat gesteckt [?]
||
[Versende]
dadhikrāvṇṇo
den Dadhikrāvan
akāriṣaṃ
habe ich gepriesen
jiṣṇoraśvasya
den siegreichen, des Pferdes
vājinaḥ
des preisgekrönten
|
[Versmarke]
surabhi
wohlriechend
no
unsere
mukhā
Münder
karatpraṇa
möge er machen; er möge unsere
āyūṃṣi
Lebenszeiten
tāriṣat
verlängern
||
[Versende]
āpo
o Wasser
hiṣṭhā
ihr seid
mayobhuvastā
wohltuend; ihr
na
uns
ūrje
zur Stärkung
dadhātana
verleiht
|
[Versmarke]
mahe
zur großen
raṇāya
Freude
cakṣase
zum Schauen
||
[Versende]
yo
der
vaḥ
unter euch
śivatamo
der heilsamste
rasastasya
Saft; an dem
bhājayateha
lasst teilhaben hier
naḥ
uns
|
[Versmarke]
uśatīriva
wie liebende
mātaraḥ
Mütter
āsāmatti
was von diesen isst
na
nicht [mehr]
rohato
[oder] wächst
jinvatha
belebt [?]
catvāri
vier
ca
[Verse] und

bhūrbhuvaḥsuvarvasavastvāñjantu gāyatreṇa chaṃdasā rudrāsstvāñjantu traiṣṭubhena chaṃdasādityāstvāñjantu jāgatena chaṃdasā yadvāto apo agamadindrasya tanuvaṃ priyām | eta2ṃ stotaretena pathā punaraśvamā vartayāsi naḥ || lājī 3 ñchācī 3 n, yaśo mamā 4 m | yavyāyai gavyāyā etaddevā annamattaitadannamaddhi prajāpate || yuñjanti bradhnamaruṣaṃ carantaṃ pari tasthuṣaḥ | rocante rocanā divi || yuñjantyasya kāmyā harī vipakṣasā rathe | śoṇā dhṛṣṇū nṛvāhasā bradhnaṃ paṃca viṃśatiśca

Bhūḥ, Bhuvaḥ, Suvaḥ – die Vasus sollen dich mit dem Gāyatrī-Versmaß salben, die Rudras sollen dich mit dem Triṣṭubh-Versmaß salben, die Ādityas sollen dich mit dem Jagatī-Versmaß salben. Als der Wind zu den Wassern ging, zu Indras lieblichem Leib – so wollest du, o Preiser, uns diesen Renner auf demselben Weg zurückbringen [?]. Die Röstkörner, die Opfergaben [?], mein Ruhm – für den Gerstensegen und Kuhsegen: Dies, o Götter, esst als Speise; iss, o Prajāpati, diese Speise! Sie schirren den rötlichen, umherwandernden Bradhna an, die ringsum feststehenden Sterne; es leuchten die Lichtbereiche am Himmel. Man schirrt seine begehrenswerten Falben an den Wagen, die flügelseitigen, die rötlichen, kühnen, männertragenden. Bradhna – fünfundzwanzig.

Wort für Wort
bhūrbhuvaḥsuvarvasavastvāñjantu
Bhūḥ, Bhuvaḥ, Suvaḥ – die Vasus sollen dich salben
gāyatreṇa
mit dem Gāyatrī-
chaṃdasā
Versmaß
rudrāsstvāñjantu
die Rudras sollen dich salben
traiṣṭubhena
mit dem Triṣṭubh-
chaṃdasādityāstvāñjantu
Versmaß; die Ādityas sollen dich salben
jāgatena
mit dem Jagatī-
chaṃdasā
Versmaß
yadvāto
als der Wind
apo
zu den Wassern
agamadindrasya
ging, zu Indras
tanuvaṃ
Leib
priyām
lieblichen
|
[Versmarke]
eta2ṃ
diesen [Renner]
stotaretena
o Preiser, auf diesem
pathā
Weg
punaraśvamā
wiederum das Pferd her-
vartayāsi
-bringen wollest du [?]
naḥ
uns
||
[Versende]
lājī
die Röstkörner
3
[Silbendehnung]
ñchācī
die Opfergaben [?]
3
[Silbendehnung]
n,
[Nasalierung]
yaśo
der Ruhm
mamā
mein
4
[Silbendehnung]
m
[Nasalierung]
|
[Versmarke]
yavyāyai
für den Gerstensegen
gavyāyā
und Kuhsegen
etaddevā
dies, o Götter
annamattaitadannamaddhi
esst als Speise; iss diese Speise
prajāpate
o Prajāpati
||
[Versende]
yuñjanti
sie schirren an
bradhnamaruṣaṃ
den rötlichen Bradhna
carantaṃ
den umherwandernden
pari
ringsum
tasthuṣaḥ
die feststehenden [Sterne]
|
[Versmarke]
rocante
leuchten
rocanā
die Lichtbereiche
divi
am Himmel
||
[Versende]
yuñjantyasya
man schirrt an; seine
kāmyā
begehrenswerten
harī
Falben
vipakṣasā
die flügelseitigen
rathe
an den Wagen
|
[Versmarke]
śoṇā
die rötlichen
dhṛṣṇū
kühnen
nṛvāhasā
männertragenden
bradhnaṃ
Bradhna –
paṃca
fünf
viṃśatiśca
und zwanzig

prāṇāya svāhā vyānāya svāhāpānāya svāhā snāvabhyaḥ svāhā saṃtānebhyaḥ svāhā parisaṃtānebhyaḥ svāhā parvabhyaḥ svāhā saṃdhānebhyaḥ svāhā śarīrebhyaḥ svāhā yajñāya svāhā dakṣiṇābhyaḥ svāhā suvargāya svāhā lokāya svāhā sarvasmai svāhā prāṇāyāṣṭāviṃśatiḥ

Dem Einatem svāhā! Dem Zwischenatem svāhā! Dem Ausatem svāhā! Den Sehnen svāhā! Den Fortsetzungen svāhā! Den Um-Fortsetzungen svāhā! Den Gliedern svāhā! Den Verbindungen svāhā! Den Körpern svāhā! Dem Opfer svāhā! Den Opferlöhnen svāhā! Der Himmelswelt svāhā! Der Welt svāhā! Allem svāhā! Dem Einatem – achtundzwanzig.

Wort für Wort
prāṇāya
dem Einatem
svāhā
svāhā!
vyānāya
dem Zwischenatem
svāhāpānāya
svāhā! dem Ausatem
svāhā
svāhā!
snāvabhyaḥ
den Sehnen
svāhā
svāhā!
saṃtānebhyaḥ
den Fortsetzungen
svāhā
svāhā!
parisaṃtānebhyaḥ
den Um-Fortsetzungen
svāhā
svāhā!
parvabhyaḥ
den Gliedern
svāhā
svāhā!
saṃdhānebhyaḥ
den Verbindungen
svāhā
svāhā!
śarīrebhyaḥ
den Körpern
svāhā
svāhā!
yajñāya
dem Opfer
svāhā
svāhā!
dakṣiṇābhyaḥ
den Opferlöhnen
svāhā
svāhā!
suvargāya
der Himmelswelt
svāhā
svāhā!
lokāya
der Welt
svāhā
svāhā!
sarvasmai
allem
svāhā
svāhā!
prāṇāyāṣṭāviṃśatiḥ
dem Einatem; achtundzwanzig

sitāya svāhāsitāya svāhābhihitāya svāhānabhihitāya svāhā yuktāya svāhāyuktāya svāhā suyuktāya svāhodyuktāya svāhā vimuktāya svāhā pramuktāya svāhā vañcate svāhā parivañcate svāhā saṃvañcate svāhānuvañcate svāhodvañcate svāhā yate svāhā dhāvate svāhā tiṣṭhate svāhā sarvasmai svāhā sitāyāṣṭā triṃśat

Dem Gebundenen svāhā! Dem Ungebundenen svāhā! Dem Angesprochenen svāhā! Dem Nicht-Angesprochenen svāhā! Dem Angeschirrten svāhā! Dem Nicht-Angeschirrten svāhā! Dem Gut-Angeschirrten svāhā! Dem Aufwärts-Angeschirrten svāhā! Dem Losgebundenen svāhā! Dem Freigelassenen svāhā! Dem Schleichenden svāhā! Dem Herumschleichenden svāhā! Dem Zusammen-Schleichenden svāhā! Dem Nach-Schleichenden svāhā! Dem Empor-Schleichenden svāhā! Dem Gehenden svāhā! Dem Laufenden svāhā! Dem Stehenden svāhā! Allem svāhā! Dem Gebundenen – achtunddreißig.

Wort für Wort
sitāya
dem Gebundenen
svāhāsitāya
svāhā! dem Ungebundenen
svāhābhihitāya
svāhā! dem Angesprochenen
svāhānabhihitāya
svāhā! dem Nicht-Angesprochenen
svāhā
svāhā!
yuktāya
dem Angeschirrten
svāhāyuktāya
svāhā! dem Nicht-Angeschirrten
svāhā
svāhā!
suyuktāya
dem Gut-Angeschirrten
svāhodyuktāya
svāhā! dem Aufwärts-Angeschirrten
svāhā
svāhā!
vimuktāya
dem Losgebundenen
svāhā
svāhā!
pramuktāya
dem Freigelassenen
svāhā
svāhā!
vañcate
dem Schleichenden
svāhā
svāhā!
parivañcate
dem Herumschleichenden
svāhā
svāhā!
saṃvañcate
dem Zusammen-Schleichenden
svāhānuvañcate
svāhā! dem Nach-Schleichenden
svāhodvañcate
svāhā! dem Empor-Schleichenden
svāhā
svāhā!
yate
dem Gehenden
svāhā
svāhā!
dhāvate
dem Laufenden
svāhā
svāhā!
tiṣṭhate
dem Stehenden
svāhā
svāhā!
sarvasmai
allem
svāhā
svāhā!
sitāyāṣṭā
dem Gebundenen; acht
triṃśat
und dreißig

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