gāvo vā etathsattramāsatāśṛṅgāḥ satīḥ śṛṅgāṇi no jāyantā iti kāmena tāsāṃ daśa māsā niṣaṇṇā āsannatha śṛṅgānyajāyanta tā udatiṣṭhannarāthsmetyatha yāsāṃ nājāyanta tāḥ saṃvathsaramāptvodatiṣṭhannarāthsmeti yāsāṃ cājāyanta yāsāṃ ca na tā ubhayīrudatiṣṭhannarāthsmeti gosattraṃ vai saṃvathsaro ya evaṃ vidvāṃsaḥ saṃvathsaramupayantyṛdhnuvantyeva tasmāttūparā vārṣikau māsau partvā carati sattrābhijitagg hyasyai tasmāthsaṃvathsarasado yatkiṃca gṛhe kriyate tadāptamavaruddhamabhijitaṃ kriyate samudraṃ vā ete pra plavante ye saṃvathsaramupayanti yo vai samudrasya pāraṃ na paśyati na vai sa tata udeti saṃvathsaro vai samudrastasyaitatpāraṃ yadatirātrau ya evaṃ vidvāṃsaḥ saṃvathsaramupayantyanārtā evodṛcaṃ gacchantīyaṃ vai pū?rvo'tirātro'sāvuttaro manaḥ pūrvo vāguttaraḥ prāṇaḥ pūrvo'pāna uttaraḥ prarodhanaṃ pūrva udayanamuttaro jyotiṣṭomo vaiśvānaro'tirātro bhavati jyotireva purastāddadhate suvargasya lokasyānukhyātyai caturviṃśaḥ prāyaṇīyo bhavati caturviṃśatirardhamāsāḥ saṃvathsaraḥ prayanta eva saṃvathsare prati tiṣṭhanti tasya trīṇi ca śatāni ṣaṣṭiśca stotrīyāstāvatīḥ saṃvathsarasya rātraya ubhe eva saṃvathsarasya rūpe āpnuvanti te sa2ṃsthityā ariṣṭyā uttarairahobhiścaranti ṣaḍahā bhavanti ṣaḍvā ṛtavaḥ saṃvathsara ṛtuṣveva saṃvathsare prati tiṣṭhanti gauścāyuśca madhyataḥ stomau bhavataḥ saṃvathsarasyaiva tanmithunaṃ madhyato dadhati prajananāya jyotirabhito bhavati vimocanameva tacchandāgsyeva tadvimokaṃ yantyatho ubhayato jyotiṣaiva ṣaḍahena suvargaṃ lokaṃ yanti brahmavādino vadantyāsate kena yantīti devayānena patheti brūyācchandāṃsi vai devayānaḥ panthā gāyatrī triṣṭubjagatī jyotirvai gāyatrī gaustriṣṭugā?yurjagatī yadete stomā bhavanti devayānenaiva tatpathā yanti samānaṃ sāma bhavati devaloko vai sāma devalokādeva na yantyanyā anyā ṛco bhavanti manuṣyaloko vā ṛco manuṣyalokādevānyamanyaṃ devalokamabhyārohanto yantyabhivarto brahmasāmaṃ bhavati suvargasya lokasyābhivṛttyā abhijidbhavati suvargasya lokasyābhijityai viśvajidbhavati viśvasya jityai māsimāsi pṛṣṭhānyupa yanti māsimāsyatigrāhyā gṛhyante māsimāsyeva vīryaṃ dadhati māsāṃ pratiṣṭhityā upariṣṭānmāsāṃ pṛṣṭhānyupa yanti tasmādupariṣṭādoṣadhayaḥ phalaṃ gṛhṇanti gosatraṃ vā eti saṃvathsaro'rdhamāsā mithunaṃ madhyato devayānenaiva vīryaṃ trayodaśa ca
Die Kühe fürwahr vollzogen dieses Sattra, obwohl hornlos, mit dem Wunsch: „Uns sollen Hörner wachsen!“ Aus Verlangen saßen sie zehn Monate darin; dann wuchsen ihnen Hörner. Sie erhoben sich und sagten: „Wir sind zum Ziel gelangt.“ Diejenigen aber, denen noch keine wuchsen, erhoben sich erst, nachdem sie das ganze Jahr erreicht hatten, und sagten ebenfalls: „Wir sind gelangt.“ Diejenigen, denen Hörner wuchsen, und diejenigen, denen keine wuchsen – beide Gruppen erhoben sich und sagten: „Wir sind gelangt.“ Das Kuh-Sattra ist ja das Jahr; wer dies im Bewusstsein das Jahr-Sattra feiert, gedeiht ebenso; deshalb geht der Rest-Bruchteil [?] der beiden Regenmonate gesondert um; er wandert Zeit für Zeit [?], denn das Sattra-Erobern gehört dieser Jahreszeit zu; deshalb wird alles, was im Haus getan wird, sofern es vom Jahressattra-Teilnehmer getan wird, zu einem Erreichten, Zurückgehaltenen, Erobertem gemacht. Ein Meer fürwahr durchschwimmen jene, die das Jahr-Sattra feiern; wer nämlich das jenseitige Ufer des Meeres nicht sieht, der geht ja nicht von dort auf. Das Jahr ist ja das Meer, dessen jenseitiges Ufer die Atirātras sind; wer dies im Bewusstsein das Jahr-Sattra feiert, gelangt notleidlos zum Aufsteigen. Der erste Atirātra ist diese Welt, der spätere jenes Denken; der erste ist die Rede, der spätere der Atem; der erste ist der Einatem, der spätere das Fortwachsen [?]; der erste ist der Aufgang, der spätere das Jyotiṣṭoma. Es ist das Vaiśvānara-Atirātra; sie setzen eben das Licht voran, damit man die Himmelswelt erschaut. Es gibt ein Vierundzwanzig-Stoma als Anfangstag – vierundzwanzig Halbmonate sind ein Jahr; die Anfangenden stehen eben im Jahr fest. Dieses Sattra hat dreihundertsechzig Stotriya-Verse, so viele wie die Nächte des Jahres; beide Erscheinungsformen des Jahres erlangen sie eben; mit der Vollendung, zur Unversehrtheit, gehen sie mit den späteren Tagen weiter. Es gibt Sechstagesabschnitte – sechs sind ja die Jahreszeiten, das Jahr; eben in den Jahreszeiten stehen sie im Jahr fest. Die Kuh und das Leben sind die mittleren beiden Stomas; dieses Paar legen sie eben in die Mitte des Jahres, zur Fortpflanzung. Es gibt Licht an beiden Enden – dies ist eben die Loslösung; zur Loslösung eben von den Versmaßen gehen sie. Ferner gehen sie mit dem Sechstagesabschnitt auf beiden Seiten eben mit Licht zur Himmelswelt. Die Kenner des heiligen Wortes sagen: „Sie sitzen im Sattra – womit gehen sie?“ Man sollte sagen: „Auf dem Götterpfad.“ Die Versmaße sind ja der Götterpfad: Gāyatrī, Triṣṭubh, Jagatī; Licht ist ja die Gāyatrī, die Kuh die Triṣṭubh, das Leben die Jagatī; dass es diese Stomas gibt, gehen sie eben auf diesem Pfad, dem Götterpfad. Gleich ist das Sāman; der Götterwelt gehört ja das Sāman – eben von der Götterwelt aus gehen sie nicht weiter zu einer anderen und wieder anderen; verschieden sind die Ṛcs; der Menschenwelt gehört ja die Ṛc – eben von der Menschenwelt aus, indem sie zu einer anderen und wieder anderen Götterwelt aufsteigen, gehen sie weiter. Es gibt ein Abhivarta-Sāman als Brahmasāman, zum Aufstieg zur Himmelswelt. Es gibt ein Abhijit, zum Gewinn der Himmelswelt. Es gibt ein Viśvajit, zum Gewinn von allem. Monat für Monat gehen sie zu neuen Pṛṣṭhas; Monat für Monat werden die überschüssigen [?] Verse genommen; Monat für Monat legen sie eben Kraft hinein, zur Festigung der Monate. Danach gehen sie Monat für Monat zu neuen Pṛṣṭhas; deshalb nehmen die Pflanzen anschließend ihre Frucht auf. Das Kuh-Sattra fürwahr ist das Jahr, die Halbmonate das Paar in der Mitte, mit dem Götterpfad eben die Kraft – dreizehn.
Wort für Wort
gāvo
die Kühe
vā
fürwahr
etathsattramāsatāśṛṅgāḥ
vollzogen dieses Sattra, hornlos
satīḥ
seiend
śṛṅgāṇi
Hörner
no
uns
jāyantā
sollen wachsen
iti
so [mit dem Wunsch]
kāmena
aus Verlangen
tāsāṃ
ihrer
daśa
zehn
māsā
Monate
niṣaṇṇā
saßen sie
āsannatha
waren sie; dann
śṛṅgānyajāyanta
wuchsen ihnen Hörner
tā
sie
udatiṣṭhannarāthsmetyatha
erhoben sich: „wir sind gelangt“, so [sagten sie]; dann
yāsāṃ
denen
nājāyanta
keine wuchsen
tāḥ
diese
saṃvathsaramāptvodatiṣṭhannarāthsmeti
das Jahr erreicht habend erhoben sich: „wir sind gelangt“, so
yāsāṃ
denen
cājāyanta
und wuchsen
yāsāṃ
denen
ca
und
na
nicht
tā
diese
ubhayīrudatiṣṭhannarāthsmeti
beide [Gruppen] erhoben sich: „wir sind gelangt“, so
gosattraṃ
das Kuh-Sattra
vai
ist ja
saṃvathsaro
das Jahr
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsaḥ
wissend
saṃvathsaramupayantyṛdhnuvantyeva
das Jahr-Sattra feiert, gedeiht eben
tasmāttūparā
deshalb der Rest-Bruchteil [?]
vārṣikau
der beiden Regen-
māsau
Monate
partvā
ringsum [?]
carati
wandert er
sattrābhijitagg
das Sattra-Erobern
hyasyai
denn dieser [Jahreszeit]
tasmāthsaṃvathsarasado
deshalb [wird] vom Jahressattra-Sitzenden
yatkiṃca
was auch immer
gṛhe
im Haus
kriyate
getan wird
tadāptamavaruddhamabhijitaṃ
dies zu einem Erreichten, Zurückgehaltenen, Erobertem
kriyate
gemacht
samudraṃ
ein Meer
vā
fürwahr
ete
diese
pra
durch-
plavante
-schwimmen
ye
die welche
saṃvathsaramupayanti
das Jahr-Sattra feiern
yo
wer
vai
nämlich
samudrasya
des Meeres
pāraṃ
das jenseitige Ufer
na
nicht
paśyati
sieht
na
nicht
vai
ja
sa
der
tata
von dort
udeti
geht auf
saṃvathsaro
das Jahr
vai
ist ja
samudrastasyaitatpāraṃ
das Meer; dessen jenseitiges Ufer [sind]
yadatirātrau
die Atirātras
ya
wer
evaṃ
so
vidvāṃsaḥ
wissend
saṃvathsaramupayantyanārtā
das Jahr-Sattra feiert, notleidlos
evodṛcaṃ
eben zum Aufsteigen
gacchantīyaṃ
gelangt er; diese (Welt)
vai
ist ja
pū?rvo'tirātro'sāvuttaro
der erste Atirātra; jenes der spätere
manaḥ
[ist] das Denken
pūrvo
der erste [ist]
vāguttaraḥ
die Rede; der spätere
prāṇaḥ
[ist] der Atem
pūrvo'pāna
der erste [ist] der Einatem
uttaraḥ
der spätere [ist]
prarodhanaṃ
das Fortwachsen [?]
pūrva
der erste [ist]
udayanamuttaro
der Aufgang; der spätere [ist]
jyotiṣṭomo
das Jyotiṣṭoma
vaiśvānaro'tirātro
das Vaiśvānara-Atirātra
bhavati
es ist
jyotireva
eben das Licht
purastāddadhate
setzen sie voran
suvargasya
der Himmelswelt
lokasyānukhyātyai
zum Erschauen
caturviṃśaḥ
das Vierundzwanzig-Stoma
prāyaṇīyo
[als] Anfangs-Tag
bhavati
gibt es
caturviṃśatirardhamāsāḥ
vierundzwanzig Halbmonate
saṃvathsaraḥ
[sind] ein Jahr
prayanta
die Anfangenden
eva
eben
saṃvathsare
im Jahr
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
tasya
dessen
trīṇi
drei
ca
und
śatāni
hundert
ṣaṣṭiśca
und sechzig
stotrīyāstāvatīḥ
Stotriya-Verse, so viele
saṃvathsarasya
des Jahres
rātraya
wie die Nächte
ubhe
beide
eva
eben
saṃvathsarasya
des Jahres
rūpe
Erscheinungsformen
āpnuvanti
erlangen sie
te
sie
sa2ṃsthityā
mit der Vollendung
ariṣṭyā
zur Unversehrtheit
uttarairahobhiścaranti
mit den späteren Tagen gehen sie
ṣaḍahā
Sechstagesabschnitte
bhavanti
gibt es
ṣaḍvā
sechs ja
ṛtavaḥ
sind die Jahreszeiten
saṃvathsara
das Jahr
ṛtuṣveva
eben in den Jahreszeiten
saṃvathsare
im Jahr
prati
fest
tiṣṭhanti
stehen sie
gauścāyuśca
die Kuh und das Leben
madhyataḥ
in der Mitte
stomau
[sind] die beiden Stomas
bhavataḥ
es gibt
saṃvathsarasyaiva
eben des Jahres
tanmithunaṃ
dieses Paar
madhyato
in die Mitte
dadhati
legen sie
prajananāya
zur Fortpflanzung
jyotirabhito
Licht an beiden Enden
bhavati
gibt es
vimocanameva
eben die Loslösung
tacchandāgsyeva
dies; eben von den Versmaßen
tadvimokaṃ
zu dieser Loslösung
yantyatho
gehen sie; ferner
ubhayato
auf beiden Seiten
jyotiṣaiva
eben mit Licht
ṣaḍahena
mit dem Sechstagesabschnitt
suvargaṃ
zur Himmels-
lokaṃ
-welt
yanti
gehen sie
brahmavādino
die Kenner des heiligen Wortes
vadantyāsate
sagen: sie sitzen [im Sattra]
kena
womit
yantīti
gehen sie? So [fragen sie]
devayānena
auf dem Götterpfad
patheti
[auf diesem] Weg; so [sollte man sagen]
brūyācchandāṃsi
man sollte sagen: die Versmaße
vai
sind ja
devayānaḥ
der Götterpfad
panthā
Weg
gāyatrī
die Gāyatrī
triṣṭubjagatī
die Triṣṭubh, die Jagatī
jyotirvai
Licht ist ja
gāyatrī
die Gāyatrī
gaustriṣṭugā?yurjagatī
die Kuh die Triṣṭubh, das Leben die Jagatī
yadete
dass es diese
stomā
Stomas
bhavanti
gibt
devayānenaiva
eben auf dem Götterpfad
tatpathā
diesem Weg
yanti
gehen sie
samānaṃ
gleich [ist]
sāma
das Sāman
bhavati
es ist
devaloko
der Götterwelt
vai
gehört ja
sāma
das Sāman
devalokādeva
eben von der Götterwelt [aus]
na
nicht
yantyanyā
gehen sie zu einer anderen
anyā
und wieder anderen
ṛco
die Ṛcs [sind]
bhavanti
verschieden
manuṣyaloko
der Menschenwelt
vā
aber
ṛco
die Ṛc
manuṣyalokādevānyamanyaṃ
gehört ja; eben von der Menschenwelt [aus] zu einer anderen und wieder anderen
gāvo vā etathsattramāsatāśṛṅgāḥ satīḥ śṛṅgāṇi siṣāsantīstāsāṃ daśa māsā niṣaṇṇā āsannatha śṛṅgāṇyajāyanta tā abruvannarāthsmottiṣṭhāmāva taṃ kāmamaruthsmahi yena kāmena nyaṣadāmeti tāsāmu tvā abruvannardhā vā yāvatīrvāsāmahā evemau dvādaśau māsau saṃvathsaraṃ saṃ pādyottiṣṭhāmeti tāsāṃ dvādaśe māsi śṛṅgāṇi prāvartanta śraddhayā vāśraddhayā vā tā imā yāstūparā ubhayyo vāva tā ārdhnuvan, yāśca śṛṅgāṇyasanvan yāścorjamavāruṃdhatardhnoti daśasu māsūttiṣṭhannṛdhnoti dvādaśasu ya evaṃ veda padena khalu vā ete yanti vindati khalu vai padena yantadvā etadṛddhamayanaṃ tasmādetadgosani tiṣṭhāmeti tāsāṃ tasmāddve ca
Die Kühe fürwahr vollzogen dieses Sattra, obwohl hornlos, weil sie sich Hörner verschaffen wollten. Zehn Monate saßen sie darin; dann wuchsen ihnen Hörner. Sie sagten: „Wir wollen uns erheben, da wir nun diesen Wunsch erlangt haben, um dessentwillen wir uns niedergesetzt hatten.“ Zu diesen sagte man aber [?]: „Es sind noch Hälften übrig, so viele Monate wie diese Tage ausmachen [?]; erst wenn diese zwölf Monate das Jahr vollendet haben, wollen wir uns erheben.“ Im zwölften Monat drehten sich ihnen die Hörner, sei es aus Glauben, sei es aus Unglauben. Diese, die dabei nur teilweise übrig blieben [?], gediehen beide Male gleichermaßen; sowohl die, denen Hörner wurden, als auch die, die nur die Kraft sicherten, gedeihen. Wer sich in zehn Monaten erhebt, gedeiht; wer erst in zwölf, gedeiht ebenso, sofern er dies weiß. Mit dem Fuß-Schritt fürwahr gehen diese; mit dem Fuß-Schritt fürwahr findet man es; danach geht man dieses gediehene Vorwärtskommen; deshalb ist dies ein Kuh-Gewinn. „Wir wollen uns erheben“ – deshalb gilt für diese: zwei.
Wort für Wort
gāvo
die Kühe
vā
fürwahr
etathsattramāsatāśṛṅgāḥ
dieses Sattra vollzogen sie, hornlos
satīḥ
seiend
śṛṅgāṇi
Hörner
siṣāsantīstāsāṃ
sich verschaffen wollend; ihrer
daśa
zehn
māsā
Monate
niṣaṇṇā
saßen sie
āsannatha
waren sie; dann
śṛṅgāṇyajāyanta
wuchsen ihnen Hörner
tā
sie
abruvannarāthsmottiṣṭhāmāva
sie sagten: wir wollen uns erheben, da wir erlangt haben
taṃ
diesen
kāmamaruthsmahi
Wunsch, den wir erlangt haben
yena
um dessentwillen
kāmena
Wunsch
nyaṣadāmeti
wir uns niedergesetzt hatten. So [sagten sie]
tāsāmu
zu diesen aber
tvā
[man sprach] [?]
abruvannardhā
sagte man: Hälften
vā
[sind noch übrig]
yāvatīrvāsāmahā
so viele, wie diese Tage [ausmachen] [?]
evemau
eben diese
dvādaśau
zwölf
māsau
Monate
saṃvathsaraṃ
das Jahr
saṃ
voll-
pādyottiṣṭhāmeti
-endet haben, wollen wir uns erheben. So [sagte man]
prathame māsi pṛṣṭhānyupa yanti madhyama upa yantyuttama upa yanti tadāhuryāṃ vai trirekasyāhna upasīdanti dahraṃ vai sāparābhyāṃ dohābhyāṃ duhe'tha kutaḥ sā dhokṣyate yāṃ dvādaśa kṛtva upasīdantīti saṃvathsaraṃ saṃ pādyottame māsi sakṛtpṛṣṭhānyupeyustadyajamānā yajñaṃ paśūnava ruṃdhate samudraṃ vā ete'navāramapāraṃ pra plavante ye saṃvathsaramupayanti yadbṛhadrathaṃtare anvarjeyuryathā madhye samudrasya plavamanvarjeyustādṛktadanuthsargaṃ bṛhadrathaṃtarābhyāmitvā pratiṣṭhāṃ gacchanti sarvebhyo vai kāmebhyaḥ saṃdhirduhe tadyajamānāḥ sarvānkāmānava ruṃdhate samudraṃ vai catustriṃśacca
Im ersten Monat gehen sie zu den ersten Pṛṣṭhas, in der Mitte zu den mittleren, am Ende zu den letzten. Dazu heißt es: Die Kuh, die man am selben Tag dreimal aufsucht, gibt bei beiden Melkungen nur wenig [?]; wie sollte sie dann noch etwas geben, wenn man sie zwölfmal aufsucht? Deshalb sollen sie erst nach Vollendung des Jahres, im letzten Monat, einmal zu den Pṛṣṭhas gehen; damit sichern sich die Opferherren Opfer und Vieh. Ein Meer ohne diesseitiges und jenseitiges Ufer durchschwimmen diejenigen, die das Jahressattra feiern. Würden sie mit Bṛhat und Rathaṃtara fortfahren [?], so wäre es, als verließe man mitten im Meer ein Floß [?] – ebenso wäre es hier; deshalb gelangen sie, indem sie nach diesem Vorbild mit Bṛhat und Rathaṃtara hindurchgehen, zu festem Grund. Aus allen Wünschen heraus wird die Zusammenkunft gemolken; dadurch sichern sich die Opferherren alle Wünsche. Das Meer – vierunddreißig.
Wort für Wort
prathame
im ersten
māsi
Monat
pṛṣṭhānyupa
Pṛṣṭhas-heran
yanti
gehen sie
madhyama
in der Mitte
upa
heran
yantyuttama
gehen sie-zuletzt
upa
heran
yanti
gehen sie
tadāhuryāṃ
dazu-sagen sie-die [rel.]
vai
nämlich
trirekasyāhna
dreimal-eines-Tages
upasīdanti
suchen sie auf
dahraṃ
wenig [?]
vai
nämlich
sāparābhyāṃ
sie-mit beiden anderen
dohābhyāṃ
mit beiden Melkungen
duhe'tha
wird gemolken-dann
kutaḥ
woher
sā
sie
dhokṣyate
wird gemolken werden
yāṃ
die [rel.]
dvādaśa
zwölf
kṛtva
-mal
upasīdantīti
suchen sie auf-so
saṃvathsaraṃ
das Jahr
saṃ
vollständig [Präverb]
pādyottame
vollendet habend-im letzten
māsi
Monat
sakṛtpṛṣṭhānyupeyustadyajamānā
einmal-zu den Pṛṣṭhas-mögen sie gehen-dadurch-die Opferherren
samānya ṛco bhavanti manuṣyaloko vā ṛco manuṣyalokādeva na yantyanyadanyathsāma bhavati devaloko vai sāma devalokādevānyamanyaṃ manuṣyalokaṃ pratyavarohanto yanti jagatīmagra upa yanti jagatīṃ vai chandāṃsi pratyavarohantyāgrayaṇaṃ grahā bṛhatpṛṣṭhāni trayastriṃśa2ṃ stomāstasmājjyāyāṃsaṃ kanīyānpratyavarohati vaiśvakarmaṇo gṛhyate viśvānyeva tena karmāṇi yajamānā ava ruṃdhata ādityo gṛhyata iyaṃ vā aditirasyāmeva prati tiṣṭhantyanyo'nyo gṛhyete mithunatvāya prajātyā avāntaraṃ vai daśarātreṇa prajāpatiḥ prajā asṛjata yaddaśarātro bhavati prajā eva tadyajamānāḥ sṛjanta etāṃ ha vā udaṅkaḥ śaulbāyanaḥ sattrasyarddhimuvāca yaddaśarātro yaddaśarātro bhavati sattrasyardhyā atho yadeva pūrveṣvahassu viloma kriyate tasyaivaiṣā śāntiḥ ādityastasyaiva dve ca
Gleichartig sind die Ṛcs; der Menschenwelt gehört ja die Ṛc – eben von der Menschenwelt aus gehen sie nicht weiter. Verschieden dagegen ist das Sāman; der Götterwelt gehört ja das Sāman – eben von der Götterwelt aus gehen sie, indem sie zur Menschenwelt zurücksteigen, immer wieder zu einer anderen Welt. Zuerst gehen sie zur Jagatī über; die Jagatī ist ja die Versmaße – so geschieht es beim Zurücksteigen. Das Āgrayaṇa wird als Graha genommen, dazu die Bṛhat-Pṛṣṭhas und die Dreiunddreißig-Stomas; deshalb steigt das Größere zum Kleineren herab. Das Vaiśvakarmaṇa-Gefäß wird ergriffen – eben damit sichern sich die Opferherren alle Werke. Der Āditya-Graha wird ergriffen; diese Erde ist ja Aditi – eben in ihr stehen sie fest. Beide, einer nach dem anderen, werden ergriffen, zur Paarbildung, zur Fortpflanzung. Im nahegelegenen Zehn-Nächte-Opfer schuf Prajāpati die Geschöpfe; dass es ein Zehn-Nächte-Ritus ist, dadurch erschaffen die Opferherren eben die Geschöpfe. Dies verkündete Udaṅka Śaulbāyana als das Gedeihen des Sattras: „Dass es ein Zehn-Nächte-Ritus ist, dass es ein Zehn-Nächte-Ritus ist, dient dem Gedeihen des Sattras.“ Und was auch immer an den vorhergehenden Tagen verkehrt getan wurde, dafür ist eben dies die Beruhigung. Der Āditya – dessen sind es zwei.
Wort für Wort
samānya
gleichartig
ṛco
die Ṛcs
bhavanti
sind sie
manuṣyaloko
die Menschenwelt
vā
ja
ṛco
die Ṛc
manuṣyalokādeva
von der Menschenwelt-eben
na
nicht
yantyanyadanyathsāma
gehen sie [weiter]-ein je anderes-Sāman
bhavati
ist
devaloko
die Götterwelt
vai
ja
sāma
das Sāman
devalokādevānyamanyaṃ
von der Götterwelt-eben-zu einer je anderen [Welt]
Wenn zwei Soma-Pressungen an einer besonderen Nacht zusammen gepresst werden sollen, soll man den Morgenanuvāka beginnen; der frühere [Anuvāka] nimmt sich der Rede an, der frühere der Gottheiten, der frühere der Versmaße. Man soll den Vṛṣaṇvatī-Vers als Antwortstrophe verwenden; von der Morgenpressung an entzieht er ihnen eben den Indra-Anteil. Ferner heißt es auch: „Am Anfang jeder Pressung soll man dies tun“ – vom Anfang jeder Pressung an entzieht er ihnen eben den Indra-Anteil, zum Übergang und zum Verweilen. Man spricht svāhā zur Gāyatrī, zur Triṣṭubh, zur Jagatī, zur Anuṣṭubh, zur Paṅkti, zum Überwältigen. Die Versmaße sind ja der Übergang und das Verweilen; eben mit den Versmaßen entzieht er ihnen deren Versmaße. Das Sajanīya-Lied, das Vihavya-Lied, das Kayāśubhīya-Lied des Agastya – so viel gibt es nur, wie viel vorhanden ist; genau so viel entzieht er ihnen davon. Wenn beim Morgen-Somatrank der Krug zerspringen sollte, sollen sie mit den Viṣṇu-Versen und den Śipiviṣṭavatī-Versen preisen; was auch immer vom Opfer übrigbleibt [?], das übertrifft eben den Viṣṇu Śipiviṣṭa; dieser Śipiviṣṭa-Viṣṇu, der Überschüssige, verleiht damit eben Überschuss; und durch den Überschüssigen sichern sie sich, nachdem sie den Überschuss erlangt haben. Wenn er am Mittag zerspringen sollte, sollen sie das Vaṣaṭ-Ruf-Sāman als Schlussgesang verwenden; der Vaṣaṭ-Ruf ist ja die Festigung des Opfers – eben dadurch bringen sie es zur Festigung. Geschieht dies beim dritten Somatrank, gilt eben dasselbe; mit den Versmaßen entzieht er ihnen eben ihren Anteil – neunzehn minus eins (achtzehn) [?].
Wort für Wort
yadi
wenn
somau
zwei Soma[-Pressungen]
saṃsutau
zusammen gepresst
syātāṃ
sollten sein
mahati
an einer großen
rātriyai
Nacht
prātaranuvākamupākuryātpūrvo
den Morgenanuvāka-sollte beginnen-der Frühere
vācaṃ
der Rede
pūrvo
der Frühere
devatāḥ
der Gottheiten
pūrvaśchandāṃsi
der Frühere-der Versmaße
vṛṅkte
nimmt sich an/entzieht
vṛṣaṇvatīṃ
den Vṛṣaṇvatī-Vers
pratipadaṃ
als Antwortstrophe
kuryātprātaḥ
sollte machen-am Morgen
savanādevaiṣāmindraṃ
von der Pressung-eben-deren-Indra[-Anteil]
vṛṅkte'tho
entzieht-ferner
khalvāhuḥ
auch-sagen sie
savanamukhe
am Anfang der Pressung
savanamukhe
am Anfang der Pressung
kāryeti
sollte man tun-so
savanamukhāthsavanamukhādevaiṣāmindraṃ
vom Anfang der Pressung-vom Anfang der Pressung-eben-deren-Indra[-Anteil]
vṛṅkte
entzieht er
saṃveśāyopaveśāya
zum Übergang-zum Verweilen
gāyatriyāstriṣṭubho
zur Gāyatrī-zur Triṣṭubh
jagatyā
zur Jagatī
anuṣṭubhaḥ
zur Anuṣṭubh
paṅktyā
zur Paṅkti
abhibhūtyai
zum Überwältigen
svāhā
svāhā [Opferruf]
chandāṃsi
die Versmaße
vai
ja
saṃveśa
der Übergang
upaveśaśchandobhirevaiṣāṃ
das Verweilen-mit den Versmaßen-eben-deren
chandāṃsi
die Versmaße
vṛṅkte
entzieht er
sajanīyaṃ
das Sajanīya-Lied
śasyaṃ
das [Rezitations-]Lied
vihavyaṃ
das Vihavya-Lied
śasyamagastyasya
das Lied-des Agastya
kayāśubhīyaṃ
das Kayāśubhīya-Lied
śasyametāvadvā
das Lied-so viel-ja
asti
gibt es
yāvadetadyāvadevāsti
wie viel-dies-wie viel-eben-ist
tadeṣāṃ
davon-deren
vṛṅkte
entzieht er
yadi
wenn
prātaḥ
am Morgen
savane
bei der Pressung
kalaśo
der Krug
dīryeta
zerspringen sollte
vaiṣṇavīṣu
mit den Viṣṇu-Versen
śipiviṣṭavatīṣu
mit den Śipiviṣṭavatī-Versen
stuvīran,
sollten sie preisen
yadvai
was-ja
yajñasyātiricyate
vom Opfer-bleibt übrig [?]
viṣṇuṃ
den Viṣṇu
tacchipiviṣṭamabhyati
das-den Śipiviṣṭa-darüber hinaus
ricyate
übertrifft
tadviṣṇuḥ
dieser-Viṣṇu
śipiviṣṭo'tirikta
Śipiviṣṭa-der Überschüssige
evātiriktaṃ
eben-Überschuss
dadhātyatho
verleiht-ferner
atiriktenaivātiriktamāptvāva
durch den Überschüssigen-eben-den Überschuss-erlangt habend-ab [Präverb]
Mit Sechstagesabschnitten vollenden sie die Monate und entlassen sie wieder, denn mit Sechstagesabschnitten überblicken sie die Monate vollständig. Mit Halbmonaten vollenden sie die Monate und entlassen sie wieder, denn mit Halbmonaten überblicken sie die Monate vollständig. Mit dem Neumond vollenden sie die Monate und entlassen sie wieder, denn mit dem Neumond überblicken sie die Monate vollständig. Mit dem Vollmond vollenden sie die Monate und entlassen sie wieder, denn mit dem Vollmond überblicken sie die Monate vollständig. Wer eingießt, wenn das Gefäß voll ist, der gießt nur weg; wer aber, wenn es voll ist, daraus schöpft, legt Atem in dieses Gefäß. Dass sie mit dem Vollmond die Monate vollendet entlassen, heißt: sie legen eben dem Jahr selbst den Atem hinein; danach atmen die Sattra-Teilnehmer. Würden sie die Monate an einem falschen Tag entlassen, so würde, wie ein aufgeblasener Schlauch zerplatzt, das Jahr zerplatzen, und sie gerieten in Not. Dass sie mit dem Vollmond die Monate vollendet entlassen, heißt: sie legen eben dem Jahr den Aufwärtsatem hinein; danach atmen die Sattra-Teilnehmer aufwärts und geraten nicht in Not. Am Vollmond ist fürwahr der Somatrank der Götter; dass sie mit dem Vollmond die Monate vollendet entlassen, steigen sie eben mit dem Opfer der Götter zum Opfer hinab. Sie zerschneiden fürwahr das Opfer, wenn sie den fortlaufenden Sechstagesabschnitt an einem falschen Tag entlassen; deshalb berühren sie ein Prajāpati-geweihtes Opfertier – Prajāpati ist ja alle Gottheiten –, eben mit den Gottheiten setzen sie das Opfer fort. Diejenigen, die an den betreffenden Somatrank-Tagen entlassen, gehen fürwahr richtig vor; der vierte Somatrank ist ja gleichsam wie dieser reguläre. Was ein Sāṃnāyya-Opfer ist, damit eben leiten sie den Somatrank ein; nachdem sie die Priester zusammengerufen haben, verzehren sie es, denn sie selbst sind ja jetzt die Somatrinker. Ganz nach ihrem eigenen Wohnsitz gehen fürwahr die Gottheiten, die Anteil am Somatrank haben, zu denen, die die Monate entlassen; diese opfern nach jeder Pressung Reiskuchen. Ganz nach ihrem Wohnsitz sichern sie sich eben die somatrank-anteiligen Gottheiten: Acht-Scherben-Kuchen bei der Morgenpressung, Elf-Scherben-Kuchen bei der Mittagspressung, Zwölf-Scherben-Kuchen bei der dritten Pressung – eben damit sichern sie sich, nachdem sie die Versmaße erreicht haben. Den Allgötter-Grützebrei opfern sie beim dritten Somatrank; der dritte Somatrank ist ja allgöttlich – eben damit gehen sie zum dritten-Somatrank-Opfer. Sie schöpfen aufwärts, an dem Tag, an dem sie die Monate entlassen, nachdem sie die Versmaße erreicht haben – fünfzehn.
Wort für Wort
ṣaḍahairmāsānthsaṃ
mit Sechstagesabschnitten-die Monate-vollständig [Präverb]
„Soll man entlassen oder nicht entlassen?“ – darüber streiten die Kenner des heiligen Wortes. Die einen sagen dazu: „Man soll nur entlassen, und zwar am Neumond und am Vollmond“ – denn diese beiden Tage tragen ja das Opfer. Die anderen aber sagen: „Man soll nicht nur an diesen entlassen, sondern an denen, die einen zwischenzeitlichen Anteil am Opfer erhalten haben.“ Zur ersten Vyaṣṭakā-Nacht sagen manche: „Dann soll man entlassen“, denn dieser Monat ist ja die Trennung. Sie sollen nicht am nicht vorgesehenen [?] Tag entlassen; würden sie am vorgesehenen Tag entlassen, wie könnte es dann sein, dass es mitten in einem Sechstagesabschnitt, bei erneuter Wiederholung [?], zusammentrifft? Dann sollen sie, nachdem sie mit den Sechstagesabschnitten die Monate vollendet haben, erst an dem siebten Tag entlassen; dabei sollen sie dem Agni Vasumant einen Acht-Scherben-Reiskuchen darbringen, dem Indra ein Sauermilch-Opfer, dem Indra Marutvant einen Elf-Scherben-Reiskuchen, den Allgöttern einen Zwölf-Scherben-Kuchen. Die Morgenpressung gehört ja dem Agni Vasumant; dass sie dem Agni Vasumant einen Acht-Scherben-Reiskuchen opfern, machen sie eben diese Gottheit zur Anteilhabenden; mit acht [Scherben] gehen sie zum Somatrank. Dass es beim Indra ein Sauermilch-Opfer ist, dadurch bringen sie Indra nicht von seinem rechtmäßigen Anteil ab; Indra Marutvants Anteil ist ja die Mittagspressung; dass sie dem Indra Marutvant einen Elf-Scherben-Reiskuchen opfern, machen sie eben diese Gottheit zur Anteilhabenden; mit elf [Scherben] gehen sie zum Somatrank. Der Allgötter, die mit den Ṛbhus versehen sind, Anteil ist ja der dritte Somatrank; dass sie den Allgötter-Zwölf-Scherben-Kuchen opfern, machen sie eben diese Gottheiten zu Anteilhabenden; mit zwölf [Scherben] gehen sie zum Somatrank. Sie berühren ein Prajāpati-geweihtes Opfertier; das Opfer ist ja Prajāpati – zur Verhinderung des Abbruchs des Opfers. Der Umschwung (abhivarta) ist von hier an sechs Monate lang das Brahmasāman; das Brahmasāman ist ja der Umschwung – eben mit dem Brahman-Gesang vollziehen sie den Umschwung zur Himmelswelt hin; denn sonst wäre die Himmelswelt von hier aus gleichsam entgegengesetzt [?]. „Wie ein Vater seinen Söhnen, o Indra, bring uns Tatkraft; hilf uns, Vielgerufener, auf diesem Weg; lebend wollen wir Licht erlangen“ – so rezitiert man, sobald die Zeit von dort an gekommen ist; sechs Monate lang ist es das Brahmasāman; diese Welt ist ja Licht, die Nachkommenschaft ist Licht – eben diese Welt schauend und sie anredend, gehen sie zu ihr. Sie tun nichts Nicht-Vorgeschriebenes „mit zwölf“ – zwanzig.
Wort für Wort
uthsṛjyāṃ3
soll man entlassen [pluti]
nothsṛjyā3
nicht-soll man entlassen [pluti]
miti
-so [Zitatende]
mīmāṃsante
erörtern sie
brahmavādinastadvāhuru?thsṛjyamevetyamāvāsyāyāṃ
die Kenner des heiligen Wortes-dazu-fürwahr-sagen sie-man solle nur entlassen-so-am Neumond
ca
und
paurṇamāsyāṃ
am Vollmond
cothsṛjyamityāhurete
und-man solle entlassen-so-sagen sie-diese
hi
denn
yajñaṃ
das Opfer
vahata
tragen sie beide
iti
so
te
die anderen
tvāva
aber-ja
nothsṛjye
nicht-soll man entlassen
ityāhurye
so-sagen sie-die
avāntaraṃ
den zwischenzeitlichen
yajñaṃ
am Opfer
bhejāte
haben Anteil erhalten
iti
so
yā
die [rel.]
prathamā
erste
vyaṣṭakā
Vyaṣṭakā-Nacht
tasyāmuthsṛjyamityāhureṣa
an dieser-man solle entlassen-so-sagen sie-dieser
vai
fürwahr
māso
Monat
viśara
die Trennung
iti
so
nādiṣṭa
am nicht vorgesehenen [Tag] [?]
muthsṛjeyuryadādiṣṭamuthsṛjeyuryādṛśe
entlassen sollten sie-wenn-am vorgesehenen [Tag]-entlassen würden sie-wie es sein könnte
punaḥ
erneut
paryāplāve
bei der Wiederholung [?]
madhye
in der Mitte
ṣaḍahasya
eines Sechstagesabschnitts
saṃ
zusammen [Präverb]
padyeta
zusammentrifft
ṣaḍahairmāsānthsaṃ
mit Sechstagesabschnitten-die Monate-vollständig [Präverb]
pādya
vollendet habend
yathsaptamamahastasminnuthsṛjeyustadagnaye
an dem-der siebte Tag-an diesem-sollen sie entlassen-dabei-dem Agni
vasumate
dem Vasumant
puroḍāśamaṣṭākapālaṃ
einen Acht-Scherben-Reiskuchen
nirvapeyuraindraṃ
sollen sie darbringen-das Indra[-Opfer]
dadhīndrāya
Sauermilch-dem Indra
marutvate
dem Marutvant
puroḍāśamekādaśakapālaṃ
einen Elf-Scherben-Reiskuchen
vaiśvadevaṃ
den Allgötter-
dvādaśakapālamagnervai
Zwölf-Scherben-Kuchen-des Agni-fürwahr
vasumataḥ
des Vasumant
prātaḥsavanaṃ
die Morgenpressung
yadagnaye
dass-dem Agni
vasumate
dem Vasumant
puroḍāśamaṣṭākapālaṃ
einen Acht-Scherben-Reiskuchen
nirvapanti
opfern sie
devatāmeva
diese Gottheit-eben
tadbhāginīṃ
dadurch-zur Anteilhabenden
kurvanti
machen sie
savanamaṣṭābhirupa
zum Somatrank-mit acht [Scherben]-heran
yanti
gehen sie
yadaindraṃ
dass-das Indra[-Opfer]
dadhi
Sauermilch
bhavatīndrameva
ist-den Indra-eben
tadbhāgadheyānna
dadurch-von seinem Anteil-nicht
cyāvayantīndrasya
bringen sie ab-des Indra
vai
fürwahr
marutvato
des Marutvant
mādhyaṃdinaṃ
die Mittags-
savanaṃ
Pressung
yadindrāya
dass-dem Indra
marutvate
dem Marutvant
puroḍāśamekādaśakapālaṃ
einen Elf-Scherben-Reiskuchen
nirvapanti
opfern sie
devatāmeva
diese Gottheit-eben
tadbhāginīṃ
dadurch-zur Anteilhabenden
kurvanti
machen sie
savanamekādaśabhirupa
zum Somatrank-mit elf [Scherben]-heran
yanti
gehen sie
viśveṣāṃ
der Allgötter
vai
fürwahr
devānāmṛbhumatāṃ
der Götter-die mit den Ṛbhus versehenen
tṛtīyasavanaṃ
der dritte Somatrank
yadvaiśvadevaṃ
dass-den Allgötter-
dvādaśakapālaṃ
Zwölf-Scherben-Kuchen
nirvapanti
opfern sie
devatā
Gottheiten
eva
eben
tadbhāginīḥ
dadurch-zu Anteilhabenden
kurvanti
machen sie
savanaṃ
zum Somatrank
dvādaśabhi
mit zwölf [Scherben]
rupa
heran
yanti
gehen sie
prājāpatyaṃ
das Prajāpati-geweihte
paśumā
das Opfertier
labhante
berühren sie
yajño
das Opfer
vai
fürwahr
prajāpatiryajñasyānanusargāyābhivarta
Prajāpati-des Opfers-zur Verhinderung des Abbruchs-der Umschwung
Als den Göttern, die ans Ende gelangt waren, die indrische Kraft und Stärke entwich, sicherten sie sich diese mit dem Krośa-Ruf; das ist das Krośa-Sein des Krośa: dass man am Ende des Cātvāla mit dem Krośa-Ruf preist. Nachdem sie ans Ende des Opfers gelangt sind, sichern sie sich eben damit die indrische Kraft und Stärke, zum Gedeihen des Sattras. Am Ende des Āhavanīya-Feuers preisen sie; sie machen eben Agni zum Zuschauer und gelangen zum Gedeihen. Am Herzen des Prajāpati, das heißt zwischen den beiden Havirdhāna-Wagen, preisen sie; damit gelangen sie eben zu dessen Zuneigung [?]. Mit dem Śloka-Vers preisen sie vor dem Sadas, mit dem Nach-Śloka hinter dem Sadas; nachdem sie ans Ende des Opfers gelangt sind, werden sie zu Śloka-Anteilhabern. Mit neun Versen singt der Adhvaryu den Udgītha; neun sind ja im Menschen die Atemzüge – eben diese Atemzüge legt er den Opferherren ein; dadurch werden alle indrisch-kräftig, denn eben in die Atemzüge legt er die indrische Kraft. Ohne Unterbrechung singt er den Udgītha; deshalb wendet der Mensch alle anderen Glieder dem Kopf zu; der Kopf allein entspricht nicht dem Fünfzehn-Rathaṃtara – eben damit sichern sie sich die indrische Kraft. Siebzehn Verse gelten als Bṛhat, zur Sicherung der Speise; ferner werden sie eben dadurch geboren. Einundzwanzig Verse gelten als „Bhadram“ unter den zweifüßigen Versen, zur Festigung; dazu singen die Gattinnen, zur Paarbildung, zur Fortpflanzung. Prajāpati schuf die Geschöpfe; er wünschte: „Um diese möchte ich die Königsherrschaft umschreiten.“ Mit dem Rājana-Sāman eben umschritt er die Königsherrschaft um sie; das ist das Rājana-Sein des Rājana: dass es das Rājana-Sāman gibt – eben damit umschreiten die Opferherren die Königsherrschaft um die Geschöpfe. Fünfundzwanzig Verse gibt es zur Erlangung des Prajāpati. Mit fünf Versen preisen sie stehend; eben damit erobern sie die Götterwelt; mit fünf Versen preisen sie sitzend; eben damit erobern sie die Menschenwelt. Zusammen werden es zehn – zehn Silben hat die Virāj, die Virāj ist Speise – eben mittels der Virāj sichern sie sich die Speise. Fünffach niedergesetzt preisen sie; fünf sind die Himmelsrichtungen; in den Himmelsrichtungen stehen sie eben fest; mit je einem Preislied kommen sie in ihnen zusammen; von den Himmelsrichtungen her eben sammeln sie ihre Speise. Mit diesen Versen singt der Udgātṛ; nachdem er von den Himmelsrichtungen her die Speise gesammelt hat, legt er sich Glut ins Selbst. Deshalb hütet der eine Atem alle Glieder; und so wie ein Adler, der auffliegen will, zuerst den Kopf hochreckt, ebenso werden diese Opferherren zu den Höchsten der Geschöpfe. Der Udgātṛ besteigt die Sänfte; eben damit gelangen sie zur Allherrschaft. Der Hotṛ besteigt die Schaukel; eben damit besteigen sie die Höhe des Himmelsgewölbes. Der Adhvaryu besteigt mit dem Kūrca-Büschel das Firmament des Bradhna; so viele Götterwelten es gibt, in eben diesen stehen sie der Reihe nach fest. Ferner machen die Opferherren den Aufstieg selbst zur Brücke, zur vollständigen Erreichung der Himmelswelt, des Sadas. Siebzehn Verse singt er für Prajāpati; er singt von den Himmelsrichtungen her die Speise – elf.
Wort für Wort
devānāṃ
der Götter
vā
fürwahr
antaṃ
ans Ende
jagmuṣāmiṃdriyaṃ
die gelangt waren-die indrische Kraft
vīryamapākrāmattatkrośenāvāruṃdhata
und Stärke-entwich-diese-mit dem Krośa-Ruf-sicherten sie sich
tatkrośasya
das-des Krośa
krośatvaṃ
das Krośa-Sein
yatkrośena
dass-mit dem Krośa-Ruf
cātvālasyānte
des Cātvāla-am Ende
stuvanti
preisen sie
yajñasyaivāntaṃ
des Opfers-eben-Ende
gatveṃdriyaṃ
gelangt seiend-die indrische Kraft
vīryamava
und Stärke-ab [Präverb]
ruṃdhate
sichern sie sich
sattrasyarddhyāhavanīyasyānte
des Sattra-zum Gedeihen-des Āhavanīya-am Ende
stuvantyagnimevopadraṣṭāraṃ
preisen sie-den Agni-eben-zum Zuschauer
kṛtvarddhimupa
gemacht habend-zum Gedeihen-heran
yanti
gehen sie
prajāpater
des Prajāpati
hṛdayena
mit dem Herzen
havirdhāne'ntaḥ
zwischen den Havirdhāna-Wagen-dazwischen
stuvanti
preisen sie
premāṇamevāsya
zur Zuneigung [?]-eben-dessen
gacchanti
gelangen sie
ślokena
mit dem Śloka-Vers
purastāthsadasaḥ
vor-des Sadas
stuvantyanuślokena
preisen sie-mit dem Nach-Śloka
paścādyajñasyaivāntaṃ
hinter-des Opfers-eben-Ende
gatvā
gelangt seiend
ślokabhājo
zu Śloka-Anteilhabern
bhavanti
werden sie
navabhiradhvaryurudgāyati
mit neun [Versen]-der Adhvaryu-singt den Udgītha
nava
neun
vai
fürwahr
puruṣe
im Menschen
prāṇāḥ
die Atemzüge
prāṇāneva
die Atemzüge-eben
yajamāneṣu
in die Opferherren
dadhāti
legt er
sarvā
alle
aindriyo
indrisch-kräftig
bhavanti
werden sie
prāṇeṣveveṃdriyaṃ
in die Atemzüge-eben-die indrische Kraft
dadhatyapratihṛtābhirudgāyati
legt er-mit ununterbrochenen [Versen]-singt er den Udgītha
tasmātpuruṣaḥ
deshalb-der Mensch
sarvāṇyanyāni
alle anderen
śīrṣṇo'ṅgāni
dem Kopf-die Glieder
pratyacati
wendet zu
śira
der Kopf
eva
allein
na
nicht
pañcadaśaṃ
dem Fünfzehn[-Sāman]
rathaṃtaraṃ
dem Rathaṃtara
bhavatīndriyamevāva
entspricht-die indrische Kraft-eben-ab [Präverb]
ruṃdhate
sichern sie sich
saptadaśaṃ
siebzehn [Verse]
bṛhadannādyasyāvaruddhyā
als Bṛhat-der Speise-zur Sicherung
atho
ferner
praiva
hervor-eben
tena
dadurch
jāyanta
werden sie geboren
ekaviṃśaṃ
einundzwanzig [Verse]
bhadraṃ
„Bhadram“
dvipadāsu
unter den zweifüßigen [Versen]
pratiṣṭhityai
zur Festigung
patnaya
die Gattinnen
upa
dazu [Präverb]
gāyanti
singen sie
mithunatvāya
zur Paarbildung
prajātyai
zur Fortpflanzung
prajāpatiḥ
Prajāpati
prajā
die Geschöpfe
asṛjata
schuf
so'kāmayatāsāmahaṃ
er-wünschte-um diese-ich
rājyaṃ
die Königsherrschaft
parīyāmiti
möchte umschreiten-so
tāsāṃ
um diese
rājanenaiva
mit dem Rājana-Sāman-eben
rājyaṃ
die Königsherrschaft
paryaittadrājanasya
umschritt er-das-des Rājana
rājanatvaṃ
das Rājana-Sein
yadrājanaṃ
dass-das Rājana[-Sāman]
bhavati
gibt es
prajānāmeva
der Geschöpfe-eben
tadyajamānā
dadurch-die Opferherren
rājyaṃ
die Königsherrschaft
pari
um... herum [Präverb]
yanti
umschreiten sie
pañcaviṃśaṃ
fünfundzwanzig [Verse]
bhavati
ist es
prajāpate
des Prajāpati
rāptyai
zur Erlangung
pañcabhistiṣṭhantaḥ
mit fünf [Versen]-stehend
stuvanti
preisen sie
devalokamevābhi
die Götterwelt-eben-über [Präverb]
jayanti
erobern sie
pañcabhirāsīnā
mit fünf [Versen]-sitzend
manuṣyalokamevābhi
die Menschenwelt-eben-über [Präverb]
jayanti
erobern sie
daśa
zehn
saṃ
zusammen [Präverb]
padyante
werden es
daśākṣarā
zehn Silben [habend]
virāḍannaṃ
die Virāj-Speise
virāḍvirājaivānnādyamava
die Virāj-mit der Virāj-eben-die Speise-ab [Präverb]
ruṃdhate
sichern sie sich
pañcadhā
fünffach
viniṣadya
niedergesetzt seiend
stuvanti
preisen sie
pañca
fünf
diśo
Himmelsrichtungen
dikṣveva
in den Himmelsrichtungen-eben
prati
fest [Präverb]
tiṣṭhantyekaikayāstutayā
stehen sie-mit je einem-Preislied
samāyanti
kommen sie zusammen
digbhya
von den Himmelsrichtungen
evānnādyaṃ
eben-Speise
saṃbharanti
sammeln sie
tābhirudgātodgāyati
mit diesen-der Udgātṛ-singt
digbhya
von den Himmelsrichtungen
evānnādyaṃ
eben-Speise
saṃbhṛtya
gesammelt habend
teja
Glut
ātmandadhate
ins Selbst-legt er sich
tasmādekaḥ
deshalb-der eine
prāṇaḥ
Atem
sarvāṇyaṅgānyavatyatho
alle-Glieder-hütet-ferner
yathā
wie
suparṇa
ein Adler
utpatiṣyañchira
im Begriff aufzufliegen-den Kopf
uttamaṃ
hoch
kuruta
reckt
evameva
ebenso
tadyajamānāḥ
dadurch-die Opferherren
prajānāmuttamā
der Geschöpfe-die Höchsten
bhavantyāsandīmudgātārohati
werden sie-die Sänfte-der Udgātṛ-besteigt
sāmrājyameva
zur Allherrschaft-eben
gacchanti
gelangen sie
pleṅkhaṃ
die Schaukel
hotā
der Hotṛ
nākasyaiva
des Himmelsgewölbes-eben
pṛṣṭhaṃ
die Höhe
rohanti
besteigen sie
kūrcāvadhvaryurbradhnasyaiva
mit dem Kūrca-Büschel-der Adhvaryu-des Bradhna-eben
Mit dem Arkya-Lied schuf Prajāpati zu Tausenden die Geschöpfe; für sie sicherte er sich damit die saftige, fadenziehende Nahrung [?] (Iḍā). Dass es das Arkya gibt, erschaffen die Opferherren eben dadurch die Geschöpfe; es gibt das Ilānda-Opfer [?] – für die erschaffenen Geschöpfe eben sichern sie sich die saftige, fadenziehende Nahrung. Deshalb: in dem Jahr, in dem das Sattra gedeiht, sind sie in diesem Jahr nicht hungerbedürftig [?]; die Geschöpfe erhalten Speisegenuss, denn sie nehmen sich dann die Kraft. In dem Jahr aber, in dem es misslingt, sind sie in diesem Jahr hungerbedürftig [?]; die Geschöpfe erhalten keinen Speisegenuss, denn sie nehmen sich nicht die Kraft, und sie stoßen einen Klageschrei [?] aus. So wie Tiere, die sich von einer Fessel befreien, einen Klageschrei ausstoßen, ebenso stoßen diese Opferherren, indem sie sich von der Götterfessel befreien, einen Klageschrei aus, während sie Speisegenuss und Kraft in sich selbst hineinlegen. Der Pfeil [?] wird hundertfädig; er wird zum Bild für den hundertjährigen, hundertkräftigen Menschen; im Lebensalter eben stehen sie fest in ihrer indrischen Kraft. Sie laufen ein Wettrennen, zum Gewinn des noch nicht Gewonnenen. Sie schlagen die Trommeln; die höchste Stimme fürwahr ist die in der Trommel – eben die höchste Stimme sichern sie sich. Sie schlagen die Erdtrommel; eben diejenige Stimme, die in diese Erde eingedrungen ist, sichern sie sich; ferner erobern sie eben diese; alle Stimmen sprechen dann Rede – zur Sicherung aller Rede. Mit feuchter Haut spannen sich die beiden Wettkämpfer an, zur Sicherung der indrischen Kraft. Der eine schreit, der andere lobt; wer schreit, reinigt eben diese Opferherren, wer lobt, legt eben in die Gereinigten Speise. Fürwahr, diese sichern sich sowohl das von den Ṛṣis Geschaffene als auch das von den Göttern Geschaffene mittels der früheren Monate. Dass es die Bhūta-Sāmans [?] gibt, dient der Sicherung beider Arten. Fürwahr, diese, die das Jahr-Sattra feiern, gehen zum ersten Tag, der ein Paar-Tag ist; innerhalb des Opferaltars entsteht dann ein Paar; eben damit gehen sie zum Paar. Misslungen, hungerbedürftig [?] sind die Geschöpfe in diesem Jahr; ebenso die höchsten – dreißig.
Wort für Wort
arkyeṇa
mit dem Arkya-Lied
vai
fürwahr
sahasraśaḥ
zu Tausenden
prajāpatiḥ
Prajāpati
prajā
die Geschöpfe
asṛjata
schuf
tābhya
für diese
ilāndenerāṃ
mit dem Ilānda [?]-die saftige [Nahrung]
lūtāmavāruṃdha
die fadenziehende [Nahrung]-sicherte er sich
yadarkyaṃ
dass-das Arkya[-Lied]
bhavati
gibt es
prajā
die Geschöpfe
eva
eben
tadyajamānāḥ
dadurch-die Opferherren
sṛjanta
erschaffen sie
ilāndaṃ
das Ilānda-Opfer [?]
bhavati
gibt es
prajābhya
für die Geschöpfe
eva
eben
sṛṣṭābhya
für die erschaffenen
irāṃ
die saftige [Nahrung]
lūtāmava
die fadenziehende [Nahrung]-ab [Präverb]
ruṃdhate
sichern sie sich
tasmādyāṃ
deshalb-in welchem [Jahr]
samāṃ
Jahr
sattraṃ
das Sattra
samṛddhaṃ
gedeiht
kṣodhukāstāṃ
nicht hungerbedürftig [?]-für dieses
samāṃ
Jahr
prajā
die Geschöpfe
iṣagg
Speisegenuss
hyāsāmūrjamādadate
denn-deren-die Kraft-nehmen sie sich
yāṃ
in welchem [rel.]
samāṃ
Jahr
vyṛddhamakṣodhukāstāṃ
misslungen-hungerbedürftig [?]-für dieses
samāṃ
Jahr
prajā
die Geschöpfe
na
nicht
hyāsāmiṣamūrjamādadata
denn-deren-Speisegenuss-Kraft-nehmen sie sich
utkrodaṃ
einen Klageschrei [?]
kurvate
stoßen sie aus
yathā
so wie
bandhānmumucānā
von der Fessel-sich befreiend
utkrodaṃ
einen Klageschrei
kurvata
stoßen sie aus
evameva
ebenso
tadyajamānā
dadurch-die Opferherren
devabandhānmumucānā
von der Götterfessel-sich befreiend
utkrodaṃ
einen Klageschrei
kurvata
stoßen sie aus
iṣamūrjamātmandadhānā
Speisegenuss-Kraft-ins Selbst-hineinlegend
vāṇaḥ
der Pfeil [?]
śatatanturbhavati
hundertfädig-wird
śatāyuḥ
der hundertjährige
puruṣaḥ
der Mensch
śateṃdriya
der hundertkräftige
āyuṣyevendriye
im Lebensalter-eben-in der indrischen Kraft
prati
fest [Präverb]
tiṣṭhantyājiṃ
stehen sie fest-ein Wettrennen
dhāvantyanabhijitasyābhijityai
laufen sie-des noch nicht Gewonnenen-zum Gewinn
dundubhīnthsamāghnanti
die Trommeln-schlagen sie
paramā
die höchste
vā
fürwahr
eṣā
diese
vāgyā
Stimme-die
dundubhau
in der Trommel
paramāmeva
die höchste-eben
vācamava
die Stimme-ab [Präverb]
ruṃdhate
sichern sie sich
bhūmidundubhimā
die Erdtrommel-heran
ghnanti
schlagen sie
yaivemāṃ
die-eben-in diese
vākpraviṣṭā
die Stimme-eingedrungene
tāmevāva
diese-eben-ab [Präverb]
ruṃdhate'tho
sichern sie sich-ferner
imāmeva
diese-eben
jayanti
erobern sie
sarvā
alle
vāco
Stimmen
vadanti
sprechen sie
sarvāsāṃ
aller
vācāmavaruddhyā
der Reden-zur Sicherung
ārdre
feuchte [Haut]
carmanvyāyacchete
mit der Haut-spannen sich beide an
indriyasyāvaruddhyā
der indrischen Kraft-zur Sicherung
ānyaḥ
der eine
krośati
schreit
prānyaḥ
der andere
śaṃsati
lobt
ya
wer
ākrośati
schreit
punātyevainānthsa
reinigt-eben-diese-der
yaḥ
wer
praśaṃsati
lobt
pūteṣvevānnādyaṃ
in die Gereinigten-eben-Speise
dadhātyṛṣikṛtaṃ
legt-das von den Ṛṣis Geschaffene
ca
und
vā
fürwahr
ete
diese
devakṛtaṃ
das von den Göttern Geschaffene
ca
und
pūrvairmāsairava
mit den früheren Monaten-ab [Präverb]
ruṃdhate
sichern sie sich
yadbhūtecchadāṃ
dass-der Bhūta-Sāmans [?]
sāmāni
die Sāmans
bhavantyubhayasyāvaruddhyai
gibt es-beider-zur Sicherung
yanti
gehen sie
vā
fürwahr
ete
diese
mithunādye
zum ersten Paar-Tag
saṃvathsaramupayantyantarvedi
das Jahr[sattra]-feiern sie-innerhalb des Opferaltars
Sie zerreißen die Haut; eben damit zerreißen sie deren Übel. „Du sollst nicht zu weit fortgehen, du sollst nicht zu weit auseinandergehen“ – so spricht man; eben damit zerteilen sie einträchtig deren Übel. Nachdem sie Wasserkrüge aufgestellt haben, tanzen die Dienerinnen rings um die Mārjālī-Stätte [?] herum; sie stampfen mit den Füßen und singen von „Honig“; Honig ist ja der Götter höchste Speise – eben diese höchste Speise sichern sie sich dadurch. Sie stampfen mit den Füßen; eben damit legen sie in diese Riten Fülle hinein. Die Haut – neunundvierzig minus eins (achtundvierzig) [?].
Der Erde svāhā! Dem Luftraum svāhā! Dem Himmel svāhā! Dem Sich-Entzündenden [?] svāhā! Dem Sich-Zusammenballenden svāhā! Dem Zusammengeballten svāhā! Dem Bald-Trüben [?] svāhā! Dem Wolkig-Werdenden svāhā! Dem Bewölkten svāhā! Der Wolke svāhā! Dem Nebel svāhā! Dem Dunst [?] svāhā! Dem Wolkenzug [?] svāhā! Dem Dahinziehenden [?] svāhā! Dem Bald-Blitzenden svāhā! Dem Blitzenden svāhā! Dem Zusammen-Blitzenden svāhā! Dem Bald-Donnernden svāhā! Dem Donnernden svāhā! Dem Heftig-Donnernden svāhā! Dem Bald-Regnenden svāhā! Dem Regnenden svāhā! Dem Beregnenden svāhā! Dem Rings-Beregnenden svāhā! Dem Zusammen-Regnenden svāhā! Dem Nach-Regnenden svāhā! Dem Bald-Sprühenden [?] svāhā! Dem Sprühenden svāhā! Dem Besprühten svāhā! Dem Bald-Tröpfelnden svāhā! Dem Tröpfelnden svāhā! Dem Ringsum-Tröpfelnden svāhā! Dem Bald-Sich-Erhebenden svāhā! Dem Sich-Erhebenden svāhā! Dem Erhobenen svāhā! Dem Sich-Entzündenden svāhā! Dem Auseinander-Ziehenden svāhā! Dem Zerstreuten svāhā! Dem Bald-Erhitzenden svāhā! Dem Erhitzenden svāhā! Dem Heftig-Erhitzenden svāhā! Den Ṛcs svāhā! Den Yajus-Sprüchen svāhā! Den Sāmans svāhā! Den Aṅgiras-Liedern svāhā! Den Veden svāhā! Den Gāthās svāhā! Den Nārāśaṃsī-Liedern svāhā! Den Raibhī-Liedern svāhā! Allem svāhā! Dem Zusammen-Regnenden und den Raibhī-Liedern svāhā – zwei.
Dem Bezahnten svāhā! Dem Zahnlosen svāhā! Dem Atmenden svāhā! Dem Atemlosen svāhā! Dem Mundbegabten svāhā! Dem Mundlosen svāhā! Dem Nasenbegabten svāhā! Dem Nasenlosen svāhā! Dem Augenbegabten svāhā! Dem Augenlosen svāhā! Dem Ohrenbegabten svāhā! Dem Ohrenlosen svāhā! Dem Kopfbegabten svāhā! Dem Kopflosen svāhā! Dem Fußbegabten svāhā! Dem Fußlosen svāhā! Dem Atmenden svāhā! Dem Nicht-Atmenden svāhā! Dem Redenden svāhā! Dem Nicht-Redenden svāhā! Dem Sehenden svāhā! Dem Nicht-Sehenden svāhā! Dem Hörenden svāhā! Dem Nicht-Hörenden svāhā! Dem Geistbegabten svāhā! Dem Geistlosen svāhā! Dem Samenbegabten svāhā! Dem Samenlosen svāhā! Den Nachkommen svāhā! Der Fortpflanzung svāhā! Dem Haarbegabten svāhā! Dem Haarlosen svāhā! Der Haut svāhā! Dem Hautlosen svāhā! Dem Fellbegabten svāhā! Dem Felllosen svāhā! Dem Blutbegabten svāhā! Dem Blutlosen svāhā! Dem Fleischbegabten svāhā! Dem Fleischlosen svāhā! Den Sehnen svāhā! Dem Sehnenlosen svāhā! Dem Knochenbegabten svāhā! Dem Knochenlosen svāhā! Dem Markbegabten svāhā! Dem Marklosen svāhā! Dem Gliederbegabten svāhā! Dem Gliederlosen svāhā! Dem Beseelten svāhā! Dem Unbeseelten svāhā! Allem svāhā! Dem Geistbegabten und dem Unbeseelten svāhā – zwei.
„Wer schirrt dich an? Der soll dich anschirren! Viṣṇu soll dich anschirren, zum Gedeihen dieses Opfers – für mich, zur Verneigung, für jenen Wunsch, für das Leben dich, für den Einatem dich, für den Ausatem dich, für den Zwischenatem dich, für das Aufleuchten dich, für den Reichtum dich, für die Gabe dich, für den Ruf dich, für das Gedeihen dich, für den Fernruf [?] dich, für den Anstoß [?] dich – wer dich anschirrt“ – achtunddreißig.
Dem Agni Gāyatra, dem Trivṛt, dem Rathaṃtara, dem Frühlingshaften ein Acht-Scherben-Kuchen; dem Indra Traiṣṭubha, dem Fünfzehn-Stoma, dem Bārhata, dem Sommerlichen ein Elf-Scherben-Kuchen; den Allgöttern, den Jāgata, den Siebzehn, den Vairūpa, den Regenzeitlichen ein Zwölf-Scherben-Kuchen; dem Mitra-und-Varuṇa-Paar, den Ānuṣṭubha, den Einundzwanzig, den Vairāja, den Herbstlichen eine Milchgrütze; dem Bṛhaspati, dem Pāṅkta, dem Dreißigfach-Neun [?], dem Śākvara, dem Winterlichen ein Grützebrei; dem Savitṛ, dem Āticchandas-artigen, dem Dreiunddreißig, dem Raivata, dem Spätwinterlichen ein Zwölf-Scherben-Kuchen; der Aditi, der Gattin des Viṣṇu, ein Grützebrei; dem Agni Vaiśvānara ein Zwölf-Scherben-Kuchen; der Anumati ein Grützebrei; dem Gott Ka eine Ein-Scherben-Opfergabe. Dem Agni, der Aditi, der Anumati – siebenundvierzig.
Wort für Wort
agnaye
dem Agni
gāyatrāya
Gāyatra
trivṛte
dem Trivṛt
rāthaṃtarāya
dem Rathaṃtara
vāsantāyāṣṭākapāla
dem Frühlingshaften-ein Acht-Scherben-Kuchen
indrāya
dem Indra
traiṣṭubhāya
Traiṣṭubha
pañcadaśāya
dem Fünfzehn-Stoma
bārhatāya
dem Bārhata
graiṣmāyaikādaśakapālo
dem Sommerlichen-ein Elf-Scherben-Kuchen
viśvebhyo
den Allen
devebhyo
den Göttern
jāgatebhyaḥ
den Jāgata
saptadaśebhyo
den Siebzehn
vairūpebhyo
den Vairūpa
vārṣikebhyo
den Regenzeitlichen
dvādaśakapālo
ein Zwölf-Scherben-Kuchen
mitrāvaruṇābhyāmānuṣṭubhābhyāmekaviṃśābhyāṃ
dem Mitra-und-Varuṇa-Paar-den Ānuṣṭubha-den Einundzwanzig
Was am Agni weggenommen wird [als Opfertier], und was König Soma ist – für diese beiden gibt es das Gastfreundschafts-Opfer, nämlich das, was Agnīṣomīya heißt. Dies aber ist Rudra, der aufgehäuft wird; wenn man, sobald das Feuer zum aufgehäuften Feuer geworden ist, diese Opfergaben nicht darbringt, wird eben dieser Rudra unbesänftigt, erhebt sich und schädigt Nachkommenschaft und Vieh des Opferherrn. Wenn man, sobald es zum aufgehäuften Feuer geworden ist, diese Opfergaben darbringt, besänftigt man ihn eben durch seinen Anteil; dann erhebt sich Rudra nicht unbesänftigt und schädigt nicht Nachkommenschaft und Vieh. Es gibt zehn Opfergaben – neun sind ja im Menschen die Atemzüge, der Nabel der zehnte – eben die Atemzüge legt er dem Opferherrn ein; ferner hat die Virāj zehn Silben, die Virāj ist Speise – eben mittels der Virāj steht er fest in der Speise. „Durch die Jahreszeiten, die Versmaße, die Stomas und die Pṛṣṭhas soll er wahrgenommen werden“, so heißt es; dass man diese Opfergaben darbringt, häuft man ihn eben durch die Jahreszeiten, Versmaße, Stomas und Pṛṣṭhas auf. „Den Himmelsrichtungen, durch seine Gebärstärke, zum Sieg“, so heißt es; dass man diese Opfergaben darbringt, geschieht zum Sieg über die Himmelsrichtungen. Mit eben diesem Opfer ließen die Götter den Indra opfern; deshalb ist es der Indra-Antrieb; mit diesem ließ Manu die Menschen opfern [?]; deshalb ist es der Manu-Antrieb. Wie es für Indra bei den Göttern galt, wie für Manu bei den Menschen, so ist es auch jetzt, wenn einer, der dies weiß, mit diesem Opferakt opfert. Es gibt himmelsrichtungsbezogene Voranrufungsverse, zum Sieg über alle Himmelsrichtungen. Unbesänftigt, mit Gebärstärke – einundvierzig.
yaḥ prāṇato nimiṣato mahitvaika idrājā jagato babhūva | ya īśe asya dvipadaścatuṣpadaḥ kasmai devāya haviṣā vidhema yaḥ prāṇato dyaurādityo'ṣṭā triṃśat
Der durch seine Größe der alleinige König der atmenden, blinzelnden Welt geworden ist, der über dieses Zweifüßige und Vierfüßige herrscht – welchem Gott sollen wir mit der Opfergabe dienen? Der der Atmenden, der Himmel, der Āditya – achtunddreißig.
Der Selbst-Gebende, Kraft-Gebende, dessen Gebot alle Wesen verehren, dessen Gebot die Götter befolgen; dessen Schatten das Unsterbliche, dessen Schatten der Tod ist – welchem Gott sollen wir mit der Opfergabe dienen? Der Selbstgebende, der Erde, Agni – neununddreißig minus eins (achtunddreißig).
O heiliges Wort! Es soll ein Brahmane geboren werden, der Weisheitsglut besitzt, in diesem Reich; ein Kriegeradel soll geboren werden, ein Pfeilschütze [?], ein Held, der einen großen Wagen fährt; eine melkende Kuh, ein lasttragender Zugochse, ein schnelles Ross, eine reichbegabte Frau, ein siegreicher Wagenkämpfer, ein Versammlungswürdiger, ein Jüngling – dieses Opferherrn Held soll geboren werden; zu jeder Zeit soll uns Parjanya Regen spenden; fruchtbringend sollen uns die Pflanzen reifen; Erwerb und Besitzerhalt sollen uns gelingen. O heiliges Wort – einundvierzig minus eins (vierzig).
Der preisgekrönte Renner ist zur Erde geschritten; der preisgekrönte Renner machte Agni zum Gefährten, der preisgekrönte Renner, der Läufer! Der preisgekrönte Renner ist zum Luftraum geschritten; der preisgekrönte Renner machte Vāyu zum Gefährten, der preisgekrönte Renner, der Läufer! Der preisgekrönte Renner ist zum Himmel geschritten; der preisgekrönte Renner machte Sūrya zum Gefährten, der preisgekrönte Renner, der Läufer! „Agni ist dein, o Preisgekrönter; ich schirre dich an; dich ergreifend, bringe mich glücklich hindurch!“ „Vāyu ist dein, o Preisgekrönter; ich schirre dich an; dich ergreifend, bringe mich glücklich hindurch!“ „Āditya ist dein, o Preisgekrönter; ich schirre dich an; dich ergreifend, bringe mich glücklich hindurch!“ „Du bist der Halter des Einatems; festige mir den Einatem! Du bist der Halter des Zwischenatems; festige mir den Zwischenatem! Du bist der Halter des Ausatems; festige mir den Ausatem! Du bist das Auge; lege mir das Auge ein! Du bist das Gehör; lege mir das Gehör ein! Du bist das Leben; lege mir das Leben ein! Vāyu ist dein, o Preisgekrönter; ich schirre dich an; dich ergreifend, bringe mich glücklich hindurch!“ – dreiundvierzig.
Wort für Wort
ākrān,
ist geschritten,
vājī
der preisgekrönte Renner
pṛthivīmagniṃ
zur Erde-Agni
yujamakṛta
zum Gefährten-machte
vājyarvākrān,
der preisgekrönte Renner-der Läufer-ist geschritten,
Der Same ist geboren; der Regnende ist Parjanya, der Reifer die Feldfrucht, gut fruchtend sind die Pflanzen – nach eigener Ordnung [?]; wandelnd [?] ist diese Erde, leicht zu besitzen [?] ist Agni, nach eigener Herrschaft [?] der Luftraum, leicht zu reinigen [?] der Sich-Läuternde (Soma), leicht zu verweilen [?] der Himmel; heilsam brennt jene Sonne; wie zuvor sind Tag und Nacht, die fünfzehnfachen Halbmonate, die dreißigfachen Monate, festgesetzt die Jahreszeiten, beruhigt das Jahr. Der Same ist geboren – einunddreißig.
Der Āgneya-Anteil ist ein Acht-Scherben-Kuchen; der Saumya ein Grützebrei; der Sāvitra ein Acht-Scherben-Kuchen; der Pauṣṇa ein Grützebrei; der Raudra ein Grützebrei; dem Agni Vaiśvānara ein Zwölf-Scherben-Kuchen. Wenn die Zeit nicht bei Mṛgaśiras [?] einträfe, opfere man dem Agni Aṃhomuc, dem von Bedrängnis Befreienden, einen Acht-Scherben-Kuchen; die Saurya-Milch-Opfergabe; dem Vāyavya den Ājyabhāga (Butteranteil). Der Āgneya – vierundzwanzig.
Dem Agni Aṃhomuc ein Acht-Scherben-Kuchen; dem Indra Aṃhomuc ein Elf-Scherben-Kuchen; dem Mitra-Varuṇa-Paar Āgomuc [?] eine Milchgrütze; dem Vāyu-Sāvitra-Paar Āgomuc ein Grützebrei; dem Aśvin-Paar Āgomuc Röstkörner; den Marut Enomuc, den vom Vergehen Befreienden, ein Sieben-Scherben-Kuchen; den Allgöttern Enomuc ein Zwölf-Scherben-Kuchen; der Anumati ein Grützebrei; dem Agni Vaiśvānara ein Zwölf-Scherben-Kuchen; dem Himmel-und-Erde-Paar Aṃhomuc ein Zwei-Scherben-Kuchen. Dem Agni Aṃhomuc, der Anumati, dem Himmel-und-Erde-Paar – dreißig.
Dem Agni verneigte sie sich, der Erde verneigte sich Agni; so wie sich Agni vor der Erde verneigte, so sollen sich mir gute Verneigungen verneigen! Dem Vāyu verneigte sie sich, dem Luftraum verneigte sich Vāyu; so wie sich Vāyu vor dem Luftraum verneigte, so soll es mir ergehen. Der Sonne verneigte sie sich, dem Himmel verneigte sich die Sonne; so wie sich die Sonne vor dem Himmel verneigte, so soll es mir ergehen. Dem Mond verneigte sie sich, den Sternbildern verneigte sich der Mond; so wie sich der Mond vor den Sternbildern verneigte, so soll es mir ergehen. Dem Varuṇa verneigte sie sich, den Wassern verneigte sich Varuṇa; so wie sich Varuṇa vor den Wassern verneigte, so soll es mir ergehen. Dem Sāman verneigte sie sich, der Ṛc verneigte sich das Sāman; so wie sich das Sāman vor der Ṛc verneigte, so soll es mir ergehen. Dem heiligen Wort verneigte sie sich, der Kriegermacht verneigte sich das Brahman; so wie sich das Brahman vor der Kriegermacht verneigte, so soll es mir ergehen. Dem König verneigte sie sich, dem Volk verneigte sich der König; so wie sich der König vor dem Volk verneigte, so soll es mir ergehen. Dem Wagen verneigte sie sich, den Pferden verneigte sich der Wagen; so wie sich der Wagen vor den Pferden verneigte, so soll es mir ergehen. Dem Prajāpati verneigte sie sich, den Geschöpfen verneigte sich Prajāpati; so wie sich Prajāpati vor den Geschöpfen verneigte, so sollen sich mir gute Verneigungen verneigen! Den Wassern verneigte sie sich; so wie mir – vier.
ye te panthānaḥ savitaḥ pūrvyāso'reṇavo vitatā antarikṣe | tebhirno adya pathibhiḥ sugebhī rakṣā ca no adhi ca deva brūhi ye te catuścatvāriṃśat
Deine Wege, o Savitṛ, die uralten, staublosen, im Luftraum ausgespannten – mit diesen Wegen, den guten Bahnen, beschütze uns heute und sprich Segen über uns, o Gott! Deine Wege – vierundvierzig.
Wer den Kopf des Opferpferdes kennt, wird kopfreich und opferwürdig. Die Morgenröte ist ja der Kopf des Opferpferdes, die Sonne das Auge, der Wind der Atem, der Mond das Gehör, die Himmelsrichtungen die Füße, die Zwischenrichtungen die Rippen, Tag und Nacht der Lidschlag, die Halbmonate die Gelenke, die Monate die Verbindungsfugen, die Jahreszeiten die Glieder, das Jahr der Rumpf, die Strahlen die Haare, die Sternbilder die Gestalt, die Sterne die Knochen, die Wolkenluft das Fleisch, die Pflanzen die Körperhaare, die Bäume die Schweifhaare, Agni das Maul, Vaiśvānara der geöffnete Rachen, das Meer der Bauch, der Luftraum der After, Himmel und Erde die beiden Hoden, der Preßstein das Glied, Soma der Same. Wenn es gähnt [?], dann blitzt es; wenn es sich schüttelt, dann donnert es; wenn es harnt, dann regnet es; seine Stimme – das Wiehern – ist eben zugleich die Donnerstimme. Der Tag ist die Größe des geborenen Pferdes, die zuerst entsteht; die Nacht ist diese Größe, die danach entsteht. Diese beiden Größen sind rings um das Pferd entstanden. Als Renner trug es die Götter, als Läufer die Asuras, als Preisgekrönter die Gandharvas, als Pferd die Menschen. Das Meer ist ja der Mutterschoß des Pferdes; das Meer trug den geöffneten Rachen – zwölf.