yuñjānaḥ prathamaṃ manastatvāya savitā dhiyaḥ | agniṃ jyotirnicāyya pṛthivyā adhyābharat || yuktvāya manasā devānthsuvaryato dhiyā divam | bṛhajjyotiḥ kariṣyataḥ savitā pra suvāti tān || yuktena manasā vayaṃ devasya savituḥ save | suvargeyāya śaktyai || yuñjate mana uta yuñjate dhiyo viprā viprasya bṛhato vipaścitaḥ | vi hotrā dadhe vayunāvideka in mahī devasya savituḥ pariṣṭutiḥ || yuje vāṃ brahma pūrvyaṃ namobhirvi ślokā yanti pathyeva sūrāḥ | śṛṇvanti viśve amṛtasya putrā ā ye dhāmāni divyāni tasthuḥ || yasya prayāṇamanvanya idyayurdevā devasya mahimānamarcataḥ | yaḥ pārthivāni vimame sa etaśo rajāṃsi devaḥ savitā mahitvanā || deva savitaḥ pra suva yajñaṃ pra suva yajñapatiṃ bhagāya divyo gandharvaḥ | ketapūḥ ketaṃ naḥ punātu vācaspatirvācamadya svadāti naḥ || imaṃ no deva savitaryajñaṃ pra suva devāyuvaṃ sakhividaṃ satrājitaṃ dhanajitaṃ suvarjitam || ṛcā stomaṃ samardhaya gāyatreṇa rathaṃtaram | bṛhadgāyatravartani idyajñaṃ pra suva nārirānuṣṭubhena tvā chaṃdasā trīṇi ca
Zuerst spannt Savitṛ seinen Geist zum Sein an, dann die Gedanken. Nachdem er Agni als Licht wahrgenommen hatte, brachte er ihn von der Erde herbei. Mit dem Geist hat er die Götter angeschirrt, die zur Sonnenwelt fahren, und lenkt nun mit Gedanken den Himmel; Savitṛ, der großes Licht bewirken wird, treibt sie an. Mit angeschirrtem Geist erstreben wir, angeregt vom Gott Savitṛ, die Fähigkeit, zur Sonnenwelt zu gelangen. Sie schirren den Geist an, ja, sie schirren die Gedanken an – die redekundigen Männer des hohen, weisheitskundigen Savitṛ; einer von ihnen, der die rechten Zeiten und Maße kennt, hat die Opferrufe verteilt – groß ist ringsum das Lob des Gottes Savitṛ. Ich schirre euch beiden das uralte heilige Wort mit Verehrungen an; wie Wege ziehen die Lobrufe dahin; alle Söhne der Unsterblichkeit, die die himmlischen Wohnstätten innehaben, hören zu. Dem, dessen Auszug die anderen Götter nachfuhren, dessen Größe sie besingen – der die irdischen Räume ausgemessen hat, dieser Etaśa, der „Renner“, der Gott Savitṛ, durchmisst die Räume durch seine Größe. O Gott Savitṛ, treibe das Opfer an, treibe den Opferherrn an zum Glück, du himmlischer Gandharva; der Zeichen-Reiniger [?] reinige unser Zeichen, unsere Absicht, der Herr des Wortes mache heute unser Wort wohlschmeckend. Dieses unser Opfer, o Gott Savitṛ, treibe an – das göttliche, das Freund-findende, das Ganz-Gewinnende, das Schätze-Gewinnende, das Sonnenlicht-Gewinnende. Mit dem Vers verstärke den Preisgesang, mit dem Gāyatra-Metrum das Rathaṃtara-Sāman; mit dem hohen Gāyatra-Pfad [?] treibe hier das Opfer an; mit dem Nāri-[?]-Metrum und mit dem Anuṣṭubh-Metrum treibe dich an – und drei [wohl eine überlieferte Pada-Zählangabe, kein Mantratext].
Diesen Zügel der Wahrheitsordnung ergriffen einst im Leben, bei den Opferversammlungen, die weisen Seher; mit ihm gelangten die Götter zum ausgepressten Soma, indem sie die Melodie der Wahrheitsordnung, den Lauf, ertönen ließen [?]. Eile voran, o Renner, laufe die weiteste Bahn entlang, dem Jahreslauf gemäß; im Himmel ist deine höchste Geburt, im Luftraum dein Nabel, auf der Erde dein Schoß. Schirrt ihr beide den Esel an für diese Fahrt, ihr beiden Herren voll stierhafter Kraft und Gut, ihn, der Agni herbeibringt und unseren Wunsch erfüllt. Bei jeder Anschirrung rufen wir den in jedem Kampf Stärkeren, den Freund Indra, zum Beistand an. Eile voran! Denn niedersteigend [befreie uns] von Vorwürfen [?]; komm her, Wohltäter, dem Gaṇapati-Wesen des Rudra angehörig [?]; durchziehe den weiten Luftraum und schaffe Heil, Weideland und Furchtlosigkeit. Zusammen mit Pūṣan als Gefährten: Komm her von der gemeinsamen Stätte der Erde zu Agni Purīṣya, dem Aṅgiras-artigen! Wir wollen zu Agni Purīṣya, dem Aṅgiras-artigen, kommen; wir werden Agni Purīṣya, den Aṅgiras-artigen, herbeibringen; wir bringen Agni Purīṣya, den Aṅgiras-artigen, herbei. Agni hat der Reihe nach den Anfang der Morgenröten erschaut, der Reihe nach die Tage – er, der zuerst Geborene, der alle Wesen kennt; der Reihe nach die Strahlen der Sonne an vielen Orten, der Reihe nach hat er Himmel und Erde durchspannt. Nachdem du, o Renner, herangekommen bist, schüttle alle Bedränger von dir ab; an der großen gemeinsamen Stätte erblickt er Agni mit dem Auge und erkennt ihn. Nachdem du, o Renner, die Erde bestiegen hast, suche Agni mit deinem Glanz; sprich zu uns, von der Erde umgeben, von wo wir graben sollen. Der Himmel ist dein Rücken, die Erde deine gemeinsame Stätte, das Selbst der Luftraum, das Meer dein Schoß; nachdem du mit dem Auge Umschau gehalten hast, tritt den Angreifern entgegen. Steige empor zu großem Glück von dieser Stätte, o Schätzegeber, Renner; wir möchten in der Gunst der Erde sein, wenn wir Agni in ihrem Schoß ausgraben. Es stieg empor der schätzegebende Renner, herwärts gewandt; er schuf den wohlgetanen Ort der Erde; von dort wollen wir Agni mit schönem Aussehen graben, indem wir zur Sonne, zum höchsten Firmament, emporsteigen. Ihr göttlichen Wasser, spendet die honigreichen für die Nachkommenschaft, damit sie frei von Schwindsucht sei; von ihrer Stätte sollen sich die Pflanzen mit schönen Früchten erheben. Ich entfache Agni mit Geist und mit Schmelzbutter, ihn, der alle Wesen erblickt, den breiten, quer ausgedehnten, durch seine Lebenskraft hochragenden, den weitreichenden [?], die Speise, den Ungestümen, der alles erkennt. Ich entfache dich mit Wort und Schmelzbutter, du frei von bösen Geistern; nimm das mit deinem Geist wohlgefällig an; von schöner, jugendlicher Pracht, begehrenswerter Farbe, ist Agni – man rührt ihn mit dem Körper nicht an, ihn, der in sich erregt ist. Ringsum hat der Herr der Kampfkraft, der weise Agni, die Opfergaben durchschritten und hält Kleinode für den Spender bereit. Wir wollen dich, o Agni, ringsum als Burg, als redekundigen Seher, als gewaltigen betrachten, den von grimmiger Farbe, den Tag für Tag Zerbrecher der leicht Zerbrechlichen; eilend voran stehe der Sonne entgegen – ich entfache den Zerbrecher – und zwanzig.
Wort für Wort
imāmagṛbhṇanraśanāmṛtasya
diesen Zügel der Wahrheit ergriffen sie
pūrva
einst
āyuṣi
im Leben
vidatheṣu
bei den Opferversammlungen
kavyā
die weisen Seher
|
(Verstrenner)
tayā
mit ihm
devāḥ
die Götter
sutamā
zum ausgepressten (Soma) hin
babhūvurṛtasya
gelangten; der Wahrheitsordnung
sāmanthsaramārapantī
die Melodie, den Lauf, ertönen lassend [?]
||
(Versende)
pratūrtaṃ
voran eilend
vājinnā
o Renner
drava
laufe
variṣṭhāmanu
die weiteste (Bahn) entlang
saṃvatam
dem Jahreslauf gemäß
|
(Verstrenner)
divi
im Himmel
te
dein
janma
Geburt
paramamantarikṣe
die höchste; im Luftraum
nābhiḥ
der Nabel
pṛthivyāmadhi
auf der Erde
yoniḥ
der Schoß
||
(Versende)
yuñjāthāṃ
schirrt ihr beide an
rāsabhaṃ
den Esel
yuvamasmin
ihr beide; für diese
yāme
Fahrt
vṛṣaṇvasū
ihr beiden stierkräftigen Herren
|
(Verstrenner)
agniṃ
Agni (Akk.)
bharantamasmayum
der herbeibringt; unseren Wunsch erfüllend
||
(Versende)
yogeyoge
bei jeder Anschirrung
tavastaraṃ
den Stärkeren
vājevāje
bei jedem Kampf
havāmahe
rufen wir an
|
(Verstrenner)
sakhāya
den Freund
indramūtaye
Indra; zum Beistand
||
(Versende)
pratūrva
eile voran
nne
(Partikel) [?]
hyavakrāmannaśastī
denn niedersteigend, von Vorwürfen [?]
rudrasya
des Rudra
gāṇapatyānmayobhūrehi
dem Gaṇapati-Wesen angehörig [?]; als Wohltäter komm her
|
(Verstrenner)
urvantarikṣamanvihi
den weiten Luftraum entlang geh
svastigavyūtirabhayāni
Heil, Weideland, Furchtlosigkeit
kṛṇvan
schaffend
||
(Versende)
pūṣṇā
mit Pūṣan
sayujā
als Gefährten
saha
zusammen
|
(Verstrenner)
pṛthivyāḥ
der Erde
sadhasthādagniṃ
von der gemeinsamen Stätte; zu Agni
purīṣyamaṅgirasvadacchehyagniṃ
Purīṣya, den Aṅgiras-artigen, komm her, Agni
purīṣyamaṅgirasvadacchemo'gniṃ
Purīṣya, den Aṅgiras-artigen, wir wollen kommen, Agni
purīṣyamaṅgirasvadbhariṣyāmo'gniṃ
Purīṣya, den Aṅgiras-artigen, werden wir bringen, Agni
purīṣyamaṅgirasvadbharāmaḥ
Purīṣya, den Aṅgiras-artigen, bringen wir herbei
||
(Versende)
anvagniruṣasāmagramakhyadanvahāni
der Reihe nach hat Agni den Anfang der Morgenröten erschaut, der Reihe nach die Tage
Auf den Antrieb des Gottes Savitṛ, mit den Armen der beiden Aśvin, mit den Händen des Pūṣan grabe ich dich, Agni Purīṣya, den Aṅgiras-artigen, an der gemeinsamen Stätte der Erde aus. Dich, o Agni, den lichtvollen, von schönem Aussehen, der mit unermüdlichem Glanz leuchtet, den heilsamen für die Nachkommenschaft, den Nichtschädigenden, grabe ich, Agni Purīṣya, den Aṅgiras-artigen, an der gemeinsamen Stätte der Erde aus. Der Rücken der Gewässer bist du, der breite, weite; Agni wird dich, den zuletzt zu bringenden, tragen [?]; breite dich aus, größer werdend, groß, zum Lotus [?] hin, mit dem Maß des Himmels, mit Weite. Ihr beide seid Schutz und Rüstung, unversehrt und reichlich, beide; ihr, die auszudehnenden, möget euch zusammen kleiden und den Agni Purīṣya tragen. Ihr beide möget euch zusammen kleiden, die Sonnenlicht findenden, vereint, mit Brust und mit dem eigenen Wesen, indem ihr Agni in euch tragt, den lichtvollen, unermüdlichen. Purīṣya, der „im Schwemmland Befindliche“, bist du, der Allestragende. Atharvan hat dich als Erster herausgequirlt, o Agni. Dich, o Agni, hat Atharvan aus dem Lotus [?] herausgequirlt, aus dem Haupt allen Opferpriestertums. Dich hat der Seher Dadhyañc, der Sohn des Atharvan, entzündet, den Vṛtra-Töter, den Burgenzerstörer. Dich hat der stierhaft-kräftige Pāthya entzündet, den größten Dasyu-Töter, der bei jedem Kampf Beute gewinnt. Setze dich, o Hotṛ, in deiner eigenen Stätte nieder, kundig; setze das Opfer nieder im Schoß des wohlgetanen Werks; als Gott will ich die Götter aufsuchen, mit der Opfergabe will ich, o Agni, opfern; dem Opferherrn verleihe hohe Lebenskraft. Nieder setzt sich der Hotṛ auf dem Sitz des Hotṛ, kundig, glühend, leuchtend, wird er sitzen, wohlgeschickt; unbetrüglichem Gelübde treu, fürsorglich, der beste Priester Vasiṣṭha, tausendfältig bringend, mit reiner Zunge ist Agni. Setz dich nieder, groß bist du, glühe – als bester Göttereinlader [?]; entfalte den Rauch, o Agni, den rötlichen, opferwürdigen; sende ihn, gepriesen, wohlansehnlich – setze dich, entzünde dich – und siebenundzwanzig.
Wort für Wort
devasya
des Gottes
tvā
dich
savituḥ
Savitṛ (Gen.)
prasave'śvinorbāhubhyāṃ
auf den Antrieb; der beiden Aśvin, mit den Armen
pūṣṇo
des Pūṣan
hastābhyāṃ
mit den Händen
pṛthivyāḥ
der Erde
sadhasthe'gniṃ
an der gemeinsamen Stätte; Agni
purīṣyamaṅgirasvatkhanāmi
Purīṣya, den Aṅgiras-artigen, grabe ich aus
||
(Versende)
jyotiṣmantaṃ
den lichtvollen
tvāgne
dich, o Agni
supratīkamajasreṇa
von schönem Aussehen; mit unermüdlichem
bhānunā
Glanz
dīdyānam
der leuchtet
|
(Verstrenner)
śivaṃ
den heilsamen
prajābhyo'hiṃsantaṃ
für die Nachkommenschaft; den Nichtschädigenden
pṛthivyāḥ
der Erde
sadhasthe'gniṃ
an der gemeinsamen Stätte; Agni
purīṣyamaṅgirasvatkhanāmi
Purīṣya, den Aṅgiras-artigen, grabe ich aus
||
(Versende)
apāṃ
der Gewässer
pṛṣṭhamasi
der Rücken; bist du
saprathā
der breite
urvagniṃ
weite; Agni (Akk.)
bhariṣyadaparāvapiṣṭham
wird tragen; den zuletzt zu bringenden [?]
|
(Verstrenner)
vardhamānaṃ
größer werdend
maha
groß
ā
hin
ca
und
puṣkaraṃ
zum Lotus [?]
divo
des Himmels
mātrayā
mit dem Maß
variṇā
mit Weite
prathasva
breite dich aus
||
(Versende)
śarma
Schutz
ca
und
stho
seid ihr beide
varma
Rüstung
ca
und
stho
seid ihr beide
acchidre
unversehrt
bahule
reichlich
ubhe
beide
|
(Verstrenner)
vyacasvatī
ihr beiden auszudehnenden
saṃ
zusammen
vasāthāṃ
möget ihr euch kleiden
bhartamagniṃ
tragt; Agni
purīṣyam
Purīṣya
||
(Versende)
saṃ
zusammen
vasāthāṃ
möget ihr euch kleiden
suvarvidā
die beiden Sonnenlicht-findenden
samīcī
vereint
urasā
mit der Brust
tmanā
mit dem eigenen Wesen
|
(Verstrenner)
agnimantarbhariṣyantī
Agni; in euch; tragend
jyotiṣmantamajasramit
den lichtvollen, unermüdlichen, wahrlich
||
(Versende)
purīṣyo'si
Purīṣya; bist du
viśvabharāḥ
der Allestragende
|
(Verstrenner)
atharvā
Atharvan
tvā
dich
prathamo
als Erster
niramanthadagne
hat herausgequirlt, o Agni
||
(Versende)
tvāmagne
dich, o Agni
puṣkarādadhyatharvā
aus dem Lotus [?]; Atharvan
niramanthata
hat herausgequirlt
|
(Verstrenner)
mūrdhno
aus dem Haupt
viśvasya
allen
vāghataḥ
Opferpriestertums
||
(Versende)
tamu
diesen, ja
tvā
dich
dadhyaṅṅṛṣiḥ
der Seher Dadhyañc
putra
der Sohn
īdhe
hat entzündet
atharvaṇaḥ
des Atharvan
|
(Verstrenner)
vṛtrahaṇaṃ
den Vṛtra-Töter
puraṃdaram
den Burgenzerstörer
||
(Versende)
tamu
diesen, ja
tvā
dich
pāthyo
der Pāthya
vṛṣā
der stierhaft-kräftige
samī
hat entzündet
dhe
-entzündet
dasyuhantamam
den größten Dasyu-Töter
|
(Verstrenner)
dhanaṃjayaṃ
der Beute gewinnt
raṇeraṇe
bei jedem Kampf
||
(Versende)
sīda
setze dich nieder
hotaḥ
o Hotṛ
sva
in deiner eigenen
u
ja
loke
Stätte
cikitvānthsādayā
kundig; setze nieder
yajñaṃ
das Opfer
sukṛtasya
des wohlgetanen (Werks)
yonau
im Schoß
|
(Verstrenner)
devāvīrdevān
als Gott möge ich aufsuchen; die Götter
haviṣā
mit der Opfergabe
yajāsyagne
will ich opfern, o Agni
bṛhadyajamāne
dem Opferherrn, hohe (Lebenskraft)
vayo
Lebenskraft
dhāḥ
verleihe
||
(Versende)
ni
nieder
hotā
der Hotṛ
hotṛṣadane
auf dem Sitz des Hotṛ
vidānastveṣo
kundig; glühend
dīdivāṃ
leuchtend
asadathsudakṣaḥ
wird sitzen; wohlgeschickt
|
(Verstrenner)
adabdhavratapramatirvasiṣṭhaḥ
unbetrüglichem Gelübde treu, fürsorglich; Vasiṣṭha, der Beste
Dir möge Vāyu Mātariśvan das Herz zusammenfügen, das aufgerichtete, das gelöst war; wer unter den Göttern mit dem Atem wandelt, dem, o Göttin, gelte der Vaṣaṭ-Ruf, dir. Wohlgeboren mit dem Licht, mit Schutz und Zuflucht magst du dich zur Sonnenwelt setzen; kleide dich, o Agni, mit dem allgestaltigen Gewand, du Glanzreicher. Erhebe dich, du guter Opferschaffer, mit deiner göttlichen Kraft zu uns; zum Sehen und mit hohem Glanz, o gut-flammender Agni, komm her mit guten Preisungen. Aufgerichtet, ja, steh auf zu unserem Beistand, wie der Gott Savitṛ; aufgerichtet ist der Gewinner der Kampfbeute, wenn wir mit Salben und Sprechern rufen. Als Embryo bist du, geboren aus den beiden Welthälften, o Agni, lieblich, in den Pflanzen verteilt; als bunter Säugling, ringsum unversehrt [?], brüllend, kommst du von den Müttern her hervor. Sei fest, du kräftig gegliederter, sei rasch, du Renner mit Kampfpreis; sei breit, du gutsitzender Träger des Agni Purīṣya. Sei heilsam für die menschliche Nachkommenschaft, du Aṅgiras; verbrenne nicht Himmel und Erde, nicht den Luftraum, nicht die Waldbäume. Es ziehe voran der Renner, brüllend, wiehernd wie der Esel, im Fluge; er trage den Agni Purīṣya, lass mich nicht vor dem Ende meiner Lebenszeit fallen. Der Esel, gut angeschirrt, brüllt euch beiden zu, ihr stierkräftigen am Wagen; er trage euch den Agni Purīṣya, als rascher Bote von hier fort. Der stierkräftige, den stierkräftigen Agni tragend, den Sohn der Gewässer, den mit dem Meer verbundenen – Agni, komm her, um die Wahrheit, die Wirklichkeit, zu genießen. Ihr Pflanzen, nehmt diesen heilsamen, herankommenden Agni gegenüber euch auf; alle Übel, alle Feindseligkeiten zerstreuend, setze er sich nieder, er vertreibe den bösen Sinn mit guten Preisungen; sei heilsam, komm – und sechsunddreißig.
Mit breiter Erscheinung, ringsum glühend, vertreibe die hassenden Rakṣas-Dämonen, die Übel; im Schutz des guten, hohen Schutzherrn möchte ich sein, unter der Führung des gut-anrufbaren Agni. Ihr Gewässer, ihr seid wonnebringend; verleiht uns Kraft zum Schauen der großen Freude. Welcher unter euch der heilsamste Saft ist, den teilt uns heute mit, wie begehrende Mütter ihren Kindern. Zu dem wollen wir bereit sein kommen, zu dessen Wohnsitz ihr eilt; ihr Gewässer, erzeugt uns auch. Mitra hat, verbunden mit der Erde und dem Boden, samt dem Licht, den wohlgeborenen Jātavedas, Agni Vaiśvānara, den durchdringenden, erschaffen. Damit du frei von Schwindsucht seiest, vereine ich dich mit der Nachkommenschaft; alle Götter Vaiśvānara sollen dich vereinen, im Anuṣṭubh-Metrum, nach Art der Aṅgiras. Die Rudras haben, nachdem sie die Erde zusammengebracht hatten, hohes Licht entzündet; deren unermüdlicher Glanz, der lautere, leuchtet unter den Göttern. Den mit den Vasus und den Rudras, den weisen, vereinten, für das Ritual geeigneten Lehm soll, mit den Händen weich gemacht, Sinīvālī bereiten. Sinīvālī, von schönem Haarschopf, schöner Krone, schönem Kopfputz, möge dir, o Aditi, die große Feuerpfanne, die Ukhā, in die Hände geben. Die Feuerpfanne bereite mit Geschick durch die beiden Arme Aditi, mit Einsicht; wie eine Mutter den Sohn im Schoß, so möge sie Agni als Keim tragen; Mitra möge ihn errichten; du bist der Luftraum – vier.
Die Vasus sollen dich beräuchern mit dem Gāyatrī-Metrum, nach Art der Aṅgiras; die Rudras sollen dich beräuchern mit dem Triṣṭubh-Metrum, nach Art der Aṅgiras; die Ādityas sollen dich beräuchern mit dem Jagatī-Metrum, nach Art der Aṅgiras; alle Götter Vaiśvānara sollen dich beräuchern mit dem Anuṣṭubh-Metrum, nach Art der Aṅgiras; Indra soll dich beräuchern nach Art der Aṅgiras; Viṣṇu soll dich beräuchern nach Art der Aṅgiras; Varuṇa soll dich beräuchern nach Art der Aṅgiras; Aditi, die Göttin, mit allen Göttern verbunden, soll dich an der gemeinsamen Stätte der Erde nach Art der Aṅgiras ausgraben lassen; die Gattinnen der Götter, die Göttinnen, mit allen Göttern verbunden, sollen dich an der gemeinsamen Stätte der Erde nach Art der Aṅgiras in die Feuerpfanne legen; die Dhiṣaṇā-Göttinnen, mit allen Göttern verbunden, sollen dich dort nach Art der Aṅgiras in der Pfanne entzünden lassen; die Gnā-Göttinnen, mit allen Göttern verbunden, sollen dich dort nach Art der Aṅgiras in der Pfanne kochen lassen; die Varūtrī- und Janayaḥ-Göttinnen, mit allen Göttern verbunden, sollen dich dort nach Art der Aṅgiras in der Pfanne backen. – Mitra, koche diese Pfanne; sie soll nicht bersten. Ich übergebe sie dir, damit sie nicht zerbreche. Diesen Himmel hat Mitra durch seine Größe erreicht, weithin ausgedehnt, und durch seinen Ruhm die Erde. Mitras, des die Völker Erhaltenden, Ruhm, des Gottes gewinnenden Ruhm, den glanzvollsten, ausgezeichnetsten Glanz erlangen wir. Der Gott Savitṛ möge dich aus der Form schütten, er von schöner Hand, schönen Fingern, schönem Arm und mit Geschick. Ohne zu fallen, fest stehend, fülle die Himmelsgegend und die Richtung; erhebe dich, sei hoch, stehe aufrecht, sei fest, du bist die Gattin des Feuers; diese sollen dir die Rudras zuhören – neunzehn.
Wort für Wort
vasavastvā
die Vasus; dich
dhūpayantu
sollen beräuchern
gāyatreṇa
mit dem Gāyatrī-Metrum
chaṃdasāṅgirasvadrudrāstvā
im Metrum, nach Art der Aṅgiras; die Rudras; dich
dhūpayantu
sollen beräuchern
traiṣṭubhena
mit dem Triṣṭubh-Metrum
chaṃdasāṅgirasvadādityāstvā
im Metrum, nach Art der Aṅgiras; die Ādityas; dich
dhūpayantu
sollen beräuchern
jāgatena
mit dem Jagatī-Metrum
chaṃdasāṅgirasvadviśve
im Metrum, nach Art der Aṅgiras; alle
tvā
dich
devā
die Götter
vaiśvānarā
Vaiśvānara
dhūpayantvānuṣṭubhena
sollen beräuchern; mit dem Anuṣṭubh-Metrum
chaṃdasāṅgirasvadindrastvā
im Metrum, nach Art der Aṅgiras; Indra; dich
dhūpayatvaṅgirasvadviṣṇustvā
soll beräuchern, nach Art der Aṅgiras; Viṣṇu; dich
dhūpayatvaṅgirasvadvaruṇastvā
soll beräuchern, nach Art der Aṅgiras; Varuṇa; dich
dhūpayatvaṅgirasvadaditistvā
soll beräuchern, nach Art der Aṅgiras; Aditi; dich
devī
die Göttin
viśvadevyāvatī
mit allen Göttern verbunden
pṛthivyāḥ
der Erde
sadhasthe'ṅgirasvatkhanatvavaṭa
an der gemeinsamen Stätte, nach Art der Aṅgiras, soll ausgraben
devānāṃ
der Götter
tvā
dich
patnī
die Gattinnen
rdevīrviśvadevyāvatīḥ
die Göttinnen; mit allen Göttern verbunden
pṛthivyāḥ
der Erde
sadhasthe'ṅgirasvaddadhatūkhe
an der gemeinsamen Stätte, nach Art der Aṅgiras, sollen legen; in die Feuerpfanne
dhiṣaṇāstvā
die Dhiṣaṇā-Göttinnen; dich
devīrviśvadevyāvatīḥ
die Göttinnen, mit allen Göttern verbunden
pṛthivyāḥ
der Erde
sadhasthe'ṅgirasvadabhīndhatāmukhe
an der gemeinsamen Stätte, nach Art der Aṅgiras, sollen entzünden; in der Pfanne
gnāstvā
die Gnā-Göttinnen; dich
devīrviśvadevyāvatīḥ
die Göttinnen, mit allen Göttern verbunden
pṛthivyāḥ
der Erde
sadhasthe'ṅgirasvacchrapayantūkhe
an der gemeinsamen Stätte, nach Art der Aṅgiras, sollen kochen lassen; in der Pfanne
varūtrayo
die Varūtrī-Göttinnen
janayastvā
die Janayaḥ-Göttinnen; dich
devīrviśvadevyāvatīḥ
die Göttinnen, mit allen Göttern verbunden
pṛthivyāḥ
der Erde
sadhasthe'ṅgirasvatpacantūkhe
an der gemeinsamen Stätte, nach Art der Aṅgiras, sollen backen; in der Pfanne
samāstvāgna ṛtavo vardhayantu saṃvathsarā ṛṣayo yāni satyā | saṃ divyena dīdihi rocanena viśvā ā bhāhi pradiśaḥ pṛthivyāḥ || saṃ cedhyasvāgne pra ca bodhayainamucca tiṣṭha mahate saubhagāya | mā ca riṣadupasattā te agne brahmāṇaste yaśasaḥ santu mānye || tvāmagne vṛṇate brāhmaṇā ime śivo agne saṃ varaṇe bhavā naḥ | sapatnahā no abhimāti jicca sve gaye jāgṛhyaprayucchan || ihaivāgne adhi dhārayā rayiṃ mā tvā ni kranpūrvacito nikāriṇaḥ | kṣatramagne suyamamastu tubhyamupasattā vardhatāṃ te aniṣṭṛtaḥ || kṣatreṇāgne svāyuḥ saṃ rabhasva mitreṇāgne mitradheye yatasva | sajātānāṃ madhyamasthā edhi rājñāmagne vihavyo dīdihīha || ati niho ati sridho'tyacittimatyarātimagne | viśvā hyagne duritā sahasvāthāsmabhyaṃ sahavīrāṃ rayiṃ dāḥ || anādhṛṣyo jātavedā aniṣṭṛto virāḍagne kṣatrabhṛddīdihīha | viśvā āśāḥ pramuñcanmānuṣīrbhiyaḥ śivābhiradya pari pāhi no vṛdhe || bṛhaspate savitarbodhayainaṃ saṃśitaṃ cithsaṃtarāṃ saṃ śiśādhi | vardhayainaṃ mahate saubhagāya viśva enamanu madantu devāḥ || amutrabhūyādadha yadyamasya bṛhaspate abhiśasteramuñcaḥ | pratyauhatāmaśvinā mṛtyumasmāddevānāmagne bhiṣajā śacībhiḥ ime śivo agne'ti saubhagāya catustriṃśacca
Dich, o Agni, sollen alle Jahreszeiten stärken, die Jahre, die Ṛṣis, welche wahrhaftig sind; mit himmlischem Schimmer leuchte auf, erstrahle über alle Himmelsgegenden der Erde. Entflamme dich, o Agni, und erwecke ihn, den Opferherrn, und erhebe dich zu großem Glück; kein Nachstellen unter den Priestern soll dich, o Agni, schädigen; deine Priester, o Agni, sollen ruhmreich und verehrungswürdig sein. Dich, o Agni, erwählen diese Priester; sei uns, o Agni, heilsam bei dieser Wahl; du, der Feindetöter, der Feindseligkeiten überwindet, wache im eigenen Haus, ohne nachzulassen. Eben hier, o Agni, halte den Reichtum aufrecht; lass dich nicht von den früher Erkannten, den Schädlingen, niederschreien; die Herrschaft sei dir, o Agni, wohlgelenkt; das Priestertum möge dir wachsen, unerschüttert. Mit der Herrschaft, o Agni, erfasse dein gutes Leben, mit dem Bündnis, o Agni, strebe zum Freundschaftsbund; sei in der Mitte der Stammesgenossen, der Könige, o Agni, anzurufen, leuchte hier auf. Überwinde Nachstellungen, überwinde Fehltritte, überwinde Unverstand, überwinde Feindseligkeit, o Agni; denn, o Agni, überwinde alle Übel und gib uns Reichtum samt heldenhaften Söhnen. Unangreifbar, der Wesenkenner, unerschütterlich, als Weltherrscher, o Agni, der die Herrschaft trägt, leuchte hier auf; alle menschlichen Ängste befreiend, beschütze uns heute mit heilsamen Kräften zum Gedeihen. O Bṛhaspati, o Savitṛ, erwecke ihn, den geschärften, ganz geschärften, schärfe ihn ganz; lass ihn wachsen zu großem Glück; alle Götter mögen sich an ihm erfreuen. Dort möge er sein, wenn er dem Vorwurf des Yama entronnen ist, o Bṛhaspati; die beiden Aśvin mögen den Tod von ihm abwenden, mit den Kräften der göttlichen Ärzte, o Agni – dieser sei heilsam, o Agni, zu großem Glück – und vierunddreißig.
Wort für Wort
samāstvāgna
alle; dich; o Agni
ṛtavo
die Jahreszeiten
vardhayantu
sollen stärken
saṃvathsarā
die Jahre
ṛṣayo
die Ṛṣis
yāni
welche
satyā
wahrhaftig sind
|
(Verstrenner)
saṃ
auf-
divyena
mit himmlischem
dīdihi
leuchte
rocanena
Schimmer
viśvā
über alle
ā
(verstärkend)
bhāhi
erstrahle
pradiśaḥ
Himmelsgegenden
pṛthivyāḥ
der Erde
||
(Versende)
saṃ
auf-
cedhyasvāgne
entflamme dich; o Agni
pra
auf-
ca
und
bodhayainamucca
erwecke ihn empor; und
tiṣṭha
erhebe dich
mahate
zu großem
saubhagāya
Glück
|
(Verstrenner)
mā
nicht
ca
und
riṣadupasattā
soll schädigen; das Nachstellen
te
dich
agne
o Agni
brahmāṇaste
die Priester; dein
yaśasaḥ
ruhmreich
santu
sollen sein
mānye
verehrungswürdig
||
(Versende)
tvāmagne
dich, o Agni
vṛṇate
erwählen
brāhmaṇā
die Priester
ime
diese
śivo
heilsam
agne
o Agni
saṃ
(verstärkend)
varaṇe
bei dieser Wahl
bhavā
sei
naḥ
uns
|
(Verstrenner)
sapatnahā
der Feindetöter
no
unser
abhimāti
die Feindseligkeit
jicca
überwindend; und
sve
im eigenen
gaye
Haus
jāgṛhyaprayucchan
wache, ohne nachzulassen
||
(Versende)
ihaivāgne
eben hier, o Agni
adhi
auf-
dhārayā
halte
rayiṃ
den Reichtum
mā
nicht
tvā
dich
ni
nieder-
kranpūrvacito
sollen schreien; die früher Erkannten
nikāriṇaḥ
die Schädlinge
|
(Verstrenner)
kṣatramagne
die Herrschaft; o Agni
suyamamastu
wohlgelenkt sei
tubhyamupasattā
dir; das Priestertum
vardhatāṃ
möge wachsen
te
dir
aniṣṭṛtaḥ
unerschüttert
||
(Versende)
kṣatreṇāgne
mit der Herrschaft, o Agni
svāyuḥ
gutes Leben
saṃ
(verstärkend)
rabhasva
erfasse
mitreṇāgne
mit dem Bündnis, o Agni
mitradheye
zum Freundschaftsbund
yatasva
strebe
|
(Verstrenner)
sajātānāṃ
der Stammesgenossen
madhyamasthā
in der Mitte stehend
edhi
sei
rājñāmagne
der Könige, o Agni
vihavyo
anzurufen
dīdihīha
leuchte hier auf
||
(Versende)
ati
über-
niho
Nachstellungen
ati
über-
sridho'tyacittimatyarātimagne
Fehltritte, Unverstand, Feindseligkeit überwinde, o Agni
Aufgerichtet sind seine Brennhölzer, aufgerichtet die lauteren Flammen des Agni, die glanzvollsten des Sohnes von schönem Aussehen. Tanūnapāt, der Asura, der Allwissende, Gott unter den Göttern, salbt die Wege mit Honig und Schmelzbutter. Mit Honig kommt er zum Opfer, sich freuend, Narāśaṃsa, o Agni; gut wirkend, ein Gott, Savitṛ, der Allbegehrte. Er kommt heran mit Kraft und mit Schmelzbutter, verehrt, als Wagenlenker mit Verneigung; Agni kommt zu den Opferlöffeln bei den Riten, den Darbietungen. Er möge die Größe dieses Agni verehren; er freut sich an den erfreulichen Speisen; der Gutkundigste, der beste Güterspender. Die göttlichen Tore, alle Gelübde dieses Agni halten sie ein, die weitreichenden, durch seine Ordnung sich haltenden. Diese seine beiden göttlichen Frauen, gleich im Schoß, Nacht und Morgenröte, mögen dieses unser Opfer, unser Ritual, begünstigen. Ihr beiden göttlichen Hotṛ, singt dieses unser Opfer, das aufgerichtete, der Zunge Agnis entgegen; macht uns das Opfer gutgelungen. Die drei Göttinnen mögen sich hier auf die Opferstreu setzen: Iḍā, Sarasvatī, Bhāratī, die gepriesene, große. Das für uns Vorratsreiche der Kuh, Wunderbare, in vielen Rindern Reiche, Tvaṣṭṛ, gebe heldenhaften Nachwuchs; er löse den Reichtumszuwachs für uns aus dem Mutterschoß. O Waldherr, gib die Opfergabe frei, aus eigenem Willen, unter den Göttern; Agni, der Zubereiter, wird die Opfergabe wohlschmeckend machen. O Agni, mit Svāhā bereite, du Jātavedas, dem Indra die Opfergabe; alle Götter mögen sich an dieser Opfergabe erfreuen. Der goldene Keim entstand am Anfang; er war, als Geborener, der einzige Herr des Seienden; er trug die Erde und diesen Himmel – welchem Gott sollen wir mit der Opfergabe dienen? Der der Atmenden, der Blinzelnden einziger König wurde durch seine Größe, der Herrscher dieses Zweifüßigen und Vierfüßigen – welchem Gott sollen wir mit der Opfergabe dienen? Der Seelenverleiher, Kraftverleiher, dessen Gebot alle Wesen, auch die Götter, befolgen, dessen Schatten Unsterblichkeit, dessen Fehlen der Tod ist – welchem Gott sollen wir mit der Opfergabe dienen? Dessen Größe die schneebedeckten Berge sind, dessen Größe man das Meer mit dem Rasā-Fluss zusammen nennt, dessen diese Himmelsgegenden sind, dessen diese beiden Arme – welchem Gott sollen wir mit der Opfergabe dienen? Zu dem die beiden Kampfheere, gestützt auf seinen Beistand, mit bebendem Sinn emporblickten, wo über dem Aufgang der Sonne der Blick hingeht – welchem Gott sollen wir mit der Opfergabe dienen? Durch den der Himmel gewaltig, die Erde fest ist, durch den die Sonnenwelt gestützt ist, durch den das Firmament gestützt ist, der im Luftraum das Maß der Räume ist – welchem Gott sollen wir mit der Opfergabe dienen? Als die großen Gewässer kamen, alles empfangend, den Keim tragend, den Agni erzeugend, da entstand der eine Lebensgeist der Götter – welchem Gott sollen wir mit der Opfergabe dienen? – des Agni, mit Sarasvatī, mit dem Himmel zusammen, mit allem – und vierunddreißig.
Aufgerichtet: der der Atmenden, der Seelenverleiher, dessen diese sind, den die beiden Kampfheere anblicken, durch den der Himmel, die Gewässer wahrlich, von wo die Götter, dessen auch die Gewässer, der unter den Göttern der neueste ist – dem Antrieb, o Agni, dem Antreiben – Svāhā! Dem Denksinn, dem Verstand – Agni, dem Antreiben – Svāhā! Dem Bewusstsein, dem Erkannten – Agni, dem Antreiben – Svāhā! Der Rede, dem Festhalten der Rede – Agni, dem Antreiben – Svāhā! Dem Prajāpati, dem Manu – Svāhā! Agni Vaiśvānara – Svāhā! Alle Götter – des Führers Freundschaft möge der Sterbliche erwählen; alle für den Reichtum, du bist begehrenswert; den Glanz möge er erwählen, du gedeihst – Svāhā! Sei nicht schwach, ihr beiden, seid nicht schwach; werdet fest, macht euch stark; o Mutter, sei kühn, sei mannhaft; Agni, dies sollt ihr bewirken. Werde fest, o Göttin Erde, zum Heil; die asurische Zaubermacht bist du, durch Eigenkraft geschaffen; wohlgefällig sei den Göttern diese Opfergabe; unversehrt gehe du empor bei diesem Opfer. – Mitra, diese Pfanne erhitze; sie soll nicht bersten. Ich übergebe sie dir, damit sie nicht zerbreche. – Fließend ist unsere Schmelzbutter-Trankspende, der uralte Hotṛ, der erwählenswerte, der wunderbare Sohn der Kraft. Von der jenseitigen Verbindung geh zur diesseitigen über; wohin ich bin, dorthin komm. Von der fernsten Ferne, mit rötlichen Rossen, komm hierher; der im Schwemmland Befindliche, den vielen Lieben, o Agni, du überwinde die Übel. Setze dich, du, in den Schoß dieser Mutter, du, der alle Ordnungen kennt, o Agni; verbrenne sie nicht mit deiner Flamme, mit deiner Glut, o du von lauterem Licht, leuchte in ihr auf. Innen, o Agni, mit deinem Glanz für die Pfanne, an ihrer eigenen Stätte; sie sollst du mit deiner Glut erhitzen, o Jātavedas; sei heilsam, sei mannhaft – erhitzt – und zwanzig.
Was für Hölzer auch immer wir dir, o Agni, hinlegen, das soll dir gehören, dieses Ghee; das nimm wohlgefällig an, du Jüngster. Was die Zunge [?] verzehrt, was der Ameisenhaufen [?] überkriecht, das alles sei dein Ghee; das nimm wohlgefällig an, du Jüngster. Nacht für Nacht, unablässig fortschreitend, dir Futter bringend, wie man es für ein Pferd hinstellt, an Reichtumszuwachs und Speise uns erfreuend, o Agni, mögen wir, deine Nachbarn, nicht Schaden leiden. Den am Nabel der Erde entzündeten Agni rufen wir zu hohem Reichtumszuwachs an, den Erfrischung-schaffenden, hohen Lobpreis verdienenden, verehrungswürdigen, den Sieger, den in Kämpfen Überlegenen. Welche Heerscharen uns überfallend verwunden, ungezählt, und welche Diebe und welche Räuber es gibt, diese, o Agni, lege ich dir ins Maul. Mit den beiden Reißzähnen die Marder [?] und die Räuber, mit den beiden Kiefern die Diebe, o Glücksreicher – die verschlinge, gut verschlungen. Welche unter den Leuten Marder [?] sind, Diebe, Räuber im Wald, welche in den Verstecken Übeltäter sind, die lege ich dir zwischen die Kiefer. Wer uns übel will und wer uns hasst, jener Mensch, der uns tadelt und uns zu betrügen sucht – den mache ganz zu Asche. Geschärft ist mein heiliges Wort, geschärft meine Heldenkraft, meine Stärke; geschärft die siegreiche Herrschermacht, deren Hauspriester ich bin. Erhöhe ihre beiden Arme, erhöhe den Glanz, erhöhe die Kraft; ich schwäche die Feinde durch das heilige Wort, ich führe die eigenen Leute empor. Sichtbar, mit Gold geschmückt, hat er sich weithin über die Erde ausgebreitet, unvergängliches Leben verleihend, zum Ruhm erstrahlend; unsterblich wurde Agni durch die Lebenskräfte, als der Himmel ihn erzeugte, den mit gutem Samen. Alle Gestalten legt der Seher sich an; er hat Segen bewirkt für den Zwei- und den Vierfüßigen; der erwählenswerte Savitṛ hat das Firmament erschaut; entlang dem Auszug der Morgenröte herrscht er ringsum. Nacht und Morgenröte, gleichgesinnt, verschiedengestaltig, säugen ein einziges Kind, vereint; zwischen Himmel und Erde erglänzt das Gold; die Götter halten Agni fest, den Schätzegeber – am Nabel, im Wald, dahin führe ich; Himmel-Erde, das Gold – und achtunddreißig.
Wort für Wort
yadagne
was, o Agni
yāni
welche
kāni
welche
cāte
auch dir
dārūṇi
Hölzer
dadhmasi
wir hinlegen
|
(Verstrenner)
tadastu
das soll sein
tubhyamidghṛtaṃ
dir wahrlich dieses Ghee
tajjuṣasva
das nimm wohlgefällig an
yaviṣṭhya
du Jüngster
||
(Versende)
yadattyupajihvikā
was verzehrt die Zunge [?]
yadvamro
was der Ameisenhaufen [?]
atisarpati
überkriecht
|
(Verstrenner)
sarvaṃ
alles
tadastu
das sei
te
dein
ghṛtaṃ
Ghee
tajjuṣasva
das nimm wohlgefällig an
yaviṣṭhya
du Jüngster
||
(Versende)
rātriṃ
Nacht
rātrimaprayāvaṃ
für Nacht, unablässig fortschreitend
bharanto'śvāyeva
bringend; wie für ein Pferd
tiṣṭhate
man hinstellt
ghāsamasmai
Futter; ihm
|
(Verstrenner)
rāyaspoṣeṇa
an Reichtumszuwachs
samiṣā
und Speise
madanto'gne
uns erfreuend, o Agni
mā
nicht
te
deine
prativeśā
Nachbarn
riṣāma
mögen wir Schaden leiden
||
(Versende)
nābhā
am Nabel
pṛthivyāḥ
der Erde
samidhānamagniṃ
den entzündeten Agni
rāyaspoṣāya
zu hohem Reichtumszuwachs
bṛhate
hohem
havāmahe
rufen wir an
|
(Verstrenner)
iraṃmadaṃ
den Erfrischung-schaffenden
bṛhadukthaṃ
hohen Lobpreis verdienenden
yajatraṃ
verehrungswürdigen
jetāramagniṃ
den Sieger, Agni
pṛtanāsu
in Kämpfen
sāsahim
den Überlegenen
||
(Versende)
yāḥ
welche
senā
Heerscharen
abhītvarīrāvyādhinīrugaṇā
überfallende, verwundende, ungezählte
uta
und
|
(Verstrenner)
ye
welche
stenā
Diebe
ye
welche
ca
und
taskarāstāgste
Räuber; diese; dir
agne'pi
o Agni, hinein
dadhāmyāsye
lege ich ins Maul
||
(Versende)
da2ṃṣṭrābhyāṃ
mit den beiden Reißzähnen
malimlūñjaṃbhyaistaskarāṃ
die Marder [?]; mit den Kiefern; die Räuber
uta
und
|
(Verstrenner)
hanūbhyāg
mit den beiden Kiefern
stenānbhagavastāgstvaṃ
die Diebe, o Glücksreicher, diese, du
khāda
verschlinge
sukhāditān
gut verschlungen
||
(Versende)
ye
welche
janeṣu
unter den Leuten
malimlavaḥ
Marder [?] (sind)
stenāsastaskarā
Diebe, Räuber
vane
im Wald
|
(Verstrenner)
ye
welche
kakṣeṣvaghāyavastāgste
in den Verstecken Übeltäter (sind), diese, dir
dadhāmi
lege ich
jaṃbhayoḥ
zwischen die Kiefer
||
(Versende)
yo
wer
asmabhyamarātīyādyaśca
uns übel will, und wer
no
uns
dveṣa
hasst
te
jener
janaḥ
Mensch
|
(Verstrenner)
nindādyo
tadelt, der
asmāndipsācca
uns zu betrügen sucht, und
sarvaṃ
ganz
taṃ
den
masmasā
zu Asche
kuru
mache
||
(Versende)
saṃśitaṃ
geschärft
me
mein
brahma
heiliges Wort
saṃśitaṃ
geschärft
vīryaṃ
meine Heldenkraft
balam
meine Stärke
|
(Verstrenner)
saṃśitaṃ
geschärft
kṣatraṃ
die Herrschermacht
jiṣṇu
die siegreiche
yasyāhamasmi
deren ich bin
purohitaḥ
Hauspriester
||
(Versende)
udeṣāṃ
empor; ihre
bāhū
beiden Arme
atiramudvarca
erhöhe; empor den Glanz
udū
empor, ja
balam
die Kraft
|
(Verstrenner)
kṣiṇomi
ich schwäche
brahmaṇāmitrānunnayāmi
durch das heilige Wort die Feinde, ich führe empor
agne yaṃ yajñamadhvaraṃ viśvataḥ paribhūrasi | sa iddeveṣu gacchati || soma yāste mayobhuva ūtayaḥ santi dāśuṣe | tābhirno'vitā bhava || agnirmūrdhā bhuvaḥ || tvaṃ naḥ soma yā te dhāmāni || tathsaviturvareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi | dhiyo yo naḥ pracodayāt || acittī yaccakṛmā daivye jane dīnairdakṣaiḥ prabhūtī pūruṣatvatā | deveṣu ca savitarmānuṣeṣu ca tvaṃ no atra suvatādanāgasaḥ || codayitrī sūnṛtānāṃ cetantī sumatīnām | yajñaṃ dadhe sarasvatī || pāvīravī kanyā citrāyuḥ sarasvatī vīrapatnī dhiyaṃ dhāt | gnābhiracchidraṃ śaraṇaṃ sajoṣā durādharṣaṃ gṛṇate śarma yaṃsat || pūṣā gā anvetu naḥ pūṣā rakṣatvarvataḥ | pūṣā vājaṃ sanotu naḥ || śukraṃ te anyadyajataṃ te anyad viṣurūpe ahanī dyaurivāsi | viśvā hi māyā avasi svadhāvo bhadrā te pūṣanniha rātirastu || te'vardhanta svatavaso mahitvanānākaṃ tasthururu cakrire sadaḥ | viṣṇuryaddhāvadvṛṣaṇaṃ madacyutaṃ vayo na sīdannadhi barhiṣi priye | pra citramarkaṃ gṛṇate turāya mārutāya svatavase bharadhvam | ye sahāṃsi sahasā sahante rejate agne pṛthivī makhebhyaḥ || viśve devā viśve devāḥ || dyāvā naḥ pṛthivī imaṃ sidhramadya divispṛśam | yajñaṃ deveṣu yacchatām || pra pūrvaje pitarā navyasībhirgīrbhiḥ kṛṇudhvaṃ sadane ṛtasya | ā no dyāvāpṛthivī daivyena janena yātaṃ mahi vāṃ varūtham || agni2ṃ stomena bodhaya samidhāno amartyam | havyā deveṣu no dadhat || sa havyavāḍamartya uśigdūtaścanohitaḥ | agnirdhiyā samṛṇvati pūruṣatvatā yajataṃ te anyathsahante ca nohito'ṣṭau ca
Das Opfer, o Agni, das rituelle, das du von allen Seiten umfasst, das gelangt gewiss zu den Göttern. O Soma, welche Beistände du für den Spender hast, die wohltuenden, mit denen sei uns ein Beschützer. Agni ist das Haupt der Wesen, die entstanden sind. Du, o Soma, welche deine Stätten sind … Jenes von Savitṛ Erwählenswerte, den Glanz des Gottes, betrachten wir sinnend, damit er unsere Gedanken antreibe. Was wir aus Unverstand unter göttlichen Wesen getan haben, durch Mangel an Einsicht, durch Unfähigkeit, in menschlicher Weise – unter den Göttern und unter den Menschen, o Savitṛ, treibe uns dazu an, hier schuldlos zu sein. Die Antreiberin der guten Sprüche, die Anregerin der guten Gesinnungen – das Opfer hat Sarasvatī übernommen. Die Reine, die Jungfrau, von wunderbarem Leben, Sarasvatī, die Gattin der Helden, möge das Werk lenken; mit den Gnā-Göttinnen zusammen, einträchtig, unverletzlich Schutz gebend, möge sie dem Sänger unangreifbaren Schutz gewähren. Pūṣan folge unseren Kühen, Pūṣan beschütze unsere Rosse, Pūṣan gewinne uns Kampfbeute. Dein eines Merkmal ist hell, verehrungswürdig, das andere auch; in verschiedenen Farben bist du wie die beiden Tage und der Himmel; alle Zaubermächte, o Eigenmächtiger, bewahrst du; heilsam sei uns, o Pūṣan, hier deine Gabe. Sie wuchsen empor, durch eigene Kraft stark, durch ihre Größe; sie standen im Firmament, breiteten ihren Sitz weit aus; als Viṣṇu den stiergleichen, den rauschversetzenden, herbeieilte, setzten sie sich wie Vögel auf die liebe Opferstreu. Bringt den auffallenden Lobgesang dem raschen, dem kraftvollen Marut-Chor dar; die durch eigene Kraft Beistehenden mit Beiständen – bebt, o Agni, vor ihnen, die Erde, durch die Krieger. Alle Götter, alle Götter! Himmel und Erde mögen uns dieses erfolgreiche, den Himmel berührende Opfer heute unter den Göttern gewähren. Bringt den beiden urgeborenen Eltern mit neuesten Lobesworten Verehrung dar, an der Stätte der Wahrheitsordnung; kommt zu uns, Himmel und Erde, mit göttlichem Gefolge, großen Schutz uns beiden gewährend. Erwecke den Unsterblichen mit dem Preisgesang, den entzündeten Agni; er möge uns unter den Göttern die Opfergaben gewähren. Er, der Opferfahrer, der Unsterbliche, der eifrige Bote, wohltuend, Agni, mit Einsicht sich einfindend, in menschlicher Weise, für dich verehrungswürdig, den anderen überlegen – und acht.