Ṛṣayo vai Kavaṣe Sarasvatyāṃ satram āsata. te Kavaṣam Ailūṣaṃ dāsyāḥ putraṃ kitavaṃ brāhmaṇaṃ kathaṃ no madhye 'dīkṣiṣṭeti tam abahiṣ pipāsayā dhanvodavāhanta; ain pipāsā upāpaddhat. sa bahiḥ dhanvodrūḷhaḥ pipāsayāyata vadan mā pāt; iti sa bahir dhanvo dūḷhaḥ pipāsayāyata: 'apo revatīḥ' katham no madhye dīkṣitastheti tatheti. tam upāhvayanta; tam upahūyaitad aponaptrīyam akurvata: 'pra devatrā brahmaṇe gātum etv iti tenāpriyaṃ dhāmopāgacchat; tam āpo nūdāyantaṃ Sarasvatī samantam paryadhāvat tasmād dhāpy etarhi Parisārakam ity ācakṣate; yad enaṃ Sarasvatī samantam parisasāra tad Parisārakasya Parisārakatvam. tathety uvāca: vidur imāṃ devā upemāṃ havyāmahā iti tatheti; tam upāhvayanta, tam upahūyaitad aponaptrīyam akurvata: 'pra devatrā brahmaṇe gātum etv' iti tenāpriyaṃ dhāmopāgachan upa devānām upāpāṃ priyaṃ dhāma gachaty upa devānāṃ jayati paramaṃ lokaṃ ya evaṃ vidvān etad aponaptrīyaṃ kurute 'tat samtatam anubrūyāt tat saṃtatavarśī ha prajābhyaḥ parjanyo bhavati yatraivaṃ vidvān etat saṃtatam anvāha; yad avagrāham anubrūyāj, jimūtavarṣī ha prajābhyaḥ parjanyaḥ syāt; tasmāt tat saṃtatam evānūcyaṃ tasya trīḥ prathamām anvāha, tenaiva tat sarvaṃ saṃtatam anūktaṃ bhavati.
Die Ṛṣis hielten einst bei Kavaṣa am [Fluss] Sarasvatī eine Opfersitzung (*sattra*) ab. Da dachten sie: „Wie hat sich dieser Kavaṣa Ailūṣa, der Sohn einer Sklavin, ein Würfelspieler, unter uns geweiht?“ und trieben ihn, von Durst gequält, in die wasserlose Wüste hinaus. Von Durst gequält, wandernd, geriet er an die Sarasvatī [und sprach den Vers]: „Ihr reichen Wasser“ – [und dachte:] „Wie soll ich mich unter ihnen geweiht [erweisen]?“ [Die Wasser antworteten:] „So sei es.“ Da riefen sie ihn zurück; nachdem sie ihn zurückgerufen hatten, verfassten sie deswegen den Aponaptrīya-Hymnus: „Möge der Weg zur Weisheit unter den Göttern offenstehen“ – damit gelangte er zur geliebten Stätte [Erkenntnis]. Ihn, den die Wasser fortstießen, umkreiste die Sarasvatī ringsum; darum nennt man ihn noch heute den „Umkreisten“ (*Parisāraka*) – dass ihn die Sarasvatī ringsum umkreiste, das macht das Wesen des „Umkreisten“ aus. Er sprach: „So sei es – mögen die Götter erkennen: wir wollen diese [Wasser] als geliebt herbeirufen“ – „So sei es.“ Da riefen sie ihn herbei; nachdem sie ihn herbeigerufen hatten, verfassten sie deswegen den Aponaptrīya-Hymnus: „Möge der Weg zur Weisheit unter den Göttern offenstehen“ – damit gelangten sie zur geliebten Stätte. Zur geliebten Stätte der Götter, zum Wasser gelangt, gewinnt die höchste Welt der Götter, wer solches wissend diesen Aponaptrīya-Hymnus verfasst/vollzieht. Man soll ihn ununterbrochen (*saṃtata*) rezitieren: ununterbrochen regnenden Regen (*Parjanya*) erhalten die Geschöpfe, wenn man, solches wissend, ihn ununterbrochen rezitiert; rezitiert man ihn hingegen abgesetzt (*avagrāha*, mit Pausen), so würde der Regengott nur in [einzelnen] Wolkenbrüchen regnen. Darum soll man ihn eben ununterbrochen rezitieren; man rezitiert davon [zunächst] die ersten drei [Verse] dreimal, damit gilt das Ganze als ununterbrochen rezitiert.
Vidvān etad aponaptrīyaṃ kurute tat samtatam anubrūyāt. samtatavarṣī ha prajābhyaḥ parjanyo bhavati yatraivaṃ vidvān etat samtatam anvāha; yad avagrāham anubrūyāj, jimūtavarṣī ha prajābhyaḥ parjanyaḥ syāt. tasmāt saṃtatavarśyai kurute. hiraṇyaśarīra ūrdhvaḥ svargaṃ lokam eti; tāsāṃ pra harāmi vaḥ pathaḥ iti sam avatanute, tāḥ sam avatatāḥ punar imaṃ lokam āyata; tā etayarcā samajānat: samanyā yanty upa yanty anyā iti tāḥ samajānata saṃjānānā hāsyāpo yajñaṃ vahanti ya evaṃ veda.
Wer solches weiß und diesen Aponaptrīya-Hymnus vollzieht, der rezitiere ihn ununterbrochen. Ununterbrochen regnenden Regen (Parjanya) erhalten die Geschöpfe, wenn man, solches wissend, ihn ununterbrochen rezitiert; rezitiert man ihn hingegen mit Unterbrechung, so würde der Regen nur wie aus Gewitterwolken kommen. Darum vollzieht man ihn für ununterbrochenen Regen. [Der Hymnus feiert die Wasser, die] mit goldenem Leib aufwärts zur Himmelswelt gehen: „Ich bahne euch die Wege“ – so breitet er [den Weg] für sie aus; ausgebreitet kommen sie wieder zu dieser Welt herab. Mit diesem Vers ließ er sie [einst] übereinstimmen: „Die einen gehen zusammen, die anderen kommen hinzu“ – so erkannten sie einander; und sich erkennend fahren die Wasser das Opfer, für den, der solches weiß.
Devebhya prātaḥsavane havir nirvapyate; tā ete deva anusavanaṃ niravapan; savanānāṃ dhṛtaye, tato vai tāni teṣām adhriyanta, savanānāṃ eva dhṛtyai; tathā hi tāni teṣām adhriyanta puroḷāśān nirūpayed aṣṭākapālaṃ prātaḥsavanam, ekādaśakapālam mādhyaṃdine savane, dvādaśakapālaṃ tṛtīyasavane; tathā hi savanānāṃ rūpaṃ tathā chandasām; ādyaṃ vā etat sarvāṇāṃ savanānāṃ nirūpyate. yad anusavanaṃ nirvapati, tasmāt tān ekādaśakapālān eva vapet; tad āhur: yato ghṛtenānaktaṃ syāt tataḥ puroḷāśasya prāśnīyāt somapīthasya guptyai, ghṛtena vā etāḥ svadhā upakṣaranti yad etāni haviṃṣy āyaṃ dhānāḥ karambhāḥ parivāpaḥ puroḷāśaḥ payasyeti sarvata evaināṃ svadhopakṣaranty evaṃ vidvān etaināṃ svadhā upakṣaranti ya evaṃ veda.
Den Göttern wird beim Morgen-Preßgang (*prātaḥsavana*) die Opfergabe (*havis*) dargebracht; diese Götter brachten [einst] entsprechend jedem Preßgang [eine eigene Gabe] dar, zur Festigung der Preßgänge; darum wurden diese ihnen [dauerhaft] festgesetzt, eben zur Festigung der Preßgänge. So soll man den Opferkuchen bestimmen: einen achtteiligen (*aṣṭākapāla*) für den Morgen-Preßgang, einen elfteiligen für den mittäglichen Preßgang, einen zwölfteiligen für den dritten Preßgang; so entspricht es der Gestalt der Preßgänge, so der Versmaße. Dies ist gleichsam die ursprüngliche [Regel] für alle Preßgänge, die je nach Preßgang festgesetzt wird. Da man je nach Preßgang darbringt, soll man jene elfteiligen [Kuchen für die Verbindungen der Tage] opfern. Dazu sagt man: Sobald [der Kuchen] mit Schmalzbutter bestrichen ist, soll man vom Opferkuchen kosten, zum Schutz des Soma-Trunkes; mit Schmalzbutter benetzen ja diese Opfergaben – nämlich die gerösteten Körner (*dhānā*), der Grützbrei (*karambha*), das Streu-Opfer (*parivāpa*), der Opferkuchen, der Milchreis – auf jede Weise werden sie mit der Väterspeise (*svadhā*) benetzt; ebenso wird auch der, der solches weiß, [von ihr] benetzt.
Śiro vā etad yajñasya yat prātaranuvākaḥ; prāṇāpānau upāṃśuvantaryāmau, vajra eva vān nāhutayor upāṃśuvantaryāmayor hotā vācaṃ visṛjate, vācā vajreṇa yajamānasya prāṇaṃ vyagayat prāṇaṃ hāsyāsyat tathā syāt; tasmān nāhutayor upāṃśuvantaryāmayor hotā vācaṃ visṛjeta, vācā vajreṇa yajamānasya prāṇaṃ viśriyeta; ya enaṃ tatra brūyāt: 'vācā vajreṇa yajamānasya prāṇaṃ vyagayat, prāṇaṃ hy asya hāsyatīti, śaṃsat tathā syāt.' tasmān nāhutayor upāṃśuvantaryāmayor hotā vācaṃ viśṛjyeta upāṃśusavanaṃ grāvāṇam abhimṛśya vācaṃ viśṛjata; ātmā vā upāṃśusavana ātmany eva tad dhotā prāṇaṃ pratidadhya vācaṃ viśṛjati sarvāyur eti ya evaṃ veda.
Der Kopf des Opfers ist eben die Frühlitanei (*prātaranuvāka*). Ein-Atem und Aus-Atem sind das leise gesprochene [Opfer] (*upāṃśu*) und der [darauffolgende] Zwischenzug (*antaryāma*); wahrlich wie eine Vajra ist die Rede, wenn während der beiden Güsse des Upāṃśu- und des Antaryāma-Trankes der Hotṛ die Stimme erhöbe – mit dieser Vajra der Rede würde er dem Opferherrn den Atem zerschneiden, ihm den Atem entreißen. Darum soll der Hotṛ während dieser beiden Güsse die Stimme nicht erheben, sonst würde er mit der Vajra der Rede dem Opferherrn den Atem zerschneiden. Wer dort dennoch spräche: „Mit der Vajra der Rede hat er dem Opferherrn den Atem zerschnitten, denn er wird ihm den Atem entreißen“ – wenn er das behauptet, so wäre es so. Darum soll der Hotṛ während der beiden Güsse des Upāṃśu- und des Antaryāma-Trankes die Stimme nicht erheben; er berührt beim leisen Preßgang (*upāṃśusavana*) den Preßstein (*grāvan*) und erhebt [erst dann] die Stimme. Denn der leise Preßgang ist gleichsam das Selbst (*ātman*); eben im Selbst legt der Hotṛ so den Atem [wieder] zurück, bevor er die Stimme erhebt. Volles Lebensalter erlangt, wer solches weiß.
Tad āhuḥ: sarpet, na sarpet iti? sarped ity āhur; ubhayeṣāṃ vā eṣa devamanuṣyāṇām bhakṣo, yad babhiṣpavamānas, tasmād enam abhisaṃgachanta; tat tan nādṛtyam; tat sarped, ricam eva tat sāmno 'nuvartamānaṃ kuryād; ya enaṃ tatra brūyāt: 'anuvartmā nvāyaṃ hotā sāmagasyābhūd, udgātāraṃ yaśo 'chyauhyaṣyata āyatanāc cyoṣyata āyatanād' iti, śasvat tathā syāt; tasmāt traivāsino 'numantreta: 'mukham asi bhūyāsam' iti; mukhaṃ vā etad yajñasya, śreṣṭhaḥ svānām bhavati ya evaṃ veda. suri vai Dīrghajihvī devānām prātaḥsavanam āvālet; tad vyāmadyat te Mitrāvaruṇāv abruvan: yuvām idaṃ nikṣhutam iti tau hathety abrūtāṃ, tau hathety abrūtām; taṃ eṣāṃ vāraṃ vṛṇāvahā iti, prātaḥsavana pauṣyām sainayor eṣāṃ tat vāraṃ vṛṇītāṃ, varavṛtā hy enayos tad yad asyai vimattam iva tad asyai saṃriddham iva tan tayā nirakurutāṃ.
Dazu sagt man: „Soll man kriechen oder nicht kriechen?“ Man antwortet: Man soll kriechen. Ein den Göttern und den Menschen gemeinsamer Genuss ist ja das, was aus dem Bahiṣpavamāna-[Preßgang] fließt; darum nähern sich [Menschen wie Tiere] ihm [kriechend]; doch das ist nicht [in dieser Begründung] zu beachten. Man soll [vielmehr deshalb] kriechen, weil man damit den Vers als der Melodie (*sāman*) folgend ausführt. Wer dort behauptete: „Dieser Hotṛ ist bloß der Nachfolger des Sāman-Sängers geworden, sein Ansehen weiche vom [rechten] Sitz“ – wenn er das behauptet, so wäre es so; darum spreche der [an dritter Stelle] Sitzende den Segensspruch: „Mund möge ich sein.“ Denn der Mund ist eben des Opfers [wichtigster Teil]; der Erste unter den Seinen wird, wer solches weiß. Die langzüngige [Dämonin] Sūri wollte einst den Morgen-Preßgang der Götter verschlingen; sie leckte danach. Da sprachen Mitra und Varuṇa: „Dies ist uns entwendet.“ [Man antwortete:] „So schlagt sie!“ Da sprachen sie: „Lasst uns von ihnen einen Anteil erwählen“ – den Anteil am Morgen-Preßgang für sich erwählten sie; durch ihren erwählten Anteil beseitigten sie eben, was dabei verlustig geworden, was gleichsam schon gewonnen schien.
Devānāṃ vai savanāni nādhriyanta, tā etāḥ puroḷāśāḥ apaśyaṃs, tān anusavanaṃ niravapan; savanānāṃ dhṛtaye. tato vai tāni teṣām adhriyanta, savanānāṃ eva dhṛtyai. tathā hi tāni teṣām adhriyanta puroḷāśāḥ nirvapyante, tat tan nādṛtyam. anusavanaṃ puroḷāśān nirvapet, aṣṭākapālaṃ prātaḥsavana, ekādaśakapālaṃ mādhyaṃdine savane, dvādaśakapālaṃ tṛtīyasavane; tathā hi savanānāṃ rūpaṃ tathā chandasāṃ; aindrā vā ete sarve nirūpyante, yad ghṛtenānaktaṃ syāt, tataḥ purolāśasya prāśnīyāt somapīthasya guptyai, ghṛtena hy etāḥ prāṇīyāt.
Den Göttern hielten die Preßgänge einst nicht fest; da erblickten sie diese Opferkuchen und brachten sie je nach Preßgang dar, zur Festigung der Preßgänge. Seitdem wurden ihnen diese [Preßgänge] festgesetzt, eben zur Festigung der Preßgänge; so wurden sie ihnen dauerhaft gemacht. Darum werden die Opferkuchen [entsprechend jedem Preßgang] dargebracht – doch das ist nicht [allein] zu beachten: Man soll je nach Preßgang die Opferkuchen darbringen: einen achtteiligen für den Morgen-Preßgang, einen elfteiligen für den mittäglichen, einen zwölfteiligen für den dritten Preßgang; so entspricht es der Gestalt der Preßgänge, so der Versmaße; diese alle werden nach Art des Indra-Opfers bestimmt. Sobald [der Kuchen] mit Schmalzbutter bestrichen ist, soll man vom Opferkuchen kosten, zum Schutz des Soma-Trunkes; denn mit Schmalzbutter belebt man diese [Gaben].