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Kauṣītaki-Brāhmaṇa (Śāṅkhāyana-Brāhmaṇa)

Zweisprachige Ausgabe: Sanskrit (IAST) und deutsche Übersetzung, vollständig in 30 Adhyāyas (Arbeitsfassung mit [Anm.]-Markierungen an unsicheren oder verderbten Stellen).

Brāhmaṇas · 30 Adhyāyas · 271 Khaṇḍas

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Vorwort

Das Kauṣītaki-Brāhmaṇa, auch nach seiner Trägerschule Śāṅkhāyana-Brāhmaṇa genannt, ist neben dem Aitareya-Brāhmaṇa das zweite erhaltene Brāhmaṇa der Bahvṛca- (Ṛgveda-)Schulen. Es gliedert sich in 30 Adhyāyas ohne größere Zwischeneinteilung und behandelt, in engerer und knapperer Sprache als das ausführlichere Aitareya-Brāhmaṇa, das gesamte Śrauta-Ritual des Hotṛ-Priesters: von der Feuerlegung (Agnyādhāna) und dem täglichen Agnihotra über die Neu- und Vollmondopfer und die Vierjahreszeiten-Opfer (Cāturmāsya) bis zu den großen Soma-Opfern.

Das Kauṣītaki-Āraṇyaka, das in dieser Bibliothek bereits vollständig übersetzt vorliegt (mit der darin enthaltenen Kauṣītaki-Upaniṣad), setzt dieses Brāhmaṇa unmittelbar fort und behandelt die esoterischere Deutung des Hotṛ-Rituals sowie den berühmten Prāṇa-Dialog zwischen Bālāki Gārgya und König Ajātaśatru.

Die deutsche Übersetzung entstand eigens und unabhängig direkt aus dem Sanskrit, ohne Rückgriff auf vorhandene Übertragungen. Stellen mit ungewöhnlicher philologischer Schwierigkeit sind im laufenden Text mit „[Anm.: …]“ gekennzeichnet. Die Übersetzung folgt der Adhyāya- und Khaṇḍa-Zählung der GRETIL-Digitalisierung (Lubotsky u.a.); jeder Khaṇḍa wird hier, unabhängig von seiner inneren Satzzahl, als eine fortlaufende Übersetzungseinheit wiedergegeben.

Die Übersetzung liegt vollständig vor (30 Adhyāyas, 271 Khaṇḍas). Der zugrunde liegende GRETIL-Text ist ungeprüft und stellenweise verderbt (Zählsprünge, Dubletten, Lücken, Tippfehler); offensichtliche Fehler wurden im Sanskrit-Feld stillschweigend berichtigt, alle unsicheren oder lückenhaften Stellen sind im deutschen Text mit „[Anm.: …]“ gekennzeichnet. Die Zählung [1], [2], … im deutschen Text folgt der Pāda-Reihenfolge des Quelltextes.

Einführung

Wie das Aitareya-Brāhmaṇa gehört auch das Kauṣītaki-Brāhmaṇa zur Bahvṛca-Tradition des Ṛgveda und ist dem Amt des Hotṛ-Priesters gewidmet, der im Śrauta-Ritual die Ṛgveda-Verse rezitiert. Die Tradition schreibt es Kauṣītaki bzw. seiner Schule zu; der alternative Name Śāṅkhāyana-Brāhmaṇa verweist auf Śāṅkhāyana als Systematisator oder Lehrer dieser Rezension.

Im Vergleich zum weitschweifigeren Aitareya-Brāhmaṇa gilt das Kauṣītaki-Brāhmaṇa als der ältere, knappere und in der rituellen Systematik oft präzisere Text; an mehreren Stellen weicht seine Ritualanweisung von der des Aitareya-Brāhmaṇa ab, was auf eine eigenständige, parallele Ausarbeitung derselben Grundlagen hindeutet.

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