Brahma vā āhāvaḥ, kṣatraṃ nivid, viṭ sūktam; ābhyavate 'tha nividaṃ dadhāti, brahmaṇy eva tad vīryam anuniyunakti; nividaṃ vai kṣatram anuniyunakti, kṣatra evainam viśam anuniyunakti; yaṃ kāmayeta: kṣatreṇaivainaṃ vardhayānīti, madhya etasyai nividaḥ viśam sṛjet; kṣatraṃ vai nividaṃ, viṣaivainam kṣatreṇa vardhayati. yaṃ kāmayeta: viśaivainaṃ vardhayānīti, madhya etasyai nividaḥ viśaṃ sṛjet; kṣatraṃ vai nividaṃ, viśaivainaṃ vardhayati. sarvam evāsyāyathāpūrvaṃ kliptaṃ syād ity, ābhyayaithāṭha nividaṃ dadhyād aha suktaṃ sarvasya khalv eṣāsya yathāpūrvaṃ ripaḥ syād eva Prajāpatir aikṣata: prajāyeya bhūyān syām iti; sa tapo 'tapyata, sa vācam ayachat, sa saṃvatsarasya prāstād dvādaśapadā vāva vidvāṃs tāni satānīmāḥ prajāḥ; Prajāpatir yaṃ imam eka evāgraḥ āsīt, sa pūrvayā nividā kavyātayor imāḥ prajā ajanayan; manūnāmiti, prajātai prajāyate prajayā paśubhiḥ ya evaṃ veda.
Der Zaubertrank/Weisheitsspruch (*brahman*) ist [wie] die Kelle (*āhāva*), die Nivid-Formel ist die Herrschermacht (*kṣatra*), das Sūkta ist der Gemeinfreie/das Volk (*viś*). Nachdem er [den Trank] eingegossen hat, spricht er die Nivid-Formel: damit fügt er dem geistigen Wort die kriegerische Tatkraft bei; die Nivid-Formel fügt eben der Herrschermacht bei, die Herrschermacht fügt ihm eben das Volk bei. Wünscht er jemandem: „Möge ich ihn durch die Herrschermacht wachsen lassen“, so lasse er das Volk mitten in dieser Nivid-Formel [eingebettet] entlassen; die Nivid-Formel ist ja die Herrschermacht, das Volk eben lässt ihn durch die Herrschermacht wachsen. Wünscht er jemandem: „Möge ich ihn durch das Volk wachsen lassen“, so lasse er ebenso das Volk mitten in dieser Nivid-Formel entlassen; die Herrschermacht ist ja die Nivid-Formel, das Volk eben lässt ihn wachsen. [Es folgt eine Schöpfungserzählung:] Prajāpati erwog: „Ich möchte mich fortpflanzen, ich möchte zahlreicher werden.“ Er übte Askese (*tapas*), er hielt seine Rede zurück; er, der zwölfgliedrig das Jahr [verkörpernd] wusste, [ersann] jene hundert [Silben] – dies sind die Geschöpfe. Prajāpati, der zunächst allein an der Spitze war, erzeugte mit der ersten Nivid-Formel, wie mit dem Weisheitswort verbunden, diese Geschöpfe: „der Menschen“ – so entsteht, mit Nachkommenschaft und Vieh gedeihend, wer solches weiß. [Anm.: Der Übergang zur Prajāpati-Erzählung ist im Sanskrit-Text stellenweise verderbt oder im Scan nur unsicher lesbar; die Übersetzung folgt der wahrscheinlichsten Deutung.]
'Agnir deveddha' iti śaṃsati. asau vā Agnir devaiddho, 'tam etaṃ hi devā indhata'; etaṃ hi devā indhata ity āha. ayaṃ vā Agnir manviddho, 'iha manuṣyā indhate'; imaṃ hi manuṣyāḥ indhate ity āha. 'agnim manviddha' iti śaṃsati; agniḥ sushamid iti śaṃsati; Vāyur hi svayam ātmānaṃ samindhe svayaṃ idam sarvaṃ yad idaṃ kiṃca. Vāyum eva tad antarikṣaloka āyatayati; 'hotā devavṛtaḥ' iti śaṃsaty; asau vai Agnir hotā devavṛto, eṣa hi sarvato devair vṛtaḥ; etam eva tasmiml loka āyatayati; ayaṃ vā Agnir hotā manuvṛto 'yaṃ hi sarvato manuṣyair vṛto, 'gnim eva tad asmiml loka āyatayati. Vāyur vai jñānām, Vāyu hy idaṃ sarvaṃ karoti yad idaṃ kiñca; Vāyum eva tad antarikṣaloka āyatayati.
„Von den Göttern entzündet ist Agni“, so rezitiert er. Jener [himmlische] Agni ist von den Göttern entzündet – „diesen haben ja die Götter entzündet“, so sagt er. Dieser [irdische] Agni ist von Menschen entzündet – „diesen entzünden ja die Menschen“, so sagt er. „Den von Menschen entzündeten Agni“, rezitiert er; „Agni, wohl entzündet“, rezitiert er, denn Vāyu entzündet selbst sich selbst, selbst all dies, was hier ist; eben Vāyu lässt er damit in der Luftraum-Welt Gegenwart erlangen. „Der von Göttern umgebene Hotṛ“, rezitiert er; jener Agni ist der von Göttern umgebene Hotṛ, denn er ist ringsum von Göttern umgeben; eben diesen lässt er in jener [Himmels-]Welt Gegenwart erlangen. Dieser [irdische] Agni ist der von Menschen umgebene Hotṛ, denn er ist ringsum von Menschen umgeben; eben diesen Agni lässt er in dieser [irdischen] Welt Gegenwart erlangen. Vāyu ist der Wissende (?) [Anm.: Lesung unsicher], denn Vāyu bewirkt ja alles, was hier ist; eben Vāyu lässt er damit in der Luftraum-Welt Gegenwart erlangen.
Pra vo devāyāgnaya ity anuṣṭubh; prathame pade viharati; tasmāt strī ūrū viharati; samasyaty uttare pade, tasmāt pumān ūrū samasyati; mithunaṃ tan mithunam eva tat karoti, prajātyai; prajāyate prajayā paśubhir ya evaṃ veda; pra vo devāyāgnaya ity evānuṣṭubh; prathame pade viharati, vajram eva tat parovaryāṇāṃ karoti; samasyaty uttare pade, ārabdhavā vai vajrasyānīmātho daṇḍasyātho paraśoḥ; vajram evaitad damayanti.
„Preiset ihr Agni zu den Göttern“ – dieser Anuṣṭubh-Vers wird [beim Rezitieren] beim ersten Versfuß gespreizt [d. h. auseinandergesetzt]; darum spreizt das Weib die Schenkel. Beim letzten Versfuß fügt er zusammen; darum legt der Mann die Schenkel zusammen. Dies bewirkt eben die Paarung (*mithuna*), zur Fortpflanzung; mit Nachkommenschaft und Vieh pflanzt sich fort, wer solches weiß. „Preiset ihr Agni zu den Göttern“ – ebenso beim Anuṣṭubh-Vers: Beim ersten Versfuß spreizt er, damit macht er eben die Vajra zu etwas Fernliegendem, Kraftlosem; beim letzten Versfuß fügt er zusammen – denn ergriffen ist der Vajra Ansatz, sowohl des Stabes als auch der Axt; eben damit besänftigt/bezähmt man die Vajra.
Devāsurā vā eṣu lokeṣu samayatanta; te vai devāḥ sadā evāyātanam akurvata; tān sadaso 'gnīdhraṃ samprāpadyanta, tato na parājayanta; tasmād agnīdhram upavasanti na sadasy, agnīdhre hy adhārayanta. yad agnīdhraṃ dhārayantam tad agnīdhrasyāgnīdhratvam; teṣāṃ devānām asurāḥ sadasyān agnim viharantaḥ apāghnata; tathaivaitad yajamānā eva sadasyāṃs agniṃ viharanta āyus tāsām indrāgni adhyāstām; Indrāgni hy adhītāṃ ayanti tāṃ hotrāḥ prasarpanti; paścāc chāvākāḥ, paśvo hi hino 'nusamjigamiṣati; sadaḥ prasarpanti pasyecā hi hino nusam jigamiṣati so 'syāchāyakīryāt tenaiva sahnā bhavati.
Götter und Asuras stritten einst um diese Welten. Die Götter machten sich immer wieder Aufenthaltsstätten; da gelangten sie von der Versammlungshalle (*sadas*) zum Feuerpriester-Zelt (*agnīdhra*), von dort wurden sie nicht mehr besiegt. Darum wohnt man beim Agnīdhra und nicht in der Versammlungshalle, denn im Agnīdhra hielten sie [ihre Stellung]. Dass sie im Agnīdhra Halt fanden, darin besteht das Wesen des Agnīdhra. Die Asuras, die diesen Göttern in der Versammlungshalle nachstellten, das Feuer verteilend, wurden zurückgeschlagen; ebenso werden für den Opferherrn, wenn man das Feuer in der Versammlungshalle verteilt, [seine Feinde zurückgeschlagen]. Indra und Agni sitzen ihrem Alter nach [an dieser Stelle] – Indra und Agni gehen nämlich [voran]; ihnen folgen die Hotṛ-Priester nach. [Der Rest ist unsicher überliefert: Es folgen die zurückbleibenden Sänger (chāvāka), da das Opfertier sich anzuschließen wünscht, und die Priester schreiten der Versammlungshalle zu.] [Anm.: Dieser Abschnitt über die Sadas-Prozession ist im Scan an mehreren Stellen kaum sicher zu entziffern; die Übersetzung ist an diesen Stellen mit Vorbehalt zu lesen.]
Devaratho vā eṣa yad yajñas; tasyaitāv anurathau yad ājyena pavamānam anuṣñsati; devarathasyaiva tad antarau raśmī yad ājyaṃ, tāṃ anuktṛtiya manuṣyarathasyaiva tad antarau raśmī viharati, alobhāya na nāsya devaratho lubhyati, tathā ya evaṃ veda; tad āhur: yathā vāva stotram evam u śastram, gāyatriṣu sāmagāḥ stuvatā, ānuṣṭubham hotrāyaṃ śaṃsati; kathaṃ asya gāyatryo 'nuśastā bhavantīti? yo vai Agniḥ sa Pavamānas 'nuśastā bhavantīti evam u hāsyāgneyibhir eva pratipadyamānasya pāvamānyo 'nuśastā bhavanti.
Das Opfer selbst ist ja der Streitwagen der Götter (*devaratha*); dies sind seine [beiden] Zügel-Riemen: dass man mit der Opferschmalzbutter das Pavamāna-Lied begleitet. Diese Schmalzbutter ist eben die beiden Riemen des Götterwagens; damit lenkt man zwischen diesen beiden Riemen auch [den entsprechenden] Menschenwagen; damit haftet der Götterwagen nicht [seitlich ab], gerät nicht ins Straucheln – so [geschieht es] für den, der solches weiß. Dazu sagt man: Wie das gesungene Lobpreislied (*stotra*), so ist auch der rezitierte Preisspruch (*śastra*): Beim Gāyatrī-[Stotra] singen die Sāman-Sänger; im Anuṣṭubh-Versmaß rezitiert der Hotṛ dazu. Wie geschieht es, dass ihm die Gāyatrī-Verse als Nachfolge-Rezitation dienen? [Antwort:] Wer Agni ist, der ist [zugleich] der Pavamāna [Soma]; darum dienen ihm, der so mit den an Agni gerichteten [Versen] fortfährt, die Pavamāna-Verse als Nachfolge-Rezitation.
Katham asya gāyatryyaḥ stuvatā anuśastā bhavantīti? gāyatryāḥ vai stuvatā anuśastābhavatīti sampadyate; katham asya saptaitāṣ anuṣṭubhaḥ trir uttamaikādaśa bhavanti? virāḍ vājyādaśī na vā ekākṣareṇa chandāṃsi vyantiyanti, na dvābhyām; tā holaḥ ṣagā yatroyaṃ evam u hāsyānuṣṭubbhir eva prathamayā gāyatryā vijitāt dashusho durona ity agnendra santau vyajyetān; sa dāsuhoraṇa ity agnendrā santau vyajyetām; tad yad agnendrā yajati vijityāgnendrā santau vyajyetām; tad virāṭ trayastriṃśadakṣharā bhavati; trayastriṃśad vai devā: aṣṭau Vasava ekādaśa Rudrā dvādaśādityāḥ Prajāpatiś ca Vaṣaṭkāraś caite devāḥ; sampadyanta devatāstṛpyanti tad āhur: yathā vāva śastram evam u sāma, katham agnendrya jayatiti? yad agnendrya jayatiti, vijitya cottamagraheṇa cā tuṣṇīṃsaṃsena ce tuṣṇīṃsaṃsaṃ saṃsati; tad yathaiva śastram evaṃ jāyā śastram evaṃ yājyā, śāntayaiva bhūr Agnir jyotir jyotir Agnir ity ājyapraüge saṃsthāpayati.
Wie kommt es, dass für ihn die Gāyatrī-Verse dem Lobpreis dienen? Es kommt eben so zustande, dass die Gāyatrī dem Lobpreis dient. Wie kommt es, dass diese sieben Anuṣṭubh-Verse, dreimal die letzten elf, zustande kommen? Der Virāj-Vers besteht nicht aus einer einzigen Silbe, [die Versmaße] wandeln sich nicht mit zwei [Silben]; sie sind sechsfach gegliedert, wo eben diese mit Anuṣṭubh-Versen [rezitiert werden], von der ersten Gāyatrī siegreich... [Anm.: Diese hochtechnische, zahlenmystische Passage über die Gliederung der Verse und der 33 Silben des Virāj ist im Sanskrit-Text an mehreren Stellen verderbt oder im Scan nur bruchstückhaft lesbar; die Übersetzung gibt daher nur den erkennbaren Kern wieder.] Dreiunddreißig sind die Götter: die acht Vasu, die elf Rudra, die zwölf Āditya, dazu Prajāpati und der Vaṣaṭkāra – diese Götter werden dadurch zufriedengestellt. Dazu sagt man: Wie das rezitierte Lied, so auch die Melodie (*sāman*); wie gewinnt man durch Agni und Indra den Sieg? Indem man, nachdem man mit dem letzten Trankgefäß und dem still rezitierten Spruch (*tūṣṇīṃsaṃsa*) gesiegt hat, den still rezitierten Spruch rezitiert. Wie der Preisspruch, so auch der Opferspruch (*yājyā*): zur Besänftigung setzt er im Ājya-Praüga fest: „Die Erde, Agni das Licht, das Licht Agni“.
Hotrājapaṃ japati: retas tat siñcaty, upāṃśu japaty uparistat siktim; reto vai retas tat siñcati, achidrā pada dhā iti reto vā achidram, ato hy achidraḥ sambhavaty, achidraṃ kathā kavayaḥ te ka avya idam achidraṃ retaḥ prajanayann ity eva tad āha; somo viśvavayasyaṃ ratho retaḥ prajanayann ity eva tad āha; brahma vai Bṛihaspatiḥ, kṣatraṃ somaḥ, stutāśastrāṇi nithānām uktha; daivena caivainam tat kṣatreṇokthāni sansati akṛitaṃ akar iti nindanti; kṛtam asya kṛtam bhavati, nāsyākṛitaṃ kṛitaṃ bhavati ya evaṃ veda; prāṇo vai āyuḥ, prāṇo reto, yonir; idam upasamadhāya retaḥ siñcaty, idaṃ saṅsiṣyatīti sam saṅsiṣyaty iti ha; Prajāpatiḥ prajanayiṣyatīti eva tad āha.
Er murmelt den Hotṛ-Zuruf (*hotrājapa*): [Wie] Samen gießt er ihn aus, leise (*upāṃśu*) murmelt er ihn über der Ausgießung. „Ohne Riss den Ort gib“, [heißt es]: Same ohne Riss [d. h. unversehrt] ist er ja, denn daraus entsteht Ununterbrochenes/Unversehrtes: „Ohne Riss – wie [ihr] Weisen“ – das sagt er damit, indem er den unversehrten Samen erzeugt. „Der Soma, der allbelebende, [zeugt] den Wagen als Samen“ – so sagt er es. Bṛhaspati ist das geistige Wort (*brahman*), Soma ist die Herrschermacht (*kṣatra*); die gesungenen und rezitierten Lieder gehören zu den Uktha-Sprüchen. Mit göttlicher Herrschermacht rezitiert er eben die Ukthas; „Ungetan hast du getan“, tadelt man; doch [in Wahrheit] wird für ihn das Getane getan, nicht wird ihm das Ungetane getan, wer solches weiß. Der Atem ist das Leben, der Atem ist der Same, der Mutterschoß; nachdem er dies zusammengefügt hat, gießt er den Samen aus: „Dies wird zusammenkommen“, so wird es zusammenkommen; „Prajāpati wird [Nachkommenschaft] erzeugen“, das sagt er damit.
Der Mensch (*puruṣa*) war es, den die Götter [ursprünglich] als Opfertier ergriffen – der Opferkuchen [ist an seine Stelle getreten]: Dessen Ährengrannen sind [gleichsam] seine Haare, was Kaff/Spreu ist, seine Haut; was zermahlenes Mehl, sein Fleisch; was der harte Kern ist, sein Knochen. Mit voller Opferkraft (*medha*) opfert, wer mit dem Opferkuchen opfert; darum sagt man: „Das Opferkuchen-Opfer ist [dem Menschenopfer] entsprechend/gleichrangig.“ „Ihr habt diese Lichtwelten am Himmel, Agni und Soma, gemeinsam mit Willenskraft geschaffen; ihr beide, Agni und Soma, habt die Ergriffenen vom Tadel der Ströme befreit“ – mit diesem Spruch opfert er zur Vapā (dem Bauchfett). Wer geweiht (*dīkṣita*) ist, der ist gleichsam von allen Gottheiten ergriffen. [Anm.: Dieser Khaṇḍa knüpft an die frühere Puruṣamedha-Erzählung (Adhyāya 6) an und ist im Druck teils verkürzt wiedergegeben; einzelne Wortformen sind unsicher gelesen.]
Ṣaṭpadaṃ tūṣṇīṃsaṃsaṃ saṃsati: ṣaḍ vā ṛtavo; ṛtūn eva tat kalpayati, ṛtūn āpnoti dvādaśapadaṃ purorucaṃ saṃsati; dvādaśa vai māsāḥ, māsān āpnoti; pra vo devāyāgnaya iti saṃsati; antarikṣaṃ vai prāntariksham imāni sarvāṇi bhūtāny anuprajāyante; antarikṣam eva tat kalpayati, antarikṣam āpnoti; dīdyānam apūrvyam iti saṃsati; asau vai dyaur yathā tapati, etam eva tat kalpayati, etam āpnoti; sa marmāṇi viveda iti saṃsati; agniṃ vai sarmāṇy annādyāni yachati; agnim eva tat kalpayati, agnim apyety uta no brahmann aviṣad avitha iti saṃsati; candramā vai brahma; candramasam eva tat kalpayati, candramasam āpyeti; vāyur vai yantā, vāyunedaṃ sarvaṃ yatam antarikṣaṃ na samṛchati; vāyum eva tat kalpayati, vāyum apyeti; ṛtāvā yasya rodasī iti saṃsati; dyāvāpṛthivī vai rodasī; dyāvāpṛthivī apyeti nūne ratav sahasravat tokavat pushṭimad vasu iti saṃsati; samvatsaro vai samastaḥ sahasravat; samvatsaram eva tat kalpayati, samvatsaram apyeti; vṛṣṭir vai yajyā vidyud eva, vidyutam eva tat kalpayati, vidyutam apyeti; sa evaṃ vidvān etanmayo devatāmayo bhavati.
Er rezitiert den sechsfüßigen still rezitierten Spruch (*tūṣṇīṃsaṃsa*): Sechs sind die Jahreszeiten; eben die Jahreszeiten bereitet er damit, die Jahreszeiten erlangt er. Er rezitiert die zwölfgliedrige Vor-Leuchte: Zwölf sind die Monate; die Monate erlangt er. Er rezitiert „Preiset ihr Agni zu den Göttern“: Der Luftraum (*antarikṣa*) ist es, wonach alle diese Wesen sich hier fortpflanzen; eben den Luftraum bereitet er damit, den Luftraum erlangt er. Er rezitiert „den strahlenden, urzeitlichen“: Jener Himmel ist es, wie er glüht; eben diesen bereitet er damit, diesen erlangt er. Er rezitiert „er kannte die verborgenen Stätten“: Agni ist es, der die Speisekräfte gewährt; eben Agni bereitet er damit, zu Agni gelangt er. Er rezitiert „hilf uns, o heiliges Wort, das eingedrungen“: Der Mond ist das heilige Wort (*brahman*); eben den Mond bereitet er damit, zum Mond gelangt er. Vāyu ist der Lenker, durch Vāyu ist all dies gelenkt; ohne ihn erreichte der Luftraum [seine Ordnung] nicht; eben Vāyu bereitet er damit, zu Vāyu gelangt er. Er rezitiert „dessen beide Welten wahrhaftig sind“: Himmel und Erde sind die beiden Welten; zu Himmel und Erde gelangt er. Er rezitiert „jetzt, du Wagenlenker, tausendfach, kinderreich, gedeihlich an Gut“: Das ganze Jahr ist das Tausendfache; eben das Jahr bereitet er damit, zum Jahr gelangt er. Regen ist [Frucht] des Opfers, eben der Blitz; den Blitz bereitet er damit, zum Blitz gelangt er. So wird, wer solches weiß, aus diesem [Ganzen] und aus diesen Gottheiten gewoben.