Quellen der Menschheit

Maitrāyaṇī-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Prapāṭhaka 5

Der fünfte Prapāṭhaka des ersten Kāṇḍa gehört zum Agnihotra bzw. zur täglichen „Verehrung“ (upasthāna) der Feuer durch den Agnihotrin: Er bringt zuerst Mantras (Anuvākas 1–4: Agni-, Indra-Agni-, Sonnen- und Brennholz-Sprüche, Segensformeln, Richtungs- und Schutzformeln), danach ab Anuvāka 5 die Brāhmaṇa-Erläuterung dazu Vers für Vers. Behandelt werden die Verehrung des Agni am Abend und Morgen, die Manu-Erzählung von den Brennhölzern, Feindschadens- und Überwältigungsformeln bei Rivalität, der Yama-Yamī-Mythos von der Erschaffung der Nacht sowie der Auszug- und Wiederkehr-Ritus, bei dem der Hausherr Vieh, Nachkommenschaft, Speise und Haus den Feuern anvertraut. Der Text ist stellenweise verderbt und knapp; an mehreren Stellen (besonders 1,5.13) bleibt der Ritualzusammenhang unsicher.

upaprayanto adhvaraṃ mantraṃ vocemāgnaye / āre asme ca śṛṇvate //

Herbeikommend wollen wir dem Agni das Opfer-Mantra sprechen, dem, der auch in der Ferne von uns hört und (dennoch) hört.

agnir mūrdhā divaḥ kakut patiḥ pṛthivyā ayam //

Agni ist das Haupt, der Gipfel des Himmels, der Herr der Erde ist dieser;

ubhā vām indrāgnī āhuvadhyā ubhā rādhasaḥ saha mādayadhyai //

Euch beide, Indra und Agni, ist anzurufen, (euch) beide, um sich zugleich an (eurer) Freigebigkeit zu berauschen.

ubhā dātārā iṣāṃ rayīṇām ubhā vājasya sātaye huve vām //

Beide, die ihr Geber von Labungen und Reichtümern seid, euch beide rufe ich an, um Beute zu gewinnen.

ayam iha prathamo dhāyi dhātṛbhir hotā yajiṣṭho adhvareṣv īḍyaḥ / yam apnavāno bhṛgavo virurucur vaneṣu citraṃ vibhvaṃ viśeviśe //

Dieser ist hier als erster von den Stiftern eingesetzt worden, der Hotṛ, der beste Opferer, der bei den Opfern zu preisen ist, den die Apnavāna-Bhṛgus in den Hölzern aufleuchten ließen, den bunten, weitreichenden, für jeden einzelnen Stamm.

asya pratnām anu dyutaṃ śukraṃ duduhre ahrayaḥ / payaḥ sahasrasām ṛṣim //

Diesem folgend dem alten Glanz molken die Unbeschämten (Unerschrockenen [?]) die glänzende Milch, den Seher (Ṛṣi), der Tausendfaches gewinnt.

ayaṃ te yonir ṛtviyo yato jāto arocathāḥ / taṃ jānann agnā āroha tato no vardhayā rayim //

Dies ist dein zur rechten Zeit (ṛtu-gemäß) gehöriger Schoß, aus dem du geboren aufgeleuchtet bist; ihn erkennend, Agni, steige hinauf; von dort aus lass uns den Reichtum mehren.

dadhikrāvṇo akāriṣaṃ jiṣṇor aśvasya vājinaḥ / surabhi no mukhā karat pra nā āyūṃṣi tāriṣat //

Dem Dadhikrāvan, dem siegreichen, beutereichen Ross, habe ich gehuldigt; er möge uns die Münder wohlriechend machen, möge unsere Lebensspannen verlängern.

agnā āyūṃṣi pavasā āsuvorjam iṣaṃ ca naḥ / āre bādhasva duchunām //

Agni, du läuterst (die) Lebensspannen; bringe uns Saft und Kraft und Labung herbei; treibe das Unheil in die Ferne.

agnir ṛṣiḥ pavamānaḥ pāñcajanyaḥ purohitaḥ / tam īmahe mahāgayam //

Agni ist der Seher, der sich Läuternde, den fünf Stämmen zugehörig, der Purohita (Hauspriester); ihn bitten wir, den mit großem Haus (mahāgaya).

agne pavasva svapā asme varcaḥ suvīryam / dadhat poṣaṃ rayiṃ mayi //

Agni, läutere dich, du gut Wirkender; verleihe uns Glanz und gute Manneskraft (Vīrya); setze Gedeihen und Reichtum in mich.

agne pāvaka rociṣā mandrayā deva jihvayā / ā devān vakṣi yakṣi ca //

Agni, Läuterer, mit deiner Lichtglut, mit deiner erfreuenden Zunge, o Gott, bringe die Götter herbei und verehre sie im Opfer.

sa naḥ pāvaka dīdivo 'gne devaṃ ihāvaha / upa yajñaṃ haviś ca naḥ //

Du, Läuterer, Leuchtender, Agni, bringe hierher den Gott, zum Opfer und zu unserer Opfergabe (havis).

agniḥ śucivratatamaḥ śucir vipraḥ śuciḥ kaviḥ / śucī rocatā āhutaḥ //

Agni ist der von reinstem Gelübde, rein, ein Inspirierter (Vipra), rein, ein Dichter (Kavi); rein leuchtet er, mit dem Opfer begossen.

ud agne śucayas tava śukrā bhrājanta īrate / tava jyotīṃṣy arcayaḥ //

Empor, Agni, steigen deine reinen, glänzenden Lohen, leuchtend, deine Lichter, deine Flammen.

agnīṣomā imaṃ su me śṛṇutaṃ vṛṣaṇā havam / prati sūktāni haryataṃ bhavataṃ dāśuṣe mayaḥ //

Agni und Soma, hört diesen meinen Ruf gut, ihr Stiere; nehmt die guten Worte gern auf und seid dem Opfernden zum Wohl.

agnis tigmas tigmatejāḥ prati rakṣo dahatu sahatām arātim / apāghaśaṃsaṃ nudatām //

Agni, der scharfe, von scharfer Glut, soll den Unhold (Rakṣas) verbrennen, die Nichtgebenden/Feinde bezwingen; beide mögen den Übelredner wegstoßen.

agne sapatnasāha sapatnān me sahasva / mā mā titīrṣan tārīt

Agni, Rivalen-Bezwinger, bezwinge mir die Rivalen (sapatna). Nicht soll der, der mich zu überwinden (durchqueren) sucht, hinüberkommen. [Anm.: Der Text bricht hier ab bzw. ist unvollständig.]

tvam agne sūryavarcā asi saṃ mām āyuṣā varcasā sṛja saṃ tvam agne sūryasya jyotiṣāgathāḥ //

Du, Agni, hast Sonnenglanz; verbinde mich mit Lebensdauer und Glanz; du, Agni, bist mit dem Licht der Sonne zusammengekommen.

sam ṛṣīṇāṃ stutena saṃ priyeṇa dhāmnā sam aham āyuṣā saṃ varcasā saṃ prajayā saṃ rāyaspoṣeṇa gmīya //

Mit dem Lobpreis der Ṛṣis, mit (deiner) lieben Stätte möge ich mit Lebensdauer, mit Glanz, mit Nachkommenschaft, mit Gedeihen von Reichtum zusammenkommen.

indhānās tvā śataṃ himā dyumantaḥ samidhīmahi / vayasvanto vayaskṛtaṃ sahasvantaḥ sahaskṛtam / agne sapatnadambhanaṃ suvīrāso adābhyam //

Dich, den Entzündeten, wollen wir hundert Winter lang, glanzvoll, mit Brennhölzern (samidh) entflammen, Lebenskraft besitzend den Lebenskraft Schaffenden, machtvoll den Macht Schaffenden; Agni, den Rivalen-Bezwinger, mit guten Männern, den Unbezwingbaren.

agneḥ samid asy abhiśastyā mā pāhi somasya samid asi paraspā ma edhi yamasya samid asi mṛtyor mā pāhy āyurdhā agne 'sy āyur me dhehi varcodhā agne 'si varco me dhehi cakṣuṣpā agne 'si cakṣur me pāhi śrotrapā agne 'si śrotraṃ me pāhi tanūpā agne 'si tanvaṃ me pāhi yan me agna ūnaṃ tanvas tan mā āpṛṇāgne yat te tapas tena taṃ pratitapa yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo 'gne yat te śocis tena taṃ pratiśoca yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo 'gne yat te arcis tena taṃ pratyarca yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo 'gne yat te haras tena taṃ pratihara yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo 'gne yat te tejas tena taṃ pratititigdhi yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo 'gne rucāṃ pate namas te ruce mayi rucaṃ dhāś citrāvaso svasti te pāram aśīyārvāgvaso svasti te pāram aśīyāmbhaḥ sthāmbho vo bhakṣīya mahaḥ stha maho vo bhakṣīyorjaḥ sthorjaṃ vo bhakṣīya rāyaspoṣaḥ stha rāyaspoṣaṃ vo bhakṣīya //

Du bist Agnis Brennholz; schütze mich vor Verfluchung. Du bist Somas Brennholz; sei mir ein Beschützer von jenseits (paraspā) [?]. Du bist Yamas Brennholz; schütze mich vor dem Tod. Agni, du bist Lebensspender; gib mir Leben. Agni, du bist Glanzspender; gib mir Glanz. Agni, du bist Hüter des Auges; schütze mir das Auge. Agni, du bist Hüter des Ohrs; schütze mir das Ohr. Agni, du bist Hüter des Leibes; schütze mir den Leib. Was mir, Agni, am Leib fehlt, das fülle mir auf. Agni, mit deiner Hitze (tapas), mit dieser erhitze den, der uns hasst und den wir hassen. Agni, mit deiner Flamme (śocis), mit dieser entflamme gegen den, der uns hasst und den wir hassen. Agni, mit deiner Lohe (arcis), mit dieser lohe gegen den, der uns hasst und den wir hassen. Agni, mit deiner Glut (haras), mit dieser sengend nimm dem, der uns hasst und den wir hassen. Agni, mit deinem Feuerglanz (tejas), mit diesem schärfe (dich) gegen den, der uns hasst und den wir hassen [?]. Agni, Herr der Lichtglanz-Leuchten, Verehrung dir; setze Lichtglanz in mich. Citrāvasu, Heil dir; ans (andere) Ufer möge ich gelangen. Arvāgvasu, Heil dir; ans Ufer möge ich gelangen. Ihr seid Flut (ambhas): möge ich an eurer Flut teilhaben; ihr seid Größe (mahas): möge ich an eurer Größe teilhaben; ihr seid Saft und Kraft: möge ich an eurem Saft und eurer Kraft teilhaben; ihr seid Gedeihen des Reichtums: möge ich an eurem Gedeihen des Reichtums teilhaben.

revatī ramadhvam asmin yonā asmin goṣṭhe 'yaṃ vo bandhur ito māpagāta bahvīr bhavata mā mā hāsiṣṭa //

Ihr Reichen, freut euch in diesem Schoß, in diesem Kuhstall; dies ist euer Verwandter; von hier geht nicht weg; werdet viele, verlasst mich nicht.

saṃhitāsi viśvarūpā morjā viśā gaupatyenā prajayā rāyaspoṣeṇa //

Du bist die Vereinigung (Saṃhitā), die Vielgestaltige; tritt zu mir ein mit Saft und Kraft, mit Kuhherrschaft, mit Nachkommenschaft, mit Gedeihen von Reichtum.

mayi vo rāyaḥ śrayantāṃ sahasrapoṣaṃ vo 'śīya

Auf mich sollen sich eure Reichtümer stützen; euer tausendfaches Gedeihen möge ich erlangen.

upa tvāgne divedive doṣāvastar dhiyā vayam / namo bharanta emasi //

Zu dir, Agni, Tag für Tag, du Erleuchter des Abends, kommen wir mit Andacht, Verehrung tragend.

rājantam adhvarāṇāṃ gopām ṛtasya dīdivim / vardhamānaṃ sve dame //

Zu dem Herrschenden über die Opfer, dem Hüter des Ṛta (der Ordnung), dem Leuchtenden, der im eigenen Haus wächst.

sa naḥ piteva sūnave 'gne sūpāyano bhava / sacasvā naḥ svataye //

Der sei uns, Agni, wie ein Vater dem Sohn ein gut zugänglicher; sei uns nahe zum Wohl.

agne tvaṃ no antama uta trātā śivo bhavā varūthyaḥ / taṃ tvā śociṣṭha dīdivaḥ sumnāya nūnam īmahe sakhibhyaḥ //

Agni, du bist uns der Nächste und ein Retter, sei gütig, Schutzgewährender (varūthya). Dich, Hellster, Leuchtender, bitten wir jetzt um Gunst, (dich) für die Freunde.

vasur agnir vasuśravā achā nakṣi dyutattamaṃ rayiṃ dāḥ / sa no bodhi śrudhī havam uruṣyā no aghāyataḥ samasmāt //

Vasu ist Agni, mit Vasu-Ruhm; komm heran, gib den glänzendsten Reichtum. Er soll auf uns achten, den Ruf hören; schütze uns vor jedem Übelwollenden.

abhyasthāṃ viśvāḥ pṛtanā arātīs tad agnir āha tad u soma āha / bṛhaspatiḥ savitendras tad āha pūṣā nā ādhāt sukṛtasya loke //

Ich habe alle Heerscharen, die Feinde (arāti), überwältigt; das sagt Agni, das sagt auch Soma; Bṛhaspati, Savitṛ, Indra sagen das; Pūṣan soll uns in die Welt des Gut-Getanen setzen.

ūrjā vaḥ paśyāmy ūrjā mā paśyata / rayyā vaḥ paśyāmi rayyā mā paśyata //

Mit Saft und Kraft sehe ich euch an, mit Saft und Kraft seht mich an; mit Reichtum sehe ich euch an, mit Reichtum seht mich an.

saṃpaśyāmi prajā aham iḍaprajaso mānavīḥ / sarvā bhavantu no gṛhe //

Ich sehe die Nachkommen, die Iḍā-Nachkommenschaft, die Manu-Abkömmlinge; alle sollen in unserem Haus sein.

iḍāḥ stha madhukṛtaḥ syonā māviśateraṃmadaḥ / sahasrapoṣaṃ vo 'śīya //

Ihr seid Iḍās (Labungen), Honig schaffend, wohltuend; tretet in mich ein, ihr Sättigend-Berauschenden (iraṃmada) [?]; euer tausendfaches Gedeihen möge ich erlangen.

bhuvanam asi sahasrapoṣapuṣi tasya no rāsva tasya te bhaktivāno bhūyāsmeḍāsi vratabhṛt tvayi vrataṃ vratabhṛd asi

Du bist die Welt (bhuvana), tausendfaches Gedeihen nährend; davon gib uns; deines möge ich dieses teilhaftig werden. Du bist Iḍā, gelübdetragend; in dir (ruht) das Gelübde; du bist gelübdetragend.

mahi trīṇām avo 'stu dyukṣaṃ mitrasyāryamṇaḥ / durādharṣaṃ varuṇasya //

Groß sei der Beistand der Drei, himmelreichend, des Mitra, des Aryaman, schwer zu überwältigen, des Varuṇa.

nahi teṣām amā satāṃ nādhvasu vāraṇeṣu ca / īśe ripur aghaśaṃsaḥ //

Denn über sie, die Wesenden, herrscht weder in der Nähe noch auf den Wegen noch bei den Abwehrstellen (vāraṇa) der Feind, der Übelredner [?].

te hi putrāso aditeś chardir yachanty ajasram / pra dāśuṣe vāryāṇi //

Denn diese Söhne der Aditi gewähren unablässig Schutzdach (chardis); dem Opfernden (spenden sie) Erwünschtes.

somānaṃ svaraṇaṃ kṛṇuhi brahmaṇaspate / kakṣīvantaṃ ya auśijaḥ //

Mache den Somapresser zu einem Wohlklingenden (svaraṇa), Brahmaṇaspati, wie den Kakṣīvant, den Auśija (Sohn der Uśij).

yo revān yo amīvahā vasuvit puṣṭivardhanaḥ / sa naḥ siṣaktu yaḥ śivaḥ //

Der reich ist, der Krankheit vertreibt, Güter findet, das Gedeihen mehrt, der gütig ist, der möge uns anhängen.

mitrasya carṣaṇīdhṛtaḥ śravo devasya sānasi / dyumnaṃ citraśravastamam //

Des Mitra, der die Menschen trägt, des Gottes Ruhm bei der Gewinnung, den Glanz, den am meisten wunderbar berühmten.

kadā cana starīr asi kadā cana prayuchasi //

Nie bist du unfruchtbar (eine Starī, unfruchtbare Kuh), nie lässt du nach.

pari te dūḍabho ratho 'smaṃ aśnotu viśvataḥ / yena rakṣasi dāśuṣaḥ //

Rings um dich möge dein untrüglicher (dūḍabha) Wagen zu uns gelangen von allen Seiten, mit dem du den Opferspender schützt.

nimrado 'si ny ahaṃ taṃ mṛdyāsaṃ yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo 'bhibhūr asy abhy ahaṃ taṃ bhūyāsaṃ yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmaḥ prabhūr asi prāhaṃ tam atibhūyāsaṃ yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmaḥ //

Du bist ein Niederdrücker; ich möge den niederdrücken, der uns hasst und den wir hassen. Du bist ein Überwältiger; ich möge den überwältigen, der uns hasst und den wir hassen. Du bist ein Übermächtiger; ich möge den übertreffen, der uns hasst und den wir hassen.

pūṣā mā pathipāḥ pātu pūṣā mā paśupāḥ pātu pūṣā mādhipāḥ pātu prācī dig agnir devatā yo maitasyā diśo abhidāsād agniṃ sā ṛchatu daksiṇā dig indro devatā yo maitasyā diśo abhidāsād indraṃ sā ṛchatu pratīcī diṅ maruto devatā yo maitasyā diśo abhidāsān marutaḥ sā ṛchatūdīcī diṅ mitrāvaruṇau devatā yo maitasyā diśo abhidāsān mitrāvaruṇau sā ṛchatūrdhvā dik somo devatā yo maitasyā diśo abhidāsāt somaṃ sā ṛchatu dharmo mā dharmaṇaḥ pātu vidharmo mā vidharmaṇaḥ pātv āyuś ca prāyuś ca cakṣaś ca vicakṣaś ca prāṅ cāpāṅ coruka urukasya te vācā vayaṃ saṃ bhaktena gamemahy agne gṛhapate

Pūṣan, der Wegehüter, soll mich schützen; Pūṣan, der Viehhüter, soll mich schützen; Pūṣan, der Oberhüter, soll mich schützen. Die östliche Himmelsrichtung, Agni ist die Gottheit: wer mich von dieser Himmelsrichtung her anfeinden will, den soll sie zu Agni gelangen lassen. Die südliche Himmelsrichtung, Indra ist die Gottheit: wer mich von dieser Himmelsrichtung her anfeinden will, den soll sie zu Indra gelangen lassen. Die westliche Himmelsrichtung, die Maruts sind die Gottheit: wer mich von dieser Himmelsrichtung her anfeinden will, den soll sie zu den Maruts gelangen lassen. Die nördliche Himmelsrichtung, Mitra und Varuṇa sind die Gottheit: wer mich von dieser Himmelsrichtung her anfeinden will, den soll sie zu Mitra und Varuṇa gelangen lassen. Die obere Himmelsrichtung, Soma ist die Gottheit: wer mich von dieser Himmelsrichtung her anfeinden will, den soll sie zu Soma gelangen lassen. Dharma soll mich vor dem Dharman (dharmaṇaḥ) schützen, Vidharma vor dem Vidharman (vidharmaṇaḥ) [?]; Leben und Fortleben, Sehkraft und Weitsicht, Vorwärtsgerichtetes und Rückwärtsgerichtetes und der Weite (Uruka). Durch das Wort deiner, des Weiten, mögen wir mit dem Zugeteilten (bhakta) zusammenkommen. Agni, Hausherr [Anm.: Text bricht hier ab].

yasya vā agnihotre stomo yujyate svargam asmai bhavati ayajño vā eṣa yatra stomo na yujyata upaprayanto adhvaram itīyaṃ vā upotir ita eva somaṃ yunakty atho imām eva stomam upayunakty atho yā eva prajā bhūtā nāmanvatīs tā eva stomam upayunakty asya pratnām anu dyutam ity asau vai lokaḥ pratnam amuta eva stomaṃ yunakty atho devā vai pratnaṃ tān eva stomam upayunakty ubhayata eva stomaṃ yunaktītas cāmutaś ca devān vā eṣa prayujya svargaṃ lokam eti yad āhopopen nu maghavan bhūyā in nu tā itīyaṃ vā upotir asyām eva pratitiṣṭhaty atha yad upavat padam āha yā eva prajā ābhaviṣyantīs tā eva stomam upayunakti pari te dūḍabho rathā ity ubhayata evaitayā stomaṃ yuktaṃ parigṛhṇātītas cāmutaś cāgnir mūrdheti svargā tena divaḥ kakud iti svargā tena patiḥ pṛthivyā ayam iti mithunā tenāpāṃ retāṃsi jinvatīti retasvatī paśavyā sarvasamṛddhā gāyatryopāsthita gāyatro hy agnir gāyatrachandāḥ svenaivainaṃ chandasopāsthitobhā vām indrāgnī āhuvadhyā ity ubhau hy etau sahāmuṃ vā ayaṃ divā bhūte praviśati tasmād asau divā rocata imām asau naktaṃ tasmād ayaṃ naktaṃ yad ubhā vām ity āhobhā evainā achambaṭkāram upatiṣṭhata ubhayor lokayo rocate 'smiṃś cāmuṣmiṃś ca triṣṭubhopāsthitāyam iha prathamo dhāyi dhātṛbhir ity agnir hy asyāṃ prathamo 'dhīyata hotā yajiṣṭho adhvareṣv īḍyā ity eṣa hi hotā yajiṣṭho adhvareṣv īḍyo yam apnavāno bhṛgavo virurucur ity apnavāno hy etaṃ bhṛgavo vyarocayan vaneṣu citraṃ vibhvaṃ viśeviśā ity eṣa hīdaṃ sarvaṃ vibhūr jagatyopāsthitāsya pratnām anu dyutam iti svargo vai lokaḥ pratnaṃ svarga eva loke pratitiṣṭhaty ayaṃ te yonir ṛtviyā ity eṣa hy etasya yonir ṛtviyo 'gniḥ sūryasyānuṣṭubhopāsthita

Wessen Agnihotra mit einem Lobgesang (stoma) verbunden wird, für den entsteht die Himmelswelt. Ein Nicht-Opfer ist dies, wo der Lobgesang nicht angeschirrt wird. „Herbeikommend zum Opfer“ – das „Herbei“ (upoti) ist diese (Erde); von hier aus schirrt er den Soma an; ferner schirrt er diese (Erde) selbst dem Lobgesang zu; ferner schirrt er jene Geschöpfe, die geboren sind und Namen tragen, dem Lobgesang zu. „Diesem folgend dem alten Glanz“ – das Alte (pratna) ist jene Welt; von dort aus schirrt er den Lobgesang an; ferner sind die Götter das Alte; diese schirrt er dem Lobgesang zu. Beidseitig schirrt er den Lobgesang an, von hier und von dort. Die Götter (an)schirrend geht er zur Himmelswelt. Dass er sagt „upopen nu maghavan bhūyā in nu tā“ – das „Herbei“ (upoti) ist diese (Erde); in dieser findet er Halt. Dass er ferner ein Wort mit „upa-“ sagt: die Geschöpfe, die noch werden sollen, die schirrt er dem Lobgesang zu. „Um dich, Dūḍabha, der Wagen“ – beidseitig umfasst er damit den angeschirrten Lobgesang, von hier und von dort. „Agni ist das Haupt“ – damit (ist es) himmelwärts; „der Gipfel des Himmels“ – damit (ist es) himmelwärts; „der Herr der Erde ist dieser“ – damit (ist es) ein Paar (mithuna); „er belebt die Samen der Wasser“ – (dadurch wird es) samenreich, viehreich, ganz gediehen. Mit einer Gāyatrī wird er verehrt; denn Agni ist gāyatrisch, hat die Gāyatrī zum Metrum; mit seinem eigenen Metrum ist er so verehrt. „Euch beide, Indra und Agni, anzurufen“ – denn dies sind beide zusammen: Dieser (Agni) tritt am Tag in jenen (Āditya) ein; daher leuchtet jener am Tag; jener (tritt) in diesen ein in der Nacht; daher (leuchtet) dieser in der Nacht. Dass er sagt „beide, euch“, so verehrt er eben diese beiden ohne Fehl (achambaṭkāram [?]); in beiden Welten leuchtet er, in dieser und in jener. Mit einer Triṣṭubh wird er verehrt: „Dieser ist hier als erster von den Stiftern eingesetzt worden“ – denn Agni wurde in dieser (Erde) als erster eingesetzt; „der Hotṛ, der beste Opferer, bei den Opfern zu preisen“ – denn dieser ist der Hotṛ, der beste Opferer, bei den Opfern zu preisen; „den die Apnavāna-Bhṛgus aufleuchten ließen“ – denn die Apnavāna-Bhṛgus ließen ihn aufleuchten; „in den Hölzern, den bunten, weitreichenden, für jeden einzelnen“ – denn dieser ist das Alles Durchdringende (vibhū); mit einer Jagatī wird er verehrt. „Diesem folgend dem alten Glanz“ – die Himmelswelt ist das Alte; in der Himmelswelt findet er Halt. „Dies ist dein zur rechten Zeit gehöriger Schoß“ – denn dieser Agni ist der ṛtu-gemäße Schoß dieses (Wesens); (der Schoß) der Sonne [Anm.: Bezug von „sūryasya“ unklar]; mit einer Anuṣṭubh wird er verehrt.

upaprayanto adhvaram iti pravāpayaty evaitayāngir mūrdheti pravāpita evaitayā reto dadhāty ubhā vām indrāgnī āhuvadhyā iti prāṇāpānau vā indrāgnī prāṇāpānau vā etan mukhato yajñasya dhīyete //

„Herbeikommend zum Opfer“ – damit lässt er (den Samen) sozusagen ausstreuen (pravāpayati) [?]. „Agni ist das Haupt“ – nachdem er ausgestreut ist, legt er damit den Samen nieder. „Euch beide, Indra und Agni, anzurufen“ – denn Indra und Agni sind Atem (prāṇa) und Abatem (apāna); Atem und Abatem werden am Mund des Opfers eingesetzt.

ayam iha prathamo dhāyi dhātṛbhir iti garbham evādhād asya pratnām anu dyutam ity udhar evākar ayaṃ te yonir ṛtviyā ity ajījanac caivāvīvṛdhac ca ṣaḍbhir upatiṣṭhate ṣaḍ vai pṛṣṭhāni pṛṣṭhāny evācīkḷpad dadhikrāvṇo akāriṣam iti dadhikrāvatyopatiṣṭhata eṣā vā agner dadhikrāvatī priyā tanūḥ paśavyā sarvasamṛddhāgner evaitayā priyaṃ dhāmopaity atho paśumān bhavaty atho ātmānam evaitayā yajamānaḥ punīte saptabhir upatiṣṭhate saptapadā śakvarī śākvarāḥ paśavaḥ paśūn evāvarunddhe jīryati vā eṣa āhitaḥ paśur hy agnis tad etāny evāgnyādheyasya havīṃṣi saṃvatsaresaṃvatsare nirvapet tena vā eṣa na jīryati tenainaṃ punarṇavaṃ karoti tan na sūrkṣyam etābhir evāgneyapāvamānībhir agnyādheyasya yājyānuvākyābhir upastheyas tena vā eṣa na jīryati tenainaṃ punarṇavaṃ karoti dvādaśabhir upatiṣṭhate dvādaśa māsāḥ saṃvatsaraḥ saṃvatsaram evāptvāvarunddhe 'gnīṣomīyayā trayodaśyopastheyo 'sti māsas trayodaśas tam evaitayāptvāvarunddhe

„Dieser ist hier als erster von den Stiftern eingesetzt worden“ – den Keim hat er dadurch eingesetzt. „Diesem folgend dem alten Glanz“ – ein Euter hat er dadurch gemacht. „Dies ist dein zur rechten Zeit gehöriger Schoß“ – er hat ihn gezeugt und wachsen lassen. Mit sechs verehrt er: sechs sind die Pṛṣṭha-(Sāmans); die Pṛṣṭhas hat er damit zurechtgelegt. „Dem Dadhikrāvan habe ich gehuldigt“ – mit einer Dadhikrāvatī verehrt er; denn diese ist Agnis Dadhikrāvatī, die liebe Leibesform, viehreich, alles gelingend; zu Agnis lieber Stätte geht er damit; ferner wird er viehreich; ferner reinigt der Opferherr damit sich selbst. Mit sieben verehrt er: siebenfüßig ist die Śakvarī; Śakvarī-gemäß sind die Tiere; Vieh erlangt er für sich. Er altert, dieser Eingesetzte, denn Agni ist ein Opfertier [?]. Diese eben sind die Opfergaben der Agni-Einsetzung: Jahr für Jahr soll er sie darbringen; dadurch altert dieser nicht, dadurch macht er ihn wieder neu (punarṇava). Das ist nicht zu vernachlässigen [?]. Mit eben diesen Āgneya-Pavamānī-Versen, die Yājyā- und Anuvākyā-Verse der Agni-Einsetzung sind, ist er zu verehren; dadurch altert dieser nicht, dadurch macht er ihn wieder neu. Mit zwölf verehrt er: zwölf Monate hat das Jahr; das Jahr erreicht er und erlangt es für sich. Mit der Agnīṣomīya (Strophe) als dreizehnter ist er zu verehren; es gibt einen dreizehnten Monat; den erreicht er damit und erlangt ihn für sich.

brahmavādino vadanti kasmāt sāyam agnim upatiṣṭhante kasmāt prātar nety asau vā ādityaḥ sāyam āsuvati tasmāt sāyam upatiṣṭhanta eṣa prātaḥ prasuvati tasmāt prātar nopatiṣṭhante tasmāt sāyam ahute 'gnihotre 'gnihotriṇā nāśitavyaṃ tasmād u prātar ahute nāśitavyaṃ tasmāt sāyam atithaye pratyenasaḥ puṇyatvāt tu prātar dadati prātaravanegena prātar upastheyo 'dhiśrita unnīyamāne vā hastā avanenijīta tatra vihavyasya catasrā ṛco vadet prātaravanege catasraḥ prātaravanegena vā anāptam āpnoty anavaruddham avarunddhe tad anāptam evaitenāpnoty anavaruddham avarunddhe 'bibhed vā eṣa uddhṛtas taṃ devāś chandobhiḥ paryastṛṇan yad upatiṣṭhate chandobhir evainaṃ paristṛṇāty ubhayam asmā akar agnīṣomīyayā pūrvapakṣa upastheyo 'gnīṣomīyo vai pūrvapakṣo 'parapakṣāyaivainaṃ paridadāty aindrāgnyāparapakṣa upastheya aindrāgno vā aparapakṣaḥ pūrvapakṣāyaivainaṃ paridadāti sarvā ha vā enaṃ devatāḥ saṃpradāyam anapekṣaṃ gopāyanti ya evaṃ vidvān agnim upatiṣṭhate

Die Brahmavādins sagen: Warum verehrt man Agni am Abend, warum nicht am Morgen? Jener Āditya (die Sonne) überträgt am Abend (āsuvati) [?]; daher verehrt man am Abend; dieser (Agni) lässt am Morgen hervorgehen (prasuvati); daher verehrt man nicht am Morgen. Daher soll der Agnihotrin, wenn das Agnihotra am Abend nicht geopfert ist, nicht essen; und daher auch nicht, wenn es am Morgen nicht geopfert ist. Daher gibt man am Abend dem Gast wegen der Vergehen(-Abwehr) [pratyenasaḥ: unsicher], am Morgen aber gibt man, weil es Verdienst bringt. Beim morgendlichen Abwaschen ist er zu verehren: Wenn (die Milch) aufgesetzt ist und (das Opfermaterial) herausgenommen wird, soll er die Hände waschen. Dabei soll er die vier Verse des Vihavya sprechen; beim morgendlichen Abwaschen vier. Durch das morgendliche Abwaschen erreicht er das Unerreichte, erlangt das Unerlangte für sich; damit erreicht er eben das Unerreichte, erlangt das Unerlangte für sich. Dieser (Agni) fürchtete sich, als er hochgenommen wurde; ihn bedeckten die Götter ringsum mit Metren; dass er verehrt, damit bedeckt er ihn ringsum mit Metren; beides hat er ihm gemacht [?]. Mit der Agnīṣomīya (Strophe) ist in der ersten Monatshälfte zu verehren; denn die erste Hälfte gehört Agni und Soma; damit übergibt er ihn der zweiten Hälfte. Mit der Aindrāgnī ist in der zweiten Hälfte zu verehren; denn die zweite Hälfte gehört Indra und Agni; damit übergibt er ihn der ersten Hälfte. Alle Gottheiten behüten den, der so wissend Agni verehrt, nachdem er ihnen übergeben ist, ohne Rücksicht (auf anderes) [?].

tvam agne sūryavarcā asīti vasīyase śreyasa āśiṣam āśāste saṃ mām āyuṣā varcasā sṛjety ātmanā āśāste saṃ tvam agne sūryasya jyotiṣāgathā iti saha hy ete tarhi jyotiṣī bhavataḥ sam ṛṣīṇāṃ stuteneti chandāṃsi vā ṛṣīṇāṃ stutaṃ chandobhir evainaṃ samardhayati saṃ priyeṇa dhāmnety āhutayo vā agneḥ priyaṃ dhāmāhutibhir evainaṃ samardhayati //

„Du, Agni, hast Sonnenglanz“ – so erbittet er einen Segen für das Bessere, Vorzüglichere. „Verbinde mich mit Lebensdauer und Glanz“ – damit erbittet er (den Segen) für sich selbst. „Du, Agni, bist mit dem Licht der Sonne zusammengekommen“ – denn dann sind diese beiden Lichter beisammen. „Mit dem Lobpreis der Ṛṣis“ – die Metren sind der Lobpreis der Ṛṣis; mit den Metren lässt er ihn gedeihen. „Mit lieber Stätte“ – die Opferspenden (āhuti) sind Agnis liebe Stätte; mit den Opferspenden lässt er ihn gedeihen.

sam aham āyuṣā saṃ varcasā saṃ prajayā saṃ rāyaspoṣeṇa gmīyety āśiṣam evāśāsta indhānās tvā śataṃ himā iti pṛtanājid dhy āhūtis tayā rājanyā upatiṣṭheta yadā hi rājanyaḥ pṛtanā jayaty atho bhavaty utārājanyā upatiṣṭheta sarvo hi pṛtanā jigīṣati sarvo bubhūṣati manor vai daśa jāyā āsan daśaputrā navaputrāṣṭaputrā saptaputrā ṣaṭputrā pañcaputrā catuṣputrā triputrā dviputraikaputrā ye navāsaṃs tān eka upasamakrāmad ye 'ṣṭau tān dvau ye sapta tāṃs trayo ye ṣaṭ tāṃś catvāro 'tha vai pañcaiva pañcāsaṃs tā imāḥ pañca daśata imān pañca nirabhajan yad eva kiṃca manoḥ svam āsīt tasmāt te vai manum evopādhāvan manā anāthanta tebhya etāḥ samidhaḥ prāyachat tābhir vai te tān niradahaṃs tābhir enān parābhāvayan parā pāpmānaṃ bhrātṛvyaṃ bhāvayati ya evaṃ vidvān etāḥ samidha ādadhāty agneḥ samid asy abhiśastyā mā pāhīty abhiśastyā enaṃ pāti somasya samid asi paraspā ma edhīti paraspā asya bhavati yamasya samid asi mṛtyor mā pāhīti mṛtyor enaṃ pāty etad dha sma vā āha nārada idaṃ vāvāgnyupasthānam āsety abhiśastyā enaṃ pāti paraspā asya bhavati mṛtyor enaṃ pāti

„Mit Lebensdauer, mit Glanz, mit Nachkommenschaft, mit Gedeihen von Reichtum möge ich zusammenkommen“ – einen Segen erbittet er eben. „Dich, den Entzündeten, hundert Winter lang“ – denn die Opferspende ist heeresbezwingend; damit soll ein Rājanya (Fürst) verehren; denn wenn ein Rājanya Heere bezwingt, dann gedeiht er (bhavati). Auch ein Nicht-Rājanya soll verehren; denn jeder will Heere bezwingen, jeder will gedeihen (bubhūṣati). Manu hatte zehn Frauen: eine mit zehn Söhnen, eine mit neun Söhnen, eine mit acht Söhnen, eine mit sieben Söhnen, eine mit sechs Söhnen, eine mit fünf Söhnen, eine mit vier Söhnen, eine mit drei Söhnen, eine mit zwei Söhnen, eine mit einem Sohn. Zu denen, die neun waren, trat einer über; zu denen, die acht waren, zwei; zu denen, die sieben, drei; zu denen, die sechs, vier; da waren es nur fünf, die fünf waren. Diese fünf schlossen diese fünf von den zehn (Erbteilen) aus [?] – was auch immer Manus Eigentum war. Daher liefen diese eben zu Manu und baten Manu um Hilfe. Ihnen gab er diese Brennhölzer; mit diesen verbrannten sie jene hinaus, mit diesen ließen sie sie zugrunde gehen. Zugrunde lässt er das Übel, den Nebenbuhler (bhrātṛvya), gehen, wer so wissend diese Brennhölzer auflegt. „Du bist Agnis Brennholz; schütze mich vor Verfluchung“ – vor Verfluchung schützt er ihn. „Du bist Somas Brennholz; sei mir ein Beschützer von jenseits“ – ein Beschützer von jenseits wird er ihm. „Du bist Yamas Brennholz; schütze mich vor dem Tod“ – vor dem Tod schützt er ihn. Dies, so heißt es, hat Nārada gesagt: Dies war eben die Agni-Verehrung – vor Verfluchung schützt er ihn, ein Beschützer von jenseits wird er ihm, vor dem Tod schützt er ihn.

āyurdhā agne 'sy āyur me dhehīty āyur evāsmin dadhāti varcodhā agne 'si varco me dhehīti varca evāsmin dadhāti cakṣuṣpā agne 'si cakṣur me pāhīti cakṣur evāsya pāti śrotrapā agne 'si śrotraṃ me pāhīti śrotram evāsya pāti tanūpā agne 'si tanvaṃ me pāhīti tanvam evāsya pāti yan me agna ūnaṃ tanvas tan mā āpṛṇeti yad evāsyātmana ūnaṃ yat prajāyā yat paśūnāṃ tad evaitenāpūrayati tad āpyāyayaty agne yat te tapā ity etā vā agnes tanvo jyotiṣmatīr etad dha sma vā āhāruṇa aupaveśir yān vasīyasaḥ śreyasa ātmano bhrātṛvyān abhiprājānīm ābhiṣ ṭān agnes tanūbhir jyotiṣmatībhiḥ parābhāvayāmeti parā pāpmānaṃ bhrātṛvyaṃ bhāvayati ya evaṃ vidvān agnim upatiṣṭhate 'gne rucāṃ pate namas te ruce mayi rucaṃ dhā iti śāntam eva rucam ātman dhatte tejasvī brahmavarcasī bhavati citrāvaso svasti te pāram aśīyeti rātrir vai citrāvasur ahar arvāgvasur agnir vai rātrir asā ādityo 'har ete vai bhaṅge te īṭṭe trir āha triṣatyā hi devā rocate ha vā asya yajño vā brahma vā ya evaṃ vedāmbhaḥ sthābho vo bhakṣīyety ambho hy etā mahaḥ stha maho vo bhakṣīyeti maho hy etā ūrjaḥ sthorjaṃ vo bhakṣīyety ūrjo hy etā rāyaspoṣaḥ stha rāyaspoṣaṃ vo bhakṣīyeti rāyaspoṣo hy etā revatī ramadhvam asmin yonā asmin goṣṭha iti sva evainā yonau sve goṣṭhe saṃveśayaty ayaṃ vo bandhur ito māpagāta bahvīr bhavata mā mā hāsiṣṭety āśiṣam āśāste vatsam ālabhate vatsanikāntā hi paśava eṣa vai sahasrapoṣasyeśe puṣyati sahasraṃ na sahasrād avapadyate ya evaṃ veda saṃhitāsi viśvarūpeti rūpeṇarūpeṇa hy eṣā saṃhitā rūpair evaināṃ samardhayati nāmāsām agrahīn mitram ābhir akṛtota hi yadā mitrasya nāma gṛhṇāti mitram evainena kurute

„Agni, du bist Lebensspender; gib mir Leben“ – Leben legt er in ihn. „Agni, du bist Glanzspender; gib mir Glanz“ – Glanz legt er in ihn. „Agni, du bist Hüter des Auges; schütze mir das Auge“ – das Auge schützt er ihm. „Agni, du bist Hüter des Ohrs; schütze mir das Ohr“ – das Ohr schützt er ihm. „Agni, du bist Hüter des Leibes; schütze mir den Leib“ – den Leib schützt er ihm. „Was mir, Agni, am Leib fehlt, das fülle mir auf“ – was diesem am Selbst fehlt, was an Nachkommenschaft, was an Vieh, genau das füllt er damit auf, das lässt er anschwellen. „Agni, mit deiner Hitze“ – dies sind Agnis lichtvolle Leiber. Dies, so heißt es, hat Āruṇa Aupaveśi gesagt: „Die Nebenbuhler, die besser und vorzüglicher sind als ich selbst – [abhiprājānīm: Text unklar] –, diese lassen wir mit diesen lichtvollen Leibern Agnis zugrunde gehen.“ Zugrunde lässt er das Übel, den Nebenbuhler, gehen, wer so wissend Agni verehrt. „Agni, Herr der Lichtglanz-Leuchten, Verehrung dir; setze Lichtglanz in mich“ – friedlichen Lichtglanz setzt er in sich; er wird glutvoll (tejasvin) und brahmanglänzend. „Citrāvasu, Heil dir; ans Ufer möge ich gelangen“ – Citrāvasu ist die Nacht, Arvāgvasu der Tag; Agni ist die Nacht, jener Āditya der Tag. Diese beiden sind eben Abschnitte (bhaṅga) [?]; sie preist er. Dreimal spricht er; denn dreimal wahrhaftig (triṣatya) sind die Götter. Es leuchtet ihm das Opfer oder das Brahman, wer so weiß. „Ihr seid Flut; möge ich an eurer Flut teilhaben“ – denn diese sind Flut; „ihr seid Größe; möge ich an eurer Größe teilhaben“ – denn diese sind Größe; „ihr seid Saft und Kraft; möge ich an eurem Saft und eurer Kraft teilhaben“ – denn diese sind Saft und Kraft; „ihr seid Gedeihen des Reichtums; möge ich an eurem Gedeihen des Reichtums teilhaben“ – denn diese sind Gedeihen des Reichtums. „Ihr Reichen, freut euch in diesem Schoß, in diesem Kuhstall“ – in den eigenen Schoß, in den eigenen Kuhstall lässt er diese sich niederlassen. „Dies ist euer Verwandter; von hier geht nicht weg; werdet viele, verlasst mich nicht“ – einen Segen erbittet er. Ein Kalb berührt er; denn das Vieh hängt am Kalb. Dieser ist Herr über tausendfaches Gedeihen und gedeiht; tausend fällt bei ihm nicht von tausend ab, wer so weiß. „Du bist die Vereinigung, die Vielgestaltige“ – denn in jeder einzelnen Gestalt ist diese vereint; mit Gestalten lässt er sie gedeihen. „Ihren Namen hat er ergriffen; Mitra hat er durch sie gemacht“ – denn wenn er den Namen des Mitra ergreift, macht er dadurch den Freund (Mitra) zu seinem.

sapta vai bandhumatīr iṣṭakā agnau cityā upadhīyante tā vai tā amuṣmā eva lokāya sapta grāmyā iṣṭakās tā atropadheyā gauś cāśvaś cāśvataraś ca gardabho 'jā cāviś ca puruṣo yad gām ālabhate gavaiva citā bhavanty atho ālabdha evopadhīyante parāṅ vā eṣa chandobhiḥ svargaṃ lokam ety anyadanyac chandaḥ samāroham upa tvāgne divedivā iti yad etena gāyatreṇa tṛcenopatiṣṭhata iyaṃ vai gāyatry asyām eva pratitiṣṭhaty agne tvaṃ no antamā ity eṣā vā agner astaryā priyā tanūr varūthyā tām eva praiti nainam abhidāsant stṛṇute catasṛbhir dvipadābhir upatiṣṭhate catuṣpādo vai paśavo dvipād yajamāno gṛhā gārhapatyo gṛheṣu caiva paśuṣu ca pratitiṣṭhaty ūrjā vaḥ paśyāmy ūrjā mā paśyatety ūrjaināḥ paśyaty ūrjainaṃ paśyanti rayyā vaḥ paśyāmi rayyā mā paśyateti rayyaināḥ paśyati rayyainaṃ paśyanti //

Sieben Bandhumatī-Backsteine (verwandtschaftsvolle Ziegel) werden im Agni-Bau geschichtet aufgelegt; diese (dienen) eben jener Welt. Sieben Haus-Ziegel gibt es; diese sind hier aufzulegen: Rind, Pferd, Maultier, Esel, Ziege, Schaf, Mensch. Indem er ein Rind berührt, sind sie durch das Rind geschichtet; und berührt werden sie aufgelegt. Abgewandt geht dieser mit den Metren zur Himmelswelt; jeweils ein anderes Metrum ist der Aufstieg [?]. „Zu dir, Agni, Tag für Tag“ – dass er mit diesem gāyatrischen Vers-Dreier (tṛca) verehrt: Diese (Erde) ist die Gāyatrī; in dieser findet er Halt. „Agni, du bist uns der Nächste“ – denn dies ist Agnis liebe Leibesform, die häusliche (astaryā) [?], schützend (varūthya); zu dieser geht er; nicht wird der Anfeinder ihn niederstrecken. Mit vier Zweifüßigen (Versen) verehrt er: Vierfüßig ist das Vieh, zweifüßig der Opferherr; die Häuser sind der Gārhapatya; in den Häusern und im Vieh findet er Halt. „Mit Saft und Kraft sehe ich euch an, mit Saft und Kraft seht mich an“ – mit Saft und Kraft sieht er sie an, mit Saft und Kraft sehen sie ihn an. „Mit Reichtum sehe ich euch an, mit Reichtum seht mich an“ – mit Reichtum sieht er sie an, mit Reichtum sehen sie ihn an.

saṃpaśyāmi prajā aham iḍaprajaso mānavīḥ / sarvā bhavantu no gṛhe // ity aiḍīś ca vā imāḥ prajā mānavīś ca tā evāvāruddha tā ādyā akṛteḍāḥ stha madhukṛtā itīḍā hy etā madhukṛtaḥ syonā māviśateraṃmadā itīraṃmado hy etā bhuvanam asi sahasrapoṣapuṣīti bhuvanaṃ hy etat sahasrapoṣapuṣi tasya no rāsva tasya te bhaktivāno bhūyāsmety āśiṣam evāśāsta iḍāsi vratabhṛd itīḍā hy eṣā vratabhṛt tvayi vrataṃ vratabhṛd asīti vratabhṛd dhy eṣā

„Ich sehe die Nachkommen, die Iḍā-Nachkommenschaft, die Manu-Abkömmlinge; alle sollen in unserem Haus sein.“ Denn diese Geschöpfe sind Aiḍī und Mānavī; diese erlangte er für sich, diese machte er verfügbar (ādya [?]). „Ihr seid Iḍās, Honig schaffend“ – denn diese sind Iḍās, Honig schaffend; „lieblich, tretet in mich ein, ihr Sättigend-Berauschenden“ – denn diese sind sättigend-berauschend (iraṃmada); „du bist die Welt, tausendfaches Gedeihen nährend“ – denn dies ist die Welt, tausendfaches Gedeihen nährend; „davon gib uns; deines möge ich dieses teilhaftig werden“ – einen Segen erbittet er eben. „Du bist Iḍā, gelübdetragend“ – denn Iḍā ist diese, gelübdetragend; „in dir (ruht) das Gelübde; du bist gelübdetragend“ – denn diese ist gelübdetragend.

mahi trīṇām avo 'stv iti prājāpatyena tṛcenopatiṣṭhate prājāpatyā vā imāḥ prajās tā evāvāruddha tā ādyā akṛtātho prajāpatim evopaiti prajāpatā eva devatāsu pratitiṣṭhati somānaṃ svaraṇam iti brāhmaṇaspatyayopatiṣṭhate brahmaṇi pratitiṣṭhaty atho brahmavarcasam evāvarunddhe yo vai brahmaṇi pratiṣṭhitena spardhate pūrvo 'smāt padyata ubhayīr vā agnihotriṇi devatā āśaṃsante yābhyaś ca juhoti yābhyaś ca na mitrasya carṣaṇīdhṛtā iti maitryopatiṣṭhata ubhayata evaitayā mitram akṛtetaś cāmutaś ca kadā cana starīr asīty aindrībhyāṃ bṛhatībhyām upatiṣṭhata aindrā vai paśavas tān evāvāruddha tān ādyān akṛta pari te dūḍabho rathā ity asau vā ādityo dūḍabho ratha eṣa vā imā ubhau lokau samīyate sarvam evaitayā parigṛhṇāti nimrado 'si ny ahaṃ taṃ mṛdyāsaṃ yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣma iti pārṣṇyāvagṛhṇīyād yadi pāpīyasā spardhetābhibhūr asy abhy ahaṃ taṃ bhūyāsaṃ yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣma iti dakṣiṇataḥ pado 'vagṛhṇīyād yadi sadṛśena spardheta prabhūr asi prāhaṃ tam atibhūyāsaṃ yo asmān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣma iti prapadenāvagṛhṇīyād yadi śreyasā spardheta sarvān evainān abhibhavati sarvān atibhavati sarvān atikrāmati pūṣā mā pathipāḥ pātv itīyam eva pūṣā mā paśupāḥ pātv ity antarikṣam eva pūṣā mādhipāḥ pātv ity asā evemān eva lokān upāsarad ebhyo lokebhya ātmānaṃ paridhatte 'hiṃsāyai prācī dig agnir devateti tanūpānām eva dikṣu nidhatte 'tha yena spardhate yena vā vyabhicarate sa etā eva devatā ṛtvā pūrvaḥ parābhavati sapta vai puruṣe mahimānas te vā eneneḍyās te vai te saptaṛṣaya eva prāṇā vai saptaṛṣayaḥ prāṇān vā etad īṭṭa īṭṭe ha vai svān prāṇān vṛṅkte bhrātṛvyasya prāṇān nainam abhidāsant stṛṇute ya evaṃ veda dharmo mā dharmaṇaḥ pātu vidharmo mā vidharmaṇaḥ pātv āyuś ca prāyuś ca cakṣaś ca vicakṣaś ca prāṅ cāpāṅ coruka ity ayaṃ vā uruka eṣa vibhajati tad yad eṣa bhajati tad etasminn eva punar ābhajaty agne gṛhapate 'gniṃ samindhe yajamāna etad vai yajamānasya svaṃ yad agnir etad agner yad yajamāna āyatanam iva vā etat kriyate jyotiṣe tantave tvety antarāgnī upaviśya vaded yām eva pura āśiṣam āśāste yāṃ paścāt tām ātman dhatte

„Groß sei der Beistand der Drei“ – mit dem Prājāpatya-Vers-Dreier verehrt er; denn Prajāpatis sind diese Geschöpfe; diese erlangte er für sich, machte sie verfügbar (ādya [?]); ferner geht er zu Prajāpati; in Prajāpati und in den Gottheiten findet er Halt. „Mache den Somapresser zum Wohlklingenden“ – mit einer Brāhmaṇaspatya (Strophe) verehrt er; im Brahman findet er Halt; ferner erlangt er Brahman-Glanz für sich. Wer mit einem im Brahman Gefestigten wetteifert, der fällt vor diesem zuerst (pūrvo 'smāt padyate) [?]. Beiderlei Gottheiten erhoffen (etwas) vom Agnihotrin: die, denen er opfert, und die, denen er nicht opfert. „Des Mitra, der die Menschen trägt“ – mit einer Maitrī verehrt er; beidseitig hat er damit Mitra (den Freund) gemacht, von hier und von dort. „Nie bist du unfruchtbar“ – mit zwei Aindrī-Bṛhatī-Strophen verehrt er; Indra gehört das Vieh; dieses erlangte er für sich, machte es verfügbar (ādya [?]). „Um dich, Dūḍabha, der Wagen“ – jener Āditya ist der Dūḍabha-Wagen; dieser durchläuft diese beiden Welten; alles umfasst er damit. „Du bist ein Niederdrücker; ich möge den niederdrücken, der uns hasst und den wir hassen“ – mit der Ferse soll er niederdrücken (avagṛh-) [Anm.: Objekt nicht genannt], wenn er mit einem Schlechteren wetteifert. „Du bist ein Überwältiger; ich möge den überwältigen, der uns hasst und den wir hassen“ – mit der rechten Fußseite soll er niederdrücken, wenn er mit einem Ebenbürtigen wetteifert. „Du bist ein Übermächtiger; ich möge den übertreffen, der uns hasst und den wir hassen“ – mit dem Vorderfuß soll er niederdrücken, wenn er mit einem Besseren wetteifert. Alle diese überwältigt er, alle übertrifft er, über alle setzt er sich hinweg. „Pūṣan, der Wegehüter, soll mich schützen“ – Pūṣan ist eben diese (Erde); „Pūṣan, der Viehhüter, soll mich schützen“ – der Luftraum; „Pūṣan, der Oberhüter, soll mich schützen“ – jene (der Himmel); diese Welten hat er aufgesucht; vor diesen Welten umgibt er sich, um nicht verletzt zu werden. „Die östliche Himmelsrichtung, Agni ist die Gottheit“ – die Leibschützer legt er in die Himmelsrichtungen. Dann, mit wem er wetteifert oder wer (gegen ihn) Zauber treibt, der geht eben zu diesen Gottheiten und geht als erster zugrunde. Sieben Größen (mahiman) hat der Mensch; diese sind durch diesen (Spruch) zu preisen; diese sind eben die sieben Ṛṣis; die sieben Ṛṣis sind die Hauche (prāṇa); die Hauche preist er damit. Wer preist, der wählt (vṛṅkte) seine eigenen Hauche (und entzieht) dem Nebenbuhler die Hauche [Anm.: Text unsicher]; nicht wird der Anfeinder ihn niederstrecken, wer so weiß. „Dharma soll mich vor dem Dharman schützen, Vidharma vor dem Vidharman; Leben und Fortleben, Sehkraft und Weitsicht, Vorwärtsgerichtetes und Rückwärtsgerichtetes und der Weite (Uruka)“ – dieser (Agni) ist der Weite; dieser teilt zu; was dieser zuteilt, das teilt er in diesem wieder zu. „Agni, Hausherr“ – der Opferherr entzündet Agni; dies ist des Opferherrn Eigentum: Agni; dies ist Agnis (Eigentum): der Opferherr; eine Art Wohnstätte wird da gemacht. „Dir, dem Licht, dem Faden“ – zwischen den beiden Feuern sitzend soll er (dies) sprechen; welchen Segen er früher erbittet und welchen später, den setzt er in sich.

dadan mā iti vai dīyate sadadi vā eṣa dadāti yo 'gnihotraṃ juhoti yadyat kāmayeta tattad aghihotry agniṃ yāced upa hainaṃ tan namati tad āhur ṛchati vā eṣa devān ya enānt sadadi yācatīti tasmāt tarhi nopastheyo yamo vā amriyata te devā yamyā yamam apābruvaṃs tāṃ yad apṛchant sābravīd adyāmṛteti te 'bruvan na vā iyam imam itthaṃ mṛṣyate rātrīṃ sṛjāmahā ity ahar vāva tarhy āsīn na rātris te devā rātrim asṛjanta tataḥ śvastanam abhavat tataḥ sā tam amṛṣyata tasmād āhur ahorātrāṇi vāvāghaṃ marṣayantīti sā vai rātriḥ sṛṣṭā paśūn abhisamamīlat te devāś chandobhir eva paśūn anvapaśyaṃś chandobhir enān punar upāhvayanta yad upatiṣṭhate chandobhir vā etat paśūn anupaśyati chandobhir enān punar upahvayate 'tho āhur varuṇo vai sa tad rātrir bhūtvā paśūn agrasateti te devāś chandobhir eva varuṇāt prāmuñcaṃś chandobhir enān punar upāhvayanta yad upatiṣṭhate chandobhir vā etad varuṇāt paśūn pramuñcati chandobhir enān punar upahvayate yajñoyajño vai samṛchate 'thākasyavido manyante soma eva samṛchatā ity agnīṣomīyāyāḥ purastād vihavyasya catasrā ṛco vaded āgneyasya puroḍāśasya dve yājyānuvākye kuryād etenaiva havīṃṣy āsannāny abhimṛśed vṛṅkte 'nyasya yajñaṃ nāsyānyo yajñaṃ vṛṅkte sayajño bhavaty ayajñā itaraḥ

„Gebend (dadan) [mir]“ – so wird gegeben; denn er gibt „sadadi“ [?], wer das Agnihotra opfert. Was immer er wünscht, das soll der Agnihotrin von Agni erbitten; das neigt sich ihm zu. Dazu sagt man: Er gerät an die Götter [?], wer sie „sadadi“ anfleht; darum soll man dann nicht (Agni) verehren. Yama starb; die Götter redeten Yamī wegen Yama zu (apābruvan) [?]. Als sie sie fragten, sagte sie: „Heute ist er gestorben.“ Sie sagten: „Diese vergisst diesen nicht auf diese Weise; wir wollen die Nacht erschaffen.“ Nur Tag war damals, keine Nacht. Die Götter erschufen die Nacht; dann entstand ein „Morgen“ (śvastana); dann vergaß sie ihn. Daher sagt man: Tage und Nächte lassen die Sorge (agha) vergessen. Diese Nacht, erschaffen, schloss sich über den Tieren zusammen (abhisamamīlat) [?]. Die Götter erblickten die Tiere (wieder) mit den Metren; mit den Metren riefen sie sie zurück; dass er verehrt: mit den Metren erblickt er die Tiere, mit den Metren ruft er sie zurück. Nun sagt man: Varuṇa war jene; zur Nacht geworden, verschlang er die Tiere. Die Götter befreiten die Tiere mit den Metren aus Varuṇa und riefen sie mit den Metren zurück; dass er verehrt: mit den Metren befreit er die Tiere aus Varuṇa, mit den Metren ruft er sie zurück. Bei Opfer um Opfer kommt es zu einem Zusammentreffen (samṛchate) [?]. Da meinen die (nichts Wesentliches) Wissenden [akasyavid: unsicher]: „Soma soll (vielmehr) zusammentreffen.“ Vor der Agnīṣomīya-(Gabe) soll er die vier Verse des Vihavya sprechen; für den Āgneya-Opferkuchen (Puroḍāśa) soll er zwei Yājyā-Anuvākyā-Verse machen; damit soll er die bereitstehenden Opfergaben berühren. Er entzieht einem anderen das Opfer; ihm entzieht kein anderer das Opfer; er hat ein (gültiges) Opfer, der andere wird opferlos.

agniṃ vā ete cityaṃ cinvate ya āhitāgnayo darśapūrṇamāsinas teṣāṃ vā ahorātrāṇy eveṣṭakā upadhīyante yatra pañca rātrīḥ saṃhitā vaset taj juhuyāt pañca rātrayaḥ pañcāhāni sā daśat saṃpadyate tan naivaṃ kartavay ayataṃ tad daśasv eva rātriṣv antamaṃ hotavyaṃ tathā yataṃ kriyate na sarveṣu yukteṣu hotavyaṃ vāstau juhuyān nāyukteṣv ayataṃ kriyate sarvāṇy anyāni yuktāni syur agniṣṭhasya dakṣiṇo yuktaḥ syāt savyasya yoktraṃ parihṛtam atha juhuyān na vāstau juhoti yatam utkriyate tan na sūrkṣyaṃ sarveṣv eva yukteṣu hotavyaṃ vāstoṣpatyaṃ hy etan na hīnam anvāhartavai rudrāya hi tad dhīyate yad dhīnam anvāhareyū rudraṃ bhūtam anvāhareyur yady anuvāhaḥ syāt pūrvaṃ taṃ pravaheyur apa voddhareyur yad dhīyeta hīyetaiva tad atha juhuyāt //

Agni schichten diese, die die Feuer eingesetzt haben und die Voll- und Neumondopfer darbringen, sozusagen als Schichtung (citya); ihnen werden die Tage und Nächte als Backsteine aufgelegt. Wo er fünf Nächte zusammenhängend weilt, soll er dies opfern: fünf Nächte, fünf Tage, das ergibt zehn. Das soll man nicht so machen; es wird ungeordnet (ayata) [?]. Dann soll in den zehn Nächten das letzte (Opfer) dargebracht werden; so wird es geordnet gemacht. Nicht soll er opfern, wenn alle angeschirrt sind; an der Wohnstätte (vāstu) soll er opfern; nicht, wenn nicht angeschirrt ist; es wird Unordnung gemacht. Alle anderen sollen angeschirrt sein; bei dem, der am Feuer steht, soll das rechte (Tier?) angeschirrt sein, beim linken das Joch(seil) entfernt [?]. Dann soll er opfern. Opfert er nicht an der Wohnstätte, so wird das Geordnete herausgenommen; das ist nicht zu vernachlässigen [?]. Bei allen Angeschirrten ist zu opfern; denn das ist die Vāstoṣpatya-(Gabe); sie ist nicht als geringer nachzuholen; denn für Rudra wird das gesetzt, was zurückgesetzt ist; wenn sie das Zurückgesetzte nachholten, würden sie Rudra herbeiholen. Falls es ein Nachfahren gäbe, sollen sie das Frühere vorausbringen oder herausheben; was ausfällt, würde ausfallen. Dann soll er opfern [Anm.: Stelle stark verderbt; Ritualzusammenhang unsicher].

amīvahā vāstoṣpate viśvā rūpāṇy āviśan / sakhā suśeva edhi naḥ //

Krankheitsvertreiber, Herr der Wohnstätte (Vāstoṣpati), der in alle Gestalten eintritt, sei uns ein Freund, ein guter Gefährte.

vāstoṣpate prati jānīhy asmān svāveśo anamīvo bhavā naḥ / yat tvemahe prati tan no juṣasva śaṃ no bhava dvipade śaṃ catuṣpade

Herr der Wohnstätte, erkenne uns an; ein guter Eingang, ohne Krankheit sei uns. Was wir von dir erbitten, das nimm uns zu Gefallen an; sei Heil dem Zweifüßer, Heil dem Vierfüßer.

paśūn me śaṃsya pāhi tān me gopāyāsmākaṃ punar āgamāt //

Lobenswerter (Śaṃsya), schütze mir das Vieh; behüte es mir bis zu unserer Wiederkehr.

agne sahasrākṣa śatamūrdhañ śataṃ te prāṇāḥ sahasram apānās tvaṃ sāhasrasya rāya īśiṣe tasmai te vidhema vājāya //

Agni, Tausendäugiger, Hundertköpfiger, hundert sind deine Atemzüge (prāṇa), tausend die Abatemzüge (apāna); du herrschst über Tausendfaches an Reichtum; dir wollen wir dienen zur Beute.

prajāṃ me narya pāhi tāṃ me gopāyāsmākaṃ punar āgamād agne gṛhapate sugṛhapatir ahaṃ tvayā gṛhapatinā bhūyāsaṃ sugṛhapatis tvaṃ mayā gṛhapatinā bhūyā annaṃ me budhya pāhi tan me gopāyāsmākaṃ punar āgamāt //

Mannhafter (Narya), schütze mir die Nachkommenschaft; behüte sie mir bis zu unserer Wiederkehr. Agni, Hausherr, möge ich durch dich als Hausherrn ein guter Hausherr sein; du sollst durch mich als Hausherrn ein guter Hausherr sein. Wacher (Budhya), schütze mir die Speise; behüte sie mir bis zu unserer Wiederkehr.

imān me mitrāvaruṇau gṛhān gopāyataṃ yuvam / avinaṣṭān avihrutān pūṣainān abhirakṣatv āsmākaṃ punar āgamāt //

Diese meine Häuser behütet, Mitra und Varuṇa, ihr beide; unzerstört, unerschüttert soll Pūṣan sie beschützen bis zu unserer Wiederkehr.

paśūn me śaṃsya pāhi tān me gopāyāsmākaṃ punar āgamād ity āhavanīyam upatiṣṭhata āhavanīyāyaiva paśūn paridāya praity agne sahasrākṣa śatamūrdhann iti sahasrākṣo hy eṣa śatamūrdhā śataṃ te prāṇāḥ sahasram apānā iti śataṃ hy etasya prāṇāḥ sahasram apānās tvaṃ sāhasrasya rāya īśiṣe tasmai te vidhema vājāyety āśiṣam evāśāste //

„Lobenswerter, schütze mir das Vieh; behüte es mir bis zu unserer Wiederkehr“ – so verehrt er den Āhavanīya; dem Āhavanīya nur das Vieh übergebend geht er fort. „Agni, Tausendäugiger, Hundertköpfiger“ – denn dieser ist tausendäugig, hundertköpfig; „hundert sind deine Atemzüge, tausend die Abatemzüge“ – denn hundert sind dessen Atemzüge; „du herrschst über Tausendfaches an Reichtum; dir wollen wir dienen zur Beute“ – einen Segen erbittet er eben.

prajāṃ me narya pāhi tāṃ me gopāyāsmākaṃ punar āgamād iti gārhapatyam upatiṣṭhate gārhapatyāyaiva prajāṃ paridāya praity agne gṛhapate sugṛhapatir ahaṃ tvayā gṛhapatinā bhūyāsaṃ sugṛhapatis tvaṃ mayā gṛhapatinā bhūyā ity agrahaṇau saṃjīryataḥ sarvam āyur ito nārtiṃ nīto 'nnaṃ me budhya pāhi tan me gopāyāsmākaṃ punar āgamād iti dakṣiṇāgnim upatiṣṭhate dakṣiṇāgnaya evānnaṃ paridāya praiti //

„Mannhafter, schütze mir die Nachkommenschaft; behüte sie mir bis zu unserer Wiederkehr“ – so verehrt er den Gārhapatya; dem Gārhapatya nur die Nachkommenschaft übergebend geht er fort. „Agni, Hausherr, möge ich durch dich als Hausherrn ein guter Hausherr sein; du sollst durch mich als Hausherrn ein guter Hausherr sein“ – die beiden altern zusammen, unergriffen (agrahaṇau) [?]; das ganze Leben (erlangt er); von hier gerät er nicht in Not. „Wacher, schütze mir die Speise; behüte sie mir bis zu unserer Wiederkehr“ – so verehrt er den Dakṣiṇāgni; dem Dakṣiṇāgni nur die Speise übergebend geht er fort.

imān me mitrāvaruṇau gṛhān gopāyataṃ yuvam / avinaṣṭān avihrutān pūṣainān abhirakṣatv āsmākaṃ punar āgamāt // ity ahorātre vai mitrāvaruṇau paśavaḥ pūṣāhorātrābhyāṃ caiva mitrāvaruṇābhyāṃ ca gṛhān paridāya prati //

„Diese meine Häuser behütet, Mitra und Varuṇa, ihr beide; unzerstört, unerschüttert soll Pūṣan sie beschützen bis zu unserer Wiederkehr“ – Mitra und Varuṇa sind eben Tag und Nacht; Pūṣan (ist) das Vieh; durch Tag und Nacht und durch Mitra und Varuṇa übergibt er die Häuser und (geht) fort [Anm.: Der Text bricht bei „prati“ ab, wohl für „praiti“].

agniṃ samādhehi // ity āha bhasma tvā upatiṣṭhate //

„Lege Agni zusammen (samādhehi)“ – so spricht er; die Asche aber verehrt er [?].

paśūn me śaṃsyājugupas tān me punar dehi // ity āhavanīyaṃ punar etyopatiṣṭhata āhavanīyenaiva paśūn guptān ātman dhatte //

„Lobenswerter, das Vieh hast du mir behütet; gib es mir wieder zurück“ – so kehrt er zurück und verehrt den Āhavanīya; durch den Āhavanīya nur nimmt er das Vieh behütet in sich auf.

agne sahasrākṣa śatamūrdhañ śataṃ te prāṇāḥ sahasram apānās tvaṃ sāhasrasya rāya īśiṣe tasmai te vidhema vājāya //

Agni, Tausendäugiger, Hundertköpfiger, hundert sind deine Atemzüge, tausend die Abatemzüge; du herrschst über Tausendfaches an Reichtum; dir wollen wir dienen zur Beute.

prajāṃ me naryājugupas tāṃ me punar dehi // iti gārhapatyaṃ punar etyopatiṣṭhate gārhapatyenaiva prajāṃ guptām ātman dhatte //

„Mannhafter, die Nachkommenschaft hast du mir behütet; gib sie mir wieder zurück“ – so kehrt er zurück und verehrt den Gārhapatya; durch den Gārhapatya nur nimmt er die Nachkommenschaft behütet in sich auf.

agne gṛhapate sugṛhapatir ahaṃ tvayā gṛhapatinā bhūyāsaṃ sugṛhapatis tvaṃ mayā gṛhapatinā bhūyā annaṃ me budhyājugupas tan me punar dehi // iti dakṣiṇāgniṃ punar etyopatiṣṭhate dakṣiṇāgninaivānnaṃ guptam ātman dhatte //

„Agni, Hausherr, möge ich durch dich als Hausherrn ein guter Hausherr sein; du sollst durch mich als Hausherrn ein guter Hausherr sein; Wacher, die Speise hast du mir behütet; gib sie mir wieder zurück“ – so kehrt er zurück und verehrt den Dakṣiṇāgni; durch den Dakṣiṇāgni nur nimmt er die Speise behütet in sich auf.

imān me mitrāvaruṇau gṛhān jugupataṃ yuvam / avinaṣṭān avihrutān pūṣainān abhyarakṣīd āsmākaṃ punar āgamāt // ity ahorātre vai mitrāvaruṇau paśavaḥ pūṣāhorātrābhyāṃ caiva mitrāvaruṇābhyāṃ ca gṛhān guptān ātman dhatte

Diese meine Häuser habt ihr behütet, Mitra und Varuṇa, ihr beide; unzerstört, unerschüttert hat Pūṣan sie beschützt bis zu unserer Wiederkehr – Mitra und Varuṇa sind eben Tag und Nacht; Pūṣan (ist) das Vieh; durch Tag und Nacht und durch Mitra und Varuṇa nimmt er die Häuser behütet in sich auf.