Dieser Prapāṭhaka behandelt die Opfersprüche und die Deutung der Hotṛ-Formeln Daśahotṛ, Caturhotṛ, Pañcahotṛ und Saptahotṛ: Mantras, in denen Götter, Opfergeräte und Rollen der Opferpriester einander gleichgesetzt werden, dazu die Schöpfungsgeschichte Prajāpatis als „Opfer mit zehn Hotṛ“, die Herkunft der Gaben an Yama, Rudra, Agni, Bṛhaspati und Uttāna Āṅgirasa (Pferd, Kuh, Gold, Kleid, [?]) samt den Annahmeformeln (pratigraha), die Zuordnung der vier Formeln zu Agnihotra, Neu- und Vollmondopfer, Cāturmāsya und Somaopfer sowie ihre Anwendung für Wünsche (Sieg, Nachkommenschaft, Vieh, Himmelswelt) und im Streit von Göttern und Asuras. Der Text ist stellenweise verderbt oder dunkel (etwa die Priesternamen, die Formel „acittapājā“ und einzelne Brāhmaṇa-Wendungen); solche Stellen sind mit [?] bzw. [Anm.] gekennzeichnet.
Die Citti (Absicht) ist der Opferlöffel (Sruk), das Citta (Gedanke) die zerlassene Butter, die Rede der Altar (Vedi), das Ādhīta (Vorsatz) das Barhis (Opferstreu), Keta (Wille) ist Agni, das Vijñāta (Erkannte) der Āgnīdhra (Feuerentzünder-Priester), Vācaspati (Herr der Rede) der Hotṛ (Rufpriester), der Geist (Manas) der Upavaktṛ (Beisprecher), der Prāṇa (Atem) die Opfergabe, das Sāman der Adhvaryu (Opferpriester, der die Handlung ausführt). Geh zu Indra, svāhā! Die Erde ist der Hotṛ, der Himmel der Adhvaryu, Tvaṣṭṛ der Āgnīdhra, Mitra der Upavaktṛ. O Vācaspati, mit der Kraft (Vīrya) der Rede, der bestzusammengetragenen, erwirkst du [?] (āyakṣase) dem Opferherrn das Erwünschte (vāryam); schaffe das Himmelslicht (svar)! Vācaspati hat Soma getrunken, er ließ Indra für die Sinneskraft (Indriya) entstehen. Soma trinke vom Soma, der Reine (Śukra) trinke vom Reinen; gar gekocht sind dir, Indra, die Somas, die windgelabten [?] (vātāpayaḥ), die den Anruf Hörenden. Agni ist der Hotṛ, die Aśvins sind die Adhvaryus, Rudra der Āgnīdhra, Bṛhaspati der Upavaktṛ. O Vācaspati, hinvidhe [?]: den Namen wollen wir dir zollen (vidhema), zolle du unseren Namen! Vācaspati hat Soma getrunken; er möge uns Manneskraft (nṛmṇa) verleihen. Soma trinke vom Soma, der Reine trinke vom Reinen; gar gekocht sind dir, Indra, die Somas, die windgelabten [?], die den Anruf Hörenden. Mahāhavis (der mit der großen Opfergabe) ist der Hotṛ, Satyahavis (der mit der wahren Opfergabe) der Adhvaryu, Acittapājas (der mit unbewusster Kraft [?]) der Āgnīdhra, Acittamanas (der mit unbewusstem Sinn [?]) der Upavaktṛ; Anādhṛṣya (der Unangreifbare) und Apratidhṛṣya (der nicht Zurückzudrängende) sind die Abhigaras (antwortende Zurufer [?]), Ayāsya der Udgātṛ (Sänger). Den Namen wollen wir dir zollen, zolle du unseren Namen! Nicht möge der Faden der Götter reißen, nicht der der Menschen. Verehrung der Mutter Erde!
Agni [gehört] mit den Opfersprüchen (Yajus), Savitṛ mit den Lobgesängen (Stoma), Indra mit den Ukthāmadas (Rezitationen und Rauschtränken [?]), Bṛhaspati mit den Metren, Aditi mit den Wassern und dem Barhis, die Ādityas mit den Ājya-Gaben, die Maruts mit der Sadas-Halle und den Havirdhāna-Karren, Viṣṇu mit Weihe (Dīkṣā) und Askese (Tapas), Mitra und Varuṇa mit den Dhiṣṇya-Feuerstätten, die Aśvins mit dem Āśir (Milchmischung), Tvaṣṭṛ mit dem Brennholz (Samidh), Pūṣan mit den Svāhā-Rufen. Vāc (Rede) ist die Gattin des Vāyu, Pathyā die des Pūṣan, die Erde die des Agni, die Senā die des Indra, die Dhenā die des Bṛhaspati; die Gāyatrī [gehört] den Vasus, die Triṣṭubh den Rudras, die Jagatī den Ādityas, die Anuṣṭubh dem Mitra, die Virāj dem Varuṇa, die Paṅkti dem Viṣṇu, die Dīkṣā dem Soma.
prajāpatir vā eka āsīt so 'kāmayata yajño bhūtvā prajāḥ sṛjeyeti sa daśahotāraṃ yajñam ātmānaṃ vyadhatta sa cittiṃ srucam akuruta cittam ājyaṃ vācaṃ vedim ādhītaṃ barhiḥ sa daśadhātmānaṃ vidhāya mithunaṃ kṛtvāyatanam aichat sa vai trivṛta eva prāṇān āyatanam acāyat taiḥ prajā asṛjatordhvam udatṛṇat pūrvapakṣaḥ pañcadaśas tena devān asṛjata te devā ūrdhvā āpyāyantordhva āpyāyate ya evaṃ vedāvāṅ avātṛṇad aparapakṣaḥ pañcadaśas tenāsurān asṛjata te 'surā avāñcaḥ prādhvaṃsanta prāsya bhrātṛvyo dhvaṃsate ya evaṃ veda divā devān asṛjata naktam asurāṃs te devāḥ śuklā abhavan kṛṣṇā asurāḥ satyena devān asṛjatānṛtenāsurāṃs te devāḥ satyam abhavann anṛtam asurā dakṣiṇena hastena devān asṛjata savyenāsurāṃs te devā vīryavanto 'bhavan mṛddhā asurās tato devā abhavan parāsurās tad ya evaṃ veda bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati so 'manyata kva hoṣyāmīti sa tad eva nāvindat prajāpatir yatrāhoṣyan no asyānyad dhotvam āsīt prāṇāt sa vā indram evāntar ātmanāyatanam acāyat sa indraṃ gacha svāhety apānad vīryaṃ vai prāṇo vīryam indro vīrya eva vīryam ajuhot
Prajāpati war wahrlich allein. Er wünschte: „Zum Opfer geworden möchte ich Geschöpfe erschaffen.“ Er ordnete sich selbst als das Opfer mit zehn Hotṛ (Daśahotṛ). Er machte die Citti zum Opferlöffel, das Citta zur zerlassenen Butter, die Rede zum Altar, das Ādhīta zum Barhis. Nachdem er sich zehnfach geordnet und ein Paar gemacht hatte, suchte er eine Stätte (Āyatana). Er wählte als Stätte die Lebenshauche, und zwar eben dreifältig (Trivṛt-Stoma). Mit ihnen erschuf er die Geschöpfe. Aufwärts durchstieß er: die vordere (helle) Monatshälfte ist der Fünfzehnfache (Pañcadaśa); damit erschuf er die Götter. Diese Götter schwollen aufwärts an; aufwärts schwillt an, wer dies weiß. Abwärts durchstieß er: die hintere (dunkle) Monatshälfte ist der Fünfzehnfache; damit erschuf er die Asuras. Diese Asuras gingen abwärts gewandt zugrunde; dessen Nebenbuhler (Rivale) geht zugrunde, wer dies weiß. Am Tag erschuf er die Götter, in der Nacht die Asuras. Die Götter wurden hell, die Asuras dunkel. Mit der Wahrheit erschuf er die Götter, mit der Unwahrheit die Asuras. Die Götter wurden Wahrheit, die Asuras Unwahrheit. Mit der rechten Hand erschuf er die Götter, mit der linken die Asuras. Die Götter wurden kraftvoll (vīryavant), die Asuras mṛddha (niedergeworfen [?]). Daher wurden die Götter [was sie sind], die Asuras aber gingen zugrunde (parā). Wer dies weiß, wird durch sich selbst [mächtig], dessen Nebenbuhler geht zugrunde. Er dachte: „Wo soll ich opfern?“ Da fand er das eben nicht, den Ort, wo Prajāpati opfern würde; keine andere Hotṛ-Tätigkeit stand ihm zu Gebote außer dem Prāṇa. Er wählte Indra selbst, im Inneren, als sich selbst, als Stätte. „Geh zu Indra, svāhā!“, so atmete er den Apāna aus [Anm.: apānat; die Verteilung von Prāṇa und Apāna ist hier nicht sicher]. Die Manneskraft (Vīrya) ist der Prāṇa, die Manneskraft ist Indra; in die Manneskraft opferte er Manneskraft.
te vai caturhotāro vyasīdant somagṛhapatayā indraṃ janiyiṣyāmā iti pṛthivī hotāsīd dyaur adhvaryus tvaṣṭāgnīn mitra upavaktā te vā etau grahā agṛhṇata vācaspate vāco vīryeṇa saṃbhṛtatamenāyakṣase yajñapataye vāryam ā svas kar iti ta ekaviṃśam āyatanam acāyaṃs tenendram ajanayaṃs ta indraṃ janayitvābruvan svar ayāmeti te vai pañcahotāro nyasīdan varuṇagṛhapatayo 'gnir hotāsīd aśvinādhvaryū rudro agnīd bṛhaspatir upavaktā yad aśvineti tena pañcahotā te vā etau grahā agṛhṇata vācaspate hinvidhe nāman vidhema te nāma vidhes tvam asmākaṃ nāmeti te triṇavam āyatanam acāyaṃs taṃ setuṃ kṛtvā svarāyaṃs tena paśūn asṛjanta tān devatābhyo 'nayan yamāyāśvam anayaṃs tasyārdham indriyasyāpākrāmat sa etaṃ pratigraham apaśyat //
Diese Caturhotṛ (Vierhotṛ) ließen sich nieder als Hausherren des Somahauses: „Wir wollen Indra erzeugen.“ Die Erde war der Hotṛ, der Himmel der Adhvaryu, Tvaṣṭṛ der Āgnīdhra, Mitra der Upavaktṛ. Sie schöpften diese beiden Grahas (Schöpfgefäße mit Soma): „O Vācaspati, mit der Kraft der Rede, der bestzusammengetragenen, erwirkst du dem Opferherrn das Erwünschte; schaffe das Himmelslicht!“ Sie wählten als Stätte den Einundzwanzigfachen (Ekaviṃśa); damit erzeugten sie Indra. Nachdem sie Indra erzeugt hatten, sagten sie: „Wir wollen zum Himmelslicht gehen.“ Diese Pañcahotṛ (Fünfhotṛ) ließen sich nieder als Hausherren des Varuṇa: Agni war der Hotṛ, die Aśvins die Adhvaryus, Rudra der Āgnīdhra, Bṛhaspati der Upavaktṛ; weil es „die Aśvins“ [Dual, also zwei] heißt, ist es dadurch der Pañcahotṛ. Sie schöpften diese beiden Grahas: „O Vācaspati, hinvidhe [?]: den Namen wollen wir dir zollen, zolle du unseren Namen!“ Sie wählten als Stätte den Siebenundzwanzigfachen (Triṇava). Diesen machten sie zur Brücke und gingen zum Himmelslicht. Damit erschufen sie das Vieh. Dieses führten sie den Gottheiten zu; dem Yama führten sie das Pferd zu; davon wich die Hälfte der Sinneskraft (Indriya) weg. Er sah diese Annahmeformel (Pratigraha):
devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyāṃ pratigṛhṇāmi yamāya tvā mahyaṃ varuṇo dadāti so 'mṛtatvam aśīya mayo dātre bhūyān mayo mahyaṃ pratigrahītre // iti so 'rdham indriyasyopādhattārdham indriyasyopadhatte ya evaṃ vidvān aśvaṃ pratigṛhṇāty atha yo 'vidvān pratigṛhṇāty ardham asyendriyasyāpakrāmati rudrāya gām anayaṃs tasya tṛtīyamindriyasyāpākrāmat sa etaṃ pratigraham apaśyat //
„Auf Antrieb des Gottes Savitṛ nehme ich dich an mit den Armen der Aśvins, mit den Händen des Pūṣan. Dich, dem Yama [zugedacht], gibt mir Varuṇa; ich möchte Unsterblichkeit erlangen; Wohl sei dem Geber mehr, Wohl mir, dem Annehmenden!“ Mit diesem [Spruch] nahm er die Hälfte der Sinneskraft wieder an sich. Die Hälfte der Sinneskraft nimmt an sich, wer dies wissend ein Pferd annimmt; wer es aber unwissend annimmt, dem weicht die Hälfte der Sinneskraft weg. Dem Rudra führten sie die Kuh zu; davon wich ein Drittel der Sinneskraft weg. Er sah diese Annahmeformel:
iti sa tṛtīyam indriyasyopādhatta tṛtīyam indriyasyopadhatte ya evaṃ vidvān gāṃ pratigṛhṇāty atha yo 'vidvān pratigṛhṇāti tṛtīyam asyendriyasyāpakrāmaty agnaye hiraṇyam anayaṃs tasya caturtham indriyasyāpākrāmat sa etaṃ pratigraham apaśyat //
Mit diesem [Spruch] nahm er das Drittel der Sinneskraft wieder an sich. Ein Drittel der Sinneskraft nimmt an sich, wer dies wissend eine Kuh annimmt; wer es aber unwissend annimmt, dem weicht ein Drittel der Sinneskraft weg. Dem Agni führten sie Gold zu; davon wich ein Viertel der Sinneskraft weg. Er sah diese Annahmeformel:
iti sa caturtham indriyasyopādhatta caturtham indriyasyopadhatte ya evaṃ vidvān hiraṇyaṃ pratigṛhṇāty atha yo 'vidvān pratigṛhṇāti caturtham asyendriyasyāpakrāmati bṛhaspataye vāso 'nayaṃs tasya pañcamam indriyasyāpākrāmat sa etaṃ pratigraham apaśyat //
Mit diesem [Spruch] nahm er das Viertel der Sinneskraft wieder an sich. Ein Viertel der Sinneskraft nimmt an sich, wer dies wissend Gold annimmt; wer es aber unwissend annimmt, dem weicht ein Viertel der Sinneskraft weg. Dem Bṛhaspati führten sie ein Kleid zu; davon wich ein Fünftel der Sinneskraft weg. Er sah diese Annahmeformel:
gnās tvākṛntann apaso 'tanvata dhiyo 'vayan bṛhaspataye tvā mahyaṃ varuṇo dadāti so 'mṛtatvamaśīya mayo dātre bhūyān mayo mahyaṃ pratigrahītre //
„Frauen haben dich zugeschnitten, die Werktätigen haben [dich] gespannt, die Andachten haben [dich] gewoben. Dich, dem Bṛhaspati [zugedacht], gibt mir Varuṇa; ich möchte Unsterblichkeit erlangen; Wohl sei dem Geber mehr, Wohl mir, dem Annehmenden!“
iti sa pañcamam indriyasyopādhatta pañcamam indriyasyopadhatte ya evaṃ vidvān vāsaḥ pratigṛhṇāty atha yo 'vidvān pratigṛhṇāti pañcamam asyendriyasyāpakrāmty uttānāyāṅgirasāyāprāṇad anayaṃs tasya ṣaṣṭhamindriyasyāpākrāmat sa etaṃ pratigraham apaśyat //
Mit diesem [Spruch] nahm er das Fünftel der Sinneskraft wieder an sich. Ein Fünftel der Sinneskraft nimmt an sich, wer dies wissend ein Kleid annimmt; wer es aber unwissend annimmt, dem weicht ein Fünftel der Sinneskraft weg. Dem Uttāna Āṅgirasa führten sie das Nichtatmende (aprāṇat) zu [Anm.: was gemeint ist, bleibt unklar; „Lebloses“ oder Ähnliches [?]]; davon wich ein Sechstel der Sinneskraft weg. Er sah diese Annahmeformel:
iti sa ṣaṣṭham indriyasyopādhatta ṣaṣṭham indriyasyopadhatte ya evaṃ vidvān aprāṇat pratigṛhṇāty atha yo 'vidvān pratigṛhṇāti ṣaṣṭham asyendriyasyāpakrāmati //
Mit diesem [Spruch] nahm er das Sechstel der Sinneskraft wieder an sich. Ein Sechstel der Sinneskraft nimmt an sich, wer dies wissend das Nichtatmende annimmt; wer es aber unwissend annimmt, dem weicht ein Sechstel der Sinneskraft weg.
ka idaṃ kasmā adāt kāmaḥ kāmāyādāt kāmo dātā kāmaḥ pratigrahītā kāmāya tvā pratigṛhṇāmi kāmaitat te //
„Wer hat dies wem gegeben? Kāma (das Verlangen) hat dem Kāma gegeben. Kāma ist der Geber, Kāma der Annehmende. Für Kāma nehme ich dich an. Kāma, dies ist dein!“
iti samudro vai kāmo dakṣiṇā kāmo dakṣiṇayaiva dakṣiṇāṃ pratigṛhṇāti yo vai tāṃ devatāṃ veda yāgre dakṣiṇām anayad dakṣiṇīyo ha bhavati nayati dakṣiṇām
Mit diesem [Spruch]: Der Ozean ist wahrlich Kāma; Kāma ist die Dakṣiṇā (Opferlohn, Gabe). Mit der Dakṣiṇā eben nimmt er die Dakṣiṇā an. Wer jene Gottheit kennt, die zuerst die Dakṣiṇā [herbei]geführt hat, der wird wahrlich der Dakṣiṇā würdig (dakṣiṇīya), und er führt [sich] die Dakṣiṇā zu.
te vai svaryanto 'bruvann ato no yūpaṃ prayachata kenāyatanenātraiva vetsyathety abruvaṃs te vai saptahotāro nyasīdann aryamagṛhapatayo mahāhavir hotāsīt satyahavir adhvaryur acittapājā agnīd acittamanā upavaktānādhṛṣyaś cāpratidhṛṣyaś cābhigarā ayāsya udgātā te vā etaṃ graham agṛhṇata vidhe nāmanvidhema te nāma vidhes tvam asmākaṃ nāmeti te trayastriṃśam āyatanam acāyaṃs tenedaṃ samatanvan saptahotrā ca vā idaṃ saṃtataṃ trayastriṃśena ca yad idaṃ devamanuṣyā anyo 'nyasmai saṃprayacchate prāṇo vai daśahotā cakṣuś caturhotā śrotraṃ pañcahotā vāk cātmā ca saptahotāgnihotraṃ vai daśahotā darśapūrṇamāsau caturhotā cāturmāsyāni pañcahotā saumyo 'dhvaraḥ saptahotāyuṣe kam agnihotraṃ hūyate sarvam āyur eti ya evaṃ veda cakṣuṣe kaṃ darśapūrṇamāsā ijyete na cakṣuṣo gṛhe ya evaṃ veda śrotrāya kaṃ cāturmāsyānījyante na śrotrasya gṛhe ya evaṃ veda vāce cātmane ca kaṃ saumyo 'dhvara ijyate na vāco nātmano gṛhe ya evaṃ veda prajāpatir vai daśahotaikaḥ san bhūyiṣṭhabhāg vyāhṛtīnām ekaḥ san bhūyiṣṭho bhavati ya evaṃ veda tejase kaṃ pūrṇamā ijyate saumyo vai brāhmaṇo devatayā gāyatrachandā gāyatro 'gniḥ sve vāvāsmā etad devate saprasthe akar nāsyānyo yogakṣemasyeśa āyuṣe kam amāvāsyejyate samīva vā eṣa ābhriyate sarvam āyur eti ya evaṃ veda svargāya lokāya kaṃ saumyo 'dhvara ijyata eti svargaṃ lokaṃ ya evaṃ veda daśahotrāgnihotram unnītam abhimṛśed daśahotrā vai devā agnihotram asṛjanta prajātam enat sṛṣṭam ālabdha caturhotrā darśapūrṇamāsā abhimṛśec caturhotrā vai devā darśapūrṇamāsā asṛjanta prajātā enau sṛṣṭā ālabdha pañcahotrā cāturmāsyāny abhimṛśet pañcahotrā vai devāś cāturmāsyāny asṛjanta prajātāny enāni sṛṣṭāny ālabdha saptahotrā saumyam adhvaram abhimṛśet saptahotrā vai devāḥ saumyam adhvaram asṛjanta prajātam enaṃ sṛṣṭam ālabdha daśahotāraṃ vadet purastāt sāmidhenīnāṃ prajāpatir vai daśahotā yajñamukhaṃ sāmidhenyas mithunaṃ vāvāsyaitad yajñamukhe dadhāti caturhotāraṃ vadet purastāt prayājānāṃ caturhotrā vai devā indram ajanayann indraṃ vāvāsyaitad yajñe 'jījanat sendreṇa yajñena yajate pañcahotāraṃ vadet purastād dhaviṣāṃ pañcahotrā vai devāḥ paśūn asṛjanta parāsurān abhāvayan paśūn eva sṛjate parā bhrātṛvyaṃ bhāvayati saptahotāraṃ vadet purastād anuyājānāṃ saptahotrā vai devāḥ svar āyan svar evaiti daśahotāraṃ vadet purastād bahiṣpavamānasya prajāpatir vai daśahotā yajñamukhaṃ bahiṣpavamānaṃ mithunaṃ vāvāsyaitad yajñamukhe dadhāti caturhotāraṃ vadet purastād ājyānāṃ pañcahotāraṃ vadet purastān mādhyaṃdinasya pavamānasya saptahotāraṃ vadet purastād ārbhavasya pavamānasya saptahotrā vai devāḥ svar āyan svar evaiti yo vai caturhotṝn anusavanaṃ tarpayitavyān veda tṛpyati prajayā ca paśubhiś caite vai caturhotāro 'nusavanaṃ tarpayitavyā yad brāhmaṇā bahuvidas tān eva tarpayati ta enaṃ tṛptāḥ prajayā ca paśubhiś ca tarpayanti
Diese, als sie zum Himmelslicht strebten, sagten: „Von hier gebt uns den Opferpfosten (Yūpa)! Mit welcher Stätte werdet ihr hier eben [Halt] finden?“, so sagten sie [Anm.: Sprecher und Sinn unsicher [?]]. Diese Saptahotṛ (Siebenhotṛ) ließen sich nieder als Hausherren des Aryaman: Mahāhavis war der Hotṛ, Satyahavis der Adhvaryu, Acittapājas der Āgnīdhra, Acittamanas der Upavaktṛ, Anādhṛṣya und Apratidhṛṣya die Abhigaras, Ayāsya der Udgātṛ. Diese schöpften diesen Graha: „Den Namen wollen wir dir zollen, zolle du unseren Namen!“ Sie wählten als Stätte den Dreiunddreißigfachen (Trayastriṃśa); damit spannten sie dieses [All] aus. Durch den Saptahotṛ und durch den Trayastriṃśa ist dies verbunden, dass hier Götter und Menschen einander geben. Der Daśahotṛ ist der Prāṇa, der Caturhotṛ das Auge, der Pañcahotṛ das Ohr, der Saptahotṛ die Rede und das Selbst (Ātman). Der Daśahotṛ ist das Agnihotra, der Caturhotṛ das Neu- und Vollmondopfer (Darśapūrṇamāsa), der Pañcahotṛ die Cāturmāsya-Opfer (Vierteljahresopfer), der Saptahotṛ das Somaopfer (Saumya Adhvara). Zum Wohl des Lebens wird das Agnihotra geopfert; er erreicht das ganze Leben, wer dies weiß. Zum Wohl des Auges werden das Neumondopfer und das Vollmondopfer dargebracht; nicht [gerät er] in das Haus des Auges [Anm.: wörtlich; wohl „nicht in dessen Verlust“ [?]], wer dies weiß. Zum Wohl des Ohres werden die Cāturmāsya-Opfer dargebracht; nicht [gerät er] in das Haus des Ohres, wer dies weiß. Zum Wohl der Rede und des Selbst wird das Somaopfer dargebracht; nicht [gerät er] in das Haus der Rede noch des Selbst, wer dies weiß. Prajāpati ist der Daśahotṛ; als einer [allein] hat er den größten Anteil an den Vyāhṛtis (heiligen Rufen); als einer ist er der Größte, wer dies weiß. Zum Wohl der Glut (Tejas) wird das Vollmondopfer dargebracht. Der Brāhmaṇa gehört der Gottheit nach dem Soma; sein Metrum ist die Gāyatrī; gāyatrisch ist Agni. Seine beiden eigenen Gottheiten hat er ihm damit gemacht, saprasthe [?]; kein anderer ist Herr über seinen Erwerb und Besitz (Yogakṣema). Zum Wohl des Lebens wird das Neumondopfer dargebracht; dies wird gleichsam zusammen herbeigetragen [?]; er erreicht das ganze Leben, wer dies weiß. Zur Himmelswelt hin wird das Somaopfer dargebracht; er geht in die Himmelswelt, wer dies weiß. Mit dem Daśahotṛ soll man das emporgehobene Agnihotra berühren; mit dem Daśahotṛ erschufen die Götter das Agnihotra; als ein hervorgebrachtes, erschaffenes ergreift er es. Mit dem Caturhotṛ soll man das Neu- und Vollmondopfer berühren; mit dem Caturhotṛ erschufen die Götter das Neu- und Vollmondopfer; als zwei hervorgebrachte, erschaffene ergreift er sie. Mit dem Pañcahotṛ soll man die Cāturmāsya-Opfer berühren; mit dem Pañcahotṛ erschufen die Götter die Cāturmāsya-Opfer; als hervorgebrachte, erschaffene ergreift er sie. Mit dem Saptahotṛ soll man das Somaopfer berühren; mit dem Saptahotṛ erschufen die Götter das Somaopfer; als ein hervorgebrachtes, erschaffenes ergreift er es. Den Daśahotṛ soll man vor den Sāmidhenī-Versen (Anzündeversen) sprechen; Prajāpati ist der Daśahotṛ, der Mund des Opfers sind die Sāmidhenīs; ein Paar setzt er ihm damit in den Mund des Opfers. Den Caturhotṛ soll man vor den Prayājas (Vor-Opfern) sprechen; mit dem Caturhotṛ ließen die Götter Indra entstehen; Indra ließ er ihm damit im Opfer entstehen; er opfert mit einem Opfer, das Indra hat. Den Pañcahotṛ soll man vor den Opfergaben sprechen; mit dem Pañcahotṛ erschufen die Götter das Vieh, die Asuras ließen sie zugrunde gehen; Vieh erschafft er eben, den Nebenbuhler lässt er zugrunde gehen. Den Saptahotṛ soll man vor den Anuyājas (Nach-Opfern) sprechen; mit dem Saptahotṛ gingen die Götter zum Himmelslicht; zum Himmelslicht geht er eben. Den Daśahotṛ soll man vor dem Bahiṣpavamāna (Außen-Läuterungsgesang) sprechen; Prajāpati ist der Daśahotṛ, der Mund des Opfers ist der Bahiṣpavamāna; ein Paar setzt er ihm damit in den Mund des Opfers. Den Caturhotṛ soll man vor den Ājyas (Ājya-Preisungen) sprechen. Den Pañcahotṛ soll man vor dem Mittagspavamāna sprechen. Den Saptahotṛ soll man vor dem Ārbhava-Pavamāna sprechen; mit dem Saptahotṛ gingen die Götter zum Himmelslicht; zum Himmelslicht geht er eben. Wer die Caturhotṛs kennt, die bei jeder Pressung (Savana) zu befriedigen sind, der wird mit Nachkommenschaft und Vieh gesättigt. Die Caturhotṛs sind es, die bei jeder Pressung zu befriedigen sind, nämlich die vielwissenden Brāhmaṇas; diese befriedigt er; diese, befriedigt, befriedigen ihn mit Nachkommenschaft und Vieh.
yaḥ prajayā paśubhir na prajāyeta sa dvādaśāhāni barāsīṃ paridhāya taptaṃ pibann adhaḥ śayīta tapo vai taptvā prajāpatir vidhāyātmānaṃ mithunaṃ kṛtvā prajayā ca paśubhiś ca prājāyatāvihito hi vā eṣo 'mithuno 'thaiṣa na prajāyate tat tapa eva taptvā vidhāyātmānaṃ mithunaṃ kṛtvā prajayā ca paśubhiś ca prajāyate prajāpatir vai daśahotā jyāyān vai prajāpatir homāt tasmāt tan na juhvati prāṇyāpāned apānam eva prāṇaṃ juhoti saṃgrāmiṇaṃ caturhotrā yājayec caturgṛhītam ājyaṃ kṛtvā caturhotāraṃ vyācakṣīta pūrveṇa graheṇārdhaṃ juhuyād uttareṇārdhaṃ caturhotrā vai devā indram ajanayan yatarasmin khalu vai saṃgrāma indro bhavati sa jayatīndraṃ vāvāsyaitat saṃgrāme 'jījanad jayati saṃgrāmaṃ prajākāmaṃ caturhotrā yājayec caturgṛhītam ājyaṃ kṛtvā caturhotāraṃ vyācakṣīta pūrveṇa graheṇārdhaṃ juhuyād uttareṇārdhaṃ caturhotrā vai devā indram ajanayan prajām asmai janayati neva tv aparo 'nujāyate tejasvīva tu bhavati sarveṇa hy enam indriyeṇa janayati paśukāmaṃ pañcahotrā yājayec caturgṛhītam ājyaṃ kṛtvā pañcahotāraṃ vyācakṣīta pūrveṇa graheṇārdhaṃ juhuyād uttareṇārdhaṃ pañcahotrā vai devāḥ paśūn asṛjanta paśūn eva sṛjate bhrātṛvyavantaṃ pañcahotrā yājayec caturgṛhītam ājyaṃ kṛtvā pañcahotāraṃ vyācakṣīta pūrveṇa graheṇārdhaṃ juhuyād uttareṇārdhaṃ pañcahotrā vai devā asurān parābhāvayan parā pāpmānaṃ bhrātṛvyaṃ bhāvayati svargakāmaṃ pañcahotrā yājayec caturgṛthītam ājyaṃ kṛtvā pañcahotāraṃ vyācakṣīta pūrveṇa graheṇārdhaṃ juhuyād uttareṇārdhaṃ pañcahotrā vai devāḥ svar āyan svar evaiti yo yajñasya saṃsthām anu pāpīyān manyeta taṃ saptahotrā yājayet saptahotrā vai devā idaṃ samatanvan samatata tājak tādṛṅ punar bhavati yādṛk san yajate
Wer sich nicht mit Nachkommenschaft und Vieh fortpflanzt, der soll zwölf Tage lang ein Barāsī-Gewand [?] angelegt haben, Erhitztes trinken und auf dem Boden schlafen. Prajāpati pflanzte sich, nachdem er Askese (Tapas) geübt, sich geordnet und zu einem Paar gemacht hatte, mit Nachkommenschaft und Vieh fort. Denn dieser [Mensch] ist ungeordnet und ohne Paar; darum pflanzt er sich nicht fort. Indem er also eben Askese übt, sich ordnet und zu einem Paar macht, pflanzt er sich mit Nachkommenschaft und Vieh fort. Prajāpati ist der Daśahotṛ; größer als das Opfern ist Prajāpati; darum opfern sie ihn nicht. Man soll [nach dem Ausatmen] den Apāna einatmen; er opfert eben den Apāna [in] den Prāṇa [Anm.: Wortlaut dunkel [?]]. Einen Kampfbereiten soll man mit dem Caturhotṛ opfern lassen. Nachdem man die zerlassene Butter viermal geschöpft hat, soll man den Caturhotṛ auslegen [vortragen]: mit der früheren Schöpfung soll man die Hälfte opfern, mit der späteren die Hälfte. Mit dem Caturhotṛ ließen die Götter Indra entstehen. In welchem von beiden Heeren wahrlich Indra ist, der siegt. Indra ließ er ihm damit im Kampf entstehen; er siegt im Kampf. Einen, der Nachkommenschaft wünscht, soll man mit dem Caturhotṛ opfern lassen. Nachdem man die zerlassene Butter viermal geschöpft hat, soll man den Caturhotṛ auslegen: mit der früheren Schöpfung soll man die Hälfte opfern, mit der späteren die Hälfte. Mit dem Caturhotṛ ließen die Götter Indra entstehen; Nachkommenschaft lässt er ihm entstehen; nicht wird aber gleichsam ein anderer nachgeboren [?], er wird jedoch glanzvoll (tejasvin), denn mit der ganzen Sinneskraft lässt er ihn entstehen. Einen, der Vieh wünscht, soll man mit dem Pañcahotṛ opfern lassen. Nachdem man die zerlassene Butter viermal geschöpft hat, soll man den Pañcahotṛ auslegen: mit der früheren Schöpfung soll man die Hälfte opfern, mit der späteren die Hälfte. Mit dem Pañcahotṛ erschufen die Götter das Vieh; Vieh erschafft er eben. Einen, der einen Nebenbuhler hat, soll man mit dem Pañcahotṛ opfern lassen. Nachdem man die zerlassene Butter viermal geschöpft hat, soll man den Pañcahotṛ auslegen: mit der früheren Schöpfung soll man die Hälfte opfern, mit der späteren die Hälfte. Mit dem Pañcahotṛ ließen die Götter die Asuras zugrunde gehen; er lässt das Übel, den Nebenbuhler, zugrunde gehen. Einen, der die Himmelswelt wünscht, soll man mit dem Pañcahotṛ opfern lassen. Nachdem man die zerlassene Butter viermal geschöpft hat, soll man den Pañcahotṛ auslegen: mit der früheren Schöpfung soll man die Hälfte opfern, mit der späteren die Hälfte. Mit dem Pañcahotṛ gingen die Götter zum Himmelslicht; zum Himmelslicht geht er eben. Wer nach dem Abschluss (Saṃsthā) des Opfers meint, schlechter [dran] zu sein, den soll man mit dem Saptahotṛ opfern lassen. Mit dem Saptahotṛ spannten die Götter dieses [All] aus; es wurde ausgespannt. Sogleich wird er wieder so, wie er war, als er opferte.
brahmavādino vadanti yad eko yajñaś caturhotātha kasmāt sarve caturhotāra ucyantā iti catvāro vā ete yajñās teṣāṃ catvāro hotāras tac caturhotṛṇāṃ caturhotṛtvaṃ caturṇām ekaḥ saṃvatsaraṃ nāśnīyāt tad vratam annaṃ vai caturhotāro 'nnavān bhavati ya evaṃ vedātha yam anūcānaṃ santaṃ nopanamet so 'raṇyaṃ paretya brāhmaṇam upadraṣṭāraṃ kṛtvā caturhotṝn vyācakṣīta brahmaṇo vā etad udaraṇaṃ yac caturhotrāro brāhmaṇa upadraṣṭopadraṣṭur evānte brahmāvir akas tad enam āvirbhūtam āvidaṃ gamayaty atha yau viśapeyātām ahaṃ bhūyo vedāhaṃ bhūyo vedety eṣa vāva bhūyo veda yaś caturhotṝn veda caturhotāro vai yajñasya yoniś caturhotṛbhyo 'dhi yajño nirmito nainaṃ viśaptaṃ hinasti caturhotāraṃ vaded daśame 'hann annakāmo 'nnaṃ vai caturhotāro 'nto daśamam ahar antam eva gatvānnādyam avarunddha etad vā asyaitarhy aprayuktam etad anavaruddhaṃ tad eva prayuṅkte tad avarunddha iyaṃ vai sarparājñī tasyā vā etad ukthaṃ yac caturhotāro hotā vadati stutaṃ vā etad anuśaṃsati na hi stutam ananuśastam asti
Die Brahmavādins (Brahman-Redner) sagen: „Wenn das Opfer eines ist, der Caturhotṛ, warum werden dann alle ‚Caturhotṛs‘ genannt?“ Vier sind diese Opfer, deren vier Hotṛs; das ist die Caturhotṛ-Natur der Caturhotṛs. Von den vieren soll man eines ein Jahr lang nicht essen; das ist das Gelübde. Speise sind die Caturhotṛs; der wird Speise-Habender, der dies weiß. Wem aber, obwohl er ein Anūcāna (Vedakundiger) ist, [Anerkennung] nicht zuteilwird, der soll in den Wald gehen, einen Brāhmaṇa zum Zuschauer (Upadraṣṭṛ) machen und die Caturhotṛs auslegen. Die Caturhotṛs sind wahrlich die Emporhebung [?] (udaraṇa) des Brahman; ein Brāhmaṇa ist der Zuschauer; in der Nähe des Zuschauers hat das Brahman sich offenbart; dieses bringt ihn, den Offenbar-Gewordenen, zum Auffinden [?] (āvidam). Dann gilt für zwei, die einander verwünschen mit den Worten: „Ich weiß mehr, ich weiß mehr!“, dass der wahrlich mehr weiß, der die Caturhotṛs kennt. Die Caturhotṛs sind der Mutterschoß des Opfers; aus den Caturhotṛs ist das Opfer gebildet; einen solchen schädigt der Verwünschte [die Verwünschung] nicht. Man soll den Caturhotṛ am zehnten Tag sprechen, wenn man Speise wünscht. Speise sind die Caturhotṛs; am Ende [steht] der zehnte Tag; indem er zum Ende gelangt, erlangt er für sich die Speisenverzehr-Fähigkeit (Annādya). Dies war ihm jetzt nicht angewendet, nicht erlangt; eben dies wendet er an, das erlangt er für sich. Diese [Erde] ist die Sarparājñī (Schlangenkönigin); ihr gehört jener Ukthā-Spruch, nämlich die Caturhotṛs, den der Hotṛ spricht. Er rezitiert das Gepriesene nach; denn es gibt nichts Gepriesenes ohne Nachrezitation.
devāś ca vā asurāś cāspardhanta te vai samāvad eva yajñe kurvāṇā āyan yad eva devā akurvata tad asurā akurvata tena vyāvṛtam agachaṃs te devā abruvann etemaṃ yajñaṃ tira upary asurebhyas taṃsyāmahā iti tam etāvañśa ādāyodakrāmann agnir yajurbhiḥ savitā stomair indra ukthāmadair bṛhaspatiś chandobhir iti taṃ tira upary asurebhyo 'tanvata tam eṣāṃ yajñam asurā nānvavāyaṃs tena vā enān apānudanta tato devā abhavan parāsurās tad ya evaṃ veda tira upari bhrātṛvyād yajñaṃ tanute bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavaty etair eva juhuyāt samṛtayajñe caturbhiścaturbhir anvākśāyaṃ purastāt prātaranuvākasyaitāvān vai yajño yāvān eva yajñas taṃ vṛṅkte sayajño bhavaty ayajñā itara etair eva juhuyāt purastād dīkṣāyā eṣā vai pratyakṣaṃ dīkṣā tām evālabdhaitair eva juhuyāt purastād dvādaśāhasyaiṣa vai pratyakṣaṃ dvādaśāhas tam evālabdhaitair evātithyam abhimṛśed yajñenaiva yajñam ālabdha dakṣiṇato vai devān asurā yajñam ajayaṃs ta udañcaḥ patnībhiḥ sahāgnīdhraṃ prāviśaṃs tān patnībhiḥ saha prakśāya jihriyato 'surā apāvartanta tāṃs tata evānūtthāyājayaṃs tato devā abhavan parāsurās tad ya evaṃ veda bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati nāsya bhrātṛvyo gṛhān na paśūn abhyārohaty abhi bhrātṛvyasya gṛhān abhi paśūn ārohati ya evaṃ vedaitāny evāgnīdhe 'nubrūyād agnīd vai pātnīvatasya yajati tṛptā patnī reto dhatte pra prajayā ca paśubhiś ca prajāyata etair eva juhuyād antarā tvaṣṭāraṃ ca patnīś ca saṃvatsaraṃ prajākāmo mithunaṃ vai tvaṣṭā ca patnīś ca tvaṣṭāraṃ vā etan mithune 'pyasrāṭ prajananāya tan mithunaṃ tasmād eva mithunād yajamānaḥ prajayā ca paśubhiś ca prajāyate vindate prajām āsya vīro jāyate yadi saṃvatsaraṃ juhvan na vinden nādṛtyam
Götter und Asuras stritten. Sie gingen [in den Streit], indem sie im Opfer ebenso viel machten; was die Götter taten, das taten die Asuras. Dadurch gerieten sie in eine Scheidung [?] (vyāvṛta). Da sagten die Götter: „Lasst uns dieses Opfer verborgen, oben darüber, vor den Asuras ausbreiten.“ Sie nahmen es in solchen Anteilen [?] (etāvañśas) und zogen davon: „Agni mit den Opfersprüchen, Savitṛ mit den Lobgesängen, Indra mit den Ukthāmadas, Bṛhaspati mit den Metren.“ So breiteten sie es verborgen, oben darüber, vor den Asuras aus. Diesem ihrem Opfer folgten die Asuras nicht nach; damit stießen sie sie weg. Daher wurden die Götter [siegreich], die Asuras gingen zugrunde. Wer dies weiß, breitet das Opfer verborgen, oben darüber, vor dem Nebenbuhler aus; er wird durch sich selbst [mächtig], dessen Nebenbuhler geht zugrunde. Mit eben diesen soll man opfern bei einem zusammengefügten Opfer (samṛtayajña) [?], je vier, in Reihenfolge [?] (anvākśāyam), vor der Morgenrezitation (Prātaranuvāka). So viel ist das Opfer, wie eben das Opfer ist; das nimmt er für sich; er wird einer mit Opfer, die anderen ohne Opfer. Mit eben diesen soll man opfern vor der Weihe (Dīkṣā); dies ist die Dīkṣā unmittelbar; diese ergreift er und opfert mit eben diesen. Vor dem Dvādaśāha (Zwölftagesfeier) [soll man opfern]; dies ist unmittelbar der Dvādaśāha; diesen ergreift er. Mit eben diesen soll man das Ātithya (Gastopfer) berühren; mit dem Opfer ergreift er das Opfer. Von Süden her besiegten die Asuras die Götter im Opfer. Diese gingen nach Norden zusammen mit den Gattinnen in den Āgnīdhra-Raum hinein. Als sie [die Asuras] sie zusammen mit den Gattinnen [?] (prakśāya) sich schämend (jihriyataḥ) [?] [sahen], wandten die Asuras sich ab. Von eben dort aus standen die Götter wieder auf und besiegten sie. Daher wurden die Götter [siegreich], die Asuras gingen zugrunde. Wer dies weiß, wird durch sich selbst [mächtig], dessen Nebenbuhler geht zugrunde. Nicht besteigt [überwältigt] ihn sein Nebenbuhler, weder Häuser noch Vieh; er besteigt die Häuser des Nebenbuhlers, das Vieh des Nebenbuhlers, wer dies weiß. Eben diese soll man den Āgnīdhra nachsprechen lassen. Der Āgnīdhra opfert für das Pātnīvata (Gattinnen-Opfer); befriedigt nimmt die Gattin den Samen auf; er pflanzt sich mit Nachkommenschaft und Vieh fort. Mit eben diesen soll man ein Jahr lang opfern zwischen Tvaṣṭṛ und den Gattinnen, wer Nachkommenschaft wünscht. Ein Paar sind Tvaṣṭṛ und die Gattinnen; den Tvaṣṭṛ hat er [Prajāpati] wahrlich in das Paar entlassen zur Zeugung. Dieses Paar [ist es]; daher pflanzt sich der Opferherr aus eben diesem Paar mit Nachkommenschaft und Vieh fort; er findet Nachkommenschaft; ihm wird ein Held (Sohn) geboren. Wenn er, ein Jahr lang opfernd, [sie] nicht fände, so ist dies nicht zu beachten [?] (nādṛtyam).