Quellen der Menschheit

Maitrāyaṇī-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Prapāṭhaka 11

Dieser Prapāṭhaka enthält das Ritual des Vājapeya („Siegespreis-Trunk“), eines großen Soma-Opfers, das zu Herrschaft und Speisenverzehr-Fähigkeit führen soll: die Mantras für den Wagenwettlauf der Rosse (Vājins), die Schöpfformeln der Upayāma- und Suropayāma-Grahas, dazu Anuvāka 5 bis 9 als Brāhmaṇa-Erläuterung (Wesen des Opfers, Wagenrennen, Nivāra-Gabe, Gattenformel, Atigrāhyas, Vaśā, Sāmans). Anuvāka 10 zählt in einer langen Formelreihe auf, wie die Götter mit Metren von einer bis siebzehn Silben Rede, Atem, Welten, Zeiten und Metren gewannen. Der Text ist an mehreren Stellen verderbt oder sprachlich schwierig; solche Stellen sind mit [?] bzw. [Anm.: …] markiert.

deva savitaḥ prasuva yajñaṃ prasuva yajñapatiṃ bhagāya / divyo gandharvaḥ ketapūḥ ketaṃ punātu vācaspatir vācam adya svadātu naḥ //

Gott Savitṛ, treibe an, treibe das Opfer an, treibe den Opferherrn an zum Glück (Bhaga). Der himmlische Gandharva, der Reiniger des Willens (Ketapū), reinige den Willen; Vācaspati, der Herr der Rede, lasse uns heute die Rede wohlschmecken.

vājasya nu prasave mātaraṃ mahīm aditiṃ nāma vacasā karāmahe / viśvaṃ hy asyāṃ bhuvanam āviveśa tasyāṃ devaḥ savitā dharmaṃ sāviṣat //

Im Antrieb des Vāja (Siegespreis, Kraft) rufen wir mit dem Wort die große Mutter, Aditi mit Namen. In sie ist die ganze Welt eingetreten; in ihr hat Gott Savitṛ die Stütze (Dharma) angetrieben.

apsv antar amṛtam apsu bheṣajam apām uta praśastiṣu / aśvā bhavata vājinaḥ //

Im Wasser drinnen ist Unsterblichkeit, im Wasser Heilmittel, und in den Preisungen der Wasser: werdet Rosse, Siegespreis-Gewinner (Vājins).

vāyur vā tvā manur vā tvā gandharvāḥ saptaviṃśatiḥ / te agre aśvam ayuñjaṃs te asmin javam ādadhuḥ //

Vāyu oder Manu hat dich (angeschirrt), oder die siebenundzwanzig Gandharvas. Sie haben zuerst das Ross angeschirrt, sie haben in dieses die Schnelligkeit gelegt.

apāṃ napād āśuheman ya ūrmiḥ pratūrtiḥ kakubhvān vājasāḥ / tena vājaṃ seṣam //

Apāṃ napāt (Sohn der Wasser), die schnell eilende Welle, die vorwärtsdrängende, höckerreiche, den Siegespreis gewinnende: mit ihr wollen wir den Siegespreis gewinnen.

devasya savituḥ prasave satyasavaso varṣiṣṭhaṃ nākaṃ ruheyam //

Im Antrieb des Gottes Savitṛ, der wahren Antrieb hat, möge ich den weitesten Himmelsraum (Nāka) besteigen.

devasya vayaṃ savituḥ prasave satyasavanasya bṛhaspater vājino vājajito vājaṃ jeṣma

Im Antrieb des Gottes Savitṛ, des wahren Antreibers, wollen wir des Bṛhaspati, des Siegespreis-Habenden, des Siegespreis-Gewinners, Siegespreis gewinnen.

vājaṃ vājino jayatādhvānaṃ skabhnuvanto yojanā mimānāḥ //

Gewinnt den Siegespreis, ihr Siegespreis-Rosse, die Strecke stützend, die Yojanas (Wegmaße) messend.

śaṃ no bhavantu vājino haveṣu devatātā mitadravaḥ svarkāḥ / jambhayanto 'hiṃ vṛkaṃ rakṣāṃsi sanemy asmad yuyavann amīvāḥ //

Heil sollen uns die Rosse sein bei den Anrufungen, im Götteropfer, maßvoll laufend, schön leuchtend [?]; die Schlange, den Wolf und die Rakṣas zermalmend, sollen sie immerfort die Krankheiten von uns abwehren.

vājevāje 'vata vājino no dhaneṣu viprā amṛtā ṛtajñāḥ / asya madhvaḥ pibata mādayadhvaṃ tṛptā yāta pathibhir devayānaiḥ //

Bei jedem Wettlauf helft uns, ihr Rosse, bei den Beutegewinnen, ihr weisen, unsterblichen, die Ordnung (Ṛta) kennenden. Trinkt von diesem Süßen, berauscht euch; gesättigt geht auf den zu den Göttern führenden Wegen.

te no arvanto havanaśruto havaṃ viśve śṛṇvantu vājino mitadravaḥ / sahasrasā medhasātā saniṣyavo maho ye dhanā samitheṣu jabhrire //

Diese unsere Rosse, die auf den Ruf hören, sollen meinen Ruf hören, alle Siegespreis-Rosse, maßvoll laufend, Tausende gewinnend, im Ringen (um Einsicht) gewinnend [?], beutebegierig, die große Schätze in den Kämpfen heimgetragen haben.

eṣa sya vāji kṣipaṇiṃ turaṇyati grīvāyāṃ baddho apipakṣa āsan / kratuṃ dadhikrām anu saṃsaniṣyadat pathām aṅkāṃsy anv āpanīphaṇat //

Dieses Ross da (das Siegespreis-Ross) eilt zum Schlag der Peitsche, am Nacken gebunden, … im Maul [?]. Dem Willen des Dadhikrā folgend, wird es gewinnen, die Biegungen der Wege wiehernd durchmessend. [Anm.: Der Text ist hier verderbt („apipakṣa āsan“).]

uta smāsya dravatas turaṇyataḥ parṇaṃ na ver anu vāti pragardhinaḥ / śyenasyeva dravato aṅkasaṃ pari dadhikrāvṇaḥ sahorja taritrataḥ

Und dem Laufenden, Eilenden, Vorwärtsdrängenden weht es nach wie einem Vogelflügel; wie des Falken Flug ist der Lauf um die Biegung des Dadhikrāvan, der mit Kraft uns hinüberträgt [?].

ā mā vājasya prasavo jagamyād ā mā dyāvāpṛthivi viśvaśaṃbhū / ā mā ganta pitaro viśvarūpā ā mā somo amṛtatvena gamyāt //

Zu mir möge der Antrieb des Vāja kommen, zu mir Himmel und Erde, die allheilbringenden; zu mir sollt ihr kommen, Väter, vielgestaltige; zu mir komme Soma mit Unsterblichkeit.

indrāya vācaṃ vadatendrāya vācaṃ saṃvadatendraṃ vājaṃ jāpayatendra vājaṃ jayeyaṃ vaḥ sā satyā saṃvāg abhūd yām indreṇa samadadbhvam ajījapata vanaspataya indrāya vācaṃ vimucyadhvaṃ vājinau vājajitau vājaṃ jitvā bṛhaspater bhāgam avajighrataṃ vājinau vājajitau vājaṃ jitvā bṛhaspater bhāge nimṛjyethāṃ svo rohāvehi svo rohāvehi svo rohāvāyur yajñena kalpate prāṇo yajñena kalpate cakṣur yajñena kalpate śrotraṃ yajñena kalpate mano yajñena kalpate vāg yajñena kalpate brahmā yajñena kalpate pṛṣṭhaṃ yajñena kalpate svar yajñena kalpate yajño yajñena kalpate vājāya svāhā prasavāya svāhāpijāya svāhā kratave svāhāharpataye svāhā vākpataye svāhā vasave svāhā svar mūrdhā vaiyaśano vyaśyann āntyo 'ntyo bhauvano bhuvanasya pataye 'dhipataye svāhānnāya tvā vājāya tvā vājajityāyai tveṣe tvorje tvā rayyai tvā poṣāya tvā svar devā agāmāmṛtā abhūma prajāpateḥ prajā abhūma

Sprecht das Wort für Indra, sprecht einträchtig das Wort für Indra, lasst Indra den Siegespreis gewinnen; möge ich, Indra, den Siegespreis über euch gewinnen. Das ist die wahre Übereinkunft geworden, die ihr mit Indra getroffen habt, durch die ihr gewinnen ließet. Ihr Bäume, löst das Wort für Indra! Ihr beiden Siegespreis-Rosse, Siegespreis-Gewinner, nachdem ihr den Siegespreis gewonnen habt, habt am Anteil des Bṛhaspati gerochen. Ihr beiden Siegespreis-Rosse, Siegespreis-Gewinner, nachdem ihr den Siegespreis gewonnen habt, reibt euch ab am Anteil des Bṛhaspati. Lass uns beide zum Himmel aufsteigen, komm herbei! Lass uns beide zum Himmel aufsteigen, komm herbei! Lass uns beide zum Himmel aufsteigen! Das Leben gelangt durch das Opfer zum Gelingen, der Atem gelangt durch das Opfer zum Gelingen, das Auge gelangt durch das Opfer zum Gelingen, das Ohr gelangt durch das Opfer zum Gelingen, der Geist gelangt durch das Opfer zum Gelingen, die Rede gelangt durch das Opfer zum Gelingen, der Brahman(-Priester) gelangt durch das Opfer zum Gelingen, der Rücken gelangt durch das Opfer zum Gelingen, der Himmel gelangt durch das Opfer zum Gelingen, das Opfer gelangt durch das Opfer zum Gelingen. Dem Vāja svāhā, dem Antrieb svāhā, dem Apija [?] svāhā, dem Willen (Kratu) svāhā, dem Herrn des Tages svāhā, dem Herrn der Rede svāhā, dem Vasu svāhā. Himmel, Haupt, Vaiyaśana [?], der Sichausbreitende [?], der Letzte, der letzte Bhauvana, dem Herrn des Seienden (Bhuvana), dem Oberherrn svāhā. Dich für die Speise, dich für den Siegespreis, dich für den Siegespreis-Gewinn, dich für das Ungestüm [?], dich für die Stärke (Ūrj), dich für Reichtum, dich für Gedeihen. Zum Himmel sind wir Götter gegangen, unsterblich sind wir geworden; Prajāpatis Geschöpfe sind wir geworden. [Anm.: Zu „vaiyaśano“ nur der Hinweis auf Konjekturen des Herausgebers; Lesart unsicher.]

agne achā vadeha naḥ pratyaṅ naḥ sumanā bhava / pra no yacha viśaspate dhanadā asi nas tvam //

Agni, sprich hierher zu uns, wende dich uns zu, sei wohlgesinnt. Gib uns, Herr der Sippe (Viśaspati); du bist uns ein Reichtumsgeber.

pra no yachatv aryamā pra bhagaḥ pra bṛhaspatiḥ / pra devāḥ prota sūnṛtā pra vāg devī dadātu naḥ //

Uns soll Aryaman geben, Bhaga soll geben, Bṛhaspati soll geben, die Götter sollen geben, und die Sūnṛtā (Freundlichkeit, Wahrhaftigkeit); die Göttin Rede soll uns geben.

aryamaṇaṃ bṛhaspatim indraṃ dānāya codaya / vācaṃ viṣṇuṃ sarasvatīṃ savitāraṃ ca vājinam //

Aryaman, Bṛhaspati, Indra treibe zum Geben an; die Rede, Viṣṇu, Sarasvatī und Savitṛ, den Siegespreis-Herrn.

somaṃ rājānaṃ varuṇam agnim anvārabhāmahe / ādityān viṣṇuṃ sūryaṃ brahmāṇaṃ ca bṛhaspatim //

Soma, den König, Varuṇa, Agni fassen wir an; die Ādityas, Viṣṇu, Sūrya, den Brahman und Bṛhaspati.

indravāyū susaṃdṛśā suhaveha havāmahe / yathā naḥ sarvā ij janaḥ saṃgame sumanā asat //

Indra und Vāyu, die schön Anzuschauenden, gut Anzurufenden, rufen wir hierher, damit uns alles Volk in der Versammlung wohlgesinnt sei.

vājasyemaṃ prasavaḥ suṣuve 'gre somaṃ rājānam oṣadhīṣv apsu / sa virājaṃ paryetu prajānan prajāṃ puṣṭiṃ vardhayamāno asme //

Dieser Antrieb des Vāja hat zuerst den Soma, den König, in den Kräutern, im Wasser hervorgebracht [?]. Er möge die Virāj umkreisen, wissend, uns Nachkommenschaft und Gedeihen mehrend.

vājasyemāṃ prasavaḥ śiśriye divaṃ sa oṣadhīḥ samanaktu ghṛtena / tā asmabhyaṃ madhumatīr bhavantu vayaṃ rāṣṭre jāgṛyāmā purohitāḥ vājasyedaṃ prasava ābabhūvemā ca viśvā bhuvanāni sarvataḥ / aditsantaṃ dāpayatu prajānan rayiṃ ca naḥ sarvavīraṃ niyachatu //

Der Antrieb des Vāja hat sich diese (Erde) und den Himmel zur Stütze genommen [?]; er soll die Kräuter mit zerlassener Butter salben. Diese sollen uns honigreich sein; wir wollen im Reich als Purohitas (Hauspriester) wachsam sein. Dieser Antrieb des Vāja ist entstanden und alle diese Wesen ringsum. Wer nicht geben will, den soll er, wissend, zum Geben bringen, und Reichtum mit lauter Männern (sarvavīra) soll er uns verleihen.

devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyāṃ sarasvatyā vācā yantur yantreṇa bṛhaspatiṃ sāmrājyāyābhiṣiñcāmīndraṃ sāmrājyāyābhiṣiñcāmy upayāmagṛhīto 'si druṣadaṃ tvā nṛṣadam āyuṣadam indrāya juṣṭaṃ gṛhṇāmy eṣa te yonir indrāya tvā upayāmagṛhīto 'si pṛthivīṣadaṃ tvāntarikṣasadaṃ nākasadam indrāya juṣṭaṃ gṛhṇāmy eṣa te yonir indrāya tvā upayāmagṛhīto 'sy apsuṣadaṃ tvā ghṛtasadaṃ bhūtasadam indrāya juṣṭaṃ gṛhṇāmy eṣa te yonir indrāya tvā upayāmagṛhīto 'si graha viśvajanīna niyantar viprāyāma te //

Im Antrieb des Gottes Savitṛ, mit den Armen der Aśvin, mit den Händen des Pūṣan, mit der Rede der Sarasvatī als Zügelführerin, mit dem Zügel besprenge ich Bṛhaspati zur Oberherrschaft, ich besprenge Indra zur Oberherrschaft. Du bist mit Upayāma gefasst (Upayāma: das Schöpfgefäß bzw. die Schöpfformel „Unterlegung“); dich, den im Holz Sitzenden, unter Männern Sitzenden, im Leben Sitzenden, dem Indra lieb, fasse ich; dies ist dein Schoß, dich für Indra. Du bist mit Upayāma gefasst; dich, den auf der Erde Sitzenden, im Luftraum Sitzenden, im Himmelsraum (Nāka) Sitzenden, dem Indra lieb, fasse ich; dies ist dein Schoß, dich für Indra. Du bist mit Upayāma gefasst; dich, den im Wasser Sitzenden, in der zerlassenen Butter Sitzenden, im Seienden Sitzenden, dem Indra lieb, fasse ich; dies ist dein Schoß, dich für Indra. Du bist mit Upayāma gefasst; Graha (Schöpfbecher), allen Leuten dienlich, Zügler, … dem Weisen [?] dir. [Anm.: Der Schluss „viprāyāma te“ ist unsicher.]

yās tisraḥ prathamajā divyaḥ kośaḥ samukṣitaḥ / tāsāṃ viśiśnānām iṣam ūrjaṃ samagrabham //

Die drei erstgeborenen himmlischen (Wesen) [?], deren Behälter besprengt ist: von diesen, den [?] ausgeteilten, habe ich Labung und Kraft zusammengefasst. [Anm.: „viśiśnānām“ unsicher.]

indrāya tvā juṣṭaṃ gṛhṇāmy eṣa te yonir indrāya tvopayāmagṛhīto 'si //

Dich, dem Indra lieb, fasse ich; dies ist dein Schoß, dich für Indra. Du bist mit Upayāma gefasst.

apāṃ rasam udvayasaṃ sūryāñ śukraṃ samābhṛtam / apāṃ rasasya yo rasas taṃ te gṛbhṇāmy uttamam //

Den Saft der Wasser, den aufwärts strebenden [?], aus der Sonne [?] glänzend zusammengebrachten: den Saft des Saftes der Wasser, diesen höchsten fasse ich für dich.

indrāya tvā juṣṭaṃ gṛhṇāmy eṣa te yonir indrāya tvā //

Dich, dem Indra lieb, fasse ich; dies ist dein Schoß, dich für Indra.

kuvid aṅga yavamanto yavaṃ cid yathā dānty anupūrvaṃ viyūya / ihehaiṣāṃ kṛṇuta bhojanāni ye barhiṣā namauktiṃ na jagmuḥ //

Wohl doch, ihr Gerstenreichen: wie man Gerste schneidet, der Reihe nach auseinanderlegend, so bereitet hier und hier ihnen Mahlzeiten, die nicht mit dem Barhis (Opferstreu) zur Verneigung und Lobrede gekommen sind.

upayāmagṛhīto 'si prajāpataye tvā juṣṭaṃ gṛhṇāmy eṣa te yoniḥ prajāpataye tvā //

Du bist mit Upayāma gefasst; dich, dem Prajāpati lieb, fasse ich; dies ist dein Schoß, dich für Prajāpati.

ayā viṣṭhā prajāpataye tvā

Mit diesem, vielfach Stehenden [?] – dich für Prajāpati. [Anm.: Nur der Mantraanfang „ayā viṣṭhā“ ist gegeben.]

devā vai nānā yajñān apaśyann atha vā etaṃ sarve 'paśyaṃs tasmin vā ayatanta tasminn ājim ayus taṃ bṛhaspatir udajayad bṛhaspatir vai devānāṃ purohito yad vai purohito brāhmaṇaṃ śṛṇoti tad rājñe tenendram ayājayat sa svārājyam agacchat sa eṣa svārājyo yajñaḥ svārājyaṃ gachati ya etena yajate yad bṛhaspatir udajayat tasmād brāhmaṇo yajeta yad indram ayājayaṃs tasmād rājanyo devā vai nānā yajñān āharann imam aham imaṃ tvam ity atha vā etaṃ prajāpatir āharat tasmin vā apitvam aichanta tebhyaś chandāṃsy ujjitīḥ prāyachad atha vā etena prajāpatir ayajata sa svārājyam agachat sa eṣa svārajyo yajñaḥ svārājyam gachati ya etena yajate 'nnaṃ vai vājas tad ya evaṃ vidvān annam atti vājayati ha vā enam annam adyamānaṃ somo vai vājapeyas tad ya evaṃ vidvānt somaṃ pibati vājaṃ ha gachati yāvanto hi devāḥ somam apibaṃs te vājam agachaṃs tasmāt sarvaḥ somaṃ pipāsati vājaṃ ha gachati vāg ghi vājasya prasavaḥ sā vai vāk sṛṣṭā caturdhā vyabhavad eṣu lokeṣu trīṇi turīyāṇi paśuṣu turīyaṃ yā pṛthivyāṃ sāgnau sā rathantare yāntarikṣe sā vāte sā vāmadevye yā divi sā bṛhati sā stanayitnav atha paśuṣu tato yā vāg atyaricyata tāṃ brāhmaṇe ny adadhus tasmād brāhmaṇa ubhayīṃ vācaṃ vadati yaś ca veda yaś ca na yā bṛhadrathantarayor yajñād enaṃ tayāgachati yā paśuṣu taya ṛteyajñaṃ tad ya evaṃ vedā ha vā enam apratikśātaṃ gachati yāvatī vāk tāṃ hi veda vācā hi dīyante vācā pradīyaye yo gāthānārāśaṃsībhyāṃ sanoti na tasya pratigṛhyam anṛtena hi sa tat sanoti na mattasya yadā hi tasya mado vyety atha taṃ tat tapati

Die Götter erblickten verschiedene Opfer. Da erblickten alle dieses (Opfer); sie mühten sich darum, sie liefen darum den Wettlauf. Bṛhaspati gewann es. Bṛhaspati ist nämlich der Purohita der Götter. Denn was der Purohita an Brāhmaṇa-Wort vernimmt [?], das gehört dem König; damit ließ er Indra opfern. Dieser gelangte zur Selbstherrschaft. Dies ist das Opfer der Selbstherrschaft; zur Selbstherrschaft gelangt, wer damit opfert. Weil Bṛhaspati es gewann, deshalb soll ein Brāhmaṇa opfern; weil sie Indra opfern ließen, deshalb ein Rājanya. Die Götter brachten verschiedene Opfer herbei (mit den Worten): „Dieses ich, dieses du.“ Da brachte Prajāpati dieses herbei; an ihm wünschten sie Anteil. Ihnen gab er die Metren als Gewinne. Da opferte Prajāpati damit; er gelangte zur Selbstherrschaft. Dies ist das Opfer der Selbstherrschaft; zur Selbstherrschaft gelangt, wer damit opfert. Speise ist der Vāja. Wer dies weiß und Speise isst, dem lässt die gegessene Speise den Vāja gewinnen. Soma ist der Vājapeya. Wer dies wissend Soma trinkt, der gelangt zum Vāja. Denn so viele Götter Soma tranken, die gelangten zum Vāja; deshalb dürstet jeder nach Soma, er gelangt zum Vāja. Denn die Rede ist der Antrieb des Vāja. Diese Rede, als sie geschaffen war, wurde vierfach: in diesen Welten drei Viertel, im Vieh ein Viertel. Die auf der Erde ist, die ist in Agni und im Rathantara; die im Luftraum, die ist im Wind und im Vāmadevya; die im Himmel, die ist in der Bṛhat und im Donner; dann im Vieh. Was von der Rede übrig blieb, die legten sie in den Brāhmaṇa; deshalb spricht der Brāhmaṇa beiderlei Rede, wer (sie) kennt und wer nicht. Die (Rede), die in Bṛhat und Rathantara ist, mit der kommt man vom Opfer her zu ihm [?]; die im Vieh, mit der (kommt man) ohne Opfer [?]. Wer dies so weiß, der gelangt unangefochten [?] dahin, so weit die Rede reicht; denn er kennt sie. Durch Rede wird gegeben, durch Rede wird hingegeben [?]. Wer mit Gāthā- und Nārāśaṃsī-Liedern gewinnt, dessen Gabe ist nicht annehmbar, denn durch Unwahrheit gewinnt er sie; nicht (annehmbar ist sie) von einem Berauschten, denn wenn dessen Rausch vergeht, dann quält es ihn. [Anm.: Der Text hat „svārajyo“, „pradīyaye“ und „apratikśātam“ verderbt bzw. unsicher überliefert.]

saptadaśa vā ete dvayā grahāḥ prājāpatyāḥ saptadaśaḥ puruṣāḥ prājāpatyaś catvāry aṅgāni śirogrīvam ātmā vāk saptamī daśa prāṇā aṅge'ṅge vai puruṣasya pāpmopaśliṣṭo yad vyatiṣajan grahān gṛhṇāty aṅgādaṅgād evainaṃ pāpmano muñcati śrīr vai somaḥ pāpmā suropayāmā āgate kāle prāñcaḥ somair utkrāmanti pratyañcaḥ suropayāmaiḥ pāpamanaivainaṃ vipunanti tasmād āhur vājapeyayājy eva pūta iti pāpamanā hy enaṃ vipunanti deva savitaḥ prasuva yajñaṃ prasuva yajñapatiṃ bhagāyeti paruṣiparuṣi juhoty utsannayajño vā eṣa ko ha tad veda yad etasya kriyate yan na sarvatvāyaiva prasavāya vājasya nu prasave mātaraṃ mahīm iti ratham upāvaharatīyaṃ vā aditir anayaivainaṃ prasūtaṃ savitrā copāvaharati vājasyojjityay apsv antar amṛtam apsu bheṣajam ity aśvānt snapayanty apsujā vā aśvāḥ svād evainān yoner janayanti vāyur vā tvā manur vā tveti yunakti na vā etan manuṣyā yoktum arhanti devatābhir evainān yunakty apāṃ napād āśuhemann iti rarāṭāni pratimārṣṭi pūrvam eva yajur uditam anu vadati dundubhīn nihrādayanti vāg vā eṣaikāraṇyaṃ prāviśat tām evojjayaty atho yā vanaspatiṣu vāk tām evāvarunddhe saptadaśaḥ sarvo bhavati prajāpatir vai saptadaśaḥ prajāpatim evāpnoty utsannayajño vā eṣa saṃvatsarād vā adhy utsannayajño 'varudhyate saṃvatsarād evainam adhy āptvāvarunddhe

Siebzehn sind diese doppelten Grahas, Prajāpati gehörig; siebzehnfach ist der Mensch (Puruṣa), Prajāpati gehörig: vier Glieder, Kopf mit Hals, Rumpf, die Rede als siebentes, zehn Lebenshauche. In jedem Glied des Menschen haftet Übel. Indem er die Grahas wechselnd schöpft, befreit er ihn vom Übel Glied um Glied. Glanz (Śrī) ist Soma, das Übel ist das Suropayāma. Zur gekommenen Zeit gehen sie mit den Soma-(Schöpfungen) vorwärts hinaus, mit den Suropayāma rückwärts; sie läutern ihn vom Übel [?]. Deshalb sagt man: „Nur wer mit Vājapeya opfert, ist rein“, denn sie läutern ihn vom Übel. „Gott Savitṛ, treibe an, treibe das Opfer an, treibe den Opferherrn an zum Glück“: damit opfert er an jedem Gelenk. Ein abgebrochenes Opfer (utsannayajña) ist dieses; wer weiß denn, was von diesem getan wird, wenn nicht gerade zur Vollständigkeit und zum Antrieb [?]. „Im Antrieb des Vāja rufen wir die Mutter, die große“: damit holt er den Wagen heran. Diese (Erde) ist Aditi; durch sie und durch Savitṛ angetrieben holt er ihn heran, zum Gewinn des Vāja. „Im Wasser drinnen ist Unsterblichkeit, im Wasser Heilmittel“: damit baden sie die Rosse. Wassergeboren sind die Rosse; aus ihrem eigenen Schoß lassen sie sie so entstehen. „Vāyu oder Manu hat dich“: damit schirrt er an. Menschen sind nämlich nicht imstande, diese anzuschirren; mit den Gottheiten schirrt er sie an. „Apāṃ napāt, der Schnelleilende“: damit berührt er die Stirnen der Rosse; den früher gesprochenen Opferspruch spricht er nach. Sie lassen Pauken dröhnen. Diese Rede ist in die Wildnis eingegangen [?]; genau diese gewinnt er; und die Rede, die in den Bäumen ist, die erlangt er für sich. Siebzehnfach wird das Ganze. Prajāpati ist siebzehnfach; Prajāpati erreicht er. Ein abgebrochenes Opfer ist dieses; vom Jahr her wird ein abgebrochenes Opfer wiedererlangt; nachdem er es vom Jahr her erreicht hat, erlangt er es für sich.

devasya savituḥ prasave satyasavaso varṣiṣṭhaṃ nākaṃ ruheyam iti brahmā rathacakraṃ sarpati savitṛprasūta eva vajraṃ sarpati vājasyojjityay atho prajāpatir vai brahmā yajñasya prajāpatir evainaṃ vajrād adhi prasuvati vājasyojjityai sāma gāyate satyaṃ vai sāma satyenaivojjayaty ujjitir vājayaty annaṃ vai vājo 'nnādyasyojjityai devasya vayaṃ savituḥ prasave satyasavanasya bṛhaspater vājino vājajito vājaṃ jeṣmeti ratham abhyātiṣṭhati savitṛprasūta eva ratham abhyātiṣṭhati vājasyojjityai vājinām ṛco 'nvāha vājasyojjityay ājiṃ dhāvanti vājasyojjityay anudiṣṭai rathair dhāvanti dakṣiṇayaiva svargaṃ lokam eti yad anudiṣṭai rathair dhāvanti dakṣiṇayā vā etad yajamānaḥ saha svargaṃ lokam ety athaiṣa naivāraḥ saptadaśaśarāvo devā oṣadhīṣu pakvāsv ājim ayus tā bṛhaspatir udajayat sa etān nivārān nyavṛṇīta tan nivārāṇāṃ nivāratvaṃ bṛhaspatir vai tā udajayat tam eva bhāginaṃ karoty ahiṃsāyai tam adhaś cātvālaṃ harantīha vā asā āditya āsīt tam ito 'dhy amuṃ lokam aharaṃs tad yato 'dhy amuṃ lokam aharan yac cātvāle 'vadadhati yajamānam eva svargaṃ lokaṃ haranty ā mā vājasya prasavo jagamyād iti ratheṣu punarāsṛteṣu juhoti yam eva vājam udajaiṣus tam ātman dhatte 'jījapata vanaspatayā indrāya vācaṃ vimucyadhvam iti rathavimocanīyaṃ juhoti yajuṣaiva yujyante yajuṣā vimucyante vājinau vājajitau vājaṃ jitvā bṛhaspater bhāgam avajighratam iti bhāginā evainā akar vājinau vājajitau vājaṃ jitvā bṛhaspater bhāge nimṛjyethām iti sarvān evainān prīṇāty ardhavaśāṃ ca suropayāmāṃś ca haranti ya ājiṃ dhāvanti tebhyo yam eva vājam udajaiṣus taṃ parikrīṇīte madhuṣṭhālaṃ brahmaṇe brahmaṇa eva tena parikrīṇīte kakubho rājaputraḥ prāśnāti vīryaṃ vai kakub vīryam evātman dhatte

„Im Antrieb des Gottes Savitṛ, des wahren Antreibers, möge ich den weitesten Himmelsraum besteigen“: damit geht der Brahman-Priester zum Wagenrad; von Savitṛ angetrieben geht er zum Donnerkeil (Vajra), zum Gewinn des Vāja. Ferner: Prajāpati ist der Brahman des Opfers; Prajāpati selbst treibt ihn vom Donnerkeil her an, zum Gewinn des Vāja. Er singt ein Sāman; Wahrheit ist das Sāman; mit Wahrheit gewinnt er. Der Gewinn lässt (ihn) den Vāja gewinnen; Speise ist der Vāja, zum Gewinn des Speisenverzehrs. „Im Antrieb des Gottes Savitṛ, des wahren Antreibers, wollen wir des Bṛhaspati, des Siegespreis-Habenden, des Siegespreis-Gewinners, Siegespreis gewinnen“: damit besteigt er den Wagen; von Savitṛ angetrieben besteigt er den Wagen, zum Gewinn des Vāja. Er rezitiert die Ṛc-Verse der Vājins nach; zum Gewinn des Vāja laufen sie den Wettlauf; zum Gewinn des Vāja laufen sie mit den (als Opferlohn) zugewiesenen Wagen. Dadurch, dass sie mit den zugewiesenen Wagen laufen, geht er durch die Opfergabe (Dakṣiṇā) zur Himmelswelt; durch die Dakṣiṇā geht der Opferherr zusammen (mit ihr) zur Himmelswelt. Nun dieser Nīvāra-Brei (Naivāra) mit siebzehn Schalen: Die Götter liefen, als die Pflanzen reif waren, den Wettlauf; diese gewann Bṛhaspati. Er wählte diese Nīvāras aus (nyavṛṇīta); das ist der Nivāra-Charakter der Nīvāras. Bṛhaspati gewann sie; ihn macht er zum Anteilhaber, damit keine Verletzung geschieht. Diesen tragen sie unten zum Cātvāla (Opfergrube) hin. Jene Sonne war nämlich hier; von hier trugen sie sie hinauf in jene Welt. Weil sie (es) in den Cātvāla legen, wo sie sie in jene Welt hinauftrugen, tragen sie damit den Opferherrn in die Himmelswelt. „Zu mir möge der Antrieb des Vāja kommen“: bei den zurückgekehrten Wagen opfert er. Den Vāja, den sie gewonnen haben, den legt er sich selbst zu. „Ihr Bäume habt gewinnen lassen, löst das Wort für Indra“: damit opfert er das Wagenlösungs-Opfer (Rathavimocanīya). Durch Opferspruch werden sie angeschirrt, durch Opferspruch werden sie gelöst. „Ihr beiden Siegespreis-Rosse, Siegespreis-Gewinner, nachdem ihr den Siegespreis gewonnen habt, habt am Anteil des Bṛhaspati gerochen“: zu Anteilhabern macht er diese beiden damit. „Ihr beiden Siegespreis-Rosse … reibt euch ab am Anteil des Bṛhaspati“: alle diese erfreut er damit. Eine Halb-Vaśā [?] und die Suropayāmas tragen sie hin. Denen, die den Wettlauf laufen, kauft er den Vāja, den sie gewonnen haben, ab. Eine Honigschale (gibt er) dem Brahman; für den Brahman kauft er ihn damit ab. Den Höcker (Kakubh) [?] isst der Königssohn; Kraft ist der Höcker; Kraft legt er sich selbst zu. [Anm.: Zu „ardhavaśā“ und „kakubh“ ist die Deutung unsicher.]

svo rohāvehi svo rohāvehi svo rohāveti svar vā etad rokṣyan patnyā saṃvadate 'tho anvārambho vā eṣa yajñasya patnyā saha svarge loke bhavata āyur yajñena kalpate prāṇo yajñena kalpatā ity etāvān vai puruṣo yāvān eva puruṣas tam āpnoti sa sarvo bhūtvā svargaṃ lokam eti darbhamayaṃ vāso bhavati pavitratvāya gaudhūmaṃ caṣālaṃ prājāpatyā vai godhūmā ardhaṃ praty āsām oṣadhīnāṃ sahaivānnādyenāmuṃ lokam eti vājāya svāhā prasavāya svāheti trayodaśa vā etā āhutayas trayodaśa māsāḥ saṃvatasaraḥ saṃvatsaraṃ vāvāsmā etad upadadhāti svarge loke tasminn eva pratitiṣṭhaty annāya tvā vājāya tvā vājajityāyai tvety ūṣapuṭair arpayanti prājāpatyā vā ūṣāḥ śvaḥśvo bhūyāṃso bhavanty annādyenaivainam arpayanty eti vā eṣo 'smāl lokād yo 'muṃ lokam eti yad ūṣapuṭair arpayanti tenāsmāl lokān naiti tenāsmiṃl loke dhṛto hiraṇyam abhyavarohati tejo vai hiraṇyaṃ tejasy eva pratitiṣṭhati bastājinam abhyavarohati paśavo vai bastājinaṃ paśuṣv eva pratitiṣṭhaty annasyānnasya juhoti vājaprasavyābhir annaṃ vai vājo 'nnādyasyāvaruddhyay ubhayaṃ grāmyaṃ cāraṇyaṃ ca juhoty ubhayasyānnādyasyāvaruddhyay audumbareṇa sruveṇa juhoty ūrg vā udumbara ūrjo 'varuddhyai saptabhir juhoti sapta vai chandāṃsi chandobhir evāsmā annādyam avarunddhe 'tho vāg vai chandāṃsi vācaivāsmā annādyaṃ prayachati

„Lass uns beide zum Himmel aufsteigen, komm herbei! Lass uns beide zum Himmel aufsteigen, komm herbei! Lass uns beide zum Himmel aufsteigen!“: Da er zum Himmel aufsteigen will, spricht er sich mit der Gattin ab; und dies ist der Anschluss (Anvārambha) des Opfers: sie beide sind zusammen in der Himmelswelt. „Das Leben gelangt durch das Opfer zum Gelingen, der Atem gelangt durch das Opfer zum Gelingen“: So viel ist der Mensch, wie der Mensch (ganz) ist; den erreicht er; ganz geworden geht er zur Himmelswelt. Das Gewand ist aus Darbha-Gras, zur Reinigung. Ein Weizen-Caṣāla (Ring am Opferpfosten) wird angebracht; die Weizen gehören Prajāpati; die Hälfte im Verhältnis zu diesen Pflanzen [?]: zusammen mit der Speisenverzehr-Fähigkeit geht er in jene Welt. „Dem Vāja svāhā, dem Antrieb svāhā“: dreizehn sind diese Opferspenden, dreizehn Monate hat das Jahr; das Jahr legt er ihm damit hin in der Himmelswelt; in ihr steht er fest. „Dich für die Speise, dich für den Siegespreis, dich für den Siegespreis-Gewinn“: mit Ūṣa-Beuteln füllen sie ihn; die Ūṣas gehören Prajāpati; Tag für Tag werden sie mehr; mit Speisenverzehr-Fähigkeit füllen sie ihn. Es geht, wer in jene Welt geht, von dieser Welt fort; dadurch, dass sie mit Ūṣa-Beuteln füllen, geht er dadurch nicht aus dieser Welt fort; dadurch ist er in dieser Welt gehalten. Er steigt auf Gold herab; Gold ist Glut (Tejas); in der Glut steht er fest. Er steigt auf ein Bockfell herab; Vieh ist das Bockfell; im Vieh steht er fest. Mit den Vājaprasavya-Sprüchen opfert er Speise um Speise; Speise ist der Vāja, zur Erlangung des Speisenverzehrs. Er opfert von beidem, Zahmem und Wildem, zur Erlangung beider Arten von Speisenverzehr-Fähigkeit. Mit einem Udumbara-Löffel (Sruva) opfert er; der Udumbara ist Kraft (Ūrj), zur Erlangung von Kraft. Mit sieben opfert er; sieben sind die Metren; mit den Metren erlangt er für ihn Speisenverzehr-Fähigkeit. Ferner: Rede ist Metren; mit der Rede gibt er ihm Speisenverzehr-Fähigkeit.

athaite 'tigrāhyā yad evādaḥ paramannādyam anavaruddhaṃ tasyaite 'varuddhyai gṛhyante 'thaite paśavā ālabhyante yajñakratūnām avaruddhyai yad āgeyo 'gniṣṭomaṃ tenāvarunddhe yad aindrāgna ukthyaṃ tena yad aindro vṛṣṇiḥ ṣoḍaśinaṃ tena yat sārasvatī meṣī yad evādaḥ saptadaśaṃ stotram anāptam anavaruddhaṃ tad evaitayāpnoti tad avarunddhe 'thaiṣā vaśā devāś ca vā asurāś cāspardhanta neme devā āsan neme 'surās te devā etāṃ vaśām apaśyaṃs tayā lokaṃ dvitīyam avṛñjatāsuralokaṃ yasyāvadyati sa devaloko yasya nāvadyati so 'suralokas taṃ lokam evaitayā dvitīyaṃ yajamāno vṛṅkte bhrātṛvyalokam eva sārasvaty anyeṣām uttamā bhavati sārasvaty anyeṣāṃ pratahamā vāg vai sarasvatī vācā yajñaḥ saṃtato vācaiva yajñaṃ saṃtanoti yad vai yajñasya vidvān na karoti yac cāvidvān antareti tac chidraṃ tad vācaiva sarasvatyā kalpayaty aniruktaḥ prātaḥsavaḥ prajāpatim eva tenāpnoti viyonir vai vājapeyaḥ prājāpatyaḥ san niruktasāmā yad aniruktaḥ prātaḥsavas tena sayoni rathantaraṃ sāma bhavaty āśīyā ujjityay atho iyaṃ vai rathantaram asyām eva sūyate vājavatīr mādhyaṃdine pavamāne bhavanty annaṃ vai vājo 'nnādyasyāvaruddhyai citravatīr ārbhave pavamāne bhavanti svargasya lokasya samaṣṭyai śipiviṣṭavatīṣu stuvata eṣā vai prajāpateḥ paśuṣṭhās tanūr yañ śipiviṣṭaṃ tasmāñ śipiviṣṭavatīṣu stuvata āṣṭādaṃṣṭram uttamam ukthānāṃ bhavaty uttare eva stotre abhisaṃtanoti yad vai yajñasyātiricyate 'muṃ taṃ lokam abhyatiricyate bṛhat tv evāmuṃ lokam āptum arhatīndriyaṃ vai vīryaṃ bṛhad yad bṛhatā stuvate indriye vā etad vīrye tato yajñasya yajamānaḥ pratitiṣṭhati

Nun diese Atigrāhyas (Über-Schöpfungen): was da die höchste, noch nicht erlangte Speisenverzehr-Fähigkeit ist, zu deren Erlangung werden sie geschöpft. Nun werden diese Tiere geopfert, zur Erlangung der Opfer und Opferwerke: das agnische (Tier) – damit erlangt er den Agniṣṭoma; das indrāgnische – damit den Ukthya; das indrische, der Bock (Vṛṣṇi) – damit den Ṣoḍaśin; das sarasvatische Mutterschaf – was da das siebzehnfache Stotra ist, das noch nicht erreicht, noch nicht erlangt ist, genau das erreicht er damit, das erlangt er für sich. Nun diese Vaśā (unfruchtbare Kuh): Götter und Asuras stritten; weder waren diese die Götter noch diese die Asuras. Diese Götter erblickten diese Vaśā; mit ihr gewannen sie eine zweite Welt, die Asura-Welt. Für wen man (Stücke) abschneidet, der ist Götterwelt; für wen man nicht abschneidet, der ist Asura-Welt. Diese zweite Welt gewinnt der Opferherr damit für sich, die Welt des Nebenbuhlers. Das sarasvatische (Tier) ist bei den einen das letzte, bei den anderen das erste. Sarasvatī ist die Rede; durch die Rede ist das Opfer zusammengefügt; durch die Rede fügt er das Opfer zusammen. Was der Wissende beim Opfer nicht tut und was der Nichtwissende dazwischenbringt, das ist eine Lücke; die bringt er eben durch die Rede Sarasvatī in Ordnung. Das Morgenpressen ist nicht ausdrücklich bezeichnet; damit erreicht er Prajāpati. Schoßlos (viyoni) ist nämlich der Vājapeya, obwohl er Prajāpati gehört, mit ausdrücklich bezeichnetem Sāman; dadurch, dass das Morgenpressen nicht ausdrücklich bezeichnet ist, hat er einen Schoß. Das Rathantara-Sāman ist da, als Wunsch [?], zum Gewinn; ferner: das Rathantara ist diese (Erde); in ihr wird er geboren [?]. Beim Mittags-Pavamāna gibt es Verse mit „vāja“; Speise ist der Vāja, zur Erlangung des Speisenverzehrs. Beim Ārbhava-Pavamāna gibt es Verse mit „citra“, zur Zusammenfassung der Himmelswelt. Sie preisen mit Śipiviṣṭa-Versen; dies ist Prajāpatis Leib, der im Vieh steht [?], nämlich das Śipiviṣṭa; deshalb preisen sie mit Śipiviṣṭa-Versen. Das letzte der Ukthas ist das Āṣṭādaṃṣṭra; damit verbindet er die beiden letzten Stotras. Was am Opfer übrig bleibt, das ragt hinüber in jene Welt. Die Bṛhat aber vermag jene Welt zu erreichen; Sinneskraft und Manneskraft ist die Bṛhat; dadurch, dass sie mit der Bṛhat preisen, steht der Opferherr in Sinneskraft und Manneskraft, von dem Opfer aus, fest.

agnir ekākṣarām udajayad aśvinau dvyakṣarāṃ viṣṇus tryakṣarāṃ somaś caturakṣarāṃ savitā pañcākṣarāṃ pūṣā ṣaḍakṣarāṃ marutaḥ saptākṣarāṃ bṛhaspatir aṣṭākṣarāṃ mitro navākṣarāṃ varuṇo daśākṣarām indrā ekādaśākṣarāṃ viśve devā dvādaśākṣarāṃ vasavas trayodaśākṣarāṃ rudrāś caturdaśākṣarām ādityāḥ pañcadaśākṣarām aditiḥ ṣoḍaśākṣarāṃ prajāpatiḥ saptadaśo 'gnir ekākṣarayā vācam udajayad aśvinau dvyakṣarayā prāṇāpānā udajayatāṃ viṣṇus tryakṣarayā trīṇ imāṃl lokān udajayat somaś caturakṣarayā catuṣyadaḥ paśūn udajayat savitā pañcākṣarayā pañca diśā udajayat pūṣā ṣaḍakṣarayā ṣaḍ ṛtūn udajayan marutaḥ saptākṣarayā saptapadāṃ śakvarīm udajayan bṛhaspatir aṣṭākṣarayāṣṭau diśā udajayac catasro diśas catasro 'kuśalīr mitro navākṣarayā nava prāṇān udajayad varuṇo daśākṣarayā virājam udajayad indrā ekādaśākṣarayā triṣṭubham udajayad viśve devā dvādaśākṣarayā jagatīm udajayan vasavas trayodaśākṣarayā trayodaśaṃ māsam udajayan rudrāś caturdaśākṣarayā caturdaśaṃ māsam udajayann ādityāḥ pañcadaśākṣarayā pañcadaśaṃ māsam udajayann aditiḥ ṣoḍaśākṣarayā ṣoḍaśaṃ māsam udajayat prajāpatiḥ saptadaśo 'gnir ekākṣarayodajayan mām imāṃ pṛthivīm aśvinau dvyakṣarayā pramām antarikṣaṃ viṣṇus tryakṣarayā pratimāṃ svargaṃ lokaṃ somaś caturakṣarayāśrīvīr nakṣatrāṇi savitā pañcākṣarayākṣarapaṅktim udajayad yā hy akṣarapaṅktiḥ sā paṅktiś caturdhā hy etasyāḥ pañca pañcākṣarāṇi pūṣā ṣaḍakṣarayā gāyatrīm udajayac caturdhā hy etasyāḥ ṣaṭ ṣaḍakṣarāṇi marutaḥ saptākṣarayoṣṇiham udajayaṃś caturdhā hy etasyāḥ spta saptākṣarāṇi bṛhaspatir aṣṭākṣarayānuṣṭubham udajayac caturdhā hy etasyā aṣṭāṣṭā akṣarāṇi mitro navākṣarayā bṛhatīm udajayac caturdhā hy etasyā nava navākṣarāṇi varuṇo daśākṣarayā virājam udajayac caturdhā hy etasyā daśa daśākṣarāṇīndrā ekādaśākṣarayā triṣṭubham udajayac caturdhā hy etasya ekādaśaikādaśākṣarāṇi viśve devā dvādaśākṣarayā jagatīm udajayaṃś caturdhā hy etasyā dvādaśa dvādaśākṣarāṇi vasavas trayodaśākṣarayā trayodaśaṃ māsam udajayan rudrāś caturdaśākṣarayā caturdaśaṃ māsam udajayann ādityāḥ pañcadaśākṣarayā pañcadaśaṃ māsam udajayann aditiḥ ṣoḍaśākṣarayā ṣoḍaśaṃ māsam udajayat prajāpatiḥ saptadaśo 'gnayā ekākṣarayā chandase svāhāśvibhyāṃ dvyakṣarāya chandase svāhā viṣṇave tryakṣarāya chandase svāhā somāya caturakṣarāya chandase svāhā savitre pañcākṣarāya chandase svāhā pūṣṇe ṣaḍakṣarāya chandase svāhā marudbhyaḥ saptākṣarāya chandase svāhā bṛhaspataye 'ṣṭākṣarāya chandase svāhā mitrāya navākṣarāya chandase svāhā varuṇāya daśākṣarāya chandase svāhendrāyaikādaśākṣarāya chandase svāhā viśvebhyo devebhyo dvādaśākṣarāya chandase svāhā vasubhyas trayodaśākṣarāya chandase svāhā rudrebhyaś caturdaśākṣarāya chandase svāhādityebhyaḥ pañcadaśākṣarāya chandase svāhādityai ṣoḍaśākṣarāya chandase svāhā prajāpatiḥ saptadaśaḥ

Agni gewann die Einsilbige, die Aśvin die Zweisilbige, Viṣṇu die Dreisilbige, Soma die Viersilbige, Savitṛ die Fünfsilbige, Pūṣan die Sechssilbige, die Maruts die Siebensilbige, Bṛhaspati die Achtsilbige, Mitra die Neunsilbige, Varuṇa die Zehnsilbige, Indra die Elfsilbige, die Viśvedevas die Zwölfsilbige, die Vasus die Dreizehnsilbige, die Rudras die Vierzehnsilbige, die Ādityas die Fünfzehnsilbige, Aditi die Sechzehnsilbige, Prajāpati die Siebzehnte. Agni gewann mit der Einsilbigen die Rede; die Aśvin gewannen mit der Zweisilbigen Einatmen und Ausatmen; Viṣṇu gewann mit der Dreisilbigen diese drei Welten; Soma gewann mit der Viersilbigen das vierfüßige Vieh; Savitṛ gewann mit der Fünfsilbigen die fünf Himmelsrichtungen; Pūṣan gewann mit der Sechssilbigen die sechs Jahreszeiten; die Maruts gewannen mit der Siebensilbigen die siebenfüßige Śakvarī; Bṛhaspati gewann mit der Achtsilbigen die acht Himmelsrichtungen, die vier Himmelsrichtungen und die vier … [?]; Mitra gewann mit der Neunsilbigen die neun Lebenshauche; Varuṇa gewann mit der Zehnsilbigen die Virāj; Indra gewann mit der Elfsilbigen die Triṣṭubh; die Viśvedevas gewannen mit der Zwölfsilbigen die Jagatī; die Vasus gewannen mit der Dreizehnsilbigen den dreizehnten Monat; die Rudras gewannen mit der Vierzehnsilbigen den vierzehnten Monat; die Ādityas gewannen mit der Fünfzehnsilbigen den fünfzehnten Monat; Aditi gewann mit der Sechzehnsilbigen den sechzehnten Monat; Prajāpati, der Siebzehnte, (gewann mit der Siebzehnsilbigen den siebzehnten Monat). Agni gewann mit der Einsilbigen mich (das Maß), diese Erde; die Aśvin gewannen mit der Zweisilbigen das Vormaß, den Luftraum; Viṣṇu gewann mit der Dreisilbigen das Gegenmaß, die Himmelswelt; Soma gewann mit der Viersilbigen die viereckigen [?] Sternbilder; Savitṛ gewann mit der Fünfsilbigen die Silbenreihe (Akṣarapaṅkti); denn was die Akṣarapaṅkti ist, das ist die Paṅkti; denn in vier Teilen hat sie je fünf Silben. Pūṣan gewann mit der Sechssilbigen die Gāyatrī; denn in vier Teilen hat sie je sechs Silben. Die Maruts gewannen mit der Siebensilbigen die Uṣṇih; denn in vier Teilen hat sie je sieben Silben. Bṛhaspati gewann mit der Achtsilbigen die Anuṣṭubh; denn in vier Teilen hat sie je acht Silben. Mitra gewann mit der Neunsilbigen die Bṛhatī; denn in vier Teilen hat sie je neun Silben. Varuṇa gewann mit der Zehnsilbigen die Virāj; denn in vier Teilen hat sie je zehn Silben. Indra gewann mit der Elfsilbigen die Triṣṭubh; denn in vier Teilen hat sie je elf Silben. Die Viśvedevas gewannen mit der Zwölfsilbigen die Jagatī; denn in vier Teilen hat sie je zwölf Silben. Die Vasus gewannen mit der Dreizehnsilbigen den dreizehnten Monat, die Rudras mit der Vierzehnsilbigen den vierzehnten Monat, die Ādityas mit der Fünfzehnsilbigen den fünfzehnten Monat; Aditi gewann mit der Sechzehnsilbigen den sechzehnten Monat; Prajāpati war der Siebzehnte. Für Agni, das einsilbige Metrum, svāhā. Für die Aśvin, das zweisilbige Metrum, svāhā. Für Viṣṇu, das dreisilbige Metrum, svāhā. Für Soma, das viersilbige Metrum, svāhā. Für Savitṛ, das fünfsilbige Metrum, svāhā. Für Pūṣan, das sechssilbige Metrum, svāhā. Für die Maruts, das siebensilbige Metrum, svāhā. Für Bṛhaspati, das achtsilbige Metrum, svāhā. Für Mitra, das neunsilbige Metrum, svāhā. Für Varuṇa, das zehnsilbige Metrum, svāhā. Für Indra, das elfsilbige Metrum, svāhā. Für die Viśvedevas, das zwölfsilbige Metrum, svāhā. Für die Vasus, das dreizehnsilbige Metrum, svāhā. Für die Rudras, das vierzehnsilbige Metrum, svāhā. Für die Ādityas, das fünfzehnsilbige Metrum, svāhā. Für Aditi, das sechzehnsilbige Metrum, svāhā. Prajāpati, der Siebzehnte. [Anm.: Der Text hat im Teil mit den Metren mehrere Doppelungen bzw. Verderbnisse (u. a. „akuśalīḥ“, „aśrīvīḥ“, „agnayā ekākṣarayā“); sie sind sinngemäß wiedergegeben.]