Das erste Prapāṭhaka des zweiten Kāṇḍa der Maitrāyaṇī-Saṃhitā ist eine Sammlung von Iṣṭis (Opfern mit Opferkuchen bzw. Grützbrei für bestimmte Gottheiten) zu besonderen Wünschen und Anlässen: Aindrāgna, Agni Vaiśvānara, Agnīṣomīya, Saumāraudra, Āgnāvaiṣṇava, Māruta, dann die Agni-Reihe (Pathikṛt, Vratapati, Rakṣohan usw.) und das Aindrābārhaspatya. Die Brāhmaṇa-Teile begründen jede Gabe durch Gleichungen (Agni Vaiśvānara = Jahr, Soma = Brahman-Glanz, Viṣṇu = Opfer, Sarasvatī = Rede) und durch Mythen (Indra und Agni entziehen Prajāpati die Nachkommenschaft; Agni und Soma verhelfen Indra zum Ruhm; Svarbhānu und die Sonne; Aditi und der gebundene Indra). Es sind zugleich Sühne-, Heil- und Schadenszauber-Riten (Krankheit, Varuṇa-Ergreifung, abhicāra), teils mit kurzen Mantra-Absätzen (2,1.9#2–4; 2,1.11#2–4). Der Text enthält einige unsichere oder verderbte Stellen, die mit [?] bzw. [Anm.: …] gekennzeichnet sind.
aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nivarped yasya sajātā vīyāyur ojo vai vīryam indrāgnī ojasaivainān vīryeṇa punar upāsyata aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nivarped bhrātṛvyavān ojo vai vīryam indrāgnī ojasaivainān vīryeṇābhibhavaty aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet prajākāmo yo 'laṃ prajāyai san prajāṃ na vindeta prajāpater vā indrāgnī prajām apāgūhatāṃ tā etena bhāgadheyenopādhāvat tā asmai prajāṃ punar adattām indrāgnī khalu vā etasya prajām upagūhato yo 'laṃ prajāyai san prajāṃ na vindate tā eva bhāgadheyenopāsarat tā asmai prajāṃ punar datto vindadvatī yājyānuvākye bhavato vittyā evaindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet saṃgrāmam abhiprayān ojo vai vīryam indrāgnī ojasaivainaṃ vīryeṇābhiprayāty aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet saṃgrāmaṃ saṃyatyaujo vai vīryam indrāgnī ojasaivainaṃ vīryeṇa jayati sa yadā saṃgrāmaṃ jayed athaindrāgnam ekādaśakapālaṃ nivarped ojasā vā eṣa vīryeṇa vhṛdhyate yaḥ saṃgrāmaṃ jayaty ojo vīryam indrāgnī ojasaivainaṃ vīryeṇa samardhayata aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nivarpet pauṣṇaṃ caruṃ janatām abhiprayān ojo vai vīryam indrāgnī ojasainaināṃ vīryeṇābhiprayāti puṣā vīryasyānupradātā so 'smai viryam anuprayachaty aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet pauṣṇaṃ caruṃ kṣetrasya pataye caruṃ kṣetram adhyavasyann ojo vai vīryam indrāgnī ojasaivāsmai vīryeṇa lokaṃ vindataḥ pūṣā vīryasyānupradātā so 'smai vīryam anuprayachatīyaṃ kṣetrasya patny asyām eva pratitiṣṭhatiMS_2,1.2
Für Indra und Agni soll er einen Opferkuchen auf elf Schalen (kapāla, Tonscherben, auf denen der Puroḍāśa gebacken wird) darbringen, dessen Stammesgenossen (sajāta) auseinandergelaufen sind. Indra und Agni sind Stärke (Ojas) und Manneskraft (Vīrya); mit Stärke und Manneskraft bringt er sie wieder zu sich zurück. Für Indra und Agni soll er einen Opferkuchen auf elf Schalen darbringen, wer Nebenbuhler hat. Indra und Agni sind Stärke und Manneskraft; mit Stärke und Manneskraft überwältigt er sie. Für Indra und Agni soll er einen Opferkuchen auf elf Schalen darbringen, wer Nachkommenschaft wünscht, wer, obwohl er zur Zeugung fähig ist, keine Nachkommenschaft erlangt. Indra und Agni haben dem Prajāpati die Nachkommenschaft weggeborgen. Sie (die beiden) traten mit diesem Anteil hinzu; da gaben sie ihm die Nachkommenschaft wieder. Indra und Agni bergen nämlich die Nachkommenschaft dessen weg, der, obwohl er zur Zeugung fähig ist, keine Nachkommenschaft erlangt. Sie eben nähert er mit dem Anteil; sie geben ihm wieder Nachkommenschaft. Die Yājyā und die Anuvākyā (Opferverse, Einladungs- und Opferspruch) enthalten das Wort „finden“ (vind-); zum Finden eben. Für Indra und Agni soll er einen Opferkuchen auf elf Schalen darbringen, wenn er gegen den Kampf zieht. Indra und Agni sind Stärke und Manneskraft; mit Stärke und Manneskraft zieht er gegen ihn (den Feind) an. Für Indra und Agni soll er einen Opferkuchen auf elf Schalen darbringen, wenn er im Kampf aufeinandertrifft. Indra und Agni sind Stärke und Manneskraft; mit Stärke und Manneskraft siegt er über ihn. Wenn er den Kampf gewonnen hat, dann soll er wieder für Indra und Agni einen Opferkuchen auf elf Schalen darbringen. Denn wer den Kampf gewinnt, kommt in Stärke und Manneskraft zu kurz. Indra und Agni sind Stärke und Manneskraft; mit Stärke und Manneskraft lassen sie ihn gedeihen. Für Indra und Agni soll er einen Opferkuchen auf elf Schalen darbringen und für Pūṣan einen Caru (Grützbrei), wenn er gegen ein Volk (eine Menschenschar) zieht. Indra und Agni sind Stärke und Manneskraft; mit Stärke und Manneskraft zieht er gegen sie an. Pūṣan ist der Weitergeber der Manneskraft; der gibt ihm Manneskraft weiter. Für Indra und Agni soll er einen Opferkuchen auf elf Schalen darbringen, für Pūṣan einen Caru, für Kṣetrapati (den Herrn des Feldes) einen Caru, wenn er ein Feld beziehen will. Indra und Agni sind Stärke und Manneskraft; mit Stärke und Manneskraft finden sie ihm Raum. Pūṣan ist der Weitergeber der Manneskraft; der gibt ihm Manneskraft weiter. Diese (Erde) ist die Gattin des Kṣetrapati; auf ihr eben findet er Halt.
Für Agni Vaiśvānara soll er einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen, um einen Wunsch (zu erreichen). Agni Vaiśvānara ist das Jahr; im Jahr wird der Wunsch erreicht [?]. Das Jahr hat er erreicht; das erreicht ihm den Wunsch, den er wünscht. Für Agni Vaiśvānara soll er einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen, wenn er einem Nachbarn [?] (samānta) Schaden (Verrat) zufügen will. Agni Vaiśvānara ist das Jahr; dem Jahr wird er gleichgestellt [?]. Nachdem er das Jahr erreicht hat, verletzt er (Varuṇas) Wunsch [?]. Für Agni Vaiśvānara soll er einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen, wenn er um Gewinn (sani) ausziehen will. Agni Vaiśvānara ist das Jahr; für das Jahr wird er (der Gewinn) entgegengenommen. Nachdem er das Jahr erreicht hat, gewinnt er einen erlangten Gewinn. Wenn er gewonnen hat, dann soll er (wieder) für Agni Vaiśvānara einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen. Agni Vaiśvānara ist das Jahr; das Jahr hat er (für sich) eingesetzt, das Jahr gewinnt ihm dies. Eben ihn hat er zum Anteilhaber gemacht; den hat er (dann) entlassen [?]. Dem, den er hasst, soll er den Opferlohn (Dakṣiṇā) geben [?]. Der geht nämlich mit einer Schlinge umher; eben diese heftet er auf ihn zurück. Ein einjähriger Stier (bzw. eine einjährige Kuh) ist die Dakṣiṇā; denn der ist das Abbild des Jahres. Für Agni Vaiśvānara soll er einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen, wenn er Nicht-Speise (Ungenießbares) essen wird. Agni Vaiśvānara ist das Jahr; in das Jahr hat er es hineingelegt. Wenn er Nicht-Speise gegessen hat, dann soll er für Agni Vaiśvānara einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen. Was er da an Nicht-Speise isst, das macht ihm das Jahr wohlschmeckend; als wohlschmeckend gemachtes isst er es. Blei ist die Dakṣiṇā, oder ein schwarzes Gewand. Blei ist Nicht-Speise, Schwarzes ist Nicht-Speise; mit Nicht-Speise schlägt er die Nicht-Speise weg und legt die Speisenverzehr-Fähigkeit (Annādya) in sich. Für Agni Vaiśvānara soll er einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen, wenn er gegen den Kampf zieht. Agni Vaiśvānara ist das Jahr; mit dem Jahr eben zieht er gegen ihn an. Für Agni Vaiśvānara soll er einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen, wenn er im Kampf aufeinandergetroffen ist. Wer von zweien, die aneinandergeraten, mehr Standfläche (āyatana) hat, der siegt. Diese (Erde) ist Agni Vaiśvānara; diese eben hat er zum Standort gemacht; auf ihr ist er vorgeschritten, er gewinnt den Kampf. Wenn er den Kampf gewonnen hat, dann soll er für Agni Vaiśvānara einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen. Agni Vaiśvānara ist das Jahr; das Jahr setzt dieser (für sich) ein, das Jahr siegt für ihn. Eben ihn hat er zum Anteilhaber gemacht; den hat er (dann) entlassen [?]. Für Agni Vaiśvānara soll einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen, wer wünscht: „Mit diesem [Anm.: rāja unklar] möge ich diese Gerste und diesen Reis an mich nehmen.“ Agni Vaiśvānara ist das Jahr; das Jahr ist der Geber der Speisenverzehr-Fähigkeit. Eben ihn nähert er mit dem Anteil; der gibt ihm Speisenverzehr-Fähigkeit. Für Agni Vaiśvānara soll er einen Opferkuchen auf zwölf Schalen darbringen, und einen Caru aus Gerste für Varuṇa; er soll einen Kranken opfern lassen. Von Varuṇa ergriffen ist dieser, der Kranke; eben von Varuṇa befreit er ihn dadurch. Jene Sonne ist Agni Vaiśvānara; von jener festgehalten ergreift Varuṇa ihn. Nachdem er ihn dann befreit hat, befreit er, so groß sein Selbst (Körper) ist, ihn von Varuṇa. Einen Caru aus Gerste für Varuṇa soll er darbringen, in gemessener Menge [?], und für Agni Vaiśvānara einen Opferkuchen auf zwölf Schalen; er soll einen opfern lassen, der Gedeihen (Wohlstand) wünscht. Von Varuṇa ergriffen ist dieser, der Wohlstand wünscht; eben von Varuṇa befreit er ihn dadurch. Der Caru ist so groß; so groß ist das Selbst, so groß wie sein Selbst; nachdem er ihn von Varuṇa befreit hat, lässt er ihn – jene Sonne ist Agni Vaiśvānara – an jene (Sonne) anschließen; er bringt ihn zum Maß (mātrā) jenes Āditya.
agnaye jātavedase 'ṣṭākapālaṃ nirvaped dadhikrāvṇā ekādaśakapālam agnaye vaiśvānarāya dvādaśakapālaṃ yaḥ sarvavedasī prathamām iṣṭim ālabhetāgnir vā etasya tad veda yatrāsyeṣṭaṃ yatra sukṛtam agnir evāsmai tad vindaty amedhyo vā eṣa yaḥ sarvaṃ dadāti tad dadhikrāvaivainaṃ medhyaṃ karoti saṃvatsaro vā agnir vaiśvānaraḥ saṃvatsaro vā etasya tad veda yatrāsyeṣṭaṃ yatra sukṛtaṃ saṃvatsara evāsmai tad vindaty agnaye surabhimate 'ṣṭākapālaṃ nirvaped abhiśasyamānaṃ yājayed rathaprotaṃ vai dārbhyam abhyaśaṃsaṃs taṃ kaulakāvatī abrūtāṃ tathā tvā yājayiṣyāvo yathā te 'nnam atsyanti yatra grāmyasya paśor nopaśṛṇavas tad gacha yas tvā kaś copāyat tūṣṇīm evāsveti taṃ ha sma vai vyāghrā upaghrāyaṃ tūṣṇīm evāpakrāmanti tau vai tatraiva śvo bhūte yajñāyudhair anvetyāgniṃ mathitvāgnaye surabhimate 'ṣṭākapālaṃ niravapatāṃ tato vā enaṃ na paryavṛñjan yam abhiśaṃseyus tam etayā yājayed durabhi vā etam āradyam abhiśaṃsanty eṣā vā agner bheṣajā tanūr yat surabhir bheṣajam evāsmā akaḥ surabhim enam akaḥ śamayaty evāgnaye pavamānāyāṣṭākapālaṃ nirvaped dadhikrāvṇā ekādaśakapālam agnaye vaiśvānarāya dvādaśakapālaṃ punar etya gṛheṣu pavamāna evainaṃ punāty agnir niṣṭapaty apūto vā eṣa yam abhiśaṃsanti nainaṃ dadhikrāvā cana pāvayāṃkriyād iti khalu vā āhus tad dadhikrāvaivainaṃ pāvayati saṃvatsaro vā agnir vaiśvānaraḥ saṃvatsara evainaṃ svadayaty āgneyam aṣṭākapālaṃ nirvaped agnīṣomīyam ekādaśakapālaṃ dyāvāpṛthivīyaṃ dvikapālaṃ yaḥ saṃgrāmaṃ jigīṣen nṛjyāyaṃ vā jijyāsed ṛddhyā evāgneyo 'gnīṣomābhyāṃ vai vīryeṇendro vṛtram ahan vṛtraṃ khalu vā eṣa hanti yaḥ saṃgrāmaṃ jayati nṛjyāyaṃ vā jināti tad vārtraghnam evaitad indro vai vṛtrāya vajram udayachat taṃ dyāvāpṛthivī nānvamanyetāṃ tam etena bhāgadheyenānvamanyetāṃ yad dyāvāpṛthivīyo vajrasyānumatyay atho anumatavajro 'sad iti sa yadā saṃgrāmaṃ jayen nṛjyāyaṃ vā jinīyād athāgneyam aṣṭākapālaṃ nirvaped aindrāgnam ekādaśakapālaṃ dyāvāpṛthivīyaṃ dvikapālam ṛddhyā evāgneyo 'gnīṣomābhyāṃ vai vīryeṇendro vṛtram ahan sa ojasā vīryeṇa vyārdhyata sa etam aindrāgnam apaśyat tenaujo vīryam ātmann adhattaujasā vā eṣa vīryeṇa vyṛdhyate yaḥ saṃgrāmaṃ jayati nṛjyāyaṃ vā jināty ojo vīryam indrāgnī ojasaivainaṃ vīryeṇa samardhayato 'tha yad dyāvāpṛthivīyo ye evāsmai vajram anvamaṃsātāṃ tābhyām eṣa bhāgaḥ kriyate
Für Agni Jātavedas soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen, für Dadhikrāvan einen auf elf, für Agni Vaiśvānara einen auf zwölf, wer als erste Opferhandlung den „Allbesitz“ (sarvavedasa) [?] beginnt. Agni weiß nämlich von ihm, wo ihm geopfert wurde, wo gut getan wurde. Agni eben findet ihm dies. Unrein (für das Opfer) ist der, der alles gibt; das macht Dadhikrāvan ihn rein. Agni Vaiśvānara ist das Jahr; das Jahr weiß nämlich von ihm, wo ihm geopfert wurde, wo gut getan wurde. Das Jahr eben findet ihm dies. Für Agni Surabhimat (den Wohlriechenden) soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen und den opfern lassen, den man beschuldigt (abhiśaṃs-). Rathaprota Dārbhya beschuldigte man; zu ihm sprachen die beiden Kaulakāvatī: „So werden wir dich opfern lassen, dass sie (die Tiere) deine Speise essen werden. Wo du keinen Ruf eines Dorftieres hörst, dorthin geh; wer dich auch anruft, schweige nur.“ Da beschnüffelten ihn die Tiger und gingen schweigend fort. Die beiden folgten ihm dorthin am nächsten Morgen mit den Opfergeräten, rieben Feuer und brachten für Agni Surabhimat einen Opferkuchen auf acht Schalen dar. Danach mieden sie ihn nicht. Wen sie beschuldigen, den soll er hiermit opfern lassen. Übel [?] ist es, wenn sie diesen (…) [Anm.: āradya unklar] beschuldigen. Dies ist Agnis heilende Gestalt: das Wohlriechende. Ein Heilmittel hat er ihm gemacht, wohlriechend hat er ihn gemacht; er besänftigt ihn eben. Für Agni Pavamāna (den Läuternden) soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen, für Dadhikrāvan einen auf elf, für Agni Vaiśvānara einen auf zwölf, wenn er (in den Kreis) zurückgekehrt ist, in die Häuser. Agni Pavamāna eben reinigt ihn; Agni brennt (das Unreine) aus. Unrein ist nämlich der, den sie beschuldigen. „Nicht einmal Dadhikrāvan möchte ihn reinigen“, sagt man; deshalb reinigt Dadhikrāvan ihn. Agni Vaiśvānara ist das Jahr; das Jahr eben macht ihn (wieder) wohlschmeckend/genießbar. Für Agni soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen, für Agni und Soma einen auf elf, für Himmel und Erde einen auf zwei Schalen, wer einen Kampf gewinnen oder die Oberhand über Männer (nṛjyāya) [?] gewinnen möchte. Zum Gedeihen eben ist der für Agni. Mit Agni und Soma erschlug Indra durch Manneskraft den Vṛtra. Vṛtra erschlägt nämlich, wer den Kampf gewinnt oder die Oberhand über Männer gewinnt; das eben ist Vṛtra-Tötung. Indra erhob gegen Vṛtra den Donnerkeil (Vajra); Himmel und Erde billigten ihn nicht. Mit diesem Anteil billigten sie ihn; dass der für Himmel und Erde ist, das ist zur Zustimmung zum Donnerkeil; und damit „möge er einen zugestimmten Donnerkeil haben“. Wenn er den Kampf gewonnen hat oder die Oberhand über Männer gewonnen haben wird, dann soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni darbringen, einen auf elf für Indra und Agni, einen auf zwei Schalen für Himmel und Erde. Zum Gedeihen eben ist der für Agni. Mit Agni und Soma erschlug Indra durch Manneskraft den Vṛtra; er kam in Stärke und Manneskraft zu kurz. Er sah diesen Aindrāgna; damit setzte er Stärke und Manneskraft in sich. Wer den Kampf gewinnt oder die Oberhand über Männer gewinnt, kommt nämlich in Stärke und Manneskraft zu kurz. Indra und Agni sind Stärke und Manneskraft; mit Stärke und Manneskraft lassen sie ihn gedeihen. Dass ferner der für Himmel und Erde ist: den beiden, die ihm den Donnerkeil gebilligt haben, wird dieser Anteil gemacht.
agnīṣomīyam ekādaśakapālaṃ nirvaped brāhmaṇaḥ kāmāyāgnīṣomīyo vai brāhmaṇo devatayā svām eva devatāṃ kāmāya bhāgadheyenopāsarat tā asmai kāmaṃ samardhayato yatkāmo bhavaty agnīṣomīyam ekādaśakapālaṃ nirvaped brāhmaṇaṃ bhūtikāmaṃ yājayed devā vai satram āsata kurukṣetre 'gniḥ somā indras te 'bruvan yatamaṃ naḥ prathamaṃ yasa ṛchāt taṃ naḥ saheti teṣāṃ vai somaṃ yaśa ārchat tam abhisamagachanta tasmāt somam abhisaṃgachante sa hi yaśasvitamas tad vai somo nyakāmayata sa girim agachat tam agnir anvagachat tau girā agnīṣomau samabhavatāṃ tasmāt sadadi girā agnir dahati girau somaḥ sa vā indraḥ śithira ivāmanyata so 'gnīṣomā anvagachat tā abravīd yājayataṃ meti taṃ vā etayāgnīṣomā ayājayatāṃ tasmiṃs tejo 'gnir adadhād indriyaṃ somas tatā indro 'bhavad yo bhūtikāmaḥ syāt tam etayā yājayet teja evāsminn agnir dadhātīndriyaṃ somo bhavaty evāgnīṣomīyam ekādaśakapālaṃ nirvapeñ śyāmākaṃ vasantā brahmavarcasakāmo 'gnīṣomau vai brahmavarcasasya pradātārau tā eva bhāgadheyenopāsarat tā asmai brahmavarcasaṃ prayachatas vasantā yajeta vasanto vai brāhmaṇasya ṛtuḥ sva evāsmā ṛtau brahmavarcasaṃ prayachato yat puroḍāśas tenāgneyo yañ śyāmākas tena saumyaḥ sarvam evāgnīṣomābhyāṃ havyaṃ saṃprādāt tā asmai sarvaṃ brahmavarcasaṃ prayachataḥ saumāgnī saṃyājye syātāṃ tejo vā agnir indriyaṃ somas tejasā ca vāvāsmā etad indriyeṇa cobhayato brahmavarcasaṃ parigṛhṇāti saumāpauṣṇaṃ caruṃ nirvapen nemapiṣṭaṃ paśukāmaḥ somo vai retodhāḥ pūṣā paśūnāṃ prajanayitā soma evāsmai reto dadhāti pūṣā paśūn prajanayati saumendraṃ caruṃ nirvapet purodhākāmaḥ saumyo vai brāhmaṇo devatayaindro rājanyo 'napadoṣyaṃ khalu vai somaḥ prayachati tam eva bhāgadheyenopāsarat so 'smā anapadoṣyaṃ rāṣṭraṃ prayachaty āgnivāruṇaṃ caruṃ nirvapet samāntam abhidruhyāmayāvī vānṛtaṃ vā eṣa karoti yaḥ samāntam abhidruhyati devatā vā eṣa āradyo 'nṛtaṃ karoty agnir vai sarvā devatā atra vai sāpi devatā yām ārat tata enaṃ muñcati yad vāruṇo varuṇād evainaṃ tena muñcati tat kājavaṃ vā etat kriyate sarvasyāveṣṭiḥ sarvasya prāyaścittiḥ
Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Agni und Soma soll ein Brāhmaṇa darbringen, um einen Wunsch (zu erreichen). Der Brāhmaṇa gehört nämlich der Gottheit nach Agni und Soma; seine eigene Gottheit nähert er mit dem Anteil zum Wunsch; die beiden lassen ihm den Wunsch gedeihen, den er wünscht. Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Agni und Soma soll er darbringen; er soll einen Brāhmaṇa opfern lassen, der Gedeihen wünscht. Die Götter hielten eine Feier (Sattra) in Kurukṣetra ab: Agni, Soma, Indra. Sie sprachen: „Wen von uns zuerst Ruhm erreicht, der soll uns (mit sich) vereinen [?].“ Von ihnen erreichte der Ruhm den Soma. Sie kamen bei ihm zusammen; deshalb kommt man bei Soma zusammen. Er ist nämlich der Ruhmreichste. Soma verlangte danach, sich dem zu entziehen [?]; er ging zum Berg. Agni folgte ihm. Die beiden, Agni und Soma, wurden am Berg vereint; deshalb brennt Agni [?] am Berg, ist Soma im Berg. Indra hielt sich für gleichsam schlaff. Er folgte Agni und Soma. Er sprach zu ihnen: „Lasst mich opfern.“ Den ließen Agni und Soma hiermit opfern. In ihn legte Agni Glut (Tejas), Soma Vermögen (Indriya); daraufhin wurde er Indra. Wer Gedeihen wünscht, den soll er hiermit opfern lassen; Agni legt Glut in ihn, Soma Vermögen; er gedeiht eben. Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Agni und Soma soll er darbringen, mit Śyāmāka-Hirse im Frühling, wer Brahman-Glanz wünscht. Agni und Soma sind nämlich die Geber des Brahman-Glanzes; sie eben nähert er mit dem Anteil; die beiden geben ihm Brahman-Glanz. Im Frühling soll er opfern. Der Frühling ist nämlich die Jahreszeit des Brāhmaṇa; in seiner eigenen Jahreszeit geben die beiden ihm Brahman-Glanz. Weil es ein Opferkuchen ist, dadurch gehört er Agni; weil Śyāmāka, dadurch gehört er Soma. Alles hat er Agni und Soma als Opfergabe dargebracht; die beiden geben ihm allen Brahman-Glanz. Die beiden Saṃyājyā-Verse sollen an Soma und Agni gerichtet sein. Agni ist Glut, Soma Vermögen; mit Glut und mit Vermögen umfasst er ihm diesen Brahman-Glanz von beiden Seiten. Einen Caru für Soma und Pūṣan aus halbgemahlenem Mehl (nemapiṣṭa) soll er darbringen, wer Vieh wünscht. Soma ist der Samenspender, Pūṣan der Erzeuger des Viehs; Soma legt ihm Samen ein, Pūṣan lässt Vieh entstehen. Einen Caru für Soma und Indra soll er darbringen, wer das Amt des Hauspriesters (Purodhā) wünscht [?]. Der Brāhmaṇa gehört nämlich der Gottheit nach Soma, der Rājanya (Kṣatriya) Indra. Soma gibt nämlich Unvergängliches [?] (anapadoṣya); eben ihn nähert er mit dem Anteil; der gibt ihm ein unvergängliches Reich. Einen Caru für Agni und Varuṇa soll er darbringen, wer einem Nachbarn [?] Schaden zugefügt hat oder krank ist. Unwahrheit begeht nämlich der, der einem Nachbarn [?] Schaden zufügt; einer Gottheit hat dieser zu nahegetreten [?] (āradya), er begeht Unwahrheit. Agni ist alle Gottheiten; hier ist auch jene Gottheit, die er verletzt hat; von der befreit er ihn. Dass es (auch) für Varuṇa ist, dadurch befreit er ihn eben von Varuṇa. Dies wird als kājava [?] gemacht; es ist ein Aveṣṭi (Ausgleichsopfer) für alles, eine Sühnehandlung (Prāyaścitti) für alles.
Einen Caru für Soma und Rudra soll er in zerlassener Butter aus weißem Reis darbringen, wer Brahman-Glanz wünscht. Svarbhānu, der Asura, durchbohrte die Sonne mit Finsternis. Soma und Rudra heilten sie; damit eben schlugen sie ihren Schmutz (śamala) weg; damit legten sie Glut in sie. Wer Brahman-Glanz wünscht, den soll er hiermit opfern lassen; er schlägt eben seinen Schmutz weg und legt Glut in ihn. Der Caru ist so groß; so groß ist das Selbst; so viel Glut legt er in ihn, wie sein Selbst (groß) ist. Weißer Reis wird verwendet; weiße Kühe melken für den Ājya; das ist Glut, die da gesammelt wird. Zerlassene Butter dient zum Besprengen; mit zerlassener Butter reinigt man; es ist in zerlassener Butter; noch mehr Glut legt er in ihn. In der Nacht, nach der er am Morgen opfern will, soll man ihm kein Wasser in die Häuser tragen; Wasser ist nämlich Beruhigung; sie würden (die Glut) beruhigen. Sie lassen in einer Umzäunung opfern, um die Glut zu umschließen. Sie beginnen die Handlung zusammen mit den Strahlen (der Sonne); zusammen mit ihren Strahlen schlagen sie seinen Schmutz weg. Am Vollmond im (Mondhaus) Tiṣya soll er opfern lassen. Soma ist der Mond, Rudra ist Tiṣya; eben die beiden nähert er gerade zur rechten Zeit. Nach vorn (Osten) sind die Pflanzen somisch, nach rückwärts (Westen) rudrisch; denn nach vorn trocknen sie nicht, sie trocknen nach rückwärts. Es sind Verse des Manu; Manu sprach nämlich, was immer er sprach, als Heilmittel. Zur Heilmittelhaftigkeit eben sind diese; die Śakvarī-Verse sind zur Fähigkeit (śakti); die Nārāśaṃsī-Verse sind zur Beruhigung. Wegen der Weißfleckigkeit (Kilāsa) ist für ihn Furcht; denn er schlägt sie ganz weg [?] [Anm.: ati nach Konjektur des Herausgebers; Text: ati]. Einen Caru für Soma und Pūṣan aus halbgemahlenem Mehl soll er darbringen, wer Vieh wünscht. Der Brāhmaṇa gehört der Gottheit nach Soma, das Vieh Pūṣan. Seine eigene Gottheit lässt er damit durch Vieh wachsen; eine Haut hat er (sich) gemacht.
Einen Caru für Soma und Rudra aus schwarzem Reis soll er darbringen, wenn er Zauber übt. Die Pflanzen sind nämlich somisch; danach erbittet er ihn (den Gegner) los und deckt dem Rudra dessen Vieh zu [?]. Schwarzer Reis wird verwendet; Finsternis ist schwarz, der Tod ist Finsternis; durch den Tod eben lässt er ihn packen. Das Barhis (Streu) ist aus Śara-Rohr, das Brennholz vom Vibhīdaka-Baum. „Auf dass es zerbreche“ (śṛṇāt): so ist das Barhis aus Śara-Rohr; zur Zerteilung (vibhatti) ist das Brennholz vom Vibhīdaka. Einen Caru für Soma und Rudra als Udaśvit [Anm.: ein Mischgetränk mit Wasser; Bedeutung unsicher] aus nicht ausgelesenem Reis soll er darbringen, wer wünscht: „Ich möchte einen Zweiten in dessen (Rudras oder seiner) Welt zeugen.“ Diese Geschöpfe sind nämlich somisch; einen Zweiten zeugt er ihm in seiner Welt. Das Barhis ist zur Hälfte aus Śara-Rohr, zur Hälfte nicht aus Śara-Rohr; das Brennholz ist zur Hälfte vom Vibhīdaka, zur Hälfte nicht vom Vibhīdaka; einen Zweiten zeugt er ihm in seiner Welt. Āmikṣā (gestockte Milch) für Soma und Rudra soll er darbringen; er soll einen Kranken opfern lassen. Der Gestorbene gehört Agni, der Lebende Soma; von beiden Seiten kauft er ihn eben los. Milch (Saft) ist der Mensch; an dieser leidet er; mit Milch kauft er seine Milch los. Der Hotṛ soll einer mit verbundenen Augen sein; den soll man in den Wald wegführen und dort übernachten lassen [?]; dem soll er einen Zugstier geben; den sollen sie schlachten; von dem soll er essen; wenn er von dem nicht äße, würde er sterben [Anm.: Subjekte unklar].
Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Agni und Viṣṇu soll er darbringen, wer Zauber übt oder gegen den Zauber geübt wird; oder er soll auch für Sarasvatī mit Ājya opfern. Agni ist alle Gottheiten; mit den Gottheiten wirkt er gegen dessen Gottheiten. Viṣṇu ist das Opfer; durch das Opfer (wirkt er) gegen das Opfer. Sarasvatī ist die Rede; durch die Rede (wirkt er) gegen die Rede. So ist er, nachdem er (den Gegner) verzaubert hat, als Angreifer angesetzt [?]; und wer Gegenzauber übt, ist entsprechend eingesetzt [?]. Einen Caru in zerlassener Butter für Agni und Viṣṇu soll er darbringen, wer Sehkraft wünscht. Agni ist nämlich der Geber der Sehkraft der Menschen, Viṣṇu der der Götter. Diese beiden sind die Geber der Sehkraft; sie eben nähert er mit dem Anteil; die beiden geben ihm Sehkraft. Von der Kuh stammen zerlassene Butter und Milch, vom Zugstier die Reiskörner; das ist ein Paar (Mithuna). Ein Paar ist Sehkraft; durch ein Paar erzeugen die beiden ihm die Sehkraft als Paar. Zerlassene Butter ist Milch, Milch ist Sehkraft; durch Milch erzeugen die beiden ihm Milch als Sehkraft. Zerlassene Butter ist Glut, Glut ist Sehkraft; durch Glut erzeugen die beiden ihm Glut als Sehkraft. Gold gibt er. Gold ist Lebensdauer, Lebensdauer ist Sehkraft; durch Lebensdauer legt er ihm Lebensdauer als Sehkraft ein. Ein Śatamāna (hundertfaches Maß) ist es; hundert Jahre Leben hat der Mensch, hundert Manneskräfte; er erreicht Lebensdauer und Manneskraft. Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Agni und Viṣṇu soll er darbringen, wenn gegen ihn Zauber geübt wird. Agni ist alle Gottheiten, Viṣṇu das Opfer; um nicht überwältigt zu werden, tritt er in die Mitte der Gottheiten und des Opfers. Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Agni und Viṣṇu soll er darbringen, im Kampf, und auch für Sarasvatī mit Ājya opfern. Agni ist alle Gottheiten; mit den Gottheiten stößt er dessen Gottheiten weg. Viṣṇu ist das Opfer; durch das Opfer (stößt er) das Opfer (weg). Sarasvatī ist die Rede; durch die Rede (stößt er) die Rede (weg). Wenn er meint: „Sie treten (gegen mich) von vorn an“, soll er zwei Puronuvākyā-Verse (Vorverse) und eine Yājyā machen. Gleich wird es mit zweien gemacht; mit der einen setzt er (darüber hinaus) ein [?]. Am Morgen soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni und Viṣṇu darbringen, einen Caru für Sarasvatī, einen Caru für Bṛhaspati; am Mittag einen Opferkuchen auf elf Schalen für Agni und Viṣṇu, einen Caru für Sarasvatī, einen Caru für Bṛhaspati; am Nachmittag einen Opferkuchen auf zwölf Schalen für Agni und Viṣṇu, einen Caru für Sarasvatī, einen Caru für Bṛhaspati, wessen Nebenbuhler mit Soma opfert. Agni ist alle Gottheiten; mit den Gottheiten erreicht er dessen Gottheiten. Viṣṇu ist das Opfer; durch das Opfer (erreicht er) das Opfer. Sarasvatī ist die Rede; durch die Rede (erreicht er) die Rede. Das Brahman ist Bṛhaspati; durch das Brahman erreicht er dessen Brahman. Durch die Schalen (erreicht er) die Metren, durch die Opferkuchen die Pressungen (Savana). Für Mitra und Varuṇa soll er einen Opferkuchen auf einer Schale darbringen, oder die Milchgabe (Payasyā) [?]; die Anūbandhyā (das Nachopfer-Tier) erreicht er damit. Dies ist die Adhvarakalpa-Iṣṭi (Opfer nach der Ordnung des Opfers); das Opfer erreicht er damit.
āgnimārutaṃ caruṃ nirvaped vṛṣṭikāmaḥ samānyā mṛdaś caruṃ ca kuryuḥ kumbhaṃ ca yasminn evāgnau caruṃ paceyus tasmin kumbhaṃ dhūpayeyur dhūmo vā asyāmūṃ gachati nārcis tasmād etaṃ dhūpayanti na pacanti yadā havīṃśy āsādayeyur atha dakṣiṇāyāṃ śroṇyāṃ kumbham āsādyodakena pūrayeyur yadi purā saṃsthānād vīryetādya varṣiṣyatīti brūyād yadi saṃsthite śvo vraṣṭeti brūyād yadi ciram iva vīryeta nāddhā vidmeti brūyād agnir vā ito vṛṣṭim īṭṭe maruto 'mutaś cyāvayanty ete vai vṛṣṭyāḥ pradātāras tān eva bhāgadheyenopāsarat te 'smai vṛṣṭiṃ prayachanti mārutaṃ caruṃ nirvapet payasi praiyaṅgavaṃ grāmakāmo vā paśukāmo vā pṛśnīnāṃ gavāṃ dugdhe pṛśnīnāṃ gavām ājyaṃ syāt tatrāpi gomūtrasyāścotayeyuḥ pṛśnir vai yad aduhat sa priyaṅgur abhavad iyaṃ vai pṛśnir vāg vā tasyā vā etat payo yat priyaṅgavaḥ svenaivaināṃ payasāchaiti priyavatī yājyānuvākye bhavataḥ priyam enaṃ sajātānāṃ karoti dvipadā ca catuṣpadā ca bhavato dvipadaś caivāsmai catuṣpadaś ca paśūn avarunddhe yathā vatsa ūdhar abhyāyachati vatsaṃ vā gaur evam enaṃ sajātā abhyāyachanti mārutaṃ trayodaśakapālaṃ nirvaped yasya yamau putrau gāvau vā jāyeyātāṃ nirvīratāṃ vai puruṣo yamo jāta āśāste 'paśutāṃ gaur yat trayodaśaṃ prajāpatir vai trayodaśaṃ prajāpatim evāpnoti yad dvādaśaṃ saṃvatsarāt tena yad gāyatry anuvākyā saṃvatsarāt tena yaj jagatī yājyā paśubhyas tena yan mārutīṣṭiḥ paśubhyas tena mārutaṃ saptakapālaṃ nirvaped yatra viḍ rājānaṃ jijyāsed agastyasya kayāśubhīyaṃ sāmidhenīś ca syur yājyānuvākyāś cāgastyo vai marudbhya ukṣṇaḥ praukṣat tān indrāyālabhata te vajram ādāyābhyapataṃs tān vā etenāśamayat tañ śamayaty evaitena saptakapālo bhavati sapta hi maruto viñ marutaḥ svenaivainān bhāgadheyena śamayati
Einen Caru für Agni und die Maruts soll er darbringen, wer Regen wünscht. Aus demselben Ton sollen sie den Caru(-Topf) und einen Krug machen; in dem Feuer, in dem sie den Caru garen, darin sollen sie den Krug räuchern. Der Rauch geht nämlich zu jener (Welt), nicht die Flamme; deshalb räuchern sie diesen und garen (brennen) ihn nicht. Wenn sie die Opfergaben hingestellt haben, dann sollen sie den Krug auf die rechte Hüfte (der Vedi) stellen und mit Wasser füllen. Wenn es vor dem Abschluss wirksam wird [?] (vīryeta), soll er sagen: „Heute wird es regnen.“ Wenn nach dem Abschluss: „Morgen wird es regnen.“ Wenn es gleichsam lange dauert: „Wir wissen es nicht sicher“, soll er sagen. Agni erbittet von hier den Regen; die Maruts lassen ihn von dort herabfallen. Diese sind die Geber des Regens; sie eben nähert er mit dem Anteil; die geben ihm Regen. Einen Caru für die Maruts soll er darbringen, in Milch, aus Priyaṅgu-Hirse, wer ein Dorf (Gefolgschaft) wünscht oder Vieh; in der Milch gefleckter (pṛśni) Kühe; die zerlassene Butter soll von gefleckten Kühen sein; dabei sollen sie auch Kuhurin hineinträufeln. Als Pṛśni molk, wurde daraus die Priyaṅgu-Hirse. Diese (Erde) ist Pṛśni, oder die Rede; ihre Milch ist das, was die Priyaṅgu-Hirsen sind; mit ihrer eigenen Milch geht er zu ihr hin. Yājyā und Anuvākyā enthalten das Wort „lieb“ (priya); lieb macht er ihn seinen Stammesgenossen. Sie sind zweifüßig und vierfüßig; Zweifüßiges und Vierfüßiges Vieh erlangt er für sich. Wie das Kalb dem Euter zustrebt oder die Kuh dem Kalb, so streben ihm seine Stammesgenossen zu. Einen Opferkuchen auf dreizehn Schalen soll er den Maruts darbringen, wem Zwillinge, Söhne oder Kühe, geboren werden. Männerlosigkeit begehrt nämlich der Mensch, der als Zwilling geboren ist, Viehlosigkeit die Kuh. Dass es der dreizehnte ist: Prajāpati ist der dreizehnte; Prajāpati eben erreicht er. Weil zwölf: dadurch (ist es) vom Jahr her [?]; weil die Anuvākyā eine Gāyatrī ist: dadurch vom Jahr her [?]; weil die Yājyā eine Jagatī ist: dadurch vom Vieh her [?]; weil es eine Marut-Iṣṭi ist: dadurch vom Vieh her [?]. Einen Opferkuchen auf sieben Schalen soll er den Maruts darbringen, wo das Volk (Viś) den König überwinden möchte. Das Kayāśubhīya des Agastya sollen die Sāmidhenī-Verse und die Yājyā- und Anuvākyā-Verse sein. Agastya nämlich besprengte für die Maruts Stiere; die nahm er für Indra in Angriff; da ergriffen sie den Donnerkeil und stürzten sich auf ihn; die besänftigte er hiermit. Sie eben besänftigt er hiermit. Er ist auf sieben Schalen; sieben sind nämlich die Maruts, die Maruts sind das Volk; mit ihrem eigenen Anteil besänftigt er sie.
Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Indra und einen auf sieben Schalen für die Maruts soll er darbringen; er soll einen Rājanya opfern lassen, der Gedeihen wünscht. Der Rājanya gehört der Gottheit nach Indra, das Volk (Viś) den Maruts. Mit Vermögen (Indriya) eben verbindet er ihm das Volk; er macht ihm das Volk gefügig und nicht streitend. Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Indra und einen auf sieben Schalen für die Maruts soll er darbringen, wer wünscht: „Möge ich zwischen Volk und Kṣatra Einmütigkeit (samada) stiften.“ Nachdem er für die Aindra-Gabe den Indra-Vers rezitiert hat, soll er mit dem Marut-Vers opfern; nachdem er für die Marut-Gabe den Marut-Vers rezitiert hat, soll er mit dem Indra-Vers opfern. In ihrem eigenen Anteil stiftet er ihnen Einmütigkeit. Wenn er wünscht: „Es soll unverwirrt (aturmuhya) [?] sein“, soll er im vorderen Teil eine (Gabe), im hinteren eine andere, eine Kuh der Volksschar [?], hinlegen; auch sie kommen zusammen; so weit ist es unverwirrt. Wenn er wünscht: „Es soll gelingen“, dann soll er eben diese beiden Opfergaben darbringen und jeweils entsprechend opfern; es gelingt fürwahr. Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Indra und einen auf sieben Schalen für die Maruts soll er darbringen, wenn er Zauber übt: oben soll er von der Aindra-Gabe abschneiden, unten von der Marut-Gabe; beiderseits entzündet er sie so, vom Ältesten und vom Jüngsten aus. Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Indra und Āmikṣā für die Maruts soll er darbringen; er soll einen Rājanya, der ein Dorf (Gefolgschaft) wünscht, opfern lassen. Nachdem er den Opferkuchen in die Mitte der Āmikṣā gelegt hat, soll er von beiden abschneiden. Indra ist das Kṣatra, die Maruts sind das Volk; dieser tritt in die Mitte des Volkes ein. Er schneidet so ab, dass er ihn umgibt [?]; durch das Volk eben umgibt er ihn. Einen Opferkuchen auf einundzwanzig Schalen soll er den Maruts darbringen, wenn er Zauber übt. Die Maruts sind das Göttervolk; das Volk erschlägt nämlich nicht den, der ihm übergeben ist; vom Göttervolk erbittet er ihn los und streckt ihn nieder (streut ihn hin). Nachdem er ihn zum auf dem Barhis Sitzenden gemacht hat, soll er ihn nahe [?] mit dem Sphya (hölzernes Schwert) zerschlagen, mit den Worten:
idam aham amuṣyāmuṣyāyaṇasyendravajreṇa śiraś chinadmi // itīndravajrenaivāsya śiraś chinatty atha yat sphyo vajro vai sphyo vajreṇaivainaṃ stṛṇute //
„Dies: Ich schneide dem N. N., Sohn des N. N., mit Indras Donnerkeil den Kopf ab.“ So schneidet er ihm eben mit Indras Donnerkeil den Kopf ab. Ferner, dass es der Sphya ist: Der Sphya ist der Donnerkeil; mit dem Donnerkeil eben streckt er ihn nieder.
Mit diesem (Spruch) umschlingen sie den Tiger und reiben den Löwen rein zu großem Gewinn; den mächtigen Büffel, uns gut (gesinnt) [?], den Dastehenden, den Panther in den Wassern reiben sie ab/rein.
So (lautet der Spruch). Die Wasser sind der Donnerkeil; dass dies ein Opferspruch (Yajus) ist, der „Wasser“ enthält, so streckt er ihn mit dem Donnerkeil nieder.
agnaye pathikṛte 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yasya prajñāteṣṭir atipadyeta bahiṣpathaṃ vā eṣa eti yasya prajñateṣṭir atipadyate 'gnir vai devānāṃ pathikṛt tam eva bhāgadheyenopāsarat sa enaṃ panthām apinayaty anaḍvān dakṣiṇā sa hi panthām apivahaty agnaye vratapataye 'ṣṭākapālaṃ nirvaped ya āhitāgniḥ san pravased bahu vā eṣa vratam atipādayati ya āhitāgniḥ san pravasati vratye hy ahani striyaṃ vopaiti māṃsaṃ vāśnāty agnir vai devānāṃ vratapatis tam eva bhāgadheyenopāsarat sa enaṃ vratam ālambhayaty agnaye vratabhṛte 'ṣṭākapālaṃ nirvaped ya āhitāgniḥ sann aśru kuryād ānīto vā eṣa devānāṃ ya āhitāgnis tasmād etenāśru na kartavai na hi devā aśru kurvanty agnir vai devānāṃ vratabhṛd agnim etasya vratam agaṃs tasmād evādhivratam ālabhate 'gnaye yaviṣṭhāyāṣṭākapālaṃ nirvaped abhicaryamāṇo yābhir evainam itaraḥ prayuktibhir abhiprayuṅkte tā asmād yaviṣṭho yoyāvāgnaye vājasṛte 'ṣṭākapālaṃ nirvapet saṃgrāme vājaṃ vā eṣa sisīrṣati yaḥ saṃgrāmaṃ jigīṣaty agnir vai devānāṃ vājasṛt tam eva bhāgadheyenopāsarat so 'smai vājaṃ dhāvaty agnaye 'nīkavate 'ṭākapālaṃ nirvapet saṃgrāme yadryag vā agner anīkam eti na tat pratidhṛṣe 'gnir evāsmā anīkāni jayati viṣṇum apy ājyasya yajed ato vai viṣṇur imāṃl lokān udajayad viṣṇor evojjitim anv imāṃl lokān ujjayati praibhyo lokebhyo bhrātṛvyaṃ nudate 'gnaye rudravate 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yaḥ kāmayeta rudrāyāsya paśūn apidadhyām ity agnir vai rudro rudrāyaivāsya paśūn apidadhāti yadi kāmayeta śāmyed ity agnaye surabhimate 'ṣṭākapālaṃ nirvaped eṣā vā agner bheṣajā tanūr yat surabhir bheṣajam evāsmā akaḥ surabhim enam akaḥ śamayaty evāgnaye 'nnavate 'nnādāyānnapataye 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yaḥ kāmayetānnavān annādo 'nnapatiḥ syām ity agnir vai devānām annavān annādo 'nnapatis tam eva bhāgadheyenopāsarat sa enam annavantam annādam annapatiṃ karoti
Einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni Pathikṛt (den Wegbereiter) soll er darbringen, wessen (fest bestimmte) Iṣṭi übergangen (versäumt) wird [?]. Abseits des Weges geht der, dessen bestimmte Iṣṭi versäumt wird. Agni ist der Götter Wegbereiter; eben ihn nähert er mit dem Anteil; der führt ihn auf den Weg zurück. Ein Zugstier ist die Dakṣiṇā; denn der zieht auf dem Weg dahin. Einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni Vratapati (Herrn des Gelübdes) soll er darbringen, wer als Āhitāgni (Inhaber der angelegten Feuer) verreist. Viel Gelübde versäumt nämlich der, der als Āhitāgni verreist; denn am Gelübdetag geht er zu einer Frau oder isst Fleisch. Agni ist der Götter Herr des Gelübdes; eben ihn nähert er mit dem Anteil; der lässt ihn das Gelübde (wieder) ergreifen. Einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni Vratabhṛt (Träger des Gelübdes) soll er darbringen, wer als Āhitāgni Tränen vergießt. Zu den Göttern hingeführt ist nämlich der Āhitāgni; deshalb darf er dadurch nicht weinen; denn die Götter weinen nicht. Agni ist der Götter Gelübdeträger; zu Agni ging sein Gelübde; deshalb nimmt er es auf sich, im Bereich des Gelübdes [?]. Einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni Yaviṣṭha soll er darbringen, wenn gegen ihn Zauber geübt wird: mit welchen Anwendungen der andere ihn angreift, die trennt Yaviṣṭha von ihm ab. Einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni Vājasṛt (Preis-Eiler) soll er darbringen, im Kampf. Nach dem Siegespreis (vāja) will der eilen, der den Kampf zu gewinnen wünscht. Agni ist der Götter Preis-Eiler; eben ihn nähert er mit dem Anteil; der lässt ihm den Siegespreis herbeilaufen. Einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni Anīkavat (den mit der Front) soll er darbringen, im Kampf. Was immer gegen Agnis Front anrückt, dem kann man nicht standhalten. Agni gewinnt ihm die Fronten. Auch für Viṣṇu soll er mit Ājya opfern. Von hier aus eroberte Viṣṇu diese Welten; nach Viṣṇus Eroberung erobert er diese Welten; aus diesen Welten stößt er den Nebenbuhler weg. Einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni Rudravat (den mit Rudra) soll er darbringen, wer wünscht: „Ich möchte dem Rudra dessen Vieh zudecken.“ Agni ist Rudra; dem Rudra eben deckt er dessen Vieh zu. Wenn er wünscht: „Er soll zur Ruhe kommen“, soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni Surabhimat darbringen. Dies ist Agnis heilende Gestalt: das Wohlriechende. Ein Heilmittel hat er ihm gemacht, wohlriechend hat er ihn gemacht; er besänftigt ihn eben. Einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni Annavat, Annāda, Annapati (den Speisereichen, Speiseverzehrer, Speisenherrn) soll er darbringen, wer wünscht: „Möge ich speisereich, Speiseverzehrer, Speisenherr sein.“ Agni ist der Götter Speisereicher, Speiseverzehrer, Speisenherr; eben ihn nähert er mit dem Anteil; der macht ihn zum Speisereichen, Speiseverzehrer, Speisenherrn.
agnaye rakṣoghne 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yo rakṣobhyo bibhīyād indraṃ vai rakṣāṃsy asacanta so 'gniṃ prāviśat tāni vā enam abhisamamṛśan sa etā vipruṣo 'janayata yā imāḥ skūyamānasya vipravante tāni vā agninaivāpāhatāgnir vai devānāṃ rakṣohā tenaiva rakṣāṃsy apahate naktaṃ yājayen naktaṃ vai rakṣāṃsi prerate yarhy eva prerate tarhy enāny apahate vāmadevasya pañcadaśa sāmidhenīś ca syur yājyānuvākyāś ca vāmadevaś ca vai kusitāyī cājīm ayātām ātmanoḥ sā kusitāyī vāmadevarathasya kūbaram achinat sāparaṃ nyāplavata yugaṃ vā chetsyāmīṣāṃ veti so 'gnim ukhyam avaikṣata sa etaṃ mantram apaśyat tām arcir udauṣat sārciṣā dahyamānā hradaṃ prāviśat sa vāva kausito hrado rakṣāṃsi vai sa tenāpāhata tad rakṣāṃsy evaitenāpahata āgneyam aṣṭākapālaṃ nirvaped yo rāṣṭre spardheta yo vā kāmayetānnādaḥ syād iti devāś ca vā asurāś cāspardhanta tān gāyatrī sarvam annaṃ parigṛhyāntarātiṣṭhat te 'vidur yatarān vā iyam upāvartsyati ta idaṃ bhavisyantīti tasyāṃ vā ubhaya aichanta tāṃ nāmnopaipsan //
Einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni Rakṣohan (den Rakṣas-Töter) soll er darbringen, wer sich vor den Rakṣas fürchtet. Indra folgten die Rakṣas; er ging in Agni ein. Die berührten ihn da; er erzeugte diese Tropfen (Funken), die von dem Angeschürten [?] wegspritzen; die schlug er eben durch Agni weg. Agni ist der Götter Rakṣas-Töter; damit schlägt er die Rakṣas weg. Bei Nacht soll er opfern lassen; bei Nacht nämlich ziehen die Rakṣas aus; wann sie ausziehen, dann schlägt er sie weg. Fünfzehn Sāmidhenī-Verse des Vāmadeva sollen es sein, und Yājyā- und Anuvākyā-Verse. Vāmadeva und Kusitāyī fuhren ein Wettrennen miteinander. Kusitāyī zerschlug das Deichselloch (kūbara) an Vāmadevas Wagen; sie sprang weiter hinab [?] (mit den Worten): „Ich werde das Joch oder die Deichsel dieser (beiden) abschneiden.“ Da blickte er auf das Feuer im Kessel (ukhya); er sah diesen Mantra; die Flamme verbrannte sie. Von der Flamme verbrannt, ging sie in einen See ein; das ist eben der Kausita-See. Die Rakṣas schlug er damit weg; so schlägt er hiermit die Rakṣas weg. Einen Opferkuchen auf acht Schalen für Agni soll er darbringen, wer im Reich wetteifert oder wer wünscht: „Möge ich Speiseverzehrer sein.“ Die Götter und die Asuras wetteiferten. Die Gāyatrī trat dazwischen, alle Speise umschließend. Sie erkannten: „Zu welchen von beiden diese sich wenden wird, die werden dies (die Speise) haben.“ Beide wollten sie; sie wollten sie bei ihrem Namen erreichen.
ojo 'si saho 'si balam asi bhrājo 'si devānāṃ dhāma nāmāsi viśvam asi viśvāyuḥ sarvam asi sarvāyur abhibhūḥ // iti saṃvatsaro vai gāyatrī saṃvatsaro vai tad atiṣṭhat saṃvatsaraṃ vā eṣāṃ tad annādyam avṛñjata tat saṃvatsaram evaitad annādyaṃ yajamāno bhrātṛvyasya vṛṅkte saiṣā gāyatrīṣṭir atho āhur rāṣṭrasya saṃvarga iti
„Stärke bist du, Kraft bist du, Macht bist du, Glanz bist du, der Götter Wesen (Dhāman), Name bist du; das All bist du, Allleben, alles bist du, Allleben (sarvāyuḥ), Überwältiger!“ So. Das Jahr ist die Gāyatrī; das Jahr stand dort. Das Jahr als deren Speisenverzehr-Fähigkeit entrissen sie ihnen; so nimmt der Opferherr dem Nebenbuhler das Jahr als Speisenverzehr-Fähigkeit weg. Dies ist die Gāyatrī-Iṣṭi. Andere aber sagen: (sie ist) die Zusammenraffung (Saṃvarga) des Reiches.
aindrābārhaspatyaṃ havir nirvaped yo rāṣṭrīyo neva prastiṅnuyād aditir vai prajākam audanam apacat soñśiṣṭam āśnāt taṃ vā indram antar eva garbhaṃ santam ayasmayena dāmnāpaumbhat so 'pobdho 'jāyata taṃ vā etena bṛhaspatir ayājayad aindrābārhaspatyena tasya tad dāma svayam eva vyapadyata sa imā diśo vajreṇābhiparyāvartata yo rāṣṭrīyo neva prastiṅnuyāt tam etena yājayed aindrābārhaspatyena paritato hi vā eṣa pāpmanāthaiṣa na prastiṅnoti bṛhaspataye nirupyata indrāya kriyate sarvata evainaṃ muñcati vajreṇemā diśo 'bhiparyāvartate
Eine Opfergabe für Indra und Bṛhaspati soll er darbringen, wer ein Reichsherr (rāṣṭrīya) ist und gleichsam nicht vorankommt [?]. Aditi kochte einen Brei (Odana) für Nachkommenschaft; sie aß den Rest. Den Indra, der schon als Keim im Inneren war, band man mit einem eisernen Strick. Er wurde als Gebundener geboren. Den ließ Bṛhaspati mit diesem Aindrābārhaspatya opfern; sein Strick zerfiel da von selbst. Er umkreiste diese Himmelsrichtungen mit dem Donnerkeil. Wer ein Reichsherr ist und gleichsam nicht vorankommt, den soll er hiermit opfern lassen, mit dem Aindrābārhaspatya. Denn ringsum von Übel (Pāpman) umgeben ist dieser, und so kommt er nicht voran [?]. Für Bṛhaspati wird (die Gabe) ausgestreut, für Indra wird sie zubereitet; von allen Seiten befreit er ihn eben; mit dem Donnerkeil umkreist er diese Himmelsrichtungen.