Dieser Prapāṭhaka gehört zum Agnicayana, dem Schichtenbau des Feueraltars (Citi), in Kāṇḍa 2: Er versammelt die Sprüche für das Niederlegen der Backsteine, das Begießen mit Wasser, die Lobverse auf Agni und Indra sowie die Spruchreihen der Lebens- und Sternbild-Backsteine (Nakṣatra), der Himmelsrichtungen und der Jahresgottheit. Vieles ist aus dem Ṛgveda bekannt (Apām Napāt, Āpo hi ṣṭhā, Hiraṇyagarbha), erscheint hier aber mit Mantra-Zitaten in Kurzform („… iti tisraḥ“) und mit teils abgebrochenen Versanfängen (Pratīkas), die die Ausgabe als eigene Absätze führt. Der Text ist an mehreren Stellen verkürzt oder verderbt überliefert; solche Stellen sind gekennzeichnet.
sam anyā yanty upayanty anyāḥ samānam ūrvaṃ nadyaḥ pṛṇanti / tam u śuciṃ śucayo dīdivāṃsam apāṃ napātaṃ paritasthur āpaḥ //
Die einen kommen zusammen, andere gehen hinzu; die Flüsse füllen den gemeinsamen Schoß. Ihn, den Strahlenden, den Leuchtenden, den Enkel der Wasser, umstehen die Wasser.
Die goldfarbigen, strahlenden, läuternden Wasser, in denen Kaśyapa geboren wurde, in denen Indra, die Agni als Leibesfrucht empfingen in vielerlei Gestalt – diese Wasser sollen uns Heil und Wohlsein sein.
Deren König Varuṇa in ihrer Mitte geht und das Wahre und Unwahre der Menschen beobachtet, die Honig träufeln, strahlend, läuternd sind – diese Wasser sollen uns Heil und Wohlsein sein.
Deren Nahrung die Götter im Himmel bereiten, die im Luftraum vielfältig werden, die die Erde mit Milch benetzen, die hellen – diese Wasser sollen uns Heil und Wohlsein sein.
śivena mā cakṣuṣā paśyatāpaḥ śivayā tanvopaspṛśata tvacaṃ me / sarvaṃ agnīṃr apsuṣado huve mayi varco balam ojo nidhatta //
Mit freundlichem Blick schaut mich an, ihr Wasser; mit freundlichem Leib berührt meine Haut. Alle Feuer, die im Wasser sitzen, rufe ich an; legt in mich Glanz, Kraft und Stärke (Ojas) nieder.
yad adaḥ saṃprayatīr ahā anadatā hate / tasmād ā nadyo nāma stha tā vo nāmāni sindhavaḥ //
Weil ihr, als ihr da zusammenströmtet, beim Erschlagen des Ohne-Brüllen [Anm.: gemeint ist wohl Vṛtra], laut brülltet, deshalb heißt ihr „Nadyaḥ“ (Flüsse); das sind eure Namen, ihr Ströme.
apakāmaṃ syandamānā avīvarata vo hi kam / indro vaḥ śaktibhir devīs tasmād vār nāma vo hitam //
Ihr strömtet nach eigenem Wunsch dahin und verwehrtet [andere]; denn euch [gehört] das Wohl. Indra [hemmte] euch, ihr Göttinnen, mit seinen Kräften; deshalb ist euer Name „Vār“, [das], was zuträglich ist. [Anm.: Text und Wortspiel unsicher.]
Ein einziger Gott trat zu euch, als ihr nach Belieben strömtet; „die großen [Wasser] haben emporgetrieben (udāniṣuḥ)“ – deshalb heißt es „Udaka“ (Wasser).
Nun sehe ich, nun höre ich: Zu mir kommt der Laut der Wasser. Scharf ist der Saft der Honigmischenden, ich bin [zu ihm] gelangt; mit Lebensatem (Prāṇa) und Glanz sind sie zu mir gekommen.
Die göttlichen Wasser, die Butter Verlangenden; die Wasser tragen Agni und Soma; ja, die Wasser [tun es]. Ich meine, Anteil am Unsterblichen zu haben, wenn ich euch, ihr Goldfarbigen, gesättigt habe [?]. [Anm.: Der Vers ist stark verderbt.]
Du bist der Schoß der Glut (Tapas). Mit allen Gedanken lege ich dich fugenlos nieder. Die Ordnung (Ṛta) ist der Schoß, die Wahrheit ist der Schoß, das Brahman ist der Schoß, das Kṣatra ist der Schoß, die Erde ist der Schoß, der Luftraum ist der Schoß, der Himmel ist der Schoß, die Himmelsrichtungen sind der Schoß.
Vom Einatmen (Prāṇa) her verknüpfe das Ausatmen (Apāna); vom Ausatmen her verknüpfe das Zwischenatmen (Vyāna); vom Zwischenatmen her verknüpfe das Auge; vom Auge her verknüpfe das Ohr; vom Ohr her verknüpfe die Erde; von der Erde her verknüpfe den Luftraum; vom Luftraum her verknüpfe den Himmel; vom Himmel her verknüpfe die Himmelsrichtungen; von den Himmelsrichtungen her verknüpfe weiter zur Himmelswelt.
Mit der Ṛc, mit dem Metrum setze ich dich nieder; mit dem Vaṣaṭkāra, mit dem Metrum setze ich dich nieder; mit dem Hiṃkāra, mit dem Metrum setze ich dich nieder; mit dem Prastāva, mit dem Metrum setze ich dich nieder; mit dem Udgītha, mit dem Metrum setze ich dich nieder; mit dem Pratihāra, mit dem Metrum setze ich dich nieder; mit dem Stuta, mit dem Metrum setze ich dich nieder; mit dem Nidhana, mit dem Metrum setze ich dich nieder. [Anm.: Es sind die Teile des Sāman-Gesangs.]
aganma mahā namasā yaviṣṭhaṃ yo dīdāya samiddhaḥ sve duroṇe / citrabhānuṃ rodasī antar urvī svāhutaṃ viśvataḥ pratyañcam //
Wir sind mit großer Verehrung zu dem Jüngsten gekommen, der leuchtete, entzündet im eigenen Haus, dem buntstrahligen, der zwischen den beiden weiten Welten ist, dem wohlbeopferten, der nach allen Seiten gewandt ist.
dadhanve vā yad īm anu vocad brahmāṇi ver u tat / pari viśvāni kāvyā nemiś cakram ivābhuvat //
Er hat es gewonnen [?], was er nach ihr [?] sprach, die Gebete oder auch das; er umfasste alle Dichtungen, wie die Felge das Rad. [Anm.: Der Vers ist im Text verderbt.]
Ihr beiden [?], du Schönglänzender, Herr der Stämme: Die Schöpfkelle füllst du am Mund [?]; und du sollst uns [wieder] auffüllen bei den Lobsprüchen, du Herr der Stärke; bringe den Sängern Labung herbei. [Anm.: Text verderbt; Sinn unsicher.]
abodhy agniḥ samidhā janānāṃ prati dhenum ivāyatīm uṣāsam / yahvā iva pra vayām ujjihānāḥ pra bhānavaḥ sisrate nākam acha //
Agni ist erwacht durch das Brennholz der Menschen, wie der Morgenröte entgegen, die wie eine Kuh herankommt; wie Vögel, die Zweige emporschnellen lassend, steigen seine Strahlen dem Himmel zu.
Wir haben dem weisen, opferwürdigen Dichter, dem Stier, dem Männlichen, das preisende Wort gesprochen; der Gaviṣṭhira hat mit Verehrung das Lob dem Agni dargebracht, wie am Himmel eine weithin scheinende Goldscheibe [?].
Der Hotṛ ist erwacht, um die Götter zu verehren; aufrecht, wohlgesinnt ist Agni am Morgen aufgestanden. Die Kraft des Entzündeten ist leuchtend sichtbar geworden; der große Gott ist aus dem Dunkel befreit worden.
Als Hüter des Volkes ist Agni geboren, wachsam, geschickt, zum neuen Glück; mit buttergesalbtem Antlitz, mit dem großen, den Himmel berührenden [Glanz] leuchtet er hell, rein für die Bharatas.
tvām agne aṅgiraso guhā hitam anvavindañ śiśriyāṇaṃ vanevane / sa jāyase mathyamānaḥ saho mahat tvām āhuḥ sahasas putram aṅgiraḥ //
Dich, Agni, fanden die Aṅgirasen im Verborgenen liegend, in jedem Holz sich niederlassend; du wirst geboren, wenn man dich reibt, als große Kraft; man nennt dich Sohn der Kraft, Aṅgiras.
Dir, Agni, [gehört] dieses honigsüßeste Wort; dir sei dieser Gedanke ein Heil im Herzen. Dich füllen die Lieder, wie die großen Ströme den Sindhu, und mehren dich mit Kraft.
agniṃ vaḥ pūrvyaṃ girā devam īḍe vasūnām / saparyavaḥ purupriyaṃ mitraṃ na kṣetrasādhasam //
Den ersten Agni von euch, den Gott der Güter, rufe ich mit dem Lied an, die Verehrenden, den vielgeliebten, wie den Mitra, der das Feld gedeihen lässt.
ā te agna idhīmahi dyumantaṃ devājaram / yad dha syā te panīyasī samid dīdayati dyavīṣaṃ stotṛbhyā ābhara //
Wir entzünden für dich, Agni, den Glänzenden, den nicht alternden Gott. Wenn dir das bewundernswerte Brennholz leuchtet, [dann] bringe den Sängern Labung herbei, die Himmlisches hat.
Ich halte Agni für den, der der Gute ist, zu dem die Kühe heimkehren, zu dem die schnellen Rosse heimkehren, zu dem die beständigen Kraftrosse heimkehren; bringe den Sängern Labung herbei.
so agnir yo vasur gṛṇe saṃ yam āyanti dhenavaḥ / sam arvanto raghudruvaḥ saṃ sujātāsaḥ sūraya iṣaṃ stotṛbhyā ābhara
Er ist Agni, der Gute, der besungen wird, zu dem die Kühe zusammenkommen, zu dem die flinken Rosse zusammenkommen, zu dem die Wohlgeborenen, die Herren zusammenkommen; bringe den Sängern Labung herbei.
Diesen Agni rufe ich mit Verehrung herbei, den Enkel der Stärke [Ūrj], den lieben, aufmerksamsten, unbeirrbaren, wohl opfernden, den Boten des Alls, den Unsterblichen.
devo vo draviṇodāḥ pūrṇāṃ vivaṣṭy āsicam / ud vā siñcadhvam upa vā pṛṇadhvam ād id vo deva ohate / agne vājasya gomatā īśānaḥ sahaso yaho / asme dhehi jātavedo mahi śravaḥ //
Der Gott Draviṇodas füllt die volle Gießkanne; gießt aus oder füllt auf; alsbald wird er euch, ihr Götter, [zu sich] tragen. Agni, Herr über Kraftgewinn mit Rinderreichtum, du Ungestümer der Kraft, verleihe uns großen Ruhm, Jātavedas.
agne tam adyāśvaṃ na stomaiḥ kratuṃ na bhadraṃ hṛdispṛśam / ṛdhyāmā tā ohaiḥ //
Agni, diesen heute, wie ein Ross mit Lobliedern, wie eine gute, das Herz berührende Einsicht [preisen wir]; wir möchten durch jene Darbietungen gedeihen. [Anm.: Der Vers ist verkürzt und unsicher.]
ābhiṣ ṭe adya gīrbhir gṛṇanto 'gne dāśema / pra te divo na stanayanta śuṣmaiḥ / agniṃ hotāraṃ manye dāsvantaṃ vasuṃ sūnuṃ sahaso jātavedasaṃ vipraṃ na jātavedasam / ya ūrdhvayā svadhvaro devācyā kṛpā / ghṛtasya vibhrāṣṭim anu śukraśociṣaḥ //
Mit diesen Liedern preisend wollen wir dir heute, Agni, dienen; wie der Himmelsdonner [brüllen] deine Kräfte. Agni, den Hotṛ, halte ich für den Gabenreichen, den Guten [Vasu], den Sohn der Kraft, den Jātavedas, den Weisen, wie einen Weisen den Jātavedas; der mit aufwärts gerichteter, zu den Göttern strebender Gnade [waltet] – nach dem Glanz der Butter, dem hell Leuchtenden, der weiß flammt.
abhi tvā śūra nonumo 'dugdhā iva dhenavaḥ / īśānam asya jagataḥ svardṛśam īśānam indra tasthuṣaḥ / na tvāvaṃ anyo divyo na pārthivo na jāto na janiṣyate / aśvāyanto maghavann indra vājino gavyantas tvā havāmahe //
Dich, Held, preisen wir laut, wie ungemolkene Kühe [brüllen]; dich, den Herrn dieser Welt, den Sonnenschauenden, dich, Indra, den Herrn des Feststehenden. Kein anderer ist dir gleich, weder himmlisch noch irdisch, weder geboren noch der geboren werden wird. Rosse begehrend, Freigebiger, Indra, kraftvoll, Kühe begehrend rufen wir dich.
Dich rufen wir an, um Gewinn der Beute, wir Sänger; dich, Indra, in den Vṛtra-Kämpfen als Herrn der Guten, die Männer, dich bei den Rennbahnen der Rosse.
sa tvaṃ naś citra vajrahasta dhṛṣṇuyā mahaḥ stavāno adrivaḥ / gām aśvaṃ rathyam indra saṃkira satrā vājaṃ na jigyuṣe //
Du nun, Prächtiger, Keulenträger, mit Kühnheit vom Großen gepriesen, Steinbewehrter: Kuh, Ross, Wagengespann, Indra, schütte aus, wie Beute stets für den Sieger.
yajñāyajñā vo agnaye girāgirā ca dakṣase / prapra vayam amṛtaṃ jātavedasaṃ priyaṃ mitraṃ na śaṃsiṣam //
Mit jedem Opfer und jedem Lied [gelte] euch dem Agni, zur Tüchtigkeit; wir wollen den Unsterblichen, den Jātavedas, den lieben, wie einen Mitra hervorheben.
Den Enkel der Stärke, ihn, der uns wohlgesinnt ist, wollen wir bei der Darbringung der Opfergabe bedienen; er sei in den Kämpfen der Helfer, er sei der Mehrer und der Beschützer unserer Leiber.
Diese hier ist die erste Gattin der Jahreszeiten gekommen, die Führerin der Tage und die Gebärerin der Geschöpfe; einzig seiend leuchtet sie vielfach auf; unaltern lässt du alles andere altern.
ko virājo mithunatvaṃ praveda ṛtūn ko asyāḥ ka u veda rūpam / dohān ko veda katidhā vidugdhāḥ kati dhāmāni kati ye vivāsāḥ //
Wer kennt die Paarung der Virāj, wer die Jahreszeiten, wer ihre Gestalt? Wer kennt die Melkungen, wie vielfach sie ausgemolken sind, wie viele Wohnsitze, wie viele, die ohne Gewand sind [?]?
Diese ist es, die zuerst aufleuchtete; sie geht ins Wasser eingetreten umher; die Braut, die Gebärerin, hat neunfach gemessen; drei Größen begleiten sie.
Die beiden metrumbegabten, sich schmückenden Morgenröten wandern demselben Schoß entlang; als Sonnengattinnen ziehen sie umher, wissend, mit Zeichen, unalternd, reich an Samen.
ṛtasya panthām anu tisra āgus trayo gharmāso anu retasāguḥ / prajām ekā jinvaty ūrjam ekā kṣatram ekā rakṣati devayūnām //
Drei sind dem Pfad der Ordnung (Ṛta) gefolgt; drei Gharmas sind dem Samen gefolgt; die eine belebt die Nachkommenschaft, die eine die Stärke, die eine schützt das Kṣatra der den Göttern Ergebenen.
Die vierte, die den Vierfach-Lobgesang (Catuṣṭoma) einsetzte, die Flügel des Opfers, die zu Ṛṣis wird: Gāyatrī, Triṣṭubh, Jagatī, Virāj – den Arka anschirrend, brachten sie dieses Licht [svar] herbei.
Mit fünfen ordnete Dhātṛ dies an; von ihnen brachten sie je fünf das Licht hervor; zu ihnen gehen je fünf durch Ansporn; in vielerlei Gestalten sich kleidend, die Kratus.
Am Sitz der Ordnung, als die erste aufleuchtete, trägt die eine die Größe der Wasser; die eine wandelt in den Werken der Sonne; die eine [hält] den Gharma, die eine hält Savitṛ zurück.
Dies für das Bessere haltend bin ich gekommen; ich bin euer, freundlich zur Freundschaft; ein gleich Geborener, der Kratu, ist einer; jeder soll allen, wissend, umherziehen.
bhūyāsma te sumatau viśvavedā āṣṭhāḥ pratiṣṭhām avido hi gādham / satyaṃ vadantīr mahimānam āpānyā vo anyām ati mā prayukta //
Möchten wir in deiner Huld sein, alles wissend; du hast Halt gewonnen, denn du fandest den tiefen Grund. Die Wahrheit sprechend, die Größe erlangend – verbindet mich nicht die eine von euch mit der anderen. [Anm.: Der Vers ist im Wortlaut unsicher.]
Die Leuchtende, ordnend, einmütig, im Osten wissend, ist Uṣas zum Gang aufgebrochen; die Brahman-Hasser und die Götterfeinde mit Dunkel überwältigend, die Allbegehrte, leuchtete sie auf.
pañca vyuṣṭīr anu pañca dohā gāṃ pañcanāmnīm ṛtavo 'nu pañca / pañca diśaḥ pañcadaśena kḷptāḥ samānamūrdhnīr abhi lokam ekam //
Fünf Aufleuchtungen, fünf Melkungen, die fünfnamige Kuh, die fünf Jahreszeiten; fünf Himmelsrichtungen, durch das Fünfzehnfache geordnet, mit gleichem Haupt, zu einer einzigen Welt hin.
Dreißig Schwestern gehen zum Kunstwerk, ein gemeinsames Zeichen anlegend; die weisen Dichter dehnen die Jahreszeiten, wissend; inmitten des Metrums gehen die Leuchtenden umher.
Die lichtvollen legen den Himmelsraum an; die göttliche Nacht [folgt] den Satzungen der Sonne; die Tiere schauen, wenn sie geboren werden, vielfarbig im Schoß dieser Mutter.
pṛṣṭo divi pṛṣṭo agniḥ pṛthivyāṃ pṛṣṭo viśvā oṣadhīr āviveśa / vaiśvānaraḥ sahasā pṛṣṭo agniḥ sa no divā sa riṣas pātu naktam //
Erfragt ist Agni im Himmel, erfragt auf der Erde, erfragt ist er in alle Pflanzen eingegangen; Vaiśvānara, mit Kraft erfragt, Agni – er soll uns bei Tag, er bei Nacht vor Schaden schützen.
agne dhāmāni tava jātavedo deva svadhāvo 'mṛtasya nāma / yāś ca māyā māyināṃ viśvaminva tve pūrvīḥ saṃdadhuḥ pṛṣṭabandho
Agni, deine Wesenheiten, Jātavedas, Gott, Selbstherrlicher, der Name des Unsterblichen, und die Zauberkräfte der Zauberkundigen, die viele dich alle ersinnend in dir niedergelegt haben, du Verbundener des Erfragten. [Anm.: Der Schluss ist unsicher.]
yavā ayavā ūmā evā abdaḥ sagaraḥ sumeko 'gne kahyāgne kiṃśilāgne dudhrāgne vanyāgne kakṣya yā tā iṣur yuvā nāma tayā vidhema tasyai te namas tasyās tā upa patsuto jīvā bhūyāsma te yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi tam asyā jambhe dadhmaḥ
Yavā, Ayavā, Ūmā, Evā, Abda, Sagara, Sumeka: Agni Kahyā, Agni Kiṃśilā, Agni Dudhrā, Agni Vanyā, Kakṣya; jener Pfeil, der „Yuvā“ heißt: mit ihm wollen wir dir dienen; ihm sei deine Verehrung; zu seinen Füßen [?] mögen wir lebend deine [Diener] sein; den wir hassen und der uns hasst, den legen wir in seinen Rachen. [Anm.: Die Namenreihe ist unklar; ungewiss, ob es Namen von Agni oder von Pfeilen sind.]
yo apsv antar agnir yo vṛtre yaḥ puruṣe yo aśmani / ya āviveśauṣadhīr yo vanaspatīṃs tebhyo agnibhyo hutam astv etat //
Der Agni, der im Wasser ist, der im Vṛtra, der im Menschen, der im Stein, der in die Pflanzen eingegangen ist, der in die Bäume – für diese Agnis sei dies geopfert.
yaḥ some antar yo goṣv antar vayāṃsi ya āviveśa yo mṛgeṣu / ya āviveśa dvipado yaś catuṣpadas tebhyo agnibhyo hutam astv etat //
Der im Soma ist, der in den Kühen, der in die Vögel eingegangen ist, der in die wilden Tiere, der in die Zweifüßer eingegangen ist und der in die Vierfüßer – für diese Agnis sei dies geopfert.
Durch den Indras Wagen zustande kam, der Vaiśvānara ist und Allgeber [?], der weise, der mächtige, der überlegene, der unbezwingbare – für diese Agnis sei dies geopfert.
Den Allesfresser Agni, den man Begierde nennt, den man Geber und Empfänger nennt, den ich in den Schlachten als den Bezwinger anrufe – für diese Agnis sei dies geopfert.
Für den, dessen Speise der Stier ist, dessen Speise die unfruchtbare Kuh ist, den auf dem Rücken des Soma [Wohnenden], den Ordner: mit Lobliedern wollen wir Agni dienen.
mā chandas tat pṛthivy agnir devatā tena chandasā tena brahmaṇā tayā devatayāṅgirasvad dhruvā sīda //
Das Maß ist das Metrum; das ist die Erde; Agni ist die Gottheit; mit diesem Metrum, mit diesem Brahman, mit dieser Gottheit setze dich fest, wie ein Aṅgiras.
pramā chandas tad antarikṣaṃ vāyur devatā pratimā chandas tad dyauḥ sūryo devatāsrīvīś chandas tad diśaḥ somo devatā gāyatrī chandas tad ajā bṛhaspatir devatā triṣṭup chandas tad dhiraṇyam indro devatā jagatī chandas tad gauḥ prajāpatir devatānuṣṭup chandas tad āyur mitro devatoṣṇik chandas tac cakṣuḥ pūṣā devatā virāṭ chandas tad aśvo varuṇo devatā bṛhatī chandas tat kṛṣiḥ parjanyo devatā paṅktiś chandas tat puruṣaḥ parameṣṭhī devatā tena chandasā tena brahmaṇā tayā devatayāṅgirasvad dhruvā sīda
Das Vor-Maß ist das Metrum; das ist der Luftraum; Vāyu ist die Gottheit. Das Gegen-Maß ist das Metrum; das ist der Himmel; Sūrya ist die Gottheit. Die Asrīvi ist das Metrum; das sind die Himmelsrichtungen; Soma ist die Gottheit. Die Gāyatrī ist das Metrum; das ist die Ziege; Bṛhaspati ist die Gottheit. Die Triṣṭubh ist das Metrum; das ist das Gold; Indra ist die Gottheit. Die Jagatī ist das Metrum; das ist die Kuh; Prajāpati ist die Gottheit. Die Anuṣṭubh ist das Metrum; das ist das Leben; Mitra ist die Gottheit. Die Uṣṇih ist das Metrum; das ist das Auge; Pūṣan ist die Gottheit. Die Virāj ist das Metrum; das ist das Ross; Varuṇa ist die Gottheit. Die Bṛhatī ist das Metrum; das ist der Ackerbau; Parjanya ist die Gottheit. Die Paṅkti ist das Metrum; das ist der Mensch; Parameṣṭhin ist die Gottheit. Mit diesem Metrum, mit diesem Brahman, mit dieser Gottheit setze dich fest, wie ein Aṅgiras.
Du bist die Erde; von Geburt an bist du die Unfruchtbare [Vaśā]; du hast Agni als Leibesfrucht empfangen; als solche vereinige dich mit mir. Du bist der Luftraum; von Geburt an bist du die Vaśā; du hast Vāyu als Leibesfrucht empfangen; als solche vereinige dich mit mir. Du bist der Himmel; von Geburt an bist du die Vaśā; du hast Āditya als Leibesfrucht empfangen; als solche vereinige dich mit mir. Du bist die Sternbilder; von Geburt an bist du die Vaśā; du hast den Mond als Leibesfrucht empfangen; als solche vereinige dich mit mir. Du bist die Ṛc; von Geburt an bist du die Vaśā; du hast das Sāman als Leibesfrucht empfangen; als solche vereinige dich mit mir. Du bist die Viś [das Volk]; von Geburt an bist du die Vaśā; du hast den König als Leibesfrucht empfangen; als solche vereinige dich mit mir. Du bist die Rede; von Geburt an bist du die Vaśā; du hast den Lebensatem (Prāṇa) als Leibesfrucht empfangen; als solche vereinige dich mit mir. Du bist das Wasser; von Geburt an bist du die Vaśā; du hast das Opfer als Leibesfrucht empfangen; als solche vereinige dich mit mir.
yā devy asīṣṭake kumāry upaśīvarī sā mopaśeṣva jāyeva sadam it patiṃ yā devy asīṣṭake prapharvy upaśīvarī sā mopaśeṣva jāyeva sadam it patiṃ yā devy asīṣṭake yuvatir upaśīvarī sā mopaśeṣva jāyeva sadam it patiṃ yā devy asīṣṭaka āyurdāḥ prāṇadā apānadā vyānadāś cakṣurdāḥ śrotradāḥ pṛthivyām antarikṣe divaḥ pṛṣṭha upaśīvarī sā mopaśeṣva jāyeva sadam it patiṃ yā devīḥ stheṣṭakāḥ suśevā upaśīvarīs tā mopaśedhvaṃ jāyā iva sadam it patim
Die du, göttlicher Backstein, ein Mädchen bist, die du daneben liegst: als solche lege dich zu mir wie eine Gattin immer zu ihrem Gatten. Die du, göttlicher Backstein, eine Heranreifende bist, die du daneben liegst: als solche lege dich zu mir wie eine Gattin immer zu ihrem Gatten. Die du, göttlicher Backstein, eine junge Frau bist, die du daneben liegst: als solche lege dich zu mir wie eine Gattin immer zu ihrem Gatten. Die du, göttlicher Backstein, Lebensgeberin, Einatemgeberin, Ausatemgeberin, Zwischenatemgeberin, Augengeberin, Ohrgeberin bist, die auf der Erde, im Luftraum, auf dem Rücken des Himmels daneben liegt: als solche lege dich zu mir wie eine Gattin immer zu ihrem Gatten. Ihr göttlichen Backsteine, ihr wohlgesinnten, die ihr daneben liegt: als solche legt euch zu mir wie Gattinnen immer zu ihrem Gatten.
Dich für den, der gleichen Alters ist; dich für den Altersstarken; dich für den mit aufwärts gerichtetem Alter; dich für den mit großem Alter; dich für den Überwältigenden; dich für den Bezwingenden; dich für den Unbezwingbaren; dich für den Kraftvollen; dich für den Angreifer; dich für den Überlegenen; dich für den, der die Feinde überwältigt; dich für den, der die Feinde erschlägt.
bhūyaskṛd asi varivaskṛd asi prācy asy ūrdhvāsy antarikṣam asy ojodāṃ tvaujasi sādayāmi payodāṃ tvā payasi sādayāmi tejodāṃ tvā tejasi sādayāmi yaśodāṃ tvā yaśasi sādayāmi varcodāṃ tvā varcasi sādayāmi pṛthivyās tvā draviṇe sādayāmy antarikṣasya tvā draviṇe sādayāmi divas tvā draviṇe sādayāmi diśāṃ tvā draviṇe sādayāmi draviṇodāṃ tvā draviṇe sādayāmy apsuṣad asi gṛdhrasad asi śyenasad asi suparṇasad asi nākasad asi
Du bist Mehrung Schaffende, du bist Weite Schaffende; du bist die östliche, du bist die aufwärts gerichtete, du bist der Luftraum. Dich, die Stärke (Ojas) Gebende, setze ich in die Stärke; dich, die Milch Gebende, setze ich in die Milch; dich, die Glut (Tejas) Gebende, setze ich in die Glut; dich, die Ruhm Gebende, setze ich in den Ruhm; dich, die Glanz Gebende, setze ich in den Glanz. Dich setze ich in den Besitz der Erde; dich setze ich in den Besitz des Luftraums; dich setze ich in den Besitz des Himmels; dich setze ich in den Besitz der Himmelsrichtungen; dich, die Besitz Gebende, setze ich in den Besitz. Du bist im Wasser sitzend, du bist im Geier sitzend, du bist im Falken sitzend, du bist im Vogel mit schönen Schwingen sitzend, du bist im Firmament sitzend.
Dich, die Lichtvolle, setze ich nieder; dich, die Licht Schaffende, setze ich nieder; dich, die Licht Kennende, setze ich nieder; dich, die Aufwärts-Licht Habende, setze ich nieder; dich, die Groß-Licht Habende, setze ich nieder; dich, die All-Licht Habende, setze ich nieder; dich, die Unversiegende, setze ich nieder; dich, die Strahlende, setze ich nieder; dich, die Leuchtende, setze ich nieder; dich, die Glänzende, setze ich nieder; dich, die Lodernde, setze ich nieder; dich, die Flackernde [malmalā-], setze ich nieder; dich, die Wache, setze ich nieder; dich, die Erweckende, setze ich nieder.
Das Sternbild Kṛttikā: Agni ist die Gottheit. Agni, ihr seid die Lichter des Prajāpati, des Soma, des Dhātṛ: dich für den Vers, dich für das Licht, dich für den Glanz, dich für die Helle; mit diesem Metrum, mit diesem Brahman, mit dieser Gottheit setze dich fest, wie ein Aṅgiras. Das Sternbild Rohiṇī: Prajāpati ist die Gottheit. Das Sternbild Invagā [Mṛgaśiras]: die Maruts sind die Gottheit. Das Sternbild Bāhu [Ārdrā]: Rudra ist die Gottheit. Das Sternbild Punarvasu: Aditi ist die Gottheit. Das Sternbild Tiṣya: Bṛhaspati ist die Gottheit. Das Sternbild Āśleṣā: die Schlangen sind die Gottheit. Das Sternbild Maghā: die Väter sind die Gottheit. Das Sternbild Phalgunī: Bhaga ist die Gottheit. Das Sternbild Phalgunī: Aryaman ist die Gottheit. Das Sternbild Hasta: Savitṛ ist die Gottheit. Das Sternbild Citrā: Tvaṣṭṛ ist die Gottheit. Das Sternbild Niṣṭyā [Svāti]: Vāyu ist die Gottheit. Das Sternbild Viśākhā: Indra und Agni sind die Gottheit. Das Sternbild Anurādhā: Mitra ist die Gottheit. Das Sternbild Jyeṣṭhā: Varuṇa ist die Gottheit. Das Sternbild Mūla: Nirṛti ist die Gottheit. Das Sternbild Āṣāḍhā: die Wasser sind die Gottheit. Das Sternbild Āṣāḍhā: die Allgötter sind die Gottheit. Das Sternbild Abhijit: Brahmā ist die Gottheit. Das Sternbild Śroṇā: Viṣṇu ist die Gottheit. Das Sternbild Śraviṣṭhā: die Vasus sind die Gottheit. Das Sternbild Śatabhiṣaj: Indra ist die Gottheit. Das Sternbild Proṣṭhapadā: Ahi Budhnya ist die Gottheit. Das Sternbild Proṣṭhapadā: Aja Ekapād ist die Gottheit. Das Sternbild Revatī: Pūṣan ist die Gottheit. Das Sternbild Aśvayujau: die beiden Aśvins sind die Gottheit. Das Sternbild Bharaṇī: Yama ist die Gottheit. Das Sternbild Brāhmaṇa: Soma ist die Gottheit. Agni, ihr seid die Lichter des Prajāpati, des Soma, des Dhātṛ: dich für den Vers, dich für das Licht, dich für den Glanz, dich für die Helle; mit diesem Metrum, mit diesem Brahman, mit dieser Gottheit setze dich fest, wie ein Aṅgiras. [Anm.: Die Ausgabe merkt zu „śatabhiṣaṃ“ die Lesart „śatabhiṣaj“ an; die Namensglossen in eckigen Klammern sind erklärende Zusätze.]
samīcī nāmāsi prācī dik tasyās te 'gnir adhipatir asito rakṣitā yaś ca te 'dhipatir yaś ca rakṣitā tābhyāṃ namo astu tau no mṛḍatāṃ te yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi tam enayor jambhe dadhma ojasyā nāmāsi dakṣiṇā dik tasyās tā indro 'dhipatis tiraścīnarājī rakṣitā yaś ca te 'dhipatir yaś ca rakṣitā tābhyāṃ namo astu tau no mṛḍatāṃ te yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi tam enayor jambhe dadhmaḥ prācī nāmāsi pratīcī dik tasyās te somo 'dhipatiḥ svajo rakṣitā yaś ca te 'dhipatir yaś ca rakṣitā tābhyāṃ namo astu tau no mṛḍatāṃ te yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi tam enayor jambhe dadhmaḥ suṣadā nāmāsy udīcī dik tasyās te varuṇo 'dhipatiḥ sṛdāgū rakṣitā yaś ca te 'dhipatir yaś ca rakṣitā tābhyāṃ namo astu tau no mṛḍatāṃ te yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi tam enayor jambhe dadhmo 'vasthā nāmāsy avācī dik tasyās te viṣṇur adhipatiḥ kalmāṣagrīvo rakṣitā yaś ca te 'dhipatir yaś ca rakṣitā tābhyāṃ namo astu tau no mṛḍatāṃ te yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi tam enayor jambhe dadhmo 'dhipatnī nāmāsy ūrdhvā dik tasyāste bṛhaspatir adhipatiś citro rakṣitā yaś ca te 'dhipatir yaś ca rakṣitā tābhyāṃ namo astu tau no mṛḍatāṃ te yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi tam enayor jambhe dadhmaḥ
Samīcī heißt du, die östliche Himmelsrichtung; ihr Herr ist Agni, ihr Hüter Asita; und der, der dein Herr ist, und der, der dein Hüter ist – ihnen beiden sei Verehrung; die beiden sollen uns gnädig sein; den, den wir hassen und der uns hasst, den legen wir in ihren beiden Rachen. Ojasyā heißt du, die südliche Himmelsrichtung; ihr Herr ist Indra, ihr Hüter Tiraścīnarājī; und der, der dein Herr ist, und der, der dein Hüter ist – ihnen beiden sei Verehrung; die beiden sollen uns gnädig sein; den, den wir hassen und der uns hasst, den legen wir in ihren beiden Rachen. Prācī heißt du, die westliche Himmelsrichtung; ihr Herr ist Soma, ihr Hüter Svaja; und der, der dein Herr ist, und der, der dein Hüter ist – ihnen beiden sei Verehrung; die beiden sollen uns gnädig sein; den, den wir hassen und der uns hasst, den legen wir in ihren beiden Rachen. Suṣadā heißt du, die nördliche Himmelsrichtung; ihr Herr ist Varuṇa, ihr Hüter Sṛdāgū; und der, der dein Herr ist, und der, der dein Hüter ist – ihnen beiden sei Verehrung; die beiden sollen uns gnädig sein; den, den wir hassen und der uns hasst, den legen wir in ihren beiden Rachen. Avasthā heißt du, die untere Himmelsrichtung; ihr Herr ist Viṣṇu, ihr Hüter Kalmāṣagrīva; und der, der dein Herr ist, und der, der dein Hüter ist – ihnen beiden sei Verehrung; die beiden sollen uns gnädig sein; den, den wir hassen und der uns hasst, den legen wir in ihren beiden Rachen. Adhipatnī heißt du, die obere Himmelsrichtung; ihr Herr ist Bṛhaspati, ihr Hüter Citra; und der, der dein Herr ist, und der, der dein Hüter ist – ihnen beiden sei Verehrung; die beiden sollen uns gnädig sein; den, den wir hassen und der uns hasst, den legen wir in ihren beiden Rachen.
Sich selbst einen gangbaren, wiederkehrlosen [Weg] bahnend, der scharfhornige, leuchtende Stier – den alten gemeinsamen Sitz erblickend, hat Agni den himmlischen Faden ausgespannt.
Du bist der Faden und die Brücke, Agni; du wirst zum Götterweg; mit dir, Agni, wollen wir den Rücken [des Himmels] besteigen, wo wir mit den Göttern zusammen jubeln.
Für den Menschen-Sohn [?], der Freigebigkeit übt, den oberen Pfad erblickend, haben die Maruts dieses Opfer gern angenommen, das Regen und Himmel bringt, das unsterblich ist und die Himmelswelt findet.
In der Mitte der Welt sich drehend, die Geschöpfe vielgestaltig machend und zeugend: das Jahr, der Parameṣṭhin, der die Satzungen Wahrende – es soll unser Opfer vor dem jenseitigen Raum schützen.
Nachkommenschaft soll uns das Parivatsara geben; Dhātṛ soll sie geben, wohlwollend; viele, zugleich, vielfach, allgestaltig, gleichen Gelübdes – sie sollen sich mir zugesellen.
Der Goldkeim entstand im Anfang; kaum geboren war er der einzige Herr der Wesen. Er hielt Erde und Himmel und diese [Welt]: Welchem Gott sollen wir mit Opfergabe dienen?
yaḥ prāṇato nimiṣataś ca rājā patir viśvasya jagato babhūva / īśe yo asya dvipadaś catuṣpadaḥ kasmai devāya haviṣā vidhema //
Der König über alles Atmende und Blinzelnde, der Herr der ganzen Welt wurde; der über die Zweifüßer und Vierfüßer gebietet: Welchem Gott sollen wir mit Opfergabe dienen?
Der Stärke (Ojas) gibt, Kraft gibt, dessen Gebot alle, dessen Gebot die Götter verehren; dessen Schatten die Unsterblichkeit, dessen [Schatten] der Tod ist: Welchem Gott sollen wir mit Opfergabe dienen?
Dessen sind diese Berge alle durch Größe, dessen, sagt man, ist das Meer samt der Rasā; dessen Gegenden und Zwischengegenden, die fünf göttlichen, sind: Welchem Gott sollen wir mit Opfergabe dienen?
Durch den der Himmel gewaltig ist und die Erde fest, durch den das Licht [svar] gestützt ist, durch den das Firmament; der den Luftraum weiter ausmaß: Welchem Gott sollen wir mit Opfergabe dienen?
ya ime dyāvāpṛthivī tastabhāne adhārayad rodasī rejamāne / yasminn adhi vitataḥ sūrā eti kasmai devāya haviṣā vidhema / āpo ha yan mahatīr viśvam āyan garbhaṃ dadhānā janayantīr agnim / tato devānāṃ niravartatāsuḥ kasmai devāya haviṣā vidhema //
Der diese beiden Welten, die gestützten, die bebenden, Himmel und Erde, hielt; über dem ausgespannt die Sonne aufgeht: Welchem Gott sollen wir mit Opfergabe dienen? Als die großen Wasser alles durchzogen, die Leibesfrucht tragend und Agni erzeugend, da entstand der Lebensgeist (Asu) der Götter: Welchem Gott sollen wir mit Opfergabe dienen?
Prajāpati soll uns Nachkommenschaft zeugen; Dhātṛ soll sie geben, wohlwollend; das Jahr, mit den Jahreszeiten einig, soll mir Gedeihen geben, der Herr des Gedeihens.