Quellen der Menschheit

Maitrāyaṇī-Saṃhitā · Kāṇḍa 2

Prapāṭhaka 4

Der vierte Prapāṭhaka des zweiten Kāṇḍa enthält im Wesentlichen die Sautrāmaṇī (Anuvāka 1–2: Mythos von Viśvarūpa Tvāṣṭra, dem Somaraub und dem Ursprung der Surā; Tieropfer und Opferkuchen für Aśvin, Sarasvatī, Indra usw.), die Traidhātavī-Iṣṭi (Anuvāka 3–5: Mythos von Vṛtra, Tvaṣṭṛ, Indra und Viṣṇu und der Dreiteilung des Tausend; Rezitationsverse, Dakṣiṇā, Ritualvarianten), eine Iṣṭi für einen, der Gedeihen wünscht (Anuvāka 6: Āgneya, Aindra, Bārhaspatya), und die Regenriten der Kārīrī-Iṣṭi mit Windspenden und Regenmantras (Anuvāka 7–8). Der Text ist stellenweise knapp und verderbt (etwa bei yugaśara, chambaṭkāra, tāntaṃ gachati); solche Stellen sind mit [?] oder [Anm.] markiert.

viśvarūpo vai tvāṣṭra āsīt triśīrṣāsurāṇāṃ svasrīyaḥ sa somam ekena śīrṣṇāpibat surām ekenānnam ekenāvayat sa indro 'manyatāyaṃ vāvedaṃ bhaviṣyatīti tena samalabhata tena yugaśaram apatat sa takṣāṇaṃ tiṣṭhantam abravīd ādhāvemāny asya śīrṣāṇi chinddhīti tasya takṣopaskandya paraśunā śīrṣāṇy achinat tasmāt takṣṇe śiro dhṛtaṃ tasmād asyānnam annādyaṃ tasya yat somapaṃ śirā āsīt sa kapiñjalo 'bhavad yat surāpaṃ sa kalaviṅko yenānnam āvayat sa tittiriḥ sa vai tvaṣṭā putre hate somam āharad ṛta indraṃ tam adhaḥ śataśale 'sunod atho āhuḥ sahasraśalā iti tasmin vā indra upahavam aichata tan nopāhvayata taṃ prāsahādāya nāḍyā nirapibat sa somapīthena vyārdhyata tasmāt somo nānupahūtena peyaḥ somapīthena ha vyardhuko bhavati yad ito 'mucyata tau siṃhā abhavatāṃ yad itas tau vyāghrau yad itas tau vṛkau yat prathamaṃ niraṣṭīvat tat kuvalam abhavad yad dvitīyaṃ tad badaraṃ yat tṛtīyaṃ tat karkandhur yad adhastāt sā surā taṃ vā etayāśvinā ayājayatāṃ sautrāmaṇyā sa yair eva tad indriyair vīryair vyārdhyata tāny asminn āptvādhattāṃ somenātipupuvānaṃ yājayed indriyeṇa vā eṣa vīryeṇa vyṛdhyate yaṃ somo 'tipavate yāvad evendriyaṃ vīryaṃ tad asminn āptvā dadhāti rājasūyenābhiṣiṣicānaṃ yājayed indriyeṇa vā eṣa vīryeṇa vyṛdhyate yo rājasūyenābhiṣiñcate yāvad evendriyaṃ vīryaṃ tad asminn āptvā dadhāti bhūtikāmaṃ yājayed indriyeṇa vā eṣa vīryeṇa vyṛdhyate yo 'laṃ bhūtyai san na bhavati yāvad evendriyaṃ vīryaṃ tad asminn āptvā dadhāti jyogāmayāvinaṃ yājayed indriyeṇa vā eṣa vīryeṇa vyṛdhyate yasya jyog āmayati yāvad evendriyaṃ vīryaṃ tad asminn āptvā dadhāti nānārtena yaṣṭavyam ity āhur ārtayajña iva hy eṣa tad āhur yaṣṭavyam eva sarvo hi puruṣā ārtaḥ sarvo bubhūṣati yad āśviny aśvinau hy abhiṣajyatāṃ yat sārasvatī vāg vai sarasvatī vācā hy abhiṣajyatāṃ yad aindrīndre hi tau tānīndriyāṇi vīryāṇy āptvādhattām

Viśvarūpa, der Sohn des Tvaṣṭṛ, war dreiköpfig und der Schwestersohn der Asuras. Er trank mit einem Kopf Soma, mit einem Surā (Branntwein), mit einem aß[?] er die Speise. Indra dachte: „Dieser wird wahrhaftig dies alles werden.“ Damit packte er ihn; damit ließ er einen Jochpflock (yugaśara) fallen [?]. Er sprach zum dastehenden Zimmermann (Takṣan): „Auf, schlag ihm diese Köpfe ab.“ Der Zimmermann sprang hinzu und schlug ihm mit der Axt die Köpfe ab. Deshalb ist dem Zimmermann ein Kopf zugeteilt; deshalb hat er Speise, Speisenverzehr-Fähigkeit. Der Kopf, der Soma trank, wurde zum Haselhuhn (kapiñjala); der, der Surā trank, zum Sperling (kalaviṅka); der, mit dem er die Speise verzehrte, zum Rebhuhn (tittiri). Als sein Sohn erschlagen war, holte Tvaṣṭṛ den Soma – ohne Indra (ṛta indram). Diesen presste er unten in einem Hundertpflock-Gefäß (śataśala) – andere sagen: in einem Tausendpflock-Gefäß. Bei ihm wünschte Indra eine Einladung; man lud ihn aber nicht ein. Er nahm ihn gewaltsam, nahm ihn an sich und trank ihn mit einem Rohr (nāḍī) aus. Er wurde vom Somatrunk ausgeschlossen (vyārdhyata, wörtl. „verfehlte“). Deshalb darf Soma nicht ohne Einladung getrunken werden; wer es tut, wird vom Somatrunk ausgeschlossen. Was von ihm ausgeschieden wurde: zwei Löwen wurden es; was von da: zwei Tiger; was von da: zwei Wölfe. Was er zuerst ausspie, wurde die Kuvala-Beere (Jujube), was zum zweiten Mal, die Badara-Beere, was zum dritten Mal, die Karkandhu-Beere; was unten (hinabging), das ist die Surā. Ihn ließen die beiden Aśvin mit dieser Sautrāmaṇī opfern. Mit welchen Sinneskräften und Manneskräften er verfehlt hatte, diese erreichten sie und legten sie in ihn. Man soll für einen opfern lassen, an dem der Soma vorbeigeflossen ist (somenātipupuvānam); der verfehlt Sinneskraft und Manneskraft, an dem der Soma vorbeiklärt; so viel Sinneskraft und Manneskraft, wie es gibt, erreicht er für ihn und legt sie in ihn. Man soll für einen opfern lassen, der mit dem Rājasūya geweiht (gesalbt) wurde; der verfehlt Sinneskraft und Manneskraft, der mit dem Rājasūya gesalbt wird; so viel Sinneskraft und Manneskraft, wie es gibt, erreicht er für ihn und legt sie in ihn. Man soll für einen opfern lassen, der Gedeihen wünscht; der verfehlt Sinneskraft und Manneskraft, der dem Gedeihen gewachsen ist und (doch) nicht gedeiht; so viel Sinneskraft und Manneskraft, wie es gibt, erreicht er für ihn und legt sie in ihn. Man soll für einen opfern lassen, der lange krank ist; der verfehlt Sinneskraft und Manneskraft, der lange krank ist; so viel Sinneskraft und Manneskraft, wie es gibt, erreicht er für ihn und legt sie in ihn. „Nicht soll ein nicht Bedrängter opfern“, sagen sie, „denn dies ist gleichsam ein Opfer des Bedrängten [Anm.: nānārtena = na anārtena].“ Dagegen sagen sie: Man soll opfern, denn jeder Mensch ist bedrängt, jeder will gedeihen. Dass (die Gaben) den Aśvin gelten: denn die beiden Aśvin heilten; dass sie Sarasvatī gelten: Sarasvatī ist die Rede, denn durch die Rede heilten die beiden; dass sie Indra gelten: denn in Indra (legten) die beiden diese Sinneskräfte und Manneskräfte, nachdem sie sie erreicht hatten.

sīsena klībāt kāryānṛtaṃ vai sīsam anṛtaṃ klībo 'nṛtaṃ surānṛtenaivānṛtād anṛtaṃ krīṇāti tad āhuḥ kāryā vaḍabā dakṣiṇeti sṛtvarīva hy eṣā sṛtvarī vaḍabāśvinaṃ prathamam ālabhante 'tha sārasvatīm athaindram evam eva vapābhiś caratīndra evaiṣu tad adhibhavaty aindraḥ punaḥ pracaratāṃ prathamo bhavatīndraṃ vā etat punar ālabhante sendriyatvāyaindrī vapānām uttamā bhavaty aindraḥ puroḍāśānāṃ prathamo vīryaṃ vā indro vīrya evainam abhisaṃdhattaḥ prasavāya sāvitro nirvaruṇatvāya vāruṇo madhyato hy eṣa varuṇagṛhītaḥ paścād vā eṣā sṛṣṭā pratīcīnaśīrṣṇī yad upariṣṭāt puroḍāśo bhavaty apihityā achidratvāya saha samavattaṃ bhavati saheḍām upahvayante saṃhityay atho iḍāyā avidohāya yad vai sautrāmaṇyāvyṛddhaṃ tad asyāḥ samṛddhaṃ yad anyadevatyāḥ puroḍāśā bhavanty anyadevatyāḥ paśavas tad asyā vyṛddhaṃ sat samṛddham ardhaṃ vai prajāpater ātmano dhairyam āsīd ardhaṃ mālvyaṃ yad dhairyaṃ tat purastād akuruta yan mālvyaṃ tat paścāt paryauhata yad dhairyaṃ somo vai sa tato brāhmaṇam asṛjata tasmād brāhmaṇaḥ sarva eva brahmābhi dhīro yan mālvyaṃ surā vai sā tato rājanyam asṛjata tasmāj jyāyāṃś ca kanīyāṃś ca snuṣā ca śvaśuraś ca surāṃ pītvā vilālapata āsate mālvyaṃ hi tat pāpmā vai mālvyaṃ tasmād brāhmaṇaḥ surāṃ na pibet pāpmanātmānaṃ net saṃsṛjā iti tad utaitad rāṣṭrīyāya brāhmaṇaṃ brūyāt tad ya evaṃ vidvānt surāṃ pibati na hainaṃ drūṇāty eṣā vai prajāpater vīryavatī tanūr vīryaṃ prajāpatir vīryam asmin dadhāti

Mit Blei ist sie von einem Impotenten zu beschaffen [Anm.: kārya, „zu tun/zu beschaffen“; die Surā ist gemeint]: Blei ist Unwahrheit, der Impotente ist Unwahrheit, die Surā ist Unwahrheit; durch Unwahrheit kauft er Unwahrheit von Unwahrheit. Da sagen sie: Als Dakṣiṇā soll eine Stute (vaḍabā) gegeben werden [?], denn diese ist gleichsam eine Läuferin (sṛtvarī), die Stute ist eine Läuferin. Den Aśvina (Tieropfer) bringen sie zuerst dar, dann den Sārasvatī, dann den Aindra. So verfährt er mit den Vapās (Netzstücken): Indra überwältigt darin diese (Gottheiten). Der Aindra ist wieder der erste für die, die weiter verfahren; den Indra bringen sie nämlich nochmals dar, um Sinneskraft zu haben. Die Aindrī unter den Vapās ist die letzte; der Aindra unter den Opferkuchen ist der erste. Indra ist Manneskraft; mit Manneskraft verbinden sie ihn. Der Sāvitra ist zur Antreibung (prasava), der Vāruṇa zur Freiheit von Varuṇa; denn in der Mitte ist dieser von Varuṇa ergriffen. Diese (Surā) ist hinten geschaffen, mit nach hinten gewandtem Kopf; dass oben ein Opferkuchen ist, dient der Bedeckung, dass sie keine Lücke hat. Das Samavatta (gemeinsam abgeschnittene Opferanteil) ist zusammen (vorhanden); sie rufen Iḍā zusammen an: zur Verbindung und damit Iḍā nicht ausgemolken wird (avidohāya). Was an der Sautrāmaṇī verfehlt ist, das wird ihr dadurch vollkommen: dass die Opferkuchen anderen Gottheiten gehören und die Opfertiere anderen Gottheiten, das ist an ihr verfehlt, und wird so vollkommen. Die Hälfte von Prajāpatis Selbst war das Standhafte (dhairya), die Hälfte das Mālvya. Das Standhafte machte er vorn, das Mālvya warf er hinten herum. Das Standhafte ist Soma; daraus schuf er den Brāhmaṇa; deshalb ist jeder Brāhmaṇa auf das Brahman hin standhaft [?]. Das Mālvya ist die Surā; daraus schuf er den Rājanya; deshalb klagen Älterer und Jüngerer, Schwiegertochter und Schwiegervater laut, nachdem sie Surā getrunken haben; sie sitzen (gleichsam) im Mālvya, denn das ist das Mālvya. Das Mālvya ist das Übel. Deshalb soll ein Brāhmaṇa keine Surā trinken, (denkend:) „ich möchte mich nicht mit dem Übel verbinden“. Dies soll man auch einem Rāṣṭrīya (einem Königsverwandten?) als Brāhmaṇa-Belehrung sagen [?]. Wer so wissend Surā trinkt, dem schadet sie nicht. Dies ist Prajāpatis kraftvoller Leib; Prajāpati ist Manneskraft; Manneskraft legt er in sich.

tato yaḥ somo 'tyaricyata tam agnā upaprāvartayat / svāhendraśatrur vardhasva //

Den Soma, der davon übrig blieb, ließ er in das Feuer rollen: „Svāhā! Indra-Feind (indraśatru), wachse!“

itīndrasyāhainaṃ śatrum acikīrṣad indram asya śatrum akarot tathā vāk svayam eva vyait sa yaṃ somaṃ prāvartayad yasmiṃś cāgnā upaprāvartayat tā agnīṣomau devate prāṇāpānā abhisamabhavatāṃ sa yāvad ūrdhvabāhuḥ parāvidhyat tāvati vyaramata yadi vā pravaṇaṃ tāvad āsīd yadi vāgner adhi tāvad āsīt sa vā iṣumātram evāhnā tiryaṅṅ avardhateṣumātram anvaṅṅ atho āhur ahorātre eveṣumātraṃ tiryaṅṅ avardhateṣumātram anvaṅṅ ity atho āhur ardhamāsam atho māsam atho saṃvatsaram iti sa vā imāḥ sarvāḥ snotyāḥ paryaśayat tasmād vā indro 'bibhet tasmād u tvaṣṭābibhet tasyendraḥ prattim aichat tam asmai prāyachat tasmai tvaṣṭā vajram asiñcat tapo vai sa vajra āsīt tam udyamaṃ nāśaknod atha vai tarhi viṣṇur anyā devatāsīt so 'bravīd viṣṇā ehīdam āhariṣyāvo yenāyam idam iti sa tredhātmānaṃ vinyadhattābhiparyāvartād abibhed asyāṃ tṛtīyam antarikṣe tṛtīyaṃ divi tṛtīyaṃ sa yad asyāṃ tṛtīyam āsīt tena vajram udayachad viṣṇvanuṣṭhitaḥ sa vajram udyataṃ dṛṣṭvābibhet so 'bravīd asti vā idaṃ tyasminn antar vīryaṃ tat te pradāsyāmi mā mā vadhīr iti tad vā asmai prāyachat tat pratyagṛhṇāt //

Mit „Indra-Feind“ wollte er ihn zum Feind Indras machen; er machte Indra zu dessen Feind. So verfehlte die Rede von selbst (die Absicht). Den Soma, den er hinrollte, und in welches Feuer er ihn hinrollte: diese beiden Gottheiten Agni und Soma wurden zu Ein- und Ausatem [?]. So weit er mit erhobenem Arm stieß, so weit hielt er ein. Sei es ein Abhang (pravaṇa), so weit war es; sei es oberhalb des Feuers, so weit war es [?]. Er wuchs am Tag einen Pfeilschuss weit quer und einen Pfeilschuss weit der Länge nach; andere sagen: Tag und Nacht wuchsen einen Pfeilschuss weit quer und einen Pfeilschuss weit der Länge nach; wieder andere: einen halben Monat, einen Monat, ein Jahr. Er lag um alle diese Fluten (snotyāḥ) herum [?]. Davor fürchtete sich Indra, davor fürchtete sich auch Tvaṣṭṛ. Indra suchte eine Gabe von ihm; die gab er ihm. Tvaṣṭṛ goss für ihn den Donnerkeil (vajra); der war Glut (tapas). Ihn konnte er nicht erheben. Damals war Viṣṇu eine andere Gottheit. Der (Indra) sprach: „Viṣṇu, komm, wir wollen dies holen, wodurch dieser (Vṛtra) dies (ist) [?].“ Da teilte sich der (Vṛtra) in drei Teile, aus Furcht vor der Wiederkehr [?]: ein Drittel auf dieser (Erde), ein Drittel im Luftraum, ein Drittel im Himmel. Mit dem Drittel, das auf dieser (Erde) war, hob er den Donnerkeil empor, von Viṣṇu unterstützt. Als er den erhobenen Donnerkeil sah, fürchtete er sich. Er sprach: „In diesem (mir) hier ist Manneskraft; die werde ich dir geben; erschlag mich nicht.“ Das gab er ihm, das nahm er an.

adhā mā // iti tad viṣṇave 'tiprāyachat tad viṣṇuḥ pratyagṛhṇāt //

„Dann (setze) mich …“ [Anm.: adhā mā, Mantraanfang; wohl „und dann setze mich [in dich?]“]. Das gab er an Viṣṇu darüber hinaus weiter; das nahm Viṣṇu an.

asmāsv indra indriyaṃ dadhātv asmān rāyo maghavānaḥ sacantām / asmākaṃ santv āśiṣaḥ //

Indra möge uns Sinneskraft verleihen; reiche Gabenspender (Maghavans) sollen uns begleiten; unsere Wünsche sollen sich erfüllen.

iti so 'ved asti vāvāsminn antar vīryam iti sa yad antarikṣe tṛtīyam āsīt tena vajram udayachad viṣṇvanuṣṭhitaḥ sa vajram udyataṃ dṛṣṭvābibhet so 'bravīd asti vā idaṃ tyasminn antar vīryaṃ tat te pradāsyāmi mā mā vadhīr iti tad vā asmai prāyachat tat pratyagṛhṇāt //

So – da erkannte er: „In diesem hier ist wahrhaftig Manneskraft.“ Mit dem Drittel, das im Luftraum war, hob er den Donnerkeil empor, von Viṣṇu unterstützt. Als er den erhobenen Donnerkeil sah, fürchtete er sich. Er sprach: „In diesem (mir) hier ist Manneskraft; die werde ich dir geben; erschlag mich nicht.“ Das gab er ihm, das nahm er an.

iti tad viṣṇave 'tiprāyachat tad viṣṇuḥ pratyagṛhṇāt //

So – das gab er an Viṣṇu darüber hinaus weiter; das nahm Viṣṇu an.

asmāsv indra indriyaṃ dadhātv asmān rāyo maghavānaḥ sacantām / asmākaṃ santv āśiṣaḥ //

Indra möge uns Sinneskraft verleihen; reiche Gabenspender sollen uns begleiten; unsere Wünsche sollen sich erfüllen.

iti so 'ved asti vāvāsminn antar vīryam iti sa yad divi tṛtīyam āsīt tena vajram udayachad viṣṇvanuṣṭhitaḥ sa vajram udyataṃ dṛṣṭvābibhet so 'bravīd asti vā idaṃ tyasminn antar vīryaṃ tat te pradāsyāmi mā mā vadhīḥ //

So – da erkannte er: „In diesem hier ist wahrhaftig Manneskraft.“ Mit dem Drittel, das im Himmel war, hob er den Donnerkeil empor, von Viṣṇu unterstützt. Als er den erhobenen Donnerkeil sah, fürchtete er sich. Er sprach: „In diesem (mir) hier ist Manneskraft; die werde ich dir geben; erschlag mich nicht.“

saṃdhāṃ nu saṃdadhāvahai yathā tvām eva praviśānīti so 'bravīd yan māṃ praviśeḥ kiṃ me tataḥ syād iti so 'bravīt tvām evendhīya tava bhogāya tvāṃ praviśeyam iti tad vā asmai prāyachat tat pratyagṛhṇāt //

„Wir wollen ein Abkommen miteinander schließen, dass ich in dich eingehe.“ Er sprach: „Wenn du in mich eingehst, was hätte ich davon?“ Da sagte er: „Dich eben werde ich entzünden; zu deinem Genuss will ich in dich eingehen.“ Das gab er ihm, das nahm er an.

trir mādhāḥ // iti tad vāva traidhātavyā sahasraṃ vā asmai tat prāyachad ṛcaḥ sāmāni yajūṃṣi yad vā idaṃ kiṃ ca tat traidhātavyā tad āpnoti paśūn eva

Dreimal setze mich [?] (trir mā dhāḥ). – Das ist eben die Traidhātavī. Tausend gab er ihm damit: Ṛc-Verse, Sāmans, Yajus-Sprüche, was es überhaupt hier gibt; das erreicht er durch die Traidhātavī, und zwar Vieh.

udaraṃ vai vṛtraḥ pāpmā kṣud bhrātṛvyaḥ puruṣasya yat tapa upaiti pāpmānaṃ vā etat stṛṇute bhrātṛvyaṃ kṣudham eva tasmin vā avadetāṃ seyam asyā adhy ūrdhvā vāg avadat //

Der Bauch ist Vṛtra, das Übel, der Hunger der Nebenbuhler des Menschen. Wenn einer Glut (tapas) auf sich nimmt (fastet), streut er das Übel, den Nebenbuhler, den Hunger nieder. Über ihn sprachen die beiden [?]; diese Rede sprach oben darüber [?].

ubhā jigyathur na parājayethe na parājigye kataraścanainoḥ / indraś ca viṣṇo yad apaspṛdhethāṃ tredhā sahasraṃ vi tad airayethām //

Beide habt ihr gesiegt; keiner von euch beiden ist besiegt worden, noch unterlegen. Indra und Viṣṇu, als ihr beide stritt, habt ihr das Tausend in drei Teile verteilt.

iti satyam āhety abravīd dve eva tṛtīye āhartur ekaṃ pratigrahītur iti tau vai tatraivātiṣṭhetāṃ tasmād aindrāvaiṣṇavaṃ trirātrasya vā upepsāyai traidhātavyāhriyate yāvad vai trirātreṇopāpnoti tāvat traidhātavyayāvarunddhe tasmād āhuḥ sahasradakṣiṇety uṣṇihākakubhā anvāha gāyatrī vā uṣṇihātha yāny etāni catvāry akṣarāṇy ṛcy adhi catuṣpādo vā ete paśavo yathā vā idaṃ puroḍāśe puroḍāśo 'dhy evaṃ vā etad yad ṛcy adhy akṣarāṇi prāṇo vai gāyatrī prāṇena paśavo yatā yad uṣṇihākakubhā anvāha paśūnāṃ yatyai //

So – er sprach die Wahrheit, sagte er: Zwei Drittel sind für den Überbringer, eines für den Empfänger. Die beiden blieben eben dort stehen. Deshalb (folgt) das Aindrāvaiṣṇava; zur Erlangung des Trirātra wird die Traidhātavī dargebracht: so viel man durch das Trirātra erreicht, so viel erlangt man durch die Traidhātavī für sich. Deshalb sagen sie: „Mit tausend als Dakṣiṇā.“ Er rezitiert nach (den Versen) einen Uṣṇih und einen Kakubh. Die Gāyatrī ist die Uṣṇih, und zwar mit jenen vier Silben, die in dem Vers darüber sind. Diese Tiere sind vierfüßig: wie hier über dem Opferkuchen (noch) ein Opferkuchen ist, so ist es, dass darüber Silben in dem Vers sind. Der Atem ist die Gāyatrī; durch den Atem sind die Tiere geregelt [?] (yatā). Dass er Uṣṇih und Kakubh nachrezitiert, ist zur Zügelung [?] der Tiere (paśūnāṃ yatyai).

agne trī te vājinā trī ṣadhasthā tisras te jihvā ṛtajāta pūrvīḥ / tisra u te tanvo devavātās tābhir naḥ pāhi giro aprayuchan //

Agni, drei sind deine Kräfte (Rosse) [?], drei deine Sitze, drei deine Zungen, du Ṛta-Geborener, altehrwürdige; und drei deine Leiber, von den Göttern geliebte; mit diesen schütze unsere Lieder, ohne (sie) zu vernachlässigen.

iti paridadhāti vīratāyay atho rūpatāyā eva yaj jagatyā paridadhyād antaṃ gached atha yat triṣṭubhā paridadhāti tāntaṃ gachaty ojo vai vīryaṃ triṣṭub ojasy eva vīrye pratitiṣṭhati

Mit diesem (Vers) schließt er ab, um Männlichkeit (vīratā) und um Gestalt. Würde er mit einer Jagatī abschließen, würde er zum Ende kommen; nun schließt er mit einer Triṣṭubh ab: so kommt er nicht zum Ende [Anm.: tāntaṃ gachati, Lesung unsicher; dem Gegensatz nach etwa „na antaṃ“]. Die Triṣṭubh ist Stärke, Manneskraft; in der Stärke, in der Manneskraft steht er fest.

sarvābhyo devatābhyo yajña āhṛtyā ity āhuḥ sarvo vā eṣa yajñaḥ sarvābhyo hi devatābhyo yajña āhriyate sarvāṇi chandāṃsy anvāha sarvāṇi hi chandāṃsi yajñe prayujyante 'bhicarann āharet sarvo vā eṣa yajñaḥ sarveṇaivainaṃ yajñenābhicaraty adakṣiṇas tu syās tat svin menim akar menir hy adakṣiṇo 'tha yo yakṣya ity uktvā na yajeta tam etena yājayet sarvo vā eṣa yajñaḥ sarveṇaivāsmai yajñena prāyaścittiṃ vindaty uttarauttaraḥ puroḍāśo jyāyān bhavaty uttarauttaro hi loko jyāyān yathā vā iyam evam asav atha vā antarikṣaṃ nāsyā rūpaṃ nāmuṣyās tasmād yavamayo madhyato 'tho evam iva hy antarikṣasya rūpaṃ dvādaśakapālo bhavati yad vai tristris tat traidhātavyāyāḥ samṛddhaṃ sarveṣām atighātam avadyaty achambaṭkārāya yāvatā hi na prāpnuyāt tāvatā chambaṭkuryād etad vai tad yad āhuś chambaṇ ṇāsā iti vāsa iva vai yajña ūyate yat tārpyāṇi viṣīvyanti yajuṣāṃ tad rūpaṃ yad dhenavo dīyanta ukthāmadānāṃ tad yad dhiraṇyaṃ dīyate candraṃ gīyatā iti vai sāmāhuḥ sāmnāṃ tad rūpam etena vai sṛñjayā ayajanta te śriyo 'ntam agachaṃs tasmān nātibahu yaṣṭavyam īśvaro hi parāṅ atipattor yo vā etena yajate vi sa chinatti putro yājayitavyo 'nusaṃtatyai

Sie sagen: „Von allen Göttern ist das Opfer herzuholen.“ Dieses Opfer ist das ganze; denn von allen Göttern wird das Opfer herbeigeholt. Er rezitiert nach in allen Metren, denn alle Metren werden im Opfer verwendet. Man kann es als Schadenszauber (abhicāra) herbeiholen; dies ist das ganze Opfer; mit dem ganzen Opfer verzaubert er ihn. Wenn er aber ohne Dakṣiṇā sein sollte, dann hat er ja eine Menī (Waffe/Vergeltung [?]) gemacht, denn ein ohne Dakṣiṇā (Opfernder) ist eine Menī. Wer, nachdem er gesagt hat „ich werde opfern“, nicht opfert, für den soll man mit diesem opfern; dies ist das ganze Opfer; mit dem ganzen Opfer findet er für ihn Sühne. Jeder folgende Opferkuchen ist größer, denn jede folgende Welt ist größer. Wie diese (Erde), so jene (Himmelswelt); der Luftraum hat weder die Gestalt dieser noch jener; deshalb ist der mittlere aus Gerste; so ist es auch gleichsam die Gestalt des Luftraums. Er ist auf zwölf Schalen. Da, was dreimal drei ist, das ist für die Traidhātavī vollkommen. Von allen schneidet er einen Überschuss (atighāta) ab [?], um „chambaṭkāra“ zu vermeiden [Anm.: unklar, etwa „damit es nicht zu knapp/klappernd wird“]. Denn so weit er nicht reichen würde, so weit würde er „chambaṭ“ machen [?]; das ist es, was sie sagen: „chambaṇ ṇāsā“ [?]. Gleichsam wie ein Gewand wird das Opfer gewebt, wenn sie die Tārpya-Gewänder nähen; das ist die Gestalt der Yajus. Dass Kühe gegeben werden, das ist die Gestalt der Ukthāmadas. Dass Gold gegeben wird: „Candram gīyatām“ („Gold möge besungen werden“) sagen sie als Sāman; das ist die Gestalt der Sāmans. Mit diesem opferten die Sṛñjayas; sie gelangten ans Ende des Glücks (śrī). Deshalb soll man nicht zu viel damit opfern; denn er vermag (dann) fortzugehen, vorbeizugleiten [?]. Wer mit diesem opfert, schneidet sich (von seinem Glück) ab. Der Sohn soll (damit) opfern lassen, zur Fortsetzung (der Nachkommenschaft).

āgneyam aṣṭākapālaṃ nirvaped aindram ekādaśakapālaṃ bārhaspatyaṃ caruṃ bhūtikāmaṃ yājayed indro vai śithira ivāmanyata so 'gniṃ ca bṛhaspatiṃ cābravīd yājayataṃ meti taṃ vā etayāgniś ca bṛhaspatiś cāyājayatāṃ tasmiṃs tejo 'gnir adadhād indriyam indro brahma bṛhaspatis tatā indro 'bhavad yo bhūtikāmaḥ syāt tam etayā yājayet teja evāsminn agnir dadhātīndriyam indro brahma bṛhaspatir bhavaty eva yad asmiṃś trīṇi vīryāṇy adhattāṃ tasmāt tridhātur aindra itarā abhisaṃśleṣayanti sendriyatvāya

Man soll einen Opferkuchen für Agni auf acht Schalen, einen für Indra auf elf Schalen und einen Bārhaspatya-Caru (Breitopfer für Bṛhaspati) darbringen; man soll ihn für einen opfern lassen, der Gedeihen wünscht. Indra hielt sich für gleichsam schlaff. Er sprach zu Agni und Bṛhaspati: „Lasst mich opfern.“ Ihn ließen Agni und Bṛhaspati damit opfern. In ihn legte Agni Glut, Indra Sinneskraft, Bṛhaspati Brahman. Dadurch wurde Indra (der Indra). Wer Gedeihen wünscht, für den soll man damit opfern; Agni legt Glut in ihn, Indra Sinneskraft, Bṛhaspati Brahman; er gedeiht gewiss. Weil sie drei Manneskräfte in ihn legten, deshalb ist der Aindra dreiteilig (tridhātu); die anderen fügen sie daran an, damit er Sinneskraft habe.

purovāta jinva rāvaṭ svāhā vātavān varṣan bhīma rāvaṭ svāhā stanayan varṣann ugra rāvāṭ svāhātirātraṃ vavarṣvān pūrta rāvaṭ svāhā bahu ha vā ayam avarṣīd iti śruta rāvaṭ svāhā tapati varṣan virāḍ rāvaṭ svāhā 'vasphūrjan vidyud varṣaṃs tveṣa rāvaṭ svāhā naśany avasphūrjan varṣan bhūta rāvaṭ svāhā //

Ostwind, belebe! Rāvaṭ, svāhā! Windbegabter, regnend, Furchtbarer! Rāvaṭ, svāhā! Donnernd, regnend, Gewaltiger! Rāvāṭ, svāhā! Der du die ganze Nacht geregnet hast, Erfüllter! Rāvaṭ, svāhā! „Viel hat dieser geregnet“, Berühmter! Rāvaṭ, svāhā! Glühend, regnend, Herrscher (Virāj)! Rāvaṭ, svāhā! Losdonnernd, Blitz, regnend, Ungestümer! Rāvaṭ, svāhā! Blitzstrahl, losdonnernd, regnend, Gewordener (bhūta)! Rāvaṭ, svāhā!

māndā vaśā jyotiṣmatīr amasvarīḥ śundho ajrā undatīḥ suphenāḥ / mitrabhṛtaḥ kṣatrabhṛtaḥ surāṣṭrā iha no 'vata //

Ihr erfreuenden, willigen, lichtvollen, Amasvarī-Wasser [?], reinen [?], treibenden [?], netzenden, schönschäumenden, Mitra-tragenden, Kṣatra-tragenden, gut Herrschaft (Surāṣṭrā) (bringenden): helft uns hier.

vṛṣṇo aśvasya saṃdānam asi vṛṣṭyai tvopanahyāmi //

Du bist das Band des Stiers, des Rosses; für den Regen binde ich dich an.

devā vasavyā agne soma sūryāpo dattodadhiṃ bhinta / divaḥ parjanyād antarikṣāt pṛthivyās tato no vṛṣṭyāvata //

Ihr Götter, Reichtum Spendende, Agni, Soma, Sūrya, ihr Wasser: gebt, öffnet den Ozean; vom Himmel, von Parjanya, aus dem Luftraum, von der Erde – von dort aus helft uns mit Regen.

devāḥ śarmaṇyā mitra varuṇāryamann apo dattodadhiṃ bhinta / divaḥ parjanyād antarikṣāt pṛthivyās tato no vṛṣṭyāvata //

Ihr Götter, Schutz Gewährende, Mitra, Varuṇa, Aryaman, ihr Wasser: gebt, öffnet den Ozean; vom Himmel, von Parjanya, aus dem Luftraum, von der Erde – von dort aus helft uns mit Regen.

devāḥ sapītayo 'pāṃ napān narāśaṃsāpo dattodadhiṃ bhinta / divaḥ parjanyād antarikṣāt pṛthivyās tato no vṛṣṭyāvata //

Ihr Götter, Mittrinkende, Apām Napāt, Narāśaṃsa, ihr Wasser: gebt, öffnet den Ozean; vom Himmel, von Parjanya, aus dem Luftraum, von der Erde – von dort aus helft uns mit Regen.

divā cit tamaḥ kṛṇvanti parjanyenodavāhena / yat pṛthivīṃ vyundanti //

Auch bei Tag machen sie Finsternis mit Parjanya, dem Wasserführer, wenn sie die Erde benetzen.

āyan naraḥ sudānavo dadāśuṣe divaḥ kośam acucyavuḥ / pra parjanyaḥ sṛjatāṃ rodasī anu dhanvanā yantu vṛṣṭayaḥ //

Gekommen sind die Männer, die guten Geber; dem Opfernden haben sie den Schatz des Himmels ausgegossen. Parjanya soll (sie) entsenden, den beiden Welten entlang; über die Trockenheit hin sollen die Regen ziehen.

udīrayatā marutaḥ samudrato divo vṛṣṭiṃ varṣayatā purīṣiṇaḥ / na vo dasrā upadasyanti dhenavaḥ śubhe kam anu rathā avṛtsata //

Treibt (sie) hervor, ihr Maruts, aus dem Meer, lasst den Regen des Himmels regnen, ihr wasserreichen [?]. Nicht versiegen euch, ihr Wunderbaren, die Milchkühe; zum Glanz sind die Wagen dahingerollt.

sṛjā vṛṣṭiṃ diva ādbhiḥ samudraṃ pṛṇa ye devā divibhāgāḥ stha ye antarikṣabhāgā ye pṛthivībhāgās ta idaṃ kṣetram āviśata ta idaṃ kṣetram anuviviśata

Entlasse Regen vom Himmel mit den Wassern, fülle das Meer. Ihr Götter, die ihr Himmels-Anteil habt, die ihr Luftraum-Anteil habt, die ihr Erd-Anteil habt: kommt in dieses Feld, geht in dieses Feld ein.

vṛṣṭir vai devebhyo 'nnādyam apākrāmat tata idaṃ sarvam aśuṣyat te devāḥ prajāpatim evopādhāvaṃs tān vā etayā prajāpatir ayājayat kārīryā tebhyo vṛṣṭim annādyam avārunddha yatra parjanyo na varṣet tad etayā jyeṣṭhaṃ vā purohitaṃ vā yājayed vṛṣṭir vā etebhyo 'nnādyam apakrāmati yatra parjanyo na varṣati yat kārīryā yājayanti vṛṣṭyā annādyasyāvaruddhyay aṣṭau vātahomā aṣṭau diśā iti digbhya evaitair vṛṣṭim āvartayanti māndā vaśā jyotiṣmatīr amasvarīr ity etāni vā apāṃ nāmadheyāni yathā vā idaṃ nāmagrāham asā asā iti hvayaty evaṃ vā etad apo nāmadheyaiś cyāvayati vṛṣṇo aśvasya saṃdānam asīti vṛṣā hy aśvo vṛṣā parjanyaḥ samṛddhyai vṛṣṭyai tvopanahyāmīti vṛṣṭyai hy upanahyati devā vasavyā agne soma sūryeti devatābhir evānvahaṃ vṛṣṭim achaiti yadi na varṣet tatraiva vaseyur ahorātrābhyām eva vṛṣṭiṃ cyāvayanti karīrāṇi bhavanti vṛṣṭyā annādyasyāvaruddhyai madhūdyutāni bhavanty apāṃ vā eṣa oṣadhīnāṃ raso 'pām evainā oṣadhīnāṃ rasenāchaiti rasenaināś cyāvayaty agnaye dhāmachade 'ṣṭākapālaṃ nirvapen mārutaṃ saptakapālaṃ sauryam ekakapālaṃ vṛṣṭikāmaṃ yājayed agnir vā ito vṛṣṭim īṭṭe maruto 'mutaś cyāvayanti tāṃ sūryo raśmibhir varṣaty ete vai vṛṣṭyāḥ pradātāras tān eva bhāgadheyenopāsarat te 'smai vṛṣṭiṃ prayachanti sṛjā vṛṣṭiṃ diva ādbhiḥ samudraṃ pṛṇetīmāś caivāmūś ca samasrāḍ ābhir amūr achaiti ye devā divibhāgāḥ stha ye antarikṣabhāgā ye pṛthivībhāgās ta idaṃ kṣetram āviśata ta idaṃ kṣeram anuviviśatetīmān eva lokān vṛṣṭyai saṃmṛśati

Der Regen ging mit dem Speisenverzehr von den Göttern fort; da trocknete dies alles aus. Diese Götter liefen zu Prajāpati. Ihnen ließ Prajāpati mit dieser Kārīrī (Iṣṭi) opfern; damit erlangte er ihnen Regen und Speisenverzehr für sich. Wo Parjanya nicht regnet, soll man damit für den Ältesten (des Geschlechts) oder den Hauspriester (Purohita) opfern; denn von diesen geht der Regen als Speisenverzehr fort, wo Parjanya nicht regnet. Dass sie mit der Kārīrī opfern lassen, ist zur Erlangung von Regen und Speisenverzehr. „Acht Windspenden, acht Himmelsrichtungen“: so lassen sie mit diesen den Regen aus den Himmelsrichtungen zurückkehren. „Erfreuende, willige, lichtvolle, Amasvarī-Wasser“: das sind Namen der Wasser; wie man hier durch Namennennung „du da, du da“ ruft, so lässt er auf diese Weise die Wasser durch ihre Namen sich in Bewegung setzen. „Du bist das Band des Stiers, des Rosses“: denn das Ross ist ein Stier, Parjanya ist ein Stier; zum Gelingen. „Für den Regen binde ich dich an“: denn für den Regen bindet er an. Mit „Ihr Götter, Reichtum Spendende, Agni, Soma, Sūrya“ geht er Tag für Tag durch die Gottheiten dem Regen entgegen. Wenn es nicht regnet, sollen sie eben dort verweilen; durch Tag und Nacht lassen sie den Regen in Bewegung kommen. Karīra-Früchte sind da, zur Erlangung von Regen und Speisenverzehr; mit Honig übergossene [?] sind da: dies ist der Saft der Wasser und Pflanzen; mit dem Saft der Wasser und Pflanzen geht er auf sie zu; mit dem Saft lässt er sie in Bewegung kommen. Man soll dem Agni Dhāmacchad einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen, dem Mārut einen auf sieben Schalen, dem Saurya einen auf einer Schale, für einen, der Regen wünscht, opfern lassen. Agni erbittet von hier den Regen; die Maruts lassen ihn von dort her in Bewegung kommen; Sūrya lässt ihn mit seinen Strahlen regnen. Diese sind die Geber des Regens; ihnen nähert er sich mit ihrem Anteil; sie geben ihm Regen. „Entlasse Regen vom Himmel mit den Wassern, fülle das Meer“: diese und jene ließ er zusammenfließen; mit diesen geht er zu jenen. „Ihr Götter, die ihr Himmels-Anteil habt, die ihr Luftraum-Anteil habt, die ihr Erd-Anteil habt: kommt in dieses Feld, geht in dieses Feld ein“: so berührt er diese Welten für den Regen.