Der Prapāṭhaka behandelt das Agnihotra, das tägliche Morgen- und Abendopfer (Milchopfer) des Feuergründers (Āhitāgni), mit Ursprungsmythos (Prajāpati schafft aus den dreizehn Spenden Menschen, Tiere, Getreide und Jahreszeiten), Anweisungen zur Handhabung (Melken, Aufschöpfen, Besprengen, Schweigen, Sprüche) und einer langen Reihe von Sühnehandlungen für Störfälle (verschüttete Milch, erloschenes Feuer, zu spät aufgehende Sonne). Der Text ist stark brāhmaṇa-artig, mit vielen Diskussionen der Brahmavādins („Soll man opfern oder nicht?“) und etymologischen Deutungen; einige Stellen (Rudra-Leiber, Handfläche als Feuerstätte, Zeitangaben) sind sprachlich dunkel. Der Schluss (1,8.10) ist eine Litanei von Gottheiten, die den einzelnen Phasen des Milchopfers zugeordnet werden.
prajāpatiḥ prajā asṛjata sa vā agnim evāgre mūrdhato 'sṛjata sa yato 'gnim asṛjata tat paryamārṭ tato lohitam avāharat tan nyamārṭ tata udumbaraḥ samabhavat tasmād udumbaraḥ prājāpatyas tasmāl lohitaṃ phalaṃ pacyate so 'smāt sṛṣṭaḥ parāṅ aid bhāgadheyam ichamānaḥ sa tad eva nāvindat prajāpatir yad ahoṣyat sa svaṃ cakṣur ādāyājuhot // agnir jyotir jyotir agniḥ svāhā // iti tad vā adaś cakṣur manyante yad asā ādityo 'muṃ vā etad asmin juhvato manyante satyaṃ vai cakṣuḥ satyenāgnihotraṃ juhoti ya evaṃ vidvān juhoti bhaviṣṇuḥ satyaṃ bhavati ya evaṃ veda kasmai kam agnihotraṃ hūyatā iti brahmavādino vadanty agnaye vā etad dhṛtyai guptyai hūyate yat sāyaṃ juhoti rātryai tena dādhāra yat prātar ahne tenāgnau sarvān yajñānt saṃsthāpayanty atha kasmād etad evāgnihotram ucyatā iti brahmavādino vadanti hotrā vai devebhyo 'pākrāmann agnihotre bhāgadheyam ichamānā yat // agnihotram // ity āha tena hotrā ābhajati tenainā bhāginīḥ karoty eṣā vā agre 'gnā āhutir ahūyata tad agnihotrasyāgnihotratvaṃ so 'smāt sṛṣṭaḥ parāṅ aid bhāgadheyam ichamānaḥ sa tad eva nāvindat prajāpatir yad ahoṣyat taṃ svā vāg abhyavadad juhudhīti sa ita evonmṛjyājuhot // svāhā // iti svā hy enaṃ vāg abhyavadat tat svāhākārasya janma tasmād agnihotre svāhākāras tasmāl lalāṭe ca pāṇau ca loma nāsty ato hi sa tad ādāyājuhot tasmād yasya dakṣiṇataḥ keśā unmṛṣṭās tam āhur jyeṣṭhalakṣmīti prajāpatir hy etad agre jyeṣṭha udamṛṣṭānena saṃmitā sruk kāryānena vā agre 'gnā āhutir ahūyata tasyā āhutyāḥ puruṣo 'sṛjyata dvitīyām ajuhot tato 'śvo 'sṛjyata tasmād aśva ubhayādann anantarhito hi puruṣād asṛjyata tasmād enaṃ pratyañcaṃ tiṣṭhantaṃ manyante 'śvo nū puruṣā iti tṛtīyām ajuhot tato gaur asṛjyata caturthīm ajuhot tato 'vir asṛjyata pañcamīm ajuhot tato 'jāsṛjyata ṣaṣṭhīm ajuhot tato yavo 'sṛjyata saptamīm ajuhot tato vrīhir asṛjyataite sapta grāmyāḥ paśavo 'sṛjyanta tān evāvarunddhe ya evaṃ vidvān agnihotraṃ juhoti
Prajāpati (der „Herr der Geschöpfe“) schuf die Geschöpfe. Er schuf zuerst Agni aus dem Haupt. Von der Stelle, wo er Agni geschaffen hatte, wischte er ringsum ab; daraus holte er das Rote hervor, das wischte er ab; daraus entstand der Udumbara (die Feigenbaumart Ficus glomerata). Deshalb gehört der Udumbara Prajāpati, deshalb reift seine Frucht rot. Dieser (Agni), von ihm geschaffen, ging abgewandt fort, einen Anteil begehrend. Prajāpati fand eben diesen (Agni) nicht. Als er (das Agnihotra, das Feueropfer) opfern wollte, nahm er sein eigenes Auge und opferte: „Agni ist Licht, Licht ist Agni, svāhā!“ Nun halten sie dies für das Auge, was dort die Sonne ist; jene halten sie dafür, wenn sie in diesen (Agni) opfern. Wahrheit ist das Auge; mit Wahrheit opfert er das Agnihotra, wer so wissend opfert; er wird ein Gedeihender und wird Wahrheit. „Für wen, für welchen wird das Agnihotra geopfert?“ sagen die Brahmavādins (die Sprecher über das Brahman, die Opfertheologen). „Für Agni wird es geopfert, zum Halt, zum Schutz: dass er abends opfert, damit hielt er die Nacht; dass er morgens (opfert), (hielt er) damit den Tag; im Feuer bringen sie alle Opfer zum Abschluss. Warum nun wird dies eben Agnihotra genannt?“ sagen die Brahmavādins. „Die Hotrās (Spenden, Anrufungen) gingen von den Göttern fort, im Agnihotra einen Anteil begehrend. Dass er sagt „agnihotram“, damit gewinnt er die Hotrās für sich, macht sie damit zu Anteilhabenden. Diese Spende wurde zuerst in Agni geopfert; das ist das Agnihotra-Sein des Agnihotra.“ Dieser (Agni), von ihm geschaffen, ging abgewandt fort, einen Anteil begehrend. Prajāpati fand eben diesen nicht. Als er opfern wollte, sprach ihn seine eigene (sva) Rede an: „Opfere!“ Da wischte er von hier aus ab und opferte: „svāhā!“ Denn die eigene Rede sprach (āha) ihn an; das ist die Geburt des svāhā-Rufes; deshalb (gibt es) im Agnihotra den svāhā-Ruf. Deshalb wächst an der Stirn und an der Handfläche kein Haar; denn von dort nahm er es und opferte. Deshalb sagt man von dem, dessen Haare rechts weggewischt sind, er trage das Zeichen des Ältesten (jyeṣṭhalakṣmī); denn Prajāpati wischte damals als Ältester ab. Diesem gleichgemessen ist der Löffel (sruc) zu machen. Mit diesem wurde zuerst in Agni die Spende geopfert. Aus dieser Spende wurde der Mensch geschaffen. Er opferte die zweite: daraus wurde das Pferd geschaffen. Deshalb hat das Pferd Zähne in beiden Kiefern, weil es unmittelbar nach dem Menschen geschaffen wurde. Deshalb meint man von ihm, wenn es zugewandt dasteht: „Ein Pferd doch, ihr Menschen!“ [?] Er opferte die dritte: daraus wurde das Rind geschaffen. Er opferte die vierte: daraus wurde das Schaf geschaffen. Er opferte die fünfte: daraus wurde die Ziege geschaffen. Er opferte die sechste: daraus wurde die Gerste geschaffen. Er opferte die siebte: daraus wurde der Reis geschaffen. Diese sieben Dorftiere (Haustiere, Nutzpflanzen) wurden geschaffen; diese erlangt er für sich, wer so wissend das Agnihotra opfert.
aṣṭamīm ajuhot tato vasanto 'sṛjyata navamīm ajuhot tato grīṣmo 'sṛjyata daśamīm ajuhot tato varṣā asṛjyantaikādaśīm ajuhot tataḥ śarad asṛjyata dvādaśīm ajuhot tato hemanto 'sṛjyatodyatā trayodaśy āhutir āsīd atha śiśiram asṛjyata tasmād etad ṛtūnām aśāntaṃ krūram ahutād dhi samabhavad ahutād asṛjyata tad āhur brahmavādina ṛtavaḥ pūrve 'sṛjyantā3 paśavā3 ity uta ṛtava uta paśavā iti brūyād ubhaye hy ete sahāsṛjyanta sa vā enam ita eva punaḥ prāviśad etad vā agnidhānaṃ hastasya yat pāṇis tasmād eto hastasyāgnir natamāṃ vidahati yad dhanyamāno hastau pratiprasārayaty agnau vā etan nyañcanam ichate 'gniṃ vai paśavaḥ praviśanty agniḥ paśūn pra ha vā enaṃ paśavo viśanti pra sa paśūn ya evaṃ vedaitad dha sma vā āha nārado yatra gāṃ śayānāṃ nirjānāti mṛtām enām avidvān manyatā ity agniṃ hy evaite praviśanty agnir etāṃs tasmāt sarvān ṛtūn paśavo 'gnim abhisarpanti na hy eta ṛte 'gner yaj jātaḥ paśūn avindata taj jātavedaso jātavedastvaṃ tām apsu prāsiñcat sāpo 'nvadahat tā agnaye vajro 'bhavaṃs tasmād dhavīṃṣi prokṣatāgnir abhi na prokṣyo yad abhiprokṣed dhatena yajñena yajeta tāṃ vai prajāpatir anvaichat tām apsv anvavindat tām oṣadhīṣu nyamārṭ tasmād oṣadhayo 'nabhyaktā rebhanta oṣadhībhyaḥ paśavaḥ paśubhyo manuṣyā anabhyakto ha rebhate ya evaṃ veda tad yo vasantāśiśire kakṣaḥ sa upādheya etad vai tad agneḥ priyaṃ dhāmaiṣā vāva sāhutiḥ śrāyaty agner evaitayā priyaṃ dhāmopaity atho paśumān bhavaty atho ātmānam evaitayā yajamānaḥ punīte saha vā etā āstām agniś ca sūryaś ca samāne yonā ayasi lohite sa āditya ūrdhva udadravat tasya retaḥ parāpatat tad agnir yoninopāgṛhṇāt tad enaṃ vyadahat tasmād ayo 'trapu pratidhuk kṣīraṃ vidahati tasmād etaj juhvati paśūnāṃ vā etat payo yad vrīhiyavau tasmād etaj juhvati nātiśṛtaṃ kāryaṃ retaḥ śoṣayed yad viṣyandetonmāduko 'sya prajāyām ājāyetāmuṣya vā etad ādityasya reto hūyate 'medhyam aśṛtaṃ samudantaṃ hotavyaṃ tad dhi śṛtaṃ medhyaṃ mithunaṃ prajaniṣṇu
Er opferte die achte: daraus wurde der Frühling geschaffen. Er opferte die neunte: daraus wurde der Sommer geschaffen. Er opferte die zehnte: daraus wurde die Regenzeit geschaffen. Er opferte die elfte: daraus wurde der Herbst geschaffen. Er opferte die zwölfte: daraus wurde der Winter (Hemanta) geschaffen. Als dreizehnte Spende gab es die emporgehobene; da wurde die kühle Jahreszeit (Śiśira) geschaffen. Deshalb ist diese unter den Jahreszeiten die unbeschwichtigte, grausame; denn aus dem Nichtgeopferten entstand sie, aus dem Nichtgeopferten wurde sie geschaffen. Dazu sagen die Brahmavādins: „Wurden die Jahreszeiten früher geschaffen oder die Tiere?“ Man soll sagen: „Sowohl die Jahreszeiten als auch die Tiere; denn beide wurden zugleich geschaffen.“ Er (Prajāpati) ging von hier aus wieder in ihn (Agni) hinein. Dies nun ist die Feuerstätte (agnidhāna) der Hand, nämlich die Handfläche. Deshalb brennt von dort her das Feuer der Hand am meisten [?], wenn man, gedrängt/geschlagen [?], die Hände (dem Feuer) entgegenstreckt. Im Feuer wünscht man dies Niederlegen [?]. In Agni gehen die Tiere ein, Agni (geht ein) in die Tiere. Es gehen ihn die Tiere ein, und er (geht ein) in die Tiere, wer so weiß. Dies sagte Nārada einst, als er eine liegende Kuh erkennt: „Wer nicht Bescheid weiß, hält sie für tot“; denn in Agni gehen diese ein, Agni (ist) diese. Deshalb kriechen alle Tiere in allen Jahreszeiten zum Feuer hin; denn diese sind nicht ohne Agni. Als Agni geboren war, fand er die Tiere; das ist das Jātavedas-Sein des Jātavedas. Jene (Glut, den Samen) goss er ins Wasser; sie verbrannte das Wasser nach [?]; diese (Wasser) wurden für Agni zum Donnerkeil. Deshalb besprengt man die Opfergaben; Agni darf man nicht besprengen; wenn man ihn besprengte, würde man mit erschlagenem Opfer opfern. Diese suchte Prajāpati; er fand sie in den Wassern; er wischte sie in die Pflanzen ab. Deshalb geben die Pflanzen, wenn sie nicht gesalbt sind, Laut (rebhante) [?]; aus den Pflanzen (kommen) die Tiere, aus den Tieren die Menschen. Ungesalbt gibt er Laut, wer so weiß [?]. Was nun im Frühling und in der kühlen Jahreszeit trockenes Gestrüpp (kakṣa) ist, das ist aufzulegen; dies ist Agnis liebe Stätte. Dies ist eben jene Spende; sie gart; damit geht er in Agnis liebe Stätte ein; auch wird er reich an Vieh; auch reinigt der Yajamāna (Opferherr) damit sich selbst. Diese beiden, Agni und Sūrya, waren zusammen in demselben Schoß, im roten Eisen. Da stürmte jener Āditya nach oben; sein Same fiel herab. Den nahm Agni mit dem Schoß auf; der verbrannte ihn. Deshalb verbrennt (ein Gefäß aus) Eisen (und) Zinn [?] frisch Gemolkenes, die Milch. Deshalb opfert man dies. Die Milch der Tiere ist, was Reis und Gerste sind; deshalb opfert man dies. Nicht überkocht soll man es machen; es würde den Samen austrocknen. Wenn es überliefe, würde in seiner Nachkommenschaft ein Wahnsinniger (unmāduka) geboren. Dies nämlich ist der Same jenes Āditya, der geopfert wird; unrein (wäre) Ungekochtes; man soll es (bis zum Aufwallen [?]) opfern; denn das Gekochte ist rein, Paarung (mithuna), zeugungsfördernd.
sthālyā duhaty anayā vā etad upasīdanti nahīmām ito netaḥ skandaty askannatvāyāryakṛtī bhavaty ūrdhvakapālā sadevatvāya sā hi sadevāsuryaṃ vā etat pātraṃ yat kulālakṛtaṃ cakravṛttaṃ yatra skandet tad apo ninayed āpo vai śāntir āpo niṣkṛtir āpo bheṣajā yatra vā etā asyā upayanti tat praśastatarā oṣadhayo jāyante baṃhīyasīr yadi duhyamānāvabhindyād anyayā sthālyā nirṇijya dohyā yajño hi yajñasya prāyaścittir yady adhiśritaṃ skanded yady udvāsyamānaṃ yady udvāsitaṃ yady unnīyamānaṃ yady unnītaṃ yadi puraḥ parāhṛtaṃ homāya punar avanīyānyābhiduhyā yajño hi yajñasya prāyaścittir vāruṇīm ṛcam anūcya vāruṇyā hotavyaṃ varuṇo vā etad yajñasya gṛhṇāti yad ārchati niṣkṛtir evaiṣā prāyaścittir apratiṣekyaṃ syāt tejaskāmasya brahmavarcasakāmasyātho tustūrṣamāṇasyātho yaḥ kāmayeta vīro mā ājāyetety apratiṣikto vai gharmas tejo brahmavarcasaṃ tejasvī brahmavarcasī bhavati stṛṇute yaṃ tustūrṣata ā hāsya vīro jāyata ājyena hotavyaṃ yasyāpratiṣekyaṃ syād etad vā apratiṣiktaṃ na tu skannasya prāyaścittir asty atho na paśumān iva bhavati paśūnāṃ vā etat payaḥ pravṛjyate śucaṃ paśuṣu dadhāti tejo 'śāntaṃ paśūn nirdahati tasmāt pratiṣekyam eva syād yad adbhiḥ pratiṣiñced dharo vinayed gāṃdohasaṃnejanena pratiṣicyaṃ tad dhi nāpo na payas tad āhuḥ skandati vā etad yarhi vā etad dohanāt paryākriyate tarhi skannam antarhitā hy asyā vanaspataya iti tad adbhir eva pratiṣicyaṃ stokenaikena na haro vinayati śucaṃ paśūnāṃ śamayati paśavo vai tejo brahmavarcasaṃ mithunaṃ vā āpaś ca payaś ca mithunāt khalu vai prajāḥ paśavaḥ prajāyante tan mithunaṃ tasmād eva mithunād yajamānaḥ prajayā ca paśubhiś ca prajāyata odanena hotavyaṃ yasya prātaṣekyaṃ syād eṣa hi pratiṣiktaḥ śānto medhyo mithunaḥ prajaniṣṇuḥ
Er melkt in einem Topf (sthālī). Mit diesem nämlich setzen sie sich (zum Opfer) nieder; denn nicht läuft aus diesem etwas von hier nach dort aus [?], damit es nicht verschüttet wird. Sie sei von einem Ārya gemacht, mit aufwärts gerichtetem Rand [?], damit sie „mit Göttern“ sei; denn das Gefäß, das vom Töpfer gemacht und auf der Scheibe gedreht ist, ist göttlich und dämonisch zugleich. Wo sie verschüttet, dorthin soll er Wasser gießen. Wasser ist Beschwichtigung, Wasser Sühne (niṣkṛti), Wasser Heilmittel. Wo diese (Wasser) zu ihr (der Kuh oder dem Ort) hinfließen, dort wachsen vorzüglichere, üppigere Pflanzen. Wenn (der Topf) beim Melken zerbricht, soll er ihn mit einem anderen Topf, nachdem er ihn gereinigt hat, melken; denn das Opfer ist die Sühnehandlung des Opfers. Wenn die aufgekochte (Milch) verschüttet, wenn sie beim Abnehmen (verschüttet), wenn abgenommen, wenn beim Aufschöpfen, wenn aufgeschöpft, wenn sie vorn zum Opfer hingetragen ist: nachdem er sie wieder zurückgegossen hat, ist mit einem anderen (Gefäß) nachzumelken; denn das Opfer ist die Sühnehandlung des Opfers. Nachdem er einen Varuṇa-Vers (ṛc) nachgesprochen hat, soll er mit einem Varuṇa-Vers opfern; denn Varuṇa ergreift dies vom Opfer, wenn es fehlgeht; dies ist die Sühne als Ausgleich. Nicht besprengt soll es sein für einen, der Feuerglanz und Brahman-Glanz wünscht, und für einen, der überwältigen will, und für den, der wünscht: „Ein Held möge mir geboren werden.“ Denn der Gharma (die heiße Milch) ist unbesprengt Glut und Brahman-Glanz. Er wird glutvoll und brahman-glänzend; er überwältigt, wen er überwältigen will; ihm wird ein Held geboren. Mit Ājya (zerlassener Butter) ist zu opfern, wessen (Gharma) nicht zu besprengen sein soll. Dies ist das Unbesprengte; aber für Verschüttetes gibt es keine Sühne; auch wird er dann gleichsam nicht reich an Vieh; denn die Milch der Tiere wird ausgestoßen [?]; er legt Hitze in das Vieh; unbeschwichtigte Glut verbrennt die Tiere. Deshalb soll es doch zu besprengen sein. Wenn er mit Wasser besprengte, würde er die Glut wegführen [?]. Mit dem Spülwasser des Melkgefäßes der Kuh ist zu besprengen; denn das ist weder Wasser noch Milch. Dazu sagen sie: „Dies verschüttet ja, wenn es aus dem Melkgefäß umgefüllt wird; dann ist es verschüttet; denn ihre Bäume (Holzgefäße) sind verborgen [?].“ Deshalb ist nur mit Wasser zu besprengen, mit einem einzigen Tropfen; die Glut führt er nicht weg [?]; er beschwichtigt die Hitze des Viehs. Die Tiere sind Feuerglanz und Brahman-Glanz. Wasser und Milch sind eine Paarung; aus Paarung werden Nachkommen und Vieh gezeugt; diese Paarung — deshalb wird der Yajamāna aus eben dieser Paarung mit Nachkommen und Vieh gezeugt. Mit Reisbrei (odana) ist zu opfern, wessen Besprengen (schon) am Morgen sein soll; denn dieser ist besprengt, beschwichtigt, rein, Paarung, zeugungsfördernd.
prajāpatiḥ prajā asṛjata tā vai tapasaivāsṛjata sa vai sa vācam evāyachat tapo vā eṣa upaiti yo vācaṃ yachati sṛṣṭiḥ prajānām agnihotram ubhayata eva prajāḥ sṛjata itaś cāmutaś ca nimrukte sūrye vāg yantavyātho duhyamānāyām atho adhiśrita unnīyamāna eva yantavyās tad avakḷptatamam //
Prajāpati schuf die Geschöpfe. Diese schuf er nur durch Askese (tapas). Er hielt die Rede zurück. Askese übt, wer die Rede zügelt. Das Agnihotra ist die Schöpfung der Geschöpfe; von beiden Seiten schafft er Geschöpfe, von hier und von dort. Wenn die Sonne untergegangen ist, ist die Rede zu zügeln, und auch während des Melkens, und auch wenn (die Milch) aufgekocht ist, und beim Aufschöpfen. Das ist am besten geordnet.
„Möge ich mit Nachkommenschaft und Vieh aufsteigen.“ Dies dient der Schöpfung von Nachkommenschaft und Vieh; auch lässt er es damit strömen, zur Reinheit. Im Agnihotra gehen die beiden Gatten gleichsam auseinander: die vordere Welt gehört dem Yajamāna, die hintere seiner Gattin. Wenn er (das Gefäß) nach Osten abnähme, würde der Yajamāna sterben; wenn nach Westen, die Gattin. „Welchen Gharma hat er hochkochen lassen [?]“, sagen die Brahmavādins. Nach Norden ist abzunehmen. Beide altern unversehrt zusammen, die ganze Lebensdauer; von hier gelangt keiner in Not. Viermal schöpft er auf; das Vierfüßige (ist) damit (gemeint); damit erlangt er Vieh für sich. Zweimal opfert er; das Zweifüßige (ist) damit (gemeint). Für den, von dem er wünscht, „er möge der Altersfolge nach an Nachkommenschaft gedeihen“, soll er zuerst ein volles (Maß) aufschöpfen, dann ein kleineres, dann ein noch kleineres; so gedeiht er der Altersfolge nach an Nachkommenschaft. Dazu sagen sie: „Zu einem kleineren Opferwerk geht er, zu kleinerer Nachkommenschaft, kleinerem Vieh, kleinerer Speise zum Essen; er wird schlechter.“ Er soll zuerst gleichsam gleichmäßig aufschöpfen, dann mehr, dann mehr, das letzte voll, damit das Opfer voranschreitet. Dazu sagen sie: „Zu einem größeren Opferwerk geht er, zu größerer Nachkommenschaft, mehr Vieh, mehr Speise zum Essen; er wird besser.“ „Sein Sohn wird ein Halbwüchsiger [?] und der Jüngste sein.“ Wenn er wünscht: „Alle sollen gleich sein“, soll er alle gleich viel aufschöpfen; alle werden gleich. Er soll (das Gefäß) nicht hinten hinstellen; das ist ein Zurückweichen des Opfers; wo er aufschöpft, dort soll er es hinstellen, damit das Opfer weiter voranschreitet. Unbedachtsam macht er den hinteren (Agni), wenn sie am hinteren erhitzen, am vorderen opfern. Sie tragen Feuer (dazwischen) in die Mitte hin [?]; damit erfreut er ihn. Auch ist dies das Läuterungsmittel des Agnihotra; er läutert es. Aus dem Hinteren wurde das Vordere geschaffen; ihn ließen sie in diesem Maß ruhen [?]; deshalb opfert man, nachdem man (vor)gelaufen ist, vorn.
varco me yacha // iti sādayati varca evāsmin yachaty oṣadhīr vā imā rudrā viṣeṇāñjaṃs tāḥ paśavo nāliśanta te devāḥ prajāpatim evopādhāvan sa prajāpatir abravīd vāryaṃ vṛṇai bhāgo me 'stv iti vṛṇīṣvety abruvant so 'bravīn maddevatyaiva samidasad iti tasmāt prājāpatyā samid deveṣu hy asyaiṣā vāryavṛtā dve samidhau kārye dve hy āhutī ekaiva kāryaiko hi prajāpatir ekadhā khalu vai samiddha uta bahvīr āhutayo hūyante tā agninānvavākarot tā asvadayat tāḥ punarṇavā ajāyantaitarhi khalu vā agnihotriṇe darśapūrṇamāsine sarvā oṣadhayaḥ svadante yat samidham ādadhāti sarvā evāsmā oṣadhīḥ svadhayām akaḥ
„Glanz gib mir!“ So stellt er hin; Glanz verleiht er ihm. Diese Pflanzen salbten die Rudras mit Gift; die Tiere fraßen sie nicht [?]. Da liefen die Götter zu Prajāpati. Prajāpati sprach: „Ich wähle eine Wahl; mir soll ein Anteil gehören.“ „Wähle!“ sagten sie. Er sprach: „Es soll eine Samidh (Brennholzscheit) mir gehören.“ Deshalb gehört die Samidh Prajāpati; unter den Göttern ist ihm dieser Wunsch erwählt. Zwei Samidh-Scheite sind zu machen, denn zwei sind die Spenden; eines ist zu machen, denn Prajāpati ist einer. Einfach entzündet werden auch viele Spenden geopfert; diese ließ er durch Agni entlangfließen [?], diese machte er schmackhaft; sie wurden zu Punarnavā (der „Wiedererneuerten“, einer Pflanze). Jetzt wahrlich schmecken dem Agnihotrin und dem Darśapūrṇamāsa-Opferer (Voll- und Neumondopfer) alle Pflanzen, wenn er ein Brennholzscheit auflegt; er hat ihm alle Pflanzen schmackhaft gemacht.
„bhūr bhuvaḥ svaḥ“ soll er vor dem Hotṛ sprechen; dies ist das Brahman, dies die Wahrheit, dies der Ṛta; denn ohne dies gibt es kein Opfer; deshalb soll man so sprechen.
agnir jyotir jyotir agniḥ svāhā // iti garbhiṇyā vācā garbhaṃ dadhāti mithunayā vācā mithunaṃ prajanayati yad vācā ca juhoti yajuṣā ca tan mithunaṃ yat tūṣṇīṃ ca juhoti manasā ca tan mithunaṃ sthāṇur vai pūrvāhutir atihāya pūrvām āhutim uttarā hotavyā sthāṇum eva chambaṭkaroty uttarāhutir bhūyo hotavyā yajñasyābhikrāntyai paśūn eva pūrvayāhutyā spṛṇoti brahmavarcasam uttarayāgneyī sāyam āhutis tayā retaḥ siñcati tad retaḥ siktaṃ rātryai garbhaṃ dadhāti tat sauryā prātaḥ prajanayām akar iyaṃ hotavyātha parātha punar avastāt prātar avastād dhi prajānāṃ prajātiḥ prajananaṃ hi saurī tan na sūrkṣyaṃ parāparaiva hotavyā yajñasyābhikrāntyay udaṅṅ uddiśati //
„Agni ist Licht, Licht ist Agni, svāhā!“ Mit schwangerer Rede legt er den Keim, mit paarender Rede zeugt er Paarung. Dass er mit Rede und mit Opferspruch opfert, das ist Paarung; dass er schweigend und mit dem Geist opfert, das ist Paarung. Der Stumpf ist die erste Spende; nachdem man die erste Spende übergangen hat, ist die zweite zu opfern; damit macht er dem Stumpf „chambaṭ“ [?]. Die spätere Spende ist mehr zu opfern, damit das Opfer voranschreitet. Mit der früheren Spende erlangt er Vieh, mit der späteren Brahman-Glanz. Die Agni gehörige Abendspende — damit gießt er Samen aus; dieser ausgegossene Same legt den Keim in die Nacht; ihn bringt er mit der Sūrya-Spende am Morgen zur Geburt. „Er hat zur Geburt gebracht.“ Diese ist zu opfern, dann die weitere, dann wieder von unten her [?]; denn morgens, von unten her, ist die Geburt der Geschöpfe, denn die Sūrya-Spende ist Zeugung. Diese ist nicht zu verachten [?]; fortlaufend ist zu opfern, damit das Opfer voranschreitet. Er weist nach Norden.
anābho mṛḍa dhūrte namas te astu rudra mṛḍa // ity etā vai rudrasya tanvaḥ krūrā etāni nāmāny etābhir vā eṣa paśūñ śamāyate tā evāsya bhāgadheyena śamayaty avācīnaṃ sāyam avamārṣṭi tasmāt sāyam avācī pruṣvaity ūrdhvaṃ divonmārṣṭi tasmād ūrdhvā divaiti parācīnam iva vā etad yad agnihotraṃ yat purastād yājuṣaṃ vadati dhṛtyā anirmārgāya yo vā agnihotrasya vaiśvadevaṃ vedāghātuka enaṃ paśupatir bhavaty aghātuko 'sya paśupatiḥ paśūn prāṅ āsīno juhoti devāṃs tena prīṇāti hutvoñśiṃṣati paśūn eva yajamānāyoñśiṃṣaty udaṅṅ uddiśati rudraṃ tena niravadayate dakṣiṇato nimārṣṭy oṣadhīś ca tena pitṝṃś ca prīṇāti prāśnāti manuṣyāṃs tena prīṇāty aṅgulyā prāśnāti sadattvāya na dato gamayed yad dato gamayet sarpā enaṃ ghātukāḥ syuḥ sarpān eva śamayaty ahiṃsāyai //
„Unfassbarer [?], sei gnädig, du Schädiger; Verehrung sei dir, Rudra; sei gnädig!“ Dies sind Rudras grausame Leiber, dies seine Namen; mit diesen setzt er den Tieren zu [?]; diese beschwichtigt er mit seinem Anteil. Abwärts wischt er abends ab; deshalb geht abends die Pruṣvā (der Tropfen/Reif) abwärts; aufwärts wischt er bei Tag; deshalb geht sie bei Tag aufwärts. Abgewandt gleichsam ist dies, das Agnihotra; dass er vorher den Opferspruch spricht, (dient) dem Halt, dem Nicht-Wegwischen. Wer das Allgötter-Wesen (vaiśvadeva) des Agnihotra kennt, dem wird Paśupati (der „Herr der Tiere“, Rudra) nicht schädigend; nicht schädigend wird ihm Paśupati. Nach Osten gewandt sitzend opfert er; damit erfreut er die Götter. Nachdem er geopfert hat, spricht er (Wünsche) aus; Vieh spricht er für den Yajamāna aus. Er weist nach Norden; damit weist er Rudra seinen Teil zu. Nach Süden wischt er ab; damit erfreut er die Pflanzen und die Väter. Er isst (von der Milch); damit erfreut er die Menschen. Mit dem Finger isst er, damit (Zähne mit dabei seien [?]); er soll (die Speise) nicht an die Zähne bringen; wenn er sie an die Zähne brächte, würden ihn Schlangen töten; die Schlangen beschwichtigt er, damit sie nicht schaden.
pūṣāsi // iti yajur vadet paśavo vai pūṣā paśūn evāvarunddhe 'śānto vā eṣo 'prītaḥ puruṣamedhaṃ vā eṣa pratīkṣate yajamānam eva havyaṃ yad agnihotrahavaṇīṃ niṣṭapaty aśāntas tenāgnihotrahavaṇīṃ pratapya hasto 'vadheyo hasto vā pratapyāgnihotrahavaṇyām avadheyas tenaivainaṃ śamayati tena prīṇāti śānta enaṃ prīto na hinastītthaṃ paryāvartata evaṃ hi yajñaḥ paryāvartate 'tho amuṣya vā etad ādityasyāvṛtam anu paryāvartate hotavyaṃ gārhapatyā3n na hotavyā3m iti mīmāṃsante 'nudhyāyī vā eṣa rūkṣo hotavyam eva //
„Du bist Pūṣan“ soll er als Opferspruch sprechen; die Tiere sind Pūṣan; damit erlangt er Vieh für sich. Unbeschwichtigt und unerfreut erwartet dieser (Rudra) ein Menschenopfer (puruṣamedha), den Yajamāna selbst als Opfergabe. Dass er den Agnihotra-Löffel (havaṇī) erhitzt, damit ist er unbeschwichtigt; nachdem er den Löffel erhitzt hat, soll die Hand darauf gelegt werden, oder nachdem man die Hand erhitzt hat, soll sie in den Agnihotra-Löffel gelegt werden; damit beschwichtigt er ihn, damit erfreut er ihn; beschwichtigt und erfreut schädigt er ihn nicht. So dreht es sich um; denn so dreht sich das Opfer um; auch dreht sich dies nach dem Kreislauf jenes Āditya um. „Soll man im Gārhapatya (dem Hausherrnfeuer) opfern oder nicht opfern?“ erwägen sie. Nachlässig und rau ist dieser (Gārhapatya); man soll doch opfern.
agne gṛhapate pariṣadya juṣasva svāhā // iti juhuyāt tenaivainaṃ śamayati tena prīṇāty atho tenaivainam ananudhyāyinam arūkṣaṃ karoty atha yat pūrvām āhutiṃ hutvottarāṃ hoṣyan pratīkṣate tenaivainaṃ śamayati tena prīṇāty atho tenaivainam ananudhyāyinam arūkṣaṃ karoty atha yat pūrvām āhutiṃ hutvottarāṃ hoṣyan pratīkṣate tenaivainaṃ śamayati tena prīṇāty atho tenaivainam ananudhyāyinam arūkṣaṃ karoty atha yad evāsya gṛha upahriyate yad enam agnim abhitā āsīnā yācanti tenaivainaṃ śamayati tena prīṇāty atho tenaivainam ananudhyāyinam arūkṣaṃ karoti
„Agni, Hausherr, setz dich ringsum und genieße, svāhā!“ soll er opfern; damit beschwichtigt er ihn, damit erfreut er ihn; auch macht er ihn damit nicht nachlässig, nicht rau. Und wenn er, nachdem er die erste Spende geopfert hat, die zweite opfern will und wartet, beschwichtigt er ihn damit, erfreut ihn damit; auch macht er ihn damit nicht nachlässig, nicht rau. Und wenn er, nachdem er die erste Spende geopfert hat, die zweite opfern will und wartet, beschwichtigt er ihn damit, erfreut ihn damit; auch macht er ihn damit nicht nachlässig, nicht rau. Und wenn ihm im Haus (etwas) dargebracht wird, wenn (Leute) rings um dieses Feuer sitzend bitten, beschwichtigt er ihn damit, erfreut ihn damit; auch macht er ihn damit nicht nachlässig, nicht rau.
dve duhanty agnihotrāya jyāyān vā ekasyādugdhād agnihotriṇo loko yad dve duhanti jyāyāṃsaṃ vā etal lokaṃ yajamāno 'bhijayati manuś ca vā idaṃ manāyī ca mithunena prājanayatāṃ yat sthālyā ca dohanena ca duhanti mithunād eva prajāyate //
Zwei (Gefäße) melken sie für das Agnihotra; größer ist die Welt des Agnihotrin (dann), als wenn nur eines ungemolken bliebe [?]; dass sie zwei melken, damit gewinnt der Yajamāna eine größere Welt. Manu und Manāyī zeugten (Nachkommen) mit Paarung; dass sie mit dem Topf und mit dem Melkgefäß melken, damit wird er aus Paarung gezeugt.
sajūr jātavedo divā pṛthivyā juṣāṇo asya haviṣo vīhi svāhā // iti juhuyād eṣā vā asya jātavedasyā tanūḥ krūraitayā vā eṣa paśūñ śamāyate tām evāsya bhāgadheyena śamayati yadi tad ati śamāyeta // agne duḥśīrtatano juṣasva svāhā // iti juhuyād eṣā vā asya śṛṇatī tanūḥ krūraitayā vā eṣa paśūñ śamāyate tām evāsya bhāgadheyena śamayati yadi tad ati śamāyeta // dvādaśa rātrīḥ sāyaṃsāyaṃ juhuyād dvādaśa vai rātrayaḥ saṃvatsarasya pratimā saṃvatsaro vā agnir vaiśvānaras tam āhitāgnayo darśapūrṇamāsina indhate teṣāṃ vā ṛtava eva dārūṇi ye sthaviṣṭhā aṅgārās te māsā ye kṣodiṣṭhās te 'rdhamāsā ahorātrāṇi murmurā yat sadhūmaṃ jyotis tad vaiśvadevaṃ yal lohitaṃ tad vāruṇaṃ yat suvarṇaṃ tad bārhaspatyaṃ yan na lohitaṃ na suvarṇaṃ tan maitraṃ yad aṅgāreṣu vyavaśānteṣu lelāyad vīva bhāti tad devānām āsyam atho amuṣya ca vā etad ādityasya tejo manyante 'gneś ca tasmāt tarhi hotavyaṃ yad dhy evāsann apidadhāti tad dhinoty āvir vai nāmaiṣāhutir āvirbhūyaṃ devamanuṣyeṣu gachati ya evaṃ veda na samid abhi hotavay apratiṣṭhitā sāhutir no yathā vīvāvasraved ayatā sā tat tathaiva hotavyaṃ yathāgniṃ vyaveyāt sā hi yatā sā pratiṣṭhitā tasmān mahān agnihotrasyedhmaḥ kāryo yo vai bahu dadivān bahv ījāno 'gnim utsādayate 'kṣit tad vai tasya tad ījānā vai sukṛto 'muṃ lokaṃ nakṣanti te vā ete yan nakṣatrāṇi yad āhur jyotir avāpādi tārakāvāpādīti te vā ete 'vapadyanta āptvā sthite ta idaṃ yathālokaṃ sacante yadāmutaḥ pracyavante 'tha yo bahu dadivān bahv ījāno 'gnihotraṃ juhoti darśapūrṇamāsau yajate cāturmāsyair yajate bahūni satrāṇy upaiti tasya vā etad akṣayyam aparimitaṃ tiro vā ījānād yajño bhavati tad ābhyām evāgnibhyāṃ dagdhavyaḥ svaṃ vā etad iṣṭam anvārohaty apareṇa dagdhavyā3ḥ pūrveṇā3 iti mīmāṃsanta ubhau samāhṛtyāntarā dagdhavyas tad avakḷptatamaṃ gṛhṇīyān naktam agnim asuryā vai rātrir jyotiṣaiva tamas tarati divā ha vā asmā asmiṃl loke bhavati prāsmā asau loko bhāti ya evaṃ veda //
„Vereint, Jātavedas, mit Himmel und Erde, dich erfreuend, genieße diese Opfergabe, svāhā!“ soll er opfern, wenn er (Agni) darüber hinaus (schädigend) wütet [?]. Dies nämlich ist des Jātavedas grausamer Leib; damit setzt er den Tieren zu [?]; diesen beschwichtigt er mit seinem Anteil. „Agni, du mit schwer zerbrechlichem Leib [?], genieße, svāhā!“ soll er opfern, wenn er darüber hinaus (schädigend) wütet [?]. Dies nämlich ist sein zerschmetternder grausamer Leib; damit setzt er den Tieren zu; diesen beschwichtigt er mit seinem Anteil. Zwölf Nächte lang soll er jeden Abend opfern; zwölf Nächte sind das Abbild des Jahres. Das Jahr ist Agni Vaiśvānara; ihn entzünden die Feuergründer, die Darśapūrṇamāsa-Opferer. Ihre Hölzer sind die Jahreszeiten; die dicksten Kohlen sind die Monate; die kleinsten sind die Halbmonate; die Funken (murmura) sind Tage und Nächte; das rauchige Licht ist das Vaiśvadeva; das Rote ist das Vāruṇa; das Goldfarbene ist das Bārhaspatya; das weder Rote noch Goldfarbene ist das Maitra; das, was auf den verlöschenden Kohlen gleichsam flackernd erscheint, ist der Mund der Götter; auch halten sie dies für den Feuerglanz jenes Āditya und Agnis; deshalb ist zu dieser Zeit zu opfern; denn was er im Mund (der Götter) verschließt, das fördert er [?]. „Offenbar“ (āvis) ist der Name dieser Spende; offenbar werdend geht er zu Göttern und Menschen, wer so weiß. Nicht auf das Brennholzscheit hin ist zu opfern; unfest gegründet ist diese Spende; damit sie nicht gleichsam ausfließt, ist sie geordnet [?]; so eben ist zu opfern, dass sie das Feuer durchdringt; denn das ist geordnet, das ist fest gegründet. Deshalb ist das Brennholz des Agnihotra groß zu machen. Wer viel gegeben und viel geopfert hat und das Feuer erlöschen lässt, dessen (Verdienst) ist geschwunden. Die Opferer, die Rechtschaffenen, erreichen jene Welt; diese sind die Sternbilder (nakṣatra). Wenn sie sagen: „Ein Licht ist herabgefallen“, „ein Stern ist herabgefallen“ — diese fallen herab, nachdem sie erreicht haben, als sie standen [?]; sie folgen hier der Welt gemäß, wenn sie von dort herabfallen. Wer aber viel gegeben und viel geopfert hat, das Agnihotra opfert, das Darśapūrṇamāsa und die Cāturmāsya (die Vierteljahresopfer) darbringt, der geht zu vielen Sattras (Opfersitzungen); dessen ist dies unerschöpflich, unermesslich. Das Opfer ist dem Opferer entzogen; so ist er (der Opferherr, nach dem Tod) mit diesen beiden Feuern zu verbrennen; er besteigt sein eigenes Geopfertes. „Ist er mit dem hinteren zu verbrennen oder mit dem vorderen?“ erwägen sie. Beide zusammengebracht ist er in der Mitte zu verbrennen; das ist das am besten Geordnete. Er soll nachts das Feuer ergreifen; denn die Nacht ist dämonisch (asurisch); mit Licht überwindet er die Finsternis. Es wird ihm in dieser Welt Tag, und jene Welt leuchtet ihm, wer so weiß.
bhūr bhuvaḥ svaḥ // iti purastād dhotor vaded ebhyo vā etal lokebhyā iṣṭakā upadadhāti svargasya lokasya samaṣṭyai yat sāyaṃ juhoti sahasraṃ tena kāmadughā avarunddhe yat prātaḥ sahasraṃ tena yad asyāgnir ādhīyate sahasraṃ tena yamarājyaṃ vā agniṣṭomenābhijayati somarājyam ukthyena sūryarājyaṃ ṣoḍaśinā svārājyam atirātreṇaitāni vai sarvāṇīndro 'bhavad etāni sarvāṇi bhavati ya etair yajate sarvam etad bhavati ya evaṃ veda haviṣmān vā eko devayājy ekaḥ sahasrayājy eko yo 'gnihotraṃ juhoti sa haviṣmān yo darśapūrṇamāsau yajate sa devayājī yaś cāturmāsyair yajate sa sahasrayājy agnihotre vai sarve yajñakratavaḥ sarvān yajñakratūn avarunddhe ya evaṃ vidvān agnihotraṃ juhoti
„bhūr bhuvaḥ svaḥ“ soll er vor dem Hotṛ sprechen; aus diesen Welten legt er (gleichsam) die Backsteine hin, zur Vereinigung der Himmelswelt. Dass er abends opfert, damit erlangt er tausend Wunschkühe für sich; dass er morgens (opfert), tausend damit; dass sein Feuer gegründet wird, tausend damit. Mit dem Agniṣṭoma gewinnt er die Herrschaft des Yama, mit dem Ukthya die Herrschaft des Soma, mit dem Ṣoḍaśin die Herrschaft der Sonne, mit dem Atirātra die Selbstherrschaft. Alles dies wurde Indra; alles dies wird, wer mit diesen opfert; alles dies wird, wer so weiß. Einer ist ein Opfergabenreicher (haviṣmān), einer ein Götteropferer, einer ein Tausendopferer: wer das Agnihotra opfert, der ist ein Opfergabenreicher; wer das Darśapūrṇamāsa darbringt, der ist ein Götteropferer; wer die Cāturmāsya darbringt, der ist ein Tausendopferer. Im Agnihotra sind alle Opferwerke; alle Opferwerke erlangt er für sich, wer so wissend das Agnihotra opfert.
praiyamedhā vai sarve saha brahmāvidus te 'gnihotreṇa samarādhayaṃs teṣāṃ trir eko 'juhod dvir ekaḥ sakṛd ekas teṣāṃ yas trir ajuhot tam apṛchan kasmai tvam ahauṣīr iti so 'bravīt tredhā vā idam agnaye prajāpataye sūryāyety atha yo dvir ajuhot tam apṛchan kasmai tvam ahauṣīr iti so 'bravīd dvedhā vā idam agnaye ca prajāpataye ca sāyaṃ sūryāya ca prajāpataye ca prātar iti atha yaḥ sakṛd ajuhot tam apṛchan kasmai tvam ahauṣīr iti so 'bravīd ekadhā vā idaṃ prajāpataya eveti teṣāṃ yo dvir ajuhot sa ārdhnot tasyetare sājātyam upāyann ṛdhnoti ya evaṃ vidvān agnihotraṃ juhoty upāsya samānāḥ sājātyaṃ yanti pradoṣam agnihotraṃ hotavyaṃ vyuṣṭāyāṃ prātar vṛddhān garbhān prajanayati tad āhuḥ parā vā etasyāgnihotraṃ patati yasya pradoṣaṃ na juhvatīti yadi manyeta ṛtum atyanaiṣam iti // bhūr bhuvaḥ svaḥ // iti purastād dhotor vadet tenaiva sarvaṃ nāntareti //
Die Praiyamedhas, alle zusammen, kannten das Brahman [?]. Sie brachten es mit dem Agnihotra zum Gelingen. Von ihnen opferte einer dreimal, einer zweimal, einer einmal. Den, der dreimal opferte, fragten sie: „Wem hast du geopfert?“ Er sprach: „In drei Teilen (opfere ich) dies dem Agni, dem Prajāpati, dem Sūrya.“ Nun den, der zweimal opferte, fragten sie: „Wem hast du geopfert?“ Er sprach: „In zwei Teilen (opfere ich) dies: abends dem Agni und dem Prajāpati, morgens dem Sūrya und dem Prajāpati.“ Nun den, der einmal opferte, fragten sie: „Wem hast du geopfert?“ Er sprach: „In einem Teil (opfere ich) dies, nur dem Prajāpati.“ Von ihnen gedieh der, der zweimal opferte; die anderen erlangten Zugehörigkeit zu seinem Geschlecht (sājātya). Es gedeiht, wer so wissend das Agnihotra opfert; zugewandt erlangen Gleiche Zusammengehörigkeit. In der Abenddämmerung ist das Agnihotra zu opfern; bei Anbruch des Morgens bringt er gewachsene Keime zur Geburt. Dazu sagen sie: „Von diesem fällt das Agnihotra weg, für den sie nicht in der Abenddämmerung opfern.“ Wenn er meint: „Ich habe die Zeit überschritten“, soll er „bhūr bhuvaḥ svaḥ“ vor dem Hotṛ sprechen; damit eben ist alles (gedeckt), es tritt nichts dazwischen.
„Abends (und) im Morgenlicht Verehrung, svāhā!“ soll er opfern; er hat die Zeit nicht überschritten. „Soll man opfern oder nicht opfern?“ erwägen sie, wessen Agnihotra ungeopfert ist, wenn die Sonne aufgeht: man soll doch opfern. Denn dies wird für Agni geopfert, zum Halt, zum Schutz; die Zeugung aber macht „chambaṭ“ [?]. Wenn er meint: „Ich habe die Zeit überschritten“, soll er „bhūr bhuvaḥ svaḥ“ vor dem Hotṛ sprechen; damit eben ist alles (gedeckt), es tritt nichts dazwischen.
prātar vastor namaḥ svāhā // iti juhuyād ṛtum eva nātyanait tad yathā kārudveṣiṇo juhvaty evam asya hutaṃ bhavati yasyāgnim anuddhṛtaṃ sūryo 'bhinimroced yo brāhmaṇo bahuvit sa uddharet sarveṇaivainaṃ brahmaṇoddharaty agnihotreṇānudraved bhāgadheyenaivainaṃ praṇayaty atho bhāgadheyenaivainaṃ samardhayati varo dakṣiṇā sarvata evainaṃ digbhyo vareṇa cyāvayati yasyobhā anugatā abhinimroced yasya vābhyudiyāt punarādheyam eva tasya prāyaścittir yathā vai patho vartanī evaṃ darśapūrṇamāsau yathāntaraivam agnihotram evaṃ vā agnihotriṇe darśapūrṇamāsine svargo loko 'nubhāty upānyāni havīṃṣi vasanty atha kasmād agnihotraṃ nopavasantīti brahmavādino vadanti pratataṃ vā etad aparimitam asaṃsthitam aśnāti māṃsam upa striyam eti tasmān nopavasanti paśuvratena bhavitavyaṃ tūṣṇīm iva paśavaḥ saṃbhavanti te medhyā yat tūṣṇīṃ striyam upaiti medhyataras tena bhavati hiṃkṛtyopeyād evam iva hi paśava upayanti medhyatvāya saṃsthāpyā3n na saṃsthāpyā3m iti mīmāṃsante 'gnihotraṃ yat saṃsthāpayet tṛṇam aktvānupraharet sā hy agnihotrasya saṃsthitis tad āhur yadā vai jīyate yadā pramīyate yadārtim ārchaty athāgnihotraṃ saṃtiṣṭhatā iti tan na saṃsthāpyaṃ manasā vā imāṃ prajāpatiḥ paryagṛhṇād iyaṃ vā agnihotrasya vedir iyam upayāma oṣadhayo barhiḥ pruṣvāḥ prokṣaṇīr diśaḥ paridhayo yat kiṃcābhyādhīyate sa idhmo yajamāno yūpa unnīyamāne stheyam evam iva hi yūpaḥ samṛddhyai madhyato vā eṣa yajñaḥ pratato yad agnihotraṃ tasmād agnihotrī darśapūrṇamāsī sarvaṃ barhiṣyaṃ dadāti madhyato hy etad yajñasya dīyate yad agnihotre hotavyaṃ rājanyasyāgnihotrā3n na hotavyā3m iti mīmāṃsanta āmād iva vā eṣa yad rājanyo bahu vā eṣo 'yajñiyam amedhyaṃ caraty atyanannaṃ jināti brāhmaṇaṃ tasmād rājanyasyāgnihotram ahotavyam ṛtaṃ vai satyam agnihotraṃ brāhmaṇa ṛtaṃ satyaṃ tasmād brāhmaṇasyaiva hotavyam atho brāhmaṇāyaivāsyāgrato gṛha āhareyus tad dhutam evāsyāgnihotraṃ bhavaty atho ya ṛtam iva satyam iva caret tasya hotavyam anusaṃtatyai
„Morgens (und) im Morgenlicht Verehrung, svāhā!“ soll er opfern; er hat die Zeit nicht überschritten. Wie sie für die Handwerkerhasser [?] opfern, so ist ihm geopfert. Wessen Feuer, nicht herausgenommen, die Sonne untergehen sieht: den soll ein vielwissender Brahmane herausnehmen; mit dem ganzen Brahman nimmt er ihn heraus; er soll dem Agnihotra nachlaufen; mit seinem Anteil führt er ihn; auch lässt er ihn mit dem Anteil gedeihen. Eine Wahlgabe ist der Opferlohn (dakṣiṇā); von allen Himmelsrichtungen her vertreibt er ihn (den Schaden) mit der Wahlgabe [?]. Wessen beide (Feuer) erloschen sind und die Sonne untergehen sieht, oder wessen (Feuer) sie bei ihrem Aufgang (erloschen findet): für den ist die Wiederanlegung (punarādheya) die Sühnehandlung. Wie der Weg die Fahrspur, so sind die Darśapūrṇamāsa; wie das Dazwischenliegende, so das Agnihotra. So leuchtet dem Agnihotrin, dem Darśapūrṇamāsa-Opferer, die Himmelswelt nach. Die anderen Opfergaben sind mit Fasten verbunden; „warum nun fasten sie nicht beim Agnihotra?“ sagen die Brahmavādins. „Ausgedehnt, unermesslich, unabgeschlossen ist dies; man isst Fleisch, geht zur Frau; deshalb fasten sie nicht.“ Man soll sich nach Art des Viehs verhalten; schweigend gleichsam paaren sich die Tiere; sie sind rein; dass er schweigend zur Frau geht, dadurch wird er reiner; nachdem er „hiṃ“ gemacht hat, soll er sich nähern; denn so nähern sich die Tiere, zur Reinheit. „Soll man das Agnihotra abschließen oder nicht abschließen?“ erwägen sie. Wenn er es abschließen wollte, soll er einen Grashalm salben und nachwerfen; denn das ist der Abschluss des Agnihotra. Dazu sagen sie: „Wenn einer altert, wenn er stirbt, wenn er in Not gerät, dann steht das Agnihotra zusammen (endet)“; deshalb ist es nicht abzuschließen. Mit dem Geist umfasste Prajāpati diese (Welt): dies ist die Altarfläche (vedi) des Agnihotra; diese (Erde) ist der Upayāma [?]; die Pflanzen sind das Barhis (Opferstreu); die Tropfen (pruṣvā) die Sprengwasser; die Himmelsrichtungen die Umlegehölzer (paridhi); was immer noch dazugelegt wird, ist das Brennholz; der Yajamāna ist der Opferpfosten (yūpa); beim Aufschöpfen soll er stehen; denn so (steht) der Pfosten, zum Gedeihen. In der Mitte des Opfers ist dieses ausgedehnte Opfer, nämlich das Agnihotra; deshalb gibt der Agnihotrin, der Darśapūrṇamāsa-Opferer alles, was zum Barhis gehört; denn in der Mitte des Opfers wird gegeben, was im Agnihotra zu opfern ist. „Soll das Agnihotra eines Rājanya (Kṣatriya) geopfert werden oder nicht geopfert werden?“ erwägen sie. Ein Rohesser gleichsam ist dieser, nämlich der Rājanya; er tut viel Nichtopferwürdiges, Unreines; er verschlingt mehr als Speise, den Brahmanen [?]; deshalb ist das Agnihotra eines Rājanya nicht zu opfern. Ṛta, Wahrheit ist das Agnihotra; der Brahmane ist Ṛta, Wahrheit; deshalb ist nur einem Brahmanen zu opfern. Oder man soll dem Brahmanen von vorn ins Haus (Feuer) herbeibringen; dann ist sein Agnihotra geopfert; oder wer ṛta-gleich, wahrheit-gleich handelt, dessen ist zu opfern, zur Fortsetzung.
Die (Kuh), die zum Agnihotra herangetrieben sich niedersetzt — wessen Speise er nicht essen soll —, dem soll er sie geben. Denn diese setzt sich, die Not des Yajamāna nicht ertragend, nieder; mit ihr zusammen gibt er sie (die Not) hin. Im Haus dessen aber soll er von da an nicht essen; wenn er äße, geriete er in Not. Wessen, wenn das Agnihotra nicht geopfert ist, das frühere Feuer erlischt: er soll mit dem Feuer und mit dem Agnihotra zusammen hinausziehen; mit seinem Anteil führt er ihn; auch lässt er ihn mit dem Anteil gedeihen. Dann soll er (Agni) anrufen:
ita eva prathamaṃ jajñe agnir ebhyo yonibhyo adhi jātavedāḥ / sa gāyatryā triṣṭubhā jagatyānuṣṭubhā ca devebhyo havyā vahatu prajānan //
„Von hier aus wurde Agni zuerst geboren, aus diesen Schößen, Jātavedas; er möge mit Gāyatrī, Triṣṭubh, Jagatī und Anuṣṭubh den Göttern die Opfergaben zufahren, wissend.“
So: Ṛc und Sāman sind nämlich die beiden sārasvatischen Quellen; mit diesen fördert er ihn, damit lässt er ihn gedeihen. Für Agni Jyotiṣmat (den Lichtvollen) soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen und einen Varuṇa-Gerstenbrei (caru) — wessen, wenn das Agnihotra nicht geopfert ist, das frühere Feuer erlischt. Finsternis verbindet sich mit dem Opfer dessen, wessen, wenn das Agnihotra nicht geopfert ist, das frühere Feuer erlischt; dass (er) dem Agni Jyotiṣmat (opfert), damit lässt er sein Opfer durch Licht gedeihen; Varuṇisch ist die Nacht; dass (er) den Varuṇa-Brei (darbringt), damit gewinnt er sein Opfer von Varuṇa her [?]. Wessen, wenn das Agnihotra nicht geopfert ist, das hintere Feuer erlischt: von eben dort soll er (das Feuer) nach Osten herausnehmen, es dort absetzen und das Agnihotra opfern; dann soll er anrufen:
„Seid uns beide gleichgesinnt, gleichhausig, gleichmütig, ohne Schaden.“ Gleichgesinnt macht er sie beide, damit der Yajamāna nicht verletzt wird. Diese beiden sind es, von denen die Brahmavādins sagen: „Nicht ein Buckliger [?], zwei Tiger haben (ihn) umfasst [?].“ Für Agni Agnimat (den Feuerreichen) soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen, wessen Feuer sie aus (anderem) Feuer herausnehmen; er stiftet Streit mit den Gottheiten, wessen Feuer sie aus (anderem) Feuer herausnehmen; dass (er) dem Agni Agnimat (opfert), damit erzeugt er ihm mehr Gottheiten; er wird besser.
anv agnir uṣasām agram akśad anv ahāni prathamo jātavedāḥ / anu sūryasya purutrā ca raśmīn anu dyāvāpṛthivī ātatantha //
„Nach den Morgenröten hat Agni die Spitze erblickt [?], nach den Tagen (er), Jātavedas, als erster; nach den vielfältigen Strahlen der Sonne hast du dich, nach Himmel und Erde ausgebreitet.“
ity abhimantrayeta yasyāhutam agnihotraṃ sūryo 'bhyudiyād anukśāyaivainat punar avarunddhe tad āhur amuṃ vā eṣa lokaṃ samārohayati saha prajayā paśubhiś ca yajamānasya tasmād uta bahur āhitāgnir apaśur bhavatīti tad upastheyaḥ //
So soll er anrufen, wessen Agnihotra ungeopfert ist, wenn die Sonne aufgeht; nachdem [?] erlangt er es wieder für sich. Dazu sagen sie: „Jene Welt lässt er den Yajamāna besteigen, zusammen mit Nachkommenschaft und Vieh; deshalb wird auch mancher Feuergründer viehlos.“ Deshalb ist er (Agni) anzubeten:
ihaiva kṣemya edhi mā prahāsīr mām amum āmuṣyāyaṇam // ity asmin vāvainam etaṃ loke dādhāra saha prajayā paśubhiś ca yajamāno vasīyān bhavati maitraṃ caruṃ nirvapet sauryam ekakapālaṃ yasyāhutam agnihotraṃ sūryo 'bhyudiyān mitro vā etasya yajñaṃ yuvate yasyāhutam agnihotraṃ sūryo 'bhyudeti mitram ahar yan maitro mitrād evāsyādhi yajñaṃ spṛṇoty atha yat sauryo 'munaivāsyādityena purastād yajñaṃ samardhayati yasyāhutam agnihotraṃ sūryo 'bhyudiyād agniṃ samādhāya vācaṃ yatvā daṃpatī sarvāhṇam upāsīyātāṃ dvayor gavoḥ sāyam agnihotraṃ juhuyād ubhayam evāsmai bhāgadheyaṃ prayachati sāyantanaṃ ca prātastanaṃ ca yad vai puruṣasyāmayaty aśnātī3 nāśnātī3 iti vai tam āhur nāśnātīti ced āhus tad vāva so 'mṛteti yan nāśnīto na vyāharato 'nv evainam amrātāṃ tapasainaṃ punar avarundhāte agnaye vratapataye 'ṣṭākapālaṃ nirvaped agnir vai devānāṃ vratapatis tam eva bhāgadheyenopāsarat sa enaṃ vratam ālambhayati yasyāgnir apakṣāyed yatraivainam anuparāgachet tat samādhāyānvavasāyāgnihotraṃ juhuyād eti vā etad agnir yad apakṣāyati yatraivainam anuparāgachati tata enaṃ punar avarunddhe 'gnaye pathikṛte 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yasyāgnir apakṣāyed bahiṣpathaṃ vā eṣa eti yasyāgnir apakṣāyaty agnir vai devānāṃ pathikṛt tam eva bhāgadheyenopāsarat sa enaṃ panthām apinayaty anaḍvān dakṣiṇā sa hi panthām apivahaty agnaye śucaye 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yasyābhyādāvyena saṃsṛjyetāśucitara iva vā eṣa yad abhyādāvyo yad agnaye śucaye śucim evainaṃ medhyaṃ karoty agnaye kṣāmavate 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yasyāhitāgneḥ sato 'gnir gṛhān dahed agnir vā etasya kṣāmo gṛhān abhyucyati sa dahaty evāparaṃ yad agnaye kṣāmavate yaivāsya kṣāmā priyā tanūs tām evāsya bhāgadheyena śamayaty adāhuko 'syāparam agnir gṛhān bhavati yasyāgnir anugachet tebhya evāvakṣāṇebhyo 'dhi manthitavyas tad enaṃ svād yoneḥ prajanayati yadi na tādṛśāni vāvakṣāṇāni syur bhasmanāraṇī saṃspṛśya manthitavyaḥ svād evainaṃ yoneḥ prajanayaty agnaye tapasvate janadvate pāvakavate 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yasyāgnir anugachen na hi vā etasmā apidhīyate 'thaiṣo 'nugachaty oṣadhayo vai pāvakā oṣadhīr evāsmai pāvakā bhāgadheyam apidadhāti prajananāya //
„Hier nur, in Sicherheit, sei; verlass mich nicht, mich, den N. N., den Nachkommen des N. N.“ So hält der Yajamāna ihn in dieser Welt fest, zusammen mit Nachkommenschaft und Vieh; er wird besser. Einen Maitra-Gerstenbrei soll er darbringen und einen Sūrya-Opferkuchen auf einer Schale, wessen Agnihotra ungeopfert ist, wenn die Sonne aufgeht. Mitra verbindet sich mit dem Opfer dessen, wessen Agnihotra ungeopfert ist, wenn die Sonne aufgeht; Mitra ist der Tag; dass (er) dem Mitra (opfert), damit gewinnt er sein Opfer von Mitra her; dass dem Sūrya (geopfert wird), damit lässt er sein Opfer durch jenen Āditya von vorn gedeihen. Wessen Agnihotra ungeopfert ist, wenn die Sonne aufgeht: nachdem er das Feuer aufgelegt und die Rede gezügelt hat, sollen die beiden Gatten den ganzen Tag hindurch dasitzen; mit zwei Kühen soll er abends das Agnihotra opfern; damit gibt er ihm beide Anteile, den abendlichen und den morgendlichen. Wenn ein Mann erkrankt, sagt man von ihm: „Isst er oder isst er nicht?“ Wenn sie sagen: „Er isst nicht“, so ist er eben schon gestorben. Dass sie beide nicht essen, nicht sprechen, (heißt), sie sind ihm gleichsam nachgestorben; mit Askese erlangen sie ihn wieder für sich. Für Agni Vratapati (den Herrn der Gelübde) soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen; Agni ist der Herr der Gelübde der Götter; ihm ist er mit dem Anteil nahegetreten; der lässt ihn das Gelübde ergreifen — wessen Feuer schwindet. Wo (das Gelübde/Feuer) ihn (wieder) erreicht, dort soll er (das Feuer) aufgelegt und abgesetzt haben und das Agnihotra opfern; denn Agni geht fort, wenn er schwindet; wo er ihn erreicht, von dort erlangt er ihn wieder für sich. Für Agni Pathikṛt (den Wegebereiter) soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen, wessen Feuer schwindet; denn außerhalb des Weges geht dieser, wessen Feuer schwindet; Agni ist der Wegebereiter der Götter; ihm ist er mit dem Anteil nahegetreten; der führt ihn auf den Weg. Ein Stier ist der Opferlohn; denn er zieht auf dem Weg. Für Agni Śuci (den Reinen) soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen, wessen (Feuer) mit einem abhyādāvya vermischt wird [?]; unreiner gleichsam ist dieser, der abhyādāvya; dass (er) dem Agni Śuci (opfert), macht er ihn rein, opferfähig. Für Agni Kṣāmavat soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen, wessen, der Feuer gegründet hat, Agni die Häuser verbrennt; Agni ist dessen Kṣāma (Sengender); er kommt in die Häuser [?], er verbrennt später; dass (er) dem Agni Kṣāmavat (opfert), seine versengende, ihm liebe Leibform, die beschwichtigt er ihm mit dem Anteil; nicht verbrennend wird ihm später Agni die Häuser. Wessen Feuer erlischt, der soll aus eben diesen Resten (avakṣāṇa) [?] es (neu) reiben; so bringt er ihn aus seinem eigenen Schoß zur Geburt. Wenn solche Reste nicht da wären, soll man die beiden Reibhölzer mit Asche berührt haben und reiben; aus seinem eigenen Schoß bringt er ihn zur Geburt. Für Agni Tapasvat, Janadvat, Pāvakavat (den Glühenden, den Volkreichen, den Reinigenden) soll er einen Opferkuchen auf acht Schalen darbringen, wessen Feuer erlischt; denn ihm wird nicht zugedeckt, dennoch geht dieser aus; die Pflanzen sind die Reinigenden; die Pflanzen als Reinigende deckt er ihm als Anteil zu, zur Zeugung.
trayastriṃśat tantavo yaṃ vitanvata imaṃ ca yajñaṃ sudhayā dadante / tebhiś chidram apidadhmo yad atra svāhā yajño apyetu devān //
„Dreiunddreißig Fäden, die das Opfer ausspannen und dies Opfer mit Labetrank halten: mit diesen decken wir die Lücke zu, die hierin ist; svāhā! Das Opfer gehe ein zu den Göttern.“
iti juhuyād yady ano vā ratho vāntarā viyāyād evāvanto vai yajñasya tantavo devatā vā etās tān vā etat samavṛkṣat tāḥ saṃdadhāty etad dha sma vā āhur dākṣāyaṇās tantūnt samavṛkṣad gām anvatyāvartayeti gaur hi yajñiyā medhyedaṃ viṣṇur vicakramā iti padaṃ yopayati viṣṇoḥ svid eva yajñasya vikrāntam akar apo 'nvatiṣiñcati śāntyai
So soll er opfern, wenn ein Karren oder Wagen dazwischen hindurchfährt. So viele nämlich sind die Fäden des Opfers; Gottheiten sind diese; diese hat er (der Karren) zerrissen [?]; diese fügt er wieder zusammen. Dies sagten die Dākṣāyaṇas: „Die Fäden hat er zerrissen [?]; lass eine Kuh darüber hinweggehen“; denn die Kuh ist opferwürdig, rein. „Dies hat Viṣṇu durchschritten“ — damit verwischt er die Spur; nur den Schritt des Viṣṇu (des Opfers) hat er gemacht. Er gießt Wasser nach, zur Beschwichtigung.
Rudra gehört (die Milch), wenn sie in der Kuh ist; Vāyu, wenn sie freigegeben (das Kalb losgelassen) ist; den Aśvins, wenn gemolken wird; Soma, wenn gemolken ist; Varuṇa, wenn aufgekocht; Mitra, wenn mit der Rahmhaut gefasst [?]; den Maruts, wenn sie Tropfen hat; Pūṣan, wenn sie übergegangen [?] ist; Sarasvatī, wenn verschüttet; Viṣṇu, wenn zurückgeführt; dem Himmel (svarga) gehört (sie), wenn abgesetzt; Tvaṣṭṛ, wenn sie aufgeschöpft wird; Dhātṛ, wenn aufgeschöpft; Viśvakarman, wenn emporgehoben; Savitṛ, wenn vorwärtsgeführt; Himmel und Erde, wenn dargebracht; Indra und Agni, wenn herangetreten; Prajāpati, in der Samidh; den Allgöttern, wenn geopfert.