āpa undantu jīvase dīrghāyutvāya varcasa oṣadhe trāyasvainagg svadhite mainaṃ hiṃsīrdevaśrūretāni pra vape svastyuttarāṇyaśīyāpo asmānmātaraḥ śundhantu ghṛtena no ghṛtapuvaḥ punantu viśvamasmatpra vahantu ripramudābhyaḥ śucirā pūta emi somasya tanūrasi tanuvaṃ me pāhi mahīnāṃ payo'si varcodhā asi varco mayi dhehi vṛtrasya kanīnikāsi cakṣuṣpā asi cakṣurme pāhi citpatistvā punātu vākpatistvā punātu devastvā savitā punātvacchidreṇa pavitreṇa vasoḥ sūryasya raśmibhistasya te pavitrapate pavitreṇa yasmai kaṃ pune tacchakeyamā vo devāsa īmahe satyadharmāṇo adhvare yadvo devāsa āgure yajñiyāso havāmaha indrāgnī dyāvāpṛthivī āpa oṣadhīstvaṃ dīkṣāṇāmadhipatirasīha mā santaṃ pāhi
Die Wasser mögen dich benetzen zum Leben, zu langem Leben, zu Glanz. O Kraut, rette ihn; Axt, verletze ihn nicht. Diese von den Göttern gehörten Samenkörner streue ich aus; mit Wohlergehen mögest du die weiteren Tage erlangen. Die Wasser, unsere Mütter, mögen uns reinigen; mit Ghee mögen die Ghee-Reiniger uns läutern; alle Unreinheit mögen sie von uns forttragen. Rein, geläutert gehe ich hervor. Du bist der Leib des Soma; schütze meinen Leib. Du bist der Milchsaft der großen Wasser, du bist Glanzverleiher; verleih mir Glanz. Du bist das Äuglein des Vṛtra [?]. Du bist der Augen-Schützer; schütze mein Auge. Der Herr des Denkens läutere dich, der Herr der Rede läutere dich, der Gott Savitṛ läutere dich mit dem lückenlosen Läuterer, mit den Strahlen der Sonne des Guten. Dir, o Herr des Läuterers, mit dem Läuterer – wen auch immer ich damit läutere, das möge ich vermögen. Euch, ihr Götter wahrhaftiger Ordnung, bitten wir beim Opfer; da ihr Götter uns gerufen habt, rufen wir euch, die Opferwürdigen, herbei: Indra und Agni, Himmel und Erde, die Wasser, die Kräuter. Du bist der Oberherr der Weihungen; schütze den, der hier ist.
Wort für Wort
āpa
die Wasser
undantu
mögen benetzen
jīvase
zum Leben
dīrghāyutvāya
zu langem Leben
varcasa
zu Glanz
oṣadhe
o Kraut
trāyasvainagg
rette; ihn
svadhite
o Axt
mainaṃ
nicht; ihn
hiṃsīrdevaśrūretāni
verletze; die von den Göttern gehörten [Samen]; diese
pra
aus-
vape
streue ich
svastyuttarāṇyaśīyāpo
mit Wohlergehen; die weiteren [Tage]; mögest du erlangen; die Wasser
Für die Absicht, für den Antrieb, für Agni, Svāhā! Für die Einsicht, für das Denken, für Agni, Svāhā! Für die Weihe, für die Askese, für Agni, Svāhā! Für Sarasvatī, für Pūṣan, für Agni, Svāhā! Die göttlichen Wasser, die hohen, allen wohltuenden, Himmel und Erde, die weite Luftmitte – Bṛhaspati möge uns durch die Opfergabe stärken, Svāhā! Alle Götter hat sich der Sterbliche zum Freund des Führers erwählt; alle erwählen sich Reichtum, du zielst darauf; Glanz möge er sich erwählen, du gedeihst, Svāhā. Im Kunstwerk von Ṛc und Sāman seid ihr tätig; ihr seid die Guten, euch ergreife ich; beschützt mich bei diesem Opfer, seiner Verpflichtung [?]. Diese Erwägung dessen, der dich zu gewinnen sucht: du Gott, ordne das Können, die Fähigkeit wohl, o Varuṇa. Alle Nöte wollen wir überwinden wie einst Yayāti; wir wollen das gut überfahrende Schiff besteigen. Der Kraft, dem Wollknäuel des Aṅgiras [?] – mir gib Kraft; behüte mich, verletze mich nicht. Des Viṣṇu Schutz bist du; den Schutz des Opferherrn gewähre mir. Vor dem Blick der Gestirne schütze mich; du bist der Mutterschoß Indras; verletze mich nicht. Für den Ackerbau nehme ich dich, für gutes Saatkorn, für die pflaumenreichen [?] Kräuter mit gutem Schoß; der Gott Waldbaum, aufrecht, behüte mich von oben, Svāhā! Das Opfer mit dem Denken, Svāhā; für Himmel und Erde, Svāhā; für die weite Luftmitte, Svāhā; das Opfer ergreife ich vom Wind her.
Wort für Wort
ākūtyai
für die Absicht
prayuje'gnaye
für den Antrieb; für Agni
svāhā
Svāhā
medhāyai
für die Einsicht
manase'gnaye
für das Denken; für Agni
svāhā
Svāhā
dīkṣāyai
für die Weihe
tapase'gnaye
für die Askese; für Agni
svāhā
Svāhā
sarasvatyai
für Sarasvatī
pūṣṇe'gnaye
für Pūṣan; für Agni
svāhāpo
Svāhā; die Wasser
devīrbṛhatīrviśvaśambhuvo
die göttlichen; die hohen; allen wohltuend
dyāvāpṛthivī
Himmel und Erde
urvantarikṣaṃ
die weite Luftmitte
bṛhaspatirno
Bṛhaspati; uns
haviṣā
durch die Opfergabe
vṛdhātu
möge stärken
svāhā
Svāhā
viśve
alle
devasya
des Gottes
neturmarto'vṛṇīta
des Führers; der Sterbliche; hat erwählt
sakhyaṃ
zum Freund
viśve
alle
rāya
Reichtum
iṣudhyasi
du zielst
dyumnaṃ
Glanz
vṛṇīta
möge er erwählen
puṣyase
du gedeihst
svāharksāmayoḥ
Svāhā; von Ṛc und Sāman
śilpe
im Kunstwerk
sthaste
seid ihr; die Guten
vāmā
die Guten
rabhe
ergreife ich
te
euch
mā
mich
pātamāsya
beschützt; bei diesem
yajñasyodṛca
Opfer; seiner Verpflichtung [?]
imāṃ
diese
dhiyaṃ
Erwägung
śikṣamāṇasya
dessen, der zu gewinnen sucht
deva
o Gott
kratuṃ
das Können
dakṣaṃ
die Fähigkeit
varuṇa
o Varuṇa
saṃśiśādhi
ordne wohl
yayāti
wie Yayāti
viśvā
alle
duritā
Nöte
tarema
wollen wir überwinden
sutarmāṇamadhi
das gut überfahrende; hinauf
nāvaṃ
das Schiff
ruhemorgasyāṅgirasyūrṇamradā
wollen wir besteigen; der Kraft; des Aṅgiras; der Wollknäuel [?]
ūrjaṃ
Kraft
me
mir
yaccha
gib
pāhi
behüte
mā
mich
mā
nicht
mā
mich
hiṃsīrviṣṇoḥ
verletze; des Viṣṇu
śarmāsi
der Schutz; du bist
śarma
der Schutz
yajamānasya
des Opferherrn
śarma
den Schutz
me
mir
yaccha
gewähre
nakṣatrāṇāṃ
der Gestirne
mātīkāśāt
mich; vor dem Blick
pāhīndrasya
schütze; des Indra
yonirasi
der Mutterschoß; du bist
mā
mich
mā
nicht
hiṃsīḥ
verletze
kṛṣyai
für den Ackerbau
tvā
dich
susasyāyai
für gutes Saatkorn
supippalābhyastvauṣadhībhyaḥ
für die pflaumenreichen [?]; dich; für die Kräuter
daivīṃ dhiyaṃ manāmahe sumṛḍīkāmabhiṣṭaye varcodhāṃ yajñavāhasaṃ supārā no asadvaśe | ye devā manojātā manoyujaḥ sudakṣā dakṣapitāraste naḥ pāntu te no'vantu tebhyo namastebhyaḥ svāhāgne tvaṃ su jāgṛhi vayaṃ su mandiṣīmahi gopāya naḥ svastaye prabudhe naḥ punardadaḥ | tvamagne vratapā asi deva ā martyeṣvā | tvaṃ yajñeṣvīḍyaḥ || viśve devā abhi mā māvavṛtran pūṣā sanyā somo rādhasā devaḥ savitā vasorvasudāvā rāsveyathsomābhūyo bhara mā pṛṇanpūrtyā vi rādhi māhamāyuṣā candramasi mama bhogāya bhava vastramasi mama bhogāya bhavosrāsi mama bhogāya bhava hayo'si mama bhogāya bhava chāgo'si mama bhogāya bhava meṣo'si mama bhogāya bhava vāyave tvā varuṇāya tvā nirṛtyai tvā rudrāya tvā devīrāpo apāṃ napādya ūrmirhaviṣya indriyāvānmadintamastaṃ vo māvakramiṣamacchinnaṃ tantuṃ pṛthivyā anu geṣaṃ bhadrādabhi śreyaḥ prehi bṛhaspatiḥ pura etā te astvathemava sya vara ā pṛthivyā āre śatrūn kṛṇuhi sarvavīra edamaganma devayajanaṃ pṛthivyā viśve devā yadajuṣanta pūrva ṛksāmābhyāṃ yajuṣā santaranto rāyaspoṣeṇa samiṣā madema
Wir sinnen auf die göttliche Erwägung, die gnädige, zur Unterstützung; sie, die Glanz verleiht, die Opfer trägt, möge uns in ihrer Macht wohl gelingen. Die Götter, die geistgeboren, geistvereint, wohlgeschickt, die Väter der Geschicklichkeit sind – sie sollen uns hüten, sie sollen uns beistehen; ihnen Verehrung, ihnen Svāhā! Agni, wache du gut; wir wollen uns gut erfreuen. Hüte uns zum Wohlergehen; gib uns beim Erwachen alles wieder zurück. Du, Agni, bist der Wächter der Gelübde unter den Sterblichen, o Gott; du bist im Opfer preiswürdig. Alle Götter mögen sich mir zuwenden; Pūṣan zum Gewinn, Soma mit der Belohnung, der Gott Savitṛ, der Gut-Schenkende, schenke mir Gutes; lass mich noch reicher an Soma werden; fülle mich nicht mit bloßer Erfüllung, entfalte mich nicht vergeblich. Durch das Leben sei ich beim Mond; werde mir zum Genuss. Du bist das Gewand, werde mir zum Genuss; du bist die Kuh, werde mir zum Genuss; du bist das Ross, werde mir zum Genuss; du bist die Ziege, werde mir zum Genuss; du bist der Widder, werde mir zum Genuss. Zu Vāyu nehme ich dich, zu Varuṇa dich, zu Nirṛti dich, zu Rudra dich, ihr göttlichen Wasser; des Wassers Sprössling, hierher tretend, die kraftvollste Woge der Opfergabe, die berauschendste – heim gehe ich zu euch, ich wanke nicht; dem unzerrissenen Faden der Erde entlang möge ich gehen. Vom Guten zum Besseren geh voran; Bṛhaspati sei dir voran als Führer; danach gehe ich in dieser Welt; im weiten Bereich der Erde halte die Feinde fern; sei mit allen Helden. Hierher sind wir zur Götteropferstätte der Erde gelangt; was die Allgötter zuvor gern angenommen haben, wollen wir, mit dem Ṛc und dem Sāman, mit dem Spruch hindurchgelangend, am Zuwachs des Reichtums, mit der Opferspeise, uns erfreuen.
Dies ist dein lichter Leib, o Glänzender, dies dein Glanz; damit werde ganz; gehe zum Glänzenden; du bist rasch [?], durch das Denken gehalten, den Göttern willkommen, für Viṣṇu; von ihm, dem Wahrhaft-Antreibenden, möge ich beim Antrieb das Werkzeug der Rede erlangen, Svāhā! Du bist licht, du bist unsterblich, du bist die allgöttliche Opfergabe; ich besteige das Auge der Sonne, das Äuglein des Agni; wenn du mit den Falben fährst, glänzend, bist du auch dem Redekundigen zugänglich; du bist Denken, du bist fest, du bist Süden, du bist opferwürdig, du bist Kṣatriya-artig; du bist Aditi, beiderseits mit einem Haupt; sie sei uns nach vorn gerichtet, nach hinten gerichtet; werde ganz. Mitra binde dich am Fuß; Pūṣan schütze dich auf dem Weg; du gehörst Indra, dem Aufseher; dich möge die Mutter bedenken, dich der Vater, dich der Bruder, der Mitgeborene, dich der Freund, der Genosse. Sie, die Göttin, gehe zum Gott; für Indra bringe den Soma; Rudra möge dich zurückführen, auf dem Weg des Mitra, mit Heil; als Genosse des Soma kehre wieder, mitsamt dem Reichtum.
Wort für Wort
iyaṃ
dies
te
dein
śukra
o Glänzender
tanūridaṃ
der Leib; dies
varcastayā
dein Glanz; damit
saṃ
ganz
bhava
werde
bhrājaṃ
zum Glänzenden
gaccha
gehe
jūrasi
rasch [?]; du bist
dhṛtā
gehalten
manasā
durch das Denken
juṣṭā
willkommen
viṣṇave
für Viṣṇu
tasyāste
von ihm; dir
satyasavasaḥ
des Wahrhaft-Antreibenden
prasave
beim Antrieb
vāco
der Rede
yantramaśīya
das Werkzeug; möge ich erlangen
svāhā
Svāhā
śukramasyamṛtamasi
licht; du bist; unsterblich; du bist
vaiśvadevaṃ
die allgöttliche
haviḥ
Opfergabe
sūryasya
der Sonne
cakṣurāruhamagnerakṣṇaḥ
das Auge; besteige ich; des Agni; Äuglein
kanīnikāṃ
das Äuglein
yadetaśebhirīyase
wenn; mit den Falben; du fährst
bhrājamāno
glänzend
vipaścitā
dem Redekundigen
cidasi
auch; du bist
manāsi
Denken; du bist
dhīrasi
fest; du bist
dakṣiṇā
Süden
si
du bist
yajñiyāsi
opferwürdig; du bist
kṣatriyāsyaditirasyubhayataḥ
Kṣatriya-artig; du bist; Aditi; du bist; beiderseits
śīrṣṇī
mit einem Haupt
sā
sie
naḥ
uns
suprācī
nach vorn gerichtet
supratīcī
nach hinten gerichtet
saṃ
ganz
bhava
werde
mitrastvā
Mitra; dich
padi
am Fuß
badhnātu
möge binden
pūṣādhvanaḥ
Pūṣan; auf dem Weg
pātvindrāyādhyakṣāyānu
möge schützen; für Indra; den Aufseher; entsprechend
Du bist die Gute, du bist Rudra-artig, du bist Aditi, du bist Āditya-artig, du bist licht, du bist mondgleich. Bṛhaspati möge sich an dir in Wohlgesonnenheit erfreuen; Rudra möge dich mit den Vasus erkennen. Auf das Haupt der Erde gieße ich dich, an der Götteropferstätte, an der Stätte der Iḍā, ghee-reich, Svāhā! Abgeschnitten sei der Unhold, abgeschnitten die Missgunst-Dämonen; ich schneide hiermit dem Unhold den Nacken ab; wer uns hasst und den wir hassen, dessen Nacken schneide ich hiermit ab. Bei uns sei der Reichtum, bei dir der Reichtum, beim Preisenden der Reichtum. Zusammen sei, Göttin, das den beiden Göttinnen [?] Gehörige; sieh du hierauf; mit Tvaṣṭṛ vereint [?], guten Samens, den Samen setzend, möge ich einen Helden finden; in deinem Anblick möge ich nicht vom Zuwachs des Reichtums getrennt werden.
Wort für Wort
vasvyasi
die Gute; du bist
rudrāsyaditirasyādityāsi
Rudra-artig; du bist; Aditi; du bist; Āditya-artig; du bist
Mit deinem Stengel vermische sich dein Stengel, Glied mit Glied; dein Duft befriedige das Verlangen zum Rausch; der Saft, unerschütterlich, unsterblich [?], bist du; licht ist dein Trank. Ihm, dem Gott Savitṛ – ein Beiwort unsicherer Bedeutung [?] –, dem Seher-gesinnten, singe ich zu, dem Wahrhaft-Antreibenden, dem Schatzträger, dem lieben Gedanken zugewandt, dessen Erwägung beim Antrieb aufgeleuchtet hat; mit goldener Hand hat ihn der Wohlkundige gemessen, durch Geschicklichkeit den Himmel erreichend. Dich nehme ich für die Nachkommen, dich für den Atem, dich für den Durchatem; den Nachkommen entsprechend atme; den Nachkommen entsprechend mögen sie dir atmen.
somaṃ te krīṇāmyūrjasvantaṃ payasvantaṃ vīryāvantamabhimātiṣāhaṃ śukraṃ te śukreṇa krīṇāmi candraṃ candreṇāmṛtamamṛtena samyatte gorasme candrāṇi tapasastanūrasi prajāpatervarṇastasyāste sahasrapoṣaṃ puṣyantyāścarameṇa paśunā krīṇāmyasme te bandhurmayi te rāyaḥ śrayantāmasme jyotiḥ somavikrayiṇi tamo mitro na ehi sumitradhā indrasyoru mā viśa dakṣiṇamuśannuśantagg syonaḥ syonagg svāna bhrājāṅghāre bambhāre hasta suhasta kṛśānavete vaḥ somakrayaṇāstānrakṣadhvaṃ mā vo dabhan || ūruṃ dvāviṃśatiśca || 1| 2|| 7|| udāyuṣā svāyuṣodoṣadhīnāṃ rasenotparjanyasya śuṣmeṇodasthāmamṛtāṃ anu | urvantarikṣamanvihyadityāḥ sado'syadityāḥ sada āsīdāstabhnāddyāmṛṣabho antarikṣamamimīta varimāṇaṃ pṛthivyā āsīdadviśvā bhuvanāni samrāḍviśvettāni varuṇasya vratāni vaneṣu vyantarikṣaṃ tatāna vājamarvathsu payo aghniyāsu hṛthsu kratuṃ varuṇo vikṣvagniṃ divi sūryamadadhāthsomamadrāvudutyaṃ jātavedasaṃ devaṃ vahanti ketavaḥ | dṛśe viśvāya sūryam || usrāvetaṃ dhūrṣāhāvanaśrū avīrahaṇau brahmacodanau varuṇasya skambhanamasi varuṇasya skambhasarjanamasi pratyasto varuṇasya pāśaḥ
Ich kaufe dir den Soma ab, den kraftvollen, saftreichen, heldenhaften, die Übermacht Bezwingenden; den lichten kaufe ich dir mit dem Lichten ab, den mondgleichen mit dem Mondgleichen, den unsterblichen mit dem Unsterblichen; gleichmäßig sei dir das der Kuh Zugehörige [?]. Mit den Mondscheiben der Askese bist du der Leib, des Prajāpati Farbe; die tausendfach gedeihende Kuh gedeiht; mit dem letzten Vieh kaufe ich dich ab. Bei uns sei deine Verwandtschaft, bei mir dein Reichtum; bei uns möge sich Licht einfinden, bei dir, o Soma-Verkäuferin, das Dunkel [?]; komm zu uns wie zu einem Freund [?], du Gut-Freund-Machender, in Indras Weite; geh dorthin, o rechte, willige, behagliche, behagliche wie ein Ton [?]; o Hand, gute Hand, ihr Kṛśānu-Wächter [?], glänzend, brennend [?]; euch, die Soma-Kaufmittel, schützt – nicht sollen euch die Feinde täuschen. – Ellenlänge und zweiundzwanzig [?]. – Mit dem Leben, dem eigenen Leben, mit dem Saft der Kräuter und der Kraft des Parjanya bin ich aufgestanden, den unsterblichen Kräften entsprechend; geh der weiten Luftmitte entgegen, der Aditi Sitz; er, dieser, ist der Sitz der Aditi; er hat gesessen, hat den Himmel gestützt; der Stier hat die Luftmitte gemessen, die Ausdehnung der Erde besessen; er ist der Allherrscher, alle diese sind des Varuṇa Gebote; in den Wäldern hat er die Luftmitte ausgebreitet, Kampfkraft in die Rosse, Milch in die Kühe, Willenskraft in die Herzen hat Varuṇa unter die Stämme gelegt, Agni an den Himmel, die Sonne hat er gesetzt, den Pressstein zum Soma; hoch tragen ihn, den Jātavedas, die Banner, zum Anblick alles Volkes, die Sonne. Die beiden Rinder, den Wagen ziehend, unerschöpft, heldenkräftig, sind Antreiber des heiligen Wortes. Du bist die Stütze des Varuṇa, du bist die Stützerzeugung des Varuṇa; abgeschossen sei des Varuṇa Fessel.
Wort für Wort
somaṃ
den Soma
te
dir
krīṇāmyūrjasvantaṃ
kaufe ich ab; den kraftvollen
payasvantaṃ
den saftreichen
vīryāvantamabhimātiṣāhaṃ
den heldenhaften; den die Übermacht Bezwingenden
śukraṃ
den lichten
te
dir
śukreṇa
mit dem Lichten
krīṇāmi
kaufe ich ab
candraṃ
den mondgleichen
candreṇāmṛtamamṛtena
mit dem Mondgleichen; den unsterblichen; mit dem Unsterblichen
samyatte
gleichmäßig; dir
gorasme
das der Kuh Zugehörige [?]; bei uns
candrāṇi
die Mondscheiben
tapasastanūrasi
der Askese; der Leib; du bist
prajāpatervarṇastasyāste
des Prajāpati; die Farbe; dir
sahasrapoṣaṃ
tausendfach gedeihend
puṣyantyāścarameṇa
die gedeiht; mit dem letzten
paśunā
Vieh
krīṇāmyasme
kaufe ich ab; bei uns
te
dein
bandhurmayi
die Verwandtschaft; bei mir
te
dein
rāyaḥ
der Reichtum
śrayantāmasme
möge sich einfinden; bei uns
jyotiḥ
Licht
somavikrayiṇi
o Soma-Verkäuferin
tamo
das Dunkel [?]
mitro
wie zu Freund [?]
na
wie
ehi
komm
sumitradhā
du Gut-Freund-Machender
indrasyoru
in Indras Weite
mā
dorthin
viśa
geh hinein
dakṣiṇamuśannuśantagg
die rechte; willig; willig
syonaḥ
behaglich
syonagg
behaglich
svāna
wie ein Ton [?]
bhrājāṅghāre
glänzend; brennend
bambhāre
brennend [?]
hasta
o Hand
suhasta
gute Hand
kṛśānavete
ihr Kṛśānu-Wächter [?]
vaḥ
euch
somakrayaṇāstānrakṣadhvaṃ
die Soma-Kaufmittel; sie; schützt
mā
nicht
vo
euch
dabhan
sollen täuschen
||
[Versende]
ūruṃ
Elle [?]
dvāviṃśatiśca
und zweiundzwanzig
||
[Versende]
1|
[Zählmarke]
2||
[Zählmarke]
7||
[Zählmarke]
udāyuṣā
mit dem Leben; bin aufgestanden
svāyuṣodoṣadhīnāṃ
mit dem eigenen Leben; der Kräuter
rasenotparjanyasya
mit dem Saft; und des Parjanya
śuṣmeṇodasthāmamṛtāṃ
mit der Kraft; bin aufgestanden; den unsterblichen [Kräften]
anu
entsprechend
|
[Versende]
urvantarikṣamanvihyadityāḥ
der weiten Luftmitte; entgegen geh; der Aditi
sado'syadityāḥ
der Sitz; du bist; der Aditi
sada
Sitz
āsīdāstabhnāddyāmṛṣabho
er hat gesessen; hat gestützt; den Himmel; der Stier
antarikṣamamimīta
die Luftmitte; hat gemessen
varimāṇaṃ
die Ausdehnung
pṛthivyā
der Erde
āsīdadviśvā
hat besessen; alle
bhuvanāni
die Wesen
samrāḍviśvettāni
der Allherrscher; alle diese
varuṇasya
des Varuṇa
vratāni
Gebote
vaneṣu
in den Wäldern
vyantarikṣaṃ
die Luftmitte; aus-
tatāna
hat ausgebreitet
vājamarvathsu
Kampfkraft; in den Rossen
payo
Milch
aghniyāsu
in den Kühen
hṛthsu
in den Herzen
kratuṃ
Willenskraft
varuṇo
Varuṇa
vikṣvagniṃ
unter die Stämme; Agni
divi
am Himmel
sūryamadadhāthsomamadrāvudutyaṃ
die Sonne; hat gesetzt; den Soma; den Pressstein; hoch
Erhebe dich, Herr der Wesen, über alle Sitze; nicht sollen dich die Umherstreifenden [?] erkennen, nicht die Wegelagerer, nicht die bösen Wölfe, nicht der Gandharva Viśvāvasu; falkengleich geworden, fliege fort zum Haus des Opferherrn; von den Göttern wohlbereitet, zum Wohlergehen des Opferherrn; auch er, dem Weg zugehörig, ist von uns erreicht – zum Wohlergehen, zur unversehrten Kuh, mit der er alle Feindschaften abwehrt, findet er Gut. Verehrung dem Auge des Mitra und Varuṇa; dem großen Gott bezeugt diese Ordnung Verehrung; dem fernhin sichtbaren, gottgeborenen Banner, dem Sohn des Himmels, der Sonne, sagt es. Du bist die Stütze des Varuṇa, du bist die Stützerzeugung des Varuṇa; gelöst ist des Varuṇa Fessel.
Du bist die Gastfreundschaft des Agni; dich nehme ich für Viṣṇu. Du bist die Gastfreundschaft des Soma; dich nehme ich für Viṣṇu. Du bist die Gastfreundschaft des Gastes; dich nehme ich für Viṣṇu. Dich nehme ich für Agni, für den Reichtums-Zuwachs-Geber; dich für Viṣṇu, für den Falken, den Soma-Träger; dich für Viṣṇu. Deine Stätten, die man mit der Opfergabe verehrt, die mögen dir insgesamt zuteilwerden. Führe das Opfer fort, o Soma, hausvermehrend, weiterführend, heldenkräftig, nicht heldenlosmachend, in dein Haus. Der Aditi Sitz ist es – setze dich, der Aditi Sitz. Du bist Varuṇa, festen Gelübdes; du bist Varuṇa-artig, zum Heil; von der Freundschaft der Götter scheide mich nicht; von der Tätigkeit der Götter möge ich nie getrennt sein. Dich nehme ich für den Herrn des Hauses; dich für den Herrn des Umherschutzes; dich für den Sohn des eigenen Leibes; dich für den Śākvara; du Vermögender, dich für den Kraftvollsten. Du bist unbezwinglich, unbezwingbar, der Götter Kraft; vor Verwünschung schützend, unverwünscht sei ich; entsprechend möge der Herr der Weihe an meine Weihe denken, der Herr der Askese entsprechend an meine Askese; unmittelbar möge ich zur Wahrheit gelangen; im guten Gehen gewähre mir.
Wort für Wort
agnerātithyamasi
des Agni; die Gastfreundschaft; du bist
viṣṇave
für Viṣṇu
tvā
dich
somasyātithyamasi
des Soma; die Gastfreundschaft; du bist
viṣṇave
für Viṣṇu
tvātitherātithyamasi
dich; des Gastes; die Gastfreundschaft; du bist
viṣṇave
für Viṣṇu
tvāgnaye
dich; für Agni
tvā
dich
rāyaspoṣadāvnne
für den Reichtums-Zuwachs-Geber
viṣṇave
für Viṣṇu
tvā
dich
śyenāya
für den Falken
tvā
dich
somabhṛte
den Soma-Träger
viṣṇave
für Viṣṇu
tvā
dich
yā
die
te
deine
dhāmāni
Stätten
haviṣā
mit der Opfergabe
yajanti
man verehrt
tā
die
te
dir
viśvā
insgesamt
paribhūrastu
mögen zuteilwerden
yajñaṃ
das Opfer
gayasphānaḥ
hausvermehrend
prataraṇaḥ
weiterführend
suvīro'vīrahā
heldenkräftig; nicht heldenlosmachend
pra
fort-
carā
führe
soma
o Soma
duryānadityāḥ
in dein Haus; der Aditi
sado'syadityāḥ
der Sitz; du bist; der Aditi
sada
Sitz
ā
hin-
sīda
setze dich
varuṇo'si
Varuṇa; du bist
dhṛtavrato
festen Gelübdes
vāruṇamasi
Varuṇa-artig; du bist
śaṃyordevānāṃ
zum Heil; der Götter
sakhyānmā
von der Freundschaft; nicht mich
devānāmapasaśchithsmahyāpataye
der Götter; von der Tätigkeit; möge ich nicht getrennt sein; für den Herrn des Hauses
aṃśuraṃśuste deva somāpyāyatāmindrāyaikadhanavida ā tubhyamindraḥ pyāyatāmā tvamindrāya pyāyasvāpyāyaya sakhīnthsanyā medhayā svasti te deva soma sutyāmaśīyeṣṭā rāyaḥ preṣe bhagāyartamṛtavādibhyo namo dive namaḥ pṛthivyā agne vratapate tvaṃ vratānāṃ vratapatirasi yā mama tanūreṣā sā tvayi yā tava tanūriyaṃ sā mayi saha nau vratapate vratinorvratāni yā te agne rudriyā tanūstayā naḥ pāhi tasyāste svāhā yā te agne'yāśayā rajāśayā harāśayā tanūrvarṣiṣṭhā gahvareṣṭhograṃ vaco apāvadhīṃ tveṣaṃ vaco apāvadhīg svāhā
Stengel um Stengel möge dein, o Gott Soma, anschwellen; für Indra, den Gewinner des einen Reichtums. Dir möge Indra anschwellen; du mögest für Indra anschwellen; lass die Freunde anschwellen mit dem gemeinsamen Erwägen. Zum Heil dir, Gott Soma, möge ich das Auspressen erlangen; der Reichtum sei erstrebt, zum Glück gesandt; der Wahrheit, den nach der Wahrheit Redenden gebührt Verehrung, dem Himmel Verehrung, der Erde. Agni, Herr der Gelübde, du bist der Herr der Gelübde; welches mein Leib ist, der ist in dir; welches dein Leib ist, der ist in mir; zusammen seien, Herr der Gelübde, uns beider Gelobenden Gelübde. Was dein, Agni, Rudra-artiger Leib ist, mit dem schütze uns; ihm, dir, Svāhā! Was dein, Agni, im Fels-Lager, im Blut-Lager [?], im Feuer-Lager [?] befindlicher Leib ist, der höchste, der in der Wildnis wohnende [?] – ein grausames Wort habe ich abgewehrt, ein schneidiges Wort habe ich abgewehrt, Svāhā!
Wort für Wort
aṃśuraṃśuste
Stengel um Stengel; dein
deva
o Gott
somāpyāyatāmindrāyaikadhanavida
Soma; möge anschwellen; für Indra; den Gewinner des einen Reichtums
ā
[Partikel]
tubhyamindraḥ
dir; Indra
pyāyatāmā
möge anschwellen
tvamindrāya
du; für Indra
pyāyasvāpyāyaya
mögest anschwellen; lass anschwellen
sakhīnthsanyā
die Freunde; gemeinsam
medhayā
mit dem Erwägen
svasti
zum Heil
te
dir
deva
o Gott
soma
Soma
sutyāmaśīyeṣṭā
das Auspressen; möge ich erlangen; erstrebt
rāyaḥ
der Reichtum
preṣe
gesandt
bhagāyartamṛtavādibhyo
zum Glück; der Wahrheit; den nach der Wahrheit Redenden
Du bist mir die Gewinn-Bringende, du bist mir die Schärfe-Bringende [?]; hüte mich, dass ich nicht in Not gerate, dass ich nicht in Not meine Habe verliere [?]. Agni heißt Nebel; Agni, Aṅgiras, der du auf dieser Erde bist – mit dem Namen, der zu deinem Leben gehört, komm herbei; mit dem Namen, der dein unbezwinglicher, opferwürdiger Name ist, habe ich dich, Agni Aṅgiras, gesetzt, der du auf der zweiten, dritten Erde bist – mit dem Namen, der zu deinem Leben gehört, komm herbei; mit dem Namen, der dein unbezwinglicher, opferwürdiger Name ist, habe ich dich gesetzt. Du bist die Löwin, du bist die Büffelkuh; weit dehne dich, weit dehne sich der Opferherr für dich; du bist beständig; reinige dich für die Götter, schmücke dich für die Götter. Indra-Getön möge dich mit den Vasus von Osten her schützen; Gedanken-Schnelligkeit möge dich mit den Vätern von Süden her schützen; Umsicht möge dich mit den Rudras von Westen her schützen; Allwirkung möge dich mit den Ādityas von Norden her schützen. Du bist die Löwin, die Nebenbuhler-Bezwingerin, Svāhā! Du bist die Löwin, die gute Nachkommenschaft Bringende, Svāhā! Du bist die Löwin, die den Zuwachs des Reichtums Bringende, Svāhā! Du bist die Löwin, die Aditi-Bringende [?], Svāhā! Du, Löwin, führe die Götter herbei, dem gottergebenen Opferherrn, Svāhā! Für die Wesen nehme ich dich, du bist von allem Leben; festige die Erde, du bist der fest Wohnende; festige die Luftmitte, du bist der Unerschütterlich-Wohnende; festige den Himmel; du bist die Asche des Agni, du bist der Rückstand des Agni.
Es schirren ihr Denken an, es schirren ihre Gedanken an die redekundigen Priester des hohen, kenntnisreichen Savitṛ; er allein verteilt die Opferanteile, der Kenntnis-Wissende; groß ist des Gottes Savitṛ Umlob. Gut redend, o Gott, ruf ins Haus; bei der Götter-Kunde ertöne es bei den Göttern; uns werde ein Held geboren, tüchtig, wie ihn wir alle als Nachlebende genießen mögen, der der Vielen Gebieter sei. Dies hat Viṣṇu durchschritten, dreifach hat er seinen Schritt niedergesetzt; in seinem Staub ist alles versammelt. Fruchtreich, milchreich sei die Erde für den Menschen, ruhmvoll, mit guter Weide. Auseinander gestützt hat er beide Welthälften, Viṣṇu; er hat die Erde ringsum mit seinen Pflöcken gehalten. Nach Osten gerichtet, geht voran, das Opfer bereitend; führt das Opfer aufwärts, lasst es hier nicht gleiten; verweilt hier auf dem Rücken der Erde. Des Himmels oder der Erde, o Viṣṇu, des Größeren oder der Luftmitte, o Viṣṇu – fülle beide Hände mit vielem Gut; reiche dar von rechts und von links. Von Viṣṇu will ich nun die Heldentaten verkünden, der die irdischen Räume ausgemessen hat, der den oberen Wohnsitz gestützt hat, weit ausschreitend, dreifach, weitschreitend. Du bist die Stirn des Viṣṇu, du bist der Rücken des Viṣṇu; ihr seid des Viṣṇu Bindebänder [?]; du bist des Viṣṇu Naht; du bist des Viṣṇu Beständigkeit; du bist Viṣṇu-artig; dich nehme ich für Viṣṇu.
kṛṇuṣva pājaḥ prasitiṃ na pṛthvīṃ yāhi rāje vāmavāṃ ibhena | tṛṣvīmanu prasitiṃ drūṇāno'stāsi vidhyarakṣasastapiṣṭhaiḥ || tava bhramāsa āśuyā patantyanu spṛśa dhṛṣatā śośucānaḥ | tapūgṣyagne juhvā pataṅgānasaṃdito vi sṛja viṣvagulkāḥ || prati spaśo vi sṛja tūrṇitamo bhavā pāyurviśo asyā adabdhaḥ | yo no dūre aghaśaṃso yo antyagne mākiṣṭe vyathirā dadharṣīt | udagne tiṣṭha pratyā tanuṣva nyamitrāṃ oṣatāttigmahete | yo no arātiṃ samidhāna cakre nīcā taṃ dhakṣyata saṃ na śuṣkam || ūrdhvo bhava prati vidhyādhyasmadāviṣkṛṇuṣva daivyānyagne | ava sthirā tanuhi yātujūnāṃ jāmimajāmiṃ pra mṛṇīhi śatrūn || sa te jānāti sumatiṃ yaviṣṭha ya īvate brahmaṇe gātumairat | viśvānyasmai sudināni rāyo dyumnānyaRyo viduro abhi dyaut || sedagne astu subhagaḥ sudānuryastvā nityena haviṣā ya ukthaiḥ | piprīṣati sva āyuṣi duroṇe viśvedasmai sudinā sāsadiṣṭiḥ || arcāmi te sumatiṃ ghoṣyarvākhsaṃ te vāvātā jaratāmi yaṅgīḥ | svaśvāstvā surathā marjayemāsme kṣatrāṇi dhārayeranu dyūn || iha tvā bhūryā caredupa tmandoṣāvastardīdivāṃsamanu dyūn | kīḍantastvā sumanasaḥ sapemābhi dyumnā tasthivāṃso janānām || yastvā svaśvaḥ suhiraṇyo agna upayāti vasumatā rathena | tasya trātā bhavasi tasya sakhā yasta ātithyamānuṣagjujoṣat || maho rujāmi bandhutā vacobhistanmā piturgotamādanviyāya || tvaṃ no asya vacasaścikiddhi hotaryaviṣṭha sukrato damūnāḥ || asvapnajastaraṇayaḥ suśevā atandrāso'vṛkā aśramiṣṭhāḥ | te pāyavaḥ sadhriyañco niṣadyāgne tava naḥ pāntvamūra || ye pāyavo māmateyaṃ te agne paśyanto andhaṃ duritādarakṣan | rarakṣa tānthsukṛto viśvavedā diphsanta idripavo nā ha debhuḥ || tvayā vayaṃ sadhanyastvotāstava praṇītyaśyāma vājān | ubhā śaṃsā sūdaya satyatāte'nuṣṭhuyā kṛṇuhyahrayāṇa || ayā te agne samidhā vidhema prati stomaṃ śasyamānaṃ gṛbhāya | dahāśaso rakṣasaḥ pāhyasmāndruho nido mitramaho avadyāt || rakṣohaṇaṃ vājinamājigharmi mitraṃ prathiṣṭhamupa yāmi śarma | śiśāno agniḥ kratubhiḥ samiddhaḥ sa no divā sa riṣaḥ pātu naktam || vi jyotiṣā bṛhatā bhātyagnirāvirviśvāni kṛṇute mahitvā | prādevīrmāyāḥ sahate durevāḥ śiśīte śṛṅge rakṣase vinikṣe || uta svānāso diviṣantvagnestigmāyudhā rakṣase hantavā u | made cidasya prarujanti bhāmā na varante paribādho adevīḥ
Mache deine Wucht wie die weite Erde als Fangnetz; fahre, o König, mit deinem Kampfgefährten [?], dem Elefanten. Dem heftigen Fangnetz folgend, durchdringend – du bist der Schütze [?] –, durchbohre die Unholde mit den heißesten Waffen. Deine Wirbel fliegen rasch dahin; berühre kühn, hell lodernd; sende deine heißen Flammen, Agni, mit der Zunge, ungebunden, die fliegenden Feuerbrände nach allen Seiten. Sende die Kundschafter aus, du Allerschnellster; sei der unbetörte Hüter dieses Volkes. Wer uns von fern verwünscht, wer von nahe, Agni – keiner soll dir Schaden zufügen können. Erhebe dich, Agni, richte dich auf gegen den Feind, verbrenne mit scharfem Geschoss [?]; wer uns Missgunst entzündet hat, den brenn nieder wie Dürres. Steh aufwärts, durchbohre; entdecke die Feinde uns gegenüber, offenbare deine göttlichen Werke, Agni; löse die festen Fallen der Zauberer, trenne den verwandten vom unverwandten Feind. Er kennt deine gute Gesinnung, du Jüngster, der dem heiligen Wort solcher Art einen Weg bereitet hat; alle guten Tage, Reichtümer, Glanz möge er erreichen, auch wenn er nicht darum weiß. Der sei, Agni, glückhaft, gut schenkend, der dich mit ständiger Opfergabe, mit Sprüchen zu erfreuen sucht in seinem Leben, in seinem Haus; alle guten Tage möge ihm sein Streben gelingen. Ich besinge deine gute Gesinnung, laut hörbar; dir möge man zujubeln, mögest du dich daran erfreuen [?]. Mit guten Rossen, gutem Wagen mögen wir dich schmücken; bei uns mögen deine Herrschaftskräfte tagtäglich bleiben. Hier möge man dir viel zugehen, o Herr im Haus, in der Dämmerung und über die Tage hin lange leuchtend; spielend, wohlgesinnt, dienen wir dir, die wir zu Glanz gelangt sind unter den Menschen. Wer zu dir kommt mit guten Rossen, gutem Gold, o Agni, mit dem gutbeladenen Wagen – dessen Retter bist du, dessen Freund, wer deine Gastfreundschaft ordnungsgemäß genossen hat. Mit großen Worten der Verwandtschaft breche ich die Macht; das ist mir von Vater Gotama nicht abhandengekommen. Du sollst uns dieses Wort erkennen lassen, Hotṛ, Jüngster, gut Wirkender, im Hause Wohnender. Nicht schlafgeneigt, überwindend, gutgeneigt, unermüdlich, unwölfisch [?], unermüdlichst – diese Hüter, vereint, sitzend, mögen uns, Agni, unaufhörlich [?] schützen. Die Hüter, die des Mamateya-Sohnes Sehende, Agni, den Blinden vor Übeltat bewahrt haben – die haben den gut Handelnden geschützt, den Allwissenden; die tückischen Betrüger täuschten nicht. Durch dich sind wir gewinnreich, durch dich beschützt; durch deine Führung mögen wir Kampfgüter erlangen. Mach beide Anrufungen wahr in der Wahrhaftigkeit; mach es ganz, ohne Bedrängnis [?]. Mit dieser Brennholzscheit, Agni, wollen wir dir dienen; nimm das gesungene Loblied an. Verbrenne die Verwünscher, die Unholde; behüte uns vor Trug, vor Verleumdung, vor der Schmach des Freundes. Den Unholde-tötenden, kraftvollen Soma gieße ich; zu Mitra, dem breitesten, gehe ich um Schutz. Scharf gemacht, Agni, durch die Werke entzündet [?], schütze er uns bei Tag, er vor Schaden bei Nacht. Mit hohem Licht leuchtet Agni, offenbart durch seine Größe alles; er überwindet die göttlichen Truggestalten der Bösen; er schärft die beiden Hörner, gegen den Unhold gerichtet, zum Durchbohren. Auch die Rauschenden mögen am Himmel des Agni scharfe Waffen entfachen, um den Unhold zu töten; im Rausch bersten seine Zornesglanz-Strahlen; die gottlosen Bedränger wehren nicht ab.
Wort für Wort
kṛṇuṣva
mache
pājaḥ
deine Wucht
prasitiṃ
als Fangnetz
na
wie
pṛthvīṃ
die weite [Erde]
yāhi
fahre
rāje
o König
vāmavāṃ
mit deinem Kampfgefährten [?]
ibhena
dem Elefanten
|
[Versende]
tṛṣvīmanu
dem heftigen; folgend
prasitiṃ
Fangnetz
drūṇāno'stāsi
durchdringend; du bist der Schütze [?]
vidhyarakṣasastapiṣṭhaiḥ
durchbohre; die Unholde; mit den heißesten
||
[Versende]
tava
deine
bhramāsa
Wirbel
āśuyā
rasch
patantyanu
fliegen dahin
spṛśa
berühre
dhṛṣatā
kühn
śośucānaḥ
hell lodernd
|
[Versende]
tapūgṣyagne
die heißen [Flammen]; Agni
juhvā
mit der Zunge
pataṅgānasaṃdito
die fliegenden [Feuerbrände]; ungebunden
vi
aus-
sṛja
sende
viṣvagulkāḥ
nach allen Seiten; die Feuerbrände
||
[Versende]
prati
aus-
spaśo
die Kundschafter
vi
aus-
sṛja
sende
tūrṇitamo
allerschnellster
bhavā
sei
pāyurviśo
der Hüter; dieses Volkes
asyā
dieses
adabdhaḥ
unbetört
|
[Versende]
yo
wer
no
uns
dūre
von fern
aghaśaṃso
verwünscht
yo
wer
antyagne
von nahe; Agni
mākiṣṭe
keiner soll dir
vyathirā
Schaden
dadharṣīt
zufügen können
|
[Versende]
udagne
erhebe dich; Agni
tiṣṭha
steh
pratyā
entgegen
tanuṣva
richte dich auf
nyamitrāṃ
gegen den Feind
oṣatāttigmahete
verbrenne; mit scharfem Geschoss [?]
|
[Versende]
yo
wer
no
uns
arātiṃ
die Missgunst [Feindin]
samidhāna
entzündet [?]
cakre
gemacht hat
nīcā
nieder-
taṃ
die
dhakṣyata
brenn
saṃ
ganz
na
wie
śuṣkam
Dürres
||
[Versende]
ūrdhvo
aufwärts
bhava
steh
prati
gegenüber
vidhyādhyasmadāviṣkṛṇuṣva
durchbohre; uns gegenüber; offenbare
daivyānyagne
deine göttlichen [Werke]; Agni
|
[Versende]
ava
los-
sthirā
die festen [Fallen]
tanuhi
löse
yātujūnāṃ
der Zauberer
jāmimajāmiṃ
den Verwandten; vom Unverwandten
pra
ab-
mṛṇīhi
trenne
śatrūn
die Feinde
||
[Versende]
sa
er
te
deine
jānāti
kennt
sumatiṃ
gute Gesinnung
yaviṣṭha
du Jüngster
ya
der
īvate
solcher Art
brahmaṇe
dem heiligen Wort
gātumairat
einen Weg bereitet hat
|
[Versende]
viśvānyasmai
alle; ihm
sudināni
guten Tage
rāyo
Reichtümer
dyumnānyaRyo
Glanz; auch wenn nicht
viduro
er weiß
abhi
hin-
dyaut
möge er erreichen
||
[Versende]
sedagne
der; Agni
astu
sei
subhagaḥ
glückhaft
sudānuryastvā
gut schenkend; der dich
nityena
mit ständiger
haviṣā
Opfergabe
ya
der
ukthaiḥ
mit Sprüchen
|
[Versende]
piprīṣati
zu erfreuen sucht
sva
in seinem
āyuṣi
Leben
duroṇe
in seinem Haus
viśvedasmai
alle; ihm
sudinā
guten Tage
sāsadiṣṭiḥ
möge sein Streben gelingen
||
[Versende]
arcāmi
ich besinge
te
deine
sumatiṃ
gute Gesinnung
ghoṣyarvākhsaṃ
laut hörbar
te
dir
vāvātā
möge man zujubeln
jaratāmi
mögest du dich erfreuen
yaṅgīḥ
an der Rede [?]
|
[Versende]
svaśvāstvā
mit guten Rossen; dich
surathā
gutem Wagen
marjayemāsme
mögen wir schmücken; bei uns
kṣatrāṇi
die Herrschaftskräfte
dhārayeranu
mögen bleiben
dyūn
tagtäglich
||
[Versende]
iha
hier
tvā
dir
bhūryā
viel
caredupa
möge zugehen
tmandoṣāvastardīdivāṃsamanu
o Herr im Haus; in der Dämmerung; lange leuchtend
dyūn
über die Tage
|
[Versende]
kīḍantastvā
spielend; dir
sumanasaḥ
wohlgesinnt
sapemābhi
dienen wir
dyumnā
zu Glanz
tasthivāṃso
gelangt
janānām
unter den Menschen
||
[Versende]
yastvā
wer; zu dir
svaśvaḥ
mit guten Rossen
suhiraṇyo
gutem Gold
agna
o Agni
upayāti
kommt
vasumatā
mit dem gutbeladenen
rathena
Wagen
|
[Versende]
tasya
dessen
trātā
Retter
bhavasi
bist du
tasya
dessen
sakhā
Freund
yasta
wer; dein
ātithyamānuṣagjujoṣat
die Gastfreundschaft; ordnungsgemäß; genossen hat
||
[Versende]
maho
mit großen
rujāmi
breche ich
bandhutā
der Verwandtschaft
vacobhistanmā
mit Worten; das; nicht mir
piturgotamādanviyāya
vom Vater Gotama; ist abhandengekommen
||
[Versende]
tvaṃ
du
no
uns
asya
dieses
vacasaścikiddhi
Wort; sollst erkennen lassen
hotaryaviṣṭha
o Hotṛ; Jüngster
sukrato
gut Wirkender
damūnāḥ
im Hause Wohnender
||
[Versende]
asvapnajastaraṇayaḥ
nicht schlafgeneigt; überwindend
suśevā
gutgeneigt
atandrāso'vṛkā
unermüdlich; unwölfisch [?]
aśramiṣṭhāḥ
unermüdlichst
|
[Versende]
te
diese
pāyavaḥ
Hüter
sadhriyañco
vereint
niṣadyāgne
sitzend; Agni
tava
deine
naḥ
uns
pāntvamūra
mögen schützen; unaufhörlich [?]
||
[Versende]
ye
die
pāyavo
Hüter
māmateyaṃ
des Mamateya
te
deine
agne
Agni
paśyanto
sehend
andhaṃ
den Blinden
duritādarakṣan
vor Übeltat; haben bewahrt
|
[Versende]
rarakṣa
hat geschützt
tānthsukṛto
die; den gut Handelnden
viśvavedā
den Allwissenden
diphsanta
die Betrügenwollenden
idripavo
die tückischen
nā
nicht
ha
wahrlich
debhuḥ
täuschten
||
[Versende]
tvayā
durch dich
vayaṃ
wir
sadhanyastvotāstava
gewinnreich; durch dich beschützt; deine
praṇītyaśyāma
Führung; mögen wir erlangen
vājān
Kampfgüter
|
[Versende]
ubhā
beide
śaṃsā
Anrufungen
sūdaya
mach wahr
satyatāte'nuṣṭhuyā
in der Wahrhaftigkeit; ohne Bedrängnis [?]
kṛṇuhyahrayāṇa
mach ganz
||
[Versende]
ayā
mit dieser
te
dir
agne
Agni
samidhā
Brennholzscheit
vidhema
wollen wir dienen
prati
an-
stomaṃ
das Loblied
śasyamānaṃ
gesungene
gṛbhāya
nimm
|
[Versende]
dahāśaso
verbrenne; die Verwünscher
rakṣasaḥ
die Unholde
pāhyasmāndruho
behüte uns; vor Trug
nido
vor Verleumdung
mitramaho
vor der Schmach des Freundes
avadyāt
vor Schande
||
[Versende]
rakṣohaṇaṃ
den Unholde-tötenden
vājinamājigharmi
den kraftvollen [Soma]; gieße ich
mitraṃ
zu Mitra
prathiṣṭhamupa
dem breitesten; um
yāmi
gehe ich
śarma
Schutz
|
[Versende]
śiśāno
scharf gemacht
agniḥ
Agni
kratubhiḥ
durch die Werke
samiddhaḥ
entzündet
sa
er
no
uns
divā
bei Tag
sa
er
riṣaḥ
vor Schaden
pātu
schütze
naktam
bei Nacht
||
[Versende]
vi
auf-
jyotiṣā
mit Licht
bṛhatā
hohem
bhātyagnirāvirviśvāni
leuchtet; Agni; offenbart; alles
kṛṇute
macht
mahitvā
durch seine Größe
|
[Versende]
prādevīrmāyāḥ
die göttlichen Truggestalten
sahate
überwindet
durevāḥ
der Bösen
śiśīte
schärft
śṛṅge
die beiden Hörner
rakṣase
gegen den Unhold
vinikṣe
zum Durchbohren
||
[Versende]
uta
auch
svānāso
die Rauschenden
diviṣantvagnestigmāyudhā
mögen entfachen; am Himmel des Agni; scharfe Waffen