Ich nehme dich; du bist der Pressstein, der das Opfer bereitet; bereite dieses tiefe Opfer für die Götter. Mit dem höchsten Läuterer presse für Indra den Soma, wohlgepresst, honigreich, saftreich, Regen bringend. Für Indra, den Vṛtra-Töter, dich; für Indra, den Vṛtra-Überwinder, dich; für Indra, den Widersacher-Töter, dich; für Indra, den Āditya-Zugehörigen, dich; für Indra, den Allgötter-Zugehörigen, dich. Ihr seid erquickungsreich, Vṛtra-überwindend, an Belohnung willkommen; ihr göttlichen seid die Gattinnen des Unsterblichen; ihr Göttinnen, setzt bei den Göttern dieses Opfer ein; herbeigerufen trinkt vom Soma; herbeigerufen möge euer Soma trinken. Was dein, Soma, Licht am Himmel ist, was auf der Erde, was in der weiten Luftmitte – damit schaffe diesem Opferherrn weiten Reichtum, sprich dem Geber zu, o Dhiṣaṇā. Ihr beide, fest seiend, festigt euch; verleiht Kraft, verleiht mir Kraft; euch beide verletze ich nicht, verletzt mich nicht. Von Osten, Westen, Norden und Süden mögen die Richtungen zu dir eilen; o Mutter, komm herab. Was dein unbetrüglicher, wacher Name ist, Soma – dir, Soma, für Soma, Svāhā!
Wort für Wort
ā
her-
dade
nehme ich
grāvāsyadhvarakṛddevebhyo
der Pressstein; bist du; der Opferbereiter; den Göttern
Für Vācaspati läutere dich, du Kampfkräftiger, stierhaft, von den beiden Stengeln des Stieres Soma, mit den Händen geläutert, du Gott der Götter; du bist der Läuterer; für die, deren Anteil du bist, für die nehme ich dich; du bist wohlgemacht; mache uns Labung wie Honig. Für alle göttlichen und irdischen Kräfte nehme ich dich; du bist Tvaṣṭṛs Gedanke; geh die weite Luftmitte entlang, Svāhā! Für dich, ihr Guten, für die Sonne; für dich, ihr Götter, für die Lichtstrahl-Trinker; dies ist deine Wurzelstätte; für den Atem nehme ich dich.
Wort für Wort
vācaspataye
für Vācaspati
pavasva
läutere dich
vājin
du Kampfkräftiger (Vok.)
vṛṣā
stierhaft
vṛṣṇo
des Stieres (Gen.)
aṃśubhyāṃ
von den beiden Stengeln
gabhastipūto
mit den Händen geläutert
devo
Gott
devānāṃ
der Götter
pavitramasi
der Läuterer; bist du
yeṣāṃ
deren
bhāgo'si
Anteil; bist du
tebhyastvā
für die; dich
svāṃkṛto'si
wohlgemacht; bist du
madhumatīrna
wie Honig; Labung
iṣaskṛdhi
Labung; mache
viśvebhyastvendriyebhyo
für alle; dich; Kräfte
divyebhyaḥ
göttlichen
pārthivebhyo
irdischen
manastvāṣṭūrvantarikṣamanvihi
der Gedanke; Tvaṣṭṛs; der weiten; Luftmitte; entlang; geh
Als Ergreifung bist du genommen; halte uns fest inne, du Gabenreicher; schütze den Soma, bewahre den Reichtum, opfere die Speisungen. Zwischen euch beiden setze ich dich, zwischen Himmel und Erde, in der weiten Luftmitte, im Einklang mit den niederen und höheren Göttern; im Antaryāma erfreue dich, du Gabenreicher. Du bist wohlgemacht; mache uns Labung wie Honig. Für alle göttlichen und irdischen Kräfte nehme ich dich; du bist Tvaṣṭṛs Gedanke; geh die weite Luftmitte entlang, Svāhā! Für dich, ihr Guten, für die Sonne; für dich, ihr Götter, für die Lichtstrahl-Trinker; dies ist deine Wurzelstätte; für den Abatem nehme ich dich.
Wort für Wort
upayāmagṛhīto'syantaryaccha
als Ergreifung; bist du genommen; fest inne; halte
maghavan
du Gabenreicher (Vok.)
pāhi
schütze
somamuruṣya
den Soma; bewahre
rāyaḥ
den Reichtum
samiṣo
die Speisungen
yajasvāntaste
opfere; zwischen euch beiden
dadhāmi
setze ich
dyāvāpṛthivī
zwischen Himmel und Erde
antarurvantarikṣaṃ
in der weiten Luftmitte
sajoṣā
im Einklang
devairavaraiḥ
mit den Göttern; den niederen
paraiścāntaryāme
und höheren; im Antaryāma
maghavan
du Gabenreicher (Vok.)
mādayasva
erfreue dich
svāṃkṛto'si
wohlgemacht; bist du
madhumatīrna
wie Honig; Labung
iṣaskṛdhi
Labung; mache
viśvebhyastvendriyebhyo
für alle; dich; Kräfte
divyebhyaḥ
göttlichen
pārthivebhyo
irdischen
manastvāṣṭūrvantarikṣamanvihi
der Gedanke; Tvaṣṭṛs; der weiten; Luftmitte; entlang; geh
ā vāyo bhūṣa śucipā upa naḥ sahasraṃ te niyuto viśvavāra | upo te andho madyamayāmi yasya deva dadhiṣe pūrvapeyam || upayāmagṛhīto'si vāyave tvendravāyū ime sutāḥ | upa prayobhirā gatamindavo vāmuśanti hi || upayāmagṛhīto'sīndravāyubhyāṃ tvaiṣa te yoniḥ sajoṣābhyāṃ tvā
Komm herbei, Vāyu, reiner Trinker, zu uns; tausend sind deine Schar-Rosse, du an allen Gaben Reicher. Ich nahe mich deinem berauschenden Trank, von dem du, Gott, den ersten Trunk innehast. – Als Ergreifung bist du genommen, für Vāyu dich. Indra und Vāyu, diese sind ausgepresst; kommt mit Genüssen herbei, denn die Somatropfen begehren euch beide. – Als Ergreifung bist du genommen, für Indra und Vāyu dich; dies ist deine Wurzelstätte; für die beiden Gleichgesinnten dich.
Wort für Wort
ā
her-
vāyo
Vāyu (Vok.)
bhūṣa
komm
śucipā
reiner Trinker (Vok.)
upa
zu
naḥ
uns
sahasraṃ
tausend
te
deine
niyuto
Schar-Rosse
viśvavāra
du an allen Gaben Reicher (Vok.)
|
(Vers-Ende)
upo
ich nahe mich
te
deinem
andho
Trank
madyamayāmi
berauschenden; ich gehe
yasya
von dem
deva
Gott (Vok.)
dadhiṣe
innehast du
pūrvapeyam
den ersten Trunk
||
(Abschnitts-Ende)
upayāmagṛhīto'si
als Ergreifung bist du genommen
vāyave
für Vāyu
tvendravāyū
dich; Indra und Vāyu
ime
diese
sutāḥ
sind ausgepresst
|
(Vers-Ende)
upa
herbei
prayobhirā
mit Genüssen; her-
gatamindavo
kommt; die Somatropfen
vāmuśanti
euch beide; begehren
hi
denn
||
(Abschnitts-Ende)
upayāmagṛhīto'sīndravāyubhyāṃ
als Ergreifung bist du genommen; für Indra und Vāyu
Dieser Soma ist für euch beide ausgepresst, Mitra und Varuṇa, ihr Wahrheitsmehrer; hört doch hier meinen Ruf. – Als Ergreifung bist du genommen, für Mitra und Varuṇa dich; dies ist deine Wurzelstätte; für die beiden nach Wahrheit Strebenden dich.
Die honigreiche, wahrredende Peitsche, die euch beiden gehört, ihr Aśvin – mit ihr benetzt das Opfer. – Als Ergreifung bist du genommen, für die Aśvin dich; dies ist deine Wurzelstätte; für die beiden Honigreichen dich.
prātaryujau vi mucyethāmaśvināveha gacchatam | asya somasya pītaye || upayāmagṛhīto'syaśvibhyāṃ tvaiṣa te yoniraśvibhyāṃ tvā
Ihr beide, die ihr euch am Morgen anschirrt, spannt aus und kommt hierher, ihr Aśvin, um diesen Soma zu trinken. – Als Ergreifung bist du genommen, für die Aśvin dich; dies ist deine Wurzelstätte; für die Aśvin dich.
Dieser Vena [Anm.: ein mystischer Seher] hat angetrieben, die bunte Pṛśni als Mutterschoß tragend, das Licht als Eihaut, beim Ausmessen des Staubbereichs; diesen lecken, wenn sich die Wasser mit der Sonne vereinigen, wie ein Kind die Redekundigen mit ihren Gedanken. – Als Ergreifung bist du genommen, für Śaṇḍa [?] dich; dies ist deine Wurzelstätte; bewahre die Heldenkraft.
Ihn, wie einst, wie zuvor, wie überall, wie jetzt, den Höchstrangigen, den auf der Opferstreu Sitzenden, den Sonnenlicht-Finder, den entgegenkommenden Umfassenden, zum Melken mit dem Lobwort, den raschen Siegenden, entsprechend jenen Kühen, in denen du wächst. – Als Ergreifung bist du genommen, für Marka [?] dich; dies ist deine Wurzelstätte; bewahre die Nachkommenschaft.
ye devā divyekādaśa stha pṛthivyāmadhyekādaśa sthāpsuṣado mahinaikādaśa stha te devā yajñamimaṃ juṣadhvamupayāmagṛhīto'syāgrayaṇo'si svāgrayaṇo jinva yajñaṃ jinva yajñapatimabhi savanā pāhi viṣṇustvāṃ pātu viśaṃ tvaṃ pāhīndriyeṇaiṣa te yonirviśvebhyastvā devebhyaḥ
Ihr Götter, die ihr elf am Himmel seid, elf inmitten der Erde, elf, in den Wassern sitzend, mächtig – ihr Götter, nehmt dieses Opfer gern an. Als Ergreifung bist du genommen; du bist der Erstlings-Trank, der gute Erstlings-Trank; belebe das Opfer, belebe den Opferherrn; schütze die Pressungen. Viṣṇu schütze dich; du schütze das Volk durch die Kraft; dies ist deine Wurzelstätte; für alle Götter dich.
Wort für Wort
ye
die ihr
devā
Götter
divyekādaśa
am Himmel; elf
stha
seid
pṛthivyāmadhyekādaśa
auf der Erde; inmitten; elf
sthāpsuṣado
seid; in den Wassern sitzend
mahinaikādaśa
mächtig; elf
stha
seid
te
ihr
devā
Götter
yajñamimaṃ
dieses Opfer
juṣadhvamupayāmagṛhīto'syāgrayaṇo'si
nehmt gern an; als Ergreifung bist du genommen; der Erstlings-Trank; bist du
Dreiunddreißig an der Zahl, mit ihren Scharen, den Himmel erschütternd, sind die Rudras, und sie halten sich an die Erde; elf, in den Wassern sitzend – alle mögen den ausgepressten Soma gern annehmen, zur Pressung. – Als Ergreifung bist du genommen; du bist der Erstlings-Trank, der gute Erstlings-Trank; belebe das Opfer, belebe den Opferherrn; schütze die Pressungen. Viṣṇu schütze dich; du schütze das Volk durch die Kraft; dies ist deine Wurzelstätte; für alle Götter dich.
Wort für Wort
triṃśattrayaśca
dreißig; und drei
gaṇino
mit ihren Scharen
rujanto
erschütternd
divaṃ
den Himmel
rudrāḥ
die Rudras
pṛthivīṃ
die Erde
ca
und
sacante
halten sich an
|
(Vers-Ende)
ekādaśāso
elf
apsuṣadaḥ
in den Wassern sitzend
sutaṃ
ausgepressten
somaṃ
Soma
juṣantāṃ
mögen gern annehmen
savanāya
zur Pressung
viśve
alle
||
(Abschnitts-Ende)
upayāmagṛhīto'syāgrayaṇo'si
als Ergreifung bist du genommen; der Erstlings-Trank; bist du
upayāmagṛhīto'sīndrāya tvā bṛhadvate vayasvata ukthāyuve yat ta indra bṛhadvayastasmai tvā viṣṇave tvaiṣa te yonirindrāya tvokthāyuve
Als Ergreifung bist du genommen; für Indra dich, den Hohen, den Kraftvollen, den nach Lobrede Verlangenden. Was dein hohes Leben ist, Indra, dafür nehme ich dich, für Viṣṇu; dies ist deine Wurzelstätte; für Indra dich, den nach Lobrede Verlangenden.
Das Haupt des Himmels, den Lenker der Erde, den Vaiśvānara, zur Wahrheit geboren, den Agni, den Seher, den Allherrscher, den Gast der Völker – als Gefäß haben die Götter ihn erzeugt. – Als Ergreifung bist du genommen, für Agni dich, für Vaiśvānara. Du bist beständig, beständig wohnend, der beständigste unter den Beständigen, der unerschütterlichste Bewohner unter den Unerschütterten; dies ist deine Wurzelstätte; für Agni dich, für Vaiśvānara.
Madhu und Mādhava, Śukra und Śuci, Nabhas und Nabhasya, Iṣa und Ūrja, Saha und Sahasya, Tapas und Tapasya – als Ergreifung bist du genommen; du bist Saṃsarpa [Anm.: der "Schleichmonat", der 13. Zwischenmonat des Vedakalenders]; für das Herrsein über die Bedrängnis nehme ich dich.
Wort für Wort
madhuśca
Madhu; und
mādhavaśca
Mādhava; und
śukraśca
Śukra; und
śuciśca
Śuci; und
nabhaśca
Nabhas; und
nabhasyaśceṣaścorjaśca
Nabhasya; und; Iṣa; und; Ūrja; und
sahaśca
Saha; und
sahasyaśca
Sahasya; und
tapaśca
Tapas; und
tapasyaścopayāmagṛhīto'si
Tapasya; und; als Ergreifung bist du genommen
saṃsarpo'syaṃhaspatyāya
Saṃsarpa [der Schleichmonat]; bist du; für das Herrsein über die Bedrängnis
indrāgnī ā gataṃ sutaṃ gīrbhirnabho vareṇyam | asya pātaṃ dhiyeṣitā || upayāmagṛhīto'sīndrāgnibhyāṃ tvaiṣa te yonirindrāgnibhyāṃ tvā
Indra und Agni, kommt zum ausgepressten Soma, mit Lobworten, dem erwählenswerten Gewölk entsprechend; trinkt davon, durch unsere Dichtung angetrieben. – Als Ergreifung bist du genommen; für Indra und Agni dich; dies ist deine Wurzelstätte; für Indra und Agni dich.
Wort für Wort
indrāgnī
Indra und Agni
ā
her-
gataṃ
kommt (ihr beide)
sutaṃ
zum ausgepressten
gīrbhirnabho
mit Lobworten; Gewölk
vareṇyam
erwählenswerten
|
(Vers-Ende)
asya
davon
pātaṃ
trinkt (ihr beide)
dhiyeṣitā
durch die Dichtung; angetrieben
||
(Abschnitts-Ende)
upayāmagṛhīto'sīndrāgnibhyāṃ
als Ergreifung bist du genommen; für Indra und Agni
Hilfreiche, die Völker Stützende, alle Götter, kommt herbei, ihr Schenkenden, zum ausgepressten Soma des Verehrenden. – Als Ergreifung bist du genommen; für alle Götter dich; dies ist deine Wurzelstätte; für alle Götter dich.
Den mit den Marut versehenen Stier, den Erstarkten, den Unkarger, den himmlisch Waltenden, Indra, den Allbezwinger, zur neuen Hilfe, den Gewaltigen, den Kraft-Schenkenden – hier wollen wir ihn rufen. – Als Ergreifung bist du genommen; für Indra dich, den mit den Marut versehenen; dies ist deine Wurzelstätte; für Indra dich, den mit den Marut versehenen.
Indra, du mit den Marut, trink hier den ausgepressten Soma, so wie du ihn einst bei Śāryāta getrunken hast. Unter deiner Führung, in deinem Schutz, du Held, suchen dich die Seher, die guten Opferer, zu gewinnen. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Indra, den mit den Marut Versehenen; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Indra, den mit den Marut Versehenen.
Du Marut-Begleiteter, Indra, Stier, trink zum Kampf den Soma nach Belieben, zum Rausch; gieß dir die Woge des süßen Soma in den Bauch; du bist von alters her der König der ausgepressten Somasäfte. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Indra, den Marut-Begleiteten; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Indra, den Marut-Begleiteten.
mahāṃ indro ya ojasā parjanyo vṛṣṭimāṃ iva | stomairvathsasya vāvṛdhe || upayāmagṛhīto'si mahendrāya tvaiṣa te yonirmahendrāya tvā
Groß ist Indra, der durch seine Kraft wie Parjanya ist, der Regenreiche; durch die Loblieder des Kindes [?] ist er erstarkt. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Mahendra, den großen Indra; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Mahendra.
Groß ist Indra, männlich einherschreitend, die Völker erfüllend, dazu zwiefach ausgedehnt, unermesslich an Kräften; uns zugewandt ist er zur Heldenkraft erstarkt, weit und breit ist er, wohlgemacht ist er durch seine Täter geworden. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Mahendra; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Mahendra.
kadā cana starīrasi nendra saścasi dāśuṣe | upopennu maghavan bhūya innu te dānaṃ devasya pṛcyate || upayāmagṛhīto'syādityebhyastvā || kadā cana pra yucchasyubhe ni pāsi janmanī | turīyāditya savanaṃ ta indriyamā tasthāvamṛtaṃ divi || yajño devānāṃ pratyeti sumnamādityāso bhavatā mṛḍayantaḥ | ā vo rvācī sumatirvavṛtyādaṃhościdyā varivovittarāsat || vivasva ādityaiṣa te somapīthastena mandasva tena tṛpya tṛpyāsma te vayaṃ tarpayitāro yā divyā vṛṣṭistayā tvā śrīṇāmi
Niemals bist du unfruchtbar, Indra; du hältst dich an den, der dir schenkt; immer wieder, du Gabenreicher, wird deine Gabe, o Gott, vermehrt [?]. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für die Ādityas. – Niemals lässt du nach; du hütest beide Geschlechter, Götter und Menschen; als vierte Pressung, Āditya, ist sie dein; deine Kraft hat sich am Himmel als Unsterblichkeit eingestellt. – Das Opfer der Götter kehrt zur Gunst zurück; seid gnädig, ihr Ādityas; euer herwärts gewandtes Wohlwollen wende sich uns zu, das selbst aus Bedrängnis den größten Ausweg zu finden vermag. – Vivasvant, Āditya, dies ist dein Somatrank; daran berausche dich, daran sättige dich; wir wollen dich sättigen, wir, die Sättigenden; mit dem, was der himmlische Regen ist, damit bereite ich dich.
Wort für Wort
kadā
jemals
cana
irgend
starīrasi
bist du unfruchtbar
nendra
nicht – Indra
saścasi
du hältst dich an
dāśuṣe
den Schenkenden
|
(Halbvers)
upopennu
immer wieder
maghavan
Gabenreicher
bhūya
aufs Neue
innu
ja fürwahr
te
deine
dānaṃ
Gabe
devasya
o Gott
pṛcyate
wird vermehrt [?]
||
(Versende)
upayāmagṛhīto'syādityebhyastvā
als Ergreifung bist du genommen – für die Ādityas dich
||
(Versende)
kadā
jemals
cana
irgend
pra
nach-
yucchasyubhe
lässt du nach; beide
ni
hütend
pāsi
hütest du
janmanī
die beiden Geschlechter
|
(Halbvers)
turīyāditya
als vierte, Āditya,
savanaṃ
die Pressung
ta
dein
indriyamā
die Kraft; herbei
tasthāvamṛtaṃ
hat sich eingestellt; als Unsterblichkeit
divi
am Himmel
||
(Versende)
yajño
das Opfer
devānāṃ
der Götter
pratyeti
kehrt zurück
sumnamādityāso
zur Gunst; ihr Ādityas,
bhavatā
seid
mṛḍayantaḥ
gnädig
|
(Halbvers)
ā
her-
vo
euer
rvācī
die herwärts gewandte
sumatirvavṛtyādaṃhościdyā
das Wohlwollen möge sich wenden – aus Bedrängnis selbst, das
vāmamadya savitarvāmamu śvo divedive vāmamasmabhyaṃ sāvīḥ | vāmasya hi kṣayasya deva bhūrerayā dhiyā vāmabhājaḥ syāma || upayāmagṛhīto'si devāya tvā savitre
Gutes heute, Savitṛ, Gutes auch morgen, Tag für Tag mögest du uns Gutes zuteilen; denn des guten, reichen Wohnbesitzes, o Gott, möchten wir durch diese Dichtung teilhaftig werden. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für den Gott Savitṛ.
Mit unbetrüglichen, gütigen Hütern, Savitṛ, umschütze heute unser Haus; goldzüngig, schütze uns zu neuem Wohlergehen; nicht soll ein Übelwünschender Macht über uns haben. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für den Gott Savitṛ.
Den Goldhändigen rufe ich zur Hilfe herbei, den Savitṛ; er ist der Kenner, er, die Gottheit, kennt die Stätte. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für den Gott Savitṛ.
bṛhaspatisutasya ta indo indriyāvataḥ patnīvantaṃ grahaṃ gṛhṇāmyagnā 3 i patnīvā 3 ssajūrdevena tvaṣṭrā somaṃ piba svāhā
Von dem durch Bṛhaspati gepressten, dir, o Somatropfen, dem kraftreichen, nehme ich den mit Gattin versehenen Trank; o Agnāyī, mit Gattin versehen, im Einklang mit dem Gott Tvaṣṭṛ, trink den Soma, Svāhā!
harirasi hāriyojano haRyoḥ sthātā vajrasya bhartā pṛśñeḥ pretā tasya te deva someṣṭayajuṣaḥ stutastomasya śastokthasya harivantaṃ grahaṃ gṛhṇāmi harīḥ stha haRyordhānāḥ saha somā indrāya svāhā
Du bist der Falbe, mit Falben angeschirrt, auf den beiden Falben stehend, der Träger des Vajra, der Antreiber der bunten Rosse. Von diesem, dir, o Gott, dem im Soma-Wunsch Gerichteten [?], dem gepriesenen Loblied, dem gesungenen Spruch entsprechend, nehme ich den mit Falben versehenen Trank; ihr seid die Falben, der Falben Körner; zusammen mit den Somas für Indra, Svāhā!
agna āyūṃṣi pavasa ā suvorjamiṣaṃ ca naḥ | āre bādhasva ducchunām || upayāmagṛhīto'syagnaye tvā tejasvata eṣa te yoniragnaye tvā tejasvate
Agni, läutere die Lebensspannen, verschaffe uns Kraft und Speisung; halte das Unheil fern. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Agni, den Glanzreichen; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Agni, den Glanzreichen.
uttiṣṭhannojasā saha pītvā śipre avepayaḥ | somamindra camū sutam || upayāmagṛhīto'sīndrāya tvaujasvata eṣa te yonirindrāya tvaujasvate
Dich erhebend, mit Kraft, hast du, nachdem du getrunken hattest, deine beiden Kinnbacken erzittern lassen; den in den beiden Schalen ausgepressten Soma, Indra. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Indra, den Kraftvollen; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Indra, den Kraftvollen.
Der Durchdringer, allen sichtbar, du bist der Lichtschaffer, Sūrya; du beleuchtest den ganzen Lichtraum. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Sūrya, den Glänzenden; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Sūrya, den Glänzenden.
īyuṣṭe ye pūrvatarāmapaśyan vyucchantīmuṣasaṃ martyāsaḥ | asmābhirū nu praticakṣyābhūdo te yanti ye aparīṣu paśyān
Die früher lebenden Sterblichen, die dahingegangen sind, die die aufleuchtende Morgenröte gesehen haben – nun ist sie von uns wahrgenommen worden; die kommen jetzt heran, die sie in späteren Zeiten sehen werden.
Dich, die Lichtreiche, setze ich; dich, die Licht-Schaffende, setze ich; dich, die Licht-Kundige, setze ich; dich, die Leuchtende, setze ich; dich, die Flammende, setze ich; dich, die Glühendwerdende [?], setze ich; dich, die Erstrahlende, setze ich; dich, die Erglänzende, setze ich; dich, die Unerschöpfliche, setze ich; dich, die von hohem Licht, setze ich; dich, die Erweckende, setze ich; dich, die Wachende, setze ich.
Für den Weggang Svāhā! Für den Angang Svāhā! Für den Auseinandergang Svāhā! Für den Zusammengang Svāhā! Für den Aufgang Svāhā! Für den Abgang Svāhā! Für den Glanz Svāhā! Für den Kummer Svāhā! Für die zu Erhitzende Svāhā! Für den Erhitzenden Svāhā! Für die Brahmanentötung Svāhā! Für alles zusammen Svāhā!
Das Denken verknüpfe ich mit der Nachkommenschaft, Bhava mit der Leber, Rudra mit der Ausdehnung [?], Paśupati mit dem dicken Herzen [?], Agni mit dem Herzen, Rudra mit dem Blut, Śarva mit den beiden Nieren [?], Mahādeva mit der inneren Rippenseite, den Kiefer-Schlagenden [?] mit den beiden Hodensäcken [?].
Wort für Wort
cittaṃ
das Denken
santānena
mit der Nachkommenschaft
bhavaṃ
Bhava
yaknā
mit der Leber
rudraṃ
Rudra
tanimnā
mit der Ausdehnung [?]
paśupatigg
Paśupati
sthūlahṛdayenāgniṃ
mit dem dicken Herzen [?]; Agni
hṛdayena
mit dem Herzen
rudraṃ
Rudra
lohitena
mit dem Blut
śarvaṃ
Śarva
matasnābhyāṃ
mit den beiden Nieren [?]
mahādevamantaḥpārśvenauṣiṣṭhahanaṃ
Mahādeva mit der inneren Rippenseite; den Kiefer-Schlagenden [?]
ā tiṣṭha vṛtrahan rathaṃ yuktā te brahmaṇā harī | arvācīnaṃ su te mano grāvā kṛṇotu vagnunā || upayāmagṛhīto'sīndrāya tvā ṣoḍaśina eṣa te yonirindrāya tvā ṣoḍaśine
Besteig, Vṛtra-Töter, den Wagen; angeschirrt sind dir durch das heilige Wort die beiden Falben; hierher gewandt möge dir der Pressstein durch seinen Klang dein Denken gut lenken. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Indra, den Trank des Ṣoḍaśin; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Indra, den Ṣoḍaśin.
indramiddharī vahato'pratidhṛṣṭaśavasamṛṣīṇāṃ ca stutīrupa yajñaṃ ca mānuṣāṇām || upayāmagṛhīto'sīndrāya tvā ṣoḍaśina eṣa te yonirindrāya tvā ṣoḍaśine
Indra, den von unangreifbarer Kraft, fahren eben die beiden Falben herbei, zu den Lobpreisungen der Seher und zum Opfer der Menschen. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Indra, den Ṣoḍaśin; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Indra, den Ṣoḍaśin.
Wort für Wort
indramiddharī
Indra eben; die beiden Falben
vahato'pratidhṛṣṭaśavasamṛṣīṇāṃ
fahren herbei, den von unangreifbarer Kraft; der Seher
asāvi soma indra te śaviṣṭha dhṛṣṇavā gahi | ā tvā pṛṇaktvindriyaṃ rajaḥ sūryaṃ na raśmibhiḥ || upayāmagṛhīto'sīndrāya tvā ṣoḍaśina eṣa te yonirindrāya tvā ṣoḍaśine
Ausgepresst ist der Soma, Indra, für dich, du Kraftvollster; komm kühn herbei; dich möge die Kraft anfüllen, wie die Sonne mit ihren Strahlen den Luftraum. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Indra, den Ṣoḍaśin; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Indra, den Ṣoḍaśin.
Die von allem einhüllende Zufluchtsstätte [?], die Erde, ist in deinen Schoß gesetzt worden; sei ihm behaglich, gut zu bewohnen; gewähre ihm Schutz, weitreichenden. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Indra, den Ṣoḍaśin; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Indra, den Ṣoḍaśin.
Groß ist Indra, mit dem Vajra im Arm; der Ṣoḍaśin gewähre Schutz; Wohlergehen möge uns der Gabenreiche schaffen; er töte das Übel, und den, der uns hasst. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Indra, den Ṣoḍaśin; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Indra, den Ṣoḍaśin.
Einträchtig, mit deiner Schar, mit den Marut, trink den Soma, du Vṛtra-Töter, Held, du Wissender; töte die Feinde, stoße die Bedränger fort, und schaffe uns Furchtlosigkeit von allen Seiten. – Als Ergreifung bist du genommen; dich für Indra, den Ṣoḍaśin; dies ist deine Wurzelstätte; dich für Indra, den Ṣoḍaśin.
Empor tragen jenen Jātavedas, den Gott, die Strahlen, ihn, die Sonne, zum Anblick für alle Welt. – Bunt ist der Götter Antlitz aufgegangen, das Auge des Mitra, des Varuṇa, des Agni; es hat Himmel und Erde und die Luftmitte erfüllt: die Sonne ist die Seele des Beweglichen und des Feststehenden. – Führe uns, Agni, auf gutem Weg zum Reichtum, du Gott, der du alle Wege kennst; wende von uns die sich krümmende Sünde ab; die reichlichste Verehrung wollen wir dir erweisen. – Geh zum Himmel, flieg zur Sonne; mit meiner Gestalt nahe ich mich eurer Gestalt, mit Lebenskraft der Lebenskraft; der Allwissende möge euch fürwahr zuteilen im höchsten Firmament. – Diese deine Gabe, Agni, kommt, die vom Soma bewegte; sie geht auf dem Weg des Mitra, auf dem Weg der Wahrheit [?] voran; geht auf dem mit Glanz-Anteil versehenen Weg des Opfers, gutes Gehen bringend. Dem Brahmanen möge ich heute die Gabe wohlgelingen lassen, dem Seher, dem den Ahnen entstammenden, dem Väter-versehenen, dem Väter-artigen Anteil, mit dem wohlgeläuterten Anteil. Entfalte dich, schau in die Luftmitte, strecke dich zum Sitzen aus. Geht von unserer Gabe zu den Göttern, den honigreichen; tretet ein zum Geber; ohne uns zu verlassen, geht auf dem Götterweg; setzt euch in der Welt der Rechttuenden nieder – das sei uns wohlbereitet.
Wort für Wort
udu
empor
tyaṃ
jenen
jātavedasaṃ
Jātavedas
devaṃ
den Gott
vahanti
tragen
ketavaḥ
die Strahlen
|
(Halbvers)
dṛśe
zum Anblick
viśvāya
für alle Welt
sūryam
die Sonne
||
(Versende)
citraṃ
bunt
devānāmudagādanīkaṃ
der Götter Antlitz ist aufgegangen
cakṣurmitrasya
das Auge des Mitra
varuṇasyāgneḥ
des Varuṇa, des Agni
|
(Halbvers)
āprā
es hat erfüllt
dyāvāpṛthivī
Himmel und Erde
antarikṣaṃ
die Luftmitte
sūrya
die Sonne
ātmā
die Seele
jagatastasthuṣaśca
des Beweglichen und des Feststehenden
||
(Versende)
agne
Agni
naya
führe
supathā
auf gutem Weg
rāye
zum Reichtum
asmān,
uns
viśvāni
alle
deva
o Gott
vayunāni
Wege
vidvān
kennend
|
(Halbvers)
yuyodhyasmajjuhurāṇameno
wende ab von uns die sich krümmende Sünde
bhūyiṣṭhāṃ
die reichlichste
te
dir
namauktiṃ
Verehrungswort
vidhema
wollen wir erweisen
||
(Versende)
divaṃ
zum Himmel
gaccha
geh
suvaḥ
zur Sonne
pata
flieg
rūpeṇa
mit meiner Gestalt
vo
eurer
rūpamabhyaimi
Gestalt nahe ich mich
vayasā
mit Lebenskraft
vayaḥ
der Lebenskraft
|
(Halbvers)
tutho
fürwahr
vo
euch
viśvavedā
der Allwissende
vi
zu-
bhajatu
möge zuteilen
varṣiṣṭhe
im höchsten
adhi
auf
nāke
Firmament
||
(Versende)
etat
dieses
te
dir
agne
Agni
rādha
die Gabe
aiti
kommt
somacyutaṃ
die vom Soma bewegte
tanmitrasya
diese; des Mitra
pathā
auf dem Weg
nayartasya
voran; der Wahrheit [?]
pathā
auf dem Weg
preta
geht voran
candradakṣiṇā
mit Glanz-Anteil versehen
yajñasya
des Opfers
pathā
auf dem Weg
suvitā
gutes Gehen
nayantīrbrāhmaṇamadya
bringend; dem Brahmanen heute
rādhyāsamṛṣimārṣeyaṃ
möge ich die Gabe gelingen lassen; dem Seher, dem den Ahnen Entstammenden
Dhātṛ, Rāti, Savitṛ mögen dies gern annehmen; Prajāpati, unser Schatzherr, Agni; Tvaṣṭṛ und Viṣṇu, sich mit der Nachkommenschaft freuend, mögen dem Opferherrn Besitz geben. – Führe uns, Indra, zusammen mit gutem Denken, mit Rindern; zusammen mit den Kundigen, du Gabenreicher, zusammen mit Wohlergehen; zusammen mit dem, was durch das heilige Wort von den Göttern gemacht ist; zusammen mit dem Wohlwollen der opferwürdigen Götter. – Mit Glanz, mit Milchkraft, mit unversehrten Leibern sind wir zusammengekommen, mit gütigem Denken; Tvaṣṭṛ möge uns hier Weite schaffen; er möge nun ausgleichen, was an unseren Leibern mangelhaft ist. – Da wir dich heute bei diesem fortschreitenden Opfer, Agni, hier zum Hotṛ erwählt haben – gesondert bist du der Opferer, gesondert der beste Anzünder; geh als Wissender, alles kennend, zum Opfer. – Wir haben euch, ihr Götter, einen gut zugänglichen Sitz bereitet, euch, die ihr hergekommen seid und euch an dieser Pressung erfreut; gegessen und getrunken habend, gebt uns, ihr Vasu-Götter alle, Güter. – Die begehrenden Götter, die du, Gott, herbeiführst, die schicke an ihre eigene Stätte, Agni; die Opfergaben tragend und bringend, besteigt das Gut, den Gharma-Kessel, den Himmel entlang. – Opfer, geh zum Opfer, geh zum Opferherrn, geh zu deiner eigenen Wurzelstätte, Svāhā! Dies ist dein Opfer, o Opferherr, mit dem gemeinsamen Sprucheswort, heldenreich, Svāhā! Die Götter, die Weg-Kenner, mögen den Weg finden; findet den Weg, ihr Gesinnten; dies unser Opfer, den Göttern, Svāhā; der Rede Svāhā; im Wind lege es nieder.
Wort für Wort
dhātā
Dhātṛ
rātiḥ
Rāti
savitedaṃ
Savitṛ; dies
juṣantāṃ
mögen gern annehmen
prajāpatirnidhipatirno
Prajāpati, unser Schatzherr
agniḥ
Agni
|
(Halbvers)
tvaṣṭā
Tvaṣṭṛ
viṣṇuḥ
Viṣṇu
prajayā
mit der Nachkommenschaft
saṃrarāṇo
sich freuend
yajamānāya
dem Opferherrn
draviṇaṃ
Besitz
dadhātu
gebe
||
(Versende)
samindra
zusammen; Indra
ṇo
uns
manasā
mit gutem Denken
neṣi
führe
gobhiḥ
mit Rindern
saṃ
zusammen
sūribhirmaghavanthsa2ṃ
mit den Kundigen, du Gabenreicher; zusammen
svastyā
mit Wohlergehen
|
(Halbvers)
saṃ
zusammen
brahmaṇā
mit dem heiligen Wort
devakṛtaṃ
von den Göttern Gemachte
yadasti
was da ist
saṃ
zusammen
devānāṃ
der Götter
sumatyā
mit dem Wohlwollen
yajñiyānām
der opferwürdigen
||
(Versende)
saṃ
zusammen
varcasā
mit Glanz
payasā
mit Milchkraft
saṃ
zusammen
tanūbhiraganmahi
mit unversehrten Leibern sind wir zusammengekommen
manasā
mit Denken
saṃ
zusammen
śivena
mit gütigem
|
(Halbvers)
tvaṣṭā
Tvaṣṭṛ
no
uns
atra
hier
varivaḥ
Weite
kṛṇotva
möge schaffen
nu
nun
mārṣṭu
er möge ausgleichen
tanuvo
an unseren Leibern
yadviliṣṭam
was mangelhaft ist
||
(Versende)
yadadya
da heute
tvā
dich
prayati
bei diesem fortschreitenden
yajñe
Opfer
asminnagne
hier, Agni,
hotāramavṛṇīmahīha
zum Hotṛ erwählt haben wir hier
|
(Halbvers)
ṛdhagayāḍṛdhagutāśamiṣṭhāḥ
gesondert bist du der Opferer, gesondert der beste Anzünder
uruṃ hi rājā varuṇaścakāra sūryāya panthāmanvetavā u | apade pādā pratidhātave'karutāpavaktā hṛdayāvidhaścit || śataṃ te rājan bhiṣajaḥ sahasramurvī gambhīrā sumatiṣṭe astu | bādhasva dveṣo nirṛtiṃ parācaiḥ kṛtaṃ cidenaḥ pra mumugdhyasmat || abhiṣṭhito varuṇasya pāśo'gneranīkamapa ā viveśa | apāṃ napāt pratirakṣannasuryaṃ damedame samidhaṃ yakṣyagne || prati te jihvā ghṛtamuccaraṇyet samudre te hṛdayamapsvantaḥ | saṃ tvā viśantvoṣadhīrutāpo yajñasya tvā yajñapate havirbhiḥ || sūktavāke namovāke vidhemāvabhṛtha nicaṅkuṇa nicerurasi nicaṅkuṇāva devairdevakṛtameno'yāḍava martyairmartyakṛtamurorā no deva riṣaspāhi sumitrā na āpa oṣadhayaḥ santu durmitrāstasmai bhūyāsuRyo'smān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo devīrāpa eṣa vo garbhastaṃ vaḥ suprītaṃ subhṛtamakarma deveṣu naḥ sukṛto brūtāt pratiyuto varuṇasya pāśaḥ pratyasto varuṇasya pāśa edho'syedhiṣīmahi samidasi tejo'si tejo mayi dhehyapo anvacāriṣaṃ rasena samasṛkṣmahi | payasvāṃ agna āgamaṃ taṃ mā saṃ sṛja varcasā
Weit hat ja König Varuṇa den Pfad gemacht, damit die Sonne ihn entlanggehe; wo keine Fußspur ist, hat er ihr Füße gesetzt, um darauf zu treten; er ist der Wegweiser für den, dessen Herz irregeleitet ist. – Hundert Ärzte hast du, König, tausend; weit und tief sei dein Wohlwollen; wehre die Feindschaft, die Vernichtung, nach fern ab; die begangene Sünde selbst löse von uns. – Bedrängt ist des Varuṇa Fessel; sie ist in des Agni Antlitz eingedrungen; du sollst, Agni, dem Apāṃ Napāt [?], der die göttliche Herrschaft in jedem Haus beschützt, das Brennholz opfern. – Deine Zunge möge dir entgegenkommend das Ghee ausströmen; im Meer ist dein Herz, in den Wassern. Dich sollen die Kräuter und die Wasser erfüllen, dich, dem Opfer, o Opferherr, mit den Opfergaben. – Beim Spruchwort, beim Verehrungswort wollen wir dienen, bei der Abwaschung; du bist der Herabschauende [?], der Umherschauende; wir schauen herab mit den Göttern; die von den Göttern gemachte Sünde sei fortgeschafft, ebenso herab die von den Sterblichen gemachte; aus weiter Ferne, o Gott, schütze uns vor Schaden. Gute Freunde sollen uns die Wasser und die Kräuter sein; schlechte Freunde sollen dem sein, der uns hasst, und dem, den wir hassen. Ihr göttlichen Wasser, dies ist euer Mutterschoß; euch, wohlgeliebt, wohlgetragen haben wir gemacht; sagt den Göttern, dass wir wohlgetan haben. Zurückgehalten ist des Varuṇa Fessel; abgeworfen ist des Varuṇa Fessel. Du bist Brennscheit; mögen wir entflammt werden; du bist Brennholz, du bist Glanz; verleih mir Glanz. Die Wasser habe ich durchwandert; mit ihrem Saft haben wir uns vereinigt; saftreich bin ich zu dir gekommen, Agni; vereinige den mit mir durch Glanz.
Wort für Wort
uruṃ
weit
hi
ja
rājā
König
varuṇaścakāra
Varuṇa hat gemacht
sūryāya
für die Sonne
panthāmanvetavā
den Pfad, damit sie entlanggehe
u
wohl
|
(Halbvers)
apade
wo keine Fußspur ist
pādā
Füße
pratidhātave'karutāpavaktā
hat er gesetzt, um darauf zu treten; der Wegweiser
hṛdayāvidhaścit
für den, dessen Herz irregeleitet ist
||
(Versende)
śataṃ
hundert
te
hast du
rājan
König
bhiṣajaḥ
Ärzte
sahasramurvī
tausend; weit
gambhīrā
tief
sumatiṣṭe
sei dein Wohlwollen
astu
sei es
|
(Halbvers)
bādhasva
wehre ab
dveṣo
die Feindschaft
nirṛtiṃ
die Vernichtung
parācaiḥ
nach fern
kṛtaṃ
die begangene
cidenaḥ
Sünde selbst
pra
los-
mumugdhyasmat
löse sie von uns
||
(Versende)
abhiṣṭhito
bedrängt ist
varuṇasya
des Varuṇa
pāśo'gneranīkamapa
die Fessel; in des Agni Antlitz hinein
ā
hinein
viveśa
ist sie eingedrungen
|
(Halbvers)
apāṃ
der Gewässer
napāt
Enkel [?]
pratirakṣannasuryaṃ
die göttliche Herrschaft beschützend
damedame
in jedem Haus
samidhaṃ
das Brennholz
yakṣyagne
sollst du opfern, Agni
||
(Versende)
prati
entgegen
te
deine
jihvā
Zunge
ghṛtamuccaraṇyet
möge das Ghee ausströmen
samudre
im Meer
te
dein
hṛdayamapsvantaḥ
Herz ist in den Wassern
|
(Halbvers)
saṃ
zusammen
tvā
dich
viśantvoṣadhīrutāpo
sollen erfüllen die Kräuter und die Wasser
yajñasya
dem Opfer
tvā
dich
yajñapate
o Opferherr
havirbhiḥ
mit den Opfergaben
||
(Versende)
sūktavāke
beim Spruchwort
namovāke
beim Verehrungswort
vidhemāvabhṛtha
wollen wir dienen; bei der Abwaschung
nicaṅkuṇa
der Herabschauende [?]
nicerurasi
du bist der Umherschauende
nicaṅkuṇāva
wir schauen herab
devairdevakṛtameno'yāḍava
mit den Göttern; die von den Göttern gemachte Sünde sei fortgeschafft; herab
martyairmartyakṛtamurorā
mit der von den Sterblichen gemachten; aus weiter Ferne
Dich, den Unsterblichen, den ich, ein Sterblicher, mit ergebenem Herzen erwäge, rufe ich immer wieder; Jātavedas, verleih uns Ruhm; mit Nachkommenschaft, Agni, möchte ich Unsterblichkeit erlangen. – Dem, der wohl gehandelt hat, Jātavedas, dem du, Agni, eine behagliche Welt bereitest, der erlangt aśvinreichen [?], sohnreichen, heldenreichen, rinderreichen Reichtum, mit Wohlergehen. – Bei dir, o Sohn der Kraft, haben sich alle Wunschbegierden zum Guten gewendet; über dich geht Indra nicht hinaus. – Bei jedem Loblied hat der Soma Indra berauscht, bei jedem Lied haben die ausgepressten Somas den Gabenreichen berauscht; wenn ihn die Bedrängten wie Söhne den Vater, gleich geschickt, zur Hilfe rufen. – Agni, mit Saft, mit Glanz, Jātavedas, erglänzst du weithin, die Unholde, die Krankheit vertreibend. – Die Wasser habe ich durchwandert, mit ihrem Saft haben wir uns vereinigt; saftreich bin ich zu dir gekommen, Agni; vereinige den mit mir durch Glanz. – Der Gute, der Herr der Güter, dessen Anteil das ist [?], Agni, der Glanzreiche; wir möchten in deinem Wohlwollen sein. – Dich, Agni, den Herrn der Güter, an dir erfreue ich mich sehr bei den Opferhandlungen, du König; durch dich, nach Kampfkraft strebend, möchten wir siegen; die Angriffe der Sterblichen möchten wir überwinden. Dich, Agni, den Kampfkraftreichsten, stärken die Redekundigen mit gutem Lob; gib uns gute Heldenkraft. – Dieser unser Agni schaffe uns Weite; dieser gehe voran, die Feinde spaltend; dieser besiege, frohlockend, die Feinde; dieser gewinne die Kampfkraft im Kampf um die Kampfkraft. – Durch Agni wird Agni entzündet, der Seher, der junge Hausherr, der Opfergaben-Träger, mit der Zunge als Mund [?]. – Denn du, Agni, wirst durch Agni entzündet, du Redekundiger durch den Redekundigen, du Seiender durch den Seienden, du Freund durch den Freund. – Empor, Agni, erheben sich deine reinen Flammen, mit Licht.
Wort für Wort
yastvā
dich, den
hṛdā
mit Herzen
kīriṇā
ergebenem
manyamāno'martyaṃ
erwägend; den Unsterblichen
martyo
der Sterbliche
johavīmi
rufe ich immer wieder
|
(Halbvers)
jātavedo
Jātavedas
yaśo
Ruhm
asmāsu
uns
dhehi
verleih
prajābhiragne
mit Nachkommenschaft, Agni,
amṛtatvamaśyām
Unsterblichkeit möchte ich erlangen
||
(Versende)
yasmai
dem
tvaṃ
du
sukṛte
der wohl gehandelt hat
jātaveda
Jātavedas
u
wohl
lokamagne
eine Welt, Agni,
kṛṇavaḥ
bereitest
syonam
behagliche
|
(Halbvers)
aśvinaṃ
aśvinreichen [?]
sa
der
putriṇaṃ
sohnreichen
vīravantaṃ
heldenreichen
gomantaṃ
rinderreichen
rayiṃ
Reichtum
naśate
erlangt
svasti
mit Wohlergehen
||
(Versende)
tve
bei dir
su
wohl
puttra
o Sohn
śavaso'vṛtran
der Kraft; haben sich gewendet
kāmakātayaḥ
alle Wunschbegierden
|
(Halbvers)
na
nicht
tvāmindrāti
über dich – Indra – hinaus
ricyate
geht
||
(Versende)
ukthaukthe
bei jedem Loblied
soma
der Soma
indraṃ
Indra
mamāda
hat berauscht
nīthenīthe
bei jedem Lied
maghavānaṃ
den Gabenreichen
sutāsaḥ
die ausgepressten (Somas)
|
(Halbvers)
yadīṃ
wenn ihn
sabādhaḥ
die Bedrängten
pitaraṃ
den Vater
na
wie
putrāḥ
Söhne
samānadakṣā
gleich geschickt
avase
zur Hilfe
havante
rufen
||
(Versende)
agne
Agni
rasena
mit Saft
tejasā
mit Glanz
jātavedo
Jātavedas
vi
weit-
rocase
erglänzt du
|
(Halbvers)
rakṣohāmīvacātanaḥ
die Unholde, die Krankheit vertreibend
||
(Versende)
apo
die Wasser
anvacāriṣaṃ
habe ich durchwandert
rasena
mit ihrem Saft
samasṛkṣmahi
haben wir uns vereinigt
|
(Halbvers)
payasvāṃ
saftreich
agna
Agni
āgamaṃ
bin ich gekommen
taṃ
den
mā
mich
saṃ
zusammen
sṛja
vereinige
varcasā
durch Glanz
||
(Versende)
vasurvasupatirhikamasyagne
der Gute, der Herr der Güter; dessen Anteil das ist [?], Agni,