Quellen der Menschheit

Aitareya-Brāhmaṇa · Saptamī Pañcikā

Adhyāya 31: Paśoḥ Vibhāgaḥ Die Verteilung des Opfertieres

Verteilung der Fleischstücke des Opfertieres (paśuvibhakti).

1 Athātaḥ paśor vibhaktis, tasya vibhāgam vakshyāmaḥ. 2 hanū sajihve prastotuḥ, śyenam vaksha udgātuḥ, kaṇṭhaḥ kākudraḥ pratihartuḥ, dakshiṇā śroṇir hotuḥ, savyā brahmaṇo, dakshiṇaṃ sakthi maitrāvaruṇasya, savyaṃ brāhmaṇācchaṃsino, dakshiṇaṃ pārśvaṃ sāṃsam adhvaryoḥ, savyam upagātṝṇām, savyo 'ṃsaḥ pratiprasthātuḥ, dakshiṇaṃ dor neshṭhuḥ, savyaṃ potuḥ, dakshiṇa ūrur achāvākasya, savya āgnīdhrasya, dakshiṇo bāhur ātreyasya, savyaḥ sadasyasya, sadaṃ cānūkaṃ ca gṛhapater, dakshiṇau pādau gṛhapater vratapradasya, savyau pādau gṛhapater bhāryāyai vratapradasya, oshṭha enayoḥ sādhāraṇo bhavati, taṃ gṛhapatir eva praśiṃshyāt. jāghanīṃ patnībhyo haranti, tāṃ brāhmaṇāya dadyuḥ. skandhyāś ca maṇikāś ca, tisraś ca kīkasā grāvastutas, tisraś caiva kīkasā ardhaṃ ca vaikartasyonnetur, ardhaṃ caiva vaikartasya klomā ca samitus. tad brāhmaṇāya dadyād, yady abrāhmaṇaḥ syāc chiraḥ subrahmaṇyāyai, yaḥ svaḥsutyāṃ prāha tasyājinam, ilā sarveshāṃ hotur vā. 3 tā etāḥ shaṭtriṃśatam ekapadā yajñaṃ vahanti. shaṭtriṃśadaksharā vai bṛhatī, bṛhatyā svargāṁ lokān. prāṇāś caiva tat svargāṁś ca lokān āpnuvanti, prāṇeshu caiva tat svargeshu ca lokeshu pratitishṭhanto yanti. 4 sa esha svargyaḥ paśur ya enaṃ evaṃ vibhajaty. 5 atha ye 'to 'nyathā, tad yathā stenā vā pāpakṛito vā paśuṃ vimathnīran, tādṛk tat. 6 tāṃ vā etāṃ paśor vibhaktiṃ śrautarshir Devabhāgo vidāṃ cakāra, tām u hāprocyaivāsmāl lokād uccakrāma. 7 tām u ha Girijāya Bābhravyāya manushyaḥ provāca. tato hainām etad arvāṅ manushyā adhīyate 'dhīyate ‖ 1 ‖ 1 ‖ Iti saptamapañcikāyāṃ prathamo 'dhyāyaḥ. Iti ekatriṃśādhyāye prathamaḥ khaṇḍaḥ.

1 Nun also die Verteilung (vibhakti) des Opfertieres — ihre Aufteilung wollen wir darlegen. 2 Die beiden Kiefer samt Zunge gehören dem Prastotṛ; die Brust dem Udgātṛ; der Nacken-Kehlkopf dem Pratihartṛ; die rechte Hüfte dem Hotṛ, die linke dem Brahman(-Priester); der rechte Schenkel dem Maitrāvaruṇa, der linke dem Brāhmaṇācchaṃsin; die rechte Rippenseite dem Adhvaryu, die linke den Upagātṛs (den mitsingenden Priestern); die rechte Schulter dem Pratiprasthātṛ; der rechte Vorderlauf dem Neṣṭṛ, der linke dem Potṛ; der rechte Schenkel dem Acchāvāka, der linke dem Āgnīdhra; der rechte Arm dem Ātreya, der linke dem Sadasya. Der Rücken und der Nacken-Rückenstreifen gehören dem Gṛhapati (Opferherrn); die rechten Füße dem gelübdeleistenden Gṛhapati, die linken seiner gelübdeleistenden Gattin — die Lippe von beiden ist gemeinsamer Anteil; diesen soll der Gṛhapati selbst zuweisen. Das Hinterteil (jāghanī) tragen sie den Frauen zu; dieses sollen sie dem Brahmanen(-Priester) geben. Die Schultergelenke samt den *maṇikā*-Knochen [Anm.: genaue anatomische Bedeutung unsicher] sowie drei Rippen gehören dem Grāvastut; [weitere] drei Rippen und die Hälfte des *Vaikarta*-Stücks [Anm.: unsicherer Fachbegriff, wohl ein bestimmtes Fleischstück] dem Unnetṛ, die andere Hälfte des Vaikarta samt der Lunge (*kloman*) dem Samitṛ. Dies soll man dem Brahmanen(-Priester) geben, falls kein [weiterer] Brahmane [zugegen] ist. Der Kopf gehört dem, der den Subrahmaṇyā-Ruf ertönen läßt; wer bei der Morgenpressung [den Ruf] vorträgt, dessen ist das Fell; die Zunge gehört entweder allen [Priestern] oder dem Hotṛ. 3 Diese [Anteile] tragen zu sechsunddreißig einfüßigen [Teilen] das Opfer. Sechsunddreißig Silben hat die Bṛhatī(-Strophe), durch die Bṛhatī [erreicht man] die Himmelswelten. Durch die Atemhauche gelangen sie so zu den Himmelswelten wie zu den [übrigen] Welten; in den Atemhauchen wie in den Himmelswelten schreiten sie fußfassend voran. 4 Ein solches Opfertier ist also himmlisch, wenn man es auf diese Weise verteilt. 5 Diejenigen aber, die es anders [tun] — das wäre, wie wenn Diebe oder Übeltäter ein Tier zerrissen; ebenso [verhält es sich] damit. 6 Diese Verteilung des Opfertieres nun kannte der Śrauta-Ṛṣi Devabhāga; er verkündete sie und stieg dann aus dieser Welt empor. 7 Er verkündete sie dem Girija Bābhravya, einem Menschen. Seither lernen die Menschen sie nur bis hierher — [d. h. die menschliche Überlieferung reicht nicht über Devabhāgas Kunde hinaus]. [Anm.: Damit endet der erste Adhyāya der siebten Pañcikā, zugleich der einzige Khaṇḍa des 31. Adhyāya. Es handelt sich um einen reinen Fachtext über die rituelle Verteilung der Fleischstücke des Opfertieres unter die sechzehn Priester und den Opferherrn.]

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