Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 13

Hymne 13.4 Gegen Schlangengift: der Paidva und Indras Wagen

nir ito haritasrajam / indro vartayate ratham | / tenāpi lihna īyate / nipiṃṣann ahināmnaḥ ||

Hinaus von hier lässt Indra den Wagen rollen, den mit der gelbgrünen Girlande; / mit ihm wird auch der Beleckte/Bestrichene [lihna] [?] getrieben, / [die] zermalmend, die Schlange heißen.

yenendra dasyūn amṛṇor / yena vṛtraṃ parābhinaḥ | / tenā śatakrato tvam / aher jātāni jambhaya ||

Mit dem, Indra, du die Dasyus niederschlugst, / mit dem du Vṛtra zerbrachst, / mit dem, Śatakratu, zermalme du / die Bruten der Schlange.

praty amodata pṛthivī / prati dyauḥ prati sūryaḥ | / paidvo yad aśvamātā / krandenāhīn apāvapat ||

Es freuten sich die Erde, der Himmel, die Sonne, / als der Paidva, der Sohn der Stute, / durch sein Wiehern die Schlangen wegschüttelte.

yadā paidvo 'śvamātā / krandenāhīn apāvapat | / rajjū ṣma datvatīḥ śere / pūyantīḥ pṛthivīm anu ||

Als der Paidva, der Stutensohn, / durch sein Wiehern die Schlangen wegschüttelte, / lagen sie da wie zahnbewehrte Stricke, / eiternd/verwesend über die Erde hin.

nāpo jīryanti nāmṛtaṃ / nendrāṇī vidhavābhavat | Bhatt. avidhavābhavat / na tvām āstegiṣad viṣam Bhatt. āstebhiṣad / aśmānam iva sāyakam ||

Die Wasser altern nicht, das Unsterbliche nicht; / nicht wurde Indrāṇī Witwe. / Kein Gift hat dich angegriffen [?], / wie ein Geschoss einen Stein [nicht durchdringt].

indrāgnī mitrāvaruṇā / tvaṣṭāram aditiṃ bhagam | / huve 'ham arvantaṃ paidvaṃ / mā me 'yaṃ puruṣo riṣat || emend. Franceschini; Bhatt. myāmeyaṃ

Indra und Agni, Mitra und Varuṇa, / Tvaṣṭar, Aditi, Bhaga / rufe ich, [und] das Ross Paidva: / dieser Mensch da soll mir nicht zu Schaden kommen.

sadyo jāto 'kanikradat / solbo vy adhūnuta | / krandenāśvasya vājino / 'hanyantāhayaḥ pṛthak ||

Kaum geboren brüllte er; / mit der Eihaut [solba] [?] schüttelte er sie auseinander. / Durch das Wiehern des kräftigen Rosses / wurden die Schlangen einzeln erschlagen.