Quellen der Menschheit

Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Sūkta 3

mūrdhāhaṃ rayīṇāṃ mūrdhā samānānāṃ bhūyāsam

Möge ich zum Haupt der Reichtümer, zum Haupt unter meinesgleichen werden.

Wort für Wort
mūrdhāhaṃ
zum Haupt, ich (mūrdhā+aham)
rayīṇāṃ
der Reichtümer (Gen.Pl.)
mūrdhā
Haupt (Nom.)
samānānāṃ
unter meinesgleichen (Gen.Pl.)
bhūyāsam
möge ich werden (Opt.)

rujaś ca mā venaś ca mā hāsiṣṭāṃ mūrdhā ca mā vidharmā ca mā hāsiṣṭām

'Bruch' und 'Sehnsucht' sollen mich nicht verlassen; 'Haupt' und 'Stütze' sollen mich nicht verlassen [Anm.: rujaḥ, venaḥ, mūrdhā und vidharmā erscheinen hier als personifizierte Mächte].

Wort für Wort
rujaś
Bruch (Nom.)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
venaś
Sehnsucht (Nom.)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
hāsiṣṭāṃ
sollen nicht verlassen (Inj.Du., verneint durch vorangehendes mā)
mūrdhā
Haupt (Nom.)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
vidharmā
Stütze (Nom.)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
hāsiṣṭām
sollen nicht verlassen (Inj.Du., verneint durch vorangehendes mā)

urvaś ca mā camasaś ca mā hāsiṣṭāṃ dhartā ca mā dharuṇaś ca mā hāsiṣṭām

'Weite' und 'Trinkschale' sollen mich nicht verlassen; der 'Träger' und die 'Grundlage' sollen mich nicht verlassen.

Wort für Wort
urvaś
Weite (Nom.)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
camasaś
Trinkschale (Nom.)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
hāsiṣṭāṃ
sollen nicht verlassen (Inj.Du., verneint durch vorangehendes mā)
dhartā
der Träger (Nom.)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
dharuṇaś
die Grundlage (Nom.)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
hāsiṣṭām
sollen nicht verlassen (Inj.Du., verneint durch vorangehendes mā)

vimokaś ca mārdrapaviś ca mā hāsiṣṭām ārdradānuś ca mā mātariśvā ca mā hāsiṣṭām

'Befreiung' und der 'mit feuchter Felge' [Bild der Regenwolke] sollen mich nicht verlassen; der 'Feuchtspendende' und Mātariśvan sollen mich nicht verlassen.

Wort für Wort
vimokaś
Befreiung (Nom.)
ca
und
mārdrapaviś
der mit feuchter Felge (Sandhi mā+ārdrapaviḥ: zugleich "nicht" + Beiname)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
hāsiṣṭām
sollen nicht verlassen (Inj.Du., verneint durch vorangehendes mā)
ārdradānuś
der Feuchtspendende (Nom.)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
mātariśvā
Mātariśvan (Nom.)
ca
und
mā
nicht (vetitive Partikel bei Injunktiv, wiederholt vor jedem Glied; zugleich anaphorisch "mich")
hāsiṣṭām
sollen nicht verlassen (Inj.Du., verneint durch vorangehendes mā)

bṛhaspatir ma ātmā nṛmaṇā nāma hṛdyaḥ

Bṛhaspati ist mein Selbst, mit Namen 'Nṛmaṇas' (der Mannesgesinnte), dem Herzen teuer.

Wort für Wort
bṛhaspatir
Bṛhaspati (Nom.)
ma
mein (Gen.)
ātmā
Selbst (Nom.)
nṛmaṇā
der Mannesgesinnte (Nom.)
nāma
mit Namen
hṛdyaḥ
dem Herzen teuer (Nom.)

asaṃtāpaṃ me hṛdayam urvī gavyūtiḥ samudro asmi vidharmaṇā

Frei von Bedrängnis ist mein Herz; weit ist mein Weideland; durch meine Tragkraft bin ich wie der Ozean.

Wort für Wort
asaṃtāpaṃ
a- 'nicht, frei von' + saṃtāpa 'Bedrängnis, Glut' → frei von Bedrängnis (Nom.)
me
mein (Gen.)
hṛdayam
Herz (Nom.)
urvī
weit (Nom.)
gavyūtiḥ
Weideland (Nom.)
samudro
Ozean (Nom.)
asmi
bin ich
vidharmaṇā
durch die Tragkraft (Instr.)

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