apaśyaṃ tvāvarohantaṃ / divataḥ pṛthivīm iva | / apaśyam asyantaṃ rudraṃ / nīlagrīvaṃ śikhaṇḍinam ||
Ich sah dich herabsteigen, / wie vom Himmel zur Erde. / Ich sah den Schießenden, Rudra, / den Blauhalsigen, den Schopfträger.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 14
apaśyaṃ tvāvarohantaṃ / divataḥ pṛthivīm iva | / apaśyam asyantaṃ rudraṃ / nīlagrīvaṃ śikhaṇḍinam ||
Ich sah dich herabsteigen, / wie vom Himmel zur Erde. / Ich sah den Schießenden, Rudra, / den Blauhalsigen, den Schopfträger.
diva ugro 'vārukṣat / praty aṣṭhād bhūmyām adhi | / janāsaḥ paśyatemaṃ / nīlagrīvaṃ vilohitam ||
Vom Himmel ist der Gewaltige herabgestiegen, / hat sich auf die Erde gestellt. / Ihr Leute, seht diesen, / den Blauhalsigen, den Rotgefärbten.
eṣa aity avīrahā / rudro jalāṣabheṣajī | / vi te kṣepam anīnaśad / vātīkāro vy etu te ||
Dieser kommt, der die Männer nicht tötet, / Rudra, dessen Heilmittel Jalāṣa ist. / Deinen Schleuderwurf hat er zunichtegemacht; / das Wind-Leiden (vātīkāra) soll von dir weichen.
namas te bhava bhāmāya / namas te bhava manyave | / namas te astu bāhūbhyām / uto ta iṣave namaḥ ||
Verehrung dir, Bhava, für deinen Glanz/Grimm (bhāma); / Verehrung dir, Bhava, für deinen Zorn (manyu); / Verehrung sei deinen Armen, / und deinem Pfeil Verehrung.
yām iṣaṃ giriśanta / haste bibharṣy astave | / śivāṃ giriśa tāṃ kṛṇu / mā hiṃsīḥ puruṣān mama ||
Den Pfeil, Bergbewohner (giriśanta), den du in der Hand trägst, / um [ihn] zu schleudern: / mache ihn heilvoll, Bergbewohner (giriśa), / und verletze meine Männer nicht.
śivena vacasā tvā / giriśācchā vadāmasi | / yathā naḥ sarvam ij jagad / ayakṣmaṃ sumano asat ||
Mit heilvollem Wort, Bergbewohner, / sprechen wir dich an, / damit unsere ganze Welt / frei von Yakṣma (Auszehrung) und wohlgesinnt sei.
yā ta iṣuḥ śivatamā / śivaṃ babhūva te dhanuḥ | / śivā śaravyā yā tava / tayā no mṛḍa jīvase ||
Dein Pfeil, der heilvollste, / heilvoll ist dein Bogen geworden, / heilvoll dein Geschoss(-Vorrat) (śaravyā), das du hast: / damit sei uns gnädig, zum Leben.
yā te rudra śivā tanūr / aghorāpāpakāśinī | / tayā nas tanvā śantamayā / giriśantābhi cākaśa ||
Diese deine Gestalt, Rudra, die heilvolle, / nicht schreckliche, nicht Böses zeigende: / mit dieser, uns sehr wohltuenden Gestalt, / Bergbewohner, schau auf uns.
asau yas tāmro aruṇa / uta babhrur vilohitaḥ | / ye ceme abhito rudrā / dikṣu śritāḥ sahasraśo / 'vaiṣāṃ heḍa īmahe ||
Jener dort, der kupferrot, rötlich, / auch braun und rotgefärbt ist, / und die Rudras hier, die ringsum / in den Himmelsrichtungen zu Tausenden stehen: / deren Zorn (heḍa) erflehen wir uns weg (wollen wir abwenden).
adṛśaṃ tvāvarohantaṃ / nīlagrīvaṃ vilohitam | / uta tvā gopā adṛśann / uta tvodāhāryaḥ | / uto tvā viśvā bhūtāni / tasmai dṛṣṭāya te namaḥ ||
Ich sah dich herabsteigen, / den Blauhalsigen, Rotgefärbten. / Auch die Kuhhirten haben dich gesehen, / auch die Wasserträgerinnen, / auch alle Wesen haben dich gesehen; / dir, dem Erblickten, [sei] Verehrung.