Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 14

Hymne 14.9 Rātrī: Abwehr von Dieben, Wölfen und Feinden

andhaṃ rātri tiṣṭhadhūmam / aśīrṣāṇam ahiṃ kṛṇu | / akṣau vṛkasya nir jahy / ā stenaṃ drupade jahi ||

Mach, Nacht, die Schlange blind, [mit] stehendem Rauch [?], / kopflos. / Dem Wolf schlage die Augen aus; / den Dieb schlage am Holzpfosten nieder.

ye te rātry anaḍvāhas / tīkṣṇaśṛṅgāḥ svāśavaḥ | / tebhir no adya pāraya- / -ati durgāṇi viśvahā ||

Deine Zugstiere, Nacht, / scharfhörnige, schnelle: / mit diesen bringe uns heute über die Schwierigkeiten hinüber, / täglich.

rātriṃ rātrim ariṣyantas / tarema tanvā vayam | / gambhīram aplavā iva / na tareyur arātayaḥ ||

Nacht um Nacht, unversehrt, / wollen wir mit dem Körper hinüberkommen, / wie Nicht-Schwimmer [nicht] die Tiefe: / so sollen die Feinde nicht hinüberkommen.

yathā śāmyākaḥ prapatan / predivān nānu vidyate | / evā rātri pra pātaya / yo asmām̐ abhy aghāyati ||

Wie der Śāmyāka, wenn er abgefallen ist, / weggegangen, nicht mehr gefunden wird: / so, Nacht, stürze den nieder, / der uns Böses will.

apa stenaṃ vāsomathaṃ / goajam uta taskaram | / atho yo arvataḥ śiro / +'bhidhāya ninīṣati ||

Weg mit dem Dieb, dem Kleider[-Räuber] [?], / dem Rind-und-Ziegen-[Dieb], dem Räuber; / und mit dem, der dem Ross den Kopf verhüllend / wegführen will.

yad adya rātri subhage / vibhajanty ayovasu | / yad ehy asmān bhrājaya- / -athed anyān upāyasi ||

Wenn sie heute, Nacht, Glückliche, / das Eisengut verteilen [?], / wenn du zu uns kommst, lass uns erstrahlen; / dann gehst du erst zu anderen.

uṣase naḥ pari dehi Bhatt. dhehi / sarvān rātry anāgasaḥ | / uṣā no ahna ā bhajād / ahas tubhyaṃ vibhāvari ||

Übergib uns dem Uṣas (Morgenröte), / alle Sündlosen, Nacht. / Uṣas soll uns am Tage teilhaben lassen; / der Tag [gehöre] dir, Strahlende.