Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 14

Hymne 14.8 Lobpreis der Nacht (Rātrī); Schutz vor Dieben

iṣirā yoṣā yuvatīr damūnā / rātrī devasya savitur bhagasya | / aśvakṣatā suhavā saṃbhṛtaśrīr / ā paprau dyāvāpṛthivī mahitvā ||

Die Eilige (Erquickende), Frau, Jungfrau, Häusliche (damūnā), / die Nacht des Gottes Savitṛ [und] Bhagas; / rossunverletzt [?], gut anzurufen, Pracht angesammelt habend, / hat sie Himmel und Erde mit ihrer Größe erfüllt.

ava viśvāny aruhad gabhīrā- / -udvarṣiṣṭham aruhad aśramiṣṭhā | / uśatī rātry anu sānu bhadrād / vi tiṣṭhate mitra iva svadhābhiḥ ||

Sie ist über alle Tiefen hinab(gestiegen) [?], / sie ist zum Höchstragenden [?] aufgestiegen, die Unermüdliche. / Die Verlangende Nacht steht, dem Gipfel nach, dem Guten [?] gemäß, / verteilt, wie Mitra mit seinen Eigenkräften.

narye vandye subhage sujāta / ā cāgan rātri sumanā iha syām | / asmāṃs trāyasva naryāṇi jātā- / -aśvyā yāni gavyāni puṣṭā ||

Männerfreundliche, Verehrungswürdige, Glückliche, Wohlgeborene, / du bist gekommen, Nacht; wohlgesinnt möchte ich hier sein. / Schütze uns, [und] was Männern gehört und geboren ist: / die Ross- und Rinderbestände, das Gedeihen [?].

siṃhasya rātry uśatī piśasya / vyāghrasya dvīpino varca ā dade | / aśvasya bradhnaṃ puruṣasya māyaṃ / puru rūpāṇi kṛṇuṣe vibhātī ||

Des Löwen, Nacht, [du] Willige, des Piśa (Gefleckten), / des Tigers, des Panthers Glanz nimmst du [dir]; / des Rosses Bradhna [?], des Mannes Māyā (Zauber): / viele Gestalten machst du, aufleuchtend.

śivāṃ rātrim ahni sūryaṃ ca / himasya mātā suhavā no astu | / asya stomasya subhage ni bodha / yena tvā vande viśvāsu dikṣu ||

Die heilvolle Nacht [rufen wir], am Tag die Sonne; / die Mutter des Schnees soll uns gut anrufbar sein. / Nimm, Glückliche, diesen Lobpreis wahr, / mit dem ich dich in allen Himmelsrichtungen verehre.

stomasya no vibhāvari / rātri rājeva joṣasai | / asāma sarvavīrā / bhavāma sarvavedaso vyucchantīr anūṣasaḥ ||

Unseren Lobpreis, Strahlende (Vibhāvarī), / Nacht, mögest du wie ein König genießen. / Wir wollen mit allen Männern [versehen] sein, / wir wollen alles Gut besitzen, [in den Nächten,] die aufleuchtend den Morgenröten folgen [?].

śamyā ha nāma dadhiṣe / mama dipsanti ye dhanā | / rātrīha tān asad apa- Lopez rātri hitā naḥ sutalpā / -atha steno na vidyate / atha ripur na vidyate ||

Śamyā [?] hast du als Namen angenommen; / [die,] die auf mein Gut Schaden sinnen, / diese soll hier die Nacht [?]... / uns wohlgesetzt [?], gutes Lager [gebend]; / dann findet sich kein Dieb, / dann findet sich kein Schädiger.

bhadrāsi rātri camaso na piṣṭo / viśvaṃ gorūpaṃ yuvatir bibharṣi | / cakṣuṣmatī me mṛśatī vapūṃṣi mṛśatī with Lopez; Bhatt. mṛṣatī / prādityān divyān rukmām̐ amukthāḥ || Lopez prādityaṃ divyaṃ rukmam; Bhatt. pradityāṃ divyāṃ rukmāṃ

Gnädig bist du, Nacht, wie ein Camasa-Becher mit zerstoßenem [Soma]; / die ganze Rindergestalt trägst du als Jugendliche. / Augenhaft, meine Körper berührend, / hast du die Ādityas, die himmlischen Goldscheiben freigegeben.

yo adya stena āyaty / aghāyur martyo ripuḥ | / rātrī tasya pratītya / pra grīvā pra śiro hanat ||

Wer heute als Dieb kommt, / böses Leben wollend, sterblicher Feind: / Nacht, ihm entgegentretend, / schlage [ihm] Hals und Kopf ab.

pra pādau na yathāyati / pra hastau na yathāśiṣat | / yo malimlar upāyati / sa saṃpiṣṭo apāyati | / apāyati sv apāyati / śuṣke sthāṇāv apāyata ||

Nicht mit den Füßen soll er vorwärtskommen, / nicht mit den Händen etwas greifen. / Wer als Malimlu (Dieb) heranschleicht, / geht zerrieben davon; / er geht weg, er geht gut weg: / am trockenen Pfahl (Baumstumpf) ist er weggegangen.