ā nayaitam ā rabhasva sukṛtāṃ lokam api gachatu prajānan tīrtvā tamāṃsi bahudhā mahānty ajo nākam ā kramatāṃ tṛtīyam
Führe ihn her, ergreife ihn; er gehe ein in die Welt der Rechtschaffenen, sie erkennend; nachdem er die vielfachen großen Finsternisse durchschritten hat, soll der Bock den dritten Himmel erklimmen.
indrāya bhāgaṃ pari tvā nayāmy asmin yajñe yajamānāya sūrim ye no dviṣanty anu tān rabhasvānāgaso yajamānasya vīrāḥ
Dem Indra als Anteil führe ich dich herum, in diesem Opfer dem Opfernden als Fürsten; wer uns hasst, den ergreife; schuldlos seien die Männer des Opfernden.
Wort für Wort
indrāya
dem Indra (Dat.Sg.)
bhāgaṃ
als Anteil (Akk.Sg.)
pari
herum (Präverb)
tvā
dich (Akk.Sg.)
nayāmy
führe ich (Präs.1Sg.)
asmin
in diesem (Lok.Sg.)
yajñe
Opfer (Lok.Sg.)
yajamānāya
dem Opfernden (Dat.Sg.)
sūrim
als Fürsten (Akk.Sg.)
ye
die (Rel.Pron.Nom.Pl.)
no
uns (Akk.Pl.)
dviṣanty
hassen (Präs.3Pl.)
anu
nach
tān
die (Akk.Pl.)
rabhasvānāgaso
ergreife; schuldlos sollen sein (Imp.2Sg.+Nom.Pl., Sandhi)
Wasch von den Füßen ab, was er an Übeltat begangen hat; mit reinen Hufen soll er schreiten, es erkennend; nachdem er die vielfachen Finsternisse durchschritten und weit hindurchgesehen hat, soll der Bock den dritten Himmel erklimmen.
Nachdem du ihm mit dem dunklen Messer die Haut abgezogen hast, o Zerleger, denke nicht schlecht über ihn, Glied für Glied; schade ihm nicht, Gelenk für Gelenk – füge ihn wohlgestaltet zusammen; lass ihn im dritten Himmel ruhen.
ṛcā kumbhīm adhy agnau śrayāmy ā siñcodakam ava dhehy enam paryādhattāgninā śamitāraḥ śṛto gachatu sukṛtāṃ yatra lokaḥ
Mit einem Vers stelle ich den Topf auf das Feuer; gieß Wasser hinein, lege ihn hinein; die Schlachtpriester sollen ihn mit Agni umgeben; gekocht gehe er dorthin, wo die Welt der Rechtschaffenen ist.
Wort für Wort
ṛcā
mit einem Vers (Instr.Sg.)
kumbhīm
den Topf (Akk.Sg.)
adhy
auf (Präverb)
agnau
das Feuer (Lok.Sg.)
śrayāmy
stelle ich (Präs.1Sg.)
ā
hinein (Präverb)
siñcodakam
gieße Wasser (Imp.2Sg.+Akk.Sg., Sandhi)
ava
hinein (Präverb)
dhehy
lege (Imp.2Sg.)
enam
ihn (Akk.Sg.)
paryādhattāgninā
sollen umgeben mit Agni (Imp.3Pl.+Instr.Sg., Sandhi)
ut krāmātaḥ pari ced ataptas taptāc caror adhi nākaṃ tṛtīyam agner agnir adhi saṃ babhūvitha jyotiṣmantam abhi lokaṃ jayaitam
Erhebe dich von hier, wenn du ungekocht bist – vom gekochten Opferbrei zum dritten Himmel; aus Agni bist du in Agni entstanden – erobere diese lichtvolle Welt.
ajo agnir ajam u jyotir āhur ajaṃ jīvatā brahmaṇe deyam āhuḥ ajas tamāṃsy apa hanti dūram asmiṃl loke śraddadhānena dattaḥ
Der Bock ist Agni, den Bock nennt man auch das Licht; den Bock, sagt man, solle man dem Brahmanen bei Lebzeiten geben; der Bock verscheucht die Finsternisse weit fort, wenn er in dieser Welt mit Glauben gegeben wird.
pañcaudanaḥ pañcadhā vi kramatām ākraṃsyamānas trīṇi jyotīṃṣi ījānānāṃ sukṛtāṃ prehi madhyaṃ tṛtīye nāke adhi vi śrayasva
Der mit den fünf Reisbreien soll fünffach ausschreiten, im Begriff, die drei Lichter zu ersteigen; geh mitten unter die Opfernden, die Rechtschaffenen; im dritten Himmel lass dich nieder.
Wort für Wort
pañcaudanaḥ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → der mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)
ajā roha sukṛtāṃ yatra lokaḥ śarabho na catto 'ti durgāny eṣaḥ pañcaudano brahmaṇe dīyamānaḥ sa dātāraṃ tṛptyā tarpayāti
Steig hinauf, o Bock, dorthin, wo die Welt der Rechtschaffenen ist; wie ein unermüdeter Śarabha (Fabeltier) durchquert er die schweren Pfade; der mit den fünf Reisbreien, dem Brahmanen gegeben, sättigt den Geber mit Sättigung.
Wort für Wort
ajā
o Bock (Vok.)
roha
steig hinauf (Imp.2Sg.)
sukṛtāṃ
su 'gut' + kṛta 'getan' → der Rechtschaffenen (Gen.Pl.)
yatra
wo (Adv.)
lokaḥ
die Welt (Nom.Sg.)
śarabho
Śarabha (Fabeltier, Nom.Sg.)
na
wie (Vergleichspartikel)
catto
unermüdet [?] (Nom.Sg.)
'ti
hindurch (=ati, Präverb)
durgāny
dur 'schwierig' + ga 'gehbar' → die schwierigen Pfade (Akk.Pl.)
eṣaḥ
er (Nom.Sg.)
pañcaudano
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → der mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)
Der Bock setzt den Geber im dreifachen Himmel, im dreifachen Firmament, auf dem dreifachen Rücken, auf dem Rücken des Himmels ein; der mit den fünf Reisbreien, dem Brahmanen gegeben, ist die allgestaltige Kuh, die einzige, die alle Wünsche erfüllt.
Wort für Wort
ajas
der Bock (Nom.Sg.)
trināke
tri 'drei' + nāka 'Himmel' → im dreifachen Himmel (Lok.Sg.)
tridive
tri 'drei' + diva 'Himmel' → im dreifachen Firmament (Lok.Sg.)
tripṛṣṭhe
tri 'drei' + pṛṣṭha 'Rücken' → auf dem dreifachen Rücken (Lok.Sg.)
nākasya
des Himmels (Gen.Sg.)
pṛṣṭhe
auf dem Rücken (Lok.Sg.)
dadivāṃsaṃ
den Geber (Akk.Sg.Part.Perf.)
dadhāti
setzt ein (3Sg.Präs.)
pañcaudano
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → der mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)
brahmaṇe
dem Brahmanen (Dat.Sg.)
dīyamāno
gegeben werdend (Nom.Sg.Part.)
viśvarūpā
viśva 'all' + rūpa 'Gestalt' → die allgestaltige (Nom.Sg.)
dhenuḥ
die Kuh (Nom.Sg.)
kāmadughāsy
kāma 'Wunsch' + dugha 'melkend' → die Wunscherfüllende, (du) bist (Nom.Sg.Fem.+asi, 2Sg., wörtl. 'du bist') / ist (3Sg., so die Gesamtübersetzung)
etad vo jyotiḥ pitaras tṛtīyaṃ pañcaudanaṃ brahmaṇe 'jaṃ dadāti ajas tamāṃsy apa hanti dūram asmiṃl loke śraddadhānena dattaḥ
Dies ist euer drittes Licht, ihr Väter (Ahnen): den mit den fünf Reisbreien, den Bock, gibt er dem Brahmanen; der Bock verscheucht die Finsternisse weit fort, wenn er in dieser Welt mit Glauben gegeben wird.
Wort für Wort
etad
dies (Nom.Sg.)
vo
euer (Gen.Pl.)
jyotiḥ
Licht (Nom.Sg.)
pitaras
o Väter/Ahnen (Vok.Pl.)
tṛtīyaṃ
drittes (Akk.Sg.)
pañcaudanaṃ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → den mit den fünf Reisbreien (Akk.Sg.)
Die Welt der Opfernden, der Rechtschaffenen begehrend, gibt er den mit den fünf Reisbreien, den Bock, dem Brahmanen; er erobert diese weitreichende Welt; gütig soll er uns sein, der Entgegengenommene.
Wort für Wort
ījānānāṃ
der Opfernden (Gen.Pl.Part.)
sukṛtāṃ
su 'gut' + kṛta 'getan' → der Rechtschaffenen (Gen.Pl.)
lokam
die Welt (Akk.Sg.)
īpsan
begehrend (Nom.Sg.Part.)
pañcaudanaṃ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → den mit den fünf Reisbreien (Akk.Sg.)
ajo hy agner ajaniṣṭa śokād vipro viprasya sahaso vipaścit iṣṭaṃ pūrtam abhipūrtaṃ vaṣaṭkṛtaṃ tad devā ṛtuśaḥ kalpayantu
Denn der Bock ist aus der Glut des Agni geboren, der Weise aus dem Weisen, der Kundige aus der Kraft; das Geopferte, das fromme Werk, das Übervolle, das mit dem Vaṣaṭ-Ruf Geweihte – das sollen die Götter zur rechten Zeit gewähren.
Wort für Wort
ajo
der Bock (Nom.Sg.)
hy
denn (Partikel)
agner
des Agni (Abl.Sg.)
ajaniṣṭa
ist geboren (3Sg.Aor.)
śokād
aus der Glut (Abl.Sg.)
vipro
der Weise (Nom.Sg.)
viprasya
aus dem Weisen (Abl.Sg.)
sahaso
aus der Kraft (Abl.Sg.)
vipaścit
vipas 'Weisheit' + cit 'wissend' → der Kundige (Nom.Sg.)
iṣṭaṃ
das Geopferte (Nom.Sg.)
pūrtam
das fromme Werk (Nom.Sg.)
abhipūrtaṃ
das Übervolle (Nom.Sg.)
vaṣaṭkṛtaṃ
vaṣaṭ 'der Ruf Vaṣaṭ' + kṛta 'gemacht' → das mit dem Vaṣaṭ-Ruf Geweihte (Nom.Sg.)
amotaṃ vāso dadyād dhiraṇyam api dakṣiṇām tathā lokānt sam āpnoti ye divyā ye ca pārthivāḥ
Ungewebtes [Anm.: amota, wörtlich 'nicht gewoben' – Bedeutung unsicher] Gewand soll er geben, auch Gold als Ehrengabe; so gelangt er zu allen Welten, den himmlischen wie den irdischen.
Dir, o Bock, sollen diese Ströme zufließen, die somahaften, göttlichen, mit Ghī bedeckten, honigtriefenden; sie stützen die Erde und den Himmel, auf dem Rücken des Firmaments, bei der Siebenstrahligen.
Wort für Wort
etās
diese (Nom.Pl.Fem.)
tvājopa
zu dir, o Bock, heran (Sandhi: tvā+aja+upa)
yantu
sollen kommen (3Pl.Imp.)
dhārāḥ
Ströme (Nom.Pl.)
somyā
somahafte (Nom.Pl.)
devīr
göttliche (Nom.Pl.)
ghṛtapṛṣṭhā
ghṛta 'Ghī' + pṛṣṭha 'Rücken' → mit Ghī bedeckt (Nom.Pl.)
ajo 'sy aja svargo 'si tvayā lokam aṅgirasaḥ prājānan taṃ lokaṃ puṇyaṃ pra jñeṣam
Ein Bock bist du, o Bock, der Himmel bist du; durch dich haben die Aṅgiras (die mythischen Ur-Seher) die Welt erkannt; diese heilige Welt möge auch ich erkennen.
Der gekochte Bock, der mit den fünf Reisbreien, setzt den Opferer in der Himmelswelt ein, das Unheil (Nirṛti) abwehrend; damit mögen wir sonnenhelle Welten erobern.
Wort für Wort
ajaḥ
der Bock (Nom.Sg.)
pakvaḥ
gekocht (Nom.Sg.)
svarge
in der Himmelswelt (Lok.Sg.)
loke
Welt (Lok.Sg.)
dadhāti
setzt ein (3Sg.Präs.)
pañcaudano
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → der mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)
nirṛtiṃ
das Unheil, Nirṛti (Akk.Sg.)
bādhamānaḥ
abwehrend (Nom.Sg.Part.)
tena
damit (Instr.Sg.)
lokānt
Welten (Akk.Pl.)
sūryavato
sūrya 'Sonne' + vant 'besitzend' → sonnenhelle (Akk.Pl.)
yaṃ brāhmaṇe nidadhe yaṃ ca vikṣu yā vipruṣa odanānām ajasya sarvaṃ tad agne sukṛtasya loke jānītān naḥ saṃgamane pathīnām
Was ich dem Brahmanen anvertraue und was den Stämmen, was die Spritzer der Reisbreie des Bockes sind – all das, o Agni, möge in der Welt der Rechtschaffenen erkannt werden, an der Vereinigungsstätte der Wege für uns.
Wort für Wort
yaṃ
was (Akk.Sg.)
brāhmaṇe
dem Brahmanen (Dat.Sg.)
nidadhe
ich anvertraue (1Sg.Präs.Med.)
yaṃ
was (Akk.Sg.)
ca
und (Partikel)
vikṣu
den Stämmen (Lok.Pl.)
yā
was (Nom.Pl.Fem.)
vipruṣa
Spritzer (Nom.Pl.)
odanānām
der Reisbreie (Gen.Pl.)
ajasya
des Bockes (Gen.Sg.)
sarvaṃ
alles (Nom.Sg.)
tad
das (Nom.Sg.)
agne
o Agni (Vok.Sg.)
sukṛtasya
su 'gut' + kṛta 'getan' → der Rechtschaffenen (Gen.Sg.)
ajo vā idam agne vy akramata tasyora iyam abhavad dyauḥ pṛṣṭiham antarikṣaṃ madhyam diśaḥ pārśve samudrau kukṣī ||20|| {12}
Der Bock, o Agni, hat dieses All durchschritten; seine Brust wurde dieser Himmel, sein Rücken [Anm.: Wortform pṛṣṭiham unsicher, evtl. 'Rippen'] der Luftraum in der Mitte, die Himmelsrichtungen seine Flanken, die Meere sein Bauch.
satyaṃ ca rtaṃ ca cakṣuṣī viśvaṃ satyaṃ śraddhā prāṇo virāṭ śiraḥ eṣa vā aparimito yajño yad ajaḥ pañcaudanaḥ
Wahrheit und kosmische Ordnung (ṛta) sind seine Augen, das All die Wahrheit, der Glaube sein Lebensatem, die Virāj (die kosmische Herrscherin) sein Haupt; dies ist das unermessliche Opfer, das der Bock mit den fünf Reisbreien ist.
Wort für Wort
satyaṃ
Wahrheit (Nom.Sg.)
ca
und (Partikel)
rtaṃ
kosmische Ordnung, Ṛta (Nom.Sg.)
ca
und (Partikel)
cakṣuṣī
die beiden Augen (Nom.Du.)
viśvaṃ
das All (Nom.Sg.)
satyaṃ
die Wahrheit (Nom.Sg.)
śraddhā
der Glaube (Nom.Sg.)
prāṇo
der Lebensatem (Nom.Sg.)
virāṭ
die Virāj (kosmische Herrscherin, Nom.Sg.)
śiraḥ
das Haupt (Nom.Sg.)
eṣa
dies (Nom.Sg.)
vā
wahrlich (Partikel)
aparimito
unermesslich (Nom.Sg.)
yajño
das Opfer (Nom.Sg.)
yad
das (Nom.Sg.)
ajaḥ
der Bock (Nom.Sg.)
pañcaudanaḥ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)
idamidam evāsya rūpaṃ bhavati tenainaṃ saṃ gamayati iṣaṃ maha ūrjam asmai duhe yo 'jaṃ pañcaudanam dakṣiṇājyotiṣaṃ dadāti
Jeder einzelne Teil wird zu seiner eigenen Gestalt; damit vereinigt man ihn; Speisekraft, Größe, Stärke melkt sich, wer den Bock mit den fünf Reisbreien als lichtvolle Ehrengabe gibt.
Wort für Wort
idamidam
jeder einzelne Teil (wörtl. 'dies und dies')
evāsya
eben seine (eva+asya)
rūpaṃ
Gestalt (Nom.Sg.)
bhavati
wird (3Sg.Präs.)
tenainaṃ
damit ihn (tena+enam)
saṃ
zusammen (Präverb)
gamayati
vereinigt (3Sg.Präs.Kaus.)
iṣaṃ
Speisekraft (Akk.Sg.)
maha
Größe (Akk.Sg.)
ūrjam
Stärke (Akk.Sg.)
asmai
für ihn (Dat.Sg.)
duhe
melkt sich (3Sg.Präs.Med.)
yo
wer (Nom.Sg.)
'jaṃ
den Bock (Akk.Sg.)
pañcaudanam
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → mit den fünf Reisbreien (Akk.Sg.)
dakṣiṇājyotiṣaṃ
dakṣiṇā 'Ehrengabe' + jyotis 'Licht' → als lichtvolle Ehrengabe (Akk.Sg.)
Fünf Goldschmuckstücke, fünf neue Gewänder, fünf wunscherfüllende Kühe werden dem zuteil, der den Bock mit den fünf Reisbreien als lichtvolle Ehrengabe gibt.
Fünf Goldschmuckstücke werden ihm zum Licht, Panzer und Gewänder werden für seinen Leib; die Himmelswelt erlangt, wer den Bock mit den fünf Reisbreien als lichtvolle Ehrengabe gibt.
Wort für Wort
pañca
fünf
rukmā
Goldschmuckstücke (Nom.Pl.)
jyotir
Licht (Nom.Sg.)
asmai
ihm (Dat.Sg.)
bhavanti
werden (3Pl.Präs.)
varma
Panzer (Nom.Sg.)
vāsāṃsi
Gewänder (Nom.Pl.)
tanve
für den Leib (Dat.Sg.)
bhavanti
werden (3Pl.Präs.)
svargaṃ
Himmels- (Akk.Sg.)
lokam
Welt (Akk.Sg.)
aśnute
erlangt (3Sg.Präs.Med.)
yo
der (Nom.Sg.)
'jaṃ
den Bock (Akk.Sg.)
pañcaudanaṃ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → mit den fünf Reisbreien (Akk.Sg.)
dakṣiṇājyotiṣam
dakṣiṇā 'Ehrengabe' + jyotis 'Licht' → als lichtvolle Ehrengabe (Akk.Sg.)
yo vai naidāghaṃ nāma rtuṃ veda eṣa vai naidāgho nāma rtur yad ajaḥ pañcaudanaḥ nir evāpriyasya bhrātṛvyasya śriyaṃ dahati bhavaty ātmanā
Wer die Jahreszeit kennt, die 'Sommerlich' (naidāgha) heißt – dies eben ist die Jahreszeit 'Sommerlich', die der Bock mit den fünf Reisbreien ist –, der verbrennt die Herrlichkeit des unliebsamen Rivalen gänzlich hinweg und gedeiht selbst dadurch.
Wort für Wort
yo
wer (Nom.Sg.)
vai
wahrlich (Partikel)
naidāghaṃ
'Sommerlich' (Akk.Sg., Jahreszeitname)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtuṃ
die Jahreszeit (Akk.Sg.)
veda
kennt (3Sg.Perf.)
eṣa
dies (Nom.Sg.)
vai
wahrlich (Partikel)
naidāgho
'Sommerlich' (Nom.Sg.)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtur
die Jahreszeit (Nom.Sg.)
yad
die (Nom.Sg.)
ajaḥ
der Bock (Nom.Sg.)
pañcaudanaḥ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)
yo vai kurvantaṃ nāma rtuṃ veda kurvatīṃkurvatīm evāpriyasya bhrātṛvyasya śriyaṃ ā datte eṣa vai kurvan nāma rtur yad ajaḥ pañcaudanaḥ
Wer die Jahreszeit kennt, die 'Wirkend' heißt, der nimmt sich, sie Stück für Stück wirkend, die Herrlichkeit des unliebsamen Rivalen; dies eben ist die Jahreszeit 'Wirkend', die der Bock mit den fünf Reisbreien ist.
Wort für Wort
yo
wer (Nom.Sg.)
vai
wahrlich (Partikel)
kurvantaṃ
'Wirkend' (Akk.Sg., Jahreszeitname)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtuṃ
die Jahreszeit (Akk.Sg.)
veda
kennt (3Sg.Perf.)
kurvatīṃkurvatīm
sie Stück für Stück wirkend (Akk.Sg.Fem.Part., wiederholt)
evāpriyasya
eben des unliebsamen (eva+apriyasya)
bhrātṛvyasya
des Rivalen (Gen.Sg.)
śriyaṃ
die Herrlichkeit (Akk.Sg.)
ā
hin zu (Präverb)
datte
nimmt sich (3Sg.Präs.Med.)
eṣa
dies (Nom.Sg.)
vai
wahrlich (Partikel)
kurvan
'Wirkend' (Nom.Sg.)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtur
die Jahreszeit (Nom.Sg.)
yad
die (Nom.Sg.)
ajaḥ
der Bock (Nom.Sg.)
pañcaudanaḥ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)
yo vai saṃyantaṃ nāma rtuṃ veda saṃyatīṃsaṃyatīm evāpriyasya bhrātṛvyasya śriyaṃ ā datte eṣa vai saṃyan nāma rtur yad ajaḥ pañcaudanaḥ
Wer die Jahreszeit kennt, die 'Vereinigend' heißt, der nimmt sich, sie fortwährend vereinigend, die Herrlichkeit des unliebsamen Rivalen; dies eben ist die Jahreszeit 'Vereinigend', die der Bock mit den fünf Reisbreien ist.
Wort für Wort
yo
wer (Nom.Sg.)
vai
wahrlich (Partikel)
saṃyantaṃ
'Vereinigend' (Akk.Sg., Jahreszeitname)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtuṃ
die Jahreszeit (Akk.Sg.)
veda
kennt (3Sg.Perf.)
saṃyatīṃsaṃyatīm
sie Stück für Stück vereinigend (Akk.Sg.Fem.Part., wiederholt)
evāpriyasya
eben des unliebsamen (eva+apriyasya)
bhrātṛvyasya
des Rivalen (Gen.Sg.)
śriyaṃ
die Herrlichkeit (Akk.Sg.)
ā
hin zu (Präverb)
datte
nimmt sich (3Sg.Präs.Med.)
eṣa
dies (Nom.Sg.)
vai
wahrlich (Partikel)
saṃyan
'Vereinigend' (Nom.Sg.)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtur
die Jahreszeit (Nom.Sg.)
yad
die (Nom.Sg.)
ajaḥ
der Bock (Nom.Sg.)
pañcaudanaḥ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)
yo vai pinvantaṃ nāma rtum veda pinvatīṃpinvatīm evāpriyasya bhrātṛvyasya śriyaṃ ā datte eṣa vai pinvan nāma rtur yad ajaḥ pañcaudanaḥ
Wer die Jahreszeit kennt, die 'Schwellend' heißt, der nimmt sich, sie fortwährend anschwellen lassend, die Herrlichkeit des unliebsamen Rivalen; dies eben ist die Jahreszeit 'Schwellend', die der Bock mit den fünf Reisbreien ist.
Wort für Wort
yo
wer (Nom.Sg.)
vai
wahrlich (Partikel)
pinvantaṃ
'Schwellend' (Akk.Sg., Jahreszeitname)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtum
die Jahreszeit (Akk.Sg.)
veda
kennt (3Sg.Perf.)
pinvatīṃpinvatīm
sie Stück für Stück anschwellen lassend (Akk.Sg.Fem.Part., wiederholt)
evāpriyasya
eben des unliebsamen (eva+apriyasya)
bhrātṛvyasya
des Rivalen (Gen.Sg.)
śriyaṃ
die Herrlichkeit (Akk.Sg.)
ā
hin zu (Präverb)
datte
nimmt sich (3Sg.Präs.Med.)
eṣa
dies (Nom.Sg.)
vai
wahrlich (Partikel)
pinvan
'Schwellend' (Nom.Sg.)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtur
die Jahreszeit (Nom.Sg.)
yad
die (Nom.Sg.)
ajaḥ
der Bock (Nom.Sg.)
pañcaudanaḥ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)
yo vā udyantaṃ nāma rtuṃ veda udyatīṃudyatīm evāpriyasya bhrātṛvyasya śriyaṃ ā datte eṣa vā udyann nāma rtur yad ajaḥ pañcaudanaḥ
Wer die Jahreszeit kennt, die 'Aufgehend' heißt, der nimmt sich, sie fortwährend aufgehen lassend, die Herrlichkeit des unliebsamen Rivalen; dies eben ist die Jahreszeit 'Aufgehend', die der Bock mit den fünf Reisbreien ist.
Wort für Wort
yo
wer (Nom.Sg.)
vā
wahrlich/oder (Partikel)
udyantaṃ
'Aufgehend' (Akk.Sg., Jahreszeitname)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtuṃ
die Jahreszeit (Akk.Sg.)
veda
kennt (3Sg.Perf.)
udyatīṃudyatīm
sie Stück für Stück aufgehen lassend (Akk.Sg.Fem.Part., wiederholt)
evāpriyasya
eben des unliebsamen (eva+apriyasya)
bhrātṛvyasya
des Rivalen (Gen.Sg.)
śriyaṃ
die Herrlichkeit (Akk.Sg.)
ā
hin zu (Präverb)
datte
nimmt sich (3Sg.Präs.Med.)
eṣa
dies (Nom.Sg.)
vā
wahrlich/oder (Partikel)
udyann
'Aufgehend' (Nom.Sg.)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtur
die Jahreszeit (Nom.Sg.)
yad
die (Nom.Sg.)
ajaḥ
der Bock (Nom.Sg.)
pañcaudanaḥ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)
yo vā abhibhuvaṃ nāma rtuṃ veda abhibhavantīmabhibhavantīm evāpriyasya bhrātṛvyasya śriyaṃ ā datte eṣa vā abhibhūr nāma rtur yad ajaḥ pañcaudanaḥ
Wer die Jahreszeit kennt, die 'Überwältigend' heißt, der nimmt sich, sie fortwährend überwältigend, die Herrlichkeit des unliebsamen Rivalen; dies eben ist die Jahreszeit 'Überwältigend', die der Bock mit den fünf Reisbreien ist.
Wort für Wort
yo
wer (Nom.Sg.)
vā
wahrlich/oder (Partikel)
abhibhuvaṃ
'Überwältigend' (Akk.Sg., Jahreszeitname)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtuṃ
die Jahreszeit (Akk.Sg.)
veda
kennt (3Sg.Perf.)
abhibhavantīmabhibhavantīm
sie Stück für Stück überwältigend (Akk.Sg.Fem.Part., wiederholt)
evāpriyasya
eben des unliebsamen (eva+apriyasya)
bhrātṛvyasya
des Rivalen (Gen.Sg.)
śriyaṃ
die Herrlichkeit (Akk.Sg.)
ā
hin zu (Präverb)
datte
nimmt sich (3Sg.Präs.Med.)
eṣa
dies (Nom.Sg.)
vā
wahrlich/oder (Partikel)
abhibhūr
'Überwältigend' (Nom.Sg.)
nāma
mit Namen (Adv.)
rtur
die Jahreszeit (Nom.Sg.)
yad
die (Nom.Sg.)
ajaḥ
der Bock (Nom.Sg.)
pañcaudanaḥ
pañca 'fünf' + odana 'Reisbrei' → mit den fünf Reisbreien (Nom.Sg.)