Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 9
Sūkta 8
śīrṣaktiṃ śīrṣāmayaṃ karṇaśūlaṃ vilohitam sarvaṃ śīrṣanyaṃ te rogaṃ bahir nir mantrayāmahe
Kopfschmerz, Kopfkrankheit, Ohrenstechen, die Blutkrankheit Vilohita – jede Krankheit, die dir im Kopfe sitzt, beschwören wir aus dir hinaus.
Wort für Wort śīrṣaktiṃ Kopfschmerz (Akk.Sg.) śīrṣāmayaṃ śīrṣa 'Kopf' + āmaya 'Krankheit' → Kopfkrankheit (Akk.Sg.) karṇaśūlaṃ karṇa 'Ohr' + śūla 'Stechen' → Ohrenstechen (Akk.Sg.) vilohitam die Blutkrankheit Vilohita (Akk.Sg.) sarvaṃ jede (Akk.Sg.) śīrṣanyaṃ im Kopfe sitzende (Akk.Sg.) te dir (Gen.Sg.) rogaṃ Krankheit (Akk.Sg.) bahir hinaus (Adv.) nir fort- (Präverb) mantrayāmahe beschwören wir (1Pl.Präs.) karṇābhyāṃ te kaṅkūṣebhyaḥ karṇaśūlaṃ visalpakam sarvaṃ śīrṣanyaṃ te rogaṃ bahir nir mantrayāmahe
Aus deinen beiden Ohren, aus den Ohrmuscheln, das Ohrenstechen, den Wundrotlauf – jede Krankheit, die dir im Kopfe sitzt, beschwören wir aus dir hinaus.
Wort für Wort karṇābhyāṃ aus den beiden Ohren (Abl.Du.) te dir (Gen.Sg.) kaṅkūṣebhyaḥ aus den Ohrmuscheln (Abl.Pl.) karṇaśūlaṃ karṇa 'Ohr' + śūla 'Stechen' → das Ohrenstechen (Akk.Sg.) visalpakam den Wundrotlauf (Akk.Sg.) sarvaṃ jede (Akk.Sg.) śīrṣanyaṃ im Kopfe sitzende (Akk.Sg.) te dir (Gen.Sg.) rogaṃ Krankheit (Akk.Sg.) bahir hinaus (Adv.) nir fort- (Präverb) mantrayāmahe beschwören wir (1Pl.Präs.) yasya hetoḥ pracyavate yakṣmaḥ karṇato āsyataḥ sarvaṃ śīrṣanyaṃ te rogaṃ bahir nir mantrayāmahe
Wodurch das Siechtum aus dem Ohr, aus dem Mund weicht – jede Krankheit, die dir im Kopfe sitzt, beschwören wir aus dir hinaus.
Wort für Wort yasya wodurch (Gen.Sg.) hetoḥ Grund/Ursache (Abl.Sg.) pracyavate weicht (3Sg.Präs.) yakṣmaḥ das Siechtum (Nom.Sg.) karṇato aus dem Ohr (Abl.Sg.) āsyataḥ aus dem Mund (Abl.Sg.) sarvaṃ jede (Akk.Sg.) śīrṣanyaṃ im Kopfe sitzende (Akk.Sg.) te dir (Gen.Sg.) rogaṃ Krankheit (Akk.Sg.) bahir hinaus (Adv.) nir fort- (Präverb) mantrayāmahe beschwören wir (1Pl.Präs.) yaḥ kṛṇoti pramotam andhaṃ kṛṇoti pūruṣam sarvaṃ śīrṣanyaṃ te rogaṃ bahir nir mantrayāmahe
Was Taubheit verursacht, was den Menschen blind macht – jede Krankheit, die dir im Kopfe sitzt, beschwören wir aus dir hinaus.
Wort für Wort yaḥ was (Nom.Sg.) kṛṇoti verursacht (3Sg.Präs.) pramotam Taubheit (Akk.Sg.) andhaṃ blind (Akk.Sg.) kṛṇoti macht (3Sg.Präs.) pūruṣam den Menschen (Akk.Sg.) sarvaṃ jede (Akk.Sg.) śīrṣanyaṃ im Kopfe sitzende (Akk.Sg.) te dir (Gen.Sg.) rogaṃ Krankheit (Akk.Sg.) bahir hinaus (Adv.) nir fort- (Präverb) mantrayāmahe beschwören wir (1Pl.Präs.) aṅgabhedam aṅgajvaram viśvāṅgyaṃ visalpakam sarvaṃ śīrṣanyaṃ te rogaṃ bahir nir mantrayāmahe
Das Zerbrechen der Glieder, das Gliederfieber, das alle Glieder befallende Leiden, den Wundrotlauf – jede Krankheit, die dir im Kopfe sitzt, beschwören wir aus dir hinaus.
Wort für Wort aṅgabhedam aṅga 'Glied' + bheda 'Bruch' → das Zerbrechen der Glieder (Akk.Sg.) aṅgajvaram aṅga 'Glied' + jvara 'Fieber' → das Gliederfieber (Akk.Sg.) viśvāṅgyaṃ viśva 'all' + aṅgya 'die Glieder betreffend' → das alle Glieder befallende Leiden (Akk.Sg.) visalpakam den Wundrotlauf (Akk.Sg.) sarvaṃ jede (Akk.Sg.) śīrṣanyaṃ im Kopfe sitzende (Akk.Sg.) te dir (Gen.Sg.) rogaṃ Krankheit (Akk.Sg.) bahir hinaus (Adv.) nir fort- (Präverb) mantrayāmahe beschwören wir (1Pl.Präs.) yasya bhīmaḥ pratīkāśa udvepayati pūruṣam takmānaṃ viśvaśāradaṃ bahir nir mantrayāmahe
Dessen Anblick furchtbar ist, was den Menschen erzittern lässt – das jedes Jahr im Herbst wiederkehrende Fieber (Takman) beschwören wir aus dir hinaus.
Wort für Wort yasya dessen (Gen.Sg.) bhīmaḥ furchtbarer (Nom.Sg.) pratīkāśa Anblick (Nom.Sg.) udvepayati erzittern lässt (3Sg.Präs.Kaus.) pūruṣam den Menschen (Akk.Sg.) takmānaṃ das Fieber, Takman (Akk.Sg.) viśvaśāradaṃ viśva 'jedes' + śārada 'herbstlich' → das jedes Jahr im Herbst wiederkehrende (Akk.Sg.) bahir hinaus (Adv.) nir fort- (Präverb) mantrayāmahe beschwören wir (1Pl.Präs.) ya ūrū anusarpaty atho eti gavīnike yakṣmaṃ te antar aṅgebhyo bahir nir mantrayāmahe
Was die Schenkel entlangkriecht und in die Leistengegend eindringt – das Siechtum, das in deinen Gliedern steckt, beschwören wir aus dir hinaus.
Wort für Wort ya was (Nom.Sg.) ūrū die Schenkel (Akk.Du.) anusarpaty entlangkriecht (3Sg.Präs.) atho dann auch (Adv.) eti eindringt (3Sg.Präs.) gavīnike in die Leistengegend (Akk.Sg.) yakṣmaṃ das Siechtum (Akk.Sg.) te dir (Gen.Sg.) antar innen (Adv.) aṅgebhyo in den Gliedern (Abl.Pl.) bahir hinaus (Adv.) nir fort- (Präverb) mantrayāmahe beschwören wir (1Pl.Präs.) yadi kāmād apakāmād dhṛdayāj jāyate pari hṛdo balāsam aṅgebhyo bahir nir mantrayāmahe
Wenn es aus Verlangen oder aus Widerwillen, aus dem Herzen entsteht – die Wassersucht, die vom Herzen und aus den Gliedern kommt, beschwören wir aus dir hinaus.
Wort für Wort yadi wenn (Adv.) kāmād aus Verlangen (Abl.Sg.) apakāmād aus Widerwillen (Abl.Sg.) dhṛdayāj aus dem Herzen (Abl.Sg.) jāyate entsteht (3Sg.Präs.) pari von (Präp.) hṛdo des Herzens (Abl.Sg.) balāsam die Wassersucht (Akk.Sg.) aṅgebhyo aus den Gliedern (Abl.Pl.) bahir hinaus (Adv.) nir fort- (Präverb) mantrayāmahe beschwören wir (1Pl.Präs.) harimāṇaṃ te aṅgebhyo 'pvām antarodarāt yakṣmodhām antar ātmano bahir nir mantrayāmahe
Die Gelbsucht aus deinen Gliedern, die Apvā-Krankheit aus dem Innern des Bauches, die Siechtumsgeschwulst aus dem Innern des Leibes beschwören wir aus dir hinaus.
Wort für Wort harimāṇaṃ die Gelbsucht (Akk.Sg.) te dir/deinen (Gen.Sg.) aṅgebhyo aus den Gliedern (Abl.Pl.) 'pvām die Apvā-Krankheit (Akk.Sg.) antarodarāt aus dem Innern des Bauches (antar+udarāt) yakṣmodhām die Siechtumsgeschwulst (Akk.Sg.) antar innen (Adv.) ātmano des Leibes (Abl.Sg.) bahir hinaus (Adv.) nir fort- (Präverb) mantrayāmahe beschwören wir (1Pl.Präs.) āso balāso bhavatu mūtraṃ bhavatv āmayat yakṣmāṇāṃ sarveṣāṃ viṣaṃ nir avocam ahaṃ tvat ||10|| {22}
Die Wassersucht werde zu Speichel, das Kranke werde zu Harn; das Gift aller Siechtümer habe ich aus dir herausbeschworen.
Wort für Wort āso Speichel (Nom.Sg.) balāso die Wassersucht (Nom.Sg.) bhavatu werde (3Sg.Imp.) mūtraṃ Harn (Nom.Sg.) bhavatv werde (3Sg.Imp.) āmayat das Kranke (Nom.Sg.) yakṣmāṇāṃ der Siechtümer (Gen.Pl.) sarveṣāṃ aller (Gen.Pl.) viṣaṃ das Gift (Akk.Sg.) nir hinaus (Präverb) avocam habe ich beschworen (1Sg.Aor.) ahaṃ ich (Nom.Sg.) tvat aus dir (Abl.Sg.) ||10|| (Versnummer) {22} (Abschnittszählung) bahir bilaṃ nir dravatu kāhābāhaṃ tavodarāt yakṣmāṇāṃ sarveṣāṃ viṣaṃ nir avocam ahaṃ tvat
Hinaus durch die Körperöffnung fließe das Kāhābāha [Anm.: Bedeutung dieses Krankheitsnamens im Sanskrit unsicher] aus deinem Bauch; das Gift aller Siechtümer habe ich aus dir herausbeschworen.
Wort für Wort bahir hinaus (Adv.) bilaṃ durch die Körperöffnung (Akk.Sg.) nir (Präverb, zu dravatu) dravatu fließe (3Sg.Imp.) kāhābāhaṃ das Kāhābāha [?] (Nom.Sg., Krankheitsname) tavodarāt aus deinem Bauch (tava+udarāt, Abl.Sg.) yakṣmāṇāṃ der Siechtümer (Gen.Pl.) sarveṣāṃ aller (Gen.Pl.) viṣaṃ das Gift (Akk.Sg.) nir hinaus (Adv.) avocam habe ich beschworen (1Sg.Perf.) ahaṃ ich (Nom.Sg.) tvat aus dir (Abl.Sg.) udarāt te klomno nābhyā hṛdayād adhi yakṣmāṇāṃ sarveṣāṃ viṣaṃ nir avocam ahaṃ tvat
Aus deinem Bauch, aus der Lunge, aus dem Nabel, aus dem Herzen – das Gift aller Siechtümer habe ich aus dir herausbeschworen.
Wort für Wort udarāt aus dem Bauch (Abl.Sg.) te dir (Gen.Sg.) klomno aus der Lunge (Abl.Sg.) nābhyā aus dem Nabel (Abl.Sg.) hṛdayād aus dem Herzen (Abl.Sg.) adhi her (Adv.) yakṣmāṇāṃ der Siechtümer (Gen.Pl.) sarveṣāṃ aller (Gen.Pl.) viṣaṃ das Gift (Akk.Sg.) nir hinaus (Adv.) avocam habe ich beschworen (1Sg.Perf.) ahaṃ ich (Nom.Sg.) tvat aus dir (Abl.Sg.) yāḥ sīmānaṃ virujanti mūrdhānaṃ praty arṣanīḥ ahiṃsantīr anāmayā nir dravantu bahir bilam
Die Krankheitsströme, welche den Scheitel und das Haupt zerbrechen, die zum Kopf hinströmenden Adern – harmlos geworden, frei von Übel, sollen sie hinausströmen durch die Körperöffnung.
Wort für Wort yāḥ die (Nom.Pl.) sīmānaṃ den Scheitel (Akk.Sg.) virujanti zerbrechen (3Pl.Präs.) mūrdhānaṃ das Haupt (Akk.Sg.) praty hin (Präverb) arṣanīḥ strömende Adern (Nom.Pl.) ahiṃsantīr harmlos geworden (Nom.Pl.) anāmayā frei von Übel (Nom.Pl.) nir hinaus (Präverb) dravantu sollen sie strömen (3Pl.Imp.) bahir hinaus (Adv.) bilam durch die Körperöffnung (Akk.Sg.) yā hṛdayam uparṣanty anutanvanti kīkasāḥ ahiṃsantīr anāmayā nir dravantu bahir bilam
Die zum Herzen hinströmen und sich die Wirbel entlangziehen – harmlos geworden, frei von Übel, sollen sie hinausströmen durch die Körperöffnung.
Wort für Wort yā die (Nom.Pl.) hṛdayam zum Herzen (Akk.Sg.) uparṣanty hinströmen (3Pl.Präs.) anutanvanti sich entlangziehen (3Pl.Präs.) kīkasāḥ die Wirbel (Akk.Pl.) ahiṃsantīr harmlos geworden (Nom.Pl.) anāmayā frei von Übel (Nom.Pl.) nir hinaus (Präverb) dravantu sollen sie strömen (3Pl.Imp.) bahir hinaus (Adv.) bilam durch die Körperöffnung (Akk.Sg.) yāḥ pārśve uparṣanty anunikṣanti pṛṣṭīḥ ahiṃsantīr anāmayā nir dravantu bahir bilam
Die in die Seiten hinströmen und sich die Rippen entlang bohren – harmlos geworden, frei von Übel, sollen sie hinausströmen durch die Körperöffnung.
Wort für Wort yāḥ die (Nom.Pl.) pārśve in die Seiten (Akk.Du.) uparṣanty hinströmen (3Pl.Präs.) anunikṣanti sich entlangbohren (3Pl.Präs.) pṛṣṭīḥ die Rippen (Akk.Pl.) ahiṃsantīr harmlos geworden (Nom.Pl.) anāmayā frei von Übel (Nom.Pl.) nir hinaus (Präverb) dravantu sollen sie strömen (3Pl.Imp.) bahir hinaus (Adv.) bilam durch die Körperöffnung (Akk.Sg.) yās tiraścīḥ uparṣanty arṣaṇīr vakṣaṇāsu te ahiṃsantīr anāmayā nir dravantu bahir bilam
Die Adern, welche quer in deinen Weichen strömen – harmlos geworden, frei von Übel, sollen sie hinausströmen durch die Körperöffnung.
Wort für Wort yās die (Nom.Pl.) tiraścīḥ quer (Akk.Pl.) uparṣanty hinströmenden (Nom.Pl.) arṣaṇīr Adern (Nom.Pl.) vakṣaṇāsu in den Weichen (Lok.Pl.) te dir (Gen.Sg.) ahiṃsantīr harmlos geworden (Nom.Pl.) anāmayā frei von Übel (Nom.Pl.) nir hinaus (Präverb) dravantu sollen sie strömen (3Pl.Imp.) bahir hinaus (Adv.) bilam durch die Körperöffnung (Akk.Sg.) yā gudā anusarpanty āntrāṇi mohayanti ca ahiṃsantīr anāmayā nir dravantu bahir bilam
Die den Mastdarm entlangkriechen und die Gedärme verwirren – harmlos geworden, frei von Übel, sollen sie hinausströmen durch die Körperöffnung.
Wort für Wort yā die (Nom.Pl.) gudā den Mastdarm (Akk.Sg.) anusarpanty entlangkriechen (3Pl.Präs.) āntrāṇi die Gedärme (Akk.Pl.) mohayanti verwirren (3Pl.Präs.) ca und (Partikel) ahiṃsantīr harmlos geworden (Nom.Pl.) anāmayā frei von Übel (Nom.Pl.) nir hinaus (Präverb) dravantu sollen sie strömen (3Pl.Imp.) bahir hinaus (Adv.) bilam durch die Körperöffnung (Akk.Sg.) yā majjño nirdhayanti parūṃṣi virujanti ca ahiṃsantīr anāmayā nir dravantu bahir bilam
Die das Mark aussaugen und die Gelenke zerbrechen – harmlos geworden, frei von Übel, sollen sie hinausströmen durch die Körperöffnung.
Wort für Wort yā die (Nom.Pl.) majjño das Mark (Akk.Sg.) nirdhayanti aussaugen (3Pl.Präs.) parūṃṣi die Gelenke (Akk.Pl.) virujanti zerbrechen (3Pl.Präs.) ca und (Partikel) ahiṃsantīr harmlos geworden (Nom.Pl.) anāmayā frei von Übel (Nom.Pl.) nir hinaus (Präverb) dravantu sollen sie strömen (3Pl.Imp.) bahir hinaus (Adv.) bilam durch die Körperöffnung (Akk.Sg.) ye aṅgāni madayanti yakṣmāso ropaṇās tava yakṣmāṇāṃ sarveṣāṃ viṣaṃ nir avocam ahaṃ tvat
Die deine Glieder betäuben, die Siechtümer, die sich in dir einnisten – das Gift aller Siechtümer habe ich aus dir herausbeschworen.
Wort für Wort ye die (Nom.Pl.) aṅgāni die Glieder (Akk.Pl.) madayanti betäuben (3Pl.Präs.) yakṣmāso die Siechtümer (Nom.Pl.) ropaṇās die sich einnistenden (Nom.Pl.) tava deine (Gen.Sg.) yakṣmāṇāṃ der Siechtümer (Gen.Pl.) sarveṣāṃ aller (Gen.Pl.) viṣaṃ das Gift (Akk.Sg.) nir hinaus (Adv.) avocam habe ich beschworen (1Sg.Perf.) ahaṃ ich (Nom.Sg.) tvat aus dir (Abl.Sg.) visalpasya vidradhasya vātīkārasya vālajeḥ yakṣmāṇāṃ sarveṣāṃ viṣaṃ nir avocam ahaṃ tvat
Des Wundrotlaufs, des Geschwürs, der Windkrankheit, des Haarwurms – das Gift aller Siechtümer habe ich aus dir herausbeschworen.
Wort für Wort visalpasya des Wundrotlaufs (Gen.Sg.) vidradhasya des Geschwürs (Gen.Sg.) vātīkārasya der Windkrankheit (Gen.Sg.) vālajeḥ des Haarwurms (Gen.Sg.) yakṣmāṇāṃ der Siechtümer (Gen.Pl.) sarveṣāṃ aller (Gen.Pl.) viṣaṃ das Gift (Akk.Sg.) nir hinaus (Adv.) avocam habe ich beschworen (1Sg.Perf.) ahaṃ ich (Nom.Sg.) tvat aus dir (Abl.Sg.) pādābhyāṃ te jānubhyāṃ śroṇibhyāṃ pari bhaṃsasaḥ anūkād arṣaṇīr uṣṇihābhyaḥ śīrṣṇo rogam anīnaśam
Aus deinen beiden Füßen, den Knien, den Hüften, rings um die Scham, aus dem unteren Rücken, den Adern, aus den Nackensehnen – die Kopfkrankheit habe ich vernichtet.
Wort für Wort pādābhyāṃ aus den beiden Füßen (Abl.Du.) te dir (Gen.Sg.) jānubhyāṃ aus den beiden Knien (Abl.Du.) śroṇibhyāṃ aus den beiden Hüften (Abl.Du.) pari rings um (Präp.) bhaṃsasaḥ die Scham (Akk.Sg.) anūkād aus dem unteren Rücken (Abl.Sg.) arṣaṇīr den Adern (Akk.Pl.) uṣṇihābhyaḥ aus den Nackensehnen (Abl.Pl.) śīrṣṇo des Hauptes (Gen.Sg.) rogam die Krankheit (Akk.Sg.) anīnaśam habe ich vernichtet (1Sg.Perf.) saṃ te śīrṣṇaḥ kapālāni hṛdayasya ca yo vidhuḥ udyann āditya raśmibhiḥ śīrṣṇo rogam anīnaśo 'ṅgabhedam aśīśamaḥ ||22|| {23}
Zusammen sollen die Schädelplatten deines Hauptes heil sein, und was dem Herzen fehlt; du aufgehender Āditya, vernichte mit deinen Strahlen die Kopfkrankheit, besänftige das Zerbrechen der Glieder.
Wort für Wort saṃ zusammen (Adv.) te dir (Gen.Sg.) śīrṣṇaḥ des Hauptes (Gen.Sg.) kapālāni die Schädelplatten (Nom.Pl.) hṛdayasya des Herzens (Gen.Sg.) ca und (Partikel) yo was (Nom.Sg.) vidhuḥ dem fehlt (Nom.Sg.) udyann aufgehender (Vok.Sg.) āditya o Āditya (Vok.Sg.) raśmibhiḥ mit den Strahlen (Instr.Pl.) śīrṣṇo des Hauptes (Gen.Sg.) rogam die Krankheit (Akk.Sg.) anīnaśo hast du vernichtet (2Sg.Perf.) 'ṅgabhedam aṅga 'Glied' + bheda 'Bruch' → das Zerbrechen der Glieder (Akk.Sg.) aśīśamaḥ hast du besänftigt (2Sg.Perf.) ||22|| (Versnummer) {23} (Abschnittszählung)
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