Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Aśvamedha-Abschnitt 6

Anuvāka 3 Verse an das Opferroß zur Erscheinung, Gefolgschaft und Vorzug der Götter, seine Hörner, Schnelligkeit und Rückkehr.

yad akrandaḥ ‖

„Als du aufbrülltest“ [Anm.: Anfang eines Verses, nur angerufen].

ātmānaṃ te manasārād ajānām avo divā patayantaṃ pataṅgam |

Deine Seele erkannte ich aus der Ferne mit dem Geist, wie sie unten [?] als Vogel (Pataṅga) am Himmel fliegt;

śiro apaśyaṃ pathibhis sugebhir areṇubhir jehamānaṃ patatri ‖

das Haupt sah ich auf gut gangbaren, staublosen Pfaden, das eilende, geflügelte.

atrā te rūpam uttamam apaśyaṃ jigīṣamāṇam iṣa ā pade goḥ |

Hier sah ich deine höchste Gestalt, nach Nahrung strebend auf dem Tritt der Kuh (Erde) [?];

yadā te marto anu bhogam ānaḍ ād id grasiṣṭha oṣadhīr ajīgaḥ ‖

als der Sterbliche seinen Genuss nach dir erlangte, da hast du die Pflanzen gefressen, verschlungen.

anu tvā ratho anu maryo arvann anu gāvo 'nu bhagaḥ kanīnām |

Dir folgt der Wagen, dir folgt der Mann, Roß, dir folgen die Rinder, dir der Glücksanteil der Mädchen;

anu vrātāsas tava sakhyam īyur anu devā mamire vīryaṃ te ‖

dir folgen die Scharen; deine Freundschaft gingen sie an, die Götter haben deine Manneskraft gemessen.

hiraṇyaśṛṅgo 'yo asya pādā manojavā avara indra āsīt |

Goldhörnig, mit eisernen Füßen, gedankenschnell – dieser da; Indra war dahinter [avara: niedriger/geringer ?];

devā id asya haviradyam āyan yo arvantaṃ prathamo adhyatiṣṭhat ‖

die Götter kamen zu seiner Opferspeise, der als Erster das Roß bestieg.

īrmāntāsas silikamadhyamāsas sam̐ śūraṇāso divyāso atyāḥ |

Die mit Armen [īrma = Vorderbuge ?], mit schmalen Mitten [?], gemeinsam Kraft habend, göttliche Renner,

ham̐sā iva śreṇiśo yatante yad ākṣiṣur divyam ajmam aśvāḥ ‖

streben wie Gänse in Reihen, wenn die Rosse die göttliche Bahn erreicht haben.

tava śarīraṃ patayiṣṇv arvan tava cittaṃ vāta iva dhrajīmān |

Dein Leib ist flugfähig, Roß, dein Sinn ist wie der Wind, stürmend;

tava śṛṅgāni viṣṭhitā purutrāraṇyeṣu jarbhurāṇā caranti ‖

deine Hörner, an vielen Orten verteilt, bewegen sich zuckend in den Wäldern.

upa prāgāc chasanaṃ vājy arvā devadrīcā manasā dīdhyānaḥ |

Es kam zur Schlachtstätte (śasana) das Roß, der Renner, mit auf die Götter gerichtetem Sinn nachsinnend;

ajaḥ puro nīyate nābhir asyānu paścāt kavayo yanti rebhāḥ ‖

der Bock wird voran geführt, sein Nabel; hinterher gehen die Weisen, die Sänger.

upa prāgāt paramaṃ yat sadhastham arvām̐ acchā pitaraṃ mātaraṃ ca |

Es kam zum höchsten gemeinsamen Sitz, das Roß, hin zum Vater und zur Mutter;

adyā devāñ juṣṭatamo hi gamyā athāśāste dāśuṣe vāryāṇi ‖

heute soll es, den Göttern am liebsten, zu den Göttern gelangen, und so erwünscht es dem Opfernden Erwünschtes.