mā no mitro varuṇo aryamāyur indra ṛbhukṣā marutaḥ parikhyan |
Nicht sollen uns Mitra, Varuṇa, Aryaman, Āyu, Indra, Ṛbhukṣan, die Marut übersehen [?],
Kāṭhaka-Saṃhitā · Aśvamedha-Abschnitt 6
mā no mitro varuṇo aryamāyur indra ṛbhukṣā marutaḥ parikhyan |
Nicht sollen uns Mitra, Varuṇa, Aryaman, Āyu, Indra, Ṛbhukṣan, die Marut übersehen [?],
yad vājino devajātasya sapteḥ pravakṣyāmo vidathe vīryāṇi ‖
wenn wir bei der Versammlung die Heldentaten des Rosses, des Götter-Geborenen, des Rennenden, verkünden.
yan nirṇijā rekṇasā prāvṛtasya rātiṃ gṛbhītāṃ mukhato nayanti |
Wenn sie die mit Schmuck und Gut bekleidete, ergriffene Gabe von vorn her führen,
suprāṅ ajo memyad viśvarūpa indrāpūṣṇoḥ priyam apyetu pāthaḥ ‖
dann gehe der gut nach vorn gerichtete, meckernde Bock, von jeder Gestalt, in den lieben Sitz [pātha] Indras und Pūṣans ein.
eṣa cchāgaḥ puro aśvena vājinā pūṣṇo bhāgo nīyate viśvadevaḥ |
Dieser Bock wird vor dem Roß, dem Renner, als Pūṣans Anteil geführt, allen Göttern gehörig;
abhipriyaṃ yat puroḍāśam arvatā tvaṣṭed enam̐ sauśravasāya jinvati ‖
den lieben Opferkuchen (Puroḍāśa) – wenn er beim Roß (steht) – belebt Tvaṣṭṛ ihn zu rühmlichem Ruhm.
yad dhaviṣyam ṛtuśo devayānaṃ trir mānuṣāḥ pary aśvaṃ nayanti |
Wenn die Menschen das opferbereite, zu den Göttern gehende Roß nach den Jahreszeiten dreimal umherführen,
tatrā pūṣṇaḥ prathamo bhāga eti yajñaṃ devebhyaḥ parivedayann ajaḥ ‖
dann geht Pūṣans erster Anteil, der Bock, das Opfer den Göttern verkündend.
hotādhvaryur āvayā agnimindho grāvagrābha uta śam̐stā suvipraḥ |
Hotṛ, Adhvaryu, Āvayāj [Anm.: ein Helferpriester], der Agni-Entzünder (Agnīdh), der Presssteinhalter (Grāvagrābha) und der gute Weise, der Śaṃstṛ,
tena yajñena svaraṃkṛtena sviṣṭena vakṣaṇā āpṛṇadhvam ‖
mit diesem gut zugerüsteten, gut geopferten Opfer füllt die Ströme [vakṣaṇā] an.
yūpavraskā uta ye yūpavāhāś caṣālaṃ ye aśvayūpāya takṣati |
Die den Opferpfosten Fällenden und die den Opferpfosten Tragenden, die den Ring (Caṣāla) für den Roßpfosten zimmern,
ye cārvate pacanam̐ saṃbharanty uto teṣām abhigūrtir na invatu ‖
und die für das Roß das Kochgerät herbeibringen: ihr Lobpreis soll uns fördern.
upa prāgāt suman me 'dhāyi manma devānām āśā upa vītapṛṣṭhaḥ |
Es ist herangekommen; mein wohlgesinnter Gedanke ist gefasst; er (das Roß) ist zu den Wünschen der Götter gekommen, mit glänzendem Rücken;
anv enaṃ viprā ṛṣayo madantu devānāṃ puṣṭe cakṛmā subandhum ‖
die Weisen, die Seher sollen sich ihm gemäß erfreuen; wir haben ihn im Gedeihen der Götter zum guten Verwandten gemacht.
yad vājino dāma saṃdānam arvato yā śīrṣaṇyā raśanā rajjur asya |
Was des Rosses Fessel, Bindeband des Renners ist, was der Kopfriemen, der Zügel, der Strick ist,
yad vā ghāsya prabhṛtam āsye tṛṇam̐ sarvā tā te api deveṣv astu ‖
oder was ihm als Gras in den Mund gereicht wurde: alles dies sei bei dir auch unter den Göttern.
yad aśvasya kraviṣo makṣikāśa yad vā svarau svadhitau riptam asti |
Was von des Rosses Fleisch die Fliege gegessen hat oder was am Pfosten, am Beil, beschmiert ist,
yad dhastayoś śamitur yan nakheṣu sarvā tā te api deveṣv astu ‖
was an den Händen des Zerlegers, was an den Nägeln (klebt): alles dies sei bei dir auch unter den Göttern.
yad ūvadhyam udarasyāpavāti ya āmasya kraviṣo gandho asti |
Was an Mageninhalt (ūvadhya) vom Bauch verweht und was an Geruch des rohen Fleisches ist,
sukṛtā tac chamitāraḥ kṛṇvantūta medham̐ śṛtapākaṃ pacantu ‖
das sollen die Zerleger gut bereiten, und sie sollen das Opferfett gar kochen [śṛtapāka: garkochend ?].
yan nīkṣaṇaṃ mām̐spacanyā ukhāyā yā pātrāṇi yūṣṇa āsecanāni |
Was die Prüfstelle [nīkṣaṇa] des Fleischkessels, des Topfes, was die Gefäße, was die Brühe-Schöpfer sind,
ūṣmaṇyāpidhānā carūṇām aṅkās sūnāḥ paribhūṣanty aśvam ‖
die Dampfdeckel der Breitöpfe, die Haken, die Schlachtmesser – sie schmücken das Roß [?].