Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Aśvamedha-Abschnitt 6

Anuvāka 4 Verse zum Zuführen des Opferrosses und des Bockes mit den Zerlegungen und den Anteilen der Götter; Dank an die Zerleger.

mā no mitro varuṇo aryamāyur indra ṛbhukṣā marutaḥ parikhyan |

Nicht sollen uns Mitra, Varuṇa, Aryaman, Āyu, Indra, Ṛbhukṣan, die Marut übersehen [?],

yad vājino devajātasya sapteḥ pravakṣyāmo vidathe vīryāṇi ‖

wenn wir bei der Versammlung die Heldentaten des Rosses, des Götter-Geborenen, des Rennenden, verkünden.

yan nirṇijā rekṇasā prāvṛtasya rātiṃ gṛbhītāṃ mukhato nayanti |

Wenn sie die mit Schmuck und Gut bekleidete, ergriffene Gabe von vorn her führen,

suprāṅ ajo memyad viśvarūpa indrāpūṣṇoḥ priyam apyetu pāthaḥ ‖

dann gehe der gut nach vorn gerichtete, meckernde Bock, von jeder Gestalt, in den lieben Sitz [pātha] Indras und Pūṣans ein.

eṣa cchāgaḥ puro aśvena vājinā pūṣṇo bhāgo nīyate viśvadevaḥ |

Dieser Bock wird vor dem Roß, dem Renner, als Pūṣans Anteil geführt, allen Göttern gehörig;

abhipriyaṃ yat puroḍāśam arvatā tvaṣṭed enam̐ sauśravasāya jinvati ‖

den lieben Opferkuchen (Puroḍāśa) – wenn er beim Roß (steht) – belebt Tvaṣṭṛ ihn zu rühmlichem Ruhm.

yad dhaviṣyam ṛtuśo devayānaṃ trir mānuṣāḥ pary aśvaṃ nayanti |

Wenn die Menschen das opferbereite, zu den Göttern gehende Roß nach den Jahreszeiten dreimal umherführen,

tatrā pūṣṇaḥ prathamo bhāga eti yajñaṃ devebhyaḥ parivedayann ajaḥ ‖

dann geht Pūṣans erster Anteil, der Bock, das Opfer den Göttern verkündend.

hotādhvaryur āvayā agnimindho grāvagrābha uta śam̐stā suvipraḥ |

Hotṛ, Adhvaryu, Āvayāj [Anm.: ein Helferpriester], der Agni-Entzünder (Agnīdh), der Presssteinhalter (Grāvagrābha) und der gute Weise, der Śaṃstṛ,

tena yajñena svaraṃkṛtena sviṣṭena vakṣaṇā āpṛṇadhvam ‖

mit diesem gut zugerüsteten, gut geopferten Opfer füllt die Ströme [vakṣaṇā] an.

yūpavraskā uta ye yūpavāhāś caṣālaṃ ye aśvayūpāya takṣati |

Die den Opferpfosten Fällenden und die den Opferpfosten Tragenden, die den Ring (Caṣāla) für den Roßpfosten zimmern,

ye cārvate pacanam̐ saṃbharanty uto teṣām abhigūrtir na invatu ‖

und die für das Roß das Kochgerät herbeibringen: ihr Lobpreis soll uns fördern.

upa prāgāt suman me 'dhāyi manma devānām āśā upa vītapṛṣṭhaḥ |

Es ist herangekommen; mein wohlgesinnter Gedanke ist gefasst; er (das Roß) ist zu den Wünschen der Götter gekommen, mit glänzendem Rücken;

anv enaṃ viprā ṛṣayo madantu devānāṃ puṣṭe cakṛmā subandhum ‖

die Weisen, die Seher sollen sich ihm gemäß erfreuen; wir haben ihn im Gedeihen der Götter zum guten Verwandten gemacht.

yad vājino dāma saṃdānam arvato yā śīrṣaṇyā raśanā rajjur asya |

Was des Rosses Fessel, Bindeband des Renners ist, was der Kopfriemen, der Zügel, der Strick ist,

yad vā ghāsya prabhṛtam āsye tṛṇam̐ sarvā tā te api deveṣv astu ‖

oder was ihm als Gras in den Mund gereicht wurde: alles dies sei bei dir auch unter den Göttern.

yad aśvasya kraviṣo makṣikāśa yad vā svarau svadhitau riptam asti |

Was von des Rosses Fleisch die Fliege gegessen hat oder was am Pfosten, am Beil, beschmiert ist,

yad dhastayoś śamitur yan nakheṣu sarvā tā te api deveṣv astu ‖

was an den Händen des Zerlegers, was an den Nägeln (klebt): alles dies sei bei dir auch unter den Göttern.

yad ūvadhyam udarasyāpavāti ya āmasya kraviṣo gandho asti |

Was an Mageninhalt (ūvadhya) vom Bauch verweht und was an Geruch des rohen Fleisches ist,

sukṛtā tac chamitāraḥ kṛṇvantūta medham̐ śṛtapākaṃ pacantu ‖

das sollen die Zerleger gut bereiten, und sie sollen das Opferfett gar kochen [śṛtapāka: garkochend ?].

yan nīkṣaṇaṃ mām̐spacanyā ukhāyā yā pātrāṇi yūṣṇa āsecanāni |

Was die Prüfstelle [nīkṣaṇa] des Fleischkessels, des Topfes, was die Gefäße, was die Brühe-Schöpfer sind,

ūṣmaṇyāpidhānā carūṇām aṅkās sūnāḥ paribhūṣanty aśvam ‖

die Dampfdeckel der Breitöpfe, die Haken, die Schlachtmesser – sie schmücken das Roß [?].