Quellen der Menschheit

Maitrāyaṇī-Saṃhitā · Kāṇḍa 4

Prapāṭhaka 13

Prapāṭhaka 4,13 enthält die Āprī-Verse (Opfergebets-Reihe) und Yajus-Formeln des tierischen Somaopfers bzw. Tieropfers (Paśubandha) für Agni, Soma und Indra-Agni mit dem Ziegenbock (chāga): Prayāja-Formeln, Praiṣa-Anrufungen an den Schlächter (Śamitṛ) mit der Zerlegungsanweisung, Puronuvākyā-/Yājyā-Verse, die Iḍā-Anrufung, die Hotṛ-Wahl mit Ārṣeya-Pravara und die Āśīs-Wünsche. Der Abschnitt ist streckenweise nur in Anfangsworten (Pratīkas) zitiert und textlich teils verderbt, besonders in den Zerlegungsformeln und den Formeln zu Türen und Barhis; unsichere Stellen sind markiert.

pra devaṃ devyā dhiyety aṣṭau //

„Pra devaṃ devyā dhiyā“ – [so beginnt die Reihe von] acht [Versen].

añjanti tvām adhvare devayanto vanaspate madhunā daivyena / yad ūrdhvas tiṣṭhā draviṇeha dhattād yad vā kṣayo mātur asyā upasthe //

Es salben dich, Waldbaum (Vanaspati, der Opferpfosten), beim Opfer die Götterbegehrenden mit göttlichem Honig; ob du aufrecht stehst – gib hier Reichtum –, oder ob du weilst im Schoß dieser Mutter [der Erde].

uñśrayasva vanaspate varṣman pṛthivyā adhi / sumitī mīyamāno varco dhā yajñavāhase //

Richte dich auf, Waldbaum, auf der Höhe der Erde, gut gefügt, wenn du vermessen wirst; verleihe Glanz dem, der das Opfer fährt.

samiddhasya śrayamāṇaḥ purastād brahma vanvāno ajaraṃ suvīram / āre asmad amatiṃ bādhamānā uñśrayasva mahate saubhagāya //

Aufragend vor dem Entzündeten, das Gebet (Brahman) gewinnend, das alterslose, heldenreiche, fern von uns die Missgunst abwehrend – richte dich auf zu großem Glück.

ūrdhva ū ṣu ṇa ūtaye //

„Ūrdhva ū ṣu ṇa ūtaye“ – [Anfang des nächsten Verses].

ūrdhvo naḥ pāhy aṃhaso ni ketunā viśvaṃ sam atriṇaṃ daha / kṛdhī na ūrdhvāñ carathāya jīvase vidā deveṣu no duvaḥ //

Aufrecht schütze uns vor Bedrängnis; mit [deinem] Banner verbrenne allen Menschenfresser. Mach uns aufrecht zum Wandeln, zum Leben; finde bei den Göttern unseren Dienst.

jāto jāyate sudinatve ahnāṃ samarya ā vidathe vardhamānaḥ / punanti dhīrā apaso manīṣā devayā viprā udiyarti vācam //

Geboren wird er an hellen Tagen, im Kampf, in der Versammlung wachsend; die Weisen läutern ihn, die Werkkundigen mit Verstand; der Götter Begehrender, der Seher, erhebt die Stimme.

yuvā suvāsāḥ parivītā āgāt sa u śreyān bhavati jāyamānaḥ / taṃ dhīrāsaḥ kavayā unnayanti svādhyo manasā devayantaḥ

Als Jüngling, gut gekleidet, umhüllt, kam er; er wird noch besser, während er geboren wird. Ihn führen die Weisen, die Dichter, die Verständigen empor, mit dem Geist die Götter Begehrenden.

abhi tvā deva savitar iti trayodaśa hotā yakṣad agniṃ samidhā suṣamidhā samiddhaṃ nābhā pṛthivyāḥ saṃgathe vāmasya varṣman diva iḍas pade vetv ājyasya hotar yaja hotā yakṣat tanūnapātam aditer garbhaṃ bhuvanasya gopāṃ madhvādya devo devebhyo devayānān patho anaktu vetv ājyasya hotar yaja hotā yakṣan narāśaṃsaṃ nṛśastaṃ nṝṃṣpraṇetraṃ gobhir vapāvānt syād vīraiḥ śaktīvān rathaiḥ prathamayāvā hiraṇyaiś candrī vetv ājyasya hotar yaja hotā yakṣad agnim iḍa īḍito devo devaṃ ā ca vakṣad dūto havyavāḍ amūrā upemaṃ yajñam upemāṃ devo devahūtim avatu vetv ājyasya hotar yaja hotā yakṣad barhiḥ suṣṭarīmorṇamradā asmin yajñe vi ca pra ca prathatāṃ svāsasthaṃ devebhya em enad adya vasavo rudrā ādityāḥ svadantu priyam indrasyāstu vetv ājyasya hotar yaja hotā yakṣad dura ṛṣvāḥ kavaṣyo kośadhāvanīr ud ātābhir jihatāṃ vi pakṣobhiḥ śrayantāṃ suprāyaṇā asmin yajñe viśrayantām ṛtāvṛdho vyantv ājyasya hotar yaja hotā yakṣad uṣāsānaktā bṛhatī supeśasā nṝṃṣ patibhyo yoniṃ kṛṇvāne saṃsmayamāne indreṇa devair edaṃ barhiḥ sīdatāṃ vītām ājyasya hotar yaja hotā yakṣad daivyā hotārā mandrā potārā kavī pracetasā sviṣṭam adyānyaḥ karad iṣā svabhigūrtam anya ūrjā satavasemaṃ yajñaṃ divi deveṣu dhattāṃ vītām ājyasya hotar yaja hotā yakṣat tisro devīr apasām apastamo 'chidram adyedam apas tanvatāṃ devebhyo devīr devam apo vyantv ājyasya hotar yaja hotā yakṣat tvaṣṭāram aciṣṭum apākaṃ retodhāṃ viśravasaṃ yaśodhāṃ pururūpam akāmakarśanaṃ supoṣaḥ poṣaiḥ syāt suvīro vīrair vetv ājyasya hotar yaja hotā yakṣad vanaspatim upāvasrakṣad dhiyo joṣṭāraṃ śaśaman naraḥ svadāt svadhitir ṛtuthādya devo devebhyo havyāvāḍ vetv ājyasya hotar yaja

„Abhi tvā deva savitar“ – [so beginnen die] dreizehn [Verse]. Der Hotṛ soll Agni verehren, mit Brennholz, mit gutem Brennholz, den Entzündeten, im Nabel der Erde, im Zusammentreffen des Erwünschten, auf der Höhe des Himmels, an der Stätte der Iḍā; er soll die zerlassene Butter genießen. Hotṛ, opfere! Der Hotṛ soll Tanūnapāt verehren, den Keim der Aditi, den Hüter der Welt; mit Honig salbe heute der Gott den Göttern die zu den Göttern führenden Pfade; er soll die zerlassene Butter genießen. Hotṛ, opfere! Der Hotṛ soll Narāśaṃsa verehren, den von Männern Gepriesenen, den Männerführer; möge er mit Rindern Fettnetz (Vapā) besitzen, mit Helden, mit Wagen kraftvoll sein, als Erster fahrend, mit Gold prächtig; er soll die zerlassene Butter genießen. Hotṛ, opfere! Der Hotṛ soll Agni verehren, von Iḍā gepriesen; der Gott möge den Gott herbeifahren, der Bote, der Opfergabenfahrer, unverwirrt; zu diesem Opfer, zu dieser Götteranrufung möge der Gott helfen; er soll die zerlassene Butter genießen. Hotṛ, opfere! Der Hotṛ soll das Barhis (die Opferstreu) verehren, das gut gestreute, wollweiche; in diesem Opfer möge es sich ausbreiten, hierhin und dorthin, ein guter Sitz für die Götter; hierher, dies mögen heute die Vasus, Rudras, Ādityas genießen, Indra sei es lieb; er soll die zerlassene Butter genießen. Hotṛ, opfere! Der Hotṛ soll die Türen verehren, die hohen, die kavaṣyaḥ [?], die Behälter-Läuferinnen [?]; mit den [Türangeln/Flügeln] ātābhiḥ [?] sollen sie sich aufschwingen, sich mit den Flügeln auseinander öffnen, leicht zu betreten in diesem Opfer sich weit auftun, die Ṛta-Mehrenden; sie sollen die zerlassene Butter genießen. Hotṛ, opfere! Der Hotṛ soll Uṣāsānaktā (Morgenröte und Nacht) verehren, die große, schöngestaltete, den Männern den Schoß bereitend, einander zulächelnd; mit Indra und den Göttern sollen beide sich auf dieses Barhis setzen; sie sollen die zerlassene Butter genießen. Hotṛ, opfere! Der Hotṛ soll die beiden göttlichen Hotṛs verehren, die erfreuenden, die beiden Potṛs, die Dichter, die Klugen; der eine soll heute [das Opfer] gut geopfert machen, der andere mit Labung wohlgepriesen, [mit] Kraft, hundertkräftig [?]; dieses Opfer sollen sie im Himmel, bei den Göttern verankern; sie sollen die zerlassene Butter genießen. Hotṛ, opfere! Der Hotṛ soll die drei Göttinnen verehren, die unter den Werktätigen Werktätigste [?]; heute sollen sie dieses Werk lückenlos ausspannen; für die Götter sollen die Göttinnen das göttliche Werk genießen [?]; sie sollen die zerlassene Butter genießen. Hotṛ, opfere! Der Hotṛ soll Tvaṣṭṛ verehren, den [nicht Mangelhaften] aciṣṭu [?], den Nahen [apāka ?], den Samenspender, den weithin Berühmten, den Ruhmspender, den Vielgestaltigen, der Wünsche nicht schwinden lässt; möge er mit Gedeihen wohlgedeihend, mit Helden heldenreich sein; er soll die zerlassene Butter genießen. Hotṛ, opfere! Der Hotṛ soll Vanaspati verehren; den, der Gefallen an den Gedanken hat, hat [man] herabgelassen; die Männer, sich mühend – das Beil soll [ihn] zur rechten Zeit schmackhaft machen [?]; heute soll der Gott, der den Göttern die Opfergabe fährt, [sie] genießen. Hotṛ, opfere!

samiddho adya manuṣo duroṇe devo devān yajasi jātavedaḥ / ā ca vaha mitramahaś cakitvān tvaṃ dūtaḥ kavir asi pracetāḥ //

Entzündet heute im Haus des Manu, [bist du], Gott, opferst du den Göttern, Jātavedas; und fahre herbei, Mitra-Glänzender, der du wissend bist; du bist der Bote, der Dichter, der Kluge.

tanūnapāt patha ṛtasya yānān madhvā samañjant svadayā sujihva / manmāni dhībhir uta yajñam ṛndhan devatrā ca kṛṇuhy adhvaraṃ naḥ //

Tanūnapāt, salbe die Pfade des Ṛta, die Fahrwege, mit Honig, mit Süße, du Schönzüngiger; bring unsere Gedanken mit den Einsichten und das Opfer zum Gedeihen und mach uns das Opfer zu einem, das zu den Göttern hin gerichtet ist.

narāśaṃsasya mahimānam eṣām upastoṣāma yajatasya yajñaiḥ / ye sukratavaḥ śucayo dhiyaṃdhāḥ svadantu devā ubhayāni havyā //

Die Größe des Narāśaṃsa, des Verehrungswürdigen, wollen wir von diesen [Göttern] mit Opfern preisen; die Gutwirkenden, Reinen, die Einsicht Verleihenden, die Götter sollen beide Arten von Opfergaben genießen.

ājuhvānā īḍyo vandyaś cāyāhy agne vasubhiḥ sajoṣāḥ / tvaṃ devānām asi yahva hotā sa enān yakṣīṣito yajīyān //

Angerufen mit dem Ājuhvāna [-Ruf], preiswürdig und verehrungswürdig, komm her, Agni, einträchtig mit den Vasus; du bist der Götter Hotṛ, du Junger; von uns angetrieben, verehre sie als der beste Opferer.

prācīnaṃ barhiḥ pradiśā pṛthivyā vastor asyā vṛjyate agre ahnām / vy u prathate vitaraṃ varīyo devebhyo aditaye syonam //

Nach Osten hin wird das Barhis ausgebreitet, nach der Richtung der Erde, am Morgen, vor den Tagen; es breitet sich auseinander, weiter und weiter, den Göttern, der Aditi wohltuend.

vyacasvatīr urviyā viśrayantāṃ patibhyo na janayaḥ śumbhamānāḥ / devīr dvāro bṛhatīr viśvaminvā devebhyo bhavata suprāyaṇāḥ //

Weit sollen sich die Türen öffnen, die geräumigen, wie Frauen sich für [ihre] Herren schmückend; göttliche Türen, große, alles belebende, seid den Göttern gut zu betreten.

ā suṣvayantī yajate upāke uṣāsānaktā sadatāṃ ni yonau / divye yoṣaṇe bṛhatī surukme adhi śriyaṃ śukrapiśaṃ dadhāne //

Gut aufwachend, die beiden Opferwürdigen, nah beieinander, Uṣāsānaktā sollen sich im Schoß niederlassen, die beiden göttlichen Frauen, große, gut geschmückte, die Pracht tragen, leuchtend-farbig.

daivyā hotārā prathamā suvācā mimānā yajñaṃ manuṣo yajadhyai / pracodayantā vidatheṣu kārū prācīnaṃ jyotiḥ pradiśā diśantā //

Die beiden göttlichen Hotṛs, die ersten, gut redenden, die das Opfer des Manu bemessen, um zu opfern, Dichter, in den Versammlungen antreibend, sollen das alte Licht nach der Himmelsrichtung weisen.

ā no yajñaṃ bhāratī tūyam etv iḍā manuṣvad iha cetayantī / tisro devīr barhir edaṃ syonaṃ sarasvatī svapasaḥ sadantu //

Zu unserem Opfer soll Bhāratī rasch kommen, Iḍā, wie Manu hier [uns] aufmerksam machend; die drei Göttinnen, und Sarasvatī, gut wirkend, sollen sich auf dieses wohltuende Barhis setzen.

ya ime dyāvāpṛthivī jantrī rūpair apiṃśad bhuvanāni viśvā / tam adya hotar iṣito yajīyān devaṃ tvaṣṭāram iha yakṣi vidvān //

Der diese beiden, Himmel und Erde, die Erzeuger, mit Gestalten schmückte, alle Wesen – ihn, Hotṛ, angetrieben, als bester Opferer, verehre heute hier, Tvaṣṭṛ, den Gott, als Wissender.

upāvasṛja tmanyā samañjan devānāṃ pātha ṛtuthā havīṃṣi / vanaspatiḥ śamitā devo agniḥ svadantu havyaṃ madhunā ghṛtena

Lass [ihn] selbst herab, ihn salbend, [den Vanaspati]; der Götter Pfade sollen [dir] zur rechten Zeit die Opfergaben [bringen]; Vanaspati, der Schlächter, der Gott Agni sollen die Opfergabe mit Honig und Butter genießen.

agnir hotā no adhvare vājī san pariṇīyate / devo deveṣu yajñiyaḥ //

Agni ist unser Hotṛ beim Opfer; als Rennpferd wird er herumgeführt, der Gott unter den Göttern, der Opferwürdige.

pari triviṣṭy adhvaraṃ yāty agnī rathīr iva / ā deveṣu prayo dadhat //

Dreimal geht Agni um das Opfer herum wie ein Wagenlenker, den Göttern Labung zueignend.

ajaid agnir asanad vājaṃ ni devo devebhyo havyāvāṭ prāñjobhir hinvāno dhenābhiḥ kalpamāno yajñasyāyuḥ pratirann upapreṣya hotar havyā devebhyo daivyāḥ śamitāra uta manuṣyā ārabhadhvam upanayata medhyā dura āśāsānā medhapataye medhaṃ prāsmā agniṃ bharata stṛṇīta barhir anv enaṃ mātā manyatām anu pitānu bhrātā saṃgarbhyo 'nu sakhā sayūthya udīcīnāṃ asya pado nidhattāt sūryaṃ cakṣur gamayatād vātaṃ prāṇam anvavasṛjatād antarkṣam asuṃ pṛthivīṃ śarīram ekadhāsya tvacam āchyatāt purā nābhyā apiśaso vapām utkhidatād antar evoṣmāṇaṃ vārayatāc chyenam asya vakṣaḥ kṛṇutāt praśasā bāhū śalā doṣaṇī kaśyapevāṃsāchidre śroṇī kavaṣorū srekaparṇāṣṭhīvantā ṣaḍviṃśatir asya vaṅkrayas tā anuṣṭhuyoccyāvayatād gātraṃgātram asyānūnaṃ kṛṇutād ūvadhyagohaṃ pārthivaṃ khanatād asnā rakṣaḥ saṃsṛjatād vaniṣṭum asya mā rāviṣṭorūkaṃ manyamānā ned vas toke tanaye ravitā ravad adhrigo śamīdhvaṃ suśami śamīdhvaṃ śamīdhvam adhrigo //

Agni hat gesiegt, hat den Preis gewonnen; der Gott, der den Göttern die Opfergabe fährt, [ni ?], sich mit den Salbungen [prāñjas ?] antreibend, mit den Milchkühen hergerichtet, des Opfers Lebensdauer verlängernd. Sende hin, Hotṛ, die Opfergaben zu den Göttern. Ihr göttlichen und menschlichen Schlächter (Śamitṛ), macht euch ans Werk. Führt die opfertauglichen [Tiere] herbei; ihr, die Türen [zu den Göttern] erwünschend, [bringt] dem Herrn der Opferspeise das Opfertier; bringt für ihn Agni vor, streut das Barhis. Ihm soll zustimmen die Mutter, zustimmen der Vater, zustimmen der Bruder aus demselben Mutterleib, zustimmen der Freund aus derselben Herde. Setzt seine Füße nach Norden hin nieder. Lasst sein Auge zur Sonne gehen, seinen Atem in den Wind entlasst, seinen Lebenshauch in den Luftraum, seinen Leib in die Erde. Trennt seine Haut in einem Stück ab; bevor [ihr] zum Nabel [kommt], reißt das Fettnetz unzerstückelt heraus. Haltet die Hitze im Inneren zurück. Macht seine Brust zu einem Falkenstück. Die Arme [macht] als Praśasā [?], die Unterarme als Śalā [?], die Schultern wie Kaśyapa unversehrt, die Hüften, die Schenkel als Kavaṣa [?], die Kniescheiben als Srekaparṇa [?]. Er hat sechsundzwanzig Rippen; die löst der Reihe nach heraus. Macht jedes Glied von ihm vollständig. Den Mageninhalt [ūvadhya] vergrabt in der Erde. Mit dem Blut vermengt das Rakṣas. Seinen Dickdarm [vaniṣṭu] – ihr sollt nicht schreien, ihn für einen Ūrūka haltend [?]; damit nicht bei euren Söhnen und Enkeln ein Schreier schreie. Adhrigu, schlachtet! Suśami, schlachtet! Schlachtet! Adhrigu!

adhriguś ca vipāpaś ca devānāṃ śamitārau / tā enaṃ pravidvāṃsau śrapayataṃ yathāsya śrapaṇaṃ tathā

Adhrigu und Vipāpa, die beiden Schlächter der Götter: ihr beide, gut kundig, kocht ihn so, wie sein Kochen [sein soll] – so.

juṣasva saprathastamam //

„Juṣasva saprathastamam“ – Genieße den am weitesten Ausgebreiteten.

imaṃ no yajñam amṛteṣu dhehīmā havyā jātavedo juṣasva / stokānām agne medaso ghṛtasya hotaḥ prāśāna pahrathamo niṣadya //

Dieses unser Opfer lege unter die Unsterblichen; diese Opfergaben, Jātavedas, genieße; von den Tropfen, Agni, vom Fett, von der Butter, Hotṛ, koste, als erster sitzend [prāśāna pahrathamo: Text verderbt ?].

ghṛtavantaḥ pāvaka te stokāḥ ścotanti medasaḥ / svadharman devavītaye śreṣṭhaṃ no dhehi vāryam //

Butterreich, Läuterer, sind deine Tropfen, sie träufeln vom Fett; nach eigenem Gesetz zum Mahl der Götter gib uns das beste Wunschgut.

tubhyaṃ stokā ghṛtaścuto 'gne viprāya santya / ṛṣiḥ śreṣṭhaḥ samidhyase yajñasya prāvitā bhava //

Dir sind die Tropfen, butterträufelnd, Agni, dem Weisen, zu geben [?]; als bester Ṛṣi wirst du entzündet; werde des Opfers Förderer.

tubhyaṃ ścotanty adhrigo śacīvaḥ stokāso agne medaso ghṛtasya / kaviśasto bṛhatā bhānunāgā havyā juṣasva medhira //

Dir träufeln, Adhrigu, Kraftreicher, die Tropfen, Agni, vom Fett, von der Butter; von Dichtern gepriesen, komm mit großem Glanz; genieße die Opfergaben, Weiser.

ojiṣṭhaṃ te madhyato medā udbhṛtaṃ pra te vayaṃ dadāmahe / ścotanti te vaso stokā adhi tvaci prati tān devaśo vihi //

Das Kräftigste aus deiner Mitte, das Fett, ist herausgenommen; wir geben es dir; es träufeln, Vasu, deine Tropfen auf die Haut; nimm sie, jeden Gott einzeln, an.

hotā yakṣad agniṃ svāhājyasya svāhā medasaḥ svāhā stokānāṃ svāhā svāhākṛtīnāṃ svāhā havyasūktīnāṃ svāhā devā ājyapā juṣāṇā agnā ājyasya vyantu hotar yaja //

Der Hotṛ soll Agni verehren: svāhā der zerlassenen Butter, svāhā dem Fett, svāhā den Tropfen, svāhā den mit Svāhā gemachten Opferungen, svāhā den Lobsprüchen auf die Opfergaben, svāhā! Die Götter, die Butter trinken, sollen sich erfreuend in Agni die Butter genießen. Hotṛ, opfere!

sadyo jāto vyamimīta yajñam agnir devānām abhavat purogāḥ / asya hotuḥ pradiśy ṛtasya vāci svāhākṛtaṃ havir adantu devāḥ //

Sogleich geboren maß er das Opfer ab; Agni wurde der Götter Vorangänger. Bei diesem Hotṛ, im Gebot, im Wort des Ṛta, sollen die Götter die mit Svāhā gemachte Opfergabe essen.

agnir vṛtrāṇi jaṅghanat //

„Agnir vṛtrāṇi jaṅghanat“ – Agni soll die Vṛtras erschlagen.

hotā yakṣad agnim ājyasya juṣatāṃ havir hotar yaja //

Der Hotṛ soll Agni verehren; er soll die Ājya-Opfergabe genießen. Hotṛ, opfere!

tvaṃ somāsi satpatiḥ //

„Tvaṃ somāsi satpatiḥ“ – Du, Soma, bist der Herr der Wahrhaftigen.

hotā yakṣat somam ājyasya juṣatāṃ havir hotar yaja //

Der Hotṛ soll Soma verehren; er soll die Ājya-Opfergabe genießen. Hotṛ, opfere!

hotā yakṣad indrāgnī chāgasya vapāyā medaso juṣetāṃ havir hotar yaja //

Der Hotṛ soll Indra und Agni verehren; sie beide sollen die Opfergabe vom Fettnetz (Vapā) und Fett des Ziegenbocks genießen. Hotṛ, opfere!

śnathad vṛtram ubhā vām indrāgnī //

„Śnathad vṛtram ubhā vām indrāgnī“ – Es soll Vṛtra zerschmettern; ihr beide, Indra und Agni.

hotā yakṣad indrāgnī puroḍāśasya juṣetāṃ havir hotar yaja //

Der Hotṛ soll Indra und Agni verehren; sie beide sollen die Opfergabe des Opferkuchens genießen. Hotṛ, opfere!

pra carṣaṇibhya iḍām agne hotā yakṣad agniṃ puroḍāśasya juṣatāṃ havir hotar yaja //

„Pra carṣaṇibhya iḍām agne“ – [Anfang des Verses]. Der Hotṛ soll Agni verehren; er soll die Opfergabe des Opferkuchens genießen. Hotṛ, opfere!

agniṃ sudītiṃ sudṛśaṃ gṛṇanto namasyāmas tveḍyaṃ jātavedaḥ / tvāṃ dūtam aratiṃ havyavāhaṃ devā akṛṇvann amṛtasya nābhim //

Agni, den Schönleuchtenden, Schönblickenden preisend, verehren wir dich, den Preiswürdigen, Jātavedas; dich, den Boten, den Unermüdlichen, den Opfergabenfahrer, machten die Götter zum Nabel der Unsterblichkeit.

iḍopahūtopahūteḍopāsmaṃ iḍā hvayatām iḍopahūtā mānavī ghṛtapadī maitrāvaruṇī //

Iḍā ist herbeigerufen, herbeigerufen; Iḍā ist zu uns herbeigerufen; Iḍā möge rufen; herbeigerufen ist Iḍā, die Menschliche, die Buttergefüßte, die Maitrāvaruṇī.

brahma devakṛtam upahūtaṃ daivyā adhvaryavā upahūtā upahūtā manuṣyā ya imaṃ yajñam avān ye ca yajñapatiṃ vardhān upahūte dyāvāpṛthivī pūrvaje ṛtāvarī devī devaputre upahūto 'yaṃ yajamānā uttarasyāṃ devayajyāyām upahūto bhūyasi haviḥkaraṇe divye dhāmann upahūto devā ma idaṃ havir juṣantām iti tasminn upahūtaḥ

Herbeigerufen ist das Brahman, das von den Göttern gemachte; herbeigerufen sind die göttlichen Adhvaryus; herbeigerufen sind die Menschen, die dieses Opfer geschützt haben und die den Opferherrn gefördert haben. Herbeigerufen sind Himmel und Erde, die früher Geborenen, die Ṛta-Besitzenden, die Göttinnen, die Götterkinder. Herbeigerufen ist dieser Opferherr in der kommenden Götterverehrung, herbeigerufen im reicheren Bereiten der Opfergabe, im himmlischen Bereich; „Die Götter sollen diese meine Opfergabe genießen“ – so; darin ist er herbeigerufen.

tvaṃ hy agne prathamo manotāsyā dhiyo abhavo dasma hotā / tvaṃ sīṃ vṛṣann akṛṇor duṣṭarītu saho viśvasmai sahase sahadhyai //

Denn du, Agni, warst der erste Denker dieses Gedankens, der Hotṛ, Wundertäter; du, Stier, machtest sie zur schwer überwindbaren Kraft, um jeden Angriff zu bezwingen.

adhā hotā nyasīdo yajīyān iḍas pada iṣayann īḍyaḥ san / tvaṃ tvā naraḥ prathamaṃ devayanto maho rāye citayanto anugman //

Da setztest du dich als Hotṛ nieder, der beste Opferer, an der Stätte der Iḍā, Labung spendend, preiswürdig seiend; dir folgten als dem Ersten die Männer, die Götter begehrten, im Achten auf großen Reichtum.

vṛteva yantaṃ bahubhir vasavyais tve rayiṃ jāgṛvāṃso anugman / ruśantam agniṃ darśataṃ bṛhantaṃ vapāvantaṃ viśvahā dīdivāṃsam //

[Dem], der wie ein Umhegter [?] mit vielen Gütern geht, in dir folgten die Wachsamen dem Reichtum; dem leuchtenden Agni, dem anschaubaren, großen, fettnetzreichen, der alle Tage strahlt.

padaṃ devasya namasā vyantaḥ śravasyavaḥ śrava āpann amṛktam / nāmāni cid dadhire yajñiyāni bhadrāyāṃ te raṇayanta saṃdṛṣṭau //

Den Tritt des Gottes mit Verehrung erreichend, erlangten Ruhmbegierige unversehrten Ruhm; auch opferwürdige Namen empfingen sie; in deinem heilvollen Anblick freuten sie sich.

tvāṃ vardhanti kṣitayaḥ pṛthivyāṃ tvāṃ rāya ubhayāso janānām / tvaṃ trātā taraṇe cetyo bhūḥ pitā mātā sadam in mānuṣāṇām //

Dich mehren die Menschen auf Erden, dich die Reichtümer, beide Seiten der Leute; du bist der Retter beim Übersetzen, ansehnlich; Vater und Mutter der Menschen bist du allezeit.

saparyeṇyaḥ sa priyo vikṣv agnir hotā mandro niṣasādā yajīyān / taṃ tvā vayaṃ damā ā dīdivāṃsam upa jñubādho namasā sadema //

Der Verehrungswürdige, der Liebe unter den Stämmen, Agni, der Hotṛ, der frohe, hat sich gesetzt, der beste Opferer. Dich, der du in den Häusern strahlst, wollen wir mit gebeugten Knien verehrend umsitzen.

taṃ tvā vayaṃ sudhyo navyam agne sumnāyava īmahe devayantaḥ / tvaṃ viśo anayo dīdyāno divo agne bṛhatā rocanena //

Dich, den Neuen, Agni, den Gutgesinnten, bitten wir, Gunst begehrend, Götter begehrend. Du führtest die Stämme, leuchtend, vom Himmel, Agni, mit großem Licht.

viśāṃ kaviṃ viśpatiṃ śaśvatīnāṃ nitośanaṃ vṛṣabhaṃ carṣaṇīnām / pretīṣaṇim iṣayantaṃ pāvakaṃ rājantam agniṃ yajataṃ rayīṇām //

Den Dichter der Stämme, den Herrn der Stämme, der ewigen, den Stier der Menschen, der die Gehenden vorantreibt, anspornend, den Läuterer, den herrschenden Agni, den Opferwürdigen der Güter.

so agna īje śaśame ca marto yas tā ānaṭ samidhā havyadātim / ya āhutiṃ pari vedā namobhir viśvet sa vāmā dadhate tvotaḥ //

Der Sterbliche opfert dir, Agni, und beschwichtigt, der diese [Opfer] erreichte, mit Brennholz die Opfergabe-Darbringung; wer die Spende mit Verehrungen kennt, der erlangt all diese Schönheiten, von dir geschützt.

asmā u te mahi mahe vidhema namobhir agne samidhota havyaiḥ / vedī sūno sahaso gīrbhir ukthair ā te bhadrāyāṃ sumatau yatema //

Dir, dem Großen, wollen wir Großes darbringen mit Verbeugungen, Agni, entzündet, mit Opfergaben; du Sohn der Kraft, [vedī ?], mit Preisliedern und Sprüchen; in deiner heilvollen Gunst wollen wir uns bemühen.

ā yas tatantha rodasī vi bhāsā śravobhiś ca śravasyas tarutraḥ / bṛhadbhir vājaiḥ sthavirebhir asme revadbhir agne vitaraṃ vibhāhi //

Der du beide Welten mit Glanz ausspanntest, mit Ruhm den Ruhmbegierigen überwindest: mit großen, festen und reichen Kräften leuchte, Agni, weithin für uns.

nṛvad vaso sadam id dhehy asme bhūri tokāya tanayāya paśvaḥ / pūrvīr iṣo bṛhatīr āreaghā asme bhadrā sauśravasāni santu //

Männerreich, Vasu, gib uns stets viel für Sohn und Enkel, Vieh; viele, große Labungen, frei von Übel; uns sollen guter Ruhm zuteil werden.

purūṇy agne purudhā tvāyā vasūni rājan vasutā te aśyām / purūṇi hi tve puruvāra santy agne vasu vidhate rājani tve

Viele Güter, Agni, vielfältig durch dich, König, möge ich Güterfülle von dir erlangen; denn viele sind in dir, Vielumworbener; Agni, Gut dem Verehrenden, dem König in dir.

ā vṛtrahaṇā vṛtrahabhiḥ śuṣmair indra yātaṃ namobhir agne arvāk / yuvaṃ rādhobhir akavebhir indrāgne asme bhavatam uttamebhiḥ //

Zu uns, ihr Vṛtra-Töter, mit Vṛtra-erschlagenden Kräften, Indra, kommt her mit Verbeugungen, Agni; ihr beiden, Indra und Agni, mit nicht kargen, höchsten Gaben seid für uns da.

hotā yakṣad indrāgnī chāgasya haviṣā āttām adya madhyato medā udbhṛtaṃ purā dveṣobhyaḥ purā pauruṣeyyā gṛbho ghastāṃ nūnaṃ ghāseajrāṇāṃ yavasaprathamānāṃ sumatkṣarāṇāṃ śatarudriyāṇām agniṣvāttānāṃ pīvopavasanānāṃ pārśvataḥ śroṇitaḥ śitāmata utsādato 'ṅgādaṅgād avattānāṃ karata evendrāgnī juṣetāṃ havir hotar yaja //

Der Hotṛ soll Indra und Agni verehren: von der Opfergabe des Ziegenbocks sollen sie heute essen, aus der Mitte das herausgenommene Fett, bevor [es] den Feindschaften [zufällt], bevor der menschliche Zugriff [kommt]; sie sollen nun essen [von denen], die auf der Weide der Fluren, als Erste im Gras sich ausbreitend, gut tropfend [?], hundert Rudra zugehörig, von Agni gegessen, fett bekleidet sind – [Stücke], die von der Seite, von der Hüfte, vom Śitāman [?], vom Ansatz, von Glied zu Glied abgeschnitten sind; so sollen Indra und Agni es tun [karata ?] und die Opfergabe genießen. Hotṛ, opfere!

gīrbhir vipraḥ pramatim ichamānā īṭṭe rayiṃ yaśasaṃ pūrvabhājam / indrāgnī vṛtrahaṇā suvajrā pra no navyebhis tirataṃ deṣṇaiḥ //

Mit Preisliedern begehrt der Weise Einsicht, er bittet um Reichtum, ruhmreichen, den zuerst zu Teilenden; Indra und Agni, Vṛtra-Töter, mit guten Keulen, führt uns mit neuen Gaben hinüber.

devebhyo vanaspate havīṃṣi hiraṇyaparṇa pradivas te artham / pradakṣiṇid raśanayā niyūya ṛtasya vakṣi pathibhī rajiṣṭhaiḥ //

Für die Götter, Vanaspati, [bringst du] die Opfergaben, Goldblättriger; von alters her ist dein Streben; rechtsherum mit dem Strick gebunden, fährst du auf den geradesten Pfaden des Ṛta.

hotā yakṣad vanaspatim abhi hi piṣṭatamayā rabhiṣṭhayā raśanayādhita yatrāgner ājyasya priyā dhāmāni yatra somasyājyasya haviṣaḥ priyā dhāmāni yatrendrāgnyoś chāgasya haviṣaḥ priyā dhāmāni yatra vanaspateḥ priyā pāthāṃsi yatra devānām ājyapānāṃ priyā dhāmāni yatrāgner hotuḥ priyā dhāmāni tatraitaṃ prastutyevopastutyevopāvasrakṣad rabhīyāṃsam iva kṛtvī karad evaṃ devo vanaspatir juṣatāṃ havir hotar yaja //

Der Hotṛ soll Vanaspati verehren: Denn mit dem mahlendsten, hastigsten Strick hat er [ihn] gebunden [adhita ?]; wo des Agni liebe Stätten der Butter sind, wo Somas liebe Stätten der Butter-Opfergabe sind, wo der Indra und Agni liebe Stätten der Ziegenbock-Opfergabe sind, wo Vanaspatis liebe Trünke sind, wo der buttertrinkenden Götter liebe Stätten sind, wo des Agni, des Hotṛ, liebe Stätten sind – dorthin hat er diesen wie mit Lob und Preis herabgelassen, wie einen Eiligeren gemacht; so soll der Gott Vanaspati die Opfergabe genießen. Hotṛ, opfere!

vanaspate raśanayā niyūya piṣṭatamayā vayunāni vidvān / vahā devatrā dadhiṣo havīṃṣi pra ca dātāram amṛteṣu vocaḥ //

Vanaspati, mit dem mahlendsten Strick gebunden, die Wege kennend: fahre zu den Göttern, gib die Opfergaben, und verkünde den Geber unter den Unsterblichen.

hotā yakṣad agniṃ sviṣṭakṛtam ayāḍ agnir agneḥ priyā dhāmāny ayāṭ somasyājyasya haviṣaḥ priyā dhāmāny ayāḍ indrāgnyoś chāgasya haviṣaḥ priyā dhāmāny ayāḍ vanaspateḥ priyā pāthāṃsy ayāḍ devānām ājyapānāṃ priyā dhāmāni yakṣad agner hotuḥ priyā dhāmāni yakṣat svaṃ mahimānam āyajatām ejyā iṣaḥ kṛṇotu so adhvarāñ jātavedā juṣatāṃ havir hotar yaja //

Der Hotṛ soll Agni Sviṣṭakṛt verehren. Agni hat die lieben Stätten des Agni verehrt; er hat die lieben Stätten Somas, der Butter-Opfergabe verehrt; er hat die lieben Stätten der Indra und Agni, der Ziegenbock-Opfergabe verehrt; er hat Vanaspatis liebe Trünke verehrt; er hat der buttertrinkenden Götter liebe Stätten verehrt; er soll des Agni, des Hotṛ, liebe Stätten verehren; seine eigene Größe soll er hin-opfern [āyajatām ?]; Opferungen und Labungen soll er schaffen; er, Jātavedas, soll die Opfer genießen, die Opfergabe genießen. Hotṛ, opfere!

agne yad adyeḍopahūtā

„Agne yad adyeḍopahūtā“ – Agni, wenn heute Iḍā herbeigerufen ist.

devaṃ barhiḥ sudevaṃ devaiḥ syāt suvīraṃ vīrair vastor vṛjyetāktoḥ prabhriyetāty anyān rāyā barhiṣmato madema vasuvane vasudheyasya vetu yaja devaṃ barhir vasuvane vasudheyasya vetu devīr dvāraḥ saṃghāte vīḍvīr yāmañ śithirā dhruvā devahūtau vatsa īm enās taruṇā āmimīyāt kumāro vā navajāto mainā arvā reṇukakāṭaḥ praṇag vasuvane vasudheyasya vyantu yaja devīr dvāro vasuvane vasudheyasya vyantu devī uṣāsānaktādyāsmin yajñe prayaty ahvetām api nūnaṃ daivīr viśaḥ prāyāsiṣṭāṃ suprīte sudhite vasuvane vasudheyasya vītāṃ yaja devī uṣāsānaktā vasuvane vasudheyasya vītāṃ devī joṣṭrī vasudhitī yayor anyāghā dveṣāṃsi yūyavad ānyā vakṣad vasu vāryāṇi yajamānāya vasuvane vasudheyasya vītāṃ yaja devī joṣṭrī vasuvane vasudheyasya vītāṃ devī ūrjāhutī iṣam ūrjam anyā vakṣat sagdhiṃ sapītim anyā navena pūrvaṃ dayamānāḥ syāma purāṇena navaṃ tām ūrjam ūrjāhutī ūrjayamāne adhātāṃ vasuvane vasudheyasya vītāṃ yaja devī ūrjāhutī vasuvane vasudheyasya vītāṃ devā daivyā hotārā potārā neṣṭārā hatāghaśaṃsā ābharadvasū vasuvane vasudheyasya vītāṃ yaja devā daivyā hotārā vasuvane vasudheyasya vītāṃ devīs tisras tisro devīr iḍā sarasvatī bhāratī dyāṃ bhāraty ādityair aspṛkṣat sarasvatīmaṃ rudrair yajñam āvīd ihaiveḍayā vasumatyā sadhamādaṃ madema vasuvane vasudheyasya vyantu yaja devīs tisras tisro devīr vasuvane vasudheyasya vyantu devo narāśaṃsas triśīrṣā ṣaḍakṣaḥ śatam id enaṃ śitipṛṣṭhā ādadhati sahasramīṃ pravahanti mitrāvaruṇed asya hotram arhato bṛhaspatiḥ stotram aśvinādhvaryavaṃ vasuvane vasudheyasya vetu yaja devo narāśaṃso vasuvane vasudheyasya vetu devo vanaspatir varṣaprāvā ghṛtanirṇig dyām agreṇāspṛkṣad āntarikṣaṃ madhyenāprāḥ pṛthivīm upareṇādṛṃhīd vasuvane vasudheyasya vetu yaja devo vanaspatir vasuvane vasudheyasya vetu devaṃ barhir vāritīnāṃ nidhedhāsi pracyutīnām apracyutaṃ nikāmadharaṇaṃ puruṣaspārhaṃ yaśasvad enā barhiṣānyā barhīṃṣy abhiṣyāma vasuvane vasudheyasya vetu yaja devaṃ barhir vāritīnāṃ vasuvane vasudheyasya vetu devo agniḥ sviṣṭakṛd yaja devo agniḥ sviṣṭakṛt

Das göttliche Barhis, gut göttlich mit den Göttern, heldenreich mit Helden, möge am Morgen gestreut und am Abend herbeigebracht werden, [uns] über andere [erhebend]; mit Reichtum wollen wir, die Barhis-Besitzer, uns erfreuen. Zum Erwerb von Gütern möge es von der Gütergabe genießen. Opfere! Das göttliche Barhis – zum Erwerb von Gütern möge es von der Gütergabe genießen. Die göttlichen Türen, beim Zusammenschluss fest, beim Gehen locker, bei der Götteranrufung beständig: das junge Kalb soll sie anmuhen, oder ein neugeborener Knabe; nicht soll sie das Ross, der Staubaufwirbler, [zerstören ?] [Anm.: reṇukakāṭaḥ praṇak unsicher]. Zum Erwerb von Gütern sollen sie von der Gütergabe genießen. Opfere! Die göttlichen Türen – zum Erwerb von Gütern sollen sie von der Gütergabe genießen. Die göttlichen Uṣāsānaktā haben heute bei diesem beginnenden Opfer gerufen; ja, jetzt sind sie zu den göttlichen Stämmen aufgebrochen, gut erfreut, gut eingesetzt; zum Erwerb von Gütern sollen beide von der Gütergabe genießen. Opfere! Die göttlichen Uṣāsānaktā – zum Erwerb von Gütern sollen beide von der Gütergabe genießen. Die göttlichen Genießerinnen, Güterspenderinnen, von denen die eine Übel und Hass forttreiben soll, die andere gewünschte Güter dem Opferherrn herbeifahren soll; zum Erwerb von Gütern sollen beide von der Gütergabe genießen. Opfere! Die göttlichen Genießerinnen – zum Erwerb von Gütern sollen beide von der Gütergabe genießen. Die göttlichen Ūrjāhutī (Kraftopfer-Spenden): die eine soll Labung und Kraft herbeifahren, die andere Mitessen und Mittrinken; mit dem Neuen wollen wir das Frühere teilen, mit dem Alten das Neue; diese Kraft haben die beiden Kraft-Opferspenden, kräftigend, gesetzt; zum Erwerb von Gütern sollen beide von der Gütergabe genießen. Opfere! Die göttlichen Ūrjāhutī – zum Erwerb von Gütern sollen beide von der Gütergabe genießen. Die göttlichen Götter, die göttlichen Hotṛs, Potṛs, Neṣṭṛs, die den Übelredner erschlagen haben, Güterbringer; zum Erwerb von Gütern sollen beide von der Gütergabe genießen. Opfere! Die göttlichen Götter, die göttlichen Hotṛs – zum Erwerb von Gütern sollen beide von der Gütergabe genießen. Die göttlichen drei Göttinnen, die drei Göttinnen: Iḍā, Sarasvatī, Bhāratī. Bhāratī hat mit den Ādityas den Himmel berührt; Sarasvatī hat mit den Rudras dieses Opfer gefördert; eben hier wollen wir mit güterreicher Iḍā im Mahlgelage uns erfreuen; zum Erwerb von Gütern sollen sie von der Gütergabe genießen. Opfere! Die göttlichen drei Göttinnen – zum Erwerb von Gütern sollen sie von der Gütergabe genießen. Der Gott Narāśaṃsa, dreiköpfig, sechsäugig: hundert Weißrückige setzen ihn ein [?], tausend führen ihn dahin; Mitra und Varuṇa allein sind würdig seines Hotṛ-Amtes, Bṛhaspati des Lobgesangs, die Aśvins des Adhvaryu-Amtes; zum Erwerb von Gütern möge er von der Gütergabe genießen. Opfere! Der Gott Narāśaṃsa – zum Erwerb von Gütern möge er von der Gütergabe genießen. Der Gott Vanaspati, Regenschützer, in Butter gekleidet, hat mit der Spitze den Himmel berührt, mit der Mitte den Luftraum erfüllt, mit dem unteren Teil die Erde befestigt; zum Erwerb von Gütern möge er von der Gütergabe genießen. Opfere! Der Gott Vanaspati – zum Erwerb von Gütern möge er von der Gütergabe genießen. Das göttliche Barhis der Vāritī [?]: du sollst der Verwahrer der Weggefallenen sein [nidhedhāsi pracyutīnām: Text und Sinn unsicher], der Unweggefallene, das Wunschbewahrende, von Männern Begehrte, ruhmreiche; mit diesem Barhis wollen wir andere Barhis übertreffen; zum Erwerb von Gütern möge es von der Gütergabe genießen. Opfere! Das göttliche Barhis der Vāritī [?] – zum Erwerb von Gütern möge es von der Gütergabe genießen. Der Gott Agni Sviṣṭakṛt – opfere! Der Gott Agni Sviṣṭakṛt.

agnim adya hotāram avṛṇītāyaṃ yajamānaḥ pacan paktīḥ pacan puroḍāśaṃ gṛhṇann agnayā ājyaṃ gṛhṇant somāyājyaṃ badhnann indrāgnibhyāṃ chāgaṃ sūpasthā adya devo vanaspatir abhavad agnayā ājyena somāyājyenendrāgnibhyāṃ chāgenāghastāṃ taṃ medastaḥ pratipacatāgrabhīṣṭām avīvṛdhetāṃ puroḍāśena tvām adya ṛṣa ārṣeya ṛṣīṇāṃ napād avṛṇītāyaṃ yajamāno bahubhyā ā saṃgatebhya eṣa me deveṣu vasu vāryāyakṣyatā iti tā yā devā devadānāny adus tāny asmā ā ca śāsvā ca gurasveṣitaś ca hotar asi bhadravācyāya preṣito mānuṣaḥ sūktavākāya sūktā brūhīdaṃ dyāvāpṛthivī bhadram abhūd ārdhma sūktavākam uta namovākam ṛdhyāsma sūktocyam agne tvaṃ sūktavāg asy upaśruti divas pṛthivyor omanvatī te 'smin yajñe yajamāna dyāvāpṛthivī stāṃ śaṃgavī jīradānū atrasnū apravede asaṃbādhe urugavyūtī abhayaṃkṛtau vṛṣṭidyāvā rītyāpā śaṃbhuvau mayobhuvaūrjasvatī ca payasvatī ca sūpacaraṇā ca svadhicaraṇā ca tayor āvidy agnir idaṃ havir ajuṣatāvīvṛdhata maho jyāyo 'kṛta soma idaṃ havir ajuṣatāvīvṛdhata maho jyāyo 'kṛtendrāgnī idaṃ havir ajuṣetām avīvṛdhetāṃ maho jyāyo 'krātāṃ vanaspatir idaṃ havir ajuṣatāvīvṛdhata maho jyāyo 'kṛta devā ājyapā ājyam ajuṣantāvīvṛdhanta maho jyāyo 'krata agnir hotreṇedaṃ havir ajuṣatāvīvṛdhata maho jyāyo 'kṛtāsyām ṛdhad dhotrāyāṃ devaṃgamāyām āśāste 'yaṃ yajamāna āyur āśāste suprajāstvam āśāste viśvaṃ priyam āśāste yad anena haviṣāśāste tad aśyāt tad ṛdhyāt tad asmai devā rāsantāṃ tad agnir devo devebhyo vanutāṃ vayam agner mānuṣā iṣṭaṃ ca vītaṃ cobhe ca no dyāvāpṛthivī aṃhasas pātām eha gatir vāmasyedaṃ namo devebhyaḥ

Agni hat heute dieser Opferherr zum Hotṛ erwählt, indem er Gekochtes kochte, den Opferkuchen kochte, für Agni die Butter fasste, für Soma die Butter fasste, für Indra und Agni den Ziegenbock band. Gut zugänglich ist heute der Gott Vanaspati geworden. Mit der Butter für Agni, mit der Butter für Soma, mit dem Ziegenbock für Indra und Agni haben Indra und Agni gegessen; kocht ihn danach, vom Fett an [?]; sie haben ergriffen und mit dem Opferkuchen gemehrt. Dich, den Ṛṣi, den Ārṣeya, den Nachkommen der Ṛṣis, hat heute dieser Opferherr erwählt aus vielen Zusammengekommenen: „Dieser wird mir unter den Göttern gewünschte Güter erlangen“ – so. Jene Göttergaben, die die Götter gaben, erbitte für ihn und preise sie. Und angetrieben bist du, Hotṛ, zum glückverheißenden Sprechen entsandt, als Mensch zum gut gesprochenen Wort; sprich die Sūkta-Sprüche. Dies, Himmel und Erde, ist glückbringend geworden; wir sind an gut gesprochenem Wort und Verehrungswort gediehen, wir mögen an gut gesprochener Rede gedeihen. Agni, du bist der gut Sprechende, der Erhörende; Himmels und der Erde, die Gunst haben, sie sollen in diesem Opfer, Opferherr, Himmel und Erde sein: heilvolle Kuh, Leben spendend, nicht zitternd, unerkannt [?], unbedrängt, weite Weide habend, Furchtlosigkeit schaffend, Regen-Himmel, Wasser strömen lassend, Heil bringend, Wohl bringend, kräftig und milchreich, gut zu begehen und gut mit dem Beil zu begehen [?]; von diesen beiden hat Agni Kunde erlangt, diese Opfergabe genossen, sie gemehrt, das Große größer gemacht. Soma hat diese Opfergabe genossen, sie gemehrt, das Große größer gemacht. Indra und Agni haben diese Opfergabe genossen, sie gemehrt, das Große größer gemacht. Vanaspati hat diese Opfergabe genossen, sie gemehrt, das Große größer gemacht. Die butterschlürfenden Götter haben die Butter genossen, sie gemehrt, das Große größer gemacht. Agni hat mit dem Hotṛ-Amt diese Opfergabe genossen, sie gemehrt, das Große größer gemacht. In dieser gedeihenden, zu den Göttern gehenden Hotṛ-Handlung erbittet dieser Opferherr Lebensdauer, erbittet gute Nachkommenschaft, erbittet alles Liebe; was er mit dieser Opfergabe erbittet, das möge er erlangen, das möge gedeihen, das mögen ihm die Götter geben, das möge Agni, der Gott, für die Götter gewinnen. Wir sind Agnis Menschen. Das Geopferte und das Genossene: beide, Himmel und Erde, sollen uns vor Bedrängnis schützen; hierher komme der Weg zum Erwünschten; dies ist die Verehrung den Göttern.

tañ śaṃyor āvṛṇīmahe gātuṃ yajñāya gātuṃ yajñapataye daivī svastir astu naḥ savastir mānuṣebhyaḥ / ūrdhvaṃ jigātu bheṣajaṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade //

Das des Heils und Segens erwählen wir: einen Pfad zum Opfer, einen Pfad dem Opferherrn; göttliches Wohlergehen sei uns, Wohlergehen den Menschen; aufwärts gehe das Heilmittel; Heil sei unserem Zweifüßer, Heil dem Vierfüßer.

āpyāyasva saṃ te payāṃsi //

„Āpyāyasva saṃ te payāṃsi“ – Schwill an, zusammen [mit dir sollen schwellen] deine Milchsäfte.

iha tvaṣṭāram agriyaṃ viśvarūpam upahvaye / asmākam astu kevalaḥ //

Hier rufe ich Tvaṣṭṛ, den Ersten, den Vielgestaltigen, heran; er sei allein unser.

tan nas turīpam adha poṣayitnu deva tvaṣṭar vi rarāṇaḥ syasva / yato vīraḥ karmaṇyaḥ sudakṣo yuktagrāvā jāyate devakāmaḥ //

Dies unser rasches [Same ?], dann nährend: du, Gott Tvaṣṭṛ, freigebig, lass [es] strömen; von dem ein tüchtiger, geschickter Mann geboren wird, mit angeschirrten Presssteinen, götterbegehrend.

devānāṃ patnīr uśatīr avantu naḥ prāvantu nas tujaye vājasātaye / yāḥ pārthivāso yā apām api vrate tā no devīḥ suhavāḥ śarma yachata //

Die Frauen der Götter, begehrend, sollen uns helfen, sollen uns helfen zu Nachkommen und Preisgewinn; die auf der Erde sind, und die im Gesetz der Wasser: ihr göttlichen, gut Angerufenen, gebt uns Schutz.

uta gnā vyantu devapatnīr indrāṇy agnāyy aśvinī rāṭ / ā rodaṣī varuṇānī śṛṇotu vyantu devīr ya ṛtur janīnām //

Auch die Frauen sollen genießen, die Götterfrauen: Indrāṇī, Agnāyī, Aśvinī, Rāṭ; Rodasī [und] Varuṇānī sollen hören; genießen sollen die Göttinnen, die Zeit der Frauen [Anm.: janīnām unsicher].

rākām ahaṃ yās te rāke sinīvāli yā supāṇiḥ kuhūm ahaṃ kuhūr devānām //

Rākā [rufe] ich, deren [Gunsterweise], Rākā; Sinīvālī, die Schönhändige; Kuhū rufe ich, die Kuhū der Götter [Anm.: verkürztes Zitat].

agnir hotā gṛhapatiḥ sa rājā viśvā veda janimā jātavedāḥ / devānām uta yo martyānāṃ yajiṣṭhaḥ sa prayajatām ṛtāvā //

Agni, der Hotṛ, der Hausherr, er, der König, kennt alle Geburten, Jātavedas; wer unter Göttern und Sterblichen der beste Opferer ist, der Ṛta-Besitzende soll vorwärts opfern.

havyavāḍ agnir iḍopahūtā

„Havyavāḍ agnir iḍopahūtā“ – Der Opfergabenfahrer Agni; Iḍā ist herbeigerufen.