gārhapatyaṃ ceṣyanpalāśaśākhayā vyudūhati | avasyati haitadyadgārhapatyaṃ cinoti ya u vai ke cāgnicito 'syāmeva te 'vasitāstadyadvyudūhatyavasitāneva tadvyudūhati nedavasitānadhyavasyānīti
Wenn er den Gārhapatya-Herd aufsuchen will, kehrt er ihn mit einem Palāśa-Zweig beiseite; er lässt sich damit nämlich nieder, indem er den Gārhapatya schichtet. Wer nun immer Feueraltar-Schichtende es auch sind, eben auf diesem [Gārhapatya] haben sie sich niedergelassen; dass er ihn also beiseite kehrt, damit kehrt er eben die dort schon Niedergelassenen beiseite, mit dem Gedanken: „Ich möchte mich nicht auf bereits Niedergelassene niederlassen.“
apeta vīta vi ca sarpatāta iti | apa caivaita vi ceta vyu ca sarpatāta ityetadya udarasarpiṇastānetadāha ye 'tra stha purāṇa ye ca nūtanā iti ye 'tra stha sanātanā ye cādhunātanā ityetat
„Weicht fort, entweicht, kriecht auseinander“ bedeutet: weicht eben fort, entweicht und kriecht auseinander – das [ist gemeint]; damit spricht er zu denen, die auf dem Bauch kriechen. „Die ihr hier seid, ihr Alten, und die ihr Neuen“ bedeutet: die ihr hier seid, ihr Urzeitlichen, und die ihr Jetzigen – das [ist gemeint].
akrannimam pitaro lokamasmā iti | kṣatraṃ vai yamo viśaḥ pitaro yasmā u vai kṣatriyo viśā saṃvidāno 'syāmavasānaṃ dadāti tatsudattaṃ tatho hāsmai kṣatraṃ yamo viśā pitṛbhiḥ saṃvidāno 'syāmavasānaṃ dadāti
„Die Väter haben ihm diese Welt bereitet“ – Kṣatra [Herrschermacht] ist Yama, die Vīś [Gemeinschaft] sind die Väter; wem also ein Kṣatriya, mit der Gemeinschaft einig geworden, diese Rastung gibt, das ist ihm wohlgegeben; so gibt also auch hier das Kṣatra, Yama, mit der Gemeinschaft, den Vätern, einig geworden, ihm diese Rastung.
palāśaśākhayā vyudūhati | brahma vai palāśo brahmaṇaiva tadavasitānvyudūhati mantreṇa brahma vai mantro brahmaṇaiva tadavasitānvyudūhati tāmudīcīmudasyati
Mit einem Palāśa-Zweig kehrt er beiseite; Brahman [heilige Macht] nämlich ist der Palāśa; mit eben dem Brahman kehrt er damit die Niedergelassenen beiseite. Mit der Formel ebenso: Brahman nämlich ist die Formel; mit eben dem Brahman kehrt er damit die Niedergelassenen beiseite. Den Zweig wirft er nach Norden fort.
athoṣānnivapati | ayaṃ vai loko gārhapatyaḥ paśava ūṣā asmiṃstalloke paśūndadhāti tasmādime 'smiṃloke paśavaḥ
Dann streut er Salzerde (Ūṣā) aus; diese Welt hier nämlich ist der Gārhapatya, die Salzerde sind die Tiere; damit legt er die Tiere in diese Welt hinein; deshalb sind diese Tiere hier in dieser Welt.
yadvevoṣānnivapati | prajāpatiḥ prajā asṛjatā tā nānolbā asṛjata tā na samajānata so 'kāmayata saṃjānīranniti tāḥ samānolbā akarottāsāmūṣānulbamakarottāḥ samajānata tasmādapyetarhi samānolbāḥ sameva jānate devaiḥ samānolbo 'sānītyu vai yajate yo yajate tadyadūṣānnivapati devaireva tatsamānolbo bhavati
Und ferner: dass er Salzerde ausstreut: Prajāpati schuf die Geschöpfe; er schuf sie mit verschiedenartigen Nachgeburten (Ulba), und sie verstanden sich nicht untereinander. Da wünschte er: „Sie sollen sich verstehen!“ Da machte er sie mit gleicher Nachgeburt; die Salzerde machte er zu ihrer Nachgeburt; da verstanden sie sich. Deshalb verstehen sich auch jetzt noch, die mit gleicher Nachgeburt sind, untereinander. „Mit den Göttern möge ich von gleicher Nachgeburt sein“ – so denkt, wer opfert; wer opfert, der opfert eben deshalb; dass er also Salzerde ausstreut, damit wird er eben mit den Göttern von gleicher Nachgeburt.
„Du bist das Verständnis“ – damit verstanden sie sich nämlich; „du bist der Wunscherfüller“ bedeutet: die Salzerde nämlich sind die Tiere, der Wunscherfüller; „mir möge der Wunscherfüller zuteilwerden“ bedeutet: mir mögen die Tiere zuteilwerden – das [ist gemeint]. Damit bestreicht er den ganzen Gārhapatya; Schoß nämlich ist der Gārhapatya, die Schichtung die Nachgeburt, die Salzerde; die ganze Schoßstätte bestreicht er damit mit der Nachgeburt.
Dann streut er Sand aus; die Asche eben des allmenschlichen (Vaiśvānara) Agni ist der Sand; er sucht nämlich diesen Vaiśvānara-Agni auf; denn Agni verbrennt seine eigene Asche nicht, damit er nicht sich selbst verbrenne.
Und ferner: dass er Sand ausstreut: der Same eben des Vaiśvānara-Agni ist der Sand; er sucht nämlich diesen Vaiśvānara-Agni auf, mit dem Gedanken: aus Samenlosem entsteht nichts; aus diesem Samen dagegen möge etwas entstehen.
„Du bist Agnis Asche, du bist Agnis Purīṣa“ – abgebraucht (yātayāman) nämlich ist Agnis Asche, unabgebraucht der Sand; damit macht er sie also unabgebraucht. Damit bestreicht er den ganzen Gārhapatya; Schoß nämlich ist der Gārhapatya, Schichtung der Same, der Sand; in die ganze Schoßstätte legt er damit den Samen.
Dann umgibt er ihn mit den Umfassungssteinen (Pariśrit); Schoß nämlich ist der Umfasste; eben diesen eingegossenen Samen umfasst er damit mit dem Schoß; deshalb wird eingegossener Same vom Schoß umfasst.
Und ferner: dass er ihn mit den Umfassungssteinen umgibt: diese Welt hier nämlich ist der Gārhapatya, die Wasser der Umfasste; damit dehnt er diese Welt hier mit den Wassern aus; mit dem Meer eben dehnt er sie damit von allen Seiten aus; deshalb umgibt das Meer diese Welt von allen Seiten. Rechtsläufig gewendet, umgibt er sie; deshalb umgibt das Meer diese Welt rechtsläufig. Mit einer Grube umgibt er sie; deshalb umgibt das Meer diese Welt mit einer Grube [Anm.: „khātena“, wörtlich „mit Gegrabenem“, wohl Bezug auf die Meeresvertiefung].
cita stheti | cinoti hyenāḥ paricita stheti pari hyenāścinotyūrdhvacitaḥ śrayadhvamityūrdhvā upadadhadāha tasmādūrdhva eva samudro vijate 'tha yattiraścīrupadadhyātsakṛddhaivedaṃ sarvaṃ samudro nirmṛjyānna sādayatyasannā hyāpo na sūdadohasādhivadati
„Ihr seid geschichtet“ – er schichtet sie nämlich; „ihr seid ringsum geschichtet“ – er schichtet sie nämlich ringsum; „lehnt euch aufwärts geschichtet an“ – aufrecht legt er sie hin, indem er dies spricht; deshalb breitet sich das Meer nur aufrecht aus. Würde er sie aber quer hinlegen, so würde das Meer dieses Alles nur einmal wegwischen und sich nicht dort niederlassen; denn ausgestreckt liegende Wasser lassen sich nicht nieder; er spricht dabei nicht die Sūdadoha-Formel aus.
Knochen nämlich sind die Umfassungssteine; die Sūdadoha-Formel ist der Atem (Prāṇa); in Knochen aber ist kein Atem. Mit einer einzigen Formel legt er viele Ziegel hin; eine einzige Erscheinungsform nämlich ist das, was Wasser ist; dass aber die Umfassungssteine mehrfach sind: vielfach nämlich sind die Wasser.
Das nun ist der Schoß: die Umfassungssteine, die Nachgeburt (Ulba), die Salzerde; der Same, der Sand: die Umfassungssteine sind außen, die Salzerde innen; denn außen ist der Schoß, innen die Nachgeburt; außen ist die Salzerde, innen der Sand; denn außen ist die Nachgeburt, innen der Same. Aus eben diesen wird ja der Geborene geboren; aus eben diesen erzeugt er ihn damit.
sa catasraḥ prācīrupadadhāti | dve paścāttiraścyau dve purastāttadyāścatasraḥ prācīrupadadhāti sa ātmā tadyattāścatasro bhavanti caturvidho hyayamātmātha ye paścātte sakthyau ye purastāttau bāhū yatra vā ātmā tadeva śiraḥ
Er legt vier ostwärts gerichtete Ziegel hin: zwei hinten quer, zwei vorne. Von diesen sind die vier ostwärts gerichteten der Rumpf (Ātman); dass es also diese vier sind: vierfach nämlich ist dieser Rumpf. Die hinteren sind die beiden Schenkel, die vorderen die beiden Arme; wo aber der Rumpf ist, das eben ist der Kopf.
Diesen Ziegelbau hier nun verwandelt er dabei in ein mit Flügeln und Schwanz versehenes Wesen; so wie sich der Same im Schoß verwandelt, so wird er geboren; dass er ihn also hier mit Flügeln und Schwanz versehen verwandelt, deshalb wird er dort mit Flügeln und Schwanz versehen geboren.
taṃ vai pakṣapucavantameva santam | na pakṣapucavantamiva paśyanti tasmādyonau garbhaṃ na yathārūpam paśyantyathainamamutra pakṣapucavantam paśyanti tasmājjātaṃ garbhaṃ yathārūpam paśyanti
Diesen, der doch mit Flügeln und Schwanz versehen ist, sieht man im Schoß nicht als mit Flügeln und Schwanz versehen; deshalb sieht man den Keim im Schoß nicht in seiner eigentlichen Gestalt. Dann aber sieht man ihn dort, nach der Geburt, mit Flügeln und Schwanz versehen; deshalb sieht man den geborenen Keim in seiner eigentlichen Gestalt.
Er legt zuerst die vier Rumpf-Ziegel hin; denn der Rumpf entsteht ja zuerst, wenn etwas entsteht. Südlich sitzend, nach Norden gewandt, legt er den ersten Ziegel auf die obere Hälfte; so wird ihm dieser Agni Ziegel für Ziegel eben dem eigenen Selbst entsprechend geschichtet.
ayaṃ so agniḥ | yasmintsomamindraḥ sutaṃ dadha ityayaṃ vai loko gārhapatya āpaḥ somaḥ suto 'smiṃstalloke 'pa indro 'dhatta jaṭhare vāvaśāna iti madhyaṃ vai jaṭharaṃ sahasriyaṃ vājamatyaṃ na saptimityāpo vai sahasriyo vājaḥ sasavāntsantstūyase jātaveda iti citaḥ saṃścīyase jātaveda ityetat
„Dies ist jener Agni, in den Indra den gepressten Soma legte“ – diese Welt hier nämlich ist der Gārhapatya, die Wasser der gepresste Soma; in diese Welt hier legte ihn Indra hinein. „Im Bauch ihn tragend“ – die Mitte nämlich ist der Bauch. „Wie tausendfache Kraft, wie ein Rennpferd“ – die Wasser nämlich sind die tausendfache Kraft. „Zusammengekommen wirst du gepriesen, o Jātavedas“ bedeutet: geschichtet wirst du zusammengefügt gepriesen, o Jātavedas – das [ist gemeint].
agne yatte divi varca iti | ādityo vā asya divi varcaḥ pṛthivyāmityayamagniḥ pṛthivyāṃ yadoṣadhīṣvapsvā yajatreti ya evauṣadhiṣu cāpsu cāgnistametadāha yenāntarikṣamurvātatantheti vāyuḥ sa tveṣaḥ sa bhānurarṇavo nṛcakṣā iti mahāntsa bhānurarṇavo nṛcakṣā ityetat
„O Agni, was dein Glanz im Himmel ist“ – die Sonne nämlich ist sein Glanz im Himmel. „Auf Erden“ bedeutet: dieser Agni hier auf Erden. „Was in den Pflanzen, in den Wassern ist, o Verehrungswürdiger“ – mit dem spricht er zu dem Agni, der eben in Pflanzen und Wassern ist. „Womit du die Mittelwelt weit ausgespannt hast“ – der Wind [ist gemeint]. „Du bist der Glänzende, der Strahlende, der Wogende, der Männeräugige“ – groß ist er, der Strahlende, der Wogende, der Männeräugige – das [ist gemeint].
agne divo arṇamacā jigāsīti | āpo vā asya divo 'rṇastā eṣa dhūmenācaityacā devāṃ ūciṣe dhiṣṇyā ya iti prāṇā vai devā dhiṣṇyāste hi sarvā dhiya iṣṇanti yā rocane parastātsūryasya yāścāvastādupatiṣṭhanta āpa iti rocano ha nāmaiṣa loko yatraiṣa etattapati tadyāścaitam pareṇāpo yāścāvareṇa tā etadāha
„O Agni, du gehst zur Flut des Himmels hinauf“ – die Wasser nämlich sind seine Himmelsflut; zu diesen steigt er mit dem Rauch hinauf. „Hinaufgestiegen hast du den Göttern gedient, den Bedachten“ – die Atemkräfte nämlich sind die bedachten Götter; denn sie treiben alle Gedanken an. „Die Wasser, die oberhalb der Sonnensphäre und die unterhalb stehen“ – Rocana [die Leuchtende] nämlich heißt jene Welt, in der diese Sonne hier brennt; die Wasser also, die jenseits von ihr, und die diesseits von ihr sind, die spricht er damit an.
„Die Purīṣya-Agnis“ [die zum Purīṣa gehörigen Feuer] bedeutet: die tierhaltigen Feuer – das [ist gemeint]. „Gemeinsam einträchtig mit den Hinschreitenden“ – in Gestalt des Hinschreitens; denn dies ist ja Agnis Hinschreiten, nämlich dass er der Gārhapatya ist. „Sie mögen sich am Opfer erfreuen, frei von Feindseligkeit, ohne Krankheit, an großen Speisegaben“ bedeutet: sie mögen sich am Opfer erfreuen, frei von Feindseligkeit, ohne Hunger, an großen Speisegaben – das [ist gemeint].
nānopadadhāti | ye nānākāmā ātmaṃstāṃstaddadhāti sakṛtsādayatyekaṃ tadātmānaṃ karoti sūdadohasādhivadati prāṇo vai sūdadohāḥ prāṇeṇaivainametatsaṃtanoti saṃdadhāti
Getrennt legt er sie hin; die verschiedenen Wünsche, die er in sich hat, die legt er damit hinein. Auf einmal setzt er sie; damit macht er ihn zu einem einzigen Rumpf. Die Sūdadoha-Formel spricht er dabei aus; Atem (Prāṇa) nämlich ist die Sūdadoha-Formel; mit eben dem Atem dehnt und fügt er ihn damit zusammen.
Dann, nachdem er um das Hinterteil herumgegangen ist, südlich vom Norden aus sitzend, legt er auf die letzten zwei Ziegel zuerst den südlichen: „Iḍā, o Agni, die vielwirkende, das Geschenk der Kuh“ – Iḍā nämlich sind die Tiere; für eben diese erbittet er sich damit diesen Segenswunsch. „Immer wieder gedeihe für den Rufenden“ – der Opferherr nämlich ist der Rufende; für ihn erbittet er damit dies. „Unser Sohn, der Nachkomme, sei fortdauernd“ – Nachkomme nämlich ist der Sohn. „Sie, o Agni, werde uns wohlgesonnen“ – damit erbittet er sich einen Segenswunsch.
athottarām | ayaṃ te yonirṛtviyo yato jāto arocathā ityayaṃ te yonirṛtavyaḥ sanātano yato jāto 'dīpyathā ityetattaṃ jānannagna ārohāthā no vardhayā rayimiti yathaiva yajustathā bandhuḥ
Dann legt er den nördlichen Ziegel: „Dies ist dein zeitgerechter Schoß, aus dem geboren du erstrahltest“ bedeutet: dies ist dein zeitgerechter, uralter Schoß, aus dem geboren du zu leuchten begannst – das [ist gemeint]. „Ihn kennend, besteige ihn, o Agni, und mehre uns dann den Reichtum“ – wie der Spruch, so ist auch dessen Bezug.
sakthyāvasyaite | te nānopadadhāti nānā sādayati nānā sūdadohasādhivadati nānā hīme sakthyau dve bhavato dve hīme sakthyau paścādupadadhāti paścāddhīme sakthyāvagrābhyāṃ saṃspṛṣṭe bhavata evaṃ hīme sakthyāvagrābhyāṃ saṃspṛṣṭe
Diese hier sind die beiden Schenkel; er legt sie getrennt hin, setzt sie getrennt und spricht getrennt die Sūdadoha-Formel; denn getrennt sind diese beiden Schenkel – zwei sind sie eben. Nach hinten legt er diese beiden Schenkel hin; denn nach hinten befinden sich diese beiden Schenkel, mit ihren Spitzen aneinander berührend; ebenso berühren sich auch diese beiden Schenkel mit ihren Spitzen.
Dann, nachdem er auf demselben Weg wieder herumgegangen ist, südlich sitzend, nach Norden gewandt, legt er auf die vorderen zwei zuerst den nördlichen: „Du bist Cit [Schichtung], sitze durch jene Gottheit fest wie die Aṅgiras“; dann, nachdem er wieder herumgegangen ist, den südlichen: „Du bist Cit, sitze durch jene Gottheit fest wie die Aṅgiras“.
Diese hier sind seine beiden Arme; er legt sie getrennt hin, setzt sie getrennt und spricht getrennt die Sūdadoha-Formel; denn getrennt sind diese beiden Arme – zwei sind sie eben. Auf die vordere Hälfte legt er diese beiden Arme; denn vorn befinden sich diese beiden Arme, mit ihren Spitzen aneinander berührend; ebenso berühren sich auch diese beiden Arme mit ihren Spitzen. So legt er diese also hin: „dieser hier, dieser hier“ sprechend; das ist rechtsläufig; denn das gehört den Göttern.
Acht Ziegel legt er hin; achtsilbig ist die Gāyatrī, Gāyatra-haft ist Agni; in welchem Maße Agni ist, in eben diesem Maße schichtet er ihn damit. Fünfmal setzt er sie; fünfschichtig ist Agni, fünf sind die Jahreszeiten, das Jahr selbst; das Jahr ist Agni; in welchem Maße Agni ist, in eben diesem Maße schichtet er ihn damit. Acht Ziegel, fünfmal gesetzt: das macht dreizehn; dreizehn sind die Monate des Jahres; dreizehn sind Agnis Schichtungs-Purīṣa-Teile. In welchem Maße Agni ist, in eben diesem Maße wird es hierdurch vollzogen.
Dann legt er den Lokampṛṇā-Ziegel hin; dessen Bezug ist oben bereits ausgesprochen. Drei zuerst; dreifach aufgebaut ist Agni; in welchem Maße Agni ist, in eben diesem Maße schichtet er ihn damit. Zehn weitere danach; deren Bezug ist oben ausgesprochen – sei es zwei zuerst, dann zehn, oder zuerst eine Gruppe – so schichtet man eben diese Schicht; diese werden zu dreizehn; dessen Bezug ist damit ausgesprochen.
tā ubhayya ekaviṃśatiḥ sampadyante | dvādaśa māsāḥ pañca 'rtavastraya ime lokā asāvāditya ekaviṃśo 'muṃ tadādityamasminnagnau pratiṣṭhāpayati
Diese beiden Ziegelgruppen zusammen werden zu einundzwanzig: zwölf sind die Monate, fünf die Jahreszeiten, drei diese Welten hier, jene Sonne dort die einundzwanzigste; jene Sonne dort gründet er damit in diesem Agni.
Einundzwanzig sind ja auch die Umfassungssteine: zwölf Monate, fünf Jahreszeiten, drei diese Welten hier, dieser Agni von dort her, als einundzwanzigster darüber. Damit gründet er diesen Agni hier in jener Sonne dort. Dass er also diese so hinlegt, damit gründet er eben jeweils den einen im anderen; so sind diese beiden jeweils im anderen gegründet. Diese beiden macht er hier zu zwei Einundzwanzigern; denn hier eben werden diese beiden Feuer, sowohl das Āhavanīya als auch das Gārhapatya, zu solchen.
Dann streut er das Purīṣa aus; dessen Bezug ist oben ausgesprochen. Er holt es vom Rand der Opfergrube (Cātvāla); denn Agni ist ja, was die Cātvāla-Grube ist; so wird ihm dies eben Agni-haft. Sie soll gleichmäßig und feucht sein; dessen Bezug ist damit ausgesprochen.
vyāmamātrī bhavati | vyāmamātro vai puruṣaḥ puruṣaḥ prajāpatiḥ prajāpatiragnirātmasammitāṃ tadyoniṃ karoti parimaṇḍalā bhavati parimaṇḍalā hi yoniratho ayaṃ vai loko gārhapatyaḥ parimaṇḍala u vā ayaṃ lokaḥ
Sie ist eine Klafter groß; eine Klafter groß nämlich ist der Mensch (Puruṣa); der Mensch ist Prajāpati, Prajāpati ist Agni; damit macht er den Schoß seinem eigenen Maß entsprechend. Kreisrund ist sie; denn kreisrund ist der Schoß. Und ferner: diese Welt hier nämlich ist der Gārhapatya, und kreisrund ist ja diese Welt.
Dann streut er beide, den Lokampṛṇā- und den Purīṣa-Anteil, zusammen aus; damit bewirkt er eben Übereinstimmung zwischen ihnen: „Übereinstimmend mögt ihr beide übereinkommen, übereinstimmend eure Gedanken, übereinstimmend eure Gelübde; o Agni, du sollst Purīṣya sein; seid uns eines Sinnes“ – damit besänftigt er die beiden eben, um Schaden zu vermeiden, auf dass keiner den anderen schädige.
Mit vier Sprüchen streut er sie zusammen; das entspricht den vierfüßigen Tieren; mit eben diesen bewirkt er damit Übereinstimmung zwischen den beiden. Und ferner: Speise nämlich sind die Tiere; mit Speise eben bewirkt er damit Übereinstimmung zwischen den beiden.
tāṃ na riktāmavekṣeta | nedriktāmavekṣā iti yadriktāmavekṣeta graseta hainam
Man soll sie, die Schoßstätte, nicht leer anschauen, mit dem Gedanken: „Ich möchte sie nicht leer anschauen.“ Würde man sie leer anschauen, so würde man ihn, Agni, verschlingen [Anm.: Subjekt-Objekt-Bezug von „grasate“ an dieser Stelle unsicher].
Dann gießt er darauf Sand; der Same eben des Vaiśvānara-Agni ist der Sand; damit gießt er in sie eben diesen Vaiśvānara-Agni als Samen hinein. Sie soll gleichmäßig und feucht sein; dessen Bezug ist damit ausgesprochen.
Dann löst er sie, die Ukhā, los, um nicht zu verbrennen; denn was angespannt bleibt und nicht gelöst wird, das verbrennt. Diese hier hat also, noch gebunden, den Samen getragen, hat diesen Agni getragen, hat ihn hier geboren; dann trägt sie einen weiteren. Ein Weib nämlich ist die Ukhā; deshalb, wenn ein Weib zuerst einen Samen zur Welt gebracht hat, trägt sie danach einen weiteren.
māteva putram pṛthivī purīṣyamiti | māteva putram pṛthivī paśavyamityetadagniṃ sve yonāvabhārukhetyagniṃ sve yonāvabhārṣīdukhetyetattāṃ viśvairdevairṛtubhiḥ saṃvidānaḥ prajāpatirviśvakarmā vimuñcatviyṛtavo vai viśve devāstadenāṃ viśvairdevairṛtubhiḥ saṃvidānaḥ prajāpatirviśvakarmā vimuñcati tāmuttarato 'gnernidadhātyaratnimātre tasyokto bandhuḥ
„Wie eine Mutter den Sohn, so trage die Erde den Purīṣya-Sohn“ bedeutet: wie eine Mutter den Sohn, so trage die Erde den mit Tieren begabten Sohn – das [ist gemeint]. „Agni in seinem eigenen Schoß hast du getragen, o Ukhā“ bedeutet: Agni in seinem eigenen Schoß hast du getragen, o Ukhā – das [ist gemeint]. „Sie möge Prajāpati Viśvakarman, mit allen Göttern, den Jahreszeiten, einig geworden, lösen“ – die Jahreszeiten nämlich sind die Allgötter; damit löst sie Prajāpati Viśvakarman, mit den Allgöttern, den Jahreszeiten, einig geworden. Er legt sie, die Ukhā, nördlich von Agni nieder, eine Elle entfernt; dessen Bezug ist damit ausgesprochen.
Dann bringt er darauf Milch hinzu; damit hat sie zunächst den Samen getragen, dann bringt sie Milch hinzu; ein Weib nämlich ist die Ukhā; deshalb, wenn ein Weib den Samen getragen hat, bringt sie danach Milch hinzu. Zuunterst ist der Sand, obendrauf die Milch; denn zuunterst ist der Same, obendrauf die Milch. Er bringt sie in die Mitte hinein, so wie man dabei ein Menschenhaupt hinlegen würde [Anm.: Bezug der Analogie im Quelltext unklar].
prajāpatiḥ prajā asṛjata | sa prajāḥ sṛṣṭvā sarvamājimitvā vyasraṃsata tasmādvisrastātprāṇo madhyata udakrāmadathāsmādvīryamudakrāmattasminnutkrānte 'padyata tasmātpannādannamasravadyaccakṣuradhyaśeta tasmādasyānnamasravanno heha tarhi kā cana pratiṣṭhāsa
Prajāpati schuf die Geschöpfe. Nachdem er die Geschöpfe geschaffen und den ganzen Wettlauf durchlaufen hatte, sank er in sich zusammen. Aus ihm, dem so Zusammengesunkenen, entwich der Atem (Prāṇa) aus der Mitte; dann entwich aus ihm die Manneskraft (Vīrya); als diese entwichen war, sank er weiter zusammen; aus ihm, dem so Zusammengesunkenen, floss Speise (Anna) heraus, nämlich das, was sich auf das Auge legte; deshalb floss aus ihm Speise heraus. Da gab es damals hier noch keinerlei Halt (Pratiṣṭhā).
te devā abruvan | na vā ito 'nyā pratiṣṭhāstīmameva pitaram prajāpatiṃ saṃskaravāma saiva naḥ pratiṣṭhā bhaviṣyatīti
Da sprachen die Götter: „Es gibt außer diesem keinen anderen Halt; lasst uns eben diesen Vater, Prajāpati, zurechtmachen; eben dieser wird uns dann der Halt sein.“
te 'gnimabruvan | na vā ito 'nyā pratiṣṭhāsti tvayīmam pitaram prajāpatiṃ saṃskaravāma saiva naḥ pratiṣṭhā bhaviṣyatīti kim me tato bhaviṣyatīti
Sie sprachen zu Agni: „Es gibt außer diesem keinen anderen Halt; in dir wollen wir diesen Vater, Prajāpati, zurechtmachen; eben dieser wird uns dann der Halt sein.“ [Agni fragte:] „Was wird mir daraus zuteil?“
te 'bruvan | annaṃ vā ayam prajāpatistvanmukhā etadannamadāma tvanmukhānāṃ na eṣo 'nnamasaditi tatheti tasmāddevā agnimukhā annamadanti yasyai hi kasyai ca devatāyai juhvatyagnāveva juhvatyagnimukhā hi taddevā annamakurvata
Sie sprachen: „Speise ist dieser Prajāpati; wir wollen diese Speise durch deinen Mund essen; durch dich als Mund essend, wird uns diese Speise nicht schaden.“ [Agni antwortete:] „So sei es.“ Deshalb essen die Götter Speise durch Agni als Mund; denn welcher Gottheit auch immer man opfert, man opfert eben in Agni hinein; durch Agni als Mund nämlich machten die Götter damals die Speise.
sa yo 'smātprāṇo madhyata udakrāmat | ayameva sa vāyuryo 'yam pavate 'tha yadasmādvīryamudakrāmadasau sa ādityo 'tha yadasmādannamasravadyadeva saṃvatsare 'nnaṃ tattat
Der Atem, der aus ihm aus der Mitte entwich, das ist eben dieser Vāyu, der hier weht. Und was aus ihm als Manneskraft entwich, das ist jene Sonne dort. Und was aus ihm als Speise herausfloss, das ist eben die Speise, die im Jahr entsteht.
taṃ devā agnau prāvṛñjan | tadya enam pravṛktamagnirārohadya evāsmātsa prāṇo madhyata udakrāmatsa evainaṃ sa āpadyata tamasminnadadhuratha yadasmādvīryamudakrāmattadasminnadadhuratha yadasmādannamasravattadasminnadadhustaṃ sarvaṃ kṛtsnaṃ saṃskṛtyordhvamudaśrayaṃstadyaṃ tamudaśrayannime sa lokāḥ
Ihn schoben die Götter Agni zu. Als er, so zugeschoben, zu Agni emporstieg, da erreichte ihn eben jener Atem, der aus ihm aus der Mitte entwichen war; diesen legten sie in ihn hinein. Und was aus ihm als Manneskraft entwichen war, das legten sie in ihn hinein. Und was aus ihm als Speise herausgeflossen war, das legten sie in ihn hinein. Nachdem sie ihn so ganz und vollständig zurechtgemacht hatten, hoben sie ihn nach oben empor; und wohin sie ihn da emporhoben, das sind diese Welten.
tasyāyameva lokaḥ pratiṣṭhā | atha yo 'smiṃloke 'gniḥ so 'syāvāṅ prāṇo 'thāsyāntarikṣamātmātha yo 'ntarikṣe vāyurya evāyamātmanprāṇaḥ so 'sya sa dyaurevāsya śiraḥ sūryācandramasau cakṣuṣī yaccakṣuradhyaśeta sa candramāstasmātsa mīlitatataro 'nnaṃ hi tasmādasravat
Diese Welt hier ist sein Halt. Der Agni, der in dieser Welt hier ist, das ist sein abwärtsgerichteter Atem (Avāṅ-Prāṇa). Die Mittelwelt (Antarikṣa) ist sein Rumpf. Der Vāyu, der in der Mittelwelt ist, das ist der Atem seines Rumpfes. Der Himmel ist sein Haupt. Sonne und Mond sind seine beiden Augen; und was sich auf das Auge legte, das ist der Mond; deshalb ist dieser Mond mehr blinzelnd; denn Speise floss ja aus ihm heraus.
tadeṣā vai sā pratiṣṭhā | yāṃ taddevāḥ samaskurvantsaiveyamadyāpi pratiṣṭhā so evāpyato 'dhi bhavitā
Das nun ist eben jener Halt, den die Götter damals bereiteten; eben dieser ist auch heute noch der Halt; eben dieser wird auch darüber hinaus gültig sein.
sa yaḥ sa prajāpatirvyasraṃsata | ayameva sa yo 'yamagniścīyata tadyadeṣokhā riktā śete purā pravarjanādyathaiva tatprajāpatirutkrānte prāṇa utkrānte vīrye srute 'nne rikto 'śayadetadasya tadrūpam
Jener Prajāpati, der damals zusammensank, das ist eben dieser Agni, der hier geschichtet wird. Dass nun diese Ukhā leer daliegt, bevor man sie zur Prozession wegnimmt: geradeso wie damals Prajāpati, nachdem der Atem entwichen, die Manneskraft entwichen, die Speise herausgeflossen war, leer dalag, das ist ihre entsprechende Form.
Er schiebt sie, die Ukhā, Agni zu, geradeso wie ihn damals die Götter zuschoben. Wenn er also, so zugeschoben, zu Agni emporsteigt, dann erreicht ihn eben jener Atem, der aus ihm aus der Mitte entwichen war; diesen legt er in ihn hinein. Und das, was er trägt, nachdem er das Rukma-Blech umgehängt hat: was eben aus ihm als Manneskraft entwichen war, das legt er in ihn hinein. Und was er als Brennscheite hineinlegt: was eben aus ihm als Speise herausgeflossen war, das legt er in ihn hinein.
tā vai sāyam prātarādadhāti | ahnaśca hi tadrātreścānnamasravattānyetāni sarvasminneva saṃvatsare syuḥ saṃvatsaro hi sa prajāpatiryasmāttānyudakrāmaṃstadasminnetatsarvasminneva sarvaṃ dadhāti yasminhāsyaitadato na kuryānna hāsya tasminnetaddadhyānnāsaṃvatsarabhṛtasyekṣakeṇa cana bhavitavyamiti ha smāha vāmakakṣāyaṇo nedimam pitaram prajāpatiṃ vicidyamānam paśyānīti taṃ saṃvatsare sarvaṃ kṛtsnaṃ saṃskatyordhvamucrayati yathaivainamado devā udaśrayan
Diese Brennscheite legt er abends und morgens hinein; denn das ist die Speise, die aus dem Tag und aus der Nacht herausfloss; diese beiden sollen nur innerhalb eines ganzen Jahres vollständig eingelegt sein; denn das Jahr ist ja jener Prajāpati, aus dem sie entwichen; in eben diesem, dem ganzen Jahr, legt er dies alles hinein. Wer dies nicht über das ganze Jahr verteilt täte, in dem sollte man dies nicht so hineinlegen; denn wer das Jahr nicht vollständig getragen hat, dessen Werk soll auf keinen Fall mit einem bloß Zuschauenden zu tun haben – so pflegte Vāmakakṣāyaṇa zu sagen: „Auf dass ich diesen unseren Vater Prajāpati nicht zerstückelt sehe.“ Innerhalb des Jahres macht er ihn ganz und vollständig zurecht und hebt ihn nach oben empor, geradeso wie ihn damals die Götter emporhoben.
tasya gārhapatya evāyaṃ lokaḥ | atha yo gārhapatye 'gnirya evāyamasmiṃloke 'gniḥ so 'sya so 'tha yadantarāhavanīyaṃ ca gārhapatyaṃ ca tadantarikṣamatha ya āgnīdhrīye 'gnirya evāyamantarikṣe vāyuḥ so 'sya sa āhavanīya eva dyauratha ya āhavanīye 'gnistau sūryācandramasau so 'syaiṣa ātmaiva
Diese Welt hier ist eben sein Gārhapatya. Der Agni, der im Gārhapatya ist, das ist der Agni, der in dieser Welt hier ist – der ist er. Und was zwischen dem Āhavanīya und dem Gārhapatya liegt, das ist die Mittelwelt. Der Agni, der im Āgnīdhra ist, das ist der Vāyu, der in der Mittelwelt ist – der ist er. Das Āhavanīya eben ist der Himmel. Der Agni, der im Āhavanīya ist, das sind Sonne und Mond – der ist eben sein Rumpf (Ātman).
Das Āhavanīya eben ist sein Haupt. Der Agni, der im Āhavanīya ist, das ist der Atem des Hauptes – der ist er. Dass er also mit Flügeln und Schwanz versehen ist: mit Flügeln und Schwanz versehen ist nämlich dieser Hauptatem: das Auge ist das Haupt, das rechte Ohr der rechte Flügel, das linke Ohr der linke Flügel, der Atem die Mitte, der Rumpf, die Stimme (Vāc) der Schwanz, der Halt. Dass die Atemkräfte, nachdem sie durch die Stimme Speise verzehrt haben, erst dann festen Halt haben: deshalb ist die Stimme der Schwanz, der Halt.
atha yadantarāhavanīyaṃ ca gārhapatyaṃ ca | sa ātmātha ya āgnīdhrīye 'gnirya evāyamantarātmanprāṇaḥ so 'sya sa pratiṣṭhaivāsya gārhapatyo 'tha yo gārhapatye 'gniḥ so 'syāvāṅ prāṇaḥ
Und was zwischen dem Āhavanīya und dem Gārhapatya liegt, das ist wiederum sein Rumpf. Der Agni, der im Āgnīdhra ist, das ist der Atem seines inneren Rumpfes – der ist er. Der Gārhapatya eben ist sein Halt. Und der Agni, der im Gārhapatya ist, das ist sein abwärtsgerichteter Atem.
taṃ haike tricitaṃ cinvanti | trayo vā ime vāñcaḥ prāṇā iti na tathā kuryādati te recayantyekaviṃśasampadamatho anuṣṭupsampadamatho bṛhatīsampadaṃ ye tathā kurvantyekaṃ hyevaitadrūpaṃ yonireva prajātireva yadete 'vāñcaḥ prāṇā yaddhi mūtraṃ karoti yatpurīṣam praiva tajjāyate
Manche schichten ihn dreifach, mit dem Gedanken: „Drei nämlich sind diese abwärtsgerichteten Atemkräfte.“ So soll man es nicht tun; die dies so tun, die lassen die Einundzwanziger-Vollzähligkeit, die Anuṣṭubh-Vollzähligkeit und auch die Bṛhatī-Vollzähligkeit fehlgehen. Denn eine einzige Erscheinungsform ist ja dies, nur Schoß, nur Geburt, dass diese abwärtsgerichteten Atemkräfte wirken; denn was man an Urin absondert, was an Kot, das entsteht eben unmittelbar aus dieser einen Quelle.
athātaḥ sampadeva | ekaviṃśatiriṣṭakā nava yajūṃṣi tattriṃśatsādanaṃ ca sūdadohāśca taddvātriṃtaddvātriṃśadakṣarānuṣṭupsaiṣānuṣṭup
Nun folgt hier eine zusammenfassende Zählung: einundzwanzig Ziegel, neun Formeln beim Setzen; das macht dreißig [Anm.: gemeint sind wohl die Ziegel des ersten Schicht-Vorgangs samt zugehöriger Setz- und Sūdadoha-Formeln]; und die Setzungen und die Sūdadoha-Formeln: das macht zweiunddreißig; zweiunddreißigsilbig ist die Anuṣṭubh – das ist eben diese Anuṣṭubh.
Einundzwanzig sind ja auch die Umfassungssteine, dazu die Formel – das macht zweiundzwanzig; die Formel des Beiseitekehrens; und die Salzerde und die Formel, und der Sand und die Formel, und das Purīṣa und die Formel; mit vier Sprüchen streut er zusammen, mit dem fünften löst er die Ukhā; danach mit drei weiteren: das macht diese zweiunddreißig; zweiunddreißigsilbig ist die Anuṣṭubh – das ist eben diese Anuṣṭubh [Anm.: die genaue arithmetische Zusammenzählung im Quelltext bleibt an mehreren Stellen unklar, sinngemäß wiedergegeben].
athaite dve yajuṣī | so anuṣṭubeva vāgvā anuṣṭuptadyadidaṃ dvayaṃ vāco rūpaṃ daivaṃ ca mānuṣaṃ coccaiśca śanaiśca tadete dve
Und ferner diese beiden Sprüche, die mehrfach vorkommenden Formelpaare: die Anuṣṭubh nämlich ist die Stimme (Vāc), Anuṣṭubh-haft ist die Stimme; dass es diese zweifache Erscheinungsform der Stimme gibt, eine göttliche und eine menschliche, eine laute und eine leise, das sind eben diese beiden.
tā vā etāstisro 'nuṣṭubhaḥ | cita eṣa gārhapatyastadyadetā atra tisro 'nuṣṭubhaḥ sampādayantyatra hyeveme tadā sarve lokā bhavanti tato 'nyatarāṃ dvātriṃśadakṣarāmanuṣṭubhamāhavanīyaṃ haranti sa āhavanīyaḥ sā dyaustaciro 'thehānyatarā pariśiṣyate sa gārhapatyaḥ sā pratiṣṭhā sa u ayaṃ lokaḥ
Diese hier nun sind die drei Anuṣṭubh-Verse: geschichtet ist dieser Gārhapatya; dass sie also hier diese drei Anuṣṭubh vollenden: hier eben nämlich sind dann alle Welten vereint. Von diesen tragen sie dann die eine, zweiunddreißigsilbige Anuṣṭubh zum Āhavanīya; das ist der Āhavanīya, das ist der Himmel – dessen Glanz ist sie; die andere aber bleibt hier zurück: das ist der Gārhapatya, das ist der Halt, das ist eben diese Welt hier.
atha ye ete dve yajuṣī | etattadyadantarāhavanīyaṃ ca gārhapatyaṃ ca tadantarikṣaṃ sa ātmā tadyatte dve bhavatastasmādetattanīyo yadantarāhavanīyaṃ ca gārhapatyaṃ ca tasmādeṣāṃ lokānāmantarikṣalokastaniṣṭhaḥ
Und was diese beiden übrigen Formeln betrifft: das ist eben das, was zwischen Āhavanīya und Gārhapatya liegt, die Mittelwelt, der Rumpf. Dass es diese beiden gibt, deshalb ist das, was zwischen Āhavanīya und Gārhapatya liegt, geringer an Ausdehnung; deshalb ist von diesen Welten die Welt des Mittelraums die schmalste.
saiṣā tredhāvihitā vāganṛṣṭup | tāmeṣo 'gniḥ prāṇo bhūtvānusaṃcarati ya āhavanīye 'gniḥ sa prāṇaḥ so 'sāvādityo 'tha ya āgnīdhrīye 'gniḥ sa vyānaḥ sa u ayaṃ vāyuryo 'yam pavate 'tha yo gārhapatye 'gniḥ sa udānaḥ sa u ayaṃ yo 'yamasmiṃloke 'gnirevaṃviddha vāva sarvāṃ vācaṃ sarvam prāṇaṃ sarvamātmānaṃ saṃskurute
Diese Stimme (Vāc) hier, die keine Ṛc ist, ist dreifach verteilt: sie durchwandert er, Agni, als Atem geworden. Der Agni, der im Āhavanīya ist, das ist der Einatem (Prāṇa) – das ist jene Sonne dort. Der Agni, der im Āgnīdhra ist, das ist der Zwischenatem (Vyāna) – das ist dieser Vāyu hier, der hier weht. Der Agni, der im Gārhapatya ist, das ist der Ausatem (Udāna) – das ist eben dieser Agni hier, der in dieser Welt ist. Wer dies so weiß, der vollendet damit fürwahr die ganze Stimme, den ganzen Atem, den ganzen Rumpf.
saiṣā bṛhatyeva | ye vai dve dvātriṃśatau dvātriṃśadeva tadathaite dve yajuṣī taccatustriṃśadagnireva pañcatriṃśo nākṣarāccando vyetyekasmānna dvābhyāṃ sa u dvyakṣarastatṣaṭtriṃśatṣaṭtriṃśadakṣarā bṛhatī bṛhatīṃ vā eṣa saṃcito 'bhisampadyate yādṛgvai yonau retaḥ sicyate tādṛgjāyate tadyadetāmatra bṛhatīṃ karoti tasmādeṣa saṃcito bṛhatīmabhisampadyate
Diese hier nun ist eben die Bṛhatī: die beiden Zweiunddreißiger, die sind eben zweiunddreißig; dazu diese beiden weiteren Formeln: das macht vierunddreißig; Agni selbst ist der Fünfunddreißigste; kein Versmaß weicht dabei um eine einzige Silbe ab, auch nicht um zwei; und er ist zweisilbig zusätzlich; das macht sechsunddreißig; sechsunddreißigsilbig ist die Bṛhatī. Der Bṛhatī nämlich wird dieser Geschichtete teilhaftig; denn so wie im Schoß der Same eingegossen wird, so wird er geboren; dass er also hier diese Bṛhatī bewirkt, deshalb wird dieser Geschichtete der Bṛhatī teilhaftig [Anm.: die arithmetische Zählung an dieser Stelle bleibt im Quelltext stellenweise unklar].
Dazu sagt man: Wenn diese Welt hier der Gārhapatya ist, die Mittelwelt die Dhiṣṇya-Feuerstätten, der Himmel das Āhavanīya, und die Mittelwelt von dieser Welt hier nicht getrennt ist – warum schichtet man dann zuerst den Gārhapatya, dann das Āhavanīya, und dann erst die Dhiṣṇyas? Diese beiden Welten waren zu Anfang zusammen; und was zwischen ihnen beiden, den auseinandergetretenen, an leerem Raum (Ākāśa) war, das wurde die Mittelwelt; „Īkṣa“ heißt dies nämlich von jeher; „zuvor war dies eben ein Dazwischen, ein Īkṣa“ – deshalb heißt es Antarikṣa [Mittelwelt]. Dass man also zuerst den Gārhapatya schichtet, dann das Āhavanīya: diese beiden Welten nämlich wurden zuerst auseinandergelassen; dann, zurückkehrend, streut man erst die Dhiṣṇyas aus – das geschieht eben aus der Werkfolge heraus, ohne Unterbrechung; und ferner: von den beiden Enden her, während sie zurechtgemacht werden, wird eben die Mitte zuletzt zurechtgemacht.