kūrmamupadadhāti | raso vai kūrmo rasamevaitadupadadhāti yo vai sa eṣāṃ lokānāmapsu praviddhānām parāṅraso 'tyakṣaratsa eṣa kūrmastamevaitadupadadhāti yāvānu vai rasastāvānātmā sa eṣa ima eva lokāḥ
Er legt die Schildkröte (Kūrma) hin – der Saft ist ja die Schildkröte; eben den Saft legt er damit hin. Der Saft nämlich, der von diesen Welten, als sie in die Wasser geworfen waren, nach oben hinausfloss, das ist diese Schildkröte; eben diese legt er damit hin. Wie groß der Saft ist, so groß ist das Selbst; eben diese sind diese Welten hier.
tasya yadadharaṃ kapālam | ayaṃ sa lokastatpratiṣṭhitamiva bhavati pratiṣṭhita iva hyayaṃ loko 'tha yaduttaraṃ sā dyaustadbyavagṛhītāntamiva bhavati vyavagṛhītānteva hi dyauratha yadantarā tadantarikṣaṃ sa eṣa ima eva lokā imānevaitallokānupadadhāti
Deren untere Schale: das ist diese Welt hier; sie ist gleichsam gegründet, denn gleichsam gegründet ist ja diese Welt. Deren obere aber ist der Himmel; sie hat gleichsam einen abgeschnittenen Rand, denn gleichsam einen abgeschnittenen Rand hat ja der Himmel. Und was dazwischen ist, das ist der Luftraum. Diese sind eben diese Welten hier; eben diese Welten legt er damit hin.
Er salbt sie mit Dickmilch, mit Honig, mit Schmalz. Dickmilch nämlich ist die Gestalt dieser Welt, Schmalz die des Luftraums, Honig die jener oberen Welt; mit eben seiner eigenen Gestalt lässt er sie damit gedeihen. Und Dickmilch ist eben der Saft dieser Welt, Schmalz der des Luftraums, Honig der jener; mit eben seinem eigenen Saft lässt er sie damit gedeihen.
madhu vātā ṛtāyata iti | yāṃ vai devatāmṛgabhyanūktā yāṃ yajuḥ saiva devatā sa 'kṣo devatā tadyajustaddhaitanmadhvevaiṣa trico raso vai madhu rasamevāsminnetaddadhāti gāyatrībhistisṛbhistasyokto bandhuḥ
„Honig wehen die Winde, den Ordnungsgemäßen“ – welche Gottheit von dem Ṛc angesprochen wird, welche vom Yajus, eben diese Gottheit ist es, eben diese die Achse gemeint; dies ist der Yajus dazu. Honig eben ist dieser Dreivers; Saft ist ja der Honig; eben Saft legt er ihr damit hinein. Mit drei Gāyatrī-Versen; dessen Bezug ist damit ausgesprochen.
sa yatkūrmo nāma | etadvai rūpaṃ kṛtvā prajāpatiḥ prajā asṛjata yadasṛjatākarottadyadakarottasmātkūrmaḥ kaśyapo vai kūrmastasmādāhuḥ sarvāḥ prajāḥ kāśyapya iti
Dass sie „Kūrma“ heißt: nachdem Prajāpati diese Gestalt angenommen hatte, erschuf er die Geschöpfe; dass er sie erschuf, das machte er; weil er machte, daher „Kūrma“; Kaśyapa nämlich ist die Schildkröte; deshalb sagen sie: „Alle Geschöpfe sind Kāśyapa-hafte (von Kaśyapa abstammende)“.
sa yaḥ kūrmo 'sau sa ādityo | 'mumevaitadādityamupadadhāti taṃ purastātpratyañcamupadadhātyamuṃ tadādityam purastātpratyañcaṃ dadhāti tasmādasāvādityaḥ purastātpratyaṅ dhīyate dakṣiṇato 'ṣāḍhāyai vṛṣā vai kūrmo yoṣāṣāḍhā dakṣiṇato vai vṛṣā yoṣāmupaśete 'ratnimātre 'ratnimātrāddhi vṛṣā yoṣāmupaśete saiṣā sarvāsāmiṣṭakānām mahiṣī yadaṣāḍhaitasyai dakṣiṇataḥ santsarvāsāmiṣṭakānāṃ dakṣiṇato bhavati
Die Schildkröte, das ist jener Āditya; eben jenen Āditya legt er damit hin. Er legt sie im Osten, westwärts gewandt, hin; damit legt er jenen Āditya im Osten, westwärts gewandt, hin; deshalb wird jener Āditya im Osten westwärts gewandt gesetzt. Südlich vom Aṣāḍhā – der Stier ist ja die Schildkröte, die Frau die Aṣāḍhā; südlich nämlich liegt der Stier bei der Frau, in einer Elle Abstand, denn in einer Elle Abstand liegt ja der Stier bei der Frau. Diese ist die Königin aller Ziegel; dass der Aṣāḍhā südlich von ihr ist, deshalb ist er südlich von allen Ziegeln.
yadveva kūrmamupadadhāti | prāṇo vai kūrmaḥ prāṇo hīmāḥ sarvāḥ prajāḥ karoti prāṇamevaitadupadadhāti tam purastātpratyañcamupadadhāti purastāttatpratyañcam prāṇaṃ dadhāti tasmātpurastātpratyaṅ prāṇo dhīyate puruṣamabhyāvṛttaṃ yajamāne tatprāṇaṃ dadhāti dakṣiṇato 'ṣāḍhāyai prāṇo vai kūrmo vāgaṣāḍhā prāṇo vai vāco vṛṣā prāṇo mithunam
Und ferner, dass er die Schildkröte hinlegt: der Atem ist ja die Schildkröte, denn der Atem bewirkt ja alle diese Geschöpfe; eben den Atem legt er damit hin. Er legt sie im Osten, westwärts gewandt, hin; damit legt er im Osten den westwärts gewandten Atem hin; deshalb wird im Osten der westwärts gewandte Atem gesetzt, dem Puruṣa zugewandt; damit legt er dem Opferherrn den Atem hinein. Südlich vom Aṣāḍhā – der Atem ist ja die Schildkröte, die Rede die Aṣāḍhā; der Atem ist ja der Stier der Rede; der Atem ist das Paar.
„Der Grund der Wasser bist du“ – dies ist ja der tiefste Grund der Wasser, dort wo diese Sonne brennt. „Nicht soll dich die Sonne verbrennen, nicht Agni Vaiśvānara“ bedeutet: nicht soll dich die Sonne verletzen, nicht Agni Vaiśvānara – das ist gemeint. „Unversehrten Blattes blicke auf die Geschöpfe“ – diese sind ja alle Geschöpfe, nämlich diese Ziegel; unversehrt, unverletzt blicke auf sie – das ist gemeint. „Dir soll der himmlische Regen folgen“ – wie eben ihm der himmlische Regen folgen soll, so eben spricht er dies.
athainamejayati | trīntsamudrāntsamasṛpatsvargānitīme vai trayaḥ samudrāḥ svargā lokāstāneṣa kūrmo bhūtvānusaṃsasarpāpām patirvṛṣabha iṣṭakānāmityapāṃ hyeṣa patirvṛṣabha iṣṭakānām purīṣaṃ vasānaḥ sukṛtasya loka iti paśavo vai purīṣam paśūnvasānaḥ sukṛtasya loka ityetattatra gaca yatra pūrve paretā iti tatra gaca yatraitena pūrve karmaṇeyurityetat
Dann bewegt er sie: „Zu den drei Meeren kroch er, den himmlischen“ – diese drei Meere sind ja die himmlischen Welten; zu diesen kroch diese, Schildkröte geworden. „Der Herr der Wasser, der Stier der Ziegel“ – der Herr der Wasser ist ja dieser, der Stier der Ziegel. „Sich in Opfertiere kleidend, in die Welt des guten Werkes“ – Opfertiere sind ja das Purīṣa; sich in Opfertiere kleidend, in die Welt des guten Werkes – das ist gemeint. „Geh dorthin, wohin die Früheren gegangen sind“ – geh dorthin, wohin sie durch dieses Werk früher gingen – das ist gemeint.
mahī dyauḥ pṛthivī ca na iti | mahatī dyauḥ pṛthivī ca na ityetadimaṃ yajñam mimikṣatāmitīmaṃ yajñamavatāmityetatpipṛtāṃ no bharīmabhiriti bibhṛtāṃ no bharīmabhirityetaddyāvāpṛthivyayottamayopadadhāti dyāvāpṛthivyo hi kūrmaḥ
„Groß sind Himmel und Erde für uns“ – groß sind Himmel und Erde für uns – das ist gemeint. „Sie sollen dieses Opfer befördern“ – sie sollen dieses Opfer unterstützen – das ist gemeint. „Sie sollen uns mit Fülle tragen“ – sie sollen uns mit Fülle ernähren – das ist gemeint. Mit dem letzten Vers der Himmel-und-Erde-Formeln legt er sie hin, denn Himmel und Erde sind die Schildkröte.
Mit drei Versen legt er sie hin – drei sind diese Welten, und dreifach geschichtet ist Agni; wie groß Agni ist, wie groß dessen Maß ist, in eben diesem Maße legt er sie damit hin. Mit drei Versen salbt er sie; das macht zusammen sechs; dessen Bezug ist damit ausgesprochen. Avakā-Wasserpflanzen kommen unten zu liegen, Avakā-Wasserpflanzen oben – Wasser sind ja die Avakā-Pflanzen; eben Wasser legt er ihr damit in die Mitte. Nachdem er sie niedergesetzt hat, spricht er über dem Sūdadoha; dessen Bezug ist damit ausgesprochen.
Dann legt er Mörser und Stößel hin. Viṣṇu wünschte damals: „Ich möchte ein Speiseesser sein!“ Er sah diese beiden Ziegel, Mörser und Stößel; diese legte er hin; nachdem er sie hingelegt hatte, wurde er ein Speiseesser. Ebenso denkt auch dieser Opferherr, indem er Mörser und Stößel hinlegt: „Mit der Gestalt, mit dem Werk, mit dem Viṣṇu ein Speiseesser wurde, mit eben dieser Gestalt, mit diesem Werk will auch ich ein Speiseesser werden.“ Dies alles ist eben Speise, was Mörser und Stößel sind, denn mit Mörser und Stößel wird ja die Speise bereitet, mit Mörser und Stößel gegessen.
te retaḥsicorvelayopadadhāti | pṛṣṭayo vai retaḥsicau madhyamu pṛṣṭayo madhyata evāsminnetadannaṃ dadhātyuttare uttaramevāsmādetadannaṃ dadhātyaratnimātre 'ratnimātrāddhyannamadyate
Er legt sie am Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel hin – die Rippen sind ja die Retaḥsic-Ziegel, und die Mitte ist ja bei den Rippen; genau in der Mitte eben legt er ihm damit diese Speise hinein. Höher legt er ihm damit diese Speise hinein; in einer Elle Abstand, denn in einer Elle Abstand wird ja die Speise gegessen.
prādeśamātre bhavataḥ | prādeśamātro vai garbho viṣṇurannametadātmasammitamevāsminnetadannaṃ dadhāti yadu vā ātmasammitamannaṃ tadavati tanna hinasti yadbhūyo hinasti tadyatkanīyo na tadavati
Sie sind eine Spanne groß – eine Spanne groß ist ja der Keim, Viṣṇu ist diese Speise; eben dem eigenen Maß entsprechende Speise legt er ihm damit hinein. Denn die Speise, die dem eigenen Maß entspricht, die nährt, die schadet nicht; was mehr ist, das schadet; was weniger ist, das nährt nicht.
Sie sind aus Udumbara-Holz – Speisekraft ist ja der Saft des Udumbara; eben diese Speisekraft, diesen Saft legt er ihm damit hinein. Und alle diese Bäume sind eben der Udumbara; indem er diese hinlegt, legt er alle Bäume hin. Am Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel – diese beiden Welten sind ja die Retaḥsic-Ziegel; ihnen legt er damit die Bäume hinein. Deshalb sind diesen beiden die Bäume vierseitig – vier sind ja die Himmelsrichtungen; in allen diesen Himmelsrichtungen legt er damit die Bäume hinein; deshalb sind in allen Himmelsrichtungen Bäume in der Mitte zusammengefasst, zur Mörser-Gestaltung.
yadvevolūkhalamusale upadadhāti | prajāpatervisrastātprāṇo madhyata udacikramiṣattamannenāgṛhṇāttasmātprāṇo 'nnena gṛhīto yo hyevānnamatti sa prāṇiti
Und ferner, dass er Mörser und Stößel hinlegt: aus dem entkräfteten Prajāpati wollte der Atem aus der Mitte heraus entweichen; diesen ergriff die Speise; deshalb ist der Atem von der Speise ergriffen, denn wer die Speise isst, der lebt.
prāṇe gṛhīte 'smādannamudacikramiṣattatprāṇenāgṛhṇāttasmātprāṇenānnaṃ gṛhītaṃ yo hyeva prāṇiti so 'nnamatti
Als der Atem ergriffen war, wollte von ihm die Speise entweichen; diese ergriff der Atem; deshalb ist die Speise vom Atem ergriffen, denn wer eben lebt, der isst die Speise.
etayorubhayorgṛhītayoḥ | asmādūrgudacikramiṣattāmetābhyāmubhābhyāmagṛhṇāttasmādetābhyāmubhābhyā mūr ggṛhītā yo hyevānnamatti sa prāṇiti tamūrjayati
Als diese beiden ergriffen waren, wollte von ihm die Speisekraft entweichen; diese ergriffen die beiden zusammen; deshalb ist die Speisekraft von diesen beiden zusammen ergriffen; denn wer die Speise isst, der lebt, und diesen stärkt sie.
ūrji gṛhītāyām | asmādete ubhe udacikramiṣatāṃ te ūrjāgṛhṇāttasmādete ubhe ūrjā yaṃ hyevorjayati sa prāṇiti so 'nnamatti
Als die Speisekraft ergriffen war, wollten diese beiden von ihm entweichen; diese ergriff die Speisekraft; deshalb sind diese beiden von der Speisekraft ergriffen, denn wen sie stärkt, der lebt und isst die Speise.
Diese also, gegenseitig voneinander ergriffen, ließ er, nachdem er sie gegenseitig ergriffen hatte, an sich selbst gelangen. Als so diese Speise angelangt war, gelangten alle Götter mit an; denn von Speise lebt ja dies Alles.
tadeṣa śloko 'bhyuktaḥ | tadvai sa prāṇo 'bhavaditi taddhi sa prāṇo 'bhavanmahā bhūtvā prajāpatiriti mahānhi sa tadabhavadyadenamete devāḥ prāpadyanta bhujo bhujiṣyā vittveti prāṇā vai bhujo 'nnam bhujiṣyā etatsarvaṃ vittvetye tadyatprāṇānprāṇayatpurītyātmā vai pūryadvai prāṇānprāṇayattasmātprāṇā devā atha yatprajāpatiḥ prāṇayattasmādu prajāpatiḥ prāṇo yo vai sa prāṇa eṣā sā gāyatryatha yattadannameṣa sa viṣṇurdevatātha yā so 'rgeṣa sa udumbaraḥ
Dazu wird dieser Vers zitiert: „Da wurde er zum Atem“ – dass er da zum Atem wurde, groß geworden, als Prajāpati – groß nämlich wurde er da, als ihn diese Götter erreichten. „Die Genießer, die genießbar Gewordenen, das erkennend“ – die Atemkräfte sind ja die Genießer, die Speise die genießbar Gewordenen; dies alles erkennend – das ist gemeint. „Dass er die Atemkräfte belebte, das ist Selbst“ – er füllte ja, indem er die Atemkräfte belebte; deshalb sind die Atemkräfte Götter. Und dass Prajāpati belebte, deshalb ist Prajāpati der Atem; der Atem, das ist eben der Gāyatrī-Vers. Und dass jene Speise ist, das ist eben die Gottheit Viṣṇu; und was jener Saft ist, das ist der Udumbara.
so 'bravīt | ayaṃ vāva mā sarvasmātpāpmana udabhārṣīditi yadabravīdudabhārṣīnmeti tasmādupumbhara udumbharo ha vai tamudumbara ityācakṣate paro 'kṣam paro 'kṣakāmā hi devā uru me karaditi tasmādurukaramurukaraṃ ha vai tadulūkhalamityācakṣate paro 'kṣam paro 'kṣakāmā hi devāḥ saiṣā sarveṣām prāṇānāṃ yoniryadulūkhalaṃ śiro vai prāṇānāṃ yoniḥ
Er sprach: „Eben dieser hat mich aus allem Übel emporgehoben!“ – dass er sprach „er hat mich emporgehoben“ – daher „Udumbhara“; „Udumbhara“ nämlich nennen sie ja dieses Wort „Udumbara“ – verhüllt, denn verhüllt-Bezeichnendes lieben die Götter. „Er mache mir Weite!“ – daher „Urukara“; „Urukara“ nämlich nennen sie ja dieses Wort „Ulūkhala“ (Mörser) – verhüllt, denn verhüllt-Bezeichnendes lieben die Götter. Dies ist der Schoß aller Atemkräfte, was der Mörser ist, denn das Haupt ist ja der Schoß der Atemkräfte.
tatprādeśamātram bhavati | prādeśamātramiva hi śiraścatuḥsrakti bhavati catuḥsraktīva hi śiro madhye saṃgṛhītam bhavati madhye saṃgṛhītamiva hi śiraḥ
Er ist eine Spanne groß, denn gleichsam eine Spanne groß ist ja das Haupt. Er ist vierseitig, denn gleichsam vierseitig ist ja das Haupt. Er ist in der Mitte zusammengefasst, denn gleichsam in der Mitte zusammengefasst ist ja das Haupt.
Als ihn die Götter wieder zurechtmachten, legten sie ihm dies alles in die Mitte: Atem, Speise, Speisekraft; ebenso legt auch dieser Opferherr ihm eben dies hinein, am Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel – die Rippen sind ja die Retaḥsic-Ziegel, und die Mitte ist ja bei den Rippen; genau in der Mitte eben legt er ihm damit dies alles hinein.
„Schaue die Werke des Viṣṇu“ – Manneskraft ist ja das Werk; schaue die Manneskräfte – das ist gemeint. „Von dem aus er die Gelübde erspähte“ – Speise ist ja das Gelübde; von dem aus er die Speise erspähen ließ – das ist gemeint. „Er ist Indras verbundener Freund“ – er ist ja Indras verbundener Freund. Mit einer zweigottheitlichen Formel legt er sie hin, denn Mörser und Stößel sind zwei; er setzt sie einmal zusammen nieder, das macht sie gleich, denn gleich ist eben diese Speise. Nachdem er sie niedergesetzt hat, spricht er über dem Sūdadoha; dessen Bezug ist damit ausgesprochen.
Dann legt er den Feuertopf (Ukhā) hin – der Schoß ist ja der Feuertopf; eben den Schoß legt er damit hin. Unmittelbar auf den Mörser folgend legt er ihn hin – der Luftraum ist ja der Mörser; denn was auch immer über ihm ist, das ist eben der Luftraum, und in der Mitte ist eben der Luftraum; in der Mitte legt er damit den Schoß hin; deshalb ist bei allen Wesen der Schoß in der Mitte, auch bei den Bäumen.
yadvevokhāmupadadhāti | yo vai sa prajāpatirvyasraṃsasataiṣā sokheme vai lokā ukheme lokāḥ prajāpatistāmulūkhala upadadhāti tadenametasmintsarvasminpratiṣṭhāpayati prāṇe 'nna ūrjyatho etasmādevainametatsarvasmādanantarhitaṃ dadhāti
Und ferner, dass er den Feuertopf hinlegt: jener Prajāpati, der entkräftete, eben dieser ist der Feuertopf; diese Welten hier sind der Feuertopf, diese Welten sind Prajāpati. Unmittelbar auf den Mörser folgend legt er ihn hin; damit gründet er ihn in diesem allen: im Atem, in der Speise, in der Speisekraft; und unmittelbar folgend auf eben dieses alles legt er ihn damit hin.
Dann streut er, nachdem er gemahlenes Upaśayā-Mehl zu einem Welt-Anteil geformt hat, es im Osten vor dem Feuertopf hin; dies eben ist dessen Welt; und damit ist er unmittelbar ihr angeschlossen.
Dazu sagen sie: „Wie wird dieser Topf gekocht, gebrannt hingesetzt?“ – eben dadurch, dass er formelgemäß gemacht ist; und ferner: was auch immer an diesen Agni Vaiśvānara herankommt, das ist eben dadurch schon gekocht, gebrannt, hingesetzt.
dhruvāsi dharuṇeti | tasyokto bandhurito jajñe prathamamebhyo yonibhyo adhi jātavedā ityetebhyo hi yonibhyaḥ prathamaṃ jātavedā ajāyata sa gāyatryā triṣṭubhānuṣṭubhā ca devebhyo havyaṃ vahatu prajānannityetairvā eṣa candobhirdevebhyo havyaṃ vahati prajānan
„Du bist fest, ein Träger“ – dessen Bezug ist damit ausgesprochen. „Von hier wurde zuerst, aus diesen Schößen heraus, Jātavedas geboren“ – aus eben diesen Schößen wurde ja zuerst Jātavedas geboren. „Er soll mit dem Gāyatrī-, dem Triṣṭubh- und dem Anuṣṭubh-Vers den Göttern die Opfergabe fahren, sie erkennend“ – mit eben diesen Versmaßen fährt er ja den Göttern die Opfergabe, sie erkennend.
„Für Speisegenuss, für Reichtum ruhe dich aus“, „für Kraft, für Glanz, für Speisekraft, für Nachkommenschaft“ – für dieses alles ruhe dich aus – das ist gemeint. „Du bist Selbstherrscher, du bist Allherrscher“ – Selbstherrscher ist er ja, und Allherrscher. „Die beiden dem Sarasvat-Quell gehörigen Quellen sollen dich schützen“ – Manas ist ja Sarasvat, Vāc die fließende; diese beiden dem Sarasvat gehörigen Quellen sollen dich schützen – das ist gemeint. Mit zwei Versen legt er ihn hin; dessen Bezug ist damit ausgesprochen; und zweifach ist eben diese Gestalt: aus Ton und aus Wasser. Nachdem er ihn niedergesetzt hat, spricht er über dem Sūdadoha; dessen Bezug ist damit ausgesprochen.
Dann opfert er auf ihn hinein. Dies ist ja der Same, der zuvor in sie ausgegossen wurde, nämlich der Sand; eben dies bewirkt er damit; deshalb wird in den Schoß der ausgegossene Same eingebracht. Er opfert mit Schmalz, mit dem Opferlöffel, mit dem Svāhā-Ruf, mit zwei Āgneyī-Gāyatrī-Versen; dessen Bezug ist damit ausgesprochen.
agne yukṣvā hi ye tava | yukṣvā hi devahūtamāniti yuktavatībhyāmidamevaitadyonau reto yunakti tasmādyonau reto yuktaṃ na niṣpadyate
„Agni, schirre an, denn deine Rosse“, „schirre an, die götteranrufenden“ – mit den beiden anschirrenden Versen schirrt er eben damit den Samen im Schoß an; deshalb kommt der Same, wenn er im Schoß angeschirrt ist, nicht vorzeitig hervor.
sa yadi saṃvatsarabhṛtaḥ syāt | athābhijuhuyātsarvaṃ vai t adyatsaṃvatsarabhṛtaḥ sarvaṃ tadyadabhijuhītyatha yadyasaṃvatsarabhṛtaḥ syādupaiva tiṣṭhetāsarvaṃ vai tadyadasaṃvatsarabhṛto 'sarvaṃ tadyadupatiṣṭhate 'bhi tveva juhuyāt
Wenn sie ein Jahr alt ist, dann soll er auf sie hinein opfern; denn vollständig ist, was ein Jahr alt ist, vollständig ist, was er dann hineinopfert. Wenn sie aber nicht ein Jahr alt ist, dann soll er nur herantreten; denn unvollständig ist, was nicht ein Jahr alt ist, unvollständig ist, was er dann nur herantritt. Er soll dennoch hineinopfern.
paśureṣa yadagniḥ | so 'traiva sarvaḥ kṛtsnaḥ saṃskṛtastasyāvāṅ prāṇaḥ svayamātṛṇā śroṇī dviyajuḥ pṛṣṭayo retaḥsicau kīkasā viśvajyotiḥ kakudamṛtavye grīvā aṣāḍhā śiraḥ kūrmo ye kūrme prāṇā ye śīrṣanprāṇāste te
Ein Opfertier ist ja dies, was Agni ist; er ist hier eben ganz vollständig zurechtgemacht: sein unterer Atem ist das Svayamātṛṇā-Gras, die Hüfte der Dviyajus, die Rippen sind die beiden Retaḥsic-Ziegel, das Brustbein der Viśvajyotis, der Nackenhöcker die beiden Ṛtavya-Ziegel, der Hals der Aṣāḍhā, das Haupt die Schildkröte; welche Atemkräfte in der Schildkröte sind, das sind eben die Atemkräfte im Haupt.
Diesen eben schichtet er von hier an aufwärts, ostwärts gerichtet – jener Āditya ist ja dieser Agni; jenen Āditya legt er damit von hier an aufwärts, ostwärts gerichtet, hin; deshalb wird jener Āditya von hier an aufwärts, ostwärts gerichtet, gesetzt.
Dann lässt er ihn ringsum in derselben Richtung umlaufen; damit lässt er jenen Āditya ringsum umlaufen; deshalb umkreist jener Āditya diese Welten ringsum, stets in dieselbe Richtung.
Der Bauch-Mund ist der Mörser – der Schoß ist der Mörser, oben der Feuertopf; unten ist der Mörser, denn oben ist der Bauch, unten der Schoß. Das Glied ist der Stößel; dieser ist gleichsam rund, denn gleichsam rund ist ja das Glied. Diesen legt er südlich hin, denn südlich liegt ja der Stier bei der Frau. Was die Speise des zurechtgemachten Opfertiers ist, das ist der Dūrvā-Gras-Ziegel. Dessen obere Hälfte ist dabei erhöhter; ein Opfertier ist ja dies, was Agni ist; deshalb ist bei einem wohlgenährten Opfertier die obere Flanke erhabener.
paśuśīrṣāṇyupadadhāti | paśavo vai paśuśīrṣāṇi paśūnevaitadupadadhāti tānyukhāyāmupadadhātīme vai lokā ukhā paśavaḥ paśuśīrṣāṇyeṣu tallokeṣu paśūndadhāti tasmādima eṣu lokeṣu paśavaḥ
Er legt die Opfertier-Häupter hin – die Opfertiere sind ja die Opfertier-Häupter; eben die Opfertiere legt er damit hin. Er legt sie in den Feuertopf – diese Welten sind ja der Feuertopf, die Opfertiere sind die Opfertier-Häupter; in diese Welten legt er damit die Opfertiere hinein; deshalb sind diese Opfertiere in diesen Welten.
Und ferner, dass er sie in den Feuertopf legt: der Schoß ist ja der Feuertopf, die Opfertiere sind die Opfertier-Häupter; im Schoß gründet er damit die Opfertiere; deshalb nehmen die Opfertiere, gegessen, gekocht werdend, nicht ab, denn im Schoß gründet er sie ja.
yadveva paśuśīrṣāṇyupadadhāti | yā vai tāḥ śriya etāni tāni paśuśīrṣāṇyatha yāni tāni kusindhānyetāstāḥ pañca citayastadyāstāḥ pañca citaya ime te lokāstadye ta ime lokā eṣā sokhā tadyadukhāyām paśuśīrṣāṇyupadadhātyetaireva tacīrṣabhiretāni kusindhāni saṃdadhāti
Und ferner, dass er die Opfertier-Häupter hinlegt: was jene Herrlichkeiten sind, das sind eben diese Opfertier-Häupter; und was jene Kusindha-Gruppen sind, das sind die fünf Schichten. Diese fünf Schichten also sind diese Welten hier, und diese Welten hier sind eben der Feuertopf. Dass er also die Opfertier-Häupter in den Feuertopf legt: mit eben diesen Häuptern verbindet er diese Kusindha-Gruppen.
Er legt sie im Osten, westwärts gewandt, hin. Als damals Prajāpati diese Opfertiere umfassen wollte, wollten sie, im Begriff umfasst zu werden, entweichen; er ergriff sie zusammen in den Atemkräften; nachdem er sie zusammen in den Atemkräften ergriffen hatte, legte er sie sich im Osten, westwärts gewandt, in sich selbst hinein.
Dies eben wird nun getan: „Was die Götter damals taten, das nun“ – deshalb wollen diese Opfertiere ihm nicht entweichen. Dass er dies nun tut: „Was die Götter damals taten, das will ich tun“ so denkt er; und eben in den Atemkräften ergreift er sie zusammen und legt sie sich im Osten, westwärts gewandt, in sich selbst hinein.
yadveva paśuśīrṣāṇyupadadhāti | prajāpatirvā idamagra āsīdeka eva so 'kāmayatānnaṃ sṛjeya prajāyeyeti sa prāṇebhya evādhi paśūnniramimīta manasaḥ puruṣa cakṣuṣo 'śvam prāṇādgāṃ śrotrādaviṃ vāco 'jaṃ tadyadenānprāṇebhyo 'dhi niramimīta tasmādāhuḥ prāṇāḥ paśava iti mano vai prāṇānām prathamaṃ tadyatmanasaḥ puruṣaṃ niramimīta tasmādāhuḥ puruṣaḥ prathamaḥ paśūnāṃ vīryavattama iti mano vai sarve ghrāṇā manasi hi sarve prāṇāḥ pratiṣṭhitāstadyanmanasaḥ puruṣaṃ niramimīta tasmādāhuḥ puruṣaḥ sarve paśava iti puruṣasya hyevaite sarve bhavanti
Und ferner, dass er die Opfertier-Häupter hinlegt: Prajāpati war damals dies hier allein; er wünschte: „Ich möchte Speise erschaffen, mich fortpflanzen!“ Da bildete er, aus den Atemkräften heraus, die Opfertiere: aus dem Geist den Puruṣa, aus dem Auge das Pferd, aus dem Atem die Kuh, aus dem Gehör das Schaf, aus der Rede die Ziege. Dass er diese aus den Atemkräften heraus bildete, deshalb sagen sie: „Die Atemkräfte sind die Opfertiere“. Der Geist ist der erste der Atemkräfte; dass er aus dem Geist den Puruṣa bildete, deshalb sagen sie: „Der Puruṣa ist der erste, der kraftvollste der Opfertiere“. Der Geist ist alle Wahrnehmungen, denn im Geist sind alle Atemkräfte gegründet; dass er aus dem Geist den Puruṣa bildete, deshalb sagen sie: „Der Puruṣa ist alle Opfertiere“, denn eben dem Puruṣa gehören diese alle.
Nachdem er so diese Speise erschaffen hatte, legte er sie sich im Osten, westwärts gewandt, in sich selbst hinein; deshalb legt sich, wer auch immer Speise erschafft, sie sich eben im Osten, westwärts gewandt, in sich selbst hinein. Dies eben geschieht im Feuertopf; der Bauch ist ja der Feuertopf; in den Bauch legt er damit diese Speise hinein.
athaiṣu hiraṇyaśakalānpratyasyati | prāṇo vai hiraṇyamatha vā etebhyaḥ paśubhyaḥ saṃjñapyamānebhya eva prāṇā utkāmanti tadyaddhiraṇyaśakalānpratyasyati prāṇānevaiṣvetaddadhāti
Dann wirft er darauf Goldflitter – der Atem ist ja das Gold; und ferner, von diesen Opfertieren, während sie getötet werden, entweichen ja eben die Atemkräfte; dass er also Goldflitter darauf wirft, eben die Atemkräfte legt er ihnen damit hinein.
Sieben wirft er darauf – sieben sind ja die Häuptes-Atemkräfte; eben diese legt er ihm damit hinein. Wenn es aber fünf Opfertiere sind, soll er fünfmal je sieben darauf werfen; fünf nämlich legt er von diesen Opfertieren hin, und sieben Atemkräfte sind ja in jedem einzelnen Opfertier; damit legt er all diesen die Atemkräfte hinein.
Dazu werfen manche auch, wenn es nur ein Opfertier ist, dennoch fünfmal je sieben darauf, mit dem Gedanken: „Fünf nämlich legen wir von diesen Opfertieren hin, und sieben Atemkräfte sind ja in jedem einzelnen Opfertier; damit legen wir all diesen die Atemkräfte hinein.“ So sollte man es nicht tun; in diesem einen Opfertier ist ja die Gestalt aller Opfertiere; dass er also auf dieses wirft, damit legt er all diesen die Atemkräfte hinein.
mukhe prathamam pratyasyati | samyakṣravanti sarito na dhenā ityannaṃ vai dhenāstadidaṃ samyaṅmukhamabhisaṃsravatyantarhṛdā manasā pūyamānā ityantarvai hṛdayena manasā satānnam pūtaṃ ya ṛjustasya ghṛtasya dhārā abhicākaśīmīti yā evaitasminnagnāvāhutīrhoṣyanbhavati tā etadāha hiraṇyayo vetaso madhye agneriti ya evaiṣa hiraṇmayaḥ puruṣastametadāha
Zuerst wirft er in den Mund: „Recht strömen sie zusammen, wie Milchkühe“ – Speise sind ja die Milchkühe; damit strömt eben diese recht zum Mund zusammen. „Innerlich, durch Herz und Geist gereinigt“ – innerlich nämlich ist durch Herz und Geist die Speise gereinigt, die recht ist. „Dessen Schmalz-Strom erblicke ich“ – die Opfergüsse, die er in diesen Agni noch opfern wird, diese meint er damit. „Ein goldenes Rohr inmitten Agnis“ – diesen eben, den goldenen Puruṣa, meint er damit.
„Für den Ṛc-Vers dich hier“ – der Atem ist ja der Ṛc-Vers, denn mit dem Atem preist man. „Für den Glanz dich hier“ – der Atem ist ja der Glanz, denn mit dem Atem glänzt man; und für den Atem eben glänzt dies alles. „Für den Schein dich hier“, „für das Licht dich hier“ – scheinend nämlich sind diese lichtvollen beiden Augen geworden. „Das Ross-Kraftvolle dieses ganzen Wesens, des Agni Vaiśvānara, hier“ – Agni, durch das Licht lichtvoll, das Rukma-Blech durch den Glanz glanzvoll. Mit den beiden Viśvāvat-Versen – alles nämlich ist das Gehör.
atha puruṣaśīrṣamudgṛhṇāti | mahayatyevainadetatsahasradā asi sahasrāya tveti sarvaṃ vai sahasraṃ sarvasya dātāsi sarvasmai tvetyetat
Dann hebt er das Puruṣa-Haupt hoch – damit erhöht er es eben: „Du bist der Tausendfach-Geber, für tausendfachen Genuss dir“ – alles ist ja Tausend; du bist der Geber von allem, für alles dir – das ist gemeint.
Dann legt er sie hin: zuerst den Puruṣa; ihn legt er, mit Manneskraft ausgestattet, hin. In der Mitte den Puruṣa, ringsum die übrigen Opfertiere; damit legt er den Puruṣa als denjenigen hin, der in der Mitte der Opfertiere isst; deshalb ist eben der Puruṣa der, der in der Mitte der Opfertiere isst.
Pferd und Schaf nördlich; damit legt er diese beiden Opfertiere in dieser Himmelsrichtung hin; deshalb sind in dieser Himmelsrichtung diese beiden Opfertiere am zahlreichsten.
Kuh und Ziege südlich; damit legt er diese beiden Opfertiere in dieser Himmelsrichtung hin; deshalb sind in dieser Himmelsrichtung diese beiden Opfertiere am zahlreichsten.
Er legt den Puruṣa in Milch. Opfertiere sind ja die Milch; damit gründet er den Opferherrn in den Opfertieren. „Den Āditya-Keim salbe mit Milch“ – jener Āditya ist ja dieser Keim, der der Puruṣa ist; diesen salbe mit Milch – das ist gemeint. „Das Abbild des Tausendfachen, allgestaltig“ – der Puruṣa ist ja das Abbild des Tausendfachen, denn dem Puruṣa gehört ja das Tausend. „Umhülle, verletze nicht mit deiner Glut“ – umhülle ihn, verletze ihn nicht mit deiner Flamme – das ist gemeint. „Mache ihm hundert Lebensjahre, während er geschichtet wird“ – damit macht er den Puruṣa zum Hundertjährigen der Opfertiere; deshalb ist eben der Puruṣa der Hundertjährige der Opfertiere.
Dann legt er nördlich das Pferd hin: „Den Antrieb des Windes“ – der Antrieb des Windes ist ja dieses, was das Pferd ist. „Den Nabel des Varuṇa“ – varuṇisch ist ja das Pferd. „Geboren als das Kind, inmitten des Meeres“ – das Meer sind ja die Wasser, und im Wasser geboren ist ja das Pferd. „Das Gelbe der Flüsse, mit dem Berg als Grund“ – der Berg ist ja der Fels, und der Berg hat ja Wasser als Grund. „Agni, verletze ihn nicht, im höchsten Firmament“ – diese Welten sind ja das höchste Firmament; in diesen Welten verletze ihn nicht – das ist gemeint.
Dann legt er südlich die Kuh hin: „Den unaufhörlichen, rötlichen Indu“ – der Indu ist ja Soma; eben dieser Soma ist unaufhörlich, was die Kuh ist. „Den Träger“ – das ist gemeint. „Ich preise Agni, das Vorbewusstsein, mit Verehrungen“ – Agni-gehörig ist ja die Kuh, das Vorbewusstsein – das ist gemeint, denn man zieht Agni ostwärts gerichtet hervor, dient ihm ostwärts gerichtet. „Er, sich nach Gliedern, jahreszeitgemäß, zurechtmachend“ – wenn dieser hier geschichtet wird, macht er sich nach Gliedern, jahreszeitgemäß, zurecht. „Verletze nicht die Kuh, Aditi, die Herrschende“ – Virāj ist ja die Kuh; Speise ist ja Virāj, und Speise ist auch die Kuh.
athottarato 'vim | varūtrīṃ tvaṣṭurvaruṇasya nābhimiti vāruṇī ca hi tvāṣṭrī cāviraviṃ jajñānāṃ rajasaḥ parasmāditi śrotraṃ vai paraṃ rajo diśo vai śrotram paraṃ rajo mahīṃ sāhasrīmasurasya māyāmiti mahatīṃ sāhasrīmasurasya māyāmityetadagne mā hiṃsīḥ parame vyomannitīme vai lokāḥ paramaṃ vyomaiṣu lokeṣvenam mā hiṃsīrityetat
Dann legt er nördlich das Schaf hin: „Die Schützerin, des Tvaṣṭṛ, des Varuṇa Nabel“ – varuṇisch nämlich und tvaṣṭṛisch ist das Schaf. „Das Schaf, geboren aus dem fernsten Raum“ – das Gehör ist ja der fernste Raum, die Himmelsrichtungen sind das Gehör, der fernste Raum. „Die große, tausendfache Zauberkraft des Asura“ – die große, tausendfache Zauberkraft des Asura – das ist gemeint. „Agni, verletze nicht, im höchsten Firmament“ – diese Welten sind ja das höchste Firmament; in diesen Welten verletze ihn nicht – das ist gemeint.
atha dakṣiṇato 'jam | yo agniragneradhyajāyatetyagnirvā eṣo 'gneradhyajāyata śokātpṛthivyā u ta vā divasparīti yadvai prajāpateḥ śokādajāyata taddivaśca pṛthivyai ca śokādajāyata yena prajā viśvakarmā jajāneti vāgvā ajo vāco vai prajā viśvakarmā jajāna tamagne heḍaḥ pari te vṛṇaktviti yathaiva yajustathā bandhuḥ
Dann legt er südlich die Ziege hin: „Der Agni, der aus Agni geboren wurde“ – dieser Agni ist ja aus Agnis Glut geboren, und aus der Glut der Erde. „Und der aus des Himmels Glut geboren“ – was aus Prajāpatis Glut geboren wurde, das wurde aus der Glut des Himmels und der Erde geboren. „Durch den Allschöpfer, wodurch er die Geschöpfe zeugte“ – die Rede ist ja die Ziege; durch die Rede zeugte der Allschöpfer die Geschöpfe. „Möge dich, Agni, der Zorn umgehen“ – wie eben der Spruch, so ist auch dessen Bezug.
Diese sind die Opfertiere; getrennt legt er sie hin, getrennt setzt er sie nieder, getrennt spricht er über dem Sūdadoha, denn getrennt sind ja diese Opfertiere.
Dann opfert er auf das Puruṣa-Haupt hinein – die Opfergabe ist ja das Opfer; damit macht er den Puruṣa zum opferwürdigen der Opfertiere; deshalb opfert eben der Puruṣa für die Opfertiere.
yadvevainadabhijuhoti | śīrṣaṃstadvīryaṃ dadhātyājyena juhoti vajro vā ājyaṃ vīryaṃ vai vajro vīryamevāsminnetaddadhāti svāhākāreṇa vṛṣā vai svāhākāro vīryaṃ vai vṛṣā vīryamevāsminnetaddadhāti priṣṭubhā vajro vai triṣṭubvīryaṃ vai vajro vīryaṃ triṣṭubvīryeṇaivāsminnetadvīryaṃ dadhāti
Und ferner, dass er darauf hinein opfert: damit legt er dem Haupt die Manneskraft hinein. Er opfert mit Schmalz – der Donnerkeil ist ja das Schmalz, Manneskraft der Donnerkeil; eben Manneskraft legt er ihm damit hinein. Mit dem Svāhā-Ruf – der Stier ist ja der Svāhā-Ruf, Manneskraft der Stier; eben Manneskraft legt er ihm damit hinein. Mit dem Triṣṭubh-Vers – der Donnerkeil ist ja der Triṣṭubh-Vers, Manneskraft der Donnerkeil, Manneskraft der Triṣṭubh-Vers; eben mit Manneskraft legt er ihm damit diese Manneskraft hinein.
Er läuft dem Halbvers nach und spricht Svāhā – der Ṛc-Vers ist ja der Knochen; dies, das Haupt-Schädeldach, öffnend, legt er ihm damit die Manneskraft, die innerhalb des Hauptes ist, hinein.
Dann läuft er dem anderen Halbvers nach und spricht Svāhā; damit, indem er dieses Haupt-Schädeldach wieder zusammenfügt, legt er ihm die Manneskraft, die oberhalb des Hauptes ist, hinein.
„Bunt stieg das Angesicht der Götter empor“ – jener Āditya ist ja dieser Puruṣa; eben dieser steigt bunt empor. „Das Angesicht, das Auge Mitras, Varuṇas, Agnis“ – dieses ist ja beider, der Götter und der Menschen, Auge. „Er hat Himmel, Erde, Luftraum erfüllt“ – aufgehend erfüllt er ja diese Welten. „Die Sonne ist das Selbst des Bewegten und des Stehenden“ – dieser ist ja das Selbst von diesem allen, was sich bewegt und was steht.
Dann tritt er mit den Utsarga-Formeln heran – als damals Prajāpati diese Opfertiere umfassen wollte, grämten sie sich, im Begriff umfasst zu werden; von ihnen vertrieb er mit diesen Utsarga-Formeln den Gram, das Übel. Ebenso vertreibt auch dieser Opferherr von ihnen mit diesen Utsarga-Formeln den Gram, das Übel.
taddhaike | yaṃ-yameva paśumupadadhati | tasyātasya śucamutsṛjanti necucam pāpmānamabhyupadadhāmahā iti te ha te śucam pāpmānamabhyupadadhati yāṃ hi pūrvasya śucamutsṛjanti tāmuttareṇa sahopadadhati
Dazu werfen manche, bei jedem Opfertier, das sie hinlegen, jeweils dessen Gram ab, mit dem Gedanken: „Wir wollen nicht den Gram, das Übel, mit dazulegen.“ Sie legen aber eben doch den Gram, das Übel, mit dazu; denn den Gram, den sie beim vorhergehenden abwerfen, den legen sie mit dem nächstfolgenden zusammen hin.
viparikrāmamu haika upatiṣṭhante | ūrdhvāṃ śucamutsṛjāma iti te ha te śucam pāpmānamanūdyantyūrdhvo hyetena karmaṇaityūrdhvāmu śucamutsṛjanti
Manche treten auch im Umkreisen heran, mit dem Gedanken: „Wir wollen den Gram nach oben abwerfen.“ Sie tragen aber eben doch den Gram, das Übel, weiter, denn aufwärts geht es ja mit diesem Werk; sie werfen den Gram nur nach oben ab.
bāhyenaivāgnimutsṛjet | ime vai lokā eṣo 'gnirebhyastallokebhyo bahirdhā śucaṃ dadhāti bahirvedīyaṃ vai vedirasyai tadbahirdhā śucaṃ dadhātyudaṅ tiṣṭhannetasyāṃ ha diśyete paśavastadyatraite paśavastadevaiṣvetacucaṃ dadhāti
Man sollte den Gram außerhalb Agnis abwerfen; diese Welten sind ja dieser Agni; außerhalb dieser Welten legt er damit den Gram hin. Außerhalb der Vedi – die Vedi ist ja diese Erde; außerhalb ihrer legt er damit den Gram hin. Nordwärts stehend, in dieser Himmelsrichtung sind ja jene Opfertiere; wo also diese Opfertiere sind, dort eben legt er ihnen diesen Gram hinein.
puruṣasya prathamamutsṛjati | taṃ hi prathamamupadadhātīmam mā hiṃsīrdvipādam paśumiti dvipādvā eṣa paśuryatpuruṣastam mā hiṃsīrityetatsahasrākṣo medhāya cīyamāna iti hiraṇyaśakalairvā eṣa sahasrākṣo medhāyetyannāyetyetanmayum paśum medhamagne juṣasveti kimpuruṣo vai mayuḥ kimpuruṣamagne juṣasvetyetattena cinvānastanvo niṣīdetyātmā vai tanūstena cinvāna ātmānaṃ saṃskuruṣvetyetanmayuṃ te śugṛcatu yaṃ dviṣmastaṃ te śugṛcatviti tanmayau ca śucaṃ dadhāti yaṃ ca dveṣṭi tasmiṃśca
Zuerst wirft er den Gram des Puruṣa ab, denn diesen legt er ja zuerst hin: „Verletze nicht dieses zweifüßige Opfertier“ – zweifüßig ist ja dieses Opfertier, was der Puruṣa ist; verletze ihn nicht – das ist gemeint. „Tausendäugig, während er geschichtet wird, für den Opferlohn“ – mit den Goldflittern ist er ja tausendäugig, für den Opferlohn, für die Speise – das ist gemeint. „Den Mayu als Opfertier, als Opfergabe, Agni, nimm gern an“ – der Mayu (Waldmensch) ist ja der Kiṃpuruṣa; den Kiṃpuruṣa, Agni, nimm gern an – das ist gemeint. „Indem du dich damit zurechtmachst, setze dich am Körper nieder“ – das Selbst ist ja der Körper; indem du dich damit zurechtmachst, mache dein Selbst zurecht – das ist gemeint. „Den Mayu soll dein Gram treffen, und wen wir hassen, den soll dein Gram treffen“ – damit legt er den Gram auf den Mayu und auf den, den er hasst.
athāśvasya | imam mā hiṃsīrekaśapham paśumityekaśapho vā eṣa paśuryadaśvastam mā hiṃsīrityetatkanikradaṃ vājinaṃ vājineṣviti kanikrado vā eṣa vājyu vājineṣu gauramāraṇyamanu te diśāmīti tadasmai gauramāraṇyamanudiśati tena cinvānastanvo niṣīdeti tena cinvāna ātmānaṃ saṃskuruṣvetyetadgauraṃ te śugṛcatu yaṃ dviṣamastaṃ te śugṛcatviti tadgaure ca śucaṃ dadhāti yaṃ ca dveṣṭi tasmiṃśca
Dann für das Pferd: „Verletze nicht dieses einhufige Opfertier“ – einhufig ist ja dieses Opfertier, was das Pferd ist; verletze es nicht – das ist gemeint. „Das wiehernde, kraftvolle unter den Kraftvollen“ – wiehernd ist es ja, kraftvoll unter den Kraftvollen. „Den wilden Gaur-Wildesel weise ich dir zu“ – damit weist er ihm den wilden Gaur zu. „Indem du dich damit zurechtmachst, setze dich am Körper nieder, indem du dich damit zurechtmachst, mache dein Selbst zurecht“ – das ist gemeint. „Den Gaura soll dein Gram treffen, und wen wir hassen, den soll dein Gram treffen“ – damit legt er den Gram auf den Gaura und auf den, den er hasst.
atha goḥ | imaṃ sāhasraṃ śatadhāramutmamiti sāhasro vā eṣa śatadhāra utso yadgaurvyacyamānaṃ sarirasya madhya itīme vai lokāḥ sariramupajīvyamānameṣu lokeṣvityetadvṛtaṃ duhānāmaditiṃ janāyeti ghṛtaṃ vā eṣāditirjanāya duhe 'gne mā hiṃsīḥ parame vyomannitīme vai lokāḥ paramaṃ vyomaiṣu lokeṣvenam mā hiṃsīrityetadgavayamāraṇyamanu te diśāmīti tadasmai gavayamāraṇyamanudiśati tena cinvānastanvo niṣīdeti tena cinvāna ātmānaṃ saṃskuruṣvetyetadgavayaṃ te śugṛcatu yaṃ dviṣāstaṃ te śugṛcatviti tadgavaye ca śucaṃ dadhāti yaṃ ca dveṣṭi tasmiṃśca
Dann für die Kuh: „Diesen tausendfachen, hundertströmigen Quell“ – tausendfach, hundertströmig ist ja dieser Quell, was die Kuh ist. „Sich ausbreitend inmitten des Meeres“ – diese Welten sind ja das Meer, davon man lebt, in diesen Welten. „Schmalz melkend, für die Nachkommenschaft die Aditi“ – Schmalz melkt ja diese Aditi für die Nachkommenschaft. „Agni, verletze nicht, im höchsten Firmament“ – diese Welten sind ja das höchste Firmament; in diesen Welten verletze sie nicht – das ist gemeint. „Den wilden Gavaya-Wildochsen weise ich dir zu“ – damit weist er ihr den wilden Gavaya zu. „Indem du dich damit zurechtmachst, setze dich am Körper nieder, indem du dich damit zurechtmachst, mache dein Selbst zurecht“ – das ist gemeint. „Den Gavaya soll dein Gram treffen, und wen wir hassen, den soll dein Gram treffen“ – damit legt sie den Gram auf den Gavaya und auf den, den sie hasst.
athāveḥ | imamūrṇāyumityūrṇāvalimityetadvaruṇasya nābhimiti vāruṇo hyavistvacam paśūnāṃ dvipadāṃ catuṣpadāmityubhayeṣāṃ haiṣa paśūnāṃ tvagdvipadāṃ ca catuṣpadāṃ ca tvaṣṭuḥ prajānām prathamaṃ janitramityetaddha tvaṣṭā prathamaṃ rūpaṃ vicakārāgne mā hiṃsīḥ parame vyomannitīme vai lokāḥ paramaṃ vyomaiṣu lokeṣvenam mā hiṃsīrityetaduṣṭramāraṇyamanu te diśāmīti tadasmā uṣṭramāran\yamanudiśati tena cinvānastanvo niṣīdeti tena cinvāna ātmānaṃ saṃskuraṣvetyetaduṣṭraṃ te śugṛcatu yaṃ dviṣmastaṃ te śugṛcatviti taduṣṭre ca śucaṃ dadhāti yaṃ ca dveṣṭi tasmiṃśca
Dann für das Schaf: „Dieses wollhaarige Tier“ – wollreich – das ist gemeint. „Den Nabel des Varuṇa“ – varuṇisch ist ja das Schaf. „Die Haut der zweifüßigen und vierfüßigen Opfertiere“ – diesem gehört ja die Haut beider, der zweifüßigen und der vierfüßigen Opfertiere. „Des Tvaṣṭṛ der Geschöpfe erstes Erzeugnis“ – diese erste Gestalt formte ja Tvaṣṭṛ. „Agni, verletze nicht, im höchsten Firmament“ – diese Welten sind ja das höchste Firmament; in diesen Welten verletze es nicht – das ist gemeint. „Das wilde Uṣṭra-Wildkamel weise ich dir zu“ – damit weist er ihm das wilde Uṣṭra zu. „Indem du dich damit zurechtmachst, setze dich am Körper nieder, indem du dich damit zurechtmachst, mache dein Selbst zurecht“ – das ist gemeint. „Das Uṣṭra soll dein Gram treffen, und wen wir hassen, den soll dein Gram treffen“ – damit legt er den Gram auf das Uṣṭra und auf den, den er hasst.
athājasya | ajo hyagnerajaniṣṭa śo kāditi yadvai prajāpateḥ śokādajāyata tadagneḥ śokādajāyata so apaśyajjanitāramagra iti prajāpatirvai janitā so paśyatprajāpatimagra ityetattena devā devatāmagra āyanniti vāgvā ajo vāco vai devā devatāmagramāyaṃstena rohamāyannupa medhyāsa iti svargo vai loko rohastena svargaṃ lokamāyunnupa medhyāsa ityetacarabhamāraṇyamanu te diśāmīti tadasmai śarabhamāraṇyamanudiśati tena cinvānastanvo niṣīdeti tena cinvāna ātmānaṃ saṃskuruṣvetyetacarabhaṃ te śugṛcatu yaṃ dviṣmastaṃ te śugṛcatviti tacarabhe ca śucaṃ dadhāti yaṃ ca dveṣṭi tasmiṃśca
Dann für die Ziege: „Die Ziege wurde ja aus Agnis Glut geboren“ – was aus Prajāpatis Glut geboren wurde, das wurde aus Agnis Glut geboren. „Sie sah zuerst den Erzeuger“ – Prajāpati ist ja der Erzeuger; sie sah zuerst Prajāpati – das ist gemeint. „Durch sie gelangten die Götter zuerst zur Gottheit“ – die Rede ist ja die Ziege; durch die Rede gelangten die Götter zuerst zur Gottheit. „Durch sie gelangten sie zum Aufstieg, mögest du geweiht sein“ – der Aufstieg ist ja die himmlische Welt; durch sie gelangten sie zur himmlischen Welt, mögest du geweiht sein – das ist gemeint. „Das wilde Śarabha-Wildtier weise ich dir zu“ – damit weist er ihr das wilde Śarabha zu. „Indem du dich damit zurechtmachst, setze dich am Körper nieder, indem du dich damit zurechtmachst, mache dein Selbst zurecht“ – das ist gemeint. „Das Śarabha soll dein Gram treffen, und wen wir hassen, den soll dein Gram treffen“ – damit legt sie den Gram auf das Śarabha und auf den, den sie hasst.
tadāhuḥ | yāṃ vai tatprajāpatireteṣām paśūnāṃ śucam pāpmānamapāhaṃsta ete pañca paśavo 'bhavaṃsta eta utkrāntamedhā amedhyā ayajñiyāsteṣām brāhmaṇo nāśnīyāttānetasyāṃ diśi dadhāti tasmādetasyāṃ diśi parjanyo na varṣuko yatraite bhavanti
Dazu sagen sie: „Der Gram, das Übel, das Prajāpati damals von diesen Opfertieren auf die Wildtiere abwarf, diese fünf Wildtiere wurden dadurch weihelos, unrein, opferunwürdig; von ihnen soll ein Brahmane nicht essen.“ Diese legt er in dieser Himmelsrichtung hin; deshalb regnet Parjanya in dieser Himmelsrichtung, wo diese sind, nicht.
Zurückgekehrt tritt er zu Agni heran. Dies eben macht er wieder ungeschehen, dass etwas am geschichteten Agni außerhalb der Vedi geschah; für ihn eben verhüllt er dies damit, zur Nicht-Verletzung. Mit dem Āgneyī-Vers verhüllt er dies eben für Agni. Mit dem Gāyatrī-Vers – gāyatrisch ist Agni; wie groß Agni ist, wie groß dessen Maß ist, in eben diesem Maße verhüllt er ihm dies. Mit dem unausgesprochenen Vers – alles ist ja unausgesprochen; mit allem eben verhüllt er ihm dies. Mit dem Yaviṣṭha-haltigen Vers – dies eben ist seine liebe Stätte, dass er der Jüngste (Yaviṣṭha) ist; denn was geboren wurde, das hat dies alles bewegt, deshalb Yaviṣṭha.
tvaṃ yaviṣṭha dāśuṣa iti | yajamāno vai dāśvānnṛḥ pāhīti manuṣyā vai naraḥ śṛṇudhī gira iti śṛṇu na imāṃ stutimityetadrakṣā tokamuta tmaneti prajā vai tokaṃ rakṣa prajāṃ cātmānaṃ cetyetat
„Du, Jüngster, dem Opfernden“ – der Opferherr ist ja der Opfernde. „Beschütze die Männer“ – die Menschen sind ja die Männer. „Höre die Lieder“ – höre uns dieses Loblied – das ist gemeint. „Beschütze die Nachkommenschaft und dich selbst“ – die Nachkommenschaft ist ja die Nachkommenschaft; beschütze die Nachkommenschaft und dich selbst – das ist gemeint.
Nachdem er Agni bestiegen hat, geht er hinten um das Svayamātṛṇā-Gras herum und legt die Apasyā-Ziegel (Wasser-Ziegel) hin – diese sind Wasser, was die Apasyā-Ziegel sind; und ferner, von diesen Opfertieren ist ja das Wasser entwichen; dass er also die Apasyā-Ziegel hinlegt, eben diesen Opfertieren legt er damit das Wasser hinein. Unmittelbar auf die Opfertiere folgend legt er sie hin; unmittelbar folgend legt er damit den Opfertieren das Wasser hinein. Je fünf legt er hin, denn fünf sind ja diese Opfertiere; überall legt er sie hin; überall eben legt er ihnen damit das Wasser hinein.
tadyāḥ pañcadaśa pūrvāḥ | tā apasyā vajro vā āpo vajraḥ pañcadaśastasmāṃdyenāpo yantyapaiva tatra pāpmānaṃ ghnanti vajro haiva tasyārdhasya pāpmānamapahanti tasmādvarṣatyaprāvṛto vrajedayam me vajraḥ pāpmānamapahanaditi
Die fünfzehn früheren Ziegel sind die Apasyā – der Donnerkeil ist ja das Wasser, der Donnerkeil ist fünfzehnfach; deshalb: wohin die Wasser gehen, dort eben schlagen sie das Übel; ein Donnerkeil eben vertreibt das Übel von der einen Hälfte. Deshalb kann man, wenn es regnet, unbedeckt gehen, mit dem Gedanken: „Dieser mein Donnerkeil vertreibt das Übel.“
Die fünf späteren Ziegel aber sind die Chandasyā (Vers-Ziegel) – Opfertiere sind ja die Versmaße, Speise sind die Opfertiere, und Fleisch ist eben Opfertier; und ferner, von diesen Opfertieren ist ja das Fleisch entwichen; dass er also die Chandasyā-Ziegel hinlegt, eben diesen Opfertieren legt er damit das Fleisch hinein. Unmittelbar auf die Opfertiere folgend legt er sie hin; unmittelbar folgend legt er damit den Opfertieren das Fleisch hinein. Innen sind die Apasyā, außen die Chandasyā, denn innen ist das Wasser, außen das Fleisch.
tadāhuḥ | yadimā āpa etāni māṃsānyatha kva tvakvva lometyannaṃ vāva paśostvagannaṃ loma tadyaccandasyā upadadhāti saiva paśostvaktallomātho yānyamūnyukhāyāmajalomāni tāni lomāni bāhyokhā bhavatyantarāṇi paśuśīrṣāṇi bāhyāni hi lomānyantara ātmā yadītareṇa yadītareṇeti ha smāha śāṇḍilyaḥ sarvāneva vayaṃ kṛtsnānpaśūntsaṃskurma iti
Dazu sagen sie: „Wenn dies die Wasser sind, dies das Fleisch, wo ist dann die Haut, wo das Haar?“ – Speise ist ja die Haut, das Haar des Opfertiers, die Speise; dass er also die Chandasyā-Ziegel hinlegt, eben das ist die Haut, das Haar des Opfertiers. Und die Ziegenhaare, die im Feuertopf sind, diese Haare sind es; außen ist der Feuertopf, innen die Opfertier-Häupter; denn außen ist das Haar, innen das Selbst. Ob mit dem einen, ob mit dem anderen Ritual – so pflegte Śāṇḍilya zu sagen: „Wir machen ohnehin alle Opfertiere vollständig zurecht.“
Und ferner, dass er die Apasyā-Ziegel hinlegt: von dem entkräfteten Prajāpati kamen Wasser; in diese sank er ein; weil er einsank, daher [heißen sie] Viṃśati (Zwanzig) [Anm.: Wortspiel viśat/viṃśati, Bezug im Quelltext knapp formuliert]. Diese flossen ihm von seinen Fingern herab; die Finger sind ja das Ende; eben von diesem Ende her kamen ihm diese Wasser.
sa yaḥ sa prajāpatirvyasraṃsata | ayameva sa yo 'yamagniścīyate 'tha yā asmāttā āpa āyannetāstā apasyāstadyadetā upadadhāti yā evāsmāttā āpa āyaṃstā asminnetatpratidadhāti tasmādetā atropadadhāti
Er, der jener Prajāpati war, der entkräftete: eben dieser ist es, der als dieser Agni geschichtet wird; und jene Wasser, die ihm damals kamen, das sind eben diese Apasyā-Ziegel. Dass er sie also hier hinlegt: eben jene Wasser, die ihm kamen, legt er ihm damit wieder hinein; deshalb legt er sie hier hin.
„Dich setze ich auf den Schaum der Wasser“ – der Wind ist ja der Schaum der Wasser; denn wenn dieser hierhin und dorthin weht, dann gehen die Wasser; in den Wind setzt er sie.
„Dich setze ich auf die Feuchtigkeit der Wasser“ – die Pflanzen sind ja die Feuchtigkeit der Wasser; denn wo die Wasser feuchten und stehen bleiben, dort entstehen die Pflanzen; in die Pflanzen setzt er sie.
„Dich setze ich auf den Weg der Wasser“ – diese Erde ist ja der Weg der Wasser; denn auf ihr gehen die Wasser; auf sie setzt er sie. Jene Wasser also, die ihm aus diesen Gestalten kamen, die legt er ihm damit wieder hinein; und eben diese Gestalten legt er ihm damit hinein.
samudre tvā sadane sādayāmīti | mano vai samudrā manaso vai samudrādvācābhryā devāstriyīṃ vidyāṃ nirakhanaṃstadeṣa śloko 'bhyukto ye samudrānnirakhanandevāstīkṣṇābhirabhribhiḥ sudevo adya tadvidyādyatra nirvapaṇaṃ dadhuriti manaḥ samudro vāktīkṣṇābhristrayī vidyā nirvapaṇametadeṣa śloko 'bhyukto manasi tāṃ sādayati
„Dich setze ich in den Sitz des Meeres“ – der Geist ist ja das Meer; aus dem Geist, dem Meer, gruben die Götter mit der Rede, den Hacken, das dreifache Wissen heraus. Dazu wird dieser Vers zitiert: „Die Götter, die mit scharfen Hacken die Meere aushuben - ein guter Gott möge heute wissen, wo sie den Auswurf hinlegten“ – der Geist ist das Meer, die Rede die scharfen Hacken, das dreifache Wissen der Auswurf – dazu wird dieser Vers zitiert. In den Geist setzt er sie.
„Dich setze ich in die Wohnstatt der Wasser“ – das Auge ist ja die Wohnstatt der Wasser, denn dort wohnen ja immer die Wasser; in das Auge setzt er sie.
„Dich setze ich in die Versammlung der Wasser“ – das Gehör ist ja die Versammlung der Wasser; in das Gehör setzt er sie. Jene Wasser also, die ihm aus diesen Gestalten kamen, die legt er ihm damit wieder hinein; und eben diese Gestalten legt er ihm damit hinein.
apāṃ tvā sadane sādayāmīti | dyaurvā apāṃ sadanaṃ divi hyāpaḥ sannā divi tāṃ sādayati
„Dich setze ich in den Sitz der Wasser“ – der Himmel ist ja der Sitz der Wasser, denn im Himmel sind ja die Wasser gesetzt; in den Himmel setzt er sie.
„Dich setze ich in den Trank der Wasser“ – die Speise ist ja der Trank der Wasser; in die Speise setzt er sie. Jene Wasser also, die ihm aus diesen Gestalten kamen, die legt er ihm damit wieder hinein; und eben diese Gestalten legt er ihm damit hinein.
„Dich setze ich mit dem Gāyatrī-Versmaß“, „dich setze ich mit dem Triṣṭubh-Versmaß“, „dich setze ich mit dem Jagatī-Versmaß“, „dich setze ich mit dem Anuṣṭubh-Versmaß“, „dich setze ich mit dem Pāṅkta-Versmaß“. Jene Wasser also, die ihm aus diesen Versmaßen kamen, die legt er ihm damit wieder hinein; und eben diese Versmaße legt er ihm damit hinein.
Diese also sind die Finger; sie legt er überall hin, denn überall sind ja diese Finger; an den Enden legt er sie hin, denn an den Enden sind ja diese Finger; vierfach legt er sie hin, denn vierfach sind ja diese Finger; je fünf legt er sie hin, denn je fünf sind ja diese Finger; getrennt legt er sie hin, denn getrennt sind ja diese Finger; jeweils einzeln setzt er sie nieder, das macht sie gleich; deshalb sind sie gleich verbunden.