Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 5

Anuvāka 2 Sprüche um Kraft, Segen und Gedeihen, mit Bitten an Indra sowie Ablehnung von Rivalen und Verteilung des Anteils.

bṛhato mā vājena vājaya

Mit der Stärke des Bṛhat [Sāman] stärke mich!

vāmadevasya mā vājena vājaya

Mit der Stärke des Vāmadevya stärke mich!

rathantarasya mā vājena vājaya

Mit der Stärke des Rathantara stärke mich!

juṣṭe juṣṭiṃ te gameyam

Du Gefällige, zu deiner Gunst möge ich gelangen.

upahūta upahavaṃ te 'śīya

Du Herbeigerufene, deine Anrufung möge ich erlangen.

suhavām ehi saha prajayā saha rāyaspoṣeṇa ‖

Du gut Anzurufende, komm her, mit Nachkommenschaft, mit Gedeihen an Reichtum!

asmāsv indra indriyaṃ dadhātv asmān rāyo maghavānas sacantām |

Indra soll uns Indra-Kraft verleihen; uns sollen die Reichtümer folgen, ihr freigebigen Herren!

asmākam̐ santv āśiṣaḥ ‖

Unser sollen die Segenswünsche sein.

āśīr ma ūrjam uta suprajāstvam iṣaṃ dadhātu draviṇam̐ savarcasam |

Der Segenswunsch soll mir Kraft, gute Nachkommenschaft, Labung und glanzvolles Gut verleihen.

saṃjayan kṣetrāṇi sahasāham indra kurvāṇo anyām̐ adharān sapatnān ‖

Ich, die Felder gewinnend, Indra, mit Gewalt, mache andere Rivalen zu Unteren [?].

brahma tejo me pinvasva

Lass mir das heilige Wort und den Glanz anschwellen!

kṣatram ojo me pinvasva

Lass mir Herrschaft (kṣatra) und Kraft anschwellen!

prajāṃ vṛṣṭiṃ me pinvasva

Lass mir Nachkommenschaft und Regen anschwellen!

paśūn viśaṃ me pinvasva

Lass mir Vieh und Volk anschwellen!

iṣam ūrjaṃ me pinvasva ‖

Lass mir Labung und Kraft anschwellen!

mayi tyad indriyaṃ mahan mayi dyumna uta kratuḥ |

In mir sei jene große Indra-Kraft, in mir Glanz und Tatkraft.

triśug gharmas sadam in me vibhāti virāḍ jyotiṣā saha ‖

Der dreifach lodernde Gharma-Trank leuchtet stets für mich, die Virāj mit dem Licht.

tasya doham aśīya

Ihren Melkertrag möge ich erlangen.

bradhna pinvasva

Du Rötlicher [bradhna, Sonne?], schwill an!

kalpantāṃ diśo yajamānasyāyuṣe

Die Himmelsrichtungen sollen sich fügen zum Leben des Opferherrn.

dadato me mā kṣāyi

Dem Gebenden soll nichts von mir abnehmen [?].

kurvato me mopadasat

Dem Tätigen soll mir nichts schwinden.

bhajatāṃ bhāgī

Unter denen, die teilhaben, sei der Teilhaber.

mābhāgo bhakta

Ohne Anteil sei niemand ausgeschlossen [?].

ye brāhmaṇās somyās teṣām idam̐ havir nāsomyasyāpy asti

Dieses Opfer gehört den Brahmanen, die Soma-fähig sind; nichts davon gehört dem Nicht-Soma-fähigen.

nirbhakto yaṃ dviṣmaḥ ‖

Ausgeschlossen sei der, den wir hassen.