iṣṭo yajño bhṛgubhir draviṇodā yatibhir āśīrvām̐ atharvabhiḥ ‖
Geopfert ist das Opfer von den Bhṛgus, gutverleihend von den Yatis, segenreich von den Atharvans.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 5
iṣṭo yajño bhṛgubhir draviṇodā yatibhir āśīrvām̐ atharvabhiḥ ‖
Geopfert ist das Opfer von den Bhṛgus, gutverleihend von den Yatis, segenreich von den Atharvans.
tasya yajñasyeṣṭasya sviṣṭasya draviṇaṃ māgacchatu
Von diesem geopferten, wohlgeopferten Opfer soll Gut zu mir kommen.
aṅgiraso me 'sya yajñasya prātaranuvākair ahauṣus
Die Aṅgiras haben für mich dieses Opfer mit den Morgen-Rezitationen [prātaranuvāka] geopfert.
vasur yajñas
Das Opfer ist Gut [vasu].
vasumān yajñas
Das Opfer ist gutreich.
vasu vasīya
Gut möge ich erlangen.
vasumanto bhūyāsma
Gutreich wollen wir werden.
tasya yajñasya vasor vasumato vasu māgacchatu
Von diesem Opfer, das Gut ist und gutreich, soll Gut zu mir kommen.
somo retodhās tasyāhaṃ devayajyayā suretodhā reto dhiṣīya
Soma ist der Samenverleiher; durch seine Götterverehrung möge ich, ein guter Samenspender, Samen empfangen [?].
tvaṣṭā rūpāṇāṃ vikartā tasyāhaṃ devayajyayā viśvarūpaṃ priyaṃ puṣeyam
Tvaṣṭṛ ist der Gestalter der Gestalten; durch seine Götterverehrung möge ich Vielgestaltiges, Liebes gedeihen lassen.
devānāṃ patnīr agnir gṛhapatir mithunaṃ yajamānasya tayor ahaṃ devayajyayā mithunena prajaniṣīyāyuṣe varcase rāyaspoṣāya suprajastvāya ‖
Die Gattinnen der Götter und Agni, der Hausherr, sind das Paar des Opferherrn; durch deren Götterverehrung möge ich mich als Paar fortpflanzen, zu Lebensdauer, Glanz, Gedeihen an Reichtum und guter Nachkommenschaft.
saṃ patnī patyā sukṛteṣu gacchatāṃ yajñasya yuktau dhuryā abhūtām |
Die Gattin soll mit dem Gatten in den guten Werken zusammengehen; beide sind Deichseltiere des Opfers, ins Joch gespannt, geworden.
āprīṇānau vijahatā arātiṃ dive jyotir uttamam ārabhethām ‖
Einander erfreuend, mögt ihr die Missgunst abstreifen und im Himmel das höchste Licht erreichen.
svāhā svāheṣṭibhyas
Svāhā, svāhā den Opfern [iṣṭi],
vaṣaḍ aniṣṭebhyas
vaṣaṭ den nicht Geopferten [?],
bhiṣajau sviṣṭyai svāhā
ihr beiden Ärzte, dem Wohlopfern, svāhā!
niṣkṛtir duriṣṭyai svāhā ‖
Wiedergutmachung dem schlecht Geopferten, svāhā!
devebhyas tanūbhyas svāhā ‖
Den Göttern, den Leibern [?], svāhā!
ayāś cāgne 'sy anabhiśastiś ca satyam it tvam ayā asi |
Agni, du bist der Ayās und der von Fluch Freie; wahrhaftig, du bist Ayās [Anm.: ayās vermutlich „der Rastlose“ bzw. „Zuflucht“; unsicher].
ayās san manasā kṛto 'yās san havyam ūhiṣe
Als Ayās bist du im Geist geschaffen; als Ayās trägst du die Opfergabe.
ayā no dhehi bheṣajam ‖ svāhā
Als Ayās verleih uns Heilmittel! Svāhā!
sarasvatyai veśabhaginyai svāhā ‖
Sarasvatī, der Anteilinhaberin am Haus [veśabhaginī, ?], svāhā!
yā sarasvatī veśabhaginī tasyā no rāsva tasyās te bhaktivāno bhūyāsma
Die Sarasvatī, die Anteilinhaberin am Haus [?] ist, von ihr gib uns; deines Anteils sollen wir teilhaftig werden.
yajñasya tvā pramayābhimayonmayā pratimayā parigṛhṇāmi
Dich fasse ich ringsum mit dem Maß des Opfers, dem Vor-, Hin-, Auf- und Gegenmaß [?].
vedo 'si
Du bist Veda [Anm.: Veda hier: Wissen bzw. Besitz; auch Büschel heiliger Gräser].
vittir asi
Du bist Erwerb.
vedase tvā
Dich für das Wissen [Besitz].
vedo me vinda
Finde mir Wissen!
videya ‖
Möge ich (es) finden.
ghṛtavantaṃ kulāyinaṃ rāyaspoṣam̐ sahasriṇam |
Ein butterreiches, nestreiches [kulāyin, ?], tausendfaches Gedeihen an Reichtum.
vedo vājaṃ dadātu me vedo vīraṃ dadātu me ‖
Veda soll mir Stärke geben, Veda soll mir einen Helden [Sohn] geben.
vṛṣā vṛṣaṇvatībhyo vedapatnībhyo bhava ‖
Sei ein Stier für die stierhaften Veda-Gattinnen!