Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 5

Anuvāka 6 Der Opferherr ergreift den Opferbereich, Abwehr der Opferstörer nach den drei Welten, Schlussvers und Ende des fünften Sthānaka.

devāñ janam agan yajñas

Das Opfer ist zu den Göttern, zu den Menschen [?] gegangen.

tato mā yajñasyāśīr āgacchatu

Von dort soll mir der Segenswunsch des Opfers zukommen.

pitṝn sarpān gandharvān apa oṣadhīḥ pañca janāñ janam agan yajñas

Zu den Vätern, den Schlangen, den Gandharvas, den Wassern und Pflanzen, zu den fünf Stämmen, zu den Menschen ist das Opfer gegangen [?].

tato mā yajñasyāśīr āgacchatu

Von dort soll mir der Segenswunsch des Opfers zukommen.

pañcānāṃ tvā vātānāṃ dhartrāya gṛhṇāmi

Dich ergreife ich zur Stütze der fünf Winde.

pañcānāṃ tvā salilānāṃ dhartrāya gṛhṇāmi

Dich ergreife ich zur Stütze der fünf Fluten.

pañcānāṃ tvā pṛṣṭhānāṃ dhartrāya gṛhṇāmi

Dich ergreife ich zur Stütze der fünf Pṛṣṭha-Sāmans.

pañcānāṃ tvā diśāṃ dhartrāya gṛhṇāmi

Dich ergreife ich zur Stütze der fünf Himmelsrichtungen.

pañcānāṃ tvā pañcajanānāṃ dhartrāya gṛhṇāmi

Dich ergreife ich zur Stütze der fünf Stämme [pañcajanāḥ].

āśiṣo yajamānasya

Die Segenswünsche gehören dem Opferherrn.

caros tvā pañcabilasya dhartrāya gṛhṇāmi

Dich ergreife ich zur Stütze des Caru mit fünf Öffnungen [Anm.: Caru: Opferbrei im Topf].

dhāmāsi priyaṃ devānām

Du bist der Wohnsitz, den Göttern lieb.

anādhṛṣṭaṃ devayajanam

Unangetastet ist die Opferstätte der Götter.

devatābhis tvā devatābhyo gṛhṇāmi ‖

Dich ergreife ich mit den Gottheiten für die Gottheiten.

ye devā yajñahano yajñamuṣaḥ pṛthivyām adhyāsate |

Die Götter, die das Opfer schlagen [stören] und das Opfer stehlen, die auf der Erde sitzen —

agnir mā tebhyo rakṣatu gacchema sukṛto vayam ‖

Agni soll mich vor ihnen schützen; wir wollen als Gutes-Getan-Habende gehen.

yās te rātrayas savitar devayānīs sahasrayajñam abhisaṃbabhūvuḥ |

Die Nächte, Savitṛ, die zu den Göttern führen, die dein tausendfaches Opfer erreicht [umfasst] haben —

gṛhaiś ca sarvaiḥ prajayā nv agre svo ruhāṇās taratā rajām̐si ‖

mit allen Häusern und mit Nachkommenschaft, zuerst zum Himmelslicht aufsteigend, durchquert die Dunstkreise [rajas]!

ye devā yajñahano yajñamuṣo 'ntarikṣe 'dhyāsate |

Die Götter, die das Opfer schlagen und stehlen, die im Luftraum sitzen —

vāyur mā tebhyo rakṣatu gacchema sukṛto vayam ‖

Vāyu soll mich vor ihnen schützen; wir wollen als Gutes-Getan-Habende gehen.

āganma mitrāvaruṇā vareṇyaṃ rātrīṇāṃ bhāgo yuvayor yo asti |

Wir sind gekommen, Mitra und Varuṇa, zu dem Erwünschten, dem Anteil der Nächte, der euch beiden gehört.

nākaṃ gṛhṇānās sukṛtasya loke tṛtīye pṛṣṭhe adhi rocane divaḥ ‖

Den Himmelsvorbau ergreifend, in der Welt der guten Tat, auf dem dritten Rücken, im Lichtraum des Himmels.

ye devā yajñahano yajñamuṣo divy adhyāsate |

Die Götter, die das Opfer schlagen und stehlen, die im Himmel sitzen —

sūryo mā tebhyo rakṣatu gacchema sukṛto vayam ‖

Sūrya soll mich vor ihnen schützen; wir wollen als Gutes-Getan-Habende gehen.

yenendrāya samabharan payām̐sy uttamena haviṣā jātavedaḥ |

Womit sie für Indra die Milchgüsse zusammentrugen, mit dem höchsten Opfergut, Jātavedas —

tenāgne tvam uta vardhayemam̐ sujātānām̐ śraiṣṭhya ādhehy enam ‖

damit, Agni, lass auch du diesen hier wachsen; setze ihn in die Vorrangstellung unter den Wohlgeborenen!

gomām̐ agne 'vimām̐ aśvī yajño nṛvatsakhā sadam id apramṛṣyaḥ |

Rinderreich, Agni, schafreich, rossreich sei das Opfer, mit Männern als Freunden, stets unantastbar.

iḍāvām̐ eṣo asura prajāvān dīrgho rayiḥ pṛthubudhnas sabhāvān ‖

Dieses hier, Asura [Herr], hat Iḍā [Labung], Nachkommen; lang ist der Reichtum, breitgründig, mit Versammlung.

agne vratapate vratam acāriṣam

Agni, Herr der Gelübde, ich habe das Gelübde geübt.

iti śrīyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyām iṭhimikāyāṃ yajamānaṃ nāma pañcamaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖

Hiermit ist im glückverheißenden Yajus der Kāṭhaka-Schule, Caraka-Śākhā, Iṭhimikā, das fünfte Sthānaka namens Yajamāna vollendet.