Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Pāvamāna-Kāṇḍa

Kapitel 2 Soma Pavamāna: Tropfen, Stier und Sonnenlicht

pra somāso madacyutaḥ śravase no maghonaḥ sutā vidathe akramuḥ

Hervor sind die Somas, rauschtriefend, uns Gebern zum Ruhm, gepresst zur Versammlung geeilt [Anm.: vidatha, auch „Weihehandlung“].

pra somāso vipaścito 'po nayanta ūrmayaḥ vanāni mahiṣā iva

Hervor die Somas, die weisen; sie führen die Wasser wie Wellen, wie Büffel die Wälder [?].

pavasvendo vṛṣā sutaḥ kṛdhī no yaśaso jane viśvā apa dviṣo jahi

Fließe klar, Tropfen, als Stier gepresst; mache uns unter den Leuten berühmt; alle Feindschaften schlage weg.

vṛṣā hyasi bhānunā dyumantaṃ tvā havāmahe pavamāna svardṛśam

Denn ein Stier bist du durch Glanz; dich, den Leuchtenden, rufen wir, Klärender, den Sonnenschauenden.

induḥ paviṣṭa cetanaḥ priyaḥ kavīnāṃ matiḥ sṛjadaśvaṃ rathīriva

Der Tropfen hat sich geklärt, der bewusste, der liebe Gedanke der Seher; er lässt das Ross los wie ein Wagenlenker.

asṛkṣata pra vājino gavyā somāso aśvayā śukrāso vīrayāśavaḥ

Losgelassen wurden die Siegespreis-Bringer, die Somas, kuh- und rossbegehrend, hell, mannhaft, schnell.

pavasva deva āyuṣagindraṃ gacchatu te madaḥ vāyumā roha dharmaṇā

Fließe klar, Gott, zum Leben; zu Indra gehe dein Rausch; steige zu Vāyu auf, nach (deiner) Satzung.

pavamāno ajījanaddivaścitraṃ na tanyatum jyotirvaiśvānaraṃ bṛhat

Der Klärende hat vom Himmel her erzeugt, wie ein buntes Donnergrollen, das allmenschliche Licht, das große.

pari svānāsa indavo madāya barhaṇā girā madho arṣanti dhārayā

Ringsum tönend, Tropfen, zum Rausch, mit erhabenem Lied strömen sie in Strömen den Honig.

pari prāsiṣyadatkaviḥ sindhorūrmāvadhi śritaḥ kāruṃ bibhratpuruspṛham

Ringsum ist der Seher geflossen [?], in der Welle des Stromes ruhend, den vielbegehrten Sänger tragend [?].

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