Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Pāvamāna-Kāṇḍa

Kapitel 3 Soma Pavamāna: gepresst zu Indra hin

upo ṣu jātamapturaṃ gobhirbhaṅgaṃ pariṣkṛtam induṃ devā ayāsiṣuḥ

Hierher zu dem geborenen, wasserdurcheilenden, mit Milch zubereiteten [Anm.: bhaṅgam unklar: „Zerbrechlichen“ (?), Textzustand fraglich] Tropfen sind die Götter gekommen.

punāno akramīdabhi viśvā mṛdho vicarṣaṇiḥ śumbhanti vipraṃ dhītibhiḥ

Sich klärend ist er gegen alle Feinde geschritten, der Allschauende; sie schmücken den Weisen mit Gebeten.

āviśankalaśaṃ suto viśvā arṣannabhi śriyaḥ indurindrāya dhīyate

In den Krug eingehend, gepresst, allen Glanz entgegenströmend, wird der Tropfen für Indra gesetzt.

asarji rathyo yathā pavitre camvoḥ sutaḥ kārṣmanvājī nyakramīt

Losgelassen wurde er wie ein Wagenrenner im Seihtuch, in den beiden Schalen gepresst; der Renner hat die Bahn [Anm.: kārṣman, „Furche/Rennbahn“] betreten [?].

pra yadgāvo na bhūrṇayastveṣā ayāso akramuḥ ghnantaḥ kṛṣṇāmapa tvacam

Als die eifrigen [Anm.: bhūrṇi] Ungestümen wie Kühe, die Schnellen, hervorschritten, die schwarze Haut wegschlagend.

apaghnanpavase mṛdhaḥ kratuvitsoma matsaraḥ nudasvādevayuṃ janam

Die Feinde wegschlagend klärst du dich, Soma, kraftkundig, berauschend; treibe den götterlosen Menschen fort.

ayā pavasva dhārayā yayā sūryamarocayaḥ hinvāno mānuṣīrapaḥ

Mit diesem Strom fließe klar, mit dem du die Sonne leuchten machtest, die menschlichen Wasser antreibend.

sa pavasva ya āvithendraṃ vṛtrāya hantave vavrivāṃsaṃ mahīrapaḥ

Der fließe klar, der du Indra geholfen hast, Vṛtra zu erschlagen, den Umhüller der großen Wasser.

ayā vītī pari srava yasta indo madeṣvā avāhannavatīrnava

Mit dieser Labung ströme ringsum, du, Tropfen, der du in den Räuschen die neunmal neunzig [Anm.: neunundneunzig (Burgen?)] schlugst [?].

pari dyukṣaṃ sanadrāyiṃ bharadvājaṃ no andhasā svāno arṣa pavitra ā

Ringsum strömt uns, Himmelbewohnender, Reichtum gewinnend, den Bharadvāja [?] [Anm.: „Kraftträger“ oder Name des Sehers] mit dem Saft; tönend fließe ins Seihtuch.

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